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SUMMARY:Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Ort: “virtuelles” Treffen als Zoom-Sitzung:\nhttps://us02web.zoom.us/j/83260798959?pwd=aUNEN0hzY0QyaURkYzE0a0d2Unk0QT09\nMeeting-ID: 832 6079 8959\nKenncode: 935529 \nReferentin: \nAnnette Hoxtell (MLS)\nDigitales Arbeiten und psychologische Sicherheit \nAbstract: \nAufgrund der Corona-Pandemie sammeln viele Unternehmen und Arbeitnehmende Erfahrungen mit dem mobilen Arbeiten (Alipour et al.\, 2020; bitkom\, 2020; DAK Gesundheit\, 2020; Möhring et al.\, 2020; Stürz et al.\, 2020) und wollen auch in Zukunft mehrheitlich daran festhalten (bitkom\, 2020; Kunze et al.\, 2020). Besonders für Menschen\, die über längere Zeit örtlich flexibel arbeiten\, ist ein regelmäßiger zwischenmenschlicher Informationsaustausch wichtig (de Vries et al.\, 2019; Weinert et al.\, 2015). Um diesen digitalen Austausch gelingend zu gestalten\, braucht es persönliche Eigenschaften (McCrae & Costa\, 1997)\, psychologische Sicherheit im Team sowie entsprechende Werkzeuge und Formate. Psychologische Sicherheit umfasst die gemeinsame Überzeugung\, in einem Team zwischenmenschliche Risiken eingehen zu können. Sie ist ein wichtiger Prädikator für Teamleistung\, Verbundenheit und Lernen in Gruppen (Edmondson\, 2019; Frazier et al.\, 2017; Hu et al.\, 2018). Eine Online-Umfrage\, an der 662 Arbeitnehmende im Q3/2020 teilnahmen\, zeigt\, wie Arbeitnehmende während des ersten pandemiebedingten Lockdowns im Frühjahr 2020 die Arbeit von zu Hause aus erlebten\, auf welche neuen Arbeits- und Kontaktformen sie dabei zurückgriffen und wie es um diese Zeit um die psychologische Sicherheit bestellt war. \nKurzes CV der Referentin: \nWissenschaftlicher Werdegang und berufliche Erfahrung\n2017 – jetzt Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre\, VICTORIA I Internationale Hochschule\, ehemals: hwtk Berlin\n2012 – 2017 Wissenschaftliche Mitarbeiterin & Projektleiterin Mehr MINT Studentinnen\, HTW Berlin\n2011 – 2012 Social Entrepreneur\, JUMP in MINT\, Berlin\n2007 – 2011 Sustainability Advisor und PR Managerin\, STRATO AG\, Berlin \nAusbildung\n2013 – 2016 Promotion zum Dr. rer. pol.\, Universität Potsdam\n2009 Fachjournalistin\, Freie Journalistenschule\, Berlin\n2004 – 2005 M.A. Central and Eastern European Studies\, Uniwersytet Jagielloński\, Krakau\n2001 – 2004 B.A. International Business Administration\, VWA Stuttgart/Open University London\, davon: 2003 Warsaw School of Economics\n2001 – 2004 Ausbildung zur Luftverkehrskauffrau\, Deutsche Lufthansa AG\, Frankfurt\, Stuttgart\, Paris\, Mailand\, Katowice \n 
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Februar-Sitzung der Klasse NWTW der Leibniz-Sozietät\nDie Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche Februar-Sitzung am 10. Februar 2022 in der Zeit von 9:30 bis 11.30 (!) Uhr in Berlin (Rathaus Mitte\, Raum 121) durch zum Thema \nDie Pflege des Menschen: Zur gesellschaftlichen Funktion der professionellen Pflege \n Vortragender: Prof. Dr. Olaf Scupin (MLS) \nAbstract: \nJede Gesellschaft bekommt die Krankenpflege\, die sie verdient! Die Pflege des Menschen ist ein Phänomen über den jede und jeder (mit)reden kann. Wer hat nicht schon einen anderen Menschen gepflegt? Auch über die professionelle Pflege haben die meisten Menschen schon einen Eindruck bekommen. Kaum ein anderer Berufszweig in der Bundesrepublik Deutschland ist in den letzten Jahren so starkem Wandel unterzogen worden\, wie der der Pflegeberufe. Welche Funktionen und Aufgaben die professionellen Pflegeberufe für eine Gesellschaft erfüllen sollen\, ist hingegen kaum bekannt. Zum einen\, weil die Berufsgruppe selbst diese zum Teil nicht ausführt und somit sicht- und spürbar wäre. Zum Zweiten\, weil die politisch gewollten Rahmenbedingungen und Strukturen im Gesundheits- und Sozialwesen noch nicht geschaffen wurden. So wird die ab 2020 gesetzlich verankerte hochschulische Pflegeausbildung das Gesundheitswesen nachhaltig verändern. Gerste schreibt dazu 2014: „In Kliniken\, in denen 60% der Krankenschwestern einen Bachelor haben und sich im Durchschnitt um 6 Patienten kümmern\, liegt die Sterblichkeit um 30% unter jener von Kliniken\, in denen die Schwestern nur in 30% einen Bachelor-Abschluss vorweisen können und im Durchschnitt eine jede von ihnen 8 Patienten versorgt.“ (Gerste\, Ronald D.: Patientensicherheit: Stationäre Mortalität und Personalschlüssel korrelieren. In: Deutsches Ärzteblatt\, Jg. 111\, Heft 26\, S. 1211-1212\, Berlin: Deutscher Ärzteverlag GmbH\, 2014). Über einen historischen Exkurs zur Entwicklung der professionellen Pflegefunktionen und –berufe\, sollen im Vortrag die aktuellen Entwicklungen in der Pflegelandschaft erläutert und diskutiert werden. \nVita: \nAusbildung zum Krankenpfleger und Fachweiterbildung zum Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivpflege (Westfälische-Wilhelms-Universität Münster/Westf. – Prof. Dr. Dr. P. Lawin). Qualifizierung zur Leitung des Pflegedienstes. Zwischen 1995 – 2005 Direktor in 3 Kliniken. \nStudium der Gesundheits- und Pflegewissenschaften an der Fachhochschule Neubrandenburg (Prof. Dr. H.-J. Götze). 2003 Promotion am Institut für Wissenschaftsphilosophie und Humanontogenetik der Humboldt-Universität zu Berlin (Prof. Dr. K.-F. Wessel). Seit 2004 Professor am Fachbereich Gesundheit und Pflege der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH Jena) mit dem Berufungsgebiet „Pflegemanagement“. Seit 2009 Direktor am Institut für Coaching und Organisationsberatung der EAH Jena. Lehre in den Fachbereichen Betriebswirtschaft\, Sozialwesen und SciTec. Vorstandsmitglied im Landespflegerat Thüringen und der Gesellschaft für Humanontogenetik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2017 Direktor für Pflegeentwicklung am Deutschen Zentrum für Orthopädie der Waldkliniken Eisenberg. Seit 2019 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. \n  \nDatum und Veranstaltungsort \n10. Februar 2022\, 9:30 bis 11:30 \nOrt: Rathaus Berlin-Mitte\, Raum 121 (Karl-Marx-Allee 31\, U-Bahn-Station Schillingstraße) \nBitte beachten Sie die veränderte Anfangszeit.
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse NWTW der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät derWissenschaften zu Berlin führt ihre öffentliche wissenschaftliche Dezember-Sitzung 2021  in der Zeit 10:00 bis 12:00 Uhr durch. \nThema: \nDie Förderung der Geowissenschaften in der Leibniz´schen Gelehrtengesellschaft\n\nVortragender: Prof. Dr. Heinz Kautzleben (MLS) \nDer Veranstaltungsort: Projekt Humanontogenetik\, Humboldt Universität zu Berlin\, Mohrenstraße 40/41\, Raum 415\, 10117 Berlin \n\nAlle Teilnehmer sind aufgefordert\, im Gebäude ihre FFP-2-Maske zu tragen und Belege über ihre erfolgreiche Zweifachimpfung oder über ihre Genesung von einer Covid-19-Erkrankung (2G-Regel) vorzuweisen. \nAbstract:\n\nDer Verein „Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin“ ist die heutige Form der Leibniz’schen Gelehrtengesellschaft\, die 1700 in Berlin vom Kurfürsten Friedrich III. als „Brandenburgische Sozietät der Wissenschaften“ mit Gottfried Wilhelm Leibniz als Gründungspräsidenten gestiftet wurde. Die Leibniz’sche Gelehrtengesellschaft war von 1744 bis 1990 Träger der Akademien der Wissenschaften mit Sitz in Berlin\, deren Folge mit der „Académie Royale des Sciences et Belles Lettres“ des Preußenkönigs Friedrich II. begann und 1990 mit der Akademie der Wissenschaften der DDR endete. Die Leibniz-Sozietät ist Erbe einer bewegten\, großen Geschichte. \nEine der Kernaufgaben der Leibniz’schen Gelehrtengesellschaft war und ist zu allen Zeiten die Förderung der Geowissenschaften und der mit ihr verwandten Wissenschaftsdisziplinen\, die gemeinsam den gesellschaftlichen Auftrag „Erforschung\, Überwachung und wissenschaftliche Begleitung der Nutzung des Lebensraumes der Menschheit“ erfüllen. Seit Entwicklung und Nutzung der Weltraumtechnologie gibt es intensive Bestrebungen\, den Lebensraum der Menschheit von der Geosphäre in den erdnahen Weltraum auszudehnen. Die Leibniz’sche Gelehrtengesellschaft wurde diesen Bestrebungen noch zu Zeiten der AdW der DDR dadurch gerecht\, dass sie eine eigene Klasse „Geo- und Kosmoswissenschaften“ einrichtete. Ihre Nachfolgerin in der Leibniz-Sozietät ist der Arbeitskreis „Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften“ (GeoMUWA). \nIm internationalen Maßstab werden die Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften länderspezifisch sehr unterschiedlich gefördert. Über verschiedene wissenschaftliche Interessen und politische Gegensätze hinweg werden wesentliche Fortschritte allerdings vorwiegend dann erreicht\, wenn es zu einer die Landesgrenzen überschreitenden engen Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Technikwissenschaftlern kommt. \nVita: \nHeinz Kautzleben studierte von 1952 bis 1957 Geophysik an der Universität Leipzig\, wo er auch promovierte (1962) und sich habilitierte (1965). Seine Wissenschaftlerlaufbahn begann er 1957 in Potsdam am Geomagnetischen Institut der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin (DAW). 1968 wechselte er zum Geodätischen Institut der DAW. 1969 ernannte ihn die DAW zum Professor für Geophysik. Er gehörte zu den Mitbegründern des Zentralinstitutes für Physik der Erde (ZIPE) und des Forschungsbereiches\, der ab 1974 „Geo- und Kosmoswissenschaften“ hieß. 1973 wurde er zum Direktor des ZIPE berufen\, 1989 zum Direktor des Institutes für Kosmosforschung. Von 1984 bis 1990 diente er zusätzlich als Leiter des Forschungsbereiches. In der internationalen Zusammenarbeit auf seinem Wissenschaftsgebiet war er sowohl im Rahmen der ehemals sozialistischen Länder aktiv wie auch weltweit. Seine bevorzugten Forschungsgebiete waren Mathematische Geophysik\, Geomagnetismus\, Physikalische Geodäsie\, Geodynamik. Seit der Auflösung der AdW der DDR betätigt er sich als Privatgelehrter. Das Plenum der AdW der DDR wählte ihn 1979 zum Korrespondierenden Mitglied\, 1987 zum Ordentlichen Mitglied. 1993 gehörte er zu den Mitbegründern der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften. Er hat 2001 deren Arbeitskreis Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften initiiert und war bis 2018 dessen Sprecher.
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SUMMARY:November-Sitzung der Klasse SGW der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihe öffentliche wissenschaftliche November-Sitzung am 11. November 2021 in der Zeit von 10.00  bis 12:00 Uhr online durch zum Thema \nGesellschaftskritik im Spiegel des Theaters der Aufklärung (Frankreich und Spanien)\nVortragender: Dr. phil. habil. Peter Jehle (MLS) \n  \nAbstract: \n“Sie sitzen schon\, mit hohen Augenbrauen\, / Gelassen da und möchten gern erstaunen“\, heißt es im Faust. Doch die Wirklichkeit ist anders. Im Parterre gibt es keine Sitzplätze\, die den Blick der Zuschauer zwangsläufig auf die Bühne ausrichten würden; ausschließlich männliche Zuschauer kommentieren lautstark das Geschehen und drehen der Bühne nicht selten den Rücken zu\, weil hinten im Saal oder oben auf den Rängen gerade das interessantere Schauspiel stattfindet. Im 18. Jahrhundert sind wir noch weit entfernt von den Momenten vollkommener Illusion\, die sich Stendhal gewünscht hat. Und doch wird gerade das Theater zu einem der Orte\, an denen die Produktion eines neuen gesellschaftlichen Subjekts betrieben wird – eines zivilen Helden\, der den adligen Müßiggänger wie den soldatischen Typus in den Schatten stellt. Der zivile Held bezieht sein Selbstverständnis aus nützlicher Tätigkeit – nützlich für die vielen\, die von ihrer Arbeitskraft leben müssen. Wie Diderots Enzyklopädie den nützlichen Wissenschaften ein Forum geboten hat\, so das Theater dem zivilen Helden\, der eine neue Lebensweise vorführt. Zum Bahnbrecher der modernen Welt\, wie Gramsci sagt\, wird nicht derjenige\, der sich vor allem mit den Beziehungen zwischen Höflingen beschäftigt\, sondern derjenige\, der “Ratschläge zur Erbauung des Typus des Bürgers in der Zivilgesellschaft” gibt. \n  \nCurriculum vitae: \ngeb. am 03.11.1954 in Ravensburg (Baden-Württemberg) \n1974 Abitur \n1974/75 Ziviler Ersatzdienst \n1975 Beginn eines Lehramtsstudiums (Deutsch/Französisch) in Heidelberg \n1976 Wechsel nach West-Berlin \n1982 Erstes Staatsexamen \n1983-85 Referendariat am Französischen Gymnasium\, Berlin \n1985/86 Fremdsprachenassistent in Cambrai/Frankreich \n1987-89 Koordinator der Übersetzung des Kritischen Wörterbuchs des Marxismus \n1994 Dissertation an der FU Berlin zum Thema Werner Krauss und die Romanistik im deutschen Faschismus (Gutachter: Manfred Naumann und Jürgen Trabant) \n1994-2010 Berliner Schuldienst \nSeit 2010 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Mitherausgeber des Historisch-kritischen Wörterbuchs des Marxismus \n2015 Habilitation für das Fach Romanische Philologie an der Universität Potsdam zum Thema Theaterverhältnisse und kulturelle Hegemonie in der französischen und spanischen Aufklärung (Gutachter: Helmut Peitsch\, Wolfgang Asholt) \nWissenschaftliche Tätigkeiten \nSeit 1981 Mitglied im Projekt Ideologie-Theorie an der FU Berlin unter Leitung von W.F.Haug \nSeit 1987 Redakteur der Zeitschrift „Das Argument“ \nRedakteur und Koordinator des „Kritischen Wörterbuchs des Marxismus“ (1987-1989) \nMitübersetzer und ab Bd. 7 Mithrsg. von Gramscis Gefängnisheften (1991-2002) \nMithrsg. der Zeitschrift „Das Argument“ (seit Heft 263/2005) \nRedakteur des „Historisch-Kritischen Wörterbuchs des Marxismus“ (seit Band 5\, 2001) \nMithrsg. des HKWM seit Band 7/I (2008) \nPrivatdozent für das Fach Romanische Philologie an der Universität Potsdam (2015) \n  \n 
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SUMMARY:November-Sitzung der Klasse NWTW der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre öffentliche wissenschaftliche November-Sitzung am 11. November 2021  in der Zeit von 10:00 bis 12:00 Uhr in Berlin durch zum Thema \nKlimawandel\, Ressourcen und Energieversorgung der Zukunft – Gründe für eine schnellstmögliche Energiewende (ökologisch\, sozial\, ökonomisch)\nOrt: Projekt Humanontogenetik\, Humboldt Universität zu Berlin\, Raum 415\, Mohrenstraße 40/41\, 10117 Berlin \nVortragender: Prof. Dr. Wolfgang Methling (MLS) \nAbstract: \nObwohl inzwischen keine wissenschaftlich begründeten Zweifel an der hauptsächlich anthropogen verursachten Erwärmung der Erdatmosphäre und dem daraus resultierenden globalen Klimawandel auf der Erde bestehen\, werden häufig die Dimension und Geschwindigkeit dieser Prozesse unterschätzt. Die Analysen\, Berichte und Projektionen des Weltklimarates (IPPC) belegen\, dass die Erderwärmung rasant voranschreitet und die bisher auf internationalen Kongressen politisch beschlossenen Ziele der Begrenzung der Erwärmung um 2 ° C (Tokyo) bzw. 1\,5 ° C (Paris) bis 2100 nur noch erreicht werden können\, wenn die Emission von Treibhausgasen radikal reduziert wird. Dabei spielt das bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern (Kohle\, Erdöl\, Gas) entstehende CO2 die Hauptrolle als Treiber der Erderwärmung. Die Konzentration von CO2 ist von ca. 280 ppm inzwischen auf ca. 410 ppm angestiegen. Selbst bei einer Reduzierung der Emissionen wird der Klimawandel nicht aufgehalten\, sondern nur verlangsamt. Hinzu kommt\, dass die Reichweite der Ressourcen auf wenige Jahrhunderte begrenzt ist und bei ihrer Förderung und Verbrennung erhebliche weitere Belastungen der Umwelt (Luft\, Boden\, Wasser\, Landschaft) entstehen. Deshalb ist ein schnellstmöglicher Ausstieg aus der Verbrennung von fossilen Energieträgern für die Erzeugung von Strom\, Wärme und Mobilität und die vollständige Umstellung auf die Nutzung der Energie der Sonne (Wind\, Solarthermie\, Photovoltaik\, Biomasse\, Wasserkraft\, Meeresenergie\, Erdwärme u.a.) unabdingbar. Die Kraft der Sonne ist nach irdischen Maßstäben (fast) unerschöpflich. Sie zu nutzen\, ist ein Gebot der ökologischen\, ökonomischen und sozialen Vernunft und Verantwortung\, kein ideologisch begründeter Irrweg. \nVita: \nWolfgang Methling\, 1947 in Kavelstorf\, Krs. Rostock\, geboren\, studierte von 1966 bis 1971 Veterinärmedizin an der Universität Leipzig (Abschluss Dipl.-Vet. med.). Von 1971 bis 1985 war er als wiss. Assistent und Oberassistent im Wissenschaftsbereich Tierhygiene und Strahlenbiologie der Sektion Tierproduktion und Veterinärmedizin der Universität Leipzig tätig. Die Promotion A (Dr. med. vet.) schloss er 1978 mit einer Dissertation zur Wirkung des sichtbaren Lichtes auf die Infektionsabwehr von Kälbern ab. 1982 erwarb er die Qualifikation als Fachtierarzt für Tierhygiene. Seine Dissertation zur Promotion B (Dr. sc. med. vet.) befasste sich 1984 mit der Keimflora in Schweineställen. 1985 wurde er als Dozent für Tierhygiene an die Sektion Tierproduktion der Universität Rostock berufen. 1989 wurde ihm der Titel Veterinärrat (VR) verliehen. \nVon 1978 bis 1990 arbeitete Wolfgang Methling in forschungskoordinierenden Gremien der Akademie für Landwirtschaftswissenschaften der DDR mit. 1992 erfolgte die Berufung als Professor für Tiergesundheitslehre an der Universität Rostock. Von 1996 bis 1998 war er Sprecher des Fachbereiches Agrarökologie der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock. Seine wichtigsten Arbeitsgebiete in Lehre und Forschung waren über viele Jahre Umweltgerechte Tierhaltung\, Ökologischer Landbau\, Umwelthygiene\, Tierhygiene\, Tierseuchen- und Tiergesundheitslehre\, Tierschutz\, Ökotoxikologie und Biotechnologie. Die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Tätigkeit sind in mehr als 100 Publikationen nachzulesen. \nVon 1998 bis 2006 war Wolfgang Methling Umweltminister (2002 bis 2006 Stellv. Ministerpräsident) in der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern. Seit 2012 ist er Vorsitzender des Fördervereins und Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Akademie für nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern\, seit 2013 Mitglied des Wiss. Beirates des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e. V.\, seit 2014 Mitglied im Vorstand von Eurosolar Deutschland. 2020/21 war er Mitglied des Zukunftsrates der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern\, der ein Programm für die nachhaltige Entwicklung des Landes entwickelt hat.
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen Dezember-Sitzung zum 12.12.2019 in Berlin.\n \nDas Thema der Sitzung ist \nIKT und nachhaltige Entwicklung –\n(k)eine „Harmonie a priori“?!\nReferent:     Gerhard Banse (Berlin) \n  \nZeit:       10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt:        Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Balkonsaal
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SUMMARY:Dezember-Klassensitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät lädt für den 12\,12\,2019 ein zu ihrer öffentlichen wissenschftlichen Dezember-Sitzung. Das Thema der Situng ist \nMessbarkeit\, Vergleichbarkeit\, Berechenbarkeit\nReferent:       Ernst-Christoph Haß (MLS) \nC.V.:\nDr. Haß ist Physikochemiker und Softwareingenieur sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2019. Nach dem Chemiestudium an der Technischen Universität Berlin und der Promotion (1979) an der Universität Bremen setzte er seine wissenschaftliche Tätigkeit von 1979 – 1982 als Postdoctoral Research Fellow am Department of Chemistry an der University of Saskatchewan in Kanada mit umfangreichen quantenchemischen Rechnungen sowie Beiträgen und Seminaren zur Mathematischen Chemie fort. Anschließend war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich Struktur und Dynamik von Grenzflächen an der FU Berlin tätig\, wo er die Arbeiten in Theoretischer und Mathematischer Chemie fortführte.\nNach einem Wechsel in die Bahnindustrie arbeitete Dr. Haß bis 2001 in mehreren Abteilungen als Systemingenieur an der Leittechnik für die M-Bahn (Magnetbahn) Berlin\, wobei erstmals ein vollautomatischer (autonomer) Fahrbetrieb getestet wurde\, sowie an der Entwicklung der Software für Betriebsführung und Fahrgastinformation. Von 2002 bis 2004 war er Projektleiter im Bereich Verfahrensentwicklung bei der MIR-Chem GmbH in Bremen und zuständig für die Optische Schaumanalyse mit digitaler Bildverarbeitung\, Batteriediagnostik und Wasserstoffgewinnung für die Brennstoffzelle sowie Erstellung von Patentschriften. Es folgten mehrere wechselnde Tätigkeiten in Forschung und Entwicklung in unterschiedlichen Projekten und Betrieben. Darüber hinaus engagierte er sich an der Universität Bremen in der Arbeitsgruppe ‚Chemische Synergetik‘ von Prof. Plath\, wobei wissenschaftlichen Publikationen zur Theorie des Schaumzerfalls\, der Alterung von Batterien und der Dynamik der Entwicklung des Wissens entstanden. 2011 – 2016 arbeitete er bei der Daimler-Tochter NuCellSys GmbH in Kirchheim/Teck als Software-Ingenieur im Bereich Energiemanagement und Steuerung der Brennstoffzelle.\nSeit seinem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben (2015) beschäftigt er sich wie zu Beginn seiner wissenschaftlichen Laufbahn mit philosophischen Fragestellungen zur Chemie. In Kooperation mit Prof. Plath veröffentlichte er bei ‚Leibniz Online‘ auf einem synergetischen Ansatz beruhende Publikationen zur Entstehung von Innovation und zur Bestimmtheit und Unbestimmtheit von sozialen Systemen sowie zu modernen technologischen Mythen.\nAbstract:\nSowohl in der wissenschaftlichen und der industriellen Praxis wie auch im gesellschaftspolitischen Bereich spielen die Begriffe Messbarkeit\, Vergleichbarkeit und Berechenbarkeit eine herausragende Rolle. In der Publikation „Strukturbildung durch soziale Spiegelung – Mythen und Realität“ (Leibniz-Online\, Nr. 34 (2018)) wurde herausgearbeitet\, dass es sich hierbei um die unkritische Verwendung des Allquantors\, also um mathematische Mythen der industriellen\, technischen Revolution handelt\, die notwendigerweise innere Widersprüche enthalten und zur Entstehung von Paradoxien führen.\nIm ersten Teil des Vortrags führt der Referent Beispiele aus seiner Berufspraxis an. Hinsichtlich der Messbarkeit erläutert er\, wie durch Messungen im Inneren und an den Polen von Bleiakkumulatoren unterschiedliche Aussagen über den Alterungszustand der Batterien gewonnen werden können. Ausgehend von Experimenten zum Zerfall von Bierschaum wird die Problematik der Vergleichbarkeit anhand der auf Ernst Ruch zurückgehenden Diagrammverbände von Blasengrößenverteilungen diskutiert. Als Beispiel für die Berechenbarkeit wird die computer-gesteuerte\, vollautomatische Betriebsführung der M-Bahn (Magnetbahn) Berlin in den Jahren 1987 – 1991 erwähnt\, wobei erstmals  das vollautomatische (autonome) Schienen-gebundene Fahren getestet wurde.\nAnschließend geht der Vortragende auf die Grenzen der mathematischen Mythen ein. So erreicht die Messbarkeit zum Beispiel in der Quantenmechanik ihr Limit\, wenn die Messung das gemessene System selbst verändert. Die Vergleichbarkeit setzt die totale Ordnung voraus\, die aber bereits bei Verteilungen\, z.B. Partitionen einer natürlichen Zahl n\, bezüglich ihrer Majorisierung für n = 6 Verteilungen\, nicht mehr vollständig gegeben ist. Die Berechenbarkeit erreicht ihre prinzipiellen Grenzen an der Grenze vom Chaos zum Zufall\, aber auch in der Theoretischen Informatik\, z.B. beim Halteproblem.
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SUMMARY:November-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geistewissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen November Sitzung. Die Sitzung steht unter dem Thema \nDie interkulturelle Übertragung von Konzepten:\n„Wandernde“ Erzählungen von der Amazonas- bis zur Andenregion.\nDie Sitzung ist eine Kooperationsveranstaltung der Klasse “Sozial- und Geisteswissenschaften” und des Arbeitskrei­ses “Mentale Repräsentationen” \nReferentin:  Kerstin Störl (MLS) \nAbstract:\nMündlich überlieferte Erzählungen\, Mythen und Geschichten „wandern“ durch Raum und Zeit\, wobei jeder Erzähler sie jedes Mal ein klein wenig verändert. Geschieht das im interkulturellen Kontext\, ist es möglich\, an den verschiedenen Versionen einer Erzählung die konzeptuellen Beiträge unterschiedlicher Kulturen abzulesen. Als Beispiel werden in diesem Vortrag Ge­schichten von Yakumama analysiert\, urprünglich einer amazonischen Wassergöttin\, die in der Form einer anthropomorphen Anaconda erscheint. Als diese Erzählungen ins Andengebiet ge­langten\, präsentiert sich Yakumama in völlig anderer Form: ihr Bild ist zersplittert\, einzelne semantische Charakteristika sind auf verschiedene Konzepte verstreut. Sie ist in der andinen Sirene\, in einer Frauen raubenden Schlange oder in der heiligen Schlange amaru zu erkennen\, aber auch in einem fliegenden Kaiman\, in den androgynen Seen\, die Menschen verschlingen\, im serpentinenartigen Fluss\, im Blitz und in einem Sternbild. Eine semantisch-kulturwissen­schaftliche Analyse deckt die Interrelationen zwischen den Konzepten von Yakumama auf und führt zu der Hypothese\, dass diese ein semantisches System im Sinne der „Familienähnlichkeit“ nach Wittgenstein oder der chain categories nach Blank (2001: 37-38) bilden. Die Erzählungen aus der Amazonas- und Andenregion erhellen somit wichtige Aspekte der menschlichen Kognition. \nBlank\, Andreas (2001): Einführung in die lexikalische Semantik für Romanisten. Tübingen: Nie­meyer\nStörl\, Kerstin (2016): Yakumama en los Andes. La recepción quechua de una figura mítica amazó­nica: análisis semánticocultural. In: Indiana 33: 177-198\nWittgenstein\, Ludwig (1997): Werkausgabe\, Band I : Tractatus logico-philosophicus. Tagebücher. Philosophische Untersuchungen. Berlin: Suhrkamp  \nC.V. :\nKerstin Störl ist Universitätsprofessorin für Romanische Sprach- und Landeswissenschaften am Institut für Romanistik der Universität Wien\, Österreich. Sie lehrt\, forscht und publiziert zur Linguistik\, Romanistik\, Lateinamerikanistik\, Altamerikanistik sowie zur Kultur- und Kommunikationswissenschaft. Sie arbeitet an kognitiv-kontaktlinguistischen Fragestellungen\, die sie am Beispiel des Sprachkontaktes Spanisch-Quechua analysiert. Dazu führt sie regelmäßig Feldforschungen in der Region Cuzco (Peru) durch und arbeitet interdisziplinär unter Berücksichtigung ausgewählter philosophischer und psychologischer Aspekte. Sie ist Initiatorin und Mitherausgeberin dreier Buchreihen beim Wissenschaftsverlag Peter Lang\, Berlin: „Sprachen\, Gesellschaften und Kulturen in Lateinamerika“\, „Stil: Kreativität – Variation – Komparation“ und „Interactio: Language\, Culture and Embodied Cognition“\, letztere in Zusammenarbeit mit den MLS Rainer Zimmermann und Gerda Haßler. Kerstin Störl ist Mitglieder der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin\, hat dort die Funktion des Klassensekretars für Sozial- und Geisteswissenschaften inne und leitet den Arbeitskreis „Mentale Repräsentationen“. \nZeit: 10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Balkonsaal \n 
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SUMMARY:November-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen November-Sitzung ein.\n \nThema: \nLöst die Elektromobilität unser Klimaproblem im Sektor Verkehr?\nReferent:\n \nErnst-Peter Jeremias (MLS) \nC.V.:\nDr. Jeremias ist Ingenieur mit der Spezialisierung auf Kernenergie-Kraftwerksanlagen und Energieumwandlung sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2019. Nach dem Studium an der Ingenieurhochschule Zittau arbeitete er bis 1990 im Kernkraftwerk Rheinsberg an grundlegenden Problemen der Kraftwerkssteuerung\, u.a. in einem internationalen RGW-Projekt. Die spezialisierte Untersuchung von Siedeprozessen im Druckwasserreaktor führte 1988 zur Promotion an der Akademie der Wissenschaften der DDR.\nSeit 1991 führte er ein selbstständiges Ingenieurbüro und wurde 1994 Geschäftsführender Gesellschafter der tetra ingenieure GmbH Neuruppin mit dem Arbeitsgebiet energiewirtschaftliche Grundsatzfragen. Seit November 2018 ist er pensioniert und arbeitet weiter als Senior Consultant auf dem Fachgebiet „Sektorenkopplung und Elektromobilität“.\nAbstract:\nMobilität ist heute eine wichtige Grundlage menschlicher Existenz – in Deutschland\, in Europa und in der ganzen Welt. Seit der Erfindung des Verbrennungsmotor in der zweiten Hälfte des 19. Jh. hat dieses Mobilitätsbedürfnis der Menschen über Jahrzehnte zu einer vorrangig individuellen Motorisierung in der Gesellschaft geführt.\nIm Zeitalter der Ressourcenschonung und des Klimaschutzes\, der Ablösung von Vermögens- durch Einkommensenergien\, steht das Thema des Übergangs von der Verbrennungs- zur Elektromobilität ganz oben auf der Agenda der gesellschaftlichen Diskussion. Im umstrittenen Klimaschutzpaket der Bundesregierung hat der Sektor Verkehr zu Recht einen besonderen Stellenwert. Seit 1990 ist die Freisetzung von 160 Mill. Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr in diesem Sektor bis heute nahezu konstant geblieben. Und das\, obwohl in der Vergangenheit durch technische Weiterentwicklung und Energieeffizienzsteigerungen der Verbrennungsmotoren erhebliche Fortschritte erreicht wurden. Aber Größe\, Leistungssteigerung und gestiegene Anzahl von Personenkraftfahrzeugen haben Energieeinsparungen und die resultierenden Emissionen bis heute nahezu aufgewogen.\nKann das elektrisch angetriebene Kraftfahrzeug die heute aufgeworfenen Probleme lösen? Oder müssen wir Mobilität neu denken? Und wenn ja\, wie? Meistens findet man hier interessengeprägte Denkweisen und Strategien. Der Vortragende\, der selbst schon über zwei Jahre lang und 30.000 km weit mit einem Elektro-PkW unterwegs ist\, wird im Vortrag über seine Erfahrungen\, seine Gedanken und Schlussfolgerungen berichten und möchte die Diskussion zum Thema „Mobilität von morgen“ anregen. \nZeit:       10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt:        Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenenschaftlichen Dezember-Sitzung zum Thema: \nSchliemanns Familie in Russland\nVortragender: Armin Jähne (MLS) \nC.V.:\nProf. Jähne ist Spezialist für Alte und Osteuropäische Geschichte sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2001. Nach Promotion (1970 in Moskau) und Habilitation (1980 in Berlin) wurde er 1988 zum Professor an der Humboldt-Universität Berlin berufen\, wo er bis 1996 wirkte. Danach leistete er Projektarbeit; heute ist er Pensionär. Seine Forschungsgebiete sind die Geschichte Griechenlands und des Hellenismus\, die Geschichte Ost- und Südosteuropas sowie die Wissenschaftsgeschichte\, hier vor allem Arbeiten zu Person und Werk Heinrich Schliemanns.\nAbstract:\n„Bei den gebildeten Völkern steht die Frau seit langem schon gleichwertig neben dem Mann\, nicht aber als Sklavin“ (Katharina Schliemann\, 1859).\nIn Schliemanns Petersburger Familie steckte von Beginn an der Wurm gegenseitiger Unverträglichkeit\, trotz der wechselnden Gefühlsschwankungen bei beiden Ehepartnern. Zu den Gründen zählen auch – von der Forschung bisher kaum beachtet – ein in der Familie bestehendes sozio-kulturelles Gefälle und ein von außen wirkender Faktor. Gemeint ist die für die russische Gesellschaft charakteristische Auseinandersetzung zwischen Slawophilen und den so genannten Westlern. Als Schliemann 1866 seinen Lebensmittelpunkt von St. Petersburg nach Mittel- bzw. Westeuropa\, nach Dresden oder Paris\, verlegen wollte und die innerfamiliären Auseinandersetzungen bis zur Unüberbrückbarkeit eskalierten\, trat dieser Ost-West-Konflikt offen zutage. \nOrt:     Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\nZeit:    10:00 Uhr bis 12:00 Uhr
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät lädt ein zu ihrer Dezember-Sitzung zum Thema \nRegulation der Blut-Hirn-Schranke.\nVortragender: Ingolf Blasig (MLS) \nOrt:      Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal\nZeit:     10:00 Uhr bis 12:00 Uhr
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SUMMARY:Oktober-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften - Raumänderung!
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen Oktober-Sitzung ein zum Thema \nSpengler\, Europa und die dritte Welt\nVortragender: Hans-Otto Dill (MLS) \nC.V.:\nProf. Dill ist Romanist – Spezialist für spanische\, lateinamerikanische\, karibische und französische Literatur – sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1995\, in der er von 2009 bis 2017 als Secretar der Sozial- und Geisteswissenschaftlichen Klasse gearbeitet hat.\nNach dem Studium der Romanistik an der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB) und der Universidad de la Habana wurde er 1969 promoviert und habilitierte sich 1974. Ab 1981 wirkte er als Professor für lateinamerikanische Literatur an der HUB\, der Georg-August-Universität Göttingen 1989-90\, sowie als Gastprofessor an den Universitäten in Hamburg\, Sao Paulo und La Plata.\nSeit 1992 ist er Mitglied des Lateinamerikaforum Berlin und seit 2007 der Freunde des Iberoamerikanischen Instituts Preußischer Kulturbesitz.\nSeine wichtigsten Publikationen sind: „Aufklärung als Weltprojekt“ (2015)\, „Alexander von Humboldts Metaphysik der Erde“ (2013)\, „Ensayos sobre literatura cubana“ (2010)\, „Die lateinamerikanische Literatur in Deutschland“ (2009)\, „Dante criollo“ (2006)\,  „Lateinamerikanische Literatur im Überblick“ (1999). Mehrere Kongressmaterialien hat er als Sammelbände herausgegeben:\n“Denken und Handeln. Philosophie und Wissenschaft im Werk Johann Gottlieb Fichtes“ ( 2015)\, „Jean-Jacques Rousseau zwischen Aufklärung und Moderne“ (2013)\, „Sprache zwischen Kommunikation\, Ideologie und Literatur – die Aktualität von Victor Klemperers LTI (1947) damals und heute“ (2012).\nAbstract:\nDer Vortragende geht von der mythischen\, vom Apostel Johannes verbreiteten sog. Offenbarung des Johannes-Evangeliums aus. Dieses sagte für den „Jüngsten Tag“ viele schreckliche Gräuel für die Menschheit voraus\, die der Auferstehung Christi vorausgehen würden. Alle Kalamitäten der Christen wurden mit dieser apokalyptischen Endzeit in Verbindung gebracht.\nIn Europa wurden die beiden Weltkriege metaphorisch als Weltuntergänge bezeichnet. Spengler und viele Denker und Schriftsteller Europas meinten mit „Untergang des Abendlandes“ die Apokalypse der europäischen Hochkultur\, die sie mit der Vernichtung der indianischen Kulturen durch den Kolonialismus gleichsetzten. Denn bei den lateinamerikanischen Indios spielte die Erwartung der Ankunft des „Weißen Heilands“ eine große kulturelle Rolle. \nOrt:        Berlin\, Rathaus Tiergarten\, kleiner Saal\nZeit:       10:00 Uhr bis 12:00 Uhr
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SUMMARY:Oktober-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften - Raumänderung!
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften lädt zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen Oktober-Sitzung ein zum Thema \nGenuine und modifizierte Eigenschaften (insbes. Bioaktivitäten)\,\ntechnologische Funktionen\, physikalisch-mathematische Modellierungen hydrokolloidaler Zustände und strukturwandelnder Prozesse (insbesondere Phasenübergänge) in biotisch und technisch-technologisch bedeutsamen Biopolymeren\nVortragender: Lutz-Günther Fleischer (MLS) \nC.V.:\nProf. Fleischer ist Verfahrenstechniker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2004\, deren Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften er als Sekretar vorsteht. Bis zur Emeritierung leitete er das Fachgebiet Lebensmittelverfahrenstechnik an der Technischen Universität Berlin sowie das traditionsreiche Berliner Zuckerinstitut und war Dekan der Fakultät für Prozesswissenschaften der Technischen Universität.\nAbstract:\nDer Vortrag will resümierend einige relevante Einblicke in die mehrere Jahrzehnte währenden gemeinsamen interdisziplinären Untersuchungen des Referenten mit Kooperationspartnern aus wissenschaftlichen Institutionen sowie unterschiedlichen Technologiebereichen zu wichtigen Biopolymeren vermitteln: A- und B-Gelatine\, Zymogele aus dem stratum corneum des Pilotwals Globicephala melas\, immunmodulierende β-(1→3)\,(1→6)-β-D-Glucane aus saccharomyces cerevisiae\, bioaktive Hyaferm-Composite (β-Glucane/Hyaluronat).\nNach dem obwaltenden Verständnis gehören zu den Biopolymeren  eine kaum überschaubare Menge und Vielfalt funktionstragender komplexer Homo- und Co-Polymere biogenen Ursprungs bzw. Composite daraus. Eine überragende Bedeutung kommt der Gelatine als Modellsubstrat und wegen ihres Eigenwerts mit einer Vielfalt von Applikationen zu. Sie wird im Vortrag exponiert.\nDen theoretischen Kern der kommentierten Experimente und Überlegungen bilden die Begriffe Entropie und Information. Genutzt und erörtert werden (mit Bezugnahmen auf die Evolution der Basis-Begriffe Entropie und Information) modifizierte entropische und informationelle Konzepte als verallgemeinerungsfähige Denk- und Werkzeuge.\nAuf den statistischen Betrachtungsweisen basierend werden eine\, zur Thermodynamik kompatible\, dimensionslose Entropie in Beziehung mit adäquaten rheologischen Daten ‚smarter‘ Hydrogele und praktisch bedeutsamen Anwendungen von Gelatine vorgestellt. Exponiert sind quantifizierte Zeitreihen für die Kinetik der thermisch induzierten Strukturbildung – insbesondere die Sol-Gel-Transformation (Phasenwechsel 2. Ordnung) – unter unterschiedlichen Bedingungen – und deren vereinheitliche Bewertung. \nDownload des erweiterten Textes des Vortrages \nFlyer der Veranstaltung \n \nOrt:     Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Balkonsaal\nZeit:    10:00 Uhr bis 12: 00 Uhr
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Am 07. Dezember 2017 führt die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften ihre Dezember-Sitzung durch zum Thema \nDie Finanzierung des Kulturstaats in Preußen im Spannungsfeld zwischen Staat und Kommunen 1800 – 1933\nVortragender: Reinhold Zilch (MLS) \nZeit: 10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nDr. Zilch wurde 1976 als Wirtschaftshistoriker zur finanziellen Vorbereitung Deutschlands auf den Ersten Weltkrieg promoviert. Die Habilitationsschrift von 1990 war den Währungsverhältnissen in den Generalgouvernements Belgien und Russisch-Polen von 1914 bis 1918 gewidmet. Von 1979 bis 2015 arbeitete er an der Berliner Akademie zum Deutschen Reich zwischen 1900 und 1918 und\, seit Beginn der 1990er Jahre\, zu Preußen-Deutschland im ‚langen 19. Jahrhundert’ an der von ihm initiierten und bis 1998 geleiteten Arbeitsstelle „Protokolle des preußischen Staatsministeriums“\, später im Projekt „Preußen als Kulturstaat“. Derzeit ist der Referent mit der Vorbereitung eines DFG-Projektes zur Rolle des von 1913 bis 1916 amtierenden Staatssekretärs im Auswärtigen Amt Gottlieb von Jagow in den Kriegsschulddebatten nach 1918 befasst.\nSeit den 80er Jahren führten ihn Archivreisen\, Vorträge und wissenschaftliche Kontakte nach Belgien\, Bulgarien\, Estland\, Großbritannien\, Italien\, Polen\, Ungarn sowie in die USA. Sein numismatisches Interesse am 19. und 20. Jh. sowie an dem Problem der Nationalikonographie schlugen sich nicht nur in zahlreichen Aufsätzen sowie einem Kinderbuch zur Geschichte des Geldes nieder\, sondern auch in der Mitherausgeberschaft der Zeitschrift „Numismatische Beiträge“ von 1984 bis 1990.\nAbstract:\nPreußen\, Synonym für einen Militär- und Beamtenstaat\, verzeichnete ab dem ersten Drittel des 19. Jh. einen bemerkenswerten Aufschwung zum Kulturstaat. Das war keine Entwicklung der geistig-materiellen Sphäre nur aus sich selbst heraus und im Selbstlauf\, sondern verlangte ebenso große materielle und finanzielle Mittel. Bedeutende Summen kamen aus dem Staatshaushalt\, wofür eine Reihe weitblickender Beamter und Politiker wichtige Weichenstellungen schuf bzw. gesellschaftliche Entwicklungen aufgriff und ihnen Raum bot. Neben Grundfinanzierungen und Nothilfen wurden v.a. ausgewählte Sektoren sowie ‚Leuchtturmprojekte‘ bedacht\, die dann bis in die Provinzen ausstrahlten.\nDas Bildungs- und Kulturniveau der breiten Bevölkerungsschichten im ganzen Land wurde jedoch vor allem durch das Engagement der Kommunen sowie der einzelnen Bürger über Steuern\, Gebühren\, individuelle Aufwendungen und auch von Stiftungen gehoben.\nZiel des Vortrages ist es\, dieses bisher von der Forschung kaum beachtete Zusammenwirken näher zu beleuchten und auch nach Schlussfolgerungen für die Finanzierung des Kulturstaats heute zu fragen.
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DESCRIPTION:Am 07. Dezember 2017 führt die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften ihre öffentliche wissenschaftliche Dezember-Sitzung durch zum Thema \nBiomedizinische Grundlagenforschung und Artenschutz – wie kann eine hochbedrohte Tierart vor dem Aussterben gerettet werden?\nVortragende: Katarina Jewgenow (MLS) \nZeit: 10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nFrau Prof. Jewgenow ist Reproduktionsbiologin und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2016. Nach dem Studium an der Humboldt Universität zu Berlin arbeitete sie 1982 – 1991 in der Forschungsstelle für Wirbeltierforschung der AdW der DDR\, dem späteren Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung\, wo sie seit 1996 die Abteilung Reproduktionsbiologie leitet und 1989 promoviert wurde. Nach der Habilitation (1999\, TU München) wurde sie 2000 die Stellvertretende Institutsdirektorin; seit 2009 hat sie eine Apl. Professur inne.\nSie beschäftigt sich vor allem mit Zellphysiologie der weiblichen und männlichen Gameten; mit In-vitro-Reifung und Befruchtung von Säugeroozyten; mit saisonaler Spermatogenese bei Wildtieren; mit Genomkonservierung durch Kryokonservierung; mit nicht-invasivem Monitoring von Hormonen bei Wildtieren sowie mit assistierter Reproduktion/ Reproduktionskontrolle bei Zoo- und Wildtieren. Der Society for Study of Reproduction und der German Society for Reproduction Medicine gehört sie als Mitglied an. Ihre Publikationsliste umfasst außer 6 Buchkapiteln weitere 141 Posten.\nAbstract:\nDer Erhalt der Biodiversität auf unserem Planeten wurde 2000 durch die Vereinten Nationen als eines von acht UN-Milleniumszielen definiert und steht damit gleichwertig in einer Reihe mit Armutsbekämpfung\, Schaffung einer friedlichen Welt\, Sicherung der Ernährung und Klimaschutz. Der gegenwärtige Verlust an Biodiversität ist alarmierend. Die Zahl der Tierarten z.B. ging innerhalb der letzten 40 Jahre um 58% zurück.\nFür Wildtiere können die anthropogenen Veränderungen ganz unterschiedliche Folgen haben\, und die großen Raubtiere sind als Endglieder der Nahrungskette am stärksten betroffen. Von den 36 weltweit vorkommenden Katzenarten stehen 26 als gefährdet oder bedroht auf der Roten Liste der IUCN. Neben der anthropogenen Veränderung der Umwelt trägt der direkten Konflikt mit dem Menschen (z.B. illegale Bejagung\, Übergriffe auf Farmtiere\, Übertragung von Krankheiten) zum Artenrückgang bei. Dies führt zur Isolierung der Populationen und zur Einschränkung ihrer genetischen Variabilität mit vorhersehbaren Konsequenzen für ihre Existenz („Vortex of extinction“). Wichtige Maßnahmen\, Tierarten aus dieser Gefahr zu retten\, sind\, neben Programmen zur Restauration von Habitaten\, spezielle Ex-situ-Zuchtprogramme.\nDer in Europa beheimatete Pardelluchs ist die am stärksten bedrohte Katzenart weltweit. Sein Verbreitungsgebiet war auf zwei isolierte Restpopulationen zusammengeschrumpft\, deren Größe mit weniger als 200 Individuen bereits unterkritisch für das Überleben der Art war. Deshalb wurden die internationalen Bemühungen zum Schutz und zur Rekonstruktion der Habitate verstärkt und ein wissenschaftliches Erhaltungszuchtprogramm etabliert. Im Rahmen dieses “Iberian Lynx Conservation Breeding Programm” (ILCBP) werden Tiere aus der freien Wildbahn entnommen\, um diese in Gefangenschaft für eine Wiederauswilderung zu züchten. Das ILCBP hat 2004 mit 6 Wildfängen begonnen. Mittlerweile leben schon >250 Tiere in vier verschiedenen Zuchtzentren in Spanien und Portugal. Bis 2016 wurden 236 Tiere im Zuchtprogramm geboren und davon 125 ausgewildert. Der freilebende Bestand an Iberischen Luchsen ist somit auf mehr als 400 Tiere angestiegen.\nDas ILCBP bietet auch hervorragende Möglichkeiten zur Grundlagenforschung\, inklusive der Etablierung von modernen Techniken der assistierten Reproduktion. Im Vortrag wird demonstriert\, wie biomedizinische Erkenntnisse zur Verbesserung des Zuchtprogrammes beitragen konnten und wie die Forschung am Luchs auch reproduktionsbiologische Phänomene bei Säugetieren aufdecken konnte.
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SUMMARY:Juni-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt ein zu ihrer öffentlichen Juni-Sitzung zum 09. Juni 2016. Vorgetragen und diskutiert wird der Beitrag: \nHans-Christoph Hobohm (Potsdam) \nDie Bibliothek – eine gesellschaftliche Institution im digitalen Wandel\n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Hobohm ist seit 1995 Professor für Bibliothekswissenschaft an der Fachhochschule Potsdam. Er war lange Zeit im Internationalen Bibliotheksverband (IFLA) ehrenamtlich in leitenden Gremien tätig und ist derzeit vernetzt im „Network on Libraries in Urban Space“\, das erforscht\, wie Bibliotheken zur ökonomischen Entwicklung von Städten eingesetzt werden. Einer seiner Arbeitsschwerpunkte ist die Erprobung von Methoden zur Demonstration des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wertes von Bibliotheken und Informationseinrichtungen.\nAls Leiter des Masterstudiengangs Informationswissenschaften ist sein Schwerpunkt Wissensmoderation und Informationsverhaltensforschung. Vor seinem Ruf nach Potsdam war er in sozialwissenschaftlichen Infrastruktureinrichtungen in Bonn und Köln bzw. an der Universität Stuttgart im Bereich Literaturtheorie tätig. Studium und wissenschaftliche Ausbildung erfuhr er an der Universität Köln und an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales (EHESS) in Paris. \nAbstract:\nAm Ende der Gutenberg-Galaxis erscheint manchem die Bibliothek obsolet. Spektakuläre Neubauten und steigende Nutzerzahlen zeugen jedoch eher von einer Renaissance dieser uralten Institution. Die digitale Transformation hat ihre wesentlichen Funktionen klarer denn je hervortreten lassen: Sie ist immer schon Abbild und Katalysator des aktuellen Zustands der Gesellschaft und ihrer Herrschaftsverhältnisse.\nNur wenige große Denker haben sich mit dem Warum und dem Wie der Institution Bibliothek und ihrer Arbeitsweisen beschäftigt. Die meisten unter ihnen haben sie lediglich intensiv genutzt. Einer der bekanntesten unter ihnen\, Umberto Eco\, hat sich als Benutzer eher über sie beschwert\, ihr aber mit „Im Namen der Rose“ ein literarisches Denkmal gesetzt\, das sich auf Jorge Luis Borges beruft. Michel Foucault nennt sie eher „Archiv“ und empfindet sie als „Heterotopie“\, und für Bruno Latour ist sie ein unterschätztes Netzwerk ähnlich dem Labor.\nDer Vortrag stellt einige Thesen dieser Denker vor den Hintergrund der dramatischen Metamorphose\, die diese Institution allenthalben erlebt\, und versucht Erklärungsansätze für beides: die Bibliothek und ihren Wandel.
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SUMMARY:Juni-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften lädt ein zu ihrer öffentlichen Juni-Sitzung zum 09. Juni 2016. Vorgetragen und diskutiert wir der Beitrag: \nLothar Kolditz (MLS) \nEntropie\, Selbstorganisation und Evolution\, der Energieaustausch\n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Kolditz ist Chemiker. Er wurde 1969 zum Korrespondierenden\, 1972 zum Ordentlichen Mitglied der 1700 von Leibniz begründeten Gelehrtengesellschaft gewählt\, der heutigen Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\nNach Promotion (1954) und Habilitation (1957) war er 1957 – 1959 Professor mit Lehrauftrag für Spezialgebiete der anorganischen Chemie und Radiochemie an der Technischen Hochschule für Chemie Leuna-Merseburg\, 1959 – 1962 Professor mit vollem Lehrauftrag für anorganische Chemie und Direktor des Anorganisch-Chemischen Instituts der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie 1962 – 1980 Professor mit Lehrstuhl für anorganische Chemie und Direktor des I. Chemischen Instituts der Humboldt-Universität. 1972 – 1980 leitete er die Sektion Chemie der Humboldt-Universität und 1980 – 1990 das Zentralinstitut für Anorganische Chemie der Akademie der Wissenschaften der DDR. \n \nAbstract:\nEntropie und Selbstorganisation gehören zu den Begriffen\, die oft allgemein verwendet werden\, ohne dass in jedem Fall ein tieferes Verständnis für ihre Funktion vorhanden ist. Es gibt tiefgründige wissenschaftliche Behandlungen dieser Problematik\, und auch die Leibniz-Sozietät hat sich damit beschäftigt. Trotz der zahlreichen ausgezeichneten Darstellungen ist es angesichts der Komplexität dieser Thematik jedoch immer noch nützlich\, Betrachtungen aus verschiedenen Blickwinkeln anzustellen\, in diesem Fall aus dem Blickwinkel der Chemie.\nAusgangspunkt ist eine These\, deren Allgemeingültigkeit abgeleitet wird. Sie lautet: Alle in der Natur ablaufenden Vorgänge sind mit einem Energieaustausch verbunden.\nIn dem früheren Vortrag „Evolution der chemischen Verbindungen“ wurde die Bildung der Atome nach dem Urknall erläutert\, der das Entstehen von Verbindungen zu immer komplexeren Einheiten folgte. Diese Betrachtung aus Sicht der gebildeten Substanzen soll nun ergänzt werden durch den Blick auf die Entwicklung der Reaktionsmöglichkeiten\, die sich mit der Entstehung immer komplizierterer Verbindungen und dem Fortschreiten der Selbstorganisation  ergeben.\nFür die Entropie wird nach Hinweis auf die klassischen Ableitungen eine Betrachtung unter der Wirkung der These vom grundlegenden Energieaustausch angestellt und am Beispiel von Edelgasmischungen erläutert.\nDie Behandlung von Entropievorgängen wird ausgedehnt auf die chemische Reaktion einschließlich der Reaktionskinetik. Der Einfluss von Katalyse und Autokatalyse auf die Evolution wird erweitert durch Einbeziehung von oszillierenden Reaktionen\, was schließlich zur Erläuterung der Selbstorganisation führt.\nDie Entwicklung der Reaktionstypen im Lauf der Evolution wird zusammenfassend im Licht der These des Energieaustausches im gesamten Kosmos betrachtet. Die Frage nach dem Ursprung der Materie wird als nicht zu beantworten hingestellt.\nDie Gravitation\, die sich nach heutigen Erkenntnissen im Gegensatz zu den anderen Grundkräften nicht abschirmen lässt und deren Vereinigung mit der Quantenphysik zur Quantengravitation trotz intensiver Bemühungen von Albert Einstein und zahlreichen namhaften Physikern und Mathematikern bisher nicht gelungen ist\, erzeugt wohl ein Feld\, das als Motor der laufenden Evolution dient und so die entscheidende Rolle bei allen Vorgängen und dem damit verbundenen Energieaustausch spielt.
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SUMMARY:Mai-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften widmet ihre öffentliche Mai-Sitzung dem Thema \nDie Energiewende zwischen Markt und Staat – aktuelle Herausforderungen aus ökonomischer Sicht\nVortragender:\nErik Gawel (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig) \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nUniv.-Prof. Dr. Erik Gawel ist seit 2001 Professor für Volkswirtschaftslehre mit den Schwerpunktthemen Umweltökonomik und Finanzwissenschaft. Seit 2008 ist er Leiter des Departments Ökonomie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ. In gemeinsamer Berufung mit der Universität Leipzig vertritt Prof. Gawel das Fachgebiet „Institutionenökonomische Umweltforschung“. An der Universität Leipzig ist er zudem Direktor des Instituts für Infrastruktur und Ressourcenmanagement. Er ist u. a. Mitglied der European Academy of Sciences and Arts sowie des Ausschusses für Umwelt- und Ressourcenökonomie im Verein für Socialpolitik – Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Vor der IHK Frankfurt/Main ist er zugleich öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Entgeltfragen der kommunalen Ver- und Entsorgung (Wasser/Abwasser\, Abfall\, andere Bereiche). \nSeine umweltökonomischen Forschungsfelder decken einen weiten Bereich von anwendungsorientierten Fragen der internationalen Wasserwirtschaft\, umweltbezogene Schnittstellenprobleme in den Sektoren Energie\, Verkehr und Infrastruktur bis hin zu Klimawandelfragen ab. Besondere Schwerpunkte liegen bei Institutionen und Instrumenten der Umweltpolitik sowie in der ökologisch-ökonomischen Modellierung. Seit 2011 Principal Investigator der Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS\, aktuelle internationale Kooperationen u. a. mit Stanford University zum nachhaltigen Wasserressourcenmanagement in Jordanien. Mitglied im wissenschaftlichen Beirat u. a. der Zeitschriften „energies“ und „Zeitschrift für Umweltpolitik und Umweltrecht“. \nAbstract: \nJede dritte Kilowattstunde Strom wird in Deutschland mittlerweile aus Wind– und Wasserkraft\, Solarenergie oder Biomasse gewonnen. Geht es allein nach diesen Zahlen\, scheint die Energiewende ein voller Erfolg zu sein. Doch der massive Ausbau erneuerbarer Energien bringt neue Herausforderungen mit sich. Immer stärker sind die Kosten der Energiewende in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung gerückt. Auch wird in Frage gestellt\, ob die deutsche Stromversorgung bei steigenden Anteilen der nicht permanent verfügbaren Energieträger Wind und Sonne langfristig überhaupt gesichert werden kann. Gleichzeitig hinkt die Energiewende im Wärme- und Verkehrsbereich den politischen Ansprüchen weit hinterher. \nIn Anbetracht dieser Herausforderungen wird häufig ein grundsätzliches Umdenken in der Energiepolitik gefordert. Die Energiewirtschaft gehört zu den am stärksten regulierten Branchen in Deutschland. Sollte die Energieversorgung in Zukunft marktlicher gestaltet werden\, um Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit\, aber auch Umwelt- und Sozialverträglichkeit der Energiewende zu gewährleisten? Und an welchen Stellen sind staatliche Eingriffe weiterhin notwendig? \nDiesen Grundfragen widmet sich der Vortrag von Prof. Dr. Erik Gawel aus ökonomischer Sicht. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen unter anderem Aspekte der Förderung erneuerbarer Energien\, einer grundlegenden Reform des Strommarktes sowie der Einbindung der nationalen Energiepolitik in den europäischen Rahmen.
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SUMMARY:Gemeinsame April-Sitzung beider Klassen der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Klassen Naturwissenschaften und Technikwissenschaften sowie Sozial- und\nGeisteswissenschaften laden für den 14. April 2016 zu einem \nKolloquium zum Thema\nKlima und Menschheit\nzu Ehren von Karl-Heinz-Bernhardt (MLS)\, Klaus-Dieter Jäger (MLS) und Dietrich Spänkuch (MLS) anlässlich ihrer 80. Geburtstage \nein. \nAktualisiertes Programm (Stand 12.04.2016)\n \nVortrag Prof. Dr. Karl-Heinz-Bernhardt (Berlin): Klima und Menschheit im Wandel\nC.V.:\nKarl-Heinz Bernhardt\, geb. 1935 in Zwickau\, Abitur (Lessingmedaille in Gold) an der Oberschule „Geschwister Scholl“ in Auerbach/Vogtland\, 1953-57 Studium der Meteorologie am Geophysikalischen Institut der Karl-Marx-Universität Leipzig. Promotion im Jahre 1962 mit einer Arbeit zur Theorie des vertikalen atmosphärischen Turbulenzwärmestroms\, Habilitation 1967 mit theoretischen Untersuchungen zur Energetik der Atmosphäre. 1969 Berufung zum Dozenten für Meteorologie und Geophysik und 1970 zum ordentlichen Professor für Meteorologie an die Humboldt-Universität zu Berlin\, dort bis 1990 Leiter des Bereichs Meteorologie und Geophysik der Sektion Physik. 1971-91 Vorstandsmitglied\, 1982-90 Präsident der Meteorologischen Gesellschaft der DDR. 1972-90 Mitherausgeber der Zeitschrift für Meteorologie. 1990 Wahl zum Korrespondierenden Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR\, 1993 Gründungsmitglied der Leibniz-Sozietät\, 1996-2012 Sekretar der Klasse Naturwissenschaften. 1974-82 Mitglied der CAS Working Group on Atmospheric Boundary Layer Problems der WMO\, 1981-90 Leiter von KAPG-Projekten zur Physik der atmosphärischen Grenzschicht. 2012 expert reviewer in mehreren Abstimmungsrunden des Fifth IPCC Assesment Report 2013/2014. Über 300 Veröffentlichungen – größtenteils in Fachzeitschriften\, aber auch in Sammelbänden\, Sitzungsberichten und Festschriften – zur Physik der Atmosphäre und des Klimasystems\, insbesondere zur Turbulenz- und Grenzschichttheorie\, zu globalen Umweltproblemen und zur Geschichte der Meteorologie.\nAbstract:\nIm Anschluss an die Ausführungen zur Thematik Klima und Menschheit im Heft 1/2 der Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät (1994) werden neue Erkenntnisse zum Klimasystem vorgestellt und sein gegenwärtiger Zustand im regionalen und globalen Maßstab charakterisiert. Die flächendeckende satellitengestützte Überwachung ermöglicht eine Synopsis des gesamten Systems und seiner Zustands- und Prozessparameter\, unter den letzteren besonders der globalen Strahlungsimbalance als einer wichtigen Kenngröße des derzeitigen Klimawandels\, der sich in Wechselwirkung von (natürlichen und anthropogenen) externen Antrieben und systeminternen Schwankungen vollzieht.\nSein globaler Charakter trifft auf eine ebenfalls weltweit vernetzte Gesellschaft. Während in vergangenen Epochen der Menschheitsgeschichte Eingriffe in das Klimasystem durch Landnutzung\, lokale Energie-\, Partikel- oder gasförmige Emissionen vor allem lokale Auswirkungen hatten\, wie sie einschließlich ihrer Folgen für menschliche Kulturkreise seit der Antike beschrieben worden sind\, zeitigen entsprechende Aktivitäten seit der industriellen Revolution zunehmend regionale bis globale Konsequenzen.\nDas betrifft insbesondere die Verbrennung des über Jahrmillionen in der Erdkruste angereicherten fossilen Kohlenstoffs binnen weniger Jahrzehnte. Die Auswirkungen dieses menschlichen Eingriffes als eines geologischen Faktors auf das globale Klima sind bei allen Unsicherheiten im Detail sichergestellt und nicht zuletzt durch die IPCC-Berichte (seit 1990) dokumentiert. Die Einsicht in solche Zusammenhänge und insbesondere in die Notwendigkeit zu ergreifender Maßnahmen wird allerdings dadurch erschwert\, dass weltweite Folgen lokalen oder regionalen Handelns nicht sofort offensichtlich werden\, zumal der Klimawandel vor Ort relativ schleichend erfolgt\, nicht selten durch systeminterne Schwankungen verdeckt wird und zirkulationsbedingt auch vom globalen Muster abweichen kann.\nAbschließend werden Gedanken zum weiteren Gang der Klimadiagnostik sowie zu künftigen Schwerpunktproblemen der Physik des Klimasystems geäußert. \nVortrag Prof. Dr. Ulrich Cubasch (Berlin): Dürreperioden in Asien während der letzten 1000 Jahre in Proxydaten und Modellsimulationen\nC.V.:\nUlrich Cubasch\, geb. 1952 in Hamburg\, Studium der Meteorologie in Frankfurt und Kiel\, Promotion 1984 in Hamburg\, Habilitation 1993 in Hamburg. Von 1978 bis 1986 arbeitete er als Wissenschaftler am EZMW in Reading (UK) und von 1986 bis 2002 als leitender Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Meteorologie und DKRZ in Hamburg. Seit 2002 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Variabilität des Klimasystems am Meteorologischen Institut der Freien Universität Berlin. Von 2007 bis 2011 war er Dekan des Fachbereichs Geowissenschaften\, seit 2011 ist er geschäftsführender Direktor des Meteorologischen Instituts. Er war an allen Berichten des Weltklimarates (IPCC\, Arbeitsgruppe “Wissenschaftliche Grundlagen”) an leitender Stelle beteiligt. Die IPCC-Aktivitäten wurden 2007 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Herr Cubasch empfing 2004 den Preis “Distinguished Scientist” der Chinesischen Meteorologischen Verwaltung. Er ist Mitglied der DFG Senatskommission “Zukunft der Geowissenschaften” und der DFG Fachkommission 313 (Atmosphäre). Turnusgemäß hatte er für zwei Jahre den Vorsitz dieser Fachkommission inne. Er ist Vizepräsident der “Geo-Union” und Vize-Sprecher des Forschungsverbundes “Geo.X”. Er sitzt mehreren wissenschaftlichen Beratungsgremien von wissenschaftlichen Einrichtungen und Graduiertenschulen. Er hat mehr als 100 begutachtete Veröffentlichungen und ein Buch geschrieben (h-Index ISI =32).\nAbstract:\nKlimamodell-Ensemble-Berechnungen sind für das letzte Jahrtausend ausgewertet worden\, um festzustellen\, inwieweit man Dürreperioden\, die man in Proxy-Informationen – zum Beispiel Baumringe oder Zivilisationsübergänge – gefunden hat\, auch simulieren kann. So wird aus den Modelldaten der Palmer-Drought-Index für Asien kalkuliert und mit entsprechenden Werten aus Baumringdaten verglichen. Sowohl in den Proxy-Daten als auch in den Modelldaten zeichnen sich deutlich starke und schwache Monsunphasen ab. Die schwachen Monsunphasen decken sich mit historisch überlieferten Dürreperioden. Die Modellsimulationen erlauben es\, einen Gesamtüberblick über die Zirkulation in Zentralasien zu gewinnen: So kann man sehen\, dass die “Strange Parallels Drought” (1756-1768) durch ein zusammenhängendes Zirkulationsmuster erzeugt wurde\, das wiederum mit einer Temperaturanomalie (El-Nino) im tropischen Pazifik verbunden ist. Modell-Simulationen erlauben es auch\, in Zusammenarbeit mit Archäologen den durch Klimawandel verursachten Anteil an Zivilisationsübergängen zu bestimmen. \nVortrag Prof. Dr. Hartmut W. Kühne (Berlin): Siedlungsausbau und Siedlungseinschränkung in der Bronzezeit Nord-Mesopotamiens in Abhängigkeit von klimatischen(?) Veränderungen\nC.V.:\nHartmut W. Kühne\, Dr. phil. in Vorderasiatischer Altertumskunde an der Freien Universität Berlin 1972. 1972-1975 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Projekt Ausgrabung in Tell Kamid el-Loz\, Libanon\, an der Universität des Saarlandes\, Saarbrücken; 1975-1980 Wissenschaftlicher Mitarbeiter des „Tübinger Atlas des Vorderen Orients“ an der Universität Tübingen; 1980 Berufung an die Freie Universität Berlin; 1980-2010 Professor für Vorderasiatische Archäologie daselbst. 1991 Visiting Professor an der Universität Padua; 2007 Maître am Collège de France\, Paris. 1980-2013 Direktor des DFG-Langzeitprojektes „Ausgrabung in Tell Schech Hamad\, Syrien“ (www.schechhamad.de); 1982-1996 Direktor des interdisziplinären Projekts „Umweltrekonstruktion im Haburtal (Syrien) im Spätholozän“; 1992-1996 Direktor des deutsch-syrischen Gemeinschaftsprojekts „Einrichtung der Ständigen Ausstellung des Museums von Deir az-Zor“. Seit 1986 korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts. 1999-2001 Vize-Dekan und 2001-2003 Dekan des Fachbereichs Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin. Herausgeber von zwei Buchreihen\, Verfasser mehrerer Bücher und zahlreicher Aufsätze.\nAbstract:\nSeit dem Ende des 4. Jahrtausends v. Chr. erfolgte die Urbanisierung der nordmesopotamischen Ackerebenen\, die im Trockenfeldbau bewirtschaftet werden konnten. Am Ende des 3. Jahrtausends v. Chr. ist eine massive Abwanderung der Bevölkerung und eine Auflassung der Städte festzustellen. Dies ist ursächlich mit dem „4.2 kaBP event“\, einem abrupten Klimawandel in weniger als fünf Jahren mit einer Niederschlagsverringerung von 20-50% über eine Dauer von 200-300 Jahren und dem Zusammenbruch des akkadischen Reiches in Verbindung gebracht worden (Weiss). Demgegenüber steht der archäologische Befund\, der nur in wenigen Fällen eine Diskontinuität\, jedoch meistens einen kulturellen Wandel erkennen lässt. Der Vortrag wird diese Dichotomie aufzeigen und einen Lösungsvorschlag anbieten. \nVortrag Prof. Dr. Klaus-Dieter Jäger (Berlin): Niederschlagsschwankungen in Mitteleuropa während der letzten Jahrtausende der Nacheiszeit und deren historische Folgen\n C.V.:\nKlaus-Dieter Jäger (Jahrgang 1936)\, Abitur an der Oberschule (Luisenstift) zu Radebeul\, Studium Prähistorische Archäologie sowie Botanik und Quartärgeologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena\, Diplomabschluss (1958) und Promotion (Dr. rer. nat.\, 1966) in Jena\, Dr. sc. nat. 1982\, umgewandelt zum Dr. habil. 1991 an der Ernst-Moritz-Arndt Universität in Greifswald\, 1971-1983 Tätigkeiten in der geologischen Praxis und bei der Sächsischen Akademie der Wissenschaften (SAW) Leipzig in Dresden\, 1967-2003 (wiederholt in leitenden Funktionen) Mitglied der INQUA- Kommission für das Studium des Holozäns\, 1983-2001 Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg (1983 Dozentur\, 1992-2001 Professur für Geoarchäologie und Prähistorische Ökologie) mit Forschungen und Lehraufgaben zur Entwicklung der Wechselbeziehungen zwischen Gesellschaft und Umwelt\, 1994 Albrecht-Penck-Medaille der Deutschen Quartärvereinigung (DEUQUA)\, seit 2004 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften.\nAbstract:\nDie Klimaentwicklung der Vergangenheit ist in Mitteleuropa nur für die letzten 3 bis 4 Jahrhunderte anhand von Messwerten zu verfolgen\, und schriftliche sowie bildliche Quellen stehen zumindest für Europa allenfalls für 2 Jahrtausende zur Verfügung. Weiter zurück ist die Rekonstruktion der Klimaentwicklung auf Proxydaten angewiesen\, vorzugsweise beigetragen von Geowissenschaften anhand sedimentärer Schichtenfolgen aus dem jüngsten Abschnitt der Erdgeschichte\, dem Quartär.\nRückschlüsse auf die Temperaturentwicklung verdanken wir vor allem der Paläontologie\, Fossilfunden wie Pollen\, Conchylien\, Resten von Wirbeltieren (Knochen\, Zähnen)\, von Organismen also\, deren Existenz aktuell an bestimmte Temperaturwerte gebunden ist.\nSchwieriger sind Aussagen zu erhalten über die Niederschlagsverhältnisse und deren Wandel in der Vergangenheit. Aussagefähig sind hierzu Sedimentfolgen\, die unter Wasser entstanden sind und folglich (ehemalige) Gewässer voraussetzen\, wie u. a\, Kalkabsätze aus Binnengewässern (Travertin\, Dauch\, Seekreide u. ä.). Deren zeitweilige Trockenlegung in Zeiträumen mit vermindertem Wasserdargebot bewirkt im Sedimentationsraum temporär subaerische Bedingungen\, die in der Schichtenfolge anstelle der (karbonatischen) Sedimentation zur Folge hatten. Archäologische Funde bezeugen häufig die menschliche Begehbarkeit der vormals subhydrischen Standorte und erlauben darüber hinaus deren Datierung sowie vielfach den Nachweis ihrer Gleichzeitigkeit auch in räumlich voneinander entfernten Teilregionen Europas und darüber hinaus.\nDie regionale Vielfalt und räumliche Entferntheit der datierten Standorte erfordert eine weiträumig wirksame und von örtlichen Besonderheiten unabhängige gemeinsame Ursache für die Vielzahl von Einzelbeobachtungen an datierten Einzelbefunden\, wofür nur weiträumige Minderungen des Niederschlagsangebots in Betracht kommen. Dafür spricht auch die Beobachtung synchroner Seespiegelabsenkungen\, die die Archäologie mit dem Stichwort „Pfahlbauten“ populär gemacht hat.\nWährend der gleichen Zeiträume sind auch Bevölkerungsverschiebungen nachweisbar\, die in Archäologie und Geschichtsschreibung bereits seit längerem bekannt sind (Urnenfelderbewegung\, dorische Wanderung und Seevölkerbewegung im Mittelmeerraum) und vor dem Hintergrund regional eingeschränkten Wasserdargebots plausibel erklärbar sind.\nDie Zeiträume verminderten Wasserdargebots in Mitteleuropa während der Jahrtausende der Nacheiszeit werden vorgestellt. \nVortrag Dr. Mathias Deutsch (Göttingen): Hydrologische Extremereignisse der letzten fünf Jahrhunderte in Mitteldeutschland\nC.V.:\nDr. rer. nat. Mathias Deutsch M.A. (Jahrgang 1965)\, von Sept. 1988 bis März 1994 Studium der Geschichte\, Prähistorischen Archäologie und Historischen Hilfswissenschaften sowie Grundstudien der Fächer Botanik\, Ökologie und Germanistik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg\, Abschluss des Studiums als Magister Artium (M.A.)\, seit April 1994 Mitarbeiter in verschiedenen Forschungsprojekten an den Universitäten Halle-Wittenberg\, Erfurt\, Cottbus und Göttingen sowie an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften (SAW) Leipzig\, nach berufsbegleitendem Aufbaustudium im Jahr 2007 Promotion im Fach Geographie an der Universität Göttingen. Im Mittelpunkt seiner Forschungen stehen Untersuchungen zur Umwelt- und Klimageschichte sowie Arbeiten zur Geschichte der Meteorologie\, darüber hinaus konnten ab 1997 zahlreiche praxisorientierte Projekte mit wasserwirtschaftlichen Behörden des Bundes und der Länder erfolgreich umgesetzt werden\, Wahrnehmung von Lehraufträgen (darunter an der Bauhaus-Universität Weimar und der Universität Erfurt)\, seit August 2014 freiberuflich tätig. Gründungsmitglied der Deutschen Wasserhistorischen Gesellschaft (DWhG) e. V.\, Mitglied der Europäischen Gesellschaft für Umweltgeschichte\, umfangreiche Publikationstätigkeit (nähere Angaben siehe: www.matdeutsch.de)\nAbstract:\nDer Referent stellt zunächst Quellen vor\, die für die Rekonstruktion historischer Hoch- und Niedrigwasserereignisse genutzt werden. Hierzu gehören u. a. handschriftliche Einträge in Ortschroniken sowie Berichte von staatlichen und kommunalen Baubehörden. Ferner wird kurz auf die heute noch sichtbaren Kennzeichnungen extrem hoher bzw. niedriger Wasserstände entlang mitteldeutscher Fließgewässer eingegangen. Es folgen Darstellungen zum langfristigen Hochwassergeschehen ausgewählter Flüsse (z. B. Werra)\, wobei erkennbar wird\, dass es offensichtlich Phasen verstärkter und verringerter Hochwasseraktivität gab. Der Rückblick in die letzten fünf Jahrhunderte schließt zudem Angaben zu herausragenden Niedrigwassern ein.\nFolgend stehen ausgewählte hydrologische Einzelereignisse im Mittelpunkt. Hierzu gehören beispielsweise die sog. “Thüringer Sintflut” vom 29. Mai 1613 sowie die herausragenden Niedrigwasser in den Jahren 1904 und 1911.\nAnzumerken ist\, dass die im Vortrag gezeigten neueren Befunde zu extremen Hochwassern Ende 2015 in einer Publikation der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) Jena veröffentlicht wurden. Das Werk “Hochwasser in Thüringen. Texte\, Karten und Bilddokumente (1500-2013)” umfasst 174 Seiten und enthält Quellen zu über 30 Abflussereignissen. \nVortrag Prof. Dr. Jörg Matschullat (Freiberg): Bodenatmung (CO2\, CH4\, N2O) in Abhängigkeit von Landnutzung und klimatischen Bedingungen\nC.V.:\nJörg Matschullat\, Dr. rer. nat. in Geologie und Geochemie (Univ. Göttingen 1989 nach Studium in Clausthal\, Tübingen und dem Dorset Research Centre\, CDN\, in interdisziplinären Projekten angewandter Ökosystemforschung). Assistant Professor an TU Clausthal und Univ. Heidelberg (1990 bis 1995); dominant Umweltgeochemie-bezogene Themen. C2-Professor bis 1999 in “Geologie und Mineralogie”\, Univ. Heidelberg. Seit 1999 ordentlicher Professor für Geochemie und Geoökologie (C4) und Direktor des Interdisziplinären Ökologischen Zentrums der TU Bergakademie Freiberg; Dekan der Fakultät für Geowissenschaften\, Geotechnik und Bergbau von Dezember 2009 bis März 2013. Sprecher des KlimaNetzwerkes Sachsen (KliNeS). Vielfältige und langjährige nationale und internationale Projekterfahrung\, über 400 Publikationen (h-Index: 19). Seit 2013 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.\nAbstract:\nBöden wirken als Quellen und Senken für Treibhausgase (THG) wie Kohlendioxid (CO2)\, Methan (CH4) und Lachgas (N2O). Da sowohl die Speicherfähigkeit als auch die Emissionswirksamkeit sehr hoch sein können\, sind präzise Quantifizierungen notwendig\, um verlässliche globale Budgets berechnen zu können. Diese sind für ein besseres Landnutzungsmanagement (Land- und Forstwirtschaft)\, für offene Fragen zum globalen Wandel einschließlich des Klimawandels erforderlich. Dieser Beitrag diskutiert ausschließlich den Anteil der mit der Bodenemission verbundenen Prozesse und deren steuernde Parameter. Dazu wurden Studien ausgewertet\, welche die wichtigsten Typen von Landbedeckung und Klimazonen bearbeitet haben. Die dazu notwendigen Methoden werden ebenfalls kurz vorgestellt. Im Fazit werden die aktuellen Wissenslücken und der offensichtliche Bias zugunsten von Daten der Nordhemisphäre angesprochen.\nNutzt man einen konservativen globalen Durchschnittswert von 300 mg CO2e m-2 h-1 (basierend auf unserer Literaturstudie)\, so berechnen sich globale Netto-Bodenemissionen in der Größenordnung von mehr als 350 Petagramm CO2e (CO2e = CO2 Äquivalente = gesamter Effekt aller THG\, normalisiert auf CO2). Dies entspricht etwa 21 % der globalen Bodenvorräte an Kohlenstoff und Stickstoff. Zum Vergleich: 33.4 Petagramm CO2 werden jährlich durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe und die Zementindustrie freigesetzt. \nVortrag Prof. Dr. Hans-Joachim Schellnhuber (Potsdam): Die Nichtlinearität des Klimaproblems\n C.V.:\nProf. Schellnhuber ist Physiker und Umweltwissenschaftler sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2001. Seit dem Gründungsjahr 1992 leitet er das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Er sitzt dem Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) vor und gehört einer Reihe deutscher und internationaler Gremien zur Forschungspolitik sowie zur Politikberatung in Umwelt- und Entwicklungsfragen an. So berät er als Mitglied der Sachverständigengruppe Energie und Klimawandel auch den EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso. Er ist Professor für Theoretische Physik an der Universität Potsdam und gewähltes Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft\, der Deutschen Akademie der Wissenschaften (Leopoldina)\, der US National Academy of Sciences\, der Geological Society of London und der International Research Society Sigma Xi.\nWährend der G8- und EU-Ratspräsidentschaften Deutschlands im Jahr 2007 war er Wissenschaftlicher Chefberater der Bundesregierung in Fragen des Klimawandels und der internationalen Klimapolitik.\nZu den besonderen Ehrungen Professor Schellnhubers zählen unter anderem die Verleihung des Wolfson Research Merit Award der Royal Society (2002)\, die Verleihung des Titels CBE (Commander of the Most Excellent Order of the British Empire) durch Königin Elizabeth II. (2004)\, der Deutsche Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (2007) sowie die Verleihung des Verdienstordens des Landes Brandenburg (2008).\nEr hat mehr als 200 Artikel und rund 40 Bücher über Theoretische Physik\, Umweltanalyse und Nachhaltigkeitsforschung veröffentlicht. \nVortrag Prof. Dr. Klaus Dethloff (Potsdam): Wechselwirkung von arktischem Meereis und kontinentaler Schneebedeckung mit atmosphärischen Telekonnektionsmustern\n C.V.:\nKlaus Dethloff\, geb. 1950\, Abitur am Heine-Gymnasium in Teterow\, Studium der Physik an der Universität Rostock 1968-73\, 1970 Wilhelm-Pieck-Stipendium\, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zentralinstituts für Solar-Terrestrische Physik der AdW der DDR\, 1979 Promotion in theoretischer Physik  mit der Arbeit “Zur Bestimmung der zonalen Zirkulation der Tropo- und Stratosphäre auf der Grundlage der Impuls-Wärmequellen”. 1986 für zwei Monate Gastwissenschaftler am Institut für Atmosphärenphysik der Akademie der Wissenschaften der UdSSR in Moskau\, bis 1991 am Heinrich-Hertz-Institut für Atmosphärenforschung und Geomagnetismus der AdW der DDR\, ab 1992 am Institut für Atmosphärenphysik der Universität Rostock. Seit 1992 Aufbau der Modellierungsgruppe an der AWI Forschungsstelle Potsdam\, 1993 Habilitation am Institut für Physik der Humboldt-Universität Berlin mit der Arbeit “Modellierung und Diagnostik grossräumiger Klimaprozesse der Atmosphäre auf der Grundlage einer Hierarchie von einfachen Klimamodellen und von Analysen globaler Datensätze”. Seit 1997 Professor für Physik der Atmosphäre am Institut für Physik und Astronomie der Universität Potsdam und Sektionsleiter der Forschungssektion “Atmosphärische Zirkulationen” am Alfred-Wegener-Institut (AWI)\, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung\, Forschungsstelle Potsdam. In der Sektion werden experimentelle und theoretische Erkenntnisse zur Rolle der polaren Atmosphäre im globalen Klimawandel zusammengeführt.\nMitglied in den Editorial Boards der Open-Access Zeitschriften “Open Atmospheric Science Journal” seit 2007  und “Advances in Meteorology” seit 2009. Seit 2010 Topicsprecher des HGF Forschungsverbundes REKLIM für “Gekoppelte Regionale Klimamodelle”\, Mitglied im wissenschaftlichen Rat des AWI\, in der deutschen Polarforschungskommission\, deutscher Repräsentant in der atmosphärischen Arbeitsgruppe des International Arctic Science Committee und in den Steering Committees von MOSAiC und ICARPIII.\nAbstract:\nDie regionale Erwärmung in der Arktis ist fast doppelt so groß wie die globale Erwärmung. An der deutsch-französischen AWIPEV Forschungsstation Ny-Ålesund auf Spitzbergen stiegen z. B. die bodennahen Jahresmitteltemperaturen zwischen 1992 und 2014 von -5\,5 auf -3 °Celsius an. Dieses Phänomen wird arktische Verstärkung genannt und hat zu einem deutlichen Rückgang des arktischen Meereises in den vergangenen zwei Jahrzehnten beigetragen. Parallel traten in den mittleren Breiten der Nordhemisphäre häufiger kalte Winter auf.\nDie oberflächennahe Erwärmung über dem arktischen Ozean im Spätsommer beeinflusst die vertikale Stabilität der arktischen Atmosphäre und begünstigt die Entstehung und Ausbreitung von troposphärischen Tiefdruckgebieten. Das häufigere Auftreten von solchen Wettersystemen und deren erhöhte Intensität im Herbst führen dazu\, dass sich die atmosphärischen Telekonnektionsmuster im darauffolgenden Winter verändern.\nDas arktische Schwingungsmuster übt dabei den größten Einfluss auf die atmosphärische Luftdruck- und Temperaturverteilung aus. Diese Schwingung stellt das vorherrschende Variabilitätsmuster der Nordhalbkugel dar und beschreibt in der europäischen Arktis die großräumigen Luftdruckschwankungen zwischen dem Islandtief und dem subtropischen Azorenhoch. Der Einfluss dieses Variabilitätsmusters erstreckt sich bis in die Stratosphäre.\nMit statistischen Methoden lassen sich Zusammenhänge zwischen dem im Sommer zurückgehenden arktischen Meereis und Veränderungen der typischen Luftdruck- und Zirkulationsmuster der Nordhemisphäre im Winter feststellen. In Jahren mit geringer Meereisbedeckung im Spätsommer tritt im darauffolgenden Winter ein schwächer ausgeprägter Luftdruckunterschied zwischen mittleren und polaren Breiten auf. Dadurch wird der Transport warmer Atlantikluft auf die Kontinente verringert\, und die Wahrscheinlichkeit für den Einbruch kalter Luftmassen aus Norden und Sibirien bis nach Mitteleuropa steigt deutlich an. Dabei besteht ein Zusammenhang mit großskaligen planetaren Wellen\, die sich im Winter aus der Troposphäre in die Stratosphäre ausbreiten.\nAls Folge der stärkeren Wellenaktivität in Jahren mit geringerer arktischer Meereisbedeckung bei gleichzeitig veränderter kontinentaler Schneebedeckung ist der winterliche Polarwirbel – ein ausgedehntes Tiefdruckgebiet – der Stratosphäre instabiler und wärmer. Die Stärke des Polarwirbels beeinflusst die Übertragung extremer Klimaanomalien von der Stratosphäre hinab in die Troposphäre und die Entstehung kalter Winter in Europa und Asien. \nVortrag Dr. Wolfgang Steinbrecht (Hohenpeißenberg): Ozonschicht und Klimawandel\n C.V.:\nWolfgang Steinbrecht\, geb. 1962 in München. Studium der Physik 1982-1988 in München\, Diplomarbeit: Laser Radar auf der Polarstern (Prof. Walther). 1988-1993 York University\, Toronto\, Kanada\, PhD 1994 (Prof. Carswell)\, Laser Radars für Ozon und Temperatur in Toronto und Eureka (80°N). Seit 1994 in der Ozongruppe des Deutschen Wetterdiensts am Meteorologischen Observatorium Hohenpeißenberg\, seit Aug. 2015 als Leiter der Ozongruppe. Viele nationale und internationale Forschungsprojekte\, > 50 wiss. Veröffentlichungen\, 1998 Mariolopoulos-Kananginis Preis der WMO. Chapter-Lead Autor WMO-UNEP Ozone Assessment  2014. Deutscher Vertreter bei den Ozone-Research-Managers Meetings der Wiener Konvention zum Schutz der Ozonschicht. Mitglied der Internationalen Ozon-Kommission. Co-Chair Lidar-Working Group des Network for the Detection of Atmospheric Composition Change (NDACC).\nAbstract:\nDas internationale Montrealer Protokoll zum Schutz der Ozonschicht von 1987 mit seinen nachfolgenden Verschärfungen war erfolgreich! Seit Ende der 1990er Jahre gehen ozonzerstörende Substanzen weltweit langsam zurück\, der Rückgang der Ozonschichtdicke konnte gestoppt werden. Seit 2000 schwanken die Ozonsäulen auf niedrigem Niveau; erste Zunahmen werden verzeichnet. Am deutlichsten erkennbar ist dies in der oberen Stratosphäre\, im Höhenbereich um 40 km. Dort tragen sowohl der beginnende Rückgang ozonzerstörender Substanzen als auch die stratosphärische Abkühlung durch zunehmendes CO2 jeweils etwa die Hälfte zur Ozonzunahme seit etwa 2000 bei. Neben dem Rückgang ozonzerstörender Substanzen wird also die erwartete Erholung der Ozonschicht deutlich durch Treibhausgas-Zunahmen und Klimaänderung beeinflusst werden. Weiter zunehmendes CO2 wird zu weiterer Erwärmung der Troposphäre und weiterer Abkühlung der Stratosphäre führen. Dies hat Auswirkungen auf Ozon-Chemie und auf den globalen Ozontransport durch die Brewer-Dobson-Zirkulation. Methan (CH4) und Lachgas (N2O) nehmen ebenfalls zu. Beide wirken als Treibhausgase. Im Gegensatz zu CO2 werden Methan und Lachgas in der Stratosphäre photochemisch zersetzt. Sie greifen damit direkt in das chemische Gleichgewicht zwischen Ozonbildung und\n-zerstörung ein. Modellrechnungen zeigen die Auswirkungen der verschiedenen Spurengase. Ozonsäulen in mittleren Breiten werden erst zwischen 2030 und 2050 wieder das Niveau der ungestörten 1960er Jahre erreichen. Das Antarktische Ozonloch wird erst nach 2060 wieder verschwinden. Trotzdem sind wir beim Ozon auf dem richtigen Weg. \nVortrag Dr. Dietrich Spänkuch (Caputh): Auswirkungen des Klimawandels auf Natur und Gesellschaft in Europa\nC.V.:\nDietrich Spänkuch\, Jahrgang 1936\, Abitur Salzmannschule Schnepfenthal\, Studium der Meteorologie an der Humboldt-Universität Berlin 1954-59\, dort auch Promotion A (Dr. rer. nat.) 1965 und B (Dr. sc. nat.) 1973 mit der Arbeit „Optische Eigenschaften logarithmisch-verteilter Partikelkollektive“. Herbst 1971 – Herbst 1972 Arbeitsaufenthalt am Lehrstuhl für Physik der Atmosphäre an der Universität Leningrad. Herbst 1959 bis Sommer 1968 Assistent und Arbeitsleiter am Institut für Optik und Spektroskopie der AdW der DDR\, Arbeiten zur atmosphärischen Optik und zum atmosphärischem Aerosol\, Laserausbreitung in der Atmosphäre. Sommer 1968 bis Februar 2001 Fachwissenschaftler\, Abteilungsleiter und Leiter des Meteorologischen Hauptobservatoriums Potsdam des MD der DDR bzw. des DWD\, Aufbau der Arbeitsgruppen Satellitenmeteorologie und indirekte Sondierung der Atmosphäre\, nationaler Themenleiter für indirekte Sondierung bei Interkosmos\, Mitglied internationaler Arbeitsgruppen von COSPAR\, IAMAP und EUMETSAT\, WMO-Experte für Aerosol und Klima. Schwerpunkte seiner Arbeiten waren die indirekte Sondierung der Erd- und Venusatmosphäre durch IR-Satellitengeräte\, bodengebundene Sondierung durch IR- und Mikrowellen\, IR-Transmittanz der Atmosphäre\, Aerosol und Klima. Gutachter bei INTAS\, Süringmedaille in Silber der Meteorologischen Gesellschaft in der DDR\, Gastprofessur an der Universitè Paris VI 1999\, Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1994.\nAbstract:\nDer Klimawandel ist nicht das einzige globale Problem. Diese Aussage ist trivial\, nicht aber ihre Konsequenzen. Die Auswirkungen des Klimawandels sind in Europa weniger hart zu spüren als in anderen Regionen der Erde. Dies sowie die beträchtliche Wirtschaftskraft Europas\, die zur Abschwächung und Adaptation des Klimawandels eingesetzt werden kann\, lassen diesen Kontinent als das gelobte Land erscheinen. Es ist daher mit erheblichen Flüchtlingsströmen Richtung Europa zu rechnen\, die in den nationalen Anpassungsstrategien zum Klimawandel bisher nicht oder nur ungenügend Einklang gefunden haben. Aber auch in Europa selbst wird der Unterschied zwischen arm und reich – und damit das Konfliktpotential – durch den Klimawandel verstärkt.\nDer Klimawandel\, selbst wenn er auf unter 2°C globale Erwärmung\, bezogen auf die vorindustrielle Ära um 1850\, beschränkt werden kann\, ist in Europa insbesondere in den Küsten- und Hochgebirgsregionen z.T. auch heute schon spürbar. Die Einhaltung der 2°C-Grenze ist aber keineswegs gesichert. Der Meeresspiegelanstieg wird auch über die Jahrhundertwende hinaus viele Jahrhunderte anhalten. Die Anpassung an den Klimawandel wird beträchtliche Mittel binden. Der Vortrag konzentriert sich auf Beispiele für die norddeutsche Küste und den Mittelmeerraum. \n10.00 bis 18.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal
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SUMMARY:Oktober-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften (gemeinsam mit der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften)
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften lädt gemeinsam mit der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften zur planmäßig am 09. Oktober 2014 stattfindenden Oktober-Sitzung ein\, auf der folgende Vorträge gehalten und zur Diskussion gestellt werden: \nGerhard Banse (MLS) & L.-G. Fleischer (MLS) \nTheoria cum praxi et bonum commune: Technik und Technologie\n10.00 bis 12.00 Uhr; Ort: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Banse ist Technikphilosoph und gehört der Leibniz-Sozietät seit 2000 an; seit 2012 ist er deren Präsident. Nach Pädagogik-Studium und Doktorat arbeitete er 1974 – 1999 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der DDR (AdW)\, am Lehrstuhl Technikphilosophie der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus und am Institut für Philosophie der Universität Potsdam. 1999 – 2011 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am KIT – Karlsruher Institut für Technologie\, Campus Nord (ehemals Forschungszentrum Karlsruhe GmbH)\, am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse.\nNach der Habilitation (1981) wurde er 1988 zum Professor für Philosophie an der AdW ernannt. 2000 erfolgten die Bestellung zum Honorarprofessor für Allgemeine Technikwissenschaft an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus sowie die Berufung zum Gastprofessor an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Matej-Bel-Universität Banská Bystrica (Slowakische Republik)\, 2011 die Ernennung zum Professor e.h. der Schlesischen Universität Katowice. Darüber hinaus lehrte er an der Humboldt-Universität zu Berlin\, der TH Wismar und der Technischen Hochschule (Polytechnikum) Rzeszów.\nEr ist als Herausgeber\, Mitherausgeber\, Autor oder Mitautor an etwa 400 Buch- und Zeitschriftenpublikationen beteiligt. \nProf. Fleischer ist Verfahrenstechniker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2004\, deren Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften er als Sekretar vorsteht. Bis zur Emeritierung leitete er das Fachgebiet Lebensmittelverfahrenstechnik an der Technischen Universität Berlin sowie das traditionsreiche Berliner Zuckerinstitut und war Dekan der Fakultät für Prozesswissenschaften der Technischen Universität. \nAbstract:\nDie Referenten teilen die Interpretation\, dass die aus guten Gründen beharrlich betonte Leibniz’sche Devise „theoria cum praxi“ nicht bloß bedeutet\, „man müste gleich Anfangs das Werck samt der Wissenschaft auf den Nuzen richten“(1)\, sondern ein – zumindest hinsichtlich seiner Universalität bisher leider gescheitertes – umfassendes Konzept meint\, wie Hermann Klenner in einem Plenarvortag(2) in der Sozietät begründete. Nämlich\, die Wissenschaft zu vergesellschaften\, die Gesellschaft mit ihr zu imprägnieren\, dabei Theorie und Praxis zur Einheit zu verbinden und gerade so wahrzunehmen\, das gesamte gesellschaftliche Leben zu durchdringen und vor allem in diesem Sinn zu verändern(3)– mit alledem letztendlich dem Gemeinwohl zu dienen. In Einem: Theoria cum praxi et bonum commune zu verflechten und adäquat zu realisieren. Diese leitmotivische Verknüpfung verdanken wir unserem Mitglied Hans Sünkel\, der die Sentenz für ein geowissenschaftliches Themenfeld im Jahr 2015 explizieren will. Unter diesem Signum können sich in loser Folge weitere Beiträge anschließen. \nDie beiden Vorträge des Kolloquiums am 9. Oktober 2014 sowie die anschließende – hoffentlich rege und weiterführende interdisziplinäre – Diskussion beider Klassen der Leibniz-Sozietät\, wollen die exemplarisch herausragenden wissenschaftlichen und gesellschaftspraktischen Felder der Technik und Technologie erörtern\, die faktisch kaum trennbar\, allerdings in ihrer wechselseitigen Bedingtheit unter verschiedenen Aspekten sachdienlich und zielorientiert akzentuierbar sind. \nDer Träger der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Medaille Günter Spur resümiert seine diesbezüglich reichen Erfahrungen in dem Satz: „Technik\, Technologie und Technikwissenschaften bilden eine Begriffsgemenge unklarer Abgrenzung“ \nAndererseits verzeichnet und belegt die Literatur zahllose Bemühungen\, um Technik und Technologie eingehender zu erkennen. Wissen wir aber tatsächlich\, was Technik\, was Technologie ist\, wenn wir Hegels Bewertungen aus der Vorrede der Phänomenologie des Geistes folgen? \n„Das Bekannte überhaupt ist darum\, weil es bekannt ist\, nicht erkannt. Es ist die gewöhnlichste Selbsttäuschung wie Täuschung anderer\, beim Erkennen etwas als bekannt vorauszusetzen\, und es sich ebenso gefallen zu lassen.“(4) \nDie eigentliche Analyse der zitierten komplexen Begriffsmenge und der ihnen zugrundeliegenden  Gegebenheiten bedürfte systematischer wissenschaftshistorischer\, wissenschaftspragmatischer und wissenschaftssystematischen Gesichtspunkte und Strategien. Das kann mit dem Kolloquium insbesondere seinen einführenden Kurzbeiträgen\, natürlich nicht geleistet werden. Dennoch sollen sie unterstützende Anregungen vermitteln\, die der inter- und transdisziplinären Diskussion und praktischen Folgerungen für Arbeit der Sozietät dienen können. \nIm Teil 1 wird Gerhard Banse dem Thema:\nTechnikverständnis – eine unendliche Geschichte \nund im Teil 2 Lutz-Günther Fleischer dem Thema:\nTechnologie: techné und epistémé\nfolgen. \nTechnik ist so alt wie die Menschheit selbst\, sie ist alltäglich\, selbstverständlich\, allgegenwärtig! [„tacit presence“]\, eine wirkmächtige (geschichtsträchtige/-gesellschaftsverändernde) Kraft. Unsere Welt\, unsere Kultur\, unser Leben sind weitgehend technikbasiert! [„Technische Zivilisation\, Technische Kultur“].\nJeder hat eine bestimmte Vorstellung von Technik\, die (auch) auf den beruflichen und privaten Erfahrungen im Umgang mit ihr\, auf Hoffnungen und Wünschen\, auf Ängsten und Befürchtungen\, auf Prognosen und Visionen\, auf Akzeptanz bzw. Nichtakzeptanz usw. beruht.\nIm ersten Beitrag wird es um die Technik als Teil unserer Lebenswelt in einer mehr „statischen Weise gehen\, d.h. weniger  um die „Dynamik“ des Technischen im Sinne von „Werden und Vergehen“\, „technischer Entwicklung“\, „Technikgenese“\, „technischer Evolution“\, „technischer Fortschritt/technischer Revolution“\, „technischer Onto-/Phylogenese“. Berücksichtigt wird die aktuelle (wie historische!) Vielgestaltigkeit von Technik: Nanopartikel\, mikromechanische Objekte\, einfache Maschinenelemente\, Geräte\, Bauwerke\, technische Anlagen\, komplizierte chemische Synthesen\, weltumspannende Informations- und Kommunikationsnetze; Konsumtions- und Produktions-Technik. \nTechnologien sind multiskalige\, offene\, funktionsbestimmte\, ganzheitlich operierende\, hoch komplexe\, emergente dynamische Gesamtheiten/Ganzheiten mit typischen (schon gegebenen oder geschaffenen)  Kooperations- und Organisationsformen zwischen ihren konstituierenden\, integrierten Subsystemen und charakteristischen Relationen/Interaktionen.\nIm zweiten Beitrag wird die Technologie in ihrer dialektischen Einheit von techné und epistémé (Aristoteles: Nikomachische Ethik)\, von Ontischem und Kognitivem als Dualität praxisorientierter\, objektiv-realer Prozess-Systeme (Sachsysteme) und erkenntnisorientierter\, akkumulierender und systematisierender Wissens-Systeme (Theoriensysteme). diskutiert.\nTechnologien generieren und manifestieren generell Strukturen (Ordnungen) und schaffen Gebrauchswerte; sie bedürfen für ihre Entwicklung\, das Betreiben und Analysieren zwingend der Inter- und Transdisziplinarität  und prägen sie zudem praktisch sowie theoretisch aus. Ihre elementare Basis bilden MINT-Kompetenzen\, Wissen\, Fähigkeiten\, Fertigkeiten\, sowie Einstellungen und Wertvorstellungen. \nIn der Sachebene subsumiert der Oberbegriff Technologie das effiziente Gestalten\, Verrichten und Beherrschen zielgerichteter menschlicher Handlungen in kooperativen (Arbeits)Prozessen auf individuellem\, handwerklichem\, manufakturellem oder industriellem Niveau mit originären oder hinzugezogenen (eigens dafür geschaffenen) Assistiven.  Er umfasst  das organisierte und optimierte\, unmittelbare oder mittelbare\, finale\, Zusammenwirken des Menschen mit relativ souveränen Subsystemen: Artefakten und/oder operationellen Agentia (Stoffen\, Energien\, Informationen aller Art): der artefaktischen und ‚maschinenlosen’ Technik – Arbeitsmitteln zur effektiv gestalteten und effizient zu vollziehenden\, systematischen Veränderung von Stoffen\, Energien\, Informationen oder anderen komplexen Entitäten aus der Tatsachen- und/oder Vorstellungswelt (Arbeitsgegenständen) in ihren räumlichen Positionen\, in den Zeitkoordinaten\, ihrer (äußeren) Form und Gestalt und/oder ihrer (inneren) Qualität (Konversion/Transformationen) \nZur  hervorstechenden  Gruppe der emerging technologies\, die gegenwärtig und mindestens in diesem Dezennium anhaltend\, mit ihren außerordentlichen Entwicklungspotentialen in überragender Weise das gesellschaftliche Erkenntnis- Kreativitäts- und Produktivitätsniveau\, die materiell technische Basis sowie die soziale Umwelt stimulieren und verändern gehören neben den Biotechnologien\,  einigen Informationstechnologien\, wie der Mensch-Maschine-Kommunikation\, der drahtlosen Datenübertragung\, dem digitalen ‚Abrufdruck‘ (print-on-demand)\, der fortgeschrittenen Robotik sowie den Nanotechnologien\, die zu exponierenden Kognitionstechnologien. \nSeit Beginn dieses Jahrtausends ist darüber hinausgehend im Kontext mit den anwendungsoffenen und rasch evolvierenden converging sciences and technologies die Konvergenz von vier Schlüsseltechnologien zu beobachten: Die Nano-\, Bio-\, Informations- und Kognitions- bzw. Neurotechnologien gehören zu den herausragenden Versionen der converging technologies\,. die zugleich von der fortschreitenden Transdisziplinarität zeugen. Für sie hat sich die  – aus dem Englischen abgeleitete- Abkürzung NBIC etabliert. \nAnmerkungen:\n(1) Leibnizens Denkschrift in Bezug auf die Einrichtung einer Societas Scientiarum et Artium in Berlin vom 24./6. März 1700. In: Werner Hartkopf\, Gert Wangermann: Dokumente zur Geschichte der Berliner Akademie der Wissenschaften von 1700 bis 1990. Berlin / Heidelberg / New York 1991. Dokument Nr. 19\, S. 216-218\, hier S. 217. \n(2) Hermann Klenner: Leibnizens Denkschriften vom 26. März 1700 „eine societatem scientiarum et artium zu fundiren“ und das Reglement der königlich-preußischen „Societät der Wissenschaften allhier“ vom 3. Juni 1710. In: Sitz. Ber. d. Leibniz-Sozietät 110 (2011)\, S. 41-106\, hier S. 89-91. \n(3) Leibnizens Denkschrift in Bezug auf die Einrichtung einer Societas Scientiarum et Artium in Berlin vom 24./6. März 1700. In: Werner Hartkopf\, Gert Wangermann: Dokumente zur Geschichte der Berliner Akademie der Wissenschaften von 1700 bis 1990. Berlin / Heidelberg / New York 1991. Dokument Nr. 19\, S. 216-218\, hier S. 217. \n(4)  \, Gottfried Wilhelm Friedrich Hegel: Phänomenologie des Geistes. Vorrede. Leipzig 1949\, S. 28; (H.d.V. – G.B.) \n 
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DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt gemeinsam mit der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften zur planmäßig am 11. September 2014 stattfindenden September-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nLarisa Schippel (MLS) \nJenseits der Kulturen: Plädoyer für eine entgrenzte „Geschichte des Übersetzens“.\n10.00 bis 12.00 Uhr; Ort: BVV-Saal \nC.V.:\nFrau Prof. Schippel hat an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Universität Bukarest studiert und wurde 1983 promoviert. An der Humboldt-Universität arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Romanistik. Lehraufträge und Vertretungen nahm sie wahr an den Universitäten Leipzig\, Jena\, Graz und an der Hochschule Magdeburg/Stendal sowie in Moskau\, Voronež und Chişinău; ebenso eine Gastprofessur für Übersetzungswissenschaft bzw. Kultur- und Translationswissenschaft am Institut für Slawistik der Humboldt-Universität. Gegenwärtig hat sie eine Professur für Transkulturelle Kommunikation an der Universität Wien\, am Zentrum für Translationswissenschaft\, inne.\nSie ist an der Herausgabe mehrerer Reihen zu Rumänien sowie zur Theorie und Praxis des Übersetzens und Dolmetschens beteiligt. \nAbstract:\nZu den Betrachtungsweisen des Übersetzens gehört als eine zentrale Dichotomie jene\, mit der nicht nur hier in Berlin gern auf Schleiermacher verwiesen wird\, nämlich den Leser zum Autor oder den Autor zum Leser zu bringen. Mit anderen Worten findet man sie wieder als „treues“ oder „freies“\, adaptierendes oder verfremdendes Übersetzen. Diese Gegenüberstellung findet ihren Rahmen in der Opposition vom Eigenen und dem Fremden\, sie folgt ihr\, und sie zementiert sie zugleich. Was aber ist das „Fremde“ im Zeitalter der Globalität? Und wie „eigen“ ist das „Eigene“ in diesem Zeitalter?\nGefangen in der nationalen Logik vom Eigenen und Fremden bewegte sich die Übersetzungsgeschichte lange Zeit im bilingualen Transfer und war eine Hilfsdisziplin von Sprach- und Literaturgeschichte. Folgt man Walter Benjamins Logik und versucht\, Übersetzungsprozesse sprachen- und kulturenübergreifend zu verfolgen\, lassen sich Funktionen des Übersetzens\, die Qualität von Übersetzungen und auch die Akteure dieser Prozesse – Übersetzerinnen und Übersetzer – angemessen(er) beschreiben.
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SUMMARY:Jahresgeschäftssitzung der Leibniz-Sozietät (nichtöffentliche Veranstaltung)
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt ihre Mitglieder zur \n1. Jahresgeschäftssitzung des Jahres 2014\nals nichtöffentliche Sitzung am 23. Januzar 2014\, 13:00 – 16:00 Uhr nach Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal ein. \nDie Einladung geht den Mitgliedern gesondert zu.
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SUMMARY:Geschäftssitzungen der Klassen (nichtöffentliche Veranstaltungen)
DESCRIPTION:Die Geschäftssitzungen der Klassen \nNaturwissenschaften und Technikwissenschaften\nsowie\nSozial- und Geisteswissenschaften \nfinden als nichtöffentliche Verranstaltungen am 23. Januar 2014  von 09:15 – 10:00 Uhr in den Räumen  BVV-Saal bzw. Balkon-Saal des Rathauses Tiergarten in Berlin statt. \nEinladungen und Tagesordnungen werden gesondert versandt.
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 12. Dezember  2013 stattfindenden Dezember-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nWolfdietrich Hartung (MLS): Wege des Erkennens – am Beispiel unseres  Wissens über Sprechen und Sprache \n10.00 bis 12.00 Uhr Ort: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Hartung ist Sprachwissenschaftler und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1996. Nach dem Studium der Germanistik und Nordistik begann er 1955 seine Tätigkeit an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Dort war er bis 1969 Mitarbeiter der Arbeitsstelle Strukturelle Grammatik\, danach bis 1991 Leiter des Bereichs Sprachliche Kommunikation am Zentralinstitut für Sprachwissenschaften. 1992/93 arbeitete er am Institut für deutsche Sprache in Mannheim\, danach an einem DFG-Projekt mit. Zahlreiche Publikationen auf folgenden Gebieten: Syntax des Deutschen\, Grammatiktheorie\, Kommunikation und Gesellschaft\, Soziolinguistik\, Sprachnormen\, Gesprächsanalyse\, Geschichte der Sprachwissenschaft\, Sprache und Kultur\, deutsch-deutsche Kommunikation. Mitarbeit an Wörterbüchern; (Mit-)Herausgabe mehrerer Zeitschriften; (Mit-)Veranstalter zahlreicher internationaler Tagungen\, zuletzt 2000 „Kulturen und ihre Sprachen. Die Wahrnehmung anders Sprechender und ihr Selbstverständnis“. Gegenwärtige Arbeits- und Interessengebiete: Sprache und Kultur\, Geschichte der Sprachwissenschaft\, Sprache in der DDR. \nAbstract:\n Da (fast) jeder ohne größere Mühen mindestens eine Sprache so weit beherrscht\, dass er sie für seine Zwecke hinreichend effektiv verwenden kann\, mag die Frage nach den Wegen\, sie zu erkennen\, etwas in den Hintergrund rücken. Das ist aber deshalb erstaunlich\, weil Sprache – unsichtbar für uns – nur in den Köpfen von Individuen „lebt“; wahrnehmbar sind erst die Produkte dieses Lebens\, die „zwischen“ den Individuen\, also außerhalb von ihnen existieren und uns zu vielerlei Schlüssen über Individuelles und Überindividuelles anregen. Diese unvermeidlichen Übergänge werfen naturgemäß Fragen nach der Verlässlichkeit des Wahrgenommenen und der Brauchbarkeit des Gedachten auf\, sie berühren also wesentliche Fragen des Mensch-Seins\, die niemand umgehen sollte.\n Im 1. Teil des Vortrags wird ein Überblick über die sehr unterschiedlichen Arten der uns zur Verfügung stehenden Daten und über auf dieser Basis formulierbare Erkenntnisfragen gegeben.\n Im 2. Teil wird an drei Beispielen erläutert\, welche Probleme sich aus mangelnder Beachtung der divergierenden Existenzformen von Sprache ergeben können: Wo beginnt die Verschiedenheit von Sprachen? Was sind Bedeutungen „wirklich“? Wieweit lässt Sprachgebrauch auf verinnerlichte Verhaltensmuster schließen?\n Der 3. Teil des Vortrags widmet sich der Frage nach der Herkunft der Sprachfähigkeit des Menschen. Im Mittelpunkt steht ein Blick auf das Lebenswerk von Noam Chomsky\, auf seinen Begriff der im Kern angeborenen Language Faculty\, auf die Idee einer teilweise ähnlichen Science Forming Faculty sowie auf seine Unterscheidung von problems und mysteries\, die Schranken auch für die Erkennbarkeit der Sprache zulässt. Chomsky\, der am 7. Dezember seinen 85. Geburtstag begeht\, hat entscheidenden Anteil daran\, dass (natur)wissenschaftliches Denken in einige Bereiche der Linguistik Eingang fand\, und er hat wesentliche Anstöße für die aufkommenden Neurowissenschaften gegeben. Seine bisweilen auch polarisierende Wirkung hat die Fragilität eines verbreiteten Erkenntnis-Optimismus zumindest deutlich werden lassen. \n Im Augenblick werden Versuche\, die Sprachfähigkeit evolutionär zu erklären\, auf jeden Fall bevorzugt und sind dank der Verzweigtheit möglicher Erklärungswege auch zugänglicher. Von stichhaltigen Erkenntnissen sind auch sie jedoch noch weit entfernt.
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften lädt zur planmäßig am 12. Dezember 2013 stattfindenden Dezember-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nFritz Scholz (MLS): Wechselwirkungen von Oberflächen mit Sauerstoffradikalen — Möglichkeiten der gezielten Modifizierung und Charakterisierung von Elektrodenoberflächen\n \n10.00 bis 12.00 Uhr\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Scholz ist Chemiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2013. Nach dem Studium der Chemie an der Humboldt-Universität zu Berlin\, der Promotion zum Dr. rer. nat (1982) und zum Dr. sc. nat. (1987) ebendort wurde er 1989 zum Dozenten und 1993 zum Professor berufen. Seit 1998 besetzt er die Professur für Analytische Chemie und Umweltchemie an der Universität Greifswald. Seine Hauptinteressen liegen auf den Gebieten Elektrochemische Analytik und Elektrochemie. Er hat 307 wissenschaftliche Publikationen\, darunter 16 Bücher als Autor bzw. Autor und Herausgeber. Unter den Buchpublikationen sei das „Electrochemical Dictionary“ hervorgehoben\, das 2012 in zweiter Auflage erschienen ist und zu den meistverkauften Springer-Publikationen gehört. 1997 hat er das Journal of Solid State Electrochemistry gegründet\, das er seitdem beim Springer-Verlag herausgibt. Er ist ebenfalls Herausgeber der Buchreihe „Monographs in Electrochemistry“ (bisher 9 Bände erschienen). Prof. Scholz unterhält umfangreiche internationale Kooperationsbeziehungen zu Wissenschaftlern in Australien\, Brasilien\, Chile\, China\, England\, Kroatien\, Mazedonien\, Mexiko\, Russland und Spanien. Neben den elektrochemischen Fachgebieten interessiert ihn auch die Geschichte der Naturwissenschaften\, und er arbeitet zur Zeit gemeinsam mit osteuropäischen Kollegen an einer Buchpublikation mit dem Titel „Electrochemistry in a Divided World“\, in dem die Schicksale osteuropäischer Elektrochemiker einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden sollen. \nAbstract:\nOH•-Radikale wechselwirken mit Metalloberflächen in sehr spezifischer Weise. Im Fall von Gold und Silber lösen sie Oberflächenunebenheiten auf\, sofern diese aus mechanischer Bearbeitung (Polieren) resultieren. Dabei werden auch die elektrokatalytischen Eigenschaften verändert. Bei Platin und Palladium werden diese Effekte nicht beobachtet. Die Behandlung einer Goldoberfläche mit OH•-Radikalen führt auch zu einer deutlichen Abnahme der Zahl an Keimbildungszentren für die Abscheidung von Platin. Aus diesen Untersuchungen lassen sich Schlüsse ziehen über die Natur der elektrokatalytischen und Keimbildungszentren auf den Oberflächen: Auf Gold und Silber sind dies wahrscheinlich teilweise oxidierte Oberflächenatome mit einer d9-Elektronenkonfiguration\, und sie sind auf der Oberfläche von Unebenheiten in der Form von „Nichtgleichgewichtsatomen/ionen“ lokalisiert.\nIm Fall von Glaskohlenstoff bewirken die OH•-Radikale eine Erosion der Oberfläche\, eine Aufrauhung und eine Verminderung der Keimbildungszentren für die Abscheidung von Silber.\nWenn man blockierende Arylschichten auf Gold und Glaskohlenstoff mit OH•-Radikalen angreift\, so kommt es zu einer kontinuierlichen Abtragung der Schicht auf Glaskohlenstoff\, während die Schicht auf Gold einer Lochkorrosion unterliegt.\nOH•-Radikale sind ein vielversprechendes Werkzeug zur Untersuchung der Eigenschaften von Oberflächen und auch für die gezielte Oberflächenmodifizierung.\nLiteratur:\nAn electrochemical system to detect free radicals and radical scavengers in solution: F. Scholz\, G. López de Lara González\, L. Machado de Carvalho\, M. Hilgemann\, Kh. Z. Brainina\, H. Kahlert\, R. S. Jack\, D. T. Minh: Angew. Chem. Int. Ed.  46 (2007) 8079-8081\nHydroxyl radicals attack metallic gold: A. M. Nowicka\, U. Hasse\, M. Hermes\, F. Scholz: Angew. Chem. Int. Ed. 49 (2010) 1061-1063\nSelective knock-out of gold active sites: A. M. Nowicka\, U. Hasse\, G. Sievers\, M. Donten\, Z. Stojek\, S. Fletcher\, F. Scholz: Angew. Chem. Int. Ed. 49 (2010) 3006-3009\nActivity changes of glassy carbon electrodes caused by their exposure to OH· radicals\nT. Rapecki\, A. M. Nowicka\, M. Donten\, F. Scholz\, Z. Stojek\nElectrochem. Commun. 12 (2010) 1531-1534\nThe treatment of Ag\, Pd\, Au and Pt electrodes with OH• radicals reveals information on the nature of the electrocatalytic centers: A. M. Nowicka\, U. Hasse\, M. Donten\, M. Hermes\, Z. Stojek\, F. Scholz: J. Solid State Electrochem. 15 (2011) 2141–2147\nThe effects of pretreatment of polycrystalline gold with OH• radicals on the electrochemical nucleation and growth of platinum: G. Sievers\, U. Hasse\, F. Scholz: J. Solid State Electrochem. 16 (2012) 1663–1673 \nGrain boundary corrosion of the surface of annealed thin layers of gold by OH• radicals: \nU. Hasse\, K. Fricke\, D. Dias\, G. Sievers\, H. Wulff\,  F. Scholz: J. Solid State Electrochem. 16 (2012) 2383-2389 \nOH• radical degradation of blocking aryl layers on glassy carbon and gold electrodes 2 leads to film thinning on glassy carbon and pinhole films on gold \nE. Kibena \, K. Tammeveski\, L. Matisen\, U. Hasse\, F. Scholz \nElectrochem. Commun. 29 (2013) 33-36
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SUMMARY:Ehrenkolloquium anlässlich des  80. Geburtstages von Helmut Moritz (MLS)
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät veranstaltet zu Ehren ihres langjährigen Mitglieds\nHelmut Moritz\nanlässlich seines 80. Geburtstages \nein Ehrenkolloquium (s.a. Ankündigung). Das Kolloquium wird finanziell gefördert durch die Stiftung der Freunde der Leibniz-Sozietät. \nAchtung: neuer Veranstaltungsort: \n WISTA GmbH\, Forum Adlershof\, Rudower Chaussee 24\, 12489 Berlin \nEinladung des Präsidenten \nAnlage 1 (Veranstaltungen am 14.11.2013  \nAnlage 2 (Vortragsprogramm und Abstracts “Moritz 80”; Stand 01.11.2013)
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SUMMARY:November-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften lädt zur planmäßig am 14. November 2013 stattfindenden November-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nWolfgang Weiß (MLS):\nDemografie als Prozess\, Wissenschaft und Politik (Beitrag zum Wissenschaftsjahr “Demografischer Wandel als Chance”) \n10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nDr. Weiß ist Geograph und Demograph sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2004. Nach dem Studium der Pädagogik\, Mathematik und Geographie in Greifswald wurde er ebendort 1984 mit einer methodologischen Arbeit zur Bevölkerungsprognose promoviert und habilitierte sich 1989 mit einem regional-demographischen Thema zur Entwicklung ländlicher Räume.\nBeruflich unterlag er in den 1980er Jahren formal begründeten Restriktionen\, die zwar seit 1990 eine andere Farbe haben\, aber letztlich die Etablierung in klassischen Wissenschaftsstrukturen verwehrten. Weiß lehrt und forscht als Privatdozent am Institut für Geographie und Geologie der Universität Greifswald. Er tritt seit Jahren in der Literatur immer wieder mit kritischen Positionen und Versuchen zur Weiterentwicklung des Faches in Erscheinung. Ein großes Gewicht hat dabei die Verknüpfung von Theorie und Praxis in der Angewandten Geographie sowie in der Raumordnung und Landesplanung. Im Zentrum stehen u.a. selektive Migrationsprozesse\, insbesondere sexualspezifische Abwanderungen aus benachteiligten Räumen\, die Herausbildung einer Residualbevölkerung sowie die Rückkopplung der Migration auf Fertilität und Mortalität.\nEr ist korrespondierendes Mitglied der Akademie für Raumforschung und Landesplanung sowie Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Demographie. \nAbstract:\nWer heute von Demographie spricht\, folgt oftmals lediglich dem Zeitgeist\, verwendet den Begriff als Keycode für politische Positionierungen oder die Akquisition von Fördermitteln. Nur wenige sind sich darüber im Klaren\, dass sie dabei mit ihren Aussagen vielfach falsch liegen\, und diese Feststellung betrifft nicht nur die Semantik.\nDa wird „die Demographie Deutschlands“ bemüht. – Die demographische Entwicklung? Oder die Wissenschaft Demographie? Da werden bestimmte demographische Entwicklungen der Gegenwart angesprochen\, sollen gar bestimmte Entwicklungen „abgemildert“ oder sogar „bekämpft“ werden\, ohne Kenntnis der Gesetzmäßigkeiten\, als wenn man etwa gegen die Gravitation kämpfen könnte\, oder gegen die Brechung des Lichtes durch ein Prisma.\nBesonders bedenklich jedoch ist die Beschwörung alter\, malthusianistischer Formeln. Die Politik bedient sich dabei einer willfährigen Vulgär-Demographie\, für die es immer nur zu viele\, zu wenige oder die falschen Menschen gibt. Die soziale Frage hingegen bleibt auf der Strecke. Dabei gibt es aktuell durchaus genug Anlass\, Malthus ernst zu nehmen.
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SUMMARY:November-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften lädt zur planmäßig am 14. November 2013 stattfindenden November-Sitzung ein\, auf der der folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt wird: \nPeter Holota (MLS): \nBoundary Problems of Mathematical Physics in Earth’s Gravity Field Studies\nBVV-Saal\, 10:00 bis 12:00 Uhr \nC.V.:\nDr. Holota is geodesist and mathematician. Since 2013 he is a member of the Leibniz Society. In 1969 he graduated in geodesy (geodetic astronomy) at the Czech Technical University\, Prague. In 1976 he graduated in mathematics at the Charles University\, Prague and here he got his RNDr. (Rerum naturalium doctoris) degree in 1982. His DrSc. (Doctor scientiarum) degree he received at the Czechoslovak Academy of Sciences in 1987. In 1970 he started his career at the Research Institute of Geodesy\, Topography and Cartography. The area of his research is theoretical and physical geodesy and mathematical methods for studies of the Earth’s gravitational field. He is the secretary of the Czech National Committee of Geodesy and Geophysics and is also engaged in university teaching. In 1987-1999 he was elected the secretary and then the president of the IAG (International Association of Geodesy) section on General theory and methodology. In 1995-1999 he was a member of the IAG Executive Committee and in 1999-2003 the president of the IAG special commission on Mathematical and physical foundations of geodesy. Within the IAG he organized several scientific symposia and a number of scientific sessions. Since 2008 under the umbrella of the EGU (European Geosciences Union) he annually convenes sessions on Recent developments in geodetic theory. In 1989-2005 he was subsequently a member of the Editorial Boards of Manuscripta geodaetica\, Bulletin Géodésique and Journal of Geodesy published by the IAG. In addition he is an Associate Editor in Studia Geophysica et Geodaetica\, Bolletino di Geofisica Teorica ed Applicata and zfv – Zeitschrift für Geodäsie\, Geoinformation und Landmanagement. In 1985-1986 he was awarded the Alexander von Humboldt research fellowship at the Department of Geodetic Science\, University of Stuttgart. In 2003 he was an external examiner at the University of Calgary. In 1991 he was awarded the honorary title ‘a Fellow of the IAG’. He is also a member of EGU and AGU (American Geophysical Union). His biography is included in several Czech and international ‘Who’s Who’ publications. \nAbstract:\nStudies on Earth’s gravity field enable to learn more about our planer. The motivation considered here comes primarily from geodetic applications. We particularly focus on the related mathematics and mathematical tools that form the basis for this research. Historical milestones and famous figures of science in this field are briefly recalled equally as the notion of potential and its first definition. The theory of boundary value problems for elliptic partial differential equations of second order\, in particular for Laplace’s and Poisson’s equation\, offer a natural basis for gravity field studies\, especially in case they rest on terrestrial measurements. Various kinds of free\, fixed and mixed boundary value problems are considered. Concerning the linear problems\, the classical as well as the weak solution concept is applied. Free boundary value problems are non-linear and are discussed separately. The complex structure of the Earth’s surface makes the solution of the boundary problems rather demanding. Some techniques\, that may solve these difficulties\, are shown. Also an attempt is made to construct the respective Green’s functions\, reproducing kernels and entries in Galerkin’s matrix for the solution domain given by the exterior of an oblate ellipsoid of revolution. The integral kernels are expressed by series of ellipsoidal harmonics and their summation is discussed. Possibilities of using the concept of boundary-value problems for studies that rest on terrestrial gravity measurements in combination with satellite data on gravitational field are considered too. An optimization approach is applied together with the methods above\, as the problems to be solved are overdetermined by nature. Finally some questions and stimuli are discussed that are related to physical and mathematical models of the problems mentioned in this contribution. \n 
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SUMMARY:Wissenschaftliches Kolloquium: 12. Toleranzkonferenz - Verschoben!
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin veranstaltet gemeinsam mit dem Mittelstandsverband Oberhavel (MVO) am 09. November 2013 die \n12. Toleranzkonferenz\nDie 12. Toleranzkonferenz findet 2013 nicht statt; sie wurde auf 2014 verschoben. Nähere Informationen folgen
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SUMMARY:Raumfahrthistorisches Kolloquium 2013
DESCRIPTION:Gemeinsame Veranstaltung des Deutsches Technikmuseums Berlin (Archenhold Sternwarte)\, der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\, und der DGLR – Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt – Lilienthal-Oberth e.V.: \nRaumfahrthistorisches Kolloquium 2013\nProgramm \n \n  \n  \n  \n  \n  \n 
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