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SUMMARY:Socio-Informatics Conference
DESCRIPTION:Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften\, Konferenz gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT)\, dem Internationalen Institut für Sozio-Informatik (IISI)\, der Gesellschaft für Informatik (GI) und der Universität Siegen \nVolker Wulf (MLS)\, Peter Brödner (MLS) \nSocio-Informatics 2024:\nTransforming Rural and Industrial Regions\nin conjunction with the symposium of the GI Department of Human-Computer Interaction 2024\nAbout – Socio-Informatics Conference 2024 (iisi.de)\nProgramm: Program – Socio-Informatics Conference 2024 (iisi.de)\nOrt:  Venue – Socio-Informatics Conference 2024 (iisi.de)\nFraunhofer-Forum Berlin\nAnna-Louisa-Karsch-Straße 2\n10178 Berlin \nbei Interesse ist eine kostenlose Registrierung erforderlich: Registration – Socio-Informatics Conference 2024 (iisi.de)
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SUMMARY:Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Klassensitzung Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften (als Zoom-Video-Konferenz) \nMichael Brie\nJohn Lockes Begründung des philosophischen Liberalismus\nDie revolutionären und kolonialen Ursprünge\nAbstract\nIn seinen „Zwei Abhandlungen über das staatliche Gemeinwesen“ entwickelte John Locke (1632 – 1704) eine Legitimation staatlicher Macht jenseits von patriarchaler Herrschaft oder Gesellschaftsvertrag. Im fünften Kapitel der zweiten Abhandlung wird die Entwicklung einer geordneten und geregelten bürgerlichen Gesellschaft aus dem souveränen Handeln der Einzelnen als Privateigentümer ihres eigenen Körpers in einer Welt des Gemeineigentums skizziert. Die Arbeit der Privateigentümer oder jene Arbeit\, die unter ihrem Kommando geleistet wird\, würde die natürlichen Gemeingüter in ihr Privateigentum verwandeln. Dabei würden diese Privateigentümer ohne jede explizite Verständigung untereinander Regeln setzen und durchsetzen\, die das eigene Leben wie das so geschaffene Privateigentum schützen. Der Übergang von der Naturalwirtschaft zur kapitalistischen Marktwirtschaft und der Konzentration des Privateigentums wird als logische Abfolge von Stufen der Entwicklung der bürgerlichen Gesellschaft dargestellt. Der Staat habe nach innen keine andere Funktion\, als die Allgemeinverbindlichkeit dieser Regeln zu garantieren und das so geschaffene bürgerliche Gemeinweisen nach außen vor Eingriffen fremder Staaten zu schützen. In dieser philosophischen Konstruktion entsteht die bürgerliche Gesellschaft ohne jede gemeinsame Absprache vor dem Staat und unabhängig von ihm. Dieser ist ausschließlich Überbau und Dienstleister der Gesellschaft der Privateigentümer. Mit Hermann Klenner formuliert\, war Lockes Sozialphilosophie „nicht mehr und nicht weniger als … die erste offene und umfassende Theorie einer Unterordnung des Staates unter die Interessen des [privaten – M.B.] Eigentums“. Der Vortrag wird darstellen\, wie sich Lockes Forschungsfrage aus der vorrevolutionären Situation der Verfassungskrise in England zwischen 1679 und 1692 ergab und eng mit der ersten bürgerlichen Massenpartei\, den Whig\, verbunden war. Er wird zudem zeigen\, wie Locke zur Beantwortung seiner Forschungsfrage auf die Legitimation der privaten Landnahme der kolonialen Siedler Englands in Nordamerika zurückgriff. Dabei wird deutlich: Als Ideologie der privaten Freiheit wird Liberalismus durch die Ausgrenzung des Kommunistischen zur Herrschaftslegitimation von Unfreiheit. Anders formuliert: In dem Maße\, wie der Liberalismus als Ideologie der Freiheit das Kommunistische ausgrenzt\, unterdrückt\, verdrängt und vernichtet\, verkehrt er sich in sein Gegenteil – eine Ideologie der Unfreiheit und Unterdrückung. Der bürgerliche revolutionäre Anspruch ist mit der Legitimation des Systems kapitalistischer Akkumulation und kolonialer Landnahme verbunden. \nZur Person\nMichael Brie ist Sozialphilosoph. Er hat in Leningrad und Ost-Berlin studiert und an der Humboldt-Universität 1980 bzw.1985 seine Dissertationen verteidigt. Im September 1990 wurde er zum Professor für Sozialphilosophie berufen. Zwischen 1994 und 1999 realisierte er Forschungsprojekte zur Transformation in der Russländischen Föderation. Von 1999 bis zur Berentung 2019 arbeitete er als Geschäftsführer der Rosa-Luxemburg-Stiftung bzw. als Leiter des Studienwerks und des Auslandsbereichs sowie als Direktor des Instituts für Gesellschaftsanalyse dieser Stiftung und war Referent für Geschichte und Theorie des Sozialismus an diesem Institut. Von 2019 bis 2023 war er Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Stiftung. 2022/23 hat er die beiden Bücher „Sozialismus neu entdecken“ und „Chinas Sozialismus neu entdecken“ beim VSA-Verlag Hamburg veröffentlicht.
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DESCRIPTION:Klassensitzung Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. \nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/64116646057?pwd=a9a1bdYamt2W5EdNwbgSiKUAGcuCH1.1 \nMeeting-ID: 641 1664 6057 \n. \nVortrag: \nSenthold Asseng (MLS) \nIst Vertical Farming eine Alternative zur Landwirtschaft? \nAbstract: \nEine stetig wachsende Weltbevölkerung zu ernähren\, ohne unseren Planeten Erde zu zerstören\, ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Schon jetzt ist es in vielen Regionen der Welt schwierig\, ausreichend Wasser für hohe Ernteerträge bereitzustellen. Die aktuelle Klimakrise verschärft die Situation dramatisch. Sollte das globale Klimasystem einen Kipppunkt erreichen\, könnten bisher unvorstellbare Veränderungen die traditionelle landwirtschaftliche Produktion\, wie wir sie kennen\, in weiten Teilen der Welt unmöglich machen. Um dem entgegenzuwirken\, müssen wir nach alternativen Verfahren suchen um die zukünftige Primärproduktion von Nahrungsmitteln zu gewährleisten. \nVertikal Farming von Grundnahrungsmitteln könnte in der Zukunft eine Alternative werden\, um mittels energieeffizienter\, hochautomatisierter und mehrstöckiger Anlagen\, in denen alle Ressourcen im Kreislauf genutzt werden\, Pflanzen in einer kontrollierten und pestizidfreien Umgebung zu produzieren. In Vertical Farmen sind extreme Produktivitätssteigerungen möglich\, die den Weg für eine nachhaltige Massenproduktion von Grundnahrungsmitteln bei minimalem Flächenverbrauch und völliger Wetterunabhängigkeit ebnen. Um das zu erreichen\, wird aber gezielte Forschung von multidisziplinären Forscherteams mit Experten aus den Pflanzenwissenschaften\, der Technologieentwicklung sowie den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften gebraucht. Die potenziell extrem hohe Effizienz der Pflanzenproduktion in Vertikal Farmen schafft eine grundlegend neue Option\, um zukünftig unabhängig von Region\, Wetter und Klima die Ernährungssicherheit zu gewährleisten. \nVita: \nSenthold Asseng ist Professor und Leiter des Lehrstuhls für Digital Agriculture sowie Direktor des Hans Eisenmann-Forums an der Technischen Universität München. Er studierte Agrarwissenschaften und promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er habilitierte an der Technischen Universität München und forschte und lehrte an der CSIRO Australia und der University of Florida in den USA. Er hat über 300 Publikationen veröffentlicht\, ist Fellow der American Association for the Advancement of Science (AAAS)\, Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2024 und war in den letzten Jahren mehrmals ein Highly Cited Researcher beim Web of Science. Er wurde 2023 mit dem Forschungspreis der Werner Siemens-Stiftung zur Jahrhundertprojektidee in Höhe von 1 Million Schweizer Franken ausgezeichnet.
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