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SUMMARY:Klassensitzung Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Die Zoom-Einwahl erfolgt mit folgendem Link:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/66954610702?pwd=AIXPIn9pDuKLVRPhGBRuIqPNC3taIi.1 \nVortrag: \nReinhard Witzlau (Gransee) \nDie Feuertaufe für den Zeigertelegrafen von Werner von Siemens und Johann Georg Halske im Jahr 1849 \nAbstract: \nBereits in den Jahren 1846/47 entwickelte und baute Werner von Siemens (1816-1892) in Zusammenarbeit mit Johann Georg Halske (1814-1890) einen neuartigen Zeigertelegrafen mit Selbstunterbrechung. Die Feuertaufe hatte dieser Telegraf bei seinem Einsatz auf der elektromagnetischen Telegrafenlinie zwischen Berlin und Frankfurt am Main im Jahr 1849 zu bestehen. In einer Rekordzeit von nur acht Monaten baute ab August 1848 die noch junge Firma Siemens & Halske die damals längste elektromagnetische Ferntelegrafenlinie Europas über eine Länge von ca. 657 km. Die notwendigen Drahtleitungen wurden sowohl unterirdisch als auch oberirdisch verlegt. Auf den insgesamt zunächst neun Stationen wurden zur Übertragung der Nachrichten Zeigertelegrafen der gleichen Firma eingesetzt. Der Probetrieb auf dieser Telegrafenlinie begann im Februar 1849. Dadurch war es möglich\, Nachrichten von der in der Frankfurter Paulskirche tagenden deutschen Nationalversammlung in nur einer Stunde nach Berlin zu übertragen. Im Oktober 1849 erfolgte die Freigabe dieser Linie für die Übertragung von Privatdepeschen. \nIm Vortrag werden die Entwicklung der elektromagnetischen Telegrafie in Preußen sowie der Aufbau und die Wirkungsweise des Zeigertelegrafen von Siemens & Halske aufgezeigt. Des Weiteren werden Erfahrungen beim Einsatz dieses Telegrafen in den Jahren 1847 bis 1849 erläutert. Im Fokus steht dabei vor allem die Telegrafenlinie von Berlin nach Frankfurt am Main. \nVita: \nDr. Reinhard Witzlau ist Diplomlehrer für Physik und Mathematik und war bis 2023 als Lehrer und Schulleiter an der Werner-von-Siemens-Schule in Gransee tätig. Er promovierte im Bereich der Geschichte der Naturwissenschaften zu Peter Apian und dem wissenschaftlichen Instrumentenbau in der Renaissance an der Brandenburgischen Landeshochschule in Potsdam. Seit fast 20 Jahren beschäftigt er sich auch mit dem Leben und Werk von Werner von Siemens und Johann Georg Halske. Zu seinen Veröffentlichungen gehören u.a. „Der Zeigertelegraf von Werner Siemens und Johann Georg Halske aus den Jahren 1846/ 1847“\, „Der praktische Mechanikus Johann Georg Halske“ und „Werner von Siemens. Ideen und Ansichten“. \nReinhard Witzlau ist Mitglied im Arbeitskreis „Astronomiegeschichte“ der Astronomischen Gesellschaft (German Astronomical Society) und der Deutschen Gesellschaft für Post- und Telekommunikationsgeschichte. Seit 2005 arbeitet er mit dem Siemens Historical Institute (Siemens AG\, Berlin) zusammen.
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