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SUMMARY:AK Wissenschaftsgeschichte
DESCRIPTION:16 Uhr (nach dem Plenum) \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nWolfgang Schiller und Dietmar Linke: \nVon Keramovitronen zu LTCC-Multilayer-Modulen. 50 Jahre Keramik-Forschung in Berlin in zwei deutlich verschiedenen Wirtschafts- und Forschungssystemen 
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SUMMARY:AK Gesellschaftsanalyse
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ der Leibniz-Sozietät lädt im Rahmen seiner Reihe „Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“ zu einer weiteren Diskussionsveranstaltung ein: \n\n November 2024 von 14.00 bis 17.00 / Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung\, Straße der Pariser Kommune 8A / Raum 5.16.\n\nZur Diskussion steht das Buch \nMcKenzie Wark: Das Kapital ist tot. Kommt jetzt was Schlimmeres? Kritik einer politischen Ökonomie der Information (Merve Verlag 2021)  \nDie Buchvorstellung liegt in den Händen von Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm. Eine thematische Einführung sowie ein Textauszug werden noch vorab verschickt. \nVor knapp zehn Jahren erschien von der Autorin die deutsche Fassung ihres „Hacker-Manifests“. Diese Streitschrift setzte schon damals eigene Akzente in den Debatten um Informatisierung\, Tendenzen und Konsequenzen der neuen Internet-Ökonomie. Es ging um die progressive Vision einer neuen\, die bestehenden Eigentumsformen aufbrechenden Technologie. Das vorliegende Buch nimmt eine deutliche Kritik vor: Was sie (die Autorin) übersehen habe\, ist der gegenläufige Trend\, das Aufkommen einer neuen Verwertungsökonomie. Diese überschreitet zwar den Kapitalismus (welcher Form oder Variante auch immer)\, bringt aber Schlimmeres. Die progressive Vision\, die der Informationstechnologie als Commons\, hat sich erledigt. Eine neue Klasse (Vektoralisten) besitzt die neue Technologie (den Informationsvektor) und kann sich alles aneignen. Sie beherrscht alle\, nicht nur die untergeordnete Klasse (die Hacker\, zu denen wir alle gehören)\, sondern auch die „traditionellen“ Kapitalisten. Die Logik der neuen Produktivkraft durchdringt die ganze Gesellschaft – von den großen Unternehmen bis zur alltäglichen Lebenswelt. \nInsofern lässt sich mit dem Buch an die Diskussionen zu Andrea Komlosy oder Jeremy Rifkin anschließen\, zugleich setzt McKenzie Wark deutlich andere Akzente. Die Lektüre ist anregend\, herausfordernd\, auch witzig und originell. Ihre Methode heißt „détournement“\, weg von der „offiziellen Wahrheit“\, Aussteigen aus der überlieferten Sprache. Gerade auch die der vorherrschenden Marxexegese\, die immer wieder so oder so am Kapitalismus oder aber am Kommunismus hängt. Hierin verstaubt im Grunde der „vornehme Marxismus“. Was ist zu tun? Vor allem eine neue und radikale („vulgäre“) Analyse der Gegenwart. „Die Gegenwart unserer Gegenwart ist erst noch zu schreiben.“ Die Methode des détournement hilft\, nicht der herrschenden Sprache zu unterliegen. Damit kommen wir vielleicht zu anderen Lebens- und Überlebensweisen\, die eine bloße Ideologie verstellt. Der vulgäre Marxismus kann plurale Pfade aufzeigen\, um von der Vergangenheit in die Gegenwart und in lebenswerte Zukunft zu denken. Gerade auch in Zeiten des Klimawandels. – Vieles wird umstritten sein\, vieles so oder so anregend. \nAuf der Sitzung soll ein Ausblick für das weitere Vorgehen 2025 gegeben werden. \nFür Fragen bzw. die Anmeldung können sich Interessierte an Dr. Michael Thomas wenden: Thomas.Micha@t-online.de
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SUMMARY:AK Gesellschaftsanalyse
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ der Leibniz-Sozietät lädt im Rahmen seiner Reihe „Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“ zu einer weiteren Diskussionsveranstaltung ein. \nVor mehr als eineinhalb Jahren hatten wir uns im Arbeitskreis auf die genannte thematische Reihe verständigt. Nunmehr erfolgt eine Rückschau auf bisherige Debatten. Zugleich geht es um nächste Themen und Schritte. Folglich ist das Thema \n„Transformation und Zeitdiagnose – eine Zwischenbilanz“ \nLänger- und kurzfristige ökonomische\, technologische\, politische\, soziale und kulturelle Veränderungen haben die gesellschaftliche Konstellation von regionaler bis globaler Ebene so drastisch\, zum Teil dramatisch geprägt\, dass jede Suche nach alternativen Entwicklungen (also gerade auch die Frage nach Transformationen) sich ihrer Voraussetzungen und Bedingungen neu vergewissern muss: Wo stehen wir\, was ist notwendig\, was überhaupt möglich? – Zeitdiagnose. \nWir haben relevante Texte ausgesucht und diskutiert\, von komplexen Diagnosen bis zu spezifischen Trends. Die Sitzung soll bisherige Erträge dieser Diskussion bilanzieren\, erste Systematisierungen vornehmen und offene Fragen für die weitere Debatte identifizieren. Insofern sind auch Hinweise und Anregungen aus anderen Arbeiten oder aus bisher noch nicht behandelten Themenfeldern unbedingt gefragt. Ein offener Austausch – dem „tückischen“ Problem von Zeitdiagnose angemessen! \nEinleitend sind drei Beiträge vorgesehen\, zu denen Anfang September jeweils Thesen verschickt werden. \nMichael Thomas: Perspektive Transformation – Erkenntnisse aus der bisherigen Diskussion im Arbeitskreis. \nFrank Adler: Wohin treibt die Übergangsgesellschaft – dekarbonisierter Kapitalismus? rechtsautoritäre Herrschaft? solidarisch reduktive Resilienz? \nThomas Koch: Global – national – regional: Worauf sollten sich Zeitdiagnosen konzentrieren?
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SUMMARY:AK Wissenschaftsgeschichte
DESCRIPTION:Liebe Kolleginnen und Kollegen\, \nam 11. April 2024 wurde nach der Jahrestagung 2024 der Arbeitskreis Wissenschaftsgeschichte gegründet. \nAnliegen dieses Arbeitskreises ist es\, wissenschaftshistorische Aktivitäten\, von denen es in der Leibniz-Sozietät nicht wenige gibt\, zusammenbringen und gemeinsame Vorhaben zu entwickeln. Alle Kollegen\, die sich für diesen Arbeitskreis interessieren\, laden wir zu einem \nZoom-Meeting am Montag\, 27. Mai 2024\, 10 Uhr \nIn Zukunft wird es auch Treffen in Präsenz und im hybriden Format geben. Bitte teilen Sie uns Ausschlusszeiten und Ihre E-Mail-Adresse mit\, wenn Sie dazu eingeladen werden wollen. \nDiese Einladung richtet sich an alle Kollegen aus Natur-\, Technik-\, Sprach-\, Kultur-\, und Sozialwissenschaften mit wissenschaftshistorischen Interessen\, von biographischen Studien bis zu disziplinenübergreifenden theoriengeschichtlichen Forschungen und unterschiedlichen Möglichkeiten der Beteiligung. \nBeim ersten Treffen am 27. Mai werden wir uns über unsere Interessen\, laufende Arbeiten\, Erwartungen und Ideen austauschen. \nWir würden uns über Ihre Teilnahme sehr freuen. \nHerzliche Grüße \nGerda Haßler Ekkehard Höxtermann
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DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ der Leibniz-Sozietät lädt im Rahmen seiner thematischen Reihe \n„Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“ \nzu einer weiteren Diskussionsveranstaltung ein: 10. Mai 2024 von 14.00 bis 17.00 / Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung\, Straße der Pariser Kommune 8A / Raum 5.16. \nDiskutiert werden soll zum Thema: \nKultur und moralisierende Weltsichten als Kriegstreiber in Russland und bei uns\nThematische Einführung: Prof. i.R. Dieter Segert (MLS) \nDer Krieg zwischen Russland und der Ukraine war nicht nur Anlass zur Ausrufung einer spezifischen „Zeitenwende“\, er ist zunehmend deren wesentliches Charakteristikum und bestimmt aktuelle Zeitdiagnosen: Auch für Europa scheint die (zu) lange friedliche Ordnung vorbei. Politiker benennen die noch verbleibenden Jahre bis zum großen Kriegsausbruch\, erheben Kriegstüchtigkeit zum Leitmotiv politischen Agierens. In den Medien ist Krieg längst die neue Normalität beim lockeren Morgentalk: Eine schleichende Neuformatierung des Zeitgeistes. \nWelche kulturellen oder ideologischen Narrative werden warum herangezogen? Was sind deren Konsequenzen\, was wäre ihnen entgegenzusetzen? Dieter Segert wird dafür vor allem Russland in den Blick nehmen\, das geläufig nur als „Putin-Land“ erscheint und so verklärt wird. Wie hängt das mit den Debatten bei uns zusammen – auch das ist zu diskutieren. Vorgeschlagene Schwerpunkte für den Einstieg: \nWelche Art von Konservatismus treibt die russische Elite und wie ist er entstanden? \nFaschismusvorwurf und moralisierende Perspektiven auf den Gegner als Argument der Beteiligung am Krieg \nGeistige Abrüstung als Voraussetzung von Friedenspolitik \nLiteratur:  \nKatharina Bluhm: Russland und der Westen Matthes & Seitz 2024 (2. Auflage) – (Einleitung\, 7-26; Schlussbetrachtung\, 383-388) \nSergej Karaganow – Interview mit Gabor Stier (aus Nachdenkseiten\, 2. Februar 2024) \nDieter Segert: In der Sprache abrüsten! EASTBLOG 15.5.22 \nDers.: Wir müssen auch im Denken abrüsten. Berliner Zeitung 16./17.3.24 \nMichael Thomas (Nachfragen/Anmeldungen unter thomas.micha@t-online.de)
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SUMMARY:3. Rohstoffkolloquium
DESCRIPTION:Die Arbeitsgruppe Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum-\, Astrowissenschaften (GeoMUWA) der Gelehrtengesellschaft Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. organisiert in Zusammenarbeit mit GREENPEG.eu am 20. März 2024 an der Universität Potsdam das \n3. Rohstoffkolloquium \nKritische Rohstoffe – große Bedeutung und geringes öffentliches Bewusstsein – was ist zu tun?\nVon der EU als kritisch definierte Rohstoffe sind unverzichtbar für moderne Technologien unter anderem zur Realisierung der Energiewende. Die Verfügbarkeit kritischer Rohstoffe kann jedoch durch politische\, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Ereignisse beeinträchtigt werden. Deshalb hat die EU bis 2030 das Ziel gesetzt\, 10% des EU-Verbrauchs dieser Rohstoffe innerhalb der EU abzubauen. Gleichzeitig sinkt in der Bevölkerung die Akzeptanz für den lokalen Rohstoffabbau. Ziel des 4. Rohstoffkolloquiums ist\, die Gründe des geringen öffentlichen Bewusstseins für dieses Thema zu analysieren und mögliche Wege für eine größere Akzeptanz für den Bergbau aufzeigen. \nProgramm (10:00-16:00) (als PDF Datei zum Download) \n10:00-10:15: Prof. Dr. Gerda Haßler (MLS\, Universität Potsdam): Eröffnung \n10:15-10:45: Prof. Dr. Christoph Hilgers (Karlsruher Institut für Technologie): Rohstoffbewusstsein und geostrategische Rohstoffsicherung \n10:45-11:15: Knut Ansgar Hirsch (DMT GmbH and Co. KG\, stellv. Vorsitzender des Vereins Rohstoffwissen): Der Bürgerdialog Rohstoffe – wissenschaftsbasierte Aufklärung der Bevölkerung \n11:15-11:45: Fiarra Pudritzki und Prof. Dr. Steffen Kolb (HTW Berlin): Geothermie und Lithium: Mediale Darstellung von Geothermie in Südwestdeutschland mit einem Ausblick auf Lithiumförderung \n11:45-12:15: Dr. Bastian Mrosko (Universität Innsbruck): Sehen – Staunen – Anfassen – Experimentieren – Verstehen: Möglichkeiten der Schaffung von öffentlichem Bewusstsein in der jungen Generation \n12:15-13:30: Mittagspause \n13:30-14:00: Dr. Kate Smith und Prof. Frances Wall (University of Exeter): Umwelt- und soziale Auswirkungen der Anwendung von konventionellen und neuen Explorationstechniken – Fallstudien aus dem GREENPEG EU-Projekt \n14:00-14:30: Prof. Dr. Thomas Seifert (TU Bergakademie Freiberg): Lagerstätten kritischer Metalle im Erzgebirge-Krušné Hory-Vogtland – Status und Ausblick \n14:30-15:00: Dr. Hennes Obermeyer (MLS\, Inspekt eG): Kritische Baustoffe \n15:00-16:00: Zusammenfassende Diskussion und Ausblick \n17:00: Gemeinsames Essen in der Piazza Toscana \n  \nDer Veranstaltungsort ist die Universität Potsdam\, Standort Griebnitzsee\, Komplex 3\, Haus 7\, Raum 0.39\, August-Bebel-Str. 89\, 14482 Potsdam\, in unmittelbarer Nähe des S-Bahnhofs Griebnitzsee (S-Bahn S 7 sowie RB) \nDie Teilnahme ist kostenlos. Es besteht die Möglichkeit\, per Zoom an der Veranstaltung teilzunehmen (Hybrid-Veranstaltung)\, die Zoom-Einwahldaten sind die folgenden:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/67502165885?pwd=bkN2SHdWRUtkTTJiQ25OUmNhbHUvQT09\nMeeting-ID: 675 0216 5885 \nDie Texte zu den Vorträgen werden nach dem Kolloquium in den Sitzungsberichten der Leibniz-Sozietät publiziert.\nDie Veranstalter der GeoMUWA sind Axel Müller (a.b.muller@nhm.uio.no)\, Gerhard Pfaff (pfaff.pigmente@gmx.de)\, Reinhard Greiling (reinhard.greiling@kit.edu) und Björn Egbert. \n 
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DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ der Leibniz-Sozietät lädt im Rahmen seiner thematischen Reihe \n„Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“ \nzu einer weiteren Diskussionsveranstaltung ein: 9. Februar 2024 von 14.00 bis 17.00 / Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung\, Straße der Pariser Kommune 8A / Raum 5.16. \nDiskutiert wird Wolfgang Streeck: Zwischen Globalismus und Demokratie. Politische Ökonomie im ausgehenden Neoliberalismus. Berlin: Suhrkamp 2021. \nDas Buch versteht sich als Zeitdiagnose in direkter Tradition zu Karl Polanyi. Hatte Streeck vor einigen Jahren („Gekaufte Zeit. Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus“) den brechenden Zusammenhang von Demokratie und Kapitalismus thematisiert\, so sieht er dort noch geäußerte Alternativen als gescheitert an: Die EU eben ist ein „scheiterndes Imperium“\, sie stellt sich dar „als weltregionale Erscheinungsform einer allgemeinen Transformationskrise“ (145). \nFür Streeck läuft die kapitalistische Ökonomie „unter geldschöpferischer Notbeatmung keuchend“ (11) weiter\, während sich ein neoliberales Projekt zur Ablösung der Nationalstaaten ausbreite. Ein solcher Übergang in global governance ohne Demokratie soll aufgehalten werden. Statt „kosmopolitischen Illusionen“ weiterer Globalisierung (14) zu glauben\, setzt er auf den „Wiederaufbau dezentralisierter Souveränität“ (15)\, insbesondere eine „Rehabilitierung des Nationalstaats“ (14). \nKonzept und Buch werden kritisch diskutiert\, vor allem die einseitigen Attacken auf die EU. Was ist aber zu den dargestellten Grundtrends neoliberaler Globalisierung zu sagen? Wenn man Streeck bei seinem „Ausweg nach unten“ nicht folgt: Welche Alternativen gibt es? Was wären progressive Sichten auf Dezentralisierung\, Regionalisierung? Das sind herausfordernde Fragen kritischer Zeitdiagnose. \nStreeck selbst hat eine diesbezüglich anregende Publikation eingeleitet: Die Ökonomie des Alltagslebens. Für eine neue Infrastrukturpolitik (dt. 2019). Begründet werden eine mögliche Stärkung von Demokratie und wirtschaftlicher Entwicklung in regionalen Kontexten\, zugleich als eine andere Globalisierung. Deren Basis ist die Orientierung auf eine vom Neoliberalismus „aufgefressene“(!) Fundamentalökonomie. Mit ihr macht sich der Horizont eines „Infrastruktursozialismus“ auf. \nAuf diese Perspektivenöffnung wird von Michael Thomas nach Vorstellung durch Ulrich Busch und Diskussion zum Streeck-Buch ergänzend hingewiesen. Zu beiden Publikationen werden noch einführende Referierungen und Diskussionspunkte verschickt. Für das umfangreiche Buch von Streeck empfiehlt sich zumindest die Lektüre von Einleitung (21 – 60) sowie Quintessenz (507 – 511). \nFür Fragen bzw. die Anmeldung können sich Interessierte an Dr. Michael Thomas wenden: Thomas.Micha@t-online.de
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DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ der Leibniz-Sozietät lädt im Rahmen seiner thematischen Reihe \n„Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“\n zu einer weiteren Diskussionsveranstaltung ein: 24. 11. 2023 von 14.00 bis 17.00 / Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung\, Straße der Pariser Kommune 8A / Raum 5.16. \nNach den Diskussionen thematischer Ausarbeitungen von Nancy Fraser und Andrea Komlosy steht nunmehr die folgende Publikation im Mittelpunkt: \nJeremy Rifkin: Das Zeitalter der Resilienz. Leben neu denken auf einer wilden Erde. Frankfurt a.M. 2022  \nIn verschiedener Hinsicht ist Rifkin eine direkte Fortsetzung der bisherigen Diskussionen und sollten sich wiederum sein Text hinreichend vorstellen und würdigen wie systematische Schlussfolgerungen im Puzzle der angestrebten und in absehbarer Zeit zu systematisierenden Zeitdiagnose gewinnen lassen. Rifkins umfassendes Werk (sein „Opus Magnum“) modifiziert und erweitert die vielfach diskutierte Sicht auf das „Internet der Dinge“ (Rifkin 2014) und begründet aufschlussreich sein Plädoyer für die Ablösung des Kapitalismus: Diese Ablösung soll mit einem „Zeitalter der Resilienz“ bzw. einer Resilienzrevolution erfolgen\, deren Kern die Anpassung der Menschheit an die Natur ist. Resilienz bzw. das Leitprinzip der Anpassung sind nicht statisch oder als Schritt zurück zu verstehen; sie sind Charakteristika der dritten industriellen Revolution und so „Übergangsparadigma“ einer „Revolution des leitenden Wirtschaftsverständnisses“. \nUm dessen grundsätzliche Ablösung geht es\, Trennung vom Leitprinzip Effizienz. Geschlagen wird ein breiter historischer und disziplinärer Bogen: Vom Verhältnis von Fortschritt und Resilienz (oder auch Transformation) über die umfassende Begründung des anstehenden Paradigmenwechsels bis zu den konkreten Elementen des Übergangs\, den erforderlichen Infrastrukturen einer solchen Resilienzrevolution\, dem Charakter einer neuen Demokratie (Bürgerbeteiligung/„Peerocracy“) oder eines neuen sozialen Bewusstseins (einer „mitfühlenden Revolution“). \nDer beeindruckende\, umfassender Entwurf greift tief in den Zeitgeist (auf Diskussion und Rezeption lässt sich verweisen\, mehrere Besprechungen sind verfügbar). Manche Überlegungen erscheinen widersprüchlich\, gelegentlich zu deterministisch oder zu optimistisch. Fragen für eine lohnende Debatte. \nDr. Frank Adler wird in Buch und Diskussion einführen. Eine Ausarbeitung von ihm sowie die Einleitung zum Buch sind angefügt/können zugeschickt werden.. \nFür Fragen bzw. die Anmeldung können sich Interessierte an Dr. Michael Thomas wenden: Thomas.Micha@t-online.de
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SUMMARY:Raumfahrthistorisches Kolloquium 2023
DESCRIPTION:Programm für das Raumfahrthistorische Kolloquium 2023 am 18.11.2023 in der Archenhold-Sternwarte Berlin-Treptow\nDetailinformationen s.u. \nModeration: Dr. Olaf Przybilski \nBegrüßung\n10.00 Uhr – 10.15 Uhr\nDip.-Ing. Stefan Gotthold (Stiftung Planetarium Berlin) \nBegrüßung und Einleitung \nVorträge \n10.15 – 10.40\nMichael Tilgner\nDie dunkle Seite des Mondes \n10.45 – 11.00\nDr. Wolfgang Both\nDie Raketen zu den Planetenräumen \n11.05 – 11.50\nDr. Yelena Stein und Dr. Christian Gritzner\nDie Geschichte der Weltraumteleskope \n12.00 – 13.00\nMittagspause \nModeration: Dr. Christian Gritzner \n13.00 – 13.45\nThomas Breit\nMoritz Pöhlmann (1881-1964): Ein Erfinder und seine Rolle bei der Entwicklung der A-4 (V-2) Rakete des Deutschen Heereswaffenamtes \n13.50 – 14.35\nDr. Reinhard Sagner\nÜber die Forschungsergebnisse von Johannes Winkler in der Luftfahrtforschungsanstalt Braunschweig von 1939 bis 1947 \n14.40 – 15.15 \nKaffeepause \n15.15 – 15.45\nDr. Olaf Przybilski\nBMW SEPR ERNO – Einige Betrachtungen zur Verwandtschaft der Raketentriebwerke dieser Firmen \n15.40 – 15.50\nStefan Gotthold\nSchlusswort \n15.50 – 17.00\nGet together \nDiskussion im ganzen Haus \nFlyer der Veranstaltung \nAbstracts der Vorträge:\nMichael Tilgner: Die dunkle Seite des Mondes. Die Erforschung der Rückseite des Mondes bis in die 1960er Jahre \nSeit der Entdeckung\, dass der Mond der Erde – und damit seinen Beobachtern – stets die gleiche Seite zeigt\, wurde über das Aussehen der uns verborgenen („dunklen“) Seite spekuliert. Der Beitrag zeichnet einige dieser Überlegungen nach. Erst nachdem am Anfang des 20. Jahrhunderts die physikalischen und technischen Grundlagen der Raumfahrt erarbeitet worden waren\, begann man über eine Erkundung der Rückseite mittels Raketen nachzudenken. Bekanntlich flog die sowjetische Raumsonde Luna-3 im Jahre 1959 um den Mond herum\, fotografierte einen Teil der Mondrückseite und übermittelte diese Aufnahmen zur Erde. Weniger bekannt sind jedoch die Umstände und Voraussetzungen\, die zu dieser Pionierleistung führten. Es war eine nicht unbedeutende Herausforderung\, anhand der verwaschenen Fotografien eine erste Karte der Mondrückseite zu erstellen. Die inzwischen erschienenen Dokumente und Memoiren von Beteiligten haben viele Details dieser Ruhmestat öffentlich werden lassen\, über die berichtet werden soll. \nDr. Wolfgang Both: 100 Jahre “Die Rakete zu den Planetenräumen” \nIn diesem Jahr feiert die Raumfahrtgemeinde ein wichtiges Jubiläum: Vor 100 Jahren erschien \nHermann Oberths Werk “Die Rakete zu den Planetenräumen” im Münchner Oldenbour-Verlag. \nZwar hatten schon vor ihm Theoretiker den Raumfahrtgedanken mathematisch-physikalisch für möglich erklärt. Aber zum einen waren die Arbeiten von Konstantin Ziolkowski (1903) und Robert Goddard (1919) in Europa unbekannt beblieben. Zum anderen ist Oberths kurze Schrift – nur 92Seiten – wesentlich breiter und tiefgehender angelegt. Zu Recht wird sie heute als bahnbrechende theoretische und visionäre Arbeit für die heutige Raumfahrt gewürdigt. Das war nach der Veröffentlichung noch nicht so. Da hielt man dies in wissenschaftlichen Kreisen für Fehlannahmen und Phantasterei. Erst zehn Jahre später sollten erste Experimente den Weg in den Weltraum öffnen. \nDr. Yelena Stein und Dr. Christian Gritzner: Die Geschichte der Weltraumteleskope \nDie faszinierenden Aufnahmen der Weltraumteleskope Hubble und WEBB sind uns allen gut bekannt\, doch es gibt noch deutlich mehr solche Observatorien im Weltraum\, die aber auch in anderen Wellenlängenbereichen beobachten. Dieser Vortrag soll eine Übersicht über die Entwicklungsgeschichte und die Vielfalt der bislang eingesetzten Weltraumteleskope geben. Auch soll gezeigt werden\, warum der Weltraum als Standort für astronomische Beobachtungen große Vorteile bietet. Abschließend soll auf die neuesten Forschungsergebnisse von Hubble und WEBB eingegangen werden\, um die enormen Fähigkeiten heutiger Weltraumteleskope zu zeigen. \nThomas Breit: Moritz Pöhlmann (1881-1964): Ein Erfinder und seine Rolle bei der Entwicklung der A-4 (V-2) Rakete des Deutschen Heereswaffenamtes \nDie Entwicklung der A-4 (V2-) Rakete\, die unter der Regie des deutschen Heereswaffenamtes (HWA) 1932 in Kummersdorf bei Berlin begann und später in Peenemünde fortgesetzt wurde\, erfuhr einen Höhepunkt vor 82 Jahren mit dem ersten erfolgreichen Start des Versuchsmusters „V-4“ am 03. Oktober 1942. Sie flog an diesem Tag 190 km weit und erreichte mit einer Höhe von 85 km als erster von Menschenhand gebauter Flugkörper den Rand des Weltraums. Eine Vielzahl hochbegabter Ingenieure und Techniker hatte am Erfolg dieses historischen Fluges gearbeitet\, unter ihnen auch der Dipl. Ing. Moritz Pöhlmann im Referat der Triebwerksentwicklung unter Dr. Walter Thiel. \nBis Sommer 1939\, dem Eintritt Pöhlmanns in das HWA\, war die Entwicklung der Raketen-„Öfen“ bereits sehr weit fortgeschritten. Die Kühlschwierigkeiten und das Durchbrennen der Öfen konnten jedoch nicht abgestellt werden. In den Memoiren Dornbergers wird Pöhlmann diesbezüglich als Erfinder der Film- bzw. Schleierkühlung herausgestellt – dem Durchbruch bei der Standfestigkeit des Triebwerks. Archivfunde belegen\, dass Pöhlmann jedoch an vielen weiteren\, wegweisenden Entwicklungen beteiligt war. So arbeitete er im Jahre 1940 in Kummersdorf eigenständig an der Entwicklung von Hochdruck-„Öfen“. Einige Patentanmeldungen stammen aus dieser Zeit. Nach seinem Umzug nach Peenemünde arbeitete er ab 1941 an Pumpen und Dampferzeugern mit raketeneigenen Brennstoffen\, die jedoch nicht mehr zum Einsatz kamen\, aber wegweisend für spätere Raumfahrt-Entwicklungen waren. Mitte 1943 wurde Pöhlmann aus Peenemünde „entfernt“ und mit Aufträgen des HWA nach Bayern „versetzt“. Hier wurde er verhaftet und 1944 von einem Wehrmachtsgericht verurteilt. Danach lebte er bis Ende des Krieges in Bayern. \nNach dem Krieg avancierte er zu einem der glühendsten Gegner Wernher von Brauns\, und sah vielmehr Hermann Oberth als den Erfinder der A-4 (V2) Rakete an. Seine eigenen Errungenschaften an deren Entwicklung sah er als nicht gewürdigt an\, nicht wissend\, dass diese in der Serienfertigung nicht zum Einsatz gekommen waren. \nPöhlmann arbeitete zunächst wieder an Projekten zu Kältemaschinen\, seinem Spezialgebiet\, worauf er einige Patente erworben hatte und woran er zeitweise in der Stellung als Technischer Direktor bereits vor dem Ersten sowie zwischen den Weltkriegen tätig gewesen war. Später arbeitete er als Erfinder und versuchte seine Ideen industriell zu vermarkten. Sein größtes Projekt\, das er bis kurz vor seinem Tod bearbeitete\, waren die „Strahler-Antriebe“ für Schiffe. \nImmer wieder holten ihn die Wirren der letzten Kriegsmonate ein. Einerseits kämpfte er um Entschädigung für seine Verurteilung\, andererseits gab es jahrelang gegenseitige Zivilverfahren gegen ihn und sein Umfeld. \nDr. Reinhard Sagner: Über die Forschungstätigkeit von Johannes Winkler in der Luftfahrtforschungsanstalt Braunschweig 1939 – 1947 \nTrotz herausragender Ergebnisse in der Junkers-Flugzeug und Motoren werken AG Dessau\, \nbrach das Reichsluftfahrtministerium 1938 die Finanzierung der Entwicklung von Raketentriebwerken dort ab. Johannes Winkler wurde berechtigt\, sich ein neues Arbeitsgebiet zu suchen und entschloss sich für das Institut für Gasdynamik in der LFA unter Leitung von Prof. A. Dr. Ing. Busemann. Das Forschungsprogramm von Winkler aus dem Dezember 1938 stellt die weitere Forschung an effektiven Triebwerken und deren Bündelung in den Mittelpunkt. Damit wären auch Hochbomber und künstliche Erdmonde zu entwickeln. \nJohannes Winkler arbeitete aber zunächst als freier Mitarbeiter und wurde von der Luftwaffe bezahlt. Aus dieser Zeit liegt eine handschriftliche Studie vom 5.2.1940 von ihm vor\, die eindeutig eine Fernrakete mit einem Startgewicht von 100 t und eine Reichweite von 500 km zum Gegenstand hat. In einer zweistufigen Rakete wollte er 4.000 Einzeltriebwerke mit einem Schub von 100 kg zum Einsatz bringen. Seit dem 1.4.1941 ist Johannes Winkler Abteilungsleiter in Institut für Gasdynamik der LFA. Nachvollziehbar sind folgende Arbeitsgebiete bis 1945\, darunter eine Studie über Raketenkennziffern in Braunschweig\, die Entwicklung effektiver Raketentriebwerke mit GM 1 mit einer Laufzeit bis zu 5 Minuten für Lufttorpedos\, Jagdflugzeuge und Hochbomber sowie die Berechnung der Dissoziation von Feuergasen. Die Leistungsfähigkeit seiner Triebwerke steigerte er ab 1944 auf 900 kg Schub \nNach der Besetzung der LFA am 12.4.1945 erhielt Johannes Winkler die Möglichkeit\, \nseine Erkenntnisse in zwei Berichten an die britischen Behörden niederzulegen. Dabei ging es um die Darstellung neuerer Verfahren zur Berechnung der Dissoziation von Verbrennungsgasen in Raketen und der Bericht „Zusammengesetzte Raketen“. \nEine Übersiedlung nach England wurde nicht mehr möglich\, da er am 27.12.1947 an einem Schlaganfall in Braunschweig verstarb. Er und seine Frau sind auf dem Friedhof in Braunschweig-Querum bestattet. \nDr.-Ing. Olaf H. Przybilski: Hans Schneider und seine Konstruktionen von Raketenbrennkammern \nAn den Bayerische Motoren Werke in Berlin-Spandau am Standort Zühlsdorf\, bei der Société d’Etudes de la Propulsion par Reaction (SEPR) in Villaroche und im Entwicklungsring Nord (ERNO) Raumfahrttechnik GmbH in Bremen wurden Raketentriebwerke in einer Schubklasse um 20 kN entwickelt. Die herausragende personelle Klammer an diesen drei Standorten über 30 Jahre spiegelt sich im Raketenpionier Dipl.-Ing. Hans Schneider wider. \nDer Autor wird anhand der konstruktiven Lösungen in den einzelnen Brennkammern zeigen\, was sie eint\, was sie unterscheidet. Ergänzt wird der Vortrag durch Abbildungen der Prüfstände an den jeweiligen Standorten. Hardware aus allen Zeitepochen wird dem interessierten Auditorium vor Ort präsentiert. \nZu den Vortragenden:\nWolfgang Both (*1950) war nach dem Studium der Informationstechnik an der Technischen Hochschule Ilmenau (Diplom 1973) und Assistenzzeit (PromotionDr.-Ing. 1979) am Zentralinstitut für Optik und Spektroskopie in Berlin-Adlershof beschäftigt. Im Rahmen der Industrieforschung wurden optoelektronische Bauelemente entwickelt. 1990 wechselte er zum Projektträger für Informationstechnik des Bundesministeriums für Forschung und Technologie und 1994 in die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft. In beiden Institutionen war er für Technologieförderprogramme in seinem Fachgebiet zuständig. Seit 2015 ist er im Ruhestand und widmet sich seinen Interessen Science-Fiction und Raumfahrtgeschichte. Er ist Autor mehrerer Bücher zu diesen Themen. \nThomas Breit (*1971)\, Nach Schul-und Berufsausbildung als Technischer Zeichner und einjährigem Wehrdienst bei der Bundeswehr Studium an der Hochschule Aachen im Fach Luft-& Raumfahrttechnik\, Schwerpunkt Triebwerkbau; Thema der Diplomarbeit: Entwicklung und Konstruktion einer Wasserstoffbrennkammer zur Umrüstung eines Triebwerks von Kerosin auf Wasserstoffbetrieb. Anschließend wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Aachen zur Implementierung und Betrieb des umgerüsteten Triebwerks mit Wasserstoffbetrieb.\nSeit Januar 2000: Mitarbeiter bei der Lufthansa Technik AERO Alzey\, Triebwerksüberholung.\nSeit 2013 Mitglied im Förderverein Museum Kummersdorf e.V. mit Forschungsschwerpunkt Aufarbeitung der Raketenentwicklung an der Versuchsstelle West des deutschen Heereswaffenamtes in Kummersdorf. \nChristian Gritzner ist Raumfahrtingenieur und in der Abteilung Erforschung des Weltraums in der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR in Bonn tätig. Dort ist er Gruppenleiter für das Teilprogramm Sonnensystem-Missionen. Er ist seit 1990 DGLR-Mitglied und aktiv als Leiter der Fachgruppe R3 „Raumfahrt und Gesellschaft“\, als Mitglied des Senats der DGLR und als Mitglied des Redaktionsbeirates. Studiert und promoviert hat er an der TU Berlin. \nOlaf Przybilski wurde 1960 in Altdöbern bei Cottbus (Brandenburg) geboren. Nach Abitur zwischen 1978 und 1981 Soldat auf Zeit bei der Volksmarine in Peenemünde. Danach 5 Jahre Maschinenbaustudium in Dresden an der Hochschule für Verkehrswesen „Friedrich List“ (HfV). In den anschließenden Jahren bis 1990 Promotion zum Dr.-Ing. und Anstellung als „Persönlicher Referent des Prorektors für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs“ an der HfV bis zu ihrer Schließung im Jahre 1992. Nachfolgend bis Februar 2016 angestellt als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Luft- und Raumfahrttechnik\, Professur für Raumfahrtsysteme an der TU Dresden mit einem breiten Fächerspektrum in der Lehre\, mit selbstständiger forschungsleitender Tätigkeit und als Projektleiter.\nVon August 2012 bis Februar 2016 leitet Przybilski das Projekt „SMART Rockets“ im DLR-Ausbildungsprogramm STERN für Studenten an der TU Dresden\, um eine kleine Flüssigkeitsrakete mit zugehöriger Brennkammer zu entwickeln. Aktuell arbeitend als Projektingenieur Raumfahrt in einer „Air and Missile“-GmbH in München.\nSeit dem Flug des Menschen zum Mond Interesse an der Raumfahrt. 1986 war er Gründungsmitglied des „Arbeitskreises Raumfahrt“ beim Kulturbund der DDR und darin Leiter der Arbeitsgruppe Dokumentation. Insgesamt erschienen von ihm über 100 Veröffentlichungen zwischen 1987 und 1990 im Rahmen der internen Mitteilungsblätter. Ab 1993 erneut rund 100 Veröffentlichungen\, vorrangig über russische bemannte Raumfahrtmissionen und der deutschen Raketentechnik.\nSeine Forschungen in der Raketentechnikgeschichte untersuchen die Raketen-Antriebstechnik des deutschen Heereswaffenamtes als technische Vorbilder für die Anwendung in der sowjet-russischen\, französischen und amerikanischen Raketentechnik. Der erste Band dazu aus einer Buchreihe über die „Raketentriebwerke aus dem deutschen Heereswaffenamt“ ist nun in einer aktualisierten und erweiterten vierten Fassung erschienen. Dr. Przybilski ist Mitglied in verschiedenen Raumfahrtvereinen\, Leiter des „Sächsischen Vereins für historisches Fluggerät e.V.“\, Herausgeber der „Raketen*Post“\, einem Infoblatt der „Raketenspezialisten in der Sowjetunion“\, ehemaliger\, langjähriger Leiter der DGLR-Bezirksgruppe Dresden (ehemaliges Senatsmitglied) und von 2013 bis 2021 Leiter des DGLR Fachbereiches R3.3 „Geschichte der Raumfahrt“.\nPrzybilski ist verheiratet\, hat zwei erwachsene Töchter und vier Enkelkinder. \nReinhard Sagner studierte Volks- und Außenwirtschaft mit der Promotion als Dr. oec. an der Hochschule für Ökonomie in Berlin-Karlshorst. Seine Recherchen über Johannes Winkler trug er erstmals 2014 vor. Es folgten weitere Vorträge im Hermann-Oberth-Museum in Feucht\, in der Archenhold-Sternwarte in Berlin\, in Neubrandenburg und in Dessau. Bisherige Veröffentlichungen in Tagungsbänden des Hermann-Oberth-Raumfahrtmuseum Feucht\, im Dessauer Kalender (Heimatliches Jahrbuch für Dessau-Roßlau und Umgebung)\, im International Astronautical Congress Bremen 2018 zusammen mit Karlheinz Rohrwild und Dr. Wolfgang Both und in den Zeitschriften „FliegerRevue“\, „Luft- und Raumfahrt“ und „Raumfahrt concret“. Im Machtwortverlag Dessau erschien 1922 sein Buch „Johannes Winkler in den Junkers-Werken und die Dessauer Raketen“. \nYelena Stein ist Astronomin und in der Abteilung Erforschung des Weltraums in der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR in Bonn tätig. Vorher war sie Wissenschaftlerin am Astronomischen Observatorium in Strasbourg. Dort forschte sie im Bereich der Radioastronomie zu Magnetfeldern in Galaxien. Studiert und promoviert hat sie an der Ruhr-Universität Bochum. \nMichael Tilgner (*1949 Hamburg) arbeitete nach dem Studium der Mathematik und Astronomie in Hamburg in verschiedenen Unternehmen im Bereich der kommerziellen Datenverarbeitung. Neben dieser Berufstätigkeit hielt er bis zum Anfang der 1990er Jahre regelmäßig Vorträge am Planetarium Hamburg\, vorwiegend zu kosmologischen Themen\, und führte astronomische Kurse an der VHS Hamburg durch. Nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben 2011 widmet er sich u.a. der frühen Geschichte der Raumfahrt. Über die Ergebnisse seiner Studien berichtete er in Vorträgen auf den Raumfahrthistorischen Kolloquien in der Archenholdsternwarte (Berlin)\, auf den Tagen zur Raumfahrtgeschichte\, die im Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum (Feucht) abgehalten werden\, auf dem History Symposium des International Astronautical Congress 2018 (Bremen) und bei anderen Gelegenheiten.
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SUMMARY:Kolloquium des Arbeitskreises GeoMUWA
DESCRIPTION:Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. \nArbeitskreis Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften \nWir laden herzlich ein \nKolloquium\nzum Gedenken der Leibniz-Sozietät an ihr Mitglied Helmut Moritz\, der am 21.10.2022 verstarb\, am 01.11.2023 seinen 90. Geburtstag hätte feiern können\, verbunden mit der ersten Auswertung der 28. Generalversammlung der Internationalen Union für Geodäsie und Geophysik\, die im Juli 2023 in Berlin stattfand \nProgramm: \n13:00 Dietrich Spänkuch (Leibniz-Sozietät)\nBegrüßung \n13:05 Heinz Kautzleben (Leibniz-Sozietät)\nHelmut Moritz – der Wissenschaftsdiplomat (Erinnerungen eines Zeitzeugen) \n13:50 Harald Schuh (Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ)\n(Die 28. Generalversammlung der IUGG im Juli 2023 in Berlin) \n14:20 Dietrich Spänkuch (Leibniz-Sozietät)\nDie Präsentation der Leibniz-Sozietät auf der IUGG 2023 \n14:30 Pause \n14:45 Thomas Plenefisch (BGR Hannover und Jürgen Müller (Leibniz-Universität Hannover)\nWissenschaftliche Forschungen und Highlights der Assoziationen im NKGG mit Bericht über die IUGG 2023 in Berlin \n15:10 Jürgen Müller (Leibniz-Universität Hannover)\nNutzen neuartiger Sensoren und Quanten-Technolgie für die Geodäsie \nDie Veranstaltung wird als Video-Konferenz via Zoom durchgeführt.\nDie Zugangsdaten sind folgende:\nhttps://gfz-potsdam-de.zoom-x.de/j/61490322944?pwd=Sm5aTzY2alJXMmxCSHBjMmM1cERVQT09\nMeeting-ID: 614 9032 2944 / Kenncode: 080127 \nDietrich Spänkuch \nSprecher des Arbeitskreises GeoMUWA \nKontakt: dspaenkuch@gmx.de \nAbstracts \nHeinz Kautzleben (MLS) \nHelmut Moritz – der Wissenschaftsdiplomat (Erinnerungen eines Zeitzeugen) \nWenn wir heute in einem wissenschaftlichen Kolloquium auf dem Telegraphenberg in Potsdam die erste Auswertung der 28. Generalversammlung der Internationalen Union für Geodäsie und Geophysik\, die im Juli 2023 in Berlin stattfand\, mit dem Gedenken der Leibniz-Sozietät an ihr Mitglied Helmut Moritz\, der an am 21.10.2022 verstarb\, am 01.11.2023 seinen 90. Geburtstag hätte feiern können\, verbinden\, so ist das nicht willkürlich\, sondern fachwissenschaftlich und wissenschaftssoziologisch zwingend. Wir würdigen den großen Wissenschaftler und mehr noch den hervorragenden Förderer der grenzüberschreitenden wissenschaftlichen Zusammenarbeit. \nDietrich Spänkuch (MLS) \nDie Präsentation der Leibniz-Sozietät auf der IUGG 2023 \nDie Leibniz-Sozietät war auf der 28. IUGG-Generalversammlung mit einem Tabletop mit Rollup vertreten. Es werden Inhalt und Motive der Präsentation erläutert und ein Fazit gezogen. \n  \nT. Plenefisch (BGR Hannover) und J. Müller (Leibniz Universität Hannover) \nWissenschaftliche Forschung und Highlights der Assoziationen im NKGG mit Bericht über die IUGG 2023 in Berlin  \nDie Internationale Union für Geodäsie und Geophysik (IUGG) ist eine der großen wissenschaftlichen Dachverbände der Welt und gliedert sich in acht fachliche Assoziationen. Auf nationaler Ebene sind die 8 Assoziationen in Fachgruppen entsprechend aufgestellt und organisiert. Sie sind auch Mitglied im Nationalen Komitee für Geodäsie und Geophysik (NKGG)\, das die nationalen Interessen und Belange auf dem Gebiet der Geodäsie und Geophysik gegenüber der IUGG vertritt. \nDie 8 Assoziationen im NKGG leisten jeweils auf ihrem Gebiet Forschung auf höchstem Niveau gefördert unter anderem z.B. durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und andere Institutionen; sie sind auch in diversen internationalen Kooperationsprojekten verankert. Als Beispiele seien hier erwähnt im Bereich IACS die MOZAiC Expedition\, eine einjährige\, internationale Expedition in die zentrale Arktis zur Erforschung z.B. des Eisschildes und des Wasserspiegelanstieges oder im Bereich IASPEI und IAVCEI großangelegte Seismometer-Arrays (AlpArray\, Eifel Large-N) z.B. zur Untersuchung des Untergrundes im Vulkangebiet der Eifel. \nIm Vortrag wird schlaglichtartig auf die wissenschaftlichen Höhepunkte der einzelnen deutschen Assoziationen eingegangen und ein kurzer summarischer Rückblick auf die von deutscher Seite bei der 28. IUGG-Generalversammlung 2023 in Berlin gehaltenen Beiträge gegeben. \n  \nJürgen Müller (Institute of Geodesy\, Leibniz University Hannover\, Germany) \nNutzen neuartiger Sensoren und Quanten-Technologie für die Geodäsie \nUsing novel methods based on quantum technology and general relativity will provide a major benefit for satellite geodesy\, gravimetric Earth observation and reference systems and thus supports the GGOS goals in a unique way. These novel concepts include the application of atom interferometry for realizing quantum gravimetry/gradiometry\, the enhanced use of laser interferometry for inter-satellite tracking and accelerometry at future gravity field missions\, and relativistic geodesy with clocks for the determination of gravity potential differences via gravitational redshift measurements. \nIn close collaboration between physics and geodesy\, the IAG project “Novel Sensors and Quantum Technology for Geodesy (QuGe)” exploits the high potential of quantum technology and novel measurement concepts for various innovative applications in geodesy and geosciences\, see https://quge.iag-aig.org/. We briefly illustrate those novel techniques and the beneficial application of the new methods for gravimetric Earth observation in space and on ground such as the direct determination of physical heights and the monitoring of mass variations using clock networks or gravimeters. Realizing these innovative methods is key to quantify climate change processes (groundwater changes\, ice mass loss\, seal level rise\, etc.) with largely increased precision and resolution. We will also give an outlook on potential research in the context of QuGe in the next years. \nVan Camp\, M.\, Pereira dos Santos\, F.\, Murböck\, M.\, Petit\, G.\, Müller\, J. (2021): Lasers and Ultracold Atoms for a Changing Earth. EOS\, 102\, https://doi.org/10.1029/2021EO210673
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SUMMARY:AK Gesellschaftsanalyse
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ der Leibniz-Sozietät lädt im Rahmen seiner thematischen Reihe \n„Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“ \nzu einer weiteren Diskussionsveranstaltung ein: 22. 9. 2023 von 14.00 bis 17.00 / Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung\, Straße der Pariser Kommune 8A / Raum 5.16. \nNachdem am 9. Juni in einer Auftaktdiskussion zu dieser thematischen Reihe am 9. Juni das Buch von Nancy Fraser „Der Allesfresser“ vorgestellt und diskutiert wurde\, steht nunmehr das folgende Buch im Mittelpunkt: \nAndrea Komlosy: Zeitenwende. Corona\, Big Data und die kybernetische Zukunft\, Wien 2022 \nDer sehr zugespitzte\, prononcierte Text von Nancy Fraser erwies sich durchaus als geeignet\, um Konturen kritischer Zeitdiagnosen abzustecken und so das Themenfeld aufzumachen. Die Ausarbeitungen der Wiener Wirtschafts- und Sozialhistorikerin Andrea Komlosy (MLS) nehmen den zeitdiagnostischen Anspruch in einer sehr umfassenden Art und Weise an. Neben dem Vergleich zu früheren Wendezeiten führen sie in verschiedene Facetten des sich herausbildenden kybernetischen Zeitalters (kybernetischen Kapitalismus). Das erfolgt so komplex wie detailliert\, stellt Bezüge zu unterschiedlichen Disziplinen und Diskursen her\, die dem Zeitgeist „auf der Spur“ sind. \nZugleich bietet die Autorin einen interessanten konzeptionellen Rahmen historischer Entwicklung (untersucht nach Konjunktur-\, Hegemonial- und Evolutionszyklen)\, der schließlich auf die Zeitenwende – Corona-Moment – geführt wird. Was bedeutet dieser „transformatorische Katalysator“\, was bewirken die eingeleiteten Maßnahmen sowie weiteren strukturellen Änderungen für die identifizierten Zyklen? Corona\, Big Data und Ukraine Krieg markieren auf jeden Fall aktuelle Herausforderungen. Zeichnet sich ein neuer Wachstumszyklus ab\, oder eine Blockade? Ist die Krise eine Chance?  Wenn ja: für wen? \nDies sind einige der transformationsspezifischen Fragen\, die Andrea Komlosy mit ihrer historisch profunden Darstellung aufgreift. Fragen wie ihre herausfordernde Herangehensweise sind auch Gründe\, weshalb mit dieser Diskussion im Arbeitskreis die im Plenum der Sozietät geführte fortgesetzt und spezifiziert werden soll. \nProf. Dr. Dieter Segert (MLS) wird zu Schwerpunkten des Buches und in die Diskussion einführen. Weitere Hinweise und Texte bzw. Textauszüge werden vorab verschickt. \nFür Fragen bzw. die Anmeldung können sich Interessierte an Dr. Michael Thomas wenden: Thomas.Micha@t-online.de
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SUMMARY:Sitzung des AK Europa: "Die Instabilität des post-sowjetischen Raums als europäisches Problem".
DESCRIPTION:Am 18.9. findet um 14 Uhr die nächste Sitzung des AK “Europa” statt. Das Thema lautet: “Die Instabilität des post-sowjetischen Raums als europäisches Problem”. \nProf. Dr. Dieter Segert (MLS) wird dazu einen Vortrag halten\, der auf seiner Publikation in der Zeitschrift “International” beruht. Darüber hinaus wird sich die Diskussion mit der Thematik einer Überwindung des Eurozentrismus beschäftigen. Schließlich wollen wir uns über die weitere Entwicklung der Tätigkeit unseres AK verständigen. \nTermin und Ort: 18. September\, 14 Uhr\, im Sitzungsraum der GEFEG (Storkower Str. 207\, S-Bahn Storkower Straße). Man bekommt Zutritt zum Raum\, indem man unten bei der Fa. GEFEG klingelt und in den 9. Stock fährt – dort an der Eingangstür noch einmal klingeln. \nAnmeldungen und Kontakt: Dieter Segert <dieter.segert@univie.ac.at>
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SUMMARY:AK Gesellschaftsanalyse: Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ der Leibniz-Sozietät lädt zur Diskussion \n„Aktuelle Zeitdiagnosen – Nancy Fraser: Der Allesfresser. Wie der Kapitalismus seine eigenen Grundlagen verschlingt“ (Suhrkamp 2023)      \nZeit: 9. Juni\, 14.00 bis 18.00 / Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung / Raum 5.16. \nMit dieser Diskussion leitet der Arbeitskreis eine neue Phase seiner Tätigkeit ein\, unter dem übergreifenden Thema: \n„Zeitdiagnosen: Gesellschaften im Umbruch – Analysen und transformatorische Chancen“ \nDiese Orientierung bietet die Chance\, bisher leitende Fragen und Perspektiven unserer Arbeit wieder aufzunehmen\, sie auf den aktuellen historischen Kontext zu beziehen und so zu konkretisieren\, zu modifizieren oder neue und weitergehende zu entwickeln. Komplexe\, tiefe und zum Teil dramatische Umbrüche\, bisher nicht gekannte ökonomische\, politische\, soziale\, technologische\, kulturelle Verwerfungen\, die oftmals und eher ideologisch-hilflos als „Zeitenwende“ gefasst werden\, stellen wissenschaftliche Analyse und Erklärung vor enorme\, durchaus neuartige Herausforderungen. Weder ist einfach zu beantworten\, woraus die einzelnen Umbrüche oder die Verwerfungen resultieren\, wie sie miteinander zusammenhängen noch ist das die Frage\, welche Konsequenzen und möglicherweise Neuorientierungen damit verbunden sind. Eines jedoch scheint klar: In nahezu allen Dimensionen menschlicher Zivilisation stellen sich sehr grundsätzliche Fragen. \nDas unlängst erschienene Buch von Nancy Fraser\, zu welchem vorab noch Informationen verschickt werden\, ist ein umfassender zeitdiagnostischer Entwurf\, mit welchem diesen komplexen Brüchen und Trends in modernen Gesellschaften auf herausfordernde\, interessante und auf radikale Art und Weise gefolgt wird. Das Buch eignet sich insofern\, um die Diskussion zu den Aussagen und Interpretationen der Autorin mit Fragen nach Herangehensweisen\, nach Konzeptualisierungen\, nach Eigenart und Relevanz der unterschiedlichen Umbrüche zu verbinden\, das aktuelle Diskursfeld aus unterschiedlichen disziplinären Sichten und mit möglichen Anschlussstellen aufzuschließen. Das betrifft vorliegende Analysen wie offene Fragestellungen und mögliche Beiträge zur Debatte. \nDie Auftaktsitzung am 9. Juni wird nach einer kurzen thematischen Einführung und Verständigung insbesondere Raum geben für die Auseinandersetzung mit dem genannten Buch. Dazu erfolgen kurze Einführungen. \nNach der Diskussion sollen übergreifende Fragen und thematische Interessen der Beteiligten aufgenommen und so das weitere Vorgehen im Arbeitskreis abgesteckt werden. \nInteressierte sind herzlich eingeladen! Da es sich um eine Auftaktsitzung handelt\, ist eine Anmeldung der Teilnahme hilfreich. \nDafür und für weitere Fragen: Thomas.Micha@t-online.de
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SUMMARY:Kolloquium Arbeitskreis „Energie\, Mensch und Zivilisation“
DESCRIPTION:Kolloquium\nIm Gedenken an\nProf. Dr.-Ing. habil. Lutz-Günther Fleischer\n(26.07.1938 – 26.01.2023)  \nDIE ENERGIEWENDE 2.0\n IM FOKUS: DIE STOFFWIRTSCHAFT \n9. Juni 2023\n10.00 Uhr – 16.15 Uhr \nBrandenburgische Ingenieurkammer\nKörperschaft des öffentlichen Rechts\nHaus der Wirtschaft\nSchlaatzweg 1\n14473 Potsdam \nDie Veranstaltung wird im hybriden Format durchgeführt:\nhttps://us02web.zoom.us/j/2205546188?pwd=NXBGejVsb0lGV2dOanNSVDhEeXU4dz09\nMeeting-ID: 220 554 6188\nKenncode: 083487 \nErnst-Peter Jeremias\, Norbert Mertzsch\, Gerhard Pfaff (Organisation) \nTagungsmaterial
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SUMMARY:2. Rohstoffkolloquium - Arbeitskreis „GeoMUWA“
DESCRIPTION:Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften\, Tagung Arbeitskreis „GeoMUWA“ \nDie Arbeitsgruppe Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum-\, Astrowissenschaften (GeoMUWA) der Gelehrtengesellschaft Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. organisiert am 22. März 2023 das \n2. Rohstoffkolloquium zum aktuellen Thema: \nAuswirkungen wachsender geo- und klimapolitischer Herausforderungen auf die Rohstoffversorgung Deutschlands und Europas\nProgramm (Flyer als PDF\, ausführliches Programm mit Abstracts der Vorträge): \n10:00-10:15: Eröffnung \n10:15-10:45: Prof. Dr. Christoph Hilgers (KIT): “Klima\, Rohstoffverfügbarkeit und Energiewende – Deutschland in der Krise?” \n10:45-11:15: Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel (ehem. BGR Präsident): Fracking – Risiken und Nutzen der Erdgasförderung in der aktuellen Energiekrise \n11:15-11:45: Prof. Dr. Carsten Drebenstedt (TU Freiberg): Von der Kohle zur klimaneutralen Energiewirtschaft – Möglichkeiten und Herausforderungen \n11:45-12:15 Dr. Harald Elsner (BGR\, DERA): Salze und andere heimische Rohstoffe – auch kritisch? \n12:15- 13:30: Mittagessen \n13:30-14:00: Prof. Dr. Jochen Kolb (KIT): Bedeutung von Russland\, Belarus und der Ukraine für die Rohstoffversorgung Deutschlands und der EU \n14:00-14:30: Maren Liedtke (BGR\, DERA): Seltene Erden – ein Marktüberblick in Zeiten geopolitischer Spannungen \n14:30-15:00: Prof. Dr. Axel Müller (Natural History Museum\, University of Oslo): Die gegenwärtige Lage der ukrainischen Metall- und Industriemineralproduktion \n15:00-15:15 Kaffeepause \n15:15-15:45 Podiumsdiskussion mit Herrn Kümpel\, Hilgers und Frau Liedke unter Leitung von Axel Müller.  -Eventuell mit Vertretern der Presse- \n15:45-16:00 Zusammenfassung und Ausblick \nDer Veranstaltungsort ist die Universität Potsdam\, Standort Griebnitzsee\, Komplex 3\, Haus 6\, Raum S24 (3.06.S24)\, August-Bebel-Str. 89\, 14482 Potsdam in unmittelbarer Nähe des S-Bahnhofs Griebnitzsee (S-Bahn S 7) \nEine Teilnahme via Zoom ist möglich mit folgendem Link:\nhttps://tu-darmstadt.zoom.us/j/64077190507?pwd=ekpJWkdPNmlkOTZMdFU3WTUwS21RQT09\nMeeting-ID: 640 7719 0507 \nDie Teilnahme ist kostenlos. \nDie Texte zu den Vorträgen werden nach dem Kolloquium in den Sitzungsberichten der Leibniz-Sozietät publiziert. \nDer 2. Rohstofftag ist eine Fortsetzung des erfolgreichen 1. Rohstofftages „Kritische Rohstoffe\, Gewinnung bis Entsorgung: Die Geowissenschaften als Problemlöser“ im März 2022 https://leibnizsozietaet.de/bericht-zur-tagung-kritische-rohstoffe/. Die Publikation dazu ist im Dezember als Band 154 der Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin erschienen (https://leibnizsozietaet.de/wp-content/uploads/2023/02/SB154.pdf). \ndie Veranstalter der GeoMUWA\nAxel Müller\, Gerhard Pfaff\, Reinhard Greiling (Organisation und Moderation)
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SUMMARY:AK Europa
DESCRIPTION:Einladung zum Vortrag von Prof. Dr. Michael Schippan (MLS) im Arbeitskreis „Europa-Selbstverständnisse und Perspektivenvielfalt“ am 16.01.23 \nAlle Interessierten sind herzlich zu der nächsten Sitzung des AK „Europa- Selbstverständnisse und Perspektivenvielfalt“ eingeladen. \nHerr Prof. Dr. Michael Schippan wird einen Vortrag zu Neuveröffentlichungen über deutsch-russische Beziehungen und den Westen Europas halten:\n„Stefan Creuzberger „Das deutsch-russische Jahrhundert. Geschichte einer besonderen Beziehung“ (Hamburg 2022) und Manfred Hildermeier „Die rückständige Großmacht. Russland und der Westen“ (München 2022)“\nZur Vorbereitung sind folgende Links empfohlen: \n\nhttps://www.rowohlt.de/buch/stefan-creuzberger-das-deutsch-russische-jahrhundert-9783498047030 \nhttps://www.chbeck.de/hildermeier-rueckstaendige-grossmacht/product/33885974\n\nStefan Creuzberger (*1961)\, Professor für Zeitgeschichte an der Universität Rostock. Unter seinen Publikation sind hervorzuheben:\nDas deutsch-russische Jahrhundert. Geschichte einer besonderen Beziehung\, Hamburg\, Rowohlt 2022.\nDie sowjetische Besatzungsmacht und das politische System der SBZ. Diss. Weimar u.a.1996; Stalin. Machtpolitiker und Ideologe. Stuttgart 2009;\n(mit Dierk Hoffmann): „Geistige Gefahr“ und „Immunisierung der Gesellschaft“ Antikommunismus und politische Kultur in der frühen Bundesrepublik. München 2014;\n(mit Dominik Geppert): Die Ämter und ihre Vergangenheit. Ministerien und Behörden im geteilten Deutschland 1949-1972. Boston 2018. \nManfred Hildermeier (*1948)emeritierter Professor für Osteuropäische Geschichte an der Georg-August-Universität Göttingen. Unter seine Publikationen sind hervorzuheben:\nDie rückständige Großmacht. Russland und der Westen\, München\, C.H.Beck 2022.\nDie Sozialrevolutionäre Partei Russlands. Agrarsozialismus und Modernisierung im Zarenreich (1901-1914)\, Wien/Köln\, Böhlau 1979.\nDiss. Köln u.a. 1978; Bürgertum und Stadt in Rußland. Rechtliche Lage und soziale Struktur 1760-1870.\nHabil-Schrift. Köln u.a. 1986; Geschichte der Sowjetunion. 1917-1991. Entstehung und Niedergang des ersten sozialistischen Staates. \nDie Sitzung findet am 16.1.2023  um 14.00 Uhr in der Fa GEFEG im Storkower Bogen\, Storkower Str. 207 um 14.00 Uhr statt.
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SUMMARY:AK Europa
DESCRIPTION:Einladung zum Vortrag von Dr. Michael Schippan im Arbeitskreis „Europa-Selbstverständnisse und Perspektivenvielfalt“ am 05.12.22 \nAlle Interessierten sind herzlich zu der nächsten Sitzung des AK „Europa- Selbstverständnisse und Perspektivenvielfalt“ eingeladen. \nHerr Dr. Michael Schippan (MLS) wird einen Vortrag zu folgendem Thema halten \n„Das Fenster nach Europa“- Zar Peter I. reist in sieben Jahren 1697 bis 1717 in den Westen“\nDie Sitzung findet am 05.12.22 um 14.00 Uhr in der Fa GEFEG im Storkower Bogen\, Storkower Str. 207 statt. \nAbstract \nGemäß Francesco Algarotti (1712-1764)  wurde unter Zar Peter I. in Russland “das große Fenster nach Europa” aufgestoßen. Das im Frühjahr 2022 – nach dem Überfall Putins vom 24. Februar –  in St.Petersburg erschienene Buch “Petr I v Germanii 1697-1717” (639 Seiten) berichtet von den Reisen dieses Herrschers durch Territorien des Heiligen Römischen Reiches. Es ist Bestandteil einer Serie von Monographien des “Institut Peters I.” in St.Petersburg  über Reisen des Herrschers in Europa (Petr I v Evrope)\, in der bereits über seine Aufenthalte in den Niederlanden/Österreichischen Niederlanden (Belgien)\, England\, Dänemark\, Frankreich und Österreich informiert wurde. Diese mit Diplomatie und Kriegführung – 40.000 Russen standen und kämpften 1711-1713 in Norddeutschland – verbundenen Reisen dienten dem Zaren zugleich dem Treffen mit Wissenschaftlern (G.W.Leibniz)\, Künstlern (J. Kupetzky)\, Spezialhandwerkern (Andreas Gärtner in Dresden) und journalistischen Berichterstattern (D. Fassmann). \nIn der Zeit des Nordischen Krieges (1700-1721)\, den Russland im Bündnis mit Sachsen-Polen\, Dänemark\, Hannover und Preußen gegen die bisher die Ostsee beherrschende Macht Schweden führte\, wurde das Territorium des 1721 zum Russländischen Imperium erhobenen Zarenreiches um jene Gebiete im Ostseeraum erweitert\, die jetzt im Blickpunkt der europäischen Öffentlichkeit stehen und in denen befürchtet wird\, als ein weiteres Opfer der Annexionspolitik Vladimir Putins zu gelten\, dessen an Peter dem Großen als Vorbild orientiertes Geschichtsbild ihm zum Maßstab seiner geopolitischen Vorstellungen dient.
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SUMMARY:10. Symposium Allgemeine Technologie – eine Bestandsaufnahme
DESCRIPTION:Arbeitskreis Allgemeine Technologie in Kooperation mit dem Verein Brandenburgischer Ingenieure und Wirtschaftler (VBIW) und dem Leibniz-Institut für interdisziplinäre Studien (LIFIS) \n10. Symposium Allgemeine Technologie – eine Bestandsaufnahme \n10.00 bis 17.00 Uhr \nOrt: Universität Potsdam\, Campus Griebnitzsee\, Haus 6\, Raum S 13 \nFlyer zum Symposium \nVorbereitendes Material (Abstracts der Vorträge etc.)
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DESCRIPTION:Alle Interessierten sind herzlich zu der nächsten Sitzung des Arbeitskreis „Europa-Selbstverständnisse und Perspektivenvielfalt“ eingeladen. \nFrau Prof. Dr. Swetlana Mengel (MLS) wird einen Vortrag zu folgendem Thema halten: \n“Mentalität-Konzept-Sprache. Ein Analysebogen von der Sprachphilosophie Wilhelm von Humboldts zur kognitiven Linguistik. Am Beispiel der Selbst- und Fremdbenennungen bei den Slaven (mit einem speziellen Hinblick zu Russland und Ukraine)“.\nDie Sitzung findet am 19.09.22 um 14.00 Uhr in der Fa. GEFEG im Storkower Bogen\, Storkower Straße 207 statt. \nAbstract: \nIn dem Vortrag wird ein Versuch unternommen\, den Fokus auf das Verständnis und Selbstverständnis Europas und seiner Bewohner in ihrer Mentalität\, Kultur und Geschichte aus der sprachwissenschaftlichen bzw. sprachlichen Sicht zu legen\, und zwar am Beispiel der Selbst- und Fremdbenennungen in der Slavia – einer der zahlreichsten europäischen Völkergruppe\, die in ihrer Bedeutung angesichts aktueller und vergangener politischer Ereignisse\, Revolutionen\, Kriege u.ä. im europäischen Kontext durchaus nicht zu unterschätzen ist.\nNach einer vereinfachten überblicksartigen Darstellung allgemeiner theoretischer sprachwissenschaftlicher Grundlagen\, in der es versucht wird\, einen Bogen von Humboldtscher Sprachphilosophie zur modernen kognitiven Linguistik zu schlagen\, konzentriert sich der Vortrag auf die Verfahren und Benennungsmuster in ihrer mentalitätsabhängigen und kulturell sowie geschichtlich bedingten Beschaffenheit\, die in Selbst- und Fremdbenennungen der Slaven zum Einsatz kommen\, um diese anschließend – rückblickend auf aktuelle politische Ereignisse und den von Putin entfachten vermeintlichen „Brüderkrieg“ in Europa – noch einmal in Hinblick auf Russland und Ukraine zu demonstrieren\, bevor das Fazit zur Problematik des Vortrags gezogen wird.
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SUMMARY:Kolloquium Arbeitskreis Energie\, Mensch und Zivilisation
DESCRIPTION:„Die Energiewende 2.0: Im Fokus die Infrastruktur“\nOrganisation: Ernst-Peter Jeremias & Norbert Mertzsch (MLS). Arbeitskreis Energie\, Mensch und Zivilisation\nLeibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. und Verein Brandenburgischer Ingenieure und Wirtschaftler e. V. (vbiw) \n10.00 bis 16.15 Uhr\nOrt: Archenholdsternwarte\, kleiner Saal\, Alt-Treptow 1\, 12435 Berlin\n\nDas ausführliche Gesamtprogramm der Tagung finden Sie hier.\nAnliegen von Kolloquium und Expertendiskurs \nIn der Jahrtausende währenden Entwicklung der Menschheit konnte der Mensch seit dem Beginn des Gebrauchs des Feuers bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts im Wesentlichen nur auf Einkommensenergien zurückgreifen. Dabei spielte der nachwachsende Rohstoff Holz neben der Wasserkraft und der Windkraft die dominierende Rolle. Erst danach dominierte die Verwendung von Vermögensenergien\, wie Kohle und Erdöl. Der sich dadurch ergebende Anstieg der Konzentration von Kohlenstoffdioxid in der Erdatmosphäre mit gravierenden Einflüssen auf das Klimasystem der Erde erzwingt nun wieder die Rückkehr zur vorrangigen Nutzung von Einkommensenergien. Diese Rückbesinnung auf die vorrangige Nutzung von Einkommensenergien wird in Deutschland mit dem Begriff Energiewende umschrieben. \nDabei schrieb Werner Siemens bereits 1879 “Es gehört sogar kein allzu kühner Flug der Phantasie dazu\, um sich eine Zukunft auszumalen\, in der die Menschheit die lebendige Kraft\, welche die Sonnenstrahlen der Erde in ungemessenem Betrag zuführen\, und die sich aus zum Theil im Wind- und in den Wasserfällen zur direkten Benutzung zur Verfügung stellt\, mit Hülfe des elektrischen Stromes zur Herstellung alles nöthigen Brennstoffs verwendet und die für ihre Kindheit von der Natur vorsichtig aufgestapelten Kohlenlager ohne Nachteil zu entbehren lernt!” [1]. \nAusgehend von der 5. Jahrestagung der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. im Jahre 2012 zum Thema “Energiewende – Produktivkraftentwicklung und Gesellschaftsvertrag”\, der bereits verschiedene Veranstaltungen und Diskussionen vorausgingen\, wurden in den letzten Jahren verschiedene Aspekte der Energiewende systematisch betrachtet. Dafür stehen u.a.: \n\nKolloquium zu Aspekten der Energiewende in Deutschland: Erneuerbare Energieträger – Eigenschaftsprofile\, Probleme und realistische Perspektiven ihrer Nutzung unter den Bedingungen Deutschlands am 11. Oktober 2012\nKolloquium zum Thema „Energiespeichertechnologien: Notwendigkeiten\, Problemspektren\, wissenschaftlich-technische Entwicklungen und Perspektiven“ am Dezember 2013\nKolloquium zum Thema: “Energiewende 2.0 – Die ambivalente „Wärme“ im Fokus der Wissenschaft und Wirtschaft\, der Technik und Technologie” am Mai 2017\nÖffentliche Disputation zum Thema: „Die Energiewende 2.0: Essentielle wissenschaftlich-technische\, soziale und politische Herausforderungen“ am 12. April 2018\nÖffentliche Disputation zum Thema: „Die Energiewende 2.0 – Im Fokus: Die kardinale Effektivität und Effizienz“ am 06. Dezember 2018.\nKolloquium und Disputation zum Thema: “Die Energiewende 2.0: Im Fokus die Mobilität” am 07.05.2021\nMit dem Kolloquium zum Thema: “Die Energiewende 2.0: Im Fokus die Infrastruktur” wird erneut eine wichtige Komponente der Energiewende beleuchtet.\n\nZiel der vorgesehenen Veranstaltung ist es\, die Probleme der für eine erfolgreiche Energiewende notwendigen Infrastruktur zu diskutieren. Das betrifft insbesondere die notwendigen Netze für die Verteilung von Elektroenergie\, Gase und Wärmeenergie\, aber auch die zugehörigen Speicher\, da Einkommensenergien meistens nicht synchron zum Verbrauch erzeugt werden können. \nSchwerpunkte der Vorträge sind: \n\nDie zukünftige Energiebedarfs- und Deckungsstruktur Deutschlands im internationalen Verbund als Basis der komplexen gesellschaftliche Daseinsvorsorge\nEnergieinfrastruktur als Daseinsvorsorge – globale Probleme\, lokale Lösungen\nStrom-\, Wasserstoff- und Wärmenetz der Zukunft\nStromnetze als zentrale Energieinfrastruktur\nEntwicklungstendenzen bei der Wärmeversorgung mit Wärmenetzen\nSpeicher in der Energieinfrastruktur.\n\nEs ist vorgesehen die Vorträge und die Ergebnisse des Expertendiskurs in einem “Sitzungsbericht der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften” oder in Leibniz Online zu publizieren. \nDas Symposium wird vom Senat der Stadt Berlin finanziell gefördert. \n[1]      Witzlau\, Reinhard (2016):Werner von Siemens Ideen & Ansichten. Gransee. Edition Schwarzdruck \n\n \nProgramm\n„Die Energiewende 2.0: Im Fokus die Infrastruktur“ \n10:00 Uhr – 10:10 Uhr  \nEröffnung und Begrüßung\nProf. Dr. Lutz-Günther Fleischer Vizepräsident der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \n10:10 Uhr – 13:00 Uhr\nModeration\nProf. Dr. Wolfgang Methling (MLS) \nEinführung:\nDie Energiewende 2.0: Herausfordernde holistische Entwicklungen\, essentielle Funktionen und sie organisierende komplexe Strukturen im kritischen Fokus.\nProf. Dr. Lutz-Günther Fleischer (MLS) \nVorträge  \nDie zukünftige Energiebedarfs- und Deckungsstruktur Deutschlands im internationalen Verbund als Basis der komplexen gesellschaftliche Daseinsvorsorge (keynote speech)\nReferent:         Prof. Dr. Frank Behrendt (acatech Mitglied)\nSprecher des Innovationszentrum Energie (IZE) der TU Berlin \nEnergieinfrastruktur als Daseinsvorsorge – globale Probleme\, lokale Lösungen\nReferent:         Dipl.-Ing. Thoralf Uebach\nGeschäftsführer Stadtwerke Neuruppin und stellvertretender Vorsitzender der Landesgruppe Berlin/Brandenburg des VKU \nStrom-\, Wasserstoff- und Wärmenetz der Zukunft\nReferentin:      Dr. Barbara Saerbeck\nProjektleiterin Grundsatzfragen\, Agora Energiewende \nDiskussion \n13.00 Uhr – 14.00 Uhr Mittagspause  \n14.00 Uhr – 16.00 Uhr  \nVorträge\nModeration\nProf. Dr. Wolfgang Methling (MLS) \nSmart Grid als Grundlage der Energiewende: Leitansätze für Europa\nReferent:         Prof.  Dr.-Ing. Kai Strunz\nLeiter des Fachgebietes Energieversorgungsnetze und Integration Erneuerbarer Energien\, TU Berlin \nEntwicklungstendenzen bei der Wärmeversorgung mit Wärmenetzen\nReferenten:      Dipl.-Ing. Kerstin Becker\, Dr.-Ing. Ernst-Peter Jeremias (MLS) \nSpeicher in der Energieinfrastruktur\nReferent:         Dr. Norbert Mertzsch (MLS) \nDiskussion \n16:00 – 16:15 Uhr\nSchlusswort\nDr. Norbert Mertzsch (MLS\, VBIW) \nDas ausführliche Gesamtprogramm der Tagung finden Sie hier.
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SUMMARY:AK Gesellschaftsanalyse
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ lädt nach langer Unterbrechung zu seiner nächsten Sitzung als Präsenzveranstaltung ein. \nZeit: Freitag\, 6. Mai 2022\, 14.00 – 16.30 \nOrt: Rathaus Tiergarten (Matthilde-Jacob-Platz 1\, 10531 Berlin – Nähe U-Bahnhof Turmstraße)\, Balkonsaal (1. Etage) \nGesellschaftsanalyse im Allgemeinen und speziell zu Transformation oder sozialem Wandel ist von den aktuellen Konflikten und dem Krieg in der Ukraine betroffen und herausgefordert. Das gilt auch für den Arbeitskreis. Zugleich zeigt sich auch mit den grundlegend veränderten ökonomischen und politischen Konstellationen wie gleichfalls zugespitzte Herausforderungen gesellschaftlicher\, globaler Entwicklung\, dass schon lange drängende Fragen der zukunftsfähigen menschlichen Existenzweise ihre Relevanz über diesen Krieg hinaus behalten. Wie ist ein friedliches\, ein nachhaltiges Leben auf diesem Planeten möglich? \nDas ist eine sehr allgemeine Formulierung für Fragen sehr unterschiedlicher und breit gefächerter Zukunftsdebatten unter Leitbegriffen wie Transformation\, Postwachstum\, Degrowth oder auch Postkapitalismus\, Neosozialismus etc.. \nFrank Adler (MLS) hat mit seinem kürzlich erschienenen Buch \n„Wachstumskritik\, Postwachstum\, Degrowth. Wegweiser aus der (kapitalistischen) Zivilisationskrise“ \neinen umfassenden Überblick über die vielfältigen Strömungen\, über die unterschiedlichen Diskurse und Szenen vorgenommen. Er wird das Buch entlang u. a. folgender Fragen vorstellen: Was ist die zentrale Idee von Postwachstum/Degrowth und seine Spezifik gegenüber anderen Ansätzen einer sozialökologischen Transformation? Welche Antworten auf die Risiken der kapitalistischen Spätmoderne\, welche Alternativvisionen\, Wege und Strategien werden vorgeschlagen? Wie hat sich der wachstumskritische Diskurs seit den 1960er Jahren entwickelt? \nWas wird „von links“ kritisiert an PW/D? Welche politischen Chancen könnte dieses Konzept haben – Ansatzpunkte\, Widerstände\, Akteure\, Allianzen…? \nDer ca. 40minütigen Buchvorstellung schließt sich als Einsteuerung in die Diskussion  ein Kommentar von Frank-Thomas Koch (BISS e.V.) an. \nInformationen zum Buch und ausführliche Leseproben unter \nhttps://www.oekom.de/buch/wachstumskritik-postwachstum-degrowth-9783962383640. Rezensionsexemplare sind über presse@oekom.de erhältlich. \nIm Anschluss an die Buchvorstellung soll ein kurzer Austausch über mögliche weitere Sitzungen und über anstehende Vorhaben des Arbeitskreises erfolgen. \n  \nDr. Michael Thomas \n 
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SUMMARY:Jour fixe „Europa im 21. Jahrhundert“
DESCRIPTION:Ankündigung Jour fixe „Europa im 21. Jahrhundert“ \nDer Arbeitskreis „Europa-Selbstverständnisse und Perspektivenvielfalt“ veranstaltet einen Jour fixe zum Thema „Europa im 21. Jahrhundert“. Er findet am 25.04.2022\, ab 14 Uhr in Fa. GEFEG\, Storkower Bogen\, Storkower Str. 207 statt. Wir laden alle interessierten Mitglieder der Leibniz-Sozietät herzlich ein\, mit uns über die folgenden Fragen um drei Themenschwerpunkte zu diskutieren: \n\nWann endete das „Zeitalter der Extreme“ (Eric Hobsbawm)\, und reicht der Jahrhundertbegriff\, um eine sich ankündigende Epochenwende angemessen zu erfassen? Denn die Ankunft im 21. Jahrhundert bedeutet zuallererst\, neue Fragen an die Vergangenheit\, auch an diejenige der letzten dreißig Jahre zu stellen. Wie gehen wir mit der Tatsache um\, dass sich gerade Zukunftserwartungen dramatisch verändern? Dass sich als Illusion erwiesen hat\, was im Jahr 1989 geschichtsphilosophische Prognosen („Ende der Geschichte“) vorausgesagt haben? Da war einerseits die Annahme eines weitgehend friedlich erfolgenden Zusammenbruchs der europäischen Nachkriegsordnung (Schlussakte von Helsinki 1975). Da war andererseits das Wunschdenken über einen letztlich problemlosen Übergang von Sozialismus-Varianten\, mit und ohne sowjetische Vorherrschaft\, hin zu einem „nachholenden“ Kapitalismus neoliberaler Marktwirtschaft und spätmoderner Demokratie – mit populistischen und nationalistischen Gegentendenzen. Die Frage steht im Raum\, wie trügerisch der Ausblick auf ein angebliches neues Zeitalter west-östlicher Ideenkonkurrenz (Demokratie gegen Autokratie) oder von „Weltordnungsentwürfen künftiger globaler Netzwerke“ (Zhao Tingyang) tatsächlich ist. Muss es nicht\, angesichts der ökologischen Herausforderungen im 21. Jahrhundert\, vorrangig um einen globalen Wettstreit zwischen ökonomischen\, politischen und soziokulturellen Entwicklungsmodellen gehen\, die auf „Prinzipien ökologischer Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit“ (Thomas Piketty) beruhen?\nWie kann Europa als historischer Erfahrungsraum und als semantisches Bedeutungsfeld\, in allen seinen aktuellen Verschiebungen vor allem zwischen West-Mittel- und Osteuropa bis zu Russland\, auf neue Weise historisiert werden? Anstelle von überheblichen „Siegerarchitekturen“ oder „bereinigten Geschichtsdarstellungen“ (Pankay Mishra) der westeuropäisch-westlichen Vergangenheit sind komplexe Analysen gefragt\, die das einzigartige Geschichtsexperiment einer industriekapitalistischen und materialistischen Zivilisation gleichermaßen als unvergleichlichen Aufstieg von Wissenschaften\, Technologien\, Kulturen und als brutale Chronik von Zerstörung\, Entwurzelung\, Unterdrückung und imperialer Expansion zu erfassen vermögen\, ganz im Sinne von Marx‘ Fortschrittsmetapher des barbarischen heidnischen Götzen. Welche Begrifflichkeiten haben sich dafür bisher bewährt und welche sind erst noch zu finden\, z.B. für die Umbrüche im mittel- und ost/südosteuropäischen Raum? Welchen Umgang finden wir für das seit 1989 nicht neu definierte Konzept des „Westens“ und\, im jetzigen 21. Jahrhundert\, für die Machtstrategien eines imperial auftretenden Nationalismus in Russland?\nWie ist endgültig ein Blickwechsel zu erreichen? Gemeint ist der Wechsel vom Eurozentrismuszum Dezentrieren von (West-)Europaund die konsequente Einbeziehung sowohl innereuropäischer als auch postkolonialer Perspektiven\, mit denen historisches Wissen aus Lateinamerika\, Afrika\, Asien und vor allem aus China in eine immer noch – nicht zuletzt durch den unkritischen Gebrauch bestimmter Begriffe und Paradigmen – europäisierte bzw. verwestlichte Weltgeschichte einfließen können? Erst mit einer solchem grundlegenden Veränderung überlieferter Perspektiven werden die vielfältigen Möglichkeiten einer im 21. Jahrhundert neu entstehenden Welt entdeckt können.\n\n  \nMonika Walter \nDieter Segert \n 
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SUMMARY:"Kritische Rohstoffe" - Tagung des Arbeitskreises GeoMUWA
DESCRIPTION:Tagung: „Kritische Rohstoffe\, Gewinnung bis Entsorgung: Die Geowissenschaften als Problemlöser“\nveranstaltet von der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. \nOrganisation und Moderation: Reinhard Greiling & Gerhard Pfaff (MLS*)\nDo. 17. März 2022 – 12.30 bis 18.00 Uhr\nOrt: Rathaus Berlin-Tiergarten\, Balkonsaal \nProgramm \nEröffnung und Begrüßung \nGerda Haßler (Präsidentin der Leibniz-Sozietät) \nTeil 1: Rohstoffe und Energiewende\nRohstoffverfügbarkeit und Energiewende. Christoph Hilgers (KIT Karlsruhe & ThinkTank Industrielle Ressourcenstrategien) \nLithium for UK – Lithium for Europe: Research in Progress. Reimar Seltmann (MLS) \nLithiumextraktion aus Geothermalwässern im Oberrheingraben. Jens C. Grimmer (GeoThermal Engineering GmbH Karlsruhe) \n  \nTeil 2: Rohstoffexploration und Entsorgung\nAerogeophysikalische Rohstofferkundung in der Mongolei – ein Projekt im Rahmen der Deutsch-Mongolischen Rohstoffpartnerschaft. Rainer Herd (TU Cottbus-Senftenberg) \nMineral Systems Analysis – von der Entstehung der Freiberger Silbergänge zur Entwicklung innovativer Explorationsvektoren. Mathias Burisch (TU Bergakademie Freiberg & Helmholtz-Institut für Ressourcentechnologie Freiberg)  \nVorstellung\, Arbeit und erste Resultate des H2020 GREENPEG Rohstoffexplorationsprojektes. Axel Müller (MLS) \nDie sichere Endlagerung wärmeerzeugender Nuklearabfälle. Hennes Obermeyer (MLS) \n  \n(*) MLS: Mitglied der Leibniz-Sozietät \nFlyer der Tagung zum Download \n\nAbstracts und Curricula vitae\n  \nRohstoffverfügbarkeit und Energiewende\nProf. Dr. Christoph Hilgers (KIT Karlsruhe & ThinkTank Industrielle Ressourcenstrategien) \nZusammenfassung: \nDie deutsche Energiewende\, die damit assoziierte die Mobilitätswende und der geplante Umbau des exportorientierten Industriestandorts Deutschland bedingen einen stark steigenden Rohstoffbedarf mit neuen Lieferketten. Gleichzeitig wird sich der Energie- und Rohstoffbedarf der Welt aufgrund steigender Weltbevölkerung und wachsendem Wohlstand weiter erhöhen. China\, Indien und Russland werden 2060 den Wohlstand der EU-4 (Deutschland\, Frankreich\, Italien\, UK) mit ihren dann mehr als 3 Mrd. Menschen erreichen (OECD 2019). Fossile Energien und Kernenergie werden 2050 voraussichtlich 60% (95 PWh) der Weltenergie decken und die geförderte Menge an Erdgas wird bis 2050 (47 PWh) weiter steigen (DNV 2019). Die Gewinnung von metallischen Erzen wird global von 2\,6 Gt (1970)\, 9 Gt (2019) auf 20 Gt (2060) anwachsen (OECD 2019). Da Rohstoffmengen und Anforderungen an Rohstoffqualität auch zukünftig nicht allein durch Recycling zu decken sind\, werden neben Deutschland und der EU auch andere Länder\, die die Energie- und Mobilitätswende sowie den Umbau der Industrie umsetzen wollen\, Maßnahmen zur Deckung des Bedarfs implementieren müssen. \nAnlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energie benötigen etwa 9x mehr (Erdgas vs. onshore Wind) und batteriebetriebene Autos etwa 6x mehr Rohstoffmenge als konventionelle Autos. Entsprechend müssen die Lagerstätten gefunden und die Jahresproduktion von Gewinnung\, Verhüttung und Raffination je nach Element und Studie erhöht werden (z. B. World Bank Group 2017\, IEA 2021). Da die Rohstoffe eine hohe Länderkonzentration aufweisen und die Raffinadeproduktion hauptsächlich in China liegt\, ist eine Diversifizierung mit resilienten Lieferketten herausfordernd. \nBei fortschreitender Innovation von Exploration und Gewinnung\, Bergbau- und Aufbereitungstechnik ist ein geologischer Rohstoffmangel nicht absehbar. Die Recyclingquote kann erhöht\, neue Technologien entwickelt und eine kurzfristige Lagerhaltung sichergestellt werden\, wenn Verhüttung und Raffination zur Verfügung stehen. Dennoch wird die Verfügbarkeit von Energie und Rohstoffen eingeschränkt. Der Globalisierung einer vernetzten Wirtschaft\, globalem Austausch von transportierten Gütern\, von Kapital und von Menschen in einem freien Markt steht nun eine Änderung des globalen Machtgefüges mit zunehmenden nationalistischen und protektionistischen Entwicklungen gegenüber. \nOb Deutschland und die EU neben zahlreichen Analysen und Studien auch Bedingungen schaffen\, auch zukünftig einer wettbewerbsorientierten Marktwirtschaft den Zugang zu Rohstoffen zu ermöglichen\, bleibt abzuwarten. \nEU 2020. Critical materials for strategic technologies and sectors in the EU – a foresight study. 98 pp.\nIEA 2021. The Role of Critical World Energy Outlook Special Report Minerals in Clean Energy Transitions. 283 pp. https://www.iea.org/reports/the-role-of-critical-minerals-in-clean-energy-transitions\nMarscheider-Weidemann et al. 2021. Rohstoffe für Zukunftstechnologien 2021. DERA Rohstoffinformationen. 366 pp.\nWorld Bank Group 2017. The growing role of minerals and metals for a low carbon future. World Bank Group\, EGPS (Extractives Global Programmatic). 92 pp.\nOECD 2019. Global Material Resources Outlook to 2060: Economic Drivers and Environmental Consequences\, OECD Publishing\, Paris. \nKurz-CV: \nProf. Dr. Christoph Hilgers leitet den Lehrstuhl für Strukturgeologie und Tektonik und ist geschäftsführender Direktor des Instituts für Angewandte Geowissenschaften am KIT. Seine Interessen sind Energiesysteme\, Rohstoffeffizienz\, Vorhersage von Reservoir-Qualitäten\, transnationale Hochschulbildung sowie Prozess- und strategische Analysen. Nach dem Studium der Geologie an der RWTH Aachen und der Angewandten Strukturgeologie & Gesteinsmechanik am Imperial College London arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent an der RWTH Aachen\, von wo aus er an das WZL\, Qualitätsmanagement & Fertigungsmesstechnik wechselte. Dort entwickelte er die GUtech Oman als Teil der OES LLC\, die er anschließend in Muskat\, Oman\, aufbaute und leitete. Vor seinem Ruf an das KIT war er Professor für Reservoir-Petrologie an der RWTH Aachen. \nEr ist Mitglied verschiedener professioneller und interdisziplinärer Initiativen wie dem ThinkTank Industrielle Ressourcenstrategien\, RohstoffWissen e.V. und der wissenschaftlichen Gesellschaft für die Up- und Downstream Industrie DGMK e.V. \n  \nLithium for UK – Lithium for Europe: Research in Progress\nProf. Dr. Reimar Seltmann (MLS) \nZusammenfassung: \nLithium is essential for all existing and near-term commercial electric vehicle battery technologies and for efficient energy storage and is thus considered the “gateway element” to a zero carbon future. It is therefore vital that the supply chain focuses on sourcing lithium in a secure\, sustainable manner to support its battery manufacturing and zero-carbon ambitions. An important result of recent research in both European and national scale is that Cornwall (SW England) was identified as one of the most promising areas for a future lithium extraction and production industry. Cornwall currently ranks as one of the most economically-deprived regions in Europe. It is therefore expected that the development of lithium resources in Cornwall will create a significant boost to economic activity and regional productivity. \nThe “Lithium for UK” (Li4UK) project was commissioned to assess the feasibility of producing battery quality lithium from UK sources and to evaluate the potential for building a critical new industry for Britain. Currently\, the majority of the world’s lithium is produced in South America and Australia\, and is then shipped to China for processing into lithium chemicals for the manufacture of lithium-ion batteries (LIB). Such production has a high associated carbon footprint and also means battery manufacturers worldwide are heavily reliant on China for a metal which is fundamental to the energy transition towards a green economy. Importantly\, there is currently no commercial production of battery quality lithium in the whole of Europe. \nThe beneficiation of Lithium ore (Li mica in granites\, spodumene and petalite in pegmatites\, Li borate in volcano-sedimentary units\, direct lithium extraction from brines or geothermal waters) over concentrate to battery grade lithium carbonate or lithium hydroxide is more energy intensive the more purification cycles are required\, with grinding of rocks representing the bottleneck causing highest carbon footprint in the flow sheets. \nDevelopment of main lithium projects takes more than 7 years from exploration to production. The most significant projects (Jadar / Serbia\, Cinovec – Zinnwald / Czech – German Erzgebirge\, St.Austell / Cornwall\, San Jose / Spain\, Keliber / Finland\, Wolfsberg / Austria\, Goncalo & Mina do Barroso / Portugal\, Leinster / Ireland\, Upper Rhine Graben / Germany) are in various project development stages (scoping\, pre-/feasibility\, bankable feasibility to definite feasibility study)\, but production lies years ahead. In best case scenario\, European Li resources will be contributing to domestic supply and reducing import dependence\, but it cannot be expected that supply can cover the exploding bulk demand. \nKurz-CV: \nProf. Dr. Reimar Seltmann PhD MSc SEGF MLS IAGOD-HLM (PhD 1987 Bergakademie Freiberg) is a Research Leader in Ore Deposits and Petrology at the Natural History Museum\, London\, U.K.\, and Founder/Head of CERCAMS (Centre for Russian and Central Eurasian Mineral Studies) in NHM’s Earth Sciences Department and the NHM Centre for Resourcing the Green Economy. \nHe has almost 40 years of experience in studies of the anatomy of ore-bearing granitic systems of Transeurasian metallogenic belts\, with special interest in fluid-saturation textures and magmatic-hydrothermal transition processes of granite-ore systems. His mineral deposits research covers a wide range\, encompassing economic geology\, igneous petrology\, processing mineralogy (geometallurgy) of critical rare materials\, and geochemistry of mineralized felsic systems\, with regional focus on geodynamic and metallogenic processes in ore districts of collisional belts and extensional settings. Published case studies cover mostly rare metal Li-F granites\, rare metal pegmatites and porphyry mineral systems of European Variscides and Uralides-Altaids (Central Asian Orogenic Belt). His track record counts more than 500 research papers to date\, including more than 130 publications in peer-review journals (Scopus h-38) and more than 20 edited reference books. \nReimar Seltmann is a member of the Leibniz Society of Sciences in Berlin since 2011\, an Honorary Life Member of IAGOD\, and SEG Fellow. He holds multiple positions as Visiting Professor in Kazakhstan and China and is an Adjunct Associate Professor of Trinity College\, University of Dublin\, Ireland. He has co-/led NHM research in several projects: IUGS-IGCP (four 5-year grants since 1997) and INTAS network research\, EC h2020 funded FAME\, UKRI FBC funded Li4UK. He is currently a Co-Investigator on the NERC projects FAMOS and LiFT. \n  \nLithiumextraktion aus Geothermalwässern im Oberrheingraben\nDr. Jens C. Grimmer (GeoThermal Engineering GmbH Karlsruhe) \nZusammenfassung: \nDie derzeitige Produktion von Lithium erfolgt überwiegend aus Salzsee-Solen arider Gebiete orogener Hochplateaus wie dem Altiplano-Puna Plateau (Chile\, Argentinien\, Bolivien) und dem Qaidam-Tibet Plateau (China) und aus Festgesteinen gut aufgeschlossener pegmatitreicher Granitgebiete (Australien\, Kanada\, Simbabwe u.a.). Die deutsche Lithium-Importquote beträgt derzeit 100 %. Ein neues Verfahren zur heimischen Produktion von Lithium bieten die Geothermie-Kraftwerke im Oberrheingraben. Für eine wirtschaftliche Produktion bieten sich Anlagen-interne technisch-energetische Ressourcen in einem integrierten Kreislaufbetrieb unter Ausnutzung der hohen Fließraten an\, wobei unerwünschte chemische Ausfällungen und damit verbundener Entsorgungsaufwand minimiert werden. Die Konzentrationen liegen zwischen 150 ppm und 200 ppm und bilden mit den jeweils erzielbaren Fließraten in den derzeit fünf aktiven Geothermie-Anlagen des Oberrheingrabens (Bruchsal\, Insheim\, Landau\, Rittershoffen\, Soultz-sous-Forêts) ein jährliches Gesamtpotenzial von ca. 1500 Tonnen an gewinnbarem elementarem Lithium\, entsprechend ca. 8000 Tonnen Lithiumkarbonat. Eine heimische Lithiumproduktion reduziert globale Abhängigkeiten und ermöglicht den Aufbau europäischer Wertschöpfungsketten. Zuflüsse geothermischer Fluide in die Bohrungen\, die eine bemerkenswerte stoffliche Ähnlichkeit aufweisen\, lassen sich aus Bruchzonen im kristallinen Sockel und in den triassischen Sedimenten nachweisen. Alterationsexperimente von Granitoiden mit hochsalinaren Lösungen deuten auf eine Herkunft des Lithiums sowie der anderen Elemente aus Fluid-Gesteinswechselwirkungen hin. Hinweise auf eine ausschließlich marine Herkunft lassen sich aus publizierten Daten nicht ableiten. \nKurz-CV: \nDr. Jens C. Grimmer beendete sein Geologie-Studium an der Fridericiana-Universität Karlsruhe (TH) 1998 mit einer Diplomarbeit zur Geologie und Tektonik der nördlichen Lechtaldecke. Von 1998-2002 arbeitete er an seiner Doktorarbeit über Tektonik und Thermochronologie des Yangtze\, die er mit dem Titel Dr. rer. nat. abschloss. In den folgenden Jahren war er Mitarbeiter in einem Industrieprojekt in einer Arbeitsgruppe für Petrologie und Lagerstättenkunde an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg\, wissenschaftlicher Angestellter in einer Arbeitsgruppe für Strukturgeologie und Tektonophysik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg\, wissenschaftlicher Angestellter in der Abteilung Strukturgeologie und Tektonophysik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und an der Fridericiana-Universität Karlsruhe sowie in der Abteilung Geothermie am KIT. 2017 habilitierte er in Karlsruhe mit der Arbeit „Tectonic evolution of the central Scandinavian Caledonides“. Seit 2018 ist er als wissenschaftlicher Angestellter in der Abteilung Geothermie und Reservoir-Technologie am Institut für Angewandte Geowissenschaften des KIT und seit 2019 zusätzlich als Senior Geologist bei der Geothermal Engineering GmbH in Karlsruhe tätig. \n  \nAerogeophysikalische Rohstofferkundung in der Mongolei – ein Projekt im Rahmen der Deutsch-Mongolischen Rohstoffpartnerschaft\nProf. Dr. Rainer Herd (TU Cottbus-Senftenberg) \nZusammenfassung: \nAus verschiedenen Gründen hat der Lehrstuhl Rohstoff- und Ressourcenwirtschaft der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg mit internationalen Partnern ein Multisensor-Airborne-Erkundungssystem auf der Basis eines Ultraleichtflugzeugs entwickelt. \nMultisensor Airborne Erkundungssystem\nIm Rahmen der “Deutsch-Mongolischen Rohstoffpartnerschaft” wurde dieses System für Rohstofferkundungen in die Mongolei transportiert. \nIm Verlauf des Projekts hatte das Projekt-Team mit unterschiedlichen technischen\, administrativen und klimatischen Bedingungen zu kämpfen. Während der Untersuchungskampagne 2019 wurden 2000 Linienkilometer in zwei Gebieten (Zentralgobi und Hangai-Gebirge) vermessen. Die Ergebnisse zeigen\, dass luftgestützte Rohstofferkundungen mit einem Ultraleichtflugzeug in der Mongolei möglich und kostengünstig sind. \nKurz-CV: \nProf. Dr. Rainer Herd ist Leiter des Lehrstuhls Rohstoff- und Ressourcenwirtschaft an der BTU Cottbus-Senftenberg. Er studierte Geologie an der Technischen Universität Darmstadt und im Zweitstudium Geophysik an der Universität Frankfurt/Main. Nach dem Diplom in Geologie arbeitete er als Explorationsgeologe in Europa\, Mittelamerika\, West- und Ostafrika bevor er den wissenschaftlichen Weg einschlug und mit einer rohstoffgeologischen Arbeit über Ostsibirien promovierte. Nach einer Juniorprofessur wurde Rainer Herd 2009 Leiter des Lehrstuhls Rohstoff- und Ressourcenwirtschaft. Seine wissenschaftlichen Interessen liegen u.a. im Bereich der Entwicklung von Rohstofferkundungskonzepten und der Weiterentwicklung von Erkundungsmethoden. \n  \nMineral Systems Analysis – von der Entstehung der Freiberger Silbergänge zur Entwicklung innovativer Explorationsvektoren\nDr. Mathias Burisch (TU Bergakademie Freiberg & Helmholtz-Institut für Ressourcentechnologie Freiberg) \nZusammenfassung: \nMineral Systems Analysis ist ein holistischer wissenschaftlicher Ansatz\, der darauf abzielt\, die Summe der geologischen Prozesse zu verstehen\, die für die Bildung\, Veränderung und Erhaltung von Lagerstätten entscheidend sind. Als Fallstudie dient in diesem Vortrag der Freiberger Gangdistrikt\, in dem seit kurzem durch die Firma Excellon Resources wieder aktiv auf Silber erkundet wird. Die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen\, dass es sich bei den Freiberger Ag-Pb-Zn-(Au)-(In)-Gängen um ein magmatisch-hydrothermales System handelt\, welches viele Ähnlichkeiten zu bedeutenden Silberlagerstätten wie z. B. die in Fresnillo\, Mexiko hat. Mit Flüssigkeitseinschlussuntersuchungen konnten Abkühlung\, Aufkochen und CO2-Entgasung als wichtigste erzbildende Parameter definiert werden. Die damit einhergehenden Veränderungen der Fluidbedingungen führen zu einer vertikalen mineralogischen Zonierung innerhalb der Gänge. Basierend auf diesen Erkenntnissen konnten innovative Explorationsvektoren definiert werden\, um Bereiche mit hohem Rohstoffpotential in solchen Systemen zu identifizieren. \nKurz-CV: \nDr. Mathias Burisch-Hassel studierte von 2007-2012 Geowissenschaften an der Albert-Ludwigs-UniversitätFreiburg. In seiner Bachelorarbeit behandelte er die Fluoritinspektion in der Göscheneralp\, in der Masterarbeit die Wirtsgesteinsalteration und Spaltmineralbildung in der Planggenstock-Kristallhöhle. Von 2013-2016 arbeitete er an der Eberhard-Karls-University Tübingen an seiner Doktorarbeit über Erzbildungsprozesse in hydrothermalen Lagerstätten\, die er mit dem Titel Dr. rer. nat. abschloss. In seiner Habilitation\, die er 2021 an der TU Bergakademie Freiberg abschloss bearbeitete er hydrothermale Mineralsysteme Mitteleuropas in Form von Fallstudien aus dem Erzgebirge und dem Schwarzwald. \nFür seine wissenschaftlichen Leistungen erhielt Mathias Burisch-Hassel 2020 den Victor-Moritz-Goldschmidt-Preis der Deutsche Mineralogischen Gesellschaft und den Waldemar-Lindgren-Award der Society of Economic Geologists. \n  \nVorstellung\, Arbeit und erste Resultate des H2020 GREENPEG Rohstoffexplorationsprojektes\nProf. Dr. Axel Müller (MLS) \nZusammenfassung: \nDas GREENPEG-Projekt\, das vom Horizont 2020 Programm der Europäischen Kommission “Klimaschutz\, Umwelt\, Ressourceneffizienz und Rohstoffe” finanziert wird\, hat das Ziel\, multimethodische Explorationswerkzeuge und -abläufe zur Identifizierung von europäischen\, oberflächennahen Pegmatit-Lagerstätten zu entwickeln. Das Konsortium des viereinhalbjährigen Projektes\, das im Mai 2020 startete\, umfasst drei Explorationsdienste und Bergbaubetreiber\, einen staatlichen geologischen Dienst\, drei Beratungsunternehmen und fünf akademische Forschungs- und Lehrinstitute aus acht europäischen Ländern. Das Naturkundemuseum der Universität Oslo koordiniert das Projekt. \nZielrohstoffe von GREENPEG sind Lithium\, hochreiner Quarz und metallisches Silizium\, keramischer Feldspat\, Seltenerdenelemente\, Tantal\, Beryllium und Cäsium\, die in der Natur in Pegmatiten\, ein grobkristallines\, magmatisches Gestein\, konzentriert sind. Silizium und Lithium sind momentan zwei der gefragtesten Metalle für die Realisierung der grünen Technologie\, da diese für die Photovoltaik bzw. die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien unverzichtbar sind. Bisher wurden keine Explorationsstrategien für Pegmatit-Erzlagerstätten entwickelt\, da die ökonomische Nachfrage gering war. Darüber hinaus gab es aufgrund technischer Herausforderungen eine extrem niedrige Entdeckungsrate für Pegmatit-Lagerstätten. GREENPEG wird neue Werkzeuge entwickelt bzw. konventionelle Methoden anpassen\, auf die Exploration von verschiedenen Pegmatit-Typen in unterschiedlichen geographischen Umgebungen\, um den Explorationserfolg zu erhöhen und die ökologischen und sozialen Auswirkungen zu verringern. Die entwickelten Methoden werden für die Kommerzialisierung in drei europäischen Demonstrationsstandorten getestet und optimiert. Die Demonstrationsstandorte sind Wolfsberg in Österreich\, Süd-Leinster in Irland und Tysfjord in Norwegen. GREENPEG ist ein Pionierprojekt\, das den Fokus der Explorationsstrategien und -technologien von großvolumigen Erzen geringer Qualität hin zu kleinvolumigen Erzen hoher Qualität richten wird. Dieser Vortrag erläutert den methodischen Ansatz von GREENPEG und bietet einen Ausblick auf das grüne Technologiezeitalter aus der Perspektive des GREENPEG Konsortiums. \nKurz-CV: \nProf. Dr. Axel Müller ist Leiter der Forschungsgruppe Mineralogie am Naturkundemuseum der Universität Oslo in Norwegen. Nach Abschluss seiner Doktorarbeit an der Universität Göttingen über die Spurenelementchemie des Quarzes und seiner geologischen Anwendung im Jahre 2000\, forschte er im Rahmen eines Marie Skłodowska-Curie Stipendiums über die Genese von Seltenen-Metall-Lagerstätten am Natural History Museum in London. Von 2004-2015 arbeitete er als Explorationsgeologe für den Geologischen Dienst von Norwegen und für ein Jahr für das Bergbau- und Aufbereitungsunternehmen The Quartz Corp in den USA. Seit 2015 ist er am Naturkundemuseum in Oslo tätig. Seine momentanen Forschungsinteressen gelten der Lagerstätten-Genese von kritischen Rohstoffen (Si\, Li\, Be\, Sc\, Ta\, Seltenerdelemente)\, die unabdingbar für die Energiewende sind. Seit 2014 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. \n  \nDie sichere Endlagerung wärmeerzeugender Nuklearabfälle\nDr. Hennes Obermeyer (MLS) \nZusammenfassung: \nDie sichere Ablagerung radiotoxischer Abfälle erfordert\, besonders da technische Maßnahmen über den geforderten Sicherungszeittraum von einer Million Jahre nicht evaluiert werden können\, vor allem ein schlüssiges Konzept der geologischen Barriere. Nach Jahrzehnten erfolglosen Experimentierens mit ungeeigneten Deponierungsmethoden (Asse-II) in ungeeigneten Barriere-Situationen (Asse-II\, Schacht Konrad\, Salzstock Gorleben) ist mit dem Standortauswahlgesetz erstmals ein Kriterienkatalog für die Anforderungen an eine geologische Barriere entstanden. Es ist jedoch abzusehen\, dass die Anforderungen dieses Gesetzes auf deutschem Gebiet nicht erfüllt werden können. \nKombiniert man die Forderung mächtiger Steinsalzformationen\, geringpermeabler Gebirgsdurchlässigkeiten und einem geologischen Untergrund\, der sich die nächsten Millionen Jahren nicht hebt\, so drängen sich an großen Blattverschiebungen orientierte Pull-Apart-Strukturen als Lösungsansatz förmlich auf. \nBei dem an der Aqaba-Levante-Blattverschiebung orientierten Tote-Meer-Pull-Apart sind die Voraussetzungen für die Ablagerungen kritischer Abfälle so ideal\, dass es als Goldstandard für eine geologische Barriere betrachtet werden kann. Die Aqaba-Levante-Blattverschiebung ist eine durch die Gegenuhrzeiger-Bewegung der arabischen Halbinsel seit dem Oligozän aktive sinistrale Blattverschiebung mit einem nachgewiesenen Versatz von 106 km. An jedem Linksversatz der Blattverschiebung sind transtensive Pull-Aparts entstanden\, deren Randstörungen die Erdkruste vollständig durchschlagen und das Beckeninnere bis in große Tiefen absenken. \nIm Tote-Meer-Becken finden sich unter den bis zu 3 bis 4 km Meter mächtigen tonig-mergeligen Sedimenten der Amora-\, aka Lisan-Formation das Salinar der Sedom-Formation. In dem auf jordanischer Seite gelegenen Sedom-Diapir wurde das Salinar in Bohrungen bis zu 4430 m erkundet ohne die Liegendgrenze zu erreichen. Die seismische Liegendgrenze liegt zwischen 5200 und 7000 m. Bei einer Höhenlage des Toten Meers von -400 m unter Meeresspiegel ist das Tote Meer sowohl die Vorflut für alle Oberflächengewässer\, als auch für das Grundwasser. Alleine der geringe Wärmefluss von 30 bis 50 mW/m² zeigt\, dass kein Grundwasser\, sondern lediglich Formationswasser vorhanden ist. Selbst innerhalb des Fluidkörpers der Tote-Meer-Sole findet infolge der Dichtegradienten keine Durchmischung statt. \nDas Tote-Meer-Becken stellt unter den beschrieben tektonischen\, lithologischen\, hydrogeologischen und orographischen Bedingungen den optimalen Zustand einer geologischen Barriere dar. An diesem Goldstandard werden sich weltweit alle anderen Endlagersituationen messen lassen müssen. \nKurz-CV: \nDr. Hennes Obermeyer hat an der TU Karlsruhe und der Universität Heidelberg Geologie studiert. Seine Arbeiten in den 1980 und 1990er Jahren über den Einfluss von Hausmülldeponien auf die Güte des Grundwassers trugen maßgeblich dazu bei\, die Deponierung von Frischmüll in Deutschland zu beenden. Er ist seitdem in verschiedenen Positionen als beratender und unabhängiger Sachverständiger unterwegs. \nHennes Obermeyer hat die Anwendung der natürlichen elektromagnetischen Strahlung für (u. a.) geologische Probleme wesentlich befördert. Dazu und zu anderen geowissenschaftlichen Themen verfasste er eine Reihe wichtiger Publikationen. Er ist heute Vorstand einer genossenschaftlichen Vereinigung von naturwissenschaftlichen und technischen Sachverständigen in Karlsruhe. Seit 2017 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. \n  \nOrganisation und Moderation der Tagung: Reinhard O. Greiling (MLS)\, Gerhard Pfaff (MLS) \nStand: 07.02.2022 \n  \n 
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SUMMARY:Workshop Arbeitskreis Europa
DESCRIPTION:14.00 bis 16.30 Uhr\nOrt: Beratungsraum der Fa. GEFEG im „Storkower Bogen“ \nTagesordnung: \n1.Diskussion der Arbeitspapiere von Walter und Segert (Ergänzungen\, Kommentare)\n2. Vorstellung und Diskussion zu den von Angela Richter und Reinhold Zilch gesandten Texten und Buchvorschlag\n3. Diskussionsergebnisse und Terminfestlegung für die nächste Sitzung
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SUMMARY:Tagung des Arbeitskreises „Emergente Systeme / Informatik und Gesellschaft“
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Emergente Systeme / Informatik und Gesellschaft“ der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften führt in Kooperation mit der Gesellschaft für Wissenschaftsforschung am \nFreitag\, 26. November 2021\, \nin der Zeit \nvon 10:00 Uhr bis ca. 18:00 Uhr \ndie Tagung: \nCyberscience – Wissenschaftsforschung und Informatik. Digitale Medien und die Zukunft der Kultur wissenschaftlicher Tätigkeit\nonline via Zoom durch. \nHIER finden Sie weitere Informationen zum Anliegen\, zum Programm sowie die Abstracts zu den Vorträgen und die CV der Beteiligten.\n\nDen Zoom-Link finden Sie hier.\n\nTelefoneinwahl z.B. via +496938079884:\nMeeting-ID: 818 2532 1287\nKenncode: 951254\nSchnelleinwahl:\n+496938079884\,\,81825321287#\,\,\,\,*951254# Deutschland\n+496950500951\,\,81825321287#\,\,\,\,*951254# Deutschland\n\n\nDiese Tagung wird von der Rosa-Luxemburg-Stiftung / Gesellschaftsanalyse und politische Bildung Berlin finanziell gefördert.
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SUMMARY:AK Europa: erste Sitzung (offene Debatte)
DESCRIPTION:Ausgangspunkt für die Gründung eines multidisziplinär ausgerichteten Arbeitskreises „Europa – Selbstverständnisse und Perspektivenvielfalt“ im Juli  2021 stellt die neue Bedeutung dar\, die die Denktradition um die Sprachfigur „Europa“ als Begriff\, Metapher\, Projekt unter den Bedingungen heutiger Globalisierungsprozesse nach dem Zusammenbruch des Staatssozialismus gewinnt. Solche Bedingungen sind auch Ausdruck eines gewandelten Verhältnisses zwischen West-\, Mittel- und Osteuropa sowie von Gesamteuropa zur übrigen Welt. Einen ersten Arbeitsschwerpunkt bildet deshalb die Geschichte der verschiedenen Europa-Vorstellungen. Herauszuarbeiten sind die unterschiedlichen disziplinären Annäherungen an die Erfindungsgeschichte des Phänomens „Europa“\, die von den antiken und neuzeitlichen Gegensatzfeldern von Okzident und Orient bis in die modernen Konflikte zwischen Westen und Osten sowie zwischen Norden und Süden reicht. \nEinen zweiten Arbeitsschwerpunkt stellt die historisch entstandene Perspektivenvielfalt dar\, die mit der Europäisierung von Kontinent- und Weltgeschichte durch die Ideologen einer kapitalistischen Moderne Westeuropas begann und in postkoloniale Forderungen nichteuropäischer DenkerInnen nach „Provinzialisierung“ (Dispesh Chakrabarty) Europas mündet. Dabei geht es sowohl um eine ausgewogene\, wissenschaftlich begründete Betrachtung des Beitrags Europas zur Weltkultur als auch um eine sachgerechte\, konsequente Kritik des Europazentrismus. Gleichzeitig ist „Europa“ seit  der Aufklärung auch als Ort einer kritischen Denktradition der Selbstermächtigung zu untersuchen\, die auf jene universal gültige Motivation zielte\, dass menschliches Handeln die Welt grundlegend verändern kann. \nEin dritter Arbeitsschwerpunkt widmet sich dem gegenläufigen Wirken der Vorstellungen von West-Mittel- und Osteuropa. Sie erklären sich zum einen aus Ganzheitskonzepten des Nationalen und Universalen. Zum anderen sind sie als regional oder lokal begründete und in der tatsächlichen kleinräumigen Verfasstheit Gesamteuropas wurzelnde Gegenvisionen zu erschließen\, mit denen westliche Nachahmungsmodelle durch die Verteidigung partikularer nationaler Souveränitäten abgewehrt oder umgebildet wurden und werden. \nDa die ökonomische\, politische und kulturelle Topographie um „Europa“ nicht eindeutig einer einzigen Wissenschaft zuzuordnen ist\, laden wir alle Interessierten in- und außerhalb der Leibniz-Sozietät herzlich zu einer offenen Debatte über die jeweils unterschiedliche\, methodische und begriffsgeschichtliche Herangehensweise der einzelnen Disziplinen an die Thematik des Arbeitskreises ein. \nDie Veranstaltung findet online statt\nDie Internetadresse lautet: https://meet.jit.si/StiftungLS.  \nWenn Ihr diese Adresse kopiert und über einen Internetbrowser eingebt\, erhaltet  Ihr unmittelbaren Zugang zu diesem digitalen Konferenzraum. Ihr seht Euch dann schon auf Euerm Bildschirm. Für die Sitzung schalten sich dann alle hinzu. Als technische Voraussetzung  müsst Ihr über einen Computer/Laptop mit Mikrofon und Kamera verfügen; es genügt auch ein entsprechendes Tablet oder ein Smartphone. (Hinweise zum zu nutzenden „Konferenzraum“ findet Ihr unter >> https://www.appsdirectory.de/herunterladen/jitsi-meet/ <<. \nProf. Dr. Monika Walter\nProf. Dr. Dieter Segert\nProf. Dr. Dorothee Röseberg\nProf. Dr. Wolfgang Küttler\nProf. Dr. Andrea Komlosy\nProf. Dr. Angela Richter
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SUMMARY:AK Gesellschaftsanalyse: Streitfall Ostdeutschland
DESCRIPTION:„Streitfall Ostdeutschland – Grenzen einer Transformationserzählung“ \nWorkshop des Arbeitskreises „Gesellschaftsanalyse“ der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften \nIn Kooperation mit der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung und dem Fachgebiet Arbeitslehre/Ökonomie und nachhaltiger Konsum der TU Berlin \nZeit: Freitag\, 12. November 2021 von 13.00 bis 17.30 Uhr \nOrt: TU Berlin\, Straße des 17. Juni\, Hauptgebäude\, 2.OG\, Raum H2036 \nIm Anschluss an die jüngst erschienene Publikation „Streitfall Ostdeutschland – Grenzen einer Transformationserzählung“ (trafo Wissenschaftsverlag\, Berlin 2021) soll der Workshop Gelegenheit bieten\, den offenen und kritischen Dialog zu suchen zwischen den verschiedenen Disziplinen und unterschiedlichen Generationen\, die sich mit den Umbrüchen oder auch Transformationen in Ostdeutschland auseinandersetzen. Einschlägige Publikationen dazu werfen seit wenigen Jahren eine Reihe von neuen Fragen auf\, bringen neue Perspektiven und Interpretationen ins Spiel; auszumachen ist eine Verschiebung der Diskurse. Während einerseits eine Transformationsmetaphorik zunehmend alle gesellschaftlichen Bereiche kontaminiert\, zeichnen sich sehr offene und ernsthafte Debatten ab\, mit denen bisherige Analysen und mögliche wissenschaftliche Konsequenzen auf den Prüfstand gestellt werden. Unterhalb einer Allerweltsmetaphorik „geht es um was“. Angesichts drängender Zukunftsfragen wird zum Teil in überzeugender Weise wissenschaftliche Verantwortung angemahnt\, die zur Beantwortung solcher Fragen ausdrücklich auch Geschichte und Vorgeschichte der bisherigen postsozialistischen Transformation in den Blick nehmen will. Denn hier dominierende Einseitigkeiten und Auslassungen ignorieren solche Zukunftsfragen wie sie hinreichende Antworten blockieren. Darum soll offen und konstruktiv in zwei thematischen Schwerpunkten gestritten werden \nEin erster Schwerpunkt widmet sich den Auslassungen\, den Einseitigkeiten und Fehlinterpretationen vor allem der ostdeutschen Transformations- und Übergangsgeschichte. Interpretationen sind zu hinterfragen\, analytische Leerstellen aufzudecken. Es geht um die Gründe wie die Konsequenzen leitender Interpretationen. \nEin zweiter Schwerpunkt wird konzeptionelle Ansätze\, Erfahrungen und Praktiken aus der postsozialistischen Übergangsgesellschaft (wie auch deren Vorgeschichte) nach ihrer Gestaltungsrelevanz für Zukunftsherausforderungen in verschiedenen Feldern befragen. \nxxx \nEs gelten die 3-G-Regeln. Die begrenzte Platzkapazität macht eine Anmeldung erforderlich. (Tel.: 0171 2788496 / Mail: Thomas.Micha@t-online.de).  \nEine Versorgung mit Speisen und Getränken ist nicht vorgesehen. \nAblauf und thematische Inputs \n  \n13.00 bis 13.20 \nDer Fall – Streit und Dialog: Eine Einführung (Michael Thomas) \n  \n13.20 bis 15.10: Erster thematischer Schwerpunkt  \nEinsteuerung und Moderation (Ulrich Busch): \nThematische Inputs (ca. 12 Minuten jeweils) \n„Wandel der Diskurse über 30 Jahre – Inhalte und Kohorten” (Thomas Ahbe) \n„Zeitgeschichtliche Verantwortung – Wandel der Transformation” (Clemens Villinger) \n„Transformation und Kommission – kritische Einblicke” (Judith Enders) \n„Strategien erinnerungskultureller Marginalisierung und Tabuisierung“ (Yana Milev) \nDiskussion  \nPAUSE \n  \n15.40 bis 17.30: Zweiter thematischer Schwerpunkt \nEinsteuerung und Moderation (Dieter Segert) \nThematische Inputs (ca. 12 Minuten jeweils) \n„‚Gelenkte Marktwirtschaft‘ – Erfahrungen aus dem Realsozialismus und China“ (Rainer Land) \n„Postwachstum und sozialistische Mangelwirtschaft – eine konzept. Debatte“ (Gerrit v. Jorck) \n„Postwachstum – vernachlässigte Erfahrungen und Praktiken Ost“ (Lilian Pungas) \n„Anregungen für Zukunftsgestaltung – ex oriente lux?“ (Ulrich Brand) \nDiskussion   \n 
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SUMMARY:Workshop des Arbeitskreises GeoMUWA gemeinsam mit dem NKGG und dem GFZ - abgesagt!
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis Geo-\, Montan-\, Umwelt-\, Weltraum- und Astrowissenschaften (AK GeoMUWA) veranstaltet gemeinsam mit dem Nationalen Komitee für Geodäsie und Geophsik (NKGG) der Bundesrepublik Deutschland und dem Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ) Potsdam einen \nWorkshop zur Einstimmung auf die Generalversammlung der Internationbalen Union für Geodäsie und Geophysik (IUGG) 2023 in Berlin\nin Potsdam. \nOrt: Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ)\, Potsdam\, Telegrafenberg\nZeit: 31.03.2020\, 10:30 bis 16:00 Uhr
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SUMMARY:Tagung des AK „Emergente Systeme“
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Emergente Systeme“ lädt ein zu einer öffentlichen wissenschaftlichen Tagung zum Thema \nZukunft der Arbeit –\nsoziotechnische Gestaltung der Arbeitswelt im Zeichen von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz\n  \nZeit: 09.00 bis 18.30 Uhr \nOrt: Hochschule für Technik und Wirtschaft\, Campus Wilhelminenhof\, Wilhelminenhofstraße 75 A\, 12459 Berlin\nGebäude G \nEinladung und Programm \nAbstracts der Vorträge \nEine formlose Anmeldung zur Tagung unter Angabe von Titel\, Name\, E-Mail-Adresse und Institution wird erbeten an: fuchs-kittowski@t-online.de \ns.a. Ankündigung \n 
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LOCATION:12459 Berlin\, Wilhelminenhofstr. 75 A\, Hochschule für Technik und Wirtschaft\, Hörsaal G 002\, 12459 Berlin\, Wilhelminenhofstr. 75 A\, \, Hörsaal G 002\, Berlin\, 12459
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SUMMARY:Workshop des AK Gesellschaftsanalyse - Fällt aus!
DESCRIPTION:Die Sitzung des Arbeitskreises “Gesellschaftsanalyse”\, vorgesehen für Freitag\, den 15. November\, muss aus gesundheitlichen Gründen leider entfallen! Ein neuer Termin steht noch nicht fest und wird rechtzeitig über die Webseite angekündigt. In diesem Jahr findet keine Arbeitskreissitzung mehr statt! \nMichael Thomas\, Leiter des Arbeitskreises \nDer Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse und Klassen“ veranstaltet am 14.11.2019 einen öffentlichen wissenschaftlichen\n \nWorkshop: Transformationsforschung\nZeit:   14.00 bis 16.30 Uhr \nOrt: Berlin\, Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal \nEinladung und Programm
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