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SUMMARY:Plenarveranstaltung in Kooperation mit der Stiftung Ost-West-Begegnungsstätte Schloss Biesdorf
DESCRIPTION:Am 12. Oktober 2017 findet eine Plenarveranstaltung in Kooperation mit der Stiftung Ost-West-Begegnungsstätte Schloss Biesdorf statt zum Thema \nMartin Luther. Historische Leistung\, Wirkung und Wertung – 500 Jahre nach Beginn der Reformation.\nVortragender: Adolf Laube (MLS) \nEinzelheite finden Sie im aktuellen Flyer\, \nOrt: Schloss Biesdorf\, Vortragssaal\, Alt-Biesdorf 55\, 12683 Berlin; \nStiftung Ost-West-Begegnugsstätte Schloss Biesdorf e.V. \nZeit: 10.00 bis 12.00 Uhr \nC.V.:\nProf. Laube ist Historiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1994. Nach dem Studium arbeitete er neun Jahre lang als Redakteur der Zeitschrift für Geschichtswissenschaft in Berlin und wurde 1963 nach außerplanmäßiger Aspirantur zum Dr. phil. promoviert. Ab 1967 war er an der Akademie der Wissenschaften der DDR tätig: ab 1967 als Forschungsgruppenleiter\, nach der Promotion zum Dr. sc. (1971) als Bereichsleiter am Zentralinstitut für Geschichte. 1975 wurde er zum Professor ernannt.  1987-1989 fungierte er als Stellvertretender Leiter des Forschungsbereichs Gesellschaftswissenschaften\, 1990 als gewählter Sekretär für Sozial- und Geisteswissenschaften der AdW.\nNach der Abwicklung der AdW war er zunächst zwei Jahre lang Projektleiter bei KAI e.V. Ab 1993 bis zum Ruhestand (1998) arbeitete er am Institut für Historische Theologie der Universität Halle-Wittenberg. Aus seiner Feder stammen zahlreiche Publikationen im In- und Ausland zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit\, zur Geschichte der Reformation und des Bauernkrieges\, darunter eine achtbändige Edition von Flugschriften für und gegen die Reformation.\nAbstract:\nBei historischen Jubiläen wird in der Regel aus dem zu gedenkenden Ereignis das herausgefiltert bzw. hineininterpretiert\, was zeitgenössischen Belangen dient. Der Vortrag wendet sich hingegen dem historischen Ereignis selbst zu\, fragt\, worum es vor 500 Jahren ging und warum dabei vorrangig Luthers zu gedenken ist. Gefragt werden wird nach den gesellschaftlichen Grundlagen und Rahmenbedingungen für die historischen Wirkungen Luthers\, nach den bis heute wirkenden umstürzenden und für die katholische Kirche nach wie vor inakzeptablen Elementen in Luthers Theologie\, nach seinen unmittelbar gesellschaftlich-politischen Reformvorstellungen\, nach der unterschiedlichen Rezeption seiner Auffassungen in der Reformationsbewegung\, nach den Gründen für sein eigenes Verhalten in der Bewegung\, seine Parteinahme gegen die kämpfenden Bauern und für die Fürsten\, im Unterschied zu anderen reformatorischen Theologen wie etwa Thomas Müntzer. Gewürdigt wird Martin Luther – bei aller persönlichen und zeitgebundenen Widersprüchlichkeit – als Auslöser eines historischen Umbruchs\, dessen wir auch nach 500 Jahren noch zu Recht gedenken.
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SUMMARY:Gemeinsame Tagung der Leibniz-Sozietät\, des Alfred Wegener Instituts-Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung und des Deutschen Arktisbüros
DESCRIPTION:Die  Leibniz-Sozietät\, das Alfred Wegener Instituts-Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung – und das Deutsche Arktisbüro führen am 05. Oktober 2017 eine gemeinsame Tagung zum Thema durch \nDie Arktis in der globalisierten Welt\nDas wissenschaftliche Programm wird in Kürze bekannt gegeben; die Einladung geht gesondert zu. \nZeit: 10.00 bis 18.30 Uhr \nOrt: Hörsaal Haus H\, Wissenschaftspark Albert Einstein\, Telegrafenberg\, 14473 Potsdam \nAnmeldungen nimmt entgegen Frau Sabine Helbig (e-mail. Sabine.Helbig@awi.de). \nProgramm \ns.a. Ankündigung des German Arctic Office
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SUMMARY:Tagung der Arbeitskreise „Emergente Systeme“ und „Gesellschaftsanalyse und Klassen“
DESCRIPTION:Die Arbeitskreise „Emergente Systeme“ und „Gesellschaftsanalyse und Klassen“ führen eine gemeinsame öffentliche wissenschaftliche Tagung am 21. /22. September 2017 durch. \nEinzelheiten und wissenschaftlichers Programm werden in Kürze bekannt gegeben. \nOrt: Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin
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SUMMARY:Tagung des Instituts für Design Science  München in Kooperation mit der HTW Berlin\, dem Bertalanffy-Zentrum Wien und der Leibniz- Sozietät
DESCRIPTION:September 2017\n\nEine gemeinsame Tagung des Instituts für Design Science  München in Kooperation mit der HTW Berlin\, dem Bertalanffy-Zentrum Wien und der Leibniz- Sozietät fondet zum Thema\n \n„Rationale und irrationale Diskurse im Zeitalter der Digitalisierung“\nfindet am 21. September 2017 von 10:00 bis 17:00 Uhr in der Hochschulr für Technik und Wirtschaft in 12459 Berlin\, Wilheminenhofstr. 75A\, Hörsaal G002 statt. \nEinladung und Programm \n 
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SUMMARY:September-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die September-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät wird am 14. September 2017 als öffentliche wissenschaftliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltung durchgeführt zum Thema\n \n\n\nDie Genese sedimentären Edelopals.\nVortragender: Hennes Obermeyer (MLS) \n13.30 bis 17.00 Uhr \nOrt: BVV-Saal\, Berlin\, Rathaus Tiergarten \nC.V.:\nDr. Obermeyer ist Geologe und seit 2017 Mitglied der Leibniz Sozietät. Er studierte von 1981 bis 1987 an der Universität (T.H.) Karlsruhe. Anschließend arbeitete er zunächst als Hydrogeologe und Umweltgeologe. Die Promotion erfolgte auf der Basis einer Industriedissertation an der Universität Heidelberg 1995. Seine Tätigkeit als Freelancer führte ihn quer durch alle geowissenschaftlichen Fachgebiete und um die ganze Welt. Seiner Ansicht nach ist „die Beschäftigung mit dem Planeten Erde zu schön\, um sich nur auf Teilaspekte zu kaprizieren“ So pflegt er in seinen geowissenschaftlichen Projekten ganzheitliche Ansätze\, die stets auch Individuum und Gesellschaft einbeziehen.\nHeute ist Dr. Obermeyer wissenschaftlicher Leiter und Vorstand eines genossenschaftlichen Instituts für Geo- und Materialwissenschaften.\nAbstract:\nWeit verbreitet ist die Vorstellung\, Opal würde aus stagnierenden Grundwässern ausfallen\, die infolge Verdampfung an Silikat übersättigt sind. Das erfordert sehr lange Bildungszeiträume. Dieser Vorstellung widersprechen nicht nur fundamentale chemische und mineralogische Gesetze\, sondern auch Opalfunde in rezenten Böden sowie erfolgreiche Versuche\, Edelopal im Labor zu züchten.\nMikroskopische und elektronenmikroskopische Untersuchungen an opalführenden Goethit-Konkretionen (boulder opal) zeigen\, daß die Konkretionen und der Opal gleichzeitig entstanden sind. Ein derartiger Entstehungsprozess setzt die Oxidation von Pyrit voraus. Geländebefund und Modellrechnungen unterstützen folgendes Genesemodell:\nOpal ist das Nebenprodukt eines Redox-Prozesses\, bei dem das Mineral Pyrit/Markasit durch artesisch aufsteigendes Grundwasser (Temperatur 60 bis 90°C\, pH 9\,5-11\, Silicium-Gehalt > 120 mg/l) zu Goethit oxidiert wird. Durch die pH-Verschiebung wird das Löslichkeitsprodukt des Opal schlagartig überschritten\, und Opal fällt kolloidal aus. Eisenhydroxid in kolloidaler Form\, später als Goethit mineralisiert\, umgibt den Opal und schützt ihn.\nDie Bedingungen für einen solchen Prozess sind im Großen Artesischen Becken (GAB) Australiens gegeben: Pyrit und Markasit sind in euxinischen Sedimenten entstanden. Das alkalische temperierte Grundwasser entstammt den im GAB versenkten Tonen\, die auf tektonische Kompression empfindlich mit der Abgabe von Wasser reagieren.\nDie Opallagerstätten sind an fossilen mount springs und tiefreichenden Verwerfungen orientiert.  Damit geben sich Ansätze zur regionalen Exploration. Kleinräumig können die opalführenden Horizonte durch Lokalisierung der Goethit-Boulder mit dem Georadar erkannt werden.\nDas Genesemodell impliziert nicht nur kurze Bildungszeiträume\, es lässt auch erkennen\, daß die Opalisierung geeigneter Sedimente zu unterschiedlichen Zeiten erfolgt ist und rezent nicht abgeschlossen sein muss.
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SUMMARY:September-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche September-Sitzung am 14. September 2017  durch zum Thema: \n  \nDas Bildungssystem der Fahranfängervorbereitung – von der intuitiven zur evidenzbasierten Systemsteuerung.\nVortragender: Dietmar Sturzbecher (MLS) \n10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Sturzbecher ist Psychologe und Soziologe sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2017. Nach dem Lehramtsstudium (Mathematik\, Physik) an der Humboldt-Universität zu Berlin arbeitete er bis 1985 als Diplomlehrer und als Dozent für Mathematikdidaktik in der Lehrerfortbildung. Dem folgte ein Promotionsstudium an der Akademie für Pädagogische Wissenschaften zu Berlin. Zwischen 1988 und 1991 war er tätig als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Erziehung (Berlin) und als Abteilungsleiter am Institut für Familie und Sozialpädagogik (Berlin).\n1991 erhielt er ein Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft und einen Lehrauftrag an der Freien Universität Berlin. Gleichzeitig wirkte er an der Gründung des Instituts für angewandte Familien-\, Kindheits- und Jugendforschung e. V. – heute ein An-Institut der Universität Potsdam – mit\, das er seitdem nebenamtlich leitet. Seit 1993 ist er in unterschiedlichen Funktionen hauptamtlich an der Universität Potsdam tätig\, wo er sich 1996 habilitierte. 2005 wurde er zum außerplanmäßigen Professor für Familien-\, Jugend- und Bildungssoziologie an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam ernannt.\nAbstract:\nDas System der Fahranfängervorbereitung beinhaltet „alle Bedingungen und Maßnahmen\, die vom Gesetzgeber rechtlich vorgegeben oder darüber hinaus im kulturellen Kontext gezielt bereitgestellt und genutzt werden\, um das selbstständige\, sichere und eigenverantwortliche Fahren eines Kraftfahrzeugs im öffentlichen Straßenverkehr zu erlernen und das dafür erforderliche Wissen und Können nachzuweisen.“ Wichtige Elemente dieses Systems sind die Fahrschulausbildung\, die Fahrerlaubnisprüfung und die protektiven Sonderregelungen für Fahranfänger. Theoretisch gesehen\, stellt das System der Fahranfängervorbereitung ein Bildungssystem dar\, für das wissenschaftlich begründete Steuerungsprinzipien und pädagogisch-psychologische Steuerungsinstrumente des allgemeinbildenden Schulsystems adaptiert werden sollten (z. B. eine evidenzinformierte Steuerung und eine curriculumbasierte Ausbildung).\nEin Blick in die Geschichte der Fahranfängervorbereitung zeigt jedoch\, dass diese bis in die 2000er Jahre eher intuitiv und sporadisch unter dem Druck des Unfallgeschehens gesteuert wurde; ein verkehrspolitischer Diskurs zur evidenzbasierten Optimierung der Fahranfängervorbereitung kommt nur langsam in Gang. Gleichzeitig sind Indizien dafür erkennbar\, dass die an ihre Grenzen gelangte neokorporatistische Systemsteuerung mit den aus einer evidenzbasierten Steuerung resultierenden Entwicklungserfordernissen kollidiert. Als Zwischenbilanz ist zu konstatieren\, dass durch den Wechsel von der Input- zur Outputsteuerung und die Wirkungsorientierung der „Empirischen Wende“ mittlerweile einzelne Elemente der Fahranfängervorbereitung evidenzinformiert weiterentwickelt werden. Bisher ist es allerdings noch nicht ausreichend gelungen\, die Systemelemente in diesem Prozess zu verschränken.
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SUMMARY:September-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen September-Sitzung am 14. September zum Thema: \nAerosol-Wolken-Wechselwirkungen im Klimasystem der Erde –\nVersuch einer kritischen Bestandsaufnahme\n\n\nVortragender: Olaf Hellmuth (MLS)\n \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal\, Berlin\, Rathaus Tiergarten \nC.V.:\nDr. Hellmuth ist Meteorologe und seit 2017 Mitglied der Leibniz-Sozietät. Er studierte von 1980 bis 1987 Physik und Meteorologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Danach arbeitete er bis 1990 als Satellitenmeteorologe und Flugwetterberater im meteorologischen Dienst der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung der NVA\, anschließend an der Satellitenbodenstation des Instituts für Kosmosforschung der AdW der DDR sowie in einem neu gegründeten Technologieunternehmen für Geoinformatik. Seit 1996 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung in Leipzig. Von 1985-2010 war er mit Lehraufgaben auf dem Gebiet der angewandten und theoretischen Meteorologie beauftragt.\nEr ist Mitglied des Deutschen Nationalen Komitees der International Association for the Properties of Water and Steam (IAPWS) sowie des Joint Committee on the Properties of Seawater (JCS). Neben Publikationen zur Turbulenzmodellierung\, Aerosolphysik und Feuchtemetrik arbeitet er an einer Review-Serie zur atmosphärischen Aerosolbildung\, von der die ersten vier Bände erschienen sind. \nAbstract:\nDas Wettergeschehen auf der Erde ist Teil einer atmosphärischen Energiekaskade\, die durch den Netto-Export von Entropie von der Atmosphäre in das Weltall angetrieben wird. Obwohl die Gesamtmasse des atmosphärischen Wassers nur etwa 2\,5 Milliardstel der Masse der Erdatmosphäre ausmacht\, spielt Wasser durch seine speziellen Eigenschaften eine Schlüsselrolle als Energietransformationsmedium.\nWasser kommt in der Atmosphäre in allen drei Aggregatzuständen – sowohl in stabiler als auch in metastabiler Form – vor. Wolken als kondensierte Wasserphase stellen ein sensibles Kettenglied in der Homöostase des Erdklimas dar und können sowohl Teil klimastabilisierender als auch\n-destabilisierender Rückkopplungen sein. Aerosole fungieren als Katalysatoren für die Wolkenbildung und sind damit ein Teil der Prozesskette der Phasenumwandlungen des Wassers in der Atmosphäre.\nIm ersten Teil des Vortrages werden die grundlegenden Elemente der atmosphärischen Energiekaskade\, physikalische Aspekte der Wolkenphänomenologie sowie die daraus resultierenden Rückkopplungswirkungen von Wolken im Klimasystem diskutiert. Der zweite Teil ist den katalytischen Wirkungen von Aerosolen für die Hydrometeorbildung\, Aerosol-Wolken-Wechselwirkungen sowie der Prozessbeschreibung in Atmosphärenmodellen gewidmet. Im dritten Teil des Vortrages wird das Problem der “Imponderablen” bei der Modellierung von Aerosol-Wolken-Wechselwirkungen auf klimatologischen Raum- und Zeitskalen behandelt. Anhand von ausgewählten Beispielen wird demonstriert\, dass es aufgrund des nach wie vor unzureichenden Signal-Rauschverhältnisses globaler Monitoring-Systeme für Aerosole und atmosphärisches Wasser derzeit unmöglich ist\, Aerosol-Wolken-Wechselwirkungen hinreichend genau zu quantifizieren. Der Vortrag endet mit spezifischen Schlussfolgerungen für die Beobachtung und Modellierung von aerosoldynamischen und wolkenmikrophysikalischen Prozessen.
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SUMMARY:Jahresgeschäftssitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die nichtöffentliche Jahresgeschäftssitzung der Leibniz-Sozietät findet statt am 26.01.2017 \n13.00 bis 14.00 Uhr: Geschäftssitzung der Klassen (NWTW: Einstein-Saal; GSW: Kleiner Saal)\n14:00 bis 17:00 Jahresgeschäftssitzung der Sozietät: Einstein-Saal \nDie Einladung geht gesondert zu
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SUMMARY:Januar-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Januar-Plenarsitzung wird als öffentliche wissenschaftliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am 26.01.2017 veranstaltet zum Thema\n \nWer nur Informatik versteht …\nVortragender: Werner Zorn (MLS) \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Archenhold Sternwarte\, Berlin-Treptow\, Alt-Treptow 1; Einstein-Saal \nC.V.:\nProf. Zorn ist Informatiker und seit 2016 Ehrenmitglied der Leibniz-Sozietät. Nach dem Studium der  Elektrotechnik an der Universität (TH) Karlsruhe arbeitete er seit 1968 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei dem Kybernetiker  und  Informationstheoretiker Karl Steinbuch am Institut für Nachrichtenverarbeitung und Nachrichtenübertragung\, und zwar in der Forschungsgruppe „Bildverarbeitung und Zeichenerkennung“ unter der Leitung von Helmut  Kazmierczak. Nach der Promotion (1971) übernahm er 1972 die Leitung der neu geschaffenen Informatik-Rechnerabteilung (IRA) als Rechenzentrum an der Universität Karlsruhe. Er widmete sich dem Aufbau Zentralrechner-orientierter Datenverarbeitungs-Dienste an der Fakultät für Informatik und erarbeitete die  ersten systematischen Leistungsanalysen für Rechenanlagen. Mit der ersten transatlantischen Internet-E-Mail wurde er am 03. August 1984 weit über seine Fachkreise hinaus bekannt. \nAbstract:\n… versteht auch diese nicht“ – frei nach Georg Christoph Lichtenberg (1742 – 1799)\, welcher diesen Aphorismus auf die Chemie bezog. Für die Informatik gilt dies umso mehr\, als ihre Produkte zumeist Bestandteil von IT- gestützten Anwendungssystemen sind\, so dass die gründliche Kenntnis der jeweiligen Anwendungsumgebung zwingende Voraussetzung für das korrekte Funktionieren im späteren Einsatz ist. Soweit der naheliegende vordergründige Bezug.\nGedanklich sind hierbei erhebliche Distanzen zu überbrücken\, z.B. auf der technisch-naturwissenschaftlichen Ebene im Industriebereich mit der informationellen Sicht der Informatik und der materiell-energetischen Sicht im Maschinenbau\, der E-Technik oder anderen klassischen Ingenieursdisziplinen. Methodisch geht es hierbei um das Problem der Erzeugung übergreifender Gesamtmodelle sowie von „Modellen von sich Selbst“ für diverse Subsysteme.\nDie potentiell größten Distanzen bestehen jedoch auf der obersten Abstraktionsebene\, auf welcher dem Informatik-Programmierparadigma Abstrakter Datentyp und Objektorientierung die philosophisch-ontologische Vorstellung von  „Seiendem“ und „Sein“ gegenüberstehen\, über welche seit Aristoteles (384  – 322 v.Chr.) gestritten wird. In der Informatik geht es dabei konkret um das Problem der Grenzziehung zwischen „Künstlicher Intelligenz“ und „Natürlicher Intelligenz“. Zur Klärung des Unterschieds wird den Begriffspaaren Erkennen vs. Verstehen und Korrektheit vs. Wahrheit nachgegangen\, welcher für den IT-Einsatz in vielen Bereichen des heutigen und künftigen täglichen Lebens von Bedeutung ist.\nDer Vortrag versucht die genannten Probleme so darzustellen\, dass ausreichend Stoff für die anschließend vorgesehene Diskussion vorliegen sollte.
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SUMMARY:Dezember-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Dezember-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät wird am 08.12.2016 als öffentliche wissenschaftliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltung durchgeführt zum Thema\n \nEntropiereduktion im Denken\nReferent: Werner Krause (MLS) \n13.30 bis 15.30 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Krause ist Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1999. Nach dem Studium der Medizinischen Elektronik\, Radiologischen Technik und Theoretischen Physik an der Technischen Universität Ilmenau arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent am Hirnforschungsinstitut der Universität Leipzig und am Psychologischen Institut der Humboldt-Universität Berlin\, wo er 1969 promoviert wurde. Es folgten die Leitung der Abteilung Problemlösen am Zentralinstitut für Kybernetik und Informationsprozesse der Deutschen Akademie der Wissenschaften (später Akademie der Wissenschaften der DDR) sowie die Habilitation (1978) an der Humboldt-Universität. 1987 wurde er auf den Lehrstuhl Allgemeine Psychologie II der Friedrich-Schiller-Universität Jena berufen; 1990 bis 1992 war er dort Dekan; in der Zeit zwischen 1988 und 1992 hielt er zusätzlich Gastvorlesungen an den Universitäten Fribourg/Schweiz und Würzburg; 2003 wurde er emeritiert.\nNeben dem Buch „Denken und Gedächtnis aus naturwissenschaftlicher Sicht“ (Göttingen 2000) publizierte er zahlreiche Originalbeiträge zur menschlichen Informationsverarbeitung. \nAbstract:\nOrdnungsbildung im Denken ist eine Möglichkeit\, die menschliche Informationsverarbeitung zu beschreiben. Um die Ordnungsbildung im Denken zu quantifizieren\, sind uns die traditionellen Wege auf der Verhaltensebene und auf der internen Repräsentationsebene verschlossen.\nIm Vortrag wird ein Weg auf der neurowissenschaftlichen Ebene vorgeschlagen: Jeder kognitive Prozess ist als Mikrozustandssequenz abbildbar. Mikrozustände sind zeitlich konstante Aktivationsverteilungen im Gehirn\, zu messen mittels EEG. Aus den bedingten Wahrscheinlichkeiten der Mikrozustände wird die Entropie respektive Entropiereduktion berechnet. Es wird gezeigt\, dass sich die Verfügbarkeit von Strategien beim Denken in einer höheren Entropiereduktion äußert. Damit eröffnen sich neue Wege zum Verständnis von Denkprozessen und zu deren Messung. (Literatur: Krause\, W: Leibniz-Online\, Nr. 21\, (2016)\, https://leibnizsozietaet.de/wp-content/uploads/2015/12/WKrause.pdf).
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaft führt ihre Dezember-Sitzung am 08.12.2016 als öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum Thema: \n„Künstler\, Kunstwerk und Gesellschaft“\nzum Gedenken an Peter H. Feist\n \n10.00 bis 12.00 Uhr\nBalkonsaal \nProgramm
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften führt ihre Dezember-Sitzung am 08.12.2016 als öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum Thema: \n„Karl Schwarzschild – Ein deutscher Pionier der Astrophysik“\nanlässlich seines 100. Todestages\n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nWissenschaftliches Programm
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SUMMARY:Sitzung des Arbeitskreises "Gesellschaftsanalyse und Klassen"
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse und Klassen“ veranstaltet seine öffentliche wissenschaftliche Sitzung am 02. Dezember 2016 als Workshop zum Thema\n \nWorkshop Transformationsforschung\n14.00 bis 17.00 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nInformationen zum Programm
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SUMMARY:Raumfahrthistorisches Kolloquium 2016
DESCRIPTION:Das Raumfahrthistorische Kolloquium 2016 findet am\nSamstag\, 26. November 2016\, 10 – 14 Uhr \nin der Archenhold-Sternwarte Berlin-Treptow\, Alt-Treptow 1 – 12435 Berlin statt. \nProgramm
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SUMMARY:Sitzung des Arbeitskreises "Gesellschaftsanalyse und Klassen"
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse und Klassen“ führt am 11. November 2016 einen öffentlichen wissenschaftlichen Workshop durch zum Projekt\n \n„Transformation und Industrie 4.0“\n10.00 bis 17.00 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nEinladung und vorläufiges Programm (Stand: 12.09.2016)
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SUMMARY:Novbember-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die November-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät wird am 10.11.2016 als öffentliche wissenschaftliche Sitzung durchgeführt zum Thema: \nMedizin und Revolution\nReferent: Wolfgang Eckhart (MLS) \n13.30 bis 15.30 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Eckart studierte seit 1971 Medizin\, Geschichte und Philosophie in Münster. 1978 verteidigte er seine Dissertation über den Wittenberger Arzt Daniel Sennert (1572–1637)\, 1986 die Habilitationsschrift über „Deutsche Ärzte in Japan und China“. Von 1988 bis 1992 war er Professor für Geschichte der Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover. Im Jahr 1992 wurde er auf den Lehrstuhl für Geschichte der Medizin an der Universität Heidelberg berufen. Von 1996 bis 1998 war er Präsident der Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte. 2002 wurde er der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. zugewählt; seit 2009 ist er Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften. 2016 wurde ihm das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.\nZu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Entstehung der neuzeitlichen Medizin im 16. und 17. Jahrhundert\, Medizin in der schönen Literatur\, Medizin im europäischen Kolonialimperialismus\, ärztliche Missionen\, Medizin und Krieg sowie Medizin und auswärtige Kulturpolitik in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus. \nAbstract:\nRevolution und Medizin\, sicherlich kein alltägliches Vortragsthema. Der nähere Blick aber zeigt\, dass es immer wieder gerade die politisch revolutionären Bruchzonen in der europäischen Geschichte waren\, die auch der Medizin entscheidende Schübe zu einer kritischeren Positionierung in wissenschaftlicher als auch in gesellschaftspolitischer Hinsicht verliehen haben. Blicke auf die immense Bedeutung der Französischen Revolution 1789 für die Entwicklung einer kritischen\, naturwissenschaftlich orientierten Medizin\, auf die gesellschaftliche Bewusstseinsbildung junger Ärzte im Umfeld des bürgerlichen Revolutionsversuchs 1848\, aber auch auf den Kampf des Rates der Volksbeauftragten um gesundheitspolitische Krisenbewältigung und Neuordnung der öffentlichen Gesundheitspflege 1918/19 zeigen dies schnell.\nIm Vortrag soll zunächst auf diese Phänomene der europäischen Medizingeschichte zwischen 1789 und 1933 eingegangen werden. Dass sich im Anschluss daran Fragen insbesondere im deutschen Kontext auch hinsichtlich politischer Brüche und ihrer Bedeutung für die Medizin 1933\, 1945/49 und 1989/90 ergeben – ganz unabhängig davon\, ob auch sie im Kontext der Zeit schon als Revolutionen zu deuten sind -\, liegt auf der Hand.
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SUMMARY:November-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften führt ihre November-Sitzung als öffentliche wissenschaftliche Sitzung am 10.11.2016 durch zum Thema \nDeutsche Vernunft und angelsächsischer Verstand\nReferent: Dr. Edelbert Richter (Weimar) \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nDr. Edelbert Richter war vor der Wende Dozent an der Predigerschule in Erfurt. 1977 bis 1989 engagierte er sich in regimekritischen Gruppen sowie in der Friedens- und Ökologiebewegung; im August 1989 wurde er zum Mitbegründer des ”Demokratischen Aufbruch“. Im Januar 1990 trat er in die SPD über und gehörte der letzten Volkskammer der DDR an. 1991 bis 1994 war er Abgeordneter im Europäischen Parlament\, 1994 bis 2002 im Deutschen Bundestag. In der Grundwertekommission beim Parteivorstand der SPD arbeitete er von 1991 bis 2005 mit. Er ist Mitglied der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler und seit 2004 Lehrbeauftragter für Philosophie. Zahlreiche Veröﬀentlichungen hat er vorgelegt; die jüngste trägt den gleichen Titel wie dieser Vortrag. \nAbstract:\nNach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit ist es an der Zeit\, einmal zu diskutieren\, was uns Deutsche eigentlich ideell verbindet\, was wir gemeinsam anstreben\, mit anderen Worten: worin unsere Identität besteht. Dabei geht es nicht um Abgrenzung gegenüber anderen Nationen\, sondern um den besonderen Beitrag\, den wir für die Zukunft der gefährdeten Menschheit leisten können.\nNun brauchen wir\, wenn uns diese Frage gestellt wird\, nicht zu spekulieren\, sondern können an gegebene Tatsachen anknüpfen. Denn wie sich beim G-7-Treﬀen in Elmau wieder gezeigt hat\, ist die Bundesrepublik faktisch in der Umweltpolitik der Vorreiter unter den großen Industrienationen. Der Ausstieg aus der Kernenergie ist beschlossene Sache und das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist bisher so erfolgreich gewesen\, dass über 65 Länder in und außerhalb Europas es nachgeahmt haben.\nAllerdings ist die Frage bisher unbeantwortet\, welche historischen Gründe es denn für diese deutsche Sonderrolle gibt. Zwar ist bekannt\, dass der Schlüsselbegriﬀ ”Nachhaltigkeit“ aus der deutschen Forstwirtschaft des 17. Jahrhunderts stammt und dass die Deutschen stark durch die Romantik geprägt sind. Der Vortragende möchte jedoch eine umfassendere und tiefere Antwort geben\, indem er zeigt\, dass sich die deutsche konfessionelle und philosophische Tradition im Naturverständnis deutlich von der angelsächsischen unterscheidet. Von der Reformation bis hin zur Relativitäts- und zur Quantentheorie hat sie überwiegend einen ökologischen Sinn.
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SUMMARY:Sitzung des Arbeitskreises "Prinzip Einfachheit"
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Prinzip Einfachheit“ führt am 27. Oktober 2016 seine öffentliche wissenschaftliche Sitzung durch zum Thema:\n \n\nEinfachheit in der Pädagogik\, insbesondere in der Didaktik\nVortragender: Franz Prüß (MLS)\nZeit: 10.30 bis 12.30 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Prüß ist Diplomlehrer und Erziehungswissenschaftler sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2012. Von 1992 bis 1994 war er Professor für Sozialpädagogik und Sprecher des Instituts für Erziehungswissenschaft der Universität Rostock\, seit 1994 bis zur Emeritierung 2011 Lehrstuhlinhaber für Schulpädagogik und schulbezogene Bereiche der Sozialpädagogik im Institut für Erziehungswissenschaft der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.\n1998 gründete er das Zentrum für Lehrerbildung der Universität Greifswald und wurde dessen Geschäftsführender Sprecher. Er leitete mehrere Forschungsgruppen und Projekte\, so zur Schulentwicklung\, zur Suchtprävention\, zur Kooperation von Schule und Jugendhilfe und zu Jugendproblemen in der Russischen Föderation. Sein Hauptforschungsgebiet ist der Zusammenhang von optimaler Förderung des Einzelnen und Gruppenentwicklungen. Er organisierte mehrere internationale Fachtagungen zur Entwicklung der Sozialpädagogik/Sozialarbeit in Mittel- und Osteuropa\, zur Entwicklung der Schulsozialarbeit sowie zur Entwicklung von Ganztagsschulen. Zu Lehraufenthalten weilte er in  Polen und in der Russischen Föderation; an der Staatlichen Pädagogischen Universität Omsk hatte er eine Gastprofessur inne. Im Internationalen Bund (IB) ist er Mitglied des Präsidiums. \nAbstract:\nBei der Bildung und Erziehung handelt es sich um ein komplexes und kompliziertes Prozessgeschehen. Viele Wirkfaktoren und Operationen der Prozessbeteiligten spielen dabei eine Rolle\, die nur über vereinfachende Modellvorstellungen kommunizierbar gemacht werden können.\nDementsprechend hat es in der Vergangenheit in der Entwicklung der Pädagogik und ihren Teildisziplinen viele Versuche gegeben\, diese Komplexität zu erfassen und begründete Komplexitätsreduktionen vorzunehmen. So sind für die Planung\, Gestaltung und Reflexion von Unterricht diverse Konzepte entwickelt und didaktische Modelle entworfen worden. Das geschah aus bildungstheoretischer\, lehr-lern-theoretischer und auch aus kommunikationstheoretischer Sicht. Im Unterschied zu den Fachdidaktiken\, zur pädagogisch-psychologisch orientierten Professions- und Professionalisierungsforschung und zur pädagogisch-psychologischen Lehr-Lernforschung muss die Allgemeine Didaktik bezüglich des Unterrichts die zentrale Disziplin sein\, die die Gesamtheit der didaktischen Fragestellungen in ihrer Komplexität in den Blick nimmt und diese als transdisziplinäre Wissenschaft in Kooperation mit ihren Bezugswissenschaften und zugleich auch eigenständig untersucht. In der Vergangenheit wurden auf der Grundlage verschiedener wissenschaftstheoretischer Positionen Modelle entwickelt\, die aber zumeist die Vielseitigkeit und Vielschichtigkeit von Unterrichtsprozessen nicht adäquat erfassen konnten. Die Allgemeine Didaktik muss auf der Grundlage einer entwickelten Allgemeinen Pädagogik diesen – auch methodologisch bedeutsamen –Referenzrahmen zur Verfügung stellen bzw. lehrbar machen.\nDer Vortragende ist nach Auswertung vielfältiger wissenschaftlicher Erkenntnisse und der Analyse existierender didaktischer Modelle der Auffassung\, dass eine strukturelle und funktionale Betrachtung pädagogischer Prozesse eine adäquate Abbildung ihrer Komplexität ermöglicht\, die Vorschläge zur Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen begründet. Dazu ist erforderlich:\n• Wesen und Inhalt\, Struktur und Funktionen der Erziehung in gesellschaftlichen Reproduktions- und individuellen Entwicklungsprozessen zu bestimmen\, um zu klaren Vorstellungen von Pädagogik zu gelangen;\n• die Struktur- und Funktionselemente von Erziehung bzw. Unterricht zu definieren sowie durch transdisziplinäre Forschungen die einzelnen Struktur und Funktionselemente theoretisch zu bestimmen und konkret-historisch zu beschreiben;\n• die gesetzmäßigen Relationen zwischen den Struktur- und Funktionselementen aufzudecken\, um unter Nutzung der statistischen Gesetzeskonzeption und gültiger Zielvorstellungen pädagogische Prinzipien und Regeln formulieren zu können. Sie sind das Fundament für Handlungsorientierungen\, die pädagogischen Prozessen Zielstrebigkeit und Systematik verleihen\, indem sie helfen\, ein optimales Bedingungsgefüge und Aktivitätsniveau für Persönlichkeitsentwicklung zu schaffen.\nDas Kategoriensystem\, das die Struktur- und Funktionselemente der Erziehung bzw. des Unterrichts widerspiegelt\, sowie die Prinzipien zur Gestaltung effektiver Strukturen und zur optimalen Realisierung der Funktionen bilden das Grundgerüst der Pädagogik und ihrer Disziplinen in wissenschaftlich begründeter Einfachheit.\nDie Nutzung des Prinzips der Einfachheit für die Entwicklung der erziehungswissenschaftlichen Disziplinen ist zu unterscheiden von didaktischen Vereinfachungen wissenschaftlicher Erkenntnissysteme im Interesse des Prinzips der Fasslichkeit des Unterrichtsinhalts\, das die Überwindung von Schwierigkeiten durch die Schüler mit einschließt. Die Erarbeitung didaktischer Vereinfachungen gehört zu den wesentlichen Aufgaben der Fach­didaktiken. \n 
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SUMMARY:Kolloquium des AK Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften“ (AK GeoMUWA) veranstaltet am 14.10.2016 das \nKolloquium:\n„Hans Stille (1876-1966) – deutscher Geologe mit Weltruf\, akademischer Lehrer an den Universitäten Göttingen und Berlin\, Funktionsträger der Akademie der Wissenschaften in Berlin in schwierigen Zeiten.“\nProgramm (Stand 22.09.2016) \n10.00 bis 17.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal
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SUMMARY:Oktober-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Oktober-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften wird veranstaltet als \nTagung „Bildung und Gesellschaft“\nanlässlich der vor 70 Jahren erlassenen ´Gesetze zur Demokratisierung der deutschen Schule´ in der SBZ. \nIm Kolloquium werden die folgenden Schwerpunkte behandelt: \nDemokratie\, Antifaschismus\, Humanität – Erziehung\, Bildung und Schule als gesellschaftliche Aufgabe; Ziele\, Inhalte und Strukturen von Bildung – Grundentscheidungen von historischer und aktueller Bedeutung; Menschenbildung und Gesellschaft – ein Gesetz zwischen Vision und Realität. \nEinladung und Programm \n10.00 – 17.30 Uhr Rathaus Berlin-Tiergarten\, BVV-Saal\, \n 
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SUMMARY:Workshop des Ak "Gesellschaftsanalyse"
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ lädt zu einem Workshop \n„Transformation disziplinär: Zum Platz wirtschaftstheoretischer Perspektiven im kritischen Transformationsdiskurs“\nZeit: Freitag\, 16. September 2016\, 14.00 – 17.00\nOrt: Rathaus Tiergarten (Matthilde-Jacob-Platz 1\, 10531 Berlin – Nähe U-Bahnhof Turmstraße)\, Raum 505 \nZielstellung:\nDie Bestimmung einer tragfähigen Transformationsperspektive ist zweifellos ein komplexes und notwendigerweise interdisziplinäres Unterfangen. Isolierte Zugänge wie abgeschottete Problemstellungen aus der einen oder anderen Wissenschaft oder Disziplin haben sich längst als unfruchtbar erwiesen. Dies gilt für klassische Ansätze und Vorläufer von Transformation ebenso wie für die aktuelle Auseinandersetzung in einem sehr weiten Feld von Transformationsansätzen.\nErstaunlicherweise (oder auch nicht?) erweisen sich produktive Diskussionen zwischen Wirtschafts- und Sozialwissenschaften immer wieder als schwierig. Dies widerspricht einer eher trivialen Einsicht\, dass gerade diese beiden Wissenschaftsbereiche unverzichtbar sind für die Untersuchung gesellschaftlicher Umbrüche bzw. Transformationen. Und zwar betrifft das ebenso die Analyse wie die mögliche Perspektive gesellschaftlicher Steuerung und Entwicklung.\nEs gibt sowohl wissenschaftsgeschichtlich auszumachende historische Konstellationen wie aktuell überzeugende Annäherungen und Brückenschläge. In diesem Zusammenhang soll insbesondere der Frage nachgegangen werden\, ob und inwieweit die Wirtschaftstheorie relevante Beiträge zur Konzeptionsbildung\, Erkenntnisgewinnung\, Forschungsorientierung und zu Politikdesign zu liefern vermag. Günter Krause wird entsprechend in die Diskussion einführen.\nIm Anschluss werden wir uns wiederum kurz über die nächsten Vorhaben des Arbeitskreises verständigen. Dazu gehören der Workshop am 11. November und die Arbeitskreissitzung am 2. Dezember. \nFür weitere Informationen: Michael Thomas (thomas@biss-online.de)
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DESCRIPTION:Die September-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät wird durchgeführt als \nKolloquium:\n„Technologie – techne et episteme commune bonum“ zu Ehren von Gerhard Banse anlässlich des 70. Geburtstages \nMit Beiträgen von Herbert Hörz (MLS)\, Lutz-Günther Fleischer (MLS)\, Bernd Meier (MLS) \nEinladung und Programm (Flyer) \n 
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SUMMARY:Mai-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Am 12. Mai 2016 wird die öffentliche Sitzung des Plenums der Leibniz-Soztietät durchgeführt. Vorgetragen und zur Diskussion gestellt wird der Beitrag \nMalcolm Sylvers (MLS) \nTheodor Herzls politisches und soziales Denken: Zionismus und der unendliche Nahostkonflikt\n13.30 bis 15.30 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Sylvers ist Historiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2005. Nach dem Studium im Brooklyn College\, der University of Wisconsin\, der Sorbonne und der Universita’ degli Studi di Firenze lehrte er ab 1971 in Italien und seit 1982 an der Universita’ Ca’ Foscari Venedig\, wo er Ordentlicher Professor für Geschichte der USA bis zu seiner Emeritierung 2006 war.\nNach seinen ersten Publikationen über italienische Immigration in die USA und über die Rezeption von Antonio Gramsci arbeitete er über die Geschichte der Arbeiterbewegung der USA und über Thomas Jefferson. 2002 erschien Die USA- Anatomie einer Weltmacht. Zwischen Hegemonie und Krise (2002).\n1999 – 2005 arbeitete er mit an der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. 2006 lehrte er an der Freien Universität Berlin\, anschließend an der Universität Greifswald.\n2009 hielt er im Haus der Demokratie und Menschenrechte (Berlin) einen Vortrag über „Die Israel-Lobby in den USA“. 2014 veröffentlichte er zusammen mit Brigitte Domurath-Sylvers „Mythen und Kritik in der Ideengeschichte der USA. 25 Porträts“. \nAbstract:\nDie Briefe und Tagebücher Theodor Herzls zeigen ihn als Ideengeber und Gründer der zionistischen Bewegung und erklären gleichzeitig Grundlegendes über die Geschichte Palästinas.\nHerzl war einerseits\, mit seinem Bestreben nach einem ethnisch homogenen Nationalstaat\, der zunächst von Fremdherrschaft befreit werden müsse\, typischer Nationalist des 19. Jh. Andererseits lebten die Juden fast auf der ganzen Welt verstreut\, und war das Land\, das er schließlich für den Nationalstaat bestimmte\, schon seit mehr als einem Jahrtausend von einem anderen Volk mit anderer Geschichte und Religion bewohnt. Bis zu seinem Tod 1904 lehnte die überwiegende Mehrheit der Juden sein Projekt ab.\nDie Briefe und Tagebücher entdecken\, was Herzl über sein Volk\, über Antisemitismus und Judenverfolgung dachte\, wie er sich zwischen den rivalisierenden imperialistischen Mächten der Vorkriegszeit bewegt und auch\, welchen Blick er auf die Ansässigen in Palästina warf. Aus dieser Quelle erschließt sich\, dass und in welcher Weise Zionismus eine Variante dessen ist\, was man in den USA\, Kanada\, Australien und Südafrika als „white settler colonialism“ bezeichnet.
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SUMMARY:Mai-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften widmet ihre öffentliche  Mai-Sitzung dem Thema \nKünstlergemeinschaften der Romantik aus heutiger Sicht\n\nVortragender:\nPeter Betthausen (MLS) \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Dr. Peter Betthausen\, geboren 1941\, studierte Kunstgeschichte\, Geschichte und Ästhetik an der Humboldt-Universität. Er lehrte unter anderem an den Universitäten Berlin und Leipzig und wirkte auch an der Akademie der Wissenschaften und an den Staatlichen Museen zu Berlin. Er war 1986–1990 Direktor der Nationalgalerie Berlin.\nZahlreiche Veröffentlichungen zu Künstlern wie Adolph Menzel\, Friedrich Schinkel\, Philipp Otto Runge und zu Kunstgelehrten wie Georg Dehio. \nPublikationen u.a.  \n\nEuropäische Kunstgeschichte in Daten\,\nPhilipp Otto Runge: Briefwechsel\,\nGeorg Dehio – ein deutscher Kunsthistoriker\,\nSchule des Sehens\, Ludwig Justi und die Nationalgalerie. Eine Biografie\nDeutsche Kunst. Ein Nachruf (jüngste Buch-Publikation)\n\nAbstract:\nDer Vortrag beschreibt die Haupttypen romantischer Künstlergemeinschaften in Deutschland. Er skizziert die in der Renaissance beginnende Vorgeschichte dieser Vereinigungen\, zeigt deren engen Zusammenhang mit der bürgerlichen Umwälzung der Kunstverhältnisse auf und definiert sie als den Versuch\, die Isolationen des aus der feudalen Ständegesellschaft entlassenen bürgerlichen Künstlers zu überwinden und das Kunstschaffen wieder auf eine kooperative Basis zu stellen. Als ein wesentliches Ergebnis der Analyse der inneren Entwicklung der romantischen Gemeinschaftsidee und deren Realisierungen ist die Erkenntnis anzusehen\, dass im Unterschied zu den auf egalitären Prinzipien beruhenden früh- und hochromantischen Gruppierungen diejenigen der Spätromantik eine hierarchische Struktur aufweisen. Ausführlich werden der Lukasbund und die von führenden Lukasbrüdern nach 1820 gegründeten Werkstattgemeinschaften behandelt.
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SUMMARY:Jahrestagung 2016 der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Das Plenum der Leibniz-Sozietät führt seine April-Sitzung 2016 als \nJahrestagung 2016\nzum Thema: \nGottfried Wilhelm Leibniz:\nEin unvollendetes Projekt\nVeranstaltungsflyer \n10.00 bis 17.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal
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SUMMARY:März-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät findet als Leibniz-Forum satt\, veranstaltet in Kooperation mit dem Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP)\, der Klinik für Hämatologie\, Onkologie\, Tumorimmunologie und Palliativmedizin im HELIOS Klinikum Berlin-Buch sowie dem BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch zum Thema: \nMöglichkeiten\, Grenzen und Perspektiven der individualisierten Medizin am Beispiel der Onkologie\nProgramm \nWeitere Informationen \n10. März 2016; 13.00 bis 17.00 Uhr \nOrt: Medizincampus Berlin-Buch\, Max Delbrück Communications Center (Axon 2)\, Robert-Rössle-Straße 10\, 13125 Berlin
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SUMMARY:Gemeinsame März-Sitzung der Klassen Sozial-und Geisteswissenschaften sowie  Naturwissenschaften und Technikwissenschaften - Änderung!
DESCRIPTION:Die Klassen Sozial- und Geisteswissenschaften sowie Naturwissenschaften und Technikwissenschaften laden ein zur gemeinsamen öffentlichen Sitzung am 10. 03. 2016. \n  \nKolloquium:\n\nRecht und Freiheit in Geschichte und Gegenwart\nzu Ehren von Hermann Klenner (MLS)\nanlässlich seines 90. Geburtstages\nModeration: Jürgen Hofmann (MLS) \nVorträge: \nHans-Otto Dill (MLS):\nAufklärung und Strafjustiz: Cesare Bessarias Beitrag zur Zivilisierung des Rechtswesens \nWalter Schmidt (MLS):\nJüdische Akteure in der schlesischen\, speziell Breslauser Demokratie 1848/49 \nHans-Joachim Gießmann (MLS):\nZwischen Rechtsgemeinschaft und Geopolitik: Europäische Friedenspolitik am Scheideweg. Anmerkungen zur Russland/Ukraine-Krise. \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Medizincampus Berlin-Buch;\nSie finden das Gebäude auf dem Campus Berlin-Buch in der Robert-Rössle-Straße 10 in 13125 Berlin. Es ist das Gebäude C83 / MDC.C . Der Axon 2 ist im 1. Stock. Einen Lageplan des Campus finden Sie hier\nhttp://bbb-berlin.de/de/location/ \nProf. Dr. Hans-Otto Dill (MLS):\nC.V.:\ngeb. 1935 in Berlin. Nach Abitur in Anklam Studium der Romanistik an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universidad de la Habana\, Promotion Romanistik 1969\, Habilitation Lateinamerikanistik 1974. Prof. für lateinamerikanische Literatur an der HUB in Berlin ab 1981\, der Georg-August-Universität Göttingen 1989-90\, sowie Gastprofessuren an der Universität Hamburg\, Universidade de Sao Paulo und La Plata.\nMitglied des Lateinamerikaforum Berlin seit 1992\, der Leibniz-Sozietät seit 1995\, der Freunde des Iberoamerikanischen Instituts Preußischer Kulturbesitz seit 2007\, Sekretar der Sozial- und Geisteswissenschaftlichen Klasse der LS ab 2009.\nPublikationen: Aufklärung als Weltprojekt (2015)\, Alexander von Humboldts Metaphyik der Erde (20013)\, Ensayos sobre literatura cubana (2010)\, Die lateinamerikanische Literatur in Deutschland (2009)\, Dante criollo (2006)\,  Lateinamerikanische Literatur im Überblick (1999).\nHerausgaben von Kongressmaterialien als Sammelbänden\, u.a.: Denken und Handeln. Philosophie und Wissenschaft im Werk Johann Gottlieb Fichtes ( 2015)\, Jean-Jacques Rousseau zwischen Aufklärung und Moderne (2013)\, Sprache zwischen Kommunikation\, Ideologie und Literatur – die Aktualität von Victor Klemperers LTI (1947) damals und heute (2012). \nAbstract:\nVor 250 Jahren\, 1765\, veröffentlichte der Mailänder Jurist und Ökonom Cesare Beccaria sein Aufsehen erregenden rechtswissenschaftlichen Traktat Dei delitti e delle pene (Von den Vergehen und von den Strafen)\, der den wohl bedeutsamsten Einschnitt im abendländischen Rechtsdenken war\, ja dieses erst eigentlich begründete. In der Rezeptionsgeschichte dominiert laut Dill eindeutig Beccarias Verurteilung der zu seiner Zeit üblichen Grausamkeit der Strafen und der gerichtlichen Untersuchungspraxis\, von Todesstrafe\,  Folter sowie von Inquisition als Mittel gerichtlichen Verhörs. Doch steckt in der dominanten Fokussierung der Rezeption auf die „penas“ ein verfälschender Reduktionismus\, denn Beccaria kritisierte das gesamte Rechtswesen seiner Zeit\, nicht nur die Ungeheuerlichkeiten des Strafprozesses. Deshalb desubjektivierte er den Begriff desdelitto: Strafmaß müsse statt der subjektiven Schuld des Täters der der Gesellschaft zugefügte objektive Schaden sein.\nWenn er das gesamte vorherige Rechtswesen der Menschheit ohne Ausnahme von den Pandekten bis zu den mittelalterlichen Usancen der germanischen Langobardi als mit dem Geist des 18. Jahrhunderts als unvereinbar bezeichnet und ständig die rechtsphilosophischen Standardwerke der französischen und britischen Aufklärer Hobbes\, Locke\, Hume\, Montesquieu und Rousseau zitiert\, manifestiert er seine aufklärerische Position\, ja schafft begrifflich erst eine aufgeklärte Justiz\, deren Durchsetzung er sich von aufgeklärten Monarchen erhoffte. – In vielen Ländern der Erde sind bis heute seine Maßstäbe setzenden Rechtsnormen nicht durchgesetzt. \nProf. Dr. Walter Schmidt (Berlin):\nC.V.:\nProf. Schmidt ist Historiker. Er wurde 1981 zum Korrespondierenden\, 1985 zum Ordentlichen Mitglied der 1700 von Leibniz in Berlin begründeten Gelehrtengesellschaft gewählt\, der heutigen Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\n1964 – 1984 leitete er einen historischen Lehrstuhl an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED und 1984 – 1990 das Zentralinstitut für Geschichte an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Mehrere Bücher und Sammelwerke zur Geschichte des 19. Jh. – insbesondere zur Revolutionsgeschichte – hat er verfasst bzw. herausgegeben. In den letzten Jahrzehnten war er Mit-Herausgeber von „Männer und Frauen der Revolution von 1848/49“ (Bd. 1-4\, 2003-2013)\, arbeitete mit am Biographischen Lexikon der Deutschen Burschenschaft (Bd. I: Politiker\, Teil 1-8\, 1996-2014)\, forschte und publizierte zur Geschichte Schlesiens\, namentlich der Demokratiebewegung im Umfeld von 1848. Er gehört dem Beirat der Internationalen Marx-Engels-Stiftung Amsterdam an. \nAbstract:\nDer Vortrag geht zunächst der Geschichte des Breslauer Zwinger-Gymnasiums nach\, an dem der Jubilar Schüler war und 1944 das Abitur ablegte.\nIm Hauptteil wird untersucht\, welchen Anteil jüdische Bürger Breslaus – einer Stadt\, die im 19. Jh\, mit ihrem Oberrabbiner Abraham Geiger ein Zentrum des Reformjudentums war – an den demokratischen Bestrebungen im Vormärz und in der Revolution von 1848/49 nahmen und wie deren spätere Biografie verlief. Jüdische Studenten\, Mitglieder der Breslauer Burschenschaft\, der so genannten Raczeks\, engagierten sich in der demokratischen Studentenbewegung des Revolutionsjahres\, auf dem Wartburgfest von Sommer 1848. In der Demokratiebewegung Schlesiens im Revolutionsjahr wirkten zahlreiche jüdische Intellektuelle in führenden Positionen in den beiden demokratischen Vereinen Breslaus wie als Präsidenten auf den Demokratenkongressen. Die Leitung des Breslauer Arbeitervereins lag in der Hand des jungen jüdischen Mediziners Sigismund Asch\, der später ein berühmter Arzt in Breslau wurde. Die schlesischen Wähler schickten – auch in Ablehnung jedweder antisemitischer Vorstöße – drei jüdische Kandidaten als Abgeordnete in die Parlamente nach Frankfurt und Berlin\, wo diese entschieden linke Positionen vertraten.\nDie Verbreitung sozialistischer\, auch marxistischer Grundsätze in der Breslauer Arbeiterbewegung im Vormärz\, 1848 und danach war auch Sache zweier jüdischer Journalisten. Zwei jüdische Bürger beteiligten sich nicht zuletzt am Breslauer Maiaufstand von 1849. Mehrere Demokraten jüdischer Herkunft wurden wegen ihrer politischen Aktivitäten von der Reaktion für Jahre auf Festungen verbannt\, danach repressiert und aus der Heimat vertrieben. \nProf. Dr. Hans-Joachim Gießmann:\nC.V.:\nProf. Gießmann ist Philosoph und Politikwissenschaftler. Nach dem Studium der Amerikanistik war er von 1981 bis 1990 am IPW tätig. 1981 wurde er in Philosophie promoviert\, 1987 habilitierte er sich im Fach Politische Wissenschaft. 1989/90 beriet er das Neue Forum am Runden Tisch zu Fragen der Abrüstung; anschließend arbeitete er als Referent für Abgeordnete der Volkskammer und des Deutschen Bundestages. Von 1991 bis 2008 war er am Hamburger Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik tätig\, zuletzt als Stellvertretender Wissenschaftlicher Direktor. Außerdem ist er seit 1995 Privatdozent an der Universität Hamburg und wurde dort 2001 zum Professor ernannt. Von 2008 bis 2012 leitete er das Berghof-Forschungszentrum in Berlin; seit 2012 ist er Geschäftsführender Direktor der Berghof Foundation.\nSeit 2000 sitzt er im Direktorium des Europäischen Master-Studiengangs Menschenrechte und Demokratisierung. Von 2009 – 2014 war er Mitglied bzw. leitete den Global Agenda Council on Terrorism des Weltwirtschaftsforums in Davos. Seit 2009 gehört er dem Beirat Zivile Krisenprävention des Auswärtigen Amtes an. Er hat mehr als 40 Bücher und mehr als 300 wissenschaftliche Aufsätze in einem Dutzend Sprachen verfasst. Gastprofessuren hatte er in New York\, Shanghai und Wrocław.\n\nAbstract:\nDie Destabilisierung der Europäischen Friedensordnung\, unter anderem ausgelöst und im Weiteren beschleunigt durch die rapide Verschlechterung des ukrainisch-russischen Verhältnisses hat eine politische Diskussion befeuert\, ob Putins Russland noch als verlässlicher Partner und Garant der europäischen Friedensordnung angesehen werden kann. Russlands flagrante Verletzung des Budapester Memorandums ist seit der Besetzung der Krim hierfür eine verbreitet genutzte Referenz. Rückblickend\, so scheint es\, als hätten Russland und das übrige Europa es versäumt\, die Chancen aus der Beendigung des Kalten Krieges für die Schaffung einer stabilen Friedensordnung zu ergreifen. Ein neuer Ost-West-Konflikt ist aufgebrochen\, sogar die frühere Abschreckungsrhetorik hat von der Bühne politischer Rhetorik bereits Besitz ergriffen. Schwer vorstellbar\, dass dieser Konflikt entschärft werden kann\, ohne die tieferliegenden Ursachen der Eskalation zu verstehen und zu bearbeiten. Verhandlungen über ein gewaltfreies Nebeneinander können verloren gegangenes Vertrauen in ein friedliches Miteinander nicht ersetzen. Die akute Krise führt Europa an den Scheideweg zwischen der Rückbesinnung auf eine starke politische und Rechtsgemeinschaft sowie einer Geopolitik mit ungewissen Folgen.
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SUMMARY:Februar-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zur öffentlichen Sitzung des Plenums ein. Vorgetragen und zur Diskussion gestellt wird der Beitrag: \n2. Vorlesung im Rahmen der Leibniz-Ehrung der Sozietät anlässlich des 300. Todestages des Gelehrten\nZur Musiktheorie von Leibniz (Arbeitstitel)\nVortragender: \nWalter Bühler (Berlin) \n13.30 bis 15.30 Uhr\nOrt: Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal \nC.V.:\nWalter Bühler hat nach dem Besuch eines altsprachlichen Gymnasiums Mathematik und Physik studiert und an Berliner Gymnasien Mathematik\, Informatik und Physik unterrichtet. Neben und nach der Berufstätigkeit hat er sich mit der Alten Musik und dem Werk von Leibniz beschäftigt. Sein Vortrag auf dem IX. Internationalen Leibniz-Kongress 2011 wurde in zwei Teilen in den Studia Leibnitiana veröffentlicht (Band 42\, 2010\, Heft 2 und Band 44\, 2012\, Heft 3.). 2013 und 2014 erschienen zwei weitere Bücher zur elementarmathematischen Darstellung der Musiktheorie\, die in zentralen Punkten auf den Ideen von Leibniz beruhen. \nAbstract:\nDas Thema “Leibniz und die Musik” wird in drei Abschnitten behandelt.\nErstens soll es um die Musik gehen\, wie sie Leibniz in seinem höfisch geprägten Wirkungsbereich vorgefunden hat. Mit freundlicher Unterstützung aus der Staatsoper Berlin werden dabei einige Arien von Agostino Steffani zu hören sein\, dessen Oper „Amor vien dal destino“ am 23. April 2016 zum ersten Mal seit 1709 wieder aufgeführt wird.\nIm zweiten Abschnitt des Vortrages soll skizziert werden\, welchen Platz das Nachdenken über Musik innerhalb des Leibnizschen Konzepts der universellen und der prästabilierten Harmonie einnimmt.\nIm dritten Teil soll schließlich auf die noch weitgehend unbekannten Harmonischen Gleichungen eingegangen werden. Leibniz verwendet diese Gleichungen nur in Handschriften\, die im Kontext des Briefwechsels mit Henfling (LBr 390) aufbewahrt werden. Es soll gezeigt werden\, dass sie sich auch aus heutiger Sicht sehr gut für eine sachgerechte rechnerische Darstellung von historischen Intervallsystemen\, Stimmungen und Temperaturen in der Musik eignen.
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SUMMARY:Jahresgeschäftssitzung der Leibniz-Sozietät\, Terminpräzisierung!
DESCRIPTION:Terminpräzisierung und anderer Ort:\n Am 28. Januar 2015 findet die  \nJahresgeschäftssitzung\nder Leibniz-Sozietät\n\nals nichtöffentliche Veranstaltung statt \n14:00 bis 16:30 Uhr; Ort: WISTA GmbH\, Rudower Chaussee 17\, 12489 Berlin \nDie Einladung geht gesondert zu.
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DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt für den 28. Januar 2016 zur Januar-Plenarsitzung ein. Es wird der Vortrag gehalten und diskutiert: \nHans Poser (Berlin) \n1. Vorlesung im Rahmen der Leibniz-Ehrung der Sozietät anlässlich des 300. Todestages des Gelehrten:\nAufklärung top down. Leibniz und die Prinzenerziehung.\n10.00 bis 12.00 Uhr; Ort: Einstein-Newton-Kabinett\, WISTA GmbH\, Rudower Chaussee 17\, 12489 Berlin \nC.V.:\nProf. Poser legte nach dem Studium der Fächer Mathematik\, Physik und Philosophie in Tübingen und Hannover 1964 mit einer Zulassungsarbeit auf dem Gebiet der Geometrie das Staatsexamen ab. Von da ab widmete er sich vorzugsweise der Philosophie und wurde in diesem Fach 1969 mit einer Arbeit über das Denken von Gottfried Wilhelm Leibniz promoviert. Diesem großen deutschen Philosophen gilt seitdem sein besonderes Augenmerk. Zwei Jahre später folgten die Habilitation und eine Tätigkeit als Dozent an der Technischen Universität Hannover. 1972 wurde er an die Technische Universität Berlin berufen und lehrte dort bis zu seiner Emeritierung (2005) als ordentlicher Professor für Philosophie. Zudem nahm er vielfach Gastdozenturen und -professuren wahr\, die ihn in eine Anzahl von Ländern in den Kontinenten Afrika\, Asien\, Süd- und Nordamerika und Europa führten.\n Prof. Poser war und ist tätig als Gutachter für die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD)\, als Mitglied der Interakademischen Leibniz-Kommission der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und als Mitglied des Comite Directeur der Federation Internationale des Societes de Philosophie (FISP). Von 1994 bis 1996 saß er der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland (die heute den Namen Deutsche Gesellschaft für Philosophie trägt) als Präsident vor. Er war Mitherausgeber nicht nur von Sammelbänden\, Festschriften und Kongressbänden\, sondern auch diverser Fachperiodika\, unter anderem der Studia Leibnitiana und der Allgemeinen Zeitschrift für Philosophie.\n Sein besonderes fachliches Interesse gilt den Gebieten neuere Philosophiegeschichte von Descartes bis Schelling\, Wissenschafts- und Technikphilosophie sowie Modaltheorie und Philosophie der Mathematik. \nAbstract:\nSich 300 Jahre nach Leibniz mit dessen pädagogischen Vorstellungen\, gar zur Prinzenerziehung\, beschäftigen zu wollen\, scheint arg anachronistisch zu sein. Leibniz mag Meriten haben\, die bis in die Gegenwart reichen – seine Infinitesimalrechnung\, seine Binärzahlarithmetik\, seine Logik\, seine Überlegungen zur Reform des Rechts… Aber zur Pädagogik? Doch Leibniz war selbst Erzieher\, nämlich des jungen Philipp Wilhelm von Boineburg\, den er nach Paris begleitete; wichtiger aber ist – neben zwei unfertigen Entwürfen zur Erziehung der Jugend – als einzige vollendete Schrift jene zur Prinzenerziehung\, seine Lettre sur l’Education d’un Prince. Prinzenerziehung war ein zentrales Anliegen der Höfe des 17. und 18. Jahrhunderts\, doch anders als die üblichen Fürstenspiegel war Leibnizens Vorschlag wesentlich moderner – so modern\, dass er zwar gern gelesen\, aber wohl nirgends befolgt wurde. Umso lohnender ist es\, ihn als Aufklärung top down zu betrachten. \nInformation:\nEbenfalls am 28.01.2016 findet statt die nichtöffentlichen Sitzungen:\n13:00 Uhr bis 14:00 Uhr: nichtöffentliche Klassensitzungen;\n14:00 Uhr bis 16:30 Uhr: nichtöffentliche Jahresgeschäftssitzung
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