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SUMMARY:Biesdorfer Medizinische Gespräche
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt gemeinsam mit der Berliner Medizinischen Gesellschaft\, der Campus Berlin-Buch GmbH und dem Schloss Biesdorf ein zum Vortrag von \nProf. Dr. Volker Haucke \nDirektor des Leibniz-Forschungsinstitutes für Molekulare Pharmakologie\, FMP\, Berlin-Buch \nPanta rhei in der Zelle: Von Lipiden zu neuen Medikamenten gegen Thrombose\, Schlaganfall und erbliche Myopathien \nam 3. März 2023\, 18.00 Uhr – 20.00 Uhr\,\nim Schloss Biesdorf\, Vortragssaal\, \nAlt-Biesdorf 55\, 12683 Berlin. \nLink zum Flyer der Veranstaltung
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SUMMARY:Jour fixe „Europa im 21. Jahrhundert“
DESCRIPTION:Ankündigung Jour fixe „Europa im 21. Jahrhundert“ \nDer Arbeitskreis „Europa-Selbstverständnisse und Perspektivenvielfalt“ veranstaltet einen Jour fixe zum Thema „Europa im 21. Jahrhundert“. Er findet am 25.04.2022\, ab 14 Uhr in Fa. GEFEG\, Storkower Bogen\, Storkower Str. 207 statt. Wir laden alle interessierten Mitglieder der Leibniz-Sozietät herzlich ein\, mit uns über die folgenden Fragen um drei Themenschwerpunkte zu diskutieren: \n\nWann endete das „Zeitalter der Extreme“ (Eric Hobsbawm)\, und reicht der Jahrhundertbegriff\, um eine sich ankündigende Epochenwende angemessen zu erfassen? Denn die Ankunft im 21. Jahrhundert bedeutet zuallererst\, neue Fragen an die Vergangenheit\, auch an diejenige der letzten dreißig Jahre zu stellen. Wie gehen wir mit der Tatsache um\, dass sich gerade Zukunftserwartungen dramatisch verändern? Dass sich als Illusion erwiesen hat\, was im Jahr 1989 geschichtsphilosophische Prognosen („Ende der Geschichte“) vorausgesagt haben? Da war einerseits die Annahme eines weitgehend friedlich erfolgenden Zusammenbruchs der europäischen Nachkriegsordnung (Schlussakte von Helsinki 1975). Da war andererseits das Wunschdenken über einen letztlich problemlosen Übergang von Sozialismus-Varianten\, mit und ohne sowjetische Vorherrschaft\, hin zu einem „nachholenden“ Kapitalismus neoliberaler Marktwirtschaft und spätmoderner Demokratie – mit populistischen und nationalistischen Gegentendenzen. Die Frage steht im Raum\, wie trügerisch der Ausblick auf ein angebliches neues Zeitalter west-östlicher Ideenkonkurrenz (Demokratie gegen Autokratie) oder von „Weltordnungsentwürfen künftiger globaler Netzwerke“ (Zhao Tingyang) tatsächlich ist. Muss es nicht\, angesichts der ökologischen Herausforderungen im 21. Jahrhundert\, vorrangig um einen globalen Wettstreit zwischen ökonomischen\, politischen und soziokulturellen Entwicklungsmodellen gehen\, die auf „Prinzipien ökologischer Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit“ (Thomas Piketty) beruhen?\nWie kann Europa als historischer Erfahrungsraum und als semantisches Bedeutungsfeld\, in allen seinen aktuellen Verschiebungen vor allem zwischen West-Mittel- und Osteuropa bis zu Russland\, auf neue Weise historisiert werden? Anstelle von überheblichen „Siegerarchitekturen“ oder „bereinigten Geschichtsdarstellungen“ (Pankay Mishra) der westeuropäisch-westlichen Vergangenheit sind komplexe Analysen gefragt\, die das einzigartige Geschichtsexperiment einer industriekapitalistischen und materialistischen Zivilisation gleichermaßen als unvergleichlichen Aufstieg von Wissenschaften\, Technologien\, Kulturen und als brutale Chronik von Zerstörung\, Entwurzelung\, Unterdrückung und imperialer Expansion zu erfassen vermögen\, ganz im Sinne von Marx‘ Fortschrittsmetapher des barbarischen heidnischen Götzen. Welche Begrifflichkeiten haben sich dafür bisher bewährt und welche sind erst noch zu finden\, z.B. für die Umbrüche im mittel- und ost/südosteuropäischen Raum? Welchen Umgang finden wir für das seit 1989 nicht neu definierte Konzept des „Westens“ und\, im jetzigen 21. Jahrhundert\, für die Machtstrategien eines imperial auftretenden Nationalismus in Russland?\nWie ist endgültig ein Blickwechsel zu erreichen? Gemeint ist der Wechsel vom Eurozentrismuszum Dezentrieren von (West-)Europaund die konsequente Einbeziehung sowohl innereuropäischer als auch postkolonialer Perspektiven\, mit denen historisches Wissen aus Lateinamerika\, Afrika\, Asien und vor allem aus China in eine immer noch – nicht zuletzt durch den unkritischen Gebrauch bestimmter Begriffe und Paradigmen – europäisierte bzw. verwestlichte Weltgeschichte einfließen können? Erst mit einer solchem grundlegenden Veränderung überlieferter Perspektiven werden die vielfältigen Möglichkeiten einer im 21. Jahrhundert neu entstehenden Welt entdeckt können.\n\n  \nMonika Walter \nDieter Segert \n 
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SUMMARY:April-Plenum
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin veranstaltet ihre öffentliche April-Plenarveranstaltung am 7. April 2022 mit einem Vortrag zum Thema \nZu weit\, zu hoch\, zu heiß\, zu kalt – wenn der Mensch an seine Grenzen kommt  \nVortragender: Prof. Dr. med. Hanns-Christian Gunga \nDie Veranstaltung findet in Zoom statt. \nAbstract: \nUmweltfaktoren (Luftdruck\, Luftfeuchtigkeit\, Temperatur\, Licht\, Gravitation) beeinflussen entscheidend den Bauplan und die Funktionsfähigkeit von Organismen einschließlich des Menschen\, vor allem extremen Umwelten. Dies wird im Vortrag anhand von Untersuchungen erläutert\, die unter terrestrischen und Mikro-g Bedingungen im All durchgeführt wurden. Es werden hierbei sowohl die physiologischen Veränderungen als auch psychische Probleme bedingt durch Isolation und Confinement (Beengtsein) behandelt. Ferner werden Lösungsmöglichkeiten zur Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit unter extremen Umweltbedingungen aufgezeigt und deren Bedeutung für die aktuelle klinische Medizin hervorgehoben. \nVita: \nProf. Dr. med. Dipl. geol. Hanns-Christian Gunga studierte Geologie-Paläontologie und Humanmedizin in Münster und an der Freien Universität Berlin (Diplom 1980\, Promotion 1989\, Habilitation 1997). Seit 2000 ist er Sprecher des Zentrums für Weltraummedizin und Extreme Umwelten an der Charité Universitätsmedizin Berlin\, seit 2004 Universitätsprofessor an der gleichnamigen Institution und Gastprofessor in China (Xi’an) und Chile (Antofagasta) tätig. Seit 2008 ist er Mitglied im Programmausschuss des DLR und z. Zt. in der Funktion des Vorsitzenden Forschung unter Weltraumbedingungen (FuW). Prof. Gunga war an mehreren Raumfahrtmissionen des DLR als PI und Co-PI beteiligt (D2\, MIR\, ISS)\, ist im Augenblick u. a. PI des laufenden Experiments “Circadian Rhythms” auf der ISS sowie PI im DFG Research Unit 2936 „Climate change and Health in Subsaharan Africa (SSA).
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SUMMARY:April-Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche April-Sitzung am 7. April 2022 in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr via Zoom (s.u.) statt durch zum Thema \nAktivierung von Zellen an der Grenzfläche zwischen Blut und Biomaterialien\nVortragende: Prof. Dr. Viktoria Weber (MLS) \nAbstract:\nIn zahlreichen in der Medizin verwendeten Verfahren kommt es zum direkten Kontakt von Blut mit verschiedenen Materialien. Dieser kann innerhalb des Körpers erfolgen\, etwa bei Herzklappen oder Stents\, oder außerhalb\, wie bei Verfahren der Dialyse oder bei Oxygenationsmembranen. \nBeim Kontakt von Blut mit Biomaterialien kommt es innerhalb von Sekunden zu einer Adsorption von Proteinen\, wodurch eine neue\, dynamische Oberfläche entsteht\, mit der Blutplättchen und Immunzellen in Kontakt treten. Die Zusammensetzung dieser neu entstehenden Proteinschicht und damit die an dieser Oberfläche ablaufenden Aktivierungsvorgänge hängen maßgeblich von der Art des Biomaterials ab. Die Erkennung dieser Oberflächen als körperfremd kann zu einer Reihe von zellulären Reaktionen führen\, welche die Funktion des jeweiligen Medizinproduktes beeinträchtigen und Thrombosen\, Embolien\, oder Entzündungsreaktionen auslösen können. \nDie Frage\, warum verschiedene Biomaterialien unterschiedliche Aktivierungsvorgänge auslösen\, ist daher ein spannendes und wichtiges Forschungsgebiet. Am Beispiel extrakorporaler Absorptionsverfahren werden in diesem Vortrag Mechanismen der zellulären Aktivierung und ihre möglichen Folgen dargestellt sowie die Möglichkeiten zur Entwicklung von Systemen mit hoher Blutverträglichkeit beleuchtet. \nVita:\nViktoria Weber studierte Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur Wien (Promotion 1993) und erwarb ihre Habilitation für das Fach Biochemie ebenfalls an der Universität für Bodenkultur (2008). Seit 1999 ist sie an der Universität für Weiterbildung Krems (Donau-Universität Krems) tätig\, wo sie seit 2010 eine Professur für Medizinische Biochemie innehat und das Department für Biomedizinische Forschung leitet. Seit 2011 war sie Vizerektorin für Forschung und seit 2021 Vizerektorin für Forschung und nachhaltige Entwicklung. Sie ist gegenwärtig Präsidentin der Europäischen Gesellschaft für Künstliche Organe (ESAO) und Vizepräsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie (ÖGMBT). Viktoria Weber war an mehreren Europäischen Projekten auf dem Gebiet der therapeutischen Apherese sowie der Sepsis beteiligt und leitete von 2013-2019 das CD-Labor für Innovative Therapieansätze in der Sepsis. Ihre Forschungsinteressen gelten der Grenzfläche zwischen Blut und Biomaterialien\, der Aktivierung von Plättchen und Immunzellen während des Kontakts von Blut mit Biomaterialien\, sowie extrazellulären Vesikeln und ihren Rollen in der Gerinnung und Immunmodulation. Mit ihrer Gruppe entwickelte sie eine Reihe von Methoden zur Charakterisierung des zellulären Ursprungs und der Funktion extrazellulärer Vesikel insbesondere in der Sepsis. \nKoordinaten für die Teilnahme an der Online Sitzung:\nZoom-Meeting: \nhttps://donau-uni.zoom.us/j/69196849157?pwd=YlZacHJzeGFlOThYRldHYll2bC9ydz09 \nMeeting-ID: 691 9684 9157 \nKenncode: 791894 \n 
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SUMMARY:März-Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche März-Sitzung am 10. März 2022 in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr durch – Ort: online via Zoom-Link (weitere Einwahldaten s.u.) \nThema: Elektrochemie – Werkzeug mit Zukunft! \nVortragender: Prof. Dr. Uwe Schröder (MLS) \nAbstract: \nUnsere Gesellschaft steht vor sehr großen Herausforderungen bezüglich eines nachhaltigen Umgangs mit den Umweltressourcen. In der öffentlichen Diskussion stechen hier besonders die Themenbereiche der individuellen Mobilität und der nachhaltigen und klimaschonenden Energieversorgung hervor – beides wiederum eng verknüpfte Themen. \nDieser Vortrag soll zeigen\, welche Beiträge die Elektrochemie als Baustein und Bindeglied künftiger regenerativer Energietechnologien leisten kann. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten des eigenen Arbeitskreises. Diese umspannen sowohl Fragestellungen künftiger Mobilität (Batterieforschung\, regenerative Kraftstoffe) und nachhaltiger chemischer Prozesse als auch einer potentiellen Rückgewinnung von Energie aus Abwasserströmen mittels biologischer Brennstoffzellen. \nVita: \nUwe Schröder studierte von 1990-1995 Chemie an der Humboldt-Universität zu Berlin und promovierte dort in physikalischer Chemie. Als Stipendiat der Alexander-von-Humboldt Stiftung forschte er am Physical and Theoretical Chemistry Laboratory der Universität Oxford. Im Jahr 2007 habilitierte er an der Universität Greifswald (Mentor Prof. Fritz Scholz) und wurde im Jahr 2008 auf die W3-Professur für Nachhaltige Chemie und Energieforschung an die TU Braunschweig berufen\, wo er ab 2015 das Institut für Ökologische und Nachhaltige Chemie leitete. Einen Ruf an die Universität Jena (2013) lehnte er ab\, nahm jedoch im Jahr 2021 einen Ruf an die Universität Greifswald an\, wo er seit 1.10.2021 den Lehrstuhl für Elektrobiochemie innehat. Uwe Schröders Forschungsschwerpunkte sind die mikrobielle Elektrochemie und mikrobielle elektrochemische Technologien\, Elektrosynthese und Batterieforschung. Uwe Schröder veröffentlichte über 170 Publikationen mit mehr als 15\,000 Zitationen. Er ist Chefeditor des Journals Frontiers in Energy Research (Frontiers Media) sowie Board-Mitglied zahlreicher Zeitschriften. \n\n  \nOrt: \nZoom-Meeting: \nhttps://uni-greifswald-de.zoom.us/j/82896832275?pwd=bk16L2xSeDRmVWR1dmg4UGhlQUhUUT09 \nMeeting-ID: 828 9683 2275\nKenncode: 050237 \nTelefoneinwahl z.B.\n+49 69 5050 0952 Deutschland\n+49 69 5050 2596 Deutschland
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SUMMARY:Februar-Plenarsitzung
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin veranstaltet ihre öffentliche Februar-Plenarveranstaltung am 10.02.2022 als ZOOM-Meeting mit einem Vortrag zum Thema \nBiopharmazeutika und Protein-Konjugate:\nNeue Ansätze für den gerichteten Wirkstofftransport \n  \nReferent: Prof. Dr. Christian P.  R. Hackenberger \nC.V: \nChristian P.  R. Hackenberger studierte Chemie an der Universität Freiburg und der UW Madison/Wisconson und promovierte an der RTWH Aachen. Nach einem Postdoc-Aufenthalt am Massachusetts Institute of Technology (MIT) gründete er 2005 als Emmy-Noether-Stipendiat eine eigene Forschungsgruppe an der Freien Universität Berlin. 2012 wurde er Leibniz-Humboldt-Professor für Chemische Biologie am Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie und der Humboldt-Universität zu Berlin. \nSeine Gruppe entwickelt chemische Strategien zur Funktionalisierung von Proteinen und Antikörpern mithilfe hochselektiver chemischer Reaktionen\, um proteinbasierte Therapeutika gegen Krebs\, Alzheimer und Virusinfektionen zu generieren. Er ist Mitbegründer des Münchner Unternehmens Tubulis\, das mit Technologien aus seinem Labor besser verträgliche Krebsmedikamente entwickelt. Im Jahr 2018 wurde Christian der Leonidas Zervas Award der Eurpean Peptide Society verliehen und im Jahr 2020 erhielt er als erster Empfänger den Falling Walls Breakthrough of the Year Award in den Life Sciences\, in Anerkennung seiner Beiträge zur Entwicklung von Biopharmazeutika der nächsten Generation. \nAbstract: \n Die Hackenberger Gruppe am FMP vereint Chemiker\, Biochemiker und Biophysiker\, um neue chemische und biochemische Methoden für die gezielte Modifikation von Peptiden\, Proteinen und Antikörpern zu entwickeln. Die so erhaltenen Biokonjugate werden für die Beantwortung biologischer Fragestellungen aus der Grundlagenforschung verwendet\, sie dienen gleichzeitig aber auch als neue Biopharmazeutika für pharmazeutische Anwendungen. \nIn meinem Vortrag werde ich einige ausgewählte Beispiele aus meinem Labor vorstellen\, die diesen Ansatz verdeutlichen. So gelang es uns kürzlich sowohl ein neues chemisches als auch ein enzymatisches Verfahren für die Herstellung von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (engl. Antibody-Drug-Conjugates\, ADCs) zu publizieren\, das neue für den Patienten besser verträgliche Medikamente für die Krebstherapie in Aussicht stellt und gleichzeitig zur Gründung des sehr erfolgreichen und mehrfach ausgezeichneten Unternehmens Tubulis® (www.tubulis.com) geführt hat. Des Weiteren konnten wir ein neues Verfahren beschreiben\, dass die Zellgängigkeit von Proteinen und Antikörpern ermöglicht und damit völlig neue Ansätze für den intrazellulären Wirkstofftransport aufweist. Ebenso gelang es uns in Zusammenarbeit mit fast allen wissenschaftlichen Institutionen in Berlin neuartige strukturell definierte Inhibitoren gegen Influenza-Viren auf Protein-Basis zu beschreiben. \n  \nDatum  und Veranstaltungsort: \n10. Februar 2022 – 13:30 – 16:00. \nDas Plenum wird als Zoom-Meeting durchgeführt:\nhttps://us02web.zoom.us/j/85657830272?pwd=TTQ1c2FIOGIxZVF3cThpUi9IaElrUT09\nMeeting-ID: 856 5783 0272\nKenncode: 849186
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Februar-Sitzung der Klasse NWTW der Leibniz-Sozietät\nDie Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche Februar-Sitzung am 10. Februar 2022 in der Zeit von 9:30 bis 11.30 (!) Uhr in Berlin (Rathaus Mitte\, Raum 121) durch zum Thema \nDie Pflege des Menschen: Zur gesellschaftlichen Funktion der professionellen Pflege \n Vortragender: Prof. Dr. Olaf Scupin (MLS) \nAbstract: \nJede Gesellschaft bekommt die Krankenpflege\, die sie verdient! Die Pflege des Menschen ist ein Phänomen über den jede und jeder (mit)reden kann. Wer hat nicht schon einen anderen Menschen gepflegt? Auch über die professionelle Pflege haben die meisten Menschen schon einen Eindruck bekommen. Kaum ein anderer Berufszweig in der Bundesrepublik Deutschland ist in den letzten Jahren so starkem Wandel unterzogen worden\, wie der der Pflegeberufe. Welche Funktionen und Aufgaben die professionellen Pflegeberufe für eine Gesellschaft erfüllen sollen\, ist hingegen kaum bekannt. Zum einen\, weil die Berufsgruppe selbst diese zum Teil nicht ausführt und somit sicht- und spürbar wäre. Zum Zweiten\, weil die politisch gewollten Rahmenbedingungen und Strukturen im Gesundheits- und Sozialwesen noch nicht geschaffen wurden. So wird die ab 2020 gesetzlich verankerte hochschulische Pflegeausbildung das Gesundheitswesen nachhaltig verändern. Gerste schreibt dazu 2014: „In Kliniken\, in denen 60% der Krankenschwestern einen Bachelor haben und sich im Durchschnitt um 6 Patienten kümmern\, liegt die Sterblichkeit um 30% unter jener von Kliniken\, in denen die Schwestern nur in 30% einen Bachelor-Abschluss vorweisen können und im Durchschnitt eine jede von ihnen 8 Patienten versorgt.“ (Gerste\, Ronald D.: Patientensicherheit: Stationäre Mortalität und Personalschlüssel korrelieren. In: Deutsches Ärzteblatt\, Jg. 111\, Heft 26\, S. 1211-1212\, Berlin: Deutscher Ärzteverlag GmbH\, 2014). Über einen historischen Exkurs zur Entwicklung der professionellen Pflegefunktionen und –berufe\, sollen im Vortrag die aktuellen Entwicklungen in der Pflegelandschaft erläutert und diskutiert werden. \nVita: \nAusbildung zum Krankenpfleger und Fachweiterbildung zum Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivpflege (Westfälische-Wilhelms-Universität Münster/Westf. – Prof. Dr. Dr. P. Lawin). Qualifizierung zur Leitung des Pflegedienstes. Zwischen 1995 – 2005 Direktor in 3 Kliniken. \nStudium der Gesundheits- und Pflegewissenschaften an der Fachhochschule Neubrandenburg (Prof. Dr. H.-J. Götze). 2003 Promotion am Institut für Wissenschaftsphilosophie und Humanontogenetik der Humboldt-Universität zu Berlin (Prof. Dr. K.-F. Wessel). Seit 2004 Professor am Fachbereich Gesundheit und Pflege der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH Jena) mit dem Berufungsgebiet „Pflegemanagement“. Seit 2009 Direktor am Institut für Coaching und Organisationsberatung der EAH Jena. Lehre in den Fachbereichen Betriebswirtschaft\, Sozialwesen und SciTec. Vorstandsmitglied im Landespflegerat Thüringen und der Gesellschaft für Humanontogenetik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2017 Direktor für Pflegeentwicklung am Deutschen Zentrum für Orthopädie der Waldkliniken Eisenberg. Seit 2019 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. \n  \nDatum und Veranstaltungsort \n10. Februar 2022\, 9:30 bis 11:30 \nOrt: Rathaus Berlin-Mitte\, Raum 121 (Karl-Marx-Allee 31\, U-Bahn-Station Schillingstraße) \nBitte beachten Sie die veränderte Anfangszeit.
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SUMMARY:Jahresgeschäftssitzung
DESCRIPTION:Am 20. Januar 2022 findet in Übereinstimmung mit § 10 des Statuts die Jahresgeschäftssitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. statt. \nIch lade Sie herzlich zur Teilnahme ein. \nOrt:                 Die Sitzung wird als ZOOM-Meeting durchgeführt: \nhttps://us02web.zoom.us/j/82740142642?pwd=bkRRbjJHckZCQW5nQkR5M254NDJJQT09\nMeeting-ID: 827 4014 2642\nKenncode: 854177\nDie beste Verbindung besteht bei Verwendung der App. Nach klicken auf den Link die App automatisch starten lassen (wenn installiert).\nTelefoneinwahl bitte in der Geschäftsstelle erfragen\, wenn gewünscht. \nBeginn:            13.00 Uhr \nTagesordnung: \n\nPrüfung der Beschlussfähigkeit und Bestätigung der Tagesordnung\nBestimmung der Protokollanten und der Kassenprüfer\nBericht des Präsidiums\nTeil 1: Wissenschaftliche und wissenschaftsorganisatorische Arbeit\nTeil 2: Finanzbericht\n\n\nBericht der Kassenprüfer\nBeschlussfassung über die Arbeit im Jahr 2021 (Entlastung des Präsidiums)\nDiskussion über den Entwurf einer neuen Satzung der Sozietät\nSonstiges\n\nProf. Dr. Gerda Haßler
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SUMMARY:Dezember-Plenarsitzung 2021 der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre öffentliche wissenschaftliche Dezember-Plenarsitzung am 09.12.2021 in der Zeit von 13:30 bis 16:00 Uhr im Rathaus Berlin-Mitte\, BVV-Saal\, Karl-Marx-Allee 31\, 10178 Berlin durch. \nThema: \nDie spekulative Methode von Hegel und das Lernen von Mathematik –\nAllgemeines und Einzelnes am Beispiel des Variablen- und des Wahrscheinlichkeitsbegriffs\nVortragender: \nHans-Dieter Sill (MLS) \nOrt:      Rathaus Berlin-Mitte\, Karl-Marx-Allee 31\, 10178 Berlin\, BVV-Saal\nZeit:       13:30 Uhr bis 16:00 Uhr \nAlle Teilnehmer sind aufgefordert\, im Gebäude ihre FFP-2-Maske zu tragen und Belege über ihre erfolgreiche Zweifachimpfung oder über ihre Genesung von einer Covid-19-Erkrankung (2G-Regel) vorzuweisen. \nC.V:\nHans-Dieter Sill ist Professor für Didaktik des Mathematikunterrichts an der Universität Rostock. Nach seinem 1973 abgeschlossenen Studium als Diplom-Lehrer für Mathematik und Physik promovierte er 1976 im Fach Mathematik. Nach einem Aufenthalt an der Schule arbeitete er als Assistent an der Pädagogischen Hochschule in Güstrow. Nach Abschluss einer Habilitation im Jahre 1987 auf dem Gebiet der Methodik des Mathematikunterrichts war er dort als Dozent tätig. 1993 wurde er als Hochschullehrer für Didaktik der Mathematik an die Universität Rostock berufen. Seit 2016 ist er im Ruhestand.\nEr führte theoretische und empirische Forschungen auf unterschiedlichen Gebieten der Mathematikdidaktik durch\, insbesondere zu theoretischen Grundfragen des Lernens von Mathematik\, zur Entwicklung von Curricula\, zur Durchführung von Leistungserhebungen\, zum Arbeiten mit Aufgaben\, zur Gestaltung einer nachhaltigen Lehrerfortbildung sowie zu zahlreichen Fragen der Gestaltung des Stochastikunterrichts in der Primarstufe und der Sekundarstufe I. Dabei hat er neue Gedanken zu Grundbegriffen der Stochastik wie Merkmal\, Wahrscheinlichkeit und Zufall entwickelt. Er ist Herausgeber eines Unterrichtswerkes für die Sekundarstufe I\, Autor eines Lehrbuches zur Mathematikdidaktik sowie von Lehrbüchern zur Didaktik des Stochastikunterrichts. \nAbstract:\nEines der Hauptergebnisse des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel\, dessen Geburtstag sich 2020 zum 250. Mal gejährt hat\, ist die von ihm so bezeichnete spekulative Methode\, die er als grundlegend für alle Wissenschaften ansieht. Ein zentraler Inhalt der spekulativen Methode ist der Umgang mit „spekulativen Begriffen“. Damit bezeichnet Hegel u. a. die Einheit gegensätzlicher Begriffe und Momente. Hegels Diktum lautet: „Das Wahre ist das Ganze.“\nBezogen auf mathematische Begriffe geht es um die Einheit formaler und nichtformaler Momente. Die Mathematik als Wissenschaft ist formal ein System aus Begriffen\, Sätzen und Verfahren. Die verwendeten Begriffe werden formal durch Definition festgelegt. Die nichtformalen Momente der Begriffe sind in der Regel kein Inhalt mathematischer Fachbücher und oft auch nicht des Mathematikunterrichts in den Sekundarstufen und der mathematischen Lehre an Hochschulen. Im Sinne von Hegel wird damit keine „wahre Mathematik“ vermittelt. Dies ist aus meiner Sicht eine Hauptursache für die immer wieder auftretenden Probleme von Lernenden im Fach Mathematik.\nDie Ausbildung mathematischer Kenntnisse sollte sich im Wechselverhältnis von formalen und nichtformalen Momenten vollziehen. Dies betrifft insbesondere die Aneignung von Grundbegriffen\, was am Beispiel des Variablen- und Wahrscheinlichkeitsbegriffs erläutert werden soll.\nDer Variablenbegriff wird formal nur durch Konventionen seiner Verwendung bestimmt. Die nichtformalen Momente des Begriffs\, die teilweise sogar gegensätzlich sind\, werden im Schulunterricht selten thematisiert. Damit hängen zahlreiche Probleme im Verständnis der Algebra auch in den weiteren Bildungswegen zusammen.\nDer mathematische Begriff der Wahrscheinlichkeit wird formal durch Axiome festgelegt. Der sinnvolle Umgang mit Wahrscheinlichkeiten\, insbesondere in der beurteilenden Statistik\, ist gebunden an das Verständnis seiner nichtformalen Momente wie des Gegensatzes von „objektiven“ und „subjektiven“ Wahrscheinlichkeiten.\nEin zentraler Ansatzpunkt zur Verbesserung des Mathematikunterrichts und der mathematischen Lehre an Universitäten und Hochschulen sind für mich weitere theoretische und vor allem empirische Untersuchungen zum Lehren und Lernen von „wahrer Mathematik“ im Hegelschen Sinne\, die Gegenstand der fachdidaktischen Forschung sein sollten.\nAnaloge Überlegungen lassen sich auch für andere Fächer anstellen. \n 
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse SGW der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre öffentliche wissenschaftliche Dezember-Sitzung am 09. Dezember 2021 in der Zeit von 9:00 (!) bis 11:00 Uhr online in Zoom durch. (Zugangsdaten hier) \nReferent:         Norman Paech \nTitel:               Der Ausnahmezustand als Normalzustand – Kritische Anmerkungen zur  Corona-Politik \nAbstract: \nOhne den gefährlichen Charakter der Pandemie in Frage zu stellen\, wird sich der Vortrag mit demokratie- sowie rechtsstaatlichen Aspekten der offiziellen Pandemiepolitik auseinandersetzen. Im Wandel von der Lockdown- zur Impfpflicht-Variante der staatlichen Politik hat sich das Arsenal politischer und rechtlicher Maßnahmen zwar geändert\, aber die Basis aller Maßnahmen\, die Angst und Ausgrenzung\, ist als Grundstruktur der Politik bestehen geblieben. Darüber hinaus bestehen Zweifel an der Dominanz medizinischer gegenüber sozialen und kulturellen Kriterien der Entscheidungsfindung. \nKurzvita: \nProfessor i.R. für öffentliches Recht (Verfassungs- und Völkerrecht) an der Universität Hamburg. Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat von IALANA\, IPPNW\, Attac und Deutsch-Polnische Gesellschaft. Außenpolitischer Sprecher der Partei DIE LINKE im Deutschen Bundestag 2005 – 2009. Jüngste Veröffentlichungen: „Menschenrechte“\, Köln 2019\, gemeinsam mit Karsten Nowrot\, „Krieg und Frieden im Völkerrecht“\, Köln 2019. www.norman-paech.de.
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SUMMARY:Leibniz-Tag 2021
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihren traditionellen öffentlichen Leibniz-Tag in diesem Jahr in etwas abweichender Form am 25. November 2021 in der Zeit von 10:00 bis 17:00 Uhr in Berlin durch. \nWeitere Details sowie den konkrete Veranstaltungsort entnehmen Sie bitte diesem Flyer. \nLebenslauf von Prof. Dr. phil. Dr. jur. Hansjürgen Garstka \nAbstract des Festvortrags
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SUMMARY:November-Sitzung der Klasse NWTW der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre öffentliche wissenschaftliche November-Sitzung am 11. November 2021  in der Zeit von 10:00 bis 12:00 Uhr in Berlin durch zum Thema \nKlimawandel\, Ressourcen und Energieversorgung der Zukunft – Gründe für eine schnellstmögliche Energiewende (ökologisch\, sozial\, ökonomisch)\nOrt: Projekt Humanontogenetik\, Humboldt Universität zu Berlin\, Raum 415\, Mohrenstraße 40/41\, 10117 Berlin \nVortragender: Prof. Dr. Wolfgang Methling (MLS) \nAbstract: \nObwohl inzwischen keine wissenschaftlich begründeten Zweifel an der hauptsächlich anthropogen verursachten Erwärmung der Erdatmosphäre und dem daraus resultierenden globalen Klimawandel auf der Erde bestehen\, werden häufig die Dimension und Geschwindigkeit dieser Prozesse unterschätzt. Die Analysen\, Berichte und Projektionen des Weltklimarates (IPPC) belegen\, dass die Erderwärmung rasant voranschreitet und die bisher auf internationalen Kongressen politisch beschlossenen Ziele der Begrenzung der Erwärmung um 2 ° C (Tokyo) bzw. 1\,5 ° C (Paris) bis 2100 nur noch erreicht werden können\, wenn die Emission von Treibhausgasen radikal reduziert wird. Dabei spielt das bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern (Kohle\, Erdöl\, Gas) entstehende CO2 die Hauptrolle als Treiber der Erderwärmung. Die Konzentration von CO2 ist von ca. 280 ppm inzwischen auf ca. 410 ppm angestiegen. Selbst bei einer Reduzierung der Emissionen wird der Klimawandel nicht aufgehalten\, sondern nur verlangsamt. Hinzu kommt\, dass die Reichweite der Ressourcen auf wenige Jahrhunderte begrenzt ist und bei ihrer Förderung und Verbrennung erhebliche weitere Belastungen der Umwelt (Luft\, Boden\, Wasser\, Landschaft) entstehen. Deshalb ist ein schnellstmöglicher Ausstieg aus der Verbrennung von fossilen Energieträgern für die Erzeugung von Strom\, Wärme und Mobilität und die vollständige Umstellung auf die Nutzung der Energie der Sonne (Wind\, Solarthermie\, Photovoltaik\, Biomasse\, Wasserkraft\, Meeresenergie\, Erdwärme u.a.) unabdingbar. Die Kraft der Sonne ist nach irdischen Maßstäben (fast) unerschöpflich. Sie zu nutzen\, ist ein Gebot der ökologischen\, ökonomischen und sozialen Vernunft und Verantwortung\, kein ideologisch begründeter Irrweg. \nVita: \nWolfgang Methling\, 1947 in Kavelstorf\, Krs. Rostock\, geboren\, studierte von 1966 bis 1971 Veterinärmedizin an der Universität Leipzig (Abschluss Dipl.-Vet. med.). Von 1971 bis 1985 war er als wiss. Assistent und Oberassistent im Wissenschaftsbereich Tierhygiene und Strahlenbiologie der Sektion Tierproduktion und Veterinärmedizin der Universität Leipzig tätig. Die Promotion A (Dr. med. vet.) schloss er 1978 mit einer Dissertation zur Wirkung des sichtbaren Lichtes auf die Infektionsabwehr von Kälbern ab. 1982 erwarb er die Qualifikation als Fachtierarzt für Tierhygiene. Seine Dissertation zur Promotion B (Dr. sc. med. vet.) befasste sich 1984 mit der Keimflora in Schweineställen. 1985 wurde er als Dozent für Tierhygiene an die Sektion Tierproduktion der Universität Rostock berufen. 1989 wurde ihm der Titel Veterinärrat (VR) verliehen. \nVon 1978 bis 1990 arbeitete Wolfgang Methling in forschungskoordinierenden Gremien der Akademie für Landwirtschaftswissenschaften der DDR mit. 1992 erfolgte die Berufung als Professor für Tiergesundheitslehre an der Universität Rostock. Von 1996 bis 1998 war er Sprecher des Fachbereiches Agrarökologie der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock. Seine wichtigsten Arbeitsgebiete in Lehre und Forschung waren über viele Jahre Umweltgerechte Tierhaltung\, Ökologischer Landbau\, Umwelthygiene\, Tierhygiene\, Tierseuchen- und Tiergesundheitslehre\, Tierschutz\, Ökotoxikologie und Biotechnologie. Die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Tätigkeit sind in mehr als 100 Publikationen nachzulesen. \nVon 1998 bis 2006 war Wolfgang Methling Umweltminister (2002 bis 2006 Stellv. Ministerpräsident) in der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern. Seit 2012 ist er Vorsitzender des Fördervereins und Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Akademie für nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern\, seit 2013 Mitglied des Wiss. Beirates des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e. V.\, seit 2014 Mitglied im Vorstand von Eurosolar Deutschland. 2020/21 war er Mitglied des Zukunftsrates der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern\, der ein Programm für die nachhaltige Entwicklung des Landes entwickelt hat.
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SUMMARY:Biesdorfer Medizinische Gespräche: Vortrag von Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig zum Thema "Medikamentöse Therapie von COVID-19 und Impfstoffe gegen SARS-CoV-2: Erwartungen\, aktuelle Ergebnisse und Unsicherheiten"
DESCRIPTION:Im Rahmen der Biesdorfer Medizinischen Gespräche – einer Kooperationsveranstaltung zwischen der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin\, der Berliner Medizinischen Gesellschaft\, der Campus Berlin Buch GmbH und dem Schloss Biesdorf –  findet am 29. Oktober 2021\, 18.00 Uhr – 20.00 Uhr\, im Heino-Schmieden-Saal des Schlosses Biesdorf (Alt-Biesdorf 55\, 12683 Berlin) ein Vortrag von Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig\, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft\, zum Thema Medikamentöse Therapie von COVID-19 und Impfstoffe gegen SARS-CoV-2: Erwartungen\, aktuelle Ergebnisse und Unsicherheiten statt. \nNähere Informationen finden Sie im Flyer.
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SUMMARY:September-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die öffentliche wissenschaftliche Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin wird am 09.September 2021 von 13:30 bis 16:00 Uhr in Berlin durchgeführt zum Thema \nWas ist neu an der neuen Textausgabe „Das Kapital\, Band 1“ von Karl Marx?\nVortragender: Thomas Kuczynski (Berlin) \nDie Plenarsitzung wird als Präsenzveranstaltung mit begrenzter Teilnehmerzahl und parallel als Zoom-Konferenz durchgeführt.\n\nZoom-Zugangsdaten:\nZoom-Meeting beitreten\nhttps://us02web.zoom.us/j/84066192299?pwd=NnR2a2lWQjdpVTJNRzFlUTdtcnlxZz09 \nMeeting-ID: 840 6619 2299\nKenncode: 400416 \nDa die Zahl der Plätze begrenzt ist\, wird um Voranmeldung bei der Klassensekretarin für Sozial- und Geisteswissenschaften\, Kerstin Störl\, bis zum 8.9.2021 unter stoerl@rz.hu-berlin.de gebeten. \nOrt:      Beratungsraum der Fa. GEFEG im Storkower Bogen\, Storkower Straße 207\, 10369 Berlin \nZeit:      13:30  bis 16:00 Uhr \nAuf Grund der fortdauernden Pandemie setzt eine Tagungsteilnahme voraus\, dass Sie Ihren Impfnachweis\, Genesungsnachweis oder einen aktuellen negativen Corona-Test am Eingangsbereich des Tagungsortes vorweisen und eine FFP-2-Maske tragen. \nWeitere Angaben (Abstracts\, Kurzvita des Vortragenden) sind hier abrufbar.
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SUMMARY:Verschoben: September-Sitzung der Klasse SGW der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Veranstaltung wird verschoben \nDie ursprünglich für den 09. September 2021 geplante öffentliche wissenschaftliche September-Sitzung  der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften zum Thema Digitales Arbeiten und psychologische Sicherheit\, Vortagende Annette Hoxtell (MLS) wird verschoben.
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SUMMARY:September-Sitzung der Klasse NWTW der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche September-Sitzung 2021 in Berlin durch zu den Themen \nMathematische Modelle von Epidemien\nVortragender:                       Rainer Schimming (MLS) \nund \nPest\, Macht\, Geschichte. Die Corona-Pandemie in historischer Perspektive\nVortragender:                      Karl-Heinz Leven (Erlangen) \n  \nOrt:      Beratungsraum der Fa. GEFEG im Storkower Bogen\, Storkower Straße 207\, 10369 Berlin (Präsenz-Veranstaltung mit begrenzter Teilnehmerzahl und Zoom-Konferenz). \nZoom-Zugangsdaten:\nZoom-Meeting beitreten\nhttps://us02web.zoom.us/j/82325404960?pwd=OFdQVG83K1JFWkFTdzcwNk5ReUw5UT09 \nMeeting-ID: 823 2540 4960\nKenncode: 096301 \nZeit:      10:00  bis 12:00 Uhr \nDa die Zahl der Plätze im Vortragsraum begrenzt ist\, wird um Voranmeldung beim Sekretar der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften\, Gerhard Pfaff\, bis zum 8.9.2021 unter pfaff.pigmente@gmx.de gebeten. \nAuf Grund der fortdauernden Pandemie setzt eine Präsenzteilnahme voraus\, dass Sie Ihren Impfnachweis\, Genesungsnachweis oder einen aktuellen negativen Corona-Test am Eingangsbereich des Vortragsortes vorweisen und eine FFP-2-Maske tragen. \n  \nAbstract “Mathematische Modelle von Epidemien“:\nNach einer Einführung in Methoden der mathematischen Modellierung werden zwei Ansätze für Epidemien vorgestellt\, welche in der Fachsprache mit SI und SIR bezeichnet werden. Trotz ihrer erstaunlichen Einfachheit geben diese Modelle den typischen Verlauf einer Epidemie wieder. SIR ist unter Umständen quantitativ anwendbar\, kann Realdaten angepasst werden und Vorhersagen unterstützen. \nKurzvita Rainer Schimming:\nGeboren 1944 im Havelland\, seit 1952 mit Unterbrechungen wohnhaft in Potsdam. Studium der Mathematik ab 1964 in Leipzig\, Promotion 1971\, Habilitation 1979 dort. Ab 1981 Dozent für Analysis an der Universität Greifswald\, seit 1996 Professor dort. Post-Doc-Aufenthalte 1975/76 an der Universität Kiew\, 1986 am Einstein-Laboratorium der AdW in Potsdam. Etwa 100 Veröffentlichungen in Mathematischer Physik\, Differentialgeometrie\, Mathematischer Biologie\, Philosophie.\nSeit 2004 Mitglied der Leibniz-Sozietät. \n\nAbstract “Pest. Macht. Geschichte. – Die Corona-Pandemie in historischer Perspektive”\nEine Aufgabe des Fachs Geschichte der Medizin in der Seuchengeschichte ist die „Mustererkennung“\, die sich in einigen Fragen fassen lässt: Gibt es in den Gesellschaften verschiedener Epochen und Kulturen Ähnlichkeiten der Reaktionen auf Seuchen? Erkennen wir derartige „Muster“ auch in der gegenwärtigen Pandemiekrise? Und wie verhält es sich mit den ebenso offensichtlichen Unterschieden\, vielleicht auch Lernprozessen aus jeweils früher abgelaufenen Epidemien\, vor dem Hintergrund der fortschrittsorientierten naturwissenschaftlichen Medizin seit dem späten 19. Jahrhundert? Der Vortrag versucht solcherart historische und gegenwärtige Befunde und Befindlichkeiten zu beschreiben und zu analysieren. \nDirekte Handlungsanleitungen sind aus der Geschichte nicht abzuleiten. Es geht um Denkanstöße\, insofern sind die Überlegungen des Historikers bewusst „anstößig“. \nKurzvita Karl-Heinz Leven:\n Karl-Heinz Leven\, Professor Dr. med. ist seit 2009 Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte der Medizin und Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität Erlangen-Nürnberg; seit 2011 ist er Mitglied der Leopoldina\, Nationale Akademie der Wissenschaften. \nSeine Arbeitsfelder sind die Seuchengeschichte\, antike Medizin\, Fakultätsgeschichte und die Medizin in der NS-Zeit. \n 
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SUMMARY:Juli-Veranstaltung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin organisiert am 08. Juli 2021 in der Zeit von 15:00-17:00 Uhr die folgende Veranstaltung \nDer Zentralfriedhof Friedrichsfelde – Ruhestätte namhafter Wissenschaftler\nFriedhofsrundgang anlässlich des 140. Jahrestages der Eröffnung des ersten Berliner Parkfriedhofs\nReferent / Führung:     Prof. Dr. Jürgen Hofmann (MLS) \nAbstract:\nMit der Eröffnung ihres Gemeindefriedhofs am 21. Mai 1881 gingen die Berliner Stadtväter neue Wege. In Friedrichsfelde\, weit vor den Toren der Stadt\, entstand eine Parkanlage. Dieser Friedhof sollte Armen und Betuchten sowie allen Bekenntnissen gleichermaßen offen stehen. Darüber hinaus wurde der Friedhof zu einem Wegbereiter der Feuerbestattung. Stadtgartendirektor Hermann Mächtig entwarf und gestaltete die Anlage und die Stadtbauräte Hermann Blankenstein und Ludwig Hoffmann verantworteten die Bauten. Seit der Beisetzung von Wilhelm Liebknecht 1900 gilt er auch als der deutsche „Sozialistenfriedhof“. Neben zahlreichen Vertretern von Wirtschaft\, Politik und Kultur fanden verdienstvolle Wissenschaftler des ausgehenden 19. und des 20. Jahrhunderts hier ihre letzte Ruhestätte. Im Rahmen eines Friedhofsrundgangs werden Wissenschaftler verschiedener Disziplinen und ihre Leistungen vorgestellt. \nVita des Refenten:\nJürgen Hofmann (Jg. 1943) studiert Geschichte an der Karl-Marx-Universität Leipzig\, arbeitet von 1970-1990 als Assistent und Dozent  an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED\, wird 1976 zum Dr. phil. und 1983 zum Dr. sc. phil. promoviert\, forscht nach 1990 in selbstinitiierten bzw. in geförderten Projekten\, seit 2010 MLS.\nForschungsschwerpunkte: Geschichte Preußens\, 1848er Revolutionsforschung\, SED- und DDR-Geschichte\, Regionalgeschichte Berlins.\nPublikation zum Thema: Ein Friedhof für alle Bekenntnisse. Der Zentralfriedhof Friedrichsfelde in Berlin\, Berlin 2021. \nWeitere Einzeheiten und die Festlegungen für die Teilnahme sind hier enthalten. \nEine Anmeldung ist erforderlich.
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SUMMARY:Juli-Sitzung der Klasse NWTW am 08.07.2021 - Zoom-Konferenz
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre Juli-Sitzung am 08.07.2021 als Zoom-Konferenz durch. \nDie Zugangsdaten zur Konferenz: \nZoom-Meeting beitreten\nhttps://us02web.zoom.us/j/85219597982?pwd=eTlNMFdLYTZrdk84dTNxNWwzdzEzUT09 \nMeeting-ID: 852 1959 7982\nKenncode: 610651 \nKurzanleitung für die Teilnahmen an der Zoom-Konferenz \n  \nThema: \nInfraroterkundung der Venusathmosphäre mit den Sonden „Venera 15“ und „Venera 16“ – Geschichte\, Ergebnisse\, Weiterentwicklung\nVortragende: \nDieter Oertel (Schwielochsee) und Dietrich Spänkuch (MLS) \nAbstract:\nDer dreiteilige Vortrag\, ursprünglich vorgesehen für das Raumfahrthistorische Kolloquium 2020 in der Form dreier unabhängiger Beiträge\, beschreibt das erste Tiefraumfahrtexperiment der DDR\, das unter der Federführung des Instituts für Kosmosforschung der AdW der DDR zusammen mit dem gleichnamigen Institut der AdW der UdSSR durchgeführt wurde. Es wird dargestellt\, wie es zu diesem Experiment kam\, welche Schwierigkeiten zu überwinden waren\, welche Ergebnisse erzielt wurden und welche späteren Geräteentwicklungen und Arbeiten von dieser Mission profitierten. \n Teil 1 \nDer infrarote Wellenlängenbereich des elektromagnetischen Spektrums erlaubt die Beobachtung der Eigenstrahlung von Planeten und deren Atmosphären. Die infrarote spektrale Signatur dieser Objekte wird von ihrer Temperatur und ihrer stofflichen Zusammensetzung geprägt. So erlaubt die Fernmessung der infraroten Signatur dieser Objekte mit Spektrometern an Bord von Satelliten und anderen Raumflugkörpern Rückschlüsse auf die physikalischen und chemischen Eigenschaften eben dieser Objekte. Infrarot-Fourier -Spektrometer sind dazu besonders geeignet\, weil sie Messungen mit hoher zeitlicher\, räumlicher und spektraler Auflösung in einem breiten Wellenlängenbereich ermöglichen. \nIm Rahmen des „Interkosmos-Programmes“ wurden an der Akademie der Wissenschaften der DDR in Berlin Adlershof von 1971 bis 1983 raumflugtaugliche Infrarot-Fourier-Spektrometer entwickelt und gebaut\, und zwar zunächst für den Einsatz auf „Meteor“-Satelliten und nachfolgend für die Venus-Mission mit den „Venera 15 und 16“ Sonden. Auf den Satelliten „Meteor-28 und -29“ wurden mit den Geräten „Spectrometer-Interferometer N 1 (SI-1)“ 1977 und 1979 insgesamt 4000 Infrarot-Spektren der Erde registriert. Mit dem Instrument „FS-1/4“ auf „Venera 15“ wurden im 4. Quartal 1983 insgesamt 2000 Infrarot-Spektren der Venus-Atmosphäre aus einer Venusumlaufbahn registriert. Die SI-1 und FS-1/4 Daten wurden u. a. in der DDR beim Meteorologischen Dienst (MD) ausgewertet und archiviert. \nTeil 2 \nMit der Mission wurden erstmalig kontinuierliche Spektren der Venus im Spektralbereich von 6\,25 bis 40 μm (250 bis 1600 cm-1) gewonnen. Diese Spektren sind bis heute durch den Ausfall des Planetary Fourier Spectrometers (PFS) auf der „Venus Express“ Mission einmalig. Die Spektren erlauben Aussagen zur Verteilung von Temperatur\, Wolken\, Wasserdampf und Schwefeldioxid\, die im Kontext zu früheren und späteren Erkenntnissen diskutiert werden und zum Teil auch neue Fragestellungen erzeugen. \nTeil 3 \nDie Erfahrungen bei der Entwicklung der Infrarot-Fourier-Spektrometer SI-1 und FS-1/4 führten im Bereich 6 des Institutes für Kosmosforschung (IKF) der AdW der DDR sowie in den ab 1992 in Berlin Adlershof formierten neuen Forschungsstrukturen „Weltraumsensorik“ bzw. „Optische Sensorsysteme“ des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu sehr erfolgreichen Projekten\, und zwar zu optoelektronischen & IR-Kamerasystemen sowie zu drei Kleinsatelliten hoher Komplexität und Autonomie für die IR-Fernerkundung von Hoch-Temperatur-Ereignissen (HTE). Diese Kleinsatellitenmissionen erfolgten in Partnerschaft des DLR mit mehreren mittelständigen Unternehmen und Universitäten Deutschlands. \n  \nKurzvita der Vortragenden: \nDieter Oertel erwarb sein Diplom in Hochfrequenztechnik 1969 am Leningrader Elektrotechnischen Institut. Im gleichen Jahr begann auch seine wissenschaftliche Tätigkeit im „Interkosmos-Programm“ am Zentralinstitut für Solar-Terrestrische Physik (ZISTP) an der Akademie der Wissenschaften der DDR in Berlin-Adlershof (AdW). Von 1973 bis 1977 war er Abteilungsleiter am Institut für Elektronik der Akademie der AdW. \n1976 schloss er seine Promotion zum Dr. Ing. mit einer Arbeit zu elektronischen Systemen eines IR-Michelson-Interferometers für den Satelliteneinsatz an der AdW erfolgreich ab. Von 1978 bis 1991 war er Wissenschaftlicher Bereichsleiter am Institut für Kosmosforschung in Berlin Adlershof. 1983 folgte die Habilitation zum Dr. sc. techn. an der AdW mit der Arbeit Infrarotfernerkundung von Erde und Planeten. Im Jahr darauf wurde Dieter Oertel zum Professor auf dem Gebiet der Kosmostechnik an der AdW ernannt. \nDer Vorstand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) verlieh Dieter Oertel 1995 auf Vorschlag des Direktors des Instituts für Optoelektronik im DLR Oberpfaffenhofen den Titel „DLR-Seniorwissenschaftler“. Von 2000 bis 2005 war Dieter Oertel als Wissenschafts-Koordinator der Kleinsatellitenmission zur Bi-spektralen InfraRot Detektion (BIRD) des DLR Institutes für Weltraumsensorik / Optische Informationssysteme in Berlin-Adlershof tätig. Seit 2006 ist er Berater der Fa. Astro- und Feinwerktechnik Adlershof GmbH („Astrofein“). \nDietrich Spänkuch studierte von 1954 bis 1959 Meteorologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Dort promovierte er auch 1965 zum Dr. rer. nat. und 1973 zum Dr. sc. nat. Nach dem Studium arbeitete er zunächst am Institut für Optik und Spektroskopie der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin (DAW)\, in der Folge dann am Zentralinstitut für Optik und Spektroskopie der Akademie der Wissenschaften der DDR in Berlin-Adlershof (AdW). Anschließend war er bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden im Februar 2001 am Meteorologischen Hauptobservatorium Potsdam des Meteorologischen Dienstes der DDR (danach Observatorium Potsdam des Deutschen Wetterdienstes) tätig. Unterbrochen wurden diese Tätigkeiten durch einen Arbeitsaufenthalt an der Shdanov-Universität Leningrad von Oktober 1971 bis Oktober 1972 und durch eine Gastprofessur im Sommer 1999 an der Université Pierre et Marie Curie Paris VI. \nDietrich Spänkuch war Mitglied mehrerer Arbeitsgruppen internationaler wissenschaftlicher Organisationen (IAMAP\, COSPAR\, Interkosmos\, WMO/JSC\, WMO/CAS)\, EUMETSAT). Die Meteorologische Gesellschaft der DDR verlieh ihm 1986 die Süring-Medaille in Silber. Seit 1994 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät.
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SUMMARY:Festveranstaltung zu Amtseinführungen am 01.07.2021
DESCRIPTION:Anlässlich der Amtsübernahme des neu gewählten Präsidiums der Leibniz-Sozietät\, der Neu-Konstituierung des Wissenschaftlichen Beirats sowie der Zuwahl von zehn neuen Mitgliedern findet am \n01. Juli 2021 von 13.30 Uhr – 17.00 Uhr \neine öffentliche Festveranstaltung  \nim\nCEDIO-Konferenzzentrum „Storkower Bogen“\, Storkower Straße 207\, 10369 Berlin\n \nstatt. \nProgramm \nMusikalischer Auftakt\nJoseph Haydn: Streichquartett D-Dur op. 20 Nr. 4\nDarius-Quartett \nBegrüßung\nVize-Präsident Lutz-Günther Fleischer \nVerabschiedung des bisherigen und Amtseinführung des neuen Präsidiums\nAlt-Präsident Gerhard Banse  \nAnsprache der neuen Präsidentin Gerda Haßler \nNekrologe\nVize-Präsidentin Dorothée Röseberg \nUrkundenübergabe an die Co-Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats\nPräsidentin Gerda Haßler \nVorstellung der zugewählten neuen Mitglieder\nPräsidentin Gerda Haßler \nSchlusswort\nPräsidentin Gerda Haßler \nTeilnahmemöglichkeiten \n\nMitglieder und Gäste können vor Ort an der Veranstaltung teilnehmen\, wenn sie ihren Impfnachweis\, Genesenennachweis oder einen aktuellen negativen Corona-Test am Eingang des Konferenzsaals vorweisen und eine FFP-2-Maske tragen.\nEine Teilnahme ist virtuell über das Internet möglich.\n\nZugangsdaten vermittels ZOOM:\nhttps://us02web.zoom.us/j/86273362936?pwd=b1FZNDkrNUdMbkpXbmhBdG5sdTE2Zz09 \nMeeting-ID: 862 7336 2936          Kenncode: 764101 \ns.a. Ankündigung
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SUMMARY:Leibniz-Tag 2021 - verschoben auf November 2021
DESCRIPTION:Der Leibniz-Tag 2021 kann zum geplanten Termin leider nicht stattfinden und wird auf den 25. November 2021 verschoben.  \nDer genaue Termin und der Veranstaltungsort werden rechtzeitig bekannt gegeben. \n  \nDie Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zum traditionellen öffentlichen \nLeibniz-Tag 2021\nam 01. Juli 2021. \nOrt: Archenhold-Sternwarte\, Einstein-Saal\, Alt-Treptow 1\, 12435 Berlin\nZeit: 10:00 Uhr bis 17:00 \nWeitere Details werden hier rechtzeitig bekannt gegeben
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SUMMARY:Juni-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften - Zoom-Konferenz
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre Juni-Plenarsitzung am 10. Juni 2021 als Zoom-Konferenz durch. \nThema: \nHeinrich Dathe (1910–1991) und die Tiergartenbiologie – Höhepunkt und „Ende einer Ära“?\nEin Gedenkvortrag zum 30. Todestag\nVortragender: \nEkkehard Höxtermann (MLS) \nZugangsdaten zur Zoom-Konferenz:\nZoom-Meeting beitreten:\nhttps://us02web.zoom.us/j/87629488866?pwd=K2V0Y2t4M2lNMmpUVmV6ZkJRZjJJQT09 \nMeeting-ID: 876 2948 8866\nKenncode: 039924 \nKurzanleitung; \nDownload hier \nAbstract:\nProfessor Dr. Dr. h. c. Heinrich Dathe zählte zu den bekanntesten deutschen Zoologen und Tiergärtnern des 20. Jahrhunderts. Seine wissenschaftlichen Arbeiten waren weit gefächert und reichten von der Ornithologie und Faunistik über die Wirbeltier- und Verhaltensforschung bis zur Wildtierhaltung. Zur Lebensaufgabe wurde ab 1954 – unter Mitwirkung vieler Aufbauhelfer – die Errichtung eines einzigartigen Landschafts- und Wissenschaftszoos in Berlin-Friedrichsfelde. Das Arrangement weiter\, naturalistischer Freisichtgehege und neuer\, Aufsehen erregender Tierhäuser in einem historischen Schlosspark galt in Fachkreisen als zukunftsweisend. Neu war auch die Gründung einer Zoologischen Forschungsstelle\, die den Tierpark seit 1958 eng mit der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin verband. Doch Dathe war nicht nur ein leidenschaftlicher Zoologe und zupackender Tiergärtner\, sondern auch ein mitreißender Volksbildner. Mit populären Radio- und Fernsehsendungen begeisterte er unzählige Menschen für Wildtiere und Artenschutz. Der Tierpark in Friedrichsfelde wurde so zu einer der schönsten Bildungs- und Erholungsstätten der DDR. \nAls Zoologe strebte Dathe eine stärkere\, wechselseitige Durchdringung von Wissenschaft und Tiergartenpraxis an\, wie sie schon seinem Mentor Karl Max Schneider (1887–1955) am Leipziger Zoo vorschwebte und sein Kollege Heini Hediger (1908–1992) in Bern zum Programm einer zeitgemäßen Tiergartenbiologie erhoben hatte. Zudem dienten Zoologische Gärten der naturwissenschaftlichen Bildung und seien letztendlich „wissenschaftliche Volksbildungsstätten“ (Dathe 1990). \nNach 35 erfolgreichen Jahren mit über 70 Millionen Besuchern sah der Ostberliner Tierpark bei der Wiedervereinigung der Stadt 1990 einer ungewissen Zukunft entgegen. Die neue Stadtregierung strebte auf Betreiben des Westberliner Zoodirektors Heinz-Georg Klös (1926–2014) eine gemeinsame Verwaltung beider Tiergärten beim Senator für Finanzen an\, wofür das Ende der DDR eine „einmalige Chance“ böte. Dem stand der Direktor des Tierparks\, Heinrich Dathe\, im Wege\, der eine schleichende Abwicklung befürchtete und den Charakter einer eigenständigen Forschungs- und Bildungsstätte unter Aufsicht des Kulturressorts erhalten wollte. Er wurde kurzerhand zwangspensioniert und starb bald darauf. \nDer Akt einer rücksichtslosen\, selbstgerechten Verwaltung\, die sich zur Rechtfertigung der Entlassung auch nicht scheute\, den beliebten Tierparkdirektor postum zu schmähen\, wurde zu einem öffentlichen Skandal. Zur Trauerfeier am 17. Januar 1991 kamen mehr als 3.000 Menschen – aus Verehrung und Dankbarkeit gegenüber dem vertrauten Mitmenschen\, aber auch aus Empörung und Wut über den unwürdigen Umgang des letzten Magistrats mit dem international anerkannten Fachmann. \nDoch der Ost-West-Konflikt der beiden ungleichen Direktoren gründete eben auch auf ihren unterschiedlichen Zoo-Vorstellungen. Die Vision von Tiergärten als biologische Bildungsstätten verlor mit dem Ableben Dathes einen einflussreichen\, prominenten Fürsprecher … und mit den Jahren an Strahlkraft. Wie der englische Zoo-Direktor Peter Stevens in seinem Kondolenzschreiben an die Familie schrieb\, markiere Dathes Tod „the end of an era in zoos both within your own country and worldwide“.  Dieser Ansicht war auch der Wiener Verhaltensbiologe Kurt Kolar (1933–1999) in seinem Nachruf auf Dathe\, der „auf seinem Fachgebiet eine Epoche geprägt“ habe. \nAufklärung und Bildung bleiben ein Zuschussgeschäft\, dessen sich klamme Kommunalpolitiker in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gern entledigen. Als „Zoos der Zukunft“ gelten heute die sogen. „Erlebniszoos“\, bei denen die subventionierte Bildung hinter einer profitablen Unterhaltung rangiert. Dathe dürfte die Entwicklung mit Skepsis verfolgt haben\, wurde die Kulturstätte Zoo damit doch zu einem Freizeitunternehmen\, dessen vorrangiges Ziel die Wirtschaftlichkeit ist. „Erlebnisarchitekten“ ahmen in ausgewählten „Themenwelten“ natürliche Ökosysteme nach\, in denen sich Mensch und Tier scheinbar frei begegnen. Die Szenerien werden von interdisziplinären „Designagenturen“\, die auch Firmenmarken entwickeln\, entworfen und errichtet. Bau und Betrieb der künstlichen „Erlebniswelten“ erfordern beträchtliche Investitionen\, die nur durch umfassende Vermarktungsstrategien erwirtschaftet werden können. Der Rentabilitätsdruck rechtfertigt es\, dass die neuen Naturerlebnisparks nicht mehr kategorisch von einem Zoologen oder Tierarzt geleitet werden. \nNach diesem Vorbild entstanden auch in Deutschland – und zwar in Hannover (1996)\, Leipzig (2000) und Gelsenkirchen (2004) – erste Erlebnis-Tierparks\, von Gegnern als „Profitier-Park“ beargwöhnt. Doch der beachtliche öffentliche Zuspruch und geschäftliche Erfolg lässt die Kritiker verstummen. Auch die langfristige Modernisierung des Berliner Tierparks durch seinen neuen Direktor\, Andreas Knieriem (* 1965)\, erfolgt nach den Kriterien eines „Erlebniszoos“. Die Konzeption setzt auf das gegebene Flächenpotential und steht in ihren weit reichenden Projektionen und dafür notwendigen Investitionen\, aber auch in der Achtung der historisch gewachsenen Landschaft und Architektur\, dem Wagemut des Gründungsdirektors nicht nach. Für Dathe war der Park sein Leben lang ein Ort der Möglichkeiten – und daran hat sich nichts geändert! \nDer Beitrag analysiert die Konzepte der verschiedenen Zootypen und würdigt die erstaunliche Modernität Heinrich Dathes aus Anlass seines 30. Todestages. \nKurvita des Vortragenden:\nEkkehard Höxtermann studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Biologie und wurde hier 1985 im Bereich Allgemeine Botanik mit einer Dissertation zur Biophysik der Photosynthese promoviert. Seit 1990 am Institut für Biochemie der Universität Köln tätig\, habilitierte er sich 1994 in Jena für das Fach Geschichte der Naturwissenschaften. Er lehrte Geschichte der Biologie\, der Biochemie und der Pharmazie in Jena\, Berlin und Göttingen\, ab 2003 als außerplanmäßiger Professor für Geschichte der Naturwissenschaften der Freien Universität Berlin. Seit 2008 koordiniert er das biologiehistorische Programm der Basilisken-Presse im Verlag Natur + Text in Rangsdorf. \nEkkehard Höxtermann ist Autor von rd. 200 wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Mitherausgeber biologiehistorischer Reihen. Seine aktuellen Arbeiten betreffen Themen aus der Geschichte der Allgemeinen Botanik\, der Biologischen Chemie und der Biologie in Ostdeutschland. 2015 erschien in der Reihe „Biologiehistorische Symposien“ auch ein Gedenkband über Heinrich Dathe. \nEr ist Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie (1990) und gehört einigen biologischen Fachgesellschaften an. Seit 2016 ist er auch Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.
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SUMMARY:Nichtöffentliche Geschäftssitzung Mai 2021 - als Präsenzveranstaltung abgesagt
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ihre Mitglieder zur \nNichtöffentlichen Geschäftssitung Mai 2021\nein. \nZeit: 20.05.2021; 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr \nOrt: Archenhold-Sternwarte\, Einstein-Saal\, Alt-Treptow 1\, 12435 Berlin \nWeitere Details und die erforderlichen Unterlagen werden direkt an die Mitglieder versandt.
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SUMMARY:März-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften (Zoom-Konferenz)
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre März-Plenarsitzung am 11.03. 2021 in der Zeit von 13.30 bis 16.00 Uhr durch als ZOOM-Konferenz zum Thema \nProbleme und Potentiale im interaktiven Verhältnis von Wissenschaft\, Technologie und Innovationen\nVortragender: Lutz-Günther Fleischer (MLS) \nZu Beginn der Sitzung erfolgt die \nLaudatio zum 90 Geburtstag von Hermann Grimmeiss (Gerhard Banse) und Überreichung der Daniel-Ernst-Jablonski-Medaille \n  \nZugangsdaten zur Zoom-Konferenz: \nhttps://us02web.zoom.us/j/86321206237?pwd=K0c4cGNmdWxHS1lCRnZDL0hUbDB3UT09   \nMeeting-ID: 863 2120 6237\nKenncode: 260004 \nKurzanleitung für die Teilnahme \nAbstract: \nL-G. Fleischer: Probleme und Potentiale im interaktiven Verhältnis von Wissenschaft\, Technologie und Innovationen. (Thesen) \n1.These\nIn dem bezeichneten hochkomplexen Wechselwirkungssystem sind die Phänomene und Effekte von Innovationen nicht nur mit den anderen Gesamtheiten der Triade multipel vernetzt bis verschachtelt\, sondern wirken auch auf das induzierende System selbst zurück (Rückkopplung). Die Holons („Ganze/Teile“) unterliegen neben der Selbstorganisation (Genese) zudem der Fremdorganisation und der Kontingenz (Dynamik). Das erschwert die Analysen außerordentlich. Diese generelle theoretische und praktische Herausforderung wird bis in die Gegenwart unzulänglich bewältig\, bestimmt aber die funktionale Qualität derartiger ‚Wirkgefüge‘ \n2.These\nDer rezente Terminus technicus Technologie kennzeichnet m. E. in guter Näherung die Art und Weise\, den Charakter\, die maßgeblichen Umstände eines Geschehens und Tuns (Praxis) sowie die diesbezüglichen Methoden\, Konzepte und Strategien (Theorie) in allen Tätigkeits- und Lebensbereichen des Menschen. Nach diesem Begriffsverständnis apostrophiert der vieldeutige\, problematische und umstrittene Ausdruck Technologie eine Dualität praxisorientierter\, funktional gestalteter (ideographischer) Sachsysteme und erkenntnisorientierter\, akkumulierender und systematisierender (nomothetischer) Wissenssysteme. Mit techné und epistémé repräsentiert die Technologie eine bereichsübergreifende hochpotente dialektische Einheit von Realdialektik und Widerspiegelungsdialektik. Die beiden konstitutiven Elemente umgreifen und prägen den gesamten Produktionsprozess sowie zunehmend den gesellschaftlichen Reproduktionsprozess mit beschleunigten Erneuerungen und nachhaltigen Transformationen. \nSeit Francis Bacons ‚Neuorganisation der Wissenschaften‘ sind die konsequent empirisch gestützten\, überdies logisch-induktiv fundierten modernen Wissenschaften genuin und programmatisch mit der Technik verflochten. Das induzierte und trug eine tiefgreifende co-evolvierende Entwicklung von Wissenschaft\, Technik und Technologie und konsolidierte ein adäquates wissenschaftlich-technisches Weltbild. \n3.These:\nIndustrial exploitation ist nur eine\, wenn auch eine gesellschaftlich besonders wichtige Form der Innovation. Im 1995 publizierten GREEN PAPER ON INNOVATION der Europäischen Kommission wird Innovation als Synonym für die erfolgreiche Produktion/Kreation\, Assimilation und Nutzung von Neuheiten im wirtschaftlichen und sozialen und – es sei ausdrücklich hinzugefügt – im geistig-kulturellen Bereich verstanden. Innovationen bieten neue Problemlösungen und ermöglichen so\, den Bedürfnissen des Einzelnen und der Gesellschaft gerecht zu werden. Ziel dieses Grünbuchs war es\, die – positiven oder negativen – Faktoren zu ermitteln\, von denen die Innovationen in Europa abhängen\, und Vorschläge für Maßnahmen zu formulieren\, mit denen die Innovationsfähigkeit der Europäischen Union verbessert werden kann. Das wahrgenommene Versagen der europäischen Länder\, wissenschaftliche Fortschritte in marktfähige Innovationen umzusetzen\, wurde als ‚European Paradox‘ bezeichnet. Sowohl die theoretischen Interpretation\, als auch die empirischen Untermauerungen zu dieser Paradoxie-Vermutung werden heute intensiv verfochten und ebenso in Frage gestellt. Dennoch existieren derartige Tatbestände und zumindest anhaltende\, wenn nicht sogar wachsende\, fundamentale Probleme vor allem im Kontext mit den zukunftsbestimmenden Schlüsseltechnologien. Sie drängen auf rasche und zielsichere multidisziplinäre Lösungen. \nHermann Grimmeiss setzt sich seit langem in Analysen kritisch-konstruktiv mit den skizzierten Problemen auseinander\, propagiert aus reichen Forschungserfahrungen hergeleitete sowie wohlerwogene Vorschläge und sucht institutionelle Verbündete. \n\nCV Lutz-Günther Fleischer:\n \nLutz-Günther Fleischer (*1938 / MLS) diplomierte 1964 auf dem Gebiet der Elektrochemie an der TH Leuna-Merseburg\, 1968 Promotion zum Dr. -Ing. (Verfahrenstechnik) ebenda\, 1970 Hochschuldozent für Thermodynamik irreversibler Prozesse\, 1979 Habilitation an der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB). Er wirkte an der HUB bis 1994 und 1994–2006 an der Technischen Universität Berlin als Professor für Verfahrenstechnik und Thermodynamik. Die Forschungsarbeiten galten vor allem der Analyse\, Bewertung und der physikalisch-mathematischen Modellierung komplexer Transport- und Strukturierungsprozesse sowie physikalisch-chemischen und biotischen Stoffumwandlungen in multikomponentigen Stoffsystemen\, wie Informationsaufzeichnungsmaterialien und Biopolymeren sowie  Anwendungen in verschiedenen Technologien und der Technologiefolgenabschätzung\, ab 1996 zudem der medizinischen  Biotechnologie im Forschungsverbund Biotechnologiezentrum der TUB. 2005–2011 Vorstandsvorsitzender Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien e.V. (LIFIS). Seit 2004 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. Hier wirkte er u.a. 2012–2019 als Sekretar der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften. Seit 2019 ist er Vizepräsident der Leibniz-Sozietät.
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DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre nichtöffentliche \nJahresgeschäftssitzung 2020\nim Januar 2021 durch \nDie Veranstaltung wird als Videokonferenz durchgeführt\n \nDie Unterlagen werden per Post bzw. Email an die Mitglieder vesandt
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SUMMARY:Dezember-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre öffentliche wissenschaftliche Dezember-Plenarsitzung durch zum Thema \nDie Ziele der Vereinten Nationen zur nachhaltigen Entwicklung bis 2030 und der Rohstoffabbau – ein Gegensatz?\nVortragender: Carsten Drebenstedt (Freiberg) \nDie Veranstaltung wird als Zoom-Video-Konferenz durchgeführt; Bitte beachten Sie die demnächst erscheinenden Erläuterungen und Präzisierungen. \nZugangsdaten zur Zoom-Konferenz:\nhttps://us02web.zoom.us/j/88092429737?pwd=U1FRdjR0TnNFSytvWFBVMVN4b2lEdz09\nMeeting-ID: 880 9242 9737\nKenncode: 741619 \nOrt: entfällt\nZeit: 13:30 Uhr bis 16:00 Uhr \nCV:\nCarsten Drebenstedt ist seit 1999 Professor für Bergbau-Tagebau und war von 2000 to 2006 Prorektor Forschung sowie von 2013 to 2016 Dekan der Fakultät für Geowissenschaften\, Geotechnik und Bergbau der Technischen Universität Bergakademie Freiberg. Seit 2019 ist er wieder Direktor des Instituts für Bergbau und Spezialitiefbau der Universität und Mitglied des Senates und Erweiterten Senates. Zuvor hatte er 17 Jahre verschiedene Aufgaben in der deustchen Braunkohleindustrie inne\, u.a. als Abteilungsleiter Rekultivierung und Landschaftsplanung sowie als Leiter (Prokurist) eines Ingenieurbüros. \nSeine Arbeitsfelder in Lehre und Forschung sind: Bergbauplanung\, Prozesse im Tagebau (ressourcenschondender Abbau von Festgestein\, kontnuierliche Fördersysteme\, selektiver Abbau und selektive Verkippung…)\, Bergbau und Umwelt (bergbauliche Wasserwirtschaft\, Umweltbilanzierung …)\, Rekultivierung\, Bergbau und Gesellschaft (Rohstoffbewußtsein …).\nCarsten Drebenstedt ist Gastprofessor u.a. in Kasachstan\, Kenia\, Laos\, Namibia\, Mongolei und Rußland\, und war Mitglied von Akkreditierungskommissionen in Rußland und Kasachstan. Er hat bisher 44 abgeschlossene Promotionen und 2 Habilitationen beetreut und weitere 23 Promotionen und 2 Habilitationen begutachtet.\nUnter Leitung von Professor Drebenstedt wurde ca. 100 wissenschaftlich-praktische Projekte bearbeitet\, deren Ergebnisse u.a. in 19 Büchern\, 70 berausgegebenen Bänden und über 400 Publikationen Eingang fanden.\nBis heute hat er ca. 70 Tagungen organisiert\, darunter 10 wichtige internationale Konferenzen mit Teilnehmern aus je mehr als 20 Ländern. \nCarsten Drebenstedt ist Mitglied der Sozietät der Bergbaukunde und war 2005 deren Präsident. Er ist Generalsekretär des von ihm mit-initiierten Weltforums der Ressourcen-Universitäten für Nachhaltigkeit und Mit-Initiator des Deutsch-Russischen Rohstoffforums (Leiter der Arbeitsgruppe Rekultivierung\, Umweltschutz und Kreislaufwirtschaft). \nSeit 2014 ist er Mitglied der Sächsischen Akademie der Wisenschaften\, des Weiteren ist der Mitglied der Rumänischen Akademie der Technikwissenschaften\, der Russichen Akademien für Naturwisseschaften (Sektion Montanwesen) und für Bergbauwissenschaften sowie der Eurasischen Akademie für Bergbauwissenschaften. \nCarsten Drebenstedt ist Inhaber von 6 Doktorgraden und 2 Professuren ehrenhalber. Staatliche Auszeichnungen erhielt er in der Mongolei\, Rußland und Vietnam. (Freiberg\, 01.12.2020) \nAbstract:\nDie Vereinten Nationen haben 17 Ziele der nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft bis zum Jahr 2030 (Agende 2030) definiert. Dabei geht es zum einen um die Sicherstellung der Grundbedürfnisse der Menschen\, wie Zugang zu Nahrung\, Wasser/Sanitär\, Energie\, Bildung und Gesundheit oder Werte\, wie Gleichstellung und zum anderen um die Mittel\, dies zu erreichen\, etwas durch wertvolle Arbeit\, Innovation\, Industrie und Infrastruktur unter Beachtung der Umwelt\, insbesondere der Biodiversität und des Klimawandels. \nWeithin besteht die Auffassung\, dass der Abbau von mineralischen und energetischen Rohstoffen aus der Erdkruste eines der Übel ist\, die sich negativ auf die Umwelt und die Gesellschaft auswirken. Und tatsächlich wird immer wieder über katastrophale Folgen von Unfällen im Bergbau berichtet\, zeichnen Kinder- und Frauenarbeit sowie Armut und Krankheiten dieses Bild. \nWir in Deutschland sind der drittgrößte Bedarfsträger dieser mineralischen und energetischen Rohstoffe weltweit und den größten Teil importieren wir aus allen Teilen der Welt. Ohne diese Rohstoffe wären der Fortschritt und der Wohlstand in Deutschland gar nicht möglich. \nWelche Rolle spielen nun die Geo-Rohstoffe – sind sie Fluch oder Segen? Der Vortrag gibt einen Überblick über die Sichtweise des Autors\, das eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft ohne Rohstoffabbau auf absehbare Zeit nicht möglich ist. Am Beispiel des Konzeptes eines verantwortungsvollen Rohstoffabbaus wird das Potenzial aufgezeigt\, wie sich durch wissenschaftlich-praktische Erkenntnisse der Bergbau ständig technologisch weiter entwickelt und umweltfreundlicher\, sicherer und sozialverträglicher werden kann. Das ist aber nicht ausreichend\, um den Rohstoffhunger in der Zukunft zu decken. Verantwortungsvoller Konsum und Recycling sind weitere Schlüsselfragen im Rohstoffkreislauf.
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin - fällt aus
DESCRIPTION:Diese Veranstaltung muss wegen der bestehenden Pandemie-Situation entfallen \nDie Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre öffentliche wissenschaftliche Dezember-Sitzung durch zum Thema \nWolfgang Steinitz und die Finnougristik\nVortragende: Rose Luise Winkler (MLS) \nOrt: Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Balkonsaal \nZeit: 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr
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SUMMARY:Leibniz-Tag 2020
DESCRIPTION:  \nDie Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zum traditionellen öffentlichen \n\n\nLeibniz-Tag 2020\nam 26.11. 2020. \nOrt: CEDIO-Konferenzzentrum „Storkower Bogen“\, Storkower Straße 207\, 10369 Berlin \nZeit: 10:00 Uhr bis 17:00 \nFlyer_LT_2020-10.11.2020 \nDie Veranstaltung wird als Präsenzveranstaltung mit begrenzet Teilnehmerzahl  (s. Hygienekonzept) und zusätzlich als Videokonfernez (Zoom) durchgeführt. \nInfo zur Zoom-Session des Leibniz-Tages:  \nhttps://us02web.zoom.us/j/82675273992?pwd=cUpiQzlBZlN1OVY4K21nbFJnS3F1Zz09 \n  \n         Meeting-ID: 826 7527 3992 \n         Kenncode: 26112020 \nDie einzelnen Beiträge werden aufgezeichnet und nach der Veranstaltung auf der Webseite der Sozietät zugänglich gemacht. \n  \nDas Hygienekonzept (Stand 21. 11. 2020) ist unbedingt zhu beachten \n  \nZum Festvortrag: \n\nCV Hans Dieter Knapp:\nGeboren 1950 in Putbus auf Rügen\, Studium der Biologie in Greifswald und Halle/Saale. 1978 Promotion zu geobotanischem Thema. Tätigkeit als Kustos am Müritz-Museum und als freiberuflicher Botaniker in Waren/Müritz. 1989 Bürgerinitiative Müritz-Nationalpark\, 1990 Bearbeitung des Nationalparkprogramms am DDR-Umweltministerium. Seit Oktober 1990 im Bundesdienst\, Aufbau der Internationalen Naturschutzakademie Insel Vilm\, 1992-2015 Leiter der Außenstelle Insel Vilm des Bundesamtes für Naturschutz\, seit 2006 Honorarprofessor am Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Universität Greifswald\, seit 2016 im Ruhestand. Stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates der Michael Succow Stiftung und Präsidiumsmitglied der Stiftung EuroNatur. Zahlreiche Publikationen über Pflanzengeographie\, Vegetationskunde\, Landschaftsökologie\, Naturschutz\, Buchenwälder\, Welterbe. \nAbstract:\nUNESCO-Weltnaturerbe Buchenwälder – einzigartig\, vielfältig\, verletzlich\, wunderschön!\n \nBuchenwälder würden Europa von der Atlantikküste im Westen bis zum östlichen Vorland der Karpaten im Osten\, von Dänemark und Süd-Schweden im Norden bis zu mediterranen Gebirgen im Süden als natürliche Vegetation bedecken. Die Ausbreitung der Buche aus eiszeitlichen Refugien in Süd-Europa erfolgte im Verlauf der nacheiszeitlichen Waldentwicklung relativ spät seit der Jungsteinzeit. Dass weite Teile eines Kontinentes von einer einzigen Baumart beherrscht werden\, ist ein einzigartiges Phänomen. Die Buche wächst auf extrem unterschiedlichen Standorten\, auf armem Dünensand und saurem Schiefergestein ebenso wie auf reichem Lehm und reinem Kalk\, sie gedeiht von der Meeresküste bis an die Waldgrenze im Gebirge und bildet in Gemeinschaft mit nahezu allen europäischen Gehölzen und sehr unterschiedlichen pflanzengeographischen Elementen außerordentlich vielfältige Waldtypen. Im Verlauf mehrtausendjähriger Geschichte der Landnutzung wurden Wälder auf heute ca. 1/3 ihrer Fläche zurückgedrängt\, degradiert und in Kunstforsten verwandelt. Buchenwälder sind trotz ihrer Regenerationskraft sehr verletzlich. Buchen-Urwälder gibt es heute fast keine mehr\, alte Buchenwälder mit mehrhundertjährigem Regenrationszyklus nur wenige. Sie gehören zum gemeinsamen Naturerbe Europas. Die „Alten Buchenwälder und Buchen-Urwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“ wurden in drei Schritten (2007\, 2011\, 2017) als transnationale serielle Weltnaturerbestätte in die Welterbeliste der UNSECO eingeschrieben. Sie besteht aus derzeit 78 Teilflächen in 12 Ländern. Alte Buchenwälder sind zu jeder Jahreszeit wunderschön\, doch besonders im Frühling und Herbst zur Zeit des Laubaustriebs und der Laubfärbung. \n 
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SUMMARY:Sitzung des AK "Allgemeine Technologie"
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis (AK) “Allgemeine Technologie” führt ein öffentliches wissenschaftliches Symposium durch als \n 9. Symposium zum Thema „Lebenzyklusanalysen. Stationen im Lebenszyklus von Technologien und Aspekte ihrer Bewertung.“\nWeitere Einzelheiten und Programm werden in Kürze bekannt gegeben. \nOrt: Universität Potsdam\, Campus Griebnitzsee\, Haus 6\, Seminarraum 28\, August-Bebel-Str. 89\, 14482 Potsdam \nZeit: 13.November 2020; 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr \nDas Symposium wird gemeinsam von der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin\, Arbeitskreis Allgemeine Technologie\, vom Verein Brandenburgischer Ingenieure und Wirtschaftler VBIW und von der Universität Potsdam veranstealtet. \nDas Symposium wird von der Rosa-Luxemburg-Stiftung\, Berlin\, finanziell gefördert. \nAktuelles Programm \nSymposiumsmaterial \nZur Veranstaltungsankündigung
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SUMMARY:November- Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihr öffentliche wissenschaftliche November-Plenarsitzung durch zum Thema \nDer Imperativ des Informationszeitalters\nVortragender: Wolfgang Hofkirchner (MLS) \nModeration:    Hans-Jörg Kreowski (MLS) \nDie Veranstaltung wird am 12.11. um 13:30 Uhr als Video-Konferenz durchgeführt. \nZugangsdaten:  \nhttps://us02web.zoom.us/j/85709677042?pwd=a2hjaFVnc29yTVhxMzN1cnhHSGhLdz09 \nMeeting ID:  857 0967 7042      Kenncode: 12345 \n  \nAbstract:\nMit diesem Vortrag möchte ich eine Interpretation des Informationszeitalters vorlegen\, die vor dem Hintergrund einer multiplen Krise in den Beziehungen Mensch–Gesellschaft\, Mensch–Natur und Mensch–Technik getroffen wird. Diese Krise wird als Risiko wie Chance für die Weiterentwicklung der Menschheit begriffen. Was als Informationszeitalter – ein Zeitalter der Informationsgesellschaft – bezeichnet werden kann\, ist selbst Teil des Problems\, potenziell aber auch Teil der Lösung. Es ist Teil des Problems\, solange die Digitalisierung die Herbeiführung eines angeblichen posthumanen Zeitalters betreibt. Es ist Teil der Lösung\, sobald die Digitalisierung soziale Prozesse technisch unterstützt\, die den Informationsgewinn so vieler Akteur*innen wie möglich zur Einhegung\, wenn nicht zur Beseitigung\, aller menschgemachten globalen Probleme\, die die Krise ausmachen\, befördert. Dies ist der Imperativ des Informationszeitalters. Er zeigt sich dreifach: einmal bei der Hervorbringung kooperativer Information – jenes Informationsgeschehen ist gesollt\, welches allgemein-menschliche Werte anerkennt\, das Zusammenleben weltweit regelt und Menschheitsziele für gemeinsames Handeln festlegt (Weisheit als universell geteilte Intentionalität); zum zweiten bei der Hervorbringung kommunikativer Information – jenes Informationsgeschehen ist gesollt\, welches Daten\, Zahlen\, Fakten verbreitet und sich mit möglichen Wegen aus der Krise auseinandersetzt\, um eine Abstimmung über die Werte\, Regeln\, Ziele vorzubereiten (transformationsorientierte Dialoge); und zu guter Letzt bei der Hervorbringung kognitiver Information – jenes Informationsgeschehen ist gesollt\, welches zur Teilnahme an der Bewegung zur Transformation der Krise motiviert und befähigt (Metareflexivität). Die Überwindung der Krise durch eine in Eigenverantwortung erfolgende Erfüllung dieses Imperativs würde einen dritten Sprung in der Anthroposoziogenese bedeuten. \nZum Lesen empfohlen: A paradigm shift for the Great Bifurcation\, Biosystems\, Vol. 197\, Nov. 2020\, https://doi.org/10.1016/j.biosystems.2020.104193 \nVita:\nWolfgang Hofkirchner ist an der TU Wien Außerordentlicher Universitätsprofessor für Technology Assessment im Ruhestand. Er ist seit 2006 MLS und seit 2015 Leiter des AK Emergente Systeme\, Information und Gesellschaft. Er ist engagiert im außeruniversitären Institute for the Global Sustainable Information Society (GSIS) in Wien und in der International Society for the Study of Information (IS4SI) mit Sitz in Wien. Seine Forschungsgebiete sind Complexity Thinking\, Science of Information und ICTs and Society. Er hat über 240 Publikationen. \nhttps://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Hofkirchner
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DESCRIPTION:Am 22. Oktober 2020 um 13:30 Uhr führt die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin eine öffentliche wissenschaftliche Zoom-Konferenz durch zum Thema \nEngland und der Brexit – Cultural Studies\nVortragende: Silke Järvenpää (MLS) \nZugangsdaten:\n \nProf. Dr. Silke Järvenpää\nUhrzeit: 22.Okt.2020 01:30 PM Amsterdam\, Berlin\, Rom\, Stockholm\, Wien \nZoom-Meeting beitreten\nhttps://hm-edu.zoom.us/j/94996426933?pwd=THI4UFprKy9DWmJxbjZMSys0UC8zUT09 \nMeeting-ID: 949 9642 6933\nPasswort: 639517\nSchnelleinwahl mobil\n+496971049922\,\,94996426933#\,\,#\,639517# Deutschland\n+493056795800\,\,94996426933#\,\,#\,639517# Deutschland \nEinwahl nach aktuellem Standort\n+49 69 7104 9922 Deutschland\n+49 30 5679 5800 Deutschland\n+49 69 3807 9883 Deutschland\n+49 695 050 2596 Deutschland\nMeeting-ID: 949 9642 6933\nPasswort: 639517\nOrtseinwahl suchen: https://hm-edu.zoom.us/u/abWveeUImR \nInformationen zum Datenschutz finden Sie unter https://www.hm.edu/sekundaer_navigation/impressum/datenschutz/index.de.html \nAbstract / Teaser:\nAls die Bürger Europas\, besonders aber die Bürger Großbritanniens am Morgen des 24. Juni 2016 erwachten\, rieben sich die meisten verwundert die Augen. In einem Referendum am Vortag hatten die Briten mit 51\,89% der Stimmen der Wahlbeteiligten beschlossen\, die Europäische Union zu verlassen. Dabei hatte das Lager der Remainers\, also derjenigen\, die für einen Verbleib des Vereinigten Königreiches plädierten\, stichhaltige Argumente für ihre Position. Die Kampagne Britain stronger in Europe wendete sich zum einen an ein eher linksliberales Publikum: so sei die EU u.a. ein Garant für Frieden\, Arbeitnehmerrechte\, Umwelt- und Verbraucherschutz und Studierendenmobilität. Zum anderen wurden Konservative angesprochen. Die EU ermögliche grenzüberschreitende Polizeiarbeit\, stärke Großbritanniens Position in einer Welt der Großmächte und Wirtschaftsblöcke und sorge für Exporte und Investitionen. Das Motto der Kampagne: “Get the facts”. Und genau das ist ein Grund ihres Scheiterns. \nIn ihrem Vortrag erklärt Silke Järvenpää\, dass es sich lohnt\, den Brexit kulturwissenschaftlich zu betrachten. Die Cultural Studies gehen davon aus\, dass Kultur konstruiert ist und befassen sich mit den Mythen\, die für Kulturen sinnstiftend sind. Mit anderen Worten: Cultural Studies nehmen das Irrationale von Kulturen ernst. Auch im Kontext des Brexit spielen Mythen eine zentrale Rolle – die zwei wichtigsten sollen hier erläutert werden. \nKurz-Biographie:\nDr. Silke Järvenpää ist Professorin für Cultural Studies und Wirtschaftsenglisch an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften\, München. Nach ihrem Studium der Anglistik\, Amerikanistik und Germanistik wurde sie an der Justus-Liebig-Universität Gießen von Prof. Dr. Raimund Borgmeier und Prof. Dr. Ansgar Nünning promoviert. Ihre Dissertation Myths of Speculation befasste sich mit einem historischen Börsenkrach (und Börsenschwindel)\, dem South Sea Bubble.  \nNach Tätigkeiten u.a. als wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Borgmeier\, Lektoraten an Universitäten in Shanghai und Milwaukee\, sowie an der DAAD-Außenstelle Jakarta wurde Silke Järvenpää 2005 an die Hochschule München berufen. Zu den Bereichen\, in denen sie forscht und lehrt\, gehören das Englischsprachige Asien\, Surveillance Studies und nicht zuletzt das Thema Rationaler und Irrationaler Diskurs im Zeitalter der Digitalisierung. \n 
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