BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. - ECPv6.13.1//NONSGML v1.0//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
X-ORIGINAL-URL:https://leibnizsozietaet.de
X-WR-CALDESC:Veranstaltungen für Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.
REFRESH-INTERVAL;VALUE=DURATION:PT1H
X-Robots-Tag:noindex
X-PUBLISHED-TTL:PT1H
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20130331T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20131027T010000
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20130124T100000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20130124T123000
DTSTAMP:20260518T101443
CREATED:20130106T163944Z
LAST-MODIFIED:20130122T092654Z
UID:3344-1359021600-1359030600@leibnizsozietaet.de
SUMMARY:Öffentliche wissenschaftliche Sitzungen im Januar 20013
DESCRIPTION:Do.\, 24. Januar 2013:\nPlenum: 10.00 Uhr\, Rathaus Tiergarten\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, 10551 Berlin (U-Bahnhof Turmstraße)\, BVV-Saal \nVortrag Prof. Dr. Wolfgang Küttler: Das Dilemma der Wertfreiheit der Wissenschaft bei Max Weber \nC.V.:\nProf. Küttler (76) ist Historiker. Er wurde 1990 zum Korrespondierenden Mitglied der Gelehrtengesellschaft der AdW der DDR gewählt\, ist seit 1993 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. und z.Z. Ko-Vorsitzender ihres Wissenschaftlichen Beirats.\nVon 1974 bis 1991 leitete er den Wissenschaftsbereich „Theorie und Methodologie der Geschichtswissenschaft“ am Zentralinstitut für Geschichte der AdW der DDR; bis zur Emeritierung 2001 war er Mitarbeiter am Berliner Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte. Mehrere Bücher und zahlreiche andere Publikationen repräsentieren seine Arbeitsergebnisse auf den Gebieten Geschichtsmethodologie\, Historiographiegeschichte und Wissenschaftsgeschichte; seit Anfang 2012 ist er Mitherausgeber des „Historisch-Kritischen Wörterbuchs des Marxismus“. \n Abstract:\nMax Webers (1864-1920) Prinzip einer zwar perspektivengebundenen\, dabei aber operativ wertfrei zu haltenden Wissenschaft fasziniert bis heute durch seine Postulate der Transparenz und Unabhängigkeit wissenschaftlicher Tätigkeit. Es soll jedoch nicht der absoluten Trennung\, sondern vielmehr der kritischen Regulierung der von ihm  als unvermeidlich betrachteten Wechselbeziehung von weltanschaulicher Position\, Politik und Wissenschaft dienen\, eine Frage\, die gegenwärtig mehr denn je auch die Natur- und Technikwissenschaften angeht.\nDabei impliziert das Wertfreiheits- und Wertbeziehungspostulat durch die ambivalente Begründung einerseits im kognitiv unentscheidbaren Kampf der Werte und andererseits in der formalen Rationalität des internen Erkenntnisvorgangs zugleich das Dilemma seines Konzepts. Danach kann der Paxisbeitrag empirischer Wissenschaft jenseits zweckrationaler technischer Anwendungen in Bezug auf die Lebensqualität nur in empirischer Wertanalyse\, nicht aber in Urteilen über die Werte selbst bestehen. Dafür rekurriert Weber allein auf die subjektive Verantwortlichkeit der Akteure. Dadurch wird bei allen unbestreitbaren Vorzügen kritischer Distanz gegenüber Politik und Weltanschauung letztlich die Flanke zum „Dezisionismus“\, d.h. zur Beliebigkeit der Wertewahl und zum Relativismus in der Realitätsbeziehung geöffnet. Das betrifft gleichermaßen die Parteilichkeits-\, die Theorie- und die Sinnfrage von „Wissenschaft als Beruf“. Bei einer kritischen Analyse kommt es daher vor allem auf die Kernfrage an\, wie die leitenden Wertperspektiven entstehen und  wie sie sich zur substanziellen Erkenntnisleistung der Wissenschaften bei der Lösung von zivilisatorischern Existenzfragen verhalten.
URL:https://leibnizsozietaet.de/event/veranstaltungenplenum/
LOCATION:Rathaus Tiergarten\,  BVV-Saal\, Mathilde-Jacob-Platz 1\, Berlin\, Berlin\, 10551\, Deutschland
CATEGORIES:Plenum,Veranstaltungen
END:VEVENT
END:VCALENDAR