BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. - ECPv6.18.1//NONSGML v1.0//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
X-WR-CALNAME:Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.
X-ORIGINAL-URL:https://leibnizsozietaet.de
X-WR-CALDESC:Events for Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.
REFRESH-INTERVAL;VALUE=DURATION:PT1H
X-Robots-Tag:noindex
X-PUBLISHED-TTL:PT1H
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20210328T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20211031T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20220327T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20221030T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20230326T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20231029T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20240331T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20241027T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20250330T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20251026T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20260329T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20261025T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20270328T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20271031T010000
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20261008T130000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20261008T150000
DTSTAMP:20260916T105951Z
CREATED:20260622T175839Z
LAST-MODIFIED:20260916T105951Z
UID:32779-1791464400-1791471600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät \nim Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt:\nEinladungslink: https://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/64597432473?pwd=OhXlseG22sCpB6VUPXHxKDpnZjMUBC.1\nMeeting-ID: 645 9743 2473 \n  \nVortrag: \nDr. Olaf Hellmuth (MLS) \nWas treibt unser Wetter an? Ein phänomenologischer Exkurs\nAbstract: \nAusgehend vom Modell der “Photonenmühle Erde” (Ebeling\, 1989) wird im ersten Teil des Vortrages die Einbettung des irdischen Wettergeschehens in die kosmische Energiekaskade diskutiert\, welche die Evolution antreibt. Im zweiten Teil des Vortrages wird anhand von Folgerungen aus dem 1. Hauptsatz der Thermodynamik und dem 2. Newtonschen Axiom in einem rotierenden Bezugssystem das System der Allgemeinen Zirkulation der Erde phänomenologisch abgeleitet. Auf dieser Grundlage werden das für seine globalen Auswirkungen bekannte Wetterphänomen El Nino sowie die als “Omega-Lage” und “Vb-Lage” bekannten Hochdruck- und Tiefdruckgebiete diskutiert\, die mit extremen Hitzewellen bzw. Starkniederschlägen in Europa verbunden sind. Anhand von bekannten Befunden aus der atmosphärischen Wellentheorie wird dargelegt\, wie die Persistenz solcher Extremwetterlagen durch den meridionalen Temperaturgradienten zwischen Äquator und Pol beeinflusst wird. \nIm dritten Teil des Vortrages werden die Grundlagen der Numerischen Wettervorhersage sowie die Besonderheiten und Konsequenzen erläutert\, die sich (a) aus dem Parametrisierungsproblem und (b) dem “Lorenz-Charakter” (Lorenz\, 1963) der zugrundeliegenden Modellgleichungen ergeben. Letzterer wird anhand des Ersatzmodells des sogenannten Lorenzschen Wasserrades illustriert. Der Vortrag endet mit einem kurzen Ausblick auf das Potential der “Künstlichen Intelligenz” für die Wettervorhersage. \nVita: \nOlaf Hellmuth absolvierte von 1978 bis 1979 eine Berufsausbildung zum Feinmechaniker im VEB Carl Zeiss Jena. 1979 nahm er eine fliegerische Ausbildung an der Offiziershochschule der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung der NVA auf. Von 1980 bis 1987 studierte er Physik und Meteorologie an der Humboldt-Universität zu Berlin\, wo er 1985 das Diplom und 1987 die Promotion A zur satellitengestützten Parametrisierung der Feuchtkonvektion erwarb. Von 1987 bis 1990 war Olaf Hellmuth als Synoptiker und Satellitenmeteorologe in der Zentralen Flugwetterwarte der NVA tätig. 1990 und 1991 arbeitete er als Fernerkundler am Institut für Kosmosforschung der Akademie der Wissenschaften der DDR. Später führte er diese Tätigkeit in gleicher Funktion in einem Ingeniuerbüro für Geoinformatik sowie als freiberuflicher Gutachter für umweltmeteorologische Fragestellungen aus. Von 1996 bis zu seinem Ruhestand 2024 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e.V. (TROPOS) in Leipzig mit den Arbeitsschwerpunkten Grenzschicht-\, Aerosol- und Wolkenphysik. Seit 2025 beschäftigt er sich als “Citizen Scientist” mit der Bestimmung der Verdunstung im Rahmen des Umwelt- und Naturschutzes. Seit 2017 ist Olaf Hellmuth Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. (MLS).
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-25/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260910T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260910T150000
DTSTAMP:20260826T150223Z
CREATED:20260622T172821Z
LAST-MODIFIED:20260826T150223Z
UID:32774-1789034400-1789052400@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Ehrenkolloquium zum 80. Geburtstag von Gerhard Banse
DESCRIPTION:Programm Ehrenkolloquium zum 80. Geburtstag von Gerhard Banse am 10. September 2026\n„Technik – Allgemeine Technologie – Technische Bildung. Gerhard Banse zum 80. Geburtstag“\nOrt: Universität Potsdam\, Campus Griebnitzsee\, Haus 6\, Raum S27 (2. OG)\, August-Bebel-Straße\, 14482 Potsdam\, in unmittelbarer Nähe des S-Bahnhofs Griebnitzsee (S-Bahn S 7)\nDas Kolloquium findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nZoom-Einwahldaten:\nEinwahllink (neu): https://uni-potsdam.zoom-x.de/j/62552156185\nMeeting-ID: 625 5215 6185\nKenncode: 82797326\nAchtung: Erst nach der Eingabe des Kenncodes erfolgt die Zuschaltung zum Zoom Meeting durch eine Mitarbeiterin der Universität Potsdam. \n  \nModeration: Michael Thomas \n10.00 Uhr\nWolfgang Methling: Eröffnung\, Begrüßung \n10.10 Uhr\nGerhard Pfaff: Laudatio \n10.20 Uhr\nHorst Klinkmann: Erinnerungen an die Zusammenarbeit mit Gerhard Banse \n10.30 Uhr\nNina Hager: Die Entwicklung von Technik und Technologien: Risiken\, Chancen und Gefahren \n11.00 Uhr\nBjörn Egbert: Das Internet\, die Neuen Medien und deren Wechselwirkungen auf Kultur(en) und Gesellschaft im Fokus – The international Network on Cultural Diversity and New Media (CultMedia) \n11.30 Uhr\nHans-Liudger Dienel: Bürgerbeteiligung und Citizen Science als Innovationsmotoren? \n12.00 Uhr\nPause \n12.15 Uhr\nElke Hartmann: Johann Beckmann und Gerhard Banse – Protagonisten einer allgemeinen technischen Bildung \n12.45 Uhr\nBernd Meier: Gestaltete Technikphilosophie in der akademischen Lehre zur Ausbildung von Lehrkräften für den Technikunterricht \n13.15 Uhr\nDirk Laßner: Der „Leibnizianer“ Gerhard Banse: Naturwissenschaftler\, Präsident und Protagonist \n13.35 Uhr\nGerhard Banse: 1971-2026. Technikphilosophie als Beruf(ung) \n13.50 Uhr\nUmtrunk und Ausklang des Ehrenkolloquiums \nAbstracts und Vitae der Vortragenden (pdf)
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/ehrenkolloquium-zum-80-geburtstag-von-gerhard-banse/
LOCATION:Universtität Potsdam\, Campus Griebnizsee\, August-Bebel-Straße 1\, Potsdam\, 14482
CATEGORIES:Ehrenkolloquium,Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260611T130000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260611T150000
DTSTAMP:20260522T204014Z
CREATED:20251222T110157Z
LAST-MODIFIED:20260522T204014Z
UID:31892-1781182800-1781190000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät\nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Link ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/69907910955?pwd=qOFeG7V0Atr9OkJI3yQMGiVV2aA4Ee.1 \nVortrag: \nProf. Dr. Claudia Müller (MLS\, Universität Siegen) \nDigitale Transformation in alternden Gesellschaften – Praxisorientierung und Partizipation als Gestaltungsprinzipien\nAbstract: \nDer Vortrag beleuchtet aktuelle Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung vor dem Hintergrund des demographischen Wandels. Aufbauend auf Forschungsarbeiten wird gezeigt\, wie digitale Technologien im Kontext von Gesundheit\, Pflege und sozialer Teilhabe nicht nur technisch entwickelt\, sondern gemeinsam mit den betroffenen Menschen gestaltet werden können.\nIm Zentrum der Ausführungen stehen praxisorientierte und partizipative Forschungsansätze der Sozio-Informatik\, die ältere Menschen\, Pflegekräfte\, Angehörige und weitere gesellschaftliche Akteur:innen aktiv in Konzeptions-\, Entwicklungs- und Aneignungsprozesse einbeziehen. Anhand ausgewählter Forschungsprojekte aus den Bereichen der Robotik für die Pflege\, digitalen Lernräumen und gemeinschaftsbasierten Versorgungsmodellen wird verdeutlicht\, dass nachhaltige digitale Innovationen nur dann gelingen\, wenn sie an den Lebenswelten\, Bedürfnissen und sozialen Praktiken der Nutzenden orientiert sind.\nDer Vortrag diskutiert darüber hinaus die Bedeutung von Co-Creation\, interdisziplinären Lernräumen für die Forschenden und sozialen Innovationsprozessen für die Gestaltung einer inklusiven digitalen Gesellschaft. Praxisorientierung und Partizipation werden dabei nicht als ergänzende Elemente verstanden\, sondern als zentrale Gestaltungsprinzipien einer menschenzentrierten digitalen Transformation in alternden Gesellschaften. \nVita: \nClaudia Müller ist Professorin an der Universität Siegen und leitet den Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik\, insb. IT für die alternde Gesellschaft. Ihre sozio-informatische Forschung umfasst den Schwerpunkt der praxistheoretisch fundierten Technikentwicklung und Methoden- und Theoriebildung innerhalb der angewandten Informatik\, der sich auf ihre Erfahrung in der Leitung von F&E-Projekten in mehreren Schwerpunktbereichen stützt\, u.a. Demenzpflege\, quartiersbasierte und ländliche Gesundheitsversorgung\, Caring Communities\, Barrierefreie Arbeitsplätze\, robotische Systeme in der Pflege\, KI in der Medizin und Digitalkompetenz. Claudia Müller war und ist beratend tätig als stellvertretende Vorsitzende der Sachverständigenkommission der Bundesregierung zum Achten Altersbericht „Ältere Menschen und Digitalisierung“\, Sprecherin des Fachbereichs Human-Computer Interaction (HCI) bei der dt. Gesellschaft für Informatik und Sprecherin des Fachausschusses „Bildung und Digitalisierung im Alter“ beim Bundesministerium für Bildung\, Familie\, Senioren\, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-24/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260507T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260507T153000
DTSTAMP:20260430T081331Z
CREATED:20260105T104732Z
LAST-MODIFIED:20260430T081331Z
UID:31950-1778160600-1778167800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenarsitzung
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin.\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Link ist folgender:\nhttps://us06web.zoom.us/j/89087093680?pwd=9i2hbboNsjz06JnUpy61z5bXQJ5M8R.1\nMeeting-ID: 890 8709 3680 – Kenncode 260582 \nVortrag und Debatte zum Vortrag mit Dieter Segert (MLS) und Gerhard Pfaff (MLS) \nProf. Dr. Hans-Peter Krüger (Universität Potsdam)\nIntellektuelle Aufgaben in der fragmentierten Öffentlichkeit \nIn geschichtlichen Herausforderungen gerät das demokratische Gemeinwesen in eine Relation der Unbestimmtheit zu seiner Zukunft. Damit wächst das Bedürfnis der StaatsbürgerInnen\, in der Öffentlichkeit Orientierung erlangen zu können\, sowohl durch spezielle Expertisen als auch durch soziokulturell integrative Vorschläge. Die intellektuelle Tätigkeit bezieht sich auf die integrative Aufgabe im Umgang mit der Unbestimmtheit im Ganzen\, die spezielle Expertise auf die wahrscheinlichen Szenarien im Umgang mit bestimmbaren Aspekten und Bedingungen der jeweiligen Herausforderung\, z. B. einer Pandemie\, indirekten oder direkten Kriegsbeteiligung.\nDas alte Modell von der nationalstaatlichen Öffentlichkeit in Gestalt der öffentlich-rechtlichen Medien und weniger privater Leitmedien des Qualitätsjournalismus ist in Auflösung. Es beinhaltete auch „Gegen-Öffentlichkeiten“ (A. Kluge u.a.)\, deren gesellschaftliche Bedeutung aber in den neoliberalen Deregulierungen und in den „Spaltungen der Linken“ (R. Rorty) untergegangen ist. Die im Generationenwechsel eingetretene „Fragmentierung“ der Öffentlichkeit (Habermas) korrespondiert mit den Spaltungen in den westlichen Bevölkerungen und wird durch die oligopolistische Digitalisierung potenziert. Die Skandallogik des Entweder-Oder\, es gebe nichts Drittes\, ist profitabel\, für Kulturkämpfe verwertbar und zugleich im Neuen Kalten Krieg nutzbar.\nUmso wichtiger ist es\, spezielle Expertisen und intellektuelle Vorschläge in die verbliebenen und neu entstehenden Fragmente für eine künftige Neuvernetzung von Öffentlichkeit einzubringen\, um Manipulation\, Propaganda und Verschwörungserzählungen wenigstens im Kleinen entgegenzuwirken. Wer dies nach bestem Wissen und Gewissen tut\, wird inzwischen mit Anfeindungen und Benachteiligungen rechnen müssen\, aber eine moderne Demokratie ist ohne wissenschaftliche Beratung und legitime Integration ihrer öffentlichen Untersuchungsprozesse nicht lebensfähig (J. Dewey). Sie kippt ohne diese in eine Autokratie oder gar in eine Diktatur um. \n  \nVita: \nKrüger\, Hans-Peter\, Philosophie-Studium (mit Ergänzungsfach Psychologie) an der Humboldt-Universität zu Berlin 1972-1976\, Promotion dort über den jungen Hegel 1980. 1981-1990 Mitarbeiter am Institut für Theorie\, Geschichte und Organisation der Wissenschaft der DDR-Akademie der Wissenschaften\, dort 1987 Habilitation zur „Kritik der kommunikativen Vernunft“. 1991-1995 Mitarbeiter der Max Planck-Fördergesellschaft im Bereich Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftsphilosophie mit Forschungssemestern in Pittsburgh\, Berkeley\, Chicago\, New York. 1996-2020 ordentlicher Professor für Praktische Philosophie am Institut für Philosophie der Universität Potsdam\, Leiter der Max Planck Forschungsgruppe „Wissenschaftskulturen im Kommunikationsprozess“ (1996-2000)\, Potsdamer Sprecher des DFG Graduiertenkollegs „Lebensformen und Lebenswissen“ (2009-2011)\, Gastprofessuren in Kraków (2002)\, Minsk (2003)\, Wien (2003) und Uppsala (2005/6). Schwerpunkte: Sozialphilosophien der öffentlichen Kommunikation\, Philosophische Anthropologien\, klassische und Neo-Pragmatismen\, Philosophien der Geschichte. Monographien: Homo absconditus. Helmuth Plessners Philosophische Anthropologie im Vergleich\, De Gruyter 2019. Heroismus und Arbeit in der Entstehung der Hegelschen Philosophie\, De Gruyter 2014. Gehirn\, Verhalten und Zeit. Philosophische Anthropologie als Forschungsrahmen\, Akademie 2010. Philosophische Anthropologie als Lebenspolitik. Deutsch-jüdische und pragmatistische Moderne-Kritik\, Akademie 2009. Zwischen Lachen und Weinen. 2 Bde.\, Akademie 1999/2001. Kritik der kommunikativen Vernunft\, Akademie Verlag 1990. \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenarsitzung-2/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260409T130000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260409T150000
DTSTAMP:20260322T221223Z
CREATED:20251222T101711Z
LAST-MODIFIED:20260322T221223Z
UID:31879-1775739600-1775746800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 9. April 2026 \n13:00–15:00 Uhr\, Plenum der Leibniz-Sozietät \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin.\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Link ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/67080724974?pwd=jYv65eVoFXV9K1YpM750E1rKbyMqdc.1 \n\nVortrag: \nFranziska Tanneberger (Universität Greifswald) \nVerbreitung und Zustand der Moore in Deutschland\, Europa und weltweit \nAbstract: \nDer Vortrag stellt Verbreitung und Zustand der Moore in Deutschland\, Europa und weltweit dar. Dabei werden aktuelle Zahlen und Karten insbesondere aus dem 2022 herausgegebenen Global Peatland Assessment vorgestellt. Für Europa wird auf das 2017 gemeinsam von über 140 Moorkundler*innen aus allen Ländern Europas publizierte „European Mires Book“ zurückgegriffen. Trotz der weltweit größten anteiligen Verluste an Mooren ist Europa ein Kontinent mit bedeutender Moorvielfalt. Die zehn europäischen Haupt-Moorregionen repräsentieren die regionale Vielfalt und die biologische Vielfalt der Ökosysteme. Das Ausmaß der Degradation nimmt von Norden nach Süden deutlich zu. In mehr als der Hälfte der europäischen Moorregionen wird das Ziel von mindestens 17% der Fläche in Schutzgebieten nicht erreicht. Weltweit entweichen 4% der gesamten Treibhausgasemissionen aus entwässerten Mooren. In Deutschland sind es 7%\, und in einigen moorrreichen Regionen mehr als ein Drittel. Eine aktuelle Hotspot-Karte der EU zeigt\, wo die Emissionen am größten sind. Wesentliche Landnutzungsoptionen auf wiedervernässten Mooren sind Wildnis\, Paludikultur (nasse Landwirtschaft) und Photovoltaik. Diese werden mit ihren Effekten auf Klima und Biodiversität ebenfalls kurz vorgestellt. \nVita: \nPD Dr. Franziska Tanneberger ist habilitierte Landschaftsökologin an der Universität Greifswald und Leiterin des Greifswald Moor Centrum (GMC). Ihr Forschungsschwerpunkt sind Niedermoore in Mittel- und Osteuropa sowie Sibirien\, insbesondere Brutvögel\, Torfbildung und Effekte der landwirtschaftlichen Nutzung. Sie ist Autorin zahlreicher Fachpublikationen\, Herausgeberin von Standardwerken wie dem „Europäischen Moorbuch“ und Hauptautorin des Global Peatlands Assessment. Das Greifswald Moor Centrum ist Schnittstelle zwischen Wissenschaft\, Politik und Praxis für alle moorbezogenen Fragen mit etwa 150 Moorfachleuten und einer Partnerschaft von Universität Greifswald\, Michael Succow Stiftung\, DUENE e.V. und Stiftung Moorbibliothek.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-23/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260312T130000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260312T150000
DTSTAMP:20260303T105242Z
CREATED:20260105T103407Z
LAST-MODIFIED:20260303T105242Z
UID:31939-1773320400-1773327600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenarsitzung
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. im\nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und online) statt. Der Zoom-Link ist folgender:\nhttps://us06web.zoom.us/j/85712757022?pwd=bFp9mNhnIWaukr0rPPssxRNx9y0CUD.1\nMeeting-ID 857 1275 7022\nKenncode 061396 \nVortrag: \nProf. Dr. Hans Neumann (MLS)\nZwischen Dirigismus und Recht. Zu den juristischen Aspekten staatlichen Verwaltungshandelns in Mesopotamien im ausgehenden 3. und frühen 2. Jt. v. Chr. \nAbstract: \nDer Vortrag steht in Verbindung mit einem aktuellen mehrjährigen Forschungsvorhaben\, in dem untersucht wird\, in welchem Umfang und in welcher Weise das Königtum der sog. Ur III-Zeit (21. Jh. v. Chr.) im Rahmen seiner politischen und ökonomischen Machtausübung dirigistische Maßnahmen mit rechtlichen Regelungen und Verfahren verband (nicht zuletzt auch mit Blick auf Entwicklungen in der nachfolgenden altbabylonischen Zeit im frühen 2. Jt. v. Chr.). Da für die Durchsetzung des zentralen königlichen Herrschaftsanspruchs in Mesopotamien ein rekonstruiertes bzw. in Teilen neu geschaffenes Provinzialsystem die Grundlage bildete\, geht es hier vornehmlich um die Anwendung juristischer Mittel im Kontext zentraler und lokaler Befehls- und Kommunikationsstrukturen insbesondere bei der Organisation und Kontrolle der ökonomischen Aktivitäten auf Provinzebene sowohl im internen Bereich einer integrierten Palast und Tempelwirtschaft als auch in Bezug auf die Nutzung ökonomischer Ressourcen außerhalb der staatlichen Wirtschaftseinheiten. Die nachweisbaren zentralen Maßnahmen und zentral wirksame ökonomische Regelungen werden zu den dirigistisch und juristisch basierten politischen und ökonomischen Verwaltungsaktivitäten der Provinzialadministrationen in Beziehung gesetzt. Dabei wird der gerade für die Ur III-Zeit immer wieder postulierte „despotische“ Charakter der mesopotamischen Königsherrschaft kritisch hinterfragt. \nVita des Referenten: \n1971–1975 Studium der Orientalischen Archäologie und Philologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; 1975–1991 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Forschungsgruppenleiter am Bereich Alter Orient des Zentralinstituts für Alte Geschichte und Archäologie (bis 1990 der Akademie der Wissenschaften der DDR); 1980 Promotion; 1992–1993 gefördert im Rahmen des „Wissenschaftler-Integrations-Programms“ (WIP); 1994–1996 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Altorientalischen Seminar der FU Berlin; 1997–1998 Habil-Stipendiat (DFG); 1998 Habilitation an der FU Berlin; 1998–1999 wissenschaftlicher Angestellter am Seminar für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients (Assyriologie) an der Universität Heidelberg (Assur-Projekt); 1999–2020 Professor (C4) für Altorientalische Philologie und Direktor des Instituts für Altorientalistik und Vorderasiatische Archäologie der Universität Münster; in dieser Zeit auch Lehre in Leiden\, Amsterdam und Jerusalem; 2003–2009 Vorsitzender der Deutschen Orient-Gesellschaft (DOG). \nAktuelle Forschungsschwerpunkte: sumerische und akkadische Keilschrifttexte des alten Mesopotamien vornehmlich aus dem 3. und frühen 2. Jt. v. Chr.; Wirtschafts-\, Rechts- und Sozialgeschichte des alten Vorderasien; Geschichte der Assyriologie/Altorientalistik in Deutschland im ausgehenden 19. und frühen 20. Jh. und in der DDR.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenarsitzung/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260212T130000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260212T150000
DTSTAMP:20260116T122101Z
CREATED:20251222T100628Z
LAST-MODIFIED:20260116T122101Z
UID:31873-1770901200-1770908400@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät im \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Link ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/63706274259?pwd=Vm9HNYoRwdxhdOifKbqe358OD7tlso.1\nMeeting-ID: 637 0627 4259 \n\nVortrag: \nRaiko Krauß (MLS) \nDer ambivalente Umgang mit historisch gewachsenen anthropologischen Sammlungen in Zeiten der post-kolonialen Debatte \nAbstract: \nDer Umgang mit menschlichen Überresten ist emotional aufgeladen. Wahrscheinlich war das schon immer so und die Gründe dafür liegen in der Natur des Menschen\, der zur Empathie fähig ist und über ein Bewusstsein für seinen Körper und Jenseitsvorstellungen verfügt. Man kann allerdings feststellen\, dass Menschen weniger emotional reagieren\, wenn es sich um sehr alte Skelettreste aus archäologischen Zusammenhängen handelt. Im Rahmen der postkolonialen Debatte sind menschliche Überreste der große Streitpunkt\, gelten sie doch als Zeugnisse der Aneignung über fremde Körper\, über den Tod der Personen hinaus. Die Aufteilung der Welt unter einigen wenigen europäischen Mächten im Zuge der Großen Geographischen Entdeckungen resultierte in einer Ausbeutung der in Besitz genommenen Länder und Unterwerfung der Bevölkerung\, vielfach bis zu deren vollständiger Vernichtung. Die Inbesitznahme der Welt durch die Europäer war die Voraussetzung für die Entstehung von anthropologischen Sammlungen mit Skeletten vom gesamten Globus. Insofern rücken heutzutage auch die Gründe für das Zustandekommen von anthropologischen Sammlungen\, welche in den allermeisten Fällen ein wissenschaftliches Interesse war\, in den Vordergrund. Im Frühjahr 2025 konnte die Berliner Gesellschaft für Anthropologie\, Ethnologie und Urgeschichte zu einer internationalen Konferenz einladen\, auf der der zukünftige Umgang mit menschlichen Überresten aus historisch gewachsenen Sammlungen thematisiert wurde. Im Vortrag werden die wichtigsten Ergebnisse dieser Zusammenkunft vorgestellt. Damit wird gleichzeitig ein Einblick in die Problematik anthropologischer Sammlungen gegeben. \nVita: \nRaiko Krauß (*1973) studierte von 1994 bis 2000 Ur- und Frühgeschichte sowie Klassische Archäologie. Außerdem belegte er Kurse in Philosophie\, Klassische Philologie sowie Vergleichende und Indogermanische Sprachwissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin und an der Freien Universität Berlin. 2004 schloss er seine Promotion in Prähistorischer Archäologie an der Freien Universität Berlin ab. Nach einer Redaktionstätigkeit für das Sächsische Landesamt für Archäologie in Dresden und einem Reisestipendiat des Deutschen Archäologischen Instituts forschte er von 2005 bis 2008 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts sowie als Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Prähistorische Archäologie der Freien Universität Berlin. Seit 2008 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Eberhardt Karls Universität Tübingen. 2015 erfolgte die Habilitation an dieser Universität sowie die Zuerkennung der Venia Legendi für das Fach „Ur- und Frühgeschichte“. Seit 2018 ist Raiko Krauß außerplanmäßiger Professor für Mittel- und Südosteuropäische Ur- und Frühgeschichte in Tübingen. In den folgenden Jahren erfuhr seine Forschungstätigkeit eine Förderung im Rahmen des Heisenberg-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-22/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260129T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260129T130000
DTSTAMP:20260128T204834Z
CREATED:20250709T163556Z
LAST-MODIFIED:20260128T204834Z
UID:30891-1769680800-1769691600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum: Veranstaltung zum 100. Geburtstag von Hermann Klenner
DESCRIPTION:Die Veranstaltung zu Ehren des 100. Geburtstages unseres Mitglieds Prof. Dr. Herrmann Klenner findet im Restaurant “Hoftheke” im Erdgeschoss des Alten Rathauses in Friedrichshagen statt und wird zeitgleich übertragen via Zoom:\nhttps://us06web.zoom.us/j/83386571710?pwd=7srqc11h1AoqjjWNmvjhzYsqfnD1og.1\nMeeting-ID: 833 8657 1710\nKenncode: 534488 \nVoraussichtliche Abfolge: \nEröffnung durch die Präsidentin\nVolkmar Schöneburg: “Der Rechtsstaat – ein Mythos?” (Wissenschaftlicher Beitrag) (30 Minuten\, vorgetragen durch Dieter Segert)\nHorst Klinkmann: Laudatio (15 min)\nChristiane Rößler: Würdigung (10 Min) \nHermann Klenner: Antwort des Geehrten \nAb 12 Uhr: Sekt-Empfang im Ratskeller.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-veranstaltung-zum-100-geburtstag-von-hermann-klenner/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20251211T130000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20251211T150000
DTSTAMP:20251127T110455Z
CREATED:20250709T160556Z
LAST-MODIFIED:20251127T110455Z
UID:30864-1765458000-1765465200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 11. Dezember 2025 \n13:00–15:00 Uhr\, Plenum der Leibniz-Sozietät\nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Link ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/65618290748?pwd=JbeupZMqC6IOCHb5mmFRjEplH5nkLi.1\nMeeting-ID: 656 1829 0748 \nVortrag: \nMichael Kaschke (MLS) \nDigitalisierung in Medizintechnik und Gesundheitsversorgung \nAbstract: \nInnovation im Gesundheitswesen – das heißt neue Ideen\, Methoden\, Technologien\, Produkte oder Dienstleistungen mit dem Ziel\, die Gesundheitsversorgung\, die Ergebnisse für die Patienten und die Gesamteffizienz in der Gesundheitsbranche zu verbessern. Die Medizintechnik-Branche ist ein wichtiger Treiber dieses Prozesses. Innovative Technologien\, wie Photonik\, Miniaturisierung\, KI\, Robotik\, Sensorik oder telemedizinische Lösungen bieten enorme Möglichkeiten zur Verbesserung der Qualität und Effizienz der medizinischen Versorgung sowie zur Digitalisierung der Gesundheitsprozesse. \nOhne die Hunderttausenden verschiedenen Medizinprodukte wäre unsere Lebensqualität\, unsere Gesundheit und unsere Lebenserwartung nicht das\, was wir heute als selbstverständlich erachten. Und die Herausforderungen an die Medizintechnik für die Gesundheitsversorgung der Zukunft bleiben\, getrieben durch die demografische Entwicklung\, den medizinisch-technischen Fortschritt und einen erweiterten Gesundheitsbegriff\, weiterhin groß. \nIm Vortrag wird auf diese Herausforderungen\, die Barrieren aber auch die Chancen einer digitalisierten und personalisierten Medizintechnik und Gesundheitsversorgung eingegangen. \nVita: \nProf. Dr. Michael Kaschke studierte Physik an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena\, promovierte 1986 zum Dr. rer. nat. und 1988 zum Dr. sc. nat.\, danach war er von 1990 bis 1992 Invited Visiting Scientist bei IBM Research Yorktown Heights\, New York\, USA. Er forschte u. a. auf dem Gebiet der Erzeugung ultrakurzer Laserimpulse und deren Anwendung in der physikalischen Chemie und in der Medizin. \nMehr als 25 Jahre hatte Michael Kaschke Top-Führungspositionen in der deutschen Hightech-Industrie inne\, zuletzt von 2011 bis 2020 als Vorstandsvorsitzender der ZEISS Gruppe. In seiner Zeit entwickelt sich das Unternehmen zu einem global technologisch führenden Unternehmen in der Medizin- und Halbleitertechnik sowie der Optoelektronik. Er übte zahlreiche Aufsichtsratsmandate in großen börsennotierten Unternehmen aus\, beispielsweise bei der Deutschen Telekom\, und ist heute Gesellschafter und Mitglied des Aufsichtsrats bei BOSCH. \nMichael Kaschke ist derzeit Präsident des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft und Vorsitzender des Aufsichtsrats des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). An der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik des KIT lehrt er seit 2009 Optische Medizintechnik und Innovations-Management. Von 2014 bis 2020 war er Mitglied des Deutschen Wissenschaftsrats. 2018 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Jena. Seit 2021 ist Michael Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina\, Mitglied der Leibniz-Sozietät ist er seit 2016.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-19/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20251113T130000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20251113T150000
DTSTAMP:20251111T173223Z
CREATED:20250709T162337Z
LAST-MODIFIED:20251111T173223Z
UID:30880-1763038800-1763046000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Peer Pasternack (Direktor des HoF\, Uni Halle-Wittenberg) \nWissenschaftsalltag und Politik in der DDR: die Auskünfte der Belletristik \nModeration: Gerda Haßler \nAls Hybridveranstaltung auch online: \nZum Erhalt der Zoom-Daten beachten Sie bitte die Angaben in der Rundmail zu den Veranstaltungen im November oder schreiben Sie eine Mail an g.hassler@leibnizsozietaet.de \nAbstrakt: \nDie fiktive Literatur bildete in der DDR paradoxerweise oft besser die wahren Verhältnisse ab. Das gilt auch für die rund 170 Titel zur DDR-Wissenschaft (von denen etwa 50 nach 1990 erschienen sind). Angefangen bei ABF-Romanen (von denen es drei gibt\, nicht nur Hermann Kants “Aula”) und Texten zur AdW (insbesondere von Helga Königsdorf und John Erpenbeck) sowie recht vielen Darstellungen zur Universität Leipzig (die von allen DDR-Hochschulen am häufigsten die Handlungsbühne ist) über NÖS-\, Kybernetik- und III.-Hochschulreform-Romanen bis hin zu desillusionierten Texten in den 80er Jahren und der ‘Abwicklungs-Belletristik’ der 90er Jahre: Nahezu immer geht es darum\, wie sich Politik im Alltag des Wissenschaftsbetriebs spiegelte und wie das akademische Milieu mit Erwartungen\, Anforderungen und Zumutungen umging. \nCV: \nProf. Dr. Peer Pasternack (*1963): Aufgewachsen in Halle-Neustadt. Fahrzeugschlosserlehre und sechs Jahre Berufskraftfahrer\, Volkshochschul-Abitur. 1994 Diplom (Politikwissenschaft\, Universität Leipzig)\, 1998 Promotion (FB Pädagogik\, Universität Oldenburg)\, 2005 Habilitation (Soziologie\, Universität Kassel). 1989-1995 Studentensprecher der Leipziger Universität und Sprecher der ostdeutschen Konferenz der StudentInnenschaften. Seit 1991 Herausgeber der Zeitschrift „die hochschule. journal für wissenschaft und bildung“ (bis 2001 unter dem Titel „hochschule ost“). 1996-2001 Hochschulforscher und Forschungskoordinator am Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 1997-2002 Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft der Universität Leipzig. 2002-2003 Staatssekretär für Wissenschaft im Senat von Berlin. Seit 2004 Forschungsdirektor bzw. Direktor des Instituts für Hochschulforschung (HoF) an der Universität Halle-Wittenberg. Lehrveranstaltungen am Institut für Soziologie der Universität Halle. Arbeitsschwerpunkte: Hochschulpolitikanalyse\, Hochschulorganisation\, Bildung und Wissenschaft in demografisch herausgeforderten Regionen\, Wissenschaftszeitgeschichte. \nJüngste Buchveröffentlichungen: Von Campus- bis Industrieliteratur. Eine literarische DDR-Wissenschaftsgeschichte\, Baden-Baden 2024; Die vier Dimensionen des ostdeutschen Wissenschaftsumbaus ab 1990. Strukturen und Personal\, akademische Kultur und wissenschaftliche Inhalte\, Halle-Wittenberg 2025; NomosHandbuch Hochschulforschung. Forschung über Hochschule und Wissenschaft\, Baden-Baden 2025 (Hrsg. mit Gabi Reinmann u Christian Schneijderberg)
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-20/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20250612T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20250612T153000
DTSTAMP:20250528T071645Z
CREATED:20250212T080052Z
LAST-MODIFIED:20250528T071645Z
UID:29919-1749735000-1749742200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät \nDonnerstag\, den 12. Juni 2025 \n13:30–15:30 Uhr\, Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nZoom-Link: https://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/63529869060?pwd=aSTwAMD5KWm508dVb0wyAaCvotouFF.1 \nMeeting-ID: 635 2986 9060 \nVortrag: \nMichael Kaasch (MLS) \nSchwieriges Erbe? Der Arzt\, Naturforscher und Maler Carl Gustav Carus\, ein (umstrittener) Zeitgenosse von Caspar David Friedrich \nAbstract: \nDie Malerei der Romantik und ihr bedeutendster Vertreter Caspar David Friedrich (1774–1840) standen 2024 aus Anlass von dessen 250. Geburtstag im Mittelpunkt kulturgeschichtlicher Aufmerksamkeit. In umfangreichen repräsentativen Ausstellungen in Hamburg\, Berlin\, Greifswald (seiner Heimatstadt)\, Dresden (seinem langjährigen Wirkungsort) und Weimar wurde Friedrich gefeiert und gewürdigt. Hier soll mit Carl Gustav Carus (1789–1869)\, dem \,\,Naturforscher und Arzt – Philosoph und Künstler“ – so die auf den Biologiehistoriker Rudolph Zaunick (1893–1967) zurückgehende\, heute noch gültige Kennzeichnung seines Wirkens – ein Zeitgenosse in den Mittelpunkt gerückt werden\, der in Dresden in Verbindung zu Friedrich stand und der einerseits als Künstler in eigenständiger Weise dessen Anregungen aufnahm und der andererseits diesen ärztlich beriet. Carus war als Naturforscher in der vergleichenden Anatomie und in der Physiologie\, als Frauenarzt und Geburtshelfer\, als Leibarzt des sächsischen Herrscherhauses und gefragter Arzt mit großer Privatpraxis sowie als Mitbegründer (1822) und Förderer der Gesellschaft Deutscher Naturforscher Ärzte (GDNÄ) und XIII. Präsident der Naturforscherakademie Leopoldina (Amtszeit 1862–1869) ein wichtiger Repräsentant der Medizin seiner Zeit. Mit seinen Analysen der Psyche (vor allem zur Bedeutung des Unbewussten) gehört Carus zu den Vorläufern der modernen Psychologie. Als begeisterter Goetheverehrer versuchte er in Hinblick auf die eigenen Lebensziele und seine Lebensgestaltung\, diesem Vorbild weitgehend nachzufolgen. Darüber hinaus beschäftigte sich Carus mit philosophischen Fragen und hinterließ ein umfassendes schriftstellerisches Werk (u. a. eine umfangreiche Autobiographie). Seine Vielseitigkeit spiegelt sich auch in – heute durchaus als problematisch angesehenen – Vorstellungen und Herangehensweisen (z. B. in seiner Cranioskopie und in der Behandlung der Menschenrassen) wider. Noch zu Lebzeiten geriet Carus mit seinen (nach-) romantischen Auffassungen in Widerspruch zur tonangebenden wissenschaftlichen und künstlerischen Elite. Wie das künstlerische Œuvre von Caspar David Friedrich fiel auch das Werk und Wirken von Carus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts immer mehr dem Vergessen anheim. Nach 1900 wurde mit der Renaissance der romantischen Malerei Friedrichs zunächst auch das künstlerische Werk von Carus wiederentdeckt und schließlich auch sein wissenschaftliches und ärztliches Wirken erneut erschlossen. Dabei zeichnen sich verschiedene Perioden und problematische Aspekte der Aneignung zu unterschiedlichen Zeiten ab (1920er Jahre\, NS-Zeit\, DDR-Zeit\, bundesdeutsche „Gegenwart“). Ein sich wandelnder Umgang mit Tradition zeigt sich einerseits am nunmehr eher unkritischen Hype um Caspar David Friedrich und andererseits einer immer mehr nur auf die problematischen Aspekte verengten Auseinandersetzung mit dem Werk von Carus. Missverständnisse und ein unreflektierter Zugang zur Wissenschaftsgeschichte bzw. Instrumentalisierungen moralischer Werturteile spielen dabei eine entscheidende Rolle und müssen dringend hinterfragt werden. \nVita: \nMichael Kaasch ist Biologe (1989 Dr. rer. nat. an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Halle/Saale)\, Biologiehistoriker und wissenschaftlicher Redakteur der Schriften der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften. Schwerpunkte seiner Forschungen sind die Biologiegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts\, die Entwicklung der naturwissenschaftlichen Publizistik\, die wissenschaftliche Biographik und die Historie Gelehrter Gesellschaften und wissenschaftlicher Akademien. 2024 erhielt er den Ilse-Jahn-Ehrenpreis der Deutschen Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie. Er ist seit 2020 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. und stellvertretender Sekretar der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-17/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20250515T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20250515T153000
DTSTAMP:20251021T175317Z
CREATED:20241222T122835Z
LAST-MODIFIED:20251021T175317Z
UID:29837-1747315800-1747323000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Stephan Lehnstaedt (MLS) \nJüdischer Widerstand gegen den Holocaust – Herausforderungen der Historiographie\nAbstract: \n\nAngesichts von etwa sechs Millionen Menschen\, die in Europa zwischen 1939 und 1945 im Holocaust starben\, die von Deutschen und ihren Helfern erschossen\, vergast oder auf andere Weise umgebracht wurden\, entstehen nur allzu leicht Vorstellungen einer überwältigenden\, unausweichlichen Totalität des Genozids. Der Blick auf die Täter und ihre Gewaltpraktiken verstärkt zusätzlich den Eindruck paralysierter Opfer\, die lediglich Objekte in den Händen der Mörder darstellten.  Es ist der Mythos angeblicher jüdischer Passivität\, der bis in biblische Zeiten zurückreicht: Sie waren wie Lämmer auf dem Weg zur Schlachtbank. \nDabei belegen unzählige Berichte die Aktivitäten der Verfolgten\, und nicht zuletzt bezeugen die Überlebenden den unbedingten Willen und die Fähigkeit\, die eigene Existenz selbst unter den desaströsen Bedingungen der deutschen Vernichtungsmaschinerie zu behaupten. Die entscheidende Frage ist\, wie diese Geschichte zu schreiben ist: Nach 1945 war es die Orientierung am augenfälligen – männlichen – Heldentum\, die zum Leitmotiv der Geschichtsschreibung über und zur Erinnerung an jüdischen Widerstand wurde. Dazu kamen nationale bzw. geographisch beschränkte Perspektiven und die Verengung auf bewaffneten Kampf als „eigentlichem“ Widerstand. \nDer Vortrag untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen\, eine europäische und integrierende Perspektive des jüdischen Widerstands zu schreiben. \n\n\nCV \nStephan Lehnstaedt\, Dr. phil. habil.\, (2008 LMU München\, 2016 TU Chemnitz) ist seit 2016 Professor für Holocaust-Studien an der Touro University\, Campus Berlin. Zuvor er hat an der LMU München\, der HU Berlin und der London School of Economics gelehrt und war 2010 bis 2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut Warschau. 2024 wurde er in die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin gewählt. Er ist außerdem Mitglied in den wissenschaftlichen Beiräten u.a. der Stiftung Flucht\, Vertreibung\, Versöhnung (Vorsitzender)\, der Zeitschrift Przegłąd Zachodni sowie der Jury des Wissenschaftlichen Förderpreises des Botschafters der Republik Polen in Berlin. \nLehnstaedt beschäftigt sich mit Imperialismus\, der Geschichte der zwei Weltkriege\, dem Holocaust und dessen Wiedergutmachung. Aktuell erarbeitet er gemeinsam mit Paweł Machcewicz von der Polnischen Akademie der Wissenschaften ein „Handbuch Polen unter Besatzung“ und leitet ein Projekt\, das in fünf Ländern die Erfahrungsgeschichte der „Wiedergutmachung“ untersucht. \nZu mehr als hundert Aufsätzen und 15 Sammelbänden kommen bislang sieben Monographien\, zuletzt „Der Warschauer Aufstand 1944“ (Ditzingen: Philipp Reclam jun. 2024) sowie „Bełżec\, Sobibór\, Treblinka und die Aktion Reinhardt“ (München: C.H. Beck\, 2017 / 3. Auflage 2023 – Polnisch 2018\, Französisch und Niederländisch 2020). Anfang 2025 erscheint im Beck-Verlag seine neue Studie „Der vergessene Widerstand. Jüdinnen und Juden im Kampf gegen den Holocaust“. \nAn der Touro University unterrichtet Lehnstaedt im Masterstudiengang „Holocaust Studies / Jewish Studies“ und kuratiert mit seinen Studierenden regelmäßig Ausstellungen. Die mit der Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz und der Wiener Library London erarbeitete Ausstellung „Verfolgen und Aufklären. Die erste Generation der Holocaustforschung“ wurde u.a. von den Vereinten Nationen in New York gezeigt. \nLehnstaedt war 2008 bis 2010 Gutachter in Sozialgerichtsprozessen zu den sogenannten Ghettorenten und wurde 2012 im Bundestag dazu gehört. Er engagiert sich öffentlich zu aktuellen Themen der deutschen Gedenkkultur sowie zur polnischen Geschichte\, u.a. bei zwei weiteren Anhörungen im Bundestag 2017 und 2022. In Polen wurde mehrfach für seinen Beitrag zur deutsch-polnischen Aussöhnung ausgezeichnet\, u.a. mit der Anielewicz-Medaille vom Verband der Holocaust-Überlebenden oder dem Orden „Za Wybitne Zasługi“ des Verbands der Kombattanten und früheren politischen Gefangenen. \n  \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-15/
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20250410T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20250410T153000
DTSTAMP:20250401T111246Z
CREATED:20250120T200654Z
LAST-MODIFIED:20250401T111246Z
UID:30016-1744291800-1744299000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät\nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nZoom-Link:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/66246447598?pwd=L2J5aPEcaNXxWEDl2vpQE0MaZQA6hC.1\nMeeting-ID: 662 4644 7598 \nVortrag: \nThomas Naumann (DESY\, Zeuthen)\nUniversum – Multiversum: Hatte Gott eine Wahl?\nZur Feinabstimmung der Naturkonstanten\nAbstract: \nEinstein sagte einmal\, was ihn am meisten interessiere sei die Frage\, ob Gott die Welt hätte anders machen können. Unsere Existenz hängt von einer Vielzahl von Größen ab\, deren genaue Abstimmung das Leben in unserer Welt überhaupt erst ermöglicht. Dazu gehören die Zahl der Raumdimensionen\, die Dichte des Universums\, die Stärke der Kräfte und die Massen der Teilchen. Die Hypothese von einem Multiversum könnte Leibniz’ Frage\, ob wir in der „besten aller Welten” leben\, beantworten und das rätselhafte Feintuning so vieler Eigenschaften unserer Welt erklären. \nVita: \nProf. Thomas Naumann ist Teilchenphysiker. Er arbeitet am größten Forschungsprojekt der Menschheit\, dem 27 km langen Large Hadron Collider LHC des Europäischen Zentrums für Kernforschung CERN in Genf. Geboren 1953 in Dresden\, studierte er bis 1975 an der Technischen Universität seiner Heimatstadt Physik.\nDanach untersuchte er am Institut für Hochenergiephysik in Zeuthen bei Berlin und ab 1992 am Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY die Eigenschaften der Kernkraft. Sein Experiment ATLAS war 2012 an der Entdeckung des Higgs-Teilchens beteiligt.\nThomas Naumann leitete bis 2019 die Gruppe Teilchenphysik des DESY in Zeuthen und lehrte als Honorarprofessor an der Universität Leipzig. \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-18/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20250313T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20250313T153000
DTSTAMP:20250227T133556Z
CREATED:20250106T162912Z
LAST-MODIFIED:20250227T133556Z
UID:29905-1741872600-1741879800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät\nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Link ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/63570625303?pwd=7338rQK0CGOcnoJqyRLmWv7LZL7WOp.1\nMeeting-ID: 635 7062 5303 \nVortrag: \nWolf R. Eisentraut (Berlin) \nSchöpfertum gefangen im Zentralismus – zur wechselvollen Geschichte der Architektur in einer vergangenen Republik \nAbstract: \nDer Vortrag gibt einen Überblick auf die wechselvolle Geschichte der Architektur in der DDR\, über Zusammenhänge und Gegensätze von politischen Vorgaben und individuellem Wirken der Akteure. Es wird anhand von Beispielen der mehrfache inhaltliche Wechsel der offiziellen Vorgaben und deren Auswirkungen auf das architektonische Schaffen dargestellt. Im Vortrag wird auch darauf eingegangen\, welche Rolle die Architekten spielten und wie sie in das staatlich gelenkte Wirtschaftssystem eingebunden waren. Erstmals erfährt die Architektur- und Baugeschichte der nun abgeschlossenen Periode eine systematische Gliederung in vier Dezennien\, in eine synchronistische Übersicht mündend. Darüber hinaus erfolgen Betrachtungen zu bleibenden Werken und zur Vergänglichkeit der baulichen Artefakte sowie zum Umgang der gegenwärtigen Gesellschaft mit ihrem Erbe aus der vergangenen Zeit\, der auch grundsätzliche Fragen zur Nachhaltigkeit aufwirft. Die Thematik wird angereichert und illustriert mit der Darlegung eigener Beiträge des Referenten zu Städtebau und Architektur in den relevanten Zeitabschnitten\, nicht ohne einen Blick auf gegenwärtiges Bauen zu richten. Die Baugeschichte wird anhand von Bildern zu ikonischen Bauten des jeweiligen Zeitabschnittes erfassbar gemacht. \nDer Vortrag stützt sich in großen Teilen auf das vom Referenten 2023 vorgelegte Buch zu einer ähnlichen Thematik und mündet in die Frage\, ob es eine sozialistische Architektur gegeben hat. \nVita: \nWolf R. Eisentraut\, am 1. 12. 1943 in Chemnitz geboren\, absolvierte nach dem Abitur in Plauen eine Maurerlehre und studierte von 1963 bis 1968 Architektur sowie Ingenieurpädagogik an der Technischen Universität Dresden. Erste Berufserfahrungen als Architekt gewann er bei Hermann Henselmann als Mitarbeiter an Entwürfen für Stadtzentren und Hochhäuser sowie später als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Wohnungsbau der Bauakademie der DDR. 1972 war er unter Leitung von Heinz Graffunder am Entwurf zum Palast der Republik in Berlin beteiligt. Bei diesem Projekt verantwortete er die Planung des Mittelteils dieses repräsentativen Gebäudes\, insbesondere der großen Foyerhalle und des Theaters im Palast\, für das er später  Bühnenbilder und Ausstattungen entwarf. Im Hauptberuf ging er 1976 in das Baukombinat Ingenieurhochbau Berlin und leitete dort ein Entwurfskollektiv. Bei dieser Tätigkeit gelangen ihm in Abkehr von damals verordneten Typenprojekten individuelle Architekturschöpfungen wie eine Schule für Körperbehinderte in Berlin-Lichtenberg. Aus dieser Periode resultieren aber vor allem auch mehrere Zentren mit Handels- und Kulturbauten in Berliner Neubaugebieten\, so Kaufhäuser\, Bibliotheken\, ein Kino\, eine Galerie\, ein Kulturhaus und viele Gaststätten – alle eingebettet im städtebaulichen Entwurf und realisiert im Hochbau\, so u. a. am Helene-Weigel-Platz und im Zentrum von Berlin-Marzahn. \nDaneben war Wolf R. Eisentraut wissenschaftlich tätig\, promovierte 1984 zum Dr.-Ing. und wurde nach seiner Habilitation 1986 zum Professor an die Technischen Universität Dresden berufen\, wobei er die praktische Entwurfs- und Bautätigkeit parallel weiterführte. Das führte dann schließlich 1991 zur Gründung eines eigenen Entwurfs- und Planungsbüros in Dresden und Berlin. In diesem Rahmen entstanden städtebauliche Planungen und überwiegend Wohn- und Kulturbauten in Berlin\, und an anderen Orten\, vom  Sächsischen Vogtland über den Brocken bis an die Nord- und Ostsee. \nWie schon während der Planungstätigkeit berufsbegleitend\, widmete sich Wolf R. Eisentraut nach 2018 beratender und publizistischer Tätigkeit. In seinem 2023 beim Lukas-Verlag erschienen Buch „Zweifach war des Bauens Lust“ stellt er auf unterhaltsame Weise die wechselvolle Baugeschichte der DDR und seine eigenen Beiträge dazu dar.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-16/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20250213T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20250213T160000
DTSTAMP:20251021T171842Z
CREATED:20241221T171434Z
LAST-MODIFIED:20251021T171842Z
UID:29796-1739453400-1739462400@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum Februar
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät \nZeit: 13.30 bis 15.30 Uhr \nOrt: Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nauch über Zoom. \nOttmar Ette (MLS) \nDer Romanist als Romancier. „Zwei deutsche Leben“ und „Mein Name sei Amo“ von und mit Ottmar Ette\nAbstract: \nIm Zentrum der Lesung stehen die beiden Romane „Zwei deutsche Leben“ und „Mein Name sei Amo“. Im anschließenden Gespräch stehen Fragen des Verhältnisses zur Geschichte und die Bedeutung eines kritischen Verhältnisses zur Geschichte ebenso im Zentrum wie die dunkle Seite der europäischen Aufklärung\, die Grenzen von Wissen und Wissenschaft sowie ganz allgemein das Spannungsverhältnis zwischen akademischem und literarischem Schreiben in Gegenwart und Zukunft. \nCV: \nOttmar Ette war drei Jahrzehnte lang Romanist und Komparatist an der Universität Potsdam und ist Projektleiter eines akademischen Langzeitvorhabens an der BBAW (bis Ende 2032) sowie Gründungsdirektor eines  Forschungszentrums in Changsha\, China. Er verfasste zahlreiche Bände über Roland Barthes\, Alexander von Humboldt\, Transareale Studien\, über Literaturwissenschaft als Lebenswissenschaft sowie acht Bände seiner Vorlesungen; seine Bücher wurden ins Englische\, Französische\, Spanische\, Portugiesische und Chinesische übersetzt. Er war Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin\, ist Mitglied mehrerer Akademien und wurde zum Honorary Member der Modern Language Association in den USA gewählt. Als Schriftsteller hat er die Romane „Zwei deutsche  Leben“ und „Mein Name sei Amo“ vorgelegt. \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-februar/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20250123T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20250123T120000
DTSTAMP:20250116T214813Z
CREATED:20240819T112930Z
LAST-MODIFIED:20250116T214813Z
UID:29100-1737626400-1737633600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Veranstaltungsort: Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestraße 87\, 12587 Berlin – bzw. hybrid. Zoom: \nhttps://us06web.zoom.us/j/87629608973?pwd=YDbDwgTGVZvQbhubJIZB3IUpDhbzc4.1\nMeeting-ID: 876 2960 8973\nKenncode: 617951 \nDieter Segert\, MLS \nEine Ordnung gemeinsamer Sicherheit in Europa – Analysen des Helsinki-Friedensprozesses und seines Scheiterns\nAbstrakt \nVor 50 Jahren hatte die Konferenz von Helsinki einen Prozess angestoßen\, der auf das geregelte friedliche Zusammenleben in Europa gerichtet war. Er hatte u.a. durch die Ostverträge zwischen der Bundesrepublik Deutschland und ihren osteuropäischen Nachbarn Impulse erhalten. Abrüstungs- und Rüstungsbegrenzungsverträge zwischen der Sowjetunion und den USA folgten. 1990 mit der Charta von Paris schien die europäische Friedensordnung auf Dauer errichtet zu sein. Aber schon Ende des betreffenden Jahrzehnts zeigten sich die ersten Risse in ihrem Fundament. Die Kündigung des ABM-Vertrages 2002 durch die USA war der Beginn eines Abbaus erreichter Verträge wie auch der schrittweisen Zerstörung von Vertrauen zwischen Russland und dem Westen. Er gipfelte im Krieg Russlands gegen die Ukraine\, der gleichzeitig ein Stellvertreterkrieg zwischen den USA und Russland ist. \nZwei Fragen stehen im Mittelpunkt des Vortrags: Wer trägt für diese destruktive Entwicklung die Verantwortung\, oder anders gefragt: was wurde durch die Entscheidungen Russlands verursacht und was durch Akteure des „Westens“? Was sind die Bedingungen dafür\, um diesen Geschichtsbruch zu reparieren und zu einer Ordnung gemeinsamer Sicherheit zurückzukehren? \nLebenslauf \nDieter Segert (geb. 1952 in Salzwedel) studierte Philosophie an der HUB und der MGU. Er arbeitete seit 1978 an der Sektion marxistisch-leninistische Philosophie an der Berliner Humboldt-Universität und wurde dort 1989 zum Professor berufen. Seit 1985 bemühte er sich gemeinsam u.a. mit Uwe-Jens Heuer um die Gründung der Politikwissenschaft als universitäre Disziplin\, was aber erst Ende 1989 gelang. 1990-1992 war er an der Gründung des Fachbereichs für Sozialwissenschaften an der HUB beteiligt und wurde zum Prodekan gewählt. 1993 wurde Segert auf 5 Jahre befristet zum C3-Professor für Vergleichende Politikwissenschaft (Schwerpunkt Osteuropa) berufen. Nach der Arbeit als Gastprofessor an der Prager Karlsuniversität und als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn wurde er 2005 an die Universität Wien auf eine unbefristete Professur für die Analyse von Transformationsprozessen in Osteuropa berufen. Seit 2008 ist Dieter Segert Mitglied der Leibniz Sozietät\, 2024 wurde er zum Sekretar der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften gewählt. Die Schwerpunkte seiner Forschungs- und Lehrarbeit sind Analyse politischer Parteien in Osteuropa\, Transformationen des osteuropäischen Staatssozialismus und sein Erbe\, Gefährdungen der liberalen Demokratie. Zu diesen Gebieten hat er umfangreich publiziert. In den letzten Jahren beschäftigt er sich intensiv mit den Konflikten im post-sowjetischen Raum. 2024 erschien das Buch „Doppelter Geschichtsbruch. Der Wandel in Osteuropa nach der Helsinki-Konferenz 1975 und die Zukunft der europäischen Sicherheit“\, bei dem er Mit-Herausgeber (zusammen mit Peter Brandt und Gert Weisskirchen) und Autor ist. Das Buch liegt dem Vortrag zugrunde.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-14/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20241212T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20241212T153000
DTSTAMP:20241113T102413Z
CREATED:20240819T112707Z
LAST-MODIFIED:20241113T102413Z
UID:29097-1734010200-1734017400@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. (LS) in Kooperation mit der Gesellschaft für Kybernetik (GfK) \n13:30–15:30 Uhr\, Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Link ist der folgende:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/61217206307?pwd=ibCrKPt2G2t0r2FoooxDtt5OkCqazy.1\nMeeting-ID: 612 1720 6307 \nIm Rahmen der Veranstaltung wird der Wiener-Schmidt-Preis der GfK an Erdmute Sommerfeld (MLS) und Werner Krause (MLS) verliehen. \nProgramm: \n\nBegrüßung: Gerda Haßler (Präsidentin der LS)\, Hanspeter Loewen (GfK)\nFestvortrag 1: Hermann Michael Schmidt (Versmold): “Wilhelm Dilthey – Motivator von Hermann Schmidt”\nFestvortrag 2: Siegfried Piotrowski (Präsident der GfK): “Norbert Wiener und die heutige Gesellschaft für Kybernetik”\nEhrungen mit dem Wiener-Schmidt-Preis der GfK: – Laudatio: Gerhard Pfaff (MLS) – Dankesworte der Geehrten\n\nVortrag 1: \nHermann Michael Schmidt (Versmold)  \nWilhelm Dilthey – Motivator von Hermann Schmidt \nAbstract: \nDie Kybernetik\, angetreten als fächerübergreifende Theorie von Steuerung und Regelung (N. Wiener\, W. Ross Aschby\, G. Klaus\, H. Schmidt) vertritt im Grunde zwei ganz verschiedene Anliegen. Auf der einen Seite will die Kybernetik Universalwissenschaft werden mit der Kraft\, in die Einzelfächer hineinzuwirken und dort neue nützliche Verbindungen zu stiften.   Man muss wohl sagen\, dieser Anspruch hat sich kaum erfüllt. Auf der anderen Seite haben Kybernetiker versucht\, die Beziehung zwischen dem Menschen und der (ja von ihm geschaffenen) Technik philosophisch neu zu deuten\, der Technik einen Wert für das Selbstbild des Menschen zu geben. Diesen zweiten Anspruch macht die „Allgemeine Regelkreislehre“ von Hermann Schmidt. \nDie Schriften von Hermann Schmidt enthalten knappe Hinweise auf die Klassiker\, auf Kant\, Herder\, Schleiermacher und Hegel. Was Schmidt aber versäumt\, so die Behauptung hier\, ist\, dass er sich viel ausführlicher auf die deutschen Klassiker als seine Vordenker über teleologische Kausalität hätte einlassen können. \nDer Vortrag soll zeigen\, dass die Lehre von Hermann Schmidt deutliche Gemeinsamkeiten mit der Lebensphilosophie von Wilhelm Dilthey hat\, den die Schriften von Schmidt nicht einmal erwähnen. Tatsächlich hatte Herman Schmidt als Student in Göttingen über Dilthey´s Philosophie viel gehört in der Vorlesung von Georg Misch\, des Dilthey-Herausgebers\, der dann 1923 Schmidt im Nebenfach Philosophie auch geprüft hat. In Band VII von Dilthey Ges. Schriften heißt es etwa\, recht nah bei den Begriffen von Hermann Schmidt: „Die Geschichte zeigt\, wie die Wissenschaften\, die sich auf den Menschen beziehen\, in einer beständigen Annäherung an das fernere Ziel einer Besinnung des Menschen über sich selbst begriffen sind“. \nWilhelm Dilthey (1833 – 1911) ist absolut kein Philosoph der modernen Technik. Im Gegenteil\, er sieht im Techniker des Alltags ausdrücklich den Mann des bloßen Spezialwissens nah bei Hermann Schmidt. Die Lehre von Schmidt macht allerdings das Technisieren – die moderne Technik wird durch Automaten repräsentiert – zum Hauptmerkmal der Spezies Mensch. \nVita: \nHermann Michael Schmidt studierte von 1963 bis 1969 Physik an der TU Berlin und an der Universität Göttingen (Abschluss: Diplom). 1974 promovierte in theoretischer Physik in Göttingen. In den folgenden Jahren war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Quantenchemie der TU Berlin. Von 1986 bis 1988 war er für die Hellenic Science Foundation in Athen tätig. Es folgten Tätigkeiten an der Universität Stuttgart sowie Gastaufenthalte in Torun (Polen) und in Aarhus (Dänemark). Von 2001 bis 2010 war Hermann Michael Schmidt Lehrkraft für Mathematik und Physik an der Volkshochschule in Beckum/Westfalen. Ein Schwerpunkt seiner Veröffentlichungen war das Thema „Partitionen in der Störungstheorie von n-Elektronen-Wellenfunktionen“. In zahlreichen Vorträgen hat er über die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Tätigkeit berichtet. \nVortrag 2: \nSiegfried Piotrowski (GfK) \n Norbert Wiener und die heutige Gesellschaft für Kybernetik \nAbstract: \nDer kleine Beitrag anlässlich der Vergabe des Wiener-Schmidt-Preises an zwei ausgewiesene Kybernetiker der Leibniz Sozietät der Wissenschaften zu Berlin ist hauptsächlich auf die Zusammenfassung von Zitaten aus dem Jahr 1994 anlässlich der 100sten Geburtstage von Norbert Wiener und Hermann Schmidt ausgerichtet. Er beinhaltet aber darüber hinaus auch weiterführende Informationen zum Leben Norbert Wieners. \nMit der Kybernetik Wieners und Schmidts eng verbunden ist die Gesellschaft für Kybernetik\, auf deren Entstehungsgeschichte und Auslegung der kybernetischen Arbeitsgebiete im zweiten Teil des Vortrags eingegangen wird. \nVita: \nSiegfried Piotrowski studierte Bautechnik und war anschließend Management- und Marketingberater\, selbständiger Unternehmer und Dozent in der Erwachsenenbildung. Er ist Honorarprofessor für Produkt- und Produktionsmanagement\, einschließlich Marketing an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Lucian-Blaga-Universität Hermannstadt\, Rumänien (Universitatea “Lucian Blaga” din Sibiu). Seine Arbeitsschwerpunkte sind Bildungs-\, Kommunikations- und Organisationskybernetik\, Bildungstechnologie sowie Mediologie und Eurologie. Siegfried Piotrowski ist Präsident der (Deutschen) Gesellschaft für Kybernetik e. V. (GfK).
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-13/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20241114T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20241114T150000
DTSTAMP:20251021T175403Z
CREATED:20240819T111037Z
LAST-MODIFIED:20251021T175403Z
UID:29087-1731591000-1731596400@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Die Plenarsitzung findet im hybriden Format im Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin und per Zoom statt. \nVor dem Vortrag findet die Übergabe der Daniel-Ernst-Jablonski-Medaille an Kollegen Reinhard Greiling statt. \nVortrag von Dr. Hartwin Spenkuch \nBesinnung auf Preußen – Warnung vor Preußen.\nBundesdeutsche Debatten über Erbe und aktuelle Bedeutung eines umstrittenen Staates\nAbstract:\nIn der unmittelbaren Nachkriegszeit galt Preußen bei den Alliierten und auch Friedrich Meinecke als Nährboden für den Nationalsozialismus. In den Folgejahrzehnten war die Bewertung Preußens ein Teil der politischen Diskussion über bundesdeutsches demokratisches Selbstverständnis und wissenschaftlich ließ sich eine Opposition zwischen Preußen-Apologeten (G. Ritter\, W. Hubatsch\, H. J. Schoeps) und -Kritikern (H. Holborn\, H. Rosenberg\, F. L. Carsten\, E. Eyck) konstatieren. In eine gesellschaftliche Identitätskrise fielen die sog. „Preußenwelle“ der späten 1970er und die abwägende Berliner Preußen-Ausstellung 1981. Zeitgleich wurde in der DDR das Erbe Preußens wissenschaftlich und augenfällig aufgewertet. Seit dem Historikerstreit 1986 stand der Holocaust im Zentrum geschichtspolitischer Debatten und das Preußenjahr 2001/2002 wie der Hype um Ch. Clarks Preußenbuch 2006/07 gerieten zu Feuilleton-Intermezzi. Preußens Erbe wird in der breiten Öffentlichkeit nur noch punktuell streitig diskutiert\, zuletzt hinsichtlich Wiederaufbau und Kuppelinschrift des Berliner Stadtschlosses oder bezüglich der Potsdamer Garnisonkirche. Es gibt wissenschaftlich durchaus divergente Akzentuierungen zur historischen Rolle Preußens und neuerdings werden dessen transnationale Dimensionen vertieft rezipiert. Aber in der aktuell ubiquitären postkolonialen Debatte um deutsche Kolonialverbrechen spielt der denkbare Beitrag preußischer Traditionen dazu kaum mehr eine Rolle. Die Debatte um Preußen hat in der vereinigten Bundesrepublik 2024 kaum mehr politische Bisanz. \nCV:\ngeb. in Würzburg\nGeschichtsstudium in Würzburg\, Bielefeld und den USA (Johns Hopkins Univ. Baltimore 1984/85)\nPromotion in Bielefeld bei Jürgen Kocka 1993\nDiss. gedruckt als: „Das Preußische Herrenhaus. Adel und Bürgertum in der Ersten Kammer des Landtages (1854-1918)“\, Düsseldorf 1998\nMitarbeit am Deutschen Historischen Museum Berlin 1993/94\nSeit 1994 wiss. Mitarbeiter Berlin-Brandenburgische Akademie der Wiss.:- Forschungsprojekte zur preuß. Geschichte\nEditionen: a) Protokolle des Preuß. Staatsministeriums 1817-1934/38 (drei Regesten-Bde. zu den Jahren 1875-1900)\nb) Preußen als Kulturstaat – Editionen zur preuß. Wissenschaftspolitik in Kaiserreich und Republik\nderzeit: c) Anpassungsstrategien der später mitteleurop. Monarchie am preuß. Beispiel 1786-1918\nWiss. Gesamtdarstellung: „Preußen – eine besondere Geschichte. Staat\, Wirtschaft\, Gesellschaft und Kultur 1648-1947“\, Göttingen 2019
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-12/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20241010T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20241010T153000
DTSTAMP:20240924T203507Z
CREATED:20240819T110339Z
LAST-MODIFIED:20240924T203507Z
UID:29080-1728567000-1728574200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät\nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/67343685252?pwd=wfitLOCbwhnrQFkWtJh13S4iZbPXhn.1 \nMeeting-ID: 673 4368 5252 \n  \nKlaus Stöhr (MLS)\nKann man sich auf Pandemien vorbereiten?\nAbstract \nDie Antwort auf die Frage im Titel des Vortrags lautet: Vorbereiten auf Pandemien – ja\, verhindern von Pandemien – wohl nicht! Das ergibt sich schon aus den Lehren der Ausbrüche von Pandemien durch RNA-Viren in den letzten Jahrzehnten. Alle Erreger stammten von tierischen Vorläuferviren ab\, wurden zoonotisch auf den Menschen übertragen und benötigten häufig Jahrzehnte bis ihre Übertragungswege auf den Menschen erkannt wurden. Die Erreger wurden mehrfach auf den Menschen übertragen und waren meistens ohne wesentliche Anpassung leicht von Mensch-zu-Mensch übertragbar.\nDie Vorbereitung auf medizinischen Krisensituationen unterscheidet sich nicht wesentlich von der für andere nationale Krisen: Das Armamentarium zur Bekämpfung ist weitestgehend identisch. Wesentlich bleibt\, dass man aus Krisen lernt. Ohne Aufarbeitung wird man die Fehler der letzten Pandemie wiederholen. \nCV \nKlaus Stöhr leitete viele Jahre das WHO Global Influenza Program\, das u.a. die Viruszusammensetzung der Influenzaimpfstoffe zweimal jährlich festlegt. Er war der Pandemiebeauftragte der WHO\, der globale WHO SARS-Forschungskoordinator während des SARS-CoV1-Ausbruchs 2003 und leitete die international wissenschaftliche Forschungsgruppe\, die das Virus entdeckte. Danach arbeitete er für 10 Jahre in der Forschung und Entwicklung von Impfstoffen in der Industrie. Seit 2018 ist er freier Berater. \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-11/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20240912T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20240912T153000
DTSTAMP:20240906T205240Z
CREATED:20240819T103532Z
LAST-MODIFIED:20240906T205240Z
UID:29059-1726147800-1726155000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Rainer Land:\nDer Wirtschaftliche Aufschwung Chinas als gelenkte Marktwirtschaft\nDiese Plenarsitzung findet ausschließlich als Präsenzveranstaltung im Rathaus Friedrichshagen statt. \nAbstract:\nChinas wirtschaftlicher Aufstieg ist einmalig. Vor Beginn der Reform- und Öffnungspolitik 1978 war China eins der ärmsten Länder der Welt. Heute ist es zwar keine sehr reiche Volkswirtschaft\, aber auf Platz 70\, vor Mexiko und der Türkei\, knapp hinter Bulgarien und Russland. Bemerkenswert ist vor allem das Tempo dieser Entwicklung. Das chinesische BIP stieg von 1980 bis heute auf das 57fache\, das BIP pro Kopf auf das 38 fache. Im Vergleich: Indien auf das 15fache bzw. das 7fache\, Deutschland auf das 3fache. China ist führend beim Ausbau der Erneuerbaren Energie (Photovoltaik und Windkraft)\, aber auch bei einigen wichtigen Technologien\, z.B. 5G Mobilfunknetzen und -geräten\, bei zivilen Drohnen (militärischen vielleicht auch)\, bei Elektrofahrzeugen ….\nChina verfolgt seit 20 Jahren das größte Aufforstungsprogramm der Menschheitsgeschichte\, um die Ausbreitung der Wüste Gobi zu stoppen. Es hat ein ambitioniertes Weltraumprogramm. Sozialpolitisch: Beseitigung der absoluten Armut (inzwischen erreicht)\, der Aufbau moderner Sozialsysteme (noch im Gange) und die Begrenzung des Bevölkerungswachstums (abgeschlossen) sind die wohl wichtigsten Vorhaben.\nWie konnte China das erreichen?\nIn der ersten Phase 1978 bis 2007/2015 hat China eine moderne Marktwirtschaft mit autonomen Unternehmen (Staats- und Privatunternehmen) und einem regulierten Finanzsystem aufgebaut. Anfangs stand der gelenkte Aufbau dieser Marktwirtschaft und der passenden Industrie im Mittelpunkt. Seit 2015 lenkt es die wirtschaftliche Entwicklung mittels Industriepolitik\, Kreditlenkung und Infrastrukturprogrammen. Chinas gelenkte Marktwirtschaft ist eine innovative Antwort auf das Scheitern der zentralen Planwirtschaft in China und der UdSSR und den anderen staatssozialistischen Ländern. Aber auch auf die Probleme und Krisen einer weitgehend ungelenkten wirtschaftlichen Entwicklung in den kapitalistischen Volkswirtschaften. Die gelenkte Marktwirtschaft ist kein Mittelweg zwischen Plan und Markt\, sondern ein eigenständiges volkswirtschaftliches Modell. Vorher gab es gelenkte Marktwirtschaften in USA 1938 bis 1968\, Japan 1946 bis 1989\, Westdeutschland bis 1973\, auch EU. Im Westen wurde die gelenkte Marktwirtschaft durch ein finanzkapitalistisches Wirtschaftsregime ersetzt bzw. abgelöst.\nDie chinesische Variante\, die in China selbst als Sozialistische Marktwirtschaft mit chinesischen Markmalen bezeichnet wird\, ist in China selbst entwickelt worden. Aber nicht auf der Grundlage eines vorausgesetzten theoretischen Konzepts\, sondern schrittweise durch „Mosaikevolution“. Westliche und japanische Erfahrungen wurden studiert und selektiv kopiert. Steine ertastend den Fluss überqueren. Dabei ging einiges schief\, z.B. 1988/1989\, aber Fehler wurden korrigiert und bislang ist der Weg erfolgreich. Auch wenn es aktuell wieder Probleme gibt: Immobilienkrise\, Jugendarbeitslosigkeit.\nDrei Komponenten sind wichtig für eine gelenkte Marktwirtschaft:\n1. Geteilte Ziele und Grundkonsens in der Bevölkerung\, d.h. alle relevanten sozialen Gruppen einbeziehend.\n2. Geteilte Ziele\, die fortschreitend aktualisiert und weiterentwickelt werden. Dafür gibt es in China Fünfjahrpläne\, die aber keine direktiven Vorgaben sind\, sondern Entwicklungsrichtungen\, die angestrebt werden. Weitere Programme der technologischen Entwicklung (z.B. Made in China 2025)\, der sozialen und kulturellen Entwicklung.\n3. Instrumente\, mit denen die Entwicklung gelenkt wird:\n• Infrastrukturprogramme\, die den Rahmen für bestimmte Entwicklungen geben. Wissenschaft\, Bildung\, Verkehr\, international: Seitenstraße\, Belt-and-Road.\n• Kreditlenkung\, anfangs über meist staatliche Banken\, heute über öffentlich-private Lenkungsfonds (Guidance Funds). Regulierte Finanzmärkte.\n• FuE Politik\n• Regionalpolitik. In China ist die Region (die Provinzen und Kommunen) die wichtigste Ebene der Wirtschaftsentwicklung. 85 Prozent der Ausgaben werden von ihnen kontrolliert.\nSeit 2025 versucht China einen Pfadwechsel. Von der Werkstatt der Welt\, exportorientierte Strategie durch Weiterentwicklung westlicher Technologien und Managementkonzepte. Zu einem neuen Regime innovationsbasierter wirtschaftlicher Entwicklung. Elemente:\n• Innovationen\, führend in einigen wesentlichen Technologien werden. Vor allem Elektronik\, Datenverarbeitung\, Energie\, Recycling.\n• Binnenmarktorientierung. Infrastruktur und Konsum der eigenen Bevölkerung. Export bleibt wichtig\, aber Handelsbilanzüberschuss geht zurück.\n• Alternatives Globalisierungskonzept: Belt&Road-Initiative. Infrastruktur aufbauen für dann selbsttragende Projekte mit internationalen Partnern.\nWas ist sozialistisch am Chinas Wirtschaft? Spannende Diskussion! \nWissenschaftliche Biografie\nSiehe auch www.rel-texte.de \nRainer Land\, geb. 1952\, Rentner\, wohnt in Berlin.\nStudium der Philosophie und der Wirtschaftswissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin.\nAbschluss Dipl. phil. und Dr. sc. oec. (1984)\n1988-1990: Reformprojekt moderner Sozialismus\n1990-1991: Industriesoziologische Studien zu Transformation der DDR-Kombinate\n1992-1998: Zum Verhältnis von SED-Reformer und Bürgerbewegung in Ostdeutschland\nNeugründung des Thünen-Instituts e.V. in Mecklenburg Vorpommern. Untersuchungen zur Transformation von Agrarbetrieben und Umbrüchen im ländlichen Raum\nAb 2005-2010: Sozioökonomische Berichterstattung mit dem SOFI Göttingen und anderen Instituten. Speziell: Makroökonomische Entwicklung\, Teilhabekapitalismus und Ostdeutschland.\n2012 bis 2018: Ökokapital. Wie könnte ein ökologisches Regime wirtschaftlicher Entwicklung aufgebaut werden?\nSeit 2019: Forschung zur gelenkten Marktwirtschaft vor allem in China. \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-10/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20240613T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20240613T153000
DTSTAMP:20251021T175806Z
CREATED:20240111T183244Z
LAST-MODIFIED:20251021T175806Z
UID:27985-1718285400-1718292600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 13. Juni 2024 \n13:30–15:30 Uhr\, Plenum der Leibniz-Sozietät\nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nVortrag: \nMichael Succow (Greifswald) \nNasse Moore braucht das Land!\nAbstract: \nMoore gehören zu den bedeutendsten CO2-Senken unserer Biosphäre. Das gilt aber nur\, solange die Pflanzendecke des Moores Wasserüberschuss aufweist und der sich aufbauende Torfkörper sauerstofffrei bleibt. Jede Form der Entwässerung kehrt dieses Prinzip um! Trockengelegte Moore verursachen in Deutschland 37 Prozent aller landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen\, bei einem Anteil von sieben Prozent an der landwirtschaftlich genutzten Fläche.  \nIm Laufe der nacheiszeitlichen Vegetationsentwicklung wurde Mitteleuropa mit Ausnahme der Hochlagen der Gebirge von einer geschlossenen Waldlandschaft eingenommen\, nur unterbrochen von offenen Wasserflächen und Mooren. Dichte Wälder schufen mit ihrer Verdunstung zusammen mit Gewässern und Mooren ein humides\, kühlendes Klima. Aufgrund des Klimas zeigten Moore insbesondere im Mittelalter („Kleine Eiszeit“) ein gutes Wachstum\, also hohe Torfakkumulation. Die ursprüngliche Moorfläche in Deutschland dürfte mehr als fünf Prozent der Landfläche betragen haben. In allen vier nördlichen Bundesländern (Schleswig-Holstein\, Niedersachsen\, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg) waren mehr als zehn Prozent der Landfläche mit Mooren bedeckt. \nAktueller Zustand der Moore in Deutschland – Eine Verlustbilanz \nTorfabbau und agrarische Moornutzung nach Entwässerung führten zu großen Moorbodenverlusten insbesondere in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.  Von der Gesamtfläche organischer Böden in Deutschland werden derzeit über 90 Prozent weiterhin entwässert und sind mehr oder weniger in Nutzung\, nur ca. vier Prozent bilden noch oder wieder Torf! Dabei handelt es sich vor allem um Moore im Voralpenraum\, in den Mittelgebirgen und einige große\, wiedervernässte Moore in Norddeutschland. Die entwässerten Moore Deutschlands verursachen derzeit jährlich 53 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente\, das sind sieben Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen in Deutschland (UBA 2021). Damit erzeugen Moore als relativ kleine Landflächen sehr hohe Emissionen. Besonders augenfällig ist das bei den landwirtschaftlich genutzten Mooren: die Klimafolgekosten der derzeitigen entwässerungsbasierten landwirtschaftlichen Moorbodennutzung in Deutschland belaufen sich auf jährlich 7\,2 Milliarden Euro – das entspricht der Netto-­Wertschöpfung der gesamten deutschen Land­wirtschaft im Jahr 2018 (BfN-Skripten 616\, 2021). \nLösungen: Wiedervernässung und Paludikultur \nDie Wiedervernässung von Mooren\, also die Anhebung der Wasserstände bis zur Geländeoberkante\, reduziert die Treibhausgasemissionen erheblich. In einem moorreichen und industriearmen Bundesland wie Mecklenburg-Vorpommern bietet die Moorwiedervernässung das Potenzial\, bis zu 30 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Der Erhalt der Moorböden als Kohlenstoffspeicher und perspektivisch das Wiederherstellen als Kohlenstoffsenken in unserer Kulturlandschaft ist eines der wichtigsten und effizientesten Handlungsfelder im Rahmen eines naturbasierten Klimaschutzes. \nDabei muss uns bewusst sein\, dass diese „neuen Moore“ aufgrund der degradierten Oberböden\, hoher Nährstofflasten und des gestörten Landschaftswasserhaushalts nicht denen gleichen\, die sie vorher waren.  Alternative Nutzungsformen für revitalisierte Moore und winterlicher Überstau sind notwendig\, um den „Selbst-Oligotrophierungseffekt“ eines wachsenden Moores in einer aktuell überernährten Landschaft zu beschleunigen. Für viele der wiedererstellten semiaquatischen Ökosysteme ist mit dem Ansatz der „Paludikultur“ eine ganze Palette von alternativen Nutzungsformen bei gleichzeitigem Torferhalt bzw.  allmählicher erneuter Torfbildung gegeben\, verbunden mit der Hoffnung auf Wiederkehr der einst hier herrschenden Biodiversität. \nHerausforderungen \nGroße Aufgaben stehen vor uns\, um zu einer „klimaneutralen Landnutzung“ als einzig zukunftsfähiger Form umzusteuern. Wachsende\, funktionstüchtige Moore spielen dabei eine maßgebliche Rolle. Dafür müssen die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen geschaffen werden: Die EU­-Agrarförderungen stehen derzeit noch immer ohne Einschränkungen für entwässerte landwirtschaftlich genutzte Moore zur Verfügung. Damit werden öffentliche Gelder für eine Landnutzung bereitgestellt\, die hohe gesellschaftliche Kosten verursacht und den europäischen und nationalen Zielen zum Klimaschutz\, Gewässerschutz und Biodiversitätserhalt konträr entgegensteht.  In vielen Fällen ist die Wertschöpfung auf Moorböden zudem so gering\, dass die Bewirtschaftung erst durch die hohen gesellschaftlichen Transferzahlungen wirtschaftlich tragfähig wird.  Im Gegensatz dazu werden Paludikulturen durch die aktuellen agrarpolitischen Rahmenbedingungen stark benachteiligt\, da sie zumeist nicht als beihilfefähig angesehen werden.  In der nächsten Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2023 wird sich dies zum Glück ändern. \nUm die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen\, müssen umgehend so viele Moore wie möglich wiedervernässt werden\, soweit dafür noch genügend Wasser verfügbar ist. Neben den verringerten Emissionen\, einer hohen Verdunstung und damit Kühlung ist die rasche Besiedelung derartiger Feuchtgebiete durch gefährdete\, selten gewordene Tier- und Pflanzenarten zu erwarten. Wiedervernässte Moore haben auch eine wachsende Bedeutung für den naturorientierten Tourismus. In diesem Sinne: neue\, nasse Moore braucht das Land – um die Natur und unserer selbst willen! \nVita: \nAls Sohn eines Landwirts wurde Michael Succow am 21. April 1941 in Lüdersdorf im Osten Brandenburgs geboren. Auf dem Hof seiner Eltern hatte er die Schafe zu hüten. Er begann mit 13 Jahren\, seine Naturbeobachtungen aufzuschreiben. Inzwischen sind es zwölf Tagebücher\, die von der einstigen biologischen Vielfalt in der bäuerlichen Kulturlandschaft zeugen. Während der Jugendzeit entwickelte sich eine tiefe Freundschaft zu den Pionieren des ostdeutschen Naturschutzes\, dem Ehepaar Kretschmann in Bad Freienwalde. \nSeinen Neigungen folgend studierte Michael Succow von 1960-65 Biologie an der Universität Greifswald. Im Zuge des “Prager Frühlings” musste er allerdings seine Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent aufgeben und sich “in der Produktion bewähren”. \nVon 1969-73 arbeitete er als Standorterkunder im VE Meliorationskombinat Bad Freienwalde daran mit\, neue Flächen für die landwirtschaftliche Intensivierung zu erschließen. Dennoch konnte er 1970 “nebenher” seine Dissertation mit dem Thema „Die Vegetation der nordmecklenburgischen Flusstalmoore und ihre anthropogene Umwandlung“ abschließen und an der Universität Greifswald promovieren. \nAb 1974 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR tätig. Eine Rückkehr an eine Universität wurde Michael Succow mehrfach verwehrt\, obwohl er 1981 seine Habilitationsschrift “Landschaftsökologische Kennzeichnung und Typisierung der Moore der DDR“ an der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften verteidigte. \nSein Engagement vor allem im ehrenamtlichen Natur- und Umweltschutz im Rahmen des Kulturbundes der DDR war in dieser Zeit wesentlicher Teil seines Lebens. Als Folge wurde er im Januar 1990 im neu strukturierten Ministerium zum Stellvertretenden Minister für Natur-\, Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR\, nachdem die Bürgerbewegungen schon im Herbst 1989 die Schaffung eines eigenen Ministeriums für Naturschutz gefordert hatten. Michael Succow war zuständig für den Naturressourcenschutz und die Landnutzungsplanung – Felder\, die es bislang so nicht gab. In diesem Amt gelang ihm gemeinsam mit dem von ihm ins Ministerium geholten Freund*innen und Weggefährt*innen der Coup\, das sogenannte “Nationalparkprogramm” zu initiieren. Bereits im März 1990 konnten knapp 12% des DDR-Territoriums einstweilig durch den Ministerrat als Großschutzgebiete ausgewiesen werden. Es waren insbesondere bisherige Staatsjagdgebiete\, Grenzsicherungsräume und Truppenübungsplätze. Bis zur Wiedervereinigung gelang es\, davon fast die Hälfte als Biosphärenreservate\, Nationalparke und Naturparke neuer Prägung mit eigenen Verwaltungen in den Einigungsvertrag einzubringen und damit endgültig zu sichern. In den neu entstandenen Bundesländern schafften es die Regierungen in den folgenden Jahren\, auch die restlichen einstweilig gesicherten Flächen in Großschutzgebiete zu überführen. \nIm Jahr 1992 erfolgte Michael Succows Berufung zum Universitätsprofessor an die Universität Greifswald. Als Direktor des Botanischen Institutes und des Botanischen Gartens\, das er durch die Einwerbung von vier Stiftungsprofessuren zu einem interdisziplinären Lehr- und Forschungsinstitut ausbaute\, entwickelte er den für Deutschland neuen Studiengang Landschaftsökologie und Naturschutz. Es begann eine erfolgreiche moorkundliche sowie landschaftsökologisch-naturschutzorientierte Forschungstätigkeit im In- und Ausland. Das bedeutete die Intensivierung der bereits 1990 begonnenen Arbeit zum Schutz bzw. zur nachhaltigen Nutzung von Ökosystemen in Transformationsländern des Ostens\, der Mongolei und China. Es konnten zahlreiche Naturschutzgroßprojekte initiiert werden. UNESCO-Weltnaturerbe-Gebiete in Kamtschatka\, im Lena-Delta\, in Kasachstan und der Kaukasus-Region\, Biosphärenreservate der UNESCO in Kirgisistan\, Kasachstan und Usbekistan sowie Nationalparke in der Mongolei\, in Georgien\, in Russland und Belarus sind das Ergebnis. \n1997 wurde Michael Succow der Alternative Nobelpreis der Right Livelihood Award Foundation verliehen. Mit dem Preisgeld gründete er 1999 die Michael Succow Stiftung zum Schutz der Natur. Bis heute ist er international sowie national im Naturschutz aktiv\, vor allem beim Moor- und Klimaschutz\, der Etablierung von Biosphärenreservaten und Welterbegebieten und in Deutschland insbesondere für eine zukunftsfähige\, das heißt ökologisch orientierte Landnutzung. \nMehr Informationen: www.succow-stiftung.de
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-9/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20240314T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20240314T153000
DTSTAMP:20240301T160634Z
CREATED:20240111T181629Z
LAST-MODIFIED:20240301T160634Z
UID:27971-1710423000-1710430200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Raiko Krauß (MLS) \nDer Beginn der sesshaften Lebensweise in Europa und deren Folgen\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/68752161205?pwd=N0VBMzBpWStwd05DL09WSTBOU2JGQT09\nMeeting ID: 687 5216 1205 \nAbstract: \nNachdem der Mensch die längste Zeit der Kulturgeschichte seine Subsistenz als umherschweifender Jäger\, Sammler und Fischer bestritten hatte\, bedingte die Einführung der Landwirtschaft während des Neolithikums seine permanente Ansiedlung an einem Ort. Nahezu alle Innovationen\, die unser heutiges Leben ausmachen\, haben ihre Wurzeln in diesem fundamentalen Wandel\, darunter die Metallurgie\, der Rad-und-Wagen-Komplex sowie die Bewässerungs- und Pflugwirtschaft. Auch Keramikproduktion und Hausbautechniken wurden durch die Sesshaftigkeit befördert. Während man in den älteren Epochen der Steinzeit weit überwiegend Ressourcen nutzte\, die in der Umwelt auf natürliche Weise vorkommen\, ging man im Neolithikum dazu über\, die Mehrzahl der Lebensmittel zu produzieren\, indem man ausgewählte Pflanzen kultivierte und Tiere\, die sich dazu eigneten\, domestizierte. Letzteres bot dann auch die Grundlage für die Nutzung der tierischen Arbeitskraft. Im Vortrag sollen einige Aspekte dieses kulturhistorisch bedeutsamen Überganges von der umherschweifenden zur sesshaften Lebensweise anhand ausgewählter Forschungsergebnisse des Referenten Raiko Krauß für Mittel- und Südosteuropa nachgezeichnet werden. \nVita: \nRaiko Krauß (*1973) studierte von 1994 bis 2000 Ur- und Frühgeschichte sowie Klassische Archäologie. Außerdem belegte er Kurse in Philosophie\, Klassischer Philologie und Vergleichender und Indogermanischer Sprachwissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin und an der Freien Universität Berlin. 2004 schloss er seine Promotion in Prähistorischer Archäologie an der Freien Universität Berlin ab. Nach einer Redaktionstätigkeit für das Sächsische Landesamt für Archäologie in Dresden und einem Reisestipendiat des Deutschen Archäologischen Instituts forschte er von 2005 bis 2008 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts sowie als Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Prähistorische Archäologie der Freien Universität Berlin. Seit 2008 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Eberhardt Karls Universität Tübingen. 2015 erfolgte die Habilitation an dieser Universität sowie die Zuerkennung der Venia Legendi für das Fach „Ur- und Frühgeschichte“. Seit 2018 ist Raiko Krauß außerplanmäßiger Professor für Mittel- und Südosteuropäische Ur- und Frühgeschichte in Tübingen. In den folgenden Jahren erfuhr seine Forschungstätigkeit eine Förderung im Rahmen des Heisenberg-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft. \nRaiko Krauß ist Vorsitzender der Berliner Gesellschaft für Anthropologie\, Ethnologie und Urgeschichte\, Vize-Präsident der Deutsch-Bulgarischen Gesellschaft\, Korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts und seit dem Frühjahr 2023 gewähltes Mitglied der Leibniz Sozietät zu Berlin.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-8/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20231214T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20231214T153000
DTSTAMP:20251021T180502Z
CREATED:20230208T163545Z
LAST-MODIFIED:20251021T180502Z
UID:26120-1702560600-1702567800@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 14. Dezember 2023 \n13:30–15:30 Uhr\, Plenum der Leibniz-Sozietät\, Historischer Rathaussaal im Rathaus Friedrichshagen \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nEine online-Teilnahme ist  möglich. \nVortrag: \nBernhard Weßling (Jersbek) \nZufall\, Komplexität und das Wesen der Zeit: miteinander verbundene Phänomene\nAbstract: \n“Wie kommt der Zufall in unsere Welt?” ist eine Frage\, die viele Menschen\, darunter auch Naturwissenschaftler und Philosophen\, immer wieder bewegt und die bis heute als nicht befriedigend beantwortet anzusehen ist. Der Zufall wird häufig auf die Eigenschaften der Quanten (der Elementarteilchen) zurückgeführt\, was im Verlauf des Vortrags kritisch beleuchtet wird.  Die Frage nach dem Wesen der Zeit wird sicher allgemein als “ungelöst” bezeichnet. Hierzu gibt es extrem divergierende Ansichten\, von “die Zeit ist eine Illusion” bis hin zu “die Richtung des Zeitpfeils in unserem Universum verlangt aus Symmetriegründen zumindest ein anderes Universum mit entgegengesetztem Zeitpfeil” – auch diese werden kritisch hinterfragt. Es wird deutlich\, dass Zufall\, Komplexität und das Wesen der Zeit miteinander verbundene Phänomene sind\, und zwar deshalb\, weil unsere Welt thermodynamisch betrachtet ein Nicht-Gleichgewichts-System ist bzw. aus unendlich vielen kleinen\, großen und gigantischen Nicht-Gleichgewichts-Systemen besteht. Die häufig geäußerte Sicht\, wonach alles Mögliche “im Gleichgewicht” sein solle bzw. wieder dorthin zurückgeführt werden müsse\, ist eine Illusion. Weder die Ökosysteme\, noch die Wirtschaft\, die Finanzsysteme oder das Klima sind jemals im Gleichgewicht gewesen. Und das ist gut so\, denn sonst gäbe es uns nicht. Die wissenschaftliche Grundlage ist die Nicht-Gleichgewichts-Thermodynamik von Ilya Prigogine (Nobelpreis 1977)\, die im Vortrag nur angerissen werden kann – das aber für alle Zuhörerinnen und Zuhörer mit unterschiedlicher Vorbildung vollkommen allgemeinverständlich. Der Vortrag spricht deshalb auch die philosophischen Implikationen dieser Gedanken an. Grundlage des Vortrags ist sein Buch “Was für ein Zufall! Über Unvorhersehbarkeit\, Komplexität und das Wesen der Zeit” (SpringerNature 2022). \nVita: \nBernhard Weßling (*1951) studierte Chemie (Abschluss als Diplomchemiker\, zusätzlich studierte er mehrere Semester Biologie) und promovierte 1977 in Naturstoffchemie zum Dr. rer. nat. Im Anschluss an die Universität hat er hauptberuflich als forschender\, neue Technologien entwickelnder Chemiker und Unternehmer gearbeitet. Dabei entdeckte und vermarktete er weltweit erstmalig eine vollständig neue Stoffklasse\, ein „Organisches Metall“ (ein Nanometall\, eine Spezialform elektrisch leitfähiger Polymere). Er erforschte die dazu notwendigen wissenschaftlichen Grundlagen dieser Stoffe sowie die kolloidchemischen und physikalischen Besonderheiten von Dispersionen\, die für die Herstellung der neuen leitfähigen Polymere von großer Bedeutung sind. Die damit verbundene Grundlagenforschung führte auch zu zwei umfassenden neuen Theorien\, eine auf dem Gebiet der Nicht-Gleichgewichts-Thermodynamik von Dispersionen und Emulsionen und eine auf dem Gebiet der Turbulenz nicht-newtonscher Flüssigkeiten. Bernhard Weßling hat über 150 wissenschaftliche und technische Fachartikel veröffentlicht und mehr als 30 Patente angemeldet. \nAls Sachbuchautor veröffentlichte Bernhard Weßling ein Buch über seine ehrenamtliche Kranich-Verhaltensforschung und damit im Zusammenhang stehende Artenschutzprojekte sowie eine populärwissenschaftliche Einführung in die Nicht-Gleichgewichts-Thermodynamik. Ein weiteres von ihm veröffentlichtes Buch befasst sich mit interkulturellen Erfahrungen in China\, wo Bernhard Weßling von 2005 an für 13 Jahre lebte und arbeitete. In dieser Zeit erlernte er auch die chinesische Sprache und führte das „Organische Metall“ in die Elektronik-Industrie ein – die bislang wichtigste industrielle Anwendung dieses Materials. Sein neuestes Buch trägt den Titel “Was für ein Zufall! Über Unvorhersehbarkeit\, Komplexität und das Wesen der Zeit”.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-7/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20230608T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20230608T153000
DTSTAMP:20230530T155552Z
CREATED:20230104T100706Z
LAST-MODIFIED:20230530T155552Z
UID:25757-1686231000-1686238200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Die Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/67689935109?pwd=OU5CSnZmTE9FWVBabStab1hjU1FmQT09\nMeeting-ID: 676 8993 5109 \nJonas Schmidt-Chanasit (MLS) \n Geflügelte Tiger und bunte Hörnchen: Werden wir uns an Epidemien mit exotischen Viren gewöhnen müssen? \nAbstract:\nDurch Arthropoden übertragene Viren (Arboviren) sind ein bedeutendes globales Gesundheitsproblem. Weltweit sind Arboviren für 17 % aller Infektionskrankheiten und ca. 1 Million Todesfälle verantwortlich. Arbovirosen können durch über 100 verschiedene Arboviren hervorgerufen werden. In den letzten Jahren haben sich insbesondere Stechmücken-übertragenen Arboviren mit dem Reise- und Warenverkehr weltweit stark ausgebreitet und Pandemien und Epidemien hervorgerufen. Vom Nationalen Referenzzentrum für Tropische Infektionserreger am Bernhard-Nocht-Institut wird ein breites diagnostisches Erregerspektrum angeboten\, welches u. a. in den Tropen vorkommende aber auch mittlerweile in Deutschland nachgewiesene Arboviren umfasst. Für viele dieser viralen Erreger gibt es nur wenige etablierte Untersuchungsverfahren\, zudem sind Kenntnisse über diese Infektionen in Deutschland gering. Anhand von aktuellen klinischen und diagnostischen Fällen werden im Vortrag einige ausgewählte Arbovirosen vorgestellt. Außerdem wird ein aktueller Überblick über die Klinik\, Diagnostik und Epidemiologie dieser Erkrankungen gegeben. \nVita:\nJonas Schmidt-Chanasit (geb. 1979 in Berlin-Pankow) studierte zwischen 2000 und 2006 Humanmedizin an der Charité in Berlin und wurde 2006 zum Dr. med. promoviert. Während der Erarbeitung der Dissertation war er als Gastwissenschaftler an der Kasetsart-Universität in Bangkok tätig. Anschließend arbeitete er als Postdoktorand am Institut für Medizinische Virologie der Johann Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main und habilitierte sich dort 2010 im Fach Virologie. Seit 2010 leitet er das Kooperationszentrum der WHO für Arboviren und hämorrhagische Fieberviren am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) in Hamburg. Nach Rufen an die Universitäten Greifswald und Frankfurt am Main ist er seit 2018 Inhaber des Lehrstuhls für Arbovirologie an der Universität Hamburg und Leiter der Abteilung für Arbovirologie und Entomologie am BNITM. Die von Jonas Schmidt-Chanasit geleiteten Forschungsgruppen befassen sich mit Emerging und Re-Emerging Viruses (z. B. Ebola-Virus\, Borna-Virus\, Zika-Virus\, Chikungunya-Virus oder Usutu-Virus). Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den durch Stechmücken und andere saugstechende Gliederfüßer übertragenen Viren (Arboviren). Insbesondere wird die Interaktion zwischen Arboviren und ihren Vektoren erforscht und wie diese die Virusevolution beeinflusst. Darüber hinaus werden in den Forschungsgruppen Modelle entwickelt\, um Arbovirus-Epidemien besser vorhersagen zu können. \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-6/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin
CATEGORIES:Naturwissenschaften und Technikwissenschaften,Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20230511T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20230511T153000
DTSTAMP:20230418T200342Z
CREATED:20230104T143938Z
LAST-MODIFIED:20230418T200342Z
UID:25789-1683811800-1683819000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät\, Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDonnerstag\, den 11. Mai 2023: 13:30–15:30 Uhr\, \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Link zu der Veranstaltung ist folgender:\nhttps://us02web.zoom.us/j/84391947951?pwd=aWhxWEF0Y2MwaTJOU1VsTjFVeFp3UT09\nMeeting-ID: 843 9194 7951  –  Kenncode: 393887 \nVortrag: \nGert Wörheide (LMU München) \nKorallenriffe: Ein Ökosystem in Gefahr\nAbstract: \nKorallenriffe gehören zu den artenreichsten Lebensräumen auf unserem Planeten und übernehmen vielfältige wichtige ökologische und sozioökonomische Funktionen (z. B.\, Artenvielfalt\, Küstenschutz\, Fischerei\, Tourismus\, „Blaue Apotheke“) – mehr als eine halbe Milliarde Menschen sind direkt von Korallenriffen abhängig. Allerdings sind insbesondere die tropischen Warmwasserriffe stark bedroht\, weit mehr als 30% gelten bereits als verloren. Vor allem die Erhöhung der Meerestemperatur in den letzten Jahrzehnten im Zusammenspiel mit Überfischung und Verschmutzung der Meere\, u. a. durch Plastikmüll\, gelten als Hauptfaktoren\, die marine Lebensräume und insbesondere Korallenriffe in eine unsichere Zukunft führen. Werden wir diesen Schatz für nachfolgende Generationen bewahren können? \nVita: \nProf. Dr. Gert Wörheide ist Lehrstuhlinhaber für Paläontologie und Geobiologie an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München sowie Direktor der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie und des Paläontologischen Museums in München. Er promovierte Anfang 1998 an der Universität Göttingen und kehrte 2002 nach einem PostDoc am Queensland Museum und der University of Queensland in Brisbane (Australien) als Juniorprofessor für Molekulare Geobiologie nach Göttingen zurück. Im Jahr 2008 folgte er dem Ruf auf den Lehrstuhl an der LMU München. Er diente der Fakultät für Geowissenschaften der LMU von 2011 bis 2021 als Dekan und Prodekan. 2013 war er Mitbegründer des internationalen Masterstudiengangs “Geobiology & Paleobiology” an der LMU. Seit 2019 ist er gewähltes Mitglied der Academia Europea\, der Europäischen Akademie der Wissenschaften. Die Forschungen seiner Arbeitsgruppe konzentrieren sich auf die Biodiversität und Evolution tropischer Korallenriff-Organismen und ihrer Symbionten\, sowie auf die Evolution der Biomineralisation\, mit besonderem Fokus auf Schwämmen und (Okto)Korallen. Er hat mehr als 200 Artikel in führenden internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht. \nMehr zur Forschung von Gert Wörheide findet sich unter http://www.geobiology.eu
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/mai-plenum/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20230413T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20230413T160000
DTSTAMP:20230330T134312Z
CREATED:20230104T143439Z
LAST-MODIFIED:20230330T134312Z
UID:25787-1681392600-1681401600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 13. April 2023 \n13:30–15:30 Uhr\, Plenum der Leibniz-Sozietät\, Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/62894295898?pwd=QXF4M2NLTk9CejcwdVFIQ1h1M3Btdz09\nMeeting-ID: 628 9429 5898 \n\nVortrag: \nClaudia Stolle (MLS) \nWie hoch reicht die Atmosphäre und wo beginnt der Weltraum?\nAbstract: \nMeteorologie\, ja natürlich\, die brauchen wir\, weil Wettervorhersagen für die untere Atmosphäre\, die Troposphäre\, eine wichtige Komponente in unserem Leben sind\, vom Privaten ins Arbeitsleben. Aber auch\, weil die Bewertung von Extremwetterereignissen im Klimawandel an Gewicht gewinnt. Die Bedeutung der Meteorologie geht jedoch noch viel weiter\, bis an die Grenze\, bei der die Atmosphäre auf den Weltraum trifft\, in ca. 100 km Höhe\, und sogar bis in den Weltraum hinein. Es kann beobachtet werden\, dass unser Wetter “hier unten”\, das Wetter “da oben” signifikant mitbestimmt\, also die Atmosphäre zwischen unten und oben gekoppelt ist. Auch Langzeitveränderungen\, in Form einer deutlichen Abkühlung\, sind in diesen Höhen messbar. Somit ist diese Region auch ein wichtiger Klimaindikator. Auf der anderen Seite hat die solare Strahlung zusammen mit unserem Erdmagnetfeld dort direkten Einfluss\, und bringt die Luft zum Glühen. Gerade in einer Zeit der wachsenden gesellschaftlichen und kommerziellen Nutzung des Weltraumes\, zum Beispiel durch Satelliten für Kommunikation und Fernerkundung\, müssen wir die Verbindung Atmosphäre-Weltraum besser verstehen lernen. \nVita: \nClaudia Stolle hat 1998 ihr Vordiplom in Meteorologie an der Universität Leipzig und im Jahr 2000 ihr Diplom im Thema “Ozean\, Atmosphäre und Umwelt” an der Universität Toulouse III und am CNRS in Toulouse absolviert. Sie war zwischen 2000 und 2004 Promotionsstudentin am Institut für Meteorologie an der Universität Leipzig\, wo sie 2005 zum Thema “Tomographie in der Ionosphären” promovierte. In dieser Zeit verbrachte sie drei Monate\, gefördert durch ein Marie-Curie-Stipendium der EU\, am Sodankylä Geophysical Observatory in Nordfinnland. Zwischen 2004 und 2010 verbrachte sie ihre Postdoc-Zeit am GFZ Potsdam und befasste sich mit den Veränderungen des Erdmagnetfeldes durch ionosphärische Ströme. 2010 bis 2013 war sie Wissenschaftlerin an der Technischen Universität Dänemark in Kopenhagen\, wo sie mit einem Netzwerk von geomagnetischen Bodenstationen in Grönland arbeitete und die Vorbereitung der ESA Swarm Satelliten-Mission mit begleitete. 2013 wechselte sie an das GFZ Potsdam als Leiterin der Sektion Geomagnetismus und Professorin für Geomagnetismus an der Universität Potsdam\, wo sie das DFG-Schwerpunktprogramm “Dynamic Earth” leitete. Seit 2021 ist Claudia Stolle Direktorin des Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik und Professorin für Atmosphärenphysik an der Universität Rostock. In 2022\, erhielt sie die Auszeichnung der “William B. Hanson Lecture” durch die American Geophysical Union. Im gleichen Jahr wurde sie Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/april-plenum/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20230309T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20230309T160000
DTSTAMP:20251021T173620Z
CREATED:20230104T142838Z
LAST-MODIFIED:20251021T173620Z
UID:25783-1678368600-1678377600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Andrea Komlosy (MLS) \nKo-Referent: Thomas Kuczynski (Berlin) \nZeitenwende: Aufbruch ins kybernetische Zeitalter \n13.30 bis 16.00 Uhr \nOrt: Rathaus Friedrichshagen \nauch in Zoom. \nAbstract \nDie Wiener Wirtschaftshistorikerin Andrea Komlosy (MLS) erläutert die Thesen ihres neuen Buches\, indem sie die stattfindenden Umbrüche unseres Zeitalters in Theorien zyklischer ökonomischer Wellen (Kondratieff\, Schumpeter\, Wallerstein) sowie eines hegemonialen Wandels (vom transatlantisch-amerikanischen zum pazifisch-chinesischen) einordnet. \nMit der flächendeckenden Nutzung von Informationstechnologien ist der Mensch in das kybernetische Zeitalter eingetreten\, da damit die Steuerung und Regelung mittels Rückkopplungseffekten möglich geworden ist. Der menschliche Körper liefert dafür die Verhaltensdaten. Er wird im Arbeitsprozess und im Alltag mit der Maschine synchronisiert. Durch die Covid-Pandemie wurde diese Entwicklung nochmals enorm beschleunigt. Der Vortrag bettet die Zeitenwende vom industriellen zum kybernetischen Zeitalter in die großen Krisen und Übergänge der Menschheitsgeschichte ein. \nAls Ko-Referent wird der Berliner Wirtschaftshistoriker Thomas Kuczynski dazu Stellung nehmen. \nCV \nAndrea Komlosy\, Studium der Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Wien und am Institut für Höhere Studien Wien\, Promotion 1984\, Habilitation 2002\, lehrt am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien\, seit 2023 im „Ruhestand“. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Fragen zu ungleicher Entwicklung in lokalen\, regionalen\, nationalen und globalen Kontexten sowie globale Arbeitsgeschichte. Sie ist Vorsitzende des Vereins für Geschichte des Weltsystems und Mitherausgeberin der „Zeitschrift für Weltgeschichte“ (ZWG). Jüngst erschienen: „Zeitenwende. Corona\, Big Data und die kybernetische Zukunft“ (2022) sowie (gemeinsam mit Klemens Kaps) Hg. „Immanuel Wallerstein und die Rezeption der Weltsystem-Analyse im deutschen Sprachraum (ZWG-Schwerpunkt 22\, 1+2\, http://www.vgws.org/index.php?article_id=1) \n 
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/maerz-plenum/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin
CATEGORIES:Plenum,Sozial- und Geisteswissenschaften
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20230209T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20230209T153000
DTSTAMP:20230202T100935Z
CREATED:20230104T094956Z
LAST-MODIFIED:20230202T100935Z
UID:25741-1675949400-1675956600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät\, \nOrt: BVV-Saal im Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, 10551 Berlin \nDonnerstag\, den 9. Februar 2023 – 13:30–15:30 Uhr\, \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/61418120784?pwd=OGovWWNLcGJKTlZDdlFwemhiVXg4UT09\nMeeting-ID: 614 1812 0784\n \n  \nVortrag: \nDetlev Möller (MLS) \nGeschichte der atmosphärischen Chemie des Sauerstoffs\nAbstract: \nVor einem Vierteljahrtausend wurde das Gas Sauerstoff (O2) entdeckt: 1772 von Scheele (genannt „Feuerluft“) und unabhängig von ihm 1774 von Priestley (genannt „dephlogisticated air“). Aber erst Lavoisier erkannte durch Wiederholung aller bisherigen Experimente die grundlegende chemische Bedeutung des Sauerstoffs\, gab ihm 1780 den Namen oxygéne und baute unter Einbeziehung der gewonnenen Erkenntnisse das Fundament der „modernen“ Chemie auf. Im Vortrag wird zunächst auf die Vorgeschichte der Entdeckung des Sauerstoffs eingegangen; die Untersuchung der Gase und die Phlogiston-Theorie. Sauerstoff stand lange Zeit für die „Luftgüte“. Eudiometrie (Messung des Sauerstoffgehaltes der Luft als Güteprobe) und erste Luftanalysen spielten eine wichtige Rolle. Erste Versuche der Reaktion zwischen Sauerstoff und Wasserstoff (Cavendish\, Watt) werden vorgestellt und auf die „water controversy“ des 19. Jahrhunderts wird eingegangen. Sauerstoff existiert in der Atmosphäre auch als Ozon (O3)\, entdeckt von Schönbein im Jahr 1839. Der lange Weg bis zur Klärung seiner Konstitution (Houzeau\, Andrews\, u.a.)\, seine Eigenschaften und die Rolle in der Atmosphäre werden im Vortrag gleichfalls beschrieben. Der Vortrag geht ebenfalls auf die Themen Ozonometrie\, Ozon und Gesundheit\, Bildung und Zerfall ein. Die Irrtümer und Erkenntnisse des 19. Jahrhunderts werden gegenübergestellt. Die wichtigsten Entdeckungen des 20. Jahrhunderts zum Sauerstoff werden beschrieben; die Ozonschicht\, die Klimatologie des Ozons\, die Bildung bodennahen Ozons\, der Anstieg des bodennahen Ozons und die Abnahme des stratosphärischen Ozons („Ozonloch“). Abschließend wird darauf eingegangen\, wie wichtig das Wissen um die Forschung unserer wissenschaftlichen Vorgänger für gegenwärtige Forscher ist – um Irrtümer und unnötige Wiederholungen zu vermeiden sowie um die „richtigen“ Fragen zu stellen. \nVita: \nDetlev Möller studierte Chemie an der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB) mit nachfolgendem Forschungsstudium und der Promotion 1972. Anschließend war er bis 1974 wissenschaftlicher Assistent an der HUB. Im gleichen Jahr wechselte er zur Akademie der Wissenschaften der DDR (AdW) in die Umweltforschung und begann seine Arbeiten zur Luftverunreinigung (Waldschäden) und Luftchemie (Schwefeldioxid\, Ammoniak\, Stickstoffoxide\, Niederschlagschemie und „saurer Regen“). Er gehörte zu den ersten Forschern in Europa\, die sich der Modellierung der Chemie in atmosphärischen Tropfen (Regen und Wolken) zuwandten. Ab 1989 folgten umfangreiche Forschungsarbeiten zum Ozon\, zum Wasserstoffperoxid sowie zur salpetrigen Säure und 1991 der Aufbau der wolkenchemischen Messstation auf dem Brocken\, die bis 2010 in Betrieb blieb.\nAb 1987 hielt Detlev Möller Vorlesungen an der HUB und ab 1991 an der Freien Universität Berlin (FUB). 1989 wurde er Abteilungsleiter an der AdW. Ab 1992 leitete er die Außenstelle Luftchemie der Fraunhofer-Gesellschaft in Berlin-Adlershof. 1994 erfolgte die Umhabilitation und Detlev Möller wurde Privatdozent im Bereich Meteorologie an der FUB. Zudem erhielt er einen Ruf auf die C4-Professur für Luftchemie und Luftreinhaltung an der Technischen Universität Cottbus. Er war als Gastwissenschaftler an wissenschaftlichen Einrichtungen in mehreren Ländern tätig\, so in Ungarn (1985)\, in der Sowjetunion (1989)\, in China (1998)\, in Frankreich (1999) und in Japan (2005). Er ist Alleinautor von vier Monographien und Autor verschiedener weiterer Publikationen. Seit 1997 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. Außerdem gehört er der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt und der Ungarischen Akademie der Wissenschaften an.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/plenum-5/
LOCATION:Berlin Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20230119T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20230119T160000
DTSTAMP:20230106T120023Z
CREATED:20220822T211045Z
LAST-MODIFIED:20230106T120023Z
UID:24874-1674135000-1674144000@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Wim Coudenys (MLS) \nRussia\, a country with a future… or a past?\nThe Russian invasion of Ukraine in February 2022 not only severely shook the world-order that had emerged after 1989-1991\, but equally re-established the image of Russia as the existential foe of Europe/the West. However\, it is Russia itself that most vehemently propagates this image as justification for its behaviour\, whereas the war goals in Ukraine remain undefined. The same applies to Russia itself: instead of projecting a future for the nation\, it relies on models from the past to justify the reigning regime and its politics. In this lecture\, I want to explore the origins of the Europe-Russia / East-West dichotomy\, how this transpired in 19th and 20th century Russian history\, and how a selective reading of the past prepared the ground for the present war. \nWim Coudenys is associate professor of Russian and European history at the University of Leuven (KU Leuven). He specializes in the fields of Russian historiography\, the Russian emigration and Belgian-Russian relations. His latest books include a biography of the Russian military attaché to Belgium during World War I (2017)\, a history of the Russian emigration in Belgium (2019) and Fallen Far from the Fatherland. Russian Victims of the First World War in Belgium (2022). He currently runs projects on the preservation of cultural heritage in the Russian emigration\, and on the relationship between Orthodox and Catholics in the Russian emigration.\nhttps://www.arts.kuleuven.be/english/our-staff/zap/wimcoudenys \nThis lecture will be given in English\, but you can ask your questions in German or Russian.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/januar-plenum/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Plenum,Sozial- und Geisteswissenschaften
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20221208T133000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20221208T160000
DTSTAMP:20230106T112631Z
CREATED:20220822T212047Z
LAST-MODIFIED:20230106T112631Z
UID:24878-1670506200-1670515200@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Sonia Combe (Centre Marc Bloch – Berlin\, Humboldt Universität) \nDie Loyalität zwischen Schweigen und Sprechen als soziales Verhalten von kritischen Marxisten in Gesellschaften sowjetischen Typs \n13.30 bis 16.00 Uhr \nOrt: Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87 \nAbstract\nAus Anlass des Erscheinens der deutschen Übersetzung ihres Buches « Loyal um jeden Preis. Linientreue Dissidenten im Sozialismus » (Ch. Link Verlag 2022) hält Sonia Combe am 8. Dezember 2022 einen Plenarvortrag in der Leibniz-Sozietät. Begleitet wird der Vortrag durch eine Lesung von Auszügen aus dem Buch und einem Gespräch mit der Übersetzerin Dorothee Röseberg.\nDas Phänomen der Loyalität wird am Beispiel der sogenannten “Linientreuen Dissidenten” analysiert. Mit diesem Oxymoron soll die Spannung zwischen Überzeugungen und Verhalten zum Ausdruck gebracht werden\, die eine Gruppe von Intellektuellen und Künstlern in der DDR charakterisierte. Die meisten dieser linientreuen Dissidenten waren Remigranten\, die dem politischen Regime als intellektuelle Stütze dienten. Sie traten innerhalb der Partei oder in Gremien wie dem Schriftstellerverband oder in der Akademie der Künste kritisch auf\, aber sie schwiegen im öffentlichen Raum\, nach außen und überlieferten der nächsten Generation eine “Ethik des Schweigens”\, mit der sie erst ganz am Ende des Regimes brachen. In der postkommunistischen Geschichtsschreibung gibt es nur wenige Studien über sie\, obwohl man die (wenn auch nur scheinbare) Stabilität der DDR erst verstehen kann\, wenn man ihre Rolle analysiert.\nDie Ergebnisse dieser Forschungsarbeit stützen sich sowohl auf die Auswertung von Archivquellen (von Partei\, Schriftstellerverband\, der Akademie der Künste\, Akademie der Wissenschaften und von Stasi-Akten) als auch auf Biografien\, Autobiografien und Romane. Schließlich wurden in den 1980er Jahren Interviews geführt\, deren Auswertung in das Buch einging. \nCV\nSonia Combe ist Historikerin der Zeitgeschichte. Sie promovierte 1981 an der Sorbonne. Bis 2017 war sie an der Université Paris-Nanterre und am CNRS tätig. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte bezieht sich auf das Verhältnis von Geschichtsschreibung und kollektiven Erinnerungen in osteuropäischen Gesellschaften. Nach dem Ende der sowjetisch dominierten Welt\, setzt sie sich mit der Umschreibung von Geschichte auseinander.\n2017 erschien ihr Buch « Ein Leben gegen ein anderes. Buchenwald und seine Nachgeschichte » (Neofelis Verlag)\, eine Reaktion auf die revisionistische Geschichtschreibung des Antifaschismus in der postkommunistischen Historiographie.\nIhre letzten Artikel (in Deutschland) sind : « Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte »  (BpB\, 6/4/2022) und « Die DDR auf der Anklagebank » (BpB\, 31/1/2022)\nHeute ist sie assozierte Wissenschaftlerin am Centre Marc Bloch (CNRS-Humboldt-Universität). \nzur Publikation: \nNeue Publikation: Sonia Combe: Loyal um jeden Preis. „Linientreue Dissidenten“ im Sozialismus. Aus dem Französischen und mit einem Nachwort von Dorothée Röseberg. Ch. Links Verlag\, Berlin 2022 – Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. (leibnizsozietaet.de)
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/dezember-plenum/
LOCATION:Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 87
CATEGORIES:Plenum
END:VEVENT
END:VCALENDAR