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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 14. März 2024 \n10:00–12:00 Uhr\, öffentliche Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \nDie Sitzung findet als Zoom-Videokonferenz statt.\nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/68803031789?pwd=dlZ4NGZCRzdTZ2YyUDVnL2kzK2hSZz09\nMeeting ID: 688 0303 1789 \nVortrag: \nUlrich Wulf (BTU Cottbus) \nQuantenmechanischer Ladungstransport in Nanotransistoren und daraus abgeleitete energiesparende Nanotransistorlösungen\nAbstract: \nNach dem wohlbekanntem Mooreschen Gesetz verdoppelt sich die Anzahl der Transistoren in Hochleistungs-Mikrochips etwa alle zwei Jahre. Dieses Gesetz bleibt bis heute gültig\, die Entwicklung intensiviert sich sogar. Der Vortrag demonstriert die erheblichen Umgestaltungen der Transistorarchitektur – MOSFET\, FinFET\, SOI-Transistor und Nanosheet-FET – die notwendig waren\, um das Mooresche Gesetz aufrechtzuerhalten. Diese Umgestaltungen sind verbunden mit wechselnden physikalischen Regimen des Ladungstransports – semiklassischer\, mesoskopischer und atomistischer Transport. Die Ausführungen konzentrieren sich auf den mesoskopischen Transport\, welcher für die modernen industriellen Transistoren geeignet ist. Wegen der komplexen Architektur und Materialzusammensetzung der Bauelemente ist zur Berechnung der Strom-Spannungs-Kennlinien eine möglichst einfache Formulierung der Transporttheorie erforderlich. Hierzu wird der R-Matrix-Formalismus vorgestellt\, seine Anwendung auf einen SOI-Transistor gezeigt und der Vergleich mit experimentellen Ergebnissen vorgenommen. Außerdem wird demonstriert\, wie die Standard-SOI-Architektur modifiziert werden konnte\, um einen Transistor zu erhalten\, der mit zwei parallelen Leitungskanälen arbeitet\, die durch transversales resonantes Tunneln gekoppelt sind. Wegen der sensitiven Gate-Steuerbarkeit dieser Kopplung hat dieser Zweikanaltransistor das Potenzial\, Anwendungen mit einem sehr niedrigen Energieverbrauch zu ermöglichen \nVita: \nUlrich Wulf studierte von 1980 bis 1987 Physik an der Universität Hamburg und war von 1987 bis 1991 Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart in der Gruppe des Nobelpreisträgers Klaus von Klitzing. Von 1991 bis 1993 war er Postdoktorand an der Indiana University in Bloomington\, Indiana (USA). Seit 1993 ist er Privatdozent an der Brandenburgisch Technischen Universität Cottbus/Senftenberg (BTU)\, 2007 erfolgte die Habilitation. Ulrich Wulf ist heute am Lehrstuhl für Computational Physics an der BTU tätig. Seit mehr als 25 Jahren ist er in der Welt der Quantenelektronik bzw. der Nanoelektronik zu Hause. Die Grundlagenarbeit\, die er dabei geleistet hat\, vergleicht er selbst mit der Kartographie. Die Welt der Quanten muss gezeichnet\, die Zeichnungen müssen immer wieder verbessert werden\, nur dann kann der Mensch sich in dieser Welt zurechtfinden und radikale technische Fortschritte erreichen. Bei seiner Forschung rechnet er mit Millionstel Millimetern. Nanoelektronik wird die Halbleitertechnologie revolutionieren\, davon ist Ulrich Wulf überzeugt.
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 8. Februar 2024 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://us02web.zoom.us/j/88030466234?pwd=MVRtOC9OWGw0UUZFL1Rla3ArVmFWdz09\nMeeting-ID: 880 3046 6234\nKenncode: 548086 \nVortrag: \nUlrich Jumar (MLS) \nForschung zur Funk-Datenkommunikation im Spannungsfeld industrieller Anforderungen und 5G-Mobilfunkmarkt\nAbstract: \nFrühzeitig hat sich bei der Forschung zum Thema der Funk-Datenkommunikation in der industriellen Automation gezeigt\, dass beim Nachweis der Leistungsfähigkeit der Kommunikation der Applikationsaspekt Berücksichtigung finden muss. So interessiert den Nutzer in der Industrie\, in welchem Maße die Anforderungen erfüllt werden und ob noch Reserven für einen späteren Ausbau vorhanden sind. Folgerichtig befasst sich eine Arbeitsgruppe beim Autor des Beitrags mit der methodischen Anforderungsspezifikation sowie mit Methoden zur Bewertung des Zeit- und Fehlerverhaltens von Funklösungen. Ein ausgewählter Forschungsgegenstand ist das Koexistenzmanagement\, das dann relevant wird\, wenn mehrere Funksysteme zur gleichen Zeit am selben Ort dasselbe Frequenzspektrum nutzen. Ein Vorteil des beschrittenen Weges ist die Unabhängigkeit von der Funk-Technologie und von herstellerspezifischen Produkten. Die Arbeiten fließen in die 5G-ACIA „5G Alliance for connected industries and automation“ ein\, zu deren Gründungsmitgliedern das Institut des Autors zählt. Mit Blick auf die Forschung wird das „Industrial Radio Lab Germany“ vorgestellt\, das sich zum Ziel gesetzt hat\, die flexible Vernetzung von Maschinen und Anlagen in Produktionssystemen durch drahtlose Kommunikationssysteme zu unterstützen. Ein Spannungsfeld entsteht nicht zuletzt dadurch\, dass die durch den 5G-Mobilfunkmarkt geschürten Erwartungen mit den automatisierungstechnischen Anforderungen an Echtzeitverhalten\, Zuverlässigkeit und Sicherheit kontrastieren. \nVita: \nUlrich Jumar hat von 1978 bis 1983 Elektrotechnik in der Fachrichtung Technische Kybernetik und Automatisierungstechnik an der damaligen TH Magdeburg studiert. 1986 wurde er mit einer regelungstechnischen Arbeit zum Dr.-Ing. promoviert. Nach einer Forschungs- und Lehrtätigkeit an der Magdeburger Universität und einem Forschungsaufenthalt am King’s College in London war Ulrich Jumar als Gründungsmitglied des An-Instituts ifak e.V. seit 1992 maßgeblich am Aufbau des Instituts für Automation und Kommunikation (ifak) in Magdeburg beteiligt. Seit 2005 ist er Vorstandsvorsitzender und Leiter des ifak und Professor an der Otto-von-Guericke-Universität in der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik. Er arbeitet an der Schnittstelle wissenschaftlicher Methoden und Verfahren der Automatisierung und deren Anwendung. In der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik ist Ulrich Jumar langjährig im Vorstand und Beirat tätig. Er ist zudem in leitender Funktion beim jährlichen AUTOMATION-Kongress aktiv. Auf internationaler Ebene wirkt er in der IFAC International Federation of Automatic Control. Er ist Editor-in-Chief der wissenschaftlichen Zeitschrift at – Automatisierungstechnik\, Mitglied in verschiedenen Fachbeiräten und Gutachtergremien und seit 2023 Mitglied der Leibniz-Sozietät.
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 14. Dezember 2023 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nLink zum Zoom Meeting\nhttps://us02web.zoom.us/j/83793710647?pwd=d3hJV0ZRSVJRSk9zMVArZjUwQlcydz09\nMeeting-ID: 837 9371 0647\nKenncode: 491688 \nVortrag: \nThomas Naumann (DESY\, Zeuthen) \nEx nihilo nihil fit – Die Geburt der Welt aus dem Nichts \nAbstract: \nEx nihilo nihil fit\, Von Nichts wird Nichts\, stellte schon Aristoteles beim Nachdenken über den Ursprung der Welt fest. Wie aber kann Etwas aus dem Nichts entstehen? Warum ist da Etwas – und nicht etwa Nichts? Eine creatio ex nihilo\, eine Schöpfung aus dem Nichts\, erschien niemals logisch. Heute wissen wir: Die Leere\, das Vakuum ist nicht das bloße Nichts. Sie lebt und kann Materie gebären. In diesem Sinne beschreiben wir den Urknall und die darauffolgende Inflation des Universums und diskutieren die philosophischen und physikalischen Konzepte von Vakuum und Äther. Seit 500 Jahren ist die Physik die Lehre von den Kräften\, also Vektoren. Heute\, im 21. Jahrhundert\, dominieren skalare Felder die Vergangenheit und Zukunft des Universums: das Feld der Inflation und der Dunklen Energie im Makrokosmos sowie das Feld des 2012 am CERN entdeckten Higgs-Teilchens im Mikrokosmos. Eine neue Ära der Physik bricht an – die Ära skalarer Felder. \nVita: \nThomas Naumann ist Teilchenphysiker. Er arbeitet am größten Forschungsprojekt der Menschheit\, dem 27 km langen Large Hadron Collider LHC des Europäischen Zentrums für Kernforschung CERN in Genf\, im ATLAS- Experiment. Geboren 1953 in Dresden\, studierte er bis 1975 Physik an der Technischen Universität seiner Heimatstadt. Danach untersuchte er am Institut für Hochenergiephysik in Zeuthen bei Berlin und ab 1992 am Deutschen Elektronen Synchrotron DESY die Eigenschaften der Kernkraft. Thomas Naumann leitete bis 2019 die Gruppe Teilchenphysik des DESY in Zeuthen und lehrte als Honorarprofessor an der Universität Leipzig.
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 9. November 2023 \n10:00–12:00 Uhr\, öffentliche Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \nDie Sitzung findet als Zoom-Videokonferenz statt. Der Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/61889124872?pwd=V2hTWHcwaTB1QkovMnlDY3l6dThqUT09\nMeeting ID: 618 8912 4872 \nVortrag: \nGötz Bokelmann (MLS) \nBeobachtung des Erdinneren: Was gibt es Neues unter Europa?  \nAbstract: \nNach einem kurzen Überblick über die grundlegende Struktur unseres Planeten und die wichtigsten Vorstellungen seiner Funktionsweise werden wir uns der Seismologie widmen\, d.h. der Untersuchung von mechanischen Wellen\, die alle (festen\, flüssigen und gasförmigen) Teile der Erde durchlaufen. Dies erlaubt es\, Aussagen sowohl über den Ursprung der Wellen (Erdbeben oder andere menschliche oder natürliche Aktivitäten)\, als auch über das Hintergrundmedium zu liefern. Wir werden uns vor allem letzterem Aspekt widmen\, im Zusammenhang mit aktuellen Projekten wie AlpArray\, die uns helfen\, den Untergrund unter unserem Kontinent besser zu verstehen\, wie auch seine geologische Geschichte. Wir sprechen kurz über die methodischen Entwicklungen in der Strukturabbildung der letzten Jahre\, u. a. die Rekonstruktion von konkreten Wellenwegen aus seismischem Hintergrundrauschen. Dies erlaubt es uns\, die Struktur des Untergrunds genauer zu bestimmen\, und wir können damit noch weitere\, zum Teil überraschende Beobachtungsfenster öffnen\, u. a. auf die mechanische Spannung\, die auf dem Untergrund lastet. Ebenso erhalten wir Einblicke auf Veränderungen im Wasserhaushalt im flachen Untergrund\, die u. a. von Bedeutung für die aktuelle Klimadebatte sein können. \nVita: \nGötz Bokelmann ist Professor für Geophysik an der Universität Wien. Nach einem Studium an der Universität Bochum promovierte er an der Princeton Universität\, und habilitierte sich im Jahr 1998\, wiederum an der Universität Bochum. Er besuchte mehrfach das Department of Terrestrial Magnetism der Carnegie Institution of Washington\, und kam an die Stanford Universität als Visiting Associate Professor. Dort war er bis 2003 als Heisenberg-Stipendiat tätig. Nach einer Gastprofessur am Institut du Physique du Globe in Paris hatte er ab 2003 eine Geophysik-Professur an der Universität Montpellier inne\, von wo aus er im Jahr 2010 auf den Lehrstuhl für Geophysik an der Universität Wien wechselte. Seine Forschungsinteressen liegen in der Seismologie\, der Beobachtung der Erde mit geophysikalischen Methoden. Dies umfasst u.a. Erdbeben\, seismische Gefährdung und nukleare Verifikation. Im Zentrum seines Interesses steht dabei die Entwicklung neuartiger Anwendungen von geophysikalischen Daten. Daneben fungiert er in den letzten Jahren auch verstärkt als Ansprechpartner für öffentliche Einrichtungen und Medien\, vor allem zu Fragen der Naturgefahren.
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 12. Oktober 2023 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Einladungslink ist folgender: \nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/61025984530?pwd=MHZXU2dGeERGN3ljcTd5NlYybDI4Zz09\nMeeting ID: 610 2598 4530 \nVortrag: \nRainer Schimming (MLS) \nRaum und Zeit – alltäglich und doch rätselhaft \nAbstract: \nAusnahmslos alle realen Gegenstände\, auch wir Menschen\, befinden sich im Raum und unterliegen dem Fluss der Zeit. Die beiden Entitäten sind alltäglich\, und doch hat man sich seit jeher gedanklich an ihnen abgearbeitet. Eine gewisse Klarstellung bringen die Begriffe natürlicher Raum & natürliche Zeit. Zuvörderst zuständig ist die Physik. Mathematik ist ein Dienstleister\, stellt Modelle von Raum & Zeit zur Verfügung. Humanwissenschaften befassen sich damit\, wie der natürliche Raum und die natürliche Zeit beim Menschen individuell oder kollektiv ankommen. Der Seinsstatus von Raum & Zeit ist Sache der Philosophie; dort gehen die Meinungen stark auseinander. Der Vortrag präsentiert eine Begriffsgeschichte von Raum & Zeit im Schnelldurchlauf. Bei allen Fortschritten sind doch Rätsel übriggeblieben\, auf die ebenfalls eingegangen wird. Das Nachdenken über Raum & Zeit ist durchaus nicht abgeschlossen. \nVita: \nRainer Schimming studierte ab 1964 Mathematik an der Universität Leipzig und schloss 1971 mit der Promotion ab. Die Dissertation behandelt ein Thema der Allgemeinen Relativitätstheorie. Das trifft auch auf die 1979 fertiggestellte Habilitationsschrift zu. Im Jahr 1981 wurde Rainer Schimming als Dozent mit Lehrauftrag für Analysis an die Universität Greifswald berufen. Post-Doc-Aufenthalte führten ihn 1975/76 an die Universität Kiew und 1986 an das Einstein-Laboratorium der Akademie der Wissenschaften in Potsdam-Babelsberg. Seit 1996 ist er Professor in Greifswald. Etwa 100 Artikel mit mathematischen Forschungsergebnissen liegen vor. Im Ruhestand\, seit 2009\, hat sich Rainer Schimmingzunehmend seinen philosophischen Interessen zugewandt. Unter anderem hat er mehrere Semester lang Philosophie-Vorlesungen an der Universität Potsdam gehalten.
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SUMMARY:Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 8. Juni 2023 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/61271662573?pwd=VDRsT0Zuc0xNa0xnbzhxSlpQaVVhdz09\nMeeting-ID: 612 7166 2573 \nVortrag: \nErnst-Peter Jeremias (MLS) \nWo stehen wir aktuell bei der Transformation im Sektor Verkehr?\nAbstract: \nDie Treibhausgasemissionen im Sektor Verkehr sind mit einigen Schwankungen seit 1990 mit durchschnittlich 170 Mio. Tonnen CO2äqu auf einem hohen Niveau. 2021 wurde das Ziel des Klimaschutzgesetzes mit 3 Mio. Tonnen verfehlt. 2022 sind es nach ersten Schätzungen 11 Mio. Tonnen zu viel. Bis 2030 ist nahezu eine Halbierung auf 85 Mio. Tonnen erforderlich\, um die Ziele zu erreichen. Die aktuelle Politik lässt aus der Sicht des Vortragenden trotzdem nicht die erforderlichen Konsequenzen zur Zielerreichung im Jahr 2030 und darüber hinaus erkennen. Die Kontroversen in der Ampel-Regierung sind mit Ausnahme der Einführung eines halbherzigen 49-Euro-Monatstickets für den deutschlandweiten Nah- und Fernverkehr ab 01.05.2023 unverändert groß. Dabei sind insbesondere folgende Aspekte zu nennen: \n\nEinführung eines Tempolimit auf deutschen Autobahnen und in Ortschaften\n\nReduzierung von bis 6\,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente\nEinsparung von Kraftstoff\nFlüssigerer Verkehr\, weniger Staus auf Autobahnen\nWeniger Verkehrstote und Verletzte auf Autobahnen\nElektromobilität fordert ohnehin niedrigere Geschwindigkeiten heraus\n\n\nAusbaupriorität Schiene oder Straße?\nHoher Investitionsstau bei der Deutschen Bahn mit erforderlicher Ausweitung des Schienennetzes\nVerlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene\nKonzentration auf die Elektromobilität statt Verzögerung durch eine Diskussion für eine technologieoffene Kraftfahrzeugtechnik der Zukunft\n\nIm Vortrag sollen der aktuelle Stand erörtert und vor allem die zwingenden Maßnahmen diskutiert werden. \nVita: \nErnst-Peter Jeremias studierte von 1972 bis 1976 Kraftwerksanlagen und Energieumwandlung an der Ingenieurhochschule Zittau (Abschluss als Diplomingenieur). Von 1976 bis 1980 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und von 1980 bis 1991 als Gruppenleiter für Reaktorwärmetechnik im KKW Rheinsberg tätig. 1988 erfolgte die Promotion zum Dr.-Ing. (Akademie der Wissenschaften der DDR\, Kernforschungszentrum Rossendorf). Von 1991 bis 1994 arbeitete Ernst-Peter Jeremias für die entec Planungsgesellschaft GbR (Geschäftsführender Gesellschafter) und von 1994 bis 2018 für die tetra ingenieure GmbH – Planungs- und Beratungsgesellschaft für Energie- & Umwelttechnik und Gebäude- & Versorgungstechnik (Geschäftsführender Gesellschafter; www.tetra-ingenieure.de). Seit 2018 ist er Gesellschafter der tetra ingenieure GmbH. Außerdem ist er als selbständiger Senior Consultant auf den aktuellen Fachgebieten „Sektorenkopplung und Elektromobilität“ und „Einkommensenergien“ tätig. Seit 2020 ist er freiberuflicher Dozent bei der Handwerkskammer Potsdam zum Themenkomplex „Elektromobilität und Infrastruktur“. Seit 2019 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät \nKontakt: jer18dot@yahoo.com
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DESCRIPTION:Rüdiger Bernhardt (MLS) \nVon Gottsched und der Neuberin zu Julius Mosen und dem Jungen Deutschland.\nZur Entwicklung des deutschen Dramas und eines dafür notwendigen Theaters\n9.00 bis 11.00 Uhr \nDie Sitzung findet als Zoom-Meeting statt. \nAbstract \nMit der Ankunft Gottscheds 1724 in Leipzig begannen Bemühungen um das deutsche Drama und die zugehörige Theaterpraxis in einem zersplitterten Staatsgebilde\, in dem barocke Theaterkunst an Fürstenhöfen und Haupt- und Staatsaktionen\, gespielt von Wanderbühnen am Stadtrand\, herrschten. Der Universitätsgelehrte Gottsched verband sich mit der Wanderbühne der Neuberin. Gemeinsam setzten sie zwischen 1727 und 1741 drei Anliegen durch: \n\nein eigenständiges deutsches Drama\, das mit Gottscheds Sterbendem Cato (1731) sein erstes Beispiel bekam\,\nEntwicklung und Sammlung dramatischer Werke\, die die deutsche Gegenwartsdramatik ausmachten und\nErarbeitung einer entsprechenden Aufführungspraxis\, zu der der weitgehende Verzicht auf den Harlekin und ein sorgfältig strukturiertes Drama gehörten.\n\nEinhundert Jahre später – 1841 – wollte der Dramatiker Julius Mosen in Dresden als Dramaturg der Nachfolger von Ludwig Tieck werden\, der nach Berlin berufen worden war. Das Vorhaben scheiterte. Dafür verschaffte ihm sein Freund Adolf Stahr 1843 die Stelle des Dramaturgen im neu gegründeten Hoftheater des Großherzogtums Oldenburg. Was Mosen dafür als Rüstzeug einbrachte\, stammte von den Linkshegelianern\, die sich um ihn in Dresden-Strehlen gesammelt hatten. Mosen konzentrierte sich auf das Schauspiel – die Oper wurde ausgeschlossen –\, auf Autoren des Jungen Deutschland und auf historische Stoffe\, die aktuelle Bedeutung hatten. So entwickelte er mit Stücken jungdeutscher Autoren das moderne Drama\, das Theoretiker wie Hermann Hettner – Das moderne Drama (1852) – veranlasste\, im Zusammenhang mit Mosen vom „sozialen Schauspiel“ als einer modernen Form des Schauspiels zu sprechen. Mit Gerhart Hauptmanns Die Weber (1892) u.a. wurde der Begriff seit dem Naturalismus heimisch. Mosen erkrankte schwer und musste seine Tätigkeit unvollendet beenden.\nBeide – die Neuberin im 18. und Julius Mosen im 19. Jahrhundert – stammten aus dem Vogtland und stellen den Beitrag des Vogtlandes zur Entwicklung einer modernen deutschen Dramatik dar. \nCV \nRüdiger Bernhardt\, Prof. Dr. sc. phil.\, Dipl.-Germanist\, geb. 1940 in Dresden\, Studium der Germanistik\, Kunstgeschichte\, Nordistik und Theaterwissenschaft in Leipzig. Tätig an der Universität Halle (Saale) von 1964 bis 1993\, außerdem an Universitäten und Hochschulen u.a. in Minsk\, Bratislava\, Stockholm\, Kiel\, Szczecin. Von 1995 bis 2003 außerdem tätig in Schulbuchverlagen. 1. Vorsitzender der Gerhart-Hauptmann-Stiftung Kloster auf Hiddensee 1994 bis 2008. Ca. 120 Buchveröffentlichungen\, darunter Monografien zur Antikerezeption\, zu Henrik Ibsen\, August Strindberg\, Gerhart Hauptmann\, Peter Hille\, Julius Mosen\, Christoph Hein\, Das Lyrische Schaffen (7 Bände)\, Schreiben auf dem Bitterfelder Weg (2016)\, Maßstab Humanismus. Zur Arbeit der sowjetischen Kulturoffiziere (2020) und Schulbücher. Parallel seit 1965 Tätigkeiten an Theatern und kontinuierlich als Literatur-\, Fernseh- und Theaterkritiker und seit 1966 in der Bewegung schreibender Arbeiter (u.a. Vorsitzender der ZAG).- 1985 Händel-Preis\, 1999 Wahl in die Leibniz-Sozietät; 2018 Vogtländischer Literaturpreis \n 
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SUMMARY:Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Link ist folgender:\nhttps://us02web.zoom.us/j/85632148697?pwd=cWJnTjVGdGx3WXhIeXpRcFNKRWtTQT09\nMeeting-ID: 856 3214 8697  –  Kenncode: 679932. \nVolker Wulf (MLS) \nSozio-Informatik: Ein praxiologisch fundiertes Forschungsparadigma\nAbstract:\nComputeranwendungen sind stark mit den Arbeits- und Lebenspraktiken der Nutzer verwoben. Um diese Anwendungen geeignet zu gestalten\, müssen die Praktiken ihrer Benutzer verstanden werden. Der Vortrag führt in die Sozioinformatik als ein Feld der angewandten Informatik ein\, das eine praxisorientierte Perspektive auf das Design sozial eingebetteter Technologien entwickelt. Ausgehend von dieser Perspektive werden methodische und epistemologische Herausforderungen erarbeitet. Um diese Herausforderungen zu adressieren\, wird vorgeschlagen\, eine Sammlung gut dokumentierter Design-Fallstudien aufzubauen. Die Durchführung einer Design-Fallstudie ist eine sehr kontextspezifische Forschungsaktivität\, die drei Perspektiven verschränkt: (1) sie analysiert empirisch die gegebenen Praktiken in einem bestimmten Anwendungsbereich\, (2) sie entwickelt ein innovatives Design für einen IT-Artefakt\, das sich auf die Ergebnisse der Analyse bezieht\, (3) sie untersucht die Aneignung des technischen Artefakts über einen längeren Zeitraum. \nDarüber hinaus wird vorgeschlagen\, ein wachsendes Portfolio von Design-Fallstudien zu erstellen und sie auf reichhaltige Weise zu dokumentieren. Ein wachsender Korpus von Design-Fallstudien soll es ermöglichen\, die kontextspezifischen Ergebnisse zu vergleichen und so die Möglichkeit bieten\, Querschnittsthemen zu identifizieren. Auf diese Weise ist es möglich\, eine IT-design-spezifische Terminologie aufzubauen und Abstraktionen als konzeptionelle Elemente der Sozioinformatik zu entwickeln. \nVita:\nVolker Wulf ist Professor für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien an der Universität Siegen und leitet den Geschäftsbereich »User-Centred Software-Engineering (USE)« am Fraunhofer FIT\, Sankt Augustin. Zudem ist er Gründungsmitglied des International Institute for Socio-Informatics (IISI). Nach dem Studium der Informatik und Betriebswirtschaftslehre an der RWTH Aachen und der Universität Paris VI. promovierte er an der Universität Dortmund und habilitierte sich an der Universität Hamburg in Informatik. Er arbeitete als Research Fellow am Massachusetts Institute of Technology (MIT)\, Cambridge\, MA und verbrachte Zeit als Gastprofessor an der Stanford University\, Palo Alto\, CA. Seine Forschungsinteressen liegen vor allem in den Bereichen Computer Supported Cooperative Work (CSCW)\, Participatory Design (PD) und Human Computer Interaction (HCI). Er veröffentlichte mehr als 350 wissenschaftliche Aufsätze und publizierte 15 Bücher\, darunter “Expertise Sharing: Beyond Knowledge Management” und “Social Capital and Information Technology”\, beide mit MIT Press\, Cambridge MA\, sowie “End User Development” bei Springer\, Dordrecht und “Socio-Informatics” bei Oxford University Press erschienen. \n 
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DESCRIPTION:Horst Simon\, Freie Universität Berlin \nReden die anderen anders? Wie finden wir’s raus? – Methodische Überlegungen und erste Ergebnisse einer Variationellen Pragmatik des Deutschen \nDie Klassensitzung findet am 11. Mai 2023 von 9.00 bis 11.00 Uhr als Zoom-Meeting  statt. \nAbstract \nWährend seit langem bekannt ist\, dass in den Bereichen Wortschatz und Grammatik große Variabilität in der Sprache herrscht\, ist Variation in der Pragmatik bislang noch kaum untersucht. Genau diesem Umstand entgegenzuwirken\, hat sich das Berlin-Zürich-Salzburger VariPrag-Projekt <www.variprag.net> zum Ziel gesetzt. In einer großangelegten Studie\, die experimentelle Methoden mit beobachtender Feldforschung kombiniert\, soll flächendeckend für den deutschen Sprachraum eruiert werden\, wie sich das kommunikative Alltagsverhalten der Menschen unterscheidet. Als konkreter Untersuchungsgegenstand dienen dabei höflichkeitssensitive Sprechaktrealisierungen wie Anrede\, Grüße\, Aufforderungen\, Beschwerden usw. Zudem soll der Frage nachgegangen werden\, inwieweit der öffentliche Diskurs zu diesem Thema\, der u.a. auf nationale Stereotypen abhebt\, der Realität entspricht.\nIn meinem Vortrag werde ich ausführlich die methodischen Herausforderungen bei diesem Projekt diskutieren und erste Ergebnisse präsentieren\, die bereits auf deutliche\, teils überraschende Unterschiede hinweisen. \n*** \nCV von Horst Simon \nBio: \n\nseit 2011: Professor für Historische Linguistik an der Freien Universität Berlin;\nallerlei auswärtige Gasttätigkeiten\, z.B. mehrfach Gastprofessuren an der Peking Universität und der Université Toulouse Jean Jaurès\n2007-2011: Lecturer und Senior Lecturer in German and General Linguistics am King’s College London\n1994-2007: Humboldt-Universität zu Berlin;\n2003/04: Research Fellow der Alexander-von-Humboldt Stiftung in Wien;\nPromotion 1999 zur Grammatik der Anredepronomina\nStudium der Germanistik und Anglistik in Passau\, Amsterdam und Glasgow\n\naktuelle Projekte: \n\nDie Dynamiken des Deutschen im mehrsprachigen Kontext des südlichen Afrika\nFremdsprachenlernen und -lehren: Neukonfigurationen der Volkssprachlichkeit in der Frühen Neuzeit\nVariantenpragmatik des Deutschen. Kommunikative Muster im Vergleich\n\n 
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DESCRIPTION:Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften \nUlrich Busch (MLS) \nDie gegenwärtige Teuerung im Lichte der historischen Erfahrung der Hyperinflation von 1923 \n10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: Rathaus Friedrichshagen \nZusammenfassung \nSeit dem Sommer 2021 ist in Deutschland und im Euroraum ein rasanter Preisanstieg zu verzeichnen. Dieser betrifft insbesondere Energie\, bestimmte Rohstoffe und Lebensmittel. Inzwischen wurden durch Zweitrundeneffekte davon aber auch andere Güter und Dienstleistungen erfasst\, so dass die bis dato vorherrschende deflationäre Tendenz als überwunden anzusehen ist und von einer Rückkehr der Inflation gesprochen werden kann. Zufällig trifft dieser Prozess mit dem 100. Jahrestag der Hyperinflation in Deutschland\, Österreich\, Ungarn\, Polen und anderen Staaten zusammen. Die Koinzidenz beider Ereignisse legt es nahe\, die „große Inflation“ von 1922/23 retrospektiv im Lichte der inflationären Prozesse von heute zu betrachten\, wie auch umgekehrt\, die aktuelle Inflation anhand der Erfahrungen von damals zu bewerten. Dabei wird deutlich\, dass es hier sowohl Parallelen als auch signifikante Unterschiede gibt. Insgesamt aber dürften die Differenzen überwiegen\, was eine Gleichsetzung beider Inflationen ausschließt und Befürchtungen\, wonach die gegenwärtige Inflation früher oder später in eine Hyperinflation übergehen könnte\, unwahrscheinlich erscheinen lassen. \nCV \nUlrich Busch legte 1969 in Magdeburg das Abitur ab und erlernte in der Notenbank den Beruf eines Bankkaufmanns. Anschließend studierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin Finanzökonomie. 1976 wurde er zum Dr. oec. promoviert. Danach war er eine Zeitlang in leitender Funktion in der Staatsbank der DDR tätig. 1981 wechselte er an die Humboldt-Universität\, erwarb die Facultas Docendi und habilitierte sich 1984 auf dem Gebiet der Finanzwissenschaft. 1987 wurde er zum ord. Dozenten für Politische Ökonomie berufen. In den Jahren 1990 bis 1993 wirkte er aktiv mit an der Umstrukturierung und dem Neuaufbau der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät mit. Nach der Abwicklung der Fakultät arbeitete Herr Busch bis 2009 als Dozent und Leiter wissenschaftlicher Projekte an der Humboldt-Universität und anderen Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie im privaten Bankwesen. Zuletzt war er an der Technischen Universität Berlin beschäftigt. Zudem wirkte er als Gastprofessor an der Wirtschaftsuniversität Budapest\, als Dozent an der Frankfurt School of Finance & Management in Frankfurt am Main und an einer Reihe in- und ausländischer Universitäten. \nSeine Arbeitsschwerpunkte sind: Geldtheorie und -politik; Transformation sowie ökonomische Aspekte der deutschen Vereinigung. \nHerr Busch ist seit 2009 Mitglied der Leibniz-Sozietät. Von 2010 bis 2021 war er Schatzmeister der Sozietät. \n 
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SUMMARY:Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 13. April 2023 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nBeratungsraum der Fa. GEFEG im Storkower Bogen\, Storkower Str. 207\, 10369 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Die Zoomeinwahldaten sind folgende:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/64393777039?pwd=ZysxSG9FNk8xbllhZ2xia0EzRXg5UT09\nMeeting-ID: 643 9377 7039 \nVortrag: \nMichael Hupfer (Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei\, Berlin) \nEinfluss des Klimawandels auf Gewässer in Deutschland\nAbstract: \nHitzeperioden und Trockenheit führen auch in Deutschland zu Waldbränden\, Ernteausfällen\, Waldsterben sowie zu gesundheitlichen Problemen und anderen Hitzeschäden. Besonders betroffen ist die gewässerreiche Region Berlin-Brandenburg\, in der bereits jetzt semiaride Verhältnisse vorherrschen. Es wird dargestellt\, wie die bereits eingetretenen und prognostizierten Veränderungen von Klimafaktoren auf die physikalische\, chemische und biologische Struktur von Gewässern und deren Vernetzung mit der terrestrischen Umgebung wirken. Die Folgen des Klimawandels sind bereitsjetzt an Seen und Flüssen deutlich zu erkennen. Der Temperaturanstieg an der Wasseroberfläche um durchschnittlich 0\,5 K pro Dekade seit 1980 sowie sinkende Wasserstände verändern das thermische Schichtungsverhalten sowie den Sauerstoff- und Nährstoffhaushalt von Seen. Außerdem kann es leichter zu Fischsterben\, zu vermehrtem Auftreten toxischer Cyanobakterien und zur Einwanderung invasiver Arten kommen. Immer mehr Fließgewässer fallen zeitweise trocken\, was erhebliche Auswirkungen auf die Biodiversität hat und zur verstärkten Freisetzung von Treibhausgasen führt. Durch den Klimawandel besonders gefährdet sind vorbelastete oder degradierte aquatische Ökosysteme. Eine Begrenzung des weltweiten Temperaturanstiegs sichert auch die Existenz sowie vielfältige Nutzungsformen unserer Gewässer. \nVita: \nDr. Michael Hupfer studierte in Rostock und Dresden Technische Hydrobiologie und Limnologie. Im Jahr 1993 wurde er mit einer Arbeit zum internen Phosphorhaushalt von Seen und Talsperren an der TU Dresden promoviert. Gastaufenthalte während und nach der Doktorandenzeit führten ihn zu international führenden Forschungseinrichtungen in Österreich und der Schweiz. Seit dieser Zeit stehen angewandte Fragestellungen im Blickpunkt seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit. Dabei geht es unter anderem um die Restaurierung eutrophierter Seen\, die Entwicklung neuentstehender Bergbauseen und um die Folgen des Klimawandels für Gewässerökosysteme. Seine Anstellung am Leibniz-Institut für Gewässerökologie- und Binnenfischerei in Berlin-Friedrichshagen bot ihm seit 1996 die Möglichkeit\, als leitender Wissenschaftler langfristig angelegte Forschungsprojekte zu realisieren. Für seine vielfältigen Bemühungen Grundlagenwissen in der Praxis zu überführen\, erhielt er 2005 den Wissenschaftspreis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Seit 2022 ist Herr Hupfer Honorarprofessor auf dem Gebiet der Aquatischen Biogeochemie an der BTU Cottbus-Senftenberg. Er ist Mitglied des geschäftsführenden Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Limnologie sowie Herausgeber der internationalen Fachzeitschrift „Limnologica“ und des Buches „Angewandte Limnologie“\, welches als Fortsetzungswerk erscheint.
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DESCRIPTION:Hartmut Hecht (MLS) \nPhilosophische Entdeckungen zwischen zwei wissenschaftlichen Grundlagendiskussionen\nOrt: Rathaus Friedrichshagen \nauch in Zoom. \nAbstract \nDie Entstehung der heutigen Erfahrungswissenschaften im 17./18. Jahrhundert ist durch zwei Grundlagendiskussionen gekennzeichnet – den Streit der Cartesianer und Leibnizianer über das wahre Maß der lebendigen Kraft und die Prioritätsdebatte um das Maupertuis’sche Prinzip. Beide werden in der Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte bis heute diskutiert und zwar unabhängig von einander. Ich werde in meinem Vortrag zeigen\, dass erst der Zusammenhang dieser beiden Ereignisse den Aufstieg des neuen Wissenschaftstyps Erfahrungswissenschaft verständlich macht und vor allem die Dimensionen und die Heftigkeit der Auseinandersetzun­gen erklärt. Dafür werde ich mich auf zwei Schwerpunkte konzentrieren: (1) auf die Mathema­tisierung der Naturphilosophie und die dafür erforderliche Einführung aktiver Prinzipien\, die\, wie ich (2) zeigen werde\, einen grundlegenden Wechsel hinsichtlich des philosophischen Welt­verständnisses einschließen. \nIm Unterschied zu dem in der historischen Forschung traditionell thematisierten Gegensatz von Leibnizianer und Cartesianern bzw. Newtonianern und Leibnizianern\, erlaubt es mein Ansatz\, gemeinsame Tendenzen der in die Auseinandersetzungen involvierten Kombattanten herauszu­arbeiten\, und daraus die Möglichkeit einer Lösung der Konflikte verständlich zu machen. \nDie bei der Analyse gewonnen Ergebnisse werden abschließend verallgemeinert und zu einigen Schlussfolgerungen in Bezug auf die Dynamik von Übergangsprozessen ähnlicher – nicht nur naturwissenschaftlicher – Art verdichtet. \n  \nKurzvita \nStudium der Physik und der Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Promotion 1976\, Dissertation B 1984. Beides zu Themen der Wissenschaftsphilosophie. Lehre an den Universitäten Greifswald\, der Viadrina Frankfurt/Oder und der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 1984 Tätigkeitsschwerpunkt Leibniz und Leibniz-Rezeption insbesondere in der französischen Aufklärung. Forschungsgruppenleiter Leibnizforschung an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Von 2001–2013 Arbeitsstellenleiter an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. In diesem Zusammenhang Beginn der Edition der naturwissenschaftlichen medizinischen und technischen Schriften von Gottfried Wilhelm Leibniz als Teil der Akademie Ausgabe (Reihe VIII). \nPublikationen: Gottfried Wilhelm Leibniz. Mathematik und Naturwissenschaften im Paradigma der Metaphysik\, Teubner 1992. Leibniz: Monadologie\, Übersetzung und Kommentar\, Reclam 1998. Mitarbeit an den Bänden VIII\,1 (2009) und VIII\, 2 (2016) der Leibniz Akademie Ausgabe. Herausgeber und Mitherausgeber von Sammelwerken z.B. zu Pierre Louis Moreau de Maupertuis (1999) und Emilie Du Châtelet (2019).
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SUMMARY:Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 9. März 2023 \n10:00–12:00 Uhr\, öffentliche Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \nDie Sitzung findet als Zoom-Videokonferenz statt: https://tu-darmstadt.zoom.us/j/67732766285?pwd=TWUrM1ZMMlhxMXNKcGNSbVVQa2lTUT09\nMeeting-ID: 677 3276 6285 \nVortrag: \nSanzhong Li (MLS) \nMicroplate Tectonics: A new tectonic paradigm\nAbstract: \nEarth is only one of the planets in the solar system to operate plate tectonics to be confirmed. Although traditional Plate Tectonic Theory had a successful achievement\, it remains three conundrums. The first one is when\, where and why plate tectonic regime started on the Earth. The second conundrum of Plate Tectonics Theory is the difficultly to explain intraplate deformation. The third conundrum is plate driving forces. However\, Microplate Tectonics Theory as a new tectonic paradigm does not need to resolve the own-making trouble as the theory of plate tectonics: only one unique origin and one driving mechanism of plate tectonics. This presentation will introduce six principles of Microplate Tectonics Theory as follows. \n\nOn global geometry: Rigid microplates can vertically develop not only in lithosphere but also within deep mantle\, including continental\, oceanic and mantle microplates in composition\, and over 1000 microplates on surface Earth and many mantle microplates within the mantle.\nOn fundamental kinematics: Microplates as rigid blocks not only move horizontally along the small girdles around the Euler poles or self-rotation axes\, but also move down and up across the spheres.\nOn deformation: The inner microplate is either rigid or deformable\, but deformation is mainly along the microplate margin.\nOn evolution: Microplate can grow and die under many tectonic settings\, having relatively independent evolutionary history and undergoing either Wilson or non-Wilson cycles without fixed periods.\nOn mobilism and transition: Microplate could have been a large plate in passive motion under either plate tectonic or non-plate tectonic regimes\, without limit of plate margin\, microplate can develop or terminate under any tectonic setting such as previous intraplate environment.\nOn kinetics: Microplates have many linked driving forces or mechanisms\, the ultimate driving force should be Relay-Taylor Instability.\n\nVita: \nSanzhong Li\, born in 1968\, full professor of Ocean University of China (OUC)\, fellow of Leibniz Society of Sciences in Berlin\, Germany\, and vice president and council of International Association for Gondwana Research. At present\, he is director of Key Lab of Submarine Geoscience and Prospecting Techniques\, Ministry of Education\, China; deputy director of Frontiers Science Center for Deep-Ocean Multispheres and Earth Systems\, Ministry of Education\, China and deputy director of Institute for Advanced Ocean Study\, OUC. As a visiting scholar and IODP expert\, he once visited top institutions for marine sciences in Germany\, the United States\, Japan\, Australia and other countries. He serves as co-Editor-in-chief of international journals Geosystems and Geoenvironment\, and deputy editor-in-chiefs of several international journals such as Science Bulletin\, Geoscience Frontiers. \nHe has been engaged in the research of Marine Geodynamics\, Continental Dynamics\, Precambrian Geodynamics andEarth System Dynamics for over 30 years. His scientific contributions include Microplate Tectonics Theory for solid Earth\, Carbon Tectonics Theory for Earth System and Meta-Earth Techniques for AI-aided or supercomputer-based exploration. He has published 13 books in Chinese and 1 book in English as the first author in Science Press\, China. He has also published more than 400 SCI-indexed international papers in Nature Communications\, Earth-Science Reviews\, Reviews of Geophysics\, Geology\, EPSL\, JGR\, Tectonics\, Geophysical Research Letters and other top international journals. His papers have been cited by nearly 20000 SCI-indexed papers\, and he has been selected for three times as one of the highly-cited scientists in the field of geosciences by Clarivate\, ESI. His H-index from ESI is 71. He has won more than 10 important research awards\, including the second prize of National Natural Science Award\, China\, the scientific research award of Li Siguang’s Geoscience Award\, and the other first and second prizes of provincial and ministerial levels. He is the winner of Natural Science Foundation\, China (NSFC) for Distinguished Young Scientists and the principle investigator of NSFC Innovation Group. He enjoys the special government allowance of the State Council\, China and has been selected into the National Talents Project\, the Taishan Scholarships for Distinguished Professors and the Pandeng Program.
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DESCRIPTION:Donnerstag\, den 9. Februar 2023 – 10:00–12:00 Uhr \nOrt: BVV-Saal im Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, 10551 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/64367558348?pwd=QUhtSDFNbzZFWlpCbXk3RzZ5bk5nUT09\nMeeting-ID: 643 6755 8348 \n  \nVortrag: \nWolfgang Quapp (MLS) \nDas Frenkel-Kontorova-Modell – eine unendliche Geschichte\nAbstract: \nDas in Rede stehende physikalische Modell\, von J. I. Frenkel und T. A. Kontorova 1938 vorgeschlagen\, kann man sich als eine Kette von Pendeln vorstellen\, die untereinander linear gekoppelt sind. Es beschreibt erfolgreich Versetzungen in Kristallen und weitere Phänomene\, wird somit in der Festkörperphysik verwendet. Durch diverse Zusatzannahmen bzw. Modifikationen des ursprünglichen Ansatzes ergibt sich eine ausgedehnte Theorie\, zu der bis heute geforscht wird. Eine neue Qualität ergibt sich durch einen Grenzübergang vom Diskreten zum Kontinuierlichen\, nämlich von der Kette von Oszillatoren zu einer schwingenden Saite mit nichtlinearer Anregung. Letztere bewegt sich gemäß der sogenannten Sinus-Gordon-Gleichung\, einer bekannten Solitonen-Gleichung. Eine Solitonen-Lösung beschreibt dann unter anderem eine langlebige wandernde Störung in einem Kristall. Der Vortrag wird auf die hier angedeuteten Punkte eingehen sowie eigene Beiträge des Vortragenden zu der Theorie vorstellen. \nVita: \nWolfgang Quapp studierte ab 1966 Mathematik an der Universität Leipzig\, war dann wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sektion Mathematik\, später am Institut für Mathematik. Die Dissertation zu der 1982 erlangten Promotion behandelte ein Thema aus der höheren Analysis. Danach orientierte sich Wolfgang Quapp fachlich um und wandte sich Anwendungen der Mathematik in der Chemie zu. Seit 1989 kooperierte er dabei mit Kollegen der Universität Gießen. Des Weiteren knüpfte er verschiedene internationale Verbindungen. Seine Veröffentlichungsliste umfasst etwa 110 Publikationen\, viele davon mit Koautoren. Im Ruhestand seit 2012 kommen noch immer wissenschaftliche Arbeiten hinzu. Wolfgang Quapp ist auch in der Lehre\, wenngleich weniger als in seiner aktiven Berufszeit\, weiterhin tätig und ist als Gutachter sehr gefragt. Seit 2022 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. \n 
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DESCRIPTION:Jürgen Hofmann (MLS\, Berlin) \n1848er Revolutionsforschung in der DDR. Schwerpunkte\, Personen\, Diskussionen \n09.00 bis 11.00 Uhr\nOrt: ZOOM-Meeting \nAbstract: \nAls der damalige Bundespräsident Gustav Heinemann im Februar 1970 in seiner Rede zur Schaffermahlzeit in Bremen anregte\, den demokratischen Bewegungen in der deutschen Geschichte größere Aufmerksamkeit zu widmen\, ging es ihm nicht allein darum\, dem stark konservativ geprägten Geschichtsbild in der Bundesrepublik etwas entgegenzusetzen. Er erinnerte auch daran\, dass das Thema der demokratischen Volksbewegungen nicht der DDR überlassen bleiben sollte. Die DDR-Geschichtswissenschaft hatte sich in den 1950er und 1960er Jahren stark auf die Revolutionen in der deutschen Geschichte und auf die Geschichte der Arbeiterbewegung fokussiert\, deren Herausbildung mit den demokratischen Volksbewegungen verknüpft war. Die institutionellen und personellen Voraussetzungen der 1848er Revolutionsforschung in der DDR waren bis zu diesem Zeitpunkt und auch später dennoch nicht geeignet\, die Befürchtungen Heinemanns zu bestätigen. Die Forschungskapazitäten in der DDR entsprachen nicht der politischen Inanspruchnahme der 1848er Revolution durch die DDR. Dennoch waren ihre Ergebnisse durchaus eine Herausforderung im deutsch-deutschen Wettbewerb. \nKurz-CV: \nProf. Dr. sc. phil. Jürgen Hofmann\, geb. 1943\, Historiker; Studium der Geschichte und Gesellschaftswissenschaften an der Karl-Marx-Universität Leipzig; 1970 – 1990 Assistent\, Dozent\, Professor am Institut für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED in Berlin; 1976 Promotion A mit einer Arbeit über das preußische Ministerium Camphausen-Hansemann; 1983 Promotion B; 1991-2008 Mitarbeiter bzw. Leiter verschiedener Projekte zum Identitätswandel in Ostdeutschland\, zur Regionalgeschichte Berlins und Brandenburgs und zur Geschichte Preußens; ab 2009 freie Forschung; seit 1996 Mitglied des Internationalen wissenschaftlichen Beirates der Internationalen Tagung der Historiker(innen) der Arbeiter – und anderer sozialer Bewegungen (ITH)\, Wien und Linz/Österreich bzw. des Kuratoriums; seit 2010 Mitglied der Leibniz-Sozietät; Mitarbeit im AK Vormärz und 1848er Revolutionsforschung; Mitglied im Kuratorium des Friedhofs der Märzgefallenen in Berlin-Friedrichsfelde. \nPublikationen (u. a.): \nLichtenberg. Kurze Geschichte eines Berliner Bezirks\, Berlin 2013; ArbeiterInnenbewegung und Rechtsextremismus\, Wien/Leipzig 2006 (hrsg. mit Michael Schneider); Die Klasse in Aufruhr. Der 17. Juni 1953 in Berliner Betrieben\, Berlin 2003 (mit Annette Neumann); Preußen in der deutschen Geschichte. Studienbriefe\, Hagen 1999\, überarbeitete und ergänzte Auflage 2006 (mit Peter Brandt und Klaus Vetter); Konflikt – Konfrontation – Kooperation. Deutsch-deutsche Beziehungen in vierzig Jahren Zweistaatlichkeit\, Potsdam 1998 (hrsg. mit Detlef Nakath); Studien zur Demokratie in der DDR\, Zweiter Teil\, Berlin 1995 (hrsg. mit Hans-Jürgen Mende u. Reinhard Mocek); Es ging um Deutschland. Vorschläge der DDR zur Konföderation\, Berlin 1990 (Hrsg.); Ein neues Deutschland soll es sein\, Berlin 1989; Das Ministerium Camphausen-Hansemann\, Berlin 1981; über 100 Aufsätze in Zeitschriften und Sammelbänden. \n.
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SUMMARY:Dezember-Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 8. Dezember 2022 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nZoom-Einladungslink: \nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/68610370839?pwd=QWdGL2ZVQ1JkdnM0UjRleC9odWEydz09 \nMeeting-ID: 686 1037 0839 \nVortrag: \nRonald Kühne (MLS) \nNeue Ansätze in der Wirkstoffforschung: Polyprolin-vermittelte Protein-Protein-Wechselwirkungen\nAbstract: \nProlinreiche Sequenzen gehören zu den am häufigsten vorkommenden Erkennungsmotiven im eukaryotischen Genom. Ihre Funktion besteht dabei darin\, in Signalkaskaden an transienten Protein-Protein-Wechselwirkungen teilzunehmen\, die durch relativ niedrige Affinität und hohe Spezifität gekennzeichnet sind.  Dabei bilden die prolinreichen Erkennungsmotive eine Sekundärstruktur\, die als linkshändige PPII-Helix bezeichnet wird und die Voraussetzung der Bindung an das Partnerprotein ist. Die Nachahmung dieser Sekundärstruktur mittels kleiner Moleküle erwies sich als äußerst schwierig und so galten diese Protein-Protein-Wechselwirkungen\, obwohl deren Bedeutung bei verschiedenen Erkrankungen erkannt wurde\, als „undruggable“. In diesem Vortrag wird ein strukturbasierter Entwurf neuartiger chemischer Bausteine vorgestellt\, der eine rationale Konstruktion selektiver niedermolekularen Inhibitoren derartiger Protein-Protein-Wechselwirkungen ermöglicht. Beispielhaft wird die Entwicklung eines Inhibitors der EVH1-Domäne von Ena/VASP-Proteinen nachgezeichnet\, die bei der Tumormetastasierung eine wichtige Funktion besitzen. Es wird gezeigt\, dass diese neuartigen Inhibitoren die Chemotaxis von invasiven Brustkrebszellen hemmen und im Zebrafisch Extravasation der Tumorzellen signifikant reduzieren. \nVita: \nDr. Ronald Kühne hat an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Biochemie studiert und ist dort mit einer Arbeit zur Theorie hydrophober Wechselwirkungen promoviert worden. Zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitskreis von Prof. Franke am Institut für Wirkstoffforschung der Akademie der Wissenschaften der DDR tätig\, wurde ihm im Zuge der Gründung des Leibniz-Instituts für Molekulare Pharmakologie in Berlin-Buch die Leitung der Forschungsgruppe Computerchemie/Wirkstoffdesign übertragen\, die er bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden im Jahr 2021 ausübte. Dort gelang es ihm\, computer-gestütztes Wirkstoffdesign\, experimentelle Biostrukturforschung sowie molekular- und zellbiologische Forschung themenorientiert in einer Gruppe zusammenzuführen. Ronald Kühne ist Autor zahlreicher Publikationen in angesehenen wissenschaftlichen Journalen und Verfasser mehrerer Buchbeiträge. Seit 2022 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.
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SUMMARY:Juni-Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche\, wissenschaftliche Juni-Sitzung am 9. Juni 2022 in der Zeit von 10:00 bis 12.00 Uhr im Historischen Ratssaal des Rathauses Friedrichshagen mit folgender Tagesordnung durch: \nZu Beginn der Klassensitzung Buchvorstellung durch Ekkehard Höxtermann (MLS):\n„Das Buch der Natur“ – Erinnerungen an Walter Kirsche (1920 bis 2008) \nKurze Präsentation eines neu erschienenen Supplementbandes der Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \n\nAnschließend hält \nMichael Kaasch (MLS) einen Vortrag über: \nZur Anatomiegeschichte und Neuronentheorie im Lebenswerk des Berliner Anatomen Walter Kirsche (1920–2008) \nAbstract: \nIm Jahr 2020 wurde der 100. Geburtstag von Walter Kirsche (1920–2008) – Professor für Anatomie an der Humboldt-Universität zu Berlin\, Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina sowie bekannter Naturschützer in der DDR – begangen. Der Vortrag untersucht die Bedeutung der Anatomie- und Biologiegeschichte für sein Wirken als Forscher und Hochschullehrer. Hierbei bildet der Einsatz von Kirsche für die Neuronentheorie des spanischen Nobelpreisträgers Santiago Ramón y Cajal (1852–1934) in der Auseinandersetzung mit alternativen Konzepten im Fachdiskurs der deutschsprachigen Anatomie der 1950er und 1960er Jahre einen besonderen Schwerpunkt. Die Analyse behandelt an einer seinerzeit wirkungsmächtigen\, mittlerweile aber vergessenen wissenschaftlichen Kontroverse Fragen der Produktion und Durchsetzung von neuem Wissen im Forschungsprozess\, versucht Schwierigkeiten beim Umgang mit wissenschaftlichen Aussagen im historischen Kontext herauszuarbeiten und stellt ein zeittypisches Forschernetzwerk um Kirsche und die von ihm geleitete Zeitschrift für mikroskopisch-anatomische Forschung vor. Für das vielfältige Wirken Walter Kirsches zeigt sich im Spiegel innerwissenschaftlicher und gesellschaftlicher Prozesse die fortdauernde Anschlussfähigkeit seiner vielfältigen Bemühungen zu aktuellen Diskussionen über Formen und Resultate forscherischer Wissensproduktion. \nVita: \nDr. Michael Kaasch ist Biologe\, Biologiehistoriker und wissenschaftlicher Redakteur der Schriften der Deutschen Akademie der Naturforscher – Nationale Akademie der Wissenschaften. Schwerpunkt seiner Forschungen sind die Biologiegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts\, die wissenschaftliche Biographik und die Historie Gelehrter Gesellschaften und wissenschaftlicher Akademien. \nVon 1981 bis 1986 studierte er Biologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Er schloss sein Studium als Diplom-Biologe (Spezialisierung Genetik) ab. 1989 promovierte er zum Dr. rer. nat. an der MLU mit einem Thema zur DNA-Polymerase III von Escherichia coli. 1989 war er Mitbegründer des Unabhängigen Institutes für Umweltfragen (UfU Halle/Berlin). Von 1992 bis 1996 war er Mitglied des Vorstands\, 1993 amtierender Vorstandsvorsitzender dieses Institutes. Seit 1989 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter (Redakteur) an der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina Halle (Saale). Hier trägt er die Verantwortung für verschiedene Publikationen: Nova Acta Leopoldina (Fachgebiete Biowissenschaften\, Medizin usw.)\, Jahrbuch\, Acta Historica Leopoldina. Seit 2020 ist Michael Kasch Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. \n\nAm Ende der Klassensitzung findet die \nNeuwahl des Sekretars der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät \nstatt. Hieran nehmen nur die anwesenden Mitglieder der Klasse teil.
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DESCRIPTION:Beachten Sie bitte die veränderte Anfangszeit: 9:30 Uhr \nZoom-Konferenz: Zugangsdaten s.u. \nAndreas F. Kelletat (Mainz / Germersheim) \nWem gehört der übersetzte Text? Überlegungen zu einem historisch-sammelbiographischen Forschungs- und Editionsprojekt \nModeration Kerstin Störl \nDie Literaturen der Welt kennen wir alle fast ausschließlich aus Übersetzungen. Denn wer schon dürfte von sich behaupten\, alles oder zumindest vieles im jeweiligen Urtext lesen zu können? Das gut 3000 Jahre alte Gilgamesch-Epos oder die Hexameter-Gesänge Homers\, Dantes Divina Comedia\, die Romane von Cervantes\, Sterne\, Flaubert\, Dostojewski\, Sienkiewicz\, Hamsun\, Mahfus\, Saramago oder Orhan Pamuk? Wem verdanken wir die Kenntnis dieser Texte? Zuallererst den Übersetzern. Und was wissen wir von ihnen? In seltenen Fällen merken wir uns die Namen\, ausgenommen die von Dichter-Übersetzern wie Voß\, A. W. Schlegel\, Rilke oder Celan. Unsere Wissenslücken im Bereich der Literatur- und Kulturgeschichte des Übersetzens soll das digitale und online frei zugängliche Germersheimer Übersetzerlexikon (www.uelex.de) schließen\, in dem seit 2015 umfangreiche „Übersetzerporträts“ veröffentlicht werden. Im Vortrag geht es um Konzeption und Perspektiven dieses translationshistorischen Projekts. \nAndreas F. Kelletat\, geb. 1954 in Hamburg\, ab 1977 Studium in Köln (Germanistik\, Osteuropäische Geschichte\, Skandinavistik mit Fennistik)\, Dissertation (1983) über J.G. Herder als Übersetzer. 1984–1993 Lehrtätigkeit an der Universität Vaasa (Finnland)\, von 1993–2020 Leiter des Arbeitsbereichs Interkulturelle Germanistik am Fachbereich Translations-\, Sprach- und Kulturwissenschaft der Universität Mainz/Germersheim. Betreuung von gut 1000 Diplom- und MA-Abschlussarbeiten sowie ca. 25 kultur-\, literatur- und translationswissenschaftlichen Dissertationen. Forschungsschwerpunkte: Geschichte des Übersetzens (1700–heute)\, Übersetzerforschung\, Exilliteratur (1933–1950)\, deutsch-nordosteuropäische Kulturbeziehungen\, Interpretation zeitgenössischer Lyrik. Seit 2008 auch mehrere Veröffentlichungen fußnotenfreier Texte (Erzählungen\, Romane). Ehrendoktor der Universitäten Riga (2000)\, Kaunas (2010) und Wolgograd (2019). (Internetseite: www.andreas-f-kelletat.de). \n\n\n\nÜber diesen Link können Sie direkt dem Zoom-Meeting beitreten\nhttps://univienna.zoom.us/j/2844516344?pwd=c29palJIU1h1d1ZaQ1pURS8vQUs1dz09\n\nSie können auch über den Zoom-Client teilnehmen\, wenn Sie folgende Daten verwenden\nMeeting-ID: 284 451 6344\nKenncode: 7GG10U \nSie können auch per Telefon an der Sitzung teilnehmen. Einwahl nach aktuellem Standort \nKenncode: 051512\nMeeting-ID: 284 451 6344 \nBei Fragen wenden Sie sich bitte an den ZID-Servicedesk unter:https://servicedesk.univie.ac.at/plugins/servlet/desk/category/stufole
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SUMMARY:Mai-Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Teresa Valiente Catter (MLS) \nImaynataq yachachkanchik. Imaynataq yachachichkaniku. Lernen und Lehre in indigenen Quechua-Gemeinschaften Perus“ \nOrt: Rathaus Friedrichshagen\, Bölschestraße 86\, 12587 Berlin\, Historischer Ratssaal \nModeration: Kerstin Störl \nAbstract \nDie UNESCO hat das Jahrzehnt 2022-2032 zur Dekade der indigenen Sprachen erklärt. Seit ca. 45 Jahren wird mit indigenen Bevölkerungsgruppen in lateinamerikanischen Ländern die interkulturelle zweisprachige Erziehung\, IZE\, durchgeführt. Am Beispiel von Peru wird ein Prozess beleuchtet\, dessen Wurzeln im 16. Jahrhundert. liegen. Zur Durchsetzung der Hispanisierung und der Christianisierung sollten damals im Rahmen der Kolonialpolitik die lokalen Sprachen verdrängt bzw. die kulturellen Gewohnheiten umgestellt werden. Im 21. Jahrhundert befürwortet die Sprachenpolitik die systematische Verwendung sowohl der indigenen Muttersprache als auch des Spanischen im Lehr- und Lernprozess durch die IZE. Die Anwendung dieser Methode soll zur Beseitigung des Analphabetismus\, zur Förderung der Zweisprachigkeit\, zur Entwicklung der indigenen Sprachen\, zur Erhaltung der kulturellen Identität und zum Ausbau des interkulturellen Verständnisses beitragen. Faktisch ist allerdings ein allgemeiner Rückgang der indigenen Sprachen zu Gunsten der spanischen Sprache festzustellen. Hat die IZE versagt? Welche Sichtweisen sind unberücksichtigt geblieben? Welche Perspektiven hat die IZE? Das sind Kernfragen in der aktuellen Diskussion\, nicht nur für Peru\, sondern für alle modernen multikulturellen Gesellschaften im globalen Kontext. \n  \nCV   \n Dr. Teresa Valiente Catter. Promotion an der Freien Universität Berlin im Fach Anthropologie mit Schwerpunkt Andine Ethnologie (Altamerikanistik). Bildungsberaterin in Projekten der internationalen Zusammenarbeit (GTZ/GIZ und EU) im Bildungsbereich im Zusammenhang mit zweisprachigen interkulturellen Erziehungsprojekten. Lehrbeauftragte im Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin mit Schwerpunkt indigene Sprachen und Kulturen und an der FH-Bielefeld mit Schwerpunkt Bildung im interkulturellen Vergleich. Forschungsschwerpunkt: indigene Kindheit im Bildungsbereich\, andine Ethnographie\, Interkulturalität\, indigene Sprachen. Leiterin der Quechua-Forschungsgruppe „Rimasqa Rimana“ an der Freien Universität Berlin und seit 2021 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. \nPublikationen (Auswahl) \nIn Edition 2022: \nFriedrich der Große\, Estéban Quispe Chambi und das Wunder der Kartoffelknolle. In: Berührungen zwischen Lateinamerika und Deutschland – ein interdisziplinärer Streifzug. Herausgegeben von Kerstin Störl und Sandra Wolf. Peter Lang Verlag. \nIn Edition 2022: \nOf monsters\, barbarians and hapiyñuñu in Peru – Early colonial period. Anthropological perspective of concepts. In: Embodiment and Representation. Papers of the Workshop of International Networking „Embodiment and Representation“\, University of Vienna / Leibniz Society of Sciences Berlin. Herausgegeben von Kerstin Störl. Peter Lang Verlag \n2021: Poder y niñez andina en la perspectiva de fuentes coloniales entre 1540 y 1620. (Power and Andean childhood in the sight of colonial sources between 1540 and 1620). In: García Palacios\, Mariana und Teresa Valiente Catter (Koordinierung): Imágenes\, voces y prácticas de la niñez en América Latina: perspectivas antropológicas sobre procesos y experiencias del pasado y del presente. Indiana 38.1: 19 – 50. Berlin: Iberoamerikanisches Institut Preußischer Kulturbesitz. \n2019: Kinder in der Migration. Nach Berlin bin ich nur zu Besuch gekommen …. Und bin hier geblieben. In: Anna Waramkoska & Mehmet Öztürk (Hrsg.) Man hat Arbeitskräfte gerufen\, … es kamen Schriftsteller. Band 2: Geschichte und Geschichten: S. 221 – 232. Berlin: Peter Lang Verlag. \n2019: Comunicación\, rivalidad y reciprocidad en la región andina. El kasarasiri en la zona del lago Titicaca en el Perú. En: Teresa Valiente Catter\, Kerstin Störl & Eva Gugenberger (eds.): La reciprocidad entre lengua y cultura en las sociedades andinas. Berlin: Peter Lang Verlag. \n2019: Experiencia(s) extrema(s) andina(s). Rumita\, yakuta\, allpata ima qachachiyaspam purin. ¡Lliwta!. Indiana 36.1. Berlin: Ibero-Amerikanisches Institut Preußischer Kulturbesitz. \n2016: Tinkuy. Encuentro de contrarios o diferentes. Una mirada en las fuentes. En: Teresa Valiente Catter & Cristina Villari (organizadoras) Dossier: Culturas y lenguas en contacto: Dinámicas culturales y lealtad lingüística entre quechua y castellano en la región andina.  Indiana 33.1:  199-222. Iberoamerikanisches Institut. Preußischer Kulturbesitz.  Berlin: Gebr. Mann Verlag. \n2016: (mit Michael Dürr): Bilingual Intercultural Education in the Andes. In: Sustaining Indigenous Knowledge: Learning Tools and Community Initiatives for Preserving Endangered Languages and Local Cultural Heritage\, edited by Erich Kasten and Tjeerd de Graaf 2013: 249-258. Fürstenberg/Havel: Kulturstiftung Sibirien. 2013. \n2015: (mit Wolfgang Küper): „Das Bildungssystem Ecuadors unter besonderer Berücksichtigung der Interkulturellen Zweisprachigen Erziehung“. In: Verónica Oelsner\, Claudia Richter (Editoras): Bildung in Lateinamerika. Strukturen\, Entwicklungen\, Herausforderungen. Editorial Wachsmann\, 2015: 119-142. Münster – New York. \n2013: Representación y liderazgo: apreciación antropológica de dos procesos de consulta popular. En: Sabine Speiser (editora) (2013): Representatividad y legitimidad de organizaciones y representantes indígenas. Un debate abierto: pp.90-113. Cooperación Alemana\, BMZ; Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit\, GIZ. Quito\, Ecuador. \n2012: Intercultural bilingual education in Nicaragua: Use of languages\, a model for contextualisation and improving the quality of educacion. UNESCO-International Review of Education. Vol. 57\, Issue 5 (2012); page 721-735. 2013. \nhttp://www.springerlink.com/content/0187028864726330/fulltext.pdf \n2008: (Mitautorin) Die Welt in unserer Schule. Globales Lernen im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung  in der Ganztagsschule. Handout zur Fachtagung  am 24. September 2008 in Berlin. Aus der Praxis für die Praxis. ASET e.V. In Kooperation mit DED-Schulprogramm Berlin\, EPIZ Berlin\,  Servicestelle BnE – Programmwerkstatt und Serviceagentur Ganztägig Lernen. Berlin. \n2005 (mit Utta von Gleich): Interkulturelle Zweisprachige Erziehung im vielsprachigen und plurikulturellen Ecuador. In: Ecuador. Welt der Vielfalt\, 2005: 137-156. Edition Länderseminare. Horlemann Verlag. Bad Honnef. \n2001 (Herausgeberin\, mit Wolfgang Küper) Adult Education in Afrika und Latin America. Intercultural Experiences in a Multicultural Encounter. Lima. \n  \n 
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SUMMARY:Mai-Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Mai-Sitzung der Klasse NWTW der Leibniz-Sozietät \n12. Mai 2022 – 9.30 bis 11.30 Uhr \nDie Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche Mai-Sitzung am 12. Mai 2022 in der Zeit von 9.30 bis 11.30 Uhr als ZOOM-Meeting durch zum Thema: \nHantaviruses: a story of (not only) mice and men\nZoom-Daten: \nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/61394646405?pwd=d0kzWWk2b3JyMHV6TWZPN25TOFUxdz09 \nMeeting-ID: 613 9464 6405 \nBitte beachten Sie die veränderte Anfangszeit. \nVortragender: Dr. Boris Klempa (MLS) \nAbstract: \nHantaviruses are emerging zoonotic viruses. Their reservoir hosts are small mammals\, particularly rodents. Virus transmission to humans occurs via inhalation of aerosolized rodent urine\, saliva\, and feces. Hantaviruses cause two human diseases\, “Hemorrhagic Fever with Renal Syndrome” (HFRS) in Asia and Europe and “Hantavirus Cardiopulmonary Syndrome” (HCPS) in the Americas with case fatality rates of up to 35–50%. \nNumerous new hantavirus discoveries occurred during the last 15 years. Consequently\, the dogmatic view on hantaviruses as rodent-borne viruses had to be re-considered because most of the newfound hantaviruses were found in non-rodent hosts such as shrews\, moles\, and even bats. \nSignificant epidemiological findings were obtained also in Europe. Sochi virus has been recently identified as a new genotype of the Dobrava-Belgrade hantavirus species (DOBV) which causes life-threatening HFRS cases in the Black Sea coast area of the European part of Russia. DOBV is the most virulent hantavirus in Europe which is hosted by several species of the genus Apodemus. Phylogenetic analyses and in vitro experiments showed that genetic reassortment of the genomic segments\, well known for influenza for viruses\, most likely occurred during DOBV evolution. \nAlthough several important chapters have been added during the last decades\, it is obvious that the story of hantaviruses is not over. Hantaviruses remain to be a serious health threat for humans\, leading to fatal diseases. \nVita: \nBoris Klempa\, DSc. (1976) is an internationally recognized expert in the field of molecular evolution and ecology of zoonotic viruses transmitted to humans from small mammals and ticks. He is currently affiliated as a principal investigator and head of Department of Virus Ecology at the Institute of Virology\, Biomedical Research Center of the Slovak Academy of Sciences in Bratislava. \nHe studied biology at the Comenius University in Bratislava. He then obtained his PhD at the Humboldt University in Berlin in 2004 where he worked at the Charité Universitätsmedizin under the supervision of Prof. Dr. Detlev H. Krüger. \nHis particular interests are molecular evolution and epidemiology of hantaviruses\, important human pathogens causing hemorrhagic fever with renal syndrome. He started this research during his time at the Institute of Virology\, Charité Universitätsmedizin where he altogether spent 18 years. He was involved in discoveries of the first hantaviruses from Africa and is recognized for his pioneering work in the field of identification of new hantaviruses in non-conventional hosts such as shrews\, moles\, or bats. He also significantly contributed to molecular epidemiologic characterization of hantaviruses in Central Europe and Russia.
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SUMMARY:April-Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Jürgen Erfurt (MLS) \nSprachwissenschaftliche Zugriffe auf Transkulturalität \nModeration Kerstin Störl \nDie Veranstaltung findet in Zoom statt. \nAbstract:  \nForschungen zur Transkulturalität untersuchen die kulturellen Verflechtungs- und Austauschprozesse und den Wandel des Kulturellen im Zeitalter von Globalisierung\, verstanden als eine lange Periode der Geschichte der Menschheit\, die mit der Herausbildung von Groß- und Kolonialreichen einsetzt\, die eine Zäsur mit der Herausbildung nationalstaatlichen Denkens und Handelns erfährt und ihren vorläufigen Höhepunkt in der globalen Vernetzung und in der Erosion eindeutiger Grenzen erreicht\, die zuvor Staaten\, Märkte\, Zivilisationen\, Kulturen\, Lebenswelten und Menschen trennten. Für Transkulturalität\, ihre Phänomene und Prozesse interessieren sich viele Disziplinen\, die – in unvollständiger Reihung – von Anthropologie\, Denkmalpflege\, Geschichte\, in Nordamerika sehr stark die Gesundheits- und Pflegewissenschaften\, hierzulande prominent die Kommunikations-\, Kultur-\, Sprach- und Literaturwissenschaften bis zu Philosophie\, Religionswissenschaft und Soziologie reichen. Mit der Erforschung transkultureller Prozesse befasst sich zunächst der kubanische Anthropologe Fernando Ortiz (1861-1969)\, dem es darum ging\, die Bedeutung zweier Agrarprodukte – Tabak und Zucker\, ihres Anbaus und ihres Konsums – für die kubanische Gesellschaft und ihre Transformationen im Zuge des Kolonialismus\, Postkolonialismus und der Migration herauszuarbeiten. Seither wandert dieses Konzept\, das bei Ortiz (1940) noch als Gegenentwurf zum Konzept der ‚Akkulturation‘ gedacht war\, durch Räume\, Zeiten und Forschungsfelder und stellt das dar\, was Edward Said (1982) als „traveling concept“ diskutiert hat. Eine der Folgen der Wanderschaft – oder auch der mehrfachen Neuerfindung des Konzepts – besteht darin\, dass Transkulturalität heutzutage von nicht wenigen KulturtheoretikerInnen in ein Stufenmodell bzw. ein Modell der Ablösung von Großkonzepten des Managements kultureller Konflikte gezwungen wird. Auf die monokulturelle Imago des Nationalstaats folgten demnach – in quasi linearer Abfolge – zunächst ein Konzept der Bikulturalität\, dann der Multikulturalität\, dann der Interkulturalität\, gegenwärtig der Transkulturalität … und künftig vielleicht so etwas wie der Hyperkulturalität. \nDas Problem liegt auf der Hand: weder lassen sich mit einem solchen Stufenmodell die immer weiter sich ausdifferenzierenden Prozesse der kulturellen Verflechtung\, des Austauschs\, des Konflikts im Zuge von Mobilität\, Migration und Kontakt von Menschen verstehen\, noch wird das analytische\, und noch viel weniger das theoretische und letztlich auch das handlungsleitende Potential ausgereizt\, das sich mit den einzelnen Konzepten verbinden lässt. \nIn meinem Vortrag möchte ich skizzieren\, wie die Grundzüge einer Theorie der Transkulturalität aussehen können und welche Schlüsselkonzepte darin zum Tragen kommen: Ungleichheit\, Differenz und Emergenz (vgl. Erfurt 2021). In einem weiteren Schritt geht es mir als Sprachwissenschaftler darum\, die Bedeutung von Sprache im Kontext von transkulturellen Verflechtungen sichtbar zu machen und zu zeigen\, wie Sprache\, methodisch kontrolliert\, in die Analyse von transkulturellen Prozessen einfließt. Denn eines scheint festzustehen\, dass Transkulturalität im hohen Maße auf die mit Sprache verbundenen Prozesse des Austauschs von Akteuren und der Verflechtung ihres Handelns angewiesen ist und dass die Mehrsprachigkeit in prominenter Weise einen Türöffner für die Beschäftigung mit Transkulturalität darstellt. Diese Prozesse treiben die Veränderung – auch – der Sprachen\, Sprachpraktiken und sprachlichen Verhältnisse an. Bedenkt man hierbei den Nexus von Sprache(n) und Kultur(n)\, der sich auf vielfältige Weise artikuliert\, so wird deutlich\, dass transkulturelle Prozesse und Perspektiven auch den Blick auf die Sprache in dem Sinne verändern\, dass sich mehr und mehr die Aufmerksamkeit auf „SprecherInnen in Bewegung“ (Erfurt/Gessinger 2022)\, d.h. auf sprachlich interagierende\, mobile Subjekte in von Mehrsprachigkeit geprägten Räumen richtet. \n  \nCV\nJürgen Erfurt \, geb. 1954 in Arnstadt\, ist Romanist und Sprachwissenschaftler. Er lehrte und forschte bis 2020 am Institut für Romanische Sprachen und Literaturen der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Erfurt studierte von 1973 bis 1977 Romanistik und Sprachwissenschaft (Französisch\, Rumänisch\, Spanisch) an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Nach einem Forschungsstudium der Rumänistik in Leipzig und Bukarest unter Leitung von Klaus  Bochmann wurde er 1981 in Leipzig mit einer Dissertation zum Rumänischen im 19. Jahrhundert promoviert. 1985 und 1986 absolvierte er ein dreisemestriges Studium der Hochschulpädagogik. Seine 1986 verteidigte Dissertation B (Habilitation) zum Französischen war text- und diskursanalytisch ausgerichtet. Erfurt wurde 1987 als ordentlicher Dozent für französische Sprachwissenschaft an der Universität Leipzig zum Hochschullehrer berufen. In den Jahren nach 1989 war er sowohl an der Universität Leipzig als auch als Gastwissenschaftler und Gastprofessor an anderen Universitäten (Oldenburg\, Erfurt\, Frankfurt am Main\, Essen\, Tübingen) tätig\, darunter von 1993 bis 1994 am Ontario Institute for Studies in Education in Toronto (Kanada). 1996 erhielt er den Ruf auf die Professur (C4) für Romanistische Linguistik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main\, wo er bis zu seiner Pensionierung im April 2020 tätig war. Erfurt war mehrfach Gastprofessor in Kanada und den USA. \nWissenschaftliches Wirken\nErfurt veröffentlichte zahlreiche Bücher und Aufsätze zu vielen Themen der romanistischen Linguistik\, der Soziolinguistik und der Mehrsprachigkeitsforschung. Seine Forschungsschwerpunkte erstrecken sich auf Untersuchungen zu Sprachgeschichte und Sprachwandel romanischer Sprachen\, hierbei auch auf die Rolle von Schrift und Schriftlichkeit im Sprachwandelgeschehen\, die Sprachpolitik in romanischsprachigen Ländern\, die Herausbildung von standardsprachlichen Varietäten romanischer Sprachen\, darunter jene in der kanadischen Provinz Québec und der Republik Moldau. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Forschungen zur Frankophonie\, den sprachlichen Verhältnissen und der Sprachpraxis frankophoner Minderheiten in Kanada und in anderen Regionen. Für diese Untersuchungen zentral sind neben der Französischsprachigkeit die Phänomene von Mehrsprachigkeit und Migration\, denen sich Erfurt in mehreren Fallstudien in Deutschland\, Kanada\, Frankreich und der Republik Moldau widmete. Hierbei geht er der Frage nach\, mit welchen Modellen\, Problemen und Konflikten das Sprachenlernen im schulischen Kontext und darüber hinaus in der sprachlichen Erziehung zu Mehrsprachigkeit verbunden ist. Schließlich sind\, ausgehend von seinen Forschungserfahrungen in Kanada und in anderen romanischsprachigen Räumen\, die Untersuchungen zum Problemfeld sprachlicher Mischungsprozesse sowie zur Interkulturalität und Transkulturalität zu nennen.
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SUMMARY:April-Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche April-Sitzung am 7. April 2022 in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr via Zoom (s.u.) statt durch zum Thema \nAktivierung von Zellen an der Grenzfläche zwischen Blut und Biomaterialien\nVortragende: Prof. Dr. Viktoria Weber (MLS) \nAbstract:\nIn zahlreichen in der Medizin verwendeten Verfahren kommt es zum direkten Kontakt von Blut mit verschiedenen Materialien. Dieser kann innerhalb des Körpers erfolgen\, etwa bei Herzklappen oder Stents\, oder außerhalb\, wie bei Verfahren der Dialyse oder bei Oxygenationsmembranen. \nBeim Kontakt von Blut mit Biomaterialien kommt es innerhalb von Sekunden zu einer Adsorption von Proteinen\, wodurch eine neue\, dynamische Oberfläche entsteht\, mit der Blutplättchen und Immunzellen in Kontakt treten. Die Zusammensetzung dieser neu entstehenden Proteinschicht und damit die an dieser Oberfläche ablaufenden Aktivierungsvorgänge hängen maßgeblich von der Art des Biomaterials ab. Die Erkennung dieser Oberflächen als körperfremd kann zu einer Reihe von zellulären Reaktionen führen\, welche die Funktion des jeweiligen Medizinproduktes beeinträchtigen und Thrombosen\, Embolien\, oder Entzündungsreaktionen auslösen können. \nDie Frage\, warum verschiedene Biomaterialien unterschiedliche Aktivierungsvorgänge auslösen\, ist daher ein spannendes und wichtiges Forschungsgebiet. Am Beispiel extrakorporaler Absorptionsverfahren werden in diesem Vortrag Mechanismen der zellulären Aktivierung und ihre möglichen Folgen dargestellt sowie die Möglichkeiten zur Entwicklung von Systemen mit hoher Blutverträglichkeit beleuchtet. \nVita:\nViktoria Weber studierte Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur Wien (Promotion 1993) und erwarb ihre Habilitation für das Fach Biochemie ebenfalls an der Universität für Bodenkultur (2008). Seit 1999 ist sie an der Universität für Weiterbildung Krems (Donau-Universität Krems) tätig\, wo sie seit 2010 eine Professur für Medizinische Biochemie innehat und das Department für Biomedizinische Forschung leitet. Seit 2011 war sie Vizerektorin für Forschung und seit 2021 Vizerektorin für Forschung und nachhaltige Entwicklung. Sie ist gegenwärtig Präsidentin der Europäischen Gesellschaft für Künstliche Organe (ESAO) und Vizepräsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie (ÖGMBT). Viktoria Weber war an mehreren Europäischen Projekten auf dem Gebiet der therapeutischen Apherese sowie der Sepsis beteiligt und leitete von 2013-2019 das CD-Labor für Innovative Therapieansätze in der Sepsis. Ihre Forschungsinteressen gelten der Grenzfläche zwischen Blut und Biomaterialien\, der Aktivierung von Plättchen und Immunzellen während des Kontakts von Blut mit Biomaterialien\, sowie extrazellulären Vesikeln und ihren Rollen in der Gerinnung und Immunmodulation. Mit ihrer Gruppe entwickelte sie eine Reihe von Methoden zur Charakterisierung des zellulären Ursprungs und der Funktion extrazellulärer Vesikel insbesondere in der Sepsis. \nKoordinaten für die Teilnahme an der Online Sitzung:\nZoom-Meeting: \nhttps://donau-uni.zoom.us/j/69196849157?pwd=YlZacHJzeGFlOThYRldHYll2bC9ydz09 \nMeeting-ID: 691 9684 9157 \nKenncode: 791894 \n 
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SUMMARY:März-Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften hält ihre März Sitzung online ab (via Zoom\, Zugangsdaten finden Sie hier sobald sie vorliegen). \nThema: \nDie Rechte der Natur als Konzeption starker Nachhaltigkeit?\nReferent:  \nDr. Stefan Knauß (MLS)\, Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg\, Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiV) \nOrt:\nDie Veranstaltung findet in Zoom statt. \nAbstract\nChristopher Stone hat in Should trees have standing? (1972) erstmalig explizit vorgeschlagen\, „Wäldern\, Ozeanen\, Flüssen und anderen sogenannten Naturobjekten – ja\, der natürlichen Umwelt insgesamt – eigene Rechte zu verleihen“. Seit 2006 gab es über 100 Initiativen in 24 Ländern derartige Rechte der Natur\, in geltendes Recht zu integrieren (Vgl. United Nations\, Harmony with Nature). Prominentestes Beispiel ist die Verfassung von Ecuador (2008). Sie benennt die Natur neben Menschen und Körperschaften als Rechtsträger (Art. 10)\, schreibt ihr ein Recht auf Existenz und Regeneration (Art. 71) zu\, das unabhängig von menschlichen Rechten gilt (Art. 71) und von allen Menschen weltweit eingeklagt werden darf (Art. 73) (Vgl. Knauß 2020). Nach einer Einführung in die Theorie und Praxis der Rechte der Natur wird die Frage behandelt\, ob es sich bei den Rechten der Natur um eine besondere Form starker Nachhaltigkeithandelt oder nicht (Döring & Ott 2001)? \nLiteratur: \nDöring\, R.\, & Ott\, K. (2001). Nachhaltigkeitskonzepte. Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik\, 2(3)\, 315-342. https://www.ssoar.info/ssoar/handle/document/34760. \nKnauß\, S. (2020). Pachamama als Ökosystemintegrität–Die Rechte der Natur in der Verfassung von Ecuador und ihre umweltethische Rechtfertigung. Zeitschrift Für Praktische Philosophie\, 7(2). https://www.praktische-philosophie.org/knauszlig-2020.html \nStone\, C. D. (1972). Should Trees Have Standing–Toward Legal Rights for Natural Objects. S. CAl. l. rev.\, 45\, 450. https://heinonline.org/HOL/LandingPage?handle=hein.journals/scal45&div=17&id=&page \nUnited Nations (2020). Harmony with Nature – Chronology. http://www.harmonywithnatureun.org/chronology/. \n  \nAkademischer Lebenslauf \nArbeitsgebiete \n\nRechtsphilosophie (Menschenrechte\, humanitäre Interventionen\, Rechte der Natur)\nPolitische Philosophie (interkulturelle und de-koloniale Philosophie\, Lateinamerika)\nEthik (Bio- und Umweltethik)\n\nAusbildung \n2015                Promotion MLU Halle-Wittenberg\, Philosophie\, Note: magna cum laude\, (1\,0) \n2003-2009       Magister Artium (M.A.)\, MLU Halle\, Catania und Parma\, Politikwissenschaft\, Medien- und Kommunikationswissenschaft und Philosophie\, Note: gut\, (1\,7) \n  \nBeruflicher Werdegang \nseit 2022         Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)\, Leipzig \nseit 2021         Wissenschaftlicher Mitarbeiter (100%)\, Geographie\, MLU Halle \n2019-2021      Associated Junior Fellow\, Max-Weber-Kolleg\, Erfurt \n2017-2020      Wissenschaftlicher Mitarbeiter (100%)\, Philosophie\, DFG-Eigene Stelle\, Erfurt \n2016-2017      Wissenschaftlicher Mitarbeiter (100%)\, Philosophie\, MLU Halle \n2015-2016      Post Doc Research Fellow\, Gesellschaft und Kultur in Bewegung\, Halle \n2010-2014      PhD\, Graduiertenschule\, Gesellschaft und Kultur in Bewegung\, Halle \n2010                Wissenschaftlicher Mitarbeiter (50%)\, Politikwissenschaft\, MLU Halle \n  \nGastaufenthalte \n2020                New Zealand Centre for Environmental Law\, University of Auckland \n2019                PYDLOS\, Universidad de Cuenca \n2019                Universitá di Parma \n2018                Emory University\, Atlanta \n2016                PYDLOS\, Universidad de Cuenca \n2014-2015      Universitá Federico II\, Neapel \n2012                Centro de Investigaciones Filosoficas (CIF)\, Buenos Aires \n2011                Instituto Gino Germani\, Universidad de Buenos Aires (UBA) \n2010                Universidad de Bahia\, Salvador da Bahia \n2009-2010      Universitá di Catania\, Catania \n  \nMitgliedschaften \nDeutsche Gesellschaft für Philosophie (DGPhil) \nLeibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin (gewähltes Mitglied) \nInternational Association for Environmental Philosophy (IAEP) \nInternational Society for Environmental Ethics (ISEE) \nAssociation for Philosophy and Literature (APL) \n  \nKontakt \nstefan.knauss@geo.uni-halle.de | Researchgate | Twitter | Facebook | LinkedIn \n 
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SUMMARY:März-Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche März-Sitzung am 10. März 2022 in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr durch – Ort: online via Zoom-Link (weitere Einwahldaten s.u.) \nThema: Elektrochemie – Werkzeug mit Zukunft! \nVortragender: Prof. Dr. Uwe Schröder (MLS) \nAbstract: \nUnsere Gesellschaft steht vor sehr großen Herausforderungen bezüglich eines nachhaltigen Umgangs mit den Umweltressourcen. In der öffentlichen Diskussion stechen hier besonders die Themenbereiche der individuellen Mobilität und der nachhaltigen und klimaschonenden Energieversorgung hervor – beides wiederum eng verknüpfte Themen. \nDieser Vortrag soll zeigen\, welche Beiträge die Elektrochemie als Baustein und Bindeglied künftiger regenerativer Energietechnologien leisten kann. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten des eigenen Arbeitskreises. Diese umspannen sowohl Fragestellungen künftiger Mobilität (Batterieforschung\, regenerative Kraftstoffe) und nachhaltiger chemischer Prozesse als auch einer potentiellen Rückgewinnung von Energie aus Abwasserströmen mittels biologischer Brennstoffzellen. \nVita: \nUwe Schröder studierte von 1990-1995 Chemie an der Humboldt-Universität zu Berlin und promovierte dort in physikalischer Chemie. Als Stipendiat der Alexander-von-Humboldt Stiftung forschte er am Physical and Theoretical Chemistry Laboratory der Universität Oxford. Im Jahr 2007 habilitierte er an der Universität Greifswald (Mentor Prof. Fritz Scholz) und wurde im Jahr 2008 auf die W3-Professur für Nachhaltige Chemie und Energieforschung an die TU Braunschweig berufen\, wo er ab 2015 das Institut für Ökologische und Nachhaltige Chemie leitete. Einen Ruf an die Universität Jena (2013) lehnte er ab\, nahm jedoch im Jahr 2021 einen Ruf an die Universität Greifswald an\, wo er seit 1.10.2021 den Lehrstuhl für Elektrobiochemie innehat. Uwe Schröders Forschungsschwerpunkte sind die mikrobielle Elektrochemie und mikrobielle elektrochemische Technologien\, Elektrosynthese und Batterieforschung. Uwe Schröder veröffentlichte über 170 Publikationen mit mehr als 15\,000 Zitationen. Er ist Chefeditor des Journals Frontiers in Energy Research (Frontiers Media) sowie Board-Mitglied zahlreicher Zeitschriften. \n\n  \nOrt: \nZoom-Meeting: \nhttps://uni-greifswald-de.zoom.us/j/82896832275?pwd=bk16L2xSeDRmVWR1dmg4UGhlQUhUUT09 \nMeeting-ID: 828 9683 2275\nKenncode: 050237 \nTelefoneinwahl z.B.\n+49 69 5050 0952 Deutschland\n+49 69 5050 2596 Deutschland
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DESCRIPTION:Ort: “virtuelles” Treffen als Zoom-Sitzung:\nhttps://us02web.zoom.us/j/83260798959?pwd=aUNEN0hzY0QyaURkYzE0a0d2Unk0QT09\nMeeting-ID: 832 6079 8959\nKenncode: 935529 \nReferentin: \nAnnette Hoxtell (MLS)\nDigitales Arbeiten und psychologische Sicherheit \nAbstract: \nAufgrund der Corona-Pandemie sammeln viele Unternehmen und Arbeitnehmende Erfahrungen mit dem mobilen Arbeiten (Alipour et al.\, 2020; bitkom\, 2020; DAK Gesundheit\, 2020; Möhring et al.\, 2020; Stürz et al.\, 2020) und wollen auch in Zukunft mehrheitlich daran festhalten (bitkom\, 2020; Kunze et al.\, 2020). Besonders für Menschen\, die über längere Zeit örtlich flexibel arbeiten\, ist ein regelmäßiger zwischenmenschlicher Informationsaustausch wichtig (de Vries et al.\, 2019; Weinert et al.\, 2015). Um diesen digitalen Austausch gelingend zu gestalten\, braucht es persönliche Eigenschaften (McCrae & Costa\, 1997)\, psychologische Sicherheit im Team sowie entsprechende Werkzeuge und Formate. Psychologische Sicherheit umfasst die gemeinsame Überzeugung\, in einem Team zwischenmenschliche Risiken eingehen zu können. Sie ist ein wichtiger Prädikator für Teamleistung\, Verbundenheit und Lernen in Gruppen (Edmondson\, 2019; Frazier et al.\, 2017; Hu et al.\, 2018). Eine Online-Umfrage\, an der 662 Arbeitnehmende im Q3/2020 teilnahmen\, zeigt\, wie Arbeitnehmende während des ersten pandemiebedingten Lockdowns im Frühjahr 2020 die Arbeit von zu Hause aus erlebten\, auf welche neuen Arbeits- und Kontaktformen sie dabei zurückgriffen und wie es um diese Zeit um die psychologische Sicherheit bestellt war. \nKurzes CV der Referentin: \nWissenschaftlicher Werdegang und berufliche Erfahrung\n2017 – jetzt Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre\, VICTORIA I Internationale Hochschule\, ehemals: hwtk Berlin\n2012 – 2017 Wissenschaftliche Mitarbeiterin & Projektleiterin Mehr MINT Studentinnen\, HTW Berlin\n2011 – 2012 Social Entrepreneur\, JUMP in MINT\, Berlin\n2007 – 2011 Sustainability Advisor und PR Managerin\, STRATO AG\, Berlin \nAusbildung\n2013 – 2016 Promotion zum Dr. rer. pol.\, Universität Potsdam\n2009 Fachjournalistin\, Freie Journalistenschule\, Berlin\n2004 – 2005 M.A. Central and Eastern European Studies\, Uniwersytet Jagielloński\, Krakau\n2001 – 2004 B.A. International Business Administration\, VWA Stuttgart/Open University London\, davon: 2003 Warsaw School of Economics\n2001 – 2004 Ausbildung zur Luftverkehrskauffrau\, Deutsche Lufthansa AG\, Frankfurt\, Stuttgart\, Paris\, Mailand\, Katowice \n 
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DESCRIPTION:Februar-Sitzung der Klasse NWTW der Leibniz-Sozietät\nDie Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt ihre öffentliche wissenschaftliche Februar-Sitzung am 10. Februar 2022 in der Zeit von 9:30 bis 11.30 (!) Uhr in Berlin (Rathaus Mitte\, Raum 121) durch zum Thema \nDie Pflege des Menschen: Zur gesellschaftlichen Funktion der professionellen Pflege \n Vortragender: Prof. Dr. Olaf Scupin (MLS) \nAbstract: \nJede Gesellschaft bekommt die Krankenpflege\, die sie verdient! Die Pflege des Menschen ist ein Phänomen über den jede und jeder (mit)reden kann. Wer hat nicht schon einen anderen Menschen gepflegt? Auch über die professionelle Pflege haben die meisten Menschen schon einen Eindruck bekommen. Kaum ein anderer Berufszweig in der Bundesrepublik Deutschland ist in den letzten Jahren so starkem Wandel unterzogen worden\, wie der der Pflegeberufe. Welche Funktionen und Aufgaben die professionellen Pflegeberufe für eine Gesellschaft erfüllen sollen\, ist hingegen kaum bekannt. Zum einen\, weil die Berufsgruppe selbst diese zum Teil nicht ausführt und somit sicht- und spürbar wäre. Zum Zweiten\, weil die politisch gewollten Rahmenbedingungen und Strukturen im Gesundheits- und Sozialwesen noch nicht geschaffen wurden. So wird die ab 2020 gesetzlich verankerte hochschulische Pflegeausbildung das Gesundheitswesen nachhaltig verändern. Gerste schreibt dazu 2014: „In Kliniken\, in denen 60% der Krankenschwestern einen Bachelor haben und sich im Durchschnitt um 6 Patienten kümmern\, liegt die Sterblichkeit um 30% unter jener von Kliniken\, in denen die Schwestern nur in 30% einen Bachelor-Abschluss vorweisen können und im Durchschnitt eine jede von ihnen 8 Patienten versorgt.“ (Gerste\, Ronald D.: Patientensicherheit: Stationäre Mortalität und Personalschlüssel korrelieren. In: Deutsches Ärzteblatt\, Jg. 111\, Heft 26\, S. 1211-1212\, Berlin: Deutscher Ärzteverlag GmbH\, 2014). Über einen historischen Exkurs zur Entwicklung der professionellen Pflegefunktionen und –berufe\, sollen im Vortrag die aktuellen Entwicklungen in der Pflegelandschaft erläutert und diskutiert werden. \nVita: \nAusbildung zum Krankenpfleger und Fachweiterbildung zum Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivpflege (Westfälische-Wilhelms-Universität Münster/Westf. – Prof. Dr. Dr. P. Lawin). Qualifizierung zur Leitung des Pflegedienstes. Zwischen 1995 – 2005 Direktor in 3 Kliniken. \nStudium der Gesundheits- und Pflegewissenschaften an der Fachhochschule Neubrandenburg (Prof. Dr. H.-J. Götze). 2003 Promotion am Institut für Wissenschaftsphilosophie und Humanontogenetik der Humboldt-Universität zu Berlin (Prof. Dr. K.-F. Wessel). Seit 2004 Professor am Fachbereich Gesundheit und Pflege der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH Jena) mit dem Berufungsgebiet „Pflegemanagement“. Seit 2009 Direktor am Institut für Coaching und Organisationsberatung der EAH Jena. Lehre in den Fachbereichen Betriebswirtschaft\, Sozialwesen und SciTec. Vorstandsmitglied im Landespflegerat Thüringen und der Gesellschaft für Humanontogenetik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2017 Direktor für Pflegeentwicklung am Deutschen Zentrum für Orthopädie der Waldkliniken Eisenberg. Seit 2019 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. \n  \nDatum und Veranstaltungsort \n10. Februar 2022\, 9:30 bis 11:30 \nOrt: Rathaus Berlin-Mitte\, Raum 121 (Karl-Marx-Allee 31\, U-Bahn-Station Schillingstraße) \nBitte beachten Sie die veränderte Anfangszeit.
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse NWTW der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät derWissenschaften zu Berlin führt ihre öffentliche wissenschaftliche Dezember-Sitzung 2021  in der Zeit 10:00 bis 12:00 Uhr durch. \nThema: \nDie Förderung der Geowissenschaften in der Leibniz´schen Gelehrtengesellschaft\n\nVortragender: Prof. Dr. Heinz Kautzleben (MLS) \nDer Veranstaltungsort: Projekt Humanontogenetik\, Humboldt Universität zu Berlin\, Mohrenstraße 40/41\, Raum 415\, 10117 Berlin \n\nAlle Teilnehmer sind aufgefordert\, im Gebäude ihre FFP-2-Maske zu tragen und Belege über ihre erfolgreiche Zweifachimpfung oder über ihre Genesung von einer Covid-19-Erkrankung (2G-Regel) vorzuweisen. \nAbstract:\n\nDer Verein „Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin“ ist die heutige Form der Leibniz’schen Gelehrtengesellschaft\, die 1700 in Berlin vom Kurfürsten Friedrich III. als „Brandenburgische Sozietät der Wissenschaften“ mit Gottfried Wilhelm Leibniz als Gründungspräsidenten gestiftet wurde. Die Leibniz’sche Gelehrtengesellschaft war von 1744 bis 1990 Träger der Akademien der Wissenschaften mit Sitz in Berlin\, deren Folge mit der „Académie Royale des Sciences et Belles Lettres“ des Preußenkönigs Friedrich II. begann und 1990 mit der Akademie der Wissenschaften der DDR endete. Die Leibniz-Sozietät ist Erbe einer bewegten\, großen Geschichte. \nEine der Kernaufgaben der Leibniz’schen Gelehrtengesellschaft war und ist zu allen Zeiten die Förderung der Geowissenschaften und der mit ihr verwandten Wissenschaftsdisziplinen\, die gemeinsam den gesellschaftlichen Auftrag „Erforschung\, Überwachung und wissenschaftliche Begleitung der Nutzung des Lebensraumes der Menschheit“ erfüllen. Seit Entwicklung und Nutzung der Weltraumtechnologie gibt es intensive Bestrebungen\, den Lebensraum der Menschheit von der Geosphäre in den erdnahen Weltraum auszudehnen. Die Leibniz’sche Gelehrtengesellschaft wurde diesen Bestrebungen noch zu Zeiten der AdW der DDR dadurch gerecht\, dass sie eine eigene Klasse „Geo- und Kosmoswissenschaften“ einrichtete. Ihre Nachfolgerin in der Leibniz-Sozietät ist der Arbeitskreis „Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften“ (GeoMUWA). \nIm internationalen Maßstab werden die Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften länderspezifisch sehr unterschiedlich gefördert. Über verschiedene wissenschaftliche Interessen und politische Gegensätze hinweg werden wesentliche Fortschritte allerdings vorwiegend dann erreicht\, wenn es zu einer die Landesgrenzen überschreitenden engen Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Technikwissenschaftlern kommt. \nVita: \nHeinz Kautzleben studierte von 1952 bis 1957 Geophysik an der Universität Leipzig\, wo er auch promovierte (1962) und sich habilitierte (1965). Seine Wissenschaftlerlaufbahn begann er 1957 in Potsdam am Geomagnetischen Institut der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin (DAW). 1968 wechselte er zum Geodätischen Institut der DAW. 1969 ernannte ihn die DAW zum Professor für Geophysik. Er gehörte zu den Mitbegründern des Zentralinstitutes für Physik der Erde (ZIPE) und des Forschungsbereiches\, der ab 1974 „Geo- und Kosmoswissenschaften“ hieß. 1973 wurde er zum Direktor des ZIPE berufen\, 1989 zum Direktor des Institutes für Kosmosforschung. Von 1984 bis 1990 diente er zusätzlich als Leiter des Forschungsbereiches. In der internationalen Zusammenarbeit auf seinem Wissenschaftsgebiet war er sowohl im Rahmen der ehemals sozialistischen Länder aktiv wie auch weltweit. Seine bevorzugten Forschungsgebiete waren Mathematische Geophysik\, Geomagnetismus\, Physikalische Geodäsie\, Geodynamik. Seit der Auflösung der AdW der DDR betätigt er sich als Privatgelehrter. Das Plenum der AdW der DDR wählte ihn 1979 zum Korrespondierenden Mitglied\, 1987 zum Ordentlichen Mitglied. 1993 gehörte er zu den Mitbegründern der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften. Er hat 2001 deren Arbeitskreis Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften initiiert und war bis 2018 dessen Sprecher.
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SUMMARY:November-Sitzung der Klasse SGW der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihe öffentliche wissenschaftliche November-Sitzung am 11. November 2021 in der Zeit von 10.00  bis 12:00 Uhr online durch zum Thema \nGesellschaftskritik im Spiegel des Theaters der Aufklärung (Frankreich und Spanien)\nVortragender: Dr. phil. habil. Peter Jehle (MLS) \n  \nAbstract: \n“Sie sitzen schon\, mit hohen Augenbrauen\, / Gelassen da und möchten gern erstaunen“\, heißt es im Faust. Doch die Wirklichkeit ist anders. Im Parterre gibt es keine Sitzplätze\, die den Blick der Zuschauer zwangsläufig auf die Bühne ausrichten würden; ausschließlich männliche Zuschauer kommentieren lautstark das Geschehen und drehen der Bühne nicht selten den Rücken zu\, weil hinten im Saal oder oben auf den Rängen gerade das interessantere Schauspiel stattfindet. Im 18. Jahrhundert sind wir noch weit entfernt von den Momenten vollkommener Illusion\, die sich Stendhal gewünscht hat. Und doch wird gerade das Theater zu einem der Orte\, an denen die Produktion eines neuen gesellschaftlichen Subjekts betrieben wird – eines zivilen Helden\, der den adligen Müßiggänger wie den soldatischen Typus in den Schatten stellt. Der zivile Held bezieht sein Selbstverständnis aus nützlicher Tätigkeit – nützlich für die vielen\, die von ihrer Arbeitskraft leben müssen. Wie Diderots Enzyklopädie den nützlichen Wissenschaften ein Forum geboten hat\, so das Theater dem zivilen Helden\, der eine neue Lebensweise vorführt. Zum Bahnbrecher der modernen Welt\, wie Gramsci sagt\, wird nicht derjenige\, der sich vor allem mit den Beziehungen zwischen Höflingen beschäftigt\, sondern derjenige\, der “Ratschläge zur Erbauung des Typus des Bürgers in der Zivilgesellschaft” gibt. \n  \nCurriculum vitae: \ngeb. am 03.11.1954 in Ravensburg (Baden-Württemberg) \n1974 Abitur \n1974/75 Ziviler Ersatzdienst \n1975 Beginn eines Lehramtsstudiums (Deutsch/Französisch) in Heidelberg \n1976 Wechsel nach West-Berlin \n1982 Erstes Staatsexamen \n1983-85 Referendariat am Französischen Gymnasium\, Berlin \n1985/86 Fremdsprachenassistent in Cambrai/Frankreich \n1987-89 Koordinator der Übersetzung des Kritischen Wörterbuchs des Marxismus \n1994 Dissertation an der FU Berlin zum Thema Werner Krauss und die Romanistik im deutschen Faschismus (Gutachter: Manfred Naumann und Jürgen Trabant) \n1994-2010 Berliner Schuldienst \nSeit 2010 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Mitherausgeber des Historisch-kritischen Wörterbuchs des Marxismus \n2015 Habilitation für das Fach Romanische Philologie an der Universität Potsdam zum Thema Theaterverhältnisse und kulturelle Hegemonie in der französischen und spanischen Aufklärung (Gutachter: Helmut Peitsch\, Wolfgang Asholt) \nWissenschaftliche Tätigkeiten \nSeit 1981 Mitglied im Projekt Ideologie-Theorie an der FU Berlin unter Leitung von W.F.Haug \nSeit 1987 Redakteur der Zeitschrift „Das Argument“ \nRedakteur und Koordinator des „Kritischen Wörterbuchs des Marxismus“ (1987-1989) \nMitübersetzer und ab Bd. 7 Mithrsg. von Gramscis Gefängnisheften (1991-2002) \nMithrsg. der Zeitschrift „Das Argument“ (seit Heft 263/2005) \nRedakteur des „Historisch-Kritischen Wörterbuchs des Marxismus“ (seit Band 5\, 2001) \nMithrsg. des HKWM seit Band 7/I (2008) \nPrivatdozent für das Fach Romanische Philologie an der Universität Potsdam (2015) \n  \n 
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SUMMARY:November-Sitzung der Klasse NWTW der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin führt ihre öffentliche wissenschaftliche November-Sitzung am 11. November 2021  in der Zeit von 10:00 bis 12:00 Uhr in Berlin durch zum Thema \nKlimawandel\, Ressourcen und Energieversorgung der Zukunft – Gründe für eine schnellstmögliche Energiewende (ökologisch\, sozial\, ökonomisch)\nOrt: Projekt Humanontogenetik\, Humboldt Universität zu Berlin\, Raum 415\, Mohrenstraße 40/41\, 10117 Berlin \nVortragender: Prof. Dr. Wolfgang Methling (MLS) \nAbstract: \nObwohl inzwischen keine wissenschaftlich begründeten Zweifel an der hauptsächlich anthropogen verursachten Erwärmung der Erdatmosphäre und dem daraus resultierenden globalen Klimawandel auf der Erde bestehen\, werden häufig die Dimension und Geschwindigkeit dieser Prozesse unterschätzt. Die Analysen\, Berichte und Projektionen des Weltklimarates (IPPC) belegen\, dass die Erderwärmung rasant voranschreitet und die bisher auf internationalen Kongressen politisch beschlossenen Ziele der Begrenzung der Erwärmung um 2 ° C (Tokyo) bzw. 1\,5 ° C (Paris) bis 2100 nur noch erreicht werden können\, wenn die Emission von Treibhausgasen radikal reduziert wird. Dabei spielt das bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern (Kohle\, Erdöl\, Gas) entstehende CO2 die Hauptrolle als Treiber der Erderwärmung. Die Konzentration von CO2 ist von ca. 280 ppm inzwischen auf ca. 410 ppm angestiegen. Selbst bei einer Reduzierung der Emissionen wird der Klimawandel nicht aufgehalten\, sondern nur verlangsamt. Hinzu kommt\, dass die Reichweite der Ressourcen auf wenige Jahrhunderte begrenzt ist und bei ihrer Förderung und Verbrennung erhebliche weitere Belastungen der Umwelt (Luft\, Boden\, Wasser\, Landschaft) entstehen. Deshalb ist ein schnellstmöglicher Ausstieg aus der Verbrennung von fossilen Energieträgern für die Erzeugung von Strom\, Wärme und Mobilität und die vollständige Umstellung auf die Nutzung der Energie der Sonne (Wind\, Solarthermie\, Photovoltaik\, Biomasse\, Wasserkraft\, Meeresenergie\, Erdwärme u.a.) unabdingbar. Die Kraft der Sonne ist nach irdischen Maßstäben (fast) unerschöpflich. Sie zu nutzen\, ist ein Gebot der ökologischen\, ökonomischen und sozialen Vernunft und Verantwortung\, kein ideologisch begründeter Irrweg. \nVita: \nWolfgang Methling\, 1947 in Kavelstorf\, Krs. Rostock\, geboren\, studierte von 1966 bis 1971 Veterinärmedizin an der Universität Leipzig (Abschluss Dipl.-Vet. med.). Von 1971 bis 1985 war er als wiss. Assistent und Oberassistent im Wissenschaftsbereich Tierhygiene und Strahlenbiologie der Sektion Tierproduktion und Veterinärmedizin der Universität Leipzig tätig. Die Promotion A (Dr. med. vet.) schloss er 1978 mit einer Dissertation zur Wirkung des sichtbaren Lichtes auf die Infektionsabwehr von Kälbern ab. 1982 erwarb er die Qualifikation als Fachtierarzt für Tierhygiene. Seine Dissertation zur Promotion B (Dr. sc. med. vet.) befasste sich 1984 mit der Keimflora in Schweineställen. 1985 wurde er als Dozent für Tierhygiene an die Sektion Tierproduktion der Universität Rostock berufen. 1989 wurde ihm der Titel Veterinärrat (VR) verliehen. \nVon 1978 bis 1990 arbeitete Wolfgang Methling in forschungskoordinierenden Gremien der Akademie für Landwirtschaftswissenschaften der DDR mit. 1992 erfolgte die Berufung als Professor für Tiergesundheitslehre an der Universität Rostock. Von 1996 bis 1998 war er Sprecher des Fachbereiches Agrarökologie der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock. Seine wichtigsten Arbeitsgebiete in Lehre und Forschung waren über viele Jahre Umweltgerechte Tierhaltung\, Ökologischer Landbau\, Umwelthygiene\, Tierhygiene\, Tierseuchen- und Tiergesundheitslehre\, Tierschutz\, Ökotoxikologie und Biotechnologie. Die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Tätigkeit sind in mehr als 100 Publikationen nachzulesen. \nVon 1998 bis 2006 war Wolfgang Methling Umweltminister (2002 bis 2006 Stellv. Ministerpräsident) in der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern. Seit 2012 ist er Vorsitzender des Fördervereins und Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Akademie für nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern\, seit 2013 Mitglied des Wiss. Beirates des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e. V.\, seit 2014 Mitglied im Vorstand von Eurosolar Deutschland. 2020/21 war er Mitglied des Zukunftsrates der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern\, der ein Programm für die nachhaltige Entwicklung des Landes entwickelt hat.
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SUMMARY:Dezember-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften lädt ein zu ihrer öffentlichen wissenschaftlichen Dezember-Sitzung zum 12.12.2019 in Berlin.\n \nDas Thema der Sitzung ist \nIKT und nachhaltige Entwicklung –\n(k)eine „Harmonie a priori“?!\nReferent:     Gerhard Banse (Berlin) \n  \nZeit:       10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt:        Berlin\, Rathaus Tiergarten\, Balkonsaal
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