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SUMMARY:Sitzung des Arbeitskreises Gesellschaftsanalyse und Klassen
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis Gesellschaftsanalyse und Klassen der Leibniz-Soizietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zu einer öffentlichen wissenschaftlichen Sitzung zum Thema \nGlobale Transformation\nInhalt und Zielstellung: \nGrundlage der Diskussion des Arbeitskreises „Gesellschaftsanalyse“ mit Dr. Bernd Sommer (Leiter des Forschungsbereichs Klima\, Kultur & Nachhaltigkeit am Norbert Elias Center der Universität Flensburg) ist dessen Veröffentlichung „Transformationsdesign. Wege in eine zukunftsfähige Moderne“ (mit Harald Welzer). Für die Vorbereitung hat Bernd Sommer einige Textauszüge ausgewählt\, die angefügt sind. \nDas Buch zielt sehr unmittelbar in einen Schwerpunkt des Arbeitskreises: Es geht in dem Sinn um eine zukunftsfähige Moderne\, als diese nicht hinter erreichte zivilisatorische Errungenschaften zurück fällt\, zugleich aber einen Ausweg findet aus den eklatanten (insbesondere) ökologischen und sozialen Fehlentwicklungen der bisherigen Moderne. Anders allerdings als eine „Große Transformation“ verbinden Sommer und Welzer diesen Ansatz mit dem Konzept einer „reduktiven Moderne“. Es geht also im Kern um die Organisation von Reduktion im Kontext moderner Gesellschaften\, womit gravierende ökonomische\, soziale Fragen\, aber auch solche von Gerechtigkeit oder Demokratie aufgeworfen sind. \nDer Autor wird ausgehend von der leitenden Problembeschreibung in das Konzept einführen und es mit anderen Transformationskonzepten konfrontieren bzw. gegenüber diesen spezifizieren. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Verschränkung der verschiedenen Dimensionen erforderlicher Gesellschaftsveränderung\, also etwa von ökologischen und sozialen Fragestellungen\, aus welcher sich dann die Anforderungen an ein spezifisches Transformationsdesign ergeben. Reden wir von Gestaltung\, oder von Zwang\, „Transformation ‚by design or by desaster‘ …“? Beispielsweise geht es um kulturelle Innovationen oder generell um eine Vielzahl von segmentären Transformationen\, die einen Pfadwechsel auslösen\, unterstützen könnten. Gegenüber einer „expansiven Kultur der konsumistischen Moderne“ wäre etwa zu fragen:  Was ist für uns „gutes Leben“\, was erfordert ein solches\, und welche gestalterischen Schlussfolgerungen ergeben sich aus diesen Bestimmungen? \nDie Fragestellungen betreffen ebenso theoretische Überlegungen\, Herausforderungen wie empirische Beispiele. Nicht nur die angeführte Veröffentlichung von Bernd Sommer und Harald Welzer bezieht eine ganze Anzahl solcher Beispiele ein; der Autor ist neben seiner sozialwissenschaftlichen Perspektive mehr oder minder stark in weitere praktische und politische Kontexte transformativer Arbeit einbezogen (WBGU; FUTRUZWEI)\, aus denen er evtl. weitere Impulse einbringen kann. \nDer Workshop ist so eine Chance\, um Möglichkeiten einer Gestaltung von Transformationsprozessen auszuloten\, Erfahrungen und sich ergebende offene Fragen zu diskutieren. \nFür weitere Informationen: Michael Thomas (thomas@biss-online.de) \nOrt: Rathaus Tiergarten (Matthilde-Jacob-Platz 1\, 10531 Berlin – Nähe U-Bahnhof Turmstraße)\, Saal der BVV (1. Etage)   \nZeit: 14:00 bis 17:00 Uhr
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SUMMARY:März-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen März-Plenarsitzung\, die als wissenschaftliches Kolloquium durchgefürt wird zum Thema \nDie Bedeutung des Pro-Hormons “Vitamin D” für die Gesundheit der Bevölkerung – unter besonderer Berücksichtigung altersbedingter Krankheiten\nProf. Dr. Gerhard Banse (Berlin)\, Präsident der Leibniz-Sozietät: Eröffnung \nProf. Dr. Horst Göring (Berlin): Die Synthese von Vitamin D in der Natur unter besonderer Berücksichtigung der Situation in Europa\n CV:\nHorst Göring\, Rentner: Studium der Biologie und Promotion an der Biologischen Fakultät der Staatlichen Lomonossow-Universität\, Moskau.\nVon 1961 bis 1992 tätig an der Humboldt-Universität zu Berlin.\nWissenschaftliche Grade: Dr. habil. rer. nat.\, Dr. sci.; Professor h. c. der Staatlichen Lomonossow- Universität\, Moskau. Wichtigste Forschungsgebiete: Membrantransport\, pflanzliche Biotechnologie. In den letzten Jahren fast ausschließlich: Biologische Grundlagen der Bedeutung von Cholecalciferol für die Gesundheit des Menschen.\nAbstract:\nDie Sonne und das Leben hängen auf das Engste zusammen. Der Mensch braucht die UV-Strahlung der Sonne und das damit verbundene „Sonnenprodukt“ Vitamin D.\nNirgends in der Welt leben so viele Menschen so weit vom Äquator entfernt wie in Europa und haben damit eine ungünstige „Sonnenbilanz“. Trotzdem werden diese kritische Situation und daraus folgende Notwendigkeiten häufig in Frage gestellt. Können wir jedoch wirklich auf solche Notwendigkeiten verzichten; sei es zusätzliches UV-Licht oder die Zusatzversorgung mit Vitamin D? Das betrifft insbesondere kritische Personengruppen\, wie alte Menschen oder Flüchtlinge aus südlichen Regionen.\nProf. Dr. Pawel Płudowski (Warschau): Vitamin D supplementation guidelines – which to choose and why (Leitlinien zur Vitamin D Supplementation –  wie und warum Nahrungsergänzung)\n CV:\nPawel Pludowski\, Associate Professor at the Department of Biochemistry\, Radioimmunology and Experimental Medicine\, The Children’s Memorial Health Institute\, Warsaw\, Poland.\nAuthor and co-author of 194 scientific papers\, including 52 papers indexed in PubMed. His citation number according to Web of Science Core Database: more than 700; Hirsh Index: 12.\nPawel Pludowski has a scientific degree of Doctor of Science (habilitation) in medical science and he is a President of the European Vitamin D Association (EVIDAS).\nAbstract:\nDie Forschung während der letzten zwei Jahrzehnte erweiterte und vervollkommnete das Verständnis für die Funktionen und Wirkungen von Vitamin D. Sie reichen von der Regulation der Calcium- und Phosphatabsorption sowie dem Knochenstoffwechsel bis zu zahlreichen pleiotropen Prozessen in den Organen und Geweben des menschlichen Körpers. Die meisten wissenschaftlichen Beobachtungen sowie ökologischen Studien dokumentieren signifikante Zusammenhänge zwischen höheren Serum 25-Hydroxyvitamin D[25(OH)D]-Konzentrationen und positiven Wirkungen auf mehrere chronische\, übertragbare und nicht übertragbare Krankheiten. Zahlreiche wissenschaftliche Institutionen und Organisationen leiteten daraus Empfehlungen für die Vitamin-D-Supplementierung und optimale Werte der Serum-25(OH)D-Konzentrationen ab. Die knochenzentrierten Leitlinien schlagen als Zielkonzentration für 25(OH)D 20 ng/ml (50 nmol/L) und eine altersabhängige tägliche Vitamin D-Dosis von 400 bis 800 IE vor.\nLeitlinien\, die sich auf die pleiotropische Wirkung von Vitamin D konzentrieren\, empfehlen eine Zielkonzentration für 25(OH)D von 30 ng/ml (75 nmol/L)\, sowie alters-\, körpergewichts-\, krankheits- und ethnitätsabhängige Vitamin D-Dosen\, die zwischen 400 und 2000 IE/Tag liegen.\nDie vernünftig ausgewogene Dosierung hängt vom individuellen Gesundheitszustand\, dem Alter\, dem Körpergewicht\, dem dominierenden Aufenthaltsbereich\, den Ernährungs- und Kulturgewohnheiten ab und legt in der klinischen Praxis die Orientierung an regionalen oder landesweiten Leitlinien nahe. Obwohl natürliche Vitamin D-Quellen die Konzentration von 25(OH)D im Verhältnis zu den Ernährungsgewohnheiten und dem Aufenthaltsbereich erhöhen können\, werden diese Effekte für die  breite Bevölkerung als unzureichend angesehen\, um die ganzjährig zu sichernde Konzentrationen für  25(OH)D im Bereich von 30-50 ng/ml (75-125 nmol/L) zu  gewährleisten.\nProf. Dr. Peter Oehme (Berlin): Einige Gedanken zur Perspektive der Vitamin D-Forschung\nCV:\nPeter Oehme\, Prof. Dr. med. habil.\, Facharzt für Pharmakologie und Toxikologie\,\n1955-61 Studium der Humanmedizin\, 1962-1967 Charité: Lehraufträge Arzneiverordnungslehre\, Klinische Pharmakologie\, Habilitation mit einem neuropharmakologischen Thema.\n1976-1991 Gründungsdirektor des Institutes für Wirkstoffforschung der AdW der DDR.\n1992-2002 Forschungsgruppenleiter und Projektleiter im Leibniz-Forschungsinstitut für molekulare Pharmakologie\,\n2010-2013 senior advisor im gleichen Institut. Forschungsschwerpunkte: Neuropeptidforschung insbesondere zur Substanz P\, zu Stress und Sucht.\nAuswärtiges Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften\, Mitglied der Leibniz-Sozietät. \nAktualisierter Veranstaltungsflyer
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SUMMARY:März-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen März-Sitzung zum Thema \nDer Schutz von Kulturgütern als ökonomische\, rechtliche und sicherheitspolitische Herausforderung\nVortragender: Steffen Groß (MLS) \nOrt: Rathaus Tiergarten\, Berlin\, Balkonsaal\nZeit: 08.03.2017\, 10:00 bis 12:00 Uhr \nAbstract:\nDer Vortragende möchte verdeutlichen\, dass es sich beim Schutz von Kulturgütern vor Zerstörung\, Raub und illegalem Handel um eine außerordentlich komplexe Aufgabe handelt\, die nur mit einer mehrdimensionalen Strategie bewältigt werden kann.\nDiskutiert wird zunächst\, was Kulturgüter in besonderer Weise schutzwürdig macht. Ausgehend davon soll der Doppelcharakter von Kulturgütern – als Kulturobjekte und als Güter im wirtschaftlichen Sinne – betrachtet und die Besonderheiten der Märkte\, auf denen sie gehandelt werden\, beleuchtet werden. Hier wird zu fragen sein\, was den Handel mit Kunst- und Kulturgütern so anfällig und so attraktiv für Schwarzmarktgeschäfte werden ließ\, so dass diese heute nach dem illegalen Waffen- und Drogenhandel an dritter Stelle stehen und auf ein jährliches Umsatzvolumen von ca. 10 Milliarden US-Dollar weltweit geschätzt werden.\nEine sicherheitspolitische Herausforderung ergibt sich wiederum daraus\, dass in wachsendem Maß Terrororganisationen von ihnen geraubtes Kulturgut oder illegal ausgegrabene Antiken als Finanzierungsquelle für ihre Aktivitäten ansehen und nutzen.\nDabei genießen Kulturgüter durch nationale Gesetze sowie völkerrechtliche Verträge und Konventionen in inzwischen großer Zahl doch einen sehr hohen Schutzstatus. Welche Defizite und Widersprüche stecken in den rechtlichen Regelungen zum Kulturgüterschutz und welche ökonomischen Anreize zu illegalen Handelsaktivitäten gehen möglicherweise von ihnen aus?
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SUMMARY:März-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen März-Sitzung zum Thema \nKardiale Bildgebung mit Schwerpunkt Kardio-MRT\nVortragender: Boris Bigalke (Berlin) \nOrt: Rathaus Tiergarten\, Berlin; BVV-Saal\nZeit: 08.03.2018\, 10:00 bis 12:00 Uhr \nCV:\nProf. Dr. Boris Bigalke\, geboren 1976 in Berlin\, bestand sein Abitur am humanistischen Gymnasium Steglitz in Berlin mit Graecum et Latinum. Er studierte Humanmedizin an der FU Berlin mit Auslandsaufenthalten am Albert-Einstein-College of Medicine\, New York\, USA\, und am Institute of Acupuncture & Moxibustion\, WHO Collaborating Center of Traditional Medicine\, Peking\, China. Nach seiner Promotion zur Virusmyokarditis 2004 setzte er 2005 seine klinische und wissenschaftliche Karriere an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen fort. \nFür seine wissenschaftlichen Leistungen zur frühen Detektion von Herzinfarkten unter Verwendung eines Biomarkers erhielt er 2008 den Forßmann-Forschungspreis. Nach dem Facharzt für Innere Medizin 2009 und dem Erwerb der Schwerpunktbezeichnung Kardiologie 2010 habilitierte er im Bereich der kardialen Biomarker. 2010 erhielt er ein zweijähriges Forschungsstipendium der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) zur Bildgebung von arteriosklerotischen Plaques\, ab 2011 war er als Honorary Lecturer/Assistant Professor am King’s College London tätig und spezialisierte sich auf den Bereich der kardialen Bildgebung mittels Kardio-MRT. 2011 wurde er Ernährungsmediziner DAEM/DGEM®. Er hat mehr als 100 peer-reviewed Publikationen in nationalen und internationalen Fachjournalen vorzuweisen. 2013 wurde er zum außerplanmäßigen Professor an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen ernannt. 2014 kehrte er nach Berlin an die Charité Campus Benjamin Franklin zurück als Oberarzt und Leiter der DGK-Qualifizierungsstätte Kardio-MRT. Ferner absolvierte er ein Studium MBA Healthcare Management (Oxford\, UK) und belegt derzeit noch ein berufsbegleitendes Studium LL.M. Medizinrecht. Extrakurrikuläre Interessen: Fremdsprachen\, aktives Musizieren mit Violine und Klavier\, Schwimmen und Bogenschießen. \nAbstract:\nDie kardiale Bildgebung hat in den letzten Dekaden enorm an Bedeutung bei der Diagnose und Therapie sowohl von Kardiomyopathien wie koronare Herzerkrankung\, stattgehabter Herzinfarkt\, Herzmuskelentzündung\, kardiale Sarkoidose oder Hypertrophe Obstruktive Kardiomyopathie (HOCM) als auch von Herzklappenfehlern und von intrakardialen Raumforderungen zugenommen. \nInsbesondere die kardiale Magnetresonanztomographie (Kardio-MRT) hat als nicht-invasives Verfahren ohne die Verwendung von ionisierenden Strahlen einen Stellenwert in der klinischen Routine eingenommen. \nIn naher Zukunft ist zu erwarten\, dass neben den etablierten Verfahren der Bildgebung das multimodale\, molekulare Imaging einen entscheidenden Beitrag leisten wird\, um die Prognose und Therapiemöglichkeiten von Herz- und Gefäßpatienten zu verbessern.
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SUMMARY:Februar- Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zu Ihrer öffentlichen wissenschaftlichen Februar-Plenarsitzung zum Thema \nÖffentliches Vertrauen und interpersonales Misstrauen: Merkmale einer irritierten Gesellschaft\nVortragender: Michael Haller (Leipzig) \nOrt: Rathaus Tiergarten\, Berlin; BVV-Saal\nZeit: 08.02.2018\, 13:30 bis 15:30 Uhr \n  \nC.V.:\nProf. Haller ist wissenschaftlicher Direktor des Europäischen Instituts für Journalismus- und Kommunikationsforschung (EIJK) sowie Beirat in Einrichtungen der Journalistenweiterbildung des deutschen Sprachraums. Bis zu seiner Emeritierung im Herbst 2010 lehrte er an der Universität Leipzig\, wo er den 1993 reformierten Diplomstudiengang Journalistik mit aufgebaut hat. Bis Ende 2016 leitete er auch die Journalismusforschung an der Hamburg Media School (HMS).\nVor seinem Ruf an die Universität Leipzig war Haller 25 Jahre lang als Reporter und Redakteur in verschiedenen Pressemedien des deutschen Sprachraums tätig\, darunter mehrere Jahre bei Schweizer Zeitungen\, 13 Jahre beim Spiegel\, schließlich als Ressortleiter bei der Zeit.\nSeine Forschungsgebiete sind Redaktions- und Qualitätsforschung (Print und Online). Aus seiner Feder stammen zahlreiche Fachpublikationen zum Funktionswandel des Journalismus in Zeiten des Medienwandels. Seine Grundlagenbücher zur journalistischen Profession (Recherche\, Reportage\, Interview\, Zeitungsjournalismus) haben in der Branche Standards gesetzt.\nAbstract:\nUmfragen zeigen: Das Vertrauen in die Politik\, in die Medien und in die rechtsstaatlichen Institutionen schwindet. Was bedeutet das? Zeigt sich darin der Zerfall des gesellschaftlichen Zusammenhalts – oder eine gesunde Skepsis mündiger Staatsbürger? Andererseits überlassen immer mehr Menschen in blinder Vertrauensseligkeit immer mehr private Daten global agierenden Netzwerken und machen sich zu Objekten kommerzieller Ausbeutung: Zeichen tief sitzender Unmündigkeit?\nIn seinem Vortrag untersucht Prof. Haller die soziokulturellen Gründe für diese Widersprüche. Er geht dem Schlagwort „Öffentliches Vertrauen“ auf den Grund und diskutiert die in den Sozial- und Politikwissenschaften entwickelten Vorschläge\, die aus dieser  bedrohlich wirkenden Irritation herausführen sollen. \n 
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SUMMARY:Februar-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt für den 8. Februar 2018 ein zu einer öffentlichen wissenschaftlichen Sitzung zum Thema \nEvidentialität und Sprache\nVortragende: Gerda Haßler (Potsdam) \nOrt: Rathaus Tiergarten\, Balkonsaal\nZeit: 08.02.2018\, 10:00 bis 12:00 Uhr \nC.V.:\nProf. Dr. Gerda Haßler studierte Romanistik und Slawistik an der Martin-Luther-Universität Halle und wurde dort 1978 in Allgemeiner Sprachwissenschaft promoviert. Nach dreijähriger Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule Zwickau und einem Habilitationsstipendium habilitierte sie sich 1984 an der Martin-Luther-Universität Halle und wurde danach zur Hochschuldozentin am dortigen Wissenschaftsbereich Romanistik ernannt\, den sie bis 1992 leitete.\n1992 erhielt sie einen Ruf auf einen Lehrstuhl für Romanische Sprachwissenschaft an der Technischen Universität Dresden und 1993 auf eine Universitätsprofessur für Linguistik und angewandte Sprachwissenschaft (Romanistik) der Universität Potsdam\, die sie bis heute innehat. Sie war Prodekanin der Philosophischen Fakultät und mehrfach geschäftsführende Direktorin des Instituts für Romanistik. Von 2001 bis 2006 war sie Prorektorin der Universität Potsdam.\nZu Gastvorträgen und Vorlesungen weilte sie in Frankreich\, Spanien\, Portugal\, Italien\, Belgien\, Rumänien\, den Niederlanden\, der Schweiz\, Österreich\, Großbritannien\, Finnland\, Russland\, Israel\, Tunesien\, den USA\, Kanada\, Argentinien\, Brasilien und Peru. Sie ist Kodirektorin des deutsch-französischen Doktorandenkollegs Kollokationen und Diskurstraditionen.\nDie Forschungsschwerpunkte von Gerda Haßler sind die Prädikation in romanischen Sprachen und die Markierung der Sprecherhaltung in der Äußerung\, die Geschichte der Sprachwissenschaft und ihre Relevanz für gegenwärtige Sprachtheorien sowie die Struktur und Funktion zur Fixierung tendierender Wortgruppen. Zu diesen Forschungsgebieten hat sie bisher 5 Monographien\, 21 Sammelbände sowie 300 Artikel veröffentlicht.\nAbstract:\nDer Sprecher kann bei der Formulierung seiner Äußerung angeben\, woher er das Wissen über die von ihm mitgeteilte Information hat. Solche Markierungen der Herkunft des Sprecherwissens bezeichnet man in der Sprachwissenschaft als Evidentialität. In etwa einem Viertel aller Sprachen stehen hierfür spezielle sprachliche Mittel\, meist eine Art Suffixe\, zur Verfügung\, die obligatorisch verwendet werden müssen. Angaben dazu\, ob der Sprecher selbst die Quelle der Mitteilung ist oder ob er den mitgeteilten Sachverhalt gesehen\, gehört\, geschlussfolgert hat\, können auch in Sprachen gegeben werden\, die keine obligatorischen und spezialisierten Mittel haben. So gibt man mit dem Satz „Er will ein Buch geschrieben haben“ an\, dass man die Mitteilung von der erwähnten Person selbst hat.\nDie germanischen und romanischen Sprachen bedienen sich vielfältiger Mittel von Evidentialität\, wie Modalverben\, Verben des Sagens und des Meinens\, Adverbien\, Partikeln und Verbformen. Häufig verschwinden dabei jedoch die Grenzen zwischen den verschiedenen Arten der Evidentialität\, zum Beispiel kann der französische Konditional sowohl für die Wiedergabe einer fremden Äußerung als auch einer eigenen Schlussfolgerung verwendet werden\, wodurch Vagheit entstehen kann.\nInsbesondere in der Pressesprache besteht die Tendenz\, die Regresspflicht durch die Verwendung bestimmter Verbformen auszuschließen. Das Markieren der Herkunft des Sprecherwissens scheint eine kognitive und pragmatische Notwendigkeit zu sein\, die zur Veränderung der Funktionen sprachlicher Mittel unter Anlagerung evidentieller Bedeutungen führt.
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SUMMARY:Februar-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt für den 08. Februar 2018 ein zur öffentlichen wissenschaftlichen Sitzung zum Thema \nÜber die Entwicklung von Erkenntnis und rational wissenschaftlicher Denkweise\nVortragender: Lothar Kolditz (MLS) \nOrt: Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\nZeit: 08.02.2018\, 10:00 – 12:00 Uhr \nC.V.:\nProf. Kolditz ist Chemiker. Er wurde 1969 zum Korrespondierenden\, 1972 zum Ordentlichen Mitglied der 1700 von Leibniz begründeten Gelehrtengesellschaft gewählt\, der heutigen Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\nNach Promotion (1954) und Habilitation (1957) war er 1957 – 1959 Professor mit Lehrauftrag für Spezialgebiete der anorganischen Chemie und Radiochemie an der Technischen Hochschule für Chemie Leuna-Merseburg\, 1959 – 1962 Professor mit vollem Lehrauftrag für anorganische Chemie und Direktor des Anorganisch-Chemischen Instituts der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie 1962 – 1980 Professor mit Lehrstuhl für anorganische Chemie und Direktor des I. Chemischen Instituts der Humboldt-Universität. 1972 – 1980 leitete er die Sektion Chemie der Humboldt-Universität und 1980 – 1990 das Zentralinstitut für Anorganische Chemie der Akademie der Wissenschaften der DDR.\nAbstract:\nDie allmähliche Herausbildung von Bewusstsein bei der Gattung homo legte auch den Grund für weitere Fragestellungen\, das gesamte Dasein betreffend. Religionen und Mythen entstanden\, die auch Verhaltensregeln zum Zusammenleben enthalten. Die Erkenntnisentwicklung im religiösen Gebiet soll aber nur gestreift werden; ausführlichere Betrachtungen gelten der Entwicklung der rational wissenschaftlichen Denkweise.\nEs gibt eine Reihe von Kriterien\, an Hand derer die Entwicklung des wissenschaftlichen Denkens verfolgt werden kann. In diesem Vortrag wird dazu die Auffassung von Raum und Zeit ausgewählt und als Beispiel für Europa und Vorderasien zunächst die Entwicklung der Geometrie in der Antike betrachtet.\nDas in der Beschäftigung von Geometrie und Mathematik sich entwickelnde Weltbild wird mit der griechischen Philosophie dargestellt\, die mit Aristoteles die wissenschaftliche Denkweise in Europa bis zum Mittelalter prägte und dominierte. Für neue Impulse sorgten in dieser Zeit Fortschritte in den Naturwissenschaften. Galilei\, Kopernikus\, Kepler und Descartes sind zu nennen. Eine wesentliche Weiterentwicklung wird in der Auseinandersetzung zwischen Leibniz und Newton deutlich\, wozu die naturwissenschaftliche Diskussion herangezogen wird\, die im Briefwechsel zwischen Leibniz und Clarke enthalten ist.\nDie Auffassung von Raum und Zeit wird  von Leibniz und Newton bis hin zu den Theorien der modernen Physik behandelt. Eine besondere Betrachtung wird der Gravitation gewidmet und die Frage der Verschränkung im Gravitationsfeld diskutiert.
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SUMMARY:Sitzung des Arbeitskreises Gesellschaftsanalyse und Klassen
DESCRIPTION:Am 02. Februar 2018 führt der Arbeitskreis Gesellschaftsanalyse und Klassen der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin eine öffentliche wissenschaftliche Sitzung durch zum Thema \nGlobale Transformation\nEinzelheiten werden später bekannt gegeben.
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SUMMARY:Januar-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Am 25. Januar 2018 führt die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin ihre öffentliche wissenschaftliche Plenarsitzung durch zum Thema \nStaat im Ausverkauf.\nPrivatisierung in Deutschland\nVortagender: Tim Engartner (MLS) \nZeit: 13.30 bis 15.30 Uhr \nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Engartner ist Politikwissenschaftler und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2017. Er studierte Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie Englisch für das Lehramt in Bonn\, Oxford und Köln  und wurde 2008 an der Universität zu Köln promoviert. Anschließend war er am dortigen Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften tätig. 2009 wechselte er an die Universität Duisburg-Essen\, wo er zuletzt eine Juniorprofessur für Ökonomische Bildung innehatte\, bevor er auf die Professur für Ökonomie und ihre Didaktik an der PH Schwäbisch Gmünd berufen wurde. Seit April 2012 ist er Professor für Didaktik der Sozialwissenschaften am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Mitglied des Direktoriums der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL). Zudem nimmt er gegenwärtig die Aufgabe des Studiendekans wahr und fungiert als Sprecher des Graduiertenkollegs Grade Education sowie als Geschäftsführender Direktor der Goethe Lehrerakademie (GLA).\nProf. Engartner ist Träger des Deutschen Studienpreises (2006)\, des Förderpreises der Gregor-Louisoder-Umweltstiftung (2008)\, des Günter Reimann Wissenschaftspreises (2009) sowie des 1822-Universitätspreises für exzellente Lehre (2014). Er absolvierte durch den DAAD\, die Rosa-Luxemburg-Stiftung\, das Europäische Parlament sowie die Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studien- und Forschungsaufenthalte. 2015 war er als Visiting Scholar an der Columbia University. Zudem ist er Sprecher der 2016 gegründeten Gesellschaft für Sozioökonomische Bildung und Wissenschaft (GSÖBW). Er gehört dem Zentrum für Ökonomische und Soziologische Studien (ZÖSS) an und ist Senior Fellow der stiftung neue verantwortung. Im Herausgeberkreis des International Journal of Pluralism and Economics Education arbeitet er ebenso mit wie im Beirat der Zeitschrift Gesellschaft – Wirtschaft – Politik.\nAbstract:\nMarode Schulen und Krankenhäuser\, explodierende Mieten in städtischen Zentren\, steigende Preise für Wasser\, Gas und Strom\, geschlossene Filialen der Deutschen Post\, „Verzögerungen im Betriebsablauf“ bei der Deutschen Bahn – dies alles geht auch auf den großen Ausverkauf der öffentlichen Hand zurück\, der in Deutschland während der Kanzlerschaft Helmut Kohls einsetzte. In der Überzeugung\, dass Privatisierungen Dienstleistungen besser\, billiger und bürgernäher machen sollten\, schüttelt „Vater Staat“ bis heute immer mehr Aufgaben ab – wie ein Baum seine Blätter im Herbst. Anhand besonders eindrücklicher Beispiele analysiert der Vortragende in sieben Punkten – Bildung\, Verkehr\, Militär\, Post und Telekommunikation\, soziale Sicherung\, Gesundheit und kommunale Versorgung – die Privatisierungen in Deutschland und ordnet sie in internationale Zusammenhänge ein. Sein Weckruf zeigt: Diese Politik\, die von allen regierenden Parteien betrieben wurde und immer noch wird\, ist nicht alternativlos!
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SUMMARY:Januar-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Am 25. Januar 2018 führt die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin ihre öffentliche wissenschaftliche Januar-Sitzung durch zum Thema \n  \nDas Künstliche: Erkennen und schaffen. Von Ingenieuren\, Künstlern und Wissenschaftlern\, männlich und weiblich\nVortragender: Frieder Nake (MLS) \nZeit: 10.450 bis 13.00 Uhr \nOrt: Kleiner Saal \nC.V.:\nProf. Nake ist seit 1972 Professor für Interaktive Grafische Datenverarbeitung an der Universität Bremen\, seit ein paar Jahren zwar emeritiert\, aber noch immer in vollem Einsatz in Lehre und Forschung. Er leitet dort die Gruppe compArt; seit 2005 hat er zusätzlich einen Lehrauftrag für Digitale Medien an der Hochschule für Künste in Bremen.\nSein akademischer Werdegang begann mit dem Studium der Mathematik an der Universität Stuttgart (damals noch Technische Hochschule)\, wo er neben anderen auch Vorlesungen in Philosophie\, Literatur\, Physik\, Elektrotechnik und Geschichte hörte. Nach dem Diplom (1964) war er bis 1970 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Rechenzentrum der Universität Stuttgart. Nach der Promotion (1967) ging er 1968-1969 als Postdoctoral Fellow an die University of Toronto\, Computer Science. Im Jahr 1970 wurde er Assistant Professor an der University of British Columbia in Vancouver\, wieder in Computer Science. Von dort wurde er 1972 nach Bremen berufen.\nLehrend oder forschend war er an folgenden Universitäten tätig: Universität Wien\, Universität Oslo\, University of Colorado in Boulder\, Universität Aarhus\, Northwest Institute of Mechanical and Electrical Engineering Xian\, International School for New Media Lübeck\, Universität Basel\, DonauUniversität Krems\, Universidad de Costa Rica\, Tongji University Shanghai\, Kunstakademie Stuttgart\, Leuphana Universität Lüneburg.\nSeit 1963 hat er früheste Arbeiten zur Computergrafik\, insbesondere zur Computerkunst geleistet. Eine erste Ausstellung hatte er 1965 in Stuttgart; ihr sind bis heute viele weitere gefolgt. Er gilt als einer der ersten drei Pioniere der Algorithmischen Kunst. Mit Werken ist er in nationalen und internationalen Museen vertreten.\n1997 wurde ihm der Bernighausen Preis für ausgezeichnete Lehre und ihre Innovation verliehen.\nAbstract:\nIngenieure\, Künstler und Wissenschaftler sind das\, weil sie auf besondere Weisen arbeiten. Naturgemäß gilt das auch für Ingenieurinnen\, Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen.\nVielleicht lässt sich in grober Vereinfachung sagen\, dass Ingenieurinnen technische Dinge und Prozesse bearbeiten\, Künstlerinnen aber künstlerische Dinge und Prozesse\, Wissen­schaft­lerinnen hingegen wissenschaftliche Dinge und Prozesse. Viel wäre damit nicht gesagt\, eher gar nichts außer einer grammatischen Kehre.\nWir denken manchmal und behaupten es vielleicht auch\, Wissenschaftler bemühten sich darum\, die Welt zu erkennen\, einen Zipfel davon vielleicht zumindest. Das\, was wir nicht wissen\, aber kennen\, in Wissen zu verwandeln und Erkenntnis\, sei ihr Geschäft. “… dass ich erkenne\, was die Welt im Innersten zusammenhält”\, stellt sich rasch als Goethewort ein.\nWenn das so wäre\, stellten Wissenschaftlerinnen Sätze\, Modelle\, Theorien auf und hin. In­genieure lieferten Maschinen\, Einrichtungen\, Verfahren. Und Künstlerinnen Bilder\, Dramen\, Kompositionen\, Tänze und Skulpturen. Alle stellten etwas her. Und alle arbeiteten am Ge-stell (Heidegger). Anders noch: Ob sie nun dieser Branche zugerechnet würden oder jenem Zweig\, ihr Arbeiten wäre ein Schaffen. Heute ist das Wort sehr beliebt\, dass all das “kreativ” sein müsse. Ist es das?\nEinen eher nüchternen Blick möchte ich auf das emsige Schaffen und das ständige Erkennen werfen\, das an Universitäten und Forschungs-Instituten herrscht. Einen skeptischen Blick auf das\, was wir erkennen können. Einen freundlichen Blick auf das\, was wir erschaffen können. Der Computer und also die Berechenbarkeit\, die Interaktivität und die Vernetzung werden den Hintergrund bilden.
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SUMMARY:Januar-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften; Themenänderung!
DESCRIPTION:Am 25. Januar 2018 führt die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin ihre öffentliche wissenschaftliche Januar-Sitzung durch zum Thema \n  \n“Sprachliche und mentale Repräsentationen”\nVortragende: Kerstin Störl (MLS) \nZeit: 10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: Balkonsaal \nC.V.\nPD Dr. Kerstin Störl studierte Hispanistik und Anglistik in Berlin und Havanna\, legte 1984 ihre Pro­motion zur hispanis­tischen Sprachwissenschaft ab und habilitierte sich 1996 auf dem Gebiet der Romanischen Philologie. Sie war Gastpro­fes­sorin für allgemeine und romanistische Lingu­istik – mit Schwerpunkt Spanisch und Französisch – an der Humboldt-Universität zu Berlin (2000\, 2012/13)\, an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (2002-2003)\, an der Tech­nischen Universität Berlin (2004-2011)\, der Universität Rostock (2005-2009) und an der Uni­versität Paderborn (2013-2014). Im Sommersemester 2017 unterrichtete sie Kulturwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle.\nFrau PD Dr. Kerstin Störl ist Herausgeberin zweier Buchreihen beim Wis­senschaftsverlag Peter Lang: „Sprachen\, Gesellschaften und Kulturen in Lateinamerika“\, Mitherausgeber Prof. Dr. Rodolfo Cerrón Palomino von der Universidad Católica de Lima\, und „Stil: Kreativität – Variation – Komparation“\, Mitherausgeber Prof. Dr. Volker Fuchs\, Ernst-Moritz Arndt-Uni­versität Greifswald\, und Prof. Dr. Sonja Kleinke\, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.\nKerstin Störl lehrte\, forschte und publizierte zur Iberoromanistik\, Galloromanistik und Ge­sam­tromanistik sowie zur Sprach- und Übersetzungs­wissenschaft. In den letzten Jahren über­schritt sie in interdisziplinärer Weise ihre Fachgebiete in Richtung Eth­nolinguistik\, Lateiname­rikanistik\, Altamerikanistik sowie Kultur- und Kommunikationswissenschaft. Sie widmet sich aktuell insbesondere dem Studium des Quechua und führt zu diesem Zweck regelmäßig Feld­forschungen im peruanischen Andengebiet durch. \nIn der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. hat Frau Störl die Funk­tion der Klassensekretarin für Geistes- und Sozialwissen­schaften inne. Weiterhin ist sie Amtierende Lei­terin der Arbeitsstelle „Diversität und Hybridität im Kontext von Kultur\, Sprache und Kommunikation“ an der Technischen Universität Berlin\, Mitglied der Quechua-Forschungsgruppe „Rimasqa Rimana“ der Freien Universität Berlin sowie der „Grupo de Estudos e Pesquisas em Metalexicografia e Lexicografia“ der Universidade Federal do Rio Grande do Sul\, Brasilien. \nAbstract\nSeit Jahrhunderten diskutieren Philosophen und Sprachwissenschaftler über die Beziehung zwi­schen Sprache und Denken. Häufig prallten dabei konträre Positionen aufeinander. In den letz­ten Jahren brachten neue Erkenntnisse seitens der Neurowissenschaften wichtige Aufschlüsse zu den Abläufen kognitiver Aktivitäten im Gehirn. Sie brachen damit Licht in ein lange Zeit im Dunklen liegendes Gebiet. \nIn ihrem Vortrag wird Frau Kerstin Störl zunächst von ihren eigenen Forschungen zur Ono­masiologie berichten\, einer Analysemethode der Semantik\, bei der von begrifflichen Katego­rien auf sprachliche Ausdrucksmittel geschlossen wird. Sie wird darlegen\, wie sie bei der Kon­zeption von Begriffsfeldern nicht umhin kam\, zuerst die Philosophie und dann die kognitive Psychologie zu konsultieren\, um sich dann schließlich mit einem Modell der Frame-Theorie und den mentalen Repräsentationen auseinanderzusetzen. Anschließend wird sie auf die „Kog­nitive Wende“ eingehen und verschiedene Ansätze der Embodied Cognition beleuchten\, der Theorie der Verkörperung. \nNeben der Analyse kognitiver Kategorien steht auf der anderen Seite die Notwendigkeit der Untersuchung ihrer Ausdrucksmittel. Es geht in der heutigen Diskussion nicht mehr nur um die Beziehung zwischen Sprache und Denken\, sondern ein Netzwerk von Konzepten wird durch eine Vielzahl verbaler und nonverbaler Mittel ausgedrückt\, daher der Begriff „Multimodalität“. Das Charakteristische an den Konzepten ist ihre kulturelle Variabilität. Ein ebenfalls sehr lange währender Streit dreht sich dabei um die Frage: Ist das Denken von der Kultur und Sprache abhängig (Relativismus) oder ist es unabhängig (Universalismus)? \nDavon ausgehend\, dass mentale Repräsentationen kulturell variabel sind\, stellt die Refe­rentin am Schluss die spannende Frage\, wie diese miteinander interagieren. Sie zeigt Beispiele für Mechanismen wie frame-shifting und conceptual blending\, geht auf die Bildung von Meta­phern ein und untersucht schließlich die Oszillationen  zwischen Konzepten. \nDa die Thematik ein breites Feld an offenen Fragen birgt und durch die interdisziplinäre Arbeitsweise an der Schnittstelle zwischen sprachlicher und mentaler Repräsentation sowie de­ren Kulturspezifik viele neue Erkenntnisse zu erwarten sind\, versteht die Referentin den Vor­trag als Ausgangspunkt für die Gründung eines neuen Arbeitskreises der Leibniz-Sozietät zum Thema „Mentale Repräsentationen“. Zur Mitarbeit eingeladen sind insbesondere Linguisten\, Philosophen\, Psychologen\, Neurologen Kulturwissenschaftler\, Anthropologen und andere Wis­senschaftler\, die sich mit den verschiedensten Kulturkreisen der Welt auseinander setzten\, so­wie natürlich alle\, die Interesse haben. \n 
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SUMMARY:Abendveranstaltung in Kooperation mit der Stiftung Ost-West-Begegnungsstätte Schloss Biesdorf
DESCRIPTION:Am 14. Dezember 2017 führt die Leibniz-Sozietät in Kooperation mit der Stiftung Ost-West-Begegnungsstätte Schloss Biesdorf eine Abendveranstaltung durch zum Thema \n  \nWerner Siemens – Erfinder\, (Technik-)wissenschaftler\, Unternehmer und Begründer der Elektrotechnik (anläßlich seines 125. Todestages am\n6. Dezember 2017)\nVortragender: Horst Kant (MLS) \nZeit: 17.30 bis 19.00 Uhr \nOrt: Schloss Biesdorf\, Vortragssaal\, Alt-Biesdorf 55\, 12683 Berlin \nC.V.:\nDr. Kant ist Physiker und Wissenschaftshistoriker sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2014. Nach dem Studium der Physik sowie der Wissenschaftstheorie und -geschichte (Promotion 1973) arbeitete er zunächst fünf Jahre als wissenschaftlicher Assistent an der Humboldt-Universität zu Berlin und dann 13 Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Wissenschaftsgeschichte an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Nach dessen Auflösung war er am Forschungsschwerpunkt Wissenschaftsgeschichte und -theorie tätig\, seit 1995 am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin (seit 2013 als Gast).\nSeine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Physik im 19. und 20. Jh. (speziell Sozial-\, Institutional- und Personengeschichte)\, Geschichte der Radioaktivität und der Kernphysik\, Entwicklung der Physik in Berlin sowie die Geschichte der Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft. Buchpublikationen hat er vorgelegt u.a. über Alfred Nobel\, J. Robert Oppenheimer und Abram F. Ioffe sowie zur Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Institute für Physik und für Chemie.\nAbstract:\nWerner Siemens (1816-1892) ist ein typisches Beispiel für jene Generation von Industriellen unter den Bedingungen des Kapitalismus der freien Konkurrenz\, die noch selbst mehr oder weniger aus dem „Werkstattmilieu“ kamen\, das die Grundlage ihrer Entwicklung bildete\, das in diesem Falle allerdings stark wissenschaftlich geprägt war.\nAls Motto für den Vortrag mag eine Bemerkung von Werner Siemens aus seinen Lebenserinnerungen dienen: “Wenn ich auch durch meine wissenschaftlichen Arbeiten und meine geschäftliche Tätigkeit sehr in Anspruch genommen war\, so verlor ich doch nie das Interesse an den Fragen des öffentlichen Lebens. Ich war ein tätiges Mitglied vieler wissenschaftlicher und technischer Gesellschaften\, beteiligte mich sowohl geschäftlich wie persönlich an den großen Ausstellungen und wurde von der Regierung häufig zu Spezialkommissionen für wissenschaftliche und technische Fragen herangezogen. Von dieser vielseitigen Tätigkeit will ich hier nur einige Punkte hervorheben\, die mir der Anführung wert erscheinen.” [München 1966 (17.Aufl.)\, S.301]\nEinerseits wird ein Überblick gegeben über die Vielfältigkeit und Vielseitigkeit seines Schaffens und Wirkens\, zum anderen wird im Vortrag gemäß obigen Zitats auf einige ausgewählte Beispiele seines Wirkens etwas näher eingegangen\, wie seine Mitgliedschaft in der Berliner Akademie der Wissenschaften und der Physikalischen Gesellschaft\, seine Gründerrolle bei der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt und beim Elektrotechnischen Verein. Abschließend wird kurz auch auf die Beziehung von Werner Siemens zum Schloß Biesdorf eingegangen.
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SUMMARY:Wissenschaftliches Kolloquium „Technik und Literatur“; Änderung des Ortes!!
DESCRIPTION:Am 08. Dezember 2017 fürht die Leibniz-Sozietät ein öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum Thema \nTechnik und Literatur\nzu Ehren von Wolfgang Coy anlässlich seines 70. Geburtstages\nDie Einladung geht gesondert zu. \nZeit: 10:00 bis 17.00 Uhr \nÄnderung des Ortes:\nHavemann-Saal\, Rathaus Mitte\, Karl-Marx-Allee 31\, 10178 Berlin \nWissenschaftliches Programm (Stand: 22.11.2017)
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SUMMARY:Dezember-Sitzung des Plenums der Leibniz-Soztietät
DESCRIPTION:Am 07. Dezember 2017 führt die Leibnitz-Sozietät ihre öffentliche wissenschaftliche Plenarsitzung als Kolloquium durch zum Thema \nMenschliche Informationsverarbeitung – interdisziplinäre Analyse und Anwendung\nzu Ehren des 90. Geburtstages von Friedhart Klix \nmit Beiträgen von Herbert Hörz\, Bodo Krause\, Werner Krause\, Heinz-Jürgen Rothe und Erdmute Sommerfeld \nZeit: 13.30 bis 15.30 Uhr \nOrt: BVV-Saal \nVortragsprogramm \nVortrag Prof. Dr. Herbert Hörz: Kognitive Psychologie\, neue Technologien und Philosophie – Friedhart Klix: Vordenker für eine komplexe Persönlichkeitstheorie\nC.V.:\nProf. Hörz ist Wissenschaftsphilosoph und -historiker. Er wurde 1973 zum Korrespondierenden\, 1977 zum Ordentlichen Mitglied der 1700 von Leibniz in Berlin begründeten Gelehrtengesellschaft gewählt\, der heutigen Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. 1999 – 2006 war er deren Präsident\, seit 2009 ist er ihr Ehrenpräsident.\nNach der Promotion in Philosophie/Physik (1960) und der Habilitation (1962) an der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB) erhielt er 1965 eine Professur für philosophische Probleme der Naturwissenschaften an der Humboldt-Universität. 1972 – 1989 leitete er den Bereich „Philosophische Fragen der Wissenschaftsentwicklung“ am Institut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der DDR. 1989 – 1992 war er Vizepräsident der AdW der DDR für die Gelehrtensozietät\, danach bis 1995 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW)\, Gruppe „Wissenschaftshistorische Studien“.\nSeine Spezialgebiete sind Methodologie\, Erkenntnistheorie\, Geschichte der Wissenschaften und interdisziplinäre Beziehungen zwischen Natur-\, Technik-\, Geistes- und Sozialwissenschaften. Er edierte drei Bände mit der Korrespondenz von Hermann v. Helmholtz. Zu Vorträgen weilte er in den USA\, China\, Japan und den Ländern Ost- und Westeuropas\, zu Gastprofessuren in Moskau und Graz.\nAbstract:\nFriedhart Klix\, als kognitiver Psychologe wissenschaftlich international ausgewiesen\, war philosophisch umfassend gebildet\, ein dialektischer Denker und an einer fruchtbaren Zusammenarbeit mit Wissenschaftsphilosophen interessiert. Er verfolgte aufmerksam die Entwicklung neuer Technologien (Digitalisierung). Als Vordenker einer komplexen Theorie der Persönlichkeit befasste er sich mit dem Verhältnis von Philosophie\, Psychologie und Einzelwissenschaften. Er stellte sich der Frage: Quo vadis Psychologie? Nun geht es um Zukunftsvisionen und Persönlichkeitspsychologie: Kann man Gedanken lesen? Wird künstliche Intelligenz zum Mittel der Entmenschlichung des Menschen? Klix nutzte zwei Erkenntniswege\, die auch aktuell zu gehen sind: Elementaranalysen (Bottom-up) sind mit philosophisch orientierten Einsichten (top-down) zu verbinden. \n  \nVortrag Prof. Dr. Bodo Krause: Interdisziplinarität in der experimentellen Psychologie – Erinnerungen an Friedhart Klix\nC.V.:\nProf. Krause ist Mathematiker\, Psychologe und Kognitionswissenschaftler sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2001.\nNach dem Mathematik-Studium wurde er 1966 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Psychologie der Humboldt-Universität zu Berlin\, wo er 1970 auf dem Gebiet  der Mathematischen Psychologie promoviert und zum Oberassistenten befördert wurde. Die Promotion B (= Habilitation) erfolgte 1980\, die Berufung zum Hochschuldozenten für Allgemeine Psychologie 1983. 1986 wurde er zum außerordentlichen Professor berufen\, 1992 zum Universitätsprofessor ernannt.\nSeit den 1970er Jahren befasst er sich mit kognitiven Strukturen und Prozessen.\nAbstract:\nEin interdisziplinärer und systemisch orientierter Zugang zur experimentellen Psychologie war ein wesentliches Kennzeichen des Wirkens von Friedhart Klix. Dies stimmte mit dem naturwissenschaftlichen Zeitgeist überein\, der durch die Entwicklungen in der Informationstheorie und Kybernetik geprägt war.\nIch will versuchen aufzuzeigen\, wie und in welchem Ausmaß sich richtungsweisende Impulse von Friedhart Klix auf meine wissenschaftliche Entwicklung und darüber hinaus in der Entwicklung der experimentellen Psychologie ausgewirkt haben und noch heute Aktualität besitzen. Dies soll aus meiner persönlichen Sicht anhand von drei Orientierungen erfolgen\, die Friedhart Klix mir in der ersten Phase meiner Tätigkeit nahe legte. Insbesondere will ich dabei verdeutlichen\, dass diese interdisziplinäre Sichtweise dazu führte\, das Methodenspektrum für die experimentelle Psychologie zu erweitern und damit fachliche Fortschritte und die Theorieentwicklung zu ermöglichen:\na) der Orientierung auf die Faktorenanalyse als einem multiplen statistischen Modell für die Aufklärung von Komponenten intelligenten Verhaltens und den daraus folgenden multivariaten und hierarchischen Ansätzen\,\nb) der Orientierung auf die strukturellen und semantischen Zusammenhänge\, die psychischem Verhalten und psychischen Prozessen zugrunde liegen und\nc) der Orientierung auf physiologische und neuronale Grundlagen psychischer Prozesse\, insbesondere die neurokognitive Modellierung.\nMit diesen Orientierungen wird gleichzeitig deutlich\, dass Friedhart Klix\, der als Psychologe auch Vorlesungen in Mathematik und Physiologie besuchte\, psychisches Geschehen systemisch als einen Prozess verstand\, der durch die interdisziplinären Verflechtungen mit den aktuellen Entwicklungen in der Informationstheorie\, der Kybernetik und den neuronalen Grundlagen des Verhaltens zu analysieren ist. Sein Buch „Information und Verhalten“ (1971) gilt bis heute als ein Standardwerk der experimentellen Psychologie und kennzeichnet die fundamentale Bedeutung von Information und (organismischer) Informationsverarbeitung für die Psychologie als Wissenschaft des Erlebens\, Verhaltens und seiner Entwicklung. Der Untertitel macht dies deutlich: „Kybernetische Aspekte der organismischen Informationsverarbeitung\, Einführung in naturwissenschaftliche Grundlagen der Allgemeinen Psychologie.“\nMit meiner Auswahl werden andere wesentliche Wirkungsfelder von Friedhart Klix hier ausgeblendet\, wie z.B. die von ihm initiierte Fachrichtung „Ingenieurpsychologie“ an der HU oder das von ihm mit initiierte internationale Netzwerk Man-Computer-Interaction-Research (MACINTER)\, das eine internationale Einbindung unserer Forschungsansätze ermöglichte. \n  \nVortrag Prof. Dr. Werner Krause: Gesetz und Experiment in der Psychologie“ – zum Gedenken an Friedhart Klix\, der am 13.10.2017 90 Jahre geworden wäre\n C.V.:\nProf. Krause ist Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1999. Nach dem Studium der Medizinischen Elektronik\, Radiologischen Technik und Theoretischen Physik an der Technischen Universität Ilmenau arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent am Hirnforschungsinstitut der Universität Leipzig und am Psychologischen Institut der Humboldt-Universität Berlin\, wo er 1969 promoviert wurde. Es folgten die Leitung der Abteilung Problemlösen am Zentralinstitut für Kybernetik und Informationsprozesse der Deutschen Akademie der Wissenschaften (später Akademie der Wissenschaften der DDR) sowie die Habilitation (1978) an der Humboldt-Universität. 1987 wurde er auf den Lehrstuhl Allgemeine Psychologie II der Friedrich-Schiller-Universität Jena berufen; 1990 bis 1992 war er dort Dekan; in der Zeit zwischen 1988 und 1992 hielt er zusätzlich Gastvorlesungen an den Universitäten Fribourg/Schweiz und Würzburg; 2003 wurde er emeritiert.\nNeben dem Buch „Denken und Gedächtnis aus naturwissenschaftlicher Sicht“ (Göttingen 2000) publizierte er zahlreiche Originalbeiträge zur menschlichen Informationsverarbeitung.\nAbstract:\nAusgehend von dem 1961 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena stattgefundenen Kolloquium  „Gesetz und Experiment in der Psychologie“ \, auf dem Friedhart Klix in seinem gleichnamigen Vortrag Entwicklungstendenzen für eine Theoretische Psychologie vorweggenommen hat\, wird sein wissenschaftlicher Werdegang skizziert\, der von einer spezifischen Komponentenanalyse über eine Prozessanalyse  bis hin zu modularen Einheiten der menschlichen Informationsverarbeitung\, den Universalien des Denkens reicht. Eine mentale Grammatik\, die die Einheiten verknüpft\, bleibt als Aufgabe für die nächste Generation.\nAm Ende seines Lebens packte er noch einmal große Themen an: die evolutionäre Begründung kognitiver Prozesse sowie die Herausbildung von Weltbildern in der Geschichte. Ein geplantes Buch\, das sich mit der Wandlung von Weltbildern in der Geschichte befassen sollte\, konnte er nicht mehr fertigstellen. \n  \nVortrag Prof. Dr. Heinz-Jürgen Rothe: Mensch-Maschine-Systeme in der Industrie 4.0.\nZur Aktualität der ingenieurpsychologischen Arbeiten von Friedhart Klix\nC.V.:\nProf. Rothe ist Arbeitspsychologe und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2009. Nach dem Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB) arbeitete er zunächst als Wissenschaftlicher Assistent unter Leitung von F. Klix im Bereich Grundlagen der Kybernetik am Zentralinstitut für Kybernetik und Informationsprozesse der Akademie der Wissenschaften der DDR und ab 1973 unter Leitung von K.-P. Timpe im Lehrbereich Arbeits- und Ingenieurpsychologie der Sektion Psychologie der HUB. Arbeitsschwerpunkt war die menschliche Informationsverarbeitung bei der Mensch-Maschine-Interaktion. 1977 wurde er mit einer Arbeit über Analysen der Informationsaufnahme in simulierten Leitständen promoviert. Nach einer zweijährigen Beratertätigkeit an der Psychologischen Fakultät der Universität Havanna (1983-1985) konzentrierte sich seine wissenschaftliche Arbeit auf methodische Zugänge zur Erfassung und Repräsentation von Expertenwissen im Vorfeld der Entwicklung wissensbasierter Systeme. 1991 habilitierte er sich an der Universität Kassel. Nach Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Kassel\, Leipzig und Trier wechselte er 1995 an das neu gegründete Institut für Psychologie der Universität Potsdam. Neben der Fortsetzung seiner Arbeiten zur Diagnose berufsspezifischen Wissens bei Arbeitspersonen hat er sich an den von A.-M. Metz geleiteten Forschungsarbeiten zur Analyse psychischer Belastungen in Arbeitsprozessen und zum betrieblichen Gesundheitsmanagement beteiligt.\nAbstract:\nMit dem Schlagwort Industrie 4.0 wird eine in den Industrieländern beginnende technisch-technologische Entwicklung bezeichnet\, die durch die Verknüpfung von Informations- und Kommunikationstechnologien mit Produktionsprozessen charakterisiert ist und zu einer weiteren Automatisierung von Arbeitssystemen führen wird. In sog. cyber-physischen Systemen werden immer mehr bisher von Menschen ausgeführte Informationsverarbeitungsprozesse und daraus resultierende Eingriffshandlungen in reale Prozesse von technischen Komponenten übernommen. Beim Menschen verbleiben aber Überwachungs- und Kontrollfunktionen. Ausgehend von diesem Entwicklungsprozess wird im Beitrag dargestellt\, dass Friedhart Klix bereits 1971 auf der Grundlage einer differenzierten Analyse der damals in verschiedenen industriellen Bereichen zu findenden automatisierten Arbeitssysteme das Gemeinsame der Arbeitssituationen in Bezug auf die Anforderungen an den Menschen herausgearbeitet hat. Aus ingenieurpsychologischer Sicht charakterisierte er unabhängig vom Automatisierungsgrad die Arbeit als Mensch-Maschine-Interaktion. Die Definition von Mensch-Maschine-Systemen trifft auch für die Arbeit in und mit cyber-physischen Systemen zu. Im Weiteren wird dann an Hand von zwei konstitutiven Definitionsaspekten deren Relevanz für gegenwärtige Forschungen diskutiert:\n(1) Die grundlegenden Erkenntnisse\, dass menschliches Verhalten „den Gesetzen der gesellschaftlich geformten organismischen Informationsverarbeitung unterliegt“ und technische Systeme „physikalischen Gesetzen der elektronischen Informationsverarbeitung“ folgen\, werden hinsichtlich der Rolle von Computern mit künstlicher Intelligenz in cyber-physischen Systemen erörtert.\n(2) Die Erkenntnis\, dass Mensch und Maschine „für die Zeit ihrer Verbindung wechselseitig Information in kodierter Form aufnehmen“\, führt zu der Frage nach den Möglichkeiten zur Optimierung des Informationsaustausches\, die eingeschränkt auf die Informationsdarbietung für den Menschen betrachtet wird.\nWährend zu (1) mehr offene Probleme als Antworten vorliegen\, sind zu (2) bereits umfangreiche Forschungen durchgeführt worden. Im Beitrag wird gezeigt\, dass die theoretische Basis dieser Forschungen die zweistufige Kodierungstheorie von Friedhart Klix darstellt. Danach werden auf der ersten Stufe technisch-technologische Prozessmerkmale in physikalische Zustandsänderungen (Kodes) umgesetzt\, die auf der 2. Stufe in der Lage sind\, Erregungsvorgänge in den Rezeptorfeldern der Sinnesorgane hervorzurufen. Aus dem Gedächtnis muss der Mensch dann die vorher erlernte Bedeutung der Kodezeichen abrufen und daraus die realen Prozessmerkmale erschließen. Im Ergebnis von Simulationsexperimenten wurden zur Übermittlung von Informationen an den Menschen sowohl visuelle als auch akustische Kodes entwickelt und Richtlinien für deren Gestaltung zur Gewährleistung einer schnellen und fehlerfreien Wahrnehmbarkeit erarbeitet. Diese beziehen sich auf die 2. Kodierungsstufe. Neue Erkenntnisse zur Umsetzung des Industrie- 4.0-Konzeptes kann die Ingenieurpsychologie aber nur erbringen\, wenn sie sich in ihren künftigen Forschungen zur Optimierung des Informationsaustausches in Mensch-Maschine-Systemen auf die 1. Kodierungsstufe im Klix´schen Sinne konzentriert. Dazu werden abschließend im Beitrag Vorschläge zur Diskussion gestellt. \n  \nVortrag Prof. Dr. Erdmute Sommerfeld: Die Klix-Operationen und Prozeduren: anforderungsinvariant  und mathematisch exakt\nC.V.:\nFrau Prof. Sommerfeld ist Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2004. Nach dem Studium der Physik an der Technischen Hochschule Magdeburg arbeitete sie von 1969 bis 1991 an der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin\, später Akademie der Wissenschaften der DDR\, am Zentralinstitut für Kybernetik und Informationsprozesse – mit dem Forschungsschwerpunkt „Mathematisch-psychologische Elementaranalyse der menschlichen Informationsverarbeitung“ (Promotion 1979 zum Dr. rer. nat.). Von 1985 bis zur Abwicklung der Akademie der Wissenschaften leitete sie die Abteilung “Mathematische Modellierung und Simulation kognitiver Prozesse”\, danach die Projektgruppe “Mathematische Psychologie” im Rahmen des Wissenschaftler-Integrations-Programms (WIP). Sie hielt Gastvorlesungen  an den Universitäten  Jena\, Bochum\, Braunschweig und Leuven (Belgien). Nach der Habilitation an der Humboldt-Universität zu Berlin 1993 war sie wissenschaftliche Oberassistentin am Institut für Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 1994 erhielt sie den Ruf auf die Dozentur “Methoden der Psychologie” der Universität Leipzig und wurde 2003 zur Außerplanmäßigen Professorin ernannt.\nIn der International Society for Psychophysics war sie die Vorsitzende des Programm- und Organisationskomitees für den “Fechner Day 2001” in Leipzig – das Internationale Symposium zu Ehren des 200. Geburtstages von G. Th. Fechner\, dem Begründer der Psychophysik und Wegbereiter für die experimentelle Psychologie.\nSie publizierte das Buch „Kognitive Strukturen“ (Münster\, New York\, 1994) sowie zahlreiche Fachartikel zur Modellierung und Analyse kognitiver Strukturen und Prozesse.\nAbstract:\nAusgangspunkt  ist die Menge der kognitiven Operationen und Prozeduren\, die Friedhart Klix in elementaren Wahrnehmungsprozessen bis hin zu komplexen Problemlösungsprozessen empirisch aufgezeigt hat (1990\, 1992). Darüber hinaus hat er diese Denkoperationen durch ihre evolutionäre Herausbildung begründet (1993). Sie stellen Basisprozesse in der menschlichen Informationsverarbeitung dar.\nIm Vortrag werden kognitive Operationen von der theoretisch- systematischen Seite her definiert. Mit Hilfe des damit entwickelten  Modellansatzes zur Systematisierung und Formalisierung kognitiver Strukturtransformationen werden die Klix-Denkoperationen  systematisiert und mathematisch exakt beschrieben. Auf dieser Grundlage wird gezeigt\, dass Operationen\, die in der menschlichen Informationsverarbeitung empirisch besonders häufig auftreten\, generelle formale Eigenschaften besitzen – gekennzeichnet durch ausgezeichnete Veränderungen von Information und Struktur. Dabei werden formale Beziehungen aufgezeigt zwischen den Klix-Operationen  und Operationen aus Modellansätzen aus der Literatur sowie empirisch nachgewiesenen Operationen. Bei den bisher analysierten Operationen kann  gezeigt werden\, dass diese prinzipiell durch die Klix-Operationen und -Prozeduren ausgedrückt werden können.
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Am 07. Dezember 2017 führt die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften ihre Dezember-Sitzung durch zum Thema \nDie Finanzierung des Kulturstaats in Preußen im Spannungsfeld zwischen Staat und Kommunen 1800 – 1933\nVortragender: Reinhold Zilch (MLS) \nZeit: 10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nDr. Zilch wurde 1976 als Wirtschaftshistoriker zur finanziellen Vorbereitung Deutschlands auf den Ersten Weltkrieg promoviert. Die Habilitationsschrift von 1990 war den Währungsverhältnissen in den Generalgouvernements Belgien und Russisch-Polen von 1914 bis 1918 gewidmet. Von 1979 bis 2015 arbeitete er an der Berliner Akademie zum Deutschen Reich zwischen 1900 und 1918 und\, seit Beginn der 1990er Jahre\, zu Preußen-Deutschland im ‚langen 19. Jahrhundert’ an der von ihm initiierten und bis 1998 geleiteten Arbeitsstelle „Protokolle des preußischen Staatsministeriums“\, später im Projekt „Preußen als Kulturstaat“. Derzeit ist der Referent mit der Vorbereitung eines DFG-Projektes zur Rolle des von 1913 bis 1916 amtierenden Staatssekretärs im Auswärtigen Amt Gottlieb von Jagow in den Kriegsschulddebatten nach 1918 befasst.\nSeit den 80er Jahren führten ihn Archivreisen\, Vorträge und wissenschaftliche Kontakte nach Belgien\, Bulgarien\, Estland\, Großbritannien\, Italien\, Polen\, Ungarn sowie in die USA. Sein numismatisches Interesse am 19. und 20. Jh. sowie an dem Problem der Nationalikonographie schlugen sich nicht nur in zahlreichen Aufsätzen sowie einem Kinderbuch zur Geschichte des Geldes nieder\, sondern auch in der Mitherausgeberschaft der Zeitschrift „Numismatische Beiträge“ von 1984 bis 1990.\nAbstract:\nPreußen\, Synonym für einen Militär- und Beamtenstaat\, verzeichnete ab dem ersten Drittel des 19. Jh. einen bemerkenswerten Aufschwung zum Kulturstaat. Das war keine Entwicklung der geistig-materiellen Sphäre nur aus sich selbst heraus und im Selbstlauf\, sondern verlangte ebenso große materielle und finanzielle Mittel. Bedeutende Summen kamen aus dem Staatshaushalt\, wofür eine Reihe weitblickender Beamter und Politiker wichtige Weichenstellungen schuf bzw. gesellschaftliche Entwicklungen aufgriff und ihnen Raum bot. Neben Grundfinanzierungen und Nothilfen wurden v.a. ausgewählte Sektoren sowie ‚Leuchtturmprojekte‘ bedacht\, die dann bis in die Provinzen ausstrahlten.\nDas Bildungs- und Kulturniveau der breiten Bevölkerungsschichten im ganzen Land wurde jedoch vor allem durch das Engagement der Kommunen sowie der einzelnen Bürger über Steuern\, Gebühren\, individuelle Aufwendungen und auch von Stiftungen gehoben.\nZiel des Vortrages ist es\, dieses bisher von der Forschung kaum beachtete Zusammenwirken näher zu beleuchten und auch nach Schlussfolgerungen für die Finanzierung des Kulturstaats heute zu fragen.
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Am 07. Dezember 2017 führt die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften ihre öffentliche wissenschaftliche Dezember-Sitzung durch zum Thema \nBiomedizinische Grundlagenforschung und Artenschutz – wie kann eine hochbedrohte Tierart vor dem Aussterben gerettet werden?\nVortragende: Katarina Jewgenow (MLS) \nZeit: 10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nFrau Prof. Jewgenow ist Reproduktionsbiologin und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2016. Nach dem Studium an der Humboldt Universität zu Berlin arbeitete sie 1982 – 1991 in der Forschungsstelle für Wirbeltierforschung der AdW der DDR\, dem späteren Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung\, wo sie seit 1996 die Abteilung Reproduktionsbiologie leitet und 1989 promoviert wurde. Nach der Habilitation (1999\, TU München) wurde sie 2000 die Stellvertretende Institutsdirektorin; seit 2009 hat sie eine Apl. Professur inne.\nSie beschäftigt sich vor allem mit Zellphysiologie der weiblichen und männlichen Gameten; mit In-vitro-Reifung und Befruchtung von Säugeroozyten; mit saisonaler Spermatogenese bei Wildtieren; mit Genomkonservierung durch Kryokonservierung; mit nicht-invasivem Monitoring von Hormonen bei Wildtieren sowie mit assistierter Reproduktion/ Reproduktionskontrolle bei Zoo- und Wildtieren. Der Society for Study of Reproduction und der German Society for Reproduction Medicine gehört sie als Mitglied an. Ihre Publikationsliste umfasst außer 6 Buchkapiteln weitere 141 Posten.\nAbstract:\nDer Erhalt der Biodiversität auf unserem Planeten wurde 2000 durch die Vereinten Nationen als eines von acht UN-Milleniumszielen definiert und steht damit gleichwertig in einer Reihe mit Armutsbekämpfung\, Schaffung einer friedlichen Welt\, Sicherung der Ernährung und Klimaschutz. Der gegenwärtige Verlust an Biodiversität ist alarmierend. Die Zahl der Tierarten z.B. ging innerhalb der letzten 40 Jahre um 58% zurück.\nFür Wildtiere können die anthropogenen Veränderungen ganz unterschiedliche Folgen haben\, und die großen Raubtiere sind als Endglieder der Nahrungskette am stärksten betroffen. Von den 36 weltweit vorkommenden Katzenarten stehen 26 als gefährdet oder bedroht auf der Roten Liste der IUCN. Neben der anthropogenen Veränderung der Umwelt trägt der direkten Konflikt mit dem Menschen (z.B. illegale Bejagung\, Übergriffe auf Farmtiere\, Übertragung von Krankheiten) zum Artenrückgang bei. Dies führt zur Isolierung der Populationen und zur Einschränkung ihrer genetischen Variabilität mit vorhersehbaren Konsequenzen für ihre Existenz („Vortex of extinction“). Wichtige Maßnahmen\, Tierarten aus dieser Gefahr zu retten\, sind\, neben Programmen zur Restauration von Habitaten\, spezielle Ex-situ-Zuchtprogramme.\nDer in Europa beheimatete Pardelluchs ist die am stärksten bedrohte Katzenart weltweit. Sein Verbreitungsgebiet war auf zwei isolierte Restpopulationen zusammengeschrumpft\, deren Größe mit weniger als 200 Individuen bereits unterkritisch für das Überleben der Art war. Deshalb wurden die internationalen Bemühungen zum Schutz und zur Rekonstruktion der Habitate verstärkt und ein wissenschaftliches Erhaltungszuchtprogramm etabliert. Im Rahmen dieses “Iberian Lynx Conservation Breeding Programm” (ILCBP) werden Tiere aus der freien Wildbahn entnommen\, um diese in Gefangenschaft für eine Wiederauswilderung zu züchten. Das ILCBP hat 2004 mit 6 Wildfängen begonnen. Mittlerweile leben schon >250 Tiere in vier verschiedenen Zuchtzentren in Spanien und Portugal. Bis 2016 wurden 236 Tiere im Zuchtprogramm geboren und davon 125 ausgewildert. Der freilebende Bestand an Iberischen Luchsen ist somit auf mehr als 400 Tiere angestiegen.\nDas ILCBP bietet auch hervorragende Möglichkeiten zur Grundlagenforschung\, inklusive der Etablierung von modernen Techniken der assistierten Reproduktion. Im Vortrag wird demonstriert\, wie biomedizinische Erkenntnisse zur Verbesserung des Zuchtprogrammes beitragen konnten und wie die Forschung am Luchs auch reproduktionsbiologische Phänomene bei Säugetieren aufdecken konnte.
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SUMMARY:Wissenschaftliche Sitzung des Arbeitskreises "Prinzip Einfachheit"
DESCRIPTION:Am 23. November 2017 führt der Arbeitskreis „Prinzip Einfachheit“ eine öffentliche wissenschaftliche Sitzung durch zum Thema \nEinfachheit\, Wahrheit und Schönheit\nVortragender: Thomas Naumann (Zeuthen) \nZeit: 10.30 bis 12.30 Uhr \nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Naumann ist Teilchenphysiker und arbeitet am größten Forschungsprojekt der Menschheit\, dem 27 km langen Large Hadron Collider (LHC) des Europäischen Zentrums für Kernforschung CERN in Genf. Er studierte bis 1975 Physik an der Technischen Universität seiner Heimatstadt. Ab 1975 untersuchte er am Institut für Hochenergiephysik der Akademie der Wissenschaften der DDR in Zeuthen bei Berlin die starken Wechselwirkungen von Elementarteilchen. 1980 wurde er an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert\, und seit 1992 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutschen Elektronen-Synchrotrons DESY. Am Elektron-Proton-Speicherring HERA des DESY arbeitete ab 1987 daran\, die Struktur des Protons präzise zu messen.\nProf. Naumann ist stellvertretender Leiter des DESY-Standorts in Zeuthen und lehrt seit 2005 als Honorarprofessor an der Universität Leipzig. Seit 2006 ist er Mitglied des ATLAS-Experiments am Large Hadron Collider LHC des CERN. Außerdem betreut er die deutsche Öffentlichkeitsarbeit für CERN und den LHC.\nAbstract:\nSimplex sigillum veri – Das Einfache ist das Siegel des Wahren\, lautet eine Inschrift im Physikhörsaal der Universität Göttingen. Aber sind Einfachheit und Schönheit ein zuverlässiges Kriterium der Wahrheit? Können Vereinfachung\, Reduktion und Abstraktion\, das Streben nach Eleganz\, Effizienz und Minimalität nicht auch den Erkenntnisprozess behindern? Was verbindet Einfachheit mit Symmetrie und Schönheit? Ist Einfachheit der Weg oder das Ziel der Erkenntnis?\nSymmetrien sind Ausdruck von Ordnung und Harmonie des Kosmos. Sie liegen vielen Gesetzen der Physik zugrunde. Dennoch beruht unsere Welt auf fundamentalen Asymmetrien: So laufen die Evolution des Universums und des Lebens vorwärts und nicht rückwärts. Unsere Welt besteht aus Materie und nicht aus Antimaterie. Es gibt freie elektrische\, aber keine freien magnetischen Ladungen\, und eine Symmetriebrechung des Higgs-Feldes erzeugt die Massen der Elementarteilchen.\nEinfache Prinzipien können komplizierte Strukturen generieren. So sind die abstrakten Symmetrien der Teilchenphysik Grundlage der über tausend Elementarteilchen\, hochkomplexe und wunderschöne fraktale Strukturen beruhen auf einfachsten Formeln. Deshalb werden wir die Dialektik von Symmetrie und Asymmetrie\, von Einfachheit und Kompliziertheit\, von Elementarem und Komplexem detailliert untersuchen.\nSchließlich gehen wir der hochaktuellen Frage nach\, ob elementare Begriffe wie Raum und Zeit nicht etwa emergente Phänomene komplexerer Strukturen sind.
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SUMMARY:Wissenschaftliche Sitzung des Arbeitskreises "Gesellschaftsanalyse und Klassen"
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ lädt ein zu einem Workshop \n„Reallabore und Transformation“ \nZeit: Freitag\, 17. November 2017\, 14.00 – 17.00  \nOrt: Rathaus Tiergarten (Matthilde-Jacob-Platz 1\, 10531 Berlin – Nähe U-Bahnhof Turmstraße)\, Kleiner Saal (Erdgeschoss)   \n  \nEinladung und Programm \n 
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SUMMARY:November-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche Plenar-Sitzung am 09. November 2017 durch zum Thema \nDie Russische Revolution 1917 in der Geschichtsschreibung\, besonders der russischen\, der letzten Jahrzehnte\nVortragender: Horst Schützler (Berlin) \nZeit: 13.30 bis 15.30 Uhr \nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Schützler studierte von 1954 bis 1958 Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er spezialisierte sich im Fachgebiet Geschichte der UdSSR.\nVon 1958 bis 1992 war er an der Fachrichtung bzw. Sektion Geschichte bzw. am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität in Lehre\, Forschung und Wissenschaftsorganisation als Assistent/Oberassistent\, ab 1971 als Dozent (1963 Promotion A\, 1978 Promotion B) und ab 1981 als ordentlicher Professor sowie 1979 bis 1990 als Leiter des Bereichs Geschichte der UdSSR und des sozialistischen Weltsystems tätig.\nEr lehrte\, forschte und publizierte zur Geschichte Russlands\, der Sowjetunion und der deutsch-russischen/sowjetischen Beziehungen. Studienaufenthalte in der Sowjetunion waren dazu hilfreich.\nThematische Schwerpunkte der letzten zwei Jahrzehnte waren die russische Historiographie zur Geschichte der Sowjetunion\, speziell zur Russischen Revolution 1917 und zur Darstellung des Großen Vaterländischen Krieges in der Geschichtsschreibung und Publizistik Russlands.\nProf. Schützler arbeitete in verschiedenen wissenschaftlichen Gremien sowie ehrenamtlich in gesellschaftlichen Funktionen\, so von 1980 bis 1990 als Vorsitzender der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft der Humboldt-Universität und zuletzt (bis März 2017) als Stellvertretender Vorsitzender der „Berliner Freunde der Völker Russlands e. V.“. Im April 2011 ehrte ihn der Präsident der Russischen Föderation\, Dmitri Medwedjew\, mit der Puschkin- Medaille.\nAbstract:\nDas Jubiläum der Russischen Revolution vor 100 Jahren steht derzeit mit vielen Veranstaltungen\, Publikationen und Medienbeiträgen im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Dabei fällt auf\, dass zumeist der Blick auf Russland\, das Geburtsland dieser Revolution\, unterbleibt. Was aber denkt\, diskutiert und schreibt man im heutigen Russland über diese Revolution und ihre weltgeschichtlichen Wirkungen?\nIm Rahmen genereller Betrachtungen zur Geschichtsschreibung wird dieser Frage schwerpunktmäßig nachgegangen. Dabei wird deutlich: Eine temporäre Rückbesinnung  auf die „Große Russische Revolution“\, in der Februar- und Oktoberrevolution sowie der Bürgerkrieg eingebunden sind\, steht in russischer Geschichtsschreibung und -betrachtung im Zeichen politisch gewollter „nationaler Aussöhnung“ zur Konsolidierung der Gesellschaft\, in der man eine Revolution nicht zulassen darf.
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SUMMARY:November-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche November- Sitzung am 09. November 2017 durch zum Thema \n  \nBig Data und das Management von Forschungsdaten in einer digital geprägten Informationsinfrastruktur\nVortragender: Peter Schirmbacher (MLS) \nZeit: 10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Schirmbacher ist Informatiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2017. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin hat er seit September 1974 mit unterschiedlichen Aufgaben in deren Rechenzentrum gearbeitet – seit 1990 als dessen Direktor\, später\, nach der Umwandlung in den Computer- und Medienservice (CMS)\, als Wissenschaftlicher Direktor. 1989 wurde er auf dem Gebiet der angewandten Informatik promoviert; 2006 erhielt er die Professur für Informationsmanagement am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität. Die Lehrtätigkeit hier setzt er auch nach der Emeritierung fort.\n25 Jahre lang hat er sich für den Aufbau und Betrieb der Computerinfrastruktur im akademischen und administrativen Bereich der Universität eingesetzt und die hierbei gewonnenen Erkenntnisse dem akademischen Nachwuchs vermittelt\, insbesondere:\nInformationsmanagement in wissenschaftlichen Einrichtungen\,\nelektronisches Publizieren und Aufbau von Repositorien sowie\nUmgang mit digitalen Forschungsdaten und Gestaltung von virtuellen Forschungsumgebungen.\nIn dem Zusammenhang hat er zahlreiche DFG- und BMBF-Projekte geleitet. Seit 1990 vertritt er die Humboldt-Universität im Verein zur Unterstützung des Deutschen Forschungsnetzes (DFN-Verein)\, seit 2011 gehört er dessen Verwaltungsrat an. In mehreren Organisationen und Arbeitsgruppen hat er mitgewirkt\, so bis heute in der HRK-Arbeitsgruppe „Zukunft der Digitalen Information in Lehre und Forschung“. Dass dabei zahlreiche Publikationen entstanden sind\, versteht sich am Rande.\nAbstract:\nDer Vortrag verfolgt das Ziel\, zunächst den Wandel der Gestaltung von Informationsinfrastrukturen in einer Wissenschaftswelt darzustellen\, die immer mehr durch die Digitalisierung und die Vernetzung geprägt ist.\nEin Teil dieser Veränderungen lässt sich am Umgang mit Forschungsdaten sehr gut dokumentieren. Es geht darum\, das allgemeine Verständnis zum Umgang mit Forschungsdaten zu wecken\, Beispiele zu bringen und auf die vielen bisher nicht gelösten Probleme hinzuweisen. Diese wären z. B. die Wahrung der Qualität von Forschungsdaten und der sie beschreibenden Metadaten\, das Forschungsdatenmanagement\, der Aufbau von Forschungsdaten-Repositories\, die Gestaltung von Informationsinfrastrukturen.\nDer Umgang mit Forschungsdaten hat drei Dimensionen: Eine wissenschaftspolitische\, eine organisatorische und eine technische Dimension. Natürlich können diese Themen teilweise nur angerissen werden\, wobei jedoch der Versuch unternommen wird\, den gegenwärtigen Stand zu beschreiben und sich andeutende Entwicklungslinien aufzuzeigen. Die einzelnen Themenkomplexe werden auf der Grundlage der Ergebnisse einer umfangreichen Befragung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Humboldt-Universität dargestellt.
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SUMMARY:November-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche November-Sitzung am 09. November 2017 durch zum Thema \n  \nErdbebengefährdung und seismische Überwachung der Istanbul-Marmara-Region in der Türkei: Historische Seismizität und neueste Messverfahren\nVortragender: Marco Bohnhoff (Potsdam) \nZeit: 10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Bohnhoff ist Leiter der Sektion 4.2 ‚Geomechanik und Rheologie‘ am Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ) Potsdam und Professor für Experimentelle und Bohrloch-Seismologie an der Freien Universität Berlin. In seiner Forschungsarbeit beschäftigt er sich vor allem mit der skalenübergreifenden Analyse von Bruchprozessen. Schwerpunkte liegen dabei auf der induzierten Seismizität – dem Auftreten von Erdbeben durch menschliche Eingriffe in den Untergrund – und auf der Entstehung von Erdbeben entlang von tektonischen Plattengrenzen\, wie der Nordanatolischen Verwerfung.\nNach einer Ausbildung zum Energie-Elektroniker und einem Studium der Geophysik wurde er 2000 an der Universität Hamburg promoviert; 2006 folgte die Habilitation an der Ruhr-Universität Bochum. 2003 kam er als Wissenschaftlicher Angestellter ans GFZ. Von 2007 bis 2009 war er im Rahmen eines Heisenberg-Stipendiums Visiting Scholar am Institut für Geophysik der Universität Stanford\, Kalifornien/USA. Prof. Bohnhoff ist zertifizierter Manager\, war von 2010 bis 2016 Leiter einer Helmholtz-Hochschulnachwuchsgruppe am GFZ und Sprecher der GFZ-Zukunftskommission von 2013 bis 2015.\nAbstract:\nDie Istanbul-Marmara-Region im Nordwesten der Türkei mit mehr als 15 Mill. Einwohnern sieht sich einer hohen Wahrscheinlichkeit für ein Erdbeben der Magnitude 7 oder stärker ausgesetzt. Um die vor einem Starkbeben ablaufenden Prozesse an einer kritisch geladenen Verwerfungszone besser zu verstehen und somit die seismische Gefährdung und das daraus abzuleitende Risiko quantifizieren zu können\, wurde in den vergangenen Jahren unter der Federführung des Potsdamer Helmholtz-Zentrums GFZ gemeinsam mit dem Türkischen Katastrophenschutz AFAD das bohrlochgestützte Erdbebenobservatorium GONAF errichtet. GONAF-Messdaten liefern nun wichtige Information und erlauben\, potenzielle Erdbebenszenarien abzuleiten.\nDer Vortrag gibt eine Übersicht über die laufenden Forschungsaktivitäten und den aktuellen Kenntnisstand zum Thema und setzt die aktuellen Forschungsarbeiten in den Kontext zu historischer Seismizität in der Region.
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SUMMARY:Kolloquium: „Technische Bildung und berufliche Orientierung im Wandel ...
DESCRIPTION:Am 13. Oktober 2017 führt die Leibniz-Sozietät ein öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum Thema \n „Technische Bildung und berufliche Orientierung im Wandel – Rückblicke\, Einblicke\, Ausblicke“\nanlässlich der Verabschiedung von Vizepräsident Bernd Meier aus dem aktiven Hochschuldienst\n \nZeit: 14.00 bis 17.00 Uhr \nOrt: Hörsaal 2\, Haus 6\, Campus Griebnitzsee\, Universität Potsdam\, August-Bebel-Str. 89\,\n14482 Potsdam \nEinladung und Programm im Flyer
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SUMMARY:Abendveranstaltung der Stiftung Ost-West-Begegnungsstätte Schloss Biesdorf
DESCRIPTION:Am gleichen Tag wie die Veranstaltungen der Leibniz-Sozietät in Zusammenarbeit mit der Stiftung Ost-West-Begegnungsstätte Schloss Biesdorf findet \nam 12.10.2017  um 17:30 Uhr eine Abendveranstaltung statt. \nMLS Dr. Reinhold Zilch spricht zum Thema \n“Der Kaulsdorf-Biesdorfer Rübenzuckeranbau und seine Folgen für einen geordneten Umweltschutz”\nVeranstaltungsort: Stadtteilzentrum  Biesdorf\, Alt-Biesdorf 15\, 12683 Berlin (Anmeldung: s. www.stiftung-schloss-biesdorf.de/aktuell/) \nKurzes Exposé des Vortrages
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SUMMARY:Plenarveranstaltung in Kooperation mit der Ost-West-Begegnungsstätte Schloss Biesdorf e.V.
DESCRIPTION:Am 12. Oktober 2017 findet ein Kolloquium in Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie und dem Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie in der Ost-West-Begegnungsstätte Schloss Biesdorf e.V.statt \nzum Thema \n“Historisches und Aktuelles zur Arzneimittelforschung“ zu Ehren von Peter Oehme anlässlich seines 80. Geburtstages\n13.30 bis 18.00 Uhr \nEinzelheiten und Programm finden Sie im Flyer \nOrt: Schloss Biesdorf\, Vortragssaal\, Alt-Biesdorf 55\, 12683 Berlin; \nStiftung Ost-West-Begegnugsstätte Schloss Biesdorf e.V.
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SUMMARY:Plenarveranstaltung in Kooperation mit der Stiftung Ost-West-Begegnungsstätte Schloss Biesdorf
DESCRIPTION:Am 12. Oktober 2017 findet eine Plenarveranstaltung in Kooperation mit der Stiftung Ost-West-Begegnungsstätte Schloss Biesdorf statt zum Thema \nMartin Luther. Historische Leistung\, Wirkung und Wertung – 500 Jahre nach Beginn der Reformation.\nVortragender: Adolf Laube (MLS) \nEinzelheite finden Sie im aktuellen Flyer\, \nOrt: Schloss Biesdorf\, Vortragssaal\, Alt-Biesdorf 55\, 12683 Berlin; \nStiftung Ost-West-Begegnugsstätte Schloss Biesdorf e.V. \nZeit: 10.00 bis 12.00 Uhr \nC.V.:\nProf. Laube ist Historiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1994. Nach dem Studium arbeitete er neun Jahre lang als Redakteur der Zeitschrift für Geschichtswissenschaft in Berlin und wurde 1963 nach außerplanmäßiger Aspirantur zum Dr. phil. promoviert. Ab 1967 war er an der Akademie der Wissenschaften der DDR tätig: ab 1967 als Forschungsgruppenleiter\, nach der Promotion zum Dr. sc. (1971) als Bereichsleiter am Zentralinstitut für Geschichte. 1975 wurde er zum Professor ernannt.  1987-1989 fungierte er als Stellvertretender Leiter des Forschungsbereichs Gesellschaftswissenschaften\, 1990 als gewählter Sekretär für Sozial- und Geisteswissenschaften der AdW.\nNach der Abwicklung der AdW war er zunächst zwei Jahre lang Projektleiter bei KAI e.V. Ab 1993 bis zum Ruhestand (1998) arbeitete er am Institut für Historische Theologie der Universität Halle-Wittenberg. Aus seiner Feder stammen zahlreiche Publikationen im In- und Ausland zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit\, zur Geschichte der Reformation und des Bauernkrieges\, darunter eine achtbändige Edition von Flugschriften für und gegen die Reformation.\nAbstract:\nBei historischen Jubiläen wird in der Regel aus dem zu gedenkenden Ereignis das herausgefiltert bzw. hineininterpretiert\, was zeitgenössischen Belangen dient. Der Vortrag wendet sich hingegen dem historischen Ereignis selbst zu\, fragt\, worum es vor 500 Jahren ging und warum dabei vorrangig Luthers zu gedenken ist. Gefragt werden wird nach den gesellschaftlichen Grundlagen und Rahmenbedingungen für die historischen Wirkungen Luthers\, nach den bis heute wirkenden umstürzenden und für die katholische Kirche nach wie vor inakzeptablen Elementen in Luthers Theologie\, nach seinen unmittelbar gesellschaftlich-politischen Reformvorstellungen\, nach der unterschiedlichen Rezeption seiner Auffassungen in der Reformationsbewegung\, nach den Gründen für sein eigenes Verhalten in der Bewegung\, seine Parteinahme gegen die kämpfenden Bauern und für die Fürsten\, im Unterschied zu anderen reformatorischen Theologen wie etwa Thomas Müntzer. Gewürdigt wird Martin Luther – bei aller persönlichen und zeitgebundenen Widersprüchlichkeit – als Auslöser eines historischen Umbruchs\, dessen wir auch nach 500 Jahren noch zu Recht gedenken.
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SUMMARY:Gemeinsame Tagung der Leibniz-Sozietät\, des Alfred Wegener Instituts-Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung und des Deutschen Arktisbüros
DESCRIPTION:Die  Leibniz-Sozietät\, das Alfred Wegener Instituts-Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung – und das Deutsche Arktisbüro führen am 05. Oktober 2017 eine gemeinsame Tagung zum Thema durch \nDie Arktis in der globalisierten Welt\nDas wissenschaftliche Programm wird in Kürze bekannt gegeben; die Einladung geht gesondert zu. \nZeit: 10.00 bis 18.30 Uhr \nOrt: Hörsaal Haus H\, Wissenschaftspark Albert Einstein\, Telegrafenberg\, 14473 Potsdam \nAnmeldungen nimmt entgegen Frau Sabine Helbig (e-mail. Sabine.Helbig@awi.de). \nProgramm \ns.a. Ankündigung des German Arctic Office
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SUMMARY:Tagung der Arbeitskreise „Emergente Systeme“ und „Gesellschaftsanalyse und Klassen“
DESCRIPTION:Die Arbeitskreise „Emergente Systeme“ und „Gesellschaftsanalyse und Klassen“ führen eine gemeinsame öffentliche wissenschaftliche Tagung am 21. /22. September 2017 durch. \nEinzelheiten und wissenschaftlichers Programm werden in Kürze bekannt gegeben. \nOrt: Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin
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SUMMARY:Tagung des Instituts für Design Science  München in Kooperation mit der HTW Berlin\, dem Bertalanffy-Zentrum Wien und der Leibniz- Sozietät
DESCRIPTION:September 2017\n\nEine gemeinsame Tagung des Instituts für Design Science  München in Kooperation mit der HTW Berlin\, dem Bertalanffy-Zentrum Wien und der Leibniz- Sozietät fondet zum Thema\n \n„Rationale und irrationale Diskurse im Zeitalter der Digitalisierung“\nfindet am 21. September 2017 von 10:00 bis 17:00 Uhr in der Hochschulr für Technik und Wirtschaft in 12459 Berlin\, Wilheminenhofstr. 75A\, Hörsaal G002 statt. \nEinladung und Programm \n 
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SUMMARY:September-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die September-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät wird am 14. September 2017 als öffentliche wissenschaftliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltung durchgeführt zum Thema\n \n\n\nDie Genese sedimentären Edelopals.\nVortragender: Hennes Obermeyer (MLS) \n13.30 bis 17.00 Uhr \nOrt: BVV-Saal\, Berlin\, Rathaus Tiergarten \nC.V.:\nDr. Obermeyer ist Geologe und seit 2017 Mitglied der Leibniz Sozietät. Er studierte von 1981 bis 1987 an der Universität (T.H.) Karlsruhe. Anschließend arbeitete er zunächst als Hydrogeologe und Umweltgeologe. Die Promotion erfolgte auf der Basis einer Industriedissertation an der Universität Heidelberg 1995. Seine Tätigkeit als Freelancer führte ihn quer durch alle geowissenschaftlichen Fachgebiete und um die ganze Welt. Seiner Ansicht nach ist „die Beschäftigung mit dem Planeten Erde zu schön\, um sich nur auf Teilaspekte zu kaprizieren“ So pflegt er in seinen geowissenschaftlichen Projekten ganzheitliche Ansätze\, die stets auch Individuum und Gesellschaft einbeziehen.\nHeute ist Dr. Obermeyer wissenschaftlicher Leiter und Vorstand eines genossenschaftlichen Instituts für Geo- und Materialwissenschaften.\nAbstract:\nWeit verbreitet ist die Vorstellung\, Opal würde aus stagnierenden Grundwässern ausfallen\, die infolge Verdampfung an Silikat übersättigt sind. Das erfordert sehr lange Bildungszeiträume. Dieser Vorstellung widersprechen nicht nur fundamentale chemische und mineralogische Gesetze\, sondern auch Opalfunde in rezenten Böden sowie erfolgreiche Versuche\, Edelopal im Labor zu züchten.\nMikroskopische und elektronenmikroskopische Untersuchungen an opalführenden Goethit-Konkretionen (boulder opal) zeigen\, daß die Konkretionen und der Opal gleichzeitig entstanden sind. Ein derartiger Entstehungsprozess setzt die Oxidation von Pyrit voraus. Geländebefund und Modellrechnungen unterstützen folgendes Genesemodell:\nOpal ist das Nebenprodukt eines Redox-Prozesses\, bei dem das Mineral Pyrit/Markasit durch artesisch aufsteigendes Grundwasser (Temperatur 60 bis 90°C\, pH 9\,5-11\, Silicium-Gehalt > 120 mg/l) zu Goethit oxidiert wird. Durch die pH-Verschiebung wird das Löslichkeitsprodukt des Opal schlagartig überschritten\, und Opal fällt kolloidal aus. Eisenhydroxid in kolloidaler Form\, später als Goethit mineralisiert\, umgibt den Opal und schützt ihn.\nDie Bedingungen für einen solchen Prozess sind im Großen Artesischen Becken (GAB) Australiens gegeben: Pyrit und Markasit sind in euxinischen Sedimenten entstanden. Das alkalische temperierte Grundwasser entstammt den im GAB versenkten Tonen\, die auf tektonische Kompression empfindlich mit der Abgabe von Wasser reagieren.\nDie Opallagerstätten sind an fossilen mount springs und tiefreichenden Verwerfungen orientiert.  Damit geben sich Ansätze zur regionalen Exploration. Kleinräumig können die opalführenden Horizonte durch Lokalisierung der Goethit-Boulder mit dem Georadar erkannt werden.\nDas Genesemodell impliziert nicht nur kurze Bildungszeiträume\, es lässt auch erkennen\, daß die Opalisierung geeigneter Sedimente zu unterschiedlichen Zeiten erfolgt ist und rezent nicht abgeschlossen sein muss.
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LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
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SUMMARY:September-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche September-Sitzung am 14. September 2017  durch zum Thema: \n  \nDas Bildungssystem der Fahranfängervorbereitung – von der intuitiven zur evidenzbasierten Systemsteuerung.\nVortragender: Dietmar Sturzbecher (MLS) \n10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Sturzbecher ist Psychologe und Soziologe sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2017. Nach dem Lehramtsstudium (Mathematik\, Physik) an der Humboldt-Universität zu Berlin arbeitete er bis 1985 als Diplomlehrer und als Dozent für Mathematikdidaktik in der Lehrerfortbildung. Dem folgte ein Promotionsstudium an der Akademie für Pädagogische Wissenschaften zu Berlin. Zwischen 1988 und 1991 war er tätig als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Erziehung (Berlin) und als Abteilungsleiter am Institut für Familie und Sozialpädagogik (Berlin).\n1991 erhielt er ein Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft und einen Lehrauftrag an der Freien Universität Berlin. Gleichzeitig wirkte er an der Gründung des Instituts für angewandte Familien-\, Kindheits- und Jugendforschung e. V. – heute ein An-Institut der Universität Potsdam – mit\, das er seitdem nebenamtlich leitet. Seit 1993 ist er in unterschiedlichen Funktionen hauptamtlich an der Universität Potsdam tätig\, wo er sich 1996 habilitierte. 2005 wurde er zum außerplanmäßigen Professor für Familien-\, Jugend- und Bildungssoziologie an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam ernannt.\nAbstract:\nDas System der Fahranfängervorbereitung beinhaltet „alle Bedingungen und Maßnahmen\, die vom Gesetzgeber rechtlich vorgegeben oder darüber hinaus im kulturellen Kontext gezielt bereitgestellt und genutzt werden\, um das selbstständige\, sichere und eigenverantwortliche Fahren eines Kraftfahrzeugs im öffentlichen Straßenverkehr zu erlernen und das dafür erforderliche Wissen und Können nachzuweisen.“ Wichtige Elemente dieses Systems sind die Fahrschulausbildung\, die Fahrerlaubnisprüfung und die protektiven Sonderregelungen für Fahranfänger. Theoretisch gesehen\, stellt das System der Fahranfängervorbereitung ein Bildungssystem dar\, für das wissenschaftlich begründete Steuerungsprinzipien und pädagogisch-psychologische Steuerungsinstrumente des allgemeinbildenden Schulsystems adaptiert werden sollten (z. B. eine evidenzinformierte Steuerung und eine curriculumbasierte Ausbildung).\nEin Blick in die Geschichte der Fahranfängervorbereitung zeigt jedoch\, dass diese bis in die 2000er Jahre eher intuitiv und sporadisch unter dem Druck des Unfallgeschehens gesteuert wurde; ein verkehrspolitischer Diskurs zur evidenzbasierten Optimierung der Fahranfängervorbereitung kommt nur langsam in Gang. Gleichzeitig sind Indizien dafür erkennbar\, dass die an ihre Grenzen gelangte neokorporatistische Systemsteuerung mit den aus einer evidenzbasierten Steuerung resultierenden Entwicklungserfordernissen kollidiert. Als Zwischenbilanz ist zu konstatieren\, dass durch den Wechsel von der Input- zur Outputsteuerung und die Wirkungsorientierung der „Empirischen Wende“ mittlerweile einzelne Elemente der Fahranfängervorbereitung evidenzinformiert weiterentwickelt werden. Bisher ist es allerdings noch nicht ausreichend gelungen\, die Systemelemente in diesem Prozess zu verschränken.
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