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SUMMARY:Klassensitzung Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften im \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Link ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/63706274259?pwd=Vm9HNYoRwdxhdOifKbqe358OD7tlso.1\nMeeting-ID: 637 0627 4259 \n\nMit der Sitzung ehrt die Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät ihre Mitglieder Karl-Heinz Bernhardt und Dietrich Spänkuch zum 90. Geburtstag. \nVortrag: \nProf. Dr. Klaus Dethloff (MLS) \nUrsachen und Unsicherheiten des Klimawandels – Die letzten 90 Jahre \nAbstract: \nAuf der Basis der Reanalysedaten ERA5 1940 bis 2025 werden die Veränderungen der letzten neun Jahrzehnte im Klimasystem der Erde analysiert\, die durch komplexe nichtlineare Wechselwirkungen bestimmt sind. Um das komplizierte Zusammenspiel von Änderungen in der Konzentration von Treibhausgasen und Aerosolen mit dynamischen Variabilitätsmoden des Systems zu beschreiben\, werden Ensemblesimulationen mit Erdsystemmodellen verwendet. Der Vergleich dieser Simulationen mit der Realität bestätigt die bedeutende Rolle von Treibhausgaszunahmen bei der arktischen Erwärmung. Neben der tropischen Anregung planetarer Variabilitätsmoden beeinflussen auch gekoppelte tropo- und stratosphärische Prozesse der Arktis die nordhemisphärischen Telekonnektionsmuster. Diese führen zu Änderungen der dominierenden atmosphärischen Zirkulationsregime und bestimmen den Klimawandel. Die gegenwärtig besten Modelle unterschätzen die intern generierte Variabilität und müssen durch datenbasierte Parametrisierungen verbessert werden\, um die bestehenden Unsicherheiten der Zukunftsszenarien zu reduzieren. \nVita: \nKlaus Dethloff (MLS seit 2016) wurde 1950 in Kämmerich\, Mecklenburg geboren. Nach seinem Physikstudium 1968 bis 1973 an der Universität Rostock wurde er Forschungsstudent am ZISTP der Akademie der Wissenschaften der DDR in Kühlungsborn und promovierte 1979 in theoretischer Physik mit der Arbeit „Zur Bestimmung der zonalen Zirkulation der Tropo- und Stratosphäre auf der Grundlage der Impuls-Wärmequellen“. Ab 1992 baute er die Atmosphärenmodellierung an der Forschungsstelle Potsdam des Alfred-Wegener Instituts (AWI) Bremerhaven auf und habilitierte sich an der Sektion Physik der Humboldt-Universität zu Berlin. 1997 wurde er Professor für Atmosphärenphysik am Institut für Physik und Astronomie der Universität Potsdam. Von 1997 bis 2016 arbeitete er als Sektionsleiter „Atmosphärische Zirkulationen“ am AWI Potsdam und installierte das internationale  MOSAiC Projekt eines driftenden Eisobservatoriums\, an dessen Realisierung er in den Jahren 2019 bis 2020 als Koleiter beteiligt war. \nDie Laudationen für die beiden Jubilare werden von Nina Hager (MLS) für Karl-Heinz Bernhardt und Olaf Hellmuth (MLS) für Dietrich Spänkuch gehalten.
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SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät im \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Link ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/63706274259?pwd=Vm9HNYoRwdxhdOifKbqe358OD7tlso.1\nMeeting-ID: 637 0627 4259 \n\nVortrag: \nRaiko Krauß (MLS) \nDer ambivalente Umgang mit historisch gewachsenen anthropologischen Sammlungen in Zeiten der post-kolonialen Debatte \nAbstract: \nDer Umgang mit menschlichen Überresten ist emotional aufgeladen. Wahrscheinlich war das schon immer so und die Gründe dafür liegen in der Natur des Menschen\, der zur Empathie fähig ist und über ein Bewusstsein für seinen Körper und Jenseitsvorstellungen verfügt. Man kann allerdings feststellen\, dass Menschen weniger emotional reagieren\, wenn es sich um sehr alte Skelettreste aus archäologischen Zusammenhängen handelt. Im Rahmen der postkolonialen Debatte sind menschliche Überreste der große Streitpunkt\, gelten sie doch als Zeugnisse der Aneignung über fremde Körper\, über den Tod der Personen hinaus. Die Aufteilung der Welt unter einigen wenigen europäischen Mächten im Zuge der Großen Geographischen Entdeckungen resultierte in einer Ausbeutung der in Besitz genommenen Länder und Unterwerfung der Bevölkerung\, vielfach bis zu deren vollständiger Vernichtung. Die Inbesitznahme der Welt durch die Europäer war die Voraussetzung für die Entstehung von anthropologischen Sammlungen mit Skeletten vom gesamten Globus. Insofern rücken heutzutage auch die Gründe für das Zustandekommen von anthropologischen Sammlungen\, welche in den allermeisten Fällen ein wissenschaftliches Interesse war\, in den Vordergrund. Im Frühjahr 2025 konnte die Berliner Gesellschaft für Anthropologie\, Ethnologie und Urgeschichte zu einer internationalen Konferenz einladen\, auf der der zukünftige Umgang mit menschlichen Überresten aus historisch gewachsenen Sammlungen thematisiert wurde. Im Vortrag werden die wichtigsten Ergebnisse dieser Zusammenkunft vorgestellt. Damit wird gleichzeitig ein Einblick in die Problematik anthropologischer Sammlungen gegeben. \nVita: \nRaiko Krauß (*1973) studierte von 1994 bis 2000 Ur- und Frühgeschichte sowie Klassische Archäologie. Außerdem belegte er Kurse in Philosophie\, Klassische Philologie sowie Vergleichende und Indogermanische Sprachwissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin und an der Freien Universität Berlin. 2004 schloss er seine Promotion in Prähistorischer Archäologie an der Freien Universität Berlin ab. Nach einer Redaktionstätigkeit für das Sächsische Landesamt für Archäologie in Dresden und einem Reisestipendiat des Deutschen Archäologischen Instituts forschte er von 2005 bis 2008 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts sowie als Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Prähistorische Archäologie der Freien Universität Berlin. Seit 2008 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Eberhardt Karls Universität Tübingen. 2015 erfolgte die Habilitation an dieser Universität sowie die Zuerkennung der Venia Legendi für das Fach „Ur- und Frühgeschichte“. Seit 2018 ist Raiko Krauß außerplanmäßiger Professor für Mittel- und Südosteuropäische Ur- und Frühgeschichte in Tübingen. In den folgenden Jahren erfuhr seine Forschungstätigkeit eine Förderung im Rahmen des Heisenberg-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
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SUMMARY:Klassensitzung Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Sozial- und Gesietswissenschaften im \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Link ist folgender:\nhttps://us06web.zoom.us/j/82674790999?pwd=phmd6Osv4zMumaMIaVFPOfFEF7r8Nl.1\nMeeting-ID: 826 7479 0999 – Kenncode 536547 \n\n\n\nVortrag \nProf. Dr. Bernhard Weisser\nErmöglichungsstrukturen im 21. Jahrhundert. Die Nationale Forschungsdateninfrastruktur und die Numismatik \nAbstract: \nSeit 2007 gibt es den Interaktiven Katalog des Münzkabinetts (ikmk.smb.museum)\, seit 2021 das internationale Netzwerk ikmk.net\, das mittlerweile über 50 numismatische Sammlungen enthält. Für die Numismatik ist weniger das einzelne Objekt relevant als das Objekt in seinen Kontexten wie Stempelverbindung\, Typ\, Münzstätte\, Münzfuß oder Chronologie. Da sich die Numismatik mit seriellen Objekten wie Münzen und Medaillen befasst\, gibt es seit Jahren erfolgreiche internationale Bestrebungen\, die Forschungsdaten so zu organisieren\, dass sie sammlungsübergreifend nutzbar sind und fachübergreifend kontextualisiert werden können. Erstmals bestehen die technischen Voraussetzungen\, selbst große Münzsammlungen wie die des Münzkabinetts Berlin mit über 540.000 Objekten zu veröffentlichen. Mit Unternehmen wie dem ikmk.net gilt die Numismatik im Bereich der digitalen Transformation als beispielgebend\, wie sich ein Fach als eine Art Graswurzelbewegung entlang seiner Bedürfnisse selbst organisieren kann. \nVita:\nBernhard Weisser wurde 1996 in München bei Paul Zanker promoviert. Für seine Dissertation „Die kaiserzeitliche Münzprägung von Pergamon“ erhielt er das ganzjährige Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts\, das ihn einmal um das Mittelmeer führte. Seit April 1996 ist er am Münzkabinett der Staatlichen Museen angestellt\, seit 2015 als dessen Direktor. Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind die antiken Münzen bis in das späte 3. Jh. n. Chr. Eine große Rolle spielt für ihn die digitale Veröffentlichung und Kontextualisierung. Seit 1998 erfüllt er Lehraufträge an der Humboldt-Universität und ist 2009 zum Honorarprofessor ernannt worden.
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SUMMARY:Arbeitskreis Wissenschaftsgeschichte
DESCRIPTION:Ulrich Busch (MLS) \nZum interdisziplinären Gebrauch und Transfer von Begriffen am Beispiel der Ökonomie \nDie Veranstaltung findet im hybriden Formst statt. Für den Erhalt der Zoom-Daten richten Sie bitte eine Mail an g.hassler@leibnizsozietaet.de \nAbstract: \nDer Vortrag thematisiert die disziplinäre Einordnung und die historische Entwicklung der Ökonomie/Ökonomik. Dabei wird auf die enge Beziehung zwischen den Wirtschafts- und den Sozial- sowie Rechtswissenschaften hingewiesen. Ein ökonomisches Denken gibt es\, seitdem es Wirtschaft gibt\, also seit der ersten Zeitenwende im Neolithikum. Dieses war jedoch vorwissenschaftlich und mythologisch geprägt. Im Mittelalter gewannen Philosophie und Theologie Einfluss auf das ökonomische Denken und Vokabular. Mit der zweiten Zeitenwende\, der kopernikanischen\, bildete sich im Verlaufe des 16./17. Jh. die kapitalistische Produktionsweise heraus. Mit ihr formte sich die Ökonomie erstmals als eigenständige Wissenschaftsdisziplin. Die ersten Ökonomen aber waren Kaufleute\, also Praktiker des Geldverdienens. Methodik\, Denkstil und Terminologie wurden aus anderen Disziplinen transferiert; die Mathematik wurde zur „Sprache“ der Ökonomie und die aus der Mythologie\, Theologie und Metaphysik stammenden Paradigmen\, Normative und Termini wurden eliminiert. Im 19./20. Jh. wurde die Ökonomie zur dominanten Disziplin. Mithin wurden ihre Logik\, Methodik und Begrifflichkeit für Politik und Gesellschaft bestimmend. Dies hat Konsequenzen für die „große Erzählung“ der Zeitgeschichte\, das Denken (auch anderer Disziplinen) und die Alltagssprache\, wie sich an ausgewählten Beispielen belegen lässt. \nUlrich Busch studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Finanzökonomie\, wurde 1976 zum Dr. oec. promoviert und habilitierte sich 1984 auf dem Gebiet der Finanzwissenschaft. 1987 wurde er zum ord. Dozenten für Politische Ökonomie berufen. Nach 1990 wirkte er aktiv an der Umstrukturierung der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität mit. Bis zum Eintritt in den Ruhestand war er als Dozent und Leiter wissenschaftlicher Projekte an der Humboldt-Universität\, der Technischen Universität Berlin sowie an anderen Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie im privaten Bankwesen tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Geldtheorie\, Transformation sowie ökonomische Aspekte der deutschen Vereinigung.
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DESCRIPTION:Lesung und Diskussion: \nAkteure eines Umbruchs. Männer und Frauen der Revolution von 1848/49\, Band 7\nDie Herausgeber des Bandes 7 der Reihe „Akteure eines Umbruchs“ stellen im Rahmen einer Veranstaltung des Friedhofs der Märzgefallenen am 25. Februar 2026 den vor einem Jahr erschienen neuen Band der Biografien von Männern und Frauen der Revolution von 1848/49 vor. \nOrt: Alte Feuerwache – Kulturhaus Friedrichshain\, Marchlewskistraße 6\, 10243 Berlin \nBeginn: 19 Uhr \nlink zur Veranstaltung: https://www.friedhof-der-maerzgefallenen.de/veranstaltung/lesung-diskussion-akteure-eines-umbruchs-2026/
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