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SUMMARY:Kolloquium: Kapitalismus am Limit? – Transformation im Stau: Suche nach Auswegen!
DESCRIPTION:Einladung zum Kolloquium des Arbeitskreises „Gesellschaftsanalyse“ der „Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin“   \nKapitalismus am Limit? – Transformation im Stau: Suche nach Auswegen!\n\nZeit: 7. November 2025\, von 09.00 bis 18.00 \nOrt: Berlin\, Jugendherberge am Ostkreuz\, Marktstraße (Eingang)/Ecke Kynaststr. (Raum Rheinland) \n  \nProgramm: (Link zum detaillierten Programm mit Abstracts und weiteren Hinweisen) \n08.30: Ankommen und Morgenkaffee \n  \n09.00 – 11.00 Block 1 \n Westlich-kapitalistische Gesellschaften in der Polykrise \n(Kurze Einsteuerung zum Workshop und Moderation: Michael Thomas)  \nMarkus Wissen (Berlin): Kapitalismus am Limit. Öko-imperiale Spannungen\, umkämpfte Krisenpolitik und solidarische Perspektiven \nAndrea Komlosy (Wien): Das Konzept der säkularen Transformation. Wie können wir die Wende der digitalen Akkumulation einfangen? \nDiskussion \n  \n11.05 – 11.45 Keynote  \nHans Joas (Berlin): Weltherrschaft und moralischer Universalismus    \n  \nMittagspause: 11.45 – 12.45 \n  \n12.45 – 14.45 Block 2: Multipolare Welt(um)Ordnung \n(Moderation. Dieter Segert) \nMichael Brie (Berlin): Das chinesische Jahrhundertprojekt  \nIngar Solty (Berlin): Die Vereinigten Staaten im postliberalen Kapitalismus  \nJudith Dellheim (Berlin): Europäische Union – souveräner globaler Akteur? \nDiskussion  \nKaffeepause: 14.45 – 15.05 \n\n15.05 – 17.00 Block 3: Neue gesellschaftliche Leitbilder\, Visionen\, Gestaltungschancen? \n(Moderation: Judith Enders) \nMartin Endreß (Trier): Transformationsperspektive „Resilienzen“  \nFrank Adler (Chorin): Zäsur 2020er Jahre: Düstere Aussichten – neuer „Realismus“?  \nDiskussion \n\n17.05 – 18.00: offene Schlussrunde – Anstöße\, Inspirationen    \n(Moderation: Michael Thomas)  \n\n18.00: Bei Bedarf und Interesse – gemeinsamer Ausklang \n\nOrganisatorische Hinweise: \nDer Veranstaltungsort ist erreichbar mit der S-Bahn (Berlin Ostkreuz)\, ca. 10 Min. Fußweg. Mit der Straßenbahn Linie 21 und Bus (Linie 240)\, jeweils Haltestelle Marktstraße. Fußweg ca. 4 Min. \nEs gibt Autoparkplätze auf dem Gelände (5\,- €). \nDer Raum „Rheinland“ befindet sich im Jugendbildungszentrum\, 1. Etage (das Gebäude hinter dem Theater\, links vom Haupteingang). \nAuf Grund der begrenzten Kapazität wird um eine Anmeldung bis zum 15. Oktober gebeten! (Thomas.Micha@t-online.de). \nDie Mittagsversorgung muss auf eigene Kosten erfolgen. In fußläufiger Nähe zum Veranstaltungsort gibt es zahlreiche Möglichkeiten. \nDie Gaststätte der Jugendherberge bietet ein Mittagsmenü (auch vegetarisch) für 13\,50 € an. Das muss vorher bestellt werden – also bitte bei Bedarf dafür bei der Anmeldung vermerken! Zusätzlich gibt es im Bistro der JH ein Imbissangebot. \n\nWir haben vor\, die Beiträge des Kolloquiums unter Leibniz online zu veröffentlichen. Thematisch Interessierte laden wir ausdrücklich ein\, mögliche Diskussionsbeiträge ebenfalls für die Publikation auszuarbeiten. \n 
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SUMMARY:Klassensitzung Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Bertold Unfried\, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte\, Universität Wien \nKuba und die DDR im „Sozialistischen Weltsystem“. „Internationale Solidarität“ als Entwicklungspolitik \nVor-Ort und im Netz: \nZum Erhalt der Zoom-Daten beachten Sie bitte die Angaben in der Rundmail zu den Veranstaltungen im November oder schreiben Sie eine Mail an g.hassler@leibnizsozietaet.de \n1972 wurde Kuba Mitglied des RGW. Dem war ein Jahrzehnt an Experimenten mit einem eigenständigen kubanischen Weg zum Sozialismus in Abgrenzung zum „realsozialistischen“ Modell vorhergegangen\, inclusive des Versuchs einer eigenständigen Internationale revolutionärer Befreiungsbewegungen und Staaten\, der „Tricontinentale“ 1966/67. Kuba war im RGW sowohl Empfänger als auch Geber von „Internationale Solidarität“ genannter Unterstützung. Im RGW nahm Kuba die Funktion eines Scharniers zwischen dem europäischen Zentrum des „Sozialistischen Weltsystems“ und Ländern „auf dem sozialistischen Entwicklungsweg“ an dessen Rändern ein. Als Beispiel dafür sollen die afrikanischen Staaten Äthiopien und Angola dienen. Der Vortrag soll sich auf die trilaterale und multilaterale Zusammenarbeit Kubas und der DDR mit diesen Staaten konzentrieren (1975-1990). Es sollen Formen der Zusammenarbeit zwischen Kuba\, der DDR und diesen beiden afrikanischen Ländern auf dem „sozialistischen Entwicklungsweg“ sowie Bereiche des Kontakts\, der Interaktion und der Zusammenarbeit zwischen dem entsandten kubanischen und ostdeutschen Personal und den Einheimischen zur Sprache kommen. Ein Focus liegt auf dem „Internationalismus“ in der Praxis als Weg\, mit Ungleichheit vor Ort umzugehen\, mit dieser Diversität zu leben und sie in „internationalistischen“ Begegnungen zu überbrücken. Auf der Grundlage von Archivmaterial und Interviews in Kuba und Deutschland werden insbesondere die Lebens- und Arbeitspraktiken von kubanischem zivilen „internationalistischen“ Personal – Experten\, Beratern und Lehrern – und ihre Begegnungen mit angolanischen und äthiopischen Partnern untersucht. \nAbschließend sollen die Fragen diskutiert werden\, ob und inwiefern die untersuchten Praktiken „internationalistischer“ Zusammenarbeit dem Anspruch eines „Sozialistischen Weltsystems“ Substanz verliehen\, sowie\, welche Unterschiede und Ähnlichkeiten die „Internationale Solidarität“ genannte Entwicklungspolitik der sozialistischen Länder im Vergleich mit der „Entwicklungspolitik“ des Konkurrenzsystems hatte. \nDer Vortrag präsentiert Elemente meines eben erschienenen Buchs: „Entwicklungshilfe“ und „Internationale Solidarität“: Globalisierungsunternehmen in Zeiten der Systemkonkurrenz\, Berlin-Boston: de Gruyter 2024\, und meines aktuellen Buchprojekts: „Voluntarismus“ und Plan. Kuba und die DDR im RGW\, eine Verflechtungsgeschichte. \nBerthold Unfried\, Dozent am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien\, Autor mehrerer Bücher auf dem Gebiet der Globalgeschichte. Jüngste Buchpublikation zu einer vergleichenden Geschichte der Entwicklungspolitiken der beiden deutschen Staaten im Zeitalter der „Entwicklung“ : „Entwicklungshilfe“ und „Internationale Solidarität“: Globalisierungsunternehmen in Zeiten der Systemkonkurrenz\, Berlin-Boston 2024. Aktuelle Forschungsschwerpunkte zu Politiken von „Entwicklung“ und „Internationaler Solidarität“ als Formen von Moralpolitik und politischer Ökonomie. Forschungsprojekt über Kuba und die DDR als entwicklungspolitische Akteure im RGW (https://socialist-entanglements.univie.ac.at/). \nhttps://wirtschaftsgeschichte.univie.ac.at/menschen/wissenschaftliche-mitarbeiterinnen/unfried-berthold/
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SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Peer Pasternack (Direktor des HoF\, Uni Halle-Wittenberg) \nWissenschaftsalltag und Politik in der DDR: die Auskünfte der Belletristik \nModeration: Gerda Haßler \nAls Hybridveranstaltung auch online: \nZum Erhalt der Zoom-Daten beachten Sie bitte die Angaben in der Rundmail zu den Veranstaltungen im November oder schreiben Sie eine Mail an g.hassler@leibnizsozietaet.de \nAbstrakt: \nDie fiktive Literatur bildete in der DDR paradoxerweise oft besser die wahren Verhältnisse ab. Das gilt auch für die rund 170 Titel zur DDR-Wissenschaft (von denen etwa 50 nach 1990 erschienen sind). Angefangen bei ABF-Romanen (von denen es drei gibt\, nicht nur Hermann Kants „Aula“) und Texten zur AdW (insbesondere von Helga Königsdorf und John Erpenbeck) sowie recht vielen Darstellungen zur Universität Leipzig (die von allen DDR-Hochschulen am häufigsten die Handlungsbühne ist) über NÖS-\, Kybernetik- und III.-Hochschulreform-Romanen bis hin zu desillusionierten Texten in den 80er Jahren und der ‚Abwicklungs-Belletristik‘ der 90er Jahre: Nahezu immer geht es darum\, wie sich Politik im Alltag des Wissenschaftsbetriebs spiegelte und wie das akademische Milieu mit Erwartungen\, Anforderungen und Zumutungen umging. \nCV: \nProf. Dr. Peer Pasternack (*1963): Aufgewachsen in Halle-Neustadt. Fahrzeugschlosserlehre und sechs Jahre Berufskraftfahrer\, Volkshochschul-Abitur. 1994 Diplom (Politikwissenschaft\, Universität Leipzig)\, 1998 Promotion (FB Pädagogik\, Universität Oldenburg)\, 2005 Habilitation (Soziologie\, Universität Kassel). 1989-1995 Studentensprecher der Leipziger Universität und Sprecher der ostdeutschen Konferenz der StudentInnenschaften. Seit 1991 Herausgeber der Zeitschrift „die hochschule. journal für wissenschaft und bildung“ (bis 2001 unter dem Titel „hochschule ost“). 1996-2001 Hochschulforscher und Forschungskoordinator am Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 1997-2002 Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft der Universität Leipzig. 2002-2003 Staatssekretär für Wissenschaft im Senat von Berlin. Seit 2004 Forschungsdirektor bzw. Direktor des Instituts für Hochschulforschung (HoF) an der Universität Halle-Wittenberg. Lehrveranstaltungen am Institut für Soziologie der Universität Halle. Arbeitsschwerpunkte: Hochschulpolitikanalyse\, Hochschulorganisation\, Bildung und Wissenschaft in demografisch herausgeforderten Regionen\, Wissenschaftszeitgeschichte. \nJüngste Buchveröffentlichungen: Von Campus- bis Industrieliteratur. Eine literarische DDR-Wissenschaftsgeschichte\, Baden-Baden 2024; Die vier Dimensionen des ostdeutschen Wissenschaftsumbaus ab 1990. Strukturen und Personal\, akademische Kultur und wissenschaftliche Inhalte\, Halle-Wittenberg 2025; NomosHandbuch Hochschulforschung. Forschung über Hochschule und Wissenschaft\, Baden-Baden 2025 (Hrsg. mit Gabi Reinmann u Christian Schneijderberg)
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SUMMARY:Klassensitzung Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 13. November 2025 \n15:30–18:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften in Kooperation mit der Gesellschaft für Kybernetik (GfK) \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/68499748652?pwd=RVcIQDiIxbFMWvxzJrBWOQ0YCho9ao.1\nMeeting-ID: 684 9974 8652 \nIm Rahmen der Veranstaltung wird der Heinz-von-Foerster-Preis an Wolfgang Hofkirchner (MLS) verliehen. \nProgramm: \nBegrüßung\, Einführung: Gerhard Pfaff (MLS)\, Hanspeter Loewen (GfK) \nFestvortrag: Frank Adloff (Universität Hamburg) \nZukunft als Katastrophe? Wirkliches und Mögliches in der Klimakrise\nVerleihung des Heinz-von-Foerster-Preises für Organisationskybernetik an Wolfgang Hofkirchner (MLS) \nLaudatio: Christian Fuchs (MLS\, Universität Paderborn) \nDankesworte des Geehrten \nUmtrunk \nVortrag: \nFrank Adloff (Universität Hamburg) \nZukunft als Katastrophe? Wirkliches und Mögliches in der Klimakrise \nAbstract: \nDie Zukunft ist zwar offen\, aber sicher nicht rosig: Während die Emissionen steigen und die Politik versagt\, steuern wir momentan auf eine Ära der „Klimabarbarei“ zu – eine Zukunft der Exklusionen und Grausamkeiten im Umgang mit der Katastrophe. In dieser Situation sind die Wissenschaften aufgefordert\, sowohl die reale Gefahr gesellschaftlicher Zusammenbrüche analytisch ernst zu nehmen als auch gesellschaftspolitische Handlungsperspektiven zu entwerfen. Anstelle unrealistischer Masterpläne für eine „Große Transformation“ plädiert der Vortrag für eine hybride Strategie: eine kreative Bricolage aus ökologischer Modernisierung\, Nischenexperimenten und langfristigen Transformationsbemühungen. Es geht darum\, den Möglichkeitsraum zwischen technokratischem Optimismus und apokalyptischem Defätismus auszuloten. \nVita: \nFrank Adloff ist Professor für Soziologie an der Universität Hamburg und dort einer der Leiter der DFG-Kolleg-Forschungsgruppe „Zukünfte der Nachhaltigkeit“. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Konvivialität und Gabe\, Gesellschaft und Natur\, Nachhaltigkeit\, Zivilgesellschaft und alternatives Wirtschaften. Aktuelle Publikation: Wirkliches und Mögliches in der Klimakrise. Die Sozialwissenschaften im ökologischen Wandel. Bielefeld: transcript (2026)
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SUMMARY:Raumfahrthistorisches Kolloquium
DESCRIPTION:Gemeinsame Veranstaltung der \nLeibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin\, der Stiftung Planetarium Berlin und der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt Lilienthal-Oberth (DGLR) \nAm 29. November 2025\, 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr\nVeranstaltungsort:\nEinstein-Saal\, Archenhold-Sternwarte Alt-Treptow 1\, 12435 Berlin\nNoch nicht barrierefrei \nEinladung als Flyer (pdf) \nProgramm\nBegrüßung und Einleitung: \nDr. Dietrich Spänkuch\, MLS \n10.00 Uhr – 10.10Uhr \n  \nVorträge \n  \nModeration: Dr. Dietrich Spänkuch\, MLS \n10.10 – 11.00 \nProf. Dr. Tilman Spohn \nZur Geschichte der Planetenforschung in Deutschland \n  \n11.00 – 11.45 \nProf. Dr. Frank Spahn\, MLS \nBesuch beim „Herrn der Ringe“ – die Cassini-Mission \n  \n11.45 – 12.20 \nMichael Tilgner \nEinsteins Relativitätstheorie und die\nRaumfahrtpioniere \n12.20 – 13.15 \nMittagspause \n  \nVorträge \n  \nModeration: Dr. Olaf Przybilski \n13.15 – 14.00 \nProf. Dr. Dietrich Manzey \nGeschichte der Raumfahrtpsychologie \n  \n14.00 – 14.45 \nDr. Fabian Eilingsfeld\, Prof. Hakan Kayal und Dr. Christian Gritzner \nGedenken zum 100. Geburtstag von Prof. Dr. Heinz-Hermann Koelle (1925-2011) \n  \n14.45– 15.15 \nKaffeepause \n  \nModeration: Dr. Christian Gritzner \n15.15 – 15.45 \nDr. Olaf Przybilski \nAlbin Franz Sawatzki \n  \n15.50 – 16.20 \nDr. Wolfgang Both \n100 Jahre Hohmann-Bahnen \n  \nSchlusswort \nDr. Dietrich Spänkuch\, MLS \n\nAbstracts der Vorträge: \nTilman Spohn \nZur Geschichte der Planetenforschung in Deutschland \nDie Geschichte der Planetenforschung im mitteleuropäischen Raum kann man mit Nikolaus Kopernikus (1473-1543) und Johannes Kepler (1571 – 1630) beginnen lassen. Sie überwanden das bis dahin gültige Weltbild des Aristoteles\, demzufolge die Erde im Zentrum des Universums steht. Kepler beschäftigte sich darüber hinaus intensiv mit der bis heute offenen Frage nach extraterrestrischem Leben und begründete mit seinem posthum veröffentlichten Werk „Somnium” über das Leben auf dem Mond die literarische Gattung der Science-Fiction. Während die frühen Forschungen noch auf Beobachtungen mit einfachen astronomischen Hilfsmitteln und später mit Teleskopen basierten\, bedeutet die im 20. Jahrhundert beginnende Raumfahrt\, an der sich Wissenschaftler aus beiden deutschen Nachkriegsstaaten beteiligten\, einen Paradigmenwechsel. Hier sind vor allem die Missionen des Apolloprogramms zu nennen\, die einen bedeutsamen Schub in der öffentlichen Wahrnehmung mit sich brachten\, aber auch die späteren robotischen Raumfahrtmissionen von ESA\, Nasa und der Sowjetunion. Der Vortrag spannt einen Bogen vom Beginn der Planetenforschung bis zu den gegenwärtigen Missionen und würdigt die besonderen Beiträge einiger Pioniere der modernen Planetenforschung aus Deutschland. \nFrank Spahn \nBesuch beim „Herrn der Ringe“ – die Cassini-Mission \nWir laden die Zuhörer zu einer fantastischen Reise „an Bord“ der Raumsonde Cassini in die Welt des „Herrn der Ringe“\, Saturn\, ein – werden sie mit der Strukturvielfalt seiner Planetenringe bekannt machen und in die Welt der Eissatelliten Saturns entführen. Die wohl spektakulärste Entdeckung bezüglich der Welt der Eistrabanten Saturns sind die Kryo-Geysire des nur 450km großen Eismondes Enceladus – der wesentlichen Quelle des größten Ringes von Saturn: dem E-Ring! Natürlich darf die von Methanflüssen zerklüftete und mit Methanseen\, -meeren und auch Dünen bedeckte Oberfläche des Mondriesen Titan nicht fehlen\, der von einer dichten Atmosphäre umhüllt wird. \nSchwerpunkt des Vortrages bilden allerdings Strukturbildungen in den dichten\, granularen Eisringen Saturns\, die wesentliche Analogien zu Prozessen der Planetenentstehung in präplanetaren Scheiben um junge Sterne zulassen! Außerdem ist diese Fokussierung wesentlich durch den Schwerpunkt der Forschungen des Referenten motiviert. \nMichael Tilgner \nEinsteins Relativitätstheorie und die Raumfahrtpioniere \nDie Relativitätstheorie wurde in den 1920er und 1930er Jahren in der Öffentlichkeit – und auch unter den Raumfahrtpionieren – kontrovers diskutiert. Neben begeisterter Zustimmung gab es auch harsche Ablehnung\, teils mit antisemitischem Einschlag. Überraschend ist auch\, dass in dieser Zeit schon untersucht wurde\, welche Auswirkungen die Spezielle Relativitätstheorie auf das Raumfahrtproblem hat! Der Vortrag stellt einige Positionen vor\, die die Raumfahrtpioniere seit den 1920er Jahren zur Relativitätstheorie vertreten haben. Sie reichen von allgemeinen Erörterungen über Raum und Zeit (Johannes Winkler) bis zu einer imaginären Reise zu den Sternen (mit Eugen Sängers Photonenrakete). \nDietrich Manzey \nGeschichte der Raumfahrtpsychologie \nRaumfahrtpsychologie beschäftigt sich mit allen Aspekten des Verhaltens und Erlebens von Astronautinnen und Astronauten unter den extremen Arbeit- und Lebensbedingungen in einem Weltraumhabitat. Dabei können zwei Perspektiven unterschieden werden. Raumfahrtpsychologie als Wissenschaft beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Weltraummissionen auf die menschliche Psyche\, namentlich Leistungsfunktionen\, Befindlichkeit und soziale Interaktionen.  Im Rahmen einer mehr praktisch orientierten operativen Raumfahrtpsychologie geht es vor allem Fragen der psychologischen Auswahl\, Vorbereitung und Unterstützung von Astronauten und Astronautinnen\, umso sicherzustellen\, dass sie die psychologischen Herausforderungen während ihres Aufenthaltes im Weltraum bestmöglich bewältigen. \nDer Vortrag zeichnet die Entwicklung beider Stränge der Raumfahrtpsychologie im Rahmen russischer\, amerikanischer und europäischer Raumfahrtprogramme seit dem Beginn der bemannten Raumfahrt im Jahr 1961 nach. Dabei werden historisch zwei Zeitabschnitte unterschieden. \nDer erste Abschnitt umfasst die Zeit bis etwa Anfang/Mitte der 1990er Jahre. Während dieser Zeit lag der Fokus raumfahrtpsychologischer Aktivitäten vor allem im operativen Bereich. Entsprechend der unterschiedlich akzentuierten Raumfahrtprogramme und kulturell unterschiedlicher Perspektiven auf die Psychologie\, unterschieden sich dabei Umfang und Art der Aktivitäten. Während im Rahmen russischer Raumfahrtprogramme von Anbeginn der psychologischen Auswahl und später Unterstützung von Kosmonauten eine große Bedeutung zugeschrieben wurde und in Europa ab 1977 zumindest umfangreiche Verfahren der psychologischen Auswahl von Astronautinnen und Astronauten entwickelt wurden\, führten operative raumfahrtpsychologische Aktivitäten bei der NASA nur ein stiefmütterliches Dasein. Raumfahrtpsychologie als Wissenschaft fand in diesen Jahren\, abgesehen von ersten Simulationsstudien im Institut für Biomedizinische Probleme in Moskau kaum statt. \nDer zweite Abschnitt reicht von etwa Mitte der 1990er Jahre bis heute. Auf ihm wird der Schwerpunkt des Vortrags liegen. Vor allem durch die Öffnung der russischen Raumfahrtprogramme auch für west-europäische und amerikanische Astronautinnen und Astronauten\, die für die ESA und NASA neue Möglichkeiten für Langzeitmissionen eröffneten\, und dann schließlich die internationale Zusammenarbeit beim Aufbau und Betrieb der Internationalen Raumstation (ISS)\, hat die Raumfahrtpsychologie in diesem Zeitraum enorm an Bedeutung gewonnen. Der Vortrag wird diese Entwicklung am Beispiel der im Rahmen des ISS Programms implementieren operativen psychologischen Maßnahmen\, als auch der gewachsenen Bedeutung raumfahrtpsychologischer Forschung im Rahmen von Simulationsstudien und Antarktismissionen nachzeichnen. \nFabian Eilingsfeld\, Hakan Kayal und Christian Gritzner \nGedenken zum 100. Geburtstag von Prof. Dr. Heinz-Hermann Koelle (1925-2011) \nAm 22. Juli 2025 wäre Prof. Dr. Heinz-Hermann Koelle (1925–2011) 100 Jahre alt geworden. Er gründete 1948 die Gesellschaft für Weltraumforschung (GfW) neu\, die 1969 in die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) einging. In den USA war er an der Entwicklung der Mondrakete Saturn V und anderen Raumfahrtprojekten beteiligt. Von 1965 bis 1991 war er Professor an der Technischen Universität Berlin und führte bis zu seinem Lebensende Studien zu Mondstationen durch. Dieser Vortrag ist ein Rückblick auf sein Leben und Wirken. \nOlaf Przybilski  \nAlbin Franz Sawatzki \nWill man wissenschaftliche und genealogische Forschungen zu Ingenieuren des Krieges im Dritten Reich betreiben und dabei sich recht unbekannten Personen zuwenden\, wird schnell eine Erkenntnisgrenze erreicht. Liegen schließlich die Ereignisse mit den Protagonisten rund acht Jahrzehnte zurück. Und doch reizen einen gerade diese Personen\, da sie maßgeblich in die Geschehen um die technischen und technologischen Herausforderungen der vierziger Jahre in Deutschland in Verbindung mit ihren möglichen persönlichen Verfehlungen gegenüber Häftlingen und Zwangsarbeitern involviert waren. \nÜber den Diplomingenieur Albin Sawatzki (geb. am 06.10.1909 in Weissfluss\, Kreis Neustadt\, nähe Danzig)\, der am 1. Mai 1945 einen rätselhaften Tod in Warburg gefunden haben soll\, liest man öffentlich kaum etwas. \nDer Vortragende befindet sich bereits seit etwa fünf Jahren „auf der Spur“ des Sawatzki. Er fand seinen deutschen Wohnort nach der Flucht aus dem 1920 polnisch gewordenen Kreis Neustadt\, konnte seine drei Geschwister eruieren\, entdeckte seine Gattin Hildegard und verfolgte seinen Arbeitsweg von Bochum über Berlin nach Kassel und von dort nach Peenemünde und Nordhausen ins Mittelwerk. Dort avancierte er zum Architekten für die Serienfertigung von Flüssigkeitsgroßraketen. \nDer Vortrag stellt alle derzeit vom Referenten entdeckte Informationen zu Sawatzki vor\, die weit über dem hinaus gehen\, was derzeit öffentlich über ihn zu lesen ist. Und die Hörer werden überrascht werden\, welches neue Gesamtbild über Sawatzki gezeichnet wird. \nWolfgang Both \n100 Jahre Hohmann-Bahnen \nVor 100 Jahren erschien Walter Hohmanns Buch über „Die Erreichbarkeit der Himmelskörper“ im Münchner Oldenbourg-Verlag. In ihm legte er Berechnungen für die Flugbahnen künstlicher Himmelskörper zu den Planeten vor\, die heute noch Gültigkeit haben. Dieses Geburtstages soll kurz gedacht werden. \n  \nzu den Autoren: \nWolfgang Both (*1950) war nach dem Studium der Informationstechnik an der Technischen Hochschule Ilmenau (Diplom 1973) und Assistenzzeit (Promotion Dr.-Ing. 1979) am Zentralinstitut für Optik und Spektroskopie in Berlin-Adlershof beschäftigt. Im Rahmen der Industrieforschung wurden optoelektronische Bauelemente entwickelt. 1991 wechselte er zum Projektträger für Informationstechnik des Bundesministeriums für Forschung und Technologie und 1994 in die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft. In beiden Institutionen war er für Technologieförderprogramme in seinem Fachgebiet zuständig. Seit 2015 ist er im Ruhestand und widmet sich seinen Interessen Science-Fiction und Raumfahrtgeschichte. Er ist Autor mehrerer Bücher und Artikel zu diesen Themen. Im Jahr 2020 erschien das Standardwerk „Kulturaufgabe Weltraumschiff“ über die frühe Raketenentwicklung im Zeitraum 1923 – 1933. \nFabian Eilingsfeld studierte an der TU Berlin Luft- und Raumfahrttechnik\, u.a. bei Prof. Dr. H.H. Koelle. Er ist Senior-Projektmanager bei der IABG mbH in Ottobrunn und Gastdozent für Raumfahrtkostenschätzung an der Technischen Universität München. \nChristian Gritzner studierte von 1986 bis 1992 an der TU Berlin Luft- und Raumfahrttechnik\, u.a. bei Prof. Dr. H.H. Koelle. Er promivierte 1996 an der TU Berlin bei Prof. Dr. R. Lo über Systeme zur Abwehr erdnaher Asteroiden und Kometen. Nach mehreren beruflichen Stationen in Forschung\, Industrie und Lehre ist Dr. Gritzner seit 2005 Mitarbeiter der Deutschen Raumfahrtagentur in Bonn und seit 2008 in der Abteilung Erforschung des Weltraums tätig. Dort ist er seit 2016 Gruppenleiter für das Teilprogramm Sonnensystem-Missionen. Er ist seit 1990 DGLR-Mitglied\, war 20 Jahre lang Mitglied des Senats der DGLR und ist aktiv als Leiter der Fachgruppe R3 „Raumfahrt und Gesellschaft“ und als Mitglied des Redaktionsbeirates. \nHakan Kayal studierte an der TU Berlin Luft- und Raumfahrttechnik\, u.a. bei Prof. Dr. H.H. Koelle. Er ist Professor für Raumfahrttechnik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Seine Forschungsthemen umfassen die Entwicklung und den Betrieb von Raumfahrtsystemen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Raumfahrttechnologien für extraterrestrische Raumfahrtmissionen. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Erforschung von Unidentified Anomalous Phenomena (UAP) und die Suche nach extraterrestrischer Intelligenz (SETI). \nDietrich Manzey ist pensionierter Professor der Technischen Universität Berlin (TU) Berlin\, an der er von 2003-2022 das Fachgebiet für Arbeits-\, Ingenieur- und Organisationspsychologie leitete. Er promovierte 1988 an der Universität Kiel und habilitierte sich 1999 mit raumfahrtpsychologischen Arbeiten an der Universität Marburg. Von 1987 bis 2001 arbeitete er für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Hamburg\, wo er sowohl an psychologischen Eignungsuntersuchungen von Piloten\, Fluglotsen und Astronauten beteiligt war\, als auch raumfahrtpsychologische Forschungsarbeiten im Rahmen von Raumfahrtmissionen und Simulationsstudien durchführte.  Seit 1998 fungiert Dietrich Manzey als psychologischer Berater für das europäische Astronautenzentrum der ESA in Köln. In dieser Funktion vertritt er die ESA in der ISS Human Behavior and Performance Working Group\, die das ISS Programm in Hinblick auf psychologische Fragen berät\, und ist auch in die psychologische Unterstützung europäischer Astronauten und Astronautinnen bei Langzeitmissionen zur ISS eingebunden. Zusammen mit dem Amerikaner Nick Kanas hat er 2003 (2. Aufl. 2008) im Springer-Verlag das Buch „Space Psychology and Psychiatry“ veröffentlicht\, das 2004 mit dem International Academy of Astronautics Life Sciences Book Award ausgezeichnet wurde. Insgesamt umfasst sein wissenschaftliches Werk mehr als 170 Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften\, Büchern und Kongressbänden.   \nOlaf Przybilski (*1960) studierte von 1981 bis 1986 in Dresden Maschinenbau an der Hochschule für Verkehrswesen „Friedrich List“ (HfV)\, wo er auch 1991 promovierte. Anschließend war er bis Februar 2016 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Luft- und Raumfahrttechnik\, Professur für Raumfahrtsysteme an der TU Dresden tätig mit einem breiten Fächerspektrum in der Lehre\, mit selbstständiger Lehr- und Forschungstätigkeit und als Projektleiter. Seit dem Flug des Menschen zum Mond begann sein Interesse an der Raumfahrt. 1986 war er Gründungsmitglied des „Arbeitskreises Raumfahrt“ beim Kulturbund der DDR und darin Leiter der Arbeitsgruppe Dokumentation. Insgesamt erschienen von ihm zahlreiche Veröffentlichungen in den internen Mitteilungen\, vorrangig über russische bemannte Raumfahrtmissionen und der deutschen Raketentechnik. Seine Forschungen zur Geschichte der Raketentechnik untersuchen die Raketen-Antriebstechnik des deutschen Heereswaffenamtes als technische Vorbilder für die Anwendung in der sowjet-russischen\, französischen und amerikanischen Raketentechnik. Der erste Band über die „Raketentriebwerke aus dem deutschen Heereswaffenamt“ erschien 2014\, aktualisiert August 2015 und Februar 2017. Auf seiner Website www.raketenspezialisten.de veröffentlicht er regelmäßig seine Forschungsergebnisse aus der Geschichte der Raketentechnik und Raumfahrt. Dr. Przybilski ist Vorsitzender des „Sächsischen Vereins für historisches Fluggerät e.V.“\, Herausgeber der „Raketen*Post“\, einem Infoblatt der „Raketenspezialisten in der Sowjetunion“ und ehemaliger\, langjähriger Leiter der DGLR-Bezirksgruppe Dresden\, ehemaliges Senatsmitglied und Leiter des DGLR Fachbereiches R3.3 „Geschichte der Raumfahrt“. Zuletzt wirkte er als Projektingenieur Raumfahrt in der „Air and Missile Defence Consulting GmbH“ bei München. \nFrank Spahn (*1955) begann seine berufliche Laufbahn im September 1983 am Institut für Kosmosforschung der AdW der DDR in Berlin-Adlershof nach erfolgtem Physik-Studium an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg. Dort promovierte er mit einem Thema zur theoretischen Modellierung der Bildung kosmischer Strukturen. In seiner Dissertation mit dem Titel „Gravitative Streuung in planetaren Ringen – ein Strukturbildungsmodell“ prognostizierte er „propellerartige Dichtestrukturen“\, die von in den Ringen eingebetteten Kleinstmonden (sogenannten Moonlets) verursacht werden und die 18 Jahre später von der Raumsonde Cassini in großer Zahl entdeckt wurden. Nach Habilitation an der Universität Potsdam wurde er dort 1999 zum Privatdozenten und 2006 zum außerplanmäßigen Professor berufen. Er ist seit 2014 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. \nTilman Spohn war von 1984 bis 2016 Professor für Planetologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität und von 2004 – 2017 Direktor des DLR-Instituts für Planetenforschung in Berlin-Adlershof\, er war executive Director des International Space Science Institutes ISSI Bern 2019 – 2022 und Principal Investigator MUPUS/Rosetta-Philae\, HP3/InSight und BELA/BepiColombo 2007-2017. Er ist Fellow der American Geophysical Union und Mitglied der Academy of Astronautics und Academia Europaea. \nMichael Tilgner (*1949 Hamburg) arbeitete nach dem Studium der Mathematik und Astronomie in Hamburg in verschiedenen Unternehmen im Bereich der kommerziellen Datenverarbeitung. Neben dieser Berufstätigkeit hielt er bis zum Anfang der 1990er Jahre regelmäßig Vorträge am Planetarium Hamburg\, vorwiegend zu kosmologischen Themen\, und führte astronomische Kurse an der VHS Hamburg durch. Nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben 2011 widmet er sich u.a. der frühen Geschichte der Raumfahrt. Über die Ergebnisse seiner Studien berichtete er in Vorträgen auf den Raumfahrthistorischen Kolloquien in der Archenholdsternwarte (Berlin)\, auf den Tagen zur Raumfahrtgeschichte\, die im Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum (Feucht) abgehalten werden\, auf dem History Symposium des International Astronautical Congress 2018 (Bremen) und bei anderen Gelegenheiten.
URL:https://leibnizsozietaet.de/event/raumfahrthistorisches-kolloquium/
LOCATION:Archenhold-Sternwarte\, Alt-Treptow 1
CATEGORIES:Arbeitskreise,Veranstaltungen
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