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DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät\, Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDonnerstag\, den 11. Mai 2023: 13:30–15:30 Uhr\, \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Link zu der Veranstaltung ist folgender:\nhttps://us02web.zoom.us/j/84391947951?pwd=aWhxWEF0Y2MwaTJOU1VsTjFVeFp3UT09\nMeeting-ID: 843 9194 7951  –  Kenncode: 393887 \nVortrag: \nGert Wörheide (LMU München) \nKorallenriffe: Ein Ökosystem in Gefahr\nAbstract: \nKorallenriffe gehören zu den artenreichsten Lebensräumen auf unserem Planeten und übernehmen vielfältige wichtige ökologische und sozioökonomische Funktionen (z. B.\, Artenvielfalt\, Küstenschutz\, Fischerei\, Tourismus\, „Blaue Apotheke“) – mehr als eine halbe Milliarde Menschen sind direkt von Korallenriffen abhängig. Allerdings sind insbesondere die tropischen Warmwasserriffe stark bedroht\, weit mehr als 30% gelten bereits als verloren. Vor allem die Erhöhung der Meerestemperatur in den letzten Jahrzehnten im Zusammenspiel mit Überfischung und Verschmutzung der Meere\, u. a. durch Plastikmüll\, gelten als Hauptfaktoren\, die marine Lebensräume und insbesondere Korallenriffe in eine unsichere Zukunft führen. Werden wir diesen Schatz für nachfolgende Generationen bewahren können? \nVita: \nProf. Dr. Gert Wörheide ist Lehrstuhlinhaber für Paläontologie und Geobiologie an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München sowie Direktor der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie und des Paläontologischen Museums in München. Er promovierte Anfang 1998 an der Universität Göttingen und kehrte 2002 nach einem PostDoc am Queensland Museum und der University of Queensland in Brisbane (Australien) als Juniorprofessor für Molekulare Geobiologie nach Göttingen zurück. Im Jahr 2008 folgte er dem Ruf auf den Lehrstuhl an der LMU München. Er diente der Fakultät für Geowissenschaften der LMU von 2011 bis 2021 als Dekan und Prodekan. 2013 war er Mitbegründer des internationalen Masterstudiengangs “Geobiology & Paleobiology” an der LMU. Seit 2019 ist er gewähltes Mitglied der Academia Europea\, der Europäischen Akademie der Wissenschaften. Die Forschungen seiner Arbeitsgruppe konzentrieren sich auf die Biodiversität und Evolution tropischer Korallenriff-Organismen und ihrer Symbionten\, sowie auf die Evolution der Biomineralisation\, mit besonderem Fokus auf Schwämmen und (Okto)Korallen. Er hat mehr als 200 Artikel in führenden internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht. \nMehr zur Forschung von Gert Wörheide findet sich unter http://www.geobiology.eu
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DESCRIPTION:Donnerstag\, den 13. April 2023 \n13:30–15:30 Uhr\, Plenum der Leibniz-Sozietät\, Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/62894295898?pwd=QXF4M2NLTk9CejcwdVFIQ1h1M3Btdz09\nMeeting-ID: 628 9429 5898 \n\nVortrag: \nClaudia Stolle (MLS) \nWie hoch reicht die Atmosphäre und wo beginnt der Weltraum?\nAbstract: \nMeteorologie\, ja natürlich\, die brauchen wir\, weil Wettervorhersagen für die untere Atmosphäre\, die Troposphäre\, eine wichtige Komponente in unserem Leben sind\, vom Privaten ins Arbeitsleben. Aber auch\, weil die Bewertung von Extremwetterereignissen im Klimawandel an Gewicht gewinnt. Die Bedeutung der Meteorologie geht jedoch noch viel weiter\, bis an die Grenze\, bei der die Atmosphäre auf den Weltraum trifft\, in ca. 100 km Höhe\, und sogar bis in den Weltraum hinein. Es kann beobachtet werden\, dass unser Wetter “hier unten”\, das Wetter “da oben” signifikant mitbestimmt\, also die Atmosphäre zwischen unten und oben gekoppelt ist. Auch Langzeitveränderungen\, in Form einer deutlichen Abkühlung\, sind in diesen Höhen messbar. Somit ist diese Region auch ein wichtiger Klimaindikator. Auf der anderen Seite hat die solare Strahlung zusammen mit unserem Erdmagnetfeld dort direkten Einfluss\, und bringt die Luft zum Glühen. Gerade in einer Zeit der wachsenden gesellschaftlichen und kommerziellen Nutzung des Weltraumes\, zum Beispiel durch Satelliten für Kommunikation und Fernerkundung\, müssen wir die Verbindung Atmosphäre-Weltraum besser verstehen lernen. \nVita: \nClaudia Stolle hat 1998 ihr Vordiplom in Meteorologie an der Universität Leipzig und im Jahr 2000 ihr Diplom im Thema “Ozean\, Atmosphäre und Umwelt” an der Universität Toulouse III und am CNRS in Toulouse absolviert. Sie war zwischen 2000 und 2004 Promotionsstudentin am Institut für Meteorologie an der Universität Leipzig\, wo sie 2005 zum Thema “Tomographie in der Ionosphären” promovierte. In dieser Zeit verbrachte sie drei Monate\, gefördert durch ein Marie-Curie-Stipendium der EU\, am Sodankylä Geophysical Observatory in Nordfinnland. Zwischen 2004 und 2010 verbrachte sie ihre Postdoc-Zeit am GFZ Potsdam und befasste sich mit den Veränderungen des Erdmagnetfeldes durch ionosphärische Ströme. 2010 bis 2013 war sie Wissenschaftlerin an der Technischen Universität Dänemark in Kopenhagen\, wo sie mit einem Netzwerk von geomagnetischen Bodenstationen in Grönland arbeitete und die Vorbereitung der ESA Swarm Satelliten-Mission mit begleitete. 2013 wechselte sie an das GFZ Potsdam als Leiterin der Sektion Geomagnetismus und Professorin für Geomagnetismus an der Universität Potsdam\, wo sie das DFG-Schwerpunktprogramm “Dynamic Earth” leitete. Seit 2021 ist Claudia Stolle Direktorin des Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik und Professorin für Atmosphärenphysik an der Universität Rostock. In 2022\, erhielt sie die Auszeichnung der “William B. Hanson Lecture” durch die American Geophysical Union. Im gleichen Jahr wurde sie Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.
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DESCRIPTION:Andrea Komlosy (MLS) \nKo-Referent: Thomas Kuczynski (Berlin) \nZeitenwende: Aufbruch ins kybernetische Zeitalter \n13.30 bis 16.00 Uhr \nOrt: Rathaus Friedrichshagen \nauch in Zoom. \nAbstract \nDie Wiener Wirtschaftshistorikerin Andrea Komlosy (MLS) erläutert die Thesen ihres neuen Buches\, indem sie die stattfindenden Umbrüche unseres Zeitalters in Theorien zyklischer ökonomischer Wellen (Kondratieff\, Schumpeter\, Wallerstein) sowie eines hegemonialen Wandels (vom transatlantisch-amerikanischen zum pazifisch-chinesischen) einordnet. \nMit der flächendeckenden Nutzung von Informationstechnologien ist der Mensch in das kybernetische Zeitalter eingetreten\, da damit die Steuerung und Regelung mittels Rückkopplungseffekten möglich geworden ist. Der menschliche Körper liefert dafür die Verhaltensdaten. Er wird im Arbeitsprozess und im Alltag mit der Maschine synchronisiert. Durch die Covid-Pandemie wurde diese Entwicklung nochmals enorm beschleunigt. Der Vortrag bettet die Zeitenwende vom industriellen zum kybernetischen Zeitalter in die großen Krisen und Übergänge der Menschheitsgeschichte ein. \nAls Ko-Referent wird der Berliner Wirtschaftshistoriker Thomas Kuczynski dazu Stellung nehmen. \nCV \nAndrea Komlosy\, Studium der Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Wien und am Institut für Höhere Studien Wien\, Promotion 1984\, Habilitation 2002\, lehrt am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien\, seit 2023 im „Ruhestand“. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Fragen zu ungleicher Entwicklung in lokalen\, regionalen\, nationalen und globalen Kontexten sowie globale Arbeitsgeschichte. Sie ist Vorsitzende des Vereins für Geschichte des Weltsystems und Mitherausgeberin der „Zeitschrift für Weltgeschichte“ (ZWG). Jüngst erschienen: „Zeitenwende. Corona\, Big Data und die kybernetische Zukunft“ (2022) sowie (gemeinsam mit Klemens Kaps) Hg. „Immanuel Wallerstein und die Rezeption der Weltsystem-Analyse im deutschen Sprachraum (ZWG-Schwerpunkt 22\, 1+2\, http://www.vgws.org/index.php?article_id=1) \n 
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DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät\, \nOrt: BVV-Saal im Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, 10551 Berlin \nDonnerstag\, den 9. Februar 2023 – 13:30–15:30 Uhr\, \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/61418120784?pwd=OGovWWNLcGJKTlZDdlFwemhiVXg4UT09\nMeeting-ID: 614 1812 0784\n \n  \nVortrag: \nDetlev Möller (MLS) \nGeschichte der atmosphärischen Chemie des Sauerstoffs\nAbstract: \nVor einem Vierteljahrtausend wurde das Gas Sauerstoff (O2) entdeckt: 1772 von Scheele (genannt „Feuerluft“) und unabhängig von ihm 1774 von Priestley (genannt „dephlogisticated air“). Aber erst Lavoisier erkannte durch Wiederholung aller bisherigen Experimente die grundlegende chemische Bedeutung des Sauerstoffs\, gab ihm 1780 den Namen oxygéne und baute unter Einbeziehung der gewonnenen Erkenntnisse das Fundament der „modernen“ Chemie auf. Im Vortrag wird zunächst auf die Vorgeschichte der Entdeckung des Sauerstoffs eingegangen; die Untersuchung der Gase und die Phlogiston-Theorie. Sauerstoff stand lange Zeit für die „Luftgüte“. Eudiometrie (Messung des Sauerstoffgehaltes der Luft als Güteprobe) und erste Luftanalysen spielten eine wichtige Rolle. Erste Versuche der Reaktion zwischen Sauerstoff und Wasserstoff (Cavendish\, Watt) werden vorgestellt und auf die „water controversy“ des 19. Jahrhunderts wird eingegangen. Sauerstoff existiert in der Atmosphäre auch als Ozon (O3)\, entdeckt von Schönbein im Jahr 1839. Der lange Weg bis zur Klärung seiner Konstitution (Houzeau\, Andrews\, u.a.)\, seine Eigenschaften und die Rolle in der Atmosphäre werden im Vortrag gleichfalls beschrieben. Der Vortrag geht ebenfalls auf die Themen Ozonometrie\, Ozon und Gesundheit\, Bildung und Zerfall ein. Die Irrtümer und Erkenntnisse des 19. Jahrhunderts werden gegenübergestellt. Die wichtigsten Entdeckungen des 20. Jahrhunderts zum Sauerstoff werden beschrieben; die Ozonschicht\, die Klimatologie des Ozons\, die Bildung bodennahen Ozons\, der Anstieg des bodennahen Ozons und die Abnahme des stratosphärischen Ozons („Ozonloch“). Abschließend wird darauf eingegangen\, wie wichtig das Wissen um die Forschung unserer wissenschaftlichen Vorgänger für gegenwärtige Forscher ist – um Irrtümer und unnötige Wiederholungen zu vermeiden sowie um die „richtigen“ Fragen zu stellen. \nVita: \nDetlev Möller studierte Chemie an der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB) mit nachfolgendem Forschungsstudium und der Promotion 1972. Anschließend war er bis 1974 wissenschaftlicher Assistent an der HUB. Im gleichen Jahr wechselte er zur Akademie der Wissenschaften der DDR (AdW) in die Umweltforschung und begann seine Arbeiten zur Luftverunreinigung (Waldschäden) und Luftchemie (Schwefeldioxid\, Ammoniak\, Stickstoffoxide\, Niederschlagschemie und „saurer Regen“). Er gehörte zu den ersten Forschern in Europa\, die sich der Modellierung der Chemie in atmosphärischen Tropfen (Regen und Wolken) zuwandten. Ab 1989 folgten umfangreiche Forschungsarbeiten zum Ozon\, zum Wasserstoffperoxid sowie zur salpetrigen Säure und 1991 der Aufbau der wolkenchemischen Messstation auf dem Brocken\, die bis 2010 in Betrieb blieb.\nAb 1987 hielt Detlev Möller Vorlesungen an der HUB und ab 1991 an der Freien Universität Berlin (FUB). 1989 wurde er Abteilungsleiter an der AdW. Ab 1992 leitete er die Außenstelle Luftchemie der Fraunhofer-Gesellschaft in Berlin-Adlershof. 1994 erfolgte die Umhabilitation und Detlev Möller wurde Privatdozent im Bereich Meteorologie an der FUB. Zudem erhielt er einen Ruf auf die C4-Professur für Luftchemie und Luftreinhaltung an der Technischen Universität Cottbus. Er war als Gastwissenschaftler an wissenschaftlichen Einrichtungen in mehreren Ländern tätig\, so in Ungarn (1985)\, in der Sowjetunion (1989)\, in China (1998)\, in Frankreich (1999) und in Japan (2005). Er ist Alleinautor von vier Monographien und Autor verschiedener weiterer Publikationen. Seit 1997 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. Außerdem gehört er der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt und der Ungarischen Akademie der Wissenschaften an.
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DESCRIPTION:Wim Coudenys (MLS) \nRussia\, a country with a future… or a past?\nThe Russian invasion of Ukraine in February 2022 not only severely shook the world-order that had emerged after 1989-1991\, but equally re-established the image of Russia as the existential foe of Europe/the West. However\, it is Russia itself that most vehemently propagates this image as justification for its behaviour\, whereas the war goals in Ukraine remain undefined. The same applies to Russia itself: instead of projecting a future for the nation\, it relies on models from the past to justify the reigning regime and its politics. In this lecture\, I want to explore the origins of the Europe-Russia / East-West dichotomy\, how this transpired in 19th and 20th century Russian history\, and how a selective reading of the past prepared the ground for the present war. \nWim Coudenys is associate professor of Russian and European history at the University of Leuven (KU Leuven). He specializes in the fields of Russian historiography\, the Russian emigration and Belgian-Russian relations. His latest books include a biography of the Russian military attaché to Belgium during World War I (2017)\, a history of the Russian emigration in Belgium (2019) and Fallen Far from the Fatherland. Russian Victims of the First World War in Belgium (2022). He currently runs projects on the preservation of cultural heritage in the Russian emigration\, and on the relationship between Orthodox and Catholics in the Russian emigration.\nhttps://www.arts.kuleuven.be/english/our-staff/zap/wimcoudenys \nThis lecture will be given in English\, but you can ask your questions in German or Russian.
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DESCRIPTION:Sonia Combe (Centre Marc Bloch – Berlin\, Humboldt Universität) \nDie Loyalität zwischen Schweigen und Sprechen als soziales Verhalten von kritischen Marxisten in Gesellschaften sowjetischen Typs \n13.30 bis 16.00 Uhr \nOrt: Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87 \nAbstract\nAus Anlass des Erscheinens der deutschen Übersetzung ihres Buches « Loyal um jeden Preis. Linientreue Dissidenten im Sozialismus » (Ch. Link Verlag 2022) hält Sonia Combe am 8. Dezember 2022 einen Plenarvortrag in der Leibniz-Sozietät. Begleitet wird der Vortrag durch eine Lesung von Auszügen aus dem Buch und einem Gespräch mit der Übersetzerin Dorothee Röseberg.\nDas Phänomen der Loyalität wird am Beispiel der sogenannten “Linientreuen Dissidenten” analysiert. Mit diesem Oxymoron soll die Spannung zwischen Überzeugungen und Verhalten zum Ausdruck gebracht werden\, die eine Gruppe von Intellektuellen und Künstlern in der DDR charakterisierte. Die meisten dieser linientreuen Dissidenten waren Remigranten\, die dem politischen Regime als intellektuelle Stütze dienten. Sie traten innerhalb der Partei oder in Gremien wie dem Schriftstellerverband oder in der Akademie der Künste kritisch auf\, aber sie schwiegen im öffentlichen Raum\, nach außen und überlieferten der nächsten Generation eine “Ethik des Schweigens”\, mit der sie erst ganz am Ende des Regimes brachen. In der postkommunistischen Geschichtsschreibung gibt es nur wenige Studien über sie\, obwohl man die (wenn auch nur scheinbare) Stabilität der DDR erst verstehen kann\, wenn man ihre Rolle analysiert.\nDie Ergebnisse dieser Forschungsarbeit stützen sich sowohl auf die Auswertung von Archivquellen (von Partei\, Schriftstellerverband\, der Akademie der Künste\, Akademie der Wissenschaften und von Stasi-Akten) als auch auf Biografien\, Autobiografien und Romane. Schließlich wurden in den 1980er Jahren Interviews geführt\, deren Auswertung in das Buch einging. \nCV\nSonia Combe ist Historikerin der Zeitgeschichte. Sie promovierte 1981 an der Sorbonne. Bis 2017 war sie an der Université Paris-Nanterre und am CNRS tätig. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte bezieht sich auf das Verhältnis von Geschichtsschreibung und kollektiven Erinnerungen in osteuropäischen Gesellschaften. Nach dem Ende der sowjetisch dominierten Welt\, setzt sie sich mit der Umschreibung von Geschichte auseinander.\n2017 erschien ihr Buch « Ein Leben gegen ein anderes. Buchenwald und seine Nachgeschichte » (Neofelis Verlag)\, eine Reaktion auf die revisionistische Geschichtschreibung des Antifaschismus in der postkommunistischen Historiographie.\nIhre letzten Artikel (in Deutschland) sind : « Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte »  (BpB\, 6/4/2022) und « Die DDR auf der Anklagebank » (BpB\, 31/1/2022)\nHeute ist sie assozierte Wissenschaftlerin am Centre Marc Bloch (CNRS-Humboldt-Universität). \nzur Publikation: \nNeue Publikation: Sonia Combe: Loyal um jeden Preis. „Linientreue Dissidenten“ im Sozialismus. Aus dem Französischen und mit einem Nachwort von Dorothée Röseberg. Ch. Links Verlag\, Berlin 2022 – Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. (leibnizsozietaet.de)
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DESCRIPTION:10.00 bis 17.00 Uhr\nOrt: Archenhold-Sternwarte\, Einstein-Saal\, Alt-Treptow 1\, 12435 Berlin
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DESCRIPTION:Die Plenumsveranstaltung der Leibniz Sozietät der Wissenschaften zu Berlin findet am 12. Mai\, 13:30 Uhr im Historischen Ratssaal des Rathauses Friedrichshagen zu folgendem Thema statt: \nEin Dokument der Astronomie und der Kulturgeschichte.\nDie astronomische Uhr der Nikolaikirche Stralsund von 1394 \nReferent:  \n Jürgen Hamel (MLS) \n Abstract: \nDie astronomische Monumentaluhr in der Nikolaikirche Stralsund\, entworfen von Nikolaus Lilienfeld\, wurde am 6. Dezember 1394 geweiht. Sie zeugt nicht nur von genauer Kenntnis der Astronomie der Zeit\, sondern auch vom Umgang mit astronomischen Instrumenten. Die Uhr ist mit der Gestaltung des Zifferblattes mit künstlerisch meisterlichen Darstellungen bedeutender Gelehrter der Zeit sowie einer präzisen Wiedergabe der Himmelskreise und von Merksätzen aus Philosophie und Himmelskunde ein einzigartiges Werk der Astronomie und der Kulturgeschichte. \nCV: \nDr. phil. Jürgen Hamel studierte Philosophie und Geschichte in Leipzig und promovierte mit einer Arbeit zur Geschichte der Astrophysik. Viele Jahre war er tätig an der Archenhold-Sternwarte bei Prof. Dieter B. Herrmann. Seine Schwerpunkte sind die Geschichte der Astronomie im späten Mittelalter\, der Renaissance\, um 1800\, die Geschichte astronomischer Beobachtungsinstrumente und die Verbindungen zwischen Astronomie und Kulturgeschichte. Hamel war Mitherausgeber der gesammelten Werke von Copernicus und Kepler an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und arbeitete an zahlreichen Museen an der Konzipierung von Ausstellungen. \nIn neuerer Zeit wandte sich Hamel der Geschichte Pommerns im 13. bis 16. Jahrhundert zu. Er ist Mitherausgeber der Schriftenreihe „Acta Historica Astronomiae“ sowie Chefredakteur der Zeitschrift „Astronomie+Raumfahrt im Unterricht“ und der „Baltischen Studien“\, wissenschaftliches Jahrbuch für Geschichte Pommerns. \n 
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SUMMARY:April-Plenum
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin veranstaltet ihre öffentliche April-Plenarveranstaltung am 7. April 2022 mit einem Vortrag zum Thema \nZu weit\, zu hoch\, zu heiß\, zu kalt – wenn der Mensch an seine Grenzen kommt  \nVortragender: Prof. Dr. med. Hanns-Christian Gunga \nDie Veranstaltung findet in Zoom statt. \nAbstract: \nUmweltfaktoren (Luftdruck\, Luftfeuchtigkeit\, Temperatur\, Licht\, Gravitation) beeinflussen entscheidend den Bauplan und die Funktionsfähigkeit von Organismen einschließlich des Menschen\, vor allem extremen Umwelten. Dies wird im Vortrag anhand von Untersuchungen erläutert\, die unter terrestrischen und Mikro-g Bedingungen im All durchgeführt wurden. Es werden hierbei sowohl die physiologischen Veränderungen als auch psychische Probleme bedingt durch Isolation und Confinement (Beengtsein) behandelt. Ferner werden Lösungsmöglichkeiten zur Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit unter extremen Umweltbedingungen aufgezeigt und deren Bedeutung für die aktuelle klinische Medizin hervorgehoben. \nVita: \nProf. Dr. med. Dipl. geol. Hanns-Christian Gunga studierte Geologie-Paläontologie und Humanmedizin in Münster und an der Freien Universität Berlin (Diplom 1980\, Promotion 1989\, Habilitation 1997). Seit 2000 ist er Sprecher des Zentrums für Weltraummedizin und Extreme Umwelten an der Charité Universitätsmedizin Berlin\, seit 2004 Universitätsprofessor an der gleichnamigen Institution und Gastprofessor in China (Xi’an) und Chile (Antofagasta) tätig. Seit 2008 ist er Mitglied im Programmausschuss des DLR und z. Zt. in der Funktion des Vorsitzenden Forschung unter Weltraumbedingungen (FuW). Prof. Gunga war an mehreren Raumfahrtmissionen des DLR als PI und Co-PI beteiligt (D2\, MIR\, ISS)\, ist im Augenblick u. a. PI des laufenden Experiments “Circadian Rhythms” auf der ISS sowie PI im DFG Research Unit 2936 „Climate change and Health in Subsaharan Africa (SSA).
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SUMMARY:März Plenum
DESCRIPTION:Gerda Haßler (MLS)\nEmergenz\, Transformation und Obsoleszens von Begriffen und Methoden am Beispiel der\nGeschichte der Sprachwissenschaft \nOrt: \nDie Veranstaltung findet in Zoom statt. \nAbstract \nIn der Geschichte der Sprachwissenschaft tauchen ständig neue Begriffe und Methoden auf\, die für Eigenschaften des Objekts Sprache\, aber auch für neue Sichtweisen der Wissenschaftler stehen. Vielfach erscheinen diese Begriffe und Methoden jedoch nicht aus dem Nichts\, sondern haben eine lange\, mitunter sogar jahrhundertelange Vorgeschichte und werden durch eine besonders günstige Platzierung bei einem Autor prominent\, der damit – oft ungewollt – einen Referenztext geschaffen hat. Sobald der Referenztext rezipiert wird\, findet Transformation statt\, die wir als Anpassung an neue Zusammenhänge\, theoretische Kontexte und empirische Daten verstehen. Schließlich kann es auch zum Vergessen von Begriffen und Methoden kommen\, das in den letzten Jahren mit Blick auf mehrere Wissenschaftsdisziplinen untersucht wurde. Besonders interessant sind dabei die Gründe dieses Vergessens\, die in den vergessenen Begriffen und Methoden selbst (Vergessenspotential)\, aber auch beim Wissenschaftler als Subjekt liegen können (Vergessenwollen) oder von außen auferlegt sein können (Vergessenmachen). Der Prozess der Emergenz\, Transformation und Obsoleszenz liegt nicht in allen Fällen komplett vor\, vielfach lässt er sich jedoch als Bestandteil einer Art Spirale auffassen\, in der obsolet gewordene Methoden durch neue\, emergierende ersetzt werden. Diese Prozesse sollen zum Beispiel anhand des Begriffs des ‘Lautgesetzes’ aus der Methode der Junggrammatiker und des Begriffs der ‘Opposition’ aus der strukturellen Linguistik beschrieben werden. Abschließend können auch im Verlauf befindliche Prozesse und Neuerungen in der Linguistik unter dem Gesichtspunkt der Emergenz\, Transformation und Obsoleszenz betrachtet werden. \nDer Vortrag soll auch Anlass für die Frage sein\, ob vergleichbare Prozesse in anderen Wissenschaften festgestellt werden können. \nLink zum CV der Referentin: \nhttps://leibnizsozietaet.de/prof-dr-gerda-hassler/ \n  \nModeration Kerstin Störl
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SUMMARY:Ehrenkolloquium
DESCRIPTION:Kolloquium der Leibniz-Sozietät am 17.2.2022 zu Ehren der Sozietäts-Mitglieder \nW. Ebeling\, A. Jähne\, W. Kriesel und H.-J. Rothe \nOrt: Berlin\, Cedio-Konferenzraum\, Storkower Bogen \n1. Programm \n10.00 Uhr \nEröffnung  Gerda Haßler (Präsidentin der Leibniz-Sozietät) \nMusikalische Einführung \n10.30 Uhr \nModeration Gerhard Pfaff (MLS) \nLaudatio zum 80. Geburtstag von Armin Jähne Gerhard Banse (MLS) \nDer römische Donaulimes als UNESCO-Weltkulturerbe Andreas Schwarcz (MLS) \nDankesworte Armin Jähne (MLS) \nLaudatio zum 80. Geburtstag von Werner Kriesel Tilo Heimbold (Leipzig) \nEin Meilenstein der Automatik/Informatik – Industrielle Kommunikation auf der Sensor-Aktuator-Ebene Dietmar Telschow\, Tilo Heimbold\, Dirk Lippik (Leipzig) \nDankesworte Werner Kriesel (MLS) \n12.30 Uhr     Mittagspause \n14.00 Uhr \nLaudatio zum 85. Geburtstag von Werner Ebeling Lutz-Günther Fleischer (Vizepräsident MLS) \nStrukturbildung und Kipppunkte in Ökosystemen und Klima Ulrike Feudel (Oldenburg) \nDankesworte Werner Ebeling (MLS) \nLaudatio zum 75. Geburtstag von Heinz-Jürgen Rothe Erdmute Sommerfeldt (MLS) \nArbeitspsychologie im Spannungsfeld zwischen allgemeinpsychologischen Theorien\, interdisziplinären Bezügen und praktischem Nutzen Anna-Marie Metz (Potsdam) \nDankesworte Heinz-Jürgen Rothe (MLS) \nSchlusswort / Abschluss des Kolloquiums Gerda Haßler (Präsidentin der Leibniz-Sozietät) \n  \n2. Abstracts und Curriculum vitae \nDer römische Donaulimes als UNESCO-Weltkulturerbe \nAndreas Schwarcz (MLS) \nZusammenfassung: \nDer Donaulimes war traditionell einer der wichtigsten Abschnitte des römischen Grenzsystems. Er erstreckte sich über eine Gesamtlänge von 2888 km von Eining in Bayern bis zur Donaumündung am Schwarzen Meer. Seine strategische Bedeutung lag an der oberen und mittleren Donau im Schutz Italiens gegen Bedrohungen aus dem Norden\, an der unteren Donau im Schutz Griechenlands und Kleinasiens\, in der Spätantike dann speziell in der Sicherung Konstantinopels gegen Angriffe aus dem Barbaricum nördlich der Donau. Die Grundlagen dieses Befestigungsgürtels an einem der großen europäischen Hauptflüsse wurden bereits in den Anfängen des Prinzipats unter der Herrschaft des Augustus gelegt. Über die Jahrhunderte wurde er ausgebaut und umgestaltet\, an der oberen Donau gehalten bis zur Zeit der Herrschaft Odoakers\, an der unteren Donau mit einer letzten Befestigungsphase in der Zeit Kaiser Justinians I. und bis zur Ankunft der Slaven. Die Sicherung des Limes als UNESCO-Weltkulturerbe setzte mit der Anerkennung des Hadrianswalls in Großbritannien im Jahr 1987 ein. Im Jahr 2005 folgten der Obergermanisch-rätische Limes und die Anerkennung des gesamten Limes als erstes potentielles serielles Weltkulturerbe in seiner gesamten Länge von fast 6000 km in 20 Ländern. Damals begannen auch die ersten Vorarbeiten für die Einreichung des Donaulimes im Rahmen eines internationalen Projekts\, mit dem 2008 der Antoninuswall in Schottland erfolgreich eingereicht wurde. Seither laufen die Vorbereitungen in Bulgarien\, Deutschland\, Kroatien\, Österreich\, Rumänien\, Serbien\, der Slowakei und Ungarn. 2020 fiel die Entscheidung\, zunächst den oberen Donaulimes in Bayern\, Österreich und der Slowakei („western Segment“) einzureichen\, der am 30. Juli 2021 als UNESCO-WHS anerkannt wurde. Während auch in den anderen Donaustaaten die Einreichung weiter vorbereitet wird\, bereiten Deutschland und die Niederlande auch die Anerkennung des Limes am Oberrhein vor. \nKurz-CV: \nAndreas Schwarcz (*1952) studierte von 1971-1973 Wirtschafts- und Planungsmathematik an der TU Wien. In den darauffolgenden Jahren bis 1984 absolvierte er ein Doktoratsstudium für Geschichte\, Alte Geschichte und Anglistik sowie ein Lehramtsstudium für Geschichte und Anglistik an der Universität Wien. 1984 promovierte er mit einer Dissertation über Reichsangehörige Personen gotischer Herkunft. Von 1984-1997 war er als Universitätsassistent am Institut für österreichische Geschichtsforschung tätig. Am Ende dieser Zeit habilitierte er sich mit einer Arbeit aus dem Gebiet für Mittelalterliche Geschichte und Hilfswissenschaften. Gleichzeitig wurde er zum außerordentlichen Universitätsprofessor ernannt. In den darauffolgenden Jahren war er Stellvertreter des Direktors sowie Geschäftsführender Direktor des Institutes für österreichische Geschichtsforschung\, Mitglied des Gründungskonvents der Universität Wien\, Vorstand des Institutes für Geschichte der Universität Wien sowie Visiting Professor an der Georgetown University Washington D. C. (USA). Seit 2017 ist er im Ruhestand. \nAndreas Schwarcz ist seit 1999 Präsident der Freunde des Hauses Wittgenstein Wien und Präsident des Vereins für Gesellschaftswissenschaftliche Forschung. Im Jahr 2002 wurde er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. Zu seinen weiteren Mitgliedschaften und Funktionen zählen die des Vorsitzenden der Fachgruppe der Universitäts- und FachhochschullehrerInnen im Bund Sozialdemokratischer AkademikerInnen Österreich\, die des Mitglieds des Vorstands des Fördervereines des Volksbildungshauses Urania und die des Schriftführers im Vorstand der „Gesellschaft der Freunde der Österreichischen Akademie der Wissenschaften“ (ÖAW). Seine wissenschaftlichen Leistungen wurden mehrfach geehrt\, so mit der Kyrill und Method-Verdienstmedaille des Kulturministeriums der Republik Bulgarien und dem Orden „Der Reiter von Madara“ Zweiter Stufe in Silber der Republik Bulgarien. \n  \nEin Meilenstein der Automatik/Informatik – Industrielle Kommunikation auf der Sensor-Aktuator-Ebene \nDietmar Telschow\, Tilo Heimbold\, Dirk Lippik (Leipzig) \nZusammenfassung: \nDie digitale Kommunikationstechnik für industrielle Automatisierungssysteme gelangte seit den 1975er Jahren auf den internationalen Markt\, basierend auf den Netzwerken WAN sowie LAN der Informatik. Seit 1985 wurden am Lehrstuhl von Prof. Werner Kriesel in Leipzig Kommunikationssysteme für die Industrieautomation als eigenständig wirksame Strukturen verstanden und entwickelt\, später als Mehrebenen-System Field Area Network FAN eingeordnet unterhalb der WAN / LAN-Ebenen. \nIm Vortag werden hierzu die technischen Entwicklungsetappen der Automatik / Informatik dargestellt. Ausgehend von der Entwicklung erster (Einchip-) Mikroprozessoren in den 1970er Jahren und damit realisierbarer speicherprogrammierbarer Steuerungen (SPS) führte die Entwicklung zu lokalen Netzwerken und in der Folge zu einer eigenständigen Industriekommunikation in Mehrebenen-Strukturen für die Automation. An industriellen Beispielen\, beginnend bei TDC 2000 (Fa. Honeywell\, USA) über PROFIBUS/ PROFINET und der direkten Mitarbeit an der Entwicklung des Feldbussystems AS-Interface für die Sensor-Aktuator-Ebene werden im Vortrag die neuen Möglichkeiten vernetzter verteilter Intelligenz präsentiert. Eigenfunktionen\, Überwachung\, Diagnose und Therapiesteuerung mit adaptiven Algorithmen sowie Künstliche Intelligenz führen so zu einem Paradigmenwechsel bei Industrie 4.0 Anwendungen. \nIn zahlreichen (Buch-) Publikationen wurden die Ergebnisse der Grundlagenforschung bis zur Umsetzung in industriellen Anwendungen veröffentlicht. In 40-jähriger Arbeit des Teams Kriesel wurde ein Meilenstein der Industriekommunikation in praxisnaher Forschung und akademischer Lehre geschaffen\, der zusammen mit der Industrie weltweiten Masseneinsatz und Breitenanwendung erreichte\, sich zum Weltmarkführer entwickelte und gegenwärtig als AS-Interface in 2. Generation auf den Markt gelangt. \nKurz-CV: \nDietmar Telschow (*1956) studierte von 1974-1978 an der TH Magdeburg\, Sektion Technische Kybernetik und Elektrotechnik\, Fachrichtung Automatisierungstechnik mit Abschluss als Diplomingenieur. Danach begann er eine Industrietätigkeit im Chemieanlagenbau Leipzig/Grimma mit Delegation an den Industrie-Hochschul-Komplex der TH Leipzig und dortiger Forschungstätigkeit im Team von Werner Kriesel. Ab 1990 arbeitete er an der Grundlagen- und Industrieentwicklung sowie Weiterentwicklung des Sensor-Aktuator-Systems AS-Interface\, speziell an einem Erdschlusswächter\, an der Doppeladresserkennung und an einem adaptiven Busabschluss. Er ist Mitinhaber von Patenten und mitbeteiligt am Aufbau eines nach DIN EN17025 akkreditierten weltweit einzigen Prüflabors für alle elektrischen AS-Interface-Komponenten. In diesem Zusammenhang arbeitete er in zahlreichen Arbeitsgruppen der Nutzerorganisation „AS-International Association“ und entwickelte spezifischer Test- und Diagnose-Tools. \nAuch nach Gründung der HTWK Leipzig aus der TH Leipzig im Jahr 1993 setzte er seine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten fort. In diesem Rahmen erfolgten zahlreiche Publikationen zu industriellen Kommunikationssystemen in Buchform\, Fachzeitschriften und Kongressvorträgen. Nach 15-jährigem Einsatzerfolg von AS-Interface und erfolgreich abgeschlossener Grundlagenforschung leitete er als Ideengeber die Umsetzung durch die Industrie in eine 2. Generation ein. Damit gelang es\, digitale Übertragungstechniken in die industrielle Feldebene zu übertragen (aktuell Markteinführung). \n  \nStrukturbildung und Kipppunkte in Ökosystemen und Klima \nUlrike Feudel (Oldenburg) \nZusammenfassung: \nViele natürliche Phänomene werden durch die nichtlineare Wechselwirkung unterschiedlicher physikalischer\, chemischer oder biologischer Größen hervorgerufen. Diese Nichtlinearitäten führen dazu\, dass solche Systeme eine besonders komplexe\, teilweise nicht vorhersagbare zeitliche Dynamik hervorbringen oder die Fähigkeit besitzen\, spontan zeitliche\, räumliche oder raum-zeitliche Strukturen auszubilden. \nIm Mittelpunkt der vorgestellten Untersuchungen steht die Dynamik eines Systems\, das heißt dessen zeitliche bzw. raumzeitliche Entwicklung oft auch unter dem Einfluss äußerer Antriebskräfte wie z. B. dem Klimawandel. Die Dynamik kann dabei bei fixierten Umweltbedingungen ganz unterschiedliche Formen annehmen: Das System kann in ein Gleichgewicht kommen\, eine periodische oder quasiperiodische Bewegung ausführen oder auch durch eine chaotische Dynamik charakterisiert werden. Für ein räumlich ausgedehntes System würde man homogene Zustände\, wo alle Größen homogen im Raum verteilt sind\, zeitunabhängige inhomogene Verteilungen (stationäre Muster) oder raumzeitlich veränderliche Muster beobachten. \nVon besonderem Interesse sind jedoch plötzliche Änderungen der Dynamik\, wenn entweder die internen Parameter des Systems oder der äußere Antrieb so verändert werden\, dass kritische Schwellwerte überschritten werden. Betrachtet man als Beispiel aus der Umweltphysik den atlantischen Teil der thermohalinen Ozeanzirkulation – einer großräumigen\, durch Dichteunterschiede angetriebenen Zirkulation – dann kann diese z. B. im heutigen Zustand sein\, in dem permanent Wärme aus dem Süden in die nördliche Hemisphäre transportiert wird und dort an die Atmosphäre abgegeben wird oder aber in einem Zustand\, wo diese Zirkulation stark geschwächt ist oder gar zum Erliegen kommt. Ein Kipp-Übergang von dem einem in den anderen Zustand\, der langfristig mit einer Abkühlung des Klimas in West- und Nordeuropa verbunden wäre\, könnte auftreten\, wenn der Antrieb durch den globalen Klimawandel verändert würde. Ähnlich drastische Übergangsphänomene beobachtet man in Ökosystemen\, wo Klima- oder Landnutzungsänderungen zu einem Verlust von Arten oder gar zum Zusammenbruch ganzer Ökosysteme führen können. Gegenstand der Ausführungen ist es\, aufzuzeigen\, unter welchen Bedingungen ein solcher Übergang stattfinden würde und welche Mechanismen für diese Kippphänomene verantwortlich sind. \nKurz-CV: \nUlrike Feudel (*1957) studierte von 1976-1981 Physik an der Humboldt-Universität Berlin (HUB). In den folgenden Jahren war sie u. a. wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Wissenschaften der DDR und in einer Max-Planck-Gruppe an der Universität Potsdam. 1986 schloss sie ihre Promotion zum Dr. rer. nat. an der HUB und 1996 ihre Habilitation zum Dr. rer. nat habil. an der Universität Potsdam ab. Seit 2000 ist sie Universitätsprofessorin für Theoretische Physik/Komplexe Systeme am Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Von 2005-2007 war sie Direktorin des ICBM. Forschungsaufenthalte führten sie u. a. an die University of Maryland at College Park (USA)\, an die University of California at Santa Barbara (USA) und an die Eötvös Lorand Universität Budapest (Ungarn). Sie ist Editor von “Nonlinear Processes in Geophysics” und war lange Jahre Associate Editor von “Mathematical Biosciences and Engineering”. \nIm Laufe ihrer beruflichen Entwicklung wurde Ulrike Feudel immer wieder geehrt und für ihre wissenschaftlichen Leistungen ausgezeichnet\, so u. a. mit einem Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft\, der Burgers-Professur für Fluiddynamik der University Maryland at College Park\, dem Distinguished Scientist Fellowship der Akademie der Wissenschaften Ungarns und der Lewis Fry Richardson Medaille der European Geosciences Union. \n  \nArbeitspsychologie im Spannungsfeld zwischen allgemeinpsychologischen Theorien\, interdisziplinären Bezügen und praktischem Nutzen \nAnna-Marie Metz (Potsdam) \nZusammenfassung: \nArbeitspsychologie gilt im Kanon der Psychologie gemeinhin als „Angewandte“ Wissenschaft. Was aber wird „angewendet“? Im Beitrag wird zum Einen die notwendige Verankerung in und der mittelbare praktische Nutzen von allgemeinpsychologischen Erkenntnissen exemplarisch in Bezug auf die Forschungen von Heinz-Jürgen Rothe als langjährigem Mitarbeiter von Friedhart Klix dargestellt.\nZum anderen werden an ausgewählten Beispielen aus dem breiten Forschungsfeld zum Zusammenhang zwischen (Erwerbs-)Arbeit und Gesundheit die außerordentlichen Vorzüge trans- und interdisziplinärer Kooperation mit arbeitsmedizinischen\, physiologischen und epidemiologischen Disziplinen behandelt. An einem Beispiel wird demonstriert\, wie aus einer derartigen Synopsis über das Streben nach Erkenntnisgewinn hinaus die Transformation in unmittelbar praktisch nutzbare Analyse- und Interventionstools gelingen kann. \nKurz-CV: \nAnna-Marie Metz (*1940) promovierte nach ihrem Psychologiestudium und einer Aspirantur an der Humboldt-Universität Berlin 1968 mit einem psychophysiologischen Thema.  Von 1968–1990 war sie im Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie in der Arbeitsmedizin tätig\, seit 1970 am Zentralinstitut für Arbeitsmedizin der DDR in Berlin-Lichtenberg\, mit den Arbeitsschwerpunkten Entwicklung und Erprobung von belastungsmessenden Verfahren\, epidemiologische Studien zum Zusammenhang von psychischen Belastungen und Gesundheitszustand\, interdisziplinäre experimentelle Forschung zur Wirkung physikalischer Faktoren der Arbeitsumgebung auf Leistung und Befinden sowie psychophysiologische experimentelle Forschung (evozierte Potentiale der bioelektrischen Hirnaktivität) zu Bezugsystemen in der Wahrnehmung\, zur Aufgabenschwierigkeit und zum Arbeitsgedächtnis. \n1983 erfolgte die Habilitation an der Technischen Universität Dresden. Von 1990-1994 war Anna-Marie Metz am Zentrum für Arbeits- und Umweltmedizin Berlin tätig\, wobei sie neben den dortigen Lehrtätigkeiten auch Vertretungen an der TU Dresden\, der TU Berlin und der Universität Potsdam wahrnahm. Von 1995–2007 hatte sie eine Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie im Institut für Psychologie der Universität Potsdam inne. \n  \n(MLS = Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V.) \nFür das Kolloquium gelten die am 17.02.2022 aktuellen SARS-CoV2-Infektionsschutzmaßnahmen für Berlin (Stand 16.01.2022: 2G Plus). \n 
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SUMMARY:Februar-Plenarsitzung
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin veranstaltet ihre öffentliche Februar-Plenarveranstaltung am 10.02.2022 als ZOOM-Meeting mit einem Vortrag zum Thema \nBiopharmazeutika und Protein-Konjugate:\nNeue Ansätze für den gerichteten Wirkstofftransport \n  \nReferent: Prof. Dr. Christian P.  R. Hackenberger \nC.V: \nChristian P.  R. Hackenberger studierte Chemie an der Universität Freiburg und der UW Madison/Wisconson und promovierte an der RTWH Aachen. Nach einem Postdoc-Aufenthalt am Massachusetts Institute of Technology (MIT) gründete er 2005 als Emmy-Noether-Stipendiat eine eigene Forschungsgruppe an der Freien Universität Berlin. 2012 wurde er Leibniz-Humboldt-Professor für Chemische Biologie am Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie und der Humboldt-Universität zu Berlin. \nSeine Gruppe entwickelt chemische Strategien zur Funktionalisierung von Proteinen und Antikörpern mithilfe hochselektiver chemischer Reaktionen\, um proteinbasierte Therapeutika gegen Krebs\, Alzheimer und Virusinfektionen zu generieren. Er ist Mitbegründer des Münchner Unternehmens Tubulis\, das mit Technologien aus seinem Labor besser verträgliche Krebsmedikamente entwickelt. Im Jahr 2018 wurde Christian der Leonidas Zervas Award der Eurpean Peptide Society verliehen und im Jahr 2020 erhielt er als erster Empfänger den Falling Walls Breakthrough of the Year Award in den Life Sciences\, in Anerkennung seiner Beiträge zur Entwicklung von Biopharmazeutika der nächsten Generation. \nAbstract: \n Die Hackenberger Gruppe am FMP vereint Chemiker\, Biochemiker und Biophysiker\, um neue chemische und biochemische Methoden für die gezielte Modifikation von Peptiden\, Proteinen und Antikörpern zu entwickeln. Die so erhaltenen Biokonjugate werden für die Beantwortung biologischer Fragestellungen aus der Grundlagenforschung verwendet\, sie dienen gleichzeitig aber auch als neue Biopharmazeutika für pharmazeutische Anwendungen. \nIn meinem Vortrag werde ich einige ausgewählte Beispiele aus meinem Labor vorstellen\, die diesen Ansatz verdeutlichen. So gelang es uns kürzlich sowohl ein neues chemisches als auch ein enzymatisches Verfahren für die Herstellung von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (engl. Antibody-Drug-Conjugates\, ADCs) zu publizieren\, das neue für den Patienten besser verträgliche Medikamente für die Krebstherapie in Aussicht stellt und gleichzeitig zur Gründung des sehr erfolgreichen und mehrfach ausgezeichneten Unternehmens Tubulis® (www.tubulis.com) geführt hat. Des Weiteren konnten wir ein neues Verfahren beschreiben\, dass die Zellgängigkeit von Proteinen und Antikörpern ermöglicht und damit völlig neue Ansätze für den intrazellulären Wirkstofftransport aufweist. Ebenso gelang es uns in Zusammenarbeit mit fast allen wissenschaftlichen Institutionen in Berlin neuartige strukturell definierte Inhibitoren gegen Influenza-Viren auf Protein-Basis zu beschreiben. \n  \nDatum  und Veranstaltungsort: \n10. Februar 2022 – 13:30 – 16:00. \nDas Plenum wird als Zoom-Meeting durchgeführt:\nhttps://us02web.zoom.us/j/85657830272?pwd=TTQ1c2FIOGIxZVF3cThpUi9IaElrUT09\nMeeting-ID: 856 5783 0272\nKenncode: 849186
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SUMMARY:Leibniz-Tag 2021
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihren traditionellen öffentlichen Leibniz-Tag in diesem Jahr in etwas abweichender Form am 25. November 2021 in der Zeit von 10:00 bis 17:00 Uhr in Berlin durch. \nWeitere Details sowie den konkrete Veranstaltungsort entnehmen Sie bitte diesem Flyer. \nLebenslauf von Prof. Dr. phil. Dr. jur. Hansjürgen Garstka \nAbstract des Festvortrags
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SUMMARY:Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre öffentliche wissenschaftliche Plenarsitzung am 11. November 2021 in der Zeit von 13:30 bis 16:00 Uhr online durch zum Thema \nFuzzy Logic – neue methodische und sachliche Ansätze für die Analyse von Musik und anderen Künsten\nVortragender:   Prof. Dr. Hanns-Werner Heister (MLS) \n  \nAbstract: \n\nUm 1965 entwickelte Lotfi A. Zadeh die Fuzzy Logic im Kontext der Elektrotechnik als „Fuzzy-Set-Theorie“\, als Theorie der unscharfen Mengen. Neben Mengenlehre gingen vor allem Modallogik und mehrwertige Logiken\, Wahrscheinlichkeitstheorie und Informatik in das Konzept ein. Zadeh hatte von vorneherein eine interdisziplinäre Orientierung und sah Anwendungsmöglichkeiten nicht zuletzt in Kultur- und Geisteswissenschaften sowie Kunst. \n\n\nFuzzy Logic ist eine Logik des Nicht-Identität. Die zentrale Kategorie ist ‚Unschärfe‘. Sie wird gemäß einem ingenieursmäßigen Denken\, das Affinitäten zur Kunstproduktion hat\, real und materiell als unvermeidbar hingenommen\, ist aber methodisch-wissenschaftlich eingrenzbar und kann infinitesimal in Richtung Schärfe transformiert werden. Kunstspezifisch gibt es vier Hauptprinzipien (mit fünf Phänotypen) der Fuzzy Logic: Ähnlichkeit\, Schärfung 1. als Filterung und Schärfung 2. als Kristallisation\, Verwischung\, Variation. Ein neues\, kunstadäquates Konzept ist die Dialektik zwischen Schärfung und – bewusster – „Unschärfe“ durch die Verwischung. \n\n\nDiese Prinzipien und ihre oft enkaptischen Verflechtungen machen sich in allen Phasen des Kunstprozesses zwischen Einfall und Wirkung geltend. In allen Musikarten\, Klassik\, Jazz\, Pop\, Folklore durchläuft das ‚Werk‘ als dinghaft und zugleich prozesshaft drei Hauptphasen Produktion\, Reproduktion und Rezeption. Sie lassen sich differenzieren in dreizehn ‚Existenzformen‘ des Kunstwerks\, d.h. Verwandlungen des musikalischen Kunstwerks im Musikprozess. Das Werk erweist sich als ‚prozessierende Identität‘. \n\n\nDas gilt mutatis mutandis für alle Kunstwerke. Ich dekliniere sie hier im wesentlichen nur am Beispiel Musik durch. \n\nIch entwickle einige Aspekte der dialektischen Erscheinungen im Rahmen der Fuzzy Logic auch in historischer Dimension\, einschließlich der potentiellen Postulierung eines ‚Musical Turns‘ in den Wissenschaften und Überlegungen zu einer ‘Philosophie der Fuzzy Logic’. Das produktionsorientierte Denken der Fuzzy Logic kann sollte zu neuen Sichtweisen auf die Musik führen – und ebenso auf andere Künste. \nVita: \n\nHanns-Werner Heister\, *1946 in Plochingen am Neckar\, Prof. Dr. phil. habil. i.R.\, verheiratet\, fünf Kinder\, studierte Musikwissenschaft\, Germanistik und Indogermanistik/Linguistik in Tübingen\, Frankfurt a. M. und Berlin (Technische Universität)\, 1977 Promotion (bei Carl Dahlhaus)\, 1993 Habilitation an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg. 1971-1992 freiberufliche Tätigkeit bei verschiedenen bundesdeutschen Rundfunkanstalten\, Zeitungen und Zeitschriften. 1992-1998 Professor für Musikkommunikation und Musikgeschichte an der Musikhochschule „Carl Maria von Weber“ Dresden\, 1998-2011 Professor für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. \n\n\nForschungsschwerpunkte und Veröffentlichungen zu: Methodologie der Musikwissenschaft; Ästhetik\, Soziologie\, Anthropologie und Geschichte der Musik; politische\, populäre und Neue Musik\, Musik im Nazismus\, im Widerstand und im Exil; Musiktheaterästhetik und -geschichte; Medien und Institutionen der Musikkultur; Musik und: Bildende Kunst\, Literatur\, Tanzkunst\, Film\, Fernsehen\, Psychoanalyse\, Mathematik\, Kybernetik\, Fuzzy Logic\, Spiel\, Gartenkunst; Stadt- und Gartenkultur. \n\n\nUnter Anderem: Das Konzert. Theorie einer Kulturform (1983)\, Jazz (1983); Vom allgemeingültigen Neuen. Analysen engagierter Musik (2006); Hintergrund Klangkunst. Ein Beitrag zur akustischen Ökologie (2010); Music and Fuzzy Logic. The Dialectics of Ideas and Realizations in the Artwork Process (Studies in Fuzziness and Soft Computing\, ed. J. Kaprzyk\, Vol. 406) (2021); In Vorbereitung: Musik und Fuzzy Logic. Die Dialektik von Idee und Realisierung im Werkprozess\, erscheint Ende 2021; Tasten\, Telegraphie\, Telephonie. Musikalische Modelle und technisch-industrielle Medien\, erscheint 2022; Autowrack\, Pädagogik und Psalterium. Ungewöhnliche Musikinstrumente im Werk Hans Werner Henzes\, erscheint 2022. \n\n\nWeiteres unter www.Hanns-Werner-Heister.de. \n\n 
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SUMMARY:Leibniz-Tag 2021 - verschoben auf November 2021
DESCRIPTION:Der Leibniz-Tag 2021 kann zum geplanten Termin leider nicht stattfinden und wird auf den 25. November 2021 verschoben.  \nDer genaue Termin und der Veranstaltungsort werden rechtzeitig bekannt gegeben. \n  \nDie Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zum traditionellen öffentlichen \nLeibniz-Tag 2021\nam 01. Juli 2021. \nOrt: Archenhold-Sternwarte\, Einstein-Saal\, Alt-Treptow 1\, 12435 Berlin\nZeit: 10:00 Uhr bis 17:00 \nWeitere Details werden hier rechtzeitig bekannt gegeben
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SUMMARY:Wissenschaftliche Jahrestagung der Leibniz-Sozietät 2021- verschoben auf 02.09.21
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre \nWissenschaftliche Jahrestagung 2021\nam 03.06.2021 in der Zeit von 10:00 bis 16:00 Uhr durch zum Thema \nDas Wirken von Virchow und Helmholtz in und für Berlin\nWeitere Einzelheiten werden in Kürze hier bekannt gegeben. \nOrt: Langenbeck-Virchow-Haus\, Luisenstraße 58-59\, 10117 Berlin (wenn Präsenzmöglichkeit besteht)
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SUMMARY:Mai-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften - Videokonferenz
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre Mai-Plenarsitzung am 07.05. 2021 in der Zeit von 10.00 bis 16.00 Uhr gemeinsam mit dem Verein Brandenburgischer Ingenieure und Wirtschaftler e.V. (vbiw) Berlin durch zum Thema \nDie Energiewende 2.0: Im Fokus die Mobilität\nVortragende: Norbert Mertzsch (MLS)\, Ernst-Peter Jeremias (MLS)\, Christian Hochfeld (Berlin)\, Sophia Becker (Potsdam)\, Klaus-Martin Melzer (Wildau) u.a. \nZeit: 10.00 – 16.00 Uhr\nOrt: Videokonferenz \nAbstracts\, CVs und weitere Mitteilungen: hier \nZugangsdaten: \nZoom-Meeting beitreten\nhttps://us02web.zoom.us/j/87699341280?pwd=VmNtVEYyV0trL0o0bEZwaWMrRlVkQT09 \nMeeting-ID: 876 9934 1280\nKenncode: 994805 \nKurzanleitung
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SUMMARY:Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften am 22. April 2021 (Zoom-Konferenz)
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt am 22. April 2021 eine weitere Plenarsitzung in der Zeit von 13.30 bis 16.30 Uhr als ZOOM-Konferenz durch zum Thema \nZirkulation von Begriffen und Argumenten zwischen Naturwissenschaften und der Sprachwissenschaft\nVortragende: Gerda Haßler\,  (MLS) \nDie Zugangsdaten für die Zoom-Konferenz:\n \nhttps://us02web.zoom.us/j/82616285045?pwd=Q1cyUjB0MDV4QUhab3dEN1Y4MHNMZz09 \nMeeting-ID: 826 1628 5045\nKenncode: 288214 \nKurzanleitung \n \nAbstract:\nMorphologie\, Organismus\, Baumdiagramm sind heute Termini in der Sprachwissenschaft\, die zu unterschiedlichen Zeiten metaphorisch von naturwissenschaftlichen Sachverhalten auf sprachliche Gegebenheiten übertragen wurden. Parallel zur technischen Innovation wertete die Orientierung an den Naturwissenschaften bereits vor der Institutionalisierung der Sprachwissenschaft die Werke einzelner Sprach- und Universalgelehrter auf. Auf Beobachtung beruhende Einsichten\, das Erkennen allgemeiner Gesetzmäßigkeiten und sogar die Entwicklung von Sprechmaschinen traten dabei in den Vordergrund. Leibniz verfolgte das Programm der characteristica universalis\, hatte aber auch die Sprachwissenschaft als historische und auf die Vielfalt der Sprachen\, deren Vergleich und die Suche nach allgemeinen Gesetzmäßigkeiten ausgerichtete Disziplin umrissen. Die Verwendung vereinfachender biologischer Metaphern wie der organische Naturkörper oder das Leben der Sprache im 19. Jahrhundert kann jedoch nicht allein auf den Wunsch einiger Sprachwissenschaftler zurückgeführt werden\, am Aufschwung der Naturwissenschaften zu partizipieren. Während August Schleicher eine Sprache als natürlichen Organismus\, der sich aus einer undifferenzierten Zelle entfalte\, erklärte und seine aus der Lektüre Darwins gewonnenen Gedanken über das Leben und den Durchsetzungskampf der Sprachen in einem offenen Brief an Ernst Haeckel mitteilte\, ließ sich dieser seinerseits von Schleichers sprachtheoretischen Ansichten inspirieren. Andere Autoren versuchten\, dem Wesen der Sprache als natürliches\, soziales\, historisches\, biologisches und kognitives Phänomen gerecht zu werden. Während sich die Untersuchungsverfahren der Naturwissenschaften auf einen ganz anderen\, nicht erst durch Sprache konstituierten Typus von Untersuchungsgegenstand beziehen\, führte die sprachliche Wende in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu Auswirkungen auf Geistes- und Sozialwissenschaften. Auf der Basis eines Zusammenwirkens von Naturwissenschaften\, Technik und Sprachwissenschaft entstandene Sprachtechnologien sind heute ein sehr dynamischer Bereich\, der aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken ist. Eine bis heute aktuelle Frage ist die nach der Rolle von Experimenten in der Sprachwissenschaft\, die wichtige Aufschlüsse erbringen\, aber auch zu Einschränkungen des Forschungsgegenstands führen können. Die Geschichte der Sprachwissenschaft verdeutlicht die großen Möglichkeiten\, aber auch die Grenzen und Gefahren interdisziplinären Arbeitens.\n \nCV:\nGerda Haßler war von 1993 bis 2020 Professorin für Linguistik und angewandte Sprachwissenschaft am Institut für Romanistik der Universität Potsdam. Sie studierte Romanistik und Slavistik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg\, promovierte dort 1978 mit einer Arbeit über Sprachtheorien der Aufklärung zur Rolle der Sprache im Erkenntnisprozess im Fach Allgemeine Sprachwissenschaft und habilitierte sich 1984 mit einer Arbeit zur Geschichte des semantischen Wertbegriffs vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Sie war Prorektorin der Universität Potsdam und Mitglied in mehreren universitären Gremien und Vorständen von Fachverbänden. Sie ist Herausgeberin der Zeitschrift Beiträge zur Geschichte der Sprachwissenschaft\, Mitglied im Beirat mehrerer wissenschaftlicher Zeitschriften und Gutachterin für forschungsfördernde Institutionen. Ihre gegenwärtigen Forschungsinteressen sind die funktionale Grammatik und Pragmatik der romanischen Sprachen\, historische Semantik und Geschichte der Sprachwissenschaft. Sie ist assoziiertes Mitglied des Laboratoire Modèles\, Dynamiques\, Corpus der Université Paris Nanterre und des Laboratoire de Recherche sur le Langage der Université Clermont Auvergne. Sie hielt Vorträge und Vorlesungen an Universitäten in Frankreich\, Spanien\, Portugal\, Italien\, Großbritannien\, Finnland\, Russland\, Peru\, Argentinien\, Brasilien\, Tunesien\, Israel\, Rumänien\, den USA\, Kanada und China. Sie ist Autorin von fünf Monographien und 340 Artikeln und hat 22 Sammelbände herausgegeben. Seit 2018 ist sie Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.
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SUMMARY:Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften am 08. April 2021(Zoom-Konferenz)
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre April-Plenarsitzung am 08.04. 2021 in der Zeit von 13.30 bis 15.30 Uhr  als ZOOM-Konferenz durch zum Thema \nGeneration Z\,  E-Learning und Fremdsprachenunterricht\nVortragende: Maria Grozeva\,  (MLS\,Universität Sofia) \nZugangsdaten für die Zoom-Konferenz: \nZoom-Meeting beitreten:\nhttps://us02web.zoom.us/j/87629488866?pwd=K2V0Y2t4M2lNMmpUVmV6ZkJRZjJJQT09 \nMeeting-ID: 876 2948 8866 \nKenncode: 039924\nKurzanleitung \nAbstract:\nDer Erfolg des Fremdsprachenunterrichts wurde immer wieder hinterfragt\, da er von vielen sowohl objektiven als auch subjektiven Faktoren abhängig ist\, denen man\, je nach Zielorientierung und theoretischem Modell recht unterschiedlich gewichtet\, Rechnung zu tragen versucht. Die Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien stellt eine breite Palette an Möglichkeiten\, den Fremdsprachenunterricht effektiver und attraktiver zu gestalten\, was ganz besonders die Lernenden anspricht\, die mit diesen Technologien aufgewachsen sind. Die aktuelle Situation und vor allem der Online-Unterricht haben den Einsatz dieser Technologien unentbehrlich gemacht und vieles sowohl für Lernende als auch für Dozenten*innen verändert. Von der Vertrautheit der Digital natives mit den neuen Kommunikationstechnologien ausgehend\, ließ sich annehmen\, dass der Online-Unterricht für sie problemlos und gut geeignet wäre\, während die Lehrenden ihren ganzen Unterricht technisch neugestalten und didaktisch-methodisch umdenken sollten. Wie die Erfahrungen und die Umfragen zeigen\, gibt es Unzufriedenheit und Kritik auf beiden Seiten und ich will in diesem Vortrag versuchen\, diesem Problem auf den Grund zu gehen und damit verbundene Fragen zur Diskussion zu stellen. \nCV Maria Grozeva:\nMaria Grozeva ist Professorin für Germanistische Sprachwissenschaft mit Schwerpunkten Morphologie und Syntax\, Kontrastive Linguistik und Grammatik für DaF an der Neuen Bulgarischen Universität in Sofia. Nach dem Studium der Germanistik an der Sofioter Universität promovierte sie 1981 im Fach „Deutsche Grammatik“\, 1988 habilitierte sie sich. Seit 1992 unterrichtet sie an der Neuen Bulgarischen Universität\, wo sie Mitbegründerin des Faches Germanistik und Angewandte Linguistik wurde. 2008 folgten Promotion zum Doktor der Wissenschaften und Berufung zum Professor. Seit 2002 leitete sie dort das Fremdsprachenzentrum der Universität. Sie war zu mehrmaligen Forschungsaufenthalten in Deutschland (Leipzig\, München und Berlin) und Österreich. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind kontrastive Grammatik\, Spracherwerb\, kontrastive Textlinguistik\, interkulturelle Kommunikation.
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SUMMARY:Dezember-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre öffentliche wissenschaftliche Dezember-Plenarsitzung durch zum Thema \nDie Ziele der Vereinten Nationen zur nachhaltigen Entwicklung bis 2030 und der Rohstoffabbau – ein Gegensatz?\nVortragender: Carsten Drebenstedt (Freiberg) \nDie Veranstaltung wird als Zoom-Video-Konferenz durchgeführt; Bitte beachten Sie die demnächst erscheinenden Erläuterungen und Präzisierungen. \nZugangsdaten zur Zoom-Konferenz:\nhttps://us02web.zoom.us/j/88092429737?pwd=U1FRdjR0TnNFSytvWFBVMVN4b2lEdz09\nMeeting-ID: 880 9242 9737\nKenncode: 741619 \nOrt: entfällt\nZeit: 13:30 Uhr bis 16:00 Uhr \nCV:\nCarsten Drebenstedt ist seit 1999 Professor für Bergbau-Tagebau und war von 2000 to 2006 Prorektor Forschung sowie von 2013 to 2016 Dekan der Fakultät für Geowissenschaften\, Geotechnik und Bergbau der Technischen Universität Bergakademie Freiberg. Seit 2019 ist er wieder Direktor des Instituts für Bergbau und Spezialitiefbau der Universität und Mitglied des Senates und Erweiterten Senates. Zuvor hatte er 17 Jahre verschiedene Aufgaben in der deustchen Braunkohleindustrie inne\, u.a. als Abteilungsleiter Rekultivierung und Landschaftsplanung sowie als Leiter (Prokurist) eines Ingenieurbüros. \nSeine Arbeitsfelder in Lehre und Forschung sind: Bergbauplanung\, Prozesse im Tagebau (ressourcenschondender Abbau von Festgestein\, kontnuierliche Fördersysteme\, selektiver Abbau und selektive Verkippung…)\, Bergbau und Umwelt (bergbauliche Wasserwirtschaft\, Umweltbilanzierung …)\, Rekultivierung\, Bergbau und Gesellschaft (Rohstoffbewußtsein …).\nCarsten Drebenstedt ist Gastprofessor u.a. in Kasachstan\, Kenia\, Laos\, Namibia\, Mongolei und Rußland\, und war Mitglied von Akkreditierungskommissionen in Rußland und Kasachstan. Er hat bisher 44 abgeschlossene Promotionen und 2 Habilitationen beetreut und weitere 23 Promotionen und 2 Habilitationen begutachtet.\nUnter Leitung von Professor Drebenstedt wurde ca. 100 wissenschaftlich-praktische Projekte bearbeitet\, deren Ergebnisse u.a. in 19 Büchern\, 70 berausgegebenen Bänden und über 400 Publikationen Eingang fanden.\nBis heute hat er ca. 70 Tagungen organisiert\, darunter 10 wichtige internationale Konferenzen mit Teilnehmern aus je mehr als 20 Ländern. \nCarsten Drebenstedt ist Mitglied der Sozietät der Bergbaukunde und war 2005 deren Präsident. Er ist Generalsekretär des von ihm mit-initiierten Weltforums der Ressourcen-Universitäten für Nachhaltigkeit und Mit-Initiator des Deutsch-Russischen Rohstoffforums (Leiter der Arbeitsgruppe Rekultivierung\, Umweltschutz und Kreislaufwirtschaft). \nSeit 2014 ist er Mitglied der Sächsischen Akademie der Wisenschaften\, des Weiteren ist der Mitglied der Rumänischen Akademie der Technikwissenschaften\, der Russichen Akademien für Naturwisseschaften (Sektion Montanwesen) und für Bergbauwissenschaften sowie der Eurasischen Akademie für Bergbauwissenschaften. \nCarsten Drebenstedt ist Inhaber von 6 Doktorgraden und 2 Professuren ehrenhalber. Staatliche Auszeichnungen erhielt er in der Mongolei\, Rußland und Vietnam. (Freiberg\, 01.12.2020) \nAbstract:\nDie Vereinten Nationen haben 17 Ziele der nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft bis zum Jahr 2030 (Agende 2030) definiert. Dabei geht es zum einen um die Sicherstellung der Grundbedürfnisse der Menschen\, wie Zugang zu Nahrung\, Wasser/Sanitär\, Energie\, Bildung und Gesundheit oder Werte\, wie Gleichstellung und zum anderen um die Mittel\, dies zu erreichen\, etwas durch wertvolle Arbeit\, Innovation\, Industrie und Infrastruktur unter Beachtung der Umwelt\, insbesondere der Biodiversität und des Klimawandels. \nWeithin besteht die Auffassung\, dass der Abbau von mineralischen und energetischen Rohstoffen aus der Erdkruste eines der Übel ist\, die sich negativ auf die Umwelt und die Gesellschaft auswirken. Und tatsächlich wird immer wieder über katastrophale Folgen von Unfällen im Bergbau berichtet\, zeichnen Kinder- und Frauenarbeit sowie Armut und Krankheiten dieses Bild. \nWir in Deutschland sind der drittgrößte Bedarfsträger dieser mineralischen und energetischen Rohstoffe weltweit und den größten Teil importieren wir aus allen Teilen der Welt. Ohne diese Rohstoffe wären der Fortschritt und der Wohlstand in Deutschland gar nicht möglich. \nWelche Rolle spielen nun die Geo-Rohstoffe – sind sie Fluch oder Segen? Der Vortrag gibt einen Überblick über die Sichtweise des Autors\, das eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft ohne Rohstoffabbau auf absehbare Zeit nicht möglich ist. Am Beispiel des Konzeptes eines verantwortungsvollen Rohstoffabbaus wird das Potenzial aufgezeigt\, wie sich durch wissenschaftlich-praktische Erkenntnisse der Bergbau ständig technologisch weiter entwickelt und umweltfreundlicher\, sicherer und sozialverträglicher werden kann. Das ist aber nicht ausreichend\, um den Rohstoffhunger in der Zukunft zu decken. Verantwortungsvoller Konsum und Recycling sind weitere Schlüsselfragen im Rohstoffkreislauf.
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SUMMARY:Themenänderung! Januar-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften
DESCRIPTION:Themenänderung! \nDie Leibniz-Sozietät der Wissenschaften lädt zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen Plenarsitzung am 23. Januar 2020 nach Berlin ein. \nDas Thema der Sitzung ist \nDisputation zu Problemen der Grundlegung der Naturwissenschaften\nVortragende/Disputanten: Prof. Dr. Lothar Kolditz (MLS)\, Prof. Dr. Dr. Rainer E. Zimmermann (MLS) \nModeration: Prof. Dr. Lutz-Günther Fleischer (MLS) \n  \nGedanken zum Thema der Disputation: \nLothar Kolditz: \nIn meinem Beitrag beziehe ich mich auf meinen Vortrag „Kollektivität und Emergenz – die Weltformel“\, der in den Sitzungsberichten der Leibniz-Sozietät Band 105 [2010] 91-106 veröffentlicht ist. In seinem Buch „Abschied von der Weltformel“ begründet Robert B. Laughlin die Aussagen. \nAlle uns bekannten physikalischen Gesetze gehen aus kollektivem Geschehen hervor. \nPhysikalische Gesetzmäßigkeiten müssen experimentell entdeckt werden\, sie sind nicht durch bloßes Denken zu antizipieren. \nDie Aufstellung der Weltformel ist von der Sache her nicht erreichbar. \nDas Zeitalter des Reduktionismus ist vorüber\, das Zeitalter der Emergenz hat begonnen. \nErläuterungsbeispiele entnimmt Robert B. Laughlin schwerpunktmäßig aus seinem Arbeitsgebiet.  Er erhielt 1998 gemeinsam mit Dan Tsui und Horst Störmer den Nobelpreis für Physik. \nDie Aussagen von Robert B. Laughlin werden im Vortrag an Hand von Systembetrachtungen überprüft\, wobei in anderer Vorgehensweise als der Entwicklung im Buch mit einfachen Systemen begonnen wird und der Übergang zu immer komplexeren Systemen bis hin zu solchen mit chaotischem Charakter erfolgt. Ein Widerspruch zu den Laughlinschen Aussagen konnte nicht gefunden werden. In den Schlussfolgerungen des Vortrages erfolgt gegenüber den Ausführungen von Laughlin eine Präzisierung hinsichtlich der Aussagen zum Reduktionismus\, der in kleinen Teilbereichen realisierbar ist\, aber nicht über die Bereichsgrenzen hinaus. \nAuf Grund der Systembetrachtungen wird in Übereinstimmung mit Laughlin festgestellt\, dass die Aufstellung der Weltformel als nicht erreichbar anzusehen ist. Zur Erläuterung werden Ergebnisse der Theorie der Schleifen-Quantengravitation\, der Stringtheorie und Gödels Unvollständigkeitssatz mit einbezogen. \nÜber die Aussagen im Vortrag hinausgehend  wird als weiteres Argument für die Nichterreichbarkeit der Weltformel darauf hingewiesen\, dass die Weltformel absolutes Wissen bedeuten würde\, was aber nicht erreicht werden kann. In der Wissenschaftsentwicklung erfolgt eine asymptotische Annäherung an die Linie der vollständigen Erkenntnis\, wobei wir heute noch einen beträchtlichen Abstand von dieser Linie haben. \nRainer E. Zimmermann: \nEvolutionary Systems. A Manifesto† \nRainer E. Zimmermann1\,2\,3\,*\,‡\, Wolfgang Hofkirchner4\, José M. Díaz Nafría5\, Annette Grathoff6\, Tomáš Sigmund7 and Xiaomeng Zhang8\,9 \n1 Lehrgebiet Philosophie\, FK 13\, Hochschule München\, 80636 München\, Germany\n 2 Clare Hall\, Cambridge CB3 9AL\, UK\n3 Institut für Design Science\, 80797 München\, Germany\n4 Bertalanffy Center for the Study of Systems Science\, 1040 Vienna\, Austria\n5 Didáctica General\, Específicas y Teoría de la Educación\, Universidad de León\, 24071 León\, Spain\n6 Institut für Design Science\, 80797 München\, Germany\n7 Systems Analysis Department\, Faculty Informatics and Statistics\, University of Economics\, 130 67 Prague\, Czech Republic\n8 Liberal Arts Department\, Renmin University\, 100872 Bejing\, China\n9 Ernst-Bloch-Zentrum\, Ludwigshafen\, Germany \n* Correspondence: pd00108@mail.lrz-muenchen.de\n† Presented at the IS4SI 2017 Summit DIGITALISATION FOR A SUSTAINABLE SOCIETY\, Gothenburg\, Sweden\, 12–16 June 2017.\n‡ This is a provisional version of the manifesto that is still under consideration and up to discussion. \nPublished: 11 September 2017 \nAfter roughly 35 years of development in the theories of self-organization and related variants (chaos\, self-organized criticality\, and so forth)\, it is somewhat of a surprise that physics proper has not yet sufficiently found its entry into the ongoing quest for a precise concept of information. Already as early as in the sixties of the last century\, Fredkin and Zuse visualized the universe altogether as a digital computer\, a line of argument that Wolfram has followed more recently. Not to speak of the even more recent theories on quantum information that emerged during the nineties and tended from the beginning on to coupling generically to theories of quantum gravity. As Deutsch ([3]\, 93\, 100) has formulated: “[…] [b]its\, Boolean variables\, and classical computation are all emergent or approximate properties of qubits\, manifested mainly when they undergo de-coherence […]. The world is made of qubits […]. What we perceive to some degree of approximation as a world of single-valued variables is actually part of a larger reality in which the full answer to a yes-no question is not just yes or no\, nor even both yes and no in parallel\, but a quantum-observable—something that can be represented as a large Hermitian matrix”. In fact\, we would rather tend to add energy-mass (= matter) to this as a second register\, because\, if visualizing the universe as a quantum computer\, this means that a computer consists of both hardware and software\, respectively. Energy (or matter as to that) stands for the former\, information for the latter. This viewpoint goes actually back as far as to John Wheeler in 1977 whose perspective led at the time to the famous “it-from-bit” thesis proposing that “the universe be fundamentally an information processing system from which the appearance of matter emerges at a higher level of reality”. (Davies [2]\, 10) In fact\, very much in the sense of Deutsch [3]\, both Zizzi [16] and Lloyd ([6\,7]) generalized this thesis by replacing it in terms of a new “it-from-qubit” thesis. It is in particular Lloyd who developed the cosmological implications in detail when presenting his work in 2006 and 2010. For him\, the big bang was also a bit bang. Hence\, within our picture\, it is ultimately both matter and information that show up as two different aspects of the same underlying primordial structure. It is especially in loop quantum gravity that these features are most prominent\, the adequate modelling language being that of topos theory. In the meantime\, recent work on the concept of quantum de-coherence (Schlosshauer [8]) as well as on its origin in gravity itself (Zych\, Pikovksi\, Costa\, Brukner [17]) has clarified this viewpoint even more. From this development in physics and its philosophical conceptualization we can draw a number of relevant conclusions which are listed in the following manifesto. \nProposition 1. If a theory of cosmology must\, as Smolin ([9]\, 291) puts forward\, in order to be self-consistent\, be a theory of the self-organization of the universe\, then the very concept of organization entails a concept of meaningful information (in the sense of Floridi’s project\, though possibly not on his line of argument) from the outset on an equal footing with the concept of energy-mass. Hence\, similar to the latter\, information is already always present in the fundamental physics which is concerned with the fabric of the world and its physical grounding. Both energy-mass (matter) and information are thus physical. Hence\, they are categories of the observable world. Nevertheless\, they show up as two different aspects of the same underlying primordial structure which in loop quantum gravity can be visualized in terms of the spin network consisting of loops that co-operate in order to form a framework of hexagonal structures. Obviously\, the afore-mentioned primordial structure is to the observable world almost what in terms of classical meta-physics substance is to attribute. \nProposition 2. If we follow the argument of Seth Lloyd ([6]\, 26\, [7])\, then the afore-mentioned information is in particular meaningful from the beginning on: “If you adopt Wittgenstein’s perspective that the meaning of a piece of information is to be found in the action this information provokes\, the meaning of a computer program written in a particular computer language is to be found in the actions the computer performs as it interprets that program.” This has the interesting consequence that a loop in the above sense fulfils what Stuart Kauffman calls the criteria for autonomous agents. Hence\, as the spin network essentially represents the last layer of the observable world (displaying quantum forms of the observable categories of space\, time\, energy\, matter\, entropy\, and structure) and is constituted by co-operating fundamental agents\, this entails a concept of proto-subjectivity which is primarily based on self-organizing systems. Note that the unified ground of the observable world\, expressed in terms of these categories\, constitutes thus the worldly subject proper (hypokeímenon) different from substance (ousía) as known in the Aristotelian terminology of meta-physics. Consequently\, human subjectivity shows up in the end as a superposition of such proto-subjective sub-systems approaching a (so far) maximal complexity. At the same time\, more in metaphysical rather than simply physical terms\, the origin of information shows up within this context not simply as difference (as opposed to identity) alone\, but instead as difference of identity and difference and its sublation in what Schelling calls indifference. \nRemark 1. Note the loop of self-reference which is always intrinsic to all reflexive activities performed by human beings that are products of the world they would like to model: Hence\, only in terms of given social context is it thus possible to perform a modelling procedure at all. This is why we have two immanent aspects here deriving from classical approaches of philosophy: (a) the model itself\, scientific or otherwise\, is always grounded within a social context (a prominent line of argument taken by theories in the Marxist tradition up to the Frankfort school); (b) we have always to take the ontological difference into account\, between modality (the world as it is observed) and reality (the world as it really is independent of observation)—also referring to a long philosophical tradition up to phenomenology and fundamental ontology in the sense of the early Heidegger. Indeed\, joint work presently under way (Zimmermann\, Zhang [15]) indicates the relevance of connecting these aspects with the emergence of reflexive contrast within the human consciousness itself\, a concept that derives from the line of argument given by Ernst Bloch in terms of what he calls “the darkness of the lived moment”. (Zimmermann [13]). \nProposition 3. Hence\, the universe is meaningful from the beginning on as meaning emerges alongside with energy-mass (matter) and information at the big bang (whatever this ground state may be according to recent insight from quantum gravity). Subsequently however\, the evolution of organization entails the evolution of (organized) systems as well as the evolution of meaning such that this evolution is characterized by emergent steps of its developmental complexity. Because it is the evolution of the forthcoming levels of complexity (following the fourth law of thermodynamics according to Stuart Kauffman) that demonstrates the conceptual multi-perspectivity of univocity\, analogy\, and equivocity\, respectively\, on each such level\, there is no reason to associate with the latter triad an epistemic difficulty which after Capurro is used to be called “trilemma”. (Capurro et al.\,[1]\, 9) Instead\, this triad simply unfolds the local perspective of conceptualization with respect to that level of complexity which is topical for a given stage of development. \nProposition 4. The complete picture can thus be summarized as follows: \n___________________________________________________________________ \nEnergy − Mass = Matter     Entropy − Structure = Information \npotential form           state of a system                             possible organization \nactual form                state of a system/of mass              state of organization (structure) local form                     balance equation                            balance equation \nglobal form                conservation law                             positive entropy balance \ntotal quantity             E = 0 (incl. matter)                          S = 0 (incl. structure)? \n  \nIn other words: Both matter and information can be discussed in parallel\, but they cannot be identified\, because the latter is prescribing how to organize what the former provides as the necessary capacity of work. Hence\, energy can be both potential or actual\, respectively\, while mass is actualized energy. On the other hand\, entropy is potential information\, while structure is actualized information and can serve as memory storage of its own evolution. (Zimmermann [14]) Whether it is useful to associate entropy with what Stonier ([10]) calls “kinetic information”\, and the rest with what he calls “structural information” is presently under debate. But it is clearly worthwhile to look for a possible reconciliation of the concepts involved on this line of arguments\, especially with a view to biological insight. \nProposition 5. The above-mentioned propositions entail the following definitions which are compatible with what has been introduced so far (Zimmermann [11]). \nDefinition 1. We call system a network of interacting agents producing a space with a well-defined boundary that is open in the sense of thermodynamics. \nRemark 2. Note that the definition of an agent entails the aspect of self-organization. Interaction of agents is visualized as competition within co-operation in the sense of Eigen and Schuster and is thus accessible by game theory (S. Kauffman [5]). This essentially relational aspect is discussed in particular in Hofkirchner [4]. \nDefinition 2. We call ground of a system from what\, by what\, and because of what a system actually emerges. \nCorollary 1. Hence\, ground is to system what non-being is to being. (Note that existence is thus visualized as (permanent) transformation of non-being into being.) \nCorollary 2. The ground of the ground (or: primordial ground) is the non-being of non-being (i.e. the condition of non-being) and is called nothingness. \nProposition 6. To be more precise\, it is energy-mass on the one hand and entropy-structure on the other that show up as two different aspects (attributes) of the primordial ground (substance) mediated by the unified subject of the world as expressed in terms of loops organized in spin network hexagons (in the sense of Roger Penrose). Substance can be visualized here as being represented by a primordial state of quantum coherence within which space\, time\, and matter as to that (and information) are in fact absent in the categorial sense. The objective of a physical theory of everything is the accessing of the unified subject. But the accessing of substance is the objective of meta-physics. (Zimmermann [12]) Although there is thus an algorithmic connotation to all of this referring to the characteristics of evolutionary systems in the first place\, the interpretation of meaningful information has also to rely on hermeneutic techniques in order to complete this aforementioned accessing. Substance is the procedural space onto which the subject is grounded. Substance is to the observable world what software (procedural space) is to what we can see on the computer screen (the space of actualized procedures). The difference is only that human beings are intrinsic observers and thus part of the screen. Also\, if we think of fashionable three-dimensional printers\, their software is nothing without appropriate hardware. \nReferences \n\nCapurro\, R.; Fleissner\, P.; Hofkirchner\, W. Is a Unified Theory of Information Feasible? A Trialogue (e-mail discussion). In The Quest for a Unified Theory of Information; Hofkirchner\, W.\, Ed.; Gordon & Breach: Amsterdam\, The Netherlands\, 1999; pp. 9–30.\nDavies\, P.C.W. John Archibald Wheeler and the clash of ideas. In Science and Ultimate Reality. Quantum Theory\, Cosmology\, and Complexity; Barrow\, J.D.\, Davies\, P.C.W.\, Charles\, H.\, Jr.\, Eds.; Cambridge University Press: Cambridge\, UK\, 2004; pp. 3–23.\nDeutsch\, D. It from qubit. In Science & Ultimate Reality; Barrow\, J.\, Davies\, P.\, Harper\, C.\, Eds.; Cambridge University Press: Cambridge\, UK\, 2004; pp. 90–102.\nHofkirchner\, W. Emergent Information; World Scientific: Singapore\, 2013.\nKauffman\, S. Investigations; Oxford University Press: Oxford\, UK\, 2000.\nLloyd\, S. Programming the Universe; Vintage (Random House): New York\, NY\, USA\, 2007.\nLloyd\, S. The computational universe. In Information and the Nature of Reality. From Physics to Metaphysics; Davies\, P.C.W.\, Gregersen\, N.H.\, Eds.; Cambridge University Press: Cambridge\, UK\, 2010; pp. 92–103.\nSchlosshauer\, M.A. Decoherence and the Quantum-to-Classical Transition; Springer: Berlin/Heidelberg\, Germany\, 2007.\nSmolin\, L. The Life of the Cosmos; Oxford University Press: Oxford\, UK\, 1997.\nStonier\, T. Information und Die Innere Struktur des Universums; Springer: Berlin/Heidelberg\, Germany\, 1991.\nZimmermann\, R.E. Nothing as Ground and Nothing but Ground. Schelling’s Philosophy of Nature Revisited; Xenomoi: Berlin\, Germany\, 2014.\nZimmermann\, R.E. Metaphysics of Emergence. Part I: On the Foundations of Systems; Xenomoi: Berlin\, Germany\, 2015.\nZimmermann\, R.E. (Ed.) Ernst Bloch: Das Prinzip Hoffnung. In Klassiker Auslegen; de Gruyter: Berlin\, Germany; Boston\, MA\, USA\, 2017; Volume 56.\nZimmermann\, R.E. Matter and Information as Attributes of Substance. Eur. Phys. J. Spec. Top.2017\, 226\, 177–180.\nZimmermann\, R.E.; Zhang\, X. Sayable and Unsayable Within Lived Immediacy. 2017\, in press for Bloch Yearbook\, Ludwigshafen.\nZizzi\, P.A. Holography\, Quantum Geometry\, and Quantum Information Theory. Entropy2000\, 2\, 39–69.\nZych\, M.; Pikovski\, I.; Costa\, F.; Brukner\, Č. General relativistic effects in quantum interference of “clocks”. J. Phys.2016\, 723\, 012044. © 2017 by the authors. Licensee MDPI\, Basel\, Switzerland. This article is an open access article distributed under the terms and conditions of the Creative Commons Attribution (CC BY) license.\n\n  \nZeit: 10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal
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SUMMARY:Dezember-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen Plenarsitzung für den 12.12.2019 in Berlin. \nDas Thema der Sitzung ist\n \nReihe:\nDie aktuellen Naturwissenschaften als Quell und Mittel der Welterkenntnis und des Weltverständnisses. Fakten und ausgewählte Probleme\nProgramm: \nEkkehard Höxtermann (MLS):\nDie Symbiogenesetheorie der Entstehung kernhaltiger Zellen und ihre vergessenen europäischen Wurzeln – eine historische Einführung. \nWilliam Martin\, Institut für Molekulare Evolution der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf:\nWie und wo lebten die ersten Zellen? Neue Erkenntnisse über den Ursprung des Lebens. \nZeit: 13.30 bis 16.00 Uhr\nOrt: Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal \nCV der Vortragenden:\n \nProf. Dr. William Martin wurde 1957 in Bethesda\, Maryland (USA)\, geboren. Er studierte von 1981 bis 1985 an der Universität Hannover Biologie und ging anschließend als Doktorand zu Heinz Saedler an das Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung in Köln. Nach der Promotion (1988) arbeitete er am Institut für Genetik der TU Braunschweig\, wo er sich 1992 im Fach Botanik habilitierte. 1999 folgte William Martin einem Ruf auf die C4-Professur für „Ökologische Pflanzenphysiologie“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf\, die 2011 in „Molekulare Evolution“ umgewidmet wurde.\nWilliam Martin versteht sich als „Evolutionsbiologe mit besonderem Interesse an Biochemie“. Befasste er sich zunächst mit dem symbiogenetischen Ursprung der komplexen eukaryotischen Zellen unter besonderer Beachtung ihrer energieliefernden Organellen (Chloroplasten und Mitochondrien)\, so interessierte er sich zunehmend für die prokaryotischen Vorfahren der Symbionten – die Archaeen und Bakterien –\, ihre Verwandtschaft und Herkunft.\nProf. Martin ist Träger zahlreicher nationaler und internationaler Auszeichnungen. Seit 2008 ist er Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften. 2008 und 2015 erhielt er den renommierten „Advanced Grant“ des Europäischen Forschungsrates für Spitzenforscher.\nSiehe auch: https://www.molevol.hhu.de/prof-dr-w-f-martin.html \nProf. Dr. Ekkehard Höxtermann wurde 1953 in Sondershausen (Thüringen) geboren und studierte von 1973 bis 1978 an der Humboldt-Universität zu Berlin Biologie. Er promovierte 1985 mit Experimentalarbeiten über die Pigmentanordnung in den Chloroplasten im Bereich Allgemeine Botanik der Sektion Biologie. Unter dem Einfluss von Ilse Jahn (1922–2010) wandte er sich auch biologiehistorischen Themen zu. Von 1990 bis 1993 als Assistent am Institut für Biochemie der Universität Köln tätig\, lehrte er nach der Habilitation für Geschichte der Naturwissenschaften in Jena von 1994 bis 2013 in Jena\, Berlin und Göttingen – seit 2003 als außerplanmäßiger Professor der FU Berlin – Geschichte der Biochemie\, Biologie und Pharmazie.\nProf. Höxtermann ist Mitherausgeber und Autor einer viel beachteten Monographie über „Evolution durch Kooperation und Integration“ (2007) und betreut seither das biologiehistorische Verlagsprogramm der Basilisken-Presse in Rangsdorf. 2016 wurde er zum Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin gewählt.\nSiehe auch: https://leibnizsozietaet.de/wp-content/uploads/2012/10/Höxtermann_KurzbiographiePorträt.pdf \nAbstracts:\n \nWie und wo lebten die ersten Zellen? Neue Erkenntnisse über den Ursprung des Lebens.\nVon William Martin\nSeit rund 4 Milliarden Jahren gibt es Leben auf der Erde. Der Ursprung des Lebens erschien lange Zeit als ein unlösbares Mysterium\, das sich einer exakten\, naturwissenschaftlichen Erforschung grundsätzlich entzog. 1936 postulierte der russische Chemiker Aleksandr I. Oparin die spontane Entstehung primitiver Lebensformen in einer Ursuppe kleiner organischer Moleküle – eine Annahme\, die die amerikanischen Chemiker Stanley Miller und Harold C. Urey 1953 experimentell erhärteten\, als sie im Labor eine hypothetische frühe Erdatmosphäre simulierten und durch elektrische Entladungen organische Substanzen erzeugten. Die Idee einer präbiotischen Ursuppe\, die eine „RNA-Welt“ hervorbrachte\, wurde für Jahrzehnte zum dominierenden Leitmotiv der Forschung über die Entstehung des irdischen Lebens. Doch wie der deutsche Chemiker Günter Wächtershäuser schon 1988 einwandte\, ist das Leben in diesem Weltbild nichts als Information\, allein es fehlt der Aspekt der Energie. Die Entstehung biologischer Zellen kann nicht das Ergebnis von Blitzentladungen oder UV-Strahlung sein\, vielmehr erforderte sie eine kontinuierliche Energiezufuhr.\nBetrachtet man das Leben aus der Sicht der Energie\, so beruht es auf chemischen Reaktionen\, zwar sehr komplizierten\, aber eben chemischen Reaktionen\, die Energie freisetzen. In allen Lebensformen gibt es im zentralen Grundstoffwechsel exergone Reaktionen\, die jene chemische Energie liefern\, die alle Einzelreaktionen in der Zelle antreiben. Die Verschiedenartigkeit des Energiestoffwechsels heutiger Lebwesen\, die alle denselben universellen genetischen Code verwenden\, ist das Ergebnis einer langen Evolution.\nWie haben die ersten Zellen gelebt? Wo haben sie gelebt und vor allem wovon? Diesen Fragen gingen Prof. Martin und seine Gruppe nach\, als sie mittels bioinformatischer Genomanalysen von rd. 2.000 Prokaryoten 355 Gene (Proteinfamilien) identifizierten\, die über den letzten universellen gemeinsamen Vorfahren allen Lebens\, LUCA (the Last Universal Common Ancestor)\, seine Lebensweise und seinen Lebensraum Auskunft geben. LUCA war demzufolge anaerob\, thermophil und lebte von Gasen (Wasserstoff\, Kohlendioxid\, Kohlenmonoxid und Stickstoff) – und zwar in einer Umgebung\, wie sie auch heute noch an Tiefsee-Hydrothermalquellen zu finden ist. Seine Proteine waren reichlich mit Eisen-Schwefel-Zentren und radikalen Reaktionsmechanismen ausgestattet und erforderten Kofaktoren\, bei denen Übergangsmetalle (Eisen\, Nickel\, Molybdän) eine tragende Rolle spielen. Der Energiestoffwechsel von LUCA ähnelt damit stark demjenigen rezenter\, strikt anaerober\, acetogener Bakterien und methanogener Archaeen.\nLUCA verbindet die abiotische Phase der Erdgeschichte mit den ersten geochemischen Spuren mikrobiellen Lebens und ist der Urahn aller heute existierenden Archaeen\, Bakterien\, Pilze\, Pflanzen und Tiere\, den Menschen eingeschlossen. Im Vortrag werden die Aufsehen erregenden Forschungen vorgestellt\, die erste Einblicke in die Physiologie und das Habitat von LUCA liefern. In aktuellen Laborversuchen wurden zudem Reaktionsbedingungen hydrothermaler Quellen in einem Hochdruck-Reaktor nachgestellt\, um jene elementaren chemischen Bausteine herzustellen\, mit denen alles Leben angefangen hat. \nMehr Details siehe:\nhttps://www.uni-duesseldorf.de/home/universitaet/weiterfuehrend/pressebereich/pressemeldungen/news-detailansicht/article/wie-und-wo-lebten-die-ersten-zellen.html \nhttps://www.welt.de/regionales/nrw/article155824750/Er-sucht-danach-wie-das-Leben-auf-die-Erde-kam.html \nDie Symbiogenesetheorie der Entstehung kernhaltiger Zellen und ihre vergessenen europäischen Wurzeln – eine historische Einführung\nVon Ekkehard Höxtermann (MLS)\nDie energieliefernden Organellen der eukaryotischen (kernhaltigen) Zellen zeichnen sich durch Doppelmembranen\, wie sie durch Phagozytose (Einverleibung) externer Körper entstehen\, und eigene Gene (Nukleinsäuren) aus. Darauf gründet die Symbiogenesetheorie der Zellevolution\, die die Plastiden und Mitochondrien als Endosymbionten betrachtet\, die aus eigenständigen Prokaryoten hervorgegangen und im Verlaufe der Evolution durch Genaustausch mit den Wirtszellen zu einer untrennbaren Einheit verschmolzen sind. Vergleichende Genomanalysen legten nahe\, dass die Plastiden aus „Blaualgen“ (Cyanobakterien) und die Mitochondrien aus aeroben α-Proteobakterien hervorgegangen sind.\nDie Vorstellung\, dass es sich bei den Eucyten um phylogenetische Chimären handelt\, setzte sich erst im Zeitalter der Molekularbiologie durch und ist vor allem mit dem Namen der amerikanischen Zellbiologin Lynn Margulis (1938–2011) verbunden. Ihr in Teilen spekulatives Buch „Origin of Eukaryotic Cells“ (1970) sorgte weltweit für Furore. So verwundert es nicht\, dass heute der symbiogenetische Ursprung eukaryotischer Zellen als eine Entdeckung US-amerikanischer Forscher wahrgenommen wird.\nDabei ist diese Hypothese ein Kind des späten 19. Jahrhunderts. Wie so oft in der Geschichte der Wissenschaften\, waren die Fundamente des neuen Theoriengebäudes kaum mehr sichtbar und die Gerüste ihres allmählichen Aufbaus abgebaut. Wichtige Bausteine\, vor allem russischer und deutscher Botaniker\, waren unkenntlich geworden. Es waren im Grunde zwei biologische Konzepte\, deren Zusammenführung die Theorie hervorbrachte: die Entdeckung und Anerkennung der Symbiosen als universelle Lebensform und die Suche nach den wahren Elementarorganismen. Als eigentliche Urheber der Symbiogenesetheorie gelten die russischen Biologen Andrej S. Famincyn (1835–1918) und Konstantin S. Merežkovskij (1855–1921). Die Brücke zwischen der Begründung und Neufassung der Symbiogenesetheorie schlugen über eine Distanz von 60 Jahren vor allem Arbeiten zur zytoplasmatischen Vererbung und zur Feinstruktur der Pflanzenzellen. Wer waren die eigentlichen Begründer der symbiogenetischen Evolutionstheorie\, welchen Anteil hatten sie\, worauf stützten sie ihre Argumente und warum gerieten ihre Pionierarbeiten wieder in Vergessenheit? Antworten darauf werden in dem Vortrag gegeben.
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SUMMARY:November-Plenartagung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen November-Plartagung am 14.11.2019 in Berlin.\n \nDie Tagung steht unter dem Thema: \nGrenzen: Räumliche und soziale Trennlinien im Zeitenlauf\nReferentin:       Andrea Komlosy (MLS) \nAbstract:\nSeit dem Fall des Eisernen Vorhangs triumphierte die Ideologie der Grenzenlosigkeit: System­barrieren waren gefallen. Innerhalb des EU-Schengenraums wurden die Binnengrenzen aufge­hoben. Es schien\, als würde es demnächst überhaupt keine Grenzen auf der Welt geben. Doch bald kippte die proklamierte Grenzenlosigkeit. Sie machte dem Ruf nach Wiedererrichtung von Grenzen Platz: gegenüber MigrantInnen\, gegenüber chinesischen Firmenübernahmen\, gegen­über einer Islamisierung der europäischen Gesellschaft und anderen „fremden“ Einflüssen. \nVor diesem Hintergrund vertieft sich der Riss auch in den Wohlfahrtsgesellschaften des globa­len Nordens. Quer durch alle weltanschaulichen Lager bricht ein Konflikt zwischen zwei Frak­tionen auf: „Grenzen zu“\, verlangen die einen\, „No border“\, skandieren die anderen. Hinter den unterschiedlichen Ideologien verbergen sich handfeste Interessen: von Unternehmerseite wird die Deregulierung des Arbeitsmarktes begrüßt; die neue Mittelschicht freut sich über die Mul­tikulturalisierung der Gastronomie und die kostengünstige Verfügbarkeit häuslicher Dienste; die alte Arbeiterklasse\, die von der Konkurrenz am Arbeitsmarkt bedroht ist\, hofft\, dass höhere Grenzzäune die Unerwünschten abhalten. \nOb fremdenfeindlich oder fremdenfreundlich\, beide Lager weisen eine Gemeinsamkeit auf: Sie instrumentalisieren die Grenze in Hinblick darauf\, wie sie – durch Befestigung oder durch Ab­bau – dem Wohlergehen der eigenen Gruppe in der Gesellschaft bzw. der jeweiligen Vision davon nutzt. \nC.V.:\nAndrea Komlosy\, geb. 1957 in Wien\, Dr. phil.\, ist Professorin am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien. Sie arbeitet zu Fragen ungleicher Entwicklung im loka­len\, regionalen\, nationalen und globalen Kontext. In ihrem jüngst erschienenen Buch „Grenzen. Räumliche und soziale Trennlinien im Zeitenlauf“ (Verlag Promedia\, Wien 2018) schreibt sie gegen die Stilisierung der Grenze zum Wunschbild oder zum Feindbild an. Sie zeigt die Ent­wicklung von Grenzen und deren wechselhaften Gebrauch im Laufe der Geschichte auf und lotet damit sowohl das Herrschaftspotenzial als auch das Schutz- und Befreiungspotenzial von Grenzen aus. \nZeit:   13.30 bis 16.30 Uhr \nOrt: Berlin\, Rathgaus Tiergarten\, BVV-Saal
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SUMMARY:Jahrestagung der Leibniz-Sozietät 2019
DESCRIPTION:Im Rahmen der November-Plenarveranstaltung führt die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin ihre Jahrestagung 2019 am 07.November 2019 im Schloss Biesdorf in Berlin durch \nJahrestagung 2019 \nVirusinfektionen – alte und neue Erreger sowie Wege der Impfprophylaxe.\nmit Beiträgen von Thomas Mertens (Ulm)\, Detlev H. Krüger (MLS)\, Peter Wutzler (Jena)\, Günther Schönrich (Berlin)\, Hans-Dieter Volk (MLS) Christian Drosten (Berlin) \nEinladung und Programm (Flyer (Stand 18.10.2019) \nZeit: 10.00 bis 17.00 Uhr \nOrt: Schloss Biesdorf\, Vortragssaal\, Alt-Biesdorf 55\, 12683 Berlin \nDie Referenten im Kurzporträt \n 
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SUMMARY:Januar-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen Januar-Plenarsitzung zum Thema \nMax Webers “Wissenschaft als Beruf” –\nzur Aktualität eines Vortrages hundert Jahre danach\nVortragender: Wolfgang Küttler (MLS) \nOrt:      Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\nZeit:     10:00 Uhr bis 12:00 Uhr \nC.V.:\nProf. Küttler ist Historiker. Er wurde 1990 zum Korrespondierenden Mitglied der 1700 von Leibniz in Berlin begründeten Gelehrtengesellschaft gewählt\, der heutigen Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\nVon 1974 bis 1991 leitete er den Wissenschaftsbereich „Theorie und Methodologie der Geschichtswissenschaft“ am Zentralinstitut für Geschichte der AdW der DDR; bis zur Emeritierung 2001 war er Mitarbeiter am Berliner Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte. Mehrere Bücher und zahlreiche andere Publikationen repräsentieren seine Arbeitsergebnisse auf den Gebieten Geschichtsmethodologie\, Historiographiegeschichte und Wissenschaftsgeschichte.\nAbstract:\nMax Webers am 7. November 1917 in München  und im Oktober 1919 veröffentlichter Vortrag „Wissenschaft als Beruf“ ist einer der klassischen wissenschaftstheoretischen Texte. Seine nachhaltige Aktualität besteht in den Antworten\, die er auf die hier zentral gestellte Doppelfrage gibt: „Was bedeutet die Wissenschaft für den\, der sich ihr hingibt“\, und: „Welches ist der Beruf der Wissenschaft innerhalb des Gesamtlebens der Menschheit? und welches ihr Wert?“ [Gesamtausgabe I\,17\,88]. Weber fragt zunächst danach\, was zu tun ist\, wenn Wissenschaft als materiell einträgliche Tätigkeit in der modernen kapitalistischen Gesellschaft betrieben werden soll (die USA geben ihm dafür schon damals das realistische Zukunftsbild).\nEr fragt weiter\, worin die kognitiven und ethischen Grundlagen wirklichen Erkenntnisfortschritts bestehen und grenzt die Wissenschaft als empirisch begründete und überprüfbare Erfassung der Welt strikt von religiösem\, künstlerischem und  auch alltäglichem Verhalten der Menschen zur Welt ab. Darin sieht er  sowohl die Gemeinsamkeit aller Wissenschaften als auch die Grundlage ihrer Differenzierung nach Gegenständen und Problemen.\nIn ihrer konstitutiven Funktion für das moderne Leben im Kapitalismus besteht zugleich der Wert\, den die darin existierenden  Menschen der Wissenschaft beimessen. Weber verneint\, dass es ihr Beruf sein könne\, einem über äußere technische Lebensbedingungen hinausgehenden qualitativen Fortschritt zu dienen und politische oder alltägliche  Entscheidungen in diesem Sinne zu begründen. Er bejaht aber\, dass verantwortungsvoll verstandene Philosophie und Wissenschaft diese Entscheidungen  durch  Analyse der Folgen  des Handelns im Verhältnis zu den Zielen kritisch begleiten können und sollen.\nWeber reflektierte diese Probleme im ideologischen Kontext eines Liberalen in der Grenzsituation der imperialistischen Epoche (W.J. Mommsen). Im Kern sind es aber nach den Erfahrungen des 20. und beginnenden 21. Jh. weit über diesen Rahmen hinaus Probleme von allgemeiner Bedeutung. Im Zeitalter der Digitalisierung und der scheinbar unbegrenzten Wirkungsmacht von Wissenschaft und Technik sind sie in vieler Hinsicht heute noch schärfer gestellt\, als sie damals\, im und kurz nach dem Ersten Weltkrieg\, akut geworden waren.
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DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen Dezember-Plenarsitzung zum Thema \nDisputatio zur Energeiwende 2.0 – im Fokus die kardinale Effektivität und Effizienz\nmit Beiträgen von Ulrich Busch (MLS)\, Lutz-Günther Fleischer (MLS)\, Ernst-Peter-Jeremias (Neuruppin)\, Norbert Mertzsch (MLS) \nOrt:     Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\nZeit:    13:30 Uhr bis 16:00 Uhr \nThesen zm Kolloquium \n 
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DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen November-Plenarsitzung zum Thema \nPhilosophie und Naturwissenschaften.\nDie Sitzung wird als \nKolloquium anlässlich des 85. Geburtstages von Ehrenpräsident Herbert Hörz \n  \nmit Beiträgen von Gerhard Banse (MLS)\, Horst Klinkmann (MLS)\, Dieter B. Herrmann (MLS) Nina Hager (MLS)\, Rainer Schimming (MLS)\, Lothar Kolditz (MLS) \ndurchgeführt. \nOrt:    Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Balkonsaal\nZeit:   13:30 Uhr bis 16:30 Uhr \nEinladung des Präsidenten
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DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt den 2. Teil ihrer November-Plenarsitzung als \nöffentliches wissenschaftliches Kolloquium anlässlich des 90. Geburtsstages von Hans-Jürgen Treder\ndurch mit folgenden Beiträgen: \nHorst Kant (MLS): Biographischer Abriss & Hans-Jürgen Treder als Physikhistoriker\, Dierck-Ekkehard Liebscher (Potsdam); Eigenzeit und Weltalter\,\n Klaus Mauersberger (Dresden) & Monika Schulz-Fieguth (Potsdam): Gedanken zu einem Bildband über Hans-Jürgen Treder \nOrt:     Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\nZeit:    13:30 Uhr bis 16:00 Uhr \nVeranstaltungsflyer \n 
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SUMMARY:November-Plenarsitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften (1)
DESCRIPTION:Die November-Sitzung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin wird als \nöffentliches wissenschaftliches Kolloquium in memoriam Siegfried Wollgast (1933-2017)\ndurchgeführt mit Beiträgen von \nBerthold Heinicke (Dresden)\, Hartmut Hecht (MLS)\, Gerhard Banse (MLS)\, Armin Jähne (MLS). \nOrt:     Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\nZeit:    10:00 Uhr bis 12:00 Uhr \nVeranstaltungsflyer \nDr. Berthold Heinicke (Dresden): Dreißig Jahre „Philosophie in Deutschland zwischen Reformation und Aufklärung\, 1550-1650“\nC.V.:\nStudium TU Dresden 1977–1981\, Promotion 1990; Mitinhaber eines Architektur- und Ingenieurbüros in Haldensleben; seit 1991 Vorlesungstätigkeit an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg. Diverse Publikationen zu Themen der frühneuzeitlichen Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte\nAbstract:\nEs ist ein zufälliges Zusammentreffen\, dass nunmehr dreißig Jahre nach der Veröffentlichung der „Philosophie in Deutschland zwischen Reformation und Aufklärung\, 1550-1650“ im damaligen Akademie-Verlag Berlin das Gedenkkolloquium für Siegfried Wollgast stattfindet. Das Werk kann nicht nur was Anspruch und Umfang betrifft\, sondern auch nach eigenem Zeugnis des Verfassers mit Fug und Recht als ein Lebenswerk angesehen werden. Es stellte zu seiner Zeit eine Pioniertat dar\, und in diesem Beitrag zu Ehren des Verstorbenen werden dieses Werk\, seine Rezeption und zukünftige Aufgaben frühneuzeitlicher Philosophiegeschichte aus heutiger Perspektive in den Blick genommen. \nProf. Dr. Armin Jähne (Bernau): Der „Oberlausitzer“ Siegfried Wollgast. Es war nicht nur die deutsche und europäische Frühaufklärung…\nC.V.:\nStudium der Geschichte (1961 – 1966) und Promotion (1970); danach Tätigkeit als Oberassistent\, Dozent und ao. Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin\, 1980 Dr. sc. phil.\, 1996/97 abgewickelt; Projektarbeit; seit 2001 Mitglied und seit 2012 Vizepräsident der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften\nAbstract:\nEs waren nicht nur die deutsche und die europäische Frühaufklärung\, mit der sich Siegfried Wollgast die längste Zeit seines Wissenschaftlerlebens beschäftigte. Das Spektrum seiner Forschungen ging weit darüber hinaus. Erinnert sei an seine vorbildlichen Studien zu Karl Christian Friedrich Krause (1781 – 1832)\, die ihn – natürlich und nicht bloß in diesem Zusammenhang – auf Johann Gottlieb Fichte (1762 – 1814) zurückführten. Der große Rammenauer war ebenso wie der Kamenzer Gotthold Ephraim Lessing (1729 – 1781) nie zentraler Gegenstand einer Arbeit von Wollgast\, blieb aber in dessen philosphiegeschichtlichen Gedankenkreis immer präsent. Es ist die erstaunliche Vielzahl von Frühaufklärern in der Oberlausitz\, die bei Siegfried Wollgast eine besondere Affinität zu dieser eigenartigen politischen Region sui generis wachsen ließ. Es war vor allem Ehrenfried Walther von Tschirnhaus (1651 – 1708\, geb. in Kieslingswalde\, zwischen Görlitz und Lauban)\, zu dem er sich\, und damit auch zum Zittauer Gymnasialdirektor Christian Weise (1642 – 1708)\, wissenschaftlich hingezogen fühlte. Die Verbundenheit mit der Oberlausitz zeigte sich auch in seiner aktiven Teilnahme am gemeinsam von Leibniz-Sozietät und Deutscher Assoziation der Absolventen und Freunde der Moskauer Lomonossow-Universität (DAMU) in Bautzen 2012 veranstalteten Kolloquium „1812/1813 Russland im Krieg mit Napoleon. Von Borodino bis Bautzen“. Bewunderwert ist\, wie weit Siegfried Wollgast den Bogen der ihn bewegenden Themen spannte: Von der Frühaufklärung über die Utopie in Vergangenheit und Gegenwart\, einschließlich von „‚Realen Sozialismus’ und Utopie“\, bis hin zu aktuellen Problemen von Toleranz und Intoleranz\, Patriotismus und Vaterland. \nProf. Dr. Gerhard Banse (Präsident der Leibniz-Sozietät): Siegfried Wollgast und das „Phänomen“ Technik\nC.V.:\n1965 – 1969 Studium an der Pädagogischen Hochschule Potsdam; 1971 – 1974 Doktorand an der Sektion Philosophie der Humboldt-Universität zu Berlin; 1974 – 1999 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der DDR\, am Lehrstuhl Technikphilosophie der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus\, am Institut für Philosophie der Universität Potsdam und an der heutigen EA – European Academy of Innovation and Technology Assessment Bad Neuenahr-Ahrweiler; 1999 – 2011 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Karlsruher Institut für Technologie\, Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse. 1974 Promotion\, 1981 Habilitation\, 1988 Ernennung zum Professor für Philosophie an der Akademie der Wissenschaften der DDR\, 2000 Bestellung zum Honorarprofessor für Allgemeine Technikwissenschaft an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus und Berufung zum Gastprofessor an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Matej-Bel-Universität Banská Bystrica (Slowakische Republik)\, 2011 Ernennung zum Professor e.h. (ehrenhalber) der Schlesischen Universität Katowice (Polen). Mitglied (seit 2000)\, Vizepräsident (2009 – 2012) und Präsident (seit 2012) der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V.\nAbstract:\nIm vielfältigen wissenschaftlichen Wirken von Siegfried Wollgast gibt es einen kurzen Zeitraum\, in dem die ebenso erfolg- wie ergebnisreiche philosophische Beschäftigung mit dem „Phänomen“ Technik ein zentraler Gegenstand war. Mit notwendigen Vorarbeiten und einigen „Nachwehen“ lässt sich dieser Zeitraum durch zwei Buchpublikationen eingrenzen: 1979 erschien die Monografie „Philosophie und Technik“ und 1984 wurde der Sammelband „Technikphilosophie in Vergangenheit und Gegenwart“ herausgegeben. Inhaltlich ging es Wollgast dabei weniger um die systematische Behandlung der vielfältigen aktuellen Interdependenzen zwischen Philosophie und Technik\, sondern sein Interesse galt vor allem (philosophie)historischen Zusammenhängen\, galt der Geschichte dieser Interdependenzen\, diese dabei nach „Mustern“ und Wiederholungen\, aber auch nach Neuansätzen durcharbeitend. – Im Vortrag wird auf dieses Wirken eingegangen. \nPD Dr. Hartmut Hecht (Berlin): Vernunft und Glaube. Denkanstöße von Siegfried Wollgast\nC.V.:\nStudium der Physik und der Philosophie; danach Lehre und Forschung an verschiedenen Universitäten\, darunter der Humboldt-Universität zu Berlin und der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald; seit 2014 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften.\nForschungsschwerpunkte: Naturphilosophie und Wissenschaftstheorie. Seit 1984 vor allem Leibniz und Leibniz-Rezeption in der Philosophie und den Wissenschaften – zunächst an der Akademie der Wissenschaften der DDR\, später als Arbeitsstellenleiter bei der Leibniz-Edition Berlin der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften zur Herausgabe der naturwissenschaftlichen\, medizinischen und technischen Schriften von Gottfried Wilhelm Leibniz im Rahmen der Akademie-Ausgabe\nAbstract:\nDas Verhältnis von Vernunft und Glaube bezeichnet ein Thema\, das Siegfried Wollgast zeit seines Lebens beschäftigt hat. Es ist geeignet\, sowohl seine Forschungsmethodologie als auch die Kreativität seines Denkens exemplarisch darzustellen. Siegfried Wollgasts Auseinandersetzung mit diesem Thema war zunächst durch seinen bevorzugten Forschungsgegenstand\, die Frühaufklärung in Deutschland und Polen\, bestimmt. Sie erlangte dann zunehmend allgemeinere Bedeutung und führte in einem Aufsatz aus dem Jahr 2012 zu Überlegungen\, die den Glauben als philosophisches Problem thematisierten. Die Diskussion dieses Aufsatzes wird den Hauptinhalt des Vortrags ausmachen.
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SUMMARY:Oktober-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin lädt zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen Oktober-Sitzung ein zum Thema \nUnbestimmtheit\, Unsicherheit\, Fehlerhaftigkeit und Fehlertoleranz in Natur\, Technik und Gesellschaft\nDie Sitzung wird als wissenschaftliches Kolloqium anlässlich des 80. Geburtstages des Sektetars der Klasse Naturwissenchaften und Technikwissenschaften \, Lutz-Günther Fleischer\, veranstaltet \nmit Beiträgen von:\nGerhard Banse (MLS)\, Karl-Friedrich Wessel (MLS)\, Werner Eebeling (MLS) & Rainer Feistel (MLS)\, KLaus Fuchs-Kittowski (MLS). \nOrt:     Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\nZeit:    13:30 Uhr bis 16:00 Uhr \n  \nAbstracts \nKarl-Friedrich Wessel:\nDer ganze\, unvollkommene Mensch und seine Technik \nW. Ebeling und R.Feistel:\nDie Rolle von Fehlern in der Evolution bei der Entstehung des Neuen\, des Lebens und der Informationsverarbeitung \nKlaus Fuchs-Kittowski\nZum Verständnis der Information und der digitalen Transformation in einer vernetzten und verwundbaren Gesellschaft – Die Paradoxien der Sicherheit sowie  zur Stellung und Verantwortung  des Menschen in riskanten informationstechnologische Systemen
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