BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. - ECPv6.18.1//NONSGML v1.0//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
X-ORIGINAL-URL:https://leibnizsozietaet.de
X-WR-CALDESC:Events for Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.
REFRESH-INTERVAL;VALUE=DURATION:PT1H
X-Robots-Tag:noindex
X-PUBLISHED-TTL:PT1H
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20150329T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20151025T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20160327T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20161030T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20170326T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20171029T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20180325T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20181028T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20190331T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20191027T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20200329T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20201025T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20210328T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20211031T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20220327T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20221030T010000
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:UTC
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0000
TZOFFSETTO:+0000
TZNAME:UTC
DTSTART:20150101T000000
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20211125T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20211125T170000
DTSTAMP:20211125T173629Z
CREATED:20211122T001947Z
LAST-MODIFIED:20211125T173629Z
UID:21748-1637834400-1637859600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Leibniz-Tag 2021
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihren traditionellen öffentlichen Leibniz-Tag in diesem Jahr in etwas abweichender Form am 25. November 2021 in der Zeit von 10:00 bis 17:00 Uhr in Berlin durch. \nWeitere Details sowie den konkrete Veranstaltungsort entnehmen Sie bitte diesem Flyer. \nLebenslauf von Prof. Dr. phil. Dr. jur. Hansjürgen Garstka \nAbstract des Festvortrags
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/leibniz-tag-2021-2/
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20211111T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20211111T160000
DTSTAMP:20251021T174915Z
CREATED:20210628T121241Z
LAST-MODIFIED:20251021T174915Z
UID:21744-1636637400-1636646400@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre öffentliche wissenschaftliche Plenarsitzung am 11. November 2021 in der Zeit von 13:30 bis 16:00 Uhr online durch zum Thema \nFuzzy Logic – neue methodische und sachliche Ansätze für die Analyse von Musik und anderen Künsten\nVortragender:   Prof. Dr. Hanns-Werner Heister (MLS) \n  \nAbstract: \n\nUm 1965 entwickelte Lotfi A. Zadeh die Fuzzy Logic im Kontext der Elektrotechnik als „Fuzzy-Set-Theorie“\, als Theorie der unscharfen Mengen. Neben Mengenlehre gingen vor allem Modallogik und mehrwertige Logiken\, Wahrscheinlichkeitstheorie und Informatik in das Konzept ein. Zadeh hatte von vorneherein eine interdisziplinäre Orientierung und sah Anwendungsmöglichkeiten nicht zuletzt in Kultur- und Geisteswissenschaften sowie Kunst. \n\n\nFuzzy Logic ist eine Logik des Nicht-Identität. Die zentrale Kategorie ist ‚Unschärfe‘. Sie wird gemäß einem ingenieursmäßigen Denken\, das Affinitäten zur Kunstproduktion hat\, real und materiell als unvermeidbar hingenommen\, ist aber methodisch-wissenschaftlich eingrenzbar und kann infinitesimal in Richtung Schärfe transformiert werden. Kunstspezifisch gibt es vier Hauptprinzipien (mit fünf Phänotypen) der Fuzzy Logic: Ähnlichkeit\, Schärfung 1. als Filterung und Schärfung 2. als Kristallisation\, Verwischung\, Variation. Ein neues\, kunstadäquates Konzept ist die Dialektik zwischen Schärfung und – bewusster – „Unschärfe“ durch die Verwischung. \n\n\nDiese Prinzipien und ihre oft enkaptischen Verflechtungen machen sich in allen Phasen des Kunstprozesses zwischen Einfall und Wirkung geltend. In allen Musikarten\, Klassik\, Jazz\, Pop\, Folklore durchläuft das ‚Werk‘ als dinghaft und zugleich prozesshaft drei Hauptphasen Produktion\, Reproduktion und Rezeption. Sie lassen sich differenzieren in dreizehn ‚Existenzformen‘ des Kunstwerks\, d.h. Verwandlungen des musikalischen Kunstwerks im Musikprozess. Das Werk erweist sich als ‚prozessierende Identität‘. \n\n\nDas gilt mutatis mutandis für alle Kunstwerke. Ich dekliniere sie hier im wesentlichen nur am Beispiel Musik durch. \n\nIch entwickle einige Aspekte der dialektischen Erscheinungen im Rahmen der Fuzzy Logic auch in historischer Dimension\, einschließlich der potentiellen Postulierung eines ‚Musical Turns‘ in den Wissenschaften und Überlegungen zu einer ‘Philosophie der Fuzzy Logic’. Das produktionsorientierte Denken der Fuzzy Logic kann sollte zu neuen Sichtweisen auf die Musik führen – und ebenso auf andere Künste. \nVita: \n\nHanns-Werner Heister\, *1946 in Plochingen am Neckar\, Prof. Dr. phil. habil. i.R.\, verheiratet\, fünf Kinder\, studierte Musikwissenschaft\, Germanistik und Indogermanistik/Linguistik in Tübingen\, Frankfurt a. M. und Berlin (Technische Universität)\, 1977 Promotion (bei Carl Dahlhaus)\, 1993 Habilitation an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg. 1971-1992 freiberufliche Tätigkeit bei verschiedenen bundesdeutschen Rundfunkanstalten\, Zeitungen und Zeitschriften. 1992-1998 Professor für Musikkommunikation und Musikgeschichte an der Musikhochschule „Carl Maria von Weber“ Dresden\, 1998-2011 Professor für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. \n\n\nForschungsschwerpunkte und Veröffentlichungen zu: Methodologie der Musikwissenschaft; Ästhetik\, Soziologie\, Anthropologie und Geschichte der Musik; politische\, populäre und Neue Musik\, Musik im Nazismus\, im Widerstand und im Exil; Musiktheaterästhetik und -geschichte; Medien und Institutionen der Musikkultur; Musik und: Bildende Kunst\, Literatur\, Tanzkunst\, Film\, Fernsehen\, Psychoanalyse\, Mathematik\, Kybernetik\, Fuzzy Logic\, Spiel\, Gartenkunst; Stadt- und Gartenkultur. \n\n\nUnter Anderem: Das Konzert. Theorie einer Kulturform (1983)\, Jazz (1983); Vom allgemeingültigen Neuen. Analysen engagierter Musik (2006); Hintergrund Klangkunst. Ein Beitrag zur akustischen Ökologie (2010); Music and Fuzzy Logic. The Dialectics of Ideas and Realizations in the Artwork Process (Studies in Fuzziness and Soft Computing\, ed. J. Kaprzyk\, Vol. 406) (2021); In Vorbereitung: Musik und Fuzzy Logic. Die Dialektik von Idee und Realisierung im Werkprozess\, erscheint Ende 2021; Tasten\, Telegraphie\, Telephonie. Musikalische Modelle und technisch-industrielle Medien\, erscheint 2022; Autowrack\, Pädagogik und Psalterium. Ungewöhnliche Musikinstrumente im Werk Hans Werner Henzes\, erscheint 2022. \n\n\nWeiteres unter www.Hanns-Werner-Heister.de. \n\n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/sitzung-des-plenums-der-leibniz-sozietaet-der-wissenschaften-zu-berlin/
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20210701T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20210701T170000
DTSTAMP:20210629T082014Z
CREATED:20210220T132320Z
LAST-MODIFIED:20210629T082014Z
UID:21026-1625133600-1625158800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Leibniz-Tag 2021 - verschoben auf November 2021
DESCRIPTION:Der Leibniz-Tag 2021 kann zum geplanten Termin leider nicht stattfinden und wird auf den 25. November 2021 verschoben.  \nDer genaue Termin und der Veranstaltungsort werden rechtzeitig bekannt gegeben. \n  \nDie Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zum traditionellen öffentlichen \nLeibniz-Tag 2021\nam 01. Juli 2021. \nOrt: Archenhold-Sternwarte\, Einstein-Saal\, Alt-Treptow 1\, 12435 Berlin\nZeit: 10:00 Uhr bis 17:00 \nWeitere Details werden hier rechtzeitig bekannt gegeben
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/leibniz-tag-2021/
LOCATION:Archenhold-Sternwarte\, Einstein-Saal\, Alt-Treptow 1\, Berlin\, 12435\, Deutschland
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20210603T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20210603T160000
DTSTAMP:20210321T083726Z
CREATED:20210220T122653Z
LAST-MODIFIED:20210321T083726Z
UID:21020-1622714400-1622736000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Wissenschaftliche Jahrestagung der Leibniz-Sozietät 2021- verschoben auf 02.09.21
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre \nWissenschaftliche Jahrestagung 2021\nam 03.06.2021 in der Zeit von 10:00 bis 16:00 Uhr durch zum Thema \nDas Wirken von Virchow und Helmholtz in und für Berlin\nWeitere Einzelheiten werden in Kürze hier bekannt gegeben. \nOrt: Langenbeck-Virchow-Haus\, Luisenstraße 58-59\, 10117 Berlin (wenn Präsenzmöglichkeit besteht)
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/wissenschaftliche-jahrestagung-der-leibniz-sozietaet-2021/
LOCATION:Langenbeck-Virchow-Haus\, Berlin\, Luisenstraße 58-59\, Berlin\, 10117\, Deutschland
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20210507T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20210507T160000
DTSTAMP:20210427T075031Z
CREATED:20210220T121501Z
LAST-MODIFIED:20210427T075031Z
UID:21013-1620381600-1620403200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Mai-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften - Videokonferenz
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre Mai-Plenarsitzung am 07.05. 2021 in der Zeit von 10.00 bis 16.00 Uhr gemeinsam mit dem Verein Brandenburgischer Ingenieure und Wirtschaftler e.V. (vbiw) Berlin durch zum Thema \nDie Energiewende 2.0: Im Fokus die Mobilität\nVortragende: Norbert Mertzsch (MLS)\, Ernst-Peter Jeremias (MLS)\, Christian Hochfeld (Berlin)\, Sophia Becker (Potsdam)\, Klaus-Martin Melzer (Wildau) u.a. \nZeit: 10.00 – 16.00 Uhr\nOrt: Videokonferenz \nAbstracts\, CVs und weitere Mitteilungen: hier \nZugangsdaten: \nZoom-Meeting beitreten\nhttps://us02web.zoom.us/j/87699341280?pwd=VmNtVEYyV0trL0o0bEZwaWMrRlVkQT09 \nMeeting-ID: 876 9934 1280\nKenncode: 994805 \nKurzanleitung
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/mai-plenarsitzung-der-leibniz-sozietaet-der-wissenschaften/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20210422T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20210422T163000
DTSTAMP:20210418T082147Z
CREATED:20210314T091019Z
LAST-MODIFIED:20210418T082147Z
UID:21137-1619098200-1619109000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften am 22. April 2021 (Zoom-Konferenz)
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt am 22. April 2021 eine weitere Plenarsitzung in der Zeit von 13.30 bis 16.30 Uhr als ZOOM-Konferenz durch zum Thema \nZirkulation von Begriffen und Argumenten zwischen Naturwissenschaften und der Sprachwissenschaft\nVortragende: Gerda Haßler\,  (MLS) \nDie Zugangsdaten für die Zoom-Konferenz:\n \nhttps://us02web.zoom.us/j/82616285045?pwd=Q1cyUjB0MDV4QUhab3dEN1Y4MHNMZz09 \nMeeting-ID: 826 1628 5045\nKenncode: 288214 \nKurzanleitung \n \nAbstract:\nMorphologie\, Organismus\, Baumdiagramm sind heute Termini in der Sprachwissenschaft\, die zu unterschiedlichen Zeiten metaphorisch von naturwissenschaftlichen Sachverhalten auf sprachliche Gegebenheiten übertragen wurden. Parallel zur technischen Innovation wertete die Orientierung an den Naturwissenschaften bereits vor der Institutionalisierung der Sprachwissenschaft die Werke einzelner Sprach- und Universalgelehrter auf. Auf Beobachtung beruhende Einsichten\, das Erkennen allgemeiner Gesetzmäßigkeiten und sogar die Entwicklung von Sprechmaschinen traten dabei in den Vordergrund. Leibniz verfolgte das Programm der characteristica universalis\, hatte aber auch die Sprachwissenschaft als historische und auf die Vielfalt der Sprachen\, deren Vergleich und die Suche nach allgemeinen Gesetzmäßigkeiten ausgerichtete Disziplin umrissen. Die Verwendung vereinfachender biologischer Metaphern wie der organische Naturkörper oder das Leben der Sprache im 19. Jahrhundert kann jedoch nicht allein auf den Wunsch einiger Sprachwissenschaftler zurückgeführt werden\, am Aufschwung der Naturwissenschaften zu partizipieren. Während August Schleicher eine Sprache als natürlichen Organismus\, der sich aus einer undifferenzierten Zelle entfalte\, erklärte und seine aus der Lektüre Darwins gewonnenen Gedanken über das Leben und den Durchsetzungskampf der Sprachen in einem offenen Brief an Ernst Haeckel mitteilte\, ließ sich dieser seinerseits von Schleichers sprachtheoretischen Ansichten inspirieren. Andere Autoren versuchten\, dem Wesen der Sprache als natürliches\, soziales\, historisches\, biologisches und kognitives Phänomen gerecht zu werden. Während sich die Untersuchungsverfahren der Naturwissenschaften auf einen ganz anderen\, nicht erst durch Sprache konstituierten Typus von Untersuchungsgegenstand beziehen\, führte die sprachliche Wende in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu Auswirkungen auf Geistes- und Sozialwissenschaften. Auf der Basis eines Zusammenwirkens von Naturwissenschaften\, Technik und Sprachwissenschaft entstandene Sprachtechnologien sind heute ein sehr dynamischer Bereich\, der aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken ist. Eine bis heute aktuelle Frage ist die nach der Rolle von Experimenten in der Sprachwissenschaft\, die wichtige Aufschlüsse erbringen\, aber auch zu Einschränkungen des Forschungsgegenstands führen können. Die Geschichte der Sprachwissenschaft verdeutlicht die großen Möglichkeiten\, aber auch die Grenzen und Gefahren interdisziplinären Arbeitens.\n \nCV:\nGerda Haßler war von 1993 bis 2020 Professorin für Linguistik und angewandte Sprachwissenschaft am Institut für Romanistik der Universität Potsdam. Sie studierte Romanistik und Slavistik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg\, promovierte dort 1978 mit einer Arbeit über Sprachtheorien der Aufklärung zur Rolle der Sprache im Erkenntnisprozess im Fach Allgemeine Sprachwissenschaft und habilitierte sich 1984 mit einer Arbeit zur Geschichte des semantischen Wertbegriffs vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Sie war Prorektorin der Universität Potsdam und Mitglied in mehreren universitären Gremien und Vorständen von Fachverbänden. Sie ist Herausgeberin der Zeitschrift Beiträge zur Geschichte der Sprachwissenschaft\, Mitglied im Beirat mehrerer wissenschaftlicher Zeitschriften und Gutachterin für forschungsfördernde Institutionen. Ihre gegenwärtigen Forschungsinteressen sind die funktionale Grammatik und Pragmatik der romanischen Sprachen\, historische Semantik und Geschichte der Sprachwissenschaft. Sie ist assoziiertes Mitglied des Laboratoire Modèles\, Dynamiques\, Corpus der Université Paris Nanterre und des Laboratoire de Recherche sur le Langage der Université Clermont Auvergne. Sie hielt Vorträge und Vorlesungen an Universitäten in Frankreich\, Spanien\, Portugal\, Italien\, Großbritannien\, Finnland\, Russland\, Peru\, Argentinien\, Brasilien\, Tunesien\, Israel\, Rumänien\, den USA\, Kanada und China. Sie ist Autorin von fünf Monographien und 340 Artikeln und hat 22 Sammelbände herausgegeben. Seit 2018 ist sie Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenarsitzung-der-leibniz-sozietaet-der-wissenschaften-am-22-april-2021/
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20210408T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20210408T153000
DTSTAMP:20210406T143539Z
CREATED:20210220T120404Z
LAST-MODIFIED:20210406T143539Z
UID:21008-1617888600-1617895800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften am 08. April 2021(Zoom-Konferenz)
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre April-Plenarsitzung am 08.04. 2021 in der Zeit von 13.30 bis 15.30 Uhr  als ZOOM-Konferenz durch zum Thema \nGeneration Z\,  E-Learning und Fremdsprachenunterricht\nVortragende: Maria Grozeva\,  (MLS\,Universität Sofia) \nZugangsdaten für die Zoom-Konferenz: \nZoom-Meeting beitreten:\nhttps://us02web.zoom.us/j/87629488866?pwd=K2V0Y2t4M2lNMmpUVmV6ZkJRZjJJQT09 \nMeeting-ID: 876 2948 8866 \nKenncode: 039924\nKurzanleitung \nAbstract:\nDer Erfolg des Fremdsprachenunterrichts wurde immer wieder hinterfragt\, da er von vielen sowohl objektiven als auch subjektiven Faktoren abhängig ist\, denen man\, je nach Zielorientierung und theoretischem Modell recht unterschiedlich gewichtet\, Rechnung zu tragen versucht. Die Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien stellt eine breite Palette an Möglichkeiten\, den Fremdsprachenunterricht effektiver und attraktiver zu gestalten\, was ganz besonders die Lernenden anspricht\, die mit diesen Technologien aufgewachsen sind. Die aktuelle Situation und vor allem der Online-Unterricht haben den Einsatz dieser Technologien unentbehrlich gemacht und vieles sowohl für Lernende als auch für Dozenten*innen verändert. Von der Vertrautheit der Digital natives mit den neuen Kommunikationstechnologien ausgehend\, ließ sich annehmen\, dass der Online-Unterricht für sie problemlos und gut geeignet wäre\, während die Lehrenden ihren ganzen Unterricht technisch neugestalten und didaktisch-methodisch umdenken sollten. Wie die Erfahrungen und die Umfragen zeigen\, gibt es Unzufriedenheit und Kritik auf beiden Seiten und ich will in diesem Vortrag versuchen\, diesem Problem auf den Grund zu gehen und damit verbundene Fragen zur Diskussion zu stellen. \nCV Maria Grozeva:\nMaria Grozeva ist Professorin für Germanistische Sprachwissenschaft mit Schwerpunkten Morphologie und Syntax\, Kontrastive Linguistik und Grammatik für DaF an der Neuen Bulgarischen Universität in Sofia. Nach dem Studium der Germanistik an der Sofioter Universität promovierte sie 1981 im Fach „Deutsche Grammatik“\, 1988 habilitierte sie sich. Seit 1992 unterrichtet sie an der Neuen Bulgarischen Universität\, wo sie Mitbegründerin des Faches Germanistik und Angewandte Linguistik wurde. 2008 folgten Promotion zum Doktor der Wissenschaften und Berufung zum Professor. Seit 2002 leitete sie dort das Fremdsprachenzentrum der Universität. Sie war zu mehrmaligen Forschungsaufenthalten in Deutschland (Leipzig\, München und Berlin) und Österreich. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind kontrastive Grammatik\, Spracherwerb\, kontrastive Textlinguistik\, interkulturelle Kommunikation.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/april-plenarsitzung-der-leibniz-sozietaet-der-wissenschaften-zoom-konferenz/
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20201210T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20201210T160000
DTSTAMP:20201207T143613Z
CREATED:20200820T151624Z
LAST-MODIFIED:20201207T143613Z
UID:19955-1607607000-1607616000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Dezember-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre öffentliche wissenschaftliche Dezember-Plenarsitzung durch zum Thema \nDie Ziele der Vereinten Nationen zur nachhaltigen Entwicklung bis 2030 und der Rohstoffabbau – ein Gegensatz?\nVortragender: Carsten Drebenstedt (Freiberg) \nDie Veranstaltung wird als Zoom-Video-Konferenz durchgeführt; Bitte beachten Sie die demnächst erscheinenden Erläuterungen und Präzisierungen. \nZugangsdaten zur Zoom-Konferenz:\nhttps://us02web.zoom.us/j/88092429737?pwd=U1FRdjR0TnNFSytvWFBVMVN4b2lEdz09\nMeeting-ID: 880 9242 9737\nKenncode: 741619 \nOrt: entfällt\nZeit: 13:30 Uhr bis 16:00 Uhr \nCV:\nCarsten Drebenstedt ist seit 1999 Professor für Bergbau-Tagebau und war von 2000 to 2006 Prorektor Forschung sowie von 2013 to 2016 Dekan der Fakultät für Geowissenschaften\, Geotechnik und Bergbau der Technischen Universität Bergakademie Freiberg. Seit 2019 ist er wieder Direktor des Instituts für Bergbau und Spezialitiefbau der Universität und Mitglied des Senates und Erweiterten Senates. Zuvor hatte er 17 Jahre verschiedene Aufgaben in der deustchen Braunkohleindustrie inne\, u.a. als Abteilungsleiter Rekultivierung und Landschaftsplanung sowie als Leiter (Prokurist) eines Ingenieurbüros. \nSeine Arbeitsfelder in Lehre und Forschung sind: Bergbauplanung\, Prozesse im Tagebau (ressourcenschondender Abbau von Festgestein\, kontnuierliche Fördersysteme\, selektiver Abbau und selektive Verkippung…)\, Bergbau und Umwelt (bergbauliche Wasserwirtschaft\, Umweltbilanzierung …)\, Rekultivierung\, Bergbau und Gesellschaft (Rohstoffbewußtsein …).\nCarsten Drebenstedt ist Gastprofessor u.a. in Kasachstan\, Kenia\, Laos\, Namibia\, Mongolei und Rußland\, und war Mitglied von Akkreditierungskommissionen in Rußland und Kasachstan. Er hat bisher 44 abgeschlossene Promotionen und 2 Habilitationen beetreut und weitere 23 Promotionen und 2 Habilitationen begutachtet.\nUnter Leitung von Professor Drebenstedt wurde ca. 100 wissenschaftlich-praktische Projekte bearbeitet\, deren Ergebnisse u.a. in 19 Büchern\, 70 berausgegebenen Bänden und über 400 Publikationen Eingang fanden.\nBis heute hat er ca. 70 Tagungen organisiert\, darunter 10 wichtige internationale Konferenzen mit Teilnehmern aus je mehr als 20 Ländern. \nCarsten Drebenstedt ist Mitglied der Sozietät der Bergbaukunde und war 2005 deren Präsident. Er ist Generalsekretär des von ihm mit-initiierten Weltforums der Ressourcen-Universitäten für Nachhaltigkeit und Mit-Initiator des Deutsch-Russischen Rohstoffforums (Leiter der Arbeitsgruppe Rekultivierung\, Umweltschutz und Kreislaufwirtschaft). \nSeit 2014 ist er Mitglied der Sächsischen Akademie der Wisenschaften\, des Weiteren ist der Mitglied der Rumänischen Akademie der Technikwissenschaften\, der Russichen Akademien für Naturwisseschaften (Sektion Montanwesen) und für Bergbauwissenschaften sowie der Eurasischen Akademie für Bergbauwissenschaften. \nCarsten Drebenstedt ist Inhaber von 6 Doktorgraden und 2 Professuren ehrenhalber. Staatliche Auszeichnungen erhielt er in der Mongolei\, Rußland und Vietnam. (Freiberg\, 01.12.2020) \nAbstract:\nDie Vereinten Nationen haben 17 Ziele der nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft bis zum Jahr 2030 (Agende 2030) definiert. Dabei geht es zum einen um die Sicherstellung der Grundbedürfnisse der Menschen\, wie Zugang zu Nahrung\, Wasser/Sanitär\, Energie\, Bildung und Gesundheit oder Werte\, wie Gleichstellung und zum anderen um die Mittel\, dies zu erreichen\, etwas durch wertvolle Arbeit\, Innovation\, Industrie und Infrastruktur unter Beachtung der Umwelt\, insbesondere der Biodiversität und des Klimawandels. \nWeithin besteht die Auffassung\, dass der Abbau von mineralischen und energetischen Rohstoffen aus der Erdkruste eines der Übel ist\, die sich negativ auf die Umwelt und die Gesellschaft auswirken. Und tatsächlich wird immer wieder über katastrophale Folgen von Unfällen im Bergbau berichtet\, zeichnen Kinder- und Frauenarbeit sowie Armut und Krankheiten dieses Bild. \nWir in Deutschland sind der drittgrößte Bedarfsträger dieser mineralischen und energetischen Rohstoffe weltweit und den größten Teil importieren wir aus allen Teilen der Welt. Ohne diese Rohstoffe wären der Fortschritt und der Wohlstand in Deutschland gar nicht möglich. \nWelche Rolle spielen nun die Geo-Rohstoffe – sind sie Fluch oder Segen? Der Vortrag gibt einen Überblick über die Sichtweise des Autors\, das eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft ohne Rohstoffabbau auf absehbare Zeit nicht möglich ist. Am Beispiel des Konzeptes eines verantwortungsvollen Rohstoffabbaus wird das Potenzial aufgezeigt\, wie sich durch wissenschaftlich-praktische Erkenntnisse der Bergbau ständig technologisch weiter entwickelt und umweltfreundlicher\, sicherer und sozialverträglicher werden kann. Das ist aber nicht ausreichend\, um den Rohstoffhunger in der Zukunft zu decken. Verantwortungsvoller Konsum und Recycling sind weitere Schlüsselfragen im Rohstoffkreislauf.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/dezember-plenarsitzung-der-leibniz-sozietaet-der-wissenschaften-zu-berlin-2/
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20200123T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20200123T120000
DTSTAMP:20200112T105926Z
CREATED:20190808T104439Z
LAST-MODIFIED:20200112T105926Z
UID:17757-1579773600-1579780800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Themenänderung! Januar-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften
DESCRIPTION:Themenänderung! \nDie Leibniz-Sozietät der Wissenschaften lädt zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen Plenarsitzung am 23. Januar 2020 nach Berlin ein. \nDas Thema der Sitzung ist \nDisputation zu Problemen der Grundlegung der Naturwissenschaften\nVortragende/Disputanten: Prof. Dr. Lothar Kolditz (MLS)\, Prof. Dr. Dr. Rainer E. Zimmermann (MLS) \nModeration: Prof. Dr. Lutz-Günther Fleischer (MLS) \n  \nGedanken zum Thema der Disputation: \nLothar Kolditz: \nIn meinem Beitrag beziehe ich mich auf meinen Vortrag „Kollektivität und Emergenz – die Weltformel“\, der in den Sitzungsberichten der Leibniz-Sozietät Band 105 [2010] 91-106 veröffentlicht ist. In seinem Buch „Abschied von der Weltformel“ begründet Robert B. Laughlin die Aussagen. \nAlle uns bekannten physikalischen Gesetze gehen aus kollektivem Geschehen hervor. \nPhysikalische Gesetzmäßigkeiten müssen experimentell entdeckt werden\, sie sind nicht durch bloßes Denken zu antizipieren. \nDie Aufstellung der Weltformel ist von der Sache her nicht erreichbar. \nDas Zeitalter des Reduktionismus ist vorüber\, das Zeitalter der Emergenz hat begonnen. \nErläuterungsbeispiele entnimmt Robert B. Laughlin schwerpunktmäßig aus seinem Arbeitsgebiet.  Er erhielt 1998 gemeinsam mit Dan Tsui und Horst Störmer den Nobelpreis für Physik. \nDie Aussagen von Robert B. Laughlin werden im Vortrag an Hand von Systembetrachtungen überprüft\, wobei in anderer Vorgehensweise als der Entwicklung im Buch mit einfachen Systemen begonnen wird und der Übergang zu immer komplexeren Systemen bis hin zu solchen mit chaotischem Charakter erfolgt. Ein Widerspruch zu den Laughlinschen Aussagen konnte nicht gefunden werden. In den Schlussfolgerungen des Vortrages erfolgt gegenüber den Ausführungen von Laughlin eine Präzisierung hinsichtlich der Aussagen zum Reduktionismus\, der in kleinen Teilbereichen realisierbar ist\, aber nicht über die Bereichsgrenzen hinaus. \nAuf Grund der Systembetrachtungen wird in Übereinstimmung mit Laughlin festgestellt\, dass die Aufstellung der Weltformel als nicht erreichbar anzusehen ist. Zur Erläuterung werden Ergebnisse der Theorie der Schleifen-Quantengravitation\, der Stringtheorie und Gödels Unvollständigkeitssatz mit einbezogen. \nÜber die Aussagen im Vortrag hinausgehend  wird als weiteres Argument für die Nichterreichbarkeit der Weltformel darauf hingewiesen\, dass die Weltformel absolutes Wissen bedeuten würde\, was aber nicht erreicht werden kann. In der Wissenschaftsentwicklung erfolgt eine asymptotische Annäherung an die Linie der vollständigen Erkenntnis\, wobei wir heute noch einen beträchtlichen Abstand von dieser Linie haben. \nRainer E. Zimmermann: \nEvolutionary Systems. A Manifesto† \nRainer E. Zimmermann1\,2\,3\,*\,‡\, Wolfgang Hofkirchner4\, José M. Díaz Nafría5\, Annette Grathoff6\, Tomáš Sigmund7 and Xiaomeng Zhang8\,9 \n1 Lehrgebiet Philosophie\, FK 13\, Hochschule München\, 80636 München\, Germany\n 2 Clare Hall\, Cambridge CB3 9AL\, UK\n3 Institut für Design Science\, 80797 München\, Germany\n4 Bertalanffy Center for the Study of Systems Science\, 1040 Vienna\, Austria\n5 Didáctica General\, Específicas y Teoría de la Educación\, Universidad de León\, 24071 León\, Spain\n6 Institut für Design Science\, 80797 München\, Germany\n7 Systems Analysis Department\, Faculty Informatics and Statistics\, University of Economics\, 130 67 Prague\, Czech Republic\n8 Liberal Arts Department\, Renmin University\, 100872 Bejing\, China\n9 Ernst-Bloch-Zentrum\, Ludwigshafen\, Germany \n* Correspondence: pd00108@mail.lrz-muenchen.de\n† Presented at the IS4SI 2017 Summit DIGITALISATION FOR A SUSTAINABLE SOCIETY\, Gothenburg\, Sweden\, 12–16 June 2017.\n‡ This is a provisional version of the manifesto that is still under consideration and up to discussion. \nPublished: 11 September 2017 \nAfter roughly 35 years of development in the theories of self-organization and related variants (chaos\, self-organized criticality\, and so forth)\, it is somewhat of a surprise that physics proper has not yet sufficiently found its entry into the ongoing quest for a precise concept of information. Already as early as in the sixties of the last century\, Fredkin and Zuse visualized the universe altogether as a digital computer\, a line of argument that Wolfram has followed more recently. Not to speak of the even more recent theories on quantum information that emerged during the nineties and tended from the beginning on to coupling generically to theories of quantum gravity. As Deutsch ([3]\, 93\, 100) has formulated: “[…] [b]its\, Boolean variables\, and classical computation are all emergent or approximate properties of qubits\, manifested mainly when they undergo de-coherence […]. The world is made of qubits […]. What we perceive to some degree of approximation as a world of single-valued variables is actually part of a larger reality in which the full answer to a yes-no question is not just yes or no\, nor even both yes and no in parallel\, but a quantum-observable—something that can be represented as a large Hermitian matrix”. In fact\, we would rather tend to add energy-mass (= matter) to this as a second register\, because\, if visualizing the universe as a quantum computer\, this means that a computer consists of both hardware and software\, respectively. Energy (or matter as to that) stands for the former\, information for the latter. This viewpoint goes actually back as far as to John Wheeler in 1977 whose perspective led at the time to the famous “it-from-bit” thesis proposing that “the universe be fundamentally an information processing system from which the appearance of matter emerges at a higher level of reality”. (Davies [2]\, 10) In fact\, very much in the sense of Deutsch [3]\, both Zizzi [16] and Lloyd ([6\,7]) generalized this thesis by replacing it in terms of a new “it-from-qubit” thesis. It is in particular Lloyd who developed the cosmological implications in detail when presenting his work in 2006 and 2010. For him\, the big bang was also a bit bang. Hence\, within our picture\, it is ultimately both matter and information that show up as two different aspects of the same underlying primordial structure. It is especially in loop quantum gravity that these features are most prominent\, the adequate modelling language being that of topos theory. In the meantime\, recent work on the concept of quantum de-coherence (Schlosshauer [8]) as well as on its origin in gravity itself (Zych\, Pikovksi\, Costa\, Brukner [17]) has clarified this viewpoint even more. From this development in physics and its philosophical conceptualization we can draw a number of relevant conclusions which are listed in the following manifesto. \nProposition 1. If a theory of cosmology must\, as Smolin ([9]\, 291) puts forward\, in order to be self-consistent\, be a theory of the self-organization of the universe\, then the very concept of organization entails a concept of meaningful information (in the sense of Floridi’s project\, though possibly not on his line of argument) from the outset on an equal footing with the concept of energy-mass. Hence\, similar to the latter\, information is already always present in the fundamental physics which is concerned with the fabric of the world and its physical grounding. Both energy-mass (matter) and information are thus physical. Hence\, they are categories of the observable world. Nevertheless\, they show up as two different aspects of the same underlying primordial structure which in loop quantum gravity can be visualized in terms of the spin network consisting of loops that co-operate in order to form a framework of hexagonal structures. Obviously\, the afore-mentioned primordial structure is to the observable world almost what in terms of classical meta-physics substance is to attribute. \nProposition 2. If we follow the argument of Seth Lloyd ([6]\, 26\, [7])\, then the afore-mentioned information is in particular meaningful from the beginning on: “If you adopt Wittgenstein’s perspective that the meaning of a piece of information is to be found in the action this information provokes\, the meaning of a computer program written in a particular computer language is to be found in the actions the computer performs as it interprets that program.” This has the interesting consequence that a loop in the above sense fulfils what Stuart Kauffman calls the criteria for autonomous agents. Hence\, as the spin network essentially represents the last layer of the observable world (displaying quantum forms of the observable categories of space\, time\, energy\, matter\, entropy\, and structure) and is constituted by co-operating fundamental agents\, this entails a concept of proto-subjectivity which is primarily based on self-organizing systems. Note that the unified ground of the observable world\, expressed in terms of these categories\, constitutes thus the worldly subject proper (hypokeímenon) different from substance (ousía) as known in the Aristotelian terminology of meta-physics. Consequently\, human subjectivity shows up in the end as a superposition of such proto-subjective sub-systems approaching a (so far) maximal complexity. At the same time\, more in metaphysical rather than simply physical terms\, the origin of information shows up within this context not simply as difference (as opposed to identity) alone\, but instead as difference of identity and difference and its sublation in what Schelling calls indifference. \nRemark 1. Note the loop of self-reference which is always intrinsic to all reflexive activities performed by human beings that are products of the world they would like to model: Hence\, only in terms of given social context is it thus possible to perform a modelling procedure at all. This is why we have two immanent aspects here deriving from classical approaches of philosophy: (a) the model itself\, scientific or otherwise\, is always grounded within a social context (a prominent line of argument taken by theories in the Marxist tradition up to the Frankfort school); (b) we have always to take the ontological difference into account\, between modality (the world as it is observed) and reality (the world as it really is independent of observation)—also referring to a long philosophical tradition up to phenomenology and fundamental ontology in the sense of the early Heidegger. Indeed\, joint work presently under way (Zimmermann\, Zhang [15]) indicates the relevance of connecting these aspects with the emergence of reflexive contrast within the human consciousness itself\, a concept that derives from the line of argument given by Ernst Bloch in terms of what he calls “the darkness of the lived moment”. (Zimmermann [13]). \nProposition 3. Hence\, the universe is meaningful from the beginning on as meaning emerges alongside with energy-mass (matter) and information at the big bang (whatever this ground state may be according to recent insight from quantum gravity). Subsequently however\, the evolution of organization entails the evolution of (organized) systems as well as the evolution of meaning such that this evolution is characterized by emergent steps of its developmental complexity. Because it is the evolution of the forthcoming levels of complexity (following the fourth law of thermodynamics according to Stuart Kauffman) that demonstrates the conceptual multi-perspectivity of univocity\, analogy\, and equivocity\, respectively\, on each such level\, there is no reason to associate with the latter triad an epistemic difficulty which after Capurro is used to be called “trilemma”. (Capurro et al.\,[1]\, 9) Instead\, this triad simply unfolds the local perspective of conceptualization with respect to that level of complexity which is topical for a given stage of development. \nProposition 4. The complete picture can thus be summarized as follows: \n___________________________________________________________________ \nEnergy − Mass = Matter     Entropy − Structure = Information \npotential form           state of a system                             possible organization \nactual form                state of a system/of mass              state of organization (structure) local form                     balance equation                            balance equation \nglobal form                conservation law                             positive entropy balance \ntotal quantity             E = 0 (incl. matter)                          S = 0 (incl. structure)? \n  \nIn other words: Both matter and information can be discussed in parallel\, but they cannot be identified\, because the latter is prescribing how to organize what the former provides as the necessary capacity of work. Hence\, energy can be both potential or actual\, respectively\, while mass is actualized energy. On the other hand\, entropy is potential information\, while structure is actualized information and can serve as memory storage of its own evolution. (Zimmermann [14]) Whether it is useful to associate entropy with what Stonier ([10]) calls “kinetic information”\, and the rest with what he calls “structural information” is presently under debate. But it is clearly worthwhile to look for a possible reconciliation of the concepts involved on this line of arguments\, especially with a view to biological insight. \nProposition 5. The above-mentioned propositions entail the following definitions which are compatible with what has been introduced so far (Zimmermann [11]). \nDefinition 1. We call system a network of interacting agents producing a space with a well-defined boundary that is open in the sense of thermodynamics. \nRemark 2. Note that the definition of an agent entails the aspect of self-organization. Interaction of agents is visualized as competition within co-operation in the sense of Eigen and Schuster and is thus accessible by game theory (S. Kauffman [5]). This essentially relational aspect is discussed in particular in Hofkirchner [4]. \nDefinition 2. We call ground of a system from what\, by what\, and because of what a system actually emerges. \nCorollary 1. Hence\, ground is to system what non-being is to being. (Note that existence is thus visualized as (permanent) transformation of non-being into being.) \nCorollary 2. The ground of the ground (or: primordial ground) is the non-being of non-being (i.e. the condition of non-being) and is called nothingness. \nProposition 6. To be more precise\, it is energy-mass on the one hand and entropy-structure on the other that show up as two different aspects (attributes) of the primordial ground (substance) mediated by the unified subject of the world as expressed in terms of loops organized in spin network hexagons (in the sense of Roger Penrose). Substance can be visualized here as being represented by a primordial state of quantum coherence within which space\, time\, and matter as to that (and information) are in fact absent in the categorial sense. The objective of a physical theory of everything is the accessing of the unified subject. But the accessing of substance is the objective of meta-physics. (Zimmermann [12]) Although there is thus an algorithmic connotation to all of this referring to the characteristics of evolutionary systems in the first place\, the interpretation of meaningful information has also to rely on hermeneutic techniques in order to complete this aforementioned accessing. Substance is the procedural space onto which the subject is grounded. Substance is to the observable world what software (procedural space) is to what we can see on the computer screen (the space of actualized procedures). The difference is only that human beings are intrinsic observers and thus part of the screen. Also\, if we think of fashionable three-dimensional printers\, their software is nothing without appropriate hardware. \nReferences \n\nCapurro\, R.; Fleissner\, P.; Hofkirchner\, W. Is a Unified Theory of Information Feasible? A Trialogue (e-mail discussion). In The Quest for a Unified Theory of Information; Hofkirchner\, W.\, Ed.; Gordon & Breach: Amsterdam\, The Netherlands\, 1999; pp. 9–30.\nDavies\, P.C.W. John Archibald Wheeler and the clash of ideas. In Science and Ultimate Reality. Quantum Theory\, Cosmology\, and Complexity; Barrow\, J.D.\, Davies\, P.C.W.\, Charles\, H.\, Jr.\, Eds.; Cambridge University Press: Cambridge\, UK\, 2004; pp. 3–23.\nDeutsch\, D. It from qubit. In Science & Ultimate Reality; Barrow\, J.\, Davies\, P.\, Harper\, C.\, Eds.; Cambridge University Press: Cambridge\, UK\, 2004; pp. 90–102.\nHofkirchner\, W. Emergent Information; World Scientific: Singapore\, 2013.\nKauffman\, S. Investigations; Oxford University Press: Oxford\, UK\, 2000.\nLloyd\, S. Programming the Universe; Vintage (Random House): New York\, NY\, USA\, 2007.\nLloyd\, S. The computational universe. In Information and the Nature of Reality. From Physics to Metaphysics; Davies\, P.C.W.\, Gregersen\, N.H.\, Eds.; Cambridge University Press: Cambridge\, UK\, 2010; pp. 92–103.\nSchlosshauer\, M.A. Decoherence and the Quantum-to-Classical Transition; Springer: Berlin/Heidelberg\, Germany\, 2007.\nSmolin\, L. The Life of the Cosmos; Oxford University Press: Oxford\, UK\, 1997.\nStonier\, T. Information und Die Innere Struktur des Universums; Springer: Berlin/Heidelberg\, Germany\, 1991.\nZimmermann\, R.E. Nothing as Ground and Nothing but Ground. Schelling’s Philosophy of Nature Revisited; Xenomoi: Berlin\, Germany\, 2014.\nZimmermann\, R.E. Metaphysics of Emergence. Part I: On the Foundations of Systems; Xenomoi: Berlin\, Germany\, 2015.\nZimmermann\, R.E. (Ed.) Ernst Bloch: Das Prinzip Hoffnung. In Klassiker Auslegen; de Gruyter: Berlin\, Germany; Boston\, MA\, USA\, 2017; Volume 56.\nZimmermann\, R.E. Matter and Information as Attributes of Substance. Eur. Phys. J. Spec. Top.2017\, 226\, 177–180.\nZimmermann\, R.E.; Zhang\, X. Sayable and Unsayable Within Lived Immediacy. 2017\, in press for Bloch Yearbook\, Ludwigshafen.\nZizzi\, P.A. Holography\, Quantum Geometry\, and Quantum Information Theory. Entropy2000\, 2\, 39–69.\nZych\, M.; Pikovski\, I.; Costa\, F.; Brukner\, Č. General relativistic effects in quantum interference of “clocks”. J. Phys.2016\, 723\, 012044. © 2017 by the authors. Licensee MDPI\, Basel\, Switzerland. This article is an open access article distributed under the terms and conditions of the Creative Commons Attribution (CC BY) license.\n\n  \nZeit: 10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/januar-sitzung-des-plenums-der-leibniz-sozietaet-der-wissenschaften/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20191212T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20191212T160000
DTSTAMP:20191130T103928Z
CREATED:20190808T102505Z
LAST-MODIFIED:20191130T103928Z
UID:17746-1576157400-1576166400@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Dezember-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen Plenarsitzung für den 12.12.2019 in Berlin. \nDas Thema der Sitzung ist\n \nReihe:\nDie aktuellen Naturwissenschaften als Quell und Mittel der Welterkenntnis und des Weltverständnisses. Fakten und ausgewählte Probleme\nProgramm: \nEkkehard Höxtermann (MLS):\nDie Symbiogenesetheorie der Entstehung kernhaltiger Zellen und ihre vergessenen europäischen Wurzeln – eine historische Einführung. \nWilliam Martin\, Institut für Molekulare Evolution der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf:\nWie und wo lebten die ersten Zellen? Neue Erkenntnisse über den Ursprung des Lebens. \nZeit: 13.30 bis 16.00 Uhr\nOrt: Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal \nCV der Vortragenden:\n \nProf. Dr. William Martin wurde 1957 in Bethesda\, Maryland (USA)\, geboren. Er studierte von 1981 bis 1985 an der Universität Hannover Biologie und ging anschließend als Doktorand zu Heinz Saedler an das Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung in Köln. Nach der Promotion (1988) arbeitete er am Institut für Genetik der TU Braunschweig\, wo er sich 1992 im Fach Botanik habilitierte. 1999 folgte William Martin einem Ruf auf die C4-Professur für „Ökologische Pflanzenphysiologie“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf\, die 2011 in „Molekulare Evolution“ umgewidmet wurde.\nWilliam Martin versteht sich als „Evolutionsbiologe mit besonderem Interesse an Biochemie“. Befasste er sich zunächst mit dem symbiogenetischen Ursprung der komplexen eukaryotischen Zellen unter besonderer Beachtung ihrer energieliefernden Organellen (Chloroplasten und Mitochondrien)\, so interessierte er sich zunehmend für die prokaryotischen Vorfahren der Symbionten – die Archaeen und Bakterien –\, ihre Verwandtschaft und Herkunft.\nProf. Martin ist Träger zahlreicher nationaler und internationaler Auszeichnungen. Seit 2008 ist er Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften. 2008 und 2015 erhielt er den renommierten „Advanced Grant“ des Europäischen Forschungsrates für Spitzenforscher.\nSiehe auch: https://www.molevol.hhu.de/prof-dr-w-f-martin.html \nProf. Dr. Ekkehard Höxtermann wurde 1953 in Sondershausen (Thüringen) geboren und studierte von 1973 bis 1978 an der Humboldt-Universität zu Berlin Biologie. Er promovierte 1985 mit Experimentalarbeiten über die Pigmentanordnung in den Chloroplasten im Bereich Allgemeine Botanik der Sektion Biologie. Unter dem Einfluss von Ilse Jahn (1922–2010) wandte er sich auch biologiehistorischen Themen zu. Von 1990 bis 1993 als Assistent am Institut für Biochemie der Universität Köln tätig\, lehrte er nach der Habilitation für Geschichte der Naturwissenschaften in Jena von 1994 bis 2013 in Jena\, Berlin und Göttingen – seit 2003 als außerplanmäßiger Professor der FU Berlin – Geschichte der Biochemie\, Biologie und Pharmazie.\nProf. Höxtermann ist Mitherausgeber und Autor einer viel beachteten Monographie über „Evolution durch Kooperation und Integration“ (2007) und betreut seither das biologiehistorische Verlagsprogramm der Basilisken-Presse in Rangsdorf. 2016 wurde er zum Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin gewählt.\nSiehe auch: https://leibnizsozietaet.de/wp-content/uploads/2012/10/Höxtermann_KurzbiographiePorträt.pdf \nAbstracts:\n \nWie und wo lebten die ersten Zellen? Neue Erkenntnisse über den Ursprung des Lebens.\nVon William Martin\nSeit rund 4 Milliarden Jahren gibt es Leben auf der Erde. Der Ursprung des Lebens erschien lange Zeit als ein unlösbares Mysterium\, das sich einer exakten\, naturwissenschaftlichen Erforschung grundsätzlich entzog. 1936 postulierte der russische Chemiker Aleksandr I. Oparin die spontane Entstehung primitiver Lebensformen in einer Ursuppe kleiner organischer Moleküle – eine Annahme\, die die amerikanischen Chemiker Stanley Miller und Harold C. Urey 1953 experimentell erhärteten\, als sie im Labor eine hypothetische frühe Erdatmosphäre simulierten und durch elektrische Entladungen organische Substanzen erzeugten. Die Idee einer präbiotischen Ursuppe\, die eine „RNA-Welt“ hervorbrachte\, wurde für Jahrzehnte zum dominierenden Leitmotiv der Forschung über die Entstehung des irdischen Lebens. Doch wie der deutsche Chemiker Günter Wächtershäuser schon 1988 einwandte\, ist das Leben in diesem Weltbild nichts als Information\, allein es fehlt der Aspekt der Energie. Die Entstehung biologischer Zellen kann nicht das Ergebnis von Blitzentladungen oder UV-Strahlung sein\, vielmehr erforderte sie eine kontinuierliche Energiezufuhr.\nBetrachtet man das Leben aus der Sicht der Energie\, so beruht es auf chemischen Reaktionen\, zwar sehr komplizierten\, aber eben chemischen Reaktionen\, die Energie freisetzen. In allen Lebensformen gibt es im zentralen Grundstoffwechsel exergone Reaktionen\, die jene chemische Energie liefern\, die alle Einzelreaktionen in der Zelle antreiben. Die Verschiedenartigkeit des Energiestoffwechsels heutiger Lebwesen\, die alle denselben universellen genetischen Code verwenden\, ist das Ergebnis einer langen Evolution.\nWie haben die ersten Zellen gelebt? Wo haben sie gelebt und vor allem wovon? Diesen Fragen gingen Prof. Martin und seine Gruppe nach\, als sie mittels bioinformatischer Genomanalysen von rd. 2.000 Prokaryoten 355 Gene (Proteinfamilien) identifizierten\, die über den letzten universellen gemeinsamen Vorfahren allen Lebens\, LUCA (the Last Universal Common Ancestor)\, seine Lebensweise und seinen Lebensraum Auskunft geben. LUCA war demzufolge anaerob\, thermophil und lebte von Gasen (Wasserstoff\, Kohlendioxid\, Kohlenmonoxid und Stickstoff) – und zwar in einer Umgebung\, wie sie auch heute noch an Tiefsee-Hydrothermalquellen zu finden ist. Seine Proteine waren reichlich mit Eisen-Schwefel-Zentren und radikalen Reaktionsmechanismen ausgestattet und erforderten Kofaktoren\, bei denen Übergangsmetalle (Eisen\, Nickel\, Molybdän) eine tragende Rolle spielen. Der Energiestoffwechsel von LUCA ähnelt damit stark demjenigen rezenter\, strikt anaerober\, acetogener Bakterien und methanogener Archaeen.\nLUCA verbindet die abiotische Phase der Erdgeschichte mit den ersten geochemischen Spuren mikrobiellen Lebens und ist der Urahn aller heute existierenden Archaeen\, Bakterien\, Pilze\, Pflanzen und Tiere\, den Menschen eingeschlossen. Im Vortrag werden die Aufsehen erregenden Forschungen vorgestellt\, die erste Einblicke in die Physiologie und das Habitat von LUCA liefern. In aktuellen Laborversuchen wurden zudem Reaktionsbedingungen hydrothermaler Quellen in einem Hochdruck-Reaktor nachgestellt\, um jene elementaren chemischen Bausteine herzustellen\, mit denen alles Leben angefangen hat. \nMehr Details siehe:\nhttps://www.uni-duesseldorf.de/home/universitaet/weiterfuehrend/pressebereich/pressemeldungen/news-detailansicht/article/wie-und-wo-lebten-die-ersten-zellen.html \nhttps://www.welt.de/regionales/nrw/article155824750/Er-sucht-danach-wie-das-Leben-auf-die-Erde-kam.html \nDie Symbiogenesetheorie der Entstehung kernhaltiger Zellen und ihre vergessenen europäischen Wurzeln – eine historische Einführung\nVon Ekkehard Höxtermann (MLS)\nDie energieliefernden Organellen der eukaryotischen (kernhaltigen) Zellen zeichnen sich durch Doppelmembranen\, wie sie durch Phagozytose (Einverleibung) externer Körper entstehen\, und eigene Gene (Nukleinsäuren) aus. Darauf gründet die Symbiogenesetheorie der Zellevolution\, die die Plastiden und Mitochondrien als Endosymbionten betrachtet\, die aus eigenständigen Prokaryoten hervorgegangen und im Verlaufe der Evolution durch Genaustausch mit den Wirtszellen zu einer untrennbaren Einheit verschmolzen sind. Vergleichende Genomanalysen legten nahe\, dass die Plastiden aus „Blaualgen“ (Cyanobakterien) und die Mitochondrien aus aeroben α-Proteobakterien hervorgegangen sind.\nDie Vorstellung\, dass es sich bei den Eucyten um phylogenetische Chimären handelt\, setzte sich erst im Zeitalter der Molekularbiologie durch und ist vor allem mit dem Namen der amerikanischen Zellbiologin Lynn Margulis (1938–2011) verbunden. Ihr in Teilen spekulatives Buch „Origin of Eukaryotic Cells“ (1970) sorgte weltweit für Furore. So verwundert es nicht\, dass heute der symbiogenetische Ursprung eukaryotischer Zellen als eine Entdeckung US-amerikanischer Forscher wahrgenommen wird.\nDabei ist diese Hypothese ein Kind des späten 19. Jahrhunderts. Wie so oft in der Geschichte der Wissenschaften\, waren die Fundamente des neuen Theoriengebäudes kaum mehr sichtbar und die Gerüste ihres allmählichen Aufbaus abgebaut. Wichtige Bausteine\, vor allem russischer und deutscher Botaniker\, waren unkenntlich geworden. Es waren im Grunde zwei biologische Konzepte\, deren Zusammenführung die Theorie hervorbrachte: die Entdeckung und Anerkennung der Symbiosen als universelle Lebensform und die Suche nach den wahren Elementarorganismen. Als eigentliche Urheber der Symbiogenesetheorie gelten die russischen Biologen Andrej S. Famincyn (1835–1918) und Konstantin S. Merežkovskij (1855–1921). Die Brücke zwischen der Begründung und Neufassung der Symbiogenesetheorie schlugen über eine Distanz von 60 Jahren vor allem Arbeiten zur zytoplasmatischen Vererbung und zur Feinstruktur der Pflanzenzellen. Wer waren die eigentlichen Begründer der symbiogenetischen Evolutionstheorie\, welchen Anteil hatten sie\, worauf stützten sie ihre Argumente und warum gerieten ihre Pionierarbeiten wieder in Vergessenheit? Antworten darauf werden in dem Vortrag gegeben.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/dezember-sitzung-des-plenums-der-leibniz-sozietaet-der-wissenschaften-zu-berlin/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20191114T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20191114T163000
DTSTAMP:20191014T145536Z
CREATED:20190808T095554Z
LAST-MODIFIED:20191014T145536Z
UID:17729-1573738200-1573749000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:November-Plenartagung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen November-Plartagung am 14.11.2019 in Berlin.\n \nDie Tagung steht unter dem Thema: \nGrenzen: Räumliche und soziale Trennlinien im Zeitenlauf\nReferentin:       Andrea Komlosy (MLS) \nAbstract:\nSeit dem Fall des Eisernen Vorhangs triumphierte die Ideologie der Grenzenlosigkeit: System­barrieren waren gefallen. Innerhalb des EU-Schengenraums wurden die Binnengrenzen aufge­hoben. Es schien\, als würde es demnächst überhaupt keine Grenzen auf der Welt geben. Doch bald kippte die proklamierte Grenzenlosigkeit. Sie machte dem Ruf nach Wiedererrichtung von Grenzen Platz: gegenüber MigrantInnen\, gegenüber chinesischen Firmenübernahmen\, gegen­über einer Islamisierung der europäischen Gesellschaft und anderen „fremden“ Einflüssen. \nVor diesem Hintergrund vertieft sich der Riss auch in den Wohlfahrtsgesellschaften des globa­len Nordens. Quer durch alle weltanschaulichen Lager bricht ein Konflikt zwischen zwei Frak­tionen auf: „Grenzen zu“\, verlangen die einen\, „No border“\, skandieren die anderen. Hinter den unterschiedlichen Ideologien verbergen sich handfeste Interessen: von Unternehmerseite wird die Deregulierung des Arbeitsmarktes begrüßt; die neue Mittelschicht freut sich über die Mul­tikulturalisierung der Gastronomie und die kostengünstige Verfügbarkeit häuslicher Dienste; die alte Arbeiterklasse\, die von der Konkurrenz am Arbeitsmarkt bedroht ist\, hofft\, dass höhere Grenzzäune die Unerwünschten abhalten. \nOb fremdenfeindlich oder fremdenfreundlich\, beide Lager weisen eine Gemeinsamkeit auf: Sie instrumentalisieren die Grenze in Hinblick darauf\, wie sie – durch Befestigung oder durch Ab­bau – dem Wohlergehen der eigenen Gruppe in der Gesellschaft bzw. der jeweiligen Vision davon nutzt. \nC.V.:\nAndrea Komlosy\, geb. 1957 in Wien\, Dr. phil.\, ist Professorin am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien. Sie arbeitet zu Fragen ungleicher Entwicklung im loka­len\, regionalen\, nationalen und globalen Kontext. In ihrem jüngst erschienenen Buch „Grenzen. Räumliche und soziale Trennlinien im Zeitenlauf“ (Verlag Promedia\, Wien 2018) schreibt sie gegen die Stilisierung der Grenze zum Wunschbild oder zum Feindbild an. Sie zeigt die Ent­wicklung von Grenzen und deren wechselhaften Gebrauch im Laufe der Geschichte auf und lotet damit sowohl das Herrschaftspotenzial als auch das Schutz- und Befreiungspotenzial von Grenzen aus. \nZeit:   13.30 bis 16.30 Uhr \nOrt: Berlin\, Rathgaus Tiergarten\, BVV-Saal
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/november-plenartagung-der-leibniz-sozietaet-der-wissenschaften/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20191107T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20191107T170000
DTSTAMP:20191018T165400Z
CREATED:20190807T161029Z
LAST-MODIFIED:20191018T165400Z
UID:17712-1573120800-1573146000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Jahrestagung der Leibniz-Sozietät 2019
DESCRIPTION:Im Rahmen der November-Plenarveranstaltung führt die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin ihre Jahrestagung 2019 am 07.November 2019 im Schloss Biesdorf in Berlin durch \nJahrestagung 2019 \nVirusinfektionen – alte und neue Erreger sowie Wege der Impfprophylaxe.\nmit Beiträgen von Thomas Mertens (Ulm)\, Detlev H. Krüger (MLS)\, Peter Wutzler (Jena)\, Günther Schönrich (Berlin)\, Hans-Dieter Volk (MLS) Christian Drosten (Berlin) \nEinladung und Programm (Flyer (Stand 18.10.2019) \nZeit: 10.00 bis 17.00 Uhr \nOrt: Schloss Biesdorf\, Vortragssaal\, Alt-Biesdorf 55\, 12683 Berlin \nDie Referenten im Kurzporträt \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/jahrestagung-der-leibniz-sozietaet-2019/
LOCATION:Schloss Biesdorf\, Vortragssaal\, Alt-Biesdorf 55\, 12683 Berlin\, Schloss Biesdorf\, Alt-Biesdorf 55\, Berlin\, 12683
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190124T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190124T120000
DTSTAMP:20190115T162235Z
CREATED:20180815T090409Z
LAST-MODIFIED:20190115T162235Z
UID:15712-1548324000-1548331200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Januar-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen Januar-Plenarsitzung zum Thema \nMax Webers “Wissenschaft als Beruf” –\nzur Aktualität eines Vortrages hundert Jahre danach\nVortragender: Wolfgang Küttler (MLS) \nOrt:      Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\nZeit:     10:00 Uhr bis 12:00 Uhr \nC.V.:\nProf. Küttler ist Historiker. Er wurde 1990 zum Korrespondierenden Mitglied der 1700 von Leibniz in Berlin begründeten Gelehrtengesellschaft gewählt\, der heutigen Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\nVon 1974 bis 1991 leitete er den Wissenschaftsbereich „Theorie und Methodologie der Geschichtswissenschaft“ am Zentralinstitut für Geschichte der AdW der DDR; bis zur Emeritierung 2001 war er Mitarbeiter am Berliner Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte. Mehrere Bücher und zahlreiche andere Publikationen repräsentieren seine Arbeitsergebnisse auf den Gebieten Geschichtsmethodologie\, Historiographiegeschichte und Wissenschaftsgeschichte.\nAbstract:\nMax Webers am 7. November 1917 in München  und im Oktober 1919 veröffentlichter Vortrag „Wissenschaft als Beruf“ ist einer der klassischen wissenschaftstheoretischen Texte. Seine nachhaltige Aktualität besteht in den Antworten\, die er auf die hier zentral gestellte Doppelfrage gibt: „Was bedeutet die Wissenschaft für den\, der sich ihr hingibt“\, und: „Welches ist der Beruf der Wissenschaft innerhalb des Gesamtlebens der Menschheit? und welches ihr Wert?“ [Gesamtausgabe I\,17\,88]. Weber fragt zunächst danach\, was zu tun ist\, wenn Wissenschaft als materiell einträgliche Tätigkeit in der modernen kapitalistischen Gesellschaft betrieben werden soll (die USA geben ihm dafür schon damals das realistische Zukunftsbild).\nEr fragt weiter\, worin die kognitiven und ethischen Grundlagen wirklichen Erkenntnisfortschritts bestehen und grenzt die Wissenschaft als empirisch begründete und überprüfbare Erfassung der Welt strikt von religiösem\, künstlerischem und  auch alltäglichem Verhalten der Menschen zur Welt ab. Darin sieht er  sowohl die Gemeinsamkeit aller Wissenschaften als auch die Grundlage ihrer Differenzierung nach Gegenständen und Problemen.\nIn ihrer konstitutiven Funktion für das moderne Leben im Kapitalismus besteht zugleich der Wert\, den die darin existierenden  Menschen der Wissenschaft beimessen. Weber verneint\, dass es ihr Beruf sein könne\, einem über äußere technische Lebensbedingungen hinausgehenden qualitativen Fortschritt zu dienen und politische oder alltägliche  Entscheidungen in diesem Sinne zu begründen. Er bejaht aber\, dass verantwortungsvoll verstandene Philosophie und Wissenschaft diese Entscheidungen  durch  Analyse der Folgen  des Handelns im Verhältnis zu den Zielen kritisch begleiten können und sollen.\nWeber reflektierte diese Probleme im ideologischen Kontext eines Liberalen in der Grenzsituation der imperialistischen Epoche (W.J. Mommsen). Im Kern sind es aber nach den Erfahrungen des 20. und beginnenden 21. Jh. weit über diesen Rahmen hinaus Probleme von allgemeiner Bedeutung. Im Zeitalter der Digitalisierung und der scheinbar unbegrenzten Wirkungsmacht von Wissenschaft und Technik sind sie in vieler Hinsicht heute noch schärfer gestellt\, als sie damals\, im und kurz nach dem Ersten Weltkrieg\, akut geworden waren.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/januar-plenarsitzung-der-leibniz-sozietaet-der-wissenschaften/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20181206T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20181206T163000
DTSTAMP:20181116T135418Z
CREATED:20180815T084856Z
LAST-MODIFIED:20181116T135418Z
UID:15704-1544103000-1544113800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Dezember-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen Dezember-Plenarsitzung zum Thema \nDisputatio zur Energeiwende 2.0 – im Fokus die kardinale Effektivität und Effizienz\nmit Beiträgen von Ulrich Busch (MLS)\, Lutz-Günther Fleischer (MLS)\, Ernst-Peter-Jeremias (Neuruppin)\, Norbert Mertzsch (MLS) \nOrt:     Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\nZeit:    13:30 Uhr bis 16:00 Uhr \nThesen zm Kolloquium \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/dezember-plenarsitzung-der-leibniz-sozietaet-der-wissenschaften-zu-berlin/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20181129T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20181129T163000
DTSTAMP:20181113T084341Z
CREATED:20180815T082743Z
LAST-MODIFIED:20181113T084341Z
UID:15693-1543498200-1543509000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:November-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen November-Plenarsitzung zum Thema \nPhilosophie und Naturwissenschaften.\nDie Sitzung wird als \nKolloquium anlässlich des 85. Geburtstages von Ehrenpräsident Herbert Hörz \n  \nmit Beiträgen von Gerhard Banse (MLS)\, Horst Klinkmann (MLS)\, Dieter B. Herrmann (MLS) Nina Hager (MLS)\, Rainer Schimming (MLS)\, Lothar Kolditz (MLS) \ndurchgeführt. \nOrt:    Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Balkonsaal\nZeit:   13:30 Uhr bis 16:30 Uhr \nEinladung des Präsidenten
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/november-plenarsitzung-der-leibniz-sozietaet-der-wissenschaften-3/
LOCATION:Rathaus Tiergarten\, Balkonsaal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20181108T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20181108T160000
DTSTAMP:20181030T131824Z
CREATED:20180814T152203Z
LAST-MODIFIED:20181030T131824Z
UID:15687-1541683800-1541692800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:November-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften (2)
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt den 2. Teil ihrer November-Plenarsitzung als \nöffentliches wissenschaftliches Kolloquium anlässlich des 90. Geburtsstages von Hans-Jürgen Treder\ndurch mit folgenden Beiträgen: \nHorst Kant (MLS): Biographischer Abriss & Hans-Jürgen Treder als Physikhistoriker\, Dierck-Ekkehard Liebscher (Potsdam); Eigenzeit und Weltalter\,\n Klaus Mauersberger (Dresden) & Monika Schulz-Fieguth (Potsdam): Gedanken zu einem Bildband über Hans-Jürgen Treder \nOrt:     Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\nZeit:    13:30 Uhr bis 16:00 Uhr \nVeranstaltungsflyer \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/november-plenarsitzung-der-leibniz-sozietaet-der-wissenschaften-2/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20181108T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20181108T120000
DTSTAMP:20181030T131706Z
CREATED:20180814T150335Z
LAST-MODIFIED:20181030T131706Z
UID:15682-1541671200-1541678400@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:November-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften (1)
DESCRIPTION:Die November-Sitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin wird als \nöffentliches wissenschaftliches Kolloquium in memoriam Siegfried Wollgast (1933-2017)\ndurchgeführt mit Beiträgen von \nBerthold Heinicke (Dresden)\, Hartmut Hecht (MLS)\, Gerhard Banse (MLS)\, Armin Jähne (MLS). \nOrt:     Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\nZeit:    10:00 Uhr bis 12:00 Uhr \nVeranstaltungsflyer \nDr. Berthold Heinicke (Dresden): Dreißig Jahre „Philosophie in Deutschland zwischen Reformation und Aufklärung\, 1550-1650“\nC.V.:\nStudium TU Dresden 1977–1981\, Promotion 1990; Mitinhaber eines Architektur- und Ingenieurbüros in Haldensleben; seit 1991 Vorlesungstätigkeit an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg. Diverse Publikationen zu Themen der frühneuzeitlichen Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte\nAbstract:\nEs ist ein zufälliges Zusammentreffen\, dass nunmehr dreißig Jahre nach der Veröffentlichung der „Philosophie in Deutschland zwischen Reformation und Aufklärung\, 1550-1650“ im damaligen Akademie-Verlag Berlin das Gedenkkolloquium für Siegfried Wollgast stattfindet. Das Werk kann nicht nur was Anspruch und Umfang betrifft\, sondern auch nach eigenem Zeugnis des Verfassers mit Fug und Recht als ein Lebenswerk angesehen werden. Es stellte zu seiner Zeit eine Pioniertat dar\, und in diesem Beitrag zu Ehren des Verstorbenen werden dieses Werk\, seine Rezeption und zukünftige Aufgaben frühneuzeitlicher Philosophiegeschichte aus heutiger Perspektive in den Blick genommen. \nProf. Dr. Armin Jähne (Bernau): Der „Oberlausitzer“ Siegfried Wollgast. Es war nicht nur die deutsche und europäische Frühaufklärung…\nC.V.:\nStudium der Geschichte (1961 – 1966) und Promotion (1970); danach Tätigkeit als Oberassistent\, Dozent und ao. Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin\, 1980 Dr. sc. phil.\, 1996/97 abgewickelt; Projektarbeit; seit 2001 Mitglied und seit 2012 Vizepräsident der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften\nAbstract:\nEs waren nicht nur die deutsche und die europäische Frühaufklärung\, mit der sich Siegfried Wollgast die längste Zeit seines Wissenschaftlerlebens beschäftigte. Das Spektrum seiner Forschungen ging weit darüber hinaus. Erinnert sei an seine vorbildlichen Studien zu Karl Christian Friedrich Krause (1781 – 1832)\, die ihn – natürlich und nicht bloß in diesem Zusammenhang – auf Johann Gottlieb Fichte (1762 – 1814) zurückführten. Der große Rammenauer war ebenso wie der Kamenzer Gotthold Ephraim Lessing (1729 – 1781) nie zentraler Gegenstand einer Arbeit von Wollgast\, blieb aber in dessen philosphiegeschichtlichen Gedankenkreis immer präsent. Es ist die erstaunliche Vielzahl von Frühaufklärern in der Oberlausitz\, die bei Siegfried Wollgast eine besondere Affinität zu dieser eigenartigen politischen Region sui generis wachsen ließ. Es war vor allem Ehrenfried Walther von Tschirnhaus (1651 – 1708\, geb. in Kieslingswalde\, zwischen Görlitz und Lauban)\, zu dem er sich\, und damit auch zum Zittauer Gymnasialdirektor Christian Weise (1642 – 1708)\, wissenschaftlich hingezogen fühlte. Die Verbundenheit mit der Oberlausitz zeigte sich auch in seiner aktiven Teilnahme am gemeinsam von Leibniz-Sozietät und Deutscher Assoziation der Absolventen und Freunde der Moskauer Lomonossow-Universität (DAMU) in Bautzen 2012 veranstalteten Kolloquium „1812/1813 Russland im Krieg mit Napoleon. Von Borodino bis Bautzen“. Bewunderwert ist\, wie weit Siegfried Wollgast den Bogen der ihn bewegenden Themen spannte: Von der Frühaufklärung über die Utopie in Vergangenheit und Gegenwart\, einschließlich von „‚Realen Sozialismus’ und Utopie“\, bis hin zu aktuellen Problemen von Toleranz und Intoleranz\, Patriotismus und Vaterland. \nProf. Dr. Gerhard Banse (Präsident der Leibniz-Sozietät): Siegfried Wollgast und das „Phänomen“ Technik\nC.V.:\n1965 – 1969 Studium an der Pädagogischen Hochschule Potsdam; 1971 – 1974 Doktorand an der Sektion Philosophie der Humboldt-Universität zu Berlin; 1974 – 1999 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der DDR\, am Lehrstuhl Technikphilosophie der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus\, am Institut für Philosophie der Universität Potsdam und an der heutigen EA – European Academy of Innovation and Technology Assessment Bad Neuenahr-Ahrweiler; 1999 – 2011 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Karlsruher Institut für Technologie\, Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse. 1974 Promotion\, 1981 Habilitation\, 1988 Ernennung zum Professor für Philosophie an der Akademie der Wissenschaften der DDR\, 2000 Bestellung zum Honorarprofessor für Allgemeine Technikwissenschaft an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus und Berufung zum Gastprofessor an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Matej-Bel-Universität Banská Bystrica (Slowakische Republik)\, 2011 Ernennung zum Professor e.h. (ehrenhalber) der Schlesischen Universität Katowice (Polen). Mitglied (seit 2000)\, Vizepräsident (2009 – 2012) und Präsident (seit 2012) der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V.\nAbstract:\nIm vielfältigen wissenschaftlichen Wirken von Siegfried Wollgast gibt es einen kurzen Zeitraum\, in dem die ebenso erfolg- wie ergebnisreiche philosophische Beschäftigung mit dem „Phänomen“ Technik ein zentraler Gegenstand war. Mit notwendigen Vorarbeiten und einigen „Nachwehen“ lässt sich dieser Zeitraum durch zwei Buchpublikationen eingrenzen: 1979 erschien die Monografie „Philosophie und Technik“ und 1984 wurde der Sammelband „Technikphilosophie in Vergangenheit und Gegenwart“ herausgegeben. Inhaltlich ging es Wollgast dabei weniger um die systematische Behandlung der vielfältigen aktuellen Interdependenzen zwischen Philosophie und Technik\, sondern sein Interesse galt vor allem (philosophie)historischen Zusammenhängen\, galt der Geschichte dieser Interdependenzen\, diese dabei nach „Mustern“ und Wiederholungen\, aber auch nach Neuansätzen durcharbeitend. – Im Vortrag wird auf dieses Wirken eingegangen. \nPD Dr. Hartmut Hecht (Berlin): Vernunft und Glaube. Denkanstöße von Siegfried Wollgast\nC.V.:\nStudium der Physik und der Philosophie; danach Lehre und Forschung an verschiedenen Universitäten\, darunter der Humboldt-Universität zu Berlin und der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald; seit 2014 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften.\nForschungsschwerpunkte: Naturphilosophie und Wissenschaftstheorie. Seit 1984 vor allem Leibniz und Leibniz-Rezeption in der Philosophie und den Wissenschaften – zunächst an der Akademie der Wissenschaften der DDR\, später als Arbeitsstellenleiter bei der Leibniz-Edition Berlin der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften zur Herausgabe der naturwissenschaftlichen\, medizinischen und technischen Schriften von Gottfried Wilhelm Leibniz im Rahmen der Akademie-Ausgabe\nAbstract:\nDas Verhältnis von Vernunft und Glaube bezeichnet ein Thema\, das Siegfried Wollgast zeit seines Lebens beschäftigt hat. Es ist geeignet\, sowohl seine Forschungsmethodologie als auch die Kreativität seines Denkens exemplarisch darzustellen. Siegfried Wollgasts Auseinandersetzung mit diesem Thema war zunächst durch seinen bevorzugten Forschungsgegenstand\, die Frühaufklärung in Deutschland und Polen\, bestimmt. Sie erlangte dann zunehmend allgemeinere Bedeutung und führte in einem Aufsatz aus dem Jahr 2012 zu Überlegungen\, die den Glauben als philosophisches Problem thematisierten. Die Diskussion dieses Aufsatzes wird den Hauptinhalt des Vortrags ausmachen.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/november-plenarsitzung-der-leibniz-sozietaet-der-wissenschaften/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20181011T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20181011T160000
DTSTAMP:20180926T101217Z
CREATED:20180814T141401Z
LAST-MODIFIED:20180926T101217Z
UID:15664-1539264600-1539273600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Oktober-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen Oktober-Sitzung ein zum Thema \nUnbestimmtheit\, Unsicherheit\, Fehlerhaftigkeit und Fehlertoleranz in Natur\, Technik und Gesellschaft\nDie Sitzung wird als wissenschaftliches Kolloqium anlässlich des 80. Geburtstages des Sektetars der Klasse Naturwissenchaften und Technikwissenschaften \, Lutz-Günther Fleischer\, veranstaltet \nmit Beiträgen von:\nGerhard Banse (MLS)\, Karl-Friedrich Wessel (MLS)\, Werner Eebeling (MLS) & Rainer Feistel (MLS)\, KLaus Fuchs-Kittowski (MLS). \nOrt:     Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\nZeit:    13:30 Uhr bis 16:00 Uhr \n  \nAbstracts \nKarl-Friedrich Wessel:\nDer ganze\, unvollkommene Mensch und seine Technik \nW. Ebeling und R.Feistel:\nDie Rolle von Fehlern in der Evolution bei der Entstehung des Neuen\, des Lebens und der Informationsverarbeitung \nKlaus Fuchs-Kittowski\nZum Verständnis der Information und der digitalen Transformation in einer vernetzten und verwundbaren Gesellschaft – Die Paradoxien der Sicherheit sowie  zur Stellung und Verantwortung  des Menschen in riskanten informationstechnologische Systemen
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/november-sitzung-des-plenums-der-leibniz-sozietaet-der-wissenschaften/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20180517T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20180518T170000
DTSTAMP:20180328T090246Z
CREATED:20170702T092656Z
LAST-MODIFIED:20180328T090246Z
UID:13149-1526551200-1526662800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Wissenschaftliche Konferenz "Menschen im Weltraum"\, Teile 1 und 2
DESCRIPTION:Am 17. und 18. Mai findet eine gemeinsame Konferenz der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin und des Leibniz-Instituts für interdisziplinäre Studien (LIFIS)  zum Thema \n„Menschen im Weltraum – Teile I und II“\nstatt. Der Tagungsort ist am 17. 05. 2017 (Teil I) die Aula des Leibniz-Gymnasiums\, Schleiermacherstraße 23\, 10961 Berlin; am 18. 05. 2017 findet der II. Konferenz-Teil im bekannten Sitzungsraum der Leibnizsozietät dem BBV-Saal des Rathauses Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, 10551 Berlin statt. \nFlyer für beide Veranstaltungsteile (Stand 28.03.18)\ns.a. Ankündigung auf der Webseite des LIFIS
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/wissenschaftliche-konferenz-menschen-im-weltraum/
LOCATION:Aula des Leibniz-Gymnasium Berlin\, Schleiermacherstraße 23\, Berlin\, 10961\, Deutschland
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20180308T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20180308T163000
DTSTAMP:20180226T112212Z
CREATED:20171224T095852Z
LAST-MODIFIED:20180226T112212Z
UID:14290-1520515800-1520526600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:März-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen März-Plenarsitzung\, die als wissenschaftliches Kolloquium durchgefürt wird zum Thema \nDie Bedeutung des Pro-Hormons “Vitamin D” für die Gesundheit der Bevölkerung – unter besonderer Berücksichtigung altersbedingter Krankheiten\nProf. Dr. Gerhard Banse (Berlin)\, Präsident der Leibniz-Sozietät: Eröffnung \nProf. Dr. Horst Göring (Berlin): Die Synthese von Vitamin D in der Natur unter besonderer Berücksichtigung der Situation in Europa\n CV:\nHorst Göring\, Rentner: Studium der Biologie und Promotion an der Biologischen Fakultät der Staatlichen Lomonossow-Universität\, Moskau.\nVon 1961 bis 1992 tätig an der Humboldt-Universität zu Berlin.\nWissenschaftliche Grade: Dr. habil. rer. nat.\, Dr. sci.; Professor h. c. der Staatlichen Lomonossow- Universität\, Moskau. Wichtigste Forschungsgebiete: Membrantransport\, pflanzliche Biotechnologie. In den letzten Jahren fast ausschließlich: Biologische Grundlagen der Bedeutung von Cholecalciferol für die Gesundheit des Menschen.\nAbstract:\nDie Sonne und das Leben hängen auf das Engste zusammen. Der Mensch braucht die UV-Strahlung der Sonne und das damit verbundene „Sonnenprodukt“ Vitamin D.\nNirgends in der Welt leben so viele Menschen so weit vom Äquator entfernt wie in Europa und haben damit eine ungünstige „Sonnenbilanz“. Trotzdem werden diese kritische Situation und daraus folgende Notwendigkeiten häufig in Frage gestellt. Können wir jedoch wirklich auf solche Notwendigkeiten verzichten; sei es zusätzliches UV-Licht oder die Zusatzversorgung mit Vitamin D? Das betrifft insbesondere kritische Personengruppen\, wie alte Menschen oder Flüchtlinge aus südlichen Regionen.\nProf. Dr. Pawel Płudowski (Warschau): Vitamin D supplementation guidelines – which to choose and why (Leitlinien zur Vitamin D Supplementation –  wie und warum Nahrungsergänzung)\n CV:\nPawel Pludowski\, Associate Professor at the Department of Biochemistry\, Radioimmunology and Experimental Medicine\, The Children’s Memorial Health Institute\, Warsaw\, Poland.\nAuthor and co-author of 194 scientific papers\, including 52 papers indexed in PubMed. His citation number according to Web of Science Core Database: more than 700; Hirsh Index: 12.\nPawel Pludowski has a scientific degree of Doctor of Science (habilitation) in medical science and he is a President of the European Vitamin D Association (EVIDAS).\nAbstract:\nDie Forschung während der letzten zwei Jahrzehnte erweiterte und vervollkommnete das Verständnis für die Funktionen und Wirkungen von Vitamin D. Sie reichen von der Regulation der Calcium- und Phosphatabsorption sowie dem Knochenstoffwechsel bis zu zahlreichen pleiotropen Prozessen in den Organen und Geweben des menschlichen Körpers. Die meisten wissenschaftlichen Beobachtungen sowie ökologischen Studien dokumentieren signifikante Zusammenhänge zwischen höheren Serum 25-Hydroxyvitamin D[25(OH)D]-Konzentrationen und positiven Wirkungen auf mehrere chronische\, übertragbare und nicht übertragbare Krankheiten. Zahlreiche wissenschaftliche Institutionen und Organisationen leiteten daraus Empfehlungen für die Vitamin-D-Supplementierung und optimale Werte der Serum-25(OH)D-Konzentrationen ab. Die knochenzentrierten Leitlinien schlagen als Zielkonzentration für 25(OH)D 20 ng/ml (50 nmol/L) und eine altersabhängige tägliche Vitamin D-Dosis von 400 bis 800 IE vor.\nLeitlinien\, die sich auf die pleiotropische Wirkung von Vitamin D konzentrieren\, empfehlen eine Zielkonzentration für 25(OH)D von 30 ng/ml (75 nmol/L)\, sowie alters-\, körpergewichts-\, krankheits- und ethnitätsabhängige Vitamin D-Dosen\, die zwischen 400 und 2000 IE/Tag liegen.\nDie vernünftig ausgewogene Dosierung hängt vom individuellen Gesundheitszustand\, dem Alter\, dem Körpergewicht\, dem dominierenden Aufenthaltsbereich\, den Ernährungs- und Kulturgewohnheiten ab und legt in der klinischen Praxis die Orientierung an regionalen oder landesweiten Leitlinien nahe. Obwohl natürliche Vitamin D-Quellen die Konzentration von 25(OH)D im Verhältnis zu den Ernährungsgewohnheiten und dem Aufenthaltsbereich erhöhen können\, werden diese Effekte für die  breite Bevölkerung als unzureichend angesehen\, um die ganzjährig zu sichernde Konzentrationen für  25(OH)D im Bereich von 30-50 ng/ml (75-125 nmol/L) zu  gewährleisten.\nProf. Dr. Peter Oehme (Berlin): Einige Gedanken zur Perspektive der Vitamin D-Forschung\nCV:\nPeter Oehme\, Prof. Dr. med. habil.\, Facharzt für Pharmakologie und Toxikologie\,\n1955-61 Studium der Humanmedizin\, 1962-1967 Charité: Lehraufträge Arzneiverordnungslehre\, Klinische Pharmakologie\, Habilitation mit einem neuropharmakologischen Thema.\n1976-1991 Gründungsdirektor des Institutes für Wirkstoffforschung der AdW der DDR.\n1992-2002 Forschungsgruppenleiter und Projektleiter im Leibniz-Forschungsinstitut für molekulare Pharmakologie\,\n2010-2013 senior advisor im gleichen Institut. Forschungsschwerpunkte: Neuropeptidforschung insbesondere zur Substanz P\, zu Stress und Sucht.\nAuswärtiges Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften\, Mitglied der Leibniz-Sozietät. \nAktualisierter Veranstaltungsflyer
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/maerz-plenarsitzung-der-leibniz-sozietaet-der-wissenschaften/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20180125T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20180125T153000
DTSTAMP:20180114T160425Z
CREATED:20170716T095018Z
LAST-MODIFIED:20180114T160425Z
UID:13349-1516887000-1516894200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Januar-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Am 25. Januar 2018 führt die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin ihre öffentliche wissenschaftliche Plenarsitzung durch zum Thema \nStaat im Ausverkauf.\nPrivatisierung in Deutschland\nVortagender: Tim Engartner (MLS) \nZeit: 13.30 bis 15.30 Uhr \nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Engartner ist Politikwissenschaftler und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2017. Er studierte Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie Englisch für das Lehramt in Bonn\, Oxford und Köln  und wurde 2008 an der Universität zu Köln promoviert. Anschließend war er am dortigen Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften tätig. 2009 wechselte er an die Universität Duisburg-Essen\, wo er zuletzt eine Juniorprofessur für Ökonomische Bildung innehatte\, bevor er auf die Professur für Ökonomie und ihre Didaktik an der PH Schwäbisch Gmünd berufen wurde. Seit April 2012 ist er Professor für Didaktik der Sozialwissenschaften am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Mitglied des Direktoriums der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL). Zudem nimmt er gegenwärtig die Aufgabe des Studiendekans wahr und fungiert als Sprecher des Graduiertenkollegs Grade Education sowie als Geschäftsführender Direktor der Goethe Lehrerakademie (GLA).\nProf. Engartner ist Träger des Deutschen Studienpreises (2006)\, des Förderpreises der Gregor-Louisoder-Umweltstiftung (2008)\, des Günter Reimann Wissenschaftspreises (2009) sowie des 1822-Universitätspreises für exzellente Lehre (2014). Er absolvierte durch den DAAD\, die Rosa-Luxemburg-Stiftung\, das Europäische Parlament sowie die Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studien- und Forschungsaufenthalte. 2015 war er als Visiting Scholar an der Columbia University. Zudem ist er Sprecher der 2016 gegründeten Gesellschaft für Sozioökonomische Bildung und Wissenschaft (GSÖBW). Er gehört dem Zentrum für Ökonomische und Soziologische Studien (ZÖSS) an und ist Senior Fellow der stiftung neue verantwortung. Im Herausgeberkreis des International Journal of Pluralism and Economics Education arbeitet er ebenso mit wie im Beirat der Zeitschrift Gesellschaft – Wirtschaft – Politik.\nAbstract:\nMarode Schulen und Krankenhäuser\, explodierende Mieten in städtischen Zentren\, steigende Preise für Wasser\, Gas und Strom\, geschlossene Filialen der Deutschen Post\, „Verzögerungen im Betriebsablauf“ bei der Deutschen Bahn – dies alles geht auch auf den großen Ausverkauf der öffentlichen Hand zurück\, der in Deutschland während der Kanzlerschaft Helmut Kohls einsetzte. In der Überzeugung\, dass Privatisierungen Dienstleistungen besser\, billiger und bürgernäher machen sollten\, schüttelt „Vater Staat“ bis heute immer mehr Aufgaben ab – wie ein Baum seine Blätter im Herbst. Anhand besonders eindrücklicher Beispiele analysiert der Vortragende in sieben Punkten – Bildung\, Verkehr\, Militär\, Post und Telekommunikation\, soziale Sicherung\, Gesundheit und kommunale Versorgung – die Privatisierungen in Deutschland und ordnet sie in internationale Zusammenhänge ein. Sein Weckruf zeigt: Diese Politik\, die von allen regierenden Parteien betrieben wurde und immer noch wird\, ist nicht alternativlos!
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/januar-plenarsitzung-der-leibniz-sozietaet-2/
LOCATION:Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Balkon-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20171208T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20171208T170000
DTSTAMP:20171122T163939Z
CREATED:20170716T090913Z
LAST-MODIFIED:20171122T163939Z
UID:13337-1512727200-1512752400@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Wissenschaftliches Kolloquium „Technik und Literatur“; Änderung des Ortes!!
DESCRIPTION:Am 08. Dezember 2017 fürht die Leibniz-Sozietät ein öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum Thema \nTechnik und Literatur\nzu Ehren von Wolfgang Coy anlässlich seines 70. Geburtstages\nDie Einladung geht gesondert zu. \nZeit: 10:00 bis 17.00 Uhr \nÄnderung des Ortes:\nHavemann-Saal\, Rathaus Mitte\, Karl-Marx-Allee 31\, 10178 Berlin \nWissenschaftliches Programm (Stand: 22.11.2017)
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/wissenschaftliches-kolloquium-technik-und-literatur/
LOCATION:Rathaus Mitte\, Raum 121\, Karl-Marx-Allee 31\, Berlin\, 10178
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20171207T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20171207T153000
DTSTAMP:20171201T164542Z
CREATED:20170716T090318Z
LAST-MODIFIED:20171201T164542Z
UID:13334-1512653400-1512660600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Dezember-Sitzung des Plenums der Leibniz-Soztietät
DESCRIPTION:Am 07. Dezember 2017 führt die Leibnitz-Sozietät ihre öffentliche wissenschaftliche Plenarsitzung als Kolloquium durch zum Thema \nMenschliche Informationsverarbeitung – interdisziplinäre Analyse und Anwendung\nzu Ehren des 90. Geburtstages von Friedhart Klix \nmit Beiträgen von Herbert Hörz\, Bodo Krause\, Werner Krause\, Heinz-Jürgen Rothe und Erdmute Sommerfeld \nZeit: 13.30 bis 15.30 Uhr \nOrt: BVV-Saal \nVortragsprogramm \nVortrag Prof. Dr. Herbert Hörz: Kognitive Psychologie\, neue Technologien und Philosophie – Friedhart Klix: Vordenker für eine komplexe Persönlichkeitstheorie\nC.V.:\nProf. Hörz ist Wissenschaftsphilosoph und -historiker. Er wurde 1973 zum Korrespondierenden\, 1977 zum Ordentlichen Mitglied der 1700 von Leibniz in Berlin begründeten Gelehrtengesellschaft gewählt\, der heutigen Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. 1999 – 2006 war er deren Präsident\, seit 2009 ist er ihr Ehrenpräsident.\nNach der Promotion in Philosophie/Physik (1960) und der Habilitation (1962) an der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB) erhielt er 1965 eine Professur für philosophische Probleme der Naturwissenschaften an der Humboldt-Universität. 1972 – 1989 leitete er den Bereich „Philosophische Fragen der Wissenschaftsentwicklung“ am Institut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der DDR. 1989 – 1992 war er Vizepräsident der AdW der DDR für die Gelehrtensozietät\, danach bis 1995 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW)\, Gruppe „Wissenschaftshistorische Studien“.\nSeine Spezialgebiete sind Methodologie\, Erkenntnistheorie\, Geschichte der Wissenschaften und interdisziplinäre Beziehungen zwischen Natur-\, Technik-\, Geistes- und Sozialwissenschaften. Er edierte drei Bände mit der Korrespondenz von Hermann v. Helmholtz. Zu Vorträgen weilte er in den USA\, China\, Japan und den Ländern Ost- und Westeuropas\, zu Gastprofessuren in Moskau und Graz.\nAbstract:\nFriedhart Klix\, als kognitiver Psychologe wissenschaftlich international ausgewiesen\, war philosophisch umfassend gebildet\, ein dialektischer Denker und an einer fruchtbaren Zusammenarbeit mit Wissenschaftsphilosophen interessiert. Er verfolgte aufmerksam die Entwicklung neuer Technologien (Digitalisierung). Als Vordenker einer komplexen Theorie der Persönlichkeit befasste er sich mit dem Verhältnis von Philosophie\, Psychologie und Einzelwissenschaften. Er stellte sich der Frage: Quo vadis Psychologie? Nun geht es um Zukunftsvisionen und Persönlichkeitspsychologie: Kann man Gedanken lesen? Wird künstliche Intelligenz zum Mittel der Entmenschlichung des Menschen? Klix nutzte zwei Erkenntniswege\, die auch aktuell zu gehen sind: Elementaranalysen (Bottom-up) sind mit philosophisch orientierten Einsichten (top-down) zu verbinden. \n  \nVortrag Prof. Dr. Bodo Krause: Interdisziplinarität in der experimentellen Psychologie – Erinnerungen an Friedhart Klix\nC.V.:\nProf. Krause ist Mathematiker\, Psychologe und Kognitionswissenschaftler sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2001.\nNach dem Mathematik-Studium wurde er 1966 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Psychologie der Humboldt-Universität zu Berlin\, wo er 1970 auf dem Gebiet  der Mathematischen Psychologie promoviert und zum Oberassistenten befördert wurde. Die Promotion B (= Habilitation) erfolgte 1980\, die Berufung zum Hochschuldozenten für Allgemeine Psychologie 1983. 1986 wurde er zum außerordentlichen Professor berufen\, 1992 zum Universitätsprofessor ernannt.\nSeit den 1970er Jahren befasst er sich mit kognitiven Strukturen und Prozessen.\nAbstract:\nEin interdisziplinärer und systemisch orientierter Zugang zur experimentellen Psychologie war ein wesentliches Kennzeichen des Wirkens von Friedhart Klix. Dies stimmte mit dem naturwissenschaftlichen Zeitgeist überein\, der durch die Entwicklungen in der Informationstheorie und Kybernetik geprägt war.\nIch will versuchen aufzuzeigen\, wie und in welchem Ausmaß sich richtungsweisende Impulse von Friedhart Klix auf meine wissenschaftliche Entwicklung und darüber hinaus in der Entwicklung der experimentellen Psychologie ausgewirkt haben und noch heute Aktualität besitzen. Dies soll aus meiner persönlichen Sicht anhand von drei Orientierungen erfolgen\, die Friedhart Klix mir in der ersten Phase meiner Tätigkeit nahe legte. Insbesondere will ich dabei verdeutlichen\, dass diese interdisziplinäre Sichtweise dazu führte\, das Methodenspektrum für die experimentelle Psychologie zu erweitern und damit fachliche Fortschritte und die Theorieentwicklung zu ermöglichen:\na) der Orientierung auf die Faktorenanalyse als einem multiplen statistischen Modell für die Aufklärung von Komponenten intelligenten Verhaltens und den daraus folgenden multivariaten und hierarchischen Ansätzen\,\nb) der Orientierung auf die strukturellen und semantischen Zusammenhänge\, die psychischem Verhalten und psychischen Prozessen zugrunde liegen und\nc) der Orientierung auf physiologische und neuronale Grundlagen psychischer Prozesse\, insbesondere die neurokognitive Modellierung.\nMit diesen Orientierungen wird gleichzeitig deutlich\, dass Friedhart Klix\, der als Psychologe auch Vorlesungen in Mathematik und Physiologie besuchte\, psychisches Geschehen systemisch als einen Prozess verstand\, der durch die interdisziplinären Verflechtungen mit den aktuellen Entwicklungen in der Informationstheorie\, der Kybernetik und den neuronalen Grundlagen des Verhaltens zu analysieren ist. Sein Buch „Information und Verhalten“ (1971) gilt bis heute als ein Standardwerk der experimentellen Psychologie und kennzeichnet die fundamentale Bedeutung von Information und (organismischer) Informationsverarbeitung für die Psychologie als Wissenschaft des Erlebens\, Verhaltens und seiner Entwicklung. Der Untertitel macht dies deutlich: „Kybernetische Aspekte der organismischen Informationsverarbeitung\, Einführung in naturwissenschaftliche Grundlagen der Allgemeinen Psychologie.“\nMit meiner Auswahl werden andere wesentliche Wirkungsfelder von Friedhart Klix hier ausgeblendet\, wie z.B. die von ihm initiierte Fachrichtung „Ingenieurpsychologie“ an der HU oder das von ihm mit initiierte internationale Netzwerk Man-Computer-Interaction-Research (MACINTER)\, das eine internationale Einbindung unserer Forschungsansätze ermöglichte. \n  \nVortrag Prof. Dr. Werner Krause: Gesetz und Experiment in der Psychologie“ – zum Gedenken an Friedhart Klix\, der am 13.10.2017 90 Jahre geworden wäre\n C.V.:\nProf. Krause ist Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1999. Nach dem Studium der Medizinischen Elektronik\, Radiologischen Technik und Theoretischen Physik an der Technischen Universität Ilmenau arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent am Hirnforschungsinstitut der Universität Leipzig und am Psychologischen Institut der Humboldt-Universität Berlin\, wo er 1969 promoviert wurde. Es folgten die Leitung der Abteilung Problemlösen am Zentralinstitut für Kybernetik und Informationsprozesse der Deutschen Akademie der Wissenschaften (später Akademie der Wissenschaften der DDR) sowie die Habilitation (1978) an der Humboldt-Universität. 1987 wurde er auf den Lehrstuhl Allgemeine Psychologie II der Friedrich-Schiller-Universität Jena berufen; 1990 bis 1992 war er dort Dekan; in der Zeit zwischen 1988 und 1992 hielt er zusätzlich Gastvorlesungen an den Universitäten Fribourg/Schweiz und Würzburg; 2003 wurde er emeritiert.\nNeben dem Buch „Denken und Gedächtnis aus naturwissenschaftlicher Sicht“ (Göttingen 2000) publizierte er zahlreiche Originalbeiträge zur menschlichen Informationsverarbeitung.\nAbstract:\nAusgehend von dem 1961 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena stattgefundenen Kolloquium  „Gesetz und Experiment in der Psychologie“ \, auf dem Friedhart Klix in seinem gleichnamigen Vortrag Entwicklungstendenzen für eine Theoretische Psychologie vorweggenommen hat\, wird sein wissenschaftlicher Werdegang skizziert\, der von einer spezifischen Komponentenanalyse über eine Prozessanalyse  bis hin zu modularen Einheiten der menschlichen Informationsverarbeitung\, den Universalien des Denkens reicht. Eine mentale Grammatik\, die die Einheiten verknüpft\, bleibt als Aufgabe für die nächste Generation.\nAm Ende seines Lebens packte er noch einmal große Themen an: die evolutionäre Begründung kognitiver Prozesse sowie die Herausbildung von Weltbildern in der Geschichte. Ein geplantes Buch\, das sich mit der Wandlung von Weltbildern in der Geschichte befassen sollte\, konnte er nicht mehr fertigstellen. \n  \nVortrag Prof. Dr. Heinz-Jürgen Rothe: Mensch-Maschine-Systeme in der Industrie 4.0.\nZur Aktualität der ingenieurpsychologischen Arbeiten von Friedhart Klix\nC.V.:\nProf. Rothe ist Arbeitspsychologe und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2009. Nach dem Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB) arbeitete er zunächst als Wissenschaftlicher Assistent unter Leitung von F. Klix im Bereich Grundlagen der Kybernetik am Zentralinstitut für Kybernetik und Informationsprozesse der Akademie der Wissenschaften der DDR und ab 1973 unter Leitung von K.-P. Timpe im Lehrbereich Arbeits- und Ingenieurpsychologie der Sektion Psychologie der HUB. Arbeitsschwerpunkt war die menschliche Informationsverarbeitung bei der Mensch-Maschine-Interaktion. 1977 wurde er mit einer Arbeit über Analysen der Informationsaufnahme in simulierten Leitständen promoviert. Nach einer zweijährigen Beratertätigkeit an der Psychologischen Fakultät der Universität Havanna (1983-1985) konzentrierte sich seine wissenschaftliche Arbeit auf methodische Zugänge zur Erfassung und Repräsentation von Expertenwissen im Vorfeld der Entwicklung wissensbasierter Systeme. 1991 habilitierte er sich an der Universität Kassel. Nach Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Kassel\, Leipzig und Trier wechselte er 1995 an das neu gegründete Institut für Psychologie der Universität Potsdam. Neben der Fortsetzung seiner Arbeiten zur Diagnose berufsspezifischen Wissens bei Arbeitspersonen hat er sich an den von A.-M. Metz geleiteten Forschungsarbeiten zur Analyse psychischer Belastungen in Arbeitsprozessen und zum betrieblichen Gesundheitsmanagement beteiligt.\nAbstract:\nMit dem Schlagwort Industrie 4.0 wird eine in den Industrieländern beginnende technisch-technologische Entwicklung bezeichnet\, die durch die Verknüpfung von Informations- und Kommunikationstechnologien mit Produktionsprozessen charakterisiert ist und zu einer weiteren Automatisierung von Arbeitssystemen führen wird. In sog. cyber-physischen Systemen werden immer mehr bisher von Menschen ausgeführte Informationsverarbeitungsprozesse und daraus resultierende Eingriffshandlungen in reale Prozesse von technischen Komponenten übernommen. Beim Menschen verbleiben aber Überwachungs- und Kontrollfunktionen. Ausgehend von diesem Entwicklungsprozess wird im Beitrag dargestellt\, dass Friedhart Klix bereits 1971 auf der Grundlage einer differenzierten Analyse der damals in verschiedenen industriellen Bereichen zu findenden automatisierten Arbeitssysteme das Gemeinsame der Arbeitssituationen in Bezug auf die Anforderungen an den Menschen herausgearbeitet hat. Aus ingenieurpsychologischer Sicht charakterisierte er unabhängig vom Automatisierungsgrad die Arbeit als Mensch-Maschine-Interaktion. Die Definition von Mensch-Maschine-Systemen trifft auch für die Arbeit in und mit cyber-physischen Systemen zu. Im Weiteren wird dann an Hand von zwei konstitutiven Definitionsaspekten deren Relevanz für gegenwärtige Forschungen diskutiert:\n(1) Die grundlegenden Erkenntnisse\, dass menschliches Verhalten „den Gesetzen der gesellschaftlich geformten organismischen Informationsverarbeitung unterliegt“ und technische Systeme „physikalischen Gesetzen der elektronischen Informationsverarbeitung“ folgen\, werden hinsichtlich der Rolle von Computern mit künstlicher Intelligenz in cyber-physischen Systemen erörtert.\n(2) Die Erkenntnis\, dass Mensch und Maschine „für die Zeit ihrer Verbindung wechselseitig Information in kodierter Form aufnehmen“\, führt zu der Frage nach den Möglichkeiten zur Optimierung des Informationsaustausches\, die eingeschränkt auf die Informationsdarbietung für den Menschen betrachtet wird.\nWährend zu (1) mehr offene Probleme als Antworten vorliegen\, sind zu (2) bereits umfangreiche Forschungen durchgeführt worden. Im Beitrag wird gezeigt\, dass die theoretische Basis dieser Forschungen die zweistufige Kodierungstheorie von Friedhart Klix darstellt. Danach werden auf der ersten Stufe technisch-technologische Prozessmerkmale in physikalische Zustandsänderungen (Kodes) umgesetzt\, die auf der 2. Stufe in der Lage sind\, Erregungsvorgänge in den Rezeptorfeldern der Sinnesorgane hervorzurufen. Aus dem Gedächtnis muss der Mensch dann die vorher erlernte Bedeutung der Kodezeichen abrufen und daraus die realen Prozessmerkmale erschließen. Im Ergebnis von Simulationsexperimenten wurden zur Übermittlung von Informationen an den Menschen sowohl visuelle als auch akustische Kodes entwickelt und Richtlinien für deren Gestaltung zur Gewährleistung einer schnellen und fehlerfreien Wahrnehmbarkeit erarbeitet. Diese beziehen sich auf die 2. Kodierungsstufe. Neue Erkenntnisse zur Umsetzung des Industrie- 4.0-Konzeptes kann die Ingenieurpsychologie aber nur erbringen\, wenn sie sich in ihren künftigen Forschungen zur Optimierung des Informationsaustausches in Mensch-Maschine-Systemen auf die 1. Kodierungsstufe im Klix´schen Sinne konzentriert. Dazu werden abschließend im Beitrag Vorschläge zur Diskussion gestellt. \n  \nVortrag Prof. Dr. Erdmute Sommerfeld: Die Klix-Operationen und Prozeduren: anforderungsinvariant  und mathematisch exakt\nC.V.:\nFrau Prof. Sommerfeld ist Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2004. Nach dem Studium der Physik an der Technischen Hochschule Magdeburg arbeitete sie von 1969 bis 1991 an der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin\, später Akademie der Wissenschaften der DDR\, am Zentralinstitut für Kybernetik und Informationsprozesse – mit dem Forschungsschwerpunkt „Mathematisch-psychologische Elementaranalyse der menschlichen Informationsverarbeitung“ (Promotion 1979 zum Dr. rer. nat.). Von 1985 bis zur Abwicklung der Akademie der Wissenschaften leitete sie die Abteilung “Mathematische Modellierung und Simulation kognitiver Prozesse”\, danach die Projektgruppe “Mathematische Psychologie” im Rahmen des Wissenschaftler-Integrations-Programms (WIP). Sie hielt Gastvorlesungen  an den Universitäten  Jena\, Bochum\, Braunschweig und Leuven (Belgien). Nach der Habilitation an der Humboldt-Universität zu Berlin 1993 war sie wissenschaftliche Oberassistentin am Institut für Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 1994 erhielt sie den Ruf auf die Dozentur “Methoden der Psychologie” der Universität Leipzig und wurde 2003 zur Außerplanmäßigen Professorin ernannt.\nIn der International Society for Psychophysics war sie die Vorsitzende des Programm- und Organisationskomitees für den “Fechner Day 2001” in Leipzig – das Internationale Symposium zu Ehren des 200. Geburtstages von G. Th. Fechner\, dem Begründer der Psychophysik und Wegbereiter für die experimentelle Psychologie.\nSie publizierte das Buch „Kognitive Strukturen“ (Münster\, New York\, 1994) sowie zahlreiche Fachartikel zur Modellierung und Analyse kognitiver Strukturen und Prozesse.\nAbstract:\nAusgangspunkt  ist die Menge der kognitiven Operationen und Prozeduren\, die Friedhart Klix in elementaren Wahrnehmungsprozessen bis hin zu komplexen Problemlösungsprozessen empirisch aufgezeigt hat (1990\, 1992). Darüber hinaus hat er diese Denkoperationen durch ihre evolutionäre Herausbildung begründet (1993). Sie stellen Basisprozesse in der menschlichen Informationsverarbeitung dar.\nIm Vortrag werden kognitive Operationen von der theoretisch- systematischen Seite her definiert. Mit Hilfe des damit entwickelten  Modellansatzes zur Systematisierung und Formalisierung kognitiver Strukturtransformationen werden die Klix-Denkoperationen  systematisiert und mathematisch exakt beschrieben. Auf dieser Grundlage wird gezeigt\, dass Operationen\, die in der menschlichen Informationsverarbeitung empirisch besonders häufig auftreten\, generelle formale Eigenschaften besitzen – gekennzeichnet durch ausgezeichnete Veränderungen von Information und Struktur. Dabei werden formale Beziehungen aufgezeigt zwischen den Klix-Operationen  und Operationen aus Modellansätzen aus der Literatur sowie empirisch nachgewiesenen Operationen. Bei den bisher analysierten Operationen kann  gezeigt werden\, dass diese prinzipiell durch die Klix-Operationen und -Prozeduren ausgedrückt werden können.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/dezember-sitzung-des-plenums-der-leibniz-soztietaet/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20171109T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20171109T153000
DTSTAMP:20171024T141311Z
CREATED:20170716T083308Z
LAST-MODIFIED:20171024T141311Z
UID:13315-1510234200-1510241400@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:November-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche Plenar-Sitzung am 09. November 2017 durch zum Thema \nDie Russische Revolution 1917 in der Geschichtsschreibung\, besonders der russischen\, der letzten Jahrzehnte\nVortragender: Horst Schützler (Berlin) \nZeit: 13.30 bis 15.30 Uhr \nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Schützler studierte von 1954 bis 1958 Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er spezialisierte sich im Fachgebiet Geschichte der UdSSR.\nVon 1958 bis 1992 war er an der Fachrichtung bzw. Sektion Geschichte bzw. am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität in Lehre\, Forschung und Wissenschaftsorganisation als Assistent/Oberassistent\, ab 1971 als Dozent (1963 Promotion A\, 1978 Promotion B) und ab 1981 als ordentlicher Professor sowie 1979 bis 1990 als Leiter des Bereichs Geschichte der UdSSR und des sozialistischen Weltsystems tätig.\nEr lehrte\, forschte und publizierte zur Geschichte Russlands\, der Sowjetunion und der deutsch-russischen/sowjetischen Beziehungen. Studienaufenthalte in der Sowjetunion waren dazu hilfreich.\nThematische Schwerpunkte der letzten zwei Jahrzehnte waren die russische Historiographie zur Geschichte der Sowjetunion\, speziell zur Russischen Revolution 1917 und zur Darstellung des Großen Vaterländischen Krieges in der Geschichtsschreibung und Publizistik Russlands.\nProf. Schützler arbeitete in verschiedenen wissenschaftlichen Gremien sowie ehrenamtlich in gesellschaftlichen Funktionen\, so von 1980 bis 1990 als Vorsitzender der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft der Humboldt-Universität und zuletzt (bis März 2017) als Stellvertretender Vorsitzender der „Berliner Freunde der Völker Russlands e. V.“. Im April 2011 ehrte ihn der Präsident der Russischen Föderation\, Dmitri Medwedjew\, mit der Puschkin- Medaille.\nAbstract:\nDas Jubiläum der Russischen Revolution vor 100 Jahren steht derzeit mit vielen Veranstaltungen\, Publikationen und Medienbeiträgen im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Dabei fällt auf\, dass zumeist der Blick auf Russland\, das Geburtsland dieser Revolution\, unterbleibt. Was aber denkt\, diskutiert und schreibt man im heutigen Russland über diese Revolution und ihre weltgeschichtlichen Wirkungen?\nIm Rahmen genereller Betrachtungen zur Geschichtsschreibung wird dieser Frage schwerpunktmäßig nachgegangen. Dabei wird deutlich: Eine temporäre Rückbesinnung  auf die „Große Russische Revolution“\, in der Februar- und Oktoberrevolution sowie der Bürgerkrieg eingebunden sind\, steht in russischer Geschichtsschreibung und -betrachtung im Zeichen politisch gewollter „nationaler Aussöhnung“ zur Konsolidierung der Gesellschaft\, in der man eine Revolution nicht zulassen darf.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/november-plenarsitzung-der-leibniz-sozietaet/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20160707T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20160707T170000
DTSTAMP:20160624T142520Z
CREATED:20151222T144032Z
LAST-MODIFIED:20160624T142520Z
UID:10556-1467885600-1467910800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Leibniz-Tag 2016
DESCRIPTION:Das Plenum der Leibniz-Sozietät lädt ein zum traditionellen Leibniz-Tag 2016 für den 07. Juli 2016 nach Berlin. \nProgramm und Einladung \nGeänderter Ort: Archenhold-Sternwarte\, Alt-Treptow 1\, 12435 Berlin-Treptow
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/leibniz-tag-2016/
LOCATION:Berlin\, Archenhold-Sternwarte\, Alt-Treptow 1\, Berlin\, 12435
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20160609T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20160609T153000
DTSTAMP:20160520T145033Z
CREATED:20151222T143334Z
LAST-MODIFIED:20160520T145033Z
UID:10554-1465479000-1465486200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Juni-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt zu ihrer öffentlichen Plenarsitzung für den 09. Juni 2016 nach Berlin ein. Im Rahmen der \n\nVorlesung im Rahmen der Leibniz-Ehrung der Sozietät anlässlich des 300. Todestages des Gelehrten\n\nträgt\nHerr Prof. Dr. Dieter Hoffmann (Berlin)\nvor zum Thema \nDas Leibniz-Bild der Preußischen Akademie der Wissenschaften\n13.30 bis 15.30 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Hoffmann ist seit 1995 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte in Berlin\, seit 2014 im Ruhestand; als apl. Professor lehrte er auch an der Humboldt-Universität. Dort hat er auch von 1967 bis 1972 Physik studiert und auf dem Gebiet der Wissenschaftsgeschichte promoviert (1976) und sich habilitiert (1989).\nVon 1976 bis 1990 forschte er als Wissenschaftshistoriker an der Akademie der Wissenschaften der DDR in Berlin und war danach u.a. Stipendiat der Alexander-von-Humboldt-Stiftung und Mitarbeiter der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt. Er ist Mitglied der International Academy of the History of Science (2001)\, der Leopoldina\, Nationale Akademie der Wissenschaften (2010) und wurde mit der Ehrennadel der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (2010) ausgezeichnet.\nSein Forschungsschwerpunkt ist die Wissenschafts- und Physikgeschichte des 19. und 20. Jh.\, insbesondere die wissenschaftshistorische Biographik und die Genese wissenschaftlicher Institutionen. Berlin als herausragendes Zentrum von Wissenschaft und Technik spielt dabei eine zentrale Rolle. Ein anderer Forschungsfokus betrifft die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wissenschaftlicher Forschung in totalitären Regimen\, namentlich während des Dritten Reiches und in der DDR. \nAbstract:\nDie Preußische Akademie der Wissenschaften sah sich in der Tradition ihres Gründers Gottfried Wilhelm Leibniz\, und nicht zufällig ist seit 1812 eine der beiden öffentlichen Festsitzungen der Akademie nach diesem benannt.\nDer Vortrag wird anhand der auf dem Leibniz-Tag gehaltenen Festreden das dort vermittelte Bild des Akademiegründers analysieren und diskutieren\, in welchem Maße dieses Bild von den (politischen) Zeitläufen beeinflußt wurde und sich gewandelt hat. Der Schwerpunkt der Analyse wird dabei auf den ersten Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts liegen und insbesondere die Reden von Max Planck als beständiger Sekretar in den Mittelpunkt rücken.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/juni-sitzung-des-plenums-der-leibniz-sozietaet-2/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20160512T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20160512T153000
DTSTAMP:20160304T161835Z
CREATED:20151222T135042Z
LAST-MODIFIED:20160304T161835Z
UID:10547-1463059800-1463067000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Mai-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Am 12. Mai 2016 wird die öffentliche Sitzung des Plenums der Leibniz-Soztietät durchgeführt. Vorgetragen und zur Diskussion gestellt wird der Beitrag \nMalcolm Sylvers (MLS) \nTheodor Herzls politisches und soziales Denken: Zionismus und der unendliche Nahostkonflikt\n13.30 bis 15.30 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Sylvers ist Historiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2005. Nach dem Studium im Brooklyn College\, der University of Wisconsin\, der Sorbonne und der Universita’ degli Studi di Firenze lehrte er ab 1971 in Italien und seit 1982 an der Universita’ Ca’ Foscari Venedig\, wo er Ordentlicher Professor für Geschichte der USA bis zu seiner Emeritierung 2006 war.\nNach seinen ersten Publikationen über italienische Immigration in die USA und über die Rezeption von Antonio Gramsci arbeitete er über die Geschichte der Arbeiterbewegung der USA und über Thomas Jefferson. 2002 erschien Die USA- Anatomie einer Weltmacht. Zwischen Hegemonie und Krise (2002).\n1999 – 2005 arbeitete er mit an der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. 2006 lehrte er an der Freien Universität Berlin\, anschließend an der Universität Greifswald.\n2009 hielt er im Haus der Demokratie und Menschenrechte (Berlin) einen Vortrag über „Die Israel-Lobby in den USA“. 2014 veröffentlichte er zusammen mit Brigitte Domurath-Sylvers „Mythen und Kritik in der Ideengeschichte der USA. 25 Porträts“. \nAbstract:\nDie Briefe und Tagebücher Theodor Herzls zeigen ihn als Ideengeber und Gründer der zionistischen Bewegung und erklären gleichzeitig Grundlegendes über die Geschichte Palästinas.\nHerzl war einerseits\, mit seinem Bestreben nach einem ethnisch homogenen Nationalstaat\, der zunächst von Fremdherrschaft befreit werden müsse\, typischer Nationalist des 19. Jh. Andererseits lebten die Juden fast auf der ganzen Welt verstreut\, und war das Land\, das er schließlich für den Nationalstaat bestimmte\, schon seit mehr als einem Jahrtausend von einem anderen Volk mit anderer Geschichte und Religion bewohnt. Bis zu seinem Tod 1904 lehnte die überwiegende Mehrheit der Juden sein Projekt ab.\nDie Briefe und Tagebücher entdecken\, was Herzl über sein Volk\, über Antisemitismus und Judenverfolgung dachte\, wie er sich zwischen den rivalisierenden imperialistischen Mächten der Vorkriegszeit bewegt und auch\, welchen Blick er auf die Ansässigen in Palästina warf. Aus dieser Quelle erschließt sich\, dass und in welcher Weise Zionismus eine Variante dessen ist\, was man in den USA\, Kanada\, Australien und Südafrika als „white settler colonialism“ bezeichnet.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/mai-sitzung-des-plenums-der-leibniz-sozietaet-3/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20160428T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20160428T183000
DTSTAMP:20160402T105613Z
CREATED:20151222T133733Z
LAST-MODIFIED:20160402T105613Z
UID:10544-1461837600-1461868200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Jahrestagung 2016 der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Das Plenum der Leibniz-Sozietät führt seine April-Sitzung 2016 als \nJahrestagung 2016\nzum Thema: \nGottfried Wilhelm Leibniz:\nEin unvollendetes Projekt\nVeranstaltungsflyer \n10.00 bis 17.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/jahrestagung-2016-der-leibniz-sozietaet/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20160310T130000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20160310T170000
DTSTAMP:20160228T091132Z
CREATED:20151221T141914Z
LAST-MODIFIED:20160228T091132Z
UID:10532-1457614800-1457629200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:März-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät findet als Leibniz-Forum satt\, veranstaltet in Kooperation mit dem Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP)\, der Klinik für Hämatologie\, Onkologie\, Tumorimmunologie und Palliativmedizin im HELIOS Klinikum Berlin-Buch sowie dem BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch zum Thema: \nMöglichkeiten\, Grenzen und Perspektiven der individualisierten Medizin am Beispiel der Onkologie\nProgramm \nWeitere Informationen \n10. März 2016; 13.00 bis 17.00 Uhr \nOrt: Medizincampus Berlin-Buch\, Max Delbrück Communications Center (Axon 2)\, Robert-Rössle-Straße 10\, 13125 Berlin
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/maerz-sitzung-des-plenums-der-leibniz-sozietaet/
LOCATION:Forschungscampus Berlin-Buch; Max Delbrück Communications Center (MDC.C\, C83)\, Axon 2\, Robert-Rössle-Straße 10\, Medizincampus Berlin-Buch\, Robert-Rössle-Straße 10\, Berlin\, 10125
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=UTC:20160128T100000
DTEND;TZID=UTC:20160128T120000
DTSTAMP:20160122T104317Z
CREATED:20150726T143150Z
LAST-MODIFIED:20160122T104317Z
UID:9750-1453975200-1453982400@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Januar-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt für den 28. Januar 2016 zur Januar-Plenarsitzung ein. Es wird der Vortrag gehalten und diskutiert: \nHans Poser (Berlin) \n1. Vorlesung im Rahmen der Leibniz-Ehrung der Sozietät anlässlich des 300. Todestages des Gelehrten:\nAufklärung top down. Leibniz und die Prinzenerziehung.\n10.00 bis 12.00 Uhr; Ort: Einstein-Newton-Kabinett\, WISTA GmbH\, Rudower Chaussee 17\, 12489 Berlin \nC.V.:\nProf. Poser legte nach dem Studium der Fächer Mathematik\, Physik und Philosophie in Tübingen und Hannover 1964 mit einer Zulassungsarbeit auf dem Gebiet der Geometrie das Staatsexamen ab. Von da ab widmete er sich vorzugsweise der Philosophie und wurde in diesem Fach 1969 mit einer Arbeit über das Denken von Gottfried Wilhelm Leibniz promoviert. Diesem großen deutschen Philosophen gilt seitdem sein besonderes Augenmerk. Zwei Jahre später folgten die Habilitation und eine Tätigkeit als Dozent an der Technischen Universität Hannover. 1972 wurde er an die Technische Universität Berlin berufen und lehrte dort bis zu seiner Emeritierung (2005) als ordentlicher Professor für Philosophie. Zudem nahm er vielfach Gastdozenturen und -professuren wahr\, die ihn in eine Anzahl von Ländern in den Kontinenten Afrika\, Asien\, Süd- und Nordamerika und Europa führten.\n Prof. Poser war und ist tätig als Gutachter für die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD)\, als Mitglied der Interakademischen Leibniz-Kommission der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und als Mitglied des Comite Directeur der Federation Internationale des Societes de Philosophie (FISP). Von 1994 bis 1996 saß er der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland (die heute den Namen Deutsche Gesellschaft für Philosophie trägt) als Präsident vor. Er war Mitherausgeber nicht nur von Sammelbänden\, Festschriften und Kongressbänden\, sondern auch diverser Fachperiodika\, unter anderem der Studia Leibnitiana und der Allgemeinen Zeitschrift für Philosophie.\n Sein besonderes fachliches Interesse gilt den Gebieten neuere Philosophiegeschichte von Descartes bis Schelling\, Wissenschafts- und Technikphilosophie sowie Modaltheorie und Philosophie der Mathematik. \nAbstract:\nSich 300 Jahre nach Leibniz mit dessen pädagogischen Vorstellungen\, gar zur Prinzenerziehung\, beschäftigen zu wollen\, scheint arg anachronistisch zu sein. Leibniz mag Meriten haben\, die bis in die Gegenwart reichen – seine Infinitesimalrechnung\, seine Binärzahlarithmetik\, seine Logik\, seine Überlegungen zur Reform des Rechts… Aber zur Pädagogik? Doch Leibniz war selbst Erzieher\, nämlich des jungen Philipp Wilhelm von Boineburg\, den er nach Paris begleitete; wichtiger aber ist – neben zwei unfertigen Entwürfen zur Erziehung der Jugend – als einzige vollendete Schrift jene zur Prinzenerziehung\, seine Lettre sur l’Education d’un Prince. Prinzenerziehung war ein zentrales Anliegen der Höfe des 17. und 18. Jahrhunderts\, doch anders als die üblichen Fürstenspiegel war Leibnizens Vorschlag wesentlich moderner – so modern\, dass er zwar gern gelesen\, aber wohl nirgends befolgt wurde. Umso lohnender ist es\, ihn als Aufklärung top down zu betrachten. \nInformation:\nEbenfalls am 28.01.2016 findet statt die nichtöffentlichen Sitzungen:\n13:00 Uhr bis 14:00 Uhr: nichtöffentliche Klassensitzungen;\n14:00 Uhr bis 16:30 Uhr: nichtöffentliche Jahresgeschäftssitzung
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/januar-sitzung-des-plemums-der-leibniz-sozietaet/
LOCATION:WISTA GmbH\, Rudower Chaussee 17\, WISTA GmbH\, Rudower Chaussee 17\, Berlin\, 12489
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
END:VCALENDAR