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SUMMARY:Februar-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 13. Februar 2014 stattfindenden Februar-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nElmar Altvater (MLS):  \nDie politische Regulierung von Erdsystemen im Anthropozän\n10.00 bis 12.00 Uhr\nBerlin\, Rathaus Tiergarten\, Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Altvater ist Wirtschafts- und Politikwissenschaftler sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1998. Bis 2004 arbeitete er am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin auf den Gebieten der Internationalen Politischen Ökonomie. Er ist Associated Fellow des Institute for International Political Economy an der Hochschule für Recht und Wirtschaft\, Berlin\, und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von ATTAC. Gemeinsam mit Birgit Mahnkopf hat er das Buch “Grenzen der Globalisierung. Politik\, Ökonomie und Ökologie in der Weltgesellschaft” verfasst (2007 in 7. Auflage)\, das Buch “Das Ende des Kapitalismus wie wir ihn kennen” (2011 in 7. Aufl.); auch viele Aufsätze zu unterschiedlichen Fragen der Globalisierung\, der Finanz- und Eurokrise und der ökologischen Krise entstammen seiner Feder. \nAbstract:\nSeit wenigen Jahren haben Naturwissenschaftler herausgefunden\, dass das biblische Wort “Macht Euch die Erde untertan” Wirklichkeit geworden ist. Die Spuren menschlicher Aktivitäten lassen sich in den Sedimenten der Erdkruste\, in den Ozeanen und vor allem in der Atmosphäre als konzentrierte CO2-Moleküle nachweisen. Die Folgen sind dramatisch\, insbesondere der Klimawandel. Sozialwissenschaftler müssen die Frage stellen\, erstens welche sozialen Prozesse es sind\, die diese Veränderungen an der Natur des Planeten Erde bewirken. Sind es “die Menschen”\, wie es die Bezeichnung des neuen Erdzeitalters als Anthropozän nahelegt\, oder sind es die Menschen in bestimmten gesellschaftlichen Zusammenhängen\, die sozial gestaltet und  politisch gesteuert sind? Wäre es vielleicht nicht angemessener\, das Anthropozän daher als kapitalistisch geformtes Erdzeitalter\, als “Kapitalozän” zu interpretieren?\nZweitens ist die Frage aufzuwerfen\, wie die negativen Folgen der Veränderungen von Erdsystemen politisch abgefangen werden können. Einige Naturwissenschaftler neigen zu “geo-engineering”\, dessen Gefahren abergewaltig sind und häufig in einem tradierten Technik-Optimismus unterschätzt werden. Die Ansätze von global governance sind im Rahmen der Klimapolitik bislang gescheitert. Sind möglicherweise die kleinen Lösungen von unten in “solidarischer Ökonomie”\, in genossenschaftlichen Formen eine Lösung? \n 
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SUMMARY:Geschäftssitzungen der Klassen (nichtöffentliche Veranstaltungen)
DESCRIPTION:Die Geschäftssitzungen der Klassen \nNaturwissenschaften und Technikwissenschaften\nsowie\nSozial- und Geisteswissenschaften \nfinden als nichtöffentliche Verranstaltungen am 23. Januar 2014  von 09:15 – 10:00 Uhr in den Räumen  BVV-Saal bzw. Balkon-Saal des Rathauses Tiergarten in Berlin statt. \nEinladungen und Tagesordnungen werden gesondert versandt.
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 12. Dezember  2013 stattfindenden Dezember-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nWolfdietrich Hartung (MLS): Wege des Erkennens – am Beispiel unseres  Wissens über Sprechen und Sprache \n10.00 bis 12.00 Uhr Ort: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Hartung ist Sprachwissenschaftler und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1996. Nach dem Studium der Germanistik und Nordistik begann er 1955 seine Tätigkeit an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Dort war er bis 1969 Mitarbeiter der Arbeitsstelle Strukturelle Grammatik\, danach bis 1991 Leiter des Bereichs Sprachliche Kommunikation am Zentralinstitut für Sprachwissenschaften. 1992/93 arbeitete er am Institut für deutsche Sprache in Mannheim\, danach an einem DFG-Projekt mit. Zahlreiche Publikationen auf folgenden Gebieten: Syntax des Deutschen\, Grammatiktheorie\, Kommunikation und Gesellschaft\, Soziolinguistik\, Sprachnormen\, Gesprächsanalyse\, Geschichte der Sprachwissenschaft\, Sprache und Kultur\, deutsch-deutsche Kommunikation. Mitarbeit an Wörterbüchern; (Mit-)Herausgabe mehrerer Zeitschriften; (Mit-)Veranstalter zahlreicher internationaler Tagungen\, zuletzt 2000 „Kulturen und ihre Sprachen. Die Wahrnehmung anders Sprechender und ihr Selbstverständnis“. Gegenwärtige Arbeits- und Interessengebiete: Sprache und Kultur\, Geschichte der Sprachwissenschaft\, Sprache in der DDR. \nAbstract:\n Da (fast) jeder ohne größere Mühen mindestens eine Sprache so weit beherrscht\, dass er sie für seine Zwecke hinreichend effektiv verwenden kann\, mag die Frage nach den Wegen\, sie zu erkennen\, etwas in den Hintergrund rücken. Das ist aber deshalb erstaunlich\, weil Sprache – unsichtbar für uns – nur in den Köpfen von Individuen „lebt“; wahrnehmbar sind erst die Produkte dieses Lebens\, die „zwischen“ den Individuen\, also außerhalb von ihnen existieren und uns zu vielerlei Schlüssen über Individuelles und Überindividuelles anregen. Diese unvermeidlichen Übergänge werfen naturgemäß Fragen nach der Verlässlichkeit des Wahrgenommenen und der Brauchbarkeit des Gedachten auf\, sie berühren also wesentliche Fragen des Mensch-Seins\, die niemand umgehen sollte.\n Im 1. Teil des Vortrags wird ein Überblick über die sehr unterschiedlichen Arten der uns zur Verfügung stehenden Daten und über auf dieser Basis formulierbare Erkenntnisfragen gegeben.\n Im 2. Teil wird an drei Beispielen erläutert\, welche Probleme sich aus mangelnder Beachtung der divergierenden Existenzformen von Sprache ergeben können: Wo beginnt die Verschiedenheit von Sprachen? Was sind Bedeutungen „wirklich“? Wieweit lässt Sprachgebrauch auf verinnerlichte Verhaltensmuster schließen?\n Der 3. Teil des Vortrags widmet sich der Frage nach der Herkunft der Sprachfähigkeit des Menschen. Im Mittelpunkt steht ein Blick auf das Lebenswerk von Noam Chomsky\, auf seinen Begriff der im Kern angeborenen Language Faculty\, auf die Idee einer teilweise ähnlichen Science Forming Faculty sowie auf seine Unterscheidung von problems und mysteries\, die Schranken auch für die Erkennbarkeit der Sprache zulässt. Chomsky\, der am 7. Dezember seinen 85. Geburtstag begeht\, hat entscheidenden Anteil daran\, dass (natur)wissenschaftliches Denken in einige Bereiche der Linguistik Eingang fand\, und er hat wesentliche Anstöße für die aufkommenden Neurowissenschaften gegeben. Seine bisweilen auch polarisierende Wirkung hat die Fragilität eines verbreiteten Erkenntnis-Optimismus zumindest deutlich werden lassen. \n Im Augenblick werden Versuche\, die Sprachfähigkeit evolutionär zu erklären\, auf jeden Fall bevorzugt und sind dank der Verzweigtheit möglicher Erklärungswege auch zugänglicher. Von stichhaltigen Erkenntnissen sind auch sie jedoch noch weit entfernt.
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SUMMARY:November-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 14. November 2013 stattfindenden November-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nWolfgang Weiß (MLS):\nDemografie als Prozess\, Wissenschaft und Politik (Beitrag zum Wissenschaftsjahr “Demografischer Wandel als Chance”) \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nDr. Weiß ist Geograph und Demograph sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2004. Nach dem Studium der Pädagogik\, Mathematik und Geographie in Greifswald wurde er ebendort 1984 mit einer methodologischen Arbeit zur Bevölkerungsprognose promoviert und habilitierte sich 1989 mit einem regional-demographischen Thema zur Entwicklung ländlicher Räume.\nBeruflich unterlag er in den 1980er Jahren formal begründeten Restriktionen\, die zwar seit 1990 eine andere Farbe haben\, aber letztlich die Etablierung in klassischen Wissenschaftsstrukturen verwehrten. Weiß lehrt und forscht als Privatdozent am Institut für Geographie und Geologie der Universität Greifswald. Er tritt seit Jahren in der Literatur immer wieder mit kritischen Positionen und Versuchen zur Weiterentwicklung des Faches in Erscheinung. Ein großes Gewicht hat dabei die Verknüpfung von Theorie und Praxis in der Angewandten Geographie sowie in der Raumordnung und Landesplanung. Im Zentrum stehen u.a. selektive Migrationsprozesse\, insbesondere sexualspezifische Abwanderungen aus benachteiligten Räumen\, die Herausbildung einer Residualbevölkerung sowie die Rückkopplung der Migration auf Fertilität und Mortalität.\nEr ist korrespondierendes Mitglied der Akademie für Raumforschung und Landesplanung sowie Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Demographie. \nAbstract:\nWer heute von Demographie spricht\, folgt oftmals lediglich dem Zeitgeist\, verwendet den Begriff als Keycode für politische Positionierungen oder die Akquisition von Fördermitteln. Nur wenige sind sich darüber im Klaren\, dass sie dabei mit ihren Aussagen vielfach falsch liegen\, und diese Feststellung betrifft nicht nur die Semantik.\nDa wird „die Demographie Deutschlands“ bemüht. – Die demographische Entwicklung? Oder die Wissenschaft Demographie? Da werden bestimmte demographische Entwicklungen der Gegenwart angesprochen\, sollen gar bestimmte Entwicklungen „abgemildert“ oder sogar „bekämpft“ werden\, ohne Kenntnis der Gesetzmäßigkeiten\, als wenn man etwa gegen die Gravitation kämpfen könnte\, oder gegen die Brechung des Lichtes durch ein Prisma.\nBesonders bedenklich jedoch ist die Beschwörung alter\, malthusianistischer Formeln. Die Politik bedient sich dabei einer willfährigen Vulgär-Demographie\, für die es immer nur zu viele\, zu wenige oder die falschen Menschen gibt. Die soziale Frage hingegen bleibt auf der Strecke. Dabei gibt es aktuell durchaus genug Anlass\, Malthus ernst zu nehmen.
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SUMMARY:Oktober Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Gesiteswissenschaften lädt zur planmäßig am 10. Oktober 2013 stattfindenden Oktober-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nHans-Otto Dill (MLS): \nDie Globalisierungs- und Modernisierungskonzepte Alexander von Humboldts als Komplementärbegriffe der Natur- und Sozialgeschichte\n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Dill (78) ist Romanist – Spezialist für spanische\, lateinamerikanische\, karibische und französische Literatur und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1995\, in der er seit Januar 2009 als Secretar der Sozial- und Geisteswissenschaftlichen Klasse wirkt.\n1982-1991 hatte er eine Professur für Lateinamerikanische Literaturen an der Humboldt-Universität inne\, 1989-90 eine Gastprofessur an der Georg-August-Universität Göttingen und anschließend eine ebensolche an der Universität Sao Paulo\, Brasilien. Zu Gastvorlesungsreihen und Kurzdozenturen weilte er an Universitäten in Mexiko\, Peru und Argentinien. Als Emeritus nahm er von 2002-2005 Lehraufträge an der Universität Hamburg wahr.\nEr hat ca. 200 Abhandlungen\, meist in spanischer Sprache\, in wissenschaftlichen Zeitschriften Deutschlands\, Frankreichs\, Spaniens\, Italiens\, Tschechiens\, der USA und vieler Länder Lateinamerikas sowie ein halbes Dutzend Sammelbände (mit)herausgegeben.\n1975 erhielt er den lateinamerikanischen Literaturpreis Casa de las Américas für eine Monographie über den kubanischen Dichter José Martí. Seiner umfangreichen Veröffentlichungsliste fügt er gegenwärtig die Herausgabe der Akten der von ihm organisierten Leibniz-Konferenz zum 300. Geburtstag von Jean-Jacques Rousseau zu. \nAbstract:\nDer Vortragende widerlegt anhand von biographischem und wissenschaftlichem Material die weitverbreitete Meinung\, Alexander von Humboldt sei im Unterschied zu seinem Bruder\, dem Geisteswissenschaftler Wilhelm von H.\, ein reiner Naturwissenschaftler gewesen. Er zeigt\, dass Humboldts Schriften zur Naturwissenschaft wie zu Geographie und Geologie sowie seine lateinamerikanischen Tagebücher und der dem Weltall wie dem Planeten Erde gewidmete Kosmos eine große ´Menge von Aussagen über den Menschen\, seine Geschichte und Kultur enthalten\, die über bloßes humanistisches Bildungsgut\, Alltagsweisheit und politisch-moralische Bekenntnisse weit hinausgehen. Humboldt sieht die Entwicklung der Menschheit und ihre irdische Existenz nicht als gewissermaßen zwangsläufiges Produkt der Naturgeschichte\, sondern betrachtet letztere lediglich als ein vorgegebenes Bedingungsgefüge der Sozial- und Kulturgeschichte und relativ freien Handlungsspielraum des Menschen. Dieses nicht nur allgemeine und politische\, sondern auch wissenschaftliche Interesse des Berliner Forschers für menschliche Gesellschaft\, Geschichte und Kultur datiert Dill auf die Ankunft Humboldts in Südamerika. Humboldt formuliert genuine sozial- und kulturwissenschaftliche Erkenntnisse\, die besonders in der heutigen gegenwärtigen Etappe der Globalisierung von grundlegender Bedeutung für die Menschheitsentwicklung sind. Im Mittelpunkt von Humboldts gesellschaftspolitischen Erörterungen stehen vor allem Ausbeutung\, Unterdrückung und Herrschafts- und Knechtschaftsverhältnisse.
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SUMMARY:September-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 12.September 2013 stattfindenden September-Sitzung ein\, auf der zur wissenschaftlichen Diskussion aufgerufen wird zu einem Vortrag: \nArne Heise (MLS) \nGovernance without government oder die Eurokrise und was mit dem europäischen Gouvernance-System nicht stimmt\n10:00 Uhr bis 12:00 Uhr; Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Heise (53) ist Wirtschaftswissenschaftler und Mit­glied der Leibniz-Sozietät seit 2007. Er hat eine Professur für VWL\, insbesondere Finanzwissenschaft und Public Governance\, an der Universität Hamburg inne. An der Universität Bremen wurde er promoviert und habilitierte er sich\, hatte Professuren an der Wirtschaftsuniversität Wien\, der Universität zu Köln inne\, ist affiliierter Professor an der Izmir University of Economics und Visiting Fellow am St. Edmund’s College der Cambridge University. \nAbstract:\nDie Weltfinanzkrise von 2008 – 2010 wird als tiefste weltweite Depression seit der Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre betrachtet. Wenn sie letztlich nicht ganz so einschneidend war wie die Weltwirtschaftskrise\, dann deshalb\, so die Europäische Kommission\, weil man die Lektion der 1930er Jahre gelernt und deren Lehren insbesondere in das Europäische Governance-System institutionell eingebaut habe.\nIn dem Vortrag wird argumentiert\, dass diese Einschätzung der Kommission allzu positiv erscheint. Im Gegensatz dazu muss festgestellt werden\, dass die institutionellen Vorkehrungen des Europäischen Governance-Systems wesentlich mit dazu beigetragen haben\, dass die Weltfinanzkrise in einigen EU-Mitgliedsstaaten daraus vergleichbare Dimensionen mit der Weltwirtschaftskrise angenommen hat und deshalb eine Reform des EU-Governance-System unausweichlich ist.
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SUMMARY:Juni-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 13. Juni 2013 stattfindenden Juni-Sitzung ein\, auf der zur wissenschaftlichen Diskussion aufgerufen wird zu einem Vortrag: \nJörg Roesler (MLS): Counterfactual History. Ihre Anwendung auf die Erforschung  und Darstellung der DDR-Geschichte \n10.00 bis 12.00 Uhr; Berlin\, Rathaus Tiergarten; Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Roesler (72) ist Wirtschaftswissenschaftler und Mit­glied der Leibniz-Sozietät seit 1996. Er studierte ab 1959 Wirtschaftsgeschichte an der Humboldt-Universität\, arbeitete am dortigen Institut für Wirtschaftsgeschichte und ab 1974 am von Jürgen Kuczynski gegründeten Akademieinstitut in Berlin. Er hielt Vorlesungen zur Wirtschaftsgeschichte der DDR\, Deutschlands und des Auslands\, forschte zur Industriegeschichte der DDR und zur Wirtschaftsgeschichte der sozialistischen Länder. Nach 1991 untersuchte er die Transformation in Ostdeutschland und in den osteuropäischen Ländern. Seine Lehrtätigkeit setzte er bis 2006 fort\, u. a. an der Universität der Künste\, Berlin\, und als Gastprofessor in Kanada und den USA. \nAbstract:\nIn den USA entstanden\, hat der Zweig der Kontrafaktischen Geschichte\, auch als Eventualgeschichte\, virtuelle Geschichte oder „Geschichte im Konjunktiv“ bezeichnet\, unter deutschen Historikern als Forschungsmethode seit Mitte der 1980er Jahre Anhänger gefunden. Die Eventualgeschichte hat sich zur Aufgabe gemacht\, auf Alternativen zur geschehenen Entwicklung\, die nicht realisiert wurden\, aufmerksam zu machen. Sie kann\, sofern sie bestimmte Regeln einhält\, die im Beitrag vorgestellt werden\, dazu benutzt werden\, die durch die traditionelle Historiografie gewonnene Kenntnis über den realen Geschichtsverlauf zu ergänzen und zu bereichern. Die Counterfactual History dient dabei nicht nur zur besseren Ausleuchtung der Realgeschichte\, sondern auch der wünschenswerten Korrektur der Realgeschichtsschreibung\, da sie geeignet ist\, einer der Realgeschichte innewohnenden Schwäche\, dem Hang vor allem ihrer Zeitgeschichtsschreibung zur teleologischen Geschichtsbetrachtung wirkungsvoll zu begegnen. Besonders angeraten ist ihre Anwendung auf die DDR-Geschichte\, deren „Aufarbeiter“ sie – ausgehend von deren Ende – gern als vierzigjährige Geschichte eines unvermeidlichen „Untergangs auf Raten“ darstellen. Mit Hilfe der Counterfactual History lässt sich begreifen\, dass für die DDR durchaus die Möglichkeit bestand\, nur einige wenige Jahre\, aber auch deutlich weitaus länger als vier Jahrzehnte zu existieren.
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SUMMARY:Mai-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 16. Mai 2013 stattfindenden Mai-Sitzung ein\, auf der zur wissenschaftlichen Diskussion aufgerufen wird zu einem Vortrag: \nNorman Paech (Hamburg): Das Recht zum Krieg – zu neuen Entwicklungen in der Völkerrechtsdiskussion der BRD \n10.00 bis 12.00 Uhr\, Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Ort: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Paech (75) ist Rechtswissenschaftler. Nach dem Studium der Geschichte und des Rechts an den Universitäten Tübingen\, München\, Paris und Hamburg (Promotion 1965) absolvierte er noch ein Zusatzstudium am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik Berlin. Das befähigte ihn zur Arbeit im Bundesministerium für Wirtschaftliche Entwicklung in Bonn (1968 bis 1972). Danach war er für zwei Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW) in Hamburg. 1975 wurde er zum Professor für Politische Wissenschaft an der Einstufigen Juristenausbildung der Universität Hamburg berufen\, 1982 zum Professor für öffentliches Recht an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg.\n1969 bis 2001 war er SPD-Mitglied\, 1972 bis 1973 gehörte er dem Juso-Landesvorstand Hamburg an. 1977 bis 1986 war er der Vorsitzende der Vereinigung demokratischer Juristen (VDJ) in der BRD. 2007 trat er der Partei DIE LINKE bei\, war 2005-2009 Mitglied des Deutschen Bundestages und Außenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE.\nProf. Paech engagiert sich außer in der VDJ in der “Freundschaftsgesellschaft Vietnam-BRD”\, im Wissenschaftlichen Beirat von “International Association of Lawyers against Nuclear Armement” (IALANA) und von “International Physicians for the Prevention of Nuclear War” (IPPNW) sowie bei Attac und im Auschwitz-Komitee.\nJüngste Veröffentlichung: Paech\, Stuby\, Machtpolitik und Völkerrecht in den internationalen Beziehungen\, VSA-Verlag\, Hamburg 2013. \nAbstract:\nDie Epoche seit dem Untergang der Sowjetunion und der Auflösung des Machtgleichgewichts zwischen Ost und West wird durch eine stärkere militärische Interventionspolitik der atlantischen Mächte weltweit gekennzeichnet. Die erhoffte „Friedensdividende“ hat sich nicht eingestellt.\nDie strenge Eingrenzung staatlicher Gewaltausübung durch Kriegsverbot (Briand-Kellogg-Vertrag 1928) und Gewaltverbot (UNO-Charta 1945) widerspricht den Plänen nach Neuordnung der postkolonialen Welt.\nWissenschaft und Politik arbeiten durch die Wiedereinführung alter (humanitäre Intervention) und Formulierung neuer (responsibility to protect\, Antiterrorkampf) Rechtfertigungskonstruktionen daran\, die engen Regeln des Kriegsverbots durchlässig zu gestalten\, um die Differenz zwischen rüstungstechnologischer Kriegsfähigkeit und juristischer Kriegsmöglichkeit zu überwinden.\nDie jahrzehntelange Förderung und Zusammenarbeit mit nachkolonialen korrupten und kriminellen Eliten und Regierungen hat sich nicht als dauerhaft erwiesen. Ihre Beseitigung ruft die alten Kolonialmächte auf den Plan\, die ihre nach wie vor bestehenden ökonomischen und strategischen Interessen auch militärisch sichern wollen. Deshalb erklären alle Militärstrategien der atlantischen Mächte die Sicherung ihrer Handels- und Rohstoffinteressen zur legitimen Aufgabe der Streitkräfte.\nDas Bemühen\, den Entzug des staatlichen Gewaltmonopols und seine Übertragung auf die UNO zu lockern und das alte Recht auf Krieg wieder zu öffnen\, spiegelt die alte koloniale Konfrontation wieder. Denn wo der Schutz vor der übermächtigen militärischen Gewalt nur noch durch das Recht möglich ist\, zerstört die Erosion dieses Rechts die Sicherheit und Souveränität der schwachen Staaten.
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SUMMARY:Eugen-Goldstein Kolloquium "Wissenschaft und Öffentlichkeit"
DESCRIPTION:Wissenschaftliches Kolloquium anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Berliner URANIA \nGemeinsame Veranstaltung der URANIA Berlin und der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin Weitere Einzelheiten: \nProgramm \n \nEinladung \n  \n 
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SUMMARY:April-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 11. April 2013 stattfindenden April-Sitzung ein\, auf der zur wissenschaftlichen Diskussion aufgerufen wird zu einem Vortrag: \nErdmute Sommerfeld (MLS) & Werner Krause (MLS):\n„Objektiv\, aber speziell“: Psychologie als Naturwissenschaft \nAchtung:\nVeranstaltungsort Rathaus-Mitte\, Karl-Marx-Alle 31\, Raum 121\, 10.00 Uhr \nC.V.:\nFrau Prof. Sommerfeld ist Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2004. Nach dem Studium der Physik an der Technischen Hochschule Magdeburg arbeitete sie von 1969 bis 1991 an der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin\, später Akademie der Wissenschaften der DDR\, am Zentralinstitut für Kybernetik und Informationsprozesse – mit dem Forschungsschwerpunkt „Mathematisch-psychologische Elementaranalyse der menschlichen Informationsverarbeitung“ (Promotion 1979 zum Dr. rer. nat.). Von 1985 bis zur Abwicklung der Akademie der Wissenschaften leitete sie die Abteilung “Mathematische Modellierung und Simulation kognitiver Prozesse”\, danach die Projektgruppe “Mathematische Psychologie” im Rahmen des Wissenschaftler-Integrations-Programms (WIP). Nach der Habilitation an der Humboldt-Universität zu Berlin 1993 war sie wissenschaftliche Oberassistentin am Institut für Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 1994 erhielt sie den Ruf auf die Dozentur “Methoden der Psychologie” der Universität Leipzig und wurde 2003 zur Außerplanmäßigen Professorin ernannt.\nIn der International Society for Psychophysics war sie die Vorsitzende des Programm- und Organisationskomitees für den “Fechner Day 2001” in Leipzig – das Internationale Symposium zu Ehren des 200. Geburtstages von G. Th. Fechner\, des Begründers der Psychophysik und Wegbereiters für die experimentelle Psychologie.\nZu ihren Veröffentlichungen gehören mehrere Bücher sowie zahlreiche Fachartikel zur Modellierung und Analyse kognitiver Strukturen und Prozesse. \nProf. Krause ist Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1999. Nach dem Studium der Medizinischen Elektronik\, Radiologischen Technik und Theoretischen Physik an der Technischen Universität Ilmenau arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent am Hirnforschungsinstitut der Universität Leipzig und am Psychologischen Institut der Humboldt-Universität Berlin\, wo er 1969 promoviert wurde. Es folgten die Leitung der Abteilung Problemlösen am Zentralinstitut für Kybernetik und Informationsprozesse der Deutschen Akademie der Wissenschaften (später Akademie der Wissenschaften der DDR) sowie die Habilitation (1978). 1987 wurde er auf den Lehrstuhl Allgemeine Psychologie II der Friedrich-Schiller-Universität Jena berufen; 1990 bis 1992 war er dort Dekan; 2003 wurde er emeritiert.\nIn seinen zahlreichen Originalbeiträgen und den von ihm (mit-)herausgegebenen Büchern geht es vorzugsweise um die menschliche Informationsverarbeitung sowie um das Verhältnis von Psychologie und Naturwissenschaften. \nAbstract:\nDer Vortrag knüpft an den Vortrag von Helga und Lothar Sprung „Einheit in der Vielfalt. Zur Entwicklung der Psychologie im Spannungsfeld zwischen Natur- und Geisteswissenschaften“ vom Oktober 2012 an.\nEine besonders wichtige Phase für die Entwicklung der Psychologie begann mit den Anfängen der griechischen Naturphilosophie. In dieser Zeit wurden Theorien und Hypothesen entwickelt\, die heute noch für die Psychologie von grundlegender Bedeutung sind. Sie konnten jedoch mit den damaligen Methoden nicht überprüft werden. Ein notwendiger Paradigmenwechsel und der Transfer von Theorien und Untersuchungsmethoden aus naturwissenschaftlichen Disziplinen und der Mathematik führten zur Entwicklung der Psychologie als Einzelwissenschaft auf naturwissenschaftlicher Grundlage.\nFür den Vortrag haben die Autoren drei theoretische Ansätze aus der griechischen Naturphilosophie ausgewählt\, die sich auf Grundprinzipien des Denkens beziehen. Das betrifft die Schwerpunkte „Formale Logik und Schlussprozesse“\, „Kategorienbildung“ und „Einheitenbildung“. An ausgewählten Paradigmen zeigen sie\, wie man in der heutigen Psychologie solche Prinzipien der menschlichen Informationsverarbeitung auf der Basis naturwissenschaftlicher Methoden und mit Hilfe der Mathematik experimentell untersuchen kann und welche Ergebnisse dabei erzielt wurden. Dabei werden Fortschritte und Grenzen der Psychologie als Naturwissenschaft aufgezeigt.
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SUMMARY:Tagung des Arbeitskreises "Prinzip Einfachheit"
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis “Prinzip Einfacheit” lädt ein zu einer Arbeitstagung mit Vortrag und Diskussion  zum Thema: \nLutz-Günther Fleischer (MLS):\nInformation und Entropien: Komplexe Werk- und Denkzeuge des Prinzips Einfachheit \nAbstract \nDer Arbeitskreis ‚Prinzip Einfachheit‘ der Leibniz-Sozietät hat sich unter verschiedenen Blickwinkeln mit der Einfachheit als Wirk-\, Erkenntnis- und Gestaltungsprinzip auseinandergesetzt und dazu gut begründete Standpunkte sowie ver-allgemeinerungsfähige Erkenntnisse publiziert. (siehe vor allem: E. Sommerfeld et al.\, 2011; R. März\, 2011; W. Ebeling\, 2012). Einige dieser inhaltlichen Ergebnisse und offenen Fragen werden in die Betrachtungen einbezogen – revisited. \nDas methodische und praktische Problem des kontextuell zielgerichteten Vereinfachens stellt sich aus den speziellen Perspektiven der einzelnen Wissenschaftsgebiete – und grenzüberschreitend inter- sowie transdisziplinär – für komplexe Real- und Theoriensysteme mit ihrer Vielzahl und Vielfalt von Elementen und Relationen sowie deren gefächterte Funktionalitäten unter strukturellen und funktionellen Aspekten. Es besitzt maßgebliche wissenschaftliche und naturgemäß wesentliche weltanschauliche Facetten. \nDie exponierten\, originär physikalischen\, inzwischen – aus guten Gründen – ihrem Ursprungsfeld entwachsenen (aber in ihm stetig verwurzelten) Begriffe (ggf. Grö-ßen) Informationen und Entropien fungieren als komplexe Werk- und Denkzeuge des Prinzips Einfachheit. Obwohl beide Kategorien einem Trilemma unterliegen (oder vielleicht sogar wegen der Mehrdeutigkeit und ihrer Vielfalt in der Tiefenstruktur) gehören sie in jeglicher Technologie als komplexe Werk- und Denkzeuge zum Ensemble der maßgeblichen Arbeitsmittel. Technologien subsumieren generell den Modus\, die Art und Weise\, die Verfahren und Strategien\, mit denen der affektiv\, aktional (sensomotorisch) und kognitiv agierende Mensch mit ihm natürlich gegebenen (physischen\, psychischen) oder eigens dafür geschaffenen (artifiziellen) Mitteln und Methoden (Arbeitsmitteln)\, die Arbeitsgegenstände: Stoffe\, Energien\, Informationen bearbeitet\, verarbeitet und umwandelt. Informationen sind sowohl unverzichtbare Arbeitsmittel\, als auch Arbeitsgenstand. Das gilt in ausgezeichneter Weise für den Spezialfall der sich konsolidierenden Kognitionstechnologien. In ihrem Gefolge nimmt der Mensch Informationen aus seiner Umgebung auf\, be-und verarbeitet sie intern und extern\, orientiert und reguliert sein Handeln demgemäß (Informationswech-sel/Kognition) Technologien erscheinen – in ihrer Einheit von Ontischem und Logischem – als Dualität von handlungsorientierten\, objektiv-realen Prozess-Systemen (Sachsystemen) und erkenntnisorientierten\, akkumulierenden und systematisierenden Wissens-Systemen (Theoriensystemen). Sie bilden stets funktionsbestimmte\, ganzheitlich operierende\, hoch komplexe\, dynamische Gesamtheiten/Ganzheiten mit typischen\, gegebenen oder geschaffenen\, Kooperations- und Organisationsformen zwischen ihren konstituierenden\, integrierten Subsystemen. \nVereinfachungen führenin der Regel auf das\, in den zu untersuchenden Zusammen-hängen Wesentliche\, möglichst zudem teilweise Bekannte\, auf Analoges\, Ähnliches\, auf Pendants\, kreative Metaphern etc.\, zurück. Sie sind immer final. Zielführend können u.a. das Formalisieren\, Modellieren\, Differenzieren/Integrieren\, Minimieren/Maximieren\, Separieren/Komplexieren\, Konkretisieren/Abstrahieren sein. Leicht nachvollziehbar ist z.B. jede Abstraktion/Konkretisierung eine intensionale/extensionale Reduktion der betroffenen Designate. Die präzisierende\, inhaltsanreicherende Konkretisierung verengt wesensgemäß den extensionalen Bezugsrahmen der erfassten Sachverhalte\, der Aussagen\, der Lexeme etc. Andererseits erweitert die Abstraktion die extensionale Bezugnahme und vereinfacht die Intension. \nAlle vorangehend angeführten Maßnahmen des Vereinfachens betreffen vornehmlich die kognitive Komplexität. Die Anzahl der strukturellen/funktionellen Einflussgrößen und der Interdependenzen zwischen ihnen herabzusetzen und damit den Komplexitätsgrad (vermutlich genauer: die Kompliziertheit) effektiv zu verringern\, ist in Erkenntnis- und Gestaltungsprozessen realistisch und zielführend\, aber auch anspruchsvoll. Richtig gelesen spricht Mancherlei für J. W. v. Goethes Diagnose in ‚Maximen und Reflexionen‘: „Alles ist einfacher\, als man denken kann\, zugleich verschränkter\, als es zu begreifen ist“ \nFür die quantifizierenden Proceduren des Vereinfachens bedingen sich die experi-mentelle und die mathematische Methode im produktiven Verbund. \nEntropien und Informationen sind originär zwei Grundgrößen der Physik und verallgemeinert zwei fundamentale ‚Perspektiven‘ unter denen Entitäten erfasst werden. Beide tragen einen Doppelcharakter: sind modus-operandi-Systeme’ sowie ‚opus operantis‘\, reflektieren phänomenologisch und/oder statistisch folglich die Art und Weise der Veränderungen\, widerspiegeln deren Prozesscharakter\, die Prozessrichtung\, bewerten die Effekte\, die Ergebnisse des Wirkens. \nEntropien sind generell makroskopische Zustandsgrößen\, zeitliche Mittelwerte und speziell (d.h. hier\, im Sinne der Statistik) Maße für die Menge aller Möglichkeiten im beobachteten Mikrostatus eines Systems\, dadurch Maßstäbe für ‚unvorhersehbare Aktualitäten‘\, für Defizite an Informationen z.B. über die gleichermaßen wahrscheinlichen Mikrozustände\, für ein Quantum an Informationen\, das erforderlich ist\, um die Erkenntnise über den Mikrostatus zu spezifizieren. \nDie experimentell gestützte Gleichung für die Boltzmann/Planck‘sche-Entropie SBP (einem geometrischen Mittelwert der Unbestimmtheit) gehört zu den fundamentalen\, also nicht nur thermodynamisch relevanten\, Postulaten der statistischen Theorie der Materie. Sie bot und bietet die Basis für Analoga. \nDie in Zuständen und naturalen Prozessen miteinander formal und real verbundenen Tatbestände sowie Aussagen der Entropien und Informationen sind exponierte objektive Struktur- und Wertmaße sowohl der faktisch-strukturellen Komplexität der Realien als auch der kognitiven Komplexität ihrer dialektischen Widerspiegelungen (d.h. der Erkenntnisprozesse selbst und daraus resultierender Erkenntnisse – des praktischen und theoretischen Wissens) \nEntropien und Informationen fungieren in diesem Sinn in verschiedenen theoretischen Systemen und in unterschiedlichen Ausprägungen als Explikate solcher Begriffspaare\, wie Bestimmtheit/Unbestimmtheit\, Ordnung/Unordnung\, Wert/Wertlosigkeit. Beide dienen der Aufklärung und Bewertung der Struktur von Informationsträgern\, quantifizieren statistisch die Vorhersagbarkeit von ‚Bewegungen‘ (Veränderungen überhaupt) und Entwicklungen. Sie berücksichtigen\, dass in den Sphären des Mannigfaltigen und Vielfältigen das wirklich Unterscheidbare – das Faktische\, das Aktuelle – prinzipiell und wesensgemäß nicht mit dem möglich Unterscheidbaren – dem Potenziellen– kongruent ist. \nWie alle Explikationen zielen sie grundsätzlich auf Präzisierung\, Verständlichkeit\, sachgerechte Quantifizierung sowie Attraktivität und Effektivität ihrer symbolischen Konstrukte. Das gilt im herausgehobenem Maß für die Antonyme Bestimmtheit/Unbestimmtheit bzw. Ordnung/Unordnung\, deren Ursachen\, Widerspiegelungen\, Nutzens- und Gefahrenmomente (Risiken). \nDer strukturtheoretische Begriff Ordnung bezieht sich auf den realen (faktischen\, aktuellen) Zustand des Systems\, seine Organisation\, d.h. die Existenz (den Aufbau und die Erhaltung) nicht zufälliger\, räumlicher\, zeitlicher und raumzeitlicher Muster aus Untereinheiten der jeweiligen Systeme\, mit spezifischen stofflichen\, energetischen und informationellen Strukturen\, die Funktionalitäten realisieren. \nDie Strukturbildung\, -bewertung und der Strukturerhalt gehören zu den zentralen Problemen der Wissenschaft damit auch der\, in den diskutierten Zusammenhängen hauptsächlich in Anspruch genommenen\, Thermodynamik\, Informations- und Systemtheorie. \nIm ersten Teil des Beitrages werden Überlegungen zu grundlegenden Begriffen und Begriffspaaren des Themas\, wie Struktur\, Prozess\, Entropie\, Information\, Komplexität-Elementarität; Kompliziertheit-Einfachheit; Ordnung-Unordnung; Bestimmtheit-Unbestimmtheit innerhalb des relevanten hochdimensionalen Begriffsgefüges vorgestellt. Sowohl für Experten als auch für gebildete Laien sind erfahrungsgemäß die phänomenologischen Bedeutungen der Begriffe von hauptsächlichem Interesse. \nDer zweite Teil ist primär auf die syntaktisch Information fokussiert. Ihr Verhältnis zu den komplementären\, nur theoretisch zu trennenden\, Komponenten semantische und pragmatische Information wird angesprochen. Die strukturelle Information\, die im Sinne von informatio: ‚sich-in-Form-bringen‘\, ‚strukturiert sein‘\, allen Informationsträgern (das sind simultan Energieträger-darunter stoffliche Strukturen) eigen ist\, fundiert die realen Systeme und deren gedanklich-theoretischen Korrelate bis zu den mathematischen Konstrukten.In dem Kontext gilt Weizsäckers Erkenntnis: „Der Informationsbegriff ist nämlich etwas\, was sich auf ein wissendes Subjekt bezieht\, auf Fragen\, die dieses Subjekt hat\, auf die Antwort\, die es dafür gewinnt\,\, aber es ist in objektiver Weise subjektbezogen\, und für alle Subjekte\, die dassselbe Wissen oder dieselbe Methode haben\, Wissen zu erwerben\, ist auch das Resultat dasselbe\, und dieses ist der objektive Gehalt“ (Weizsäcker\, 1972) \nDer dritte Teil skizziert am Beispiel der thermisch induzierten Strukturgenese bei der Sol-Gel-Umwandlung (Phasenübergang mit Netzwerkbildung) einer physikalisch-chemisch hinreichend charakterisierten Gelatine\, die Leistungsfähigkeit eines statistisch begründeten Modellsystems aus entropiebasierten dimensionslosen Größen (Strukturfaktor\, Dissipationsfaktor\, Entropieproduktion; Informationsentropie bzw. im ‚Ereignisbild‘ der Zuverlässigkeitstheorie : Überlebens- und Ausfallwahrscheinlichkeit) Die Darstellung basiert auf rheologischen Daten\, die für das viskoelastische Medium mit eigenen Messungen im Oszillalationsmodus ermittelt wurden. (Fleischer\, 2008) \nLiteratur: \nSommerfeld\, E.\, Hörz\, H.\, Krause\, H. (Hrsg.); \, Einfachheit als Wirk-\, Erkenntnis- und Gestaltungsprinzip\, In: Sitzungsberichte Leibniz-Sozietät\, Bd. 108\, Berlin 2011. \nMärz\, R.\, Schöne Einfachheit als (Ver)führung in der Mathematik\, Vortrag im Ar-beitskreis ‚Prinzip Einfachheit‘\, 24.03.2011 \nEbeling; W.\, Ist Evolution vom Einfachen zum Komplexen gerichtet? –Über Emergenz und Werte\, Vortrag im Arbeitskreis ‚Prinzip Einfachheit‘\, 22.03.2012 \nv. Weizsäcker\, C. F.: Vorbereitende Diskussionsbemerkungen\, Nova Acta Leopoldina 37/1(206)\, 503\, Leipzig 1972\, Joh. Ambrosius Barth. \nFleischer\, L.-G.\, Verallgemeinertes technologisches Fachwissen und konkretisiertes Orientierungswissen im Stoffmodul der Materialtechnik zur Konstituierung einer allgemeinen Stofftheorie – Tendenzen und Probleme\, In: Sitzungsberichte Leibniz-Sozietät\, Bd. 99\, Berlin 2008\, S.60 ff.
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SUMMARY:Ankündigung: März-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die März-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften findet planmäßig am 14.03.2013 statt. \n10.00 bis 12.00 Uhr; Berlin Rathaus Tiergarten; Balkonsaal-Saal \nHerbert Wöltge (MLS):\nDie „Unausrottbaren“? Anmerkungen und Notizen zur Gründung der Leibniz-Sozietät \n10.00 bis 12.00 Uhr; Berlin Rathaus Tiergarten; Balkonsaal \nC.V.:\nDr. Wöltge (79) ist Journalist und Zeithistoriker sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1993. Er war nach dem Studium der Philosophie\, Ästhetik und Volkskunde an der Humboldt-Universität zu Berlin als Journalist in verschiedenen Redaktionen populärwissenschaftlicher und wissenschaftlicher Publikationsorgane sowie als freier Wissenschaftsjournalist tätig. An der Universität Leipzig wurde er zu allgemeinen theoretischen Fragen der Öffentlichkeitsarbeit in der DDR promoviert. 1967 bis 1973 leitete er die Pressestelle im Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen der DDR\, 1975 bis 1990 die Presseabteilung der Akademie der Wissenschaften der DDR\, 1990 bis 1992 war er in der Geschäftsstelle der Gelehrtensozietät der Akademie der Wissenschaften für Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. 1990 wurde er Mitglied der Deutschen Public Relations-Gesellschaft und der Technisch-Literarischen Gesellschaft (TELI)\, der führenden Vereinigung deutscher Wissenschaftsjournalisten.\nDie Entstehung\, Gründung und weitere Entwicklung der Leibniz-Sozietät hat er über zwei Jahrzehnte als Berater\, Redakteur und Journalist begleitet. \nAbstract:\nDer Vortrag geht aus Anlass des 20jährigen Bestehens der Leibniz-Sozietät der Frage nach\, welchen Umständen es die Gelehrtengesellschaft der Akademie der Wissenschaften der DDR zu verdanken hatte\, dass sie nicht – wie andere Institutionen der DDR-Wissenschaft – mit der DDR unterging\, warum sie nach dem Beitritt unter völlig neuen Bedingungen als Gelehrtensozietät noch zwei Jahre überlebte und schließlich am 15. April 1993 als Leibniz-Sozietät neu erstand. Untersucht wird an den Bruchstellen dieser Entwicklung\, die vor allem in der Auseinandersetzung um die Formulierung von Art.38(2)Einigungsvertrag vor dessen Wirksamwerden sowie in den Versuchen der Gelehrtensozietät gesehen werden\, sich nach dem Beitritt im föderalen Umfeld und in der Berliner Landespolitik zu behaupten und Bedingungen ihrer Weiterexistenz zu erarbeiten.\nIn einem letzten Abschnitt wendet sich der Vortrag in Thesenform der Frage zu\, auf welche Umstände es zurückzuführen ist\, dass sich die Sozietät in der Wissenschaftslandschaft der Bundesrepublik halten konnte und welche Wandlungen sie erfahren hat. Er regt zu Überlegungen an\, welche Bedingungen sie heute braucht\, um weiterzuleben. Er unterstellt einen Paradigmenwechsel seit dem 300jährigen Jubiläum der Leibnizschen Akademiegründung im Jahre 2000\, der mit dem generationenbedingten Wechsel in Mitgliedschaft und Zielsetzungen verbunden ist.
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SUMMARY:Ankündigung: Diskussionsveranstaltung im Arbeitskreis Gesllschaftsanalyse und Klassen 15.02.13
DESCRIPTION:Arbeitskreis Gesellschaftsanalyse – Diskussion \nThema: Transformationsprozesse global \n15.00 bis 17.00 Uhr; Ort: BISS e. V.\, Pettenkoferstr. 16-18\, 10247 Berlin\nFür weitere Informationen bzw. Materialien bitte Nachfragen an thomas@biss-online.de.
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SUMMARY:Ankündigung: Februar-Sitzung der Klasse Sozial-und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften findet planmäßig am 14.02.2013 statt. \nDietrich Mühlberg (Berlin) :\nZu aktuellen Tendenzen in den Kulturwissenschaften \n10.00 bis 12.00 Uhr; Berlin\, Rathaus Tiergarten; Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Mühlberg (76) ist Kulturwissenschaftler. Nach dem Studium der Philosophie\, Germanistik und Kunstgeschichte arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent an den Universitäten Greifswald\, Sofia und Berlin (HU). Hier entwickelte er den Studiengang Kulturwissenschaft und hatte 1974 – 1996 die Professur für Kulturgeschichte inne. Sein Arbeitsschwerpunkt waren neben kulturtheoretischen Grundfragen die Kulturgeschichte des Alltags\, der unterbürgerlichen Schichten und ihrer sozialen Bewegungen. Danach war er bis 2001 am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam an Untersuchungen zur deutschen Kulturgeschichte seit 1945 und zum kulturellen Wandel nach 1990 beteiligt und hielt außerdem Lehrveranstaltungen an der HUB und an der Dresdener Internationalen Universität ab. Von 2004-2012 war er Kultursenator des Landes Sachsen-Anhalt. Er ist außerdem Vorstandsvorsitzender der Kulturinitiative ’89 (seit 1994) sowie Mitglied in wissenschaftlichen Beiräten mehrerer kultureller Einrichtungen.\nSeine Veröffentlichungen und Editionen sind der Geschichte der Arbeiterkultur und der Kultur sozialer Bewegungen gewidmet\, seit 1991 vor allem der Kulturgeschichte der SBZ/DDR (Kulturpolitik\, Zugänge zur Alltagskultur\, Sexualität\, Medienverhalten) und den kulturellen Folgen der deutschen Einheit. \nAbstract:\nDie unter dem Label “Kultur” firmierenden wissenschaftlichen Disziplinen haben sich in den vergangenen beiden Jahrzehnten stark vermehrt: durch integrative Aufgabenstellungen (transdisziplinäre Projekte) wie auch durch disziplinübergreifende (interdisziplinäre) Zusammenarbeit. “Kulturelle Probleme” verlangen zu ihrer Bearbeitung die Konzepte und Methoden verschiedener Fachrichtungen\, die dabei tendenziell kulturwissenschaftliche Subdisziplinen bilden. Zugleich soll es die “kulturelle Sicht” ermöglichen\, heterogene Wissensformen und Disziplinen zusammenzuführen.\nAuslöser dieses Anstiegs waren praktische Probleme und Aufgaben\, die als kulturelle verstanden werden. Dazu gehören die wachsende kulturelle Kommunikation wie Abgrenzung als Globalisierungsfolgen. “Mentale Dispositionen” prägen politisches Handeln\, äußern sich in Nationalismus\, Rassismus und Tea-Party-Bewegung\, aber auch in zivilgesellschaftlichem Engagement für Nachhaltigkeit\, für Commens und soziale Gerechtigkeit. Tiefgreifende Umwälzungen der Kommunikationsformen änderten die kulturelle Situation ebenso wie die anhaltende Durchgestaltung aller Produktionen und Lebensbereiche. Die jüngsten Jahrzehnte brachten ein schnelles Wachstum der Kultur- und Kreativwirtschaft wie der Kulturberufe und damit auch des Ausbildungsbedarfs.\nDie Reaktionen des Wissenschaftsbetriebs sind so unübersichtlich wie das Feld der praktischen Probleme. Der Anstieg universitärer Ausbildungsmöglichkeiten ist enorm\, die anbietenden diversen “Kulturwissenschaften” bearbeiten Teilaspekte\, die verfügbaren kulturtheoretischen Entwürfe bieten vielfältige Orientierungsmöglichkeiten\, lassen aber noch keine integrierende Potenz erkennen.\nAuf Marx gegründete Gesellschaftstheorien\, die dem sozialistischen Experiment zugrunde lagen\, haben keine wirklich brauchbare Theorie der Kultur hervorgebracht. Obwohl Kulturwissenschaft als akademische Disziplin hier entstanden ist\, blieb sie marginal und für das Selbstbild der Gesellschaft ohne Bedeutung. Diskussionswürdig ist\, worauf Marxisten eine Antwort finden sollten – Perspektiven marxistischer Kulturwissenschaft heute.
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SUMMARY:Wiss. Konferenz: Jean-Jacques Rousseau zwischen Aufklärung und Moderne
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften veranstaltet am 13. 12. 2012 die wissenschaftliche Konferenz \n “Jean-Jacques Rousseau zwischen Aufklärung und Moderne”\nEinladung und Programm: \n \nZeit: Donnerstag\, den 13. Dezember 2012 10.00 – 17.30 Uhr \nACHTUNG: Veranstaltungsort ist nicht das Rathaus Tiergarten\, sondern das \nRathaus Berlin-Mitte\, 1\, Etage\, Bezirksverordnetensaal\, Berolinastraße\, U-Bahnhof Schillingstraße \n Programm: \n10.00 Uhr Eröffnung: Gerhard Banse\, Präsident der LS \nModeration: Hans-Otto Dill \n10. 05 – 11.20 Uhr Referate \nMüller\, Reimar: JJR als Geschichtsphilosoph \nKrause\, Günter: JJR – Begegnungen mit der Ökonomie \nTosch\, Frank: Zu den botanischen Lehrbriefen Rousseaus \nDiskussion 11.20-11.35 Uhr \n11.45 –13.00 Uhr -Mittagspause- \nModeration: Günter Krause \n13.00-14.25 Uhr Referate \nKlenner\, Hermann: Rousseau: Die modernen Völker haben keine Sklaven\, sie sind selbst welche \nEtte\, Ottmar: Von Rousseau und Diderot zu Pernety und de Pauw: Die Berliner Debatte um die Neue Welt. \nWehinger\, Brunhilde: Rousseau und Friedrich II. \nDiskussion 14.25- 14. 50 Uhr \n 14.50 – 15.20 Uhr – Kaffeepause – \nModeration: Winfried Engler \n15.20 – 16.45 Uhr Referate \nDill\, Hans-Otto: Die Neue Héloïse: Aufbruch des modernen Individuums oder Rückkehr in die Idylle? \nPfeiffer\, Helmut: Genuss und Entstellung. Zu Rousseaus zweiter rêverie \nUhlig\, Christa: Emile oder Über die Erziehung \nDiskussion 16.45 – 17.15 Uhr \nSchlusswort: Hans-Otto Dill 17. 15 – 17.20 Uhr \n17.20 – 18.30 Uhr – vin d`honneur – \n  \n  \n 
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SUMMARY:2. Workshop im Projekt „Vernadskij 150“
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis Geo- Montan- Umwelt- Weltraum- und Astrowissenschaften (AK GeoMUWA) veranstaltet den 2. Workshop im Projekt „Vernadskij 150“ am 9. November 2012 in Berlin. \nEinladung:  \n \nLeibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\,\nArbeitskreis Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften\nin Zusammenarbeit\nmit der Wissenschaftlichen Gesellschaft bei der Jüdischen Gemeinde zu Berlin (WiGB) und dem Verein der Berlin-Brandenburgischen Geologie-Historiker „Leopold von Buch“ e.V. \n2. Workshop im Projekt „Vernadskij 150“\nam 9. November 2012 \nim Balkon-Saal im Rathaus Tiergarten\,\nMathilde-Jakob-Platz 1\, 10551 Berlin\n(Nähe U-Bahn-Station Turmstraße) \nBeginn: 10.00 Uhr                 Ende: gegen 16.00 Uhr \n Vorläufiges Programm \nVortragsteil:\n(Zeitangaben sind vorläufige Orientierungen)\nAngemeldete Vorträge (Stand 16.10.2012): \n10.00\nProf. Dr. Heinz Kautzleben\, Leibniz-Sozietät\, Prof. Dr. Viktor Mairanowski\, WiGB\, Dr. Peter Kühn\, Verein „Leopold von Buch“:\nZum Anliegen von Projekt und 2. Workshop  \n10.30\nDr. Felix Royzenman\, M-RAEN*\, WiGB:\n Hochgenaue Prognose von Lagerstätten als Entwicklung der Lehren von V. I.                 Vernadskij über die Rolle der mineralischen Rohstoffbasis (in Russisch mit                   Übersetzung ins Deutsche)  \n11.00\nDr. Jürgen Kopp\, Leibniz-Sozietät:\nAlexander Jevgenevič Fersman – ein bedeutender Schüler Vernadskijs  \n11.30\nDr. Axel Mueller\, Norwegischer Geologischer Dienst\, Trondheim:\nVictor Moritz Goldschmidt – der Vater der modernen Geochemie und Kristallchemie \nMittagspause: 12.30-13.30 \n13.30\nProf. Dr. Bernd Voland\, FSU Jena:\nVernadskij und die Umweltgeochemie \n14.30\nProf. Dr. Reinhard O. Greiling\, Leibniz-Sozietät\, Karlsruher Institut für Technologie: Erfahrungen eines Geologen zu den Wechselwirkungen Geosphäre- Biosphäre-Atmosphäre  \nZu jedem Vortrag ist eine ausführliche Diskussion vorgesehen. \n15.00\nAllgemeine Diskussion  \nDem Vortragsteil des  Workshops soll eine allgemeine Diskussion folgen\, von der Schluss­folgerungen speziell für die weitere Vorbereitung des für März 2013 geplanten wissenschaft­lichen Kolloquiums anlässlich des 150. Geburtstages von Akademik Vladimir Ivanovič Vernadskij und allgemein für die weitere Förderung der Geo- und Umweltwissenschaften in der Leibniz-Sozietät erwartet werden. \nDabei sollen die Ergebnisse des 1. Workshops (genannt Seminar) einfließen\, der am 17.11.2011 stattfand. Dazu gibt es einen Bericht\, der zu Beginn der allgemeinen Diskussion vorgetragen werden kann. \nAnfragen an:\nHeinz Kautzleben       kautzleben@t-online.de\nViktor Mairanowski   vmairan@gmx.de\nPeter Kühn                 kuehn_peter@t-online.de \nErläuterung:\nM-RAEN = Mitglied der Russischen Akademie für Naturwissenschaften
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LOCATION:Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jakob-Platz 1\, \,  Berlin\, 10551
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SUMMARY:Sitzung der Klasse Geistes- und Sozialwissenschaften\, Oktober 2012
DESCRIPTION:Einheit in der Vielfalt. Zur Entwicklung der Psychologie im Spannungsfeld zwischen Natur- und Geisteswissenschaften \nVortrag von Prof. Dr. Helga Sprung und Prof. Dr. Lothar Sprung (Berlin): \nC.V.:\nFrau Prof. Helga Sprung ist Psychologin mit den Arbeitsgebieten Klinische experimentelle Psychologie\, Psychophysiologie\, Psychopharmakologie\, Methodenlehre\, Psychodiagnostik\, Allgemeine Psychologie\, Geschichte der Psychologie und Frauen in der Geschichte der Psychologie. Von1962 bis 1977 war sie in der experimentellen Klinischen Psychologie in einer kardiologischen Spezialklinik der Deutschen Akademie der Wissenschaften in Berlin-Buch tätig. Anschließend arbeitete sie zehn Jahre lang freiberuflich auf den Gebieten der Methodologie und Methodik der Psychologie\, Psychodiagnostik und Geschichte der Psychologie. Von 1987 bis 1991 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentralinstitut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der DDR. 1991 bis 1999 leitete sie zwei Forschungsprojekte über Geschichte der Psychologie\, die von der „Deutschen Forschungsgemeinschaft” (DFG) gefördert wurden; außerdem war sie 1994 bis 1996 im Rahmen des „Wissenschaftler-Integrations-Programms” (WIP) wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin. Vier Bücher verfasste sie gemeinsam mit Lothar Sprung\, außerdem zahlreiche Artikel in Fachzeitschriften und Monographien. \nProf. Lothar Sprung ist Psychologe mit den Arbeitsgebieten Methodenlehre\, Psychodiagnostik\, Allgemeine Psychologie\, Klinische experimentelle Psychologie\, Theoretische Psychologie\, Evolutionspsychologie und Geschichte der Psychologie sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2000. Nach einer Lehre als Bau- und Möbeltischler und dem Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Promotion 1970\, Habilitation 1980\, beide in Berlin) wurde er 1970 zum Dozenten und zum Stellvertretenden Direktor der Sektion Psychologie der Humboldt-Universität berufen\, wo er Forschungsgruppen zur “Kognitiven Psychologie” (Begriffsbildung)\, zur Experimentellen Psychopathologie und Psychodiagnostik sowie zur Psychodiagnostik und Geschichte der Psychologie leitete. In der Gesellschaft für Psychologie der DDR organisierte er von 1964 bis 1990 verschiedene Tagungen\, teilweise mit internationaler Beteiligung.1985-95 wirkte er im Projektrat des interdisziplinären Forschungsprojektes “Bio-psycho-soziale Einheit Mensch” (Humanontogenetik) am (späteren) “Interdisziplinären Institut für Wissenschaftsphilosophie und Humanontogenetik” der Humboldt-Universität mit\, wo er 1990 zum Ordentlichen Professor für Methodologie und Methodik der Humanwissenschaften berufen wurde. Seit 1970 wurde er 15mal zu Gastprofessuren\, Vorträgen und Studienaufenthalten in sieben Ländern eingeladen. Er ist Autor\, Mitautor oder (Mit-)Herausgeber zahlreicher Bücher und Fachartikel. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft(DFG) zieht ihn seit 1992 als Gutachter heran. \nAbstract:\nDie Jahrtausende alten Traditionen der Psychologie lassen sich stark vereinfacht in 4 Formen zusammenfassen: 1.als Psychosophie\, 2.als Philosophiepsychologie\, 3.als Psychognosie und 4. als Erfahrungsseelenkunde. Aufbauend auf dieser mehr geisteswissenschaftlichen älteren Psychologie entwickelte sich die neuere Psychologie im 19. Jh. als Einzelwissenschaft. Der Durchbruch gelang durch den Transfer naturwissenschaftlicher Methoden auf die Untersuchung psychischer Phänomene. Die Psychologie als Lehre vom Erleben und Verhalten entfaltete sich seitdem in vielfältigen Varianten u. a. als Psychophysik\, als Psychophysiologie\, als Objektive Psychologie (Behaviorismus)\, als Entwicklungspsychologie\, als Differentielle Psychologie (und als Tiefenpsychologie). Parallel dazu erfolgte ihre Disziplingenese\, die Institutionalisierung und die Professionalisierung.\nEs entstand ein Methodenkanon zur empirischen Untersuchung psychischer Phänomene\, der im Vortrag ansatzweise dargestellt wird. Mit diesem ist die Psychologie zunehmend besser in der Lage\, auch komplexere psychische Phänomene wie Kognitionen\, Emotionen und Sozialbeziehungen empirisch zu untersuchen
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/sitzung-der-klasse-geistes-und-sozialwissenschaften/
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