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SUMMARY:Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Hartmut Hecht (MLS) \nPhilosophische Entdeckungen zwischen zwei wissenschaftlichen Grundlagendiskussionen\nOrt: Rathaus Friedrichshagen \nauch in Zoom. \nAbstract \nDie Entstehung der heutigen Erfahrungswissenschaften im 17./18. Jahrhundert ist durch zwei Grundlagendiskussionen gekennzeichnet – den Streit der Cartesianer und Leibnizianer über das wahre Maß der lebendigen Kraft und die Prioritätsdebatte um das Maupertuis’sche Prinzip. Beide werden in der Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte bis heute diskutiert und zwar unabhängig von einander. Ich werde in meinem Vortrag zeigen\, dass erst der Zusammenhang dieser beiden Ereignisse den Aufstieg des neuen Wissenschaftstyps Erfahrungswissenschaft verständlich macht und vor allem die Dimensionen und die Heftigkeit der Auseinandersetzun­gen erklärt. Dafür werde ich mich auf zwei Schwerpunkte konzentrieren: (1) auf die Mathema­tisierung der Naturphilosophie und die dafür erforderliche Einführung aktiver Prinzipien\, die\, wie ich (2) zeigen werde\, einen grundlegenden Wechsel hinsichtlich des philosophischen Welt­verständnisses einschließen. \nIm Unterschied zu dem in der historischen Forschung traditionell thematisierten Gegensatz von Leibnizianer und Cartesianern bzw. Newtonianern und Leibnizianern\, erlaubt es mein Ansatz\, gemeinsame Tendenzen der in die Auseinandersetzungen involvierten Kombattanten herauszu­arbeiten\, und daraus die Möglichkeit einer Lösung der Konflikte verständlich zu machen. \nDie bei der Analyse gewonnen Ergebnisse werden abschließend verallgemeinert und zu einigen Schlussfolgerungen in Bezug auf die Dynamik von Übergangsprozessen ähnlicher – nicht nur naturwissenschaftlicher – Art verdichtet. \n  \nKurzvita \nStudium der Physik und der Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Promotion 1976\, Dissertation B 1984. Beides zu Themen der Wissenschaftsphilosophie. Lehre an den Universitäten Greifswald\, der Viadrina Frankfurt/Oder und der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 1984 Tätigkeitsschwerpunkt Leibniz und Leibniz-Rezeption insbesondere in der französischen Aufklärung. Forschungsgruppenleiter Leibnizforschung an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Von 2001–2013 Arbeitsstellenleiter an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. In diesem Zusammenhang Beginn der Edition der naturwissenschaftlichen medizinischen und technischen Schriften von Gottfried Wilhelm Leibniz als Teil der Akademie Ausgabe (Reihe VIII). \nPublikationen: Gottfried Wilhelm Leibniz. Mathematik und Naturwissenschaften im Paradigma der Metaphysik\, Teubner 1992. Leibniz: Monadologie\, Übersetzung und Kommentar\, Reclam 1998. Mitarbeit an den Bänden VIII\,1 (2009) und VIII\, 2 (2016) der Leibniz Akademie Ausgabe. Herausgeber und Mitherausgeber von Sammelwerken z.B. zu Pierre Louis Moreau de Maupertuis (1999) und Emilie Du Châtelet (2019).
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SUMMARY:Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 13. April 2023 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nBeratungsraum der Fa. GEFEG im Storkower Bogen\, Storkower Str. 207\, 10369 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Die Zoomeinwahldaten sind folgende:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/64393777039?pwd=ZysxSG9FNk8xbllhZ2xia0EzRXg5UT09\nMeeting-ID: 643 9377 7039 \nVortrag: \nMichael Hupfer (Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei\, Berlin) \nEinfluss des Klimawandels auf Gewässer in Deutschland\nAbstract: \nHitzeperioden und Trockenheit führen auch in Deutschland zu Waldbränden\, Ernteausfällen\, Waldsterben sowie zu gesundheitlichen Problemen und anderen Hitzeschäden. Besonders betroffen ist die gewässerreiche Region Berlin-Brandenburg\, in der bereits jetzt semiaride Verhältnisse vorherrschen. Es wird dargestellt\, wie die bereits eingetretenen und prognostizierten Veränderungen von Klimafaktoren auf die physikalische\, chemische und biologische Struktur von Gewässern und deren Vernetzung mit der terrestrischen Umgebung wirken. Die Folgen des Klimawandels sind bereitsjetzt an Seen und Flüssen deutlich zu erkennen. Der Temperaturanstieg an der Wasseroberfläche um durchschnittlich 0\,5 K pro Dekade seit 1980 sowie sinkende Wasserstände verändern das thermische Schichtungsverhalten sowie den Sauerstoff- und Nährstoffhaushalt von Seen. Außerdem kann es leichter zu Fischsterben\, zu vermehrtem Auftreten toxischer Cyanobakterien und zur Einwanderung invasiver Arten kommen. Immer mehr Fließgewässer fallen zeitweise trocken\, was erhebliche Auswirkungen auf die Biodiversität hat und zur verstärkten Freisetzung von Treibhausgasen führt. Durch den Klimawandel besonders gefährdet sind vorbelastete oder degradierte aquatische Ökosysteme. Eine Begrenzung des weltweiten Temperaturanstiegs sichert auch die Existenz sowie vielfältige Nutzungsformen unserer Gewässer. \nVita: \nDr. Michael Hupfer studierte in Rostock und Dresden Technische Hydrobiologie und Limnologie. Im Jahr 1993 wurde er mit einer Arbeit zum internen Phosphorhaushalt von Seen und Talsperren an der TU Dresden promoviert. Gastaufenthalte während und nach der Doktorandenzeit führten ihn zu international führenden Forschungseinrichtungen in Österreich und der Schweiz. Seit dieser Zeit stehen angewandte Fragestellungen im Blickpunkt seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit. Dabei geht es unter anderem um die Restaurierung eutrophierter Seen\, die Entwicklung neuentstehender Bergbauseen und um die Folgen des Klimawandels für Gewässerökosysteme. Seine Anstellung am Leibniz-Institut für Gewässerökologie- und Binnenfischerei in Berlin-Friedrichshagen bot ihm seit 1996 die Möglichkeit\, als leitender Wissenschaftler langfristig angelegte Forschungsprojekte zu realisieren. Für seine vielfältigen Bemühungen Grundlagenwissen in der Praxis zu überführen\, erhielt er 2005 den Wissenschaftspreis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Seit 2022 ist Herr Hupfer Honorarprofessor auf dem Gebiet der Aquatischen Biogeochemie an der BTU Cottbus-Senftenberg. Er ist Mitglied des geschäftsführenden Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Limnologie sowie Herausgeber der internationalen Fachzeitschrift „Limnologica“ und des Buches „Angewandte Limnologie“\, welches als Fortsetzungswerk erscheint.
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SUMMARY:Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften \nUlrich Busch (MLS) \nDie gegenwärtige Teuerung im Lichte der historischen Erfahrung der Hyperinflation von 1923 \n10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: Rathaus Friedrichshagen \nZusammenfassung \nSeit dem Sommer 2021 ist in Deutschland und im Euroraum ein rasanter Preisanstieg zu verzeichnen. Dieser betrifft insbesondere Energie\, bestimmte Rohstoffe und Lebensmittel. Inzwischen wurden durch Zweitrundeneffekte davon aber auch andere Güter und Dienstleistungen erfasst\, so dass die bis dato vorherrschende deflationäre Tendenz als überwunden anzusehen ist und von einer Rückkehr der Inflation gesprochen werden kann. Zufällig trifft dieser Prozess mit dem 100. Jahrestag der Hyperinflation in Deutschland\, Österreich\, Ungarn\, Polen und anderen Staaten zusammen. Die Koinzidenz beider Ereignisse legt es nahe\, die „große Inflation“ von 1922/23 retrospektiv im Lichte der inflationären Prozesse von heute zu betrachten\, wie auch umgekehrt\, die aktuelle Inflation anhand der Erfahrungen von damals zu bewerten. Dabei wird deutlich\, dass es hier sowohl Parallelen als auch signifikante Unterschiede gibt. Insgesamt aber dürften die Differenzen überwiegen\, was eine Gleichsetzung beider Inflationen ausschließt und Befürchtungen\, wonach die gegenwärtige Inflation früher oder später in eine Hyperinflation übergehen könnte\, unwahrscheinlich erscheinen lassen. \nCV \nUlrich Busch legte 1969 in Magdeburg das Abitur ab und erlernte in der Notenbank den Beruf eines Bankkaufmanns. Anschließend studierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin Finanzökonomie. 1976 wurde er zum Dr. oec. promoviert. Danach war er eine Zeitlang in leitender Funktion in der Staatsbank der DDR tätig. 1981 wechselte er an die Humboldt-Universität\, erwarb die Facultas Docendi und habilitierte sich 1984 auf dem Gebiet der Finanzwissenschaft. 1987 wurde er zum ord. Dozenten für Politische Ökonomie berufen. In den Jahren 1990 bis 1993 wirkte er aktiv mit an der Umstrukturierung und dem Neuaufbau der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät mit. Nach der Abwicklung der Fakultät arbeitete Herr Busch bis 2009 als Dozent und Leiter wissenschaftlicher Projekte an der Humboldt-Universität und anderen Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie im privaten Bankwesen. Zuletzt war er an der Technischen Universität Berlin beschäftigt. Zudem wirkte er als Gastprofessor an der Wirtschaftsuniversität Budapest\, als Dozent an der Frankfurt School of Finance & Management in Frankfurt am Main und an einer Reihe in- und ausländischer Universitäten. \nSeine Arbeitsschwerpunkte sind: Geldtheorie und -politik; Transformation sowie ökonomische Aspekte der deutschen Vereinigung. \nHerr Busch ist seit 2009 Mitglied der Leibniz-Sozietät. Von 2010 bis 2021 war er Schatzmeister der Sozietät. \n 
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DESCRIPTION:Horst Simon\, Freie Universität Berlin \nReden die anderen anders? Wie finden wir’s raus? – Methodische Überlegungen und erste Ergebnisse einer Variationellen Pragmatik des Deutschen \nDie Klassensitzung findet am 11. Mai 2023 von 9.00 bis 11.00 Uhr als Zoom-Meeting  statt. \nAbstract \nWährend seit langem bekannt ist\, dass in den Bereichen Wortschatz und Grammatik große Variabilität in der Sprache herrscht\, ist Variation in der Pragmatik bislang noch kaum untersucht. Genau diesem Umstand entgegenzuwirken\, hat sich das Berlin-Zürich-Salzburger VariPrag-Projekt <www.variprag.net> zum Ziel gesetzt. In einer großangelegten Studie\, die experimentelle Methoden mit beobachtender Feldforschung kombiniert\, soll flächendeckend für den deutschen Sprachraum eruiert werden\, wie sich das kommunikative Alltagsverhalten der Menschen unterscheidet. Als konkreter Untersuchungsgegenstand dienen dabei höflichkeitssensitive Sprechaktrealisierungen wie Anrede\, Grüße\, Aufforderungen\, Beschwerden usw. Zudem soll der Frage nachgegangen werden\, inwieweit der öffentliche Diskurs zu diesem Thema\, der u.a. auf nationale Stereotypen abhebt\, der Realität entspricht.\nIn meinem Vortrag werde ich ausführlich die methodischen Herausforderungen bei diesem Projekt diskutieren und erste Ergebnisse präsentieren\, die bereits auf deutliche\, teils überraschende Unterschiede hinweisen. \n*** \nCV von Horst Simon \nBio: \n\nseit 2011: Professor für Historische Linguistik an der Freien Universität Berlin;\nallerlei auswärtige Gasttätigkeiten\, z.B. mehrfach Gastprofessuren an der Peking Universität und der Université Toulouse Jean Jaurès\n2007-2011: Lecturer und Senior Lecturer in German and General Linguistics am King’s College London\n1994-2007: Humboldt-Universität zu Berlin;\n2003/04: Research Fellow der Alexander-von-Humboldt Stiftung in Wien;\nPromotion 1999 zur Grammatik der Anredepronomina\nStudium der Germanistik und Anglistik in Passau\, Amsterdam und Glasgow\n\naktuelle Projekte: \n\nDie Dynamiken des Deutschen im mehrsprachigen Kontext des südlichen Afrika\nFremdsprachenlernen und -lehren: Neukonfigurationen der Volkssprachlichkeit in der Frühen Neuzeit\nVariantenpragmatik des Deutschen. Kommunikative Muster im Vergleich\n\n 
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DESCRIPTION:Die Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Link ist folgender:\nhttps://us02web.zoom.us/j/85632148697?pwd=cWJnTjVGdGx3WXhIeXpRcFNKRWtTQT09\nMeeting-ID: 856 3214 8697  –  Kenncode: 679932. \nVolker Wulf (MLS) \nSozio-Informatik: Ein praxiologisch fundiertes Forschungsparadigma\nAbstract:\nComputeranwendungen sind stark mit den Arbeits- und Lebenspraktiken der Nutzer verwoben. Um diese Anwendungen geeignet zu gestalten\, müssen die Praktiken ihrer Benutzer verstanden werden. Der Vortrag führt in die Sozioinformatik als ein Feld der angewandten Informatik ein\, das eine praxisorientierte Perspektive auf das Design sozial eingebetteter Technologien entwickelt. Ausgehend von dieser Perspektive werden methodische und epistemologische Herausforderungen erarbeitet. Um diese Herausforderungen zu adressieren\, wird vorgeschlagen\, eine Sammlung gut dokumentierter Design-Fallstudien aufzubauen. Die Durchführung einer Design-Fallstudie ist eine sehr kontextspezifische Forschungsaktivität\, die drei Perspektiven verschränkt: (1) sie analysiert empirisch die gegebenen Praktiken in einem bestimmten Anwendungsbereich\, (2) sie entwickelt ein innovatives Design für einen IT-Artefakt\, das sich auf die Ergebnisse der Analyse bezieht\, (3) sie untersucht die Aneignung des technischen Artefakts über einen längeren Zeitraum. \nDarüber hinaus wird vorgeschlagen\, ein wachsendes Portfolio von Design-Fallstudien zu erstellen und sie auf reichhaltige Weise zu dokumentieren. Ein wachsender Korpus von Design-Fallstudien soll es ermöglichen\, die kontextspezifischen Ergebnisse zu vergleichen und so die Möglichkeit bieten\, Querschnittsthemen zu identifizieren. Auf diese Weise ist es möglich\, eine IT-design-spezifische Terminologie aufzubauen und Abstraktionen als konzeptionelle Elemente der Sozioinformatik zu entwickeln. \nVita:\nVolker Wulf ist Professor für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien an der Universität Siegen und leitet den Geschäftsbereich »User-Centred Software-Engineering (USE)« am Fraunhofer FIT\, Sankt Augustin. Zudem ist er Gründungsmitglied des International Institute for Socio-Informatics (IISI). Nach dem Studium der Informatik und Betriebswirtschaftslehre an der RWTH Aachen und der Universität Paris VI. promovierte er an der Universität Dortmund und habilitierte sich an der Universität Hamburg in Informatik. Er arbeitete als Research Fellow am Massachusetts Institute of Technology (MIT)\, Cambridge\, MA und verbrachte Zeit als Gastprofessor an der Stanford University\, Palo Alto\, CA. Seine Forschungsinteressen liegen vor allem in den Bereichen Computer Supported Cooperative Work (CSCW)\, Participatory Design (PD) und Human Computer Interaction (HCI). Er veröffentlichte mehr als 350 wissenschaftliche Aufsätze und publizierte 15 Bücher\, darunter “Expertise Sharing: Beyond Knowledge Management” und “Social Capital and Information Technology”\, beide mit MIT Press\, Cambridge MA\, sowie “End User Development” bei Springer\, Dordrecht und “Socio-Informatics” bei Oxford University Press erschienen. \n 
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DESCRIPTION:Rüdiger Bernhardt (MLS) \nVon Gottsched und der Neuberin zu Julius Mosen und dem Jungen Deutschland.\nZur Entwicklung des deutschen Dramas und eines dafür notwendigen Theaters\n9.00 bis 11.00 Uhr \nDie Sitzung findet als Zoom-Meeting statt. \nAbstract \nMit der Ankunft Gottscheds 1724 in Leipzig begannen Bemühungen um das deutsche Drama und die zugehörige Theaterpraxis in einem zersplitterten Staatsgebilde\, in dem barocke Theaterkunst an Fürstenhöfen und Haupt- und Staatsaktionen\, gespielt von Wanderbühnen am Stadtrand\, herrschten. Der Universitätsgelehrte Gottsched verband sich mit der Wanderbühne der Neuberin. Gemeinsam setzten sie zwischen 1727 und 1741 drei Anliegen durch: \n\nein eigenständiges deutsches Drama\, das mit Gottscheds Sterbendem Cato (1731) sein erstes Beispiel bekam\,\nEntwicklung und Sammlung dramatischer Werke\, die die deutsche Gegenwartsdramatik ausmachten und\nErarbeitung einer entsprechenden Aufführungspraxis\, zu der der weitgehende Verzicht auf den Harlekin und ein sorgfältig strukturiertes Drama gehörten.\n\nEinhundert Jahre später – 1841 – wollte der Dramatiker Julius Mosen in Dresden als Dramaturg der Nachfolger von Ludwig Tieck werden\, der nach Berlin berufen worden war. Das Vorhaben scheiterte. Dafür verschaffte ihm sein Freund Adolf Stahr 1843 die Stelle des Dramaturgen im neu gegründeten Hoftheater des Großherzogtums Oldenburg. Was Mosen dafür als Rüstzeug einbrachte\, stammte von den Linkshegelianern\, die sich um ihn in Dresden-Strehlen gesammelt hatten. Mosen konzentrierte sich auf das Schauspiel – die Oper wurde ausgeschlossen –\, auf Autoren des Jungen Deutschland und auf historische Stoffe\, die aktuelle Bedeutung hatten. So entwickelte er mit Stücken jungdeutscher Autoren das moderne Drama\, das Theoretiker wie Hermann Hettner – Das moderne Drama (1852) – veranlasste\, im Zusammenhang mit Mosen vom „sozialen Schauspiel“ als einer modernen Form des Schauspiels zu sprechen. Mit Gerhart Hauptmanns Die Weber (1892) u.a. wurde der Begriff seit dem Naturalismus heimisch. Mosen erkrankte schwer und musste seine Tätigkeit unvollendet beenden.\nBeide – die Neuberin im 18. und Julius Mosen im 19. Jahrhundert – stammten aus dem Vogtland und stellen den Beitrag des Vogtlandes zur Entwicklung einer modernen deutschen Dramatik dar. \nCV \nRüdiger Bernhardt\, Prof. Dr. sc. phil.\, Dipl.-Germanist\, geb. 1940 in Dresden\, Studium der Germanistik\, Kunstgeschichte\, Nordistik und Theaterwissenschaft in Leipzig. Tätig an der Universität Halle (Saale) von 1964 bis 1993\, außerdem an Universitäten und Hochschulen u.a. in Minsk\, Bratislava\, Stockholm\, Kiel\, Szczecin. Von 1995 bis 2003 außerdem tätig in Schulbuchverlagen. 1. Vorsitzender der Gerhart-Hauptmann-Stiftung Kloster auf Hiddensee 1994 bis 2008. Ca. 120 Buchveröffentlichungen\, darunter Monografien zur Antikerezeption\, zu Henrik Ibsen\, August Strindberg\, Gerhart Hauptmann\, Peter Hille\, Julius Mosen\, Christoph Hein\, Das Lyrische Schaffen (7 Bände)\, Schreiben auf dem Bitterfelder Weg (2016)\, Maßstab Humanismus. Zur Arbeit der sowjetischen Kulturoffiziere (2020) und Schulbücher. Parallel seit 1965 Tätigkeiten an Theatern und kontinuierlich als Literatur-\, Fernseh- und Theaterkritiker und seit 1966 in der Bewegung schreibender Arbeiter (u.a. Vorsitzender der ZAG).- 1985 Händel-Preis\, 1999 Wahl in die Leibniz-Sozietät; 2018 Vogtländischer Literaturpreis \n 
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SUMMARY:Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 8. Juni 2023 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/61271662573?pwd=VDRsT0Zuc0xNa0xnbzhxSlpQaVVhdz09\nMeeting-ID: 612 7166 2573 \nVortrag: \nErnst-Peter Jeremias (MLS) \nWo stehen wir aktuell bei der Transformation im Sektor Verkehr?\nAbstract: \nDie Treibhausgasemissionen im Sektor Verkehr sind mit einigen Schwankungen seit 1990 mit durchschnittlich 170 Mio. Tonnen CO2äqu auf einem hohen Niveau. 2021 wurde das Ziel des Klimaschutzgesetzes mit 3 Mio. Tonnen verfehlt. 2022 sind es nach ersten Schätzungen 11 Mio. Tonnen zu viel. Bis 2030 ist nahezu eine Halbierung auf 85 Mio. Tonnen erforderlich\, um die Ziele zu erreichen. Die aktuelle Politik lässt aus der Sicht des Vortragenden trotzdem nicht die erforderlichen Konsequenzen zur Zielerreichung im Jahr 2030 und darüber hinaus erkennen. Die Kontroversen in der Ampel-Regierung sind mit Ausnahme der Einführung eines halbherzigen 49-Euro-Monatstickets für den deutschlandweiten Nah- und Fernverkehr ab 01.05.2023 unverändert groß. Dabei sind insbesondere folgende Aspekte zu nennen: \n\nEinführung eines Tempolimit auf deutschen Autobahnen und in Ortschaften\n\nReduzierung von bis 6\,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente\nEinsparung von Kraftstoff\nFlüssigerer Verkehr\, weniger Staus auf Autobahnen\nWeniger Verkehrstote und Verletzte auf Autobahnen\nElektromobilität fordert ohnehin niedrigere Geschwindigkeiten heraus\n\n\nAusbaupriorität Schiene oder Straße?\nHoher Investitionsstau bei der Deutschen Bahn mit erforderlicher Ausweitung des Schienennetzes\nVerlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene\nKonzentration auf die Elektromobilität statt Verzögerung durch eine Diskussion für eine technologieoffene Kraftfahrzeugtechnik der Zukunft\n\nIm Vortrag sollen der aktuelle Stand erörtert und vor allem die zwingenden Maßnahmen diskutiert werden. \nVita: \nErnst-Peter Jeremias studierte von 1972 bis 1976 Kraftwerksanlagen und Energieumwandlung an der Ingenieurhochschule Zittau (Abschluss als Diplomingenieur). Von 1976 bis 1980 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und von 1980 bis 1991 als Gruppenleiter für Reaktorwärmetechnik im KKW Rheinsberg tätig. 1988 erfolgte die Promotion zum Dr.-Ing. (Akademie der Wissenschaften der DDR\, Kernforschungszentrum Rossendorf). Von 1991 bis 1994 arbeitete Ernst-Peter Jeremias für die entec Planungsgesellschaft GbR (Geschäftsführender Gesellschafter) und von 1994 bis 2018 für die tetra ingenieure GmbH – Planungs- und Beratungsgesellschaft für Energie- & Umwelttechnik und Gebäude- & Versorgungstechnik (Geschäftsführender Gesellschafter; www.tetra-ingenieure.de). Seit 2018 ist er Gesellschafter der tetra ingenieure GmbH. Außerdem ist er als selbständiger Senior Consultant auf den aktuellen Fachgebieten „Sektorenkopplung und Elektromobilität“ und „Einkommensenergien“ tätig. Seit 2020 ist er freiberuflicher Dozent bei der Handwerkskammer Potsdam zum Themenkomplex „Elektromobilität und Infrastruktur“. Seit 2019 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät \nKontakt: jer18dot@yahoo.com
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DESCRIPTION:Donnerstag\, den 12. Oktober 2023 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Einladungslink ist folgender: \nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/61025984530?pwd=MHZXU2dGeERGN3ljcTd5NlYybDI4Zz09\nMeeting ID: 610 2598 4530 \nVortrag: \nRainer Schimming (MLS) \nRaum und Zeit – alltäglich und doch rätselhaft \nAbstract: \nAusnahmslos alle realen Gegenstände\, auch wir Menschen\, befinden sich im Raum und unterliegen dem Fluss der Zeit. Die beiden Entitäten sind alltäglich\, und doch hat man sich seit jeher gedanklich an ihnen abgearbeitet. Eine gewisse Klarstellung bringen die Begriffe natürlicher Raum & natürliche Zeit. Zuvörderst zuständig ist die Physik. Mathematik ist ein Dienstleister\, stellt Modelle von Raum & Zeit zur Verfügung. Humanwissenschaften befassen sich damit\, wie der natürliche Raum und die natürliche Zeit beim Menschen individuell oder kollektiv ankommen. Der Seinsstatus von Raum & Zeit ist Sache der Philosophie; dort gehen die Meinungen stark auseinander. Der Vortrag präsentiert eine Begriffsgeschichte von Raum & Zeit im Schnelldurchlauf. Bei allen Fortschritten sind doch Rätsel übriggeblieben\, auf die ebenfalls eingegangen wird. Das Nachdenken über Raum & Zeit ist durchaus nicht abgeschlossen. \nVita: \nRainer Schimming studierte ab 1964 Mathematik an der Universität Leipzig und schloss 1971 mit der Promotion ab. Die Dissertation behandelt ein Thema der Allgemeinen Relativitätstheorie. Das trifft auch auf die 1979 fertiggestellte Habilitationsschrift zu. Im Jahr 1981 wurde Rainer Schimming als Dozent mit Lehrauftrag für Analysis an die Universität Greifswald berufen. Post-Doc-Aufenthalte führten ihn 1975/76 an die Universität Kiew und 1986 an das Einstein-Laboratorium der Akademie der Wissenschaften in Potsdam-Babelsberg. Seit 1996 ist er Professor in Greifswald. Etwa 100 Artikel mit mathematischen Forschungsergebnissen liegen vor. Im Ruhestand\, seit 2009\, hat sich Rainer Schimmingzunehmend seinen philosophischen Interessen zugewandt. Unter anderem hat er mehrere Semester lang Philosophie-Vorlesungen an der Universität Potsdam gehalten.
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DESCRIPTION:Donnerstag\, den 9. November 2023 \n10:00–12:00 Uhr\, öffentliche Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \nDie Sitzung findet als Zoom-Videokonferenz statt. Der Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/61889124872?pwd=V2hTWHcwaTB1QkovMnlDY3l6dThqUT09\nMeeting ID: 618 8912 4872 \nVortrag: \nGötz Bokelmann (MLS) \nBeobachtung des Erdinneren: Was gibt es Neues unter Europa?  \nAbstract: \nNach einem kurzen Überblick über die grundlegende Struktur unseres Planeten und die wichtigsten Vorstellungen seiner Funktionsweise werden wir uns der Seismologie widmen\, d.h. der Untersuchung von mechanischen Wellen\, die alle (festen\, flüssigen und gasförmigen) Teile der Erde durchlaufen. Dies erlaubt es\, Aussagen sowohl über den Ursprung der Wellen (Erdbeben oder andere menschliche oder natürliche Aktivitäten)\, als auch über das Hintergrundmedium zu liefern. Wir werden uns vor allem letzterem Aspekt widmen\, im Zusammenhang mit aktuellen Projekten wie AlpArray\, die uns helfen\, den Untergrund unter unserem Kontinent besser zu verstehen\, wie auch seine geologische Geschichte. Wir sprechen kurz über die methodischen Entwicklungen in der Strukturabbildung der letzten Jahre\, u. a. die Rekonstruktion von konkreten Wellenwegen aus seismischem Hintergrundrauschen. Dies erlaubt es uns\, die Struktur des Untergrunds genauer zu bestimmen\, und wir können damit noch weitere\, zum Teil überraschende Beobachtungsfenster öffnen\, u. a. auf die mechanische Spannung\, die auf dem Untergrund lastet. Ebenso erhalten wir Einblicke auf Veränderungen im Wasserhaushalt im flachen Untergrund\, die u. a. von Bedeutung für die aktuelle Klimadebatte sein können. \nVita: \nGötz Bokelmann ist Professor für Geophysik an der Universität Wien. Nach einem Studium an der Universität Bochum promovierte er an der Princeton Universität\, und habilitierte sich im Jahr 1998\, wiederum an der Universität Bochum. Er besuchte mehrfach das Department of Terrestrial Magnetism der Carnegie Institution of Washington\, und kam an die Stanford Universität als Visiting Associate Professor. Dort war er bis 2003 als Heisenberg-Stipendiat tätig. Nach einer Gastprofessur am Institut du Physique du Globe in Paris hatte er ab 2003 eine Geophysik-Professur an der Universität Montpellier inne\, von wo aus er im Jahr 2010 auf den Lehrstuhl für Geophysik an der Universität Wien wechselte. Seine Forschungsinteressen liegen in der Seismologie\, der Beobachtung der Erde mit geophysikalischen Methoden. Dies umfasst u.a. Erdbeben\, seismische Gefährdung und nukleare Verifikation. Im Zentrum seines Interesses steht dabei die Entwicklung neuartiger Anwendungen von geophysikalischen Daten. Daneben fungiert er in den letzten Jahren auch verstärkt als Ansprechpartner für öffentliche Einrichtungen und Medien\, vor allem zu Fragen der Naturgefahren.
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DESCRIPTION:Donnerstag\, den 14. Dezember 2023 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nLink zum Zoom Meeting\nhttps://us02web.zoom.us/j/83793710647?pwd=d3hJV0ZRSVJRSk9zMVArZjUwQlcydz09\nMeeting-ID: 837 9371 0647\nKenncode: 491688 \nVortrag: \nThomas Naumann (DESY\, Zeuthen) \nEx nihilo nihil fit – Die Geburt der Welt aus dem Nichts \nAbstract: \nEx nihilo nihil fit\, Von Nichts wird Nichts\, stellte schon Aristoteles beim Nachdenken über den Ursprung der Welt fest. Wie aber kann Etwas aus dem Nichts entstehen? Warum ist da Etwas – und nicht etwa Nichts? Eine creatio ex nihilo\, eine Schöpfung aus dem Nichts\, erschien niemals logisch. Heute wissen wir: Die Leere\, das Vakuum ist nicht das bloße Nichts. Sie lebt und kann Materie gebären. In diesem Sinne beschreiben wir den Urknall und die darauffolgende Inflation des Universums und diskutieren die philosophischen und physikalischen Konzepte von Vakuum und Äther. Seit 500 Jahren ist die Physik die Lehre von den Kräften\, also Vektoren. Heute\, im 21. Jahrhundert\, dominieren skalare Felder die Vergangenheit und Zukunft des Universums: das Feld der Inflation und der Dunklen Energie im Makrokosmos sowie das Feld des 2012 am CERN entdeckten Higgs-Teilchens im Mikrokosmos. Eine neue Ära der Physik bricht an – die Ära skalarer Felder. \nVita: \nThomas Naumann ist Teilchenphysiker. Er arbeitet am größten Forschungsprojekt der Menschheit\, dem 27 km langen Large Hadron Collider LHC des Europäischen Zentrums für Kernforschung CERN in Genf\, im ATLAS- Experiment. Geboren 1953 in Dresden\, studierte er bis 1975 Physik an der Technischen Universität seiner Heimatstadt. Danach untersuchte er am Institut für Hochenergiephysik in Zeuthen bei Berlin und ab 1992 am Deutschen Elektronen Synchrotron DESY die Eigenschaften der Kernkraft. Thomas Naumann leitete bis 2019 die Gruppe Teilchenphysik des DESY in Zeuthen und lehrte als Honorarprofessor an der Universität Leipzig.
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DESCRIPTION:Donnerstag\, den 8. Februar 2024 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://us02web.zoom.us/j/88030466234?pwd=MVRtOC9OWGw0UUZFL1Rla3ArVmFWdz09\nMeeting-ID: 880 3046 6234\nKenncode: 548086 \nVortrag: \nUlrich Jumar (MLS) \nForschung zur Funk-Datenkommunikation im Spannungsfeld industrieller Anforderungen und 5G-Mobilfunkmarkt\nAbstract: \nFrühzeitig hat sich bei der Forschung zum Thema der Funk-Datenkommunikation in der industriellen Automation gezeigt\, dass beim Nachweis der Leistungsfähigkeit der Kommunikation der Applikationsaspekt Berücksichtigung finden muss. So interessiert den Nutzer in der Industrie\, in welchem Maße die Anforderungen erfüllt werden und ob noch Reserven für einen späteren Ausbau vorhanden sind. Folgerichtig befasst sich eine Arbeitsgruppe beim Autor des Beitrags mit der methodischen Anforderungsspezifikation sowie mit Methoden zur Bewertung des Zeit- und Fehlerverhaltens von Funklösungen. Ein ausgewählter Forschungsgegenstand ist das Koexistenzmanagement\, das dann relevant wird\, wenn mehrere Funksysteme zur gleichen Zeit am selben Ort dasselbe Frequenzspektrum nutzen. Ein Vorteil des beschrittenen Weges ist die Unabhängigkeit von der Funk-Technologie und von herstellerspezifischen Produkten. Die Arbeiten fließen in die 5G-ACIA „5G Alliance for connected industries and automation“ ein\, zu deren Gründungsmitgliedern das Institut des Autors zählt. Mit Blick auf die Forschung wird das „Industrial Radio Lab Germany“ vorgestellt\, das sich zum Ziel gesetzt hat\, die flexible Vernetzung von Maschinen und Anlagen in Produktionssystemen durch drahtlose Kommunikationssysteme zu unterstützen. Ein Spannungsfeld entsteht nicht zuletzt dadurch\, dass die durch den 5G-Mobilfunkmarkt geschürten Erwartungen mit den automatisierungstechnischen Anforderungen an Echtzeitverhalten\, Zuverlässigkeit und Sicherheit kontrastieren. \nVita: \nUlrich Jumar hat von 1978 bis 1983 Elektrotechnik in der Fachrichtung Technische Kybernetik und Automatisierungstechnik an der damaligen TH Magdeburg studiert. 1986 wurde er mit einer regelungstechnischen Arbeit zum Dr.-Ing. promoviert. Nach einer Forschungs- und Lehrtätigkeit an der Magdeburger Universität und einem Forschungsaufenthalt am King’s College in London war Ulrich Jumar als Gründungsmitglied des An-Instituts ifak e.V. seit 1992 maßgeblich am Aufbau des Instituts für Automation und Kommunikation (ifak) in Magdeburg beteiligt. Seit 2005 ist er Vorstandsvorsitzender und Leiter des ifak und Professor an der Otto-von-Guericke-Universität in der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik. Er arbeitet an der Schnittstelle wissenschaftlicher Methoden und Verfahren der Automatisierung und deren Anwendung. In der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik ist Ulrich Jumar langjährig im Vorstand und Beirat tätig. Er ist zudem in leitender Funktion beim jährlichen AUTOMATION-Kongress aktiv. Auf internationaler Ebene wirkt er in der IFAC International Federation of Automatic Control. Er ist Editor-in-Chief der wissenschaftlichen Zeitschrift at – Automatisierungstechnik\, Mitglied in verschiedenen Fachbeiräten und Gutachtergremien und seit 2023 Mitglied der Leibniz-Sozietät.
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DESCRIPTION:Donnerstag\, den 14. März 2024 \n10:00–12:00 Uhr\, öffentliche Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \nDie Sitzung findet als Zoom-Videokonferenz statt.\nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/68803031789?pwd=dlZ4NGZCRzdTZ2YyUDVnL2kzK2hSZz09\nMeeting ID: 688 0303 1789 \nVortrag: \nUlrich Wulf (BTU Cottbus) \nQuantenmechanischer Ladungstransport in Nanotransistoren und daraus abgeleitete energiesparende Nanotransistorlösungen\nAbstract: \nNach dem wohlbekanntem Mooreschen Gesetz verdoppelt sich die Anzahl der Transistoren in Hochleistungs-Mikrochips etwa alle zwei Jahre. Dieses Gesetz bleibt bis heute gültig\, die Entwicklung intensiviert sich sogar. Der Vortrag demonstriert die erheblichen Umgestaltungen der Transistorarchitektur – MOSFET\, FinFET\, SOI-Transistor und Nanosheet-FET – die notwendig waren\, um das Mooresche Gesetz aufrechtzuerhalten. Diese Umgestaltungen sind verbunden mit wechselnden physikalischen Regimen des Ladungstransports – semiklassischer\, mesoskopischer und atomistischer Transport. Die Ausführungen konzentrieren sich auf den mesoskopischen Transport\, welcher für die modernen industriellen Transistoren geeignet ist. Wegen der komplexen Architektur und Materialzusammensetzung der Bauelemente ist zur Berechnung der Strom-Spannungs-Kennlinien eine möglichst einfache Formulierung der Transporttheorie erforderlich. Hierzu wird der R-Matrix-Formalismus vorgestellt\, seine Anwendung auf einen SOI-Transistor gezeigt und der Vergleich mit experimentellen Ergebnissen vorgenommen. Außerdem wird demonstriert\, wie die Standard-SOI-Architektur modifiziert werden konnte\, um einen Transistor zu erhalten\, der mit zwei parallelen Leitungskanälen arbeitet\, die durch transversales resonantes Tunneln gekoppelt sind. Wegen der sensitiven Gate-Steuerbarkeit dieser Kopplung hat dieser Zweikanaltransistor das Potenzial\, Anwendungen mit einem sehr niedrigen Energieverbrauch zu ermöglichen \nVita: \nUlrich Wulf studierte von 1980 bis 1987 Physik an der Universität Hamburg und war von 1987 bis 1991 Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart in der Gruppe des Nobelpreisträgers Klaus von Klitzing. Von 1991 bis 1993 war er Postdoktorand an der Indiana University in Bloomington\, Indiana (USA). Seit 1993 ist er Privatdozent an der Brandenburgisch Technischen Universität Cottbus/Senftenberg (BTU)\, 2007 erfolgte die Habilitation. Ulrich Wulf ist heute am Lehrstuhl für Computational Physics an der BTU tätig. Seit mehr als 25 Jahren ist er in der Welt der Quantenelektronik bzw. der Nanoelektronik zu Hause. Die Grundlagenarbeit\, die er dabei geleistet hat\, vergleicht er selbst mit der Kartographie. Die Welt der Quanten muss gezeichnet\, die Zeichnungen müssen immer wieder verbessert werden\, nur dann kann der Mensch sich in dieser Welt zurechtfinden und radikale technische Fortschritte erreichen. Bei seiner Forschung rechnet er mit Millionstel Millimetern. Nanoelektronik wird die Halbleitertechnologie revolutionieren\, davon ist Ulrich Wulf überzeugt.
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DESCRIPTION:Donnerstag\, den 16. Mai 2024 \n10:00–12:00 Uhr\, öffentliche Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \nDie Sitzung findet als Zoom-Videokonferenz statt: \nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/65667231796?pwd=ajc5cUxMUDNCbjlIOHNOQzA5VXdSUT09\nMeeting-ID: 656 6723 1796\n  \nVortrag: \nTao Wang (Beijing) \nContinental assembly/growth and orogenic types: Big data of magmatic rocks \n  \nAbstract: \nThe continental crust distinguishes Earth from other planets and records its unique evolutionary history characterized by its assembly and growth during orogenesis. Many issues are still not known well\, including what are the ways of assembly of complex continents\, whether voluminous Phanerozoic growth occurs or not\, what are the relationships of the assembly and crustal growth to orogeny\, and how to quantitatively evaluate them. \nThe talk presents the results of recent research on these issues based on big data of igneous rocks. Five stages of the assembly of the complex Asian continent\, including a roll-back\, scissor-like closure of the Mongolian Okhotsk Ocean\, were constructed through the spatial-temporal evolution of magmatic belts mainly based on geochronology datasets. \nNd-isotopic mapping of 8 typical Phanerozoic orogens characterizes their architecture and crustal growth. The results demonstrate that the proportions of juvenile crust decrease from typical accretionary (> 59%) to general accretionary (50% – 30%)\, to accretionary–collisional\, and to collisional orogens and confirm voluminous (> 50%) Phanerozoic crustal growth. A new approach is proposed to quantitatively characterize orogen types and their evolution as well as their relationships with crustal growth through isotope mapping. \nVita: \nProfessor Tao Wang is Senior Researcher of the Institute of Geology\, CAGS (Chinese Academy of Geological Science)\, Director of the National Committee of Experts of Regional Geological Mapping\, Deputy Director of Regional Geology and Mineralization Specialized Committee\, China Geological Society and Director of the Beijing SHRIMP center (2018-2023). His major research interests are geological mapping\, granitic origin\, structural geology\, tectonics\, orogenic evolution\, continental crust\, deep Earth probes\, and metallogeny. He published several sheets of 1:50000-scale Geological Maps. Tao Wang is the leader of IGCP-662 and co-leader of OnePetrology of DDE (Deep-time Digital Earth\, the first IUGS-recognized Big Science Programme). He published about 290 papers in national and international journals and is listed in the top 2%-rank global scientists and top 1%-rank of global scientists in 2022.
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SUMMARY:Klassensitzung SGW fällt aus!
DESCRIPTION: Diese Veranstaltung fällt wegen einer Absage des Referenten aus.\nBernd Markus Zunk (MLS) \nDie Bedeutung des Lehrfaches „(Allgemeine) Betriebswirtschaftslehre“ an Technischen Universitäten und Hochschulen im gegenwärtigen Spannungsfeld von Nachhaltigkeit\, Innovation und Digitalisierung: Evidenzbasierter Entwurf eines multidisziplinären Kompetenzprofils am Beispiel des Wirtschaftsingenieurwesens\n 
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DESCRIPTION:Donnerstag\, den 13. Juni 2024 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften\nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://us02web.zoom.us/j/84315682119?pwd=tsLMFwmv9aL0amlMjCaY8SAj0pQbVa.1\nMeeting-ID: 843 1568 2119\nKenncode: 946146 \nVortrag: \nNick Schmid (BScN.)\, Prof. Dr. Olaf Scupin (MLS) \nKrankenpflege während der deutschen Kolonialherrschaft. Ausgewählte Biografien und die Arbeits- und Lebensverhältnisse von Krankenschwestern in Namibia (ehem. Deutsch-Südwestafrika) zwischen 1893 und 1915 \nAbstract: \nIm ersten Teil des Projektes „Krankenpflege in der Kolonialgeschichte Deutschlands“ befasste sich eine Forschungsgruppe mit der pflegerischen Ausbildung von deutschen Krankenschwestern und Laienpflegerinnen vor ihrem Aufenthalt in Deutsch-Südwestafrika um 1900\, der christlichen Mission und Pflege im Kontext der deutschen Kolonialherrschaft\, als einem moralischen Konfliktfeld\, der Analyse von Tagebuchaufzeichnungen deutscher Schutztruppensoldaten in der Zeit zwischen 1904-1908 und der Organisation der Konzentrationslager\, Lazarette und Krankenhäuser in Deutsch-Südwestafrika. Diese Ergebnisse werden im ersten Band zum Thema Ende 2024 publiziert. \nIm zweiten Teil des Projektes (April ´22 – Dezember ´23) wurden Krankenschwestern identifiziert\, die zwischen 1893 bis 1915 in der ehemaligen deutschen Kolonie Deutsch-Südwestafrika tätig gewesen sind. Die ersten Teilergebnisse sollen in diesem Vortrag vorgestellt werden. \nDie Geschichte der Pflege ist so alt wie die der Menschen selbst. Trotz dieser Tatsache ist selbst Angehörigen der Pflegefachberufe die pflegehistorische Forschung häufig kein Begriff und das Wissen über die Geschichte ihrer eigenen Profession bleibt fragmentiert. Die Geschichte der eigenen Berufsgruppe zu kennen ist jedoch ein notwendiger Teil\, um heutige sowie zukünftige Entwicklungen zu verstehen und die eigene Praxis kritisch reflektieren zu können. Dies schließt dunkle Kapitel wie die Beteiligung an Verbrechen ebenso ein wie positive Aspekte\, Leistungen und Errungenschaften der eigenen Profession. Um die bislang wenig erforschte Geschichte der Pflege weiter aufzuarbeiten\, haben sich vier Studierende des Masterstudiengangs Pflegewissenschaft/Pflegemanagement der Ernst-Abbe-Hochschule Jena in den letzten zwei Jahren mit einem Thema beschäftigt\, zu dem es bis heute praktisch keine wissenschaftlichen Untersuchungen gab – der Krankenpflege in der deutschen Kolonialgeschichte. Beginnend mit dem Beispiel Namibias (ehemals Deutsch-Südwestafrika) erforschten die Studierenden die Gesundheitsstrukturen der ehemaligen Kolonie aus pflegerischer Perspektive und identifizierten besondere Persönlichkeiten\, sowie Arbeits- und Lebensverhältnisse von Krankenschwestern. Im Rahmen des Vortrags werden Teile der Forschungsergebnisse präsentiert und Einblicke in die Lebens- und Gedankenwelten von Krankenschwestern aus der ehemaligen Kolonie gegeben. \nVita Nick Schmid: \nAusbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger an der Akademie für Medizinische Berufe Freiburg und Studium der Pflegewissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (BSc). Aktuell Student der Pflegewissenschaft\, Schwerpunkt Advanced Nursing Practice (MSc) an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena\, Fachbereich Gesundheit und Pflege. Seit 2021 beschäftigt an der Charité-Universitätsmedizin Berlin (Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin). Tätigkeit als Gesundheits- und Krankenpfleger und dezentraler Praxisentwickler auf einer Intensivstation am Campus Benjamin Franklin. \nVita Olaf Scupin: \nAusbildung zum Krankenpfleger und Fachweiterbildung zum Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivpflege (Westfälische-Wilhelms-Universität Münster/Westf. – Prof. Dr. Dr. P. Lawin). Qualifizierung zur Leitung des Pflegedienstes. Zwischen 1995 – 2005 Direktor in 3 Kliniken. \nStudium der Gesundheits- und Pflegewissenschaften an der Fachhochschule Neubrandenburg (Prof. Dr. H.-J. Götze). 2003 Promotion am Institut für Wissenschaftsphilosophie und Humanontogenetik der Humboldt-Universität zu Berlin (Prof. Dr. K.-F. Wessel). Seit 2004 Professor am Fachbereich Gesundheit und Pflege der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH Jena) mit dem Berufungsgebiet „Pflegemanagement“. Seit 2009 Direktor am Institut für Coaching und Organisationsberatung der EAH Jena. Lehre in den Fachbereichen Betriebswirtschaft\, Sozialwesen und SciTec. Vorstandsmitglied im Landespflegerat Thüringen und der Gesellschaft für Humanontogenetik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2017 Direktor für Pflegeentwicklung am Deutschen Zentrum für Orthopädie der Waldkliniken Eisenberg. Seit 2019 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.
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DESCRIPTION:Donnerstag\, den 12. September 2024 \n10:00–12:00 Uhr\, öffentliche Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin\nDie Sitzung findet als Zoom-Videokonferenz statt. Der Zoom-Einladungslink ist folgender: \nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/66145863294?pwd=6KBLSiuvpNFCTB2aWTMQ1XnNYsUeNV.1\nMeeting-ID: 661 4586 3294\n\nVortrag: \nNorbert Mertzsch\, Ernst-Peter Jeremias\, Gerhard Pfaff\, Gerhard Banse (alle MLS) \nBetrachtungen zur Energieversorgungssicherheit\n Abstract: \nEnergieversorgungssicherheit wurde früher vorwiegend auf den Import von Energierohstoffen in Form von Vermögensenergieträgern (fossile Energieträger wie Kohle\, Erdöl\, Erdgas) bezogen. Inzwischen zeigen Anschläge auf Strommasten und Auswirkungen von Unwettern\, dass das Thema wesentlich umfassender zu betrachten ist. So sollen im Vortrag neben historischen Betrachtungen zur Energieversorgungssicherheit der Menschheit sowohl die politischen und ökonomischen Dimensionen als auch die technischen und organisatorischen Aspekte der aktuellen und zukünftigen Energieversorgungssicherheit aufgezeigt werden. \nIn den Ausführungen wird auf relevante Sicherheitsaspekte beim Import von Vermögensenergieträgern ebenso eingegangen wie auf die sichere Bereitstellung von Einkommensenergien (erneuerbare Energien wie Windenergie\, Solarenergie) im Inland. Einen wesentlichen Platz in den Betrachtungen nimmt die Energieinfrastruktur als Teil der kritischen Infrastruktur ein. Angesprochen wird auch die Problematik der Datensicherheit\, die im Rahmen der Energiewende zunehmende Bedeutung erhält. \nUm die Energieversorgungssicherheit in Zukunft gewährleisten zu können\, sind nachfolgende Fragen innerhalb übergeordneter Problemkreise zu diskutieren: \n\nDefinition der Bedürfnisse\, die sich die Gesellschaft zukünftig leisten kann und will. Dabei sind zu beachten: notwendige Ressourcenminimierung/-schonung\, kein uneingeschränktes Wachstum mehr\, Begrenzung und gerechte Verteilung von Wachstum.\nDenkansatz: Einsparung von Energie muss Vorrang vor der Erzeugung von Energie haben.\nRechtzeitige Planung des komplexen Transformationsprozesses: Derzeit werden die Maßnahmen vor allem auf Basis der Erkenntnisse von Klimaforschern zeitlich festgelegt. Es müssen aber auch Umfang und realistische Dauer des Transformationsprozesses basierend auf den bestehenden Erfordernissen und Zielen berücksichtigt werden.\nKurz- und langfristige Sicherung von für die Energieversorgung benötigten Rohstoffen.\nKonkrete Umsetzung des notwendigen Transformationsprozesses unter Berücksichtigung der vorgenannten Punkte.\n\nVitae: \nNorbert Mertzsch (*1950 / MLS) studierte von 1968 bis 1972 Chemie an der Technischen Hochschule für Chemie „Carl Schorlemmer“ in Merseburg mit dem Abschluss als Diplom-Chemiker. Von 1972 bis 1985 war er im VEB Stickstoffwerk Piesteritz tätig. 1976 erwarb er den Abschluss als Fachchemiker für Analytik und Spektroskopie an der Karl-Marx-Universität Leipzig. 1984 folgte die Promotion zum Dr. rer. nat. an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Von 1985 bis 2013 war er im Kernkraftwerk Rheinsberg tätig. Seither ist er im Ruhestand\, war aber bis 2019 noch Freier Mitarbeiter der Firma tetra ingenieure GmbH in Neuruppin. \nSeit 2018 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. Von 1994 bis zur Auflösung Ende 2022 war er Mitglied des Vereins Brandenburgischer Ingenieure und Wirtschaftler (VBIW). Dort war er 12 Jahre Vorsitzender des Vereins. Er ist Mitglied der Brandenburgischen Ingenieurkammer und war von 2019 bis 2023 Stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung der Freunde der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften. \nErnst-Peter Jeremias (*1953 / MLS) 1972 Berufsausbildung mit Abitur bei Bergmann Borsig\, Görlitzer Maschinenbau; 1972 bis 1976 Studium Kraftwerksanlagen und Energieumwandlung (Ingenieurhochschule Zittau)\, Abschluss als Hochschulingenieur (1975); 1976 Diplomingenieur; 1976 bis 1980 Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Reaktorwärmetechnik im KKW Rheinsberg; 1980 bis 1991 Tätigkeit als Gruppenleiter für Reaktorwärmetechnik im KKW Rheinsberg; 1988 Promotion zum Dr.-Ing. (Akademie der Wissenschaften der DDR\, Kernforschungszentrum Rossendorf); 1991 bis 1994 entec Planungsgesellschaft GbR (Geschäftsführender Gesellschafter); 1994 bis 2018 tetra ingenieure GmbH – Planungs- und Beratungsgesellschaft für Energie- & Umwelttechnik und Gebäude- & Versorgungstechnik (Geschäftsführender Gesellschafter; www.tetra-ingenieure.de); seit 01.11.2018 Gesellschafter tetra ingenieure GmbH und tätig als selbständiger Senior Consultant auf dem aktuellen Fachgebiet: Sektorenkopplung und Elektromobilität“ und Einkommensenergien; seit 2020 Freiberuflicher Dozent bei der Handwerkskammer Potsdam zum Themenkomplex „Elektromobilität und Infrastruktur“; Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2019. \nGerhard Pfaff (*1953 / MLS) studierte von 1973 bis1978 Chemie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und promovierte dort 1983 mit einer Arbeit im Bereich der Anorganischen Festkörperchemie. Anschließend war er als wissenschaftlicher Assistent und Oberassistent am Fachbereich Chemie der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit vielfältigen Lehrverpflichtungen auf dem Gebiet der anorganischen Chemie tätig. 1991 begann er seine Tätigkeit bei Merck in Darmstadt in der Pigmentforschung. Seit 1994 war er Leiter der Abteilung Produktentwicklung innerhalb der Forschung für Effektpigmente. 2006 übernahm er die Leitung der Pigmentforschung. Seit 1994 hält er Vorlesungen an der TU Darmstadt\, wo er sich 1997 am dortigen Fachbereich Chemie mit einer Arbeit über Erdalkalititanate und Eisenoxide habilitierte. 2008 wurde er zum apl. Professor an der TU Darmstadt ernannt. Er ist Autor von mehr als 150 wissenschaftlichen Veröffentlichungen und mehr als 70 Patenten. Seit 2018 ist Gerhard Pfaff Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin und seit 2019 deren Sekretar der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften. \nGerhard Banse (*1946 / MLS) studierte nach dem Abitur von 1964 bis 1969 Chemie\, Biologie und Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Potsdam\, arbeitete zwei Jahre als Lehrer und war ab 1971 Doktorand an der Sektion Philosophie der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB). Von 1974 bis 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften (AdW) der DDR\, am Lehrstuhl Technikphilosophie der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTUC)\, am Institut für Philosophie der Universität Potsdam\, am Fraunhofer-Anwendungszentrum für Logistiksystemplanung und Informationssysteme Cottbus und am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)\, Campus Nord (ehemals Forschungszentrum Karlsruhe GmbH in der Helmholtz-Gemeinschaft). Promotionen 1974 zum Dr. phil. und 1981 zum Dr. sc. phil. mit technikphilosophischen Themen; 1988 Ernennung zum Professor an der AdW\, 2000 Bestellung zum Honorarprofessor an der BTUC und Berufung zum Gastprofessor an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Matej-Bel-Universität Banská Bystrica (Slowakische Republik) sowie 2011 Ernennung zum Professor e.h. (ehrenhalber) der Schlesischen Universität Katowice (Polen). \n2000 erfolgte die Wahl zum Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften (LS)\, deren Vizepräsident er von 2009 bis 2012 und deren Präsident er von 2012 bis 2019 war. Von 2019 bis 2023 Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung der Freunde der LS. Zudem 2002 Gründungsmitglied des LIFIS – Leibniz-Instituts für interdisziplinäre Studien\, das ihn 2019 zum Ehrenmitglied ernannte.
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SUMMARY:Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Dirk Plickat (MLS)\nSoziale Spaltung und pädagogische Verantwortung – kritische Vergegenwärtigungen\nDiese Klassensitzung findet ausschließlich als Präsenzveranstaltung im Rathaus Friedrichshagen statt. Die Folien übersendet Ihnen der Referent gerne auf Anfrage: Plickat\, Dirk <d.plickat@ostfalia.de> \nAbstract:\nIm Zuge des „Wirtschaftswunders“ und der „Bildungsexpansion“ im westdeutschen und nunmehr gesamtdeutschen Weg gerieten Fragen sozialer Spaltung\, speziell von Armut\, aus dem Blick pädagogischer Diskurse. Armut galt als Problem der III. Welt bzw. des globalen Südens und hätte zudem massive Legitimationsprobleme der institutionalisierten Strukturen pädagogischer Wissenschaft offenbart. Seit nunmehr über drei Jahrzehnten weisen Sozial- und Bildungsberichterstattungen fortlaufend eine kumulative Expansion sozialer Entsicherungen aus. In Zeiten einer Bildungs- und Sozialpolitik unter neo-liberaler Vorzeichen sind Kritik und Aufklärung ausgesprochen „karriere-feindlich“; zumal dann\, wenn Mythen vom „pädagogischen Fortschritt“\, vom „sozialen Aufstieg“ oder der „Integration durch Arbeit“ als Märchen entlarvt werden. Aktuelle Antinomien von Bildung und Herrschaft (Heydorn) treten im “bildungs-industriellen Komplex“ (Münch) besonders deutlich in Hochschulen hervor und werfen die Frage auf\, ob nicht die Entwicklungswege von Hochschulen als „Irrlichter“ soziale Spaltungen vorantreiben und parallelgesellschaftliche Entwicklungen befördern. \nVita:\nJg. 59\, Erziehungswissenschaftler DGfE\, Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2020\, GATWU\, GDSU\, BV-Produktionsschulen\, Ostfalia HAW\, Campus Suderburg\, Fak H\, ausführlicher http://plickat-online.de\nFachprofil: Bildung in Schnittfeldern von Schul-\, Berufs\, Sozial- und Sonderpädagogik für Personenkreise mit „Passungsproblemen“ und eingeschränkter Teilhabe
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DESCRIPTION:Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften\, Konferenz gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT)\, dem Internationalen Institut für Sozio-Informatik (IISI)\, der Gesellschaft für Informatik (GI) und der Universität Siegen \nVolker Wulf (MLS)\, Peter Brödner (MLS) \nSocio-Informatics 2024:\nTransforming Rural and Industrial Regions\nin conjunction with the symposium of the GI Department of Human-Computer Interaction 2024\nAbout – Socio-Informatics Conference 2024 (iisi.de)\nProgramm: Program – Socio-Informatics Conference 2024 (iisi.de)\nOrt:  Venue – Socio-Informatics Conference 2024 (iisi.de)\nFraunhofer-Forum Berlin\nAnna-Louisa-Karsch-Straße 2\n10178 Berlin \nbei Interesse ist eine kostenlose Registrierung erforderlich: Registration – Socio-Informatics Conference 2024 (iisi.de)
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DESCRIPTION:Klassensitzung Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften (als Zoom-Video-Konferenz) \nMichael Brie\nJohn Lockes Begründung des philosophischen Liberalismus\nDie revolutionären und kolonialen Ursprünge\nAbstract\nIn seinen „Zwei Abhandlungen über das staatliche Gemeinwesen“ entwickelte John Locke (1632 – 1704) eine Legitimation staatlicher Macht jenseits von patriarchaler Herrschaft oder Gesellschaftsvertrag. Im fünften Kapitel der zweiten Abhandlung wird die Entwicklung einer geordneten und geregelten bürgerlichen Gesellschaft aus dem souveränen Handeln der Einzelnen als Privateigentümer ihres eigenen Körpers in einer Welt des Gemeineigentums skizziert. Die Arbeit der Privateigentümer oder jene Arbeit\, die unter ihrem Kommando geleistet wird\, würde die natürlichen Gemeingüter in ihr Privateigentum verwandeln. Dabei würden diese Privateigentümer ohne jede explizite Verständigung untereinander Regeln setzen und durchsetzen\, die das eigene Leben wie das so geschaffene Privateigentum schützen. Der Übergang von der Naturalwirtschaft zur kapitalistischen Marktwirtschaft und der Konzentration des Privateigentums wird als logische Abfolge von Stufen der Entwicklung der bürgerlichen Gesellschaft dargestellt. Der Staat habe nach innen keine andere Funktion\, als die Allgemeinverbindlichkeit dieser Regeln zu garantieren und das so geschaffene bürgerliche Gemeinweisen nach außen vor Eingriffen fremder Staaten zu schützen. In dieser philosophischen Konstruktion entsteht die bürgerliche Gesellschaft ohne jede gemeinsame Absprache vor dem Staat und unabhängig von ihm. Dieser ist ausschließlich Überbau und Dienstleister der Gesellschaft der Privateigentümer. Mit Hermann Klenner formuliert\, war Lockes Sozialphilosophie „nicht mehr und nicht weniger als … die erste offene und umfassende Theorie einer Unterordnung des Staates unter die Interessen des [privaten – M.B.] Eigentums“. Der Vortrag wird darstellen\, wie sich Lockes Forschungsfrage aus der vorrevolutionären Situation der Verfassungskrise in England zwischen 1679 und 1692 ergab und eng mit der ersten bürgerlichen Massenpartei\, den Whig\, verbunden war. Er wird zudem zeigen\, wie Locke zur Beantwortung seiner Forschungsfrage auf die Legitimation der privaten Landnahme der kolonialen Siedler Englands in Nordamerika zurückgriff. Dabei wird deutlich: Als Ideologie der privaten Freiheit wird Liberalismus durch die Ausgrenzung des Kommunistischen zur Herrschaftslegitimation von Unfreiheit. Anders formuliert: In dem Maße\, wie der Liberalismus als Ideologie der Freiheit das Kommunistische ausgrenzt\, unterdrückt\, verdrängt und vernichtet\, verkehrt er sich in sein Gegenteil – eine Ideologie der Unfreiheit und Unterdrückung. Der bürgerliche revolutionäre Anspruch ist mit der Legitimation des Systems kapitalistischer Akkumulation und kolonialer Landnahme verbunden. \nZur Person\nMichael Brie ist Sozialphilosoph. Er hat in Leningrad und Ost-Berlin studiert und an der Humboldt-Universität 1980 bzw.1985 seine Dissertationen verteidigt. Im September 1990 wurde er zum Professor für Sozialphilosophie berufen. Zwischen 1994 und 1999 realisierte er Forschungsprojekte zur Transformation in der Russländischen Föderation. Von 1999 bis zur Berentung 2019 arbeitete er als Geschäftsführer der Rosa-Luxemburg-Stiftung bzw. als Leiter des Studienwerks und des Auslandsbereichs sowie als Direktor des Instituts für Gesellschaftsanalyse dieser Stiftung und war Referent für Geschichte und Theorie des Sozialismus an diesem Institut. Von 2019 bis 2023 war er Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Stiftung. 2022/23 hat er die beiden Bücher „Sozialismus neu entdecken“ und „Chinas Sozialismus neu entdecken“ beim VSA-Verlag Hamburg veröffentlicht.
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DESCRIPTION:Klassensitzung Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/64116646057?pwd=a9a1bdYamt2W5EdNwbgSiKUAGcuCH1.1 \nMeeting-ID: 641 1664 6057 \n. \nVortrag: \nSenthold Asseng (MLS) \nIst Vertical Farming eine Alternative zur Landwirtschaft? \nAbstract: \nEine stetig wachsende Weltbevölkerung zu ernähren\, ohne unseren Planeten Erde zu zerstören\, ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Schon jetzt ist es in vielen Regionen der Welt schwierig\, ausreichend Wasser für hohe Ernteerträge bereitzustellen. Die aktuelle Klimakrise verschärft die Situation dramatisch. Sollte das globale Klimasystem einen Kipppunkt erreichen\, könnten bisher unvorstellbare Veränderungen die traditionelle landwirtschaftliche Produktion\, wie wir sie kennen\, in weiten Teilen der Welt unmöglich machen. Um dem entgegenzuwirken\, müssen wir nach alternativen Verfahren suchen um die zukünftige Primärproduktion von Nahrungsmitteln zu gewährleisten. \nVertikal Farming von Grundnahrungsmitteln könnte in der Zukunft eine Alternative werden\, um mittels energieeffizienter\, hochautomatisierter und mehrstöckiger Anlagen\, in denen alle Ressourcen im Kreislauf genutzt werden\, Pflanzen in einer kontrollierten und pestizidfreien Umgebung zu produzieren. In Vertical Farmen sind extreme Produktivitätssteigerungen möglich\, die den Weg für eine nachhaltige Massenproduktion von Grundnahrungsmitteln bei minimalem Flächenverbrauch und völliger Wetterunabhängigkeit ebnen. Um das zu erreichen\, wird aber gezielte Forschung von multidisziplinären Forscherteams mit Experten aus den Pflanzenwissenschaften\, der Technologieentwicklung sowie den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften gebraucht. Die potenziell extrem hohe Effizienz der Pflanzenproduktion in Vertikal Farmen schafft eine grundlegend neue Option\, um zukünftig unabhängig von Region\, Wetter und Klima die Ernährungssicherheit zu gewährleisten. \nVita: \nSenthold Asseng ist Professor und Leiter des Lehrstuhls für Digital Agriculture sowie Direktor des Hans Eisenmann-Forums an der Technischen Universität München. Er studierte Agrarwissenschaften und promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er habilitierte an der Technischen Universität München und forschte und lehrte an der CSIRO Australia und der University of Florida in den USA. Er hat über 300 Publikationen veröffentlicht\, ist Fellow der American Association for the Advancement of Science (AAAS)\, Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2024 und war in den letzten Jahren mehrmals ein Highly Cited Researcher beim Web of Science. Er wurde 2023 mit dem Forschungspreis der Werner Siemens-Stiftung zur Jahrhundertprojektidee in Höhe von 1 Million Schweizer Franken ausgezeichnet.
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SUMMARY:Klassensitzung NWTW
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 14. November 2024 \n10:00–12:00 Uhr\, öffentliche Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin\nDie Sitzung findet als Zoom-Videokonferenz statt.\nDer Zoom-Einwahllink ist folgender: https://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/67310031085?pwd=eUgnOBCDTNuAtqTXoJafTgWNXTvesf.1\nMeeting-ID: 673 1003 1085. \nHartmut Herrmann (MLS) \nAktuelle Forschungsarbeiten zu Multiphasenprozessen in der Atmosphärenchemie\nAbstract:\nIm Vortrag wird zunächst auf das Forschungsfeld der Atmosphärenchemie und dann auf das speziellen Gebiet der Untersuchung von Multiphasenprozessen eingegangen\, also von Prozessen oder Prozessketten\, die in mehreren Phasen ablaufen. \nIm zweiten Teil des Vortrages werden einige Systeme näher betrachtet\, in denen Multiphasenprozesse eine Rolle spielen. Es werden Beispiele aus Feldmessungen und Laboruntersuchungen präsentiert und zugehörige Modellierungen erörtert. Die Beispiele betreffen die Gebiete Holzverbrennung\, Mikroplastik in Partikeln und Viren in Partikeln. Es werden außerdem einige experimentelle Methoden besprochen. Hierzu zählen kinetische Laboruntersuchungen mit kurzlebigen Radikalen und Aerosolkammeruntersuchungen. Zudem wird auf die notwendige Analytik eingegangen\, die zur Aufklärung von Partikel-Zusammensetzungen benötigt wird.\nZum Ende der Präsentation wird der Stand der Forschung auf dem vorgestellten Fachgebiet zusammengefasst. Hierbei werden auch die folgenden Fragen beantwortet:\nWie gut haben wir unsere Atmosphäre bisher verstanden? Ist Luftverschmutzung überhaupt noch ein Problem? Was bleibt auf dem Gebiet der Multiphasenprozesse in der Atmosphäre zu tun\, in Europa und weltweit? \nVita:\nHartmut Herrmann (*1961) studierte von 1982 bis 1987 in Göttingen Chemie und hat sich bereits mit seiner Diplomarbeit zur Photolyse des Nitrat-Ions für eines seiner späteren Spezialgebiete\, die Chemie der atmosphärischen flüssigen Phase\, qualifiziert. Am Institut für Physikalische Chemie der Georg-August-Universität Göttingen hat er mit seiner Doktorarbeit\, die er 1990 abschloss\, diesen Weg weiter beschritten. (1987-1990). Nach einem kurzen Aufenthalt als wiss. Angestellter am Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie der Universität Hannover wechselte er 1991 als Assistent an das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Essen. In mehreren Forschungsaufenthalten zwischen 1992 und 1995 als Visiting Associate am California Institute of Technology konnte sich Hartmut Herrmann während seiner Arbeiten an einer Habilitation weiter qualifizieren. Im Mai 1998 erfolgte der Abschluss des Habilitationsverfahrens. Hartmut Herrmann erhielt im Rahmen des Verfahrens die Venia Legendi für Physikalische Chemie an der Universität Essen. Seit August 1998 ist er C3-Professor für Chemie der Atmosphäre an der Universität Leipzig\, verbunden mit der Leitung der Abteilung Chemie des Instituts für Troposphärenforschung in Leipzig. Er ist außerdem seit 2015 Professor in Environmental Science and Engineering an der Fudan-Universität\, Shanghai\, China\, sowie seit 2018 „Distinguished Visiting Professor“ an der School of Environmental Science and Engineering an der Shandong-Universität. \n 
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DESCRIPTION:Die Klassensitzung Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften findet im hybriden Format im Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin und per Zoom statt. \nMario Kessler \nAntisemitismus – der Sozialismus des dummen Kerls. Zum Wiederaufleben einer alten Denkfigur \nZeit: 10.00 bis 12.00 Uhr \nZusammenfassung (deutsch): \nDer Vortrag behandelt das wechselvolle und diskontinuierliche Verhältnis der internationalen Linken zum Antisemitismus im Überblick. Noch bis zum letzten Viertel des 19. Jahrhunderts existierten in der europäischen Arbeiterbewegung starke Vorurteile gegenüber “dem Juden” als Sinnbild kapitalistischer Ausbeutung. Auch Marx und Engels waren von judenfeindlichen Vorurteilen nicht frei\, die Engels jedoch am Ende seines Lebens überwand und zum Kampf gegen den Antisemitismus aufrief. Die Erkenntnis\, dass Proletarier und Juden\, wenn auch in verschiedener Weise\, zu den ausgegrenzten Teilen der Gesellschaft gehörten\, führten beide Gruppen schließlich zusammen. Dies betraf sowohl Sozialdemokraten wie Kommunisten. Den Höhenpunkt dieser Gemeinsamkeit bildete der Kampf gegen den Faschismus. Die Entstehung des Staates Israel\, der Nahostkonflikt\, aber auch der stalinistische und poststalinistische Antisemitismus sorgten für Risse in diesem Bündnis. Der Zerfall sozialistisch-kommunistischer Hoffnungen und das Aufkommen einer “postkolonialen” Ersatzideologie anstelle des Internationalismus\, die de facto auch an den Interessen der Palästinenser vorbeigeht\, gingen in den letzten Jahren mit einem ständig steigenden\, als Israelkritik firmierten Judenhass einher\, der nunmehr die Existenz der Juden als Gruppe in der sogenannten Diaspora ernsthaft infrage stellt. Das anderthalb Jahrhunderte währende Bündnis zwischen Linken und Juden liegt heute in vielen Teilen der Welt fast in Trümmern. \nAbstract (English): \nThe lecture provides an overview of the changing and discontinuous relationship between the international left and anti-Semitism. Until the last quarter of the 19th century\, there were still strong prejudices in the European labour movement against “the Jew” as a symbol of capitalist exploitation. Even Marx and Engels were not free from anti-Semitic prejudices\, which Engels overcame at the end of his life and called for a fight against anti-Semitism. The realisation that proletarians and Jews were among society’s marginalised parts\, albeit in different ways\, ultimately brought the two groups together. This affected both social democrats and communists. The high point of this common ground was the fight against fascism. The emergence of the State of Israel\, the Middle East conflict\, but also Stalinist and post-Stalinist anti-Semitism caused cracks in this alliance. The collapse of socialist-communist hopes and the emergence of a “post-colonial” substitute ideology in place of internationalism\, which de facto also ignores the interests of the Palestinians\, have been accompanied in recent years by an ever-increasing hatred of Jews\, labelled as criticism of Israel\, which now seriously questions the existence of Jews as a group in the so-called diaspora. The century-and-a-half-long alliance between the left and the Jews is now almost in ruins in many parts of the world. \nVita: \nProf. Dr. Mario Keßler\, MLS seit 2003. Bis 2021 am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam tätig. Lehrtätigkeit an der Universität Potsdam und an der Yeshiva University in New York sowie Gastprofessuren und Fellowships an vielen weiteren Universitäten\, vor allem in den USA. Autor von 30 Büchern in deutscher und englischer Sprache. Hinzu kommt eine umfangreiche Herausgeber- und Übersetzertätigkeit.
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DESCRIPTION:Klassensitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften (als Zoom-Video-Konferenz: Zoom-Meeting (Klassensitzung SGW) am 12.12. ab 9 Uhr: https://us06web.zoom.us/j/87816447304?pwd=38sOmpv0aOgG9DMQm4gSq2yBxjCJG8.1\nID der Sitzung ist: 878 1644 7304; Kenncode: 472498) \nZeit: 9.00 bis 11.00 Uhr \nUlrich van der Heyden (MLS) \nWie Fake Facts und politische Absichten genutzt werden\, um das solidarische Engagement der DDR umzudeuten \nAbstract: \nIm Zusammenhang mit dem seit etwa zwei Jahrzehtnen in Deutschland zu beobachtenden wissenschaftlichem und öffentlichem Interesse an der Geschichte des deutschen Kolonialismus ist – verstärkt durch die von Dirk Oschmann in der letzten Zeit angestoßenen Debatte um das Abgehängtsein des Ostens Deutschlands vom Westen – ebenso das Interesse für die Beziehungen der DDR zu den Ländern des Südens gestiegen. Wissenschaftliche Literatur\, Ausstellungen\, belletristische Publikationen künden davon. Es herrscht indes große Unkenntnis über den tatsächlichen Verlauf und vermutlich absichtliche ideologisch geprägte Sichten auf das in der Wissenschaft nicht bestrittene solidarische Engagements der DDR. Denn immer wieder werden die von der DDR-Bevölkerung finanzierte Ausbildung von sogenannten Vertragsarbeitern aus Afrika\, Asien und Kuba durch Fake News\, Lügen bis hin zu mediale Öffentlichkeit erregende Storys über rassistische Mordtaten\, strukturellen Rassismus in der DDR\, Negierung der Stimmen der betroffenen Vertragsarbeiter\, Missachtung des historischen Kontextes bis hin zu offensichtliche Verfälschungen von nachweisbaren Zahlen und Fakten verfälscht wiedergegeben. Dieses Narrativ wird über Medien und leider auch in der Wissenschaft weitergereicht. \nVita: \nProf. Dr. Dr. Dr. Ulrich van der Heyden (geb. 1954): \nVisiting Research Professor an der University of South Africa\, Pretoria\, Dr. phil. & Dr. rer. pol. habil. & PhD (Rhodes/South Africa); zudem Privatdozent am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin; wissenschaftlicher Mitarbeiter der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin bis Ende 2023; dann Ruhestand. Afrika-\, Missions- und Kolonialhistoriker sowie Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Afrika. Über 60 monographische Publikationen und mehr als 240 wissenschaftliche Aufsätze\, Initiator und (Mit-)Herausgeber von sieben Buchreihen. Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2005. Er ist wohl der einzige deutsche habilitierte Geisteswissenschaftler\, der drei Mal promoviert wurde. \n 
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DESCRIPTION:Donnerstag\, den 12. Dezember 2024 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Link ist der folgende:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/66838234283?pwd=WI4CBEoaI45AS3a6hmaDceyEEEtQNz.1\nMeeting-ID: 668 3823 4283 \nVortrag: \nGeorg Guggenberger (MLS) \nBöden als Klimaregulativ – Möglichkeiten und Grenzen \nAbstract: \nBöden spielen als zentraler Bestandteil der sog. ‚critical zone‘ eine zentrale Rolle für das Wohlergehen menschlicher Gesellschaften. Auf Böden werden nicht nur >90% unserer Lebensmittel produziert. Verwitterung und Bodenbildung sind ein zentraler Prozess\, der zu der für höheres Leben geeigneten Temperatur auf der Erde geführt hat. Auch heutzutage spielt die Funktion von Böden als Kohlenstoffsenke und -quelle eine wesentliche Rolle als Klimaregulativ und es liegt an dessen Nutzung\, in welche Richtung das Pendel ausschlägt. Im Vortrag werden zunächst aktuelle Kenntnisse zur Bildung und Stabilisierung der organischen Bodensubstanz vorgestellt. Darauf aufbauend werden Möglichkeiten diskutiert\, wie nachhaltiges Bodenmanagement zu einem Aufbau an organischer Bodensubstanz und generell zu einem gesünderen Boden führen kann. Dies wird an drei Fallbeispielen in Deutschland\, dem Amazonastiefland und der eurasischen Steppe illustriert. Dabei werden auch klar die Grenzen von Böden als Kohlenstoffsenke aufgezeigt. Abschließend erfolgt noch ein Ausflug in arktische Ökosysteme\, wo die durch die Permafrostdegradation ausgelösten Prozesse eine sehr große CO2– und CH4-Freisetzung auslösen können. \nVita: \nGeorg Guggenberger ist Diplom-Geoökologe und hat an der Universität Bayreuth 1992 promoviert und 1998 habilitiert\, jeweils im Fach Bodenkunde. Nach einem Auslandsaufenthalt an der Colorado State University übernahm er von 2002 bis 2008 eine C3-Professur für Bodenbiologie und Bodenökologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und besetzt seit 2008 eine W3-Professur Bodenchemie an der Leibniz-Universität Hannover. Georg Guggenberger betrachtet Böden in ihrer gesamten Vielfalt von polaren Ökosystemen bis in die Tropen. Treibender Faktor ist dabei die Reaktion von Böden auf den Klimawandel sowie die menschliche Nutzung. Neben der Aufklärung von wichtigen Prozessen\, insbesondere im Hinblick auf die Rolle von Böden als Kohlenstoffsenke und -quelle\, spielen Management-Aspekte eine zunehmende Rolle in seiner Forschung. Ihm geht es hierbei insbesondere um den Nexus von Landwirtschaft und Klimawandel und inwiefern biologische Prozesse für ein nachhaltiges und regeneratives Boden- und Landmanagement genutzt werden können. Neben Grundlagenforschung kommen hier in jüngerer Zeit auch verstärkt alternative Ansätze zur Wissensgenerierung\, wie Reallabore\, zum Einsatz. Georg Guggenberger hat mehr als 230 begutachtete Publikationen veröffentlicht; sein derzeitiger H-Index ist 75. Seine wichtigsten Auszeichnungen sind der CULTURA-Preis der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. für zukunftsgerechte Landnutzung (2017) und die Philippe Duchaufour-Medaille der Europäischen Geophysikalischen Union. Georg Guggenberger war von 2016 bis 2019 Präsident der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft und ist derzeit Senator der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
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DESCRIPTION:Donnerstag\, den 13. Februar 2025 \n10:00–12:00 Uhr\, öffentliche Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \nDie Sitzung findet als Zoom-Videokonferenz statt. Der Zoom-Einladungslink ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/61120228539?pwd=RyNBJAAfBckZtZmC0opE3r5J5x24UQ.1\nMeeting-ID: 611 2022 8539 \nVortrag: \nProf. Dr. Hendrik Emons (MLS) \nInternationale Vergleichbarkeit von entscheidungsrelevanten Messergebnissen – vom Glauben zum Wissen \n  \nAbstract: \nResultate von wissenschaftlich-technischen Messungen dienen als Grundlage für eine Vielzahl von Entscheidungen\, z.B. bei der Herstellung von Produkten in Industrie oder Landwirtschaft\, im internationalen Handel\, bei der Verbesserung von Lebensqualität und Gesundheit oder im Umweltschutz. An derartige Daten werden grundsätzliche Anforderungen gestellt\, zu denen ihre Vergleichbarkeit über zeitliche und räumliche Dimensionen gehört. Bis in die jüngste Gegenwart wurde diese Vergleichbarkeit auch für Befunde aus komplexeren Analysenverfahren als gegeben angenommen\, insbesondere wenn die Messergebnisse von staatlichen oder anderen renommierten Einrichtungen bereitgestellt wurden. Dieser ‘autoritätsgläubige’ Ansatz hat sich bei näherer Überprüfung als wissenschaftlich fragwürdig und in der zunehmend globalisierten Welt als nicht universell akzeptabel erwiesen. \nDeshalb werden im Vortrag zuerst die metrologischen Grundlagen für eine Vergleichbarkeit von Messergebnissen rekapituliert. Anschließend werden daraus resultierende wissenschaftliche Herausforderungen\, insbesondere für (bio)chemische und molekularbiologische Analysen\, sowie moderne Konzepte zu deren Lösung erläutert. Dies illustrieren Beispiele aus den Bereichen medizinische Diagnostik\, Lebensmittelsicherheit und grüne Biotechnologie. Abschließend werden global anerkannte Maßnahmen und entsprechende internationale Netzwerke zur Qualitätssicherung von Messergebnissen vorgestellt. \nVita: \nHendrik Emons war bis zur Pensionierung im September 2021 Stellvertretender Direktor im Joint Research Centre (JRC) der Europäischen Kommission für das Direktorat ‘Gesundheit\, Verbraucher und Referenzmaterialien’ und Leiter der JRC-Abteilung ‘Food & Feed Compliance’ (Geel\, Belgien & Ispra\, Italien). Ab 1977 studierte er Chemie an der Martin-Luther-Universität Halle/Saale und promovierte dort 1984 auf dem Gebiet der Physikalischen Chemie und Elektrochemie. 1988 erfolgte die Habilitation in Analytischer Chemie an der Universität Leipzig\, wo er anschließend als Dozent tätig war. Nach einem Feodor-Lynen Fellowship der Alexander von Humboldt-Stiftung an der University of Cincinnati (OH\, USA) ging er ans Forschungszentrum Jülich\, leitete dort das Umweltprobenbank-Projekt und war danach Stellvertretender Direktor des Instituts ‘Phytosphäre’. Seit 1995 lehrt er auch an der Universität Duisburg-Essen. 2003 wurde er an das JRC zum Aufbau eines multidisziplinären Teams berufen\, welches die Entwicklung\, Produktion\, Zertifizierung und Verteilung von Referenzmaterialien für ein breites Anwendungsspektrum realisierte: von Messungen der Schlagzähigkeit von Stahl bis zu Proteinbiomarkern in Humanserum\, von Spurenelement- bis mikrobiologischer Analytik\, von Nanopartikelmessungen bis zur GMO-Quantifizierung. Seit Juli 2016 war er im JRC für die Aktivitäten zur Lebensmittelsicherheit zuständig. Dabei führte er auch als Direktor mehrere EU-Referenz-Laboratorien und leitete Qualitätsaktivitäten für die SARS-CoV-2 Diagnostik. Er war Herausgeber wissenschaftlicher Zeitschriften\, verfasste 290 wissenschaftliche Publikationen\, hielt ca. 300 Konferenz- und eingeladene Vorträge und leitete international u.a. das ISO Committee on Reference Materials. \nHendrik Emons ist seit 2008 Mitglied der Leibniz-Sozietät und seit 2010 Fellow der Royal Society of Chemistry.
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SUMMARY:Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Die Klassensitzung findet hybrid statt. \nOrt: Humboldt-Universität zu Berlin\, Institut für Sozialwissenschaften\, Universitätsstraße 3b\, Seminarraum K12a (Souterrain) \nsowie online: der Link für die Zoom-Teilnahme ist folgender:\nhttps://us06web.zoom.us/j/85308459031?pwd=rDLBpuDqZqQ8ZMAw5D0UseUFswTLKZ.1\nMeeting-ID: 853 0845 9031\nKenncode: 408013 \n  \nGabriela Lehmann-Carli (MLS) und Angela Richter (MLS); Moderation: Swetlana Mengel (MLS)\nTraumagedächtnis und Traumanarrative im Kontext von Krieg und Gewalt \nKriege und Gewaltverbrechen als sog. Man-Made Disasters hinterlassen nicht nur Todesopfer und körperlich Verletzte\, sondern auch eine hohe Anzahl (Re-)Traumatisierter\, an einer posttraumatischen Belastungsstörung Leidender. Der Versuch\, literarisch Zeugnis bzw. Zeugenschaft vom auslösenden Ereignis abzulegen\, könnte dazu beitragen\, über Narration einen Hauch von Ordnung in das traumatische Geschehen zu bringen und es ggf. handhabbar zu machen. \nIn ihrem Vortrag geht Gabriela Lehmann-Carli der Frage nach\, inwiefern sich in ausgewählten Texten aus slavischen Literaturen durch Krieg und Gewalt indizierte Trauma-Narrative (darunter transgenerationale) finden lassen\, die auf (kollektive) Trauma-Gedächtnisse hinweisen könnten. In der Trauma-Forschung stellt sich einerseits die Frage nach der Erinnerbarkeit von traumatischen Erfahrungen\, andererseits das Problem der Möglichkeit kollektiver Traumatisierungen. Auch vorgängige Trauma-Erfahrungen sind dabei relevant. \nAngeregt durch Aleida Assmanns „Formen des Vergessens“ und kulturelle Vergessenstechniken werden im Kontext der Trauma-Forschung an Beispielen aus den russischen\, polnischen und ukrainischen Literaturen Folgen sowie die politische Wirkungsmächtigkeit selektiver Erinnerungspraktiken\, (un)bewussten Verdrängens sowie das Schwanken zwischen Memoria und Lethe als „zerrissene Erinnerung“ (Irina Scherbakowa) für das jeweilige kollektive bzw. kulturelle Gedächtnis erörtert. \nIn einem Gespräch zwischen Angela Richter und Gabriela Lehmann-Carli werden ausgewählte literarische Trauma-Narrative in Nachfolge und in Nachwirkung des Zweiten Weltkrieges und der postjugoslawischen Kriege betrachtet\, wobei auch die späteren soziokulturellen und politischen Auswirkungen von Holocaust\, Krieg und (sexualisierter) Gewalt eine Rolle spielen sollen. \nGabriela Lehmann-Carli ist Professorin für Slavische Philologie/Literaturwissenschaft (aktueller Forschungsschwerpunkt: Trauma. Empathie und Erinnerung in der russischen und der polnischen Literatur)\, \nAngela Richter ist emer. Professorin für Südslavistik (aktueller Forschungsschwerpunkt: Literatur\, Geschichte und kulturelles Gedächtnis in Südosteuropa)\, \nSwetlana Mengel ist emer. Professorin für Slavische Philologie/Sprachwissenschaft (aktueller Forschungsschwerpunkt: russische Übersetzungen pietistischer Erbauungsliteratur in Halle im 18.Jh.)\, alle an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg tätig.       
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DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften \nOrt: Raum 001 in der Universitätsstraße 3b. \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nhttps://us06web.zoom.us/j/81573796976?pwd=QBTkt8a6aFbSCH0jTYtHdrniGZn2nQ.1 \n  \nVortrag \nAndreas F. Kelletat (MLS) \nDer ostdeutsche Lyriker Johannes Bobrowski (1917–1965) und sein „Zuchtmeister“ Klopstock \nAbstract \nIm Herbst 1964 war Johannes Bobrowskis Roman Levins Mühle gleichzeitig im Union-Verlag (DDR) und im Fischer-Verlag (BRD) erschienen. In mehreren Interviews wurde der über Nacht berühmt gewordene Autor nach den Anfängen seines Schreibens gefragt\, so auch von Irma Reblitz im März 1965:\n„Ich wollte\, und das ist der Anfang meiner Schreiberei\, damals – das ist 1943/44 gewesen – die russische Landschaft festlegen. Es gibt da Schilderungen nicht nur bei Paustowski\, sondern schon bei Tolstoi\, diese Winterschilderungen\, wo versucht wird\, diese Landschaft wirklich in den Griff zu bekommen\, außerhalb der einfachen Beschreibung. Diese Landschaft\, die mir vertraut war\, weil ich da oben aufgewachsen bin\, die mir aber damals – vor allem unter den Umständen\, in denen ich damals wieder reingeführt wurde in den russischen Osten – doch neu und bestürzend vorkam\, die wollte ich darstellen. Ich habe es mit Zeichnen und dann mit Prosa probiert. Schließlich fand ich ein Hilfsmittel: die griechische Ode in der von Klopstock bis Hölderlin versuchten Eindeutschung. In dieser Form also\, in der alkäischen\, sapphischen Strophe entstanden meine ersten Versuche. Dann habe ich das Schreiben wieder bleiben lassen eine ganze Zeit. Erst nach der Gefangenschaft\, also erst 1952\, als ich schon eine Weile wieder in Deutschland war\, habe ich es noch einmal aufgenommen\, nun eigentlich sofort in einer äußerlich freien Form – die allerdings für Leute\, die von Metrik etwas verstehen\, ziemlich deutlich die griechischen Odenstrophen und Versschemata verrät.“ (Interview Irma Reblitz\, März 1965; GW IV: 480)\nSchon 1961 hatte Bobrowski Klopstock als seinen „Zuchtmeister“ bezeichnet. Im Vortrag soll untersucht werden\, was darunter ganz konkret – also auch verstechnisch – zu verstehen sein dürfte. Das wird u. a. an Bobrowskis 1942/43 und erneut Mitte der 1950er Jahre geschriebenen „Russland-Gedichten“ auf das nach dem Überfall auf die Sowjetunion zerstörte Nowgorod gezeigt. Zugleich möchte der Vortrag an die Bedeutung des vor 300 Jahren in Quedlinburg geborenen Dichters Klopstock für die grundlegende Erneuerung der deutschen Literatursprache erinnern. \nVita: \nUniv.-Prof. (i.R.) Dr. Dr. h.c. mult. Andreas F. Kelletat\, geboren 1954 in Hamburg\, machte 1975 in Opladen/Rheinland das Abitur. Im Anschluss arbeitete er als Kriegsdienstverweigerer 1 ½ Jahre als Pfleger in einer psychiatrischen Klinik. Von 1977 bis 1983 studierte er in Köln Germanistik\, Skandinavistik (einschl. Fennistik) und Osteuropäische Geschichte. Das Studium beendete er mit einer Doktorarbeit über Herder und die Weltliteratur. Zur Geschichte des Übersetzens im 18. Jahrhundert. \nAb 1984 arbeitete Kelletat zunächst als Deutsch-Lektor\, dann als Professor an der Universität Vaasa (Finnland). 1993 kehrte er nach Deutschland zurück. Als Leiter des Arbeitsbereichs Interkulturelle Germanistik war er bis 2020 am Germersheimer Fachbereich der Johannes Gutenberg-Universität Mainz für die Ausbildung von Studierenden zu Übersetzern und Dolmetschern verantwortlich. Ca. 1000 Studierende aus aller Welt\, die das Deutsche als Fremdsprache erlernt hatten\, haben bei ihm ihre sprach-\, literatur-\, kultur- bzw. übersetzungswissenschaftlichen Diplom- bzw. MA-Arbeiten geschrieben. In gut 20 Promotionsvorhaben war er als Betreuer der Dissertationen eingebunden. \nVon den Universitäten Riga (2000)\, Vilnius (2010) und Wolgograd (2018) wurde ihm die Ehrendoktorwürde verliehen. \nSeine Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Geschichte des Übersetzens\, Deutsche Literatur und Kultur im internationalen Kontext\, Exilliteratur\, Deutsch-nordosteuropäische Kulturbeziehungen\, Analyse und Interpretation hermetischer Lyrik. Kelletat ist Initiator und Mitherausgeber des digitalen Germersheimer Übersetzerlexikons (uelex.de). \nNeben wissenschaftlichen hat er auch literarische Texte veröffentlicht\, zuletzt den Roman Von Christus zu Hitler. Eine Jugend in Ostpreußen (2022). \nWeitere Informationen finden sich unter www.andreas-f-kelletat.de. \nHinweis: Nach dem Ende der Klassensitzung erfolgt durch den Klassensekretar die Vorstellung der für die Zuwahl 2025 eingereichten Zuwahlvorschläge aus der Klasse. Nur die anwesenden Mitglieder der Klasse nehmen an dieser Information teil. In geheimer Abstimmung wird über die Aufnahme der vorgeschlagenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in die Kandidatenliste für die Zuwahl in die Leibniz-Sozietät entschieden. \n 
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DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nZeit: 10.00 bis 12.00 Uhr \nOrt: Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Link ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/64304816339?pwd=hyRLZKjbjkmiVTsAzNDxCq3zN4cDHa.1\nMeeting-ID: 643 0481 6339 \nVortrag: \nAnnette Vogt (MLS) \nAusstellungen über Wissenschaftler – das Beispiel der Wanderausstellung über Emil J. Gumbel (1891-1966) – Statistiker\, Pazifist\, Publizist \n Abstract: \nIn der Wissenschaftsgeschichte\, der Kultur- und Literaturgeschichte sowie in Museen sind Ausstellungen ein willkommenes Mittel\, um neue Forschungsergebnisse vorzustellen oder an bestimmte Ereignisse und Personen – meist im Zusammenhang mit Jubiläen – zu erinnern. Ausstellungen sind eine Möglichkeit\, ein breiteres Publikum zu erreichen als durch Publikationen für die engere scientific community. Und Ausstellungen haben den Vorteil\, durch geeignete Objekte\, durch Fotos und anderes Material\, die Ereignisse und Personen auch optisch sichtbar werden zu lassen. Im Idealfall ergänzen sich die Begleittexte und die Objekte bzw. Fotos. \nIm Vortrag werden auf Grund eigener Erfahrungen der Referentin mit Ausstellungen einige der Möglichkeiten der Visualisierung und Propagierung skizziert sowie Schwierigkeiten\, die auftreten können\, benannt. Ausführlicher wird auf die Geschichte und den Aufbau der Wanderausstellung über Emil J. Gumbel (1891-1966) eingegangen. Diese Ausstellung – die English version – wird in Berlin\, im Hauptgebäude der Humboldt-Universität Unter den Linden\, Lichthof Ost\, vom 24.3. bis 14.5.2025 gezeigt werden. \nVita: \nAnnette Vogt studierte Mathematik und Physik an der Universität Leipzig\, ist Diplom-Mathematikerin und promovierte Mathematikhistorikerin. Bis 1991 war sie am Institut für Theorie\, Geschichte und Organisation der Wissenschaften der AdW der DDR in Berlin tätig\, von 1992 bis 1994 am Forschungsschwerpunkt Wissenschaftsgeschichte und von 1994 bis 2018 research scholar am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin. Seit 1997 hält sie Lehrveranstaltungen an der Humboldt-Universität zu Berlin\, seit 2014 ist sie Honorar-Professorin an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der HU Berlin. Sie ist Mitglied der International Academy for History of Science (2016 Full Member) und Mitglied der Leibniz-Sozietät (seit 2020). \nIhre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Mathematik\, die Geschichte jüdischer Wissenschaftler\, die Geschichte der Wissenschaftlerinnen in Europa im 19. und 20. Jh. sowie die Geschichte der Emigration und Remigration von Wissenschaftlern. Sie publizierte mehrere Bücher und über 200 Artikel. \nPublikationen mit Bezug zum Vortrag: \nScherer\, Matthias\, Vogt\, Annette (Hgg.): \nEmil Julius Gumbel (1871-1966): Statistiker\, Pazifist\, Publizist – Im Kampf gegen Extreme und für die Weimarer Republik. Hamburg: HSU\, 2024. Begleitband zur Ausstellung an der HSU Hamburg\, 21.11.2023-28.3.2024\, herausgegeben von der Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität. \nVogt\, Annette: Emil J. Gumbel – Mathematiker\, Pazifist und politischer Autor. In: Sitzungsberichte\, Leibniz-Sozietät der Wissenschaften\, Band 145 (2021)\, S. 145-167. \nVogt\, Annette: Nicht nur Lise Meitner – Naturwissenschaftlerinnen an der Berliner Universität. In: Der lange Weg zur Chancengleichheit. Naturwissenschaftlerinnen an der Berliner Universität. Hrsg. Márta Gutsche. Berlin: Humboldt-Universität zu Berlin: humboldt chancengleich. fokus frau. 2014\, S. 7-10; (und Autorin der 15 Poster der Ausstellung). \nVogt\, Annette: From Exclusion to Acceptance\, from Acceptance to Persecution (pp. 11-30); Berlin (pp. 44-54); Academic Anti-Semitism (pp. 197-212); Dismissal and Exile (pp. 213-240); all in: Transcending Tradition. Jewish Mathematicians in German-Speaking Academic Culture. Ed. by Birgit Bergmann\, Moritz Epple\, Ruti Ungar. Berlin\, Heidelberg: Springer Verlag\, 2012. (Dt. Springer Verlag 2009). \nVogt\, Annette: Jüdische Mathematiker im deutschsprachigen Raum – Von der Ausgrenzung zur Akzeptanz\, von der Akzeptanz zur Ausschließung (S. 11-32); Berlin (S. 46-56); Das Gift des Antisemitismus (S. 182-198); Vertreibung – Exil – Rückkehr? (S. 200-222). In: Birgit Bergmann\, Moritz Epple (Hgg.) Jüdische Mathematiker in der deutschsprachigen akademischen Kultur. Heidelberg et al\, Springer Verlag\, 2009. (in English 2012). \nHinweis: Nach dem Ende der Klassensitzung erfolgt durch den Klassensekretar die Vorstellung der für die Zuwahl 2025 eingereichten Zuwahlvorschläge aus der Klasse. Nur die anwesenden Mitglieder der Klasse nehmen an dieser Information teil. In geheimer Abstimmung wird über die Aufnahme der vorgeschlagenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in die Kandidatenliste für die Zuwahl in die Leibniz-Sozietät entschieden. \n 
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DESCRIPTION:Die Sitzung der Klasse Sozial- und Gesellschaftswissenschaften findet als hybride Veranstaltung statt: \nVor Ort: \nBürgerverein Mahlsdorf-Süd e. V. („Bürgerstübchen“)\, Hultschiner Damm 94\, 12623 Berlin\n(Eingang vom Erich-Baron-Weg) \nAnfahrt ÖPNV:\nTram 62 und 63 vom S-Bahnhof Köpenick oder S-Bahnhof Mahlsdorf\n(Haltestelle Erich-Baron-Weg) \nBus 108 vom Elsterwerdaer Platz\n(Haltestelle Wilhelm-Blos-Straße) \nParkplätze in den Nebenstraßen (NICHT! vor dem „Bürgerstübchen“) oder gegenüber bei EDEKA \nSowie per Zoom unter folgendem Link:\nhttps://us06web.zoom.us/j/86773170506?pwd=hADmOCQvDiG54Jy9adTF6Oaz639lOe.1 \nMeeting-ID 867 7317 0506\nKenncode 620169 \n\n  \nVortrag: \nMichael Rodi (MLS) \nKlimawandel als intergenerationelle und globale Herausforderung: Möglichkeiten und Grenzen des Rechts \nAbstract: \nDie Bekämpfung des fortschreitenden Klimawandels und seiner Folgen stellt eine der größten Herausforderungen für Politik und Recht auf regionaler\, nationaler\, supranationaler und internationaler Ebene dar. Die bestehenden Strukturen sind unzureichend die notwendigen Transformationen in den Bereichen Energieversorgung\, Mobilität\, Landwirtschaft\, Städtebau und vielen anderen effektiv zu bewirken. Wie in der Vergangenheit auch und vielleicht nicht anders möglich\, reagieren die Rechtsordnungen darauf mit inkrementellen Fortentwicklungen. In dem Vortrag werden der Stand des gegenwärtigen Klimarechts sowie zentrale Herausforderungen für seinen Umbau und seine Transformation dargestellt: Die inhärenten Schwächen des Völkerrechts\, eine komplexe Mehrebenenordnung von den Kommunen bis zu den Vereinten Nationen\, erhebliche Gerechtigkeitsfragen im Verhältnis von Gewinnern und Verlierern der Transformation (aber auch des Klimawandels)\, eine Vielzahl betroffener und beteiligter Personen\, deren Akzeptanz und Mitwirkung an der Transformation unerlässlich ist. Schließlich müssen die Rechtsordnungen – für sie ungewohnt dekadenübergreifend – rechtssicher und wirksam die Erreichung der Klimaziele ermöglichen\, gleichzeitig aber auch Flexibilitäten für die jeweils handelnde politische Generation belassen. Nur in Umrissen zeichnen sich Lösungen für diese epochale Herausforderung des Rechts ab. \nVita: \nProf. Dr. jur. Michael Rodi\, M.A.\n1977 bis 1987: Studium der Politikwissenschaft\, Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Konstanz und München.\n1988 bis 1998: Wissenschaftlicher Assistent an der Juristischen Fakultät der Universität München (Prof. Dr. Klaus Vogel)\n1992: Dr. iur. München (Thema: „Die Rechtfertigung von Steuern als Verfassungsproblem“)\n1995: M. A. Politikwissenschaft in München (Prof. Dr. Heinz Laufer) (Thema: „Umweltsteuern – das Steuerrecht als Instrument der Umweltpolitik“)\n1998: Habilitation in den Fächern Öffentliches Recht\, Steuerrecht und Europarecht in München (Thema: „Die Subventionsrechtsordnung“)\n1999 – 2021: Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht\, Finanzrecht\, Umwelt- und Energierecht an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Greifswald\nseit 2004: Mitglied des „Research Council of the International Institute for State Studies (IIEDE)”\, Porto Allegre\, Brasilien\nseit 2004: gewähltes Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin\nseit 2006: Ehrenmitglied des Brazilian Institute for Taxation (IBPT)“\nseit 2010: Wissenschaftlicher und geschäftsführender Direktor des Instituts für Klimaschutz\, Energie und Mobilität (IKEM) in Berlin\nSeit 2019: Sprecher des Clusters Energietransformation am Interdisziplinären Zentrum für Ostseerumforschung (IFZO) an der Universität Greifswald \n 
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DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nEkkehard Hintzsche (Kühlungsborn) \nJ.W. v. Goethe (1749 – 1832): „Die Wahlverwandtschaften“ – eine Brücke zwischen Natur- und Geisteswissenschaft \nZeit: 10 bis 12 Uhr \nOrt: Rathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.  Zoom-Link: \nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/66867200979?pwd=8oquOVZTSLRMXf4Nyd4ov25jxNU2Xz.1\nMeeting-ID: 668 6720 0979 \nAbstract: \nAnalysen und Kommentare zu Johann Wolfgang von Goethes Roman „Die Wahlverwandtschaften“ (1809) sind in der Literatur zahlreich vorhanden. Auch die Einzigartigkeit des im Roman vorkommenden „psychochemischen Gleichnisses“ wurde oft beschrieben und analysiert. Aber was waren die Begleitumstände (welche Art von „umgebender Atmosphäre“?)\, die ein solches Werk begünstigten\, einschließlich des Alleinstellungsmerkmals der enthaltenen Parabel in einem Liebesdrama? Warum war es Goethe möglich\, in einem literarischen Werk eine so eindrucksvolle Brücke zwischen Chemie und Philosophie zu schlagen? Und können wir einen Beitrag von Goethes Werk zur Geschichte der Chemie seiner Zeit erkennen? Goethe nutzte auf intelligente Weise die damals gebräuchliche Verwendung des Begriffs „Wahlverwandtschaften“ in Chemie und Philosophie. Die tiefgründige Suche nach Parallelen zwischen den Verhaltensweisen der Hauptfiguren des Romans und einer passenden\, symbolischen Reaktionsgleichung („Wahlverwandtschafts-Gleichung“) aus der Chemie war exklusiv und genial zugleich. Der Vortrag von Ekkehard Hintzsche setzt diese vermeintlich alleinstehenden Puzzleteile der Rahmenbedingungen zusammen und zeigt auf\, warum gerade zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Begleitumstände für die Entstehung dieses interessanten Romans günstig waren (siehe Abbildung). \nNur ein Universalgenie wie Goethe konnte so brillant zwischen verschiedenen Wissensdisziplinen interagieren und diese logisch verbinden. Nur er war zu Beginn des 19. Jahrhunderts in der Lage\, die Zusammenhänge zwischen Chemie und Philosophie in einem Roman herzustellen und umfassend zu beschreiben. Heute hingegen sind viele Menschen hyperspezialisiert\, die Zeiten der Universalgenies sind längst vorbei. Umso interessanter und wichtiger ist es\, sich weiterhin mit den von Goethe beschriebenen „Wahlverwandtschaften“ zu beschäftigen und diese mit dem Wissen von heute zu interpretieren. \nVita: \nDr. Ekkehard Hintzsche studierte von 1984 bis 1989 Chemie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Anschließend war er vier Jahre Assistent im Fachbereich Organische Chemie der MLU. Die Assistentenzeit beendete er mit der erfolgreichen Promotion im Jahr 1993. In der Zeit von 1993 bis 2020 war er auf verschiedenen Positionen in der Supply Chain Laundry & Home Care der Henkel AG & Co. KGaA tätig. Seit seinem 2020 beginnenden Ruhestand ist er Gastdozent in unterschiedlichen Bildungseinrichtungen\, Instituten\, Archiven und Vereinen in Deutschland. Die von ihm dabei vertretenen Themen reichen von „1.2-Dithiinen“ über „Phänomene des Waschens“ und „Geschichte der Chemie“ (J. W. von Goethe) bis zur „Historie von Normaluhren/Die Persiluhr“.
URL:https://leibnizsozietaet.de/veranstaltungs/klassensitzung-nwtw-19/
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CATEGORIES:Klassen,Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
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