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SUMMARY:Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Hartmut Hecht (MLS) \nPhilosophische Entdeckungen zwischen zwei wissenschaftlichen Grundlagendiskussionen\nOrt: Rathaus Friedrichshagen \nauch in Zoom. \nAbstract \nDie Entstehung der heutigen Erfahrungswissenschaften im 17./18. Jahrhundert ist durch zwei Grundlagendiskussionen gekennzeichnet – den Streit der Cartesianer und Leibnizianer über das wahre Maß der lebendigen Kraft und die Prioritätsdebatte um das Maupertuis’sche Prinzip. Beide werden in der Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte bis heute diskutiert und zwar unabhängig von einander. Ich werde in meinem Vortrag zeigen\, dass erst der Zusammenhang dieser beiden Ereignisse den Aufstieg des neuen Wissenschaftstyps Erfahrungswissenschaft verständlich macht und vor allem die Dimensionen und die Heftigkeit der Auseinandersetzun­gen erklärt. Dafür werde ich mich auf zwei Schwerpunkte konzentrieren: (1) auf die Mathema­tisierung der Naturphilosophie und die dafür erforderliche Einführung aktiver Prinzipien\, die\, wie ich (2) zeigen werde\, einen grundlegenden Wechsel hinsichtlich des philosophischen Welt­verständnisses einschließen. \nIm Unterschied zu dem in der historischen Forschung traditionell thematisierten Gegensatz von Leibnizianer und Cartesianern bzw. Newtonianern und Leibnizianern\, erlaubt es mein Ansatz\, gemeinsame Tendenzen der in die Auseinandersetzungen involvierten Kombattanten herauszu­arbeiten\, und daraus die Möglichkeit einer Lösung der Konflikte verständlich zu machen. \nDie bei der Analyse gewonnen Ergebnisse werden abschließend verallgemeinert und zu einigen Schlussfolgerungen in Bezug auf die Dynamik von Übergangsprozessen ähnlicher – nicht nur naturwissenschaftlicher – Art verdichtet. \n  \nKurzvita \nStudium der Physik und der Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Promotion 1976\, Dissertation B 1984. Beides zu Themen der Wissenschaftsphilosophie. Lehre an den Universitäten Greifswald\, der Viadrina Frankfurt/Oder und der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 1984 Tätigkeitsschwerpunkt Leibniz und Leibniz-Rezeption insbesondere in der französischen Aufklärung. Forschungsgruppenleiter Leibnizforschung an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Von 2001–2013 Arbeitsstellenleiter an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. In diesem Zusammenhang Beginn der Edition der naturwissenschaftlichen medizinischen und technischen Schriften von Gottfried Wilhelm Leibniz als Teil der Akademie Ausgabe (Reihe VIII). \nPublikationen: Gottfried Wilhelm Leibniz. Mathematik und Naturwissenschaften im Paradigma der Metaphysik\, Teubner 1992. Leibniz: Monadologie\, Übersetzung und Kommentar\, Reclam 1998. Mitarbeit an den Bänden VIII\,1 (2009) und VIII\, 2 (2016) der Leibniz Akademie Ausgabe. Herausgeber und Mitherausgeber von Sammelwerken z.B. zu Pierre Louis Moreau de Maupertuis (1999) und Emilie Du Châtelet (2019).
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SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Andrea Komlosy (MLS) \nKo-Referent: Thomas Kuczynski (Berlin) \nZeitenwende: Aufbruch ins kybernetische Zeitalter \n13.30 bis 16.00 Uhr \nOrt: Rathaus Friedrichshagen \nauch in Zoom. \nAbstract \nDie Wiener Wirtschaftshistorikerin Andrea Komlosy (MLS) erläutert die Thesen ihres neuen Buches\, indem sie die stattfindenden Umbrüche unseres Zeitalters in Theorien zyklischer ökonomischer Wellen (Kondratieff\, Schumpeter\, Wallerstein) sowie eines hegemonialen Wandels (vom transatlantisch-amerikanischen zum pazifisch-chinesischen) einordnet. \nMit der flächendeckenden Nutzung von Informationstechnologien ist der Mensch in das kybernetische Zeitalter eingetreten\, da damit die Steuerung und Regelung mittels Rückkopplungseffekten möglich geworden ist. Der menschliche Körper liefert dafür die Verhaltensdaten. Er wird im Arbeitsprozess und im Alltag mit der Maschine synchronisiert. Durch die Covid-Pandemie wurde diese Entwicklung nochmals enorm beschleunigt. Der Vortrag bettet die Zeitenwende vom industriellen zum kybernetischen Zeitalter in die großen Krisen und Übergänge der Menschheitsgeschichte ein. \nAls Ko-Referent wird der Berliner Wirtschaftshistoriker Thomas Kuczynski dazu Stellung nehmen. \nCV \nAndrea Komlosy\, Studium der Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Wien und am Institut für Höhere Studien Wien\, Promotion 1984\, Habilitation 2002\, lehrt am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien\, seit 2023 im „Ruhestand“. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Fragen zu ungleicher Entwicklung in lokalen\, regionalen\, nationalen und globalen Kontexten sowie globale Arbeitsgeschichte. Sie ist Vorsitzende des Vereins für Geschichte des Weltsystems und Mitherausgeberin der „Zeitschrift für Weltgeschichte“ (ZWG). Jüngst erschienen: „Zeitenwende. Corona\, Big Data und die kybernetische Zukunft“ (2022) sowie (gemeinsam mit Klemens Kaps) Hg. „Immanuel Wallerstein und die Rezeption der Weltsystem-Analyse im deutschen Sprachraum (ZWG-Schwerpunkt 22\, 1+2\, http://www.vgws.org/index.php?article_id=1) \n 
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