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SUMMARY:April Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften veranstaltet ihre April-Sitzung am  09.April 2015.\nEs wird der folgende Vortrag gehalten und diskutiert: \n Lothar Kolditz (MLS): \nDie große Datenflut – Theorien\, Modelle und Berechenbarkeit \n09. April 2015\, 10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Kolditz ist Chemiker. Er wurde 1969 zum Korrespondierenden\, 1972 zum Ordentlichen Mitglied der 1700 von Leibniz begründeten Gelehrtengesellschaft gewählt\, der heutigen Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\nNach Promotion (1954) und Habilitation (1957) war er 1957 – 1959 Professor mit Lehrauftrag für Spezialgebiete der anorganischen Chemie und Radiochemie an der Technischen Hochschule für Chemie Leuna-Merseburg\, 1959 – 1962 Professor mit vollem Lehrauftrag für anorganische Chemie und Direktor des Anorganisch-Chemischen Instituts der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie 1962 – 1980 Professor mit Lehrstuhl für anorganische Chemie und Direktor des I. Chemischen Instituts der Humboldt-Universität. 1972 – 1980 leitete er die Sektion Chemie der Humboldt-Universität und 1980 – 1990 das Zentralinstitut für Anorganische Chemie der Akademie der Wissenschaften der DDR. \nAbstract:\nUnser Zeitalter ist durch Big Data geprägt\, und damit ist die digitale Revolution im Gange\, die nach über 200 Jahren auf die industrielle Revolution folgt. Wie zu Anfang jeder Revolution gibt es Einschätzungen\, die noch nicht genügend abgeklärt sind und vor euphorischer Begeisterung über das Ziel hinaus schießen.\nSo vertritt Chris Anderson  [1\, S.124/130] in einem Beitrag zum Buch „Big Data – das neue Versprechen der Allwissenheit“ die Meinung\, dass durch die Datenflut und die Supercomputer das Ende der Theorie herbeigeführt wird und die wissenschaftliche Herangehensweise mit Hypothesenbildung\, Theorien-  und Modellentwicklung veraltet ist. Stephen Wolfram  (A New Kind of Science 2002) [vgl. 2\, S.103] kommt angesichts der Leistungsfähigkeit von Supercomputern zu der Meinung\, dass Computereinsätze an die Stelle von mathematischen Beweisen und Theorien treten werden und Problemlösungen empirisch zu finden seien.\nDiese Ansichten verkennen den ordnenden Charakter von Theorien und Modellen und beachten nicht\, dass diese Regeln enthalten oder auch Gesetze\, die ein bestimmter für ihr Gebiet zutreffender Datensatz befolgt.\nAus Theorien folgen Bilder für die Realität\, die Modelle genannt und verifiziert oder falsifiziert werden können. Im Ergebnis dieses Prozesses werden Modelle und übergeordnete Theorien korrigiert und der Realität weiter angenähert. Theorien und Modelle treffen immer nur für einen bestimmten Bereich zu\, dessen Grenzen anzugeben sind.\nFür die Auswertung der Daten muss dem Computer eine Vorschrift gegeben werden\, die einer bloßen empirischen Auswertung übergeordnet ist. Ohne Anweisung für den Computer kann es zu Musterentwicklung kommen\, aber nicht zu verwertbaren Theorien.\nAuf die ordnende Funktion von Theorien und Modellen bei Datensammlungen kann trotz Supercomputer nicht verzichtet werden\, eine Auffassung\, die auch Klaus Mainzer [2] in seinem Buch „Die Berechnung der Welt – von der Weltformel zu Big Data“ teilt.\nZu Computerexperimenten hat Gabriele Gramelsberger [3] ein Buch vorgelegt\, das analytisch die historische Entwicklung des Rechnens im Hinblick auf den heutigen Computereinsatz sehr gut beleuchtet. Die Computerexperimente\, die sie beschreibt\, verarbeiten Messwerte und sollen als geordnete Computerexperimente bezeichnet werden im Gegensatz zu den empirischen ungeordneten Experimenten  Wolframs.\nDie Auswertung der allgemein im Netz vorhandenen Daten sind durch Suchfunktionen gegeben\, die sich in ständiger Weiterentwicklung befinden. Sie beziehen sich nicht nur auf naturwissenschaftliche und technische Bereiche\, sondern haben längst auch das Gebiet der Sozial- und Geisteswissenschaften erobert.\nAngesichts der hohen Rechenkapazität der Supercomputer oder von im Netzwerk zusammengeschlossenen Computern ergibt sich die Frage\, ob Grenzen der Berechenbarkeit existieren.  Diese Betrachtung erfolgt nicht ausschließlich nach den Regeln der Berechenbarkeitstheorie der theoretischen Informatik\, die an Maschinen gebunden ist. Von Maschinen soll vielmehr abstrahiert werden. Es wird der Unvollständigkeitssatz von Kurt Gödel einbezogen sowie die Chaostheorie. In diesem Zusammenhang wird auch die Frage nach der Weltformel erörtert.\nLiteratur\n[1] Big Data  – das neue Versprechen der Allwissenheit\, Redaktion Heinrich Geiselberger und Tobias Moorstedt\, Suhrkamp Verlag Berlin 2013\, 309 S.\n[2] Klaus Mainzer\, die Berechnung der Welt – von der Weltformel zu Big Data\, Verlag C.H. Beck\, München 2014\, 352 S.\n[3] Gabriele Gramelsberger\, Computerexperimente – zum Wandel der Wissenschaft im Zeitalter des Computers\, transscript Verlag Bielefeld 2010\, 313 S.
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SUMMARY:April-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften veranstaltet ihre April Sitzung am 09.April 2015. Es wird der Folgende Vortrag gehalten und zur Diskussion gestellt. \nRaj Kollmorgen (MLS):\nNach der Moderne kommt die (Neo-)Moderne? Theoretisch-konzeptuelle und zeitdignostische Überlegungen zur modernen Gesellschaft \n09. April\, 10.00 bis 12.00 Uhr\nOrt: Balkonsaal \nC.V.:\nProf. Kollmorgen ist Soziologe und Gesellschaftstheoretiker sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2013. Nach dem Studium der Philosophie\, der Gesellschaftswissenschaften und der Volkswirtschaftslehre wurde er 1999 in Soziologie promoviert. Die Habilitation erfolgte 2010.\nZwischen 1992 und 2013 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter\, Assistent\, Dozent und Professor an verschiedenen Einrichtungen u.a. in Halle\, Berlin\, Jena\, Magdeburg\, Toronto\, Erfurt und Cluj-Napoca (Rumänien). Seit März 2013 hat er die Professur für Management sozialen Wandels an der HS Zittau/Görlitz inne und leitet da den Master-Studiengang „Management sozialen Wandels“. Hier geht es ihm vor allem um Theorie und Empirie sozialen Wandels\, Sozialstruktur- und Ungleichheitsanalyse\, Stadt- und Regionalforschung\, politische Soziologie\, Organisationssoziologie\, Methoden empirischer Sozialforschung sowie Europäisierungs- und Globalisierungsforschung.\nSeine Forschungsschwerpunkte sind Postsozialistische und sozial-ökologische Transformationen\, Transformationen moderner Gesellschaften und Prozesse sozialen Wandels\, politische Soziologie sozialer Ungleichheit\, Europäisierungsprozesse sowie Sozial- und Gesellschaftstheorie. \nAbstract:\nObgleich Theorien der modernen Gesellschaft auf eine lange Tradition zurückblicken können\, sind sie nicht veraltet\, sondern gehören auch heute zum Kanon soziologischer „Großtheorien“ und zeitdiagnostischer Deutungsversuche.\nDabei erlebte der soziologische Modernediskurs in den vergangenen dreißig Jahren elektrisierende Wenden. Während in den 1980er Jahren die These einer aufkommenden Postmoderne dominierte\, erfuhren nach dem Epochenumbruch 1989 klassisch orientierte Modernisierungs- und Modernetheorien eine furiose Renaissance. Zugleich wurden Versuche gestartet\, die tradierten Thesen und Modelle zeitdiagnostisch umzuarbeiten. Prominent waren und sind Konzeptionen der „reflexiven Modernisierung“ oder „Zweiten Moderne“\, wie sie etwa von Anthony Giddens und Ulrich Beck seit den frühen 1990er Jahren elaboriert wurden. Die heutige Lage in der Debatte um moderne Gesellschaften ist unübersichtlich. Ansätze\, die den (epochalen) Bruch zwischen „Erster“ und „Zweiter Moderne“ thematisieren\, werden von Konzeptualisierungen kritisiert\, die eher Kontinuitäten identifizieren. Kulturell ansetzende Modellierungen konkurrieren mit neomarxistischen oder institutionenfundierten Zugängen. Mindestens eine Orientierung teilen aber alle hegemonialen Modernetheorien der Gegenwart: Der „Westen“ ist ihnen Hort und aktueller Impulsgeber der Moderneentwicklung\, wohingegen der „Osten“ und der „Süden“ als Peripherie oder Gegenprojekte fungieren.\nDer Vortrag setzt an dieser Lagebestimmung an und unternimmt einerseits den Versuch\, die Theorie moderner Gesellschaften in zeitdiagnostischer Absicht kritisch zu reformieren\, wobei die Ideen dreier historischer Moderneformationen sowie der gegenwärtig wirkmächtigen Neomoderne im Zentrum stehen. Andererseits wird deren Kontur und Entwicklungslogik unter ausdrücklichem Einbezug von Gesellschaftsentwicklungen in der südlichen und vor allem östlichen (Semi-)Peripherie der Weltgesellschaft diskutiert. Auch die Gegenwartsmoderne und ihre Zukunft lässt sich nur als globale (Neo-)Moderne angemessen thematisieren und begreifen.
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SUMMARY:April-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät lädt ein zur öffentlichen April-Plenarsitzung am 09. April 2015. Die Sitzung wird als Ehrenkolloquium veranstaltet. \n„… dass Vernunft in der Geschichte sei.“\nEhrenkolloquium zum 85. Geburtstag von Wolfgang Eichhorn (MLS)\n09. April 2015\, 13.30 bis 15.30 Uhr\nOrt: BVV-Saal \nProgramm: (Moderation Prof. Dr. Hans-Otto Dill) \nEröffnung: Prof. Dr. Gerhard Banse\, Präsident der Leibniz-Sozietät \n\nHerbert Wöltge (Berlin\, ML): Laudatio: Wolfgang Eichhorn – Initiator und Gestalter der Leibniz-Sozietät\nWolfgang Küttler (Berlin\, ML): Formation\, Revolution und Transformation. Wie ist vernünftige Geschichtsgestaltung möglich?\nHelga Schultz (Berlin\, ML): Über Tradition und Geschichte in postmodernen Zeiten\nMatthias Middell (Leipzig\, ML): Neue Diskussionen um die Erklärung der Französischen Revolution\n\nSchlusswort: der Jubilar \n 
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