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SUMMARY:Arbeitskreis "Prinzip Einfachheit"
DESCRIPTION:Do.\, 21. März 2013 \nArbeitskreis „Prinzip Einfachheit“: 10.30 Uhr\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, 10551 Berlin (U-Bahnhof Turmstraße)\, Kleiner Saal \nVortrag Prof. Dr. Lutz-Günther Fleischer (Berlin): Informationen und Entropien: Komplexe Werk- und Denkzeuge des Prinzips Einfachheit \nC.V.:\nProf. Fleischer (74) ist Verfahrenstechniker und Mit­glied der Leibniz-Sozietät seit 2004\, deren Klasse Naturwissenschaften er als Sekretar vorsteht. Bis zur Emeritierung leitete er das Fachgebiet Lebensmittelverfahrenstechnik an der Technischen Universität Berlin sowie das traditionsreiche Berliner Zuckerinstitut und war Dekan der Fakultät für Prozesswissenschaften der Technischen Universität. \nAbstract:\nDer Arbeitskreis ‚Prinzip Einfachheit‘ der Leibniz-Sozietät hat sich unter verschiedenen Blickwinkeln mit der Einfachheit als Wirk-\, Erkenntnis- und Gestaltungsprinzip auseinandergesetzt und dazu gut begründete Standpunkte sowie verallgemeinerungsfähige  Erkenntnisse publiziert. (siehe vor allem: E.Sommerfeld et al.\, 2011; R. März\, 2011; W. Ebeling\, 2012). Einige dieser inhaltlichen Ergebnisse und offenen Fragen werden in die Betrachtungen einbezogen – revisited.\nDas methodische und praktische Problem des kontextuell zielgerichteten Vereinfachens stellt sich aus den speziellen Perspektiven der einzelnen Wissenschaftsgebiete – und grenzüberschreitend inter- sowie transdisziplinär  – für komplexe Real- und Theoriensysteme mit ihrer Vielzahl und Vielfalt von Elementen und Relationen sowie deren gefächterte Funktionalitäten unter strukturellen und funktionellen Aspekten. Es besitzt maßgebliche wissenschaftliche und naturgemäß wesentliche weltanschauliche Facetten.\nDie exponierten\, originär physikalischen\, inzwischen – aus guten Gründen – ihrem Ursprungsfeld entwachsenen (aber in ihm stetig verwurzelten) Begriffe (ggf. Größen) Informationen und Entropien fungieren als komplexe Werk- und Denkzeuge des Prinzips Einfachheit. Obwohl beide Kategorien einem Trilemma unterliegen (oder vielleicht sogar wegen der Mehrdeutigkeit und ihrer Vielfalt in der Tiefenstruktur) gehören sie in jeglicher Technologie als komplexe Werk- und Denkzeuge zum Ensemble der maßgeblichen Arbeitsmittel. Technologien subsumieren generell den Modus\, die Art und Weise\, die Verfahren und Strategien\, mit denen der affektiv\, aktional (sensomotorisch) und kognitiv agierende Mensch mit ihm natürlich gegebenen (physischen\, psychischen) oder eigens dafür geschaffenen (artifiziellen) Mitteln und Methoden (Arbeitsmitteln)\, die Arbeitsgegenstände: Stoffe\, Energien\, Informationen bearbeitet\, verarbeitet und umwandelt. Informationen sind sowohl unverzichtbare Arbeitsmittel\, als auch Arbeitsgenstand. Das gilt in ausgezeichneter Weise für den Spezialfall der sich konsolidierenden Kognitionstechnologien. In ihrem Gefolge nimmt der Mensch Informationen aus seiner Umgebung auf\, be-und verarbeitet sie intern und extern\, orientiert und reguliert sein Handeln demgemäß (Informationswechsel/Kognition). Technologien erscheinen – in ihrer Einheit von Ontischem und Logischem – als Dualität von handlungsorientierten\, objektiv-realen Prozess-Systemen (Sachsystemen) und erkenntnisorientierten\, akkumulierenden und systematisierenden Wissens-Systemen (Theoriensystemen). Sie bilden stets funktionsbestimmte\, ganzheitlich operierende\, hoch komplexe\, dynamische Gesamtheiten/Ganzheiten mit typischen\, gegebenen oder geschaffenen\,  Kooperations- und Organisationsformen zwischen ihren konstituierenden\, integrierten Subsystemen.\nVereinfachungen führen in der Regel auf das in den zu untersuchenden Zusammenhängen Wesentliche\, möglichst zudem teilweise Bekannte\, auf Analoges\, Ähnliches\, auf Pendants\, kreative Metaphern etc.\, zurück. Sie sind immer final. Zielführend können u.a. das Formalisieren\, Modellieren\, Differenzieren/Integrieren\, Minimieren/Maximieren\, Separieren/Komplexieren\, Konkretisieren/Abstrahieren sein. Leicht nachvollziehbar ist z.B. jede Abstraktion/Konkretisierung eine intensionale/extensionale Reduktion der betroffenen Designate. Die präzisierende\, inhaltsanreichernde Konkretisierung verengt wesensgemäß den extensionalen Bezugsrahmen der erfassten  Sachverhalte\, der Aussagen\, der Lexeme etc. Andererseits erweitert die Abstraktion die extensionale Bezugnahme und vereinfacht die Intension.\nAlle vorangehend angeführten  Maßnahmen des Vereinfachens betreffen vornehmlich die kognitive Komplexität. Die Anzahl der strukturellen/funktionellen Einflussgrößen und der Interdependenzen zwischen ihnen herabzusetzen und damit den Komplexitätsgrad (vermutlich genauer: die Kompliziertheit) effektiv zu verringern\, ist in Erkenntnis- und Gestaltungsprozessen realistisch und zielführend\, aber auch anspruchsvoll. Richtig gelesen spricht mancherlei für J. W. v. Goethes Diagnose in ‚Maximen und Reflexionen‘: „Alles ist einfacher\, als man denken kann\, zugleich verschränkter\, als es zu begreifen ist“.\nFür die quantifizierenden Proceduren des Vereinfachens bedingen sich die experimentelle und die mathematische Methode im produktiven Verbund.\nEntropien und Informationen sind originär zwei Grundgrößen der Physik und verallgemeinert zwei fundamentale ‚Perspektiven‘\, unter denen Entitäten erfasst werden. Beide tragen einen Doppelcharakter: sind \,modus-operandi–Systeme’ sowie ‚opus operantis‘\, reflektieren phänomenologisch und/oder statistisch folglich die Art und Weise der Veränderungen\, widerspiegeln deren Prozesscharakter\, die Prozessrichtung\, bewerten die Effekte\, die Ergebnisse des Wirkens.\nEntropien sind generell  makroskopische Zustandsgrößen\, zeitliche Mittelwerte und speziell (d.h. hier\, im Sinne der Statistik) Maße für die Menge aller Möglichkeiten im beobachteten Mikrostatus eines Systems\, dadurch Maßstäbe für ‚unvorhersehbare Aktualitäten‘\, für Defizite an Informationen z.B. über die gleichermaßen wahrscheinlichen Mikrozustände\, für ein Quantum an Informationen\, das erforderlich ist\, um die Erkenntnise über den Mikrostatus zu spezifizieren.\nDie experimentell gestützte Gleichung  für die Boltzmann/Planck‘sche-Entropie SBP           (einem geometrischen Mittelwert der Unbestimmtheit) gehört  zu den fundamentalen\, also  nicht nur thermodynamisch relevanten\, Postulaten der statistischen Theorie der Materie. Sie bot und bietet die Basis für Analoga.\nDie  in Zuständen und naturalen Prozessen miteinander formal und real verbundenen Tatbestände sowie Aussagen der Entropien und Informationen sind exponierte objektive Struktur- und Wertmaße sowohl der faktisch-strukturellen Komplexität der Realien als auch der kognitiven Komplexität ihrer dialektischen Widerspiegelungen (d.h. der Erkenntnisprozesse selbst und daraus resultierender Erkenntnisse – des praktischen und theoretischen Wissens).\nEntropien und Informationen fungieren in diesem Sinn in verschiedenen theoretischen Systemen und in unterschiedlichen Ausprägungen als Explikate solcher Begriffspaare\, wie Bestimmtheit/Unbestimmtheit\, Ordnung/Unordnung\, Wert/Wertlosigkeit. Beide dienen der Aufklärung und Bewertung der Struktur von Informationsträgern\, quantifizieren statistisch die Vorhersagbarkeit von ‚Bewegungen‘ (Veränderungen überhaupt) und Entwicklungen. Sie berücksichtigen\, dass in den Sphären des Mannigfaltigen und Vielfältigen das wirklich Unterscheidbare – das Faktische\, das Aktuelle – prinzipiell und wesensgemäß nicht mit dem möglich Unterscheidbaren – dem Potenziellen– kongruent ist.\nWie alle Explikationen zielen sie grundsätzlich auf Präzisierung\, Verständlichkeit\, sachgerechte  Quantifizierung sowie Attraktivität und Effektivität ihrer symbolischen Konstrukte. Das gilt im herausgehobenem Maß für die Antonyme Bestimmtheit/Unbestimmtheit bzw. Ordnung/Unordnung\, deren Ursachen\, Widerspiegelungen\, Nutzens- und Gefahrenmomente (Risiken).\nDer strukturtheoretische Begriff Ordnung bezieht sich auf den realen (faktischen\, aktuellen) Zustand des Systems\, seine Organisation\, d.h. die Existenz (den Aufbau und die Erhaltung) nicht zufälliger\, räumlicher\, zeitlicher und raumzeitlicher Muster aus Untereinheiten der jeweiligen Systeme\, mit spezifischen stofflichen\, energetischen und informationellen Strukturen\, die Funktionalitäten realisieren.\nDie Strukturbildung\, -bewertung und der Strukturerhalt  gehören zu den zentralen Problemen der Wissenschaft damit auch der\, in den diskutierten Zusammenhängen hauptsächlich in Anspruch genommenen\, Thermodynamik\, Informations- und Systemtheorie.\nIm ersten Teil des Beitrages werden  Überlegungen zu  grundlegenden Begriffen und Begriffspaaren des Themas\, wie Struktur\, Prozess\, Entropie\, Information\, Komplexität-Elementarität\, Kompliziertheit-Einfachheit\, Ordnung-Unordnung\, Bestimmtheit-Unbestimmtheit innerhalb des relevanten hochdimensionalen Begriffsgefüges vorgestellt. Sowohl für Experten als auch für gebildete Laien sind erfahrungsgemäß die phänomenologischen Bedeutungen der Begriffe von hauptsächlichem Interesse.\nDer zweite Teil ist primär auf die syntaktische Information fokussiert. Ihr Verhältnis zu den komplementären\, nur theoretisch zu trennenden\, Komponenten semantische und pragmatische Information wird angesprochen. Die strukturelle Information\, die im Sinne von informatio: ‚sich-in-Form-bringen‘\, ‚strukturiert sein‘\, allen Informationsträgern (das sind simultan Energieträger- darunter stoffliche Strukturen) eigen ist\, fundiert die realen Systeme und deren gedanklich-theoretischen Korrelate bis zu den mathematischen Konstrukten. In dem Kontext gilt Weizsäckers Erkenntnis: „Der Informationsbegriff ist nämlich etwas\, was sich auf ein wissendes Subjekt bezieht\, auf Fragen\, die dieses Subjekt hat\, auf die Antwort\, die es dafür gewinnt\,\, aber es ist in objektiver Weise subjektbezogen\, und für alle Subjekte\, die dassselbe Wissen oder dieselbe Methode haben\, Wissen zu erwerben\, ist auch das Resultat dasselbe\, und dieses ist der objektive Gehalt“ (Weizsäcker\, 1972)\nDer dritte Teil skizziert am Beispiel der thermisch induzierten Strukturgenese  bei der Sol-Gel-Umwandlung (Phasenübergang mit Netzwerkbildung) einer physikalisch-chemisch hinreichend  charakterisierten Gelatine\, die Leistungsfähigkeit eines statistisch begründeten Modellsystems aus  entropiebasierten dimensionslosen Größen (Strukturfaktor\, Dissipationsfaktor\, Entropieproduktion; Informationsentropie bzw. im ‚Ereignisbild‘ der Zuverlässigkeitstheorie: Überlebens- und Ausfallwahrscheinlichkeit). Die Darstellung basiert auf rheologischen Daten\, die für das viskoelastische Medium mit eigenen Messungen im Oszillalationsmodus ermittelt wurden.(Fleischer\, 2008) \nLit.:\nSommerfeld\, E.\, Hörz\, H.\, Krause\, H. (Hrsg.); Einfachheit als Wirk-\, Erkenntnis- und Gestaltungsprinzip\, In: Sitzungsberichte Leibniz-Sozietät\, Bd. 108\, Berlin 2011.\nMärz\, R.\, Schöne Einfachheit als (Ver)führung in der Mathematik\, Vortrag im Arbeitskreis ‚Prinzip Einfachheit‘\, 24.03.2011\nEbeling; W.\, Ist Evolution vom Einfachen zum Komplexen gerichtet? – Über Emergenz und Werte\, Vortrag im Arbeitskreis ‚Prinzip Einfachheit‘\, 22.03.2012\nv. Weizsäcker\, C. F.: Vorbereitende Diskussionsbemerkungen\, Nova Acta Leopoldina 37/1(206)\, 503\, Leipzig 1972\, Joh. Ambrosius Barth.\nFleischer\, L.-G.\, Verallgemeinertes technologisches Fachwissen und konkretisiertes Orientierungswissen im Stoffmodul der Materialtechnik zur Konstituierung einer allgemeinen Stofftheorie – Tendenzen und Probleme\, In: Sitzungsberichte Leibniz-Sozietät\, Bd. 99\, Berlin 2008\, S.60 ff.
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SUMMARY:Ankündigung: März-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die März-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften findet planmäßig am 14.03.2013 statt. \n10.00 bis 12.00 Uhr; Berlin Rathaus Tiergarten; Balkonsaal-Saal \nHerbert Wöltge (MLS):\nDie „Unausrottbaren“? Anmerkungen und Notizen zur Gründung der Leibniz-Sozietät \n10.00 bis 12.00 Uhr; Berlin Rathaus Tiergarten; Balkonsaal \nC.V.:\nDr. Wöltge (79) ist Journalist und Zeithistoriker sowie Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1993. Er war nach dem Studium der Philosophie\, Ästhetik und Volkskunde an der Humboldt-Universität zu Berlin als Journalist in verschiedenen Redaktionen populärwissenschaftlicher und wissenschaftlicher Publikationsorgane sowie als freier Wissenschaftsjournalist tätig. An der Universität Leipzig wurde er zu allgemeinen theoretischen Fragen der Öffentlichkeitsarbeit in der DDR promoviert. 1967 bis 1973 leitete er die Pressestelle im Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen der DDR\, 1975 bis 1990 die Presseabteilung der Akademie der Wissenschaften der DDR\, 1990 bis 1992 war er in der Geschäftsstelle der Gelehrtensozietät der Akademie der Wissenschaften für Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. 1990 wurde er Mitglied der Deutschen Public Relations-Gesellschaft und der Technisch-Literarischen Gesellschaft (TELI)\, der führenden Vereinigung deutscher Wissenschaftsjournalisten.\nDie Entstehung\, Gründung und weitere Entwicklung der Leibniz-Sozietät hat er über zwei Jahrzehnte als Berater\, Redakteur und Journalist begleitet. \nAbstract:\nDer Vortrag geht aus Anlass des 20jährigen Bestehens der Leibniz-Sozietät der Frage nach\, welchen Umständen es die Gelehrtengesellschaft der Akademie der Wissenschaften der DDR zu verdanken hatte\, dass sie nicht – wie andere Institutionen der DDR-Wissenschaft – mit der DDR unterging\, warum sie nach dem Beitritt unter völlig neuen Bedingungen als Gelehrtensozietät noch zwei Jahre überlebte und schließlich am 15. April 1993 als Leibniz-Sozietät neu erstand. Untersucht wird an den Bruchstellen dieser Entwicklung\, die vor allem in der Auseinandersetzung um die Formulierung von Art.38(2)Einigungsvertrag vor dessen Wirksamwerden sowie in den Versuchen der Gelehrtensozietät gesehen werden\, sich nach dem Beitritt im föderalen Umfeld und in der Berliner Landespolitik zu behaupten und Bedingungen ihrer Weiterexistenz zu erarbeiten.\nIn einem letzten Abschnitt wendet sich der Vortrag in Thesenform der Frage zu\, auf welche Umstände es zurückzuführen ist\, dass sich die Sozietät in der Wissenschaftslandschaft der Bundesrepublik halten konnte und welche Wandlungen sie erfahren hat. Er regt zu Überlegungen an\, welche Bedingungen sie heute braucht\, um weiterzuleben. Er unterstellt einen Paradigmenwechsel seit dem 300jährigen Jubiläum der Leibnizschen Akademiegründung im Jahre 2000\, der mit dem generationenbedingten Wechsel in Mitgliedschaft und Zielsetzungen verbunden ist.
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SUMMARY:Ankündigung: März-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften
DESCRIPTION:Die März-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften findet planmäßig am 14.03.2013 statt. \n10.00 bis 12.00 Uhr; Berlin Rathaus Tiergarten; BVV-Saal \nWolfgan Coy (MLS):\nErfahrung und Berechnung – „Intelligente Maschinen“ ohne Moral oder Urteilskraft \nC.V.:\nProf. Coy (65) ist Informatiker und Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2011. Nach dem Mathematikstudium an der Technischen Hochschule Darmstadt und der Promotion (1975) ebendort war er bis 1980 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Informatik der Universität Dortmund\, unterbrochen durch einen einjährigen Forschungsaufenthalt an der Université Paris VI und verschiedene Vertretungsprofessuren.\n1980 wurde er zum Professor für Informatik im Fachbereich Mathematik/Informatik der Universität Bremen berufen. 1996 übernahm er den neu eingerichteten Lehrstuhl für „Informatik in Bildung und Gesellschaft“ in der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät II der Humboldt-Universität zu Berlin\, eine Tätigkeit\, die durch einsemestrige Forschungsaufenthalte in Wien und Hanover\, NH (USA) unterbrochen wurde. Seit 2013 arbeitet er als Senior Advisor der  der Humboldt-Universität\, stellvertretender Direktor des Helmholtz-Zentrums für Kulturtechnik  und im Vorstand des HU-Exzellenz-Clusters „Bild-Wissen-Gestaltung“; dort leitet er eine größere Forschungsgruppe.\nWolfgang Coy ist deutscher Vertreter im Technical Comitee „Computers and Society“ der wissenschaftlichen Dachorganisation International Federation for Information Procecessing und  Fellow der Gesellschaft für Informatik.\nSeine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Digitale Medien\, Bildwissenschaften\, Informatik und Gesellschaft\, Theorie der Informatik sowie Sozial- und Kulturgeschichte der Informatik. Seine aktuellen Interessen gelten vor allem philosophischen\, theoretischen und ethischen Fragen der Informatik.\nZu seinen zahlreichen Veröffentlichung gehören 13 Bücher\, die er als Autor\, Ko-Autor oder Herausgeber publiziert hat\, sowie fast 200 Aufsätze. \nAbstract:\nGesellschaftlich verantwortliches Handeln  soll das Ergebnis vernünftig begründbarer Urteile sein. Die Fähigkeit\, vernünftig und nachvollziehbar zu argumentieren\, ist ein Grundbaustein menschlicher Kommunikation. Nur mittels der Sprache können wir unsere Handlungen verteidigen und verständlich machen. Die Fähigkeiten\, zu argumentieren\, zu verstehen\, zu urteilen und zu handeln gelten als die wesentlichen Bildungsziele der modernen Gesellschaft.\nDas vergangene Jahrhundert hat eine umfassende Neuinterpretation sprachlich vermittelten Handelns durch eine doppelte Reduktion erfahren: Zum einen wurde der sprachliche Kern sprachlicher Argumente in symbolischen Logiken gesucht; zum anderen wurde die formale Logik mathematisiert und als mit Computern berechenbar und programmierbar gestaltet. Menschliche Sprache und menschliches Denken scheint damit Computern zugänglich zu werden. So werden Sprachein- und -ausgabesysteme\, Expertensysteme oder Suchmaschinen konsequent in die menschliche Kommunikation integriert.\nGleichzeitig drängt die allumfassende technische Automatisierung mehr und mehr zur Konstruktion  autonomer Systeme\, sei es als Entscheidungssysteme der Wirtschaft und der Finanzindustrie\, sei es als selbstständig agierende Roboter oder Roboterfahrzeuge – auf dem Mars oder mit unbemannten fliegenden Drohnen in umkämpften irdischen Gebieten. Solche selbstständig handelnden Systeme geraten rasch in Situationen\, die nicht nur ein reflexives Handeln nach vorgegebenen programmierten Schemata erfordern\, sondern in komplexen Situationen auch Entscheidungen mit schwer übersehbaren Folgen treffen sollen. Im Extremfall militärischer Roboter oder auch von Systemen\, die im Katastrophenschutz eingesetzt werden\, können dies Entscheidungen über Leben und Tod von Menschen sein. Können wir solchen Maschinen derartige ethische Entscheidungen überlassen oder sollten wir erkennen\, dass unsere Technik hier an eine grundsätzliche Grenze stößt?
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SUMMARY:Ankündigung: März-Sitzung des Plenums der Leibniz-Sozietät
DESCRIPTION:Die März-Sitzung des Plenums findet planmäßig am 14.03.2013 statt: \nThomas Naumann (Zeuthen):\nHiggs-Jagd an der „Weltmaschine“ – Physik am Large Collider LHC des CERN \n13.30 bis 16.30 Uhr\,\nOrt: Berlin; Rathaus Tiergarten\, BVV-Saal \nC.V.:\nProf. Naumann (59) ist Teilchenphysiker und arbeitet am größten Forschungsprojekt der Menschheit\, dem 27 km langen Large Hadron Collider (LHC) des Europäischen Zentrums für Kernforschung CERN in Genf.\nNach dem Studium in seiner Heimatstadt Dresden arbeitete er ab 1975 am Institut für Hochenergiephysik der Akademie der Wissenschaften der DDR in Zeuthen bei Berlin an Untersuchungen zu den starken Wechselwirkungen von Elementarteilchen mit. 1980 wurde er an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert.  Am Elektron-Proton-Speicherring HERA des DESY arbeitete er ab 1987 an der Präzisionsmessung der Strukturfunktion des Protons und der Kopplungskonstante der starken Wechselwirkung; seit 1992 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutschen Elektronen-Synchrotrons DESY.\nProf. Naumann war mehrere Jahre stellvertretender Leiter des DESY-Standorts in Zeuthen und lehrt seit 2005 als Honorarprofessor an der Universität Leipzig. Seit 2006 ist er Mitglied des ATLAS-Experiments am Large Hadron Collider LHC des CERN. Außerdem betreut er im Auftrag des BMBF die deutsche Öffentlichkeitsarbeit für CERN und den LHC. \nAbstract:\nDer Vortragende zeigt\, welche fundamentalen Fragen der Physik das größte Forschungsprojekt der Menschheit\, der Large Hadron Collider LHC am CERN in Genf\, beantworten soll.\nDazu gehören die Suche nach dem Higgs-Teilchen als dem Ursprung der Masse und nach supersymmetrischen Teilchen als den besten Kandidaten zur Erklärung der mysteriösen Dunklen Materie im Universum.\nProf. Naumann stellt den Beschleuniger und die Experimente am CERN vor und präsentiert die neuesten Resultate der Suche nach dem Higgs-Teilchen\, nach Supersymmetrie sowie nach Extra Dimensionen unserer Welt.
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SUMMARY:Wissenschaftliche Konferenz „Vom Mineral zur Noosphäre“
DESCRIPTION:Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.\, begründet 1700 als Brandenburgische Sozietät der Wissenschaften bereitet vor   \nin Zusammenarbeit mit\nder Wissenschaftlichen Gesellschaft bei der Jüdischen Gemeinde zu Berlin (WiGB);\ndem Verein der Berlin-Brandenburgischen Geologie-Historiker „Leopold von Buch“ e.V.\nsowie mit Unterstützung durch\ndas Museum für Naturkunde zu Berlin – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung – und\ndas Centre for Russian and Central EurAsian Mineral Studies (CERCAMS)\, Natural History Museum\, Earth Sciences Department\, London\, UK  \nWissenschaftliche Konferenz  „Vom Mineral zur Noosphäre“\nanlässlich des 150. Geburtstages von Vladimir Ivanovič Vernadskij \nPDF-Downloads: \nEinladung und Programm (Deutsch)\nEinladung und Programm (Russisch)\nAnmeldeformular\nAbstract-Book \n 
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SUMMARY:Tagung des Arbeitskreises "Prinzip Einfachheit"
DESCRIPTION:Der Arbeitskreis „Prinzip Einfacheit“ lädt ein zu einer Arbeitstagung mit Vortrag und Diskussion  zum Thema: \nLutz-Günther Fleischer (MLS):\nInformation und Entropien: Komplexe Werk- und Denkzeuge des Prinzips Einfachheit \nAbstract \nDer Arbeitskreis ‚Prinzip Einfachheit‘ der Leibniz-Sozietät hat sich unter verschiedenen Blickwinkeln mit der Einfachheit als Wirk-\, Erkenntnis- und Gestaltungsprinzip auseinandergesetzt und dazu gut begründete Standpunkte sowie ver-allgemeinerungsfähige Erkenntnisse publiziert. (siehe vor allem: E. Sommerfeld et al.\, 2011; R. März\, 2011; W. Ebeling\, 2012). Einige dieser inhaltlichen Ergebnisse und offenen Fragen werden in die Betrachtungen einbezogen – revisited. \nDas methodische und praktische Problem des kontextuell zielgerichteten Vereinfachens stellt sich aus den speziellen Perspektiven der einzelnen Wissenschaftsgebiete – und grenzüberschreitend inter- sowie transdisziplinär – für komplexe Real- und Theoriensysteme mit ihrer Vielzahl und Vielfalt von Elementen und Relationen sowie deren gefächterte Funktionalitäten unter strukturellen und funktionellen Aspekten. Es besitzt maßgebliche wissenschaftliche und naturgemäß wesentliche weltanschauliche Facetten. \nDie exponierten\, originär physikalischen\, inzwischen – aus guten Gründen – ihrem Ursprungsfeld entwachsenen (aber in ihm stetig verwurzelten) Begriffe (ggf. Grö-ßen) Informationen und Entropien fungieren als komplexe Werk- und Denkzeuge des Prinzips Einfachheit. Obwohl beide Kategorien einem Trilemma unterliegen (oder vielleicht sogar wegen der Mehrdeutigkeit und ihrer Vielfalt in der Tiefenstruktur) gehören sie in jeglicher Technologie als komplexe Werk- und Denkzeuge zum Ensemble der maßgeblichen Arbeitsmittel. Technologien subsumieren generell den Modus\, die Art und Weise\, die Verfahren und Strategien\, mit denen der affektiv\, aktional (sensomotorisch) und kognitiv agierende Mensch mit ihm natürlich gegebenen (physischen\, psychischen) oder eigens dafür geschaffenen (artifiziellen) Mitteln und Methoden (Arbeitsmitteln)\, die Arbeitsgegenstände: Stoffe\, Energien\, Informationen bearbeitet\, verarbeitet und umwandelt. Informationen sind sowohl unverzichtbare Arbeitsmittel\, als auch Arbeitsgenstand. Das gilt in ausgezeichneter Weise für den Spezialfall der sich konsolidierenden Kognitionstechnologien. In ihrem Gefolge nimmt der Mensch Informationen aus seiner Umgebung auf\, be-und verarbeitet sie intern und extern\, orientiert und reguliert sein Handeln demgemäß (Informationswech-sel/Kognition) Technologien erscheinen – in ihrer Einheit von Ontischem und Logischem – als Dualität von handlungsorientierten\, objektiv-realen Prozess-Systemen (Sachsystemen) und erkenntnisorientierten\, akkumulierenden und systematisierenden Wissens-Systemen (Theoriensystemen). Sie bilden stets funktionsbestimmte\, ganzheitlich operierende\, hoch komplexe\, dynamische Gesamtheiten/Ganzheiten mit typischen\, gegebenen oder geschaffenen\, Kooperations- und Organisationsformen zwischen ihren konstituierenden\, integrierten Subsystemen. \nVereinfachungen führenin der Regel auf das\, in den zu untersuchenden Zusammen-hängen Wesentliche\, möglichst zudem teilweise Bekannte\, auf Analoges\, Ähnliches\, auf Pendants\, kreative Metaphern etc.\, zurück. Sie sind immer final. Zielführend können u.a. das Formalisieren\, Modellieren\, Differenzieren/Integrieren\, Minimieren/Maximieren\, Separieren/Komplexieren\, Konkretisieren/Abstrahieren sein. Leicht nachvollziehbar ist z.B. jede Abstraktion/Konkretisierung eine intensionale/extensionale Reduktion der betroffenen Designate. Die präzisierende\, inhaltsanreicherende Konkretisierung verengt wesensgemäß den extensionalen Bezugsrahmen der erfassten Sachverhalte\, der Aussagen\, der Lexeme etc. Andererseits erweitert die Abstraktion die extensionale Bezugnahme und vereinfacht die Intension. \nAlle vorangehend angeführten Maßnahmen des Vereinfachens betreffen vornehmlich die kognitive Komplexität. Die Anzahl der strukturellen/funktionellen Einflussgrößen und der Interdependenzen zwischen ihnen herabzusetzen und damit den Komplexitätsgrad (vermutlich genauer: die Kompliziertheit) effektiv zu verringern\, ist in Erkenntnis- und Gestaltungsprozessen realistisch und zielführend\, aber auch anspruchsvoll. Richtig gelesen spricht Mancherlei für J. W. v. Goethes Diagnose in ‚Maximen und Reflexionen‘: „Alles ist einfacher\, als man denken kann\, zugleich verschränkter\, als es zu begreifen ist“ \nFür die quantifizierenden Proceduren des Vereinfachens bedingen sich die experi-mentelle und die mathematische Methode im produktiven Verbund. \nEntropien und Informationen sind originär zwei Grundgrößen der Physik und verallgemeinert zwei fundamentale ‚Perspektiven‘ unter denen Entitäten erfasst werden. Beide tragen einen Doppelcharakter: sind modus-operandi-Systeme’ sowie ‚opus operantis‘\, reflektieren phänomenologisch und/oder statistisch folglich die Art und Weise der Veränderungen\, widerspiegeln deren Prozesscharakter\, die Prozessrichtung\, bewerten die Effekte\, die Ergebnisse des Wirkens. \nEntropien sind generell makroskopische Zustandsgrößen\, zeitliche Mittelwerte und speziell (d.h. hier\, im Sinne der Statistik) Maße für die Menge aller Möglichkeiten im beobachteten Mikrostatus eines Systems\, dadurch Maßstäbe für ‚unvorhersehbare Aktualitäten‘\, für Defizite an Informationen z.B. über die gleichermaßen wahrscheinlichen Mikrozustände\, für ein Quantum an Informationen\, das erforderlich ist\, um die Erkenntnise über den Mikrostatus zu spezifizieren. \nDie experimentell gestützte Gleichung für die Boltzmann/Planck‘sche-Entropie SBP (einem geometrischen Mittelwert der Unbestimmtheit) gehört zu den fundamentalen\, also nicht nur thermodynamisch relevanten\, Postulaten der statistischen Theorie der Materie. Sie bot und bietet die Basis für Analoga. \nDie in Zuständen und naturalen Prozessen miteinander formal und real verbundenen Tatbestände sowie Aussagen der Entropien und Informationen sind exponierte objektive Struktur- und Wertmaße sowohl der faktisch-strukturellen Komplexität der Realien als auch der kognitiven Komplexität ihrer dialektischen Widerspiegelungen (d.h. der Erkenntnisprozesse selbst und daraus resultierender Erkenntnisse – des praktischen und theoretischen Wissens) \nEntropien und Informationen fungieren in diesem Sinn in verschiedenen theoretischen Systemen und in unterschiedlichen Ausprägungen als Explikate solcher Begriffspaare\, wie Bestimmtheit/Unbestimmtheit\, Ordnung/Unordnung\, Wert/Wertlosigkeit. Beide dienen der Aufklärung und Bewertung der Struktur von Informationsträgern\, quantifizieren statistisch die Vorhersagbarkeit von ‚Bewegungen‘ (Veränderungen überhaupt) und Entwicklungen. Sie berücksichtigen\, dass in den Sphären des Mannigfaltigen und Vielfältigen das wirklich Unterscheidbare – das Faktische\, das Aktuelle – prinzipiell und wesensgemäß nicht mit dem möglich Unterscheidbaren – dem Potenziellen– kongruent ist. \nWie alle Explikationen zielen sie grundsätzlich auf Präzisierung\, Verständlichkeit\, sachgerechte Quantifizierung sowie Attraktivität und Effektivität ihrer symbolischen Konstrukte. Das gilt im herausgehobenem Maß für die Antonyme Bestimmtheit/Unbestimmtheit bzw. Ordnung/Unordnung\, deren Ursachen\, Widerspiegelungen\, Nutzens- und Gefahrenmomente (Risiken). \nDer strukturtheoretische Begriff Ordnung bezieht sich auf den realen (faktischen\, aktuellen) Zustand des Systems\, seine Organisation\, d.h. die Existenz (den Aufbau und die Erhaltung) nicht zufälliger\, räumlicher\, zeitlicher und raumzeitlicher Muster aus Untereinheiten der jeweiligen Systeme\, mit spezifischen stofflichen\, energetischen und informationellen Strukturen\, die Funktionalitäten realisieren. \nDie Strukturbildung\, -bewertung und der Strukturerhalt gehören zu den zentralen Problemen der Wissenschaft damit auch der\, in den diskutierten Zusammenhängen hauptsächlich in Anspruch genommenen\, Thermodynamik\, Informations- und Systemtheorie. \nIm ersten Teil des Beitrages werden Überlegungen zu grundlegenden Begriffen und Begriffspaaren des Themas\, wie Struktur\, Prozess\, Entropie\, Information\, Komplexität-Elementarität; Kompliziertheit-Einfachheit; Ordnung-Unordnung; Bestimmtheit-Unbestimmtheit innerhalb des relevanten hochdimensionalen Begriffsgefüges vorgestellt. Sowohl für Experten als auch für gebildete Laien sind erfahrungsgemäß die phänomenologischen Bedeutungen der Begriffe von hauptsächlichem Interesse. \nDer zweite Teil ist primär auf die syntaktisch Information fokussiert. Ihr Verhältnis zu den komplementären\, nur theoretisch zu trennenden\, Komponenten semantische und pragmatische Information wird angesprochen. Die strukturelle Information\, die im Sinne von informatio: ‚sich-in-Form-bringen‘\, ‚strukturiert sein‘\, allen Informationsträgern (das sind simultan Energieträger-darunter stoffliche Strukturen) eigen ist\, fundiert die realen Systeme und deren gedanklich-theoretischen Korrelate bis zu den mathematischen Konstrukten.In dem Kontext gilt Weizsäckers Erkenntnis: „Der Informationsbegriff ist nämlich etwas\, was sich auf ein wissendes Subjekt bezieht\, auf Fragen\, die dieses Subjekt hat\, auf die Antwort\, die es dafür gewinnt\,\, aber es ist in objektiver Weise subjektbezogen\, und für alle Subjekte\, die dassselbe Wissen oder dieselbe Methode haben\, Wissen zu erwerben\, ist auch das Resultat dasselbe\, und dieses ist der objektive Gehalt“ (Weizsäcker\, 1972) \nDer dritte Teil skizziert am Beispiel der thermisch induzierten Strukturgenese bei der Sol-Gel-Umwandlung (Phasenübergang mit Netzwerkbildung) einer physikalisch-chemisch hinreichend charakterisierten Gelatine\, die Leistungsfähigkeit eines statistisch begründeten Modellsystems aus entropiebasierten dimensionslosen Größen (Strukturfaktor\, Dissipationsfaktor\, Entropieproduktion; Informationsentropie bzw. im ‚Ereignisbild‘ der Zuverlässigkeitstheorie : Überlebens- und Ausfallwahrscheinlichkeit) Die Darstellung basiert auf rheologischen Daten\, die für das viskoelastische Medium mit eigenen Messungen im Oszillalationsmodus ermittelt wurden. (Fleischer\, 2008) \nLiteratur: \nSommerfeld\, E.\, Hörz\, H.\, Krause\, H. (Hrsg.); \, Einfachheit als Wirk-\, Erkenntnis- und Gestaltungsprinzip\, In: Sitzungsberichte Leibniz-Sozietät\, Bd. 108\, Berlin 2011. \nMärz\, R.\, Schöne Einfachheit als (Ver)führung in der Mathematik\, Vortrag im Ar-beitskreis ‚Prinzip Einfachheit‘\, 24.03.2011 \nEbeling; W.\, Ist Evolution vom Einfachen zum Komplexen gerichtet? –Über Emergenz und Werte\, Vortrag im Arbeitskreis ‚Prinzip Einfachheit‘\, 22.03.2012 \nv. Weizsäcker\, C. F.: Vorbereitende Diskussionsbemerkungen\, Nova Acta Leopoldina 37/1(206)\, 503\, Leipzig 1972\, Joh. Ambrosius Barth. \nFleischer\, L.-G.\, Verallgemeinertes technologisches Fachwissen und konkretisiertes Orientierungswissen im Stoffmodul der Materialtechnik zur Konstituierung einer allgemeinen Stofftheorie – Tendenzen und Probleme\, In: Sitzungsberichte Leibniz-Sozietät\, Bd. 99\, Berlin 2008\, S.60 ff.
URL:https://leibnizsozietaet.de/event/tagung-des-arbeitskreises-prinzip-einfachheit/
LOCATION:RathausTiergarten Berlin\, Kleiner Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, 10551
CATEGORIES:Arbeitskreise,Sozial- und Geisteswissenschaften,Veranstaltungen
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