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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 14. März 2024 \n10:00–12:00 Uhr\, öffentliche Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \nDie Sitzung findet als Zoom-Videokonferenz statt.\nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/68803031789?pwd=dlZ4NGZCRzdTZ2YyUDVnL2kzK2hSZz09\nMeeting ID: 688 0303 1789 \nVortrag: \nUlrich Wulf (BTU Cottbus) \nQuantenmechanischer Ladungstransport in Nanotransistoren und daraus abgeleitete energiesparende Nanotransistorlösungen\nAbstract: \nNach dem wohlbekanntem Mooreschen Gesetz verdoppelt sich die Anzahl der Transistoren in Hochleistungs-Mikrochips etwa alle zwei Jahre. Dieses Gesetz bleibt bis heute gültig\, die Entwicklung intensiviert sich sogar. Der Vortrag demonstriert die erheblichen Umgestaltungen der Transistorarchitektur – MOSFET\, FinFET\, SOI-Transistor und Nanosheet-FET – die notwendig waren\, um das Mooresche Gesetz aufrechtzuerhalten. Diese Umgestaltungen sind verbunden mit wechselnden physikalischen Regimen des Ladungstransports – semiklassischer\, mesoskopischer und atomistischer Transport. Die Ausführungen konzentrieren sich auf den mesoskopischen Transport\, welcher für die modernen industriellen Transistoren geeignet ist. Wegen der komplexen Architektur und Materialzusammensetzung der Bauelemente ist zur Berechnung der Strom-Spannungs-Kennlinien eine möglichst einfache Formulierung der Transporttheorie erforderlich. Hierzu wird der R-Matrix-Formalismus vorgestellt\, seine Anwendung auf einen SOI-Transistor gezeigt und der Vergleich mit experimentellen Ergebnissen vorgenommen. Außerdem wird demonstriert\, wie die Standard-SOI-Architektur modifiziert werden konnte\, um einen Transistor zu erhalten\, der mit zwei parallelen Leitungskanälen arbeitet\, die durch transversales resonantes Tunneln gekoppelt sind. Wegen der sensitiven Gate-Steuerbarkeit dieser Kopplung hat dieser Zweikanaltransistor das Potenzial\, Anwendungen mit einem sehr niedrigen Energieverbrauch zu ermöglichen \nVita: \nUlrich Wulf studierte von 1980 bis 1987 Physik an der Universität Hamburg und war von 1987 bis 1991 Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart in der Gruppe des Nobelpreisträgers Klaus von Klitzing. Von 1991 bis 1993 war er Postdoktorand an der Indiana University in Bloomington\, Indiana (USA). Seit 1993 ist er Privatdozent an der Brandenburgisch Technischen Universität Cottbus/Senftenberg (BTU)\, 2007 erfolgte die Habilitation. Ulrich Wulf ist heute am Lehrstuhl für Computational Physics an der BTU tätig. Seit mehr als 25 Jahren ist er in der Welt der Quantenelektronik bzw. der Nanoelektronik zu Hause. Die Grundlagenarbeit\, die er dabei geleistet hat\, vergleicht er selbst mit der Kartographie. Die Welt der Quanten muss gezeichnet\, die Zeichnungen müssen immer wieder verbessert werden\, nur dann kann der Mensch sich in dieser Welt zurechtfinden und radikale technische Fortschritte erreichen. Bei seiner Forschung rechnet er mit Millionstel Millimetern. Nanoelektronik wird die Halbleitertechnologie revolutionieren\, davon ist Ulrich Wulf überzeugt.
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 8. Februar 2024 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://us02web.zoom.us/j/88030466234?pwd=MVRtOC9OWGw0UUZFL1Rla3ArVmFWdz09\nMeeting-ID: 880 3046 6234\nKenncode: 548086 \nVortrag: \nUlrich Jumar (MLS) \nForschung zur Funk-Datenkommunikation im Spannungsfeld industrieller Anforderungen und 5G-Mobilfunkmarkt\nAbstract: \nFrühzeitig hat sich bei der Forschung zum Thema der Funk-Datenkommunikation in der industriellen Automation gezeigt\, dass beim Nachweis der Leistungsfähigkeit der Kommunikation der Applikationsaspekt Berücksichtigung finden muss. So interessiert den Nutzer in der Industrie\, in welchem Maße die Anforderungen erfüllt werden und ob noch Reserven für einen späteren Ausbau vorhanden sind. Folgerichtig befasst sich eine Arbeitsgruppe beim Autor des Beitrags mit der methodischen Anforderungsspezifikation sowie mit Methoden zur Bewertung des Zeit- und Fehlerverhaltens von Funklösungen. Ein ausgewählter Forschungsgegenstand ist das Koexistenzmanagement\, das dann relevant wird\, wenn mehrere Funksysteme zur gleichen Zeit am selben Ort dasselbe Frequenzspektrum nutzen. Ein Vorteil des beschrittenen Weges ist die Unabhängigkeit von der Funk-Technologie und von herstellerspezifischen Produkten. Die Arbeiten fließen in die 5G-ACIA „5G Alliance for connected industries and automation“ ein\, zu deren Gründungsmitgliedern das Institut des Autors zählt. Mit Blick auf die Forschung wird das „Industrial Radio Lab Germany“ vorgestellt\, das sich zum Ziel gesetzt hat\, die flexible Vernetzung von Maschinen und Anlagen in Produktionssystemen durch drahtlose Kommunikationssysteme zu unterstützen. Ein Spannungsfeld entsteht nicht zuletzt dadurch\, dass die durch den 5G-Mobilfunkmarkt geschürten Erwartungen mit den automatisierungstechnischen Anforderungen an Echtzeitverhalten\, Zuverlässigkeit und Sicherheit kontrastieren. \nVita: \nUlrich Jumar hat von 1978 bis 1983 Elektrotechnik in der Fachrichtung Technische Kybernetik und Automatisierungstechnik an der damaligen TH Magdeburg studiert. 1986 wurde er mit einer regelungstechnischen Arbeit zum Dr.-Ing. promoviert. Nach einer Forschungs- und Lehrtätigkeit an der Magdeburger Universität und einem Forschungsaufenthalt am King’s College in London war Ulrich Jumar als Gründungsmitglied des An-Instituts ifak e.V. seit 1992 maßgeblich am Aufbau des Instituts für Automation und Kommunikation (ifak) in Magdeburg beteiligt. Seit 2005 ist er Vorstandsvorsitzender und Leiter des ifak und Professor an der Otto-von-Guericke-Universität in der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik. Er arbeitet an der Schnittstelle wissenschaftlicher Methoden und Verfahren der Automatisierung und deren Anwendung. In der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik ist Ulrich Jumar langjährig im Vorstand und Beirat tätig. Er ist zudem in leitender Funktion beim jährlichen AUTOMATION-Kongress aktiv. Auf internationaler Ebene wirkt er in der IFAC International Federation of Automatic Control. Er ist Editor-in-Chief der wissenschaftlichen Zeitschrift at – Automatisierungstechnik\, Mitglied in verschiedenen Fachbeiräten und Gutachtergremien und seit 2023 Mitglied der Leibniz-Sozietät.
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DESCRIPTION:Donnerstag\, den 14. Dezember 2023 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nLink zum Zoom Meeting\nhttps://us02web.zoom.us/j/83793710647?pwd=d3hJV0ZRSVJRSk9zMVArZjUwQlcydz09\nMeeting-ID: 837 9371 0647\nKenncode: 491688 \nVortrag: \nThomas Naumann (DESY\, Zeuthen) \nEx nihilo nihil fit – Die Geburt der Welt aus dem Nichts \nAbstract: \nEx nihilo nihil fit\, Von Nichts wird Nichts\, stellte schon Aristoteles beim Nachdenken über den Ursprung der Welt fest. Wie aber kann Etwas aus dem Nichts entstehen? Warum ist da Etwas – und nicht etwa Nichts? Eine creatio ex nihilo\, eine Schöpfung aus dem Nichts\, erschien niemals logisch. Heute wissen wir: Die Leere\, das Vakuum ist nicht das bloße Nichts. Sie lebt und kann Materie gebären. In diesem Sinne beschreiben wir den Urknall und die darauffolgende Inflation des Universums und diskutieren die philosophischen und physikalischen Konzepte von Vakuum und Äther. Seit 500 Jahren ist die Physik die Lehre von den Kräften\, also Vektoren. Heute\, im 21. Jahrhundert\, dominieren skalare Felder die Vergangenheit und Zukunft des Universums: das Feld der Inflation und der Dunklen Energie im Makrokosmos sowie das Feld des 2012 am CERN entdeckten Higgs-Teilchens im Mikrokosmos. Eine neue Ära der Physik bricht an – die Ära skalarer Felder. \nVita: \nThomas Naumann ist Teilchenphysiker. Er arbeitet am größten Forschungsprojekt der Menschheit\, dem 27 km langen Large Hadron Collider LHC des Europäischen Zentrums für Kernforschung CERN in Genf\, im ATLAS- Experiment. Geboren 1953 in Dresden\, studierte er bis 1975 Physik an der Technischen Universität seiner Heimatstadt. Danach untersuchte er am Institut für Hochenergiephysik in Zeuthen bei Berlin und ab 1992 am Deutschen Elektronen Synchrotron DESY die Eigenschaften der Kernkraft. Thomas Naumann leitete bis 2019 die Gruppe Teilchenphysik des DESY in Zeuthen und lehrte als Honorarprofessor an der Universität Leipzig.
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SUMMARY:Raumfahrthistorisches Kolloquium 2023
DESCRIPTION:Programm für das Raumfahrthistorische Kolloquium 2023 am 18.11.2023 in der Archenhold-Sternwarte Berlin-Treptow\nDetailinformationen s.u. \nModeration: Dr. Olaf Przybilski \nBegrüßung\n10.00 Uhr – 10.15 Uhr\nDip.-Ing. Stefan Gotthold (Stiftung Planetarium Berlin) \nBegrüßung und Einleitung \nVorträge \n10.15 – 10.40\nMichael Tilgner\nDie dunkle Seite des Mondes \n10.45 – 11.00\nDr. Wolfgang Both\nDie Raketen zu den Planetenräumen \n11.05 – 11.50\nDr. Yelena Stein und Dr. Christian Gritzner\nDie Geschichte der Weltraumteleskope \n12.00 – 13.00\nMittagspause \nModeration: Dr. Christian Gritzner \n13.00 – 13.45\nThomas Breit\nMoritz Pöhlmann (1881-1964): Ein Erfinder und seine Rolle bei der Entwicklung der A-4 (V-2) Rakete des Deutschen Heereswaffenamtes \n13.50 – 14.35\nDr. Reinhard Sagner\nÜber die Forschungsergebnisse von Johannes Winkler in der Luftfahrtforschungsanstalt Braunschweig von 1939 bis 1947 \n14.40 – 15.15 \nKaffeepause \n15.15 – 15.45\nDr. Olaf Przybilski\nBMW SEPR ERNO – Einige Betrachtungen zur Verwandtschaft der Raketentriebwerke dieser Firmen \n15.40 – 15.50\nStefan Gotthold\nSchlusswort \n15.50 – 17.00\nGet together \nDiskussion im ganzen Haus \nFlyer der Veranstaltung \nAbstracts der Vorträge:\nMichael Tilgner: Die dunkle Seite des Mondes. Die Erforschung der Rückseite des Mondes bis in die 1960er Jahre \nSeit der Entdeckung\, dass der Mond der Erde – und damit seinen Beobachtern – stets die gleiche Seite zeigt\, wurde über das Aussehen der uns verborgenen („dunklen“) Seite spekuliert. Der Beitrag zeichnet einige dieser Überlegungen nach. Erst nachdem am Anfang des 20. Jahrhunderts die physikalischen und technischen Grundlagen der Raumfahrt erarbeitet worden waren\, begann man über eine Erkundung der Rückseite mittels Raketen nachzudenken. Bekanntlich flog die sowjetische Raumsonde Luna-3 im Jahre 1959 um den Mond herum\, fotografierte einen Teil der Mondrückseite und übermittelte diese Aufnahmen zur Erde. Weniger bekannt sind jedoch die Umstände und Voraussetzungen\, die zu dieser Pionierleistung führten. Es war eine nicht unbedeutende Herausforderung\, anhand der verwaschenen Fotografien eine erste Karte der Mondrückseite zu erstellen. Die inzwischen erschienenen Dokumente und Memoiren von Beteiligten haben viele Details dieser Ruhmestat öffentlich werden lassen\, über die berichtet werden soll. \nDr. Wolfgang Both: 100 Jahre “Die Rakete zu den Planetenräumen” \nIn diesem Jahr feiert die Raumfahrtgemeinde ein wichtiges Jubiläum: Vor 100 Jahren erschien \nHermann Oberths Werk “Die Rakete zu den Planetenräumen” im Münchner Oldenbour-Verlag. \nZwar hatten schon vor ihm Theoretiker den Raumfahrtgedanken mathematisch-physikalisch für möglich erklärt. Aber zum einen waren die Arbeiten von Konstantin Ziolkowski (1903) und Robert Goddard (1919) in Europa unbekannt beblieben. Zum anderen ist Oberths kurze Schrift – nur 92Seiten – wesentlich breiter und tiefgehender angelegt. Zu Recht wird sie heute als bahnbrechende theoretische und visionäre Arbeit für die heutige Raumfahrt gewürdigt. Das war nach der Veröffentlichung noch nicht so. Da hielt man dies in wissenschaftlichen Kreisen für Fehlannahmen und Phantasterei. Erst zehn Jahre später sollten erste Experimente den Weg in den Weltraum öffnen. \nDr. Yelena Stein und Dr. Christian Gritzner: Die Geschichte der Weltraumteleskope \nDie faszinierenden Aufnahmen der Weltraumteleskope Hubble und WEBB sind uns allen gut bekannt\, doch es gibt noch deutlich mehr solche Observatorien im Weltraum\, die aber auch in anderen Wellenlängenbereichen beobachten. Dieser Vortrag soll eine Übersicht über die Entwicklungsgeschichte und die Vielfalt der bislang eingesetzten Weltraumteleskope geben. Auch soll gezeigt werden\, warum der Weltraum als Standort für astronomische Beobachtungen große Vorteile bietet. Abschließend soll auf die neuesten Forschungsergebnisse von Hubble und WEBB eingegangen werden\, um die enormen Fähigkeiten heutiger Weltraumteleskope zu zeigen. \nThomas Breit: Moritz Pöhlmann (1881-1964): Ein Erfinder und seine Rolle bei der Entwicklung der A-4 (V-2) Rakete des Deutschen Heereswaffenamtes \nDie Entwicklung der A-4 (V2-) Rakete\, die unter der Regie des deutschen Heereswaffenamtes (HWA) 1932 in Kummersdorf bei Berlin begann und später in Peenemünde fortgesetzt wurde\, erfuhr einen Höhepunkt vor 82 Jahren mit dem ersten erfolgreichen Start des Versuchsmusters „V-4“ am 03. Oktober 1942. Sie flog an diesem Tag 190 km weit und erreichte mit einer Höhe von 85 km als erster von Menschenhand gebauter Flugkörper den Rand des Weltraums. Eine Vielzahl hochbegabter Ingenieure und Techniker hatte am Erfolg dieses historischen Fluges gearbeitet\, unter ihnen auch der Dipl. Ing. Moritz Pöhlmann im Referat der Triebwerksentwicklung unter Dr. Walter Thiel. \nBis Sommer 1939\, dem Eintritt Pöhlmanns in das HWA\, war die Entwicklung der Raketen-„Öfen“ bereits sehr weit fortgeschritten. Die Kühlschwierigkeiten und das Durchbrennen der Öfen konnten jedoch nicht abgestellt werden. In den Memoiren Dornbergers wird Pöhlmann diesbezüglich als Erfinder der Film- bzw. Schleierkühlung herausgestellt – dem Durchbruch bei der Standfestigkeit des Triebwerks. Archivfunde belegen\, dass Pöhlmann jedoch an vielen weiteren\, wegweisenden Entwicklungen beteiligt war. So arbeitete er im Jahre 1940 in Kummersdorf eigenständig an der Entwicklung von Hochdruck-„Öfen“. Einige Patentanmeldungen stammen aus dieser Zeit. Nach seinem Umzug nach Peenemünde arbeitete er ab 1941 an Pumpen und Dampferzeugern mit raketeneigenen Brennstoffen\, die jedoch nicht mehr zum Einsatz kamen\, aber wegweisend für spätere Raumfahrt-Entwicklungen waren. Mitte 1943 wurde Pöhlmann aus Peenemünde „entfernt“ und mit Aufträgen des HWA nach Bayern „versetzt“. Hier wurde er verhaftet und 1944 von einem Wehrmachtsgericht verurteilt. Danach lebte er bis Ende des Krieges in Bayern. \nNach dem Krieg avancierte er zu einem der glühendsten Gegner Wernher von Brauns\, und sah vielmehr Hermann Oberth als den Erfinder der A-4 (V2) Rakete an. Seine eigenen Errungenschaften an deren Entwicklung sah er als nicht gewürdigt an\, nicht wissend\, dass diese in der Serienfertigung nicht zum Einsatz gekommen waren. \nPöhlmann arbeitete zunächst wieder an Projekten zu Kältemaschinen\, seinem Spezialgebiet\, worauf er einige Patente erworben hatte und woran er zeitweise in der Stellung als Technischer Direktor bereits vor dem Ersten sowie zwischen den Weltkriegen tätig gewesen war. Später arbeitete er als Erfinder und versuchte seine Ideen industriell zu vermarkten. Sein größtes Projekt\, das er bis kurz vor seinem Tod bearbeitete\, waren die „Strahler-Antriebe“ für Schiffe. \nImmer wieder holten ihn die Wirren der letzten Kriegsmonate ein. Einerseits kämpfte er um Entschädigung für seine Verurteilung\, andererseits gab es jahrelang gegenseitige Zivilverfahren gegen ihn und sein Umfeld. \nDr. Reinhard Sagner: Über die Forschungstätigkeit von Johannes Winkler in der Luftfahrtforschungsanstalt Braunschweig 1939 – 1947 \nTrotz herausragender Ergebnisse in der Junkers-Flugzeug und Motoren werken AG Dessau\, \nbrach das Reichsluftfahrtministerium 1938 die Finanzierung der Entwicklung von Raketentriebwerken dort ab. Johannes Winkler wurde berechtigt\, sich ein neues Arbeitsgebiet zu suchen und entschloss sich für das Institut für Gasdynamik in der LFA unter Leitung von Prof. A. Dr. Ing. Busemann. Das Forschungsprogramm von Winkler aus dem Dezember 1938 stellt die weitere Forschung an effektiven Triebwerken und deren Bündelung in den Mittelpunkt. Damit wären auch Hochbomber und künstliche Erdmonde zu entwickeln. \nJohannes Winkler arbeitete aber zunächst als freier Mitarbeiter und wurde von der Luftwaffe bezahlt. Aus dieser Zeit liegt eine handschriftliche Studie vom 5.2.1940 von ihm vor\, die eindeutig eine Fernrakete mit einem Startgewicht von 100 t und eine Reichweite von 500 km zum Gegenstand hat. In einer zweistufigen Rakete wollte er 4.000 Einzeltriebwerke mit einem Schub von 100 kg zum Einsatz bringen. Seit dem 1.4.1941 ist Johannes Winkler Abteilungsleiter in Institut für Gasdynamik der LFA. Nachvollziehbar sind folgende Arbeitsgebiete bis 1945\, darunter eine Studie über Raketenkennziffern in Braunschweig\, die Entwicklung effektiver Raketentriebwerke mit GM 1 mit einer Laufzeit bis zu 5 Minuten für Lufttorpedos\, Jagdflugzeuge und Hochbomber sowie die Berechnung der Dissoziation von Feuergasen. Die Leistungsfähigkeit seiner Triebwerke steigerte er ab 1944 auf 900 kg Schub \nNach der Besetzung der LFA am 12.4.1945 erhielt Johannes Winkler die Möglichkeit\, \nseine Erkenntnisse in zwei Berichten an die britischen Behörden niederzulegen. Dabei ging es um die Darstellung neuerer Verfahren zur Berechnung der Dissoziation von Verbrennungsgasen in Raketen und der Bericht „Zusammengesetzte Raketen“. \nEine Übersiedlung nach England wurde nicht mehr möglich\, da er am 27.12.1947 an einem Schlaganfall in Braunschweig verstarb. Er und seine Frau sind auf dem Friedhof in Braunschweig-Querum bestattet. \nDr.-Ing. Olaf H. Przybilski: Hans Schneider und seine Konstruktionen von Raketenbrennkammern \nAn den Bayerische Motoren Werke in Berlin-Spandau am Standort Zühlsdorf\, bei der Société d’Etudes de la Propulsion par Reaction (SEPR) in Villaroche und im Entwicklungsring Nord (ERNO) Raumfahrttechnik GmbH in Bremen wurden Raketentriebwerke in einer Schubklasse um 20 kN entwickelt. Die herausragende personelle Klammer an diesen drei Standorten über 30 Jahre spiegelt sich im Raketenpionier Dipl.-Ing. Hans Schneider wider. \nDer Autor wird anhand der konstruktiven Lösungen in den einzelnen Brennkammern zeigen\, was sie eint\, was sie unterscheidet. Ergänzt wird der Vortrag durch Abbildungen der Prüfstände an den jeweiligen Standorten. Hardware aus allen Zeitepochen wird dem interessierten Auditorium vor Ort präsentiert. \nZu den Vortragenden:\nWolfgang Both (*1950) war nach dem Studium der Informationstechnik an der Technischen Hochschule Ilmenau (Diplom 1973) und Assistenzzeit (PromotionDr.-Ing. 1979) am Zentralinstitut für Optik und Spektroskopie in Berlin-Adlershof beschäftigt. Im Rahmen der Industrieforschung wurden optoelektronische Bauelemente entwickelt. 1990 wechselte er zum Projektträger für Informationstechnik des Bundesministeriums für Forschung und Technologie und 1994 in die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft. In beiden Institutionen war er für Technologieförderprogramme in seinem Fachgebiet zuständig. Seit 2015 ist er im Ruhestand und widmet sich seinen Interessen Science-Fiction und Raumfahrtgeschichte. Er ist Autor mehrerer Bücher zu diesen Themen. \nThomas Breit (*1971)\, Nach Schul-und Berufsausbildung als Technischer Zeichner und einjährigem Wehrdienst bei der Bundeswehr Studium an der Hochschule Aachen im Fach Luft-& Raumfahrttechnik\, Schwerpunkt Triebwerkbau; Thema der Diplomarbeit: Entwicklung und Konstruktion einer Wasserstoffbrennkammer zur Umrüstung eines Triebwerks von Kerosin auf Wasserstoffbetrieb. Anschließend wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Aachen zur Implementierung und Betrieb des umgerüsteten Triebwerks mit Wasserstoffbetrieb.\nSeit Januar 2000: Mitarbeiter bei der Lufthansa Technik AERO Alzey\, Triebwerksüberholung.\nSeit 2013 Mitglied im Förderverein Museum Kummersdorf e.V. mit Forschungsschwerpunkt Aufarbeitung der Raketenentwicklung an der Versuchsstelle West des deutschen Heereswaffenamtes in Kummersdorf. \nChristian Gritzner ist Raumfahrtingenieur und in der Abteilung Erforschung des Weltraums in der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR in Bonn tätig. Dort ist er Gruppenleiter für das Teilprogramm Sonnensystem-Missionen. Er ist seit 1990 DGLR-Mitglied und aktiv als Leiter der Fachgruppe R3 „Raumfahrt und Gesellschaft“\, als Mitglied des Senats der DGLR und als Mitglied des Redaktionsbeirates. Studiert und promoviert hat er an der TU Berlin. \nOlaf Przybilski wurde 1960 in Altdöbern bei Cottbus (Brandenburg) geboren. Nach Abitur zwischen 1978 und 1981 Soldat auf Zeit bei der Volksmarine in Peenemünde. Danach 5 Jahre Maschinenbaustudium in Dresden an der Hochschule für Verkehrswesen „Friedrich List“ (HfV). In den anschließenden Jahren bis 1990 Promotion zum Dr.-Ing. und Anstellung als „Persönlicher Referent des Prorektors für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs“ an der HfV bis zu ihrer Schließung im Jahre 1992. Nachfolgend bis Februar 2016 angestellt als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Luft- und Raumfahrttechnik\, Professur für Raumfahrtsysteme an der TU Dresden mit einem breiten Fächerspektrum in der Lehre\, mit selbstständiger forschungsleitender Tätigkeit und als Projektleiter.\nVon August 2012 bis Februar 2016 leitet Przybilski das Projekt „SMART Rockets“ im DLR-Ausbildungsprogramm STERN für Studenten an der TU Dresden\, um eine kleine Flüssigkeitsrakete mit zugehöriger Brennkammer zu entwickeln. Aktuell arbeitend als Projektingenieur Raumfahrt in einer „Air and Missile“-GmbH in München.\nSeit dem Flug des Menschen zum Mond Interesse an der Raumfahrt. 1986 war er Gründungsmitglied des „Arbeitskreises Raumfahrt“ beim Kulturbund der DDR und darin Leiter der Arbeitsgruppe Dokumentation. Insgesamt erschienen von ihm über 100 Veröffentlichungen zwischen 1987 und 1990 im Rahmen der internen Mitteilungsblätter. Ab 1993 erneut rund 100 Veröffentlichungen\, vorrangig über russische bemannte Raumfahrtmissionen und der deutschen Raketentechnik.\nSeine Forschungen in der Raketentechnikgeschichte untersuchen die Raketen-Antriebstechnik des deutschen Heereswaffenamtes als technische Vorbilder für die Anwendung in der sowjet-russischen\, französischen und amerikanischen Raketentechnik. Der erste Band dazu aus einer Buchreihe über die „Raketentriebwerke aus dem deutschen Heereswaffenamt“ ist nun in einer aktualisierten und erweiterten vierten Fassung erschienen. Dr. Przybilski ist Mitglied in verschiedenen Raumfahrtvereinen\, Leiter des „Sächsischen Vereins für historisches Fluggerät e.V.“\, Herausgeber der „Raketen*Post“\, einem Infoblatt der „Raketenspezialisten in der Sowjetunion“\, ehemaliger\, langjähriger Leiter der DGLR-Bezirksgruppe Dresden (ehemaliges Senatsmitglied) und von 2013 bis 2021 Leiter des DGLR Fachbereiches R3.3 „Geschichte der Raumfahrt“.\nPrzybilski ist verheiratet\, hat zwei erwachsene Töchter und vier Enkelkinder. \nReinhard Sagner studierte Volks- und Außenwirtschaft mit der Promotion als Dr. oec. an der Hochschule für Ökonomie in Berlin-Karlshorst. Seine Recherchen über Johannes Winkler trug er erstmals 2014 vor. Es folgten weitere Vorträge im Hermann-Oberth-Museum in Feucht\, in der Archenhold-Sternwarte in Berlin\, in Neubrandenburg und in Dessau. Bisherige Veröffentlichungen in Tagungsbänden des Hermann-Oberth-Raumfahrtmuseum Feucht\, im Dessauer Kalender (Heimatliches Jahrbuch für Dessau-Roßlau und Umgebung)\, im International Astronautical Congress Bremen 2018 zusammen mit Karlheinz Rohrwild und Dr. Wolfgang Both und in den Zeitschriften „FliegerRevue“\, „Luft- und Raumfahrt“ und „Raumfahrt concret“. Im Machtwortverlag Dessau erschien 1922 sein Buch „Johannes Winkler in den Junkers-Werken und die Dessauer Raketen“. \nYelena Stein ist Astronomin und in der Abteilung Erforschung des Weltraums in der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR in Bonn tätig. Vorher war sie Wissenschaftlerin am Astronomischen Observatorium in Strasbourg. Dort forschte sie im Bereich der Radioastronomie zu Magnetfeldern in Galaxien. Studiert und promoviert hat sie an der Ruhr-Universität Bochum. \nMichael Tilgner (*1949 Hamburg) arbeitete nach dem Studium der Mathematik und Astronomie in Hamburg in verschiedenen Unternehmen im Bereich der kommerziellen Datenverarbeitung. Neben dieser Berufstätigkeit hielt er bis zum Anfang der 1990er Jahre regelmäßig Vorträge am Planetarium Hamburg\, vorwiegend zu kosmologischen Themen\, und führte astronomische Kurse an der VHS Hamburg durch. Nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben 2011 widmet er sich u.a. der frühen Geschichte der Raumfahrt. Über die Ergebnisse seiner Studien berichtete er in Vorträgen auf den Raumfahrthistorischen Kolloquien in der Archenholdsternwarte (Berlin)\, auf den Tagen zur Raumfahrtgeschichte\, die im Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum (Feucht) abgehalten werden\, auf dem History Symposium des International Astronautical Congress 2018 (Bremen) und bei anderen Gelegenheiten.
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 9. November 2023 \n10:00–12:00 Uhr\, öffentliche Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \nDie Sitzung findet als Zoom-Videokonferenz statt. Der Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/61889124872?pwd=V2hTWHcwaTB1QkovMnlDY3l6dThqUT09\nMeeting ID: 618 8912 4872 \nVortrag: \nGötz Bokelmann (MLS) \nBeobachtung des Erdinneren: Was gibt es Neues unter Europa?  \nAbstract: \nNach einem kurzen Überblick über die grundlegende Struktur unseres Planeten und die wichtigsten Vorstellungen seiner Funktionsweise werden wir uns der Seismologie widmen\, d.h. der Untersuchung von mechanischen Wellen\, die alle (festen\, flüssigen und gasförmigen) Teile der Erde durchlaufen. Dies erlaubt es\, Aussagen sowohl über den Ursprung der Wellen (Erdbeben oder andere menschliche oder natürliche Aktivitäten)\, als auch über das Hintergrundmedium zu liefern. Wir werden uns vor allem letzterem Aspekt widmen\, im Zusammenhang mit aktuellen Projekten wie AlpArray\, die uns helfen\, den Untergrund unter unserem Kontinent besser zu verstehen\, wie auch seine geologische Geschichte. Wir sprechen kurz über die methodischen Entwicklungen in der Strukturabbildung der letzten Jahre\, u. a. die Rekonstruktion von konkreten Wellenwegen aus seismischem Hintergrundrauschen. Dies erlaubt es uns\, die Struktur des Untergrunds genauer zu bestimmen\, und wir können damit noch weitere\, zum Teil überraschende Beobachtungsfenster öffnen\, u. a. auf die mechanische Spannung\, die auf dem Untergrund lastet. Ebenso erhalten wir Einblicke auf Veränderungen im Wasserhaushalt im flachen Untergrund\, die u. a. von Bedeutung für die aktuelle Klimadebatte sein können. \nVita: \nGötz Bokelmann ist Professor für Geophysik an der Universität Wien. Nach einem Studium an der Universität Bochum promovierte er an der Princeton Universität\, und habilitierte sich im Jahr 1998\, wiederum an der Universität Bochum. Er besuchte mehrfach das Department of Terrestrial Magnetism der Carnegie Institution of Washington\, und kam an die Stanford Universität als Visiting Associate Professor. Dort war er bis 2003 als Heisenberg-Stipendiat tätig. Nach einer Gastprofessur am Institut du Physique du Globe in Paris hatte er ab 2003 eine Geophysik-Professur an der Universität Montpellier inne\, von wo aus er im Jahr 2010 auf den Lehrstuhl für Geophysik an der Universität Wien wechselte. Seine Forschungsinteressen liegen in der Seismologie\, der Beobachtung der Erde mit geophysikalischen Methoden. Dies umfasst u.a. Erdbeben\, seismische Gefährdung und nukleare Verifikation. Im Zentrum seines Interesses steht dabei die Entwicklung neuartiger Anwendungen von geophysikalischen Daten. Daneben fungiert er in den letzten Jahren auch verstärkt als Ansprechpartner für öffentliche Einrichtungen und Medien\, vor allem zu Fragen der Naturgefahren.
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 12. Oktober 2023 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Einladungslink ist folgender: \nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/61025984530?pwd=MHZXU2dGeERGN3ljcTd5NlYybDI4Zz09\nMeeting ID: 610 2598 4530 \nVortrag: \nRainer Schimming (MLS) \nRaum und Zeit – alltäglich und doch rätselhaft \nAbstract: \nAusnahmslos alle realen Gegenstände\, auch wir Menschen\, befinden sich im Raum und unterliegen dem Fluss der Zeit. Die beiden Entitäten sind alltäglich\, und doch hat man sich seit jeher gedanklich an ihnen abgearbeitet. Eine gewisse Klarstellung bringen die Begriffe natürlicher Raum & natürliche Zeit. Zuvörderst zuständig ist die Physik. Mathematik ist ein Dienstleister\, stellt Modelle von Raum & Zeit zur Verfügung. Humanwissenschaften befassen sich damit\, wie der natürliche Raum und die natürliche Zeit beim Menschen individuell oder kollektiv ankommen. Der Seinsstatus von Raum & Zeit ist Sache der Philosophie; dort gehen die Meinungen stark auseinander. Der Vortrag präsentiert eine Begriffsgeschichte von Raum & Zeit im Schnelldurchlauf. Bei allen Fortschritten sind doch Rätsel übriggeblieben\, auf die ebenfalls eingegangen wird. Das Nachdenken über Raum & Zeit ist durchaus nicht abgeschlossen. \nVita: \nRainer Schimming studierte ab 1964 Mathematik an der Universität Leipzig und schloss 1971 mit der Promotion ab. Die Dissertation behandelt ein Thema der Allgemeinen Relativitätstheorie. Das trifft auch auf die 1979 fertiggestellte Habilitationsschrift zu. Im Jahr 1981 wurde Rainer Schimming als Dozent mit Lehrauftrag für Analysis an die Universität Greifswald berufen. Post-Doc-Aufenthalte führten ihn 1975/76 an die Universität Kiew und 1986 an das Einstein-Laboratorium der Akademie der Wissenschaften in Potsdam-Babelsberg. Seit 1996 ist er Professor in Greifswald. Etwa 100 Artikel mit mathematischen Forschungsergebnissen liegen vor. Im Ruhestand\, seit 2009\, hat sich Rainer Schimmingzunehmend seinen philosophischen Interessen zugewandt. Unter anderem hat er mehrere Semester lang Philosophie-Vorlesungen an der Universität Potsdam gehalten.
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SUMMARY:Kolloquium Arbeitskreis „Energie\, Mensch und Zivilisation“
DESCRIPTION:Kolloquium\nIm Gedenken an\nProf. Dr.-Ing. habil. Lutz-Günther Fleischer\n(26.07.1938 – 26.01.2023)  \nDIE ENERGIEWENDE 2.0\n IM FOKUS: DIE STOFFWIRTSCHAFT \n9. Juni 2023\n10.00 Uhr – 16.15 Uhr \nBrandenburgische Ingenieurkammer\nKörperschaft des öffentlichen Rechts\nHaus der Wirtschaft\nSchlaatzweg 1\n14473 Potsdam \nDie Veranstaltung wird im hybriden Format durchgeführt:\nhttps://us02web.zoom.us/j/2205546188?pwd=NXBGejVsb0lGV2dOanNSVDhEeXU4dz09\nMeeting-ID: 220 554 6188\nKenncode: 083487 \nErnst-Peter Jeremias\, Norbert Mertzsch\, Gerhard Pfaff (Organisation) \nTagungsmaterial
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LOCATION:Tagungsraum der Brandenburgischen Ingenieurkanmer (BBIK)\, Schlaatzweg 1\, Potsdam
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DESCRIPTION:Die Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/67689935109?pwd=OU5CSnZmTE9FWVBabStab1hjU1FmQT09\nMeeting-ID: 676 8993 5109 \nJonas Schmidt-Chanasit (MLS) \n Geflügelte Tiger und bunte Hörnchen: Werden wir uns an Epidemien mit exotischen Viren gewöhnen müssen? \nAbstract:\nDurch Arthropoden übertragene Viren (Arboviren) sind ein bedeutendes globales Gesundheitsproblem. Weltweit sind Arboviren für 17 % aller Infektionskrankheiten und ca. 1 Million Todesfälle verantwortlich. Arbovirosen können durch über 100 verschiedene Arboviren hervorgerufen werden. In den letzten Jahren haben sich insbesondere Stechmücken-übertragenen Arboviren mit dem Reise- und Warenverkehr weltweit stark ausgebreitet und Pandemien und Epidemien hervorgerufen. Vom Nationalen Referenzzentrum für Tropische Infektionserreger am Bernhard-Nocht-Institut wird ein breites diagnostisches Erregerspektrum angeboten\, welches u. a. in den Tropen vorkommende aber auch mittlerweile in Deutschland nachgewiesene Arboviren umfasst. Für viele dieser viralen Erreger gibt es nur wenige etablierte Untersuchungsverfahren\, zudem sind Kenntnisse über diese Infektionen in Deutschland gering. Anhand von aktuellen klinischen und diagnostischen Fällen werden im Vortrag einige ausgewählte Arbovirosen vorgestellt. Außerdem wird ein aktueller Überblick über die Klinik\, Diagnostik und Epidemiologie dieser Erkrankungen gegeben. \nVita:\nJonas Schmidt-Chanasit (geb. 1979 in Berlin-Pankow) studierte zwischen 2000 und 2006 Humanmedizin an der Charité in Berlin und wurde 2006 zum Dr. med. promoviert. Während der Erarbeitung der Dissertation war er als Gastwissenschaftler an der Kasetsart-Universität in Bangkok tätig. Anschließend arbeitete er als Postdoktorand am Institut für Medizinische Virologie der Johann Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main und habilitierte sich dort 2010 im Fach Virologie. Seit 2010 leitet er das Kooperationszentrum der WHO für Arboviren und hämorrhagische Fieberviren am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) in Hamburg. Nach Rufen an die Universitäten Greifswald und Frankfurt am Main ist er seit 2018 Inhaber des Lehrstuhls für Arbovirologie an der Universität Hamburg und Leiter der Abteilung für Arbovirologie und Entomologie am BNITM. Die von Jonas Schmidt-Chanasit geleiteten Forschungsgruppen befassen sich mit Emerging und Re-Emerging Viruses (z. B. Ebola-Virus\, Borna-Virus\, Zika-Virus\, Chikungunya-Virus oder Usutu-Virus). Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den durch Stechmücken und andere saugstechende Gliederfüßer übertragenen Viren (Arboviren). Insbesondere wird die Interaktion zwischen Arboviren und ihren Vektoren erforscht und wie diese die Virusevolution beeinflusst. Darüber hinaus werden in den Forschungsgruppen Modelle entwickelt\, um Arbovirus-Epidemien besser vorhersagen zu können. \n 
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SUMMARY:Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 8. Juni 2023 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/61271662573?pwd=VDRsT0Zuc0xNa0xnbzhxSlpQaVVhdz09\nMeeting-ID: 612 7166 2573 \nVortrag: \nErnst-Peter Jeremias (MLS) \nWo stehen wir aktuell bei der Transformation im Sektor Verkehr?\nAbstract: \nDie Treibhausgasemissionen im Sektor Verkehr sind mit einigen Schwankungen seit 1990 mit durchschnittlich 170 Mio. Tonnen CO2äqu auf einem hohen Niveau. 2021 wurde das Ziel des Klimaschutzgesetzes mit 3 Mio. Tonnen verfehlt. 2022 sind es nach ersten Schätzungen 11 Mio. Tonnen zu viel. Bis 2030 ist nahezu eine Halbierung auf 85 Mio. Tonnen erforderlich\, um die Ziele zu erreichen. Die aktuelle Politik lässt aus der Sicht des Vortragenden trotzdem nicht die erforderlichen Konsequenzen zur Zielerreichung im Jahr 2030 und darüber hinaus erkennen. Die Kontroversen in der Ampel-Regierung sind mit Ausnahme der Einführung eines halbherzigen 49-Euro-Monatstickets für den deutschlandweiten Nah- und Fernverkehr ab 01.05.2023 unverändert groß. Dabei sind insbesondere folgende Aspekte zu nennen: \n\nEinführung eines Tempolimit auf deutschen Autobahnen und in Ortschaften\n\nReduzierung von bis 6\,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente\nEinsparung von Kraftstoff\nFlüssigerer Verkehr\, weniger Staus auf Autobahnen\nWeniger Verkehrstote und Verletzte auf Autobahnen\nElektromobilität fordert ohnehin niedrigere Geschwindigkeiten heraus\n\n\nAusbaupriorität Schiene oder Straße?\nHoher Investitionsstau bei der Deutschen Bahn mit erforderlicher Ausweitung des Schienennetzes\nVerlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene\nKonzentration auf die Elektromobilität statt Verzögerung durch eine Diskussion für eine technologieoffene Kraftfahrzeugtechnik der Zukunft\n\nIm Vortrag sollen der aktuelle Stand erörtert und vor allem die zwingenden Maßnahmen diskutiert werden. \nVita: \nErnst-Peter Jeremias studierte von 1972 bis 1976 Kraftwerksanlagen und Energieumwandlung an der Ingenieurhochschule Zittau (Abschluss als Diplomingenieur). Von 1976 bis 1980 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und von 1980 bis 1991 als Gruppenleiter für Reaktorwärmetechnik im KKW Rheinsberg tätig. 1988 erfolgte die Promotion zum Dr.-Ing. (Akademie der Wissenschaften der DDR\, Kernforschungszentrum Rossendorf). Von 1991 bis 1994 arbeitete Ernst-Peter Jeremias für die entec Planungsgesellschaft GbR (Geschäftsführender Gesellschafter) und von 1994 bis 2018 für die tetra ingenieure GmbH – Planungs- und Beratungsgesellschaft für Energie- & Umwelttechnik und Gebäude- & Versorgungstechnik (Geschäftsführender Gesellschafter; www.tetra-ingenieure.de). Seit 2018 ist er Gesellschafter der tetra ingenieure GmbH. Außerdem ist er als selbständiger Senior Consultant auf den aktuellen Fachgebieten „Sektorenkopplung und Elektromobilität“ und „Einkommensenergien“ tätig. Seit 2020 ist er freiberuflicher Dozent bei der Handwerkskammer Potsdam zum Themenkomplex „Elektromobilität und Infrastruktur“. Seit 2019 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät \nKontakt: jer18dot@yahoo.com
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DESCRIPTION:Die Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Link ist folgender:\nhttps://us02web.zoom.us/j/85632148697?pwd=cWJnTjVGdGx3WXhIeXpRcFNKRWtTQT09\nMeeting-ID: 856 3214 8697  –  Kenncode: 679932. \nVolker Wulf (MLS) \nSozio-Informatik: Ein praxiologisch fundiertes Forschungsparadigma\nAbstract:\nComputeranwendungen sind stark mit den Arbeits- und Lebenspraktiken der Nutzer verwoben. Um diese Anwendungen geeignet zu gestalten\, müssen die Praktiken ihrer Benutzer verstanden werden. Der Vortrag führt in die Sozioinformatik als ein Feld der angewandten Informatik ein\, das eine praxisorientierte Perspektive auf das Design sozial eingebetteter Technologien entwickelt. Ausgehend von dieser Perspektive werden methodische und epistemologische Herausforderungen erarbeitet. Um diese Herausforderungen zu adressieren\, wird vorgeschlagen\, eine Sammlung gut dokumentierter Design-Fallstudien aufzubauen. Die Durchführung einer Design-Fallstudie ist eine sehr kontextspezifische Forschungsaktivität\, die drei Perspektiven verschränkt: (1) sie analysiert empirisch die gegebenen Praktiken in einem bestimmten Anwendungsbereich\, (2) sie entwickelt ein innovatives Design für einen IT-Artefakt\, das sich auf die Ergebnisse der Analyse bezieht\, (3) sie untersucht die Aneignung des technischen Artefakts über einen längeren Zeitraum. \nDarüber hinaus wird vorgeschlagen\, ein wachsendes Portfolio von Design-Fallstudien zu erstellen und sie auf reichhaltige Weise zu dokumentieren. Ein wachsender Korpus von Design-Fallstudien soll es ermöglichen\, die kontextspezifischen Ergebnisse zu vergleichen und so die Möglichkeit bieten\, Querschnittsthemen zu identifizieren. Auf diese Weise ist es möglich\, eine IT-design-spezifische Terminologie aufzubauen und Abstraktionen als konzeptionelle Elemente der Sozioinformatik zu entwickeln. \nVita:\nVolker Wulf ist Professor für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien an der Universität Siegen und leitet den Geschäftsbereich »User-Centred Software-Engineering (USE)« am Fraunhofer FIT\, Sankt Augustin. Zudem ist er Gründungsmitglied des International Institute for Socio-Informatics (IISI). Nach dem Studium der Informatik und Betriebswirtschaftslehre an der RWTH Aachen und der Universität Paris VI. promovierte er an der Universität Dortmund und habilitierte sich an der Universität Hamburg in Informatik. Er arbeitete als Research Fellow am Massachusetts Institute of Technology (MIT)\, Cambridge\, MA und verbrachte Zeit als Gastprofessor an der Stanford University\, Palo Alto\, CA. Seine Forschungsinteressen liegen vor allem in den Bereichen Computer Supported Cooperative Work (CSCW)\, Participatory Design (PD) und Human Computer Interaction (HCI). Er veröffentlichte mehr als 350 wissenschaftliche Aufsätze und publizierte 15 Bücher\, darunter “Expertise Sharing: Beyond Knowledge Management” und “Social Capital and Information Technology”\, beide mit MIT Press\, Cambridge MA\, sowie “End User Development” bei Springer\, Dordrecht und “Socio-Informatics” bei Oxford University Press erschienen. \n 
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DESCRIPTION:Donnerstag\, den 13. April 2023 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nBeratungsraum der Fa. GEFEG im Storkower Bogen\, Storkower Str. 207\, 10369 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Die Zoomeinwahldaten sind folgende:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/64393777039?pwd=ZysxSG9FNk8xbllhZ2xia0EzRXg5UT09\nMeeting-ID: 643 9377 7039 \nVortrag: \nMichael Hupfer (Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei\, Berlin) \nEinfluss des Klimawandels auf Gewässer in Deutschland\nAbstract: \nHitzeperioden und Trockenheit führen auch in Deutschland zu Waldbränden\, Ernteausfällen\, Waldsterben sowie zu gesundheitlichen Problemen und anderen Hitzeschäden. Besonders betroffen ist die gewässerreiche Region Berlin-Brandenburg\, in der bereits jetzt semiaride Verhältnisse vorherrschen. Es wird dargestellt\, wie die bereits eingetretenen und prognostizierten Veränderungen von Klimafaktoren auf die physikalische\, chemische und biologische Struktur von Gewässern und deren Vernetzung mit der terrestrischen Umgebung wirken. Die Folgen des Klimawandels sind bereitsjetzt an Seen und Flüssen deutlich zu erkennen. Der Temperaturanstieg an der Wasseroberfläche um durchschnittlich 0\,5 K pro Dekade seit 1980 sowie sinkende Wasserstände verändern das thermische Schichtungsverhalten sowie den Sauerstoff- und Nährstoffhaushalt von Seen. Außerdem kann es leichter zu Fischsterben\, zu vermehrtem Auftreten toxischer Cyanobakterien und zur Einwanderung invasiver Arten kommen. Immer mehr Fließgewässer fallen zeitweise trocken\, was erhebliche Auswirkungen auf die Biodiversität hat und zur verstärkten Freisetzung von Treibhausgasen führt. Durch den Klimawandel besonders gefährdet sind vorbelastete oder degradierte aquatische Ökosysteme. Eine Begrenzung des weltweiten Temperaturanstiegs sichert auch die Existenz sowie vielfältige Nutzungsformen unserer Gewässer. \nVita: \nDr. Michael Hupfer studierte in Rostock und Dresden Technische Hydrobiologie und Limnologie. Im Jahr 1993 wurde er mit einer Arbeit zum internen Phosphorhaushalt von Seen und Talsperren an der TU Dresden promoviert. Gastaufenthalte während und nach der Doktorandenzeit führten ihn zu international führenden Forschungseinrichtungen in Österreich und der Schweiz. Seit dieser Zeit stehen angewandte Fragestellungen im Blickpunkt seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit. Dabei geht es unter anderem um die Restaurierung eutrophierter Seen\, die Entwicklung neuentstehender Bergbauseen und um die Folgen des Klimawandels für Gewässerökosysteme. Seine Anstellung am Leibniz-Institut für Gewässerökologie- und Binnenfischerei in Berlin-Friedrichshagen bot ihm seit 1996 die Möglichkeit\, als leitender Wissenschaftler langfristig angelegte Forschungsprojekte zu realisieren. Für seine vielfältigen Bemühungen Grundlagenwissen in der Praxis zu überführen\, erhielt er 2005 den Wissenschaftspreis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Seit 2022 ist Herr Hupfer Honorarprofessor auf dem Gebiet der Aquatischen Biogeochemie an der BTU Cottbus-Senftenberg. Er ist Mitglied des geschäftsführenden Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Limnologie sowie Herausgeber der internationalen Fachzeitschrift „Limnologica“ und des Buches „Angewandte Limnologie“\, welches als Fortsetzungswerk erscheint.
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SUMMARY:2. Rohstoffkolloquium - Arbeitskreis „GeoMUWA“
DESCRIPTION:Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften\, Tagung Arbeitskreis „GeoMUWA“ \nDie Arbeitsgruppe Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum-\, Astrowissenschaften (GeoMUWA) der Gelehrtengesellschaft Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. organisiert am 22. März 2023 das \n2. Rohstoffkolloquium zum aktuellen Thema: \nAuswirkungen wachsender geo- und klimapolitischer Herausforderungen auf die Rohstoffversorgung Deutschlands und Europas\nProgramm (Flyer als PDF\, ausführliches Programm mit Abstracts der Vorträge): \n10:00-10:15: Eröffnung \n10:15-10:45: Prof. Dr. Christoph Hilgers (KIT): “Klima\, Rohstoffverfügbarkeit und Energiewende – Deutschland in der Krise?” \n10:45-11:15: Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel (ehem. BGR Präsident): Fracking – Risiken und Nutzen der Erdgasförderung in der aktuellen Energiekrise \n11:15-11:45: Prof. Dr. Carsten Drebenstedt (TU Freiberg): Von der Kohle zur klimaneutralen Energiewirtschaft – Möglichkeiten und Herausforderungen \n11:45-12:15 Dr. Harald Elsner (BGR\, DERA): Salze und andere heimische Rohstoffe – auch kritisch? \n12:15- 13:30: Mittagessen \n13:30-14:00: Prof. Dr. Jochen Kolb (KIT): Bedeutung von Russland\, Belarus und der Ukraine für die Rohstoffversorgung Deutschlands und der EU \n14:00-14:30: Maren Liedtke (BGR\, DERA): Seltene Erden – ein Marktüberblick in Zeiten geopolitischer Spannungen \n14:30-15:00: Prof. Dr. Axel Müller (Natural History Museum\, University of Oslo): Die gegenwärtige Lage der ukrainischen Metall- und Industriemineralproduktion \n15:00-15:15 Kaffeepause \n15:15-15:45 Podiumsdiskussion mit Herrn Kümpel\, Hilgers und Frau Liedke unter Leitung von Axel Müller.  -Eventuell mit Vertretern der Presse- \n15:45-16:00 Zusammenfassung und Ausblick \nDer Veranstaltungsort ist die Universität Potsdam\, Standort Griebnitzsee\, Komplex 3\, Haus 6\, Raum S24 (3.06.S24)\, August-Bebel-Str. 89\, 14482 Potsdam in unmittelbarer Nähe des S-Bahnhofs Griebnitzsee (S-Bahn S 7) \nEine Teilnahme via Zoom ist möglich mit folgendem Link:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/64077190507?pwd=ekpJWkdPNmlkOTZMdFU3WTUwS21RQT09\nMeeting-ID: 640 7719 0507 \nDie Teilnahme ist kostenlos. \nDie Texte zu den Vorträgen werden nach dem Kolloquium in den Sitzungsberichten der Leibniz-Sozietät publiziert. \nDer 2. Rohstofftag ist eine Fortsetzung des erfolgreichen 1. Rohstofftages „Kritische Rohstoffe\, Gewinnung bis Entsorgung: Die Geowissenschaften als Problemlöser“ im März 2022 https://leibnizsozietaet.de/bericht-zur-tagung-kritische-rohstoffe/. Die Publikation dazu ist im Dezember als Band 154 der Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin erschienen (https://leibnizsozietaet.de/wp-content/uploads/2023/02/SB154.pdf). \ndie Veranstalter der GeoMUWA\nAxel Müller\, Gerhard Pfaff\, Reinhard Greiling (Organisation und Moderation)
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SUMMARY:Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 9. März 2023 \n10:00–12:00 Uhr\, öffentliche Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \nDie Sitzung findet als Zoom-Videokonferenz statt: https://tu-darmstadt.zoom.us/j/67732766285?pwd=TWUrM1ZMMlhxMXNKcGNSbVVQa2lTUT09\nMeeting-ID: 677 3276 6285 \nVortrag: \nSanzhong Li (MLS) \nMicroplate Tectonics: A new tectonic paradigm\nAbstract: \nEarth is only one of the planets in the solar system to operate plate tectonics to be confirmed. Although traditional Plate Tectonic Theory had a successful achievement\, it remains three conundrums. The first one is when\, where and why plate tectonic regime started on the Earth. The second conundrum of Plate Tectonics Theory is the difficultly to explain intraplate deformation. The third conundrum is plate driving forces. However\, Microplate Tectonics Theory as a new tectonic paradigm does not need to resolve the own-making trouble as the theory of plate tectonics: only one unique origin and one driving mechanism of plate tectonics. This presentation will introduce six principles of Microplate Tectonics Theory as follows. \n\nOn global geometry: Rigid microplates can vertically develop not only in lithosphere but also within deep mantle\, including continental\, oceanic and mantle microplates in composition\, and over 1000 microplates on surface Earth and many mantle microplates within the mantle.\nOn fundamental kinematics: Microplates as rigid blocks not only move horizontally along the small girdles around the Euler poles or self-rotation axes\, but also move down and up across the spheres.\nOn deformation: The inner microplate is either rigid or deformable\, but deformation is mainly along the microplate margin.\nOn evolution: Microplate can grow and die under many tectonic settings\, having relatively independent evolutionary history and undergoing either Wilson or non-Wilson cycles without fixed periods.\nOn mobilism and transition: Microplate could have been a large plate in passive motion under either plate tectonic or non-plate tectonic regimes\, without limit of plate margin\, microplate can develop or terminate under any tectonic setting such as previous intraplate environment.\nOn kinetics: Microplates have many linked driving forces or mechanisms\, the ultimate driving force should be Relay-Taylor Instability.\n\nVita: \nSanzhong Li\, born in 1968\, full professor of Ocean University of China (OUC)\, fellow of Leibniz Society of Sciences in Berlin\, Germany\, and vice president and council of International Association for Gondwana Research. At present\, he is director of Key Lab of Submarine Geoscience and Prospecting Techniques\, Ministry of Education\, China; deputy director of Frontiers Science Center for Deep-Ocean Multispheres and Earth Systems\, Ministry of Education\, China and deputy director of Institute for Advanced Ocean Study\, OUC. As a visiting scholar and IODP expert\, he once visited top institutions for marine sciences in Germany\, the United States\, Japan\, Australia and other countries. He serves as co-Editor-in-chief of international journals Geosystems and Geoenvironment\, and deputy editor-in-chiefs of several international journals such as Science Bulletin\, Geoscience Frontiers. \nHe has been engaged in the research of Marine Geodynamics\, Continental Dynamics\, Precambrian Geodynamics andEarth System Dynamics for over 30 years. His scientific contributions include Microplate Tectonics Theory for solid Earth\, Carbon Tectonics Theory for Earth System and Meta-Earth Techniques for AI-aided or supercomputer-based exploration. He has published 13 books in Chinese and 1 book in English as the first author in Science Press\, China. He has also published more than 400 SCI-indexed international papers in Nature Communications\, Earth-Science Reviews\, Reviews of Geophysics\, Geology\, EPSL\, JGR\, Tectonics\, Geophysical Research Letters and other top international journals. His papers have been cited by nearly 20000 SCI-indexed papers\, and he has been selected for three times as one of the highly-cited scientists in the field of geosciences by Clarivate\, ESI. His H-index from ESI is 71. He has won more than 10 important research awards\, including the second prize of National Natural Science Award\, China\, the scientific research award of Li Siguang’s Geoscience Award\, and the other first and second prizes of provincial and ministerial levels. He is the winner of Natural Science Foundation\, China (NSFC) for Distinguished Young Scientists and the principle investigator of NSFC Innovation Group. He enjoys the special government allowance of the State Council\, China and has been selected into the National Talents Project\, the Taishan Scholarships for Distinguished Professors and the Pandeng Program.
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SUMMARY:Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 9. Februar 2023 – 10:00–12:00 Uhr \nOrt: BVV-Saal im Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, 10551 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/64367558348?pwd=QUhtSDFNbzZFWlpCbXk3RzZ5bk5nUT09\nMeeting-ID: 643 6755 8348 \n  \nVortrag: \nWolfgang Quapp (MLS) \nDas Frenkel-Kontorova-Modell – eine unendliche Geschichte\nAbstract: \nDas in Rede stehende physikalische Modell\, von J. I. Frenkel und T. A. Kontorova 1938 vorgeschlagen\, kann man sich als eine Kette von Pendeln vorstellen\, die untereinander linear gekoppelt sind. Es beschreibt erfolgreich Versetzungen in Kristallen und weitere Phänomene\, wird somit in der Festkörperphysik verwendet. Durch diverse Zusatzannahmen bzw. Modifikationen des ursprünglichen Ansatzes ergibt sich eine ausgedehnte Theorie\, zu der bis heute geforscht wird. Eine neue Qualität ergibt sich durch einen Grenzübergang vom Diskreten zum Kontinuierlichen\, nämlich von der Kette von Oszillatoren zu einer schwingenden Saite mit nichtlinearer Anregung. Letztere bewegt sich gemäß der sogenannten Sinus-Gordon-Gleichung\, einer bekannten Solitonen-Gleichung. Eine Solitonen-Lösung beschreibt dann unter anderem eine langlebige wandernde Störung in einem Kristall. Der Vortrag wird auf die hier angedeuteten Punkte eingehen sowie eigene Beiträge des Vortragenden zu der Theorie vorstellen. \nVita: \nWolfgang Quapp studierte ab 1966 Mathematik an der Universität Leipzig\, war dann wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sektion Mathematik\, später am Institut für Mathematik. Die Dissertation zu der 1982 erlangten Promotion behandelte ein Thema aus der höheren Analysis. Danach orientierte sich Wolfgang Quapp fachlich um und wandte sich Anwendungen der Mathematik in der Chemie zu. Seit 1989 kooperierte er dabei mit Kollegen der Universität Gießen. Des Weiteren knüpfte er verschiedene internationale Verbindungen. Seine Veröffentlichungsliste umfasst etwa 110 Publikationen\, viele davon mit Koautoren. Im Ruhestand seit 2012 kommen noch immer wissenschaftliche Arbeiten hinzu. Wolfgang Quapp ist auch in der Lehre\, wenngleich weniger als in seiner aktiven Berufszeit\, weiterhin tätig und ist als Gutachter sehr gefragt. Seit 2022 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. \n 
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SUMMARY:Oktober-Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Die Sitzung findet als Zoom-Videoveranstaltung statt. Die Einwahldaten sind folgende: \nEinladungslink: https://tu-darmstadt.zoom.us/j/61558208091?pwd=QUZaaUVOUGNRTnRPRDFsaVJjYTQ0UT09 – Meeting-ID: 615 5820 8091\n\nVortrag:\nMatthias Deutsch (Agora Energiewende): \n12 Thesen zu Wasserstoff und seine Bedeutung für die Energiepolitik\nAbstract: \nDer russische Angriff auf die Ukraine hat eine Zeitenwende in Europa eingeläutet\, die auch für die Energiepolitik folgenreich ist. Die Preise für fossiles Gas haben ungekannte Höhen erreicht\, was spürbare Auswirkungen für Haushalte und die Wirtschaft hat. Es ist unklar\, wie hoch die Kosten und das Niveau der Versorgung mit Erdgas in Europa künftig sein werden. Damit kommt weitere Bewegung in die Diskussion um grünen Wasserstoff\, der mittel- und langfristig fossiles Gas ersetzen kann\, heute aber noch größtenteils daraus hergestellt wird. \nKlar ist: Für das Ziel der Klimaneutralität 2045 in Deutschland werden erhebliche Mengen an grünem Wasserstoff benötigt. Die hohen Gaspreise haben Auswirkungen auf den Weg dorthin: Bisher galt fossiler Wasserstoff mit CO2-Abscheidung als schnell skalierbare Brückentechnologie. Dieser Weg ist deutlich teurer geworden und grüner Wasserstoff ist relativ betrachtet schneller wettbewerbsfähig. Damit ist der Hochlauf von erneuerbarem Wasserstoff dringender denn je. Die neuen Verhältnisse verlangen umso mehr den Fokus auf No-Regret-Anwendungen\, die nur unter Einsatz von grünen Molekülen klimaneutral werden können. Mit den 12 Thesen zu Wasserstoff sollen evidenzbasierte Einschätzungen geliefert werden\, um damit die Vielfalt an Studien zu Wasserstoff in einem konsistenten Rahmen zu diskutieren. \nVita: \nMatthias Deutsch arbeitet als Programmleiter Wasserstoff bei Agora Energiewende und hat mehr als 14 Jahre Erfahrung im Energiesektor. Seine vorherige Arbeit bei Agora umfasste die Themen Klimaneutralität\, Sektorkopplung Strom-Wärme und Speicher. Er war acht Jahre bei der Prognos AG als Berater mit den Schwerpunkten Erneuerbare Energien\, Energiebedarf und Gasnetzentwicklung tätig und hat Unternehmen\, Verbände und Regierungsstellen in Deutschland und im internationalen Bereich beraten. Zuvor hat Matthias Deutsch an der Hertie School of Governance und am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin gearbeitet. Nach seinem Studium des Technischen Umweltschutzes an der TU Berlin hat er an der University of Maryland School of Public Policy\, USA\, im Bereich Energie- und Umweltpolitik promoviert.
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SUMMARY:September Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Michael Krautblatter (MLS) \nOrt: Mohrenstraße 40/41\, Raum 415 \nAlpine Naturgefahren im Klimawandel und Perspektiven der Vorhersage \nAbstract: \nAlpine Naturgefahren haben schon heute eine erhebliche ökonomische und sicherheitstechnische Bedeutung im Alpenraum. Verschiedene Prozesse die zu Alpinen Naturgefahren führen\, nehmen in den letzten Jahrzehnten an Intensität und Häufigkeit deutlich zu. Dies ist insbesondere auf häufigere Starkniederschlagsereignisse und die Veränderung hochalpiner Geosysteme durch Gletscher- und Permafroständerungen zurückzuführen. Im Vortrag werden die Veränderungen der Gletscher- und Permafrostsysteme (am Beispiel von Zugspitze und Ötztal) sowie von Steinschlägen\, Murgängen und Felsstürzen beleuchtet. Anhand einer viertausendjährigen Murgangchronologie am Plansee (Österreich) wird gezeigt\, dass in den letzten einhundert Jahren die Häufigkeit von Murgängen um ein Mehrfaches zugenommen hat. Mit Hilfe von Fels-Eis-mechanischen Modellen\, die auf Temperaturen reagieren\, werden Versuche unternommen\, zukünftige Entwicklungen von Felsstabilitäten zu modellieren. Im Projekt AlpSenseRely werden Vorhersagetechniken entwickelt\, um alpine Naturgefahren besser vorhersehen zu können. Ein prominentes Objekt dabei ist der Hochvogel in den Allgäuer Alpen\, an dem umfangreiche Mess- und Sendetechnik für den Alpenraum erprobt wird. \nVita: \nMichael Krautblatter bekleidet die Professur für Analyse\, Monitoring und Frühwarnung von Hangbewegungen an der TU München. Er studierte Geographie und Geologie an den Universitäten Passau\, Erlangen und Durham (UK). Anschließend forschte er an den Universitäten Erlangen\, Oxford (UK) und Bonn und promovierte 2009 in Bonn mit Auszeichnung über Permafrost in alpinen Felswänden und deren Destabilisierung. Als Dozent in der Geomorphologie- und Umweltforschungsgruppe in Bonn baute er die „PermaSlope“ Doktoranden-Gruppe auf und etablierte ein Gefrierlabor. Michael Krautblatter untersucht seit 2004 Naturgefahren\, Hangbewegungen und Permafrost­systeme. Zentrale Themen sind die nicht-invasive Quantifizierung und das Monitoring von Permafrost in instabilen Fels- und Lockergesteinshängen\, die Quantifizierung von Magnitude\, Frequenz und Interkonnektivität von Hangbewegungen sowie die Vorhersage von Hangbewegungen basierend auf Schwellenwerten\, mechanischen Modellen und Systemverständnis. Theorie-\, Feld-\, Labor- und Modell-basierte Forschungen werden gegenwärtig in internationalen Projekten in den Alpen und der Arktis durchgeführt. Die Hangbewegungsgruppe der TU München\, in die Michael Krautblatter stark involviert ist\, erforscht kurz-\, mittel- und langfristige Vorhersagemöglichkeiten für alpine Hangbewegungen.
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SUMMARY:Juni-Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche\, wissenschaftliche Juni-Sitzung am 9. Juni 2022 in der Zeit von 10:00 bis 12.00 Uhr im Historischen Ratssaal des Rathauses Friedrichshagen mit folgender Tagesordnung durch: \nZu Beginn der Klassensitzung Buchvorstellung durch Ekkehard Höxtermann (MLS):\n„Das Buch der Natur“ – Erinnerungen an Walter Kirsche (1920 bis 2008) \nKurze Präsentation eines neu erschienenen Supplementbandes der Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \n\nAnschließend hält \nMichael Kaasch (MLS) einen Vortrag über: \nZur Anatomiegeschichte und Neuronentheorie im Lebenswerk des Berliner Anatomen Walter Kirsche (1920–2008) \nAbstract: \nIm Jahr 2020 wurde der 100. Geburtstag von Walter Kirsche (1920–2008) – Professor für Anatomie an der Humboldt-Universität zu Berlin\, Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina sowie bekannter Naturschützer in der DDR – begangen. Der Vortrag untersucht die Bedeutung der Anatomie- und Biologiegeschichte für sein Wirken als Forscher und Hochschullehrer. Hierbei bildet der Einsatz von Kirsche für die Neuronentheorie des spanischen Nobelpreisträgers Santiago Ramón y Cajal (1852–1934) in der Auseinandersetzung mit alternativen Konzepten im Fachdiskurs der deutschsprachigen Anatomie der 1950er und 1960er Jahre einen besonderen Schwerpunkt. Die Analyse behandelt an einer seinerzeit wirkungsmächtigen\, mittlerweile aber vergessenen wissenschaftlichen Kontroverse Fragen der Produktion und Durchsetzung von neuem Wissen im Forschungsprozess\, versucht Schwierigkeiten beim Umgang mit wissenschaftlichen Aussagen im historischen Kontext herauszuarbeiten und stellt ein zeittypisches Forschernetzwerk um Kirsche und die von ihm geleitete Zeitschrift für mikroskopisch-anatomische Forschung vor. Für das vielfältige Wirken Walter Kirsches zeigt sich im Spiegel innerwissenschaftlicher und gesellschaftlicher Prozesse die fortdauernde Anschlussfähigkeit seiner vielfältigen Bemühungen zu aktuellen Diskussionen über Formen und Resultate forscherischer Wissensproduktion. \nVita: \nDr. Michael Kaasch ist Biologe\, Biologiehistoriker und wissenschaftlicher Redakteur der Schriften der Deutschen Akademie der Naturforscher – Nationale Akademie der Wissenschaften. Schwerpunkt seiner Forschungen sind die Biologiegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts\, die wissenschaftliche Biographik und die Historie Gelehrter Gesellschaften und wissenschaftlicher Akademien. \nVon 1981 bis 1986 studierte er Biologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Er schloss sein Studium als Diplom-Biologe (Spezialisierung Genetik) ab. 1989 promovierte er zum Dr. rer. nat. an der MLU mit einem Thema zur DNA-Polymerase III von Escherichia coli. 1989 war er Mitbegründer des Unabhängigen Institutes für Umweltfragen (UfU Halle/Berlin). Von 1992 bis 1996 war er Mitglied des Vorstands\, 1993 amtierender Vorstandsvorsitzender dieses Institutes. Seit 1989 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter (Redakteur) an der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina Halle (Saale). Hier trägt er die Verantwortung für verschiedene Publikationen: Nova Acta Leopoldina (Fachgebiete Biowissenschaften\, Medizin usw.)\, Jahrbuch\, Acta Historica Leopoldina. Seit 2020 ist Michael Kasch Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. \n\nAm Ende der Klassensitzung findet die \nNeuwahl des Sekretars der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät \nstatt. Hieran nehmen nur die anwesenden Mitglieder der Klasse teil.
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SUMMARY:Mai-Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Mai-Sitzung der Klasse NWTW der Leibniz-Sozietät \n12. Mai 2022 – 9.30 bis 11.30 Uhr \nDie Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche Mai-Sitzung am 12. Mai 2022 in der Zeit von 9.30 bis 11.30 Uhr als ZOOM-Meeting durch zum Thema: \nHantaviruses: a story of (not only) mice and men\nZoom-Daten: \nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/61394646405?pwd=d0kzWWk2b3JyMHV6TWZPN25TOFUxdz09 \nMeeting-ID: 613 9464 6405 \nBitte beachten Sie die veränderte Anfangszeit. \nVortragender: Dr. Boris Klempa (MLS) \nAbstract: \nHantaviruses are emerging zoonotic viruses. Their reservoir hosts are small mammals\, particularly rodents. Virus transmission to humans occurs via inhalation of aerosolized rodent urine\, saliva\, and feces. Hantaviruses cause two human diseases\, “Hemorrhagic Fever with Renal Syndrome” (HFRS) in Asia and Europe and “Hantavirus Cardiopulmonary Syndrome” (HCPS) in the Americas with case fatality rates of up to 35–50%. \nNumerous new hantavirus discoveries occurred during the last 15 years. Consequently\, the dogmatic view on hantaviruses as rodent-borne viruses had to be re-considered because most of the newfound hantaviruses were found in non-rodent hosts such as shrews\, moles\, and even bats. \nSignificant epidemiological findings were obtained also in Europe. Sochi virus has been recently identified as a new genotype of the Dobrava-Belgrade hantavirus species (DOBV) which causes life-threatening HFRS cases in the Black Sea coast area of the European part of Russia. DOBV is the most virulent hantavirus in Europe which is hosted by several species of the genus Apodemus. Phylogenetic analyses and in vitro experiments showed that genetic reassortment of the genomic segments\, well known for influenza for viruses\, most likely occurred during DOBV evolution. \nAlthough several important chapters have been added during the last decades\, it is obvious that the story of hantaviruses is not over. Hantaviruses remain to be a serious health threat for humans\, leading to fatal diseases. \nVita: \nBoris Klempa\, DSc. (1976) is an internationally recognized expert in the field of molecular evolution and ecology of zoonotic viruses transmitted to humans from small mammals and ticks. He is currently affiliated as a principal investigator and head of Department of Virus Ecology at the Institute of Virology\, Biomedical Research Center of the Slovak Academy of Sciences in Bratislava. \nHe studied biology at the Comenius University in Bratislava. He then obtained his PhD at the Humboldt University in Berlin in 2004 where he worked at the Charité Universitätsmedizin under the supervision of Prof. Dr. Detlev H. Krüger. \nHis particular interests are molecular evolution and epidemiology of hantaviruses\, important human pathogens causing hemorrhagic fever with renal syndrome. He started this research during his time at the Institute of Virology\, Charité Universitätsmedizin where he altogether spent 18 years. He was involved in discoveries of the first hantaviruses from Africa and is recognized for his pioneering work in the field of identification of new hantaviruses in non-conventional hosts such as shrews\, moles\, or bats. He also significantly contributed to molecular epidemiologic characterization of hantaviruses in Central Europe and Russia.
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SUMMARY:April-Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche April-Sitzung am 7. April 2022 in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr via Zoom (s.u.) statt durch zum Thema \nAktivierung von Zellen an der Grenzfläche zwischen Blut und Biomaterialien\nVortragende: Prof. Dr. Viktoria Weber (MLS) \nAbstract:\nIn zahlreichen in der Medizin verwendeten Verfahren kommt es zum direkten Kontakt von Blut mit verschiedenen Materialien. Dieser kann innerhalb des Körpers erfolgen\, etwa bei Herzklappen oder Stents\, oder außerhalb\, wie bei Verfahren der Dialyse oder bei Oxygenationsmembranen. \nBeim Kontakt von Blut mit Biomaterialien kommt es innerhalb von Sekunden zu einer Adsorption von Proteinen\, wodurch eine neue\, dynamische Oberfläche entsteht\, mit der Blutplättchen und Immunzellen in Kontakt treten. Die Zusammensetzung dieser neu entstehenden Proteinschicht und damit die an dieser Oberfläche ablaufenden Aktivierungsvorgänge hängen maßgeblich von der Art des Biomaterials ab. Die Erkennung dieser Oberflächen als körperfremd kann zu einer Reihe von zellulären Reaktionen führen\, welche die Funktion des jeweiligen Medizinproduktes beeinträchtigen und Thrombosen\, Embolien\, oder Entzündungsreaktionen auslösen können. \nDie Frage\, warum verschiedene Biomaterialien unterschiedliche Aktivierungsvorgänge auslösen\, ist daher ein spannendes und wichtiges Forschungsgebiet. Am Beispiel extrakorporaler Absorptionsverfahren werden in diesem Vortrag Mechanismen der zellulären Aktivierung und ihre möglichen Folgen dargestellt sowie die Möglichkeiten zur Entwicklung von Systemen mit hoher Blutverträglichkeit beleuchtet. \nVita:\nViktoria Weber studierte Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur Wien (Promotion 1993) und erwarb ihre Habilitation für das Fach Biochemie ebenfalls an der Universität für Bodenkultur (2008). Seit 1999 ist sie an der Universität für Weiterbildung Krems (Donau-Universität Krems) tätig\, wo sie seit 2010 eine Professur für Medizinische Biochemie innehat und das Department für Biomedizinische Forschung leitet. Seit 2011 war sie Vizerektorin für Forschung und seit 2021 Vizerektorin für Forschung und nachhaltige Entwicklung. Sie ist gegenwärtig Präsidentin der Europäischen Gesellschaft für Künstliche Organe (ESAO) und Vizepräsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie (ÖGMBT). Viktoria Weber war an mehreren Europäischen Projekten auf dem Gebiet der therapeutischen Apherese sowie der Sepsis beteiligt und leitete von 2013-2019 das CD-Labor für Innovative Therapieansätze in der Sepsis. Ihre Forschungsinteressen gelten der Grenzfläche zwischen Blut und Biomaterialien\, der Aktivierung von Plättchen und Immunzellen während des Kontakts von Blut mit Biomaterialien\, sowie extrazellulären Vesikeln und ihren Rollen in der Gerinnung und Immunmodulation. Mit ihrer Gruppe entwickelte sie eine Reihe von Methoden zur Charakterisierung des zellulären Ursprungs und der Funktion extrazellulärer Vesikel insbesondere in der Sepsis. \nKoordinaten für die Teilnahme an der Online Sitzung:\nZoom-Meeting: \nhttps://donau-uni.zoom.us/j/69196849157?pwd=YlZacHJzeGFlOThYRldHYll2bC9ydz09 \nMeeting-ID: 691 9684 9157 \nKenncode: 791894 \n 
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SUMMARY:März-Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche März-Sitzung am 10. März 2022 in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr durch – Ort: online via Zoom-Link (weitere Einwahldaten s.u.) \nThema: Elektrochemie – Werkzeug mit Zukunft! \nVortragender: Prof. Dr. Uwe Schröder (MLS) \nAbstract: \nUnsere Gesellschaft steht vor sehr großen Herausforderungen bezüglich eines nachhaltigen Umgangs mit den Umweltressourcen. In der öffentlichen Diskussion stechen hier besonders die Themenbereiche der individuellen Mobilität und der nachhaltigen und klimaschonenden Energieversorgung hervor – beides wiederum eng verknüpfte Themen. \nDieser Vortrag soll zeigen\, welche Beiträge die Elektrochemie als Baustein und Bindeglied künftiger regenerativer Energietechnologien leisten kann. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten des eigenen Arbeitskreises. Diese umspannen sowohl Fragestellungen künftiger Mobilität (Batterieforschung\, regenerative Kraftstoffe) und nachhaltiger chemischer Prozesse als auch einer potentiellen Rückgewinnung von Energie aus Abwasserströmen mittels biologischer Brennstoffzellen. \nVita: \nUwe Schröder studierte von 1990-1995 Chemie an der Humboldt-Universität zu Berlin und promovierte dort in physikalischer Chemie. Als Stipendiat der Alexander-von-Humboldt Stiftung forschte er am Physical and Theoretical Chemistry Laboratory der Universität Oxford. Im Jahr 2007 habilitierte er an der Universität Greifswald (Mentor Prof. Fritz Scholz) und wurde im Jahr 2008 auf die W3-Professur für Nachhaltige Chemie und Energieforschung an die TU Braunschweig berufen\, wo er ab 2015 das Institut für Ökologische und Nachhaltige Chemie leitete. Einen Ruf an die Universität Jena (2013) lehnte er ab\, nahm jedoch im Jahr 2021 einen Ruf an die Universität Greifswald an\, wo er seit 1.10.2021 den Lehrstuhl für Elektrobiochemie innehat. Uwe Schröders Forschungsschwerpunkte sind die mikrobielle Elektrochemie und mikrobielle elektrochemische Technologien\, Elektrosynthese und Batterieforschung. Uwe Schröder veröffentlichte über 170 Publikationen mit mehr als 15\,000 Zitationen. Er ist Chefeditor des Journals Frontiers in Energy Research (Frontiers Media) sowie Board-Mitglied zahlreicher Zeitschriften. \n\n  \nOrt: \nZoom-Meeting: \nhttps://uni-greifswald-de.zoom.us/j/82896832275?pwd=bk16L2xSeDRmVWR1dmg4UGhlQUhUUT09 \nMeeting-ID: 828 9683 2275\nKenncode: 050237 \nTelefoneinwahl z.B.\n+49 69 5050 0952 Deutschland\n+49 69 5050 2596 Deutschland
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Februar-Sitzung der Klasse NWTW der Leibniz-Sozietät\nDie Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche Februar-Sitzung am 10. Februar 2022 in der Zeit von 9:30 bis 11.30 (!) Uhr in Berlin (Rathaus Mitte\, Raum 121) durch zum Thema \nDie Pflege des Menschen: Zur gesellschaftlichen Funktion der professionellen Pflege \n Vortragender: Prof. Dr. Olaf Scupin (MLS) \nAbstract: \nJede Gesellschaft bekommt die Krankenpflege\, die sie verdient! Die Pflege des Menschen ist ein Phänomen über den jede und jeder (mit)reden kann. Wer hat nicht schon einen anderen Menschen gepflegt? Auch über die professionelle Pflege haben die meisten Menschen schon einen Eindruck bekommen. Kaum ein anderer Berufszweig in der Bundesrepublik Deutschland ist in den letzten Jahren so starkem Wandel unterzogen worden\, wie der der Pflegeberufe. Welche Funktionen und Aufgaben die professionellen Pflegeberufe für eine Gesellschaft erfüllen sollen\, ist hingegen kaum bekannt. Zum einen\, weil die Berufsgruppe selbst diese zum Teil nicht ausführt und somit sicht- und spürbar wäre. Zum Zweiten\, weil die politisch gewollten Rahmenbedingungen und Strukturen im Gesundheits- und Sozialwesen noch nicht geschaffen wurden. So wird die ab 2020 gesetzlich verankerte hochschulische Pflegeausbildung das Gesundheitswesen nachhaltig verändern. Gerste schreibt dazu 2014: „In Kliniken\, in denen 60% der Krankenschwestern einen Bachelor haben und sich im Durchschnitt um 6 Patienten kümmern\, liegt die Sterblichkeit um 30% unter jener von Kliniken\, in denen die Schwestern nur in 30% einen Bachelor-Abschluss vorweisen können und im Durchschnitt eine jede von ihnen 8 Patienten versorgt.“ (Gerste\, Ronald D.: Patientensicherheit: Stationäre Mortalität und Personalschlüssel korrelieren. In: Deutsches Ärzteblatt\, Jg. 111\, Heft 26\, S. 1211-1212\, Berlin: Deutscher Ärzteverlag GmbH\, 2014). Über einen historischen Exkurs zur Entwicklung der professionellen Pflegefunktionen und –berufe\, sollen im Vortrag die aktuellen Entwicklungen in der Pflegelandschaft erläutert und diskutiert werden. \nVita: \nAusbildung zum Krankenpfleger und Fachweiterbildung zum Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivpflege (Westfälische-Wilhelms-Universität Münster/Westf. – Prof. Dr. Dr. P. Lawin). Qualifizierung zur Leitung des Pflegedienstes. Zwischen 1995 – 2005 Direktor in 3 Kliniken. \nStudium der Gesundheits- und Pflegewissenschaften an der Fachhochschule Neubrandenburg (Prof. Dr. H.-J. Götze). 2003 Promotion am Institut für Wissenschaftsphilosophie und Humanontogenetik der Humboldt-Universität zu Berlin (Prof. Dr. K.-F. Wessel). Seit 2004 Professor am Fachbereich Gesundheit und Pflege der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH Jena) mit dem Berufungsgebiet „Pflegemanagement“. Seit 2009 Direktor am Institut für Coaching und Organisationsberatung der EAH Jena. Lehre in den Fachbereichen Betriebswirtschaft\, Sozialwesen und SciTec. Vorstandsmitglied im Landespflegerat Thüringen und der Gesellschaft für Humanontogenetik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2017 Direktor für Pflegeentwicklung am Deutschen Zentrum für Orthopädie der Waldkliniken Eisenberg. Seit 2019 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. \n  \nDatum und Veranstaltungsort \n10. Februar 2022\, 9:30 bis 11:30 \nOrt: Rathaus Berlin-Mitte\, Raum 121 (Karl-Marx-Allee 31\, U-Bahn-Station Schillingstraße) \nBitte beachten Sie die veränderte Anfangszeit.
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse NWTW der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät derWissenschaften zu Berlin führt ihre öffentliche wissenschaftliche Dezember-Sitzung 2021  in der Zeit 10:00 bis 12:00 Uhr durch. \nThema: \nDie Förderung der Geowissenschaften in der Leibniz´schen Gelehrtengesellschaft\n\nVortragender: Prof. Dr. Heinz Kautzleben (MLS) \nDer Veranstaltungsort: Projekt Humanontogenetik\, Humboldt Universität zu Berlin\, Mohrenstraße 40/41\, Raum 415\, 10117 Berlin \n\nAlle Teilnehmer sind aufgefordert\, im Gebäude ihre FFP-2-Maske zu tragen und Belege über ihre erfolgreiche Zweifachimpfung oder über ihre Genesung von einer Covid-19-Erkrankung (2G-Regel) vorzuweisen. \nAbstract:\n\nDer Verein „Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin“ ist die heutige Form der Leibniz’schen Gelehrtengesellschaft\, die 1700 in Berlin vom Kurfürsten Friedrich III. als „Brandenburgische Sozietät der Wissenschaften“ mit Gottfried Wilhelm Leibniz als Gründungspräsidenten gestiftet wurde. Die Leibniz’sche Gelehrtengesellschaft war von 1744 bis 1990 Träger der Akademien der Wissenschaften mit Sitz in Berlin\, deren Folge mit der „Académie Royale des Sciences et Belles Lettres“ des Preußenkönigs Friedrich II. begann und 1990 mit der Akademie der Wissenschaften der DDR endete. Die Leibniz-Sozietät ist Erbe einer bewegten\, großen Geschichte. \nEine der Kernaufgaben der Leibniz’schen Gelehrtengesellschaft war und ist zu allen Zeiten die Förderung der Geowissenschaften und der mit ihr verwandten Wissenschaftsdisziplinen\, die gemeinsam den gesellschaftlichen Auftrag „Erforschung\, Überwachung und wissenschaftliche Begleitung der Nutzung des Lebensraumes der Menschheit“ erfüllen. Seit Entwicklung und Nutzung der Weltraumtechnologie gibt es intensive Bestrebungen\, den Lebensraum der Menschheit von der Geosphäre in den erdnahen Weltraum auszudehnen. Die Leibniz’sche Gelehrtengesellschaft wurde diesen Bestrebungen noch zu Zeiten der AdW der DDR dadurch gerecht\, dass sie eine eigene Klasse „Geo- und Kosmoswissenschaften“ einrichtete. Ihre Nachfolgerin in der Leibniz-Sozietät ist der Arbeitskreis „Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften“ (GeoMUWA). \nIm internationalen Maßstab werden die Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften länderspezifisch sehr unterschiedlich gefördert. Über verschiedene wissenschaftliche Interessen und politische Gegensätze hinweg werden wesentliche Fortschritte allerdings vorwiegend dann erreicht\, wenn es zu einer die Landesgrenzen überschreitenden engen Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Technikwissenschaftlern kommt. \nVita: \nHeinz Kautzleben studierte von 1952 bis 1957 Geophysik an der Universität Leipzig\, wo er auch promovierte (1962) und sich habilitierte (1965). Seine Wissenschaftlerlaufbahn begann er 1957 in Potsdam am Geomagnetischen Institut der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin (DAW). 1968 wechselte er zum Geodätischen Institut der DAW. 1969 ernannte ihn die DAW zum Professor für Geophysik. Er gehörte zu den Mitbegründern des Zentralinstitutes für Physik der Erde (ZIPE) und des Forschungsbereiches\, der ab 1974 „Geo- und Kosmoswissenschaften“ hieß. 1973 wurde er zum Direktor des ZIPE berufen\, 1989 zum Direktor des Institutes für Kosmosforschung. Von 1984 bis 1990 diente er zusätzlich als Leiter des Forschungsbereiches. In der internationalen Zusammenarbeit auf seinem Wissenschaftsgebiet war er sowohl im Rahmen der ehemals sozialistischen Länder aktiv wie auch weltweit. Seine bevorzugten Forschungsgebiete waren Mathematische Geophysik\, Geomagnetismus\, Physikalische Geodäsie\, Geodynamik. Seit der Auflösung der AdW der DDR betätigt er sich als Privatgelehrter. Das Plenum der AdW der DDR wählte ihn 1979 zum Korrespondierenden Mitglied\, 1987 zum Ordentlichen Mitglied. 1993 gehörte er zu den Mitbegründern der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften. Er hat 2001 deren Arbeitskreis Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften initiiert und war bis 2018 dessen Sprecher.
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SUMMARY:November-Sitzung der Klasse NWTW der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre öffentliche wissenschaftliche November-Sitzung am 11. November 2021  in der Zeit von 10:00 bis 12:00 Uhr in Berlin durch zum Thema \nKlimawandel\, Ressourcen und Energieversorgung der Zukunft – Gründe für eine schnellstmögliche Energiewende (ökologisch\, sozial\, ökonomisch)\nOrt: Projekt Humanontogenetik\, Humboldt Universität zu Berlin\, Raum 415\, Mohrenstraße 40/41\, 10117 Berlin \nVortragender: Prof. Dr. Wolfgang Methling (MLS) \nAbstract: \nObwohl inzwischen keine wissenschaftlich begründeten Zweifel an der hauptsächlich anthropogen verursachten Erwärmung der Erdatmosphäre und dem daraus resultierenden globalen Klimawandel auf der Erde bestehen\, werden häufig die Dimension und Geschwindigkeit dieser Prozesse unterschätzt. Die Analysen\, Berichte und Projektionen des Weltklimarates (IPPC) belegen\, dass die Erderwärmung rasant voranschreitet und die bisher auf internationalen Kongressen politisch beschlossenen Ziele der Begrenzung der Erwärmung um 2 ° C (Tokyo) bzw. 1\,5 ° C (Paris) bis 2100 nur noch erreicht werden können\, wenn die Emission von Treibhausgasen radikal reduziert wird. Dabei spielt das bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern (Kohle\, Erdöl\, Gas) entstehende CO2 die Hauptrolle als Treiber der Erderwärmung. Die Konzentration von CO2 ist von ca. 280 ppm inzwischen auf ca. 410 ppm angestiegen. Selbst bei einer Reduzierung der Emissionen wird der Klimawandel nicht aufgehalten\, sondern nur verlangsamt. Hinzu kommt\, dass die Reichweite der Ressourcen auf wenige Jahrhunderte begrenzt ist und bei ihrer Förderung und Verbrennung erhebliche weitere Belastungen der Umwelt (Luft\, Boden\, Wasser\, Landschaft) entstehen. Deshalb ist ein schnellstmöglicher Ausstieg aus der Verbrennung von fossilen Energieträgern für die Erzeugung von Strom\, Wärme und Mobilität und die vollständige Umstellung auf die Nutzung der Energie der Sonne (Wind\, Solarthermie\, Photovoltaik\, Biomasse\, Wasserkraft\, Meeresenergie\, Erdwärme u.a.) unabdingbar. Die Kraft der Sonne ist nach irdischen Maßstäben (fast) unerschöpflich. Sie zu nutzen\, ist ein Gebot der ökologischen\, ökonomischen und sozialen Vernunft und Verantwortung\, kein ideologisch begründeter Irrweg. \nVita: \nWolfgang Methling\, 1947 in Kavelstorf\, Krs. Rostock\, geboren\, studierte von 1966 bis 1971 Veterinärmedizin an der Universität Leipzig (Abschluss Dipl.-Vet. med.). Von 1971 bis 1985 war er als wiss. Assistent und Oberassistent im Wissenschaftsbereich Tierhygiene und Strahlenbiologie der Sektion Tierproduktion und Veterinärmedizin der Universität Leipzig tätig. Die Promotion A (Dr. med. vet.) schloss er 1978 mit einer Dissertation zur Wirkung des sichtbaren Lichtes auf die Infektionsabwehr von Kälbern ab. 1982 erwarb er die Qualifikation als Fachtierarzt für Tierhygiene. Seine Dissertation zur Promotion B (Dr. sc. med. vet.) befasste sich 1984 mit der Keimflora in Schweineställen. 1985 wurde er als Dozent für Tierhygiene an die Sektion Tierproduktion der Universität Rostock berufen. 1989 wurde ihm der Titel Veterinärrat (VR) verliehen. \nVon 1978 bis 1990 arbeitete Wolfgang Methling in forschungskoordinierenden Gremien der Akademie für Landwirtschaftswissenschaften der DDR mit. 1992 erfolgte die Berufung als Professor für Tiergesundheitslehre an der Universität Rostock. Von 1996 bis 1998 war er Sprecher des Fachbereiches Agrarökologie der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock. Seine wichtigsten Arbeitsgebiete in Lehre und Forschung waren über viele Jahre Umweltgerechte Tierhaltung\, Ökologischer Landbau\, Umwelthygiene\, Tierhygiene\, Tierseuchen- und Tiergesundheitslehre\, Tierschutz\, Ökotoxikologie und Biotechnologie. Die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Tätigkeit sind in mehr als 100 Publikationen nachzulesen. \nVon 1998 bis 2006 war Wolfgang Methling Umweltminister (2002 bis 2006 Stellv. Ministerpräsident) in der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern. Seit 2012 ist er Vorsitzender des Fördervereins und Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Akademie für nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern\, seit 2013 Mitglied des Wiss. Beirates des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e. V.\, seit 2014 Mitglied im Vorstand von Eurosolar Deutschland. 2020/21 war er Mitglied des Zukunftsrates der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern\, der ein Programm für die nachhaltige Entwicklung des Landes entwickelt hat.
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SUMMARY:Oktober-Sitzung der Klasse NWTW der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche\, wissenschaftliche Oktober Sitzung 2021 durch zum Thema \nPast-present-future: Everlasting challenges of geodesy\nVortragender: Markku Poutanen (MLS) \nDie Veranstaltung wird als Zoom-Videokonferenz durchgeführt. \nZugangsdaten für die Sitzung: \nhttps://us02web.zoom.us/j/88690133793?pwd=N2JpcmJjcHN5RHNleGRZbmg3dnQrUT09 \nMeeting-ID: 886 9013 3793 \nKenncode: 947141 \nAbstract: \nEfforts to measure the precise size and shape of the Earth date back to ancient times but before the space age\, there was no means to do such measurements accurately on a global level. Sun\, Moon\, planets\, and stars have been used since ancient times for mapping and navigation but the accuracy remained quite modest. Oceans formed an insurmountable barrier. \nFor centuries\, terrestrial techniques and instruments were developed. Triangulation and theodolite meant a revolutionary leap for mapping and surveying purposes since the 17th century. The beginning of the space age with the first Sputnik in 1957 meant another revolution in geodesy. The first time it became possible to measure the Earth as a single geodetic object over oceans and inhabited deserts. Over the decade\, our measurement accuracy and understanding of the planet Earth increased a hundredfold\, and during the next decades\, the speed continued. \nGlobal reference frames and space-born measurements became more and more accurate\, allowing many new global research topics like plate tectonics\, or measuring the climate change-induced sea-level rise and melting of glaciers. At the same time\, the technological development created new applications\, foremost the Global Navigation Satellite System\, GPS. The rapid development of satellite positioning applications has made possible the widespread use of geospatial data. \nThe accuracy of space geodetic measurements today is amazing. Technical development brings us new instruments and new methods to push the limits further and further. Global observations are coordinated and collected by the services of the International Association of Geodesy (IAG). On the political level\, new efforts under the United Nations Subcommittee on Geodesy give us hope to maintain a stable global geodetic network and to help developing countries improve their geodetic infrastructure. \nIn this presentation the speaker describes the everlasting race of needs and technical possibilities\, leading to technological development which sets new demands for geodetic information. Modern society is fully dependent on data and observations made with space geodetic techniques\, albeit only a few people may recognize it. Visibility is one of the major challenges of geodesy. \nKurzvita: \nProfessor\, PhD Markku Poutanen is the Secretary General of the International Association of Geodesy (IAG) since 2019. He has been Director of the Department of Geodesy and Geodynamics\, Finnish Geospatial Research Institute (FGI)\, National Land Survey of Finland 2001-2019. He has been working in the FGI since 1985 on satellite geodesy and positioning\, reference frames and geodetic metrology. He has an Associate professorship in two universities. \nMarkku Poutanen is the Chairman of the Nordic Geodetic Commission. He has been the president of EUREF\, IAG subcommission of the European Reference Frames. He was chairing the United Nations Committee of Experts on Global Geospatial Information Management in Europe (UN-GGIM: Europe)\, the working group of Geodetic reference frame in Europe (GRF: Europe) and he is a member of the United Nations Subcommittee on Geodesy. \nHe has been the President of the European Geosciences Union (EGU) Geodesy Division\, president of the International Association of Geodesy (IAG) sub-commission 3.2 Crustal Deformations and is a member of several National Committees related to ISC (International Science Council)\, and he has been chairing the National Committee of IUGG (International Union of Geodesy and Geophysics) and National Committee on Arctic and Antarctic Research. \nMarkku Poutanen has more than 250 scientific and popular articles and he is author\, co-author and editor of university-level text books and popular books on astronomy and geodesy. Asteroid 3760 Poutanen is named after him. He is a full member of the Finnish Academy of Science and Letters and a corresponding member of the German Geodetic Commission.
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SUMMARY:Workshop des Arbeitskreises GeoMUWA gemeinsam mit dem NKGG und dem GFZ - abgesagt!
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften (AK GeoMUWA) veranstaltet gemeinsam mit dem Nationalen Komitee für Geodäsie und Geophsik (NKGG) der Bundesrepublik Deutschland und dem Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ) Potsdam einen \nWorkshop zur Einstimmung auf die Generalversammlung der Internationbalen Union für Geodäsie und Geophysik (IUGG) 2023 in Berlin\nin Potsdam. \nOrt: Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ)\, Potsdam\, Telegrafenberg\nZeit: 31.03.2020\, 10:30 bis 16:00 Uhr
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LOCATION:Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ\, Telegrafenberg 14473 Potsdam\, Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ Telegrafenberg\, Potsdam\, 14473
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SUMMARY:Dezember-Klassensitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät lädt für den 12\,12\,2019 ein zu ihrer öffentlichen wissenschftlichen Dezember-Sitzung. Das Thema der Situng ist \nMessbarkeit\, Vergleichbarkeit\, Berechenbarkeit\nReferent:       Ernst-Christoph Haß (MLS) \nC.V.:\nDr. Haß ist Physikochemiker und Softwareingenieur sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2019. Nach dem Chemiestudium an der Technischen Universität Berlin und der Promotion (1979) an der Universität Bremen setzte er seine wissenschaftliche Tätigkeit von 1979 – 1982 als Postdoctoral Research Fellow am Department of Chemistry an der University of Saskatchewan in Kanada mit umfangreichen quantenchemischen Rechnungen sowie Beiträgen und Seminaren zur Mathematischen Chemie fort. Anschließend war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich Struktur und Dynamik von Grenzflächen an der FU Berlin tätig\, wo er die Arbeiten in Theoretischer und Mathematischer Chemie fortführte.\nNach einem Wechsel in die Bahnindustrie arbeitete Dr. Haß bis 2001 in mehreren Abteilungen als Systemingenieur an der Leittechnik für die M-Bahn (Magnetbahn) Berlin\, wobei erstmals ein vollautomatischer (autonomer) Fahrbetrieb getestet wurde\, sowie an der Entwicklung der Software für Betriebsführung und Fahrgastinformation. Von 2002 bis 2004 war er Projektleiter im Bereich Verfahrensentwicklung bei der MIR-Chem GmbH in Bremen und zuständig für die Optische Schaumanalyse mit digitaler Bildverarbeitung\, Batteriediagnostik und Wasserstoffgewinnung für die Brennstoffzelle sowie Erstellung von Patentschriften. Es folgten mehrere wechselnde Tätigkeiten in Forschung und Entwicklung in unterschiedlichen Projekten und Betrieben. Darüber hinaus engagierte er sich an der Universität Bremen in der Arbeitsgruppe ‚Chemische Synergetik‘ von Prof. Plath\, wobei wissenschaftlichen Publikationen zur Theorie des Schaumzerfalls\, der Alterung von Batterien und der Dynamik der Entwicklung des Wissens entstanden. 2011 – 2016 arbeitete er bei der Daimler-Tochter NuCellSys GmbH in Kirchheim/Teck als Software-Ingenieur im Bereich Energiemanagement und Steuerung der Brennstoffzelle.\nSeit seinem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben (2015) beschäftigt er sich wie zu Beginn seiner wissenschaftlichen Laufbahn mit philosophischen Fragestellungen zur Chemie. In Kooperation mit Prof. Plath veröffentlichte er bei ‚Leibniz Online‘ auf einem synergetischen Ansatz beruhende Publikationen zur Entstehung von Innovation und zur Bestimmtheit und Unbestimmtheit von sozialen Systemen sowie zu modernen technologischen Mythen.\nAbstract:\nSowohl in der wissenschaftlichen und der industriellen Praxis wie auch im gesellschaftspolitischen Bereich spielen die Begriffe Messbarkeit\, Vergleichbarkeit und Berechenbarkeit eine herausragende Rolle. In der Publikation „Strukturbildung durch soziale Spiegelung – Mythen und Realität“ (Leibniz-Online\, Nr. 34 (2018)) wurde herausgearbeitet\, dass es sich hierbei um die unkritische Verwendung des Allquantors\, also um mathematische Mythen der industriellen\, technischen Revolution handelt\, die notwendigerweise innere Widersprüche enthalten und zur Entstehung von Paradoxien führen.\nIm ersten Teil des Vortrags führt der Referent Beispiele aus seiner Berufspraxis an. Hinsichtlich der Messbarkeit erläutert er\, wie durch Messungen im Inneren und an den Polen von Bleiakkumulatoren unterschiedliche Aussagen über den Alterungszustand der Batterien gewonnen werden können. Ausgehend von Experimenten zum Zerfall von Bierschaum wird die Problematik der Vergleichbarkeit anhand der auf Ernst Ruch zurückgehenden Diagrammverbände von Blasengrößenverteilungen diskutiert. Als Beispiel für die Berechenbarkeit wird die computer-gesteuerte\, vollautomatische Betriebsführung der M-Bahn (Magnetbahn) Berlin in den Jahren 1987 – 1991 erwähnt\, wobei erstmals  das vollautomatische (autonome) Schienen-gebundene Fahren getestet wurde.\nAnschließend geht der Vortragende auf die Grenzen der mathematischen Mythen ein. So erreicht die Messbarkeit zum Beispiel in der Quantenmechanik ihr Limit\, wenn die Messung das gemessene System selbst verändert. Die Vergleichbarkeit setzt die totale Ordnung voraus\, die aber bereits bei Verteilungen\, z.B. Partitionen einer natürlichen Zahl n\, bezüglich ihrer Majorisierung für n = 6 Verteilungen\, nicht mehr vollständig gegeben ist. Die Berechenbarkeit erreicht ihre prinzipiellen Grenzen an der Grenze vom Chaos zum Zufall\, aber auch in der Theoretischen Informatik\, z.B. beim Halteproblem.
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DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen November-Sitzung ein.\n \nThema: \nLöst die Elektromobilität unser Klimaproblem im Sektor Verkehr?\nReferent:\n \nErnst-Peter Jeremias (MLS) \nC.V.:\nDr. Jeremias ist Ingenieur mit der Spezialisierung auf Kernenergie-Kraftwerksanlagen und Energieumwandlung sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2019. Nach dem Studium an der Ingenieurhochschule Zittau arbeitete er bis 1990 im Kernkraftwerk Rheinsberg an grundlegenden Problemen der Kraftwerkssteuerung\, u.a. in einem internationalen RGW-Projekt. Die spezialisierte Untersuchung von Siedeprozessen im Druckwasserreaktor führte 1988 zur Promotion an der Akademie der Wissenschaften der DDR.\nSeit 1991 führte er ein selbstständiges Ingenieurbüro und wurde 1994 Geschäftsführender Gesellschafter der tetra ingenieure GmbH Neuruppin mit dem Arbeitsgebiet energiewirtschaftliche Grundsatzfragen. Seit November 2018 ist er pensioniert und arbeitet weiter als Senior Consultant auf dem Fachgebiet „Sektorenkopplung und Elektromobilität“.\nAbstract:\nMobilität ist heute eine wichtige Grundlage menschlicher Existenz – in Deutschland\, in Europa und in der ganzen Welt. Seit der Erfindung des Verbrennungsmotor in der zweiten Hälfte des 19. Jh. hat dieses Mobilitätsbedürfnis der Menschen über Jahrzehnte zu einer vorrangig individuellen Motorisierung in der Gesellschaft geführt.\nIm Zeitalter der Ressourcenschonung und des Klimaschutzes\, der Ablösung von Vermögens- durch Einkommensenergien\, steht das Thema des Übergangs von der Verbrennungs- zur Elektromobilität ganz oben auf der Agenda der gesellschaftlichen Diskussion. Im umstrittenen Klimaschutzpaket der Bundesregierung hat der Sektor Verkehr zu Recht einen besonderen Stellenwert. Seit 1990 ist die Freisetzung von 160 Mill. Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr in diesem Sektor bis heute nahezu konstant geblieben. Und das\, obwohl in der Vergangenheit durch technische Weiterentwicklung und Energieeffizienzsteigerungen der Verbrennungsmotoren erhebliche Fortschritte erreicht wurden. Aber Größe\, Leistungssteigerung und gestiegene Anzahl von Personenkraftfahrzeugen haben Energieeinsparungen und die resultierenden Emissionen bis heute nahezu aufgewogen.\nKann das elektrisch angetriebene Kraftfahrzeug die heute aufgeworfenen Probleme lösen? Oder müssen wir Mobilität neu denken? Und wenn ja\, wie? Meistens findet man hier interessengeprägte Denkweisen und Strategien. Der Vortragende\, der selbst schon über zwei Jahre lang und 30.000 km weit mit einem Elektro-PkW unterwegs ist\, wird im Vortrag über seine Erfahrungen\, seine Gedanken und Schlussfolgerungen berichten und möchte die Diskussion zum Thema „Mobilität von morgen“ anregen. \nZeit:       10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt:        Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal
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SUMMARY:September-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche September-Sitzung als \nEhrenkolloquium für Lothar Kolditz zum Thema \nFluorchemie\nProgramm \nRainer E. Zimmermann\nEröffnung \nLewin Krella\nSolo-Interpretationen für Cello:\nMaurice Ravel (Pièce en forme de Habanera) und Johann Sebastian Bach (Gambensonate in D-Dur\, 1. Adagio\, 2. Allegro) \n Lutz-Günther Fleischer\nLaudatio \nLewin Krella\nSolo-Interpretation für Cello:\nJohann Sebastian Bach (Gambensonate in D-Dur\, 3. Andante\, 4. Allegro) \nAdalbert Feltz\nErinnerungen an kreatives Schaffen im Arbeitskreis Lothar Kolditz vor mehr als 60 Jahren und an sein Fortwirken \nC.V.:\nNach dem Chemie-Studium 1952-57 an der Humboldt-Universität\, der Promotion 1960 an der TH Leuna-Merseburg und der Habilitation 1965 im Rahmen einer Tätigkeit als Oberassistent an der Friedrich-Schiller-Universität Jena wurde er dort 1969 zum ordentlichen Professor für anorganische Chemie berufen. Danach baute er an der Sektion Chemie eine festkörperchemische Forschungsrichtung mit starkem Anwendungsbezug (Kooperation mit Industrieunternehmen der DDR) über elektronenleitende und infrarotdurchlässige Gläser auf. Ab 1980 ging es auch um ionenleitende Gläser\, Batteriekonzepte und keramische Systeme\, z.B. Thermistoren\, sowie um Aufbereitungsprozesse keramischer Rohstoffe. In der Chemischen Gesellschaft der DDR leitete er 1982-90 die AG Festkörperchemie.\nAb 1992 war er leitender Mitarbeiter in der Produkt- und Verfahrensentwicklung von Thermistoren\, Vielschichtkondensatoren\, Vielschicht-Piezokeramiken für Aktuatoren in der Automobiltechnik\, Mikrowellenkeramiken für Resonatoren und Hochfrequenzfilter sowie in der Verbesserung der Performance von Kaltleiter-Bauelementen und Varistoren im Werk Siemens-Matsushita in Deutschlandsberg (Österreich)\, das ab 1997 EPCOS-EPC\, jetzt TDK Electronics heißt. 1995 berief ihn die Montan-Universität Leoben zum Honorarprofessor für Elektrokeramik. Nach dem Eintritt in den Ruhestand 1999 nahm er noch bis 2013 Aufgaben im Werk TDK Electronics wahr.\nAus seiner Feder stammen 200 Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften sowie Schriften zu Zeitereignissen auf der Webseite bei Google „Fakten erkennen und anerkennen“.\nAbstract:\nMit zur ersten Diplomanden-Generation gehörend und damit einbezogen in die Erschließung einer Gruppe neuer anorganischer Verbindungen\, die das Phänomen einer Strukturisomerie zwischen Kovalenz und Ionenbindung zeigten\, geht der Vortragende eingangs auf einige wesentliche Forschungsergebnisse und ihre prägende Wirkung aus jener Schaffensperiode des Jubilars ein.\nJahrzehnte später vermittelte das Konzept der Bindungsisomerie ein tieferes Verständnis für die Wechselbeziehung zwischen neutralen Defektzentren mit ungepaarten Elektronen\, wie sie im Ergebnis einer homolytischen Bindungsspaltung in kondensierten Systemen\, z B. in typischen Halbleitern insbesondere im amorphen Zustand auftreten\, sowie in paarweise geladenen Defektzentren mit jeweils einer positiven und negativen Ladung\, die in Festkörpern mit freien Elektronenpaaren dominieren. \n  \nDirk-Henning Menz\nBerliner Fluorchemie – die Wiege für Produktsicherheit von Perfluorcarbonen \nC.V.:\nDr. Menz arbeitete nach seinem Chemiestudium an der Humboldt-Universität zu Berlin im Arbeitskreis Kolditz zunächst als wissenschaftlicher Assistent an der Universität\, bevor er seinem Doktorvater an das Zentralinstitut für Anorganische Chemie in Berlin Adlershof folgte. Nach seiner Promotion 1984 leitete er dort von 1986 -1991 die Arbeitsgruppe Festkörperchemie. Infolge der Auflösung des Akademieinstituts übernahm er 1992 die Geschäftsführung der neu gegründeten Pharmpur GmbH in Augsburg\, die er bis heute innehat. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Pharmpur GmbH zum weltweit agierenden Medizinprodukte- und Arzneimittelhersteller und zum Marktführer für die Herstellung von Endotamponaden\, die als flüssige Werkzeuge in der Augenchirurgie unverzichtbar geworden sind.\nAbstract:\nDie Verwendung von Perfluorcarbonen bei Manipulationen an der Netzhaut hat die Augenchirurgie in den 1990er Jahren regelrecht revolutioniert. Basierend auf Arbeiten der Berliner Fluorchemie zu Blutersatzstoffen wurden Verfahren zur Hochreinigung und Überwachung der Qualität von Perfluorcarbonen entwickelt\, die eine echte Erfolgsgeschichte in der Augenheilkunde ermöglichte. Alarmierende Berichte über schwere Nebenwirkungen trübten das Bild in den letzten Jahren und führten zu großer Verunsicherung.\nDie nach wie vor brandaktuelle Bedeutung des wissenschaftlichen Wirkens des Jubilars wird dargestellt an Beispielen der Aufklärung der berichteten Vorfälle durch chemische und mikrobiologische Verfahren. Die Besonderheiten der vollfluorierten Produkte müssen insbesondere bei der Probenvorbereitung berücksichtigt werden\, wie erstmals dazu durchgeführte Ringversuche zeigten. Der Schlüssel für die Produktsicherheit liegt in der akribischen Abtrennung toxischer Verunreinigungen\, die bei der Herstellung entstehen oder eingetragen werden können\, sowie in der Überwachung der Produktion mit hochsensitiven und validen Analysenmethoden. \nZeit: 13.30 bis 17.00 Uhr \nOrt: BVV-Saal
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SUMMARY:Januar-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Am 25. Januar 2018 führt die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin ihre öffentliche wissenschaftliche Januar-Sitzung durch zum Thema \n  \nDas Künstliche: Erkennen und schaffen. Von Ingenieuren\, Künstlern und Wissenschaftlern\, männlich und weiblich\nVortragender: Frieder Nake (MLS) \nZeit: 10.450 bis 13.00 Uhr \nOrt: Kleiner Saal \nC.V.:\nProf. Nake ist seit 1972 Professor für Interaktive Grafische Datenverarbeitung an der Universität Bremen\, seit ein paar Jahren zwar emeritiert\, aber noch immer in vollem Einsatz in Lehre und Forschung. Er leitet dort die Gruppe compArt; seit 2005 hat er zusätzlich einen Lehrauftrag für Digitale Medien an der Hochschule für Künste in Bremen.\nSein akademischer Werdegang begann mit dem Studium der Mathematik an der Universität Stuttgart (damals noch Technische Hochschule)\, wo er neben anderen auch Vorlesungen in Philosophie\, Literatur\, Physik\, Elektrotechnik und Geschichte hörte. Nach dem Diplom (1964) war er bis 1970 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Rechenzentrum der Universität Stuttgart. Nach der Promotion (1967) ging er 1968-1969 als Postdoctoral Fellow an die University of Toronto\, Computer Science. Im Jahr 1970 wurde er Assistant Professor an der University of British Columbia in Vancouver\, wieder in Computer Science. Von dort wurde er 1972 nach Bremen berufen.\nLehrend oder forschend war er an folgenden Universitäten tätig: Universität Wien\, Universität Oslo\, University of Colorado in Boulder\, Universität Aarhus\, Northwest Institute of Mechanical and Electrical Engineering Xian\, International School for New Media Lübeck\, Universität Basel\, DonauUniversität Krems\, Universidad de Costa Rica\, Tongji University Shanghai\, Kunstakademie Stuttgart\, Leuphana Universität Lüneburg.\nSeit 1963 hat er früheste Arbeiten zur Computergrafik\, insbesondere zur Computerkunst geleistet. Eine erste Ausstellung hatte er 1965 in Stuttgart; ihr sind bis heute viele weitere gefolgt. Er gilt als einer der ersten drei Pioniere der Algorithmischen Kunst. Mit Werken ist er in nationalen und internationalen Museen vertreten.\n1997 wurde ihm der Bernighausen Preis für ausgezeichnete Lehre und ihre Innovation verliehen.\nAbstract:\nIngenieure\, Künstler und Wissenschaftler sind das\, weil sie auf besondere Weisen arbeiten. Naturgemäß gilt das auch für Ingenieurinnen\, Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen.\nVielleicht lässt sich in grober Vereinfachung sagen\, dass Ingenieurinnen technische Dinge und Prozesse bearbeiten\, Künstlerinnen aber künstlerische Dinge und Prozesse\, Wissen­schaft­lerinnen hingegen wissenschaftliche Dinge und Prozesse. Viel wäre damit nicht gesagt\, eher gar nichts außer einer grammatischen Kehre.\nWir denken manchmal und behaupten es vielleicht auch\, Wissenschaftler bemühten sich darum\, die Welt zu erkennen\, einen Zipfel davon vielleicht zumindest. Das\, was wir nicht wissen\, aber kennen\, in Wissen zu verwandeln und Erkenntnis\, sei ihr Geschäft. “… dass ich erkenne\, was die Welt im Innersten zusammenhält”\, stellt sich rasch als Goethewort ein.\nWenn das so wäre\, stellten Wissenschaftlerinnen Sätze\, Modelle\, Theorien auf und hin. In­genieure lieferten Maschinen\, Einrichtungen\, Verfahren. Und Künstlerinnen Bilder\, Dramen\, Kompositionen\, Tänze und Skulpturen. Alle stellten etwas her. Und alle arbeiteten am Ge-stell (Heidegger). Anders noch: Ob sie nun dieser Branche zugerechnet würden oder jenem Zweig\, ihr Arbeiten wäre ein Schaffen. Heute ist das Wort sehr beliebt\, dass all das “kreativ” sein müsse. Ist es das?\nEinen eher nüchternen Blick möchte ich auf das emsige Schaffen und das ständige Erkennen werfen\, das an Universitäten und Forschungs-Instituten herrscht. Einen skeptischen Blick auf das\, was wir erkennen können. Einen freundlichen Blick auf das\, was wir erschaffen können. Der Computer und also die Berechenbarkeit\, die Interaktivität und die Vernetzung werden den Hintergrund bilden.
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Am 07. Dezember 2017 führt die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften ihre öffentliche wissenschaftliche Dezember-Sitzung durch zum Thema \nBiomedizinische Grundlagenforschung und Artenschutz – wie kann eine hochbedrohte Tierart vor dem Aussterben gerettet werden?\nVortragende: Katarina Jewgenow (MLS) \nZeit: 10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nFrau Prof. Jewgenow ist Reproduktionsbiologin und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2016. Nach dem Studium an der Humboldt Universität zu Berlin arbeitete sie 1982 – 1991 in der Forschungsstelle für Wirbeltierforschung der AdW der DDR\, dem späteren Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung\, wo sie seit 1996 die Abteilung Reproduktionsbiologie leitet und 1989 promoviert wurde. Nach der Habilitation (1999\, TU München) wurde sie 2000 die Stellvertretende Institutsdirektorin; seit 2009 hat sie eine Apl. Professur inne.\nSie beschäftigt sich vor allem mit Zellphysiologie der weiblichen und männlichen Gameten; mit In-vitro-Reifung und Befruchtung von Säugeroozyten; mit saisonaler Spermatogenese bei Wildtieren; mit Genomkonservierung durch Kryokonservierung; mit nicht-invasivem Monitoring von Hormonen bei Wildtieren sowie mit assistierter Reproduktion/ Reproduktionskontrolle bei Zoo- und Wildtieren. Der Society for Study of Reproduction und der German Society for Reproduction Medicine gehört sie als Mitglied an. Ihre Publikationsliste umfasst außer 6 Buchkapiteln weitere 141 Posten.\nAbstract:\nDer Erhalt der Biodiversität auf unserem Planeten wurde 2000 durch die Vereinten Nationen als eines von acht UN-Milleniumszielen definiert und steht damit gleichwertig in einer Reihe mit Armutsbekämpfung\, Schaffung einer friedlichen Welt\, Sicherung der Ernährung und Klimaschutz. Der gegenwärtige Verlust an Biodiversität ist alarmierend. Die Zahl der Tierarten z.B. ging innerhalb der letzten 40 Jahre um 58% zurück.\nFür Wildtiere können die anthropogenen Veränderungen ganz unterschiedliche Folgen haben\, und die großen Raubtiere sind als Endglieder der Nahrungskette am stärksten betroffen. Von den 36 weltweit vorkommenden Katzenarten stehen 26 als gefährdet oder bedroht auf der Roten Liste der IUCN. Neben der anthropogenen Veränderung der Umwelt trägt der direkten Konflikt mit dem Menschen (z.B. illegale Bejagung\, Übergriffe auf Farmtiere\, Übertragung von Krankheiten) zum Artenrückgang bei. Dies führt zur Isolierung der Populationen und zur Einschränkung ihrer genetischen Variabilität mit vorhersehbaren Konsequenzen für ihre Existenz („Vortex of extinction“). Wichtige Maßnahmen\, Tierarten aus dieser Gefahr zu retten\, sind\, neben Programmen zur Restauration von Habitaten\, spezielle Ex-situ-Zuchtprogramme.\nDer in Europa beheimatete Pardelluchs ist die am stärksten bedrohte Katzenart weltweit. Sein Verbreitungsgebiet war auf zwei isolierte Restpopulationen zusammengeschrumpft\, deren Größe mit weniger als 200 Individuen bereits unterkritisch für das Überleben der Art war. Deshalb wurden die internationalen Bemühungen zum Schutz und zur Rekonstruktion der Habitate verstärkt und ein wissenschaftliches Erhaltungszuchtprogramm etabliert. Im Rahmen dieses “Iberian Lynx Conservation Breeding Programm” (ILCBP) werden Tiere aus der freien Wildbahn entnommen\, um diese in Gefangenschaft für eine Wiederauswilderung zu züchten. Das ILCBP hat 2004 mit 6 Wildfängen begonnen. Mittlerweile leben schon >250 Tiere in vier verschiedenen Zuchtzentren in Spanien und Portugal. Bis 2016 wurden 236 Tiere im Zuchtprogramm geboren und davon 125 ausgewildert. Der freilebende Bestand an Iberischen Luchsen ist somit auf mehr als 400 Tiere angestiegen.\nDas ILCBP bietet auch hervorragende Möglichkeiten zur Grundlagenforschung\, inklusive der Etablierung von modernen Techniken der assistierten Reproduktion. Im Vortrag wird demonstriert\, wie biomedizinische Erkenntnisse zur Verbesserung des Zuchtprogrammes beitragen konnten und wie die Forschung am Luchs auch reproduktionsbiologische Phänomene bei Säugetieren aufdecken konnte.
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