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SUMMARY:Klassensitzung Klasse Sozialwissenschaften und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften \nZeit: 15:30 bis 17:15 Uhr\nOrt: Rathaus\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin-Friedrichshagen. \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nZoom-Einladungslink: https://uni-ms.zoom-x.de/j/2989886622?pwd=aIGwBmousTePNWOFoHRjlTULcrEtwo.1 \nVortrag:  \nArne Heise (MLS)\n“Und ewig grüßt das Murmeltier – Mindestlohnforschung im Denkstilzwang” \nAbstract:\nVor Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns in Deutschland im Jahr 2015 war sich die deutsche Arbeitsmarktökonomik weitgehend darin einig\, dass dieses ‚soziale Experiment‘ mit erheblichen Arbeitsplatzverlusten bezahlt werden müsste. Die Begleitforschung zur Mindestlohneinführung konnte dann aber die prognostizierten Beschäftigungsverluste nicht nachweisen und musste auch für Deutschland – wie überall\, wo Mindestlöhne existieren und deren Effekte erforscht werden – die ‚Flüchtigkeit des Beschäftigungseffekts‘ zugeben.\nIn diesem Beitrag soll die Diskussion um die Einführung des Mindestlohns nachgezeichnet und die Reaktion der Wissenschaftlergemeinschaft auf die Abweichung der tatsächlichen Beschäftigungsentwicklung von den modellgestützten Prognosen – was wissenschaftstheoretisch als ‚Anomalie‘ oder ‚Krise‘ verstanden werden kann – auf der Grundlage der Fleckschen Denkstil-Theorie analysiert werden. Dazu werden 2 Phasen – die Phase der Einführung des Mindestlohns und die Phase der drastischen Erhöhung des Mindestlohns im Jahr 2022 – unterschieden\, um einerseits Lernprozesse\, andererseits aber auch die Resilienz eines herrschenden Paradigmas aufzeigen zu können. \nVita:\nArne Heise (*1960) ist seit 2002 Universitätsprofessor für Finanzwissenschaft und Public Governance an der Universität Hamburg. Er studierte von 1980 – 1986 Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Bremen und Manchester. 1990 erfolgte an der Universität Bremen die Promotion\, 1998 die Habilitation mit der Venia Legendi in Volkswirtschaftslehre\, insbesondere Wirtschaftspolitik. Von 1992 –      2000 war Arne Heise Leiter des Referates „Konjunkturforschung\, Allgemeine Wirtschaftstheorie und -politik“ am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut in der Hans Böckler-Stiftung (WSI)\, Düsseldorf. Gastwissenschaftleraufenthalte sowie Gast- und Vertretungsprofessuren führten ihn zunächst u.a. nach Paisley\, Manchester\, Berlin\, Utrecht\, Konstanz\, Wien und Köln sowie ab 2002 nach Brüssel\, Cambridge\, Freiburg\, Stellenbosch\, Bremen und Izmir. Von 2003 – 2005 war er Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik (HWP). Seit 2009 ist Arne Heise Affilierter Professor an der Izmir Economics University in der Türkei und seit 2011 Direktor des Zentrums für Ökonomische und Soziologische Studien (ZÖSS) am Fachbereich Sozialökonomie der Universität Hamburg. 2007 wurde er zum Mitglied der Leibniz-Sozietät gewählt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf den Gebieten Makroökonomie\, Wirtschaftspolitik\, Europäische Integration sowie in den Bereichen Finanzwissenschaft\, Plurale Ökonomik und Sozioökonomik der Ökonomik.
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DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften im \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Link ist folgender:\nhttps://us06web.zoom.us/j/85989366711?pwd=Wo8tswqE6my81O5HEsHjGyO0JYLRaM.1\nMeeting-ID 859 8936 6711\nKenncode 208615 \n  \nVortrag: \nJochen Fleischhacker (MLS) \nDemographischer Wandel und Geburtenrückgang in Deutschland. Übergang zu Praktiken der Kinderwunschbehandlung durch die medizinisch assistierte Reproduktionstechnologien (MAR) am Beispiel der PID und PND. \nBefinden wir uns auf dem Weg der selektiven Reproduktion?  \n  \nMit dem Begriff des demographischen Wandels verbinden sich strukturelle und dynamische Veränderungen der Bevölkerung seit den 1970er Jahren in Deutschland. Besonders deutlich treten diese Veränderungen im Heirats- und des generativen Verhaltens zutage. Hinsichtlich des generativen Verhaltens beobachten wir einen Anstieg in der Inanspruchnahme der MAR in den Jahren zwischen 1998 und 2024. \nDas Konzept der risikobehafteten öffentlichen Gesundheit (Public Health) und die Einstufung von ca. 80-90% aller Schwangerschaften als Risikoschwangerschaften schließt das Angebot genetischer Beratung und Untersuchungen von möglichen vererbbaren Krankheiten des künftigen Kindes ein.  Die erwähnten Verfahren\, die Präimplementationsdiagnostik (PID) und die Pränataldiagnostik (PND) werden sowohl in der MAR als auch bei der natürlichen Fortpflanzung angewandt. Beide reproduktionsmedizinische Verfahren in Verbindung mit der genetischen Diagnostik stellen werdende Eltern selbstbestimmt und frei entscheiden zu können\, ob sie ein „gesundes“ oder ein wahrscheinlich erbkrankes Kind haben möchten. \n\nVita \nJochen Fleischhacker studierte von 1976 bis 1980 Wirtschaftswissenschaften und Demographie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im ersten Drittel des Jahres 1980 weilte er zu einem Studienaufenthalt in Indien/Delhi/Kalkutta/Bombay/Trivandrum\, zur Materialsammlung der Volkszählung. Seit dem Jahr 1980 bis 1997 war Jochen Fleischhacker Wissenschaftlicher Assistent\, Sektion Wirtschaftswissenschaften\, Lehrstuhl Demographie an der HUB. 1981 verteidigte er seine Promotion zu sozioökonomischen Ursachen und Folgen des raschen Bevölkerungswachstums auf dem indischen Subkontinent in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und 1990 erhielt er die Facultas Docendi im Fach Demographie. \nZwischen 1997 und 2002 war Jochen Fleischhacker Leiter der neu gegründeten Arbeitsgruppe Projects on the  History of Demographic Thinking am Max-Planck-Institut für demografische Forschung\, Rostock. Beginnend mit dem Sommersemester 2003 bis zum Sommersemester 2020 war er Lehrbeauftragter für Demographie an der Hochschule für Wirtschaft und Technik\, Berlin. \nSeit 2022 ist Jochen Fleischhacker Mitglied der Leibniz Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.
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DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften im \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Link ist folgender:\nhttps://us06web.zoom.us/j/82116425924?pwd=kPg90LmkYU7Q0bscpoMGoUeccAwVDC.1\nMeeting-ID: 821 1642 5924 – Kenncode 641040 \nHinweis: Nach dem Ende der Klassensitzung erfolgt durch den Klassensekretar die Vorstellung der für die Zuwahl 2026 eingereichten Zuwahlvorschläge aus der Klasse. Nur die anwesenden Mitglieder der Klasse nehmen an dieser Information teil. In geheimer Abstimmung wird über die Aufnahme der vorgeschlagenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in die Kandidatenliste für die Zuwahl in die Leibniz-Sozietät entschieden.\n\nVortrag: \nDieter Segert (MLS) \nPeter Rubens Sozialismusbegriff und seine historische Einordnung \nDie Idee des Sozialismus hatte aus den Konflikten der Arbeitenden mit dem Kapitalismus im 19. Jahrhundert ihre Anziehungskraft gewonnen. Sie wurde als Alternative zum Kapitalismus verstanden. Da sich der Kapitalismus im Laufe seiner Existenz mehrfach gewandelt hat\, veränderte sich auch das\, was unter Sozialismus verstanden wurde. Das Ende des sowjetischen Staatssozialismus 1989-1991 stellte einen Einschnitt in der Beziehungsgeschichte von Kapitalismus und Sozialismus dar\, da die Alternative damit verschwunden schien. Ein Vierteljahrhundert später gewinnt sie aber wieder an Anziehungskraft. Im Vortrag soll dargestellt werden\, wie sich Peter Ruben\, ein produktiver und streitbarer Philosoph der DDR\, mit dem Sozialismus nach dessen praktischen Ende beschäftigt hat. Wichtig ist es dem Vortragenden dabei\, dem Einfluss von historischen Erfahrungen und theoretischen Schulen auf die Rubensche Auffassungen vom Sozialismus nachzuspüren. \n\nCV \nDieter Segert studierte Philosophie an der Humboldt-Universität Berlin und der Lomonossow-Universität Moskau. Während seines Studiums hörte er auch Vorlesungen bei Peter Ruben. Er promovierte 1975 in Moskau und beschäftigte sich in seiner Diss. B mit Widersprüchen im politischen System des Sozialismus. Zwischen 1985 und 1988 nahm er an einem Forschungsprojekt zur Analyse von Reformen in Wirtschaft und Staat teil\, das von Uwe-Jens Heuer geleitet wurde\, und initiierte zusammen mit Michael Brie 1987 das Forschungsprojekt „Moderner Sozialismus“. Gemeinsam mit Rechtswissenschaftlern wie Heuer versuchte er in der DDR die akademische Disziplin Politikwissenschaft zu gründen\, was aber erst Ende 1989 gelang. Nach 1990 hatte er Professuren für Vergleichende Politikwissenschaft an der Humboldt-Universität\, an der Karls-Universität Prag und ab 2005 an der Wiener Hauptuni inne. Seit 2008 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät.
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DESCRIPTION:Die Sitzung findet als hybride Veranstaltung statt: vor Ort in Friedrichshagen und online via Zoom:\nhttps://us06web.zoom.us/j/85022259565?pwd=ZZz97PHzIDJSUerUsY1ZvOFATlfcVn.1\nMeeting-ID 8502225 9565\nKenncode 522517 \n————————————————– \nAndreas Novy (WU Wien) \nKlimafreundliche Transformationspfade und ihre Feinde\nDer Vortrag beschreibt die klimafreundlichen Transformationspfade\, wie sie im Rahmen des Zweiten Österreichischen Sachstandsberichts zum Klimawandel erarbeitet wurden. Er zeigt\, wie Klimapolitik aktuell von reaktionären rechten Bewegungen für einen Kulturkampf missbraucht wird. Umso wichtiger ist eine Mehr-als-Klimapolitik\, die ein gutes Leben für alle innerhalb planetarer Grenzen anstrebt. Dazu braucht es breite\, unkonventionelle Bündnisse\, die Klassen und Milieus verbindet\, um den weiteren Aufstieg der Allianz aus Neoliberalismus und demokratie- und wissenschaftsfeindlichem Traditionalismus zu verhindern \n Andreas Novy ist Sozioökonom\, Leiter des Instituts für räumliche und sozialökologische Transformationen an der Wirtschaftsuniversität Wien\, Präsident der International Karl Polanyi Society und Coordinating Lead Author des Kapitels „Transformationspfade“ im 2. Österreichischen Sachstandsbericht Klimawandel (AAR2). Er forscht zu Fragen der sozialökologischen Transformation\, der Internationalen Politischen Ökonomie sowie der Stadt- und Regionalentwicklung. In Forschung und Lehre zeigt er\, dass Wirtschaften kein Selbstzweck sein darf. Bei „Zukunftsfähigem Wirtschaften“ geht es darum\, ein gutes Leben für alle innerhalb planetarer Grenzen zu ermöglichen. Deshalb braucht es eine grundlegende Transformation unserer Art zu wirtschaften\, zu leben und zu arbeiten.
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DESCRIPTION:Bertold Unfried\, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte\, Universität Wien \nKuba und die DDR im “Sozialistischen Weltsystem”. “Internationale Solidarität” als Entwicklungspolitik \nVor-Ort und im Netz: \nZum Erhalt der Zoom-Daten beachten Sie bitte die Angaben in der Rundmail zu den Veranstaltungen im November oder schreiben Sie eine Mail an g.hassler@leibnizsozietaet.de \n1972 wurde Kuba Mitglied des RGW. Dem war ein Jahrzehnt an Experimenten mit einem eigenständigen kubanischen Weg zum Sozialismus in Abgrenzung zum “realsozialistischen” Modell vorhergegangen\, inclusive des Versuchs einer eigenständigen Internationale revolutionärer Befreiungsbewegungen und Staaten\, der “Tricontinentale” 1966/67. Kuba war im RGW sowohl Empfänger als auch Geber von “Internationale Solidarität” genannter Unterstützung. Im RGW nahm Kuba die Funktion eines Scharniers zwischen dem europäischen Zentrum des “Sozialistischen Weltsystems” und Ländern “auf dem sozialistischen Entwicklungsweg” an dessen Rändern ein. Als Beispiel dafür sollen die afrikanischen Staaten Äthiopien und Angola dienen. Der Vortrag soll sich auf die trilaterale und multilaterale Zusammenarbeit Kubas und der DDR mit diesen Staaten konzentrieren (1975-1990). Es sollen Formen der Zusammenarbeit zwischen Kuba\, der DDR und diesen beiden afrikanischen Ländern auf dem “sozialistischen Entwicklungsweg” sowie Bereiche des Kontakts\, der Interaktion und der Zusammenarbeit zwischen dem entsandten kubanischen und ostdeutschen Personal und den Einheimischen zur Sprache kommen. Ein Focus liegt auf dem “Internationalismus” in der Praxis als Weg\, mit Ungleichheit vor Ort umzugehen\, mit dieser Diversität zu leben und sie in “internationalistischen” Begegnungen zu überbrücken. Auf der Grundlage von Archivmaterial und Interviews in Kuba und Deutschland werden insbesondere die Lebens- und Arbeitspraktiken von kubanischem zivilen “internationalistischen” Personal – Experten\, Beratern und Lehrern – und ihre Begegnungen mit angolanischen und äthiopischen Partnern untersucht. \nAbschließend sollen die Fragen diskutiert werden\, ob und inwiefern die untersuchten Praktiken “internationalistischer” Zusammenarbeit dem Anspruch eines “Sozialistischen Weltsystems” Substanz verliehen\, sowie\, welche Unterschiede und Ähnlichkeiten die “Internationale Solidarität” genannte Entwicklungspolitik der sozialistischen Länder im Vergleich mit der “Entwicklungspolitik” des Konkurrenzsystems hatte. \nDer Vortrag präsentiert Elemente meines eben erschienenen Buchs: “Entwicklungshilfe” und “Internationale Solidarität”: Globalisierungsunternehmen in Zeiten der Systemkonkurrenz\, Berlin-Boston: de Gruyter 2024\, und meines aktuellen Buchprojekts: “Voluntarismus” und Plan. Kuba und die DDR im RGW\, eine Verflechtungsgeschichte. \nBerthold Unfried\, Dozent am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien\, Autor mehrerer Bücher auf dem Gebiet der Globalgeschichte. Jüngste Buchpublikation zu einer vergleichenden Geschichte der Entwicklungspolitiken der beiden deutschen Staaten im Zeitalter der “Entwicklung” : “Entwicklungshilfe” und “Internationale Solidarität”: Globalisierungsunternehmen in Zeiten der Systemkonkurrenz\, Berlin-Boston 2024. Aktuelle Forschungsschwerpunkte zu Politiken von “Entwicklung” und “Internationaler Solidarität” als Formen von Moralpolitik und politischer Ökonomie. Forschungsprojekt über Kuba und die DDR als entwicklungspolitische Akteure im RGW (https://socialist-entanglements.univie.ac.at/). \nhttps://wirtschaftsgeschichte.univie.ac.at/menschen/wissenschaftliche-mitarbeiterinnen/unfried-berthold/
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DESCRIPTION:Die Veranstaltung kann auch online verfolgt werden: \nZoomlink:\nhttps://us06web.zoom.us/j/86804371037?pwd=t0tTmRbQno7PrDZyps02J7TkwQNHaz.1 \nMeeting-ID 868 0437 1037\nKenncode 799700 \n  \nChristoph Hamann (MLS) \n„Barrikadenbräute“\nZur visuellen und literarischen Darstellung von kämpfenden Frauen 1848/49 \nIm Mittelpunkt der Untersuchung stehen zeitgenössische visuelle und literarische Darstellungen von kämpfenden Frauen1848/49. An drei Beispielen (Prag 1848\, Dresden 1849\, Kirchheimbolanden 1849) wird aufgezeigt\, ob deren Handeln erstens durch Quellen historisch verbürgt ist. Aufgezeigt wird zweitens\, wie diese Darstellungen ebenso allegorische Funktionen und die zeitgenössischen Geschlechterbilder repräsentieren.\nDie Rezeption integriert die historischen Beispiele von kämpfenden Frauen in ihre jeweiligen politischen Traditionsbezüge (Arbeiter- und der Frauenbewegung\, Bewegung für eine tschechische Autonomie). \nCV\nChristoph Hamann\, Dr. phil.\, geb. 1955\, Studium Geschichte\, Germanistik\, Soziologie\, Politik (Erlangen\, Berlin); bis 2020 Institut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (Potsdam); Promotion 2007 „Visual History und Geschichtsdidaktik“ (Fotografie / Ikonisierung); Monografie: „Die Mühsams. Geschichte einer Familie“ (2005); zahlreiche Veröffentlichungen zur Fotografie/Geschichtskultur\, biografische Arbeiten (1848/49; NS); Lokal-/Regionalgeschichte\, Geschichtsdidaktik;\nPublikationsliste: christoph-hamann.de; Mitglied der Leibniz Sozietät seit 2024. \nModeration: Rüdiger Hachtmann (MLS) \n 
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DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt zu ihrer Klassensitzung am am 12. 06.2025\, 10-12 Uhr im Bürgerverein Mahlsdorf-Süd e. V. („Bürgerstübchen“)\, Hultschiner Damm 94\, 12623 Berlin (Eingang vom Erich-Baron-Weg) sowie online via Zoom: \nhttps://us06web.zoom.us/j/86825249867?pwd=rnnp1UcUUbt4VRY8TTHag95m5LOyej.1 \nMeeting-ID: 868 2524 9867\nKenncode: 069468 \n\n  \nVortrag von \nJürgen Hofmann (MLS)\nThema: \nMarie Pinder. Beobachtungen im Revolutionsjahr 1848/49\nAbstract: \nWeibliche Blicke auf die die Revolution von 1848/49 – einem Schlüsselereignis des 19. Jahrhunderts – sind in der Flut der überlieferten Erinnerungsliteratur rar gesät. Umso mehr Aufmerksamkeit gebührt den Aufzeichnungen von Marie Pinder\, einer Zeitzeugin dieser Ereignisse. Der Gattin des Breslauer Oberbürgermeisters und schlesischen Oberpräsidenten waren die Straßenaufzüge und Krawalle zwar suspekt\, den Hoffnungen auf Reformen und politische Veränderungen galt dennoch ihre Empathie. Ihre gesellschaftliche Stellung ermöglichte ihr Kontakte und Einblicke in die unterschiedlichsten politischen und intellektuellen Kreise. Der Bekannten- und Freundeskreis reichte bis in die Reihen der demokratischen Bewegung. Das nie veröffentlichte Manuskript zeichnet sich durch analytische Klarheit und Urteilsvermögen aus. Im folgenden Lebensabschnitt versuchte sich Marie Pinder erfolgreich als Schriftstellerin. Der Vortrag rekonstruiert ihre Biografie und gibt Einblicke in ihre Aufzeichnungen aus dem Revolutionsjahr 1848/49. Er gehört zu den Ergebnissen der Forschungen des Arbeitskreises Vormärz- und 1848er Revolutionsforschung in der Leibniz-Sozietät\, der kürzlich den Band 7 der Buchreihe „Akteure eines Umbruchs“ vorlegen konnte. \nCV: \nJürgen Hofmann\, Prof. Dr. sc. phil.\, Historiker\, Hochschulreife an der Arbeiter-und Bauern-Fakultät\, Studium der Geschichte und Gesellschaftswissenschaften an der Karl-Marx-Universität Leipzig\, von 1970 bis 1990 wissenschaftlicher Assistent sowie Dozent am Institut (der späteren Akademie) für Gesellschaftswissenschaften in Berlin\, 1976 Promotion A mit einer Arbeit über das preußische Ministerium Camphausen-Hansemann 1848\, 1983 Promotion B (= Habilitation) mit Studien zur nationalen Politik der SED\, 1989 Berufung zum Professor\, 1991-94 Untersuchungen zum Identitätswandel in Ostdeutschland für die Kommission zur Untersuchung des sozialen und politischen Wandels in den neuen Bundesländern (KSPW)\, danach Arbeit an Studienbriefen zur Geschichte Preußens für die Fernuniversität Hagen sowie verschiedene Projekte zur Landes- und Regionalgeschichte Berlins\, Mitarbeit im Arbeitskreis Vormärz- und 1848er Revolutionsforschung der Leibniz-Sozietät\, seit 2010 Mitglied der Leibniz-Sozietät\, Mitglied des Kuratoriums der ITH (International Conference of Labour and Social History) in Wien und des Kuratoriums für den Friedhof der Märzgefallenen in Berlin-Friedrichshain\, Herausgeber und Autor mehrerer Monografien und zahlreicher Aufsätze in Sammelbänden und Zeitschriften.
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DESCRIPTION:Sitzung der Klasse Sozial und Geisteswissenschaften.\nDie Sitzung findet hybrid statt: im Rathaus Friedrichshagen und gleichzeitig übertragen via Zoom unter folgendem Link: \nhttps://us06web.zoom.us/j/89224478756?pwd=Qif1eeaasyK74z2iEJffvP92syAYO3.1\nKenncode: 981972 \n\n  \nVortrag: \nAndrea Komlosy (MLS) \nSteuert die Welt auf ein (eur)asiatisches Jahrhundert zu?\nEin historischer Rückblick soll klären\, in welchen Phase der Weltgeschichte Impulse und expansive Dynamiken aus dem transatlantischen Raum\, und in welchen Phasen sie aus dem eurasischen Raum kamen und die globalen Kompetenz-\, Konkurrenz- und Machtverhältnisse prägten. Dabei werden ökonomische\, soziale\, geopolitische\, militärische und kulturelle Entwicklungen beachtet. Ist die These einer asiatischen Überlegenheit berechtigt\, die im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts einer „Great Divergence“ Platz machte\, in deren Zuge sich westeuropäische\, dann auch nordamerikanische Staaten als Zentren und Gestaltungsmächte der Weltgesellschaft herauskristallisierten? In der zweiten Hälfte des 20. Jh. setzte ein Wiedererstarken asiatischer Staaten ein. Besteht die Möglichkeit\, dass die erfolgreiche nachholende Entwicklung asiatischer Schwellenländer vor dem Hintergrund struktureller Krisen der westlichen Welt in ein „asiatisches Jahrhundert“ mündet. Welche Chancen hat eine „multipolare Weltordnung“? \nVita: \na.o. Univ. Prof. Andrea Komlosy i. R. – Univ. Wien\, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte\, 1010 Wien\, Universitätsring 1. E-Mail: andrea.komlosy@univie.ac.at \nStudium der Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Wien und am Institut für Höhere Studien Wien\, Promotion 1984\, Habilitation 2002\, lehrt am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien\, seit 2023 im „Ruhestand“. Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2011. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Fragen zu ungleicher Entwicklung in lokalen\, regionalen\, nationalen und globalen Kontexten sowie globale Arbeitsgeschichte. Sie ist Vorsitzende des Vereins für Geschichte des Weltsystems und Mitherausgeberin der „Zeitschrift für Weltgeschichte“ (ZWG). Jüngst erschienen: „Zeitenwende. Corona\, Big Data und die kybernetische Zukunft“ (2022).\nDer Vortrag basiert auf Beiträgen in der Zeitschrift für Weltgeschichte 23 (1) mit dem Schwerpunkt „Eurasien zwischen neuem Westen und altem Osten“\, hg. Hans-Heinrich Nolte: https://www.ingentaconnect.com/content/plg/zfw/2022/00000023/00000001;jsessionid=1uglunml8uejv.x-ic-live-01 \n• Die \,\,langen Wellen“ der Konjunktur. Kondratieff-Zyklen gegen den eurozentrischen Strich gelesen\, in: ZWG 23.1.\, S. 49-78.\n• Eurasien in Herrschafts- und Entwicklungs-Konzepten\, in: ZWG 23.1. \, S. 137-150. \n 
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DESCRIPTION:Die Sitzung der Klasse Sozial- und Gesellschaftswissenschaften findet als hybride Veranstaltung statt: \nVor Ort: \nBürgerverein Mahlsdorf-Süd e. V. („Bürgerstübchen“)\, Hultschiner Damm 94\, 12623 Berlin\n(Eingang vom Erich-Baron-Weg) \nAnfahrt ÖPNV:\nTram 62 und 63 vom S-Bahnhof Köpenick oder S-Bahnhof Mahlsdorf\n(Haltestelle Erich-Baron-Weg) \nBus 108 vom Elsterwerdaer Platz\n(Haltestelle Wilhelm-Blos-Straße) \nParkplätze in den Nebenstraßen (NICHT! vor dem „Bürgerstübchen“) oder gegenüber bei EDEKA \nSowie per Zoom unter folgendem Link:\nhttps://us06web.zoom.us/j/86773170506?pwd=hADmOCQvDiG54Jy9adTF6Oaz639lOe.1 \nMeeting-ID 867 7317 0506\nKenncode 620169 \n\n  \nVortrag: \nMichael Rodi (MLS) \nKlimawandel als intergenerationelle und globale Herausforderung: Möglichkeiten und Grenzen des Rechts \nAbstract: \nDie Bekämpfung des fortschreitenden Klimawandels und seiner Folgen stellt eine der größten Herausforderungen für Politik und Recht auf regionaler\, nationaler\, supranationaler und internationaler Ebene dar. Die bestehenden Strukturen sind unzureichend die notwendigen Transformationen in den Bereichen Energieversorgung\, Mobilität\, Landwirtschaft\, Städtebau und vielen anderen effektiv zu bewirken. Wie in der Vergangenheit auch und vielleicht nicht anders möglich\, reagieren die Rechtsordnungen darauf mit inkrementellen Fortentwicklungen. In dem Vortrag werden der Stand des gegenwärtigen Klimarechts sowie zentrale Herausforderungen für seinen Umbau und seine Transformation dargestellt: Die inhärenten Schwächen des Völkerrechts\, eine komplexe Mehrebenenordnung von den Kommunen bis zu den Vereinten Nationen\, erhebliche Gerechtigkeitsfragen im Verhältnis von Gewinnern und Verlierern der Transformation (aber auch des Klimawandels)\, eine Vielzahl betroffener und beteiligter Personen\, deren Akzeptanz und Mitwirkung an der Transformation unerlässlich ist. Schließlich müssen die Rechtsordnungen – für sie ungewohnt dekadenübergreifend – rechtssicher und wirksam die Erreichung der Klimaziele ermöglichen\, gleichzeitig aber auch Flexibilitäten für die jeweils handelnde politische Generation belassen. Nur in Umrissen zeichnen sich Lösungen für diese epochale Herausforderung des Rechts ab. \nVita: \nProf. Dr. jur. Michael Rodi\, M.A.\n1977 bis 1987: Studium der Politikwissenschaft\, Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Konstanz und München.\n1988 bis 1998: Wissenschaftlicher Assistent an der Juristischen Fakultät der Universität München (Prof. Dr. Klaus Vogel)\n1992: Dr. iur. München (Thema: „Die Rechtfertigung von Steuern als Verfassungsproblem“)\n1995: M. A. Politikwissenschaft in München (Prof. Dr. Heinz Laufer) (Thema: „Umweltsteuern – das Steuerrecht als Instrument der Umweltpolitik“)\n1998: Habilitation in den Fächern Öffentliches Recht\, Steuerrecht und Europarecht in München (Thema: „Die Subventionsrechtsordnung“)\n1999 – 2021: Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht\, Finanzrecht\, Umwelt- und Energierecht an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Greifswald\nseit 2004: Mitglied des „Research Council of the International Institute for State Studies (IIEDE)”\, Porto Allegre\, Brasilien\nseit 2004: gewähltes Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin\nseit 2006: Ehrenmitglied des Brazilian Institute for Taxation (IBPT)“\nseit 2010: Wissenschaftlicher und geschäftsführender Direktor des Instituts für Klimaschutz\, Energie und Mobilität (IKEM) in Berlin\nSeit 2019: Sprecher des Clusters Energietransformation am Interdisziplinären Zentrum für Ostseerumforschung (IFZO) an der Universität Greifswald \n 
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DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften \nOrt: Raum 001 in der Universitätsstraße 3b. \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nhttps://us06web.zoom.us/j/81573796976?pwd=QBTkt8a6aFbSCH0jTYtHdrniGZn2nQ.1 \n  \nVortrag \nAndreas F. Kelletat (MLS) \nDer ostdeutsche Lyriker Johannes Bobrowski (1917–1965) und sein „Zuchtmeister“ Klopstock \nAbstract \nIm Herbst 1964 war Johannes Bobrowskis Roman Levins Mühle gleichzeitig im Union-Verlag (DDR) und im Fischer-Verlag (BRD) erschienen. In mehreren Interviews wurde der über Nacht berühmt gewordene Autor nach den Anfängen seines Schreibens gefragt\, so auch von Irma Reblitz im März 1965:\n„Ich wollte\, und das ist der Anfang meiner Schreiberei\, damals – das ist 1943/44 gewesen – die russische Landschaft festlegen. Es gibt da Schilderungen nicht nur bei Paustowski\, sondern schon bei Tolstoi\, diese Winterschilderungen\, wo versucht wird\, diese Landschaft wirklich in den Griff zu bekommen\, außerhalb der einfachen Beschreibung. Diese Landschaft\, die mir vertraut war\, weil ich da oben aufgewachsen bin\, die mir aber damals – vor allem unter den Umständen\, in denen ich damals wieder reingeführt wurde in den russischen Osten – doch neu und bestürzend vorkam\, die wollte ich darstellen. Ich habe es mit Zeichnen und dann mit Prosa probiert. Schließlich fand ich ein Hilfsmittel: die griechische Ode in der von Klopstock bis Hölderlin versuchten Eindeutschung. In dieser Form also\, in der alkäischen\, sapphischen Strophe entstanden meine ersten Versuche. Dann habe ich das Schreiben wieder bleiben lassen eine ganze Zeit. Erst nach der Gefangenschaft\, also erst 1952\, als ich schon eine Weile wieder in Deutschland war\, habe ich es noch einmal aufgenommen\, nun eigentlich sofort in einer äußerlich freien Form – die allerdings für Leute\, die von Metrik etwas verstehen\, ziemlich deutlich die griechischen Odenstrophen und Versschemata verrät.“ (Interview Irma Reblitz\, März 1965; GW IV: 480)\nSchon 1961 hatte Bobrowski Klopstock als seinen „Zuchtmeister“ bezeichnet. Im Vortrag soll untersucht werden\, was darunter ganz konkret – also auch verstechnisch – zu verstehen sein dürfte. Das wird u. a. an Bobrowskis 1942/43 und erneut Mitte der 1950er Jahre geschriebenen „Russland-Gedichten“ auf das nach dem Überfall auf die Sowjetunion zerstörte Nowgorod gezeigt. Zugleich möchte der Vortrag an die Bedeutung des vor 300 Jahren in Quedlinburg geborenen Dichters Klopstock für die grundlegende Erneuerung der deutschen Literatursprache erinnern. \nVita: \nUniv.-Prof. (i.R.) Dr. Dr. h.c. mult. Andreas F. Kelletat\, geboren 1954 in Hamburg\, machte 1975 in Opladen/Rheinland das Abitur. Im Anschluss arbeitete er als Kriegsdienstverweigerer 1 ½ Jahre als Pfleger in einer psychiatrischen Klinik. Von 1977 bis 1983 studierte er in Köln Germanistik\, Skandinavistik (einschl. Fennistik) und Osteuropäische Geschichte. Das Studium beendete er mit einer Doktorarbeit über Herder und die Weltliteratur. Zur Geschichte des Übersetzens im 18. Jahrhundert. \nAb 1984 arbeitete Kelletat zunächst als Deutsch-Lektor\, dann als Professor an der Universität Vaasa (Finnland). 1993 kehrte er nach Deutschland zurück. Als Leiter des Arbeitsbereichs Interkulturelle Germanistik war er bis 2020 am Germersheimer Fachbereich der Johannes Gutenberg-Universität Mainz für die Ausbildung von Studierenden zu Übersetzern und Dolmetschern verantwortlich. Ca. 1000 Studierende aus aller Welt\, die das Deutsche als Fremdsprache erlernt hatten\, haben bei ihm ihre sprach-\, literatur-\, kultur- bzw. übersetzungswissenschaftlichen Diplom- bzw. MA-Arbeiten geschrieben. In gut 20 Promotionsvorhaben war er als Betreuer der Dissertationen eingebunden. \nVon den Universitäten Riga (2000)\, Vilnius (2010) und Wolgograd (2018) wurde ihm die Ehrendoktorwürde verliehen. \nSeine Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Geschichte des Übersetzens\, Deutsche Literatur und Kultur im internationalen Kontext\, Exilliteratur\, Deutsch-nordosteuropäische Kulturbeziehungen\, Analyse und Interpretation hermetischer Lyrik. Kelletat ist Initiator und Mitherausgeber des digitalen Germersheimer Übersetzerlexikons (uelex.de). \nNeben wissenschaftlichen hat er auch literarische Texte veröffentlicht\, zuletzt den Roman Von Christus zu Hitler. Eine Jugend in Ostpreußen (2022). \nWeitere Informationen finden sich unter www.andreas-f-kelletat.de. \nHinweis: Nach dem Ende der Klassensitzung erfolgt durch den Klassensekretar die Vorstellung der für die Zuwahl 2025 eingereichten Zuwahlvorschläge aus der Klasse. Nur die anwesenden Mitglieder der Klasse nehmen an dieser Information teil. In geheimer Abstimmung wird über die Aufnahme der vorgeschlagenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in die Kandidatenliste für die Zuwahl in die Leibniz-Sozietät entschieden. \n 
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DESCRIPTION:Die Klassensitzung findet hybrid statt. \nOrt: Humboldt-Universität zu Berlin\, Institut für Sozialwissenschaften\, Universitätsstraße 3b\, Seminarraum K12a (Souterrain) \nsowie online: der Link für die Zoom-Teilnahme ist folgender:\nhttps://us06web.zoom.us/j/85308459031?pwd=rDLBpuDqZqQ8ZMAw5D0UseUFswTLKZ.1\nMeeting-ID: 853 0845 9031\nKenncode: 408013 \n  \nGabriela Lehmann-Carli (MLS) und Angela Richter (MLS); Moderation: Swetlana Mengel (MLS)\nTraumagedächtnis und Traumanarrative im Kontext von Krieg und Gewalt \nKriege und Gewaltverbrechen als sog. Man-Made Disasters hinterlassen nicht nur Todesopfer und körperlich Verletzte\, sondern auch eine hohe Anzahl (Re-)Traumatisierter\, an einer posttraumatischen Belastungsstörung Leidender. Der Versuch\, literarisch Zeugnis bzw. Zeugenschaft vom auslösenden Ereignis abzulegen\, könnte dazu beitragen\, über Narration einen Hauch von Ordnung in das traumatische Geschehen zu bringen und es ggf. handhabbar zu machen. \nIn ihrem Vortrag geht Gabriela Lehmann-Carli der Frage nach\, inwiefern sich in ausgewählten Texten aus slavischen Literaturen durch Krieg und Gewalt indizierte Trauma-Narrative (darunter transgenerationale) finden lassen\, die auf (kollektive) Trauma-Gedächtnisse hinweisen könnten. In der Trauma-Forschung stellt sich einerseits die Frage nach der Erinnerbarkeit von traumatischen Erfahrungen\, andererseits das Problem der Möglichkeit kollektiver Traumatisierungen. Auch vorgängige Trauma-Erfahrungen sind dabei relevant. \nAngeregt durch Aleida Assmanns „Formen des Vergessens“ und kulturelle Vergessenstechniken werden im Kontext der Trauma-Forschung an Beispielen aus den russischen\, polnischen und ukrainischen Literaturen Folgen sowie die politische Wirkungsmächtigkeit selektiver Erinnerungspraktiken\, (un)bewussten Verdrängens sowie das Schwanken zwischen Memoria und Lethe als „zerrissene Erinnerung“ (Irina Scherbakowa) für das jeweilige kollektive bzw. kulturelle Gedächtnis erörtert. \nIn einem Gespräch zwischen Angela Richter und Gabriela Lehmann-Carli werden ausgewählte literarische Trauma-Narrative in Nachfolge und in Nachwirkung des Zweiten Weltkrieges und der postjugoslawischen Kriege betrachtet\, wobei auch die späteren soziokulturellen und politischen Auswirkungen von Holocaust\, Krieg und (sexualisierter) Gewalt eine Rolle spielen sollen. \nGabriela Lehmann-Carli ist Professorin für Slavische Philologie/Literaturwissenschaft (aktueller Forschungsschwerpunkt: Trauma. Empathie und Erinnerung in der russischen und der polnischen Literatur)\, \nAngela Richter ist emer. Professorin für Südslavistik (aktueller Forschungsschwerpunkt: Literatur\, Geschichte und kulturelles Gedächtnis in Südosteuropa)\, \nSwetlana Mengel ist emer. Professorin für Slavische Philologie/Sprachwissenschaft (aktueller Forschungsschwerpunkt: russische Übersetzungen pietistischer Erbauungsliteratur in Halle im 18.Jh.)\, alle an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg tätig.       
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DESCRIPTION:Klassensitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften (als Zoom-Video-Konferenz: Zoom-Meeting (Klassensitzung SGW) am 12.12. ab 9 Uhr: https://us06web.zoom.us/j/87816447304?pwd=38sOmpv0aOgG9DMQm4gSq2yBxjCJG8.1\nID der Sitzung ist: 878 1644 7304; Kenncode: 472498) \nZeit: 9.00 bis 11.00 Uhr \nUlrich van der Heyden (MLS) \nWie Fake Facts und politische Absichten genutzt werden\, um das solidarische Engagement der DDR umzudeuten \nAbstract: \nIm Zusammenhang mit dem seit etwa zwei Jahrzehtnen in Deutschland zu beobachtenden wissenschaftlichem und öffentlichem Interesse an der Geschichte des deutschen Kolonialismus ist – verstärkt durch die von Dirk Oschmann in der letzten Zeit angestoßenen Debatte um das Abgehängtsein des Ostens Deutschlands vom Westen – ebenso das Interesse für die Beziehungen der DDR zu den Ländern des Südens gestiegen. Wissenschaftliche Literatur\, Ausstellungen\, belletristische Publikationen künden davon. Es herrscht indes große Unkenntnis über den tatsächlichen Verlauf und vermutlich absichtliche ideologisch geprägte Sichten auf das in der Wissenschaft nicht bestrittene solidarische Engagements der DDR. Denn immer wieder werden die von der DDR-Bevölkerung finanzierte Ausbildung von sogenannten Vertragsarbeitern aus Afrika\, Asien und Kuba durch Fake News\, Lügen bis hin zu mediale Öffentlichkeit erregende Storys über rassistische Mordtaten\, strukturellen Rassismus in der DDR\, Negierung der Stimmen der betroffenen Vertragsarbeiter\, Missachtung des historischen Kontextes bis hin zu offensichtliche Verfälschungen von nachweisbaren Zahlen und Fakten verfälscht wiedergegeben. Dieses Narrativ wird über Medien und leider auch in der Wissenschaft weitergereicht. \nVita: \nProf. Dr. Dr. Dr. Ulrich van der Heyden (geb. 1954): \nVisiting Research Professor an der University of South Africa\, Pretoria\, Dr. phil. & Dr. rer. pol. habil. & PhD (Rhodes/South Africa); zudem Privatdozent am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin; wissenschaftlicher Mitarbeiter der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin bis Ende 2023; dann Ruhestand. Afrika-\, Missions- und Kolonialhistoriker sowie Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Afrika. Über 60 monographische Publikationen und mehr als 240 wissenschaftliche Aufsätze\, Initiator und (Mit-)Herausgeber von sieben Buchreihen. Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2005. Er ist wohl der einzige deutsche habilitierte Geisteswissenschaftler\, der drei Mal promoviert wurde. \n 
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SUMMARY:Martin Hundt. In Memoriam. Kolloquium
DESCRIPTION:Prof. Dr. sc. Martin Hundt (MLS) \nIn Memoriam. Kolloquium \nVeranstaltung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. und des Berliner Vereins zur Förderung der MEGA-Edition e.V. \n28. November 2024\, 13–17:30 Uhr \nAnschließend gemeinsames Beisammensein im Ratskeller (auf eigene Kosten\, bitte anmelden bis zum 18.10.2024 bei Rolf Hecker: E-Mail: r.hecker@leibnizsozietaet.de) \nOrt: Historisches Rathaus Berlin-Friedrichshagen\, Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nMartin Hundt (*13.7.1932 Wurzen\, †23.9.2023 Potsdam) 1951–54 Studium der Publizistik u. Zeitungswissenschaft an der philosophischen Fakultät (später: Journalist. Fakultät) der KMU Leipzig. 1963–91 wiss. Mitarbeiter am Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED\, meist Marx-Engels-Abteilung\, Bearbeitung der MEGA-Bände I/10 und I/14\, Gutachter in der Briefabteilung der MEGA und weitere Funktionen in der Redaktion der MEGA. Mit seinen Editionen zur Geschichte des Bundes der Kommunisten und des Redaktionsbriefwechsels der Hallischen\, Deutschen und Deutsch-Französischen Jahrbücher hat er fundamentale Ausgaben zur Geschichte des Jundhegelianismus vorgelegt. \nEr gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Berliner Vereins zur Förderung der MEGA-Edition e.V. und war erstes Vorstandsmitglied. 1991/92 Sekretär der MEGA-Kommission der AdW\, Vertreter in der IMES; 1993 beteiligt an der Revision der Editionsrichtlinien; zwischen 1992 u. 1996 ca. zwei Jahre arbeitslos; seit Mitte 1992 Mitarbeit an der MEGA bei der KAI e.V.\, dann an der MEGA-Arbeitsstelle der BBAW\, Werkvertrag zur Bearbeitung von MEGA² I/14; seit 1994 beteiligt an den Hamburger Kolloquien zum Junghegelianismus; Mitglied der Internationalen Gesellschaft für dialektische Philos./Societas Hegeliana und der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin seit 1995\, Mitarbeit im Arbeitskreis Vormärz- und 1848er Revolutionsforschung.\n \nBegrüßung: Prof. Dr. Gerda Haßler (Präsidentin der LS) \nProf. Dr. Walter Schmidt (MLS\, Berlin): Erinnerungsworte \nVortragende: (Beiträge jeweils 20–30 Min.) \nDiskussionsleitung: Prof. Dr. Rolf Hecker (MLS\, Berlin) \nProf. Dr. Lars Lambrecht (Hamburg): Martin Hundt als Quellenfinder und Quellenherausgeber \nDr. Christian Schmidt (Berlin): Sind wir alle Junghegelianer? Über die Aktualität einer philosophiegeschichtlichen Konstellation \nProf. Lorely French (Oregon/USA): Soziale u. politische Ideen von Bettina v. Arnim (angefragt) \nProf. em. Dr. Susanne Schötz (Dresden): Religiosität und Frauenemanzipation bei Louise Otto-Peters \nDiskussion \nKaffeepause \nDiskussionsleitung: Prof. Dr. Jürgen Hofmann (MLS\, Berlin) \nProf. Dr. Rüdiger Hachtmann (MLS\, Berlin): Vormärz und 1848. Quelleneditionen und Biografien \nDr. François Melis (Berlin): Ein falsches Bild von Ferdinand Lassalle 1848/49 \nProf. Dr. Rolf Hecker (MLS\, Berlin): Provenienzforschung von Marx‘ Manuskripten und Dokumente des Weerth-Nachlasses im Moskauer RGASPI \nDr. Bernd Füllner (Düsseldorf): Zum Weerth-Nachlass im Amsterdamer IISG \nDiskussion
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DESCRIPTION:Die Klassensitzung Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften findet im hybriden Format im Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin und per Zoom statt. \nMario Kessler \nAntisemitismus – der Sozialismus des dummen Kerls. Zum Wiederaufleben einer alten Denkfigur \nZeit: 10.00 bis 12.00 Uhr \nZusammenfassung (deutsch): \nDer Vortrag behandelt das wechselvolle und diskontinuierliche Verhältnis der internationalen Linken zum Antisemitismus im Überblick. Noch bis zum letzten Viertel des 19. Jahrhunderts existierten in der europäischen Arbeiterbewegung starke Vorurteile gegenüber “dem Juden” als Sinnbild kapitalistischer Ausbeutung. Auch Marx und Engels waren von judenfeindlichen Vorurteilen nicht frei\, die Engels jedoch am Ende seines Lebens überwand und zum Kampf gegen den Antisemitismus aufrief. Die Erkenntnis\, dass Proletarier und Juden\, wenn auch in verschiedener Weise\, zu den ausgegrenzten Teilen der Gesellschaft gehörten\, führten beide Gruppen schließlich zusammen. Dies betraf sowohl Sozialdemokraten wie Kommunisten. Den Höhenpunkt dieser Gemeinsamkeit bildete der Kampf gegen den Faschismus. Die Entstehung des Staates Israel\, der Nahostkonflikt\, aber auch der stalinistische und poststalinistische Antisemitismus sorgten für Risse in diesem Bündnis. Der Zerfall sozialistisch-kommunistischer Hoffnungen und das Aufkommen einer “postkolonialen” Ersatzideologie anstelle des Internationalismus\, die de facto auch an den Interessen der Palästinenser vorbeigeht\, gingen in den letzten Jahren mit einem ständig steigenden\, als Israelkritik firmierten Judenhass einher\, der nunmehr die Existenz der Juden als Gruppe in der sogenannten Diaspora ernsthaft infrage stellt. Das anderthalb Jahrhunderte währende Bündnis zwischen Linken und Juden liegt heute in vielen Teilen der Welt fast in Trümmern. \nAbstract (English): \nThe lecture provides an overview of the changing and discontinuous relationship between the international left and anti-Semitism. Until the last quarter of the 19th century\, there were still strong prejudices in the European labour movement against “the Jew” as a symbol of capitalist exploitation. Even Marx and Engels were not free from anti-Semitic prejudices\, which Engels overcame at the end of his life and called for a fight against anti-Semitism. The realisation that proletarians and Jews were among society’s marginalised parts\, albeit in different ways\, ultimately brought the two groups together. This affected both social democrats and communists. The high point of this common ground was the fight against fascism. The emergence of the State of Israel\, the Middle East conflict\, but also Stalinist and post-Stalinist anti-Semitism caused cracks in this alliance. The collapse of socialist-communist hopes and the emergence of a “post-colonial” substitute ideology in place of internationalism\, which de facto also ignores the interests of the Palestinians\, have been accompanied in recent years by an ever-increasing hatred of Jews\, labelled as criticism of Israel\, which now seriously questions the existence of Jews as a group in the so-called diaspora. The century-and-a-half-long alliance between the left and the Jews is now almost in ruins in many parts of the world. \nVita: \nProf. Dr. Mario Keßler\, MLS seit 2003. Bis 2021 am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam tätig. Lehrtätigkeit an der Universität Potsdam und an der Yeshiva University in New York sowie Gastprofessuren und Fellowships an vielen weiteren Universitäten\, vor allem in den USA. Autor von 30 Büchern in deutscher und englischer Sprache. Hinzu kommt eine umfangreiche Herausgeber- und Übersetzertätigkeit.
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DESCRIPTION:Klassensitzung Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften (als Zoom-Video-Konferenz) \nMichael Brie\nJohn Lockes Begründung des philosophischen Liberalismus\nDie revolutionären und kolonialen Ursprünge\nAbstract\nIn seinen „Zwei Abhandlungen über das staatliche Gemeinwesen“ entwickelte John Locke (1632 – 1704) eine Legitimation staatlicher Macht jenseits von patriarchaler Herrschaft oder Gesellschaftsvertrag. Im fünften Kapitel der zweiten Abhandlung wird die Entwicklung einer geordneten und geregelten bürgerlichen Gesellschaft aus dem souveränen Handeln der Einzelnen als Privateigentümer ihres eigenen Körpers in einer Welt des Gemeineigentums skizziert. Die Arbeit der Privateigentümer oder jene Arbeit\, die unter ihrem Kommando geleistet wird\, würde die natürlichen Gemeingüter in ihr Privateigentum verwandeln. Dabei würden diese Privateigentümer ohne jede explizite Verständigung untereinander Regeln setzen und durchsetzen\, die das eigene Leben wie das so geschaffene Privateigentum schützen. Der Übergang von der Naturalwirtschaft zur kapitalistischen Marktwirtschaft und der Konzentration des Privateigentums wird als logische Abfolge von Stufen der Entwicklung der bürgerlichen Gesellschaft dargestellt. Der Staat habe nach innen keine andere Funktion\, als die Allgemeinverbindlichkeit dieser Regeln zu garantieren und das so geschaffene bürgerliche Gemeinweisen nach außen vor Eingriffen fremder Staaten zu schützen. In dieser philosophischen Konstruktion entsteht die bürgerliche Gesellschaft ohne jede gemeinsame Absprache vor dem Staat und unabhängig von ihm. Dieser ist ausschließlich Überbau und Dienstleister der Gesellschaft der Privateigentümer. Mit Hermann Klenner formuliert\, war Lockes Sozialphilosophie „nicht mehr und nicht weniger als … die erste offene und umfassende Theorie einer Unterordnung des Staates unter die Interessen des [privaten – M.B.] Eigentums“. Der Vortrag wird darstellen\, wie sich Lockes Forschungsfrage aus der vorrevolutionären Situation der Verfassungskrise in England zwischen 1679 und 1692 ergab und eng mit der ersten bürgerlichen Massenpartei\, den Whig\, verbunden war. Er wird zudem zeigen\, wie Locke zur Beantwortung seiner Forschungsfrage auf die Legitimation der privaten Landnahme der kolonialen Siedler Englands in Nordamerika zurückgriff. Dabei wird deutlich: Als Ideologie der privaten Freiheit wird Liberalismus durch die Ausgrenzung des Kommunistischen zur Herrschaftslegitimation von Unfreiheit. Anders formuliert: In dem Maße\, wie der Liberalismus als Ideologie der Freiheit das Kommunistische ausgrenzt\, unterdrückt\, verdrängt und vernichtet\, verkehrt er sich in sein Gegenteil – eine Ideologie der Unfreiheit und Unterdrückung. Der bürgerliche revolutionäre Anspruch ist mit der Legitimation des Systems kapitalistischer Akkumulation und kolonialer Landnahme verbunden. \nZur Person\nMichael Brie ist Sozialphilosoph. Er hat in Leningrad und Ost-Berlin studiert und an der Humboldt-Universität 1980 bzw.1985 seine Dissertationen verteidigt. Im September 1990 wurde er zum Professor für Sozialphilosophie berufen. Zwischen 1994 und 1999 realisierte er Forschungsprojekte zur Transformation in der Russländischen Föderation. Von 1999 bis zur Berentung 2019 arbeitete er als Geschäftsführer der Rosa-Luxemburg-Stiftung bzw. als Leiter des Studienwerks und des Auslandsbereichs sowie als Direktor des Instituts für Gesellschaftsanalyse dieser Stiftung und war Referent für Geschichte und Theorie des Sozialismus an diesem Institut. Von 2019 bis 2023 war er Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Stiftung. 2022/23 hat er die beiden Bücher „Sozialismus neu entdecken“ und „Chinas Sozialismus neu entdecken“ beim VSA-Verlag Hamburg veröffentlicht.
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DESCRIPTION:Dirk Plickat (MLS)\nSoziale Spaltung und pädagogische Verantwortung – kritische Vergegenwärtigungen\nDiese Klassensitzung findet ausschließlich als Präsenzveranstaltung im Rathaus Friedrichshagen statt. Die Folien übersendet Ihnen der Referent gerne auf Anfrage: Plickat\, Dirk <d.plickat@ostfalia.de> \nAbstract:\nIm Zuge des „Wirtschaftswunders“ und der „Bildungsexpansion“ im westdeutschen und nunmehr gesamtdeutschen Weg gerieten Fragen sozialer Spaltung\, speziell von Armut\, aus dem Blick pädagogischer Diskurse. Armut galt als Problem der III. Welt bzw. des globalen Südens und hätte zudem massive Legitimationsprobleme der institutionalisierten Strukturen pädagogischer Wissenschaft offenbart. Seit nunmehr über drei Jahrzehnten weisen Sozial- und Bildungsberichterstattungen fortlaufend eine kumulative Expansion sozialer Entsicherungen aus. In Zeiten einer Bildungs- und Sozialpolitik unter neo-liberaler Vorzeichen sind Kritik und Aufklärung ausgesprochen „karriere-feindlich“; zumal dann\, wenn Mythen vom „pädagogischen Fortschritt“\, vom „sozialen Aufstieg“ oder der „Integration durch Arbeit“ als Märchen entlarvt werden. Aktuelle Antinomien von Bildung und Herrschaft (Heydorn) treten im “bildungs-industriellen Komplex“ (Münch) besonders deutlich in Hochschulen hervor und werfen die Frage auf\, ob nicht die Entwicklungswege von Hochschulen als „Irrlichter“ soziale Spaltungen vorantreiben und parallelgesellschaftliche Entwicklungen befördern. \nVita:\nJg. 59\, Erziehungswissenschaftler DGfE\, Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2020\, GATWU\, GDSU\, BV-Produktionsschulen\, Ostfalia HAW\, Campus Suderburg\, Fak H\, ausführlicher http://plickat-online.de\nFachprofil: Bildung in Schnittfeldern von Schul-\, Berufs\, Sozial- und Sonderpädagogik für Personenkreise mit „Passungsproblemen“ und eingeschränkter Teilhabe
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SUMMARY:Klassensitzung SGW fällt aus!
DESCRIPTION: Diese Veranstaltung fällt wegen einer Absage des Referenten aus.\nBernd Markus Zunk (MLS) \nDie Bedeutung des Lehrfaches „(Allgemeine) Betriebswirtschaftslehre“ an Technischen Universitäten und Hochschulen im gegenwärtigen Spannungsfeld von Nachhaltigkeit\, Innovation und Digitalisierung: Evidenzbasierter Entwurf eines multidisziplinären Kompetenzprofils am Beispiel des Wirtschaftsingenieurwesens\n 
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DESCRIPTION:Rüdiger Bernhardt (MLS) \nVon Gottsched und der Neuberin zu Julius Mosen und dem Jungen Deutschland.\nZur Entwicklung des deutschen Dramas und eines dafür notwendigen Theaters\n9.00 bis 11.00 Uhr \nDie Sitzung findet als Zoom-Meeting statt. \nAbstract \nMit der Ankunft Gottscheds 1724 in Leipzig begannen Bemühungen um das deutsche Drama und die zugehörige Theaterpraxis in einem zersplitterten Staatsgebilde\, in dem barocke Theaterkunst an Fürstenhöfen und Haupt- und Staatsaktionen\, gespielt von Wanderbühnen am Stadtrand\, herrschten. Der Universitätsgelehrte Gottsched verband sich mit der Wanderbühne der Neuberin. Gemeinsam setzten sie zwischen 1727 und 1741 drei Anliegen durch: \n\nein eigenständiges deutsches Drama\, das mit Gottscheds Sterbendem Cato (1731) sein erstes Beispiel bekam\,\nEntwicklung und Sammlung dramatischer Werke\, die die deutsche Gegenwartsdramatik ausmachten und\nErarbeitung einer entsprechenden Aufführungspraxis\, zu der der weitgehende Verzicht auf den Harlekin und ein sorgfältig strukturiertes Drama gehörten.\n\nEinhundert Jahre später – 1841 – wollte der Dramatiker Julius Mosen in Dresden als Dramaturg der Nachfolger von Ludwig Tieck werden\, der nach Berlin berufen worden war. Das Vorhaben scheiterte. Dafür verschaffte ihm sein Freund Adolf Stahr 1843 die Stelle des Dramaturgen im neu gegründeten Hoftheater des Großherzogtums Oldenburg. Was Mosen dafür als Rüstzeug einbrachte\, stammte von den Linkshegelianern\, die sich um ihn in Dresden-Strehlen gesammelt hatten. Mosen konzentrierte sich auf das Schauspiel – die Oper wurde ausgeschlossen –\, auf Autoren des Jungen Deutschland und auf historische Stoffe\, die aktuelle Bedeutung hatten. So entwickelte er mit Stücken jungdeutscher Autoren das moderne Drama\, das Theoretiker wie Hermann Hettner – Das moderne Drama (1852) – veranlasste\, im Zusammenhang mit Mosen vom „sozialen Schauspiel“ als einer modernen Form des Schauspiels zu sprechen. Mit Gerhart Hauptmanns Die Weber (1892) u.a. wurde der Begriff seit dem Naturalismus heimisch. Mosen erkrankte schwer und musste seine Tätigkeit unvollendet beenden.\nBeide – die Neuberin im 18. und Julius Mosen im 19. Jahrhundert – stammten aus dem Vogtland und stellen den Beitrag des Vogtlandes zur Entwicklung einer modernen deutschen Dramatik dar. \nCV \nRüdiger Bernhardt\, Prof. Dr. sc. phil.\, Dipl.-Germanist\, geb. 1940 in Dresden\, Studium der Germanistik\, Kunstgeschichte\, Nordistik und Theaterwissenschaft in Leipzig. Tätig an der Universität Halle (Saale) von 1964 bis 1993\, außerdem an Universitäten und Hochschulen u.a. in Minsk\, Bratislava\, Stockholm\, Kiel\, Szczecin. Von 1995 bis 2003 außerdem tätig in Schulbuchverlagen. 1. Vorsitzender der Gerhart-Hauptmann-Stiftung Kloster auf Hiddensee 1994 bis 2008. Ca. 120 Buchveröffentlichungen\, darunter Monografien zur Antikerezeption\, zu Henrik Ibsen\, August Strindberg\, Gerhart Hauptmann\, Peter Hille\, Julius Mosen\, Christoph Hein\, Das Lyrische Schaffen (7 Bände)\, Schreiben auf dem Bitterfelder Weg (2016)\, Maßstab Humanismus. Zur Arbeit der sowjetischen Kulturoffiziere (2020) und Schulbücher. Parallel seit 1965 Tätigkeiten an Theatern und kontinuierlich als Literatur-\, Fernseh- und Theaterkritiker und seit 1966 in der Bewegung schreibender Arbeiter (u.a. Vorsitzender der ZAG).- 1985 Händel-Preis\, 1999 Wahl in die Leibniz-Sozietät; 2018 Vogtländischer Literaturpreis \n 
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DESCRIPTION:Horst Simon\, Freie Universität Berlin \nReden die anderen anders? Wie finden wir’s raus? – Methodische Überlegungen und erste Ergebnisse einer Variationellen Pragmatik des Deutschen \nDie Klassensitzung findet am 11. Mai 2023 von 9.00 bis 11.00 Uhr als Zoom-Meeting  statt. \nAbstract \nWährend seit langem bekannt ist\, dass in den Bereichen Wortschatz und Grammatik große Variabilität in der Sprache herrscht\, ist Variation in der Pragmatik bislang noch kaum untersucht. Genau diesem Umstand entgegenzuwirken\, hat sich das Berlin-Zürich-Salzburger VariPrag-Projekt <www.variprag.net> zum Ziel gesetzt. In einer großangelegten Studie\, die experimentelle Methoden mit beobachtender Feldforschung kombiniert\, soll flächendeckend für den deutschen Sprachraum eruiert werden\, wie sich das kommunikative Alltagsverhalten der Menschen unterscheidet. Als konkreter Untersuchungsgegenstand dienen dabei höflichkeitssensitive Sprechaktrealisierungen wie Anrede\, Grüße\, Aufforderungen\, Beschwerden usw. Zudem soll der Frage nachgegangen werden\, inwieweit der öffentliche Diskurs zu diesem Thema\, der u.a. auf nationale Stereotypen abhebt\, der Realität entspricht.\nIn meinem Vortrag werde ich ausführlich die methodischen Herausforderungen bei diesem Projekt diskutieren und erste Ergebnisse präsentieren\, die bereits auf deutliche\, teils überraschende Unterschiede hinweisen. \n*** \nCV von Horst Simon \nBio: \n\nseit 2011: Professor für Historische Linguistik an der Freien Universität Berlin;\nallerlei auswärtige Gasttätigkeiten\, z.B. mehrfach Gastprofessuren an der Peking Universität und der Université Toulouse Jean Jaurès\n2007-2011: Lecturer und Senior Lecturer in German and General Linguistics am King’s College London\n1994-2007: Humboldt-Universität zu Berlin;\n2003/04: Research Fellow der Alexander-von-Humboldt Stiftung in Wien;\nPromotion 1999 zur Grammatik der Anredepronomina\nStudium der Germanistik und Anglistik in Passau\, Amsterdam und Glasgow\n\naktuelle Projekte: \n\nDie Dynamiken des Deutschen im mehrsprachigen Kontext des südlichen Afrika\nFremdsprachenlernen und -lehren: Neukonfigurationen der Volkssprachlichkeit in der Frühen Neuzeit\nVariantenpragmatik des Deutschen. Kommunikative Muster im Vergleich\n\n 
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DESCRIPTION:Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften \nUlrich Busch (MLS) \nDie gegenwärtige Teuerung im Lichte der historischen Erfahrung der Hyperinflation von 1923 \n10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: Rathaus Friedrichshagen \nZusammenfassung \nSeit dem Sommer 2021 ist in Deutschland und im Euroraum ein rasanter Preisanstieg zu verzeichnen. Dieser betrifft insbesondere Energie\, bestimmte Rohstoffe und Lebensmittel. Inzwischen wurden durch Zweitrundeneffekte davon aber auch andere Güter und Dienstleistungen erfasst\, so dass die bis dato vorherrschende deflationäre Tendenz als überwunden anzusehen ist und von einer Rückkehr der Inflation gesprochen werden kann. Zufällig trifft dieser Prozess mit dem 100. Jahrestag der Hyperinflation in Deutschland\, Österreich\, Ungarn\, Polen und anderen Staaten zusammen. Die Koinzidenz beider Ereignisse legt es nahe\, die „große Inflation“ von 1922/23 retrospektiv im Lichte der inflationären Prozesse von heute zu betrachten\, wie auch umgekehrt\, die aktuelle Inflation anhand der Erfahrungen von damals zu bewerten. Dabei wird deutlich\, dass es hier sowohl Parallelen als auch signifikante Unterschiede gibt. Insgesamt aber dürften die Differenzen überwiegen\, was eine Gleichsetzung beider Inflationen ausschließt und Befürchtungen\, wonach die gegenwärtige Inflation früher oder später in eine Hyperinflation übergehen könnte\, unwahrscheinlich erscheinen lassen. \nCV \nUlrich Busch legte 1969 in Magdeburg das Abitur ab und erlernte in der Notenbank den Beruf eines Bankkaufmanns. Anschließend studierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin Finanzökonomie. 1976 wurde er zum Dr. oec. promoviert. Danach war er eine Zeitlang in leitender Funktion in der Staatsbank der DDR tätig. 1981 wechselte er an die Humboldt-Universität\, erwarb die Facultas Docendi und habilitierte sich 1984 auf dem Gebiet der Finanzwissenschaft. 1987 wurde er zum ord. Dozenten für Politische Ökonomie berufen. In den Jahren 1990 bis 1993 wirkte er aktiv mit an der Umstrukturierung und dem Neuaufbau der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät mit. Nach der Abwicklung der Fakultät arbeitete Herr Busch bis 2009 als Dozent und Leiter wissenschaftlicher Projekte an der Humboldt-Universität und anderen Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie im privaten Bankwesen. Zuletzt war er an der Technischen Universität Berlin beschäftigt. Zudem wirkte er als Gastprofessor an der Wirtschaftsuniversität Budapest\, als Dozent an der Frankfurt School of Finance & Management in Frankfurt am Main und an einer Reihe in- und ausländischer Universitäten. \nSeine Arbeitsschwerpunkte sind: Geldtheorie und -politik; Transformation sowie ökonomische Aspekte der deutschen Vereinigung. \nHerr Busch ist seit 2009 Mitglied der Leibniz-Sozietät. Von 2010 bis 2021 war er Schatzmeister der Sozietät. \n 
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DESCRIPTION:Andrea Komlosy (MLS) \nKo-Referent: Thomas Kuczynski (Berlin) \nZeitenwende: Aufbruch ins kybernetische Zeitalter \n13.30 bis 16.00 Uhr \nOrt: Rathaus Friedrichshagen \nauch in Zoom. \nAbstract \nDie Wiener Wirtschaftshistorikerin Andrea Komlosy (MLS) erläutert die Thesen ihres neuen Buches\, indem sie die stattfindenden Umbrüche unseres Zeitalters in Theorien zyklischer ökonomischer Wellen (Kondratieff\, Schumpeter\, Wallerstein) sowie eines hegemonialen Wandels (vom transatlantisch-amerikanischen zum pazifisch-chinesischen) einordnet. \nMit der flächendeckenden Nutzung von Informationstechnologien ist der Mensch in das kybernetische Zeitalter eingetreten\, da damit die Steuerung und Regelung mittels Rückkopplungseffekten möglich geworden ist. Der menschliche Körper liefert dafür die Verhaltensdaten. Er wird im Arbeitsprozess und im Alltag mit der Maschine synchronisiert. Durch die Covid-Pandemie wurde diese Entwicklung nochmals enorm beschleunigt. Der Vortrag bettet die Zeitenwende vom industriellen zum kybernetischen Zeitalter in die großen Krisen und Übergänge der Menschheitsgeschichte ein. \nAls Ko-Referent wird der Berliner Wirtschaftshistoriker Thomas Kuczynski dazu Stellung nehmen. \nCV \nAndrea Komlosy\, Studium der Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Wien und am Institut für Höhere Studien Wien\, Promotion 1984\, Habilitation 2002\, lehrt am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien\, seit 2023 im „Ruhestand“. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Fragen zu ungleicher Entwicklung in lokalen\, regionalen\, nationalen und globalen Kontexten sowie globale Arbeitsgeschichte. Sie ist Vorsitzende des Vereins für Geschichte des Weltsystems und Mitherausgeberin der „Zeitschrift für Weltgeschichte“ (ZWG). Jüngst erschienen: „Zeitenwende. Corona\, Big Data und die kybernetische Zukunft“ (2022) sowie (gemeinsam mit Klemens Kaps) Hg. „Immanuel Wallerstein und die Rezeption der Weltsystem-Analyse im deutschen Sprachraum (ZWG-Schwerpunkt 22\, 1+2\, http://www.vgws.org/index.php?article_id=1) \n 
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DESCRIPTION:Hartmut Hecht (MLS) \nPhilosophische Entdeckungen zwischen zwei wissenschaftlichen Grundlagendiskussionen\nOrt: Rathaus Friedrichshagen \nauch in Zoom. \nAbstract \nDie Entstehung der heutigen Erfahrungswissenschaften im 17./18. Jahrhundert ist durch zwei Grundlagendiskussionen gekennzeichnet – den Streit der Cartesianer und Leibnizianer über das wahre Maß der lebendigen Kraft und die Prioritätsdebatte um das Maupertuis’sche Prinzip. Beide werden in der Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte bis heute diskutiert und zwar unabhängig von einander. Ich werde in meinem Vortrag zeigen\, dass erst der Zusammenhang dieser beiden Ereignisse den Aufstieg des neuen Wissenschaftstyps Erfahrungswissenschaft verständlich macht und vor allem die Dimensionen und die Heftigkeit der Auseinandersetzun­gen erklärt. Dafür werde ich mich auf zwei Schwerpunkte konzentrieren: (1) auf die Mathema­tisierung der Naturphilosophie und die dafür erforderliche Einführung aktiver Prinzipien\, die\, wie ich (2) zeigen werde\, einen grundlegenden Wechsel hinsichtlich des philosophischen Welt­verständnisses einschließen. \nIm Unterschied zu dem in der historischen Forschung traditionell thematisierten Gegensatz von Leibnizianer und Cartesianern bzw. Newtonianern und Leibnizianern\, erlaubt es mein Ansatz\, gemeinsame Tendenzen der in die Auseinandersetzungen involvierten Kombattanten herauszu­arbeiten\, und daraus die Möglichkeit einer Lösung der Konflikte verständlich zu machen. \nDie bei der Analyse gewonnen Ergebnisse werden abschließend verallgemeinert und zu einigen Schlussfolgerungen in Bezug auf die Dynamik von Übergangsprozessen ähnlicher – nicht nur naturwissenschaftlicher – Art verdichtet. \n  \nKurzvita \nStudium der Physik und der Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Promotion 1976\, Dissertation B 1984. Beides zu Themen der Wissenschaftsphilosophie. Lehre an den Universitäten Greifswald\, der Viadrina Frankfurt/Oder und der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 1984 Tätigkeitsschwerpunkt Leibniz und Leibniz-Rezeption insbesondere in der französischen Aufklärung. Forschungsgruppenleiter Leibnizforschung an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Von 2001–2013 Arbeitsstellenleiter an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. In diesem Zusammenhang Beginn der Edition der naturwissenschaftlichen medizinischen und technischen Schriften von Gottfried Wilhelm Leibniz als Teil der Akademie Ausgabe (Reihe VIII). \nPublikationen: Gottfried Wilhelm Leibniz. Mathematik und Naturwissenschaften im Paradigma der Metaphysik\, Teubner 1992. Leibniz: Monadologie\, Übersetzung und Kommentar\, Reclam 1998. Mitarbeit an den Bänden VIII\,1 (2009) und VIII\, 2 (2016) der Leibniz Akademie Ausgabe. Herausgeber und Mitherausgeber von Sammelwerken z.B. zu Pierre Louis Moreau de Maupertuis (1999) und Emilie Du Châtelet (2019).
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DESCRIPTION:Jürgen Hofmann (MLS\, Berlin) \n1848er Revolutionsforschung in der DDR. Schwerpunkte\, Personen\, Diskussionen \n09.00 bis 11.00 Uhr\nOrt: ZOOM-Meeting \nAbstract: \nAls der damalige Bundespräsident Gustav Heinemann im Februar 1970 in seiner Rede zur Schaffermahlzeit in Bremen anregte\, den demokratischen Bewegungen in der deutschen Geschichte größere Aufmerksamkeit zu widmen\, ging es ihm nicht allein darum\, dem stark konservativ geprägten Geschichtsbild in der Bundesrepublik etwas entgegenzusetzen. Er erinnerte auch daran\, dass das Thema der demokratischen Volksbewegungen nicht der DDR überlassen bleiben sollte. Die DDR-Geschichtswissenschaft hatte sich in den 1950er und 1960er Jahren stark auf die Revolutionen in der deutschen Geschichte und auf die Geschichte der Arbeiterbewegung fokussiert\, deren Herausbildung mit den demokratischen Volksbewegungen verknüpft war. Die institutionellen und personellen Voraussetzungen der 1848er Revolutionsforschung in der DDR waren bis zu diesem Zeitpunkt und auch später dennoch nicht geeignet\, die Befürchtungen Heinemanns zu bestätigen. Die Forschungskapazitäten in der DDR entsprachen nicht der politischen Inanspruchnahme der 1848er Revolution durch die DDR. Dennoch waren ihre Ergebnisse durchaus eine Herausforderung im deutsch-deutschen Wettbewerb. \nKurz-CV: \nProf. Dr. sc. phil. Jürgen Hofmann\, geb. 1943\, Historiker; Studium der Geschichte und Gesellschaftswissenschaften an der Karl-Marx-Universität Leipzig; 1970 – 1990 Assistent\, Dozent\, Professor am Institut für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED in Berlin; 1976 Promotion A mit einer Arbeit über das preußische Ministerium Camphausen-Hansemann; 1983 Promotion B; 1991-2008 Mitarbeiter bzw. Leiter verschiedener Projekte zum Identitätswandel in Ostdeutschland\, zur Regionalgeschichte Berlins und Brandenburgs und zur Geschichte Preußens; ab 2009 freie Forschung; seit 1996 Mitglied des Internationalen wissenschaftlichen Beirates der Internationalen Tagung der Historiker(innen) der Arbeiter – und anderer sozialer Bewegungen (ITH)\, Wien und Linz/Österreich bzw. des Kuratoriums; seit 2010 Mitglied der Leibniz-Sozietät; Mitarbeit im AK Vormärz und 1848er Revolutionsforschung; Mitglied im Kuratorium des Friedhofs der Märzgefallenen in Berlin-Friedrichsfelde. \nPublikationen (u. a.): \nLichtenberg. Kurze Geschichte eines Berliner Bezirks\, Berlin 2013; ArbeiterInnenbewegung und Rechtsextremismus\, Wien/Leipzig 2006 (hrsg. mit Michael Schneider); Die Klasse in Aufruhr. Der 17. Juni 1953 in Berliner Betrieben\, Berlin 2003 (mit Annette Neumann); Preußen in der deutschen Geschichte. Studienbriefe\, Hagen 1999\, überarbeitete und ergänzte Auflage 2006 (mit Peter Brandt und Klaus Vetter); Konflikt – Konfrontation – Kooperation. Deutsch-deutsche Beziehungen in vierzig Jahren Zweistaatlichkeit\, Potsdam 1998 (hrsg. mit Detlef Nakath); Studien zur Demokratie in der DDR\, Zweiter Teil\, Berlin 1995 (hrsg. mit Hans-Jürgen Mende u. Reinhard Mocek); Es ging um Deutschland. Vorschläge der DDR zur Konföderation\, Berlin 1990 (Hrsg.); Ein neues Deutschland soll es sein\, Berlin 1989; Das Ministerium Camphausen-Hansemann\, Berlin 1981; über 100 Aufsätze in Zeitschriften und Sammelbänden. \n.
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DESCRIPTION:Wim Coudenys (MLS) \nRussia\, a country with a future… or a past?\nThe Russian invasion of Ukraine in February 2022 not only severely shook the world-order that had emerged after 1989-1991\, but equally re-established the image of Russia as the existential foe of Europe/the West. However\, it is Russia itself that most vehemently propagates this image as justification for its behaviour\, whereas the war goals in Ukraine remain undefined. The same applies to Russia itself: instead of projecting a future for the nation\, it relies on models from the past to justify the reigning regime and its politics. In this lecture\, I want to explore the origins of the Europe-Russia / East-West dichotomy\, how this transpired in 19th and 20th century Russian history\, and how a selective reading of the past prepared the ground for the present war. \nWim Coudenys is associate professor of Russian and European history at the University of Leuven (KU Leuven). He specializes in the fields of Russian historiography\, the Russian emigration and Belgian-Russian relations. His latest books include a biography of the Russian military attaché to Belgium during World War I (2017)\, a history of the Russian emigration in Belgium (2019) and Fallen Far from the Fatherland. Russian Victims of the First World War in Belgium (2022). He currently runs projects on the preservation of cultural heritage in the Russian emigration\, and on the relationship between Orthodox and Catholics in the Russian emigration.\nhttps://www.arts.kuleuven.be/english/our-staff/zap/wimcoudenys \nThis lecture will be given in English\, but you can ask your questions in German or Russian.
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SUMMARY:November-Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Nicola McLelland (Nottingham\, MLS) \nDeutschlernen in Großbritannien seit 1500: die Geschichte einer Beziehung \nOrt: Historischer Ratssaal des Rathauses Friedrichshagen\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin (Nähe S-Bahnhof Friedrichshagen)\nDie Sitzung findet auch als ZOOM-Meeting statt. \nAbstract \nDie Geschichte der anglo-deutschen Beziehungen ist lang und nicht immer einfach: von mittelalterlichen Hanse-Kaufleuten in London bis zum Brexit des 21. Jahrhunderts\, über eine deutsche Dynastie\, die den britischen Thron bestieg\, bis hin zu zwei Weltkriegen und einem geteilten und später wieder vereinten Deutschland innerhalb der EU. \nIn diesem Vortrag arbeite ich die Geschichte auf\, wie Deutsch in guten und in schlechten Zeiten den Engländern mehr oder weniger erfolgreich beigebracht wurde. Ich lege dabei ein besonderes Augenmerk auf die sich im Laufe der Zeit immer neu gestaltenden Darstellungen von Deutsch und seiner/n Kultur(en) – darunter auch das Problem\, wie man über Deutschland im Nationalsozialismus spricht. Zuerst werde ich Martin Aedlers katastrophal erfolglose erste Grammatik des Deutschen für Englischsprachige (1680) vorstellen\,  werde dann die Entdeckung von Deutsch im 18. Jahrhundert im Land der Dichter und Denker verfolgen sowie den späteren Erfolg von Deutsch als – trotz aller Wechselfälle – zweiter Fremdsprache in Großbritannien im 19. und 20. Jahrhundert\, bis hin zu heutigen Bemühungen\, das Interesse an Deutsch in einer post-Brexit-Welt\, wo „everyone speaks English“\, aufrechtzuerhalten. \n  \nKurzvita \nNicola McLelland ist Professorin für Germanistik und Geschichte der Sprachwissenschaft an der University of Nottingham\, England. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehört die Geschichte des Sprachlehrens und -lernens. Unter anderem hat sie zwei Monographien zu diesem Thema veröffentlicht: German Through English Eyes. The history of teaching and learning German in England\, 1500-2000 (Harrassowitz\, 2015\, open access) und Teaching and Learning Foreign Languages. A history of language education\, assessment and policy in Britain (Routledge\, 2017). Im Jahr 2020 wurde ihr der Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preis für herausragende Arbeiten auf den Gebieten der germanistischen Literatur- und Sprachwissenschaft\, Deutsch als Fremdsprache sowie Deutschlandstudien verliehen.
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SUMMARY:September-Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Christa Luft (MLS) \n„Grund und Boden – keine Ware wie jede andere. Vorschläge für eine soziale Bodenordnung“ \nDer Boden ist keine Ware wie jede andere\, kein normales Konsumgut. Er ist begrenzt verfügbar\, nicht beliebig reproduzier- oder vermehrbar. Wie Luft und Wasser ist er ein Grundlebensmittel und damit unentbehrlich für jeden Menschen. Die Crux: Seine Verfügbarkeit ist begrenzt\, das Privateigentum daran aber nicht. Angesichts der zerstörerischen gesellschaftlichen Wirkungen ist das ein nach Auflösung drängender Widerspruch. Dass der Boden privat sein muss\, ist nicht naturgegeben\, es ist in Gesetzen niedergeschrieben\, und die sind von Menschen gemacht und können geändert werden. Für eine neue\, eine gemeinwohlorientierte Bodenordnung werden Vorschläge unterbreitet. \n Christa Luft ist Diplomökonomin. Sie lehrte an der Berliner Hochschule für Ökonomie und war dort zuletzt Rektorin. Einige Jahre arbeitete sie in Moskau an einem Internationalen Ökonomischen Forschungsinstitut.  Im Wendeherbst 1989 wurde sie in die Regierung Modrow berufen und mit dem Bereich Wirtschaft betraut. Nach Abwicklung der HfÖ anno 1991 wirkte sie als  Dozentin in Weiterbildungsinstituten und als freischaffende Publizistin. Von 1994 bis 2002 gehörte sie als direkt gewählte Abgeordnete dem Deutschen Bundestag und dessen Wirtschaftsausschuss an. Sie ist Mitglied der Rosa-Luxemburg-Stiftung\, der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften  und des Kuratoriums der Stiftung der Freunde der Leibniz-Sozietät.
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SUMMARY:Juni-Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Beachten Sie bitte die veränderte Anfangszeit: 9:30 Uhr \nZoom-Konferenz: Zugangsdaten s.u. \nAndreas F. Kelletat (Mainz / Germersheim) \nWem gehört der übersetzte Text? Überlegungen zu einem historisch-sammelbiographischen Forschungs- und Editionsprojekt \nModeration Kerstin Störl \nDie Literaturen der Welt kennen wir alle fast ausschließlich aus Übersetzungen. Denn wer schon dürfte von sich behaupten\, alles oder zumindest vieles im jeweiligen Urtext lesen zu können? Das gut 3000 Jahre alte Gilgamesch-Epos oder die Hexameter-Gesänge Homers\, Dantes Divina Comedia\, die Romane von Cervantes\, Sterne\, Flaubert\, Dostojewski\, Sienkiewicz\, Hamsun\, Mahfus\, Saramago oder Orhan Pamuk? Wem verdanken wir die Kenntnis dieser Texte? Zuallererst den Übersetzern. Und was wissen wir von ihnen? In seltenen Fällen merken wir uns die Namen\, ausgenommen die von Dichter-Übersetzern wie Voß\, A. W. Schlegel\, Rilke oder Celan. Unsere Wissenslücken im Bereich der Literatur- und Kulturgeschichte des Übersetzens soll das digitale und online frei zugängliche Germersheimer Übersetzerlexikon (www.uelex.de) schließen\, in dem seit 2015 umfangreiche „Übersetzerporträts“ veröffentlicht werden. Im Vortrag geht es um Konzeption und Perspektiven dieses translationshistorischen Projekts. \nAndreas F. Kelletat\, geb. 1954 in Hamburg\, ab 1977 Studium in Köln (Germanistik\, Osteuropäische Geschichte\, Skandinavistik mit Fennistik)\, Dissertation (1983) über J.G. Herder als Übersetzer. 1984–1993 Lehrtätigkeit an der Universität Vaasa (Finnland)\, von 1993–2020 Leiter des Arbeitsbereichs Interkulturelle Germanistik am Fachbereich Translations-\, Sprach- und Kulturwissenschaft der Universität Mainz/Germersheim. Betreuung von gut 1000 Diplom- und MA-Abschlussarbeiten sowie ca. 25 kultur-\, literatur- und translationswissenschaftlichen Dissertationen. Forschungsschwerpunkte: Geschichte des Übersetzens (1700–heute)\, Übersetzerforschung\, Exilliteratur (1933–1950)\, deutsch-nordosteuropäische Kulturbeziehungen\, Interpretation zeitgenössischer Lyrik. Seit 2008 auch mehrere Veröffentlichungen fußnotenfreier Texte (Erzählungen\, Romane). Ehrendoktor der Universitäten Riga (2000)\, Kaunas (2010) und Wolgograd (2019). (Internetseite: www.andreas-f-kelletat.de). \n\n\n\nÜber diesen Link können Sie direkt dem Zoom-Meeting beitreten\nhttps://univienna.zoom.us/j/2844516344?pwd=c29palJIU1h1d1ZaQ1pURS8vQUs1dz09\n\nSie können auch über den Zoom-Client teilnehmen\, wenn Sie folgende Daten verwenden\nMeeting-ID: 284 451 6344\nKenncode: 7GG10U \nSie können auch per Telefon an der Sitzung teilnehmen. Einwahl nach aktuellem Standort \nKenncode: 051512\nMeeting-ID: 284 451 6344 \nBei Fragen wenden Sie sich bitte an den ZID-Servicedesk unter:https://servicedesk.univie.ac.at/plugins/servlet/desk/category/stufole
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SUMMARY:Mai-Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Teresa Valiente Catter (MLS) \nImaynataq yachachkanchik. Imaynataq yachachichkaniku. Lernen und Lehre in indigenen Quechua-Gemeinschaften Perus“ \nOrt: Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 86\, 12587 Berlin\, Historischer Ratssaal \nModeration: Kerstin Störl \nAbstract \nDie UNESCO hat das Jahrzehnt 2022-2032 zur Dekade der indigenen Sprachen erklärt. Seit ca. 45 Jahren wird mit indigenen Bevölkerungsgruppen in lateinamerikanischen Ländern die interkulturelle zweisprachige Erziehung\, IZE\, durchgeführt. Am Beispiel von Peru wird ein Prozess beleuchtet\, dessen Wurzeln im 16. Jahrhundert. liegen. Zur Durchsetzung der Hispanisierung und der Christianisierung sollten damals im Rahmen der Kolonialpolitik die lokalen Sprachen verdrängt bzw. die kulturellen Gewohnheiten umgestellt werden. Im 21. Jahrhundert befürwortet die Sprachenpolitik die systematische Verwendung sowohl der indigenen Muttersprache als auch des Spanischen im Lehr- und Lernprozess durch die IZE. Die Anwendung dieser Methode soll zur Beseitigung des Analphabetismus\, zur Förderung der Zweisprachigkeit\, zur Entwicklung der indigenen Sprachen\, zur Erhaltung der kulturellen Identität und zum Ausbau des interkulturellen Verständnisses beitragen. Faktisch ist allerdings ein allgemeiner Rückgang der indigenen Sprachen zu Gunsten der spanischen Sprache festzustellen. Hat die IZE versagt? Welche Sichtweisen sind unberücksichtigt geblieben? Welche Perspektiven hat die IZE? Das sind Kernfragen in der aktuellen Diskussion\, nicht nur für Peru\, sondern für alle modernen multikulturellen Gesellschaften im globalen Kontext. \n  \nCV   \n Dr. Teresa Valiente Catter. Promotion an der Freien Universität Berlin im Fach Anthropologie mit Schwerpunkt Andine Ethnologie (Altamerikanistik). Bildungsberaterin in Projekten der internationalen Zusammenarbeit (GTZ/GIZ und EU) im Bildungsbereich im Zusammenhang mit zweisprachigen interkulturellen Erziehungsprojekten. Lehrbeauftragte im Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin mit Schwerpunkt indigene Sprachen und Kulturen und an der FH-Bielefeld mit Schwerpunkt Bildung im interkulturellen Vergleich. Forschungsschwerpunkt: indigene Kindheit im Bildungsbereich\, andine Ethnographie\, Interkulturalität\, indigene Sprachen. Leiterin der Quechua-Forschungsgruppe „Rimasqa Rimana“ an der Freien Universität Berlin und seit 2021 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. \nPublikationen (Auswahl) \nIn Edition 2022: \nFriedrich der Große\, Estéban Quispe Chambi und das Wunder der Kartoffelknolle. In: Berührungen zwischen Lateinamerika und Deutschland – ein interdisziplinärer Streifzug. Herausgegeben von Kerstin Störl und Sandra Wolf. Peter Lang Verlag. \nIn Edition 2022: \nOf monsters\, barbarians and hapiyñuñu in Peru – Early colonial period. Anthropological perspective of concepts. In: Embodiment and Representation. Papers of the Workshop of International Networking „Embodiment and Representation“\, University of Vienna / Leibniz Society of Sciences Berlin. Herausgegeben von Kerstin Störl. Peter Lang Verlag \n2021: Poder y niñez andina en la perspectiva de fuentes coloniales entre 1540 y 1620. (Power and Andean childhood in the sight of colonial sources between 1540 and 1620). In: García Palacios\, Mariana und Teresa Valiente Catter (Koordinierung): Imágenes\, voces y prácticas de la niñez en América Latina: perspectivas antropológicas sobre procesos y experiencias del pasado y del presente. Indiana 38.1: 19 – 50. Berlin: Iberoamerikanisches Institut Preußischer Kulturbesitz. \n2019: Kinder in der Migration. Nach Berlin bin ich nur zu Besuch gekommen …. Und bin hier geblieben. In: Anna Waramkoska & Mehmet Öztürk (Hrsg.) Man hat Arbeitskräfte gerufen\, … es kamen Schriftsteller. Band 2: Geschichte und Geschichten: S. 221 – 232. Berlin: Peter Lang Verlag. \n2019: Comunicación\, rivalidad y reciprocidad en la región andina. El kasarasiri en la zona del lago Titicaca en el Perú. En: Teresa Valiente Catter\, Kerstin Störl & Eva Gugenberger (eds.): La reciprocidad entre lengua y cultura en las sociedades andinas. Berlin: Peter Lang Verlag. \n2019: Experiencia(s) extrema(s) andina(s). Rumita\, yakuta\, allpata ima qachachiyaspam purin. ¡Lliwta!. Indiana 36.1. Berlin: Ibero-Amerikanisches Institut Preußischer Kulturbesitz. \n2016: Tinkuy. Encuentro de contrarios o diferentes. Una mirada en las fuentes. En: Teresa Valiente Catter & Cristina Villari (organizadoras) Dossier: Culturas y lenguas en contacto: Dinámicas culturales y lealtad lingüística entre quechua y castellano en la región andina.  Indiana 33.1:  199-222. Iberoamerikanisches Institut. Preußischer Kulturbesitz.  Berlin: Gebr. Mann Verlag. \n2016: (mit Michael Dürr): Bilingual Intercultural Education in the Andes. In: Sustaining Indigenous Knowledge: Learning Tools and Community Initiatives for Preserving Endangered Languages and Local Cultural Heritage\, edited by Erich Kasten and Tjeerd de Graaf 2013: 249-258. Fürstenberg/Havel: Kulturstiftung Sibirien. 2013. \n2015: (mit Wolfgang Küper): „Das Bildungssystem Ecuadors unter besonderer Berücksichtigung der Interkulturellen Zweisprachigen Erziehung“. In: Verónica Oelsner\, Claudia Richter (Editoras): Bildung in Lateinamerika. Strukturen\, Entwicklungen\, Herausforderungen. Editorial Wachsmann\, 2015: 119-142. Münster – New York. \n2013: Representación y liderazgo: apreciación antropológica de dos procesos de consulta popular. En: Sabine Speiser (editora) (2013): Representatividad y legitimidad de organizaciones y representantes indígenas. Un debate abierto: pp.90-113. Cooperación Alemana\, BMZ; Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit\, GIZ. Quito\, Ecuador. \n2012: Intercultural bilingual education in Nicaragua: Use of languages\, a model for contextualisation and improving the quality of educacion. UNESCO-International Review of Education. Vol. 57\, Issue 5 (2012); page 721-735. 2013. \nhttp://www.springerlink.com/content/0187028864726330/fulltext.pdf \n2008: (Mitautorin) Die Welt in unserer Schule. Globales Lernen im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung  in der Ganztagsschule. Handout zur Fachtagung  am 24. September 2008 in Berlin. Aus der Praxis für die Praxis. ASET e.V. In Kooperation mit DED-Schulprogramm Berlin\, EPIZ Berlin\,  Servicestelle BnE – Programmwerkstatt und Serviceagentur Ganztägig Lernen. Berlin. \n2005 (mit Utta von Gleich): Interkulturelle Zweisprachige Erziehung im vielsprachigen und plurikulturellen Ecuador. In: Ecuador. Welt der Vielfalt\, 2005: 137-156. Edition Länderseminare. Horlemann Verlag. Bad Honnef. \n2001 (Herausgeberin\, mit Wolfgang Küper) Adult Education in Afrika und Latin America. Intercultural Experiences in a Multicultural Encounter. Lima. \n  \n 
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SUMMARY:April-Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Jürgen Erfurt (MLS) \nSprachwissenschaftliche Zugriffe auf Transkulturalität \nModeration Kerstin Störl \nDie Veranstaltung findet in Zoom statt. \nAbstract:  \nForschungen zur Transkulturalität untersuchen die kulturellen Verflechtungs- und Austauschprozesse und den Wandel des Kulturellen im Zeitalter von Globalisierung\, verstanden als eine lange Periode der Geschichte der Menschheit\, die mit der Herausbildung von Groß- und Kolonialreichen einsetzt\, die eine Zäsur mit der Herausbildung nationalstaatlichen Denkens und Handelns erfährt und ihren vorläufigen Höhepunkt in der globalen Vernetzung und in der Erosion eindeutiger Grenzen erreicht\, die zuvor Staaten\, Märkte\, Zivilisationen\, Kulturen\, Lebenswelten und Menschen trennten. Für Transkulturalität\, ihre Phänomene und Prozesse interessieren sich viele Disziplinen\, die – in unvollständiger Reihung – von Anthropologie\, Denkmalpflege\, Geschichte\, in Nordamerika sehr stark die Gesundheits- und Pflegewissenschaften\, hierzulande prominent die Kommunikations-\, Kultur-\, Sprach- und Literaturwissenschaften bis zu Philosophie\, Religionswissenschaft und Soziologie reichen. Mit der Erforschung transkultureller Prozesse befasst sich zunächst der kubanische Anthropologe Fernando Ortiz (1861-1969)\, dem es darum ging\, die Bedeutung zweier Agrarprodukte – Tabak und Zucker\, ihres Anbaus und ihres Konsums – für die kubanische Gesellschaft und ihre Transformationen im Zuge des Kolonialismus\, Postkolonialismus und der Migration herauszuarbeiten. Seither wandert dieses Konzept\, das bei Ortiz (1940) noch als Gegenentwurf zum Konzept der ‚Akkulturation‘ gedacht war\, durch Räume\, Zeiten und Forschungsfelder und stellt das dar\, was Edward Said (1982) als „traveling concept“ diskutiert hat. Eine der Folgen der Wanderschaft – oder auch der mehrfachen Neuerfindung des Konzepts – besteht darin\, dass Transkulturalität heutzutage von nicht wenigen KulturtheoretikerInnen in ein Stufenmodell bzw. ein Modell der Ablösung von Großkonzepten des Managements kultureller Konflikte gezwungen wird. Auf die monokulturelle Imago des Nationalstaats folgten demnach – in quasi linearer Abfolge – zunächst ein Konzept der Bikulturalität\, dann der Multikulturalität\, dann der Interkulturalität\, gegenwärtig der Transkulturalität … und künftig vielleicht so etwas wie der Hyperkulturalität. \nDas Problem liegt auf der Hand: weder lassen sich mit einem solchen Stufenmodell die immer weiter sich ausdifferenzierenden Prozesse der kulturellen Verflechtung\, des Austauschs\, des Konflikts im Zuge von Mobilität\, Migration und Kontakt von Menschen verstehen\, noch wird das analytische\, und noch viel weniger das theoretische und letztlich auch das handlungsleitende Potential ausgereizt\, das sich mit den einzelnen Konzepten verbinden lässt. \nIn meinem Vortrag möchte ich skizzieren\, wie die Grundzüge einer Theorie der Transkulturalität aussehen können und welche Schlüsselkonzepte darin zum Tragen kommen: Ungleichheit\, Differenz und Emergenz (vgl. Erfurt 2021). In einem weiteren Schritt geht es mir als Sprachwissenschaftler darum\, die Bedeutung von Sprache im Kontext von transkulturellen Verflechtungen sichtbar zu machen und zu zeigen\, wie Sprache\, methodisch kontrolliert\, in die Analyse von transkulturellen Prozessen einfließt. Denn eines scheint festzustehen\, dass Transkulturalität im hohen Maße auf die mit Sprache verbundenen Prozesse des Austauschs von Akteuren und der Verflechtung ihres Handelns angewiesen ist und dass die Mehrsprachigkeit in prominenter Weise einen Türöffner für die Beschäftigung mit Transkulturalität darstellt. Diese Prozesse treiben die Veränderung – auch – der Sprachen\, Sprachpraktiken und sprachlichen Verhältnisse an. Bedenkt man hierbei den Nexus von Sprache(n) und Kultur(n)\, der sich auf vielfältige Weise artikuliert\, so wird deutlich\, dass transkulturelle Prozesse und Perspektiven auch den Blick auf die Sprache in dem Sinne verändern\, dass sich mehr und mehr die Aufmerksamkeit auf „SprecherInnen in Bewegung“ (Erfurt/Gessinger 2022)\, d.h. auf sprachlich interagierende\, mobile Subjekte in von Mehrsprachigkeit geprägten Räumen richtet. \n  \nCV\nJürgen Erfurt \, geb. 1954 in Arnstadt\, ist Romanist und Sprachwissenschaftler. Er lehrte und forschte bis 2020 am Institut für Romanische Sprachen und Literaturen der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Erfurt studierte von 1973 bis 1977 Romanistik und Sprachwissenschaft (Französisch\, Rumänisch\, Spanisch) an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Nach einem Forschungsstudium der Rumänistik in Leipzig und Bukarest unter Leitung von Klaus  Bochmann wurde er 1981 in Leipzig mit einer Dissertation zum Rumänischen im 19. Jahrhundert promoviert. 1985 und 1986 absolvierte er ein dreisemestriges Studium der Hochschulpädagogik. Seine 1986 verteidigte Dissertation B (Habilitation) zum Französischen war text- und diskursanalytisch ausgerichtet. Erfurt wurde 1987 als ordentlicher Dozent für französische Sprachwissenschaft an der Universität Leipzig zum Hochschullehrer berufen. In den Jahren nach 1989 war er sowohl an der Universität Leipzig als auch als Gastwissenschaftler und Gastprofessor an anderen Universitäten (Oldenburg\, Erfurt\, Frankfurt am Main\, Essen\, Tübingen) tätig\, darunter von 1993 bis 1994 am Ontario Institute for Studies in Education in Toronto (Kanada). 1996 erhielt er den Ruf auf die Professur (C4) für Romanistische Linguistik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main\, wo er bis zu seiner Pensionierung im April 2020 tätig war. Erfurt war mehrfach Gastprofessor in Kanada und den USA. \nWissenschaftliches Wirken\nErfurt veröffentlichte zahlreiche Bücher und Aufsätze zu vielen Themen der romanistischen Linguistik\, der Soziolinguistik und der Mehrsprachigkeitsforschung. Seine Forschungsschwerpunkte erstrecken sich auf Untersuchungen zu Sprachgeschichte und Sprachwandel romanischer Sprachen\, hierbei auch auf die Rolle von Schrift und Schriftlichkeit im Sprachwandelgeschehen\, die Sprachpolitik in romanischsprachigen Ländern\, die Herausbildung von standardsprachlichen Varietäten romanischer Sprachen\, darunter jene in der kanadischen Provinz Québec und der Republik Moldau. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Forschungen zur Frankophonie\, den sprachlichen Verhältnissen und der Sprachpraxis frankophoner Minderheiten in Kanada und in anderen Regionen. Für diese Untersuchungen zentral sind neben der Französischsprachigkeit die Phänomene von Mehrsprachigkeit und Migration\, denen sich Erfurt in mehreren Fallstudien in Deutschland\, Kanada\, Frankreich und der Republik Moldau widmete. Hierbei geht er der Frage nach\, mit welchen Modellen\, Problemen und Konflikten das Sprachenlernen im schulischen Kontext und darüber hinaus in der sprachlichen Erziehung zu Mehrsprachigkeit verbunden ist. Schließlich sind\, ausgehend von seinen Forschungserfahrungen in Kanada und in anderen romanischsprachigen Räumen\, die Untersuchungen zum Problemfeld sprachlicher Mischungsprozesse sowie zur Interkulturalität und Transkulturalität zu nennen.
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SUMMARY:März-Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften hält ihre März Sitzung online ab (via Zoom\, Zugangsdaten finden Sie hier sobald sie vorliegen). \nThema: \nDie Rechte der Natur als Konzeption starker Nachhaltigkeit?\nReferent:  \nDr. Stefan Knauß (MLS)\, Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg\, Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiV) \nOrt:\nDie Veranstaltung findet in Zoom statt. \nAbstract\nChristopher Stone hat in Should trees have standing? (1972) erstmalig explizit vorgeschlagen\, „Wäldern\, Ozeanen\, Flüssen und anderen sogenannten Naturobjekten – ja\, der natürlichen Umwelt insgesamt – eigene Rechte zu verleihen“. Seit 2006 gab es über 100 Initiativen in 24 Ländern derartige Rechte der Natur\, in geltendes Recht zu integrieren (Vgl. United Nations\, Harmony with Nature). Prominentestes Beispiel ist die Verfassung von Ecuador (2008). Sie benennt die Natur neben Menschen und Körperschaften als Rechtsträger (Art. 10)\, schreibt ihr ein Recht auf Existenz und Regeneration (Art. 71) zu\, das unabhängig von menschlichen Rechten gilt (Art. 71) und von allen Menschen weltweit eingeklagt werden darf (Art. 73) (Vgl. Knauß 2020). Nach einer Einführung in die Theorie und Praxis der Rechte der Natur wird die Frage behandelt\, ob es sich bei den Rechten der Natur um eine besondere Form starker Nachhaltigkeithandelt oder nicht (Döring & Ott 2001)? \nLiteratur: \nDöring\, R.\, & Ott\, K. (2001). Nachhaltigkeitskonzepte. Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik\, 2(3)\, 315-342. https://www.ssoar.info/ssoar/handle/document/34760. \nKnauß\, S. (2020). Pachamama als Ökosystemintegrität–Die Rechte der Natur in der Verfassung von Ecuador und ihre umweltethische Rechtfertigung. Zeitschrift Für Praktische Philosophie\, 7(2). https://www.praktische-philosophie.org/knauszlig-2020.html \nStone\, C. D. (1972). Should Trees Have Standing–Toward Legal Rights for Natural Objects. S. CAl. l. rev.\, 45\, 450. https://heinonline.org/HOL/LandingPage?handle=hein.journals/scal45&div=17&id=&page \nUnited Nations (2020). Harmony with Nature – Chronology. http://www.harmonywithnatureun.org/chronology/. \n  \nAkademischer Lebenslauf \nArbeitsgebiete \n\nRechtsphilosophie (Menschenrechte\, humanitäre Interventionen\, Rechte der Natur)\nPolitische Philosophie (interkulturelle und de-koloniale Philosophie\, Lateinamerika)\nEthik (Bio- und Umweltethik)\n\nAusbildung \n2015                Promotion MLU Halle-Wittenberg\, Philosophie\, Note: magna cum laude\, (1\,0) \n2003-2009       Magister Artium (M.A.)\, MLU Halle\, Catania und Parma\, Politikwissenschaft\, Medien- und Kommunikationswissenschaft und Philosophie\, Note: gut\, (1\,7) \n  \nBeruflicher Werdegang \nseit 2022         Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)\, Leipzig \nseit 2021         Wissenschaftlicher Mitarbeiter (100%)\, Geographie\, MLU Halle \n2019-2021      Associated Junior Fellow\, Max-Weber-Kolleg\, Erfurt \n2017-2020      Wissenschaftlicher Mitarbeiter (100%)\, Philosophie\, DFG-Eigene Stelle\, Erfurt \n2016-2017      Wissenschaftlicher Mitarbeiter (100%)\, Philosophie\, MLU Halle \n2015-2016      Post Doc Research Fellow\, Gesellschaft und Kultur in Bewegung\, Halle \n2010-2014      PhD\, Graduiertenschule\, Gesellschaft und Kultur in Bewegung\, Halle \n2010                Wissenschaftlicher Mitarbeiter (50%)\, Politikwissenschaft\, MLU Halle \n  \nGastaufenthalte \n2020                New Zealand Centre for Environmental Law\, University of Auckland \n2019                PYDLOS\, Universidad de Cuenca \n2019                Universitá di Parma \n2018                Emory University\, Atlanta \n2016                PYDLOS\, Universidad de Cuenca \n2014-2015      Universitá Federico II\, Neapel \n2012                Centro de Investigaciones Filosoficas (CIF)\, Buenos Aires \n2011                Instituto Gino Germani\, Universidad de Buenos Aires (UBA) \n2010                Universidad de Bahia\, Salvador da Bahia \n2009-2010      Universitá di Catania\, Catania \n  \nMitgliedschaften \nDeutsche Gesellschaft für Philosophie (DGPhil) \nLeibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin (gewähltes Mitglied) \nInternational Association for Environmental Philosophy (IAEP) \nInternational Society for Environmental Ethics (ISEE) \nAssociation for Philosophy and Literature (APL) \n  \nKontakt \nstefan.knauss@geo.uni-halle.de | Researchgate | Twitter | Facebook | LinkedIn \n 
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