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SUMMARY:Klassensitzung SGW
DESCRIPTION:Die Klassensitzung findet hybrid statt. \nOrt: Humboldt-Universität zu Berlin\, Institut für Sozialwissenschaften\, Universitätsstraße 3b\, Seminarraum K12a (Souterrain) \nsowie online: der Link für die Zoom-Teilnahme ist folgender:\nhttps://us06web.zoom.us/j/85308459031?pwd=rDLBpuDqZqQ8ZMAw5D0UseUFswTLKZ.1\nMeeting-ID: 853 0845 9031\nKenncode: 408013 \n  \nGabriela Lehmann-Carli (MLS) und Angela Richter (MLS); Moderation: Swetlana Mengel (MLS)\nTraumagedächtnis und Traumanarrative im Kontext von Krieg und Gewalt \nKriege und Gewaltverbrechen als sog. Man-Made Disasters hinterlassen nicht nur Todesopfer und körperlich Verletzte\, sondern auch eine hohe Anzahl (Re-)Traumatisierter\, an einer posttraumatischen Belastungsstörung Leidender. Der Versuch\, literarisch Zeugnis bzw. Zeugenschaft vom auslösenden Ereignis abzulegen\, könnte dazu beitragen\, über Narration einen Hauch von Ordnung in das traumatische Geschehen zu bringen und es ggf. handhabbar zu machen. \nIn ihrem Vortrag geht Gabriela Lehmann-Carli der Frage nach\, inwiefern sich in ausgewählten Texten aus slavischen Literaturen durch Krieg und Gewalt indizierte Trauma-Narrative (darunter transgenerationale) finden lassen\, die auf (kollektive) Trauma-Gedächtnisse hinweisen könnten. In der Trauma-Forschung stellt sich einerseits die Frage nach der Erinnerbarkeit von traumatischen Erfahrungen\, andererseits das Problem der Möglichkeit kollektiver Traumatisierungen. Auch vorgängige Trauma-Erfahrungen sind dabei relevant. \nAngeregt durch Aleida Assmanns „Formen des Vergessens“ und kulturelle Vergessenstechniken werden im Kontext der Trauma-Forschung an Beispielen aus den russischen\, polnischen und ukrainischen Literaturen Folgen sowie die politische Wirkungsmächtigkeit selektiver Erinnerungspraktiken\, (un)bewussten Verdrängens sowie das Schwanken zwischen Memoria und Lethe als „zerrissene Erinnerung“ (Irina Scherbakowa) für das jeweilige kollektive bzw. kulturelle Gedächtnis erörtert. \nIn einem Gespräch zwischen Angela Richter und Gabriela Lehmann-Carli werden ausgewählte literarische Trauma-Narrative in Nachfolge und in Nachwirkung des Zweiten Weltkrieges und der postjugoslawischen Kriege betrachtet\, wobei auch die späteren soziokulturellen und politischen Auswirkungen von Holocaust\, Krieg und (sexualisierter) Gewalt eine Rolle spielen sollen. \nGabriela Lehmann-Carli ist Professorin für Slavische Philologie/Literaturwissenschaft (aktueller Forschungsschwerpunkt: Trauma. Empathie und Erinnerung in der russischen und der polnischen Literatur)\, \nAngela Richter ist emer. Professorin für Südslavistik (aktueller Forschungsschwerpunkt: Literatur\, Geschichte und kulturelles Gedächtnis in Südosteuropa)\, \nSwetlana Mengel ist emer. Professorin für Slavische Philologie/Sprachwissenschaft (aktueller Forschungsschwerpunkt: russische Übersetzungen pietistischer Erbauungsliteratur in Halle im 18.Jh.)\, alle an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg tätig.       
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