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SUMMARY:Klassensitzung Klasse Sozialwissenschaften und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften \nZeit: 15:30 bis 17:15 Uhr\nOrt: Rathaus\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin-Friedrichshagen. \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nZoom-Einladungslink: https://uni-ms.zoom-x.de/j/2989886622?pwd=aIGwBmousTePNWOFoHRjlTULcrEtwo.1 \nVortrag:  \nArne Heise (MLS)\n„Und ewig grüßt das Murmeltier – Mindestlohnforschung im Denkstilzwang“ \nAbstract:\nVor Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns in Deutschland im Jahr 2015 war sich die deutsche Arbeitsmarktökonomik weitgehend darin einig\, dass dieses ‚soziale Experiment‘ mit erheblichen Arbeitsplatzverlusten bezahlt werden müsste. Die Begleitforschung zur Mindestlohneinführung konnte dann aber die prognostizierten Beschäftigungsverluste nicht nachweisen und musste auch für Deutschland – wie überall\, wo Mindestlöhne existieren und deren Effekte erforscht werden – die ‚Flüchtigkeit des Beschäftigungseffekts‘ zugeben.\nIn diesem Beitrag soll die Diskussion um die Einführung des Mindestlohns nachgezeichnet und die Reaktion der Wissenschaftlergemeinschaft auf die Abweichung der tatsächlichen Beschäftigungsentwicklung von den modellgestützten Prognosen – was wissenschaftstheoretisch als ‚Anomalie‘ oder ‚Krise‘ verstanden werden kann – auf der Grundlage der Fleckschen Denkstil-Theorie analysiert werden. Dazu werden 2 Phasen – die Phase der Einführung des Mindestlohns und die Phase der drastischen Erhöhung des Mindestlohns im Jahr 2022 – unterschieden\, um einerseits Lernprozesse\, andererseits aber auch die Resilienz eines herrschenden Paradigmas aufzeigen zu können. \nVita:\nArne Heise (*1960) ist seit 2002 Universitätsprofessor für Finanzwissenschaft und Public Governance an der Universität Hamburg. Er studierte von 1980 – 1986 Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Bremen und Manchester. 1990 erfolgte an der Universität Bremen die Promotion\, 1998 die Habilitation mit der Venia Legendi in Volkswirtschaftslehre\, insbesondere Wirtschaftspolitik. Von 1992 –      2000 war Arne Heise Leiter des Referates „Konjunkturforschung\, Allgemeine Wirtschaftstheorie und -politik“ am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut in der Hans Böckler-Stiftung (WSI)\, Düsseldorf. Gastwissenschaftleraufenthalte sowie Gast- und Vertretungsprofessuren führten ihn zunächst u.a. nach Paisley\, Manchester\, Berlin\, Utrecht\, Konstanz\, Wien und Köln sowie ab 2002 nach Brüssel\, Cambridge\, Freiburg\, Stellenbosch\, Bremen und Izmir. Von 2003 – 2005 war er Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik (HWP). Seit 2009 ist Arne Heise Affilierter Professor an der Izmir Economics University in der Türkei und seit 2011 Direktor des Zentrums für Ökonomische und Soziologische Studien (ZÖSS) am Fachbereich Sozialökonomie der Universität Hamburg. 2007 wurde er zum Mitglied der Leibniz-Sozietät gewählt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf den Gebieten Makroökonomie\, Wirtschaftspolitik\, Europäische Integration sowie in den Bereichen Finanzwissenschaft\, Plurale Ökonomik und Sozioökonomik der Ökonomik.
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