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SUMMARY:Kolloquium: Kapitalismus am Limit? – Transformation im Stau: Suche nach Auswegen!
DESCRIPTION:Einladung zum Kolloquium des Arbeitskreises „Gesellschaftsanalyse“ der „Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin“   \nKapitalismus am Limit? – Transformation im Stau: Suche nach Auswegen!\n\nZeit: 7. November 2025\, von 09.00 bis 18.00 \nOrt: Berlin\, Jugendherberge am Ostkreuz\, Marktstraße (Eingang)/Ecke Kynaststr. (Raum Rheinland) \n  \nProgramm: (Link zum detaillierten Programm mit Abstracts und weiteren Hinweisen) \n08.30: Ankommen und Morgenkaffee \n  \n09.00 – 11.00 Block 1 \n Westlich-kapitalistische Gesellschaften in der Polykrise \n(Kurze Einsteuerung zum Workshop und Moderation: Michael Thomas)  \nMarkus Wissen (Berlin): Kapitalismus am Limit. Öko-imperiale Spannungen\, umkämpfte Krisenpolitik und solidarische Perspektiven \nAndrea Komlosy (Wien): Das Konzept der säkularen Transformation. Wie können wir die Wende der digitalen Akkumulation einfangen? \nDiskussion \n  \n11.05 – 11.45 Keynote  \nHans Joas (Berlin): Weltherrschaft und moralischer Universalismus    \n  \nMittagspause: 11.45 – 12.45 \n  \n12.45 – 14.45 Block 2: Multipolare Welt(um)Ordnung \n(Moderation. Dieter Segert) \nMichael Brie (Berlin): Das chinesische Jahrhundertprojekt  \nIngar Solty (Berlin): Die Vereinigten Staaten im postliberalen Kapitalismus  \nJudith Dellheim (Berlin): Europäische Union – souveräner globaler Akteur? \nDiskussion  \nKaffeepause: 14.45 – 15.05 \n\n15.05 – 17.00 Block 3: Neue gesellschaftliche Leitbilder\, Visionen\, Gestaltungschancen? \n(Moderation: Judith Enders) \nMartin Endreß (Trier): Transformationsperspektive „Resilienzen“  \nFrank Adler (Chorin): Zäsur 2020er Jahre: Düstere Aussichten – neuer „Realismus“?  \nDiskussion \n\n17.05 – 18.00: offene Schlussrunde – Anstöße\, Inspirationen    \n(Moderation: Michael Thomas)  \n\n18.00: Bei Bedarf und Interesse – gemeinsamer Ausklang \n\nOrganisatorische Hinweise: \nDer Veranstaltungsort ist erreichbar mit der S-Bahn (Berlin Ostkreuz)\, ca. 10 Min. Fußweg. Mit der Straßenbahn Linie 21 und Bus (Linie 240)\, jeweils Haltestelle Marktstraße. Fußweg ca. 4 Min. \nEs gibt Autoparkplätze auf dem Gelände (5\,- €). \nDer Raum „Rheinland“ befindet sich im Jugendbildungszentrum\, 1. Etage (das Gebäude hinter dem Theater\, links vom Haupteingang). \nAuf Grund der begrenzten Kapazität wird um eine Anmeldung bis zum 15. Oktober gebeten! (Thomas.Micha@t-online.de). \nDie Mittagsversorgung muss auf eigene Kosten erfolgen. In fußläufiger Nähe zum Veranstaltungsort gibt es zahlreiche Möglichkeiten. \nDie Gaststätte der Jugendherberge bietet ein Mittagsmenü (auch vegetarisch) für 13\,50 € an. Das muss vorher bestellt werden – also bitte bei Bedarf dafür bei der Anmeldung vermerken! Zusätzlich gibt es im Bistro der JH ein Imbissangebot. \n\nWir haben vor\, die Beiträge des Kolloquiums unter Leibniz online zu veröffentlichen. Thematisch Interessierte laden wir ausdrücklich ein\, mögliche Diskussionsbeiträge ebenfalls für die Publikation auszuarbeiten. \n 
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SUMMARY:Raumfahrthistorisches Kolloquium
DESCRIPTION:Gemeinsame Veranstaltung der \nLeibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin\, der Stiftung Planetarium Berlin und der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt Lilienthal-Oberth (DGLR) \nAm 29. November 2025\, 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr\nVeranstaltungsort:\nEinstein-Saal\, Archenhold-Sternwarte Alt-Treptow 1\, 12435 Berlin\nNoch nicht barrierefrei \nEinladung als Flyer (pdf) \nProgramm\nBegrüßung und Einleitung: \nDr. Dietrich Spänkuch\, MLS \n10.00 Uhr – 10.10Uhr \n  \nVorträge \n  \nModeration: Dr. Dietrich Spänkuch\, MLS \n10.10 – 11.00 \nProf. Dr. Tilman Spohn \nZur Geschichte der Planetenforschung in Deutschland \n  \n11.00 – 11.45 \nProf. Dr. Frank Spahn\, MLS \nBesuch beim „Herrn der Ringe” – die Cassini-Mission \n  \n11.45 – 12.20 \nMichael Tilgner \nEinsteins Relativitätstheorie und die\nRaumfahrtpioniere \n12.20 – 13.15 \nMittagspause \n  \nVorträge \n  \nModeration: Dr. Olaf Przybilski \n13.15 – 14.00 \nProf. Dr. Dietrich Manzey \nGeschichte der Raumfahrtpsychologie \n  \n14.00 – 14.45 \nDr. Fabian Eilingsfeld\, Prof. Hakan Kayal und Dr. Christian Gritzner \nGedenken zum 100. Geburtstag von Prof. Dr. Heinz-Hermann Koelle (1925-2011) \n  \n14.45– 15.15 \nKaffeepause \n  \nModeration: Dr. Christian Gritzner \n15.15 – 15.45 \nDr. Olaf Przybilski \nAlbin Franz Sawatzki \n  \n15.50 – 16.20 \nDr. Wolfgang Both \n100 Jahre Hohmann-Bahnen \n  \nSchlusswort \nDr. Dietrich Spänkuch\, MLS \n\nAbstracts der Vorträge: \nTilman Spohn \nZur Geschichte der Planetenforschung in Deutschland \nDie Geschichte der Planetenforschung im mitteleuropäischen Raum kann man mit Nikolaus Kopernikus (1473-1543) und Johannes Kepler (1571 – 1630) beginnen lassen. Sie überwanden das bis dahin gültige Weltbild des Aristoteles\, demzufolge die Erde im Zentrum des Universums steht. Kepler beschäftigte sich darüber hinaus intensiv mit der bis heute offenen Frage nach extraterrestrischem Leben und begründete mit seinem posthum veröffentlichten Werk „Somnium” über das Leben auf dem Mond die literarische Gattung der Science-Fiction. Während die frühen Forschungen noch auf Beobachtungen mit einfachen astronomischen Hilfsmitteln und später mit Teleskopen basierten\, bedeutet die im 20. Jahrhundert beginnende Raumfahrt\, an der sich Wissenschaftler aus beiden deutschen Nachkriegsstaaten beteiligten\, einen Paradigmenwechsel. Hier sind vor allem die Missionen des Apolloprogramms zu nennen\, die einen bedeutsamen Schub in der öffentlichen Wahrnehmung mit sich brachten\, aber auch die späteren robotischen Raumfahrtmissionen von ESA\, Nasa und der Sowjetunion. Der Vortrag spannt einen Bogen vom Beginn der Planetenforschung bis zu den gegenwärtigen Missionen und würdigt die besonderen Beiträge einiger Pioniere der modernen Planetenforschung aus Deutschland. \nFrank Spahn \nBesuch beim “Herrn der Ringe” – die Cassini-Mission \nWir laden die Zuhörer zu einer fantastischen Reise “an Bord” der Raumsonde Cassini in die Welt des “Herrn der Ringe”\, Saturn\, ein – werden sie mit der Strukturvielfalt seiner Planetenringe bekannt machen und in die Welt der Eissatelliten Saturns entführen. Die wohl spektakulärste Entdeckung bezüglich der Welt der Eistrabanten Saturns sind die Kryo-Geysire des nur 450km großen Eismondes Enceladus – der wesentlichen Quelle des größten Ringes von Saturn: dem E-Ring! Natürlich darf die von Methanflüssen zerklüftete und mit Methanseen\, -meeren und auch Dünen bedeckte Oberfläche des Mondriesen Titan nicht fehlen\, der von einer dichten Atmosphäre umhüllt wird. \nSchwerpunkt des Vortrages bilden allerdings Strukturbildungen in den dichten\, granularen Eisringen Saturns\, die wesentliche Analogien zu Prozessen der Planetenentstehung in präplanetaren Scheiben um junge Sterne zulassen! Außerdem ist diese Fokussierung wesentlich durch den Schwerpunkt der Forschungen des Referenten motiviert. \nMichael Tilgner \nEinsteins Relativitätstheorie und die Raumfahrtpioniere \nDie Relativitätstheorie wurde in den 1920er und 1930er Jahren in der Öffentlichkeit – und auch unter den Raumfahrtpionieren – kontrovers diskutiert. Neben begeisterter Zustimmung gab es auch harsche Ablehnung\, teils mit antisemitischem Einschlag. Überraschend ist auch\, dass in dieser Zeit schon untersucht wurde\, welche Auswirkungen die Spezielle Relativitätstheorie auf das Raumfahrtproblem hat! Der Vortrag stellt einige Positionen vor\, die die Raumfahrtpioniere seit den 1920er Jahren zur Relativitätstheorie vertreten haben. Sie reichen von allgemeinen Erörterungen über Raum und Zeit (Johannes Winkler) bis zu einer imaginären Reise zu den Sternen (mit Eugen Sängers Photonenrakete). \nDietrich Manzey \nGeschichte der Raumfahrtpsychologie \nRaumfahrtpsychologie beschäftigt sich mit allen Aspekten des Verhaltens und Erlebens von Astronautinnen und Astronauten unter den extremen Arbeit- und Lebensbedingungen in einem Weltraumhabitat. Dabei können zwei Perspektiven unterschieden werden. Raumfahrtpsychologie als Wissenschaft beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Weltraummissionen auf die menschliche Psyche\, namentlich Leistungsfunktionen\, Befindlichkeit und soziale Interaktionen.  Im Rahmen einer mehr praktisch orientierten operativen Raumfahrtpsychologie geht es vor allem Fragen der psychologischen Auswahl\, Vorbereitung und Unterstützung von Astronauten und Astronautinnen\, umso sicherzustellen\, dass sie die psychologischen Herausforderungen während ihres Aufenthaltes im Weltraum bestmöglich bewältigen. \nDer Vortrag zeichnet die Entwicklung beider Stränge der Raumfahrtpsychologie im Rahmen russischer\, amerikanischer und europäischer Raumfahrtprogramme seit dem Beginn der bemannten Raumfahrt im Jahr 1961 nach. Dabei werden historisch zwei Zeitabschnitte unterschieden. \nDer erste Abschnitt umfasst die Zeit bis etwa Anfang/Mitte der 1990er Jahre. Während dieser Zeit lag der Fokus raumfahrtpsychologischer Aktivitäten vor allem im operativen Bereich. Entsprechend der unterschiedlich akzentuierten Raumfahrtprogramme und kulturell unterschiedlicher Perspektiven auf die Psychologie\, unterschieden sich dabei Umfang und Art der Aktivitäten. Während im Rahmen russischer Raumfahrtprogramme von Anbeginn der psychologischen Auswahl und später Unterstützung von Kosmonauten eine große Bedeutung zugeschrieben wurde und in Europa ab 1977 zumindest umfangreiche Verfahren der psychologischen Auswahl von Astronautinnen und Astronauten entwickelt wurden\, führten operative raumfahrtpsychologische Aktivitäten bei der NASA nur ein stiefmütterliches Dasein. Raumfahrtpsychologie als Wissenschaft fand in diesen Jahren\, abgesehen von ersten Simulationsstudien im Institut für Biomedizinische Probleme in Moskau kaum statt. \nDer zweite Abschnitt reicht von etwa Mitte der 1990er Jahre bis heute. Auf ihm wird der Schwerpunkt des Vortrags liegen. Vor allem durch die Öffnung der russischen Raumfahrtprogramme auch für west-europäische und amerikanische Astronautinnen und Astronauten\, die für die ESA und NASA neue Möglichkeiten für Langzeitmissionen eröffneten\, und dann schließlich die internationale Zusammenarbeit beim Aufbau und Betrieb der Internationalen Raumstation (ISS)\, hat die Raumfahrtpsychologie in diesem Zeitraum enorm an Bedeutung gewonnen. Der Vortrag wird diese Entwicklung am Beispiel der im Rahmen des ISS Programms implementieren operativen psychologischen Maßnahmen\, als auch der gewachsenen Bedeutung raumfahrtpsychologischer Forschung im Rahmen von Simulationsstudien und Antarktismissionen nachzeichnen. \nFabian Eilingsfeld\, Hakan Kayal und Christian Gritzner \nGedenken zum 100. Geburtstag von Prof. Dr. Heinz-Hermann Koelle (1925-2011) \nAm 22. Juli 2025 wäre Prof. Dr. Heinz-Hermann Koelle (1925–2011) 100 Jahre alt geworden. Er gründete 1948 die Gesellschaft für Weltraumforschung (GfW) neu\, die 1969 in die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) einging. In den USA war er an der Entwicklung der Mondrakete Saturn V und anderen Raumfahrtprojekten beteiligt. Von 1965 bis 1991 war er Professor an der Technischen Universität Berlin und führte bis zu seinem Lebensende Studien zu Mondstationen durch. Dieser Vortrag ist ein Rückblick auf sein Leben und Wirken. \nOlaf Przybilski  \nAlbin Franz Sawatzki \nWill man wissenschaftliche und genealogische Forschungen zu Ingenieuren des Krieges im Dritten Reich betreiben und dabei sich recht unbekannten Personen zuwenden\, wird schnell eine Erkenntnisgrenze erreicht. Liegen schließlich die Ereignisse mit den Protagonisten rund acht Jahrzehnte zurück. Und doch reizen einen gerade diese Personen\, da sie maßgeblich in die Geschehen um die technischen und technologischen Herausforderungen der vierziger Jahre in Deutschland in Verbindung mit ihren möglichen persönlichen Verfehlungen gegenüber Häftlingen und Zwangsarbeitern involviert waren. \nÜber den Diplomingenieur Albin Sawatzki (geb. am 06.10.1909 in Weissfluss\, Kreis Neustadt\, nähe Danzig)\, der am 1. Mai 1945 einen rätselhaften Tod in Warburg gefunden haben soll\, liest man öffentlich kaum etwas. \nDer Vortragende befindet sich bereits seit etwa fünf Jahren „auf der Spur“ des Sawatzki. Er fand seinen deutschen Wohnort nach der Flucht aus dem 1920 polnisch gewordenen Kreis Neustadt\, konnte seine drei Geschwister eruieren\, entdeckte seine Gattin Hildegard und verfolgte seinen Arbeitsweg von Bochum über Berlin nach Kassel und von dort nach Peenemünde und Nordhausen ins Mittelwerk. Dort avancierte er zum Architekten für die Serienfertigung von Flüssigkeitsgroßraketen. \nDer Vortrag stellt alle derzeit vom Referenten entdeckte Informationen zu Sawatzki vor\, die weit über dem hinaus gehen\, was derzeit öffentlich über ihn zu lesen ist. Und die Hörer werden überrascht werden\, welches neue Gesamtbild über Sawatzki gezeichnet wird. \nWolfgang Both \n100 Jahre Hohmann-Bahnen \nVor 100 Jahren erschien Walter Hohmanns Buch über “Die Erreichbarkeit der Himmelskörper” im Münchner Oldenbourg-Verlag. In ihm legte er Berechnungen für die Flugbahnen künstlicher Himmelskörper zu den Planeten vor\, die heute noch Gültigkeit haben. Dieses Geburtstages soll kurz gedacht werden. \n  \nzu den Autoren: \nWolfgang Both (*1950) war nach dem Studium der Informationstechnik an der Technischen Hochschule Ilmenau (Diplom 1973) und Assistenzzeit (Promotion Dr.-Ing. 1979) am Zentralinstitut für Optik und Spektroskopie in Berlin-Adlershof beschäftigt. Im Rahmen der Industrieforschung wurden optoelektronische Bauelemente entwickelt. 1991 wechselte er zum Projektträger für Informationstechnik des Bundesministeriums für Forschung und Technologie und 1994 in die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft. In beiden Institutionen war er für Technologieförderprogramme in seinem Fachgebiet zuständig. Seit 2015 ist er im Ruhestand und widmet sich seinen Interessen Science-Fiction und Raumfahrtgeschichte. Er ist Autor mehrerer Bücher und Artikel zu diesen Themen. Im Jahr 2020 erschien das Standardwerk „Kulturaufgabe Weltraumschiff“ über die frühe Raketenentwicklung im Zeitraum 1923 – 1933. \nFabian Eilingsfeld studierte an der TU Berlin Luft- und Raumfahrttechnik\, u.a. bei Prof. Dr. H.H. Koelle. Er ist Senior-Projektmanager bei der IABG mbH in Ottobrunn und Gastdozent für Raumfahrtkostenschätzung an der Technischen Universität München. \nChristian Gritzner studierte von 1986 bis 1992 an der TU Berlin Luft- und Raumfahrttechnik\, u.a. bei Prof. Dr. H.H. Koelle. Er promivierte 1996 an der TU Berlin bei Prof. Dr. R. Lo über Systeme zur Abwehr erdnaher Asteroiden und Kometen. Nach mehreren beruflichen Stationen in Forschung\, Industrie und Lehre ist Dr. Gritzner seit 2005 Mitarbeiter der Deutschen Raumfahrtagentur in Bonn und seit 2008 in der Abteilung Erforschung des Weltraums tätig. Dort ist er seit 2016 Gruppenleiter für das Teilprogramm Sonnensystem-Missionen. Er ist seit 1990 DGLR-Mitglied\, war 20 Jahre lang Mitglied des Senats der DGLR und ist aktiv als Leiter der Fachgruppe R3 „Raumfahrt und Gesellschaft“ und als Mitglied des Redaktionsbeirates. \nHakan Kayal studierte an der TU Berlin Luft- und Raumfahrttechnik\, u.a. bei Prof. Dr. H.H. Koelle. Er ist Professor für Raumfahrttechnik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Seine Forschungsthemen umfassen die Entwicklung und den Betrieb von Raumfahrtsystemen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Raumfahrttechnologien für extraterrestrische Raumfahrtmissionen. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Erforschung von Unidentified Anomalous Phenomena (UAP) und die Suche nach extraterrestrischer Intelligenz (SETI). \nDietrich Manzey ist pensionierter Professor der Technischen Universität Berlin (TU) Berlin\, an der er von 2003-2022 das Fachgebiet für Arbeits-\, Ingenieur- und Organisationspsychologie leitete. Er promovierte 1988 an der Universität Kiel und habilitierte sich 1999 mit raumfahrtpsychologischen Arbeiten an der Universität Marburg. Von 1987 bis 2001 arbeitete er für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Hamburg\, wo er sowohl an psychologischen Eignungsuntersuchungen von Piloten\, Fluglotsen und Astronauten beteiligt war\, als auch raumfahrtpsychologische Forschungsarbeiten im Rahmen von Raumfahrtmissionen und Simulationsstudien durchführte.  Seit 1998 fungiert Dietrich Manzey als psychologischer Berater für das europäische Astronautenzentrum der ESA in Köln. In dieser Funktion vertritt er die ESA in der ISS Human Behavior and Performance Working Group\, die das ISS Programm in Hinblick auf psychologische Fragen berät\, und ist auch in die psychologische Unterstützung europäischer Astronauten und Astronautinnen bei Langzeitmissionen zur ISS eingebunden. Zusammen mit dem Amerikaner Nick Kanas hat er 2003 (2. Aufl. 2008) im Springer-Verlag das Buch „Space Psychology and Psychiatry“ veröffentlicht\, das 2004 mit dem International Academy of Astronautics Life Sciences Book Award ausgezeichnet wurde. Insgesamt umfasst sein wissenschaftliches Werk mehr als 170 Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften\, Büchern und Kongressbänden.   \nOlaf Przybilski (*1960) studierte von 1981 bis 1986 in Dresden Maschinenbau an der Hochschule für Verkehrswesen „Friedrich List“ (HfV)\, wo er auch 1991 promovierte. Anschließend war er bis Februar 2016 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Luft- und Raumfahrttechnik\, Professur für Raumfahrtsysteme an der TU Dresden tätig mit einem breiten Fächerspektrum in der Lehre\, mit selbstständiger Lehr- und Forschungstätigkeit und als Projektleiter. Seit dem Flug des Menschen zum Mond begann sein Interesse an der Raumfahrt. 1986 war er Gründungsmitglied des „Arbeitskreises Raumfahrt“ beim Kulturbund der DDR und darin Leiter der Arbeitsgruppe Dokumentation. Insgesamt erschienen von ihm zahlreiche Veröffentlichungen in den internen Mitteilungen\, vorrangig über russische bemannte Raumfahrtmissionen und der deutschen Raketentechnik. Seine Forschungen zur Geschichte der Raketentechnik untersuchen die Raketen-Antriebstechnik des deutschen Heereswaffenamtes als technische Vorbilder für die Anwendung in der sowjet-russischen\, französischen und amerikanischen Raketentechnik. Der erste Band über die „Raketentriebwerke aus dem deutschen Heereswaffenamt“ erschien 2014\, aktualisiert August 2015 und Februar 2017. Auf seiner Website www.raketenspezialisten.de veröffentlicht er regelmäßig seine Forschungsergebnisse aus der Geschichte der Raketentechnik und Raumfahrt. Dr. Przybilski ist Vorsitzender des „Sächsischen Vereins für historisches Fluggerät e.V.“\, Herausgeber der „Raketen*Post“\, einem Infoblatt der „Raketenspezialisten in der Sowjetunion“ und ehemaliger\, langjähriger Leiter der DGLR-Bezirksgruppe Dresden\, ehemaliges Senatsmitglied und Leiter des DGLR Fachbereiches R3.3 „Geschichte der Raumfahrt“. Zuletzt wirkte er als Projektingenieur Raumfahrt in der „Air and Missile Defence Consulting GmbH“ bei München. \nFrank Spahn (*1955) begann seine berufliche Laufbahn im September 1983 am Institut für Kosmosforschung der AdW der DDR in Berlin-Adlershof nach erfolgtem Physik-Studium an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg. Dort promovierte er mit einem Thema zur theoretischen Modellierung der Bildung kosmischer Strukturen. In seiner Dissertation mit dem Titel „Gravitative Streuung in planetaren Ringen – ein Strukturbildungsmodell“ prognostizierte er „propellerartige Dichtestrukturen“\, die von in den Ringen eingebetteten Kleinstmonden (sogenannten Moonlets) verursacht werden und die 18 Jahre später von der Raumsonde Cassini in großer Zahl entdeckt wurden. Nach Habilitation an der Universität Potsdam wurde er dort 1999 zum Privatdozenten und 2006 zum außerplanmäßigen Professor berufen. Er ist seit 2014 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. \nTilman Spohn war von 1984 bis 2016 Professor für Planetologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität und von 2004 – 2017 Direktor des DLR-Instituts für Planetenforschung in Berlin-Adlershof\, er war executive Director des International Space Science Institutes ISSI Bern 2019 – 2022 und Principal Investigator MUPUS/Rosetta-Philae\, HP3/InSight und BELA/BepiColombo 2007-2017. Er ist Fellow der American Geophysical Union und Mitglied der Academy of Astronautics und Academia Europaea. \nMichael Tilgner (*1949 Hamburg) arbeitete nach dem Studium der Mathematik und Astronomie in Hamburg in verschiedenen Unternehmen im Bereich der kommerziellen Datenverarbeitung. Neben dieser Berufstätigkeit hielt er bis zum Anfang der 1990er Jahre regelmäßig Vorträge am Planetarium Hamburg\, vorwiegend zu kosmologischen Themen\, und führte astronomische Kurse an der VHS Hamburg durch. Nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben 2011 widmet er sich u.a. der frühen Geschichte der Raumfahrt. Über die Ergebnisse seiner Studien berichtete er in Vorträgen auf den Raumfahrthistorischen Kolloquien in der Archenholdsternwarte (Berlin)\, auf den Tagen zur Raumfahrtgeschichte\, die im Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum (Feucht) abgehalten werden\, auf dem History Symposium des International Astronautical Congress 2018 (Bremen) und bei anderen Gelegenheiten.
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SUMMARY:Arbeitskreis "Vormärz und 1848er Revolutionsforschung"
DESCRIPTION:Thema: \nDiskussion der Vorschläge für Beiträge zum Band 8 der Reihe „Akteure eines Umbruchs. Männer und Frauen der Revolution von 1848/49“
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SUMMARY:AK Vormärz und 1848
DESCRIPTION:Lesung und Diskussion: \nAkteure eines Umbruchs. Männer und Frauen der Revolution von 1848/49\, Band 7\nDie Herausgeber des Bandes 7 der Reihe „Akteure eines Umbruchs“ stellen im Rahmen einer Veranstaltung des Friedhofs der Märzgefallenen am 25. Februar 2026 den vor einem Jahr erschienen neuen Band der Biografien von Männern und Frauen der Revolution von 1848/49 vor. \nOrt: Alte Feuerwache – Kulturhaus Friedrichshain\, Marchlewskistraße 6\, 10243 Berlin \nBeginn: 19 Uhr \nlink zur Veranstaltung: https://www.friedhof-der-maerzgefallenen.de/veranstaltung/lesung-diskussion-akteure-eines-umbruchs-2026/
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SUMMARY:5. Rohstoffkolloquium
DESCRIPTION: 5. Rohstoffkolloquium der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \nAm 18. März 2026\, 10:00 Uhr in Berlin (CEDIO Konferenzzentrum; Storkower Bogen; https://www.storkower-bogen.de/tagen-feiern). Das Kolloquium kann auch online verfolgt werden via Zoom:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/61753277277?pwd=AqRjA86ISfR7EXCnaaCjDtH6UsYOBI.1 – Meeting-ID: 617 5327 7277 \nThema: Rohstoffe und Energiebereitstellung: Innovative Ansätze und Strategien für eine gesicherte und zukunftsfähige Energieversorgung\nDie Reihe der Rohstoffkolloquien des Arbeitskreises GeoMUWA der Leibniz-Sozietät (https://leibnizsozietaet.de/category/arbeitskreise-2/ak-geomuwa/) behandelte bisher verschiedene Aspekte natürlicher Rohstoff- und Energieressourcen\, z.B. \n\nKritische Rohstoffe\, Gewinnung bis Entsorgung: Die Geowissenschaften als Problemlöser\nAuswirkungen wachsender geo- und klimapolitischer Herausforderungen auf die Rohstoffversorgung Deutschlands und Europas\nKritische Rohstoffe – große Bedeutung und geringes öffentliches Bewusstsein\nDas neue europäische Gesetz zu kritischen Rohstoffen – The Critical Raw Materials Act: Herausforderungen und Maßnahmen\n\nDas 5. Rohstoffkolloquium thematisiert die wachsenden Herausforderungen im Bereich der Rohstoffbereitstellung für die Energieversorgung\, die nach innovativen Lösungen verlangen\, um eine gesicherte und zukunftsfähige Energieversorgung zu gewährleisten. Dieses Kolloquium widmet sich der Analyse aktueller Strategien und der Entwicklung neuer Konzepte zur effektiven Erkundung und Nutzung von Energierohstoffen sowie von Rohstoffen\, die für die Herstellung energieproduzierender Systeme erforderlich sind. Experten aus Wissenschaft\, Industrie und Politik sind eingeladen\, ihre Perspektiven zu teilen und neue Lösungswege aufzuzeigen. \nZiel des Kolloquiums ist es\, eine interdisziplinäre Plattform für den Austausch von Ideen und die Förderung kooperativer Projekte zu schaffen\, die Synergien zwischen den verschiedenen Akteuren unterstützen\, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln\, die den aktuellen Herausforderungen im Bereich der Energierohstoffe und Energieerzeugung gerecht werden. \nPROGRAMM (10:00-16:00 Uhr) (Programmflyer als PDF) \n10:00-10:10: Wolfgang Methling (MLS): Eröffnung \n10:10-10:30: Christoph Hilgers (MLS\, Karlsruher Institut für Technologie): Rohstoff- und Energie-bereitstellung – Strategien im geopolitischen Kontext \n10:30-11:00: Christina Labusch (REMONDIS): Thermische Verwertung als Baustein einer nachhaltigen Abfallwirtschaft \n11:00-11:30: Axel Wenke (Neptune Energy Berlin): Altmark Lithium Extraction: Project ALE \n11:30-12:00: Sebastian Hasenstab-Riedel (FU Berlin): Reaktiv-ionische Flüssigkeiten für eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen \n 12:00-12:30: Ernst-Peter Jeremias\, Norbert Mertzsch\, Gerhard Pfaff (alle MLS): Klimaschutz in Deutschland scheitert nicht an Physik\, Technik oder Rohstoffen\, sondern an politischer Inkonsistenz \n12:30-13:30 Mittagspause \n13:30-14:00: Melike Yildirim Ayyildiz\, Jasemin A. Ölmez\, Christoph Hilgers (Karlsruher Institut für Technologie): Meeting the Critical Raw Materials Act mining targets: A probability analysis for strategic Rare Earth Elements \n14:00-14:30: Carlo Burkhardt (HS Pforzheim): Recycling von Seltene-Erden-Magneten \n14:30-14:50: Axel Müller (MLS\, Universität Oslo): Siliziumproduktion für Photovoltaik in Deutschland \n 14:50-15:10: Axel Müller (MLS\, Universität Oslo): Uranwirtschaft im Wandel – Exploration\, Gewinnung und Perspektiven \n15:10-15:30: Sebastian Tappe (TU Bergakademie Freiberg) Muss sich klassische Lagerstättenlehre an aktuelle Rohstofftrends anpassen? \n15:30-16:00: Zusammenfassende Diskussion und Ausblick \nAnmeldung von Beiträgen bitte an Axel Müller (a.b.muller@nhm.uio.no)\, Gerhard Pfaff (pfaff.pigmente@gmx.de)\, Christoph Hilgers (christoph.hilgers@kit.edu) oder Reinhard Greiling (r.o.greiling@kit.edu) senden. Die Teilnahme ist kostenlos. \nAbstracts der Vorträge:\n  \nChristoph Hilgers (MLS\, Karlsruher Institut für Technologie – KIT\, Karlsruhe) \n Rohstoff- und Energiebereitstellung – Strategien im geopolitischen Kontext \nDie Energie- und Rohstoffbedarf Deutschlands\, der drittgrößten Wirtschaftsnation der Welt\, wird auch in Zukunft nur durch Importe gedeckt\, zu der ressourceneffiziente Kreislaufsysteme beitragen können. \nSoziale\, technologische\, ökonomische\, ökologische\, legale\, (geo)politische\, ethische und geologische Faktoren (kurz STEEL-PEG) stellen jedoch im internationalen Wettbewerb zunehmend größere Anforderungen an resilient Lieferketten. \nDas bislang nicht gelöste deutsche Trilemma bezahlbarer\, verlässlicher und umweltverträglicher Energieversorgung und die zunehmend ausgelagerte Rohstoff- und Materialversorgung stellen energie- und materialintensive (und gleichzeitig strategische) Branchen aufgrund hoher Kosten und Lieferengpässen vor Herausforderungen. \nAn ausgewählten Beispielen wird aufgezeigt\, wie Lieferketten durch Import- und Marktkonzentrationen\, durch Geopolitik mit Handelskonflikten\, politischen Instabilitäten und Kriegen\, durch Handelspolitik mit Zöllen\, Handelsbeschränkungen oder Handelsabkommen sowie durch Unfälle\, Naturkatastrophen oder Streiks disruptiv beeinträchtigt wurden. \nVersorgungssicherheit kann durch Agilität\, Anpassungsfähigkeit und Abstimmung der Stakeholdern resilient gestaltet werden\, wenn strategische Rohstoffe und strategische Branchen nicht nur hinsichtlich gesellschaftspolitischer Planziele\, sondern auch bei disruptiven Ereignissen resilient bleiben. \n  \nChristina Labusch (REMONDIS) \nThermische Verwertung als Baustein einer nachhaltigen Abfallwirtschaft  \n Die EU-Abfallrahmenrichtlinie und das Kreislaufwirtschaftsgesetz legen die Abfallhierarchie fest. Dementsprechend sind zunächst Abfälle zu vermeiden\, Ressourcen wiederzuverwenden\, bevor sie vor allem stofflich recycelt und (energetisch) verwertet werden. Im unteren Ende der Abfallhierarchie ist schließlich die Beseitigung angesiedelt. Seit 2005 besteht in Deutschland im Unterschied zu anderen europäischen Ländern ein Deponierungsverbot für heizwertreiche Abfälle. Um deren Deponierung zu verhindern\, rückte in den vergangenen 20 Jahren zunehmend die energetische Verwertung von Abfällen in den Fokus einer nachhaltigen Abfallwirtschaft. REMONDIS betreibt weltweit unter Anderem 21 Thermische Abfallbehandlungsanlagen sowie 10 Ersatzbrennstoffproduktionsanlagen. \nDer Vortrag gibt einen Einblick in die energetische Verwertung von Abfällen bei REMONDIS und zeigt\, wie wertvolle Ressourcen geschont werden\, weil Reststoffe oft nicht mehr stofflich recycelt werden können. In ausgewählten Beispielen werden die Erzeugung von Fernwärme und Strom für Kommunen und Haushalte sowie die Bedeutung für die Dekarbonisierung des Wärmenetzes bis 2045 beleuchtet. \nIn einem zweiten Schritt wird auf die Abtrennung von Metallen für das Recycling in Thermischen Abfallbehandlungsanlagen\, den Einsatz von stabilisierten Schlacken als Recyclingbaustoffe und auf die Ausschleusung von Schadstoffen aus dem Kreislauf eingegangen. Die starke Verringerung der Deponierung von Siedlungsabfällen in Deutschland ist das Ergebnis eines konsequenten Zusammenspiels von Recycling\, Vorbehandlung und thermischer Verwertung. \n  \nAxel A.O. Wenke (Neptune Energy Berlin) \nAltmark Lithium Extraction: Project ALE \nDas Projekt Altmark Lithium Extraction (Project ALE) nutzt das Altmark-Gasfeld in Sachsen-Anhalt\, Deutschland\, für die Gewinnung von Lithium aus geothermischen Solen neu. Das Altmark-Feld ist das zweitgrößte Onshore-Gasfeld innerhalb der EU mit einer kumulierten Förderung von mehr als 213 Mrd.Sm3 seit 1969. Reservoir ist das permische Rotliegend\, welches neben Gas auch Solen mit erhöhten Lithiumgehalten enthält. Nach Jahrzehnten der Erdgasförderung wird nun die Sole als untertägige Ressourcenbasis für eine heimische Lithiumversorgung neu entwickelt. Die mittlere Lithiumkonzentration in der Sole unterhalb des Gas-Wasser-Kontakts liegt im Mittel bei 440 mg/l\, lokal bis 640 mg/l. \nEin erster Anlauf zur Erschließung der Lithiumressource in der Altmark erfolgte bereits in den 1980er-Jahren\, wurde jedoch kurz vor Inbetriebnahme einer ersten Demonstrationsanlage aus wirtschaftlichen und politischen Gründen eingestellt. Die systematische Neuentwicklung des Feldes begann 2022. 2024 erhielt das Projekt das erste bergbaurechtliche Bewilligungsfeld zur Förderung von Lithium aus Solen in Deutschland\, die Bewilligung Jeetze-L. Das Projekt verfolgt eine phasenweise Entwicklungsstrategie\, die auf bestehenden Bohrungen\, Infrastrukturen und Untergrundkenntnissen aufbaut und neue Erkundungs- und Erschließungsaktivitäten sowie den Einsatz von direkter Lithium Extraktion (Direct Lithium Extraction\, DLE) kombiniert. Mehrere Pilotanlagen vor Ort haben bereits die Herstellung von batteriegeeignetem Lithiumcarbonat demonstriert. Eine Demonstrationsanlage im größeren Maßstab ist für 2028 geplant\, die kommerzielle Produktion soll 2030 beginnen. Gegenwärtig ist im Endausbau eine Produktion von ca. 24.000 t LCE geplant\, die Größe der Ressource lässt jedoch eine deutlich höhere Skalierung zu. \nNeben den geologischen und extraktionstechnischen Herausforderungen wird es wichtig sein\, den Aufbau einer Wertschöpfungskette in der Postextraktion unterstützend mit aufzubauen\, um eine regional naheliegende Abnahme zu gewährleisten. Hier bietet der nord- bis mitteldeutsche Raum hervorragende Bedingungen\, speziell an den Chemieparkstandorten Bitterfeld-Wolfen und Lausitz\, bei Batterie- und Autoproduzenten in Brandenburg und Niedersachsen\, sowie Chemikalienvertriebe im Hamburger Raum. \nFür die Region ist des Projekt ALE eine große Möglichkeit für eine zukünftige Wertschöpfung mit neuen Arbeitsplätzen im nachhaltigen Sektor. \n  \nSebastian Hasenstab-Riedel (Freie Universität Berlin\, Center for Sustainable Resources) \nReaktiv-Ionische Flüssigkeiten für eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen \nEine immer wichtigere nachhaltige Nutzung von Ressourcen erfordert innovative chemische Ansätze\, die eine hohe Reaktivität\, Sicherheit und Energieeffizienz miteinander verbinden. Reaktiv-Ionische Flüssigkeiten (Reactive Ionic Liquids\, RILs) stellen eine neuartige und vielseitige Stoffklasse dar\, die all diese Anforderungen erfüllen kann. \nIn diesem Beitrag werden neue Ansätze präsentiert\, die auf der Verwendung von reaktiv-Ionischen Flüssigkeiten basieren. Diese Ansätze adressieren industrielle Verfahren\, die für die Herstellung von Basischemikalien von Relevanz sind. Sie ermöglichen die Nutzung von Biomasse und leisten einen Beitrag zur indirekten Stromspeicherung. Somit kann diese Stoffklasse einen signifikanten Beitrag zur erforderlichen Transformation der chemischen Industrie sowie zur Sektorenkopplung Chemie/Energie leisten. \n  \nErnst-Peter Jeremias (MLS\, Flecken Zechlin)\, Norbert Mertzsch (MLS\,Rheinsberg)\, Gerhard Pfaff (MLS\, Berlin) \n Klimaschutz in Deutschland scheitert nicht an Physik\, Technik oder Rohstoffen\, sondern an politischer Inkonsistenz \nKlimaschutz in Deutschland scheitert nicht an Physik\, Technik oder Rohstoffen\, sondern vor allem an politischer Inkonsistenz. Der Klimawandel ist keine Frage politischer Meinungen\, sondern eine naturwissenschaftlich gut verstandene Folge steigender Treibhausgasemissionen. Internationale Klimaziele und nationale Klimaschutzgesetze sind daher keine willkürlichen politischen Setzungen\, sondern notwendige Reaktionen auf physikalische Prozesse\, zeitverzögerte Wirkungen und absehbare Risiken für Umwelt\, Wirtschaft und Gesellschaft. Klimaschutz ist damit untrennbar mit Energie-\, Industrie- und Ressourcenpolitik verbunden. \nAus wissenschaftlicher Sicht gilt die Kombination aus dem Ausbau erneuerbarer Energien und der Elektrifizierung von Wärme\, Mobilität und Industrie als effizientester derzeit verfügbarer Pfad zur Emissionsminderung. Wind- und Solarenergie zeichnen sich durch sinkende Kosten\, hohe Skalierbarkeit und geringe Umweltwirkungen im Betrieb aus. Im Stromsektor wurden in Deutschland deutliche Fortschritte erzielt. Gleichzeitig bestehen strukturelle Defizite bei Netzen\, Speichern und der Flexibilisierung des Energiesystems\, die den Übergang in die Endverbrauchssektoren erheblich bremsen. \nIm Verkehrssektor ist die Evidenz eindeutig: Batterieelektrische Antriebe sind dem Verbrennungsmotor hinsichtlich Energieeffizienz und Emissionsminderung deutlich überlegen. Ihr Hochlauf wird jedoch bislang noch durch politische Unsicherheiten\, volatile Förderbedingungen und infrastrukturelle Ungleichgewichte gehemmt. Zudem reicht ein reiner Austausch von Antriebstechnologien nicht aus; erforderlich sind integrierte und intelligente Mobilitätskonzepte. \nZunehmend rückt die Ressourcenfrage in den Fokus. Die Energiewende ist zugleich eine Rohstoffwende. Kritische Materialien sind unverzichtbar\, jedoch grundlegend von fossilen Energieträgern zu unterscheiden: Sie werden nicht verbraucht\, sondern in technischen Systemen gebunden und sind prinzipiell recycelbar. Die wissenschaftliche Gesamtbewertung ist eindeutig: Klimaschutz ist technologisch machbar und ökonomisch sinnvoll. Die größten Risiken liegen nicht im Mangel an Technologien oder Rohstoffen\, sondern in fehlender Konsistenz\, Verlässlichkeit und Geschwindigkeit politischer Entscheidungen. \n  \nMelike Yildirim Ayyildiz\, Jasemin A. Ölmez\, Christoph Hilgers (alle Karlsruher Institut für Technologie – KIT\, Karlsruhe) \nMeeting the Critical Raw Materials Act mining targets: A probability analysis for strategic Rare Earth Elements \nThe European Union aims to decrease its dependency on critical and strategic raw materials essential for clean energy technologies and defense applications. The Critical Raw Materials Act (CRMA) established benchmarks\, including the requirement that by 2030 at least 10% of the EU’s annual demand for strategic raw materials should be met through domestic mining. This study evaluates the feasibility of achieving this target for strategic rare earth elements\, which are needed for technologies such as electric vehicles and wind turbines. A probabilistic assessment was conducted for the Norra Kärr deposit in Sweden using Monte Carlo simulation to analyze the likelihood of meeting the 10% benchmark. Given the uncertainties in achieving planned tonnage and grade\, the analysis follows PERC reporting standards and applies a ±50% success rate\, reflecting the scoping study stage of the project. As the result depend on future demand projections\, we use literature data of strategic REEs on low and high demand scenarios as well as future demand data of REEs published by the EU as input parameters for the simulation. Our results indicate\, that fulfilling the CRMA benchmark could be feasible in both selected low demand and high demand scenarios\, whereas according to EU data it is likely to be unfeasible. Additionally\, this study examines diversification strategies adopted by industrialized nations—including the United States\, Japan\, South Korea\, Australia\, and the EU—and analyzes the timeframes required to establish supply chains from mining to heavy REE production\, illustrated through the Japan–Australia partnership case study. \n  \nCarlo Burkhardt (Hochschule Pforzheim) \n Recycling von Seltene-Erden-Magneten \n Die Einrichtung einer Kreislaufwirtschaft für Seltene Erden (SE) in Europa ist aus ökologischen\, sozialen und governancebezogenen Gründen (ESG) sowie zur Minderung des Risikos von Lieferkettenunterbrechungen von entscheidender Bedeutung. Die Gewinnung und Verarbeitung von Seltenen Erden ist mit erheblichen Umweltbelastungen verbunden\, darunter erhebliche CO2-Emissionen und die Zerstörung von Lebensräumen. Durch das Recycling und die Wiederverwendung dieser kritischen Materialien kann Europa Umweltschäden reduzieren\, einen Beitrag zu den Klimazielen leisten und Initiativen zur sozialen Verantwortung unterstützen. Die Sicherheit der Lieferkette ist ein dringendes Anliegen\, da Europa nach wie vor in hohem Maße von Importen aus Regionen abhängig ist\, die geopolitischen Spannungen ausgesetzt sind\, insbesondere von China\, das den größten Teil der Seltenerdproduktion kontrolliert. Diese Abhängigkeit setzt Schlüsselindustrien wie die Automobilindustrie\, die Elektronikindustrie und die Branche der erneuerbaren Energien erheblichen Risiken aus. Das Gesetz über kritische Rohstoffe (CRMA) betont die strategische Bedeutung der Sicherung von Rohstoffen durch nachhaltige und kreislaufwirtschaftliche Lösungen. Eine Kreislaufwirtschaft entspricht den Zielen des CRMA\, indem sie die Importabhängigkeit verringert\, technologische Innovationen fördert und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit und ökologische Nachhaltigkeit Europas sicherstellt. \nDie Einrichtung einer Kreislaufwirtschaft für Seltenerd-Permanentmagnete in Europa steht jedoch vor mehreren Herausforderungen: Ein großes Hindernis ist die Komplexität der Recyclingprozesse\, da Seltenerdmagnete oft tief in elektronischen Geräten eingebettet sind\, was die Trennung schwierig und kostspielig macht. Darüber hinaus behindert die begrenzte Verfügbarkeit von Sammel- und Recyclinginfrastrukturen eine effiziente Materialrückgewinnung. Technologische Einschränkungen und uneinheitliche Abfallklassifizierungsstandards in den europäischen Ländern erschweren die Bemühungen zusätzlich. \nUm diese Herausforderungen zu bewältigen\, sind koordinierte Lösungen und Investitionen in fortschrittliche Recyclingtechnologien sowie die Schaffung eines harmonisierten Rechtsrahmens zur Standardisierung der Abfallsammlung und -verarbeitung erforderlich. Der Vortrag stellt die neuesten Entwicklungen bei den Recyclingtechnologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette vor und untersucht\, wie eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Industrie\, Wissenschaft und Regierungen dazu beitragen kann\, Innovationen voranzutreiben und bewährte Verfahren auszutauschen. \n  \nAxel Müller (MLS\, Natural History Museum\, University of Oslo) \nSiliziumproduktion für Photovoltaik in Deutschland \nDas natürliche Mineral Quarz (SiO2) ist der Hauptrohstoff für die Herstellung von Wafern für die Solarzellenproduktion über die Zwischenprodukte Rohsilizium\, Polysilizium und monokristallines Solarsilizium. In Deutschland war die Siliziumhütte der RW Silicium GmbH in Pocking (Niederbayern) in Betrieb\, der einzige Rohsiliziumproduzent in Deutschland mit einem Weltmarktanteil von 0\,6 %. Das Werk schloss am 31. Dezember 2025\, und alle 110 Beschäftigten wurden gekündigt. Als Gründe für die Schließung werden hohe Strompreise\, eine rückläufige Nachfrage im Zuge der deutschen Industriekrise sowie starker Preisdruck durch preisgünstiges Silizium\, insbesondere aus China\, genannt. Damit ist die Basis der Wertschöpfungskette für die Siliziumwaferproduktion in Deutschland entfallen\, und 100 % des Rohsiliziums für die Solarzellenherstellung in Deutschland müssen importiert werden. Das steht im Kontrast dazu\, dass Deutschland beim Ausbau der Photovoltaik in Europa führend ist: Anfang 2025 waren über 100 Gigawatt (GW) installiert\, die mit c. 15 % zur gesamten inländischen Stromproduktion beitragen. Im Vortrag werden die Siliziumrohstoffimporte und die damit verbunden Importabhängigkeiten beleuchtet sowie die daraus resultierenden Konsequenzen für die Wertschöpfungskette der Solarzellenproduktion in Deutschland. \n  \nAxel Müller (MLS\, Natural History Museum\, University of Oslo) \nUranwirtschaft im Wandel – Exploration\, Gewinnung und Perspektiven \nDie EU ist in hohem Maße auf Uran für die Kernenergieproduktion angewiesen\, die etwa 25% des Stroms innerhalb der Wirtschaftsunion liefert. Derzeit betreiben 12 der 27 EU‑Mitgliedstaaten\, Belgien\, Bulgarien\, Tschechien\, Finnland\, Frankreich\, Ungarn\, die Niederlande\, Rumänien\, die Slowakei\, Slowenien\, Spanien und Schweden\, Kernkraftwerke. Einige dieser Länder produzieren nicht nur nuklearen Strom\, sondern exportieren ihn auch an ihre Nachbarländer. Uran sieht sich jedoch wachsenden Risiken in der Lieferkette gegenüber: Die EU ist stark abhängig von Importen von Rohuran aus Kasachstan\, Russland und Australien sowie von Russland für die Urananreicherung und die Herstellung von Brennstäben. Diese Abhängigkeiten and die generelle sich verschärfende geopolitische Situation haben seit 2022 zu einem starken Anstieg des Uranpreises beigetragen. Deutschland hat seine Kernkraftwerke im Jahr 2023 stillgelegt. Obwohl Deutschland eine Schwerpunktversorgung mit erneuerbarer Energie anstrebt\, ist es insbesondere bei geringer Wind‑ und Solarenergieproduktion oder hoher Nachfrage auf ausländische Kernenergie angewiesen; Importe aus Frankreich\, der Schweiz und Schweden machen bis zu 2 % des gesamten Strombedarfs aus. Damit sind selbst Länder wie Deutschland\, die keine Kernkraftwerke mehr betreiben\, vom Import nuklearer Energie abhängig und von den damit verbundenen Uranbereitstellungs- und Lieferrisiken betroffen. Im Vortrag wird ein Überblick über die Aktivitäten und Akteure in der Uranerkundung\, -gewinnung und -anreicherung gegeben. Außerdem werden die Risiken entlang der Lieferkette analysiert und die aktuellen sowie zukünftigen Auswirkungen auf die Nuklearenergieproduktion in Europa und weltweit erörtert. \n  \nSebastian Tappe (Technische Universität Bergakademie Freiberg\, Deutschland) \n Muss sich klassische Lagerstättenlehre an aktuelle Rohstofftrends anpassen? \n Nichts ist mehr so\, wie es einmal war. Tiefgreifende Zäsuren erschüttern die internationale Staatengemeinschaft und Zeitenwenden gehören mittlerweile zum Tagesgeschäft. Unsichere Zeiten und militärische Konflikte haben seit jeher Rohstofftrends geprägt. Hinzu kommt die Erkenntnis im 21. Jahrhundert\, dass wir mit den Folgen des menschengemachten Klimawandels umzugehen lernen müssen und der stetigen Erderwärmung irgendwie entgegenwirken sollten. Letzteres benötigt gesicherte und zukunftsfähige Rohstoffketten\, um eine Grüne Energiewende umzusetzen (Klimaneutralität bis 2045). \nHochschullehrern kommt in solchen düster anmutenden Zeiten eine besondere Verantwortung zu. Es gilt neue Generationen von Forschern\, Denkern und Entrepreneuren auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten – wenn das überhaupt möglich ist. Dabei ist klassische Lehre unabkömmlich\, muss aber mehr denn je Raum schaffen für neue Ideen und Konzepte. Das relativ starre Korsett einer deutschen Universität macht es den Hochschullehrern nicht immer einfach\, schnell auf Änderungen in der Gesellschaft zu reagieren. Mit meinem Vortrag soll gezeigt werden\, wie sich klassische Lagerstättenlehre und aktuelle Rohstofftrends flexibel zusammenführen lassen\, in einem Format das die heutige Jugend hoffentlich für die Herausforderungen der Zukunft begeistern kann. \n 
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DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ trifft sich am 16. 10. Um 14.00 Uhr zu einer ersten Diskussions- und Abstimmungsrunde für den nächsten Arbeitszyklus. \nOrt: Rosa-Luxemburg-Stiftung\, Straße der Pariser Kommune 8A (unmittelbar am Ostbahnhof)\, Seminarraum 1 \nZeit: 14.00 Uhr bis ca. 16.30 Uhr \nInteressierte aus der Sozietät an diesem Thema (kurz: KI und Gesellschaft) sind sowohl zu dieser ersten Sitzung wie evtl. weitere Teilnahme herzlich eingeladen! Das kann für den vorgesehenen Arbeitszyklus auch einzelne Themen bzw. Schwerpunkte betreffen. Solche wären längerfristig abzusprechen. Bei Interesse an der Teilnahme am 16.10 bitte ich um eine kurze Rückmeldung (an: Thomas.Micha@t-online.de). \nEine noch sehr allgemeine thematische Orientierung findet sich hier. \nMichael Thomas
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SUMMARY:6. Rohstoffkolloqium
DESCRIPTION:Rohstoffkolloquium der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \nAm Mittwoch\, dem 17. März 2027\, 10:00 Uhr in Berlin \nCEDIO Konferenzzentrum\, Storkower Bogen\, Storkower Str. 207 \nVorexkursion am 16. März 15:30 Uhr zum RETERRA Service GmbH Kompostwerk Trappenfelde bei Berlin \n  \nThema: Kritische Rohstoffe im Kreislauf – Recycling\, Verwertung und Abfallminimierung \nDie Reihe der Rohstoffkolloquien des Arbeitskreises GeoMUWA der Leibniz-Sozietät (https://leibnizsozietaet.de/category/arbeitskreise-2/ak-geomuwa/) behandelte bisher verschiedene Aspekte natürlicher Rohstoff- und Energieressourcen\, z.B. \n\nKritische Rohstoffe\, Gewinnung bis Entsorgung: Die Geowissenschaften als Problemlöser\nAuswirkungen wachsender geo- und klimapolitischer Herausforderungen auf die Rohstoffversorgung Deutschlands und Europas\nKritische Rohstoffe – große Bedeutung und geringes öffentliches Bewusstsein\nDas neue europäische Gesetz zu kritischen Rohstoffen – The Critical Raw Materials Act: Herausforderungen und Maßnahmen\nRohstoffe und Energiebereitstellung: Innovative Ansätze und Strategien für eine gesicherte und zukunftsfähige Energieversorgung\n\nDas 6. Rohstoffkolloquium thematisiert die wachsende Bedeutung des Rohstoffrecyclings für die Rohstoffversorgung. Im Mittelpunkt stehen die Analyse aktueller Strategien sowie die Entwicklung von Technologien für ein wirtschaftliches und umfassendes Recycling – insbesondere kritischer Rohstoffe. Ziel ist es\, Abfälle zu minimieren\, die bergbaulichen gewonnenen Rohstoffe zu ergänzen und damit die mit deren Transport verbundenen CO₂-Emissionen zu reduzieren. Das Recycling komplexer technischer Produkte wie Smartphones\, Solarmodule und Batterien von Elektrofahrzeugen erfordert innovative Lösungen für die Sammlung und Trennung von Materialien sowie eine hohe Flexibilität der Recyclingindustrie. Dies ist insbesondere aufgrund der sich rasch verändernden Materialien und Komponenten notwendig\, die in diesen Produkten verbaut werden. Nur durch eine Steigerung der Recyclingquoten kann eine nachhaltige und zukunftsfähige Rohstoff- und Energieversorgung gewährleistet werden. Ziel des Kolloquiums ist es\, eine interdisziplinäre Plattform für Expertinnen und Experten aus Wissenschaft\, Industrie und Politik zu schaffen\, die den Ideenaustausch\, die Entwicklung neuer Lösungsansätze und die Förderung gemeinsamer Projekte ermöglicht\, um den aktuellen Herausforderungen der Rohstoffversorgung und Abfallminimierung gerecht zu werden. \nSpezifische Themen sind: \n\nBedeutung des Recyclings für die Rohstoffversorgung\nMaterialanalytische Charakterisierungsmethoden für elektronischen Abfall\nRecyclingmetallurgie von elektronischem Abfall\nRückgewinnung von Rohstoffen aus Haushaltsabfällen\nMaßnahmen zur Motivation der Gesellschaft\, ausgediente oder defekte Geräte effektiver für das Recycling zu sammeln\nOptimierung von Sammelsystemen und Logistiknetzwerken für ausgediente und defekte Geräte\n\nAm Vortag der Tagung\, dem 16. März 2027 um 15:30 Uhr\, sind die Tagungsteilnehmer zu einer Vorexkursion zum Kompostwerk Trappenfelde der RETERRA Service GmbH bei Berlin eingeladen. RETERRA verwertet deutschlandweit organische Abfälle und erzeugt daraus Produkte wie Komposte\, Substrate\, Bodendecker und Holzbrennstoffe zum Schutz natürlicher Ressourcen. \nAnmeldungen von Beiträgen bitte an Axel Müller (a.b.muller@nhm.uio.no)\, Gerhard Pfaff (pfaff.pigmente@gmx.de)\, Christoph Hilgers (christoph.hilgers@kit.edu)\, Reinhard Greiling (r.o.greiling@kit.edu) oder Jochen Kolb (jochen.kolb@kit.edu) senden. \nWeitere Informationen zum Programm erfolgen auf der Homepage der Leibniz-Sozietät: \nhttps://leibnizsozietaet.de/veranstaltungen/
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