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SUMMARY:Klassensitzung Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Die Zoom-Einwahl erfolgt mit folgendem Link:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/66954610702?pwd=AIXPIn9pDuKLVRPhGBRuIqPNC3taIi.1 \nVortrag: \nReinhard Witzlau (Gransee) \nDie Feuertaufe für den Zeigertelegrafen von Werner von Siemens und Johann Georg Halske im Jahr 1849 \nAbstract: \nBereits in den Jahren 1846/47 entwickelte und baute Werner von Siemens (1816-1892) in Zusammenarbeit mit Johann Georg Halske (1814-1890) einen neuartigen Zeigertelegrafen mit Selbstunterbrechung. Die Feuertaufe hatte dieser Telegraf bei seinem Einsatz auf der elektromagnetischen Telegrafenlinie zwischen Berlin und Frankfurt am Main im Jahr 1849 zu bestehen. In einer Rekordzeit von nur acht Monaten baute ab August 1848 die noch junge Firma Siemens & Halske die damals längste elektromagnetische Ferntelegrafenlinie Europas über eine Länge von ca. 657 km. Die notwendigen Drahtleitungen wurden sowohl unterirdisch als auch oberirdisch verlegt. Auf den insgesamt zunächst neun Stationen wurden zur Übertragung der Nachrichten Zeigertelegrafen der gleichen Firma eingesetzt. Der Probetrieb auf dieser Telegrafenlinie begann im Februar 1849. Dadurch war es möglich\, Nachrichten von der in der Frankfurter Paulskirche tagenden deutschen Nationalversammlung in nur einer Stunde nach Berlin zu übertragen. Im Oktober 1849 erfolgte die Freigabe dieser Linie für die Übertragung von Privatdepeschen. \nIm Vortrag werden die Entwicklung der elektromagnetischen Telegrafie in Preußen sowie der Aufbau und die Wirkungsweise des Zeigertelegrafen von Siemens & Halske aufgezeigt. Des Weiteren werden Erfahrungen beim Einsatz dieses Telegrafen in den Jahren 1847 bis 1849 erläutert. Im Fokus steht dabei vor allem die Telegrafenlinie von Berlin nach Frankfurt am Main. \nVita: \nDr. Reinhard Witzlau ist Diplomlehrer für Physik und Mathematik und war bis 2023 als Lehrer und Schulleiter an der Werner-von-Siemens-Schule in Gransee tätig. Er promovierte im Bereich der Geschichte der Naturwissenschaften zu Peter Apian und dem wissenschaftlichen Instrumentenbau in der Renaissance an der Brandenburgischen Landeshochschule in Potsdam. Seit fast 20 Jahren beschäftigt er sich auch mit dem Leben und Werk von Werner von Siemens und Johann Georg Halske. Zu seinen Veröffentlichungen gehören u.a. „Der Zeigertelegraf von Werner Siemens und Johann Georg Halske aus den Jahren 1846/ 1847“\, „Der praktische Mechanikus Johann Georg Halske“ und „Werner von Siemens. Ideen und Ansichten“. \nReinhard Witzlau ist Mitglied im Arbeitskreis „Astronomiegeschichte“ der Astronomischen Gesellschaft (German Astronomical Society) und der Deutschen Gesellschaft für Post- und Telekommunikationsgeschichte. Seit 2005 arbeitet er mit dem Siemens Historical Institute (Siemens AG\, Berlin) zusammen.
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SUMMARY:Plenarsitzung
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin.\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Link ist folgender:\nhttps://us06web.zoom.us/j/89087093680?pwd=9i2hbboNsjz06JnUpy61z5bXQJ5M8R.1\nMeeting-ID: 890 8709 3680 – Kenncode 260582 \nVortrag und Debatte zum Vortrag mit Dieter Segert (MLS) und Gerhard Pfaff (MLS) \nProf. Dr. Hans-Peter Krüger (Universität Potsdam)\nIntellektuelle Aufgaben in der fragmentierten Öffentlichkeit \nIn geschichtlichen Herausforderungen gerät das demokratische Gemeinwesen in eine Relation der Unbestimmtheit zu seiner Zukunft. Damit wächst das Bedürfnis der StaatsbürgerInnen\, in der Öffentlichkeit Orientierung erlangen zu können\, sowohl durch spezielle Expertisen als auch durch soziokulturell integrative Vorschläge. Die intellektuelle Tätigkeit bezieht sich auf die integrative Aufgabe im Umgang mit der Unbestimmtheit im Ganzen\, die spezielle Expertise auf die wahrscheinlichen Szenarien im Umgang mit bestimmbaren Aspekten und Bedingungen der jeweiligen Herausforderung\, z. B. einer Pandemie\, indirekten oder direkten Kriegsbeteiligung.\nDas alte Modell von der nationalstaatlichen Öffentlichkeit in Gestalt der öffentlich-rechtlichen Medien und weniger privater Leitmedien des Qualitätsjournalismus ist in Auflösung. Es beinhaltete auch „Gegen-Öffentlichkeiten“ (A. Kluge u.a.)\, deren gesellschaftliche Bedeutung aber in den neoliberalen Deregulierungen und in den „Spaltungen der Linken“ (R. Rorty) untergegangen ist. Die im Generationenwechsel eingetretene „Fragmentierung“ der Öffentlichkeit (Habermas) korrespondiert mit den Spaltungen in den westlichen Bevölkerungen und wird durch die oligopolistische Digitalisierung potenziert. Die Skandallogik des Entweder-Oder\, es gebe nichts Drittes\, ist profitabel\, für Kulturkämpfe verwertbar und zugleich im Neuen Kalten Krieg nutzbar.\nUmso wichtiger ist es\, spezielle Expertisen und intellektuelle Vorschläge in die verbliebenen und neu entstehenden Fragmente für eine künftige Neuvernetzung von Öffentlichkeit einzubringen\, um Manipulation\, Propaganda und Verschwörungserzählungen wenigstens im Kleinen entgegenzuwirken. Wer dies nach bestem Wissen und Gewissen tut\, wird inzwischen mit Anfeindungen und Benachteiligungen rechnen müssen\, aber eine moderne Demokratie ist ohne wissenschaftliche Beratung und legitime Integration ihrer öffentlichen Untersuchungsprozesse nicht lebensfähig (J. Dewey). Sie kippt ohne diese in eine Autokratie oder gar in eine Diktatur um. \n  \nVita: \nKrüger\, Hans-Peter\, Philosophie-Studium (mit Ergänzungsfach Psychologie) an der Humboldt-Universität zu Berlin 1972-1976\, Promotion dort über den jungen Hegel 1980. 1981-1990 Mitarbeiter am Institut für Theorie\, Geschichte und Organisation der Wissenschaft der DDR-Akademie der Wissenschaften\, dort 1987 Habilitation zur „Kritik der kommunikativen Vernunft“. 1991-1995 Mitarbeiter der Max Planck-Fördergesellschaft im Bereich Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftsphilosophie mit Forschungssemestern in Pittsburgh\, Berkeley\, Chicago\, New York. 1996-2020 ordentlicher Professor für Praktische Philosophie am Institut für Philosophie der Universität Potsdam\, Leiter der Max Planck Forschungsgruppe „Wissenschaftskulturen im Kommunikationsprozess“ (1996-2000)\, Potsdamer Sprecher des DFG Graduiertenkollegs „Lebensformen und Lebenswissen“ (2009-2011)\, Gastprofessuren in Kraków (2002)\, Minsk (2003)\, Wien (2003) und Uppsala (2005/6). Schwerpunkte: Sozialphilosophien der öffentlichen Kommunikation\, Philosophische Anthropologien\, klassische und Neo-Pragmatismen\, Philosophien der Geschichte. Monographien: Homo absconditus. Helmuth Plessners Philosophische Anthropologie im Vergleich\, De Gruyter 2019. Heroismus und Arbeit in der Entstehung der Hegelschen Philosophie\, De Gruyter 2014. Gehirn\, Verhalten und Zeit. Philosophische Anthropologie als Forschungsrahmen\, Akademie 2010. Philosophische Anthropologie als Lebenspolitik. Deutsch-jüdische und pragmatistische Moderne-Kritik\, Akademie 2009. Zwischen Lachen und Weinen. 2 Bde.\, Akademie 1999/2001. Kritik der kommunikativen Vernunft\, Akademie Verlag 1990. \n 
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DESCRIPTION:Der 2. Teil der Geschäftssitzung (Bekanntgabe der Wahlergebnisse) findet nach dem Plenum statt.
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DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften\nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung statt\, also in Anwesenheit und per Zoom statt. Wer sich per Zoom zuschalten möchte\, meldet sich bitte bis Anfang Mai bei Dieter Segert <dieter.segert@univie.ac.at> und bekommt dann den Link per Mail zugesandt. \n\n\nVortrag:\nProf. Dr. phil. Eckart Henning (ehem. Leiter des Archivs der Max-Planck-Gesellschaft)\nUmbenennungen im öffentlichen Raum? Aktuelle Denkanstöße aus der Sicht eines Archivars und Historikers\n \n\nAbstract:\nTiefgreifende gesellschaftliche Umbrüche haben oft Umbenennungen öffentlicher Orte zur Folge und greifen damit in den Alltag vieler Menschen ein. So gab es nach dem Zweiten Weltkrieg und im Gefolge des Anschlusses der DDR an die BRD zahlreiche Umbenennungen von Straßen und Plätzen\, und in der Gegenwart gibt es vermehrt Initiativen\, als rassistisch oder kolonialistisch belastet angesehene Namen aus dem öffentlichen Raum zu tilgen. Aus der Sicht eines Archivars und Historikers wird nach der Einordnung und Bedeutung der Namen gefragt. Dabei sind bei Umbenennungen\, etwa von Straßen\, in erster Linie die Anwohner demokratisch zu befragen. Wer die Gedenkkultur pflegen möchte\, sollte nicht rigoros umbenennen\, sondern Mascha Kalékos Rat beherzigen „Vergessen ist keine Heilsalbe!“\, den leider die Berliner Wanderausstellung „Umbenennungen?!“ ignoriert\, zuletzt gezeigt in der Zitadelle Spandau.\n  \n\nCV:\nHenning\, Eckart\, Prof. Dr.phil. M.A.\, geb. 1940 in Berlin \, promovierte 1979\, wirkte am Geheimen Staatsarchiv der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und war von 1984-2006 Direktor des zentralen Archivs der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin-Dahlem. Er wirkte seit 1968 auch als Lehrbeauftragter der Freien Universität Berlin\, seit 1990 zugleich der Humboldt-Universität\, die ihn 1993 zum Honorarprofessor für Archivwissenschaft und Historische Hilfswissenschaften der Neuzeit ernannte (Übungen bis Ende WS 2019/20). Er ist Mitglied zahlreicher Akademien\, Historischen Kommissionen\, Ehrenmitglied und Korrespondierendes Mitglied von Fachgesellschaften.
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SUMMARY:Wer und was bewegt Geschichte? Kolloquium in Erinnerung an Wolfgang Küttler (1936-2024)
DESCRIPTION:Die Veranstaltung findet im hybriden Format statt. Um die Zoom-Daten zu erhalten\, schreiben Sie bitte eine E-Mail an g.hassler@leibnizsozietaet.de.  \nDas Kolloquium der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. ist dem Wirken ihres 2024 verstorbenen Mitglieds Wolfgang Küttler gewidmet. Übergreifend soll den Fragen nachgegangen werden\, wer Geschichte unter welchen Konstellationen bewegen kann sowie welche Einzelpersönlichkeiten und – durch ihr aktives Eingreifen oder ihre Passivität – Gruppen\, Klassen oder Volksmassen Geschichte prägen oder beeinflussen können. Dabei ist auch der Platz der Theorie- und Methodik-Diskussion in der der DDR im Vergleich mit dem internationalen Diskurs zu beleuchten. \nVorbereitungsgruppe: Jürgen Hofmann und Mario Keßler \nModeration: Präsidentin \nReferenten:  \nLutz Dieter Behrendt\, Deggendorf: Laudatio \nJürgen Kocka\, Berlin: Wolfgang Küttler und der deutsch-deutsche Geschichtsdiskurs (Arbeitstitel) \nJürgen Hofmann\, MLS: Wohin treibt die Geschichte? Formationstheoretische Überlegungen bei Wolfgang Küttler \nMario Keßler\, MLS: Was war die Sowjetunion und wohin trieb sie? Wolfgang Küttlers Formationsanalyse und Lenins Sowjetunion – im Wirbel historischer Ereignisse \nUlrich Busch\, MLS: Die Entwürfe von Marx für eine Antwort an Vera Sassulitsch und die Diskussion über den Kommunismus \nDieter Segert\, MLS: Der Begriff des Revolutionszyklus und die historische Einordnung der russischen Revolution von 1917
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SUMMARY:Arbeitskreis Wissenschaftsgeschichte
DESCRIPTION:In der Veranstaltung des Arbeitskreises Wissenschaftsgeschichte finden zwei Vorträge statt.\nDie Veranstaltung findet im hybriden Format statt. Um die Zoom-Daten zu erhalten\, schreiben Sie bitte eine E-Mail an g.hassler@leibnizsozietaet.de.  \nProf. Dr. Gisela Boeck (MLS)\nÜber die Voraussage des Eka-Siliciums und die Entdeckung des Germaniums\nDmitri I. Mendeleev (1834–1907) hat die Existenz mehrerer damals unbekannter Elemente erfolgreich vorhergesagt – darunter Gallium\, Scandium und Germanium. Diese Elemente wurden teilweise noch zu seinen Lebzeiten entdeckt\, was zu einer Überbewertung seines Beitrags bei der Aufstellung des Periodensystems führte. Auch Lothar Meyer (1830–1895) hatte Lücken im Periodensystem markiert\, hielt sich aber im Gegensatz zu Mendeleev bei der Vorhersage konkreter Eigenschaften zurück. Oft wird angenommen\, dass Mendeleevs Vorhersagen gezielte Suchaktionen nach diesen Elementen auslösten. Tatsächlich gab es jedoch keine speziell auf die Suche nach den vorausgesagten Elementen ausgerichteten Forschungen. In diesem Vortrag wird insbesondere der Entdeckungsprozess von Germanium beschrieben\, auch im Vergleich zu Gallium und Scandium. Clemens Winkler (1838–1904)\, der das Germanium vor 140 Jahren entdeckte\, interessierte sich in erster Linie für die Zusammensetzung des neuen Minerals Argyrodit\, das in der Nähe von Freiberg gefunden wurde. Nach der Mitteilung über das Auffinden des neuen Elements akzeptierte Mendeleev es nicht als Eka-Silicium. Meyers und von Richters Briefe zeigen\, dass sie den Zusammenhang zwischen Germanium und Eka-Silicium erkannten. Eine genaue Bestimmung des Atomgewichts von Germanium überzeugte Mendeleev schließlich. Später würdigte er Winkler als einen derjenigen\, die das Periodensystem durch ihre Entdeckung bestätigt hatten.et \nCV \nGisela Boeck erhielt ihr Diplom in Chemie 1977 von der Universität Rostock. Von 1977 bis 1981 promovierte sie im Rahmen einer Aspirantur an den Universitäten Rostock und Leipzig. Von 1981 bis 2020 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Chemie der Universität Rostock. In dieser Zeit lehrte und forschte sie auf verschiedenen Gebieten der Chemie\, so in der physikalischen und der organischen Chemie sowie in der Methodik des Chemieunterrichtes. Zu ihren weiteren wissenschaftlichen Aktivitäten gehörten die Initiierung des bundesweiten Netzwerkes „Chemie für Mediziner“\, die Leitung des Arbeitskreises „Rostocker Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte“\, die Tätigkeit als Beisitzende und Vorsitzende in der Fachgruppe „Geschichte der Chemie“ der Gesellschaft Deutscher Chemiker sowie als Deputierte dieser Gesellschaft bei der Working Party on the History of Chemistry der European Association for Chemistry and Molecular Science. Während ihrer Tätigkeiten an der Universität Rostock und bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker hat Gisela Boeck eine Vielzahl von Vorträgen\, Kolloquien und Tagungen organisiert. Sie war Mitglied verschiedener Prüfungs- und Berufungskommissionen. Für ihre ausgezeichnete Lehrtätigkeit erhielt sie mehrere Preise. Seit 2021 ist sie Visiting Professor an der Riga Technical University. Sie hat die Ergebnisse ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit in weit mehr als 100 Publikationen in Lehrbüchern und Fachzeitschriften veröffentlicht. Wesentliche Gebiete ihrer Publikationstätigkeit betrafen die Bereiche Quantenchemie\, Chemie in der Schule und im Medizinstudium sowie Wissenschaftsgeschichte. \n  \nDr. Gerd Kley\nProfessor Dr. Hans Heinrich Franck (1888-1961). Ein Leben für Wissenschaft\, Technik und Humanismus in komplizierten Zeiten.\nVersuch einer Würdigung\nAbstract \nDer Beitrag zeichnet die weitgehend vergessene Biografie des Chemikers und Wissenschaftsorganisators Hans Heinrich Franck nach\, der in der Berliner Wissenschaftslandschaft der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine herausragende\, aber heute kaum gewürdigte Rolle spielte. Francks Beiträge zur technischen Chemie\, Normung und industriellen Forschung sowie seine Verfolgung im Nationalsozialismus\, in dessen Folge er wegen „jüdischer Versippung“ aus allen Ämtern entfernt wurde werden behandelt . Nach 1945 engagierte sich Franck maßgeblich beim Wiederaufbau der Berliner Hochschulen\, führte das „Humanistische Studium“ ein und wirkte als Brückenbauer zwischen Ost und West\, obwohl er aufgrund seiner Entscheidung für den sozialistischen Weg in West-Berlin zunehmend unter Druck geriet. Es wird hervorgehoben\, dass Franck trotz politischer Spannungen konsequent für wissenschaftliche Kooperation und gesellschaftliche Verständigung eintrat und sein Haus in Pankow zu einem Treffpunkt regimekritischer Intellektueller wurde\, die mit der offiziellen Politik der DDR ihre Schwierigkeiten hatten . Gerd Kley plädiert dafür\, Francks Wirken neu zu würdigen und ihn als bedeutende Persönlichkeit der Berliner Nachkriegszeit in Wissenschaft\, Kultur und Politik sichtbar zu machen \nCV \nDr. Gerd Kley wurde am 23. Januar 1943 in Mühlhausen geboren und wuchs in Kammerforst auf. Von 1962 bis 1967 studierte Gerd Kley Physik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Nachdem er die ersten Berufsjahre an der Akademie für Landwirtschaftswissenschaften in Müncheberg und am Zentralinstitut für Physikalische Chemie in Berlin absolvierte\, promovierte er 1974 zum Doktor der Physik und war danach in mehreren leitenden Funktionen an der Berliner Akademie und in Instituten tätig. Seit seiner Jugend befasst sich Dr. Gerd Kley mit geschichtlichen bzw. kunstgeschichtlichen Fragestellungen seiner Thüringer Heimat und später seiner brandenburgischen Wahlheimat. Dr. Gerd Kley hat sich als promovierter Physiker beruflich mit Werkstoffforschung und mit Umwelttechniken befasst. Sein privates Interesse gilt Persönlichkeiten aus seiner Thüringer Heimat und dem Künstlerkreis um den Maler Adolf Rettelbusch\, zu dessen Freunden Morgenstern gehörte. Zudem stehen Brandenburger Lokalgeschichte und deren Protagonisten im Fokus seiner Arbeiten. Neben einer Dokumentation über seine Abteilung in der Akademie der Wissenschaften von 1949 bis 1991 erschien von ihm eine Biografie des Architekten Friedrich August Stüler.
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SUMMARY:Klassensitzung Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften im \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Link ist folgender:\nhttps://us06web.zoom.us/j/85989366711?pwd=Wo8tswqE6my81O5HEsHjGyO0JYLRaM.1\nMeeting-ID 859 8936 6711\nKenncode 208615 \n  \nVortrag: \nJochen Fleischhacker (MLS) \nDemographischer Wandel und Geburtenrückgang in Deutschland. Übergang zu Praktiken der Kinderwunschbehandlung durch die medizinisch assistierte Reproduktionstechnologien (MAR) am Beispiel der PID und PND. \nBefinden wir uns auf dem Weg der selektiven Reproduktion?  \n  \nMit dem Begriff des demographischen Wandels verbinden sich strukturelle und dynamische Veränderungen der Bevölkerung seit den 1970er Jahren in Deutschland. Besonders deutlich treten diese Veränderungen im Heirats- und des generativen Verhaltens zutage. Hinsichtlich des generativen Verhaltens beobachten wir einen Anstieg in der Inanspruchnahme der MAR in den Jahren zwischen 1998 und 2024. \nDas Konzept der risikobehafteten öffentlichen Gesundheit (Public Health) und die Einstufung von ca. 80-90% aller Schwangerschaften als Risikoschwangerschaften schließt das Angebot genetischer Beratung und Untersuchungen von möglichen vererbbaren Krankheiten des künftigen Kindes ein.  Die erwähnten Verfahren\, die Präimplementationsdiagnostik (PID) und die Pränataldiagnostik (PND) werden sowohl in der MAR als auch bei der natürlichen Fortpflanzung angewandt. Beide reproduktionsmedizinische Verfahren in Verbindung mit der genetischen Diagnostik stellen werdende Eltern selbstbestimmt und frei entscheiden zu können\, ob sie ein „gesundes“ oder ein wahrscheinlich erbkrankes Kind haben möchten. \n\nVita \nJochen Fleischhacker studierte von 1976 bis 1980 Wirtschaftswissenschaften und Demographie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im ersten Drittel des Jahres 1980 weilte er zu einem Studienaufenthalt in Indien/Delhi/Kalkutta/Bombay/Trivandrum\, zur Materialsammlung der Volkszählung. Seit dem Jahr 1980 bis 1997 war Jochen Fleischhacker Wissenschaftlicher Assistent\, Sektion Wirtschaftswissenschaften\, Lehrstuhl Demographie an der HUB. 1981 verteidigte er seine Promotion zu sozioökonomischen Ursachen und Folgen des raschen Bevölkerungswachstums auf dem indischen Subkontinent in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und 1990 erhielt er die Facultas Docendi im Fach Demographie. \nZwischen 1997 und 2002 war Jochen Fleischhacker Leiter der neu gegründeten Arbeitsgruppe Projects on the  History of Demographic Thinking am Max-Planck-Institut für demografische Forschung\, Rostock. Beginnend mit dem Sommersemester 2003 bis zum Sommersemester 2020 war er Lehrbeauftragter für Demographie an der Hochschule für Wirtschaft und Technik\, Berlin. \nSeit 2022 ist Jochen Fleischhacker Mitglied der Leibniz Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.
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DESCRIPTION:Donnerstag\, den 9. April 2026 \n13:00–15:00 Uhr\, Plenum der Leibniz-Sozietät \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin.\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Link ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/67080724974?pwd=jYv65eVoFXV9K1YpM750E1rKbyMqdc.1 \n\nVortrag: \nFranziska Tanneberger (Universität Greifswald) \nVerbreitung und Zustand der Moore in Deutschland\, Europa und weltweit \nAbstract: \nDer Vortrag stellt Verbreitung und Zustand der Moore in Deutschland\, Europa und weltweit dar. Dabei werden aktuelle Zahlen und Karten insbesondere aus dem 2022 herausgegebenen Global Peatland Assessment vorgestellt. Für Europa wird auf das 2017 gemeinsam von über 140 Moorkundler*innen aus allen Ländern Europas publizierte „European Mires Book“ zurückgegriffen. Trotz der weltweit größten anteiligen Verluste an Mooren ist Europa ein Kontinent mit bedeutender Moorvielfalt. Die zehn europäischen Haupt-Moorregionen repräsentieren die regionale Vielfalt und die biologische Vielfalt der Ökosysteme. Das Ausmaß der Degradation nimmt von Norden nach Süden deutlich zu. In mehr als der Hälfte der europäischen Moorregionen wird das Ziel von mindestens 17% der Fläche in Schutzgebieten nicht erreicht. Weltweit entweichen 4% der gesamten Treibhausgasemissionen aus entwässerten Mooren. In Deutschland sind es 7%\, und in einigen moorrreichen Regionen mehr als ein Drittel. Eine aktuelle Hotspot-Karte der EU zeigt\, wo die Emissionen am größten sind. Wesentliche Landnutzungsoptionen auf wiedervernässten Mooren sind Wildnis\, Paludikultur (nasse Landwirtschaft) und Photovoltaik. Diese werden mit ihren Effekten auf Klima und Biodiversität ebenfalls kurz vorgestellt. \nVita: \nPD Dr. Franziska Tanneberger ist habilitierte Landschaftsökologin an der Universität Greifswald und Leiterin des Greifswald Moor Centrum (GMC). Ihr Forschungsschwerpunkt sind Niedermoore in Mittel- und Osteuropa sowie Sibirien\, insbesondere Brutvögel\, Torfbildung und Effekte der landwirtschaftlichen Nutzung. Sie ist Autorin zahlreicher Fachpublikationen\, Herausgeberin von Standardwerken wie dem „Europäischen Moorbuch“ und Hauptautorin des Global Peatlands Assessment. Das Greifswald Moor Centrum ist Schnittstelle zwischen Wissenschaft\, Politik und Praxis für alle moorbezogenen Fragen mit etwa 150 Moorfachleuten und einer Partnerschaft von Universität Greifswald\, Michael Succow Stiftung\, DUENE e.V. und Stiftung Moorbibliothek.
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SUMMARY:Klassensitzung Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 9. April 2026 \n10:00–12:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDie Zoom-Einwahl erfolgt mit folgendem Link:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/67080724974?pwd=jYv65eVoFXV9K1YpM750E1rKbyMqdc.1 \n\nVortrag: \nErnst-Peter Jeremias (MLS) \nMobilitätspolitik im Koalitionsvergleich 2021–2029: Ziele auf der Überholspur oder nur Standstreifen? \nAbstract: \nKernaussage: Weltweit ist Elektromobilität 2026 ein industrieller Mainstream. In Deutschland reicht der technische Hochlauf jedoch noch nicht aus\, weil nachhaltige Mobilität mehr verlangt als elektrische Antriebe: weniger privater Pkw-Besitz\, mehr ÖPNV\, mehr geteilte Nutzung\, mehr erneuerbarer Strom und eine konsequente Kreislaufwirtschaft. \nGlobal wächst die Elektromobilität weiter dynamisch. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur wurden 2024 weltweit mehr als 17 Millionen Elektroautos verkauft; für 2025 wurde bereits ein Anteil von mehr als einem Viertel aller Neuwagen erwartet. China bestimmt dabei Kosten\, Skalierung und Batterietechnik\, Europa folgt unter deutlich höherem Wettbewerbsdruck. \nAuch in Europa und Deutschland zeigt sich ein klarer Fortschritt. In der EU lag der BEV-Anteil (Battery Electric Vehicle) 2025 bei 17\,4 Prozent\, im Januar 2026 bereits bei 19\,3 Prozent. In Deutschland waren zum 1. Januar 2026 gut 2\,03 Millionen batterieelektrische Pkw zugelassen; zugleich standen Anfang Februar 2026 rund 196.000 öffentliche Ladepunkte zur Verfügung. Damit verbessert sich die technische Basis der Elektromobilität sichtbar. \nTrotzdem bleibt der Verkehrssektor klimapolitisch das Sorgenkind. Die aktuellen Projektionsdaten des Umweltbundesamtes zeigen für den Verkehr bis 2030 weiterhin eine deutliche Zielverfehlung. Der Grund liegt nicht nur im Antrieb\, sondern in der Struktur: Der motorisierte Individualverkehr dominiert den Alltag weiterhin\, besonders im ländlichen Raum. Ein privates Elektroauto ist ökologisch zwar besser als ein Verbrenner\, löst aber weder das Problem geringer Auslastung noch den hohen Flächen- und Ressourcenverbrauch des Systems. Das Thema löst aber auch einen Spannungskonflikt zwischen deutscher Industriepolitik\, insbesondere in der Automobilindustrie und der Klimapolitik aus. \nDie aktuelle Energiekrise infolge des Iran-Krieges verdeutlicht diese Verwundbarkeit zusätzlich. Die Benzinpreise stiegen im März 2026 binnen weniger Tage wieder auf deutlich über 2 Euro je Liter. Das spricht nicht gegen die Verkehrswende\, sondern für ihre Beschleunigung. Nachhaltig wird Mobilität jedoch erst dann\, wenn Elektrifizierung mit Modal Shift\, Carsharing\, erneuerbaren Energien\, stationärer Zweitnutzung von Fahrzeugbatterien und hochwertigem Recycling kritischer Rohstoffe verbunden wird. \nGerade im ländlichen Raum zeigt das Pilotprojekt FleckoMobil\, worauf es praktisch ankommt: Das Fahrzeugkonzept ist technisch überzeugend und energieeffizient\, die wirtschaftliche Tragfähigkeit hängt aber an Auslastung\, einfacher Nutzung\, lokaler Unterstützung und tragfähigen Organisationsstrukturen. \nDie Zukunft der Mobilität bis 2035 entscheidet sich deshalb nicht allein an der Batterie\, sondern an der Frage\, ob Deutschland den Schritt vom privaten Besitzauto zu einem integrierten\, geteilten und erneuerbar betriebenen Mobilitätssystem schafft. \nQuellenhinweis (Auswahl): IEA Global EV Outlook 2025; ACEA Pkw-Neuzulassungen 2025/Januar 2026; KBA Fahrzeugbestand 1.1.2026; Bundesnetzagentur Ladeinfrastruktur 1.2.2026; Umweltbundesamt Projektionsdaten 2026; ADAC Spritpreisentwicklung März 2026; FleckoMobil-Berichte 2025/2026. \n  \nVita: \nErnst-Peter Jeremias absolvierte nach einer Berufsausbildung mit Abitur bei Bergmann-Borsig/Görlitzer Maschinenbau ein Studium der Kraftwerksanlagen und Energieumwandlung an der Ingenieurhochschule Zittau. Er schloss das Studium zunächst als Hochschulingenieur ab und erwarb 1976 den Abschluss als Diplom-Ingenieur auf dem Gebiet der Kraftwerkstechnik. Von 1976 bis 1980 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Reaktorwärmetechnik am Kernkraftwerk Rheinsberg tätig\, anschließend bis 1991 als Gruppenleiter auf diesem Fachgebiet. 1988 promovierte er zum Dr.-Ing. an der Akademie der Wissenschaften der DDR am Kernforschungszentrum Rossendorf auf dem Gebiet Thermodynamik von Druckwasserreaktoren. Von 1991 bis 1994 war er geschäftsführender Gesellschafter der entec Planungsgesellschaft GbR. Von 1994 bis 2018 wirkte er als geschäftsführender Gesellschafter der tetra ingenieure GmbH\, einer Planungs- und Beratungsgesellschaft für Energie- und Umwelttechnik sowie Gebäude- und Versorgungstechnik; bis Juni 2023 war er Gesellschafter dieses Unternehmens. Heute ist er als selbstständiger Berater tätig\, mit den fachlichen Schwerpunkten Sektorenkopplung\, Elektromobilität und integrierte Energiesysteme. Seit 2020 ist er zudem freiberuflicher Dozent bei der Handwerkskammer Potsdam im Themenfeld Elektromobilität und Ladeinfrastruktur. Ernst-Peter Jeremias ist seit 2019 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. Er ist stellvertretender Sekretar der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften und mit Dr. Norbert Mertzsch gemeinsam Leiter des Arbeitskreise Energie\, Mensch und Zivilisation in der Leibniz Sozietät.
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SUMMARY:5. Rohstoffkolloquium
DESCRIPTION: 5. Rohstoffkolloquium der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin \nAm 18. März 2026\, 10:00 Uhr in Berlin (CEDIO Konferenzzentrum; Storkower Bogen; https://www.storkower-bogen.de/tagen-feiern). Das Kolloquium kann auch online verfolgt werden via Zoom:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/61753277277?pwd=AqRjA86ISfR7EXCnaaCjDtH6UsYOBI.1 – Meeting-ID: 617 5327 7277 \nThema: Rohstoffe und Energiebereitstellung: Innovative Ansätze und Strategien für eine gesicherte und zukunftsfähige Energieversorgung\nDie Reihe der Rohstoffkolloquien des Arbeitskreises GeoMUWA der Leibniz-Sozietät (https://leibnizsozietaet.de/category/arbeitskreise-2/ak-geomuwa/) behandelte bisher verschiedene Aspekte natürlicher Rohstoff- und Energieressourcen\, z.B. \n\nKritische Rohstoffe\, Gewinnung bis Entsorgung: Die Geowissenschaften als Problemlöser\nAuswirkungen wachsender geo- und klimapolitischer Herausforderungen auf die Rohstoffversorgung Deutschlands und Europas\nKritische Rohstoffe – große Bedeutung und geringes öffentliches Bewusstsein\nDas neue europäische Gesetz zu kritischen Rohstoffen – The Critical Raw Materials Act: Herausforderungen und Maßnahmen\n\nDas 5. Rohstoffkolloquium thematisiert die wachsenden Herausforderungen im Bereich der Rohstoffbereitstellung für die Energieversorgung\, die nach innovativen Lösungen verlangen\, um eine gesicherte und zukunftsfähige Energieversorgung zu gewährleisten. Dieses Kolloquium widmet sich der Analyse aktueller Strategien und der Entwicklung neuer Konzepte zur effektiven Erkundung und Nutzung von Energierohstoffen sowie von Rohstoffen\, die für die Herstellung energieproduzierender Systeme erforderlich sind. Experten aus Wissenschaft\, Industrie und Politik sind eingeladen\, ihre Perspektiven zu teilen und neue Lösungswege aufzuzeigen. \nZiel des Kolloquiums ist es\, eine interdisziplinäre Plattform für den Austausch von Ideen und die Förderung kooperativer Projekte zu schaffen\, die Synergien zwischen den verschiedenen Akteuren unterstützen\, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln\, die den aktuellen Herausforderungen im Bereich der Energierohstoffe und Energieerzeugung gerecht werden. \nPROGRAMM (10:00-16:00 Uhr) (Programmflyer als PDF) \n10:00-10:10: Wolfgang Methling (MLS): Eröffnung \n10:10-10:30: Christoph Hilgers (MLS\, Karlsruher Institut für Technologie): Rohstoff- und Energie-bereitstellung – Strategien im geopolitischen Kontext \n10:30-11:00: Christina Labusch (REMONDIS): Thermische Verwertung als Baustein einer nachhaltigen Abfallwirtschaft \n11:00-11:30: Axel Wenke (Neptune Energy Berlin): Altmark Lithium Extraction: Project ALE \n11:30-12:00: Sebastian Hasenstab-Riedel (FU Berlin): Reaktiv-ionische Flüssigkeiten für eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen \n 12:00-12:30: Ernst-Peter Jeremias\, Norbert Mertzsch\, Gerhard Pfaff (alle MLS): Klimaschutz in Deutschland scheitert nicht an Physik\, Technik oder Rohstoffen\, sondern an politischer Inkonsistenz \n12:30-13:30 Mittagspause \n13:30-14:00: Melike Yildirim Ayyildiz\, Jasemin A. Ölmez\, Christoph Hilgers (Karlsruher Institut für Technologie): Meeting the Critical Raw Materials Act mining targets: A probability analysis for strategic Rare Earth Elements \n14:00-14:30: Carlo Burkhardt (HS Pforzheim): Recycling von Seltene-Erden-Magneten \n14:30-14:50: Axel Müller (MLS\, Universität Oslo): Siliziumproduktion für Photovoltaik in Deutschland \n 14:50-15:10: Axel Müller (MLS\, Universität Oslo): Uranwirtschaft im Wandel – Exploration\, Gewinnung und Perspektiven \n15:10-15:30: Sebastian Tappe (TU Bergakademie Freiberg) Muss sich klassische Lagerstättenlehre an aktuelle Rohstofftrends anpassen? \n15:30-16:00: Zusammenfassende Diskussion und Ausblick \nAnmeldung von Beiträgen bitte an Axel Müller (a.b.muller@nhm.uio.no)\, Gerhard Pfaff (pfaff.pigmente@gmx.de)\, Christoph Hilgers (christoph.hilgers@kit.edu) oder Reinhard Greiling (r.o.greiling@kit.edu) senden. Die Teilnahme ist kostenlos. \nAbstracts der Vorträge:\n  \nChristoph Hilgers (MLS\, Karlsruher Institut für Technologie – KIT\, Karlsruhe) \n Rohstoff- und Energiebereitstellung – Strategien im geopolitischen Kontext \nDie Energie- und Rohstoffbedarf Deutschlands\, der drittgrößten Wirtschaftsnation der Welt\, wird auch in Zukunft nur durch Importe gedeckt\, zu der ressourceneffiziente Kreislaufsysteme beitragen können. \nSoziale\, technologische\, ökonomische\, ökologische\, legale\, (geo)politische\, ethische und geologische Faktoren (kurz STEEL-PEG) stellen jedoch im internationalen Wettbewerb zunehmend größere Anforderungen an resilient Lieferketten. \nDas bislang nicht gelöste deutsche Trilemma bezahlbarer\, verlässlicher und umweltverträglicher Energieversorgung und die zunehmend ausgelagerte Rohstoff- und Materialversorgung stellen energie- und materialintensive (und gleichzeitig strategische) Branchen aufgrund hoher Kosten und Lieferengpässen vor Herausforderungen. \nAn ausgewählten Beispielen wird aufgezeigt\, wie Lieferketten durch Import- und Marktkonzentrationen\, durch Geopolitik mit Handelskonflikten\, politischen Instabilitäten und Kriegen\, durch Handelspolitik mit Zöllen\, Handelsbeschränkungen oder Handelsabkommen sowie durch Unfälle\, Naturkatastrophen oder Streiks disruptiv beeinträchtigt wurden. \nVersorgungssicherheit kann durch Agilität\, Anpassungsfähigkeit und Abstimmung der Stakeholdern resilient gestaltet werden\, wenn strategische Rohstoffe und strategische Branchen nicht nur hinsichtlich gesellschaftspolitischer Planziele\, sondern auch bei disruptiven Ereignissen resilient bleiben. \n  \nChristina Labusch (REMONDIS) \nThermische Verwertung als Baustein einer nachhaltigen Abfallwirtschaft  \n Die EU-Abfallrahmenrichtlinie und das Kreislaufwirtschaftsgesetz legen die Abfallhierarchie fest. Dementsprechend sind zunächst Abfälle zu vermeiden\, Ressourcen wiederzuverwenden\, bevor sie vor allem stofflich recycelt und (energetisch) verwertet werden. Im unteren Ende der Abfallhierarchie ist schließlich die Beseitigung angesiedelt. Seit 2005 besteht in Deutschland im Unterschied zu anderen europäischen Ländern ein Deponierungsverbot für heizwertreiche Abfälle. Um deren Deponierung zu verhindern\, rückte in den vergangenen 20 Jahren zunehmend die energetische Verwertung von Abfällen in den Fokus einer nachhaltigen Abfallwirtschaft. REMONDIS betreibt weltweit unter Anderem 21 Thermische Abfallbehandlungsanlagen sowie 10 Ersatzbrennstoffproduktionsanlagen. \nDer Vortrag gibt einen Einblick in die energetische Verwertung von Abfällen bei REMONDIS und zeigt\, wie wertvolle Ressourcen geschont werden\, weil Reststoffe oft nicht mehr stofflich recycelt werden können. In ausgewählten Beispielen werden die Erzeugung von Fernwärme und Strom für Kommunen und Haushalte sowie die Bedeutung für die Dekarbonisierung des Wärmenetzes bis 2045 beleuchtet. \nIn einem zweiten Schritt wird auf die Abtrennung von Metallen für das Recycling in Thermischen Abfallbehandlungsanlagen\, den Einsatz von stabilisierten Schlacken als Recyclingbaustoffe und auf die Ausschleusung von Schadstoffen aus dem Kreislauf eingegangen. Die starke Verringerung der Deponierung von Siedlungsabfällen in Deutschland ist das Ergebnis eines konsequenten Zusammenspiels von Recycling\, Vorbehandlung und thermischer Verwertung. \n  \nAxel A.O. Wenke (Neptune Energy Berlin) \nAltmark Lithium Extraction: Project ALE \nDas Projekt Altmark Lithium Extraction (Project ALE) nutzt das Altmark-Gasfeld in Sachsen-Anhalt\, Deutschland\, für die Gewinnung von Lithium aus geothermischen Solen neu. Das Altmark-Feld ist das zweitgrößte Onshore-Gasfeld innerhalb der EU mit einer kumulierten Förderung von mehr als 213 Mrd.Sm3 seit 1969. Reservoir ist das permische Rotliegend\, welches neben Gas auch Solen mit erhöhten Lithiumgehalten enthält. Nach Jahrzehnten der Erdgasförderung wird nun die Sole als untertägige Ressourcenbasis für eine heimische Lithiumversorgung neu entwickelt. Die mittlere Lithiumkonzentration in der Sole unterhalb des Gas-Wasser-Kontakts liegt im Mittel bei 440 mg/l\, lokal bis 640 mg/l. \nEin erster Anlauf zur Erschließung der Lithiumressource in der Altmark erfolgte bereits in den 1980er-Jahren\, wurde jedoch kurz vor Inbetriebnahme einer ersten Demonstrationsanlage aus wirtschaftlichen und politischen Gründen eingestellt. Die systematische Neuentwicklung des Feldes begann 2022. 2024 erhielt das Projekt das erste bergbaurechtliche Bewilligungsfeld zur Förderung von Lithium aus Solen in Deutschland\, die Bewilligung Jeetze-L. Das Projekt verfolgt eine phasenweise Entwicklungsstrategie\, die auf bestehenden Bohrungen\, Infrastrukturen und Untergrundkenntnissen aufbaut und neue Erkundungs- und Erschließungsaktivitäten sowie den Einsatz von direkter Lithium Extraktion (Direct Lithium Extraction\, DLE) kombiniert. Mehrere Pilotanlagen vor Ort haben bereits die Herstellung von batteriegeeignetem Lithiumcarbonat demonstriert. Eine Demonstrationsanlage im größeren Maßstab ist für 2028 geplant\, die kommerzielle Produktion soll 2030 beginnen. Gegenwärtig ist im Endausbau eine Produktion von ca. 24.000 t LCE geplant\, die Größe der Ressource lässt jedoch eine deutlich höhere Skalierung zu. \nNeben den geologischen und extraktionstechnischen Herausforderungen wird es wichtig sein\, den Aufbau einer Wertschöpfungskette in der Postextraktion unterstützend mit aufzubauen\, um eine regional naheliegende Abnahme zu gewährleisten. Hier bietet der nord- bis mitteldeutsche Raum hervorragende Bedingungen\, speziell an den Chemieparkstandorten Bitterfeld-Wolfen und Lausitz\, bei Batterie- und Autoproduzenten in Brandenburg und Niedersachsen\, sowie Chemikalienvertriebe im Hamburger Raum. \nFür die Region ist des Projekt ALE eine große Möglichkeit für eine zukünftige Wertschöpfung mit neuen Arbeitsplätzen im nachhaltigen Sektor. \n  \nSebastian Hasenstab-Riedel (Freie Universität Berlin\, Center for Sustainable Resources) \nReaktiv-Ionische Flüssigkeiten für eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen \nEine immer wichtigere nachhaltige Nutzung von Ressourcen erfordert innovative chemische Ansätze\, die eine hohe Reaktivität\, Sicherheit und Energieeffizienz miteinander verbinden. Reaktiv-Ionische Flüssigkeiten (Reactive Ionic Liquids\, RILs) stellen eine neuartige und vielseitige Stoffklasse dar\, die all diese Anforderungen erfüllen kann. \nIn diesem Beitrag werden neue Ansätze präsentiert\, die auf der Verwendung von reaktiv-Ionischen Flüssigkeiten basieren. Diese Ansätze adressieren industrielle Verfahren\, die für die Herstellung von Basischemikalien von Relevanz sind. Sie ermöglichen die Nutzung von Biomasse und leisten einen Beitrag zur indirekten Stromspeicherung. Somit kann diese Stoffklasse einen signifikanten Beitrag zur erforderlichen Transformation der chemischen Industrie sowie zur Sektorenkopplung Chemie/Energie leisten. \n  \nErnst-Peter Jeremias (MLS\, Flecken Zechlin)\, Norbert Mertzsch (MLS\,Rheinsberg)\, Gerhard Pfaff (MLS\, Berlin) \n Klimaschutz in Deutschland scheitert nicht an Physik\, Technik oder Rohstoffen\, sondern an politischer Inkonsistenz \nKlimaschutz in Deutschland scheitert nicht an Physik\, Technik oder Rohstoffen\, sondern vor allem an politischer Inkonsistenz. Der Klimawandel ist keine Frage politischer Meinungen\, sondern eine naturwissenschaftlich gut verstandene Folge steigender Treibhausgasemissionen. Internationale Klimaziele und nationale Klimaschutzgesetze sind daher keine willkürlichen politischen Setzungen\, sondern notwendige Reaktionen auf physikalische Prozesse\, zeitverzögerte Wirkungen und absehbare Risiken für Umwelt\, Wirtschaft und Gesellschaft. Klimaschutz ist damit untrennbar mit Energie-\, Industrie- und Ressourcenpolitik verbunden. \nAus wissenschaftlicher Sicht gilt die Kombination aus dem Ausbau erneuerbarer Energien und der Elektrifizierung von Wärme\, Mobilität und Industrie als effizientester derzeit verfügbarer Pfad zur Emissionsminderung. Wind- und Solarenergie zeichnen sich durch sinkende Kosten\, hohe Skalierbarkeit und geringe Umweltwirkungen im Betrieb aus. Im Stromsektor wurden in Deutschland deutliche Fortschritte erzielt. Gleichzeitig bestehen strukturelle Defizite bei Netzen\, Speichern und der Flexibilisierung des Energiesystems\, die den Übergang in die Endverbrauchssektoren erheblich bremsen. \nIm Verkehrssektor ist die Evidenz eindeutig: Batterieelektrische Antriebe sind dem Verbrennungsmotor hinsichtlich Energieeffizienz und Emissionsminderung deutlich überlegen. Ihr Hochlauf wird jedoch bislang noch durch politische Unsicherheiten\, volatile Förderbedingungen und infrastrukturelle Ungleichgewichte gehemmt. Zudem reicht ein reiner Austausch von Antriebstechnologien nicht aus; erforderlich sind integrierte und intelligente Mobilitätskonzepte. \nZunehmend rückt die Ressourcenfrage in den Fokus. Die Energiewende ist zugleich eine Rohstoffwende. Kritische Materialien sind unverzichtbar\, jedoch grundlegend von fossilen Energieträgern zu unterscheiden: Sie werden nicht verbraucht\, sondern in technischen Systemen gebunden und sind prinzipiell recycelbar. Die wissenschaftliche Gesamtbewertung ist eindeutig: Klimaschutz ist technologisch machbar und ökonomisch sinnvoll. Die größten Risiken liegen nicht im Mangel an Technologien oder Rohstoffen\, sondern in fehlender Konsistenz\, Verlässlichkeit und Geschwindigkeit politischer Entscheidungen. \n  \nMelike Yildirim Ayyildiz\, Jasemin A. Ölmez\, Christoph Hilgers (alle Karlsruher Institut für Technologie – KIT\, Karlsruhe) \nMeeting the Critical Raw Materials Act mining targets: A probability analysis for strategic Rare Earth Elements \nThe European Union aims to decrease its dependency on critical and strategic raw materials essential for clean energy technologies and defense applications. The Critical Raw Materials Act (CRMA) established benchmarks\, including the requirement that by 2030 at least 10% of the EU’s annual demand for strategic raw materials should be met through domestic mining. This study evaluates the feasibility of achieving this target for strategic rare earth elements\, which are needed for technologies such as electric vehicles and wind turbines. A probabilistic assessment was conducted for the Norra Kärr deposit in Sweden using Monte Carlo simulation to analyze the likelihood of meeting the 10% benchmark. Given the uncertainties in achieving planned tonnage and grade\, the analysis follows PERC reporting standards and applies a ±50% success rate\, reflecting the scoping study stage of the project. As the result depend on future demand projections\, we use literature data of strategic REEs on low and high demand scenarios as well as future demand data of REEs published by the EU as input parameters for the simulation. Our results indicate\, that fulfilling the CRMA benchmark could be feasible in both selected low demand and high demand scenarios\, whereas according to EU data it is likely to be unfeasible. Additionally\, this study examines diversification strategies adopted by industrialized nations—including the United States\, Japan\, South Korea\, Australia\, and the EU—and analyzes the timeframes required to establish supply chains from mining to heavy REE production\, illustrated through the Japan–Australia partnership case study. \n  \nCarlo Burkhardt (Hochschule Pforzheim) \n Recycling von Seltene-Erden-Magneten \n Die Einrichtung einer Kreislaufwirtschaft für Seltene Erden (SE) in Europa ist aus ökologischen\, sozialen und governancebezogenen Gründen (ESG) sowie zur Minderung des Risikos von Lieferkettenunterbrechungen von entscheidender Bedeutung. Die Gewinnung und Verarbeitung von Seltenen Erden ist mit erheblichen Umweltbelastungen verbunden\, darunter erhebliche CO2-Emissionen und die Zerstörung von Lebensräumen. Durch das Recycling und die Wiederverwendung dieser kritischen Materialien kann Europa Umweltschäden reduzieren\, einen Beitrag zu den Klimazielen leisten und Initiativen zur sozialen Verantwortung unterstützen. Die Sicherheit der Lieferkette ist ein dringendes Anliegen\, da Europa nach wie vor in hohem Maße von Importen aus Regionen abhängig ist\, die geopolitischen Spannungen ausgesetzt sind\, insbesondere von China\, das den größten Teil der Seltenerdproduktion kontrolliert. Diese Abhängigkeit setzt Schlüsselindustrien wie die Automobilindustrie\, die Elektronikindustrie und die Branche der erneuerbaren Energien erheblichen Risiken aus. Das Gesetz über kritische Rohstoffe (CRMA) betont die strategische Bedeutung der Sicherung von Rohstoffen durch nachhaltige und kreislaufwirtschaftliche Lösungen. Eine Kreislaufwirtschaft entspricht den Zielen des CRMA\, indem sie die Importabhängigkeit verringert\, technologische Innovationen fördert und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit und ökologische Nachhaltigkeit Europas sicherstellt. \nDie Einrichtung einer Kreislaufwirtschaft für Seltenerd-Permanentmagnete in Europa steht jedoch vor mehreren Herausforderungen: Ein großes Hindernis ist die Komplexität der Recyclingprozesse\, da Seltenerdmagnete oft tief in elektronischen Geräten eingebettet sind\, was die Trennung schwierig und kostspielig macht. Darüber hinaus behindert die begrenzte Verfügbarkeit von Sammel- und Recyclinginfrastrukturen eine effiziente Materialrückgewinnung. Technologische Einschränkungen und uneinheitliche Abfallklassifizierungsstandards in den europäischen Ländern erschweren die Bemühungen zusätzlich. \nUm diese Herausforderungen zu bewältigen\, sind koordinierte Lösungen und Investitionen in fortschrittliche Recyclingtechnologien sowie die Schaffung eines harmonisierten Rechtsrahmens zur Standardisierung der Abfallsammlung und -verarbeitung erforderlich. Der Vortrag stellt die neuesten Entwicklungen bei den Recyclingtechnologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette vor und untersucht\, wie eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Industrie\, Wissenschaft und Regierungen dazu beitragen kann\, Innovationen voranzutreiben und bewährte Verfahren auszutauschen. \n  \nAxel Müller (MLS\, Natural History Museum\, University of Oslo) \nSiliziumproduktion für Photovoltaik in Deutschland \nDas natürliche Mineral Quarz (SiO2) ist der Hauptrohstoff für die Herstellung von Wafern für die Solarzellenproduktion über die Zwischenprodukte Rohsilizium\, Polysilizium und monokristallines Solarsilizium. In Deutschland war die Siliziumhütte der RW Silicium GmbH in Pocking (Niederbayern) in Betrieb\, der einzige Rohsiliziumproduzent in Deutschland mit einem Weltmarktanteil von 0\,6 %. Das Werk schloss am 31. Dezember 2025\, und alle 110 Beschäftigten wurden gekündigt. Als Gründe für die Schließung werden hohe Strompreise\, eine rückläufige Nachfrage im Zuge der deutschen Industriekrise sowie starker Preisdruck durch preisgünstiges Silizium\, insbesondere aus China\, genannt. Damit ist die Basis der Wertschöpfungskette für die Siliziumwaferproduktion in Deutschland entfallen\, und 100 % des Rohsiliziums für die Solarzellenherstellung in Deutschland müssen importiert werden. Das steht im Kontrast dazu\, dass Deutschland beim Ausbau der Photovoltaik in Europa führend ist: Anfang 2025 waren über 100 Gigawatt (GW) installiert\, die mit c. 15 % zur gesamten inländischen Stromproduktion beitragen. Im Vortrag werden die Siliziumrohstoffimporte und die damit verbunden Importabhängigkeiten beleuchtet sowie die daraus resultierenden Konsequenzen für die Wertschöpfungskette der Solarzellenproduktion in Deutschland. \n  \nAxel Müller (MLS\, Natural History Museum\, University of Oslo) \nUranwirtschaft im Wandel – Exploration\, Gewinnung und Perspektiven \nDie EU ist in hohem Maße auf Uran für die Kernenergieproduktion angewiesen\, die etwa 25% des Stroms innerhalb der Wirtschaftsunion liefert. Derzeit betreiben 12 der 27 EU‑Mitgliedstaaten\, Belgien\, Bulgarien\, Tschechien\, Finnland\, Frankreich\, Ungarn\, die Niederlande\, Rumänien\, die Slowakei\, Slowenien\, Spanien und Schweden\, Kernkraftwerke. Einige dieser Länder produzieren nicht nur nuklearen Strom\, sondern exportieren ihn auch an ihre Nachbarländer. Uran sieht sich jedoch wachsenden Risiken in der Lieferkette gegenüber: Die EU ist stark abhängig von Importen von Rohuran aus Kasachstan\, Russland und Australien sowie von Russland für die Urananreicherung und die Herstellung von Brennstäben. Diese Abhängigkeiten and die generelle sich verschärfende geopolitische Situation haben seit 2022 zu einem starken Anstieg des Uranpreises beigetragen. Deutschland hat seine Kernkraftwerke im Jahr 2023 stillgelegt. Obwohl Deutschland eine Schwerpunktversorgung mit erneuerbarer Energie anstrebt\, ist es insbesondere bei geringer Wind‑ und Solarenergieproduktion oder hoher Nachfrage auf ausländische Kernenergie angewiesen; Importe aus Frankreich\, der Schweiz und Schweden machen bis zu 2 % des gesamten Strombedarfs aus. Damit sind selbst Länder wie Deutschland\, die keine Kernkraftwerke mehr betreiben\, vom Import nuklearer Energie abhängig und von den damit verbundenen Uranbereitstellungs- und Lieferrisiken betroffen. Im Vortrag wird ein Überblick über die Aktivitäten und Akteure in der Uranerkundung\, -gewinnung und -anreicherung gegeben. Außerdem werden die Risiken entlang der Lieferkette analysiert und die aktuellen sowie zukünftigen Auswirkungen auf die Nuklearenergieproduktion in Europa und weltweit erörtert. \n  \nSebastian Tappe (Technische Universität Bergakademie Freiberg\, Deutschland) \n Muss sich klassische Lagerstättenlehre an aktuelle Rohstofftrends anpassen? \n Nichts ist mehr so\, wie es einmal war. Tiefgreifende Zäsuren erschüttern die internationale Staatengemeinschaft und Zeitenwenden gehören mittlerweile zum Tagesgeschäft. Unsichere Zeiten und militärische Konflikte haben seit jeher Rohstofftrends geprägt. Hinzu kommt die Erkenntnis im 21. Jahrhundert\, dass wir mit den Folgen des menschengemachten Klimawandels umzugehen lernen müssen und der stetigen Erderwärmung irgendwie entgegenwirken sollten. Letzteres benötigt gesicherte und zukunftsfähige Rohstoffketten\, um eine Grüne Energiewende umzusetzen (Klimaneutralität bis 2045). \nHochschullehrern kommt in solchen düster anmutenden Zeiten eine besondere Verantwortung zu. Es gilt neue Generationen von Forschern\, Denkern und Entrepreneuren auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten – wenn das überhaupt möglich ist. Dabei ist klassische Lehre unabkömmlich\, muss aber mehr denn je Raum schaffen für neue Ideen und Konzepte. Das relativ starre Korsett einer deutschen Universität macht es den Hochschullehrern nicht immer einfach\, schnell auf Änderungen in der Gesellschaft zu reagieren. Mit meinem Vortrag soll gezeigt werden\, wie sich klassische Lagerstättenlehre und aktuelle Rohstofftrends flexibel zusammenführen lassen\, in einem Format das die heutige Jugend hoffentlich für die Herausforderungen der Zukunft begeistern kann. \n 
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DESCRIPTION:Donnerstag\, den 12. März 2026 \nSitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Die Zoom-Daten sind folgende:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/62972605833?pwd=bvbMck7RoyOPjX8QABBNf9ALaKudN8.1\nMeeting-ID: 629 7260 5833 \nHinweis: Nach dem Ende der Klassensitzung erfolgt durch den Klassensekretar die Vorstellung der für die Zuwahl 2026 eingereichten Zuwahlvorschläge aus der Klasse. Nur die anwesenden Mitglieder der Klasse nehmen an dieser Information teil. In geheimer Abstimmung wird über die Aufnahme der vorgeschlagenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in die Kandidatenliste für die Zuwahl in die Leibniz-Sozietät entschieden.\n\nVortrag: \nBernhard Weßling (MLS\, Jersbek) \nEntropie als Kriterium für Nachhaltigkeit\nAbstract: \nDrei Aspekte sind die Motivation für die Entwicklung des Konzepts\, das im Vortrag vorgestellt wird: \n\n„Nachhaltigkeit“ ist ein inflationär und im Wesentlichen für politisches und kommerzielles Marketing missbrauchter Begriff geworden.\nThermodynamik und v.a. Entropie werden nur sehr eingeschränkt und zumeist falsch verstanden\, die Nicht-Gleichgewichts-Thermodynamik ist so gut wie unbekannt\, selbst bei Naturwissenschaftlern.\nIn der Klimaforschung und der Diskussion um klimastabilisierende Maßnahmen spielt Thermodynamik praktisch keine Rolle.\n\nIm Vortrag wird gezeigt\, wie Entropie im nicht-gleichgewichts-thermodynamischen Rahmen sehr lebensnah verstanden und vermittelt werden kann. Auf dieser Basis wird eine umfassend definierte Nachhaltigkeit – die Erhaltung der Lebensgrundlagen auf der Erde – mit dem Nachhaltigkeits-Kriterium „Entropie“ vorgestellt. Das Kriterium ist objektiv\, und die Ergebnisse sind nach Anwendung des Kriteriums falsifizierbar. Es wird gezeigt\, dass \n\n„klimaneutral“ nicht automatisch auch „nachhaltig“ ist;\ntechnologische Maßnahmen zur Klimastabilisierung (Erniedrigung der CO2-Konzentration der Atmosphäre) in extremer Form nicht-nachhaltig sind.\n\nNachhaltige Vorgehensweisen (natürliche und zu renaturierende Ökosysteme sowie Biolandwirtschaft) werden kurz vorgestellt. \nVita: \nBernhard Weßling promovierte 1977\, forschte danach in Polymerchemie\, Kolloidwissenschaft und Thermodynamik\, zugleich tätig als Chemieunternehmer. Er entwickelte eine neue\, nicht-gleichgewichtsthermodynamische Theorie für kolloidale Systeme und das weltweit erste organische Metall. Es wird seither industriell in großem Maßstab verwendet. Er ist im Natur- und Artenschutz aktiv\, ist nebenberuflich Investor in einem Biolandwirtschaftsbetrieb und war bis Juni 2025 einer der Geschäftsführer des Unternehmens. Nachhaltigkeit spielte auch in seinem Chemie-Unternehmen eine zentrale Rolle. Bernhard Weßling ist seit 2025 Mitglied der Leibniz-Sozietät. Seit 2020 ist er als Sachbuchautor tätig (siehe www.bernhard-wessling.com).
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SUMMARY:Plenarsitzung
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. im\nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und online) statt. Der Zoom-Link ist folgender:\nhttps://us06web.zoom.us/j/85712757022?pwd=bFp9mNhnIWaukr0rPPssxRNx9y0CUD.1\nMeeting-ID 857 1275 7022\nKenncode 061396 \nVortrag: \nProf. Dr. Hans Neumann (MLS)\nZwischen Dirigismus und Recht. Zu den juristischen Aspekten staatlichen Verwaltungshandelns in Mesopotamien im ausgehenden 3. und frühen 2. Jt. v. Chr. \nAbstract: \nDer Vortrag steht in Verbindung mit einem aktuellen mehrjährigen Forschungsvorhaben\, in dem untersucht wird\, in welchem Umfang und in welcher Weise das Königtum der sog. Ur III-Zeit (21. Jh. v. Chr.) im Rahmen seiner politischen und ökonomischen Machtausübung dirigistische Maßnahmen mit rechtlichen Regelungen und Verfahren verband (nicht zuletzt auch mit Blick auf Entwicklungen in der nachfolgenden altbabylonischen Zeit im frühen 2. Jt. v. Chr.). Da für die Durchsetzung des zentralen königlichen Herrschaftsanspruchs in Mesopotamien ein rekonstruiertes bzw. in Teilen neu geschaffenes Provinzialsystem die Grundlage bildete\, geht es hier vornehmlich um die Anwendung juristischer Mittel im Kontext zentraler und lokaler Befehls- und Kommunikationsstrukturen insbesondere bei der Organisation und Kontrolle der ökonomischen Aktivitäten auf Provinzebene sowohl im internen Bereich einer integrierten Palast und Tempelwirtschaft als auch in Bezug auf die Nutzung ökonomischer Ressourcen außerhalb der staatlichen Wirtschaftseinheiten. Die nachweisbaren zentralen Maßnahmen und zentral wirksame ökonomische Regelungen werden zu den dirigistisch und juristisch basierten politischen und ökonomischen Verwaltungsaktivitäten der Provinzialadministrationen in Beziehung gesetzt. Dabei wird der gerade für die Ur III-Zeit immer wieder postulierte „despotische“ Charakter der mesopotamischen Königsherrschaft kritisch hinterfragt. \nVita des Referenten: \n1971–1975 Studium der Orientalischen Archäologie und Philologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; 1975–1991 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Forschungsgruppenleiter am Bereich Alter Orient des Zentralinstituts für Alte Geschichte und Archäologie (bis 1990 der Akademie der Wissenschaften der DDR); 1980 Promotion; 1992–1993 gefördert im Rahmen des „Wissenschaftler-Integrations-Programms“ (WIP); 1994–1996 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Altorientalischen Seminar der FU Berlin; 1997–1998 Habil-Stipendiat (DFG); 1998 Habilitation an der FU Berlin; 1998–1999 wissenschaftlicher Angestellter am Seminar für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients (Assyriologie) an der Universität Heidelberg (Assur-Projekt); 1999–2020 Professor (C4) für Altorientalische Philologie und Direktor des Instituts für Altorientalistik und Vorderasiatische Archäologie der Universität Münster; in dieser Zeit auch Lehre in Leiden\, Amsterdam und Jerusalem; 2003–2009 Vorsitzender der Deutschen Orient-Gesellschaft (DOG). \nAktuelle Forschungsschwerpunkte: sumerische und akkadische Keilschrifttexte des alten Mesopotamien vornehmlich aus dem 3. und frühen 2. Jt. v. Chr.; Wirtschafts-\, Rechts- und Sozialgeschichte des alten Vorderasien; Geschichte der Assyriologie/Altorientalistik in Deutschland im ausgehenden 19. und frühen 20. Jh. und in der DDR.
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SUMMARY:Klassensitzung Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften im \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Link ist folgender:\nhttps://us06web.zoom.us/j/82116425924?pwd=kPg90LmkYU7Q0bscpoMGoUeccAwVDC.1\nMeeting-ID: 821 1642 5924 – Kenncode 641040 \nHinweis: Nach dem Ende der Klassensitzung erfolgt durch den Klassensekretar die Vorstellung der für die Zuwahl 2026 eingereichten Zuwahlvorschläge aus der Klasse. Nur die anwesenden Mitglieder der Klasse nehmen an dieser Information teil. In geheimer Abstimmung wird über die Aufnahme der vorgeschlagenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in die Kandidatenliste für die Zuwahl in die Leibniz-Sozietät entschieden.\n\nVortrag: \nDieter Segert (MLS) \nPeter Rubens Sozialismusbegriff und seine historische Einordnung \nDie Idee des Sozialismus hatte aus den Konflikten der Arbeitenden mit dem Kapitalismus im 19. Jahrhundert ihre Anziehungskraft gewonnen. Sie wurde als Alternative zum Kapitalismus verstanden. Da sich der Kapitalismus im Laufe seiner Existenz mehrfach gewandelt hat\, veränderte sich auch das\, was unter Sozialismus verstanden wurde. Das Ende des sowjetischen Staatssozialismus 1989-1991 stellte einen Einschnitt in der Beziehungsgeschichte von Kapitalismus und Sozialismus dar\, da die Alternative damit verschwunden schien. Ein Vierteljahrhundert später gewinnt sie aber wieder an Anziehungskraft. Im Vortrag soll dargestellt werden\, wie sich Peter Ruben\, ein produktiver und streitbarer Philosoph der DDR\, mit dem Sozialismus nach dessen praktischen Ende beschäftigt hat. Wichtig ist es dem Vortragenden dabei\, dem Einfluss von historischen Erfahrungen und theoretischen Schulen auf die Rubensche Auffassungen vom Sozialismus nachzuspüren. \n\nCV \nDieter Segert studierte Philosophie an der Humboldt-Universität Berlin und der Lomonossow-Universität Moskau. Während seines Studiums hörte er auch Vorlesungen bei Peter Ruben. Er promovierte 1975 in Moskau und beschäftigte sich in seiner Diss. B mit Widersprüchen im politischen System des Sozialismus. Zwischen 1985 und 1988 nahm er an einem Forschungsprojekt zur Analyse von Reformen in Wirtschaft und Staat teil\, das von Uwe-Jens Heuer geleitet wurde\, und initiierte zusammen mit Michael Brie 1987 das Forschungsprojekt „Moderner Sozialismus“. Gemeinsam mit Rechtswissenschaftlern wie Heuer versuchte er in der DDR die akademische Disziplin Politikwissenschaft zu gründen\, was aber erst Ende 1989 gelang. Nach 1990 hatte er Professuren für Vergleichende Politikwissenschaft an der Humboldt-Universität\, an der Karls-Universität Prag und ab 2005 an der Wiener Hauptuni inne. Seit 2008 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät.
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SUMMARY:AK Vormärz und 1848
DESCRIPTION:Lesung und Diskussion: \nAkteure eines Umbruchs. Männer und Frauen der Revolution von 1848/49\, Band 7\nDie Herausgeber des Bandes 7 der Reihe „Akteure eines Umbruchs“ stellen im Rahmen einer Veranstaltung des Friedhofs der Märzgefallenen am 25. Februar 2026 den vor einem Jahr erschienen neuen Band der Biografien von Männern und Frauen der Revolution von 1848/49 vor. \nOrt: Alte Feuerwache – Kulturhaus Friedrichshain\, Marchlewskistraße 6\, 10243 Berlin \nBeginn: 19 Uhr \nlink zur Veranstaltung: https://www.friedhof-der-maerzgefallenen.de/veranstaltung/lesung-diskussion-akteure-eines-umbruchs-2026/
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SUMMARY:Arbeitskreis Wissenschaftsgeschichte
DESCRIPTION:Ulrich Busch (MLS) \nZum interdisziplinären Gebrauch und Transfer von Begriffen am Beispiel der Ökonomie \nDie Veranstaltung findet im hybriden Formst statt. Für den Erhalt der Zoom-Daten richten Sie bitte eine Mail an g.hassler@leibnizsozietaet.de \nAbstract: \nDer Vortrag thematisiert die disziplinäre Einordnung und die historische Entwicklung der Ökonomie/Ökonomik. Dabei wird auf die enge Beziehung zwischen den Wirtschafts- und den Sozial- sowie Rechtswissenschaften hingewiesen. Ein ökonomisches Denken gibt es\, seitdem es Wirtschaft gibt\, also seit der ersten Zeitenwende im Neolithikum. Dieses war jedoch vorwissenschaftlich und mythologisch geprägt. Im Mittelalter gewannen Philosophie und Theologie Einfluss auf das ökonomische Denken und Vokabular. Mit der zweiten Zeitenwende\, der kopernikanischen\, bildete sich im Verlaufe des 16./17. Jh. die kapitalistische Produktionsweise heraus. Mit ihr formte sich die Ökonomie erstmals als eigenständige Wissenschaftsdisziplin. Die ersten Ökonomen aber waren Kaufleute\, also Praktiker des Geldverdienens. Methodik\, Denkstil und Terminologie wurden aus anderen Disziplinen transferiert; die Mathematik wurde zur „Sprache“ der Ökonomie und die aus der Mythologie\, Theologie und Metaphysik stammenden Paradigmen\, Normative und Termini wurden eliminiert. Im 19./20. Jh. wurde die Ökonomie zur dominanten Disziplin. Mithin wurden ihre Logik\, Methodik und Begrifflichkeit für Politik und Gesellschaft bestimmend. Dies hat Konsequenzen für die „große Erzählung“ der Zeitgeschichte\, das Denken (auch anderer Disziplinen) und die Alltagssprache\, wie sich an ausgewählten Beispielen belegen lässt. \nUlrich Busch studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Finanzökonomie\, wurde 1976 zum Dr. oec. promoviert und habilitierte sich 1984 auf dem Gebiet der Finanzwissenschaft. 1987 wurde er zum ord. Dozenten für Politische Ökonomie berufen. Nach 1990 wirkte er aktiv an der Umstrukturierung der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität mit. Bis zum Eintritt in den Ruhestand war er als Dozent und Leiter wissenschaftlicher Projekte an der Humboldt-Universität\, der Technischen Universität Berlin sowie an anderen Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie im privaten Bankwesen tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Geldtheorie\, Transformation sowie ökonomische Aspekte der deutschen Vereinigung.
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SUMMARY:Klassensitzung Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Sozial- und Gesietswissenschaften im \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Link ist folgender:\nhttps://us06web.zoom.us/j/82674790999?pwd=phmd6Osv4zMumaMIaVFPOfFEF7r8Nl.1\nMeeting-ID: 826 7479 0999 – Kenncode 536547 \n\n\n\nVortrag \nProf. Dr. Bernhard Weisser\nErmöglichungsstrukturen im 21. Jahrhundert. Die Nationale Forschungsdateninfrastruktur und die Numismatik \nAbstract: \nSeit 2007 gibt es den Interaktiven Katalog des Münzkabinetts (ikmk.smb.museum)\, seit 2021 das internationale Netzwerk ikmk.net\, das mittlerweile über 50 numismatische Sammlungen enthält. Für die Numismatik ist weniger das einzelne Objekt relevant als das Objekt in seinen Kontexten wie Stempelverbindung\, Typ\, Münzstätte\, Münzfuß oder Chronologie. Da sich die Numismatik mit seriellen Objekten wie Münzen und Medaillen befasst\, gibt es seit Jahren erfolgreiche internationale Bestrebungen\, die Forschungsdaten so zu organisieren\, dass sie sammlungsübergreifend nutzbar sind und fachübergreifend kontextualisiert werden können. Erstmals bestehen die technischen Voraussetzungen\, selbst große Münzsammlungen wie die des Münzkabinetts Berlin mit über 540.000 Objekten zu veröffentlichen. Mit Unternehmen wie dem ikmk.net gilt die Numismatik im Bereich der digitalen Transformation als beispielgebend\, wie sich ein Fach als eine Art Graswurzelbewegung entlang seiner Bedürfnisse selbst organisieren kann. \nVita:\nBernhard Weisser wurde 1996 in München bei Paul Zanker promoviert. Für seine Dissertation „Die kaiserzeitliche Münzprägung von Pergamon“ erhielt er das ganzjährige Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts\, das ihn einmal um das Mittelmeer führte. Seit April 1996 ist er am Münzkabinett der Staatlichen Museen angestellt\, seit 2015 als dessen Direktor. Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind die antiken Münzen bis in das späte 3. Jh. n. Chr. Eine große Rolle spielt für ihn die digitale Veröffentlichung und Kontextualisierung. Seit 1998 erfüllt er Lehraufträge an der Humboldt-Universität und ist 2009 zum Honorarprofessor ernannt worden.
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SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät im \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Link ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/63706274259?pwd=Vm9HNYoRwdxhdOifKbqe358OD7tlso.1\nMeeting-ID: 637 0627 4259 \n\nVortrag: \nRaiko Krauß (MLS) \nDer ambivalente Umgang mit historisch gewachsenen anthropologischen Sammlungen in Zeiten der post-kolonialen Debatte \nAbstract: \nDer Umgang mit menschlichen Überresten ist emotional aufgeladen. Wahrscheinlich war das schon immer so und die Gründe dafür liegen in der Natur des Menschen\, der zur Empathie fähig ist und über ein Bewusstsein für seinen Körper und Jenseitsvorstellungen verfügt. Man kann allerdings feststellen\, dass Menschen weniger emotional reagieren\, wenn es sich um sehr alte Skelettreste aus archäologischen Zusammenhängen handelt. Im Rahmen der postkolonialen Debatte sind menschliche Überreste der große Streitpunkt\, gelten sie doch als Zeugnisse der Aneignung über fremde Körper\, über den Tod der Personen hinaus. Die Aufteilung der Welt unter einigen wenigen europäischen Mächten im Zuge der Großen Geographischen Entdeckungen resultierte in einer Ausbeutung der in Besitz genommenen Länder und Unterwerfung der Bevölkerung\, vielfach bis zu deren vollständiger Vernichtung. Die Inbesitznahme der Welt durch die Europäer war die Voraussetzung für die Entstehung von anthropologischen Sammlungen mit Skeletten vom gesamten Globus. Insofern rücken heutzutage auch die Gründe für das Zustandekommen von anthropologischen Sammlungen\, welche in den allermeisten Fällen ein wissenschaftliches Interesse war\, in den Vordergrund. Im Frühjahr 2025 konnte die Berliner Gesellschaft für Anthropologie\, Ethnologie und Urgeschichte zu einer internationalen Konferenz einladen\, auf der der zukünftige Umgang mit menschlichen Überresten aus historisch gewachsenen Sammlungen thematisiert wurde. Im Vortrag werden die wichtigsten Ergebnisse dieser Zusammenkunft vorgestellt. Damit wird gleichzeitig ein Einblick in die Problematik anthropologischer Sammlungen gegeben. \nVita: \nRaiko Krauß (*1973) studierte von 1994 bis 2000 Ur- und Frühgeschichte sowie Klassische Archäologie. Außerdem belegte er Kurse in Philosophie\, Klassische Philologie sowie Vergleichende und Indogermanische Sprachwissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin und an der Freien Universität Berlin. 2004 schloss er seine Promotion in Prähistorischer Archäologie an der Freien Universität Berlin ab. Nach einer Redaktionstätigkeit für das Sächsische Landesamt für Archäologie in Dresden und einem Reisestipendiat des Deutschen Archäologischen Instituts forschte er von 2005 bis 2008 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts sowie als Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Prähistorische Archäologie der Freien Universität Berlin. Seit 2008 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Eberhardt Karls Universität Tübingen. 2015 erfolgte die Habilitation an dieser Universität sowie die Zuerkennung der Venia Legendi für das Fach „Ur- und Frühgeschichte“. Seit 2018 ist Raiko Krauß außerplanmäßiger Professor für Mittel- und Südosteuropäische Ur- und Frühgeschichte in Tübingen. In den folgenden Jahren erfuhr seine Forschungstätigkeit eine Förderung im Rahmen des Heisenberg-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
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SUMMARY:Klassensitzung Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften im \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt. Der Zoom-Link ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/63706274259?pwd=Vm9HNYoRwdxhdOifKbqe358OD7tlso.1\nMeeting-ID: 637 0627 4259 \n\nMit der Sitzung ehrt die Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften der Leibniz-Sozietät ihre Mitglieder Karl-Heinz Bernhardt und Dietrich Spänkuch zum 90. Geburtstag. \nVortrag: \nProf. Dr. Klaus Dethloff (MLS) \nUrsachen und Unsicherheiten des Klimawandels – Die letzten 90 Jahre \nAbstract: \nAuf der Basis der Reanalysedaten ERA5 1940 bis 2025 werden die Veränderungen der letzten neun Jahrzehnte im Klimasystem der Erde analysiert\, die durch komplexe nichtlineare Wechselwirkungen bestimmt sind. Um das komplizierte Zusammenspiel von Änderungen in der Konzentration von Treibhausgasen und Aerosolen mit dynamischen Variabilitätsmoden des Systems zu beschreiben\, werden Ensemblesimulationen mit Erdsystemmodellen verwendet. Der Vergleich dieser Simulationen mit der Realität bestätigt die bedeutende Rolle von Treibhausgaszunahmen bei der arktischen Erwärmung. Neben der tropischen Anregung planetarer Variabilitätsmoden beeinflussen auch gekoppelte tropo- und stratosphärische Prozesse der Arktis die nordhemisphärischen Telekonnektionsmuster. Diese führen zu Änderungen der dominierenden atmosphärischen Zirkulationsregime und bestimmen den Klimawandel. Die gegenwärtig besten Modelle unterschätzen die intern generierte Variabilität und müssen durch datenbasierte Parametrisierungen verbessert werden\, um die bestehenden Unsicherheiten der Zukunftsszenarien zu reduzieren. \nVita: \nKlaus Dethloff (MLS seit 2016) wurde 1950 in Kämmerich\, Mecklenburg geboren. Nach seinem Physikstudium 1968 bis 1973 an der Universität Rostock wurde er Forschungsstudent am ZISTP der Akademie der Wissenschaften der DDR in Kühlungsborn und promovierte 1979 in theoretischer Physik mit der Arbeit „Zur Bestimmung der zonalen Zirkulation der Tropo- und Stratosphäre auf der Grundlage der Impuls-Wärmequellen“. Ab 1992 baute er die Atmosphärenmodellierung an der Forschungsstelle Potsdam des Alfred-Wegener Instituts (AWI) Bremerhaven auf und habilitierte sich an der Sektion Physik der Humboldt-Universität zu Berlin. 1997 wurde er Professor für Atmosphärenphysik am Institut für Physik und Astronomie der Universität Potsdam. Von 1997 bis 2016 arbeitete er als Sektionsleiter „Atmosphärische Zirkulationen“ am AWI Potsdam und installierte das internationale  MOSAiC Projekt eines driftenden Eisobservatoriums\, an dessen Realisierung er in den Jahren 2019 bis 2020 als Koleiter beteiligt war. \nDie Laudationen für die beiden Jubilare werden von Nina Hager (MLS) für Karl-Heinz Bernhardt und Olaf Hellmuth (MLS) für Dietrich Spänkuch gehalten.
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SUMMARY:Plenum: Veranstaltung zum 100. Geburtstag von Hermann Klenner
DESCRIPTION:Die Veranstaltung zu Ehren des 100. Geburtstages unseres Mitglieds Prof. Dr. Herrmann Klenner findet im Restaurant „Hoftheke“ im Erdgeschoss des Alten Rathauses in Friedrichshagen statt und wird zeitgleich übertragen via Zoom:\nhttps://us06web.zoom.us/j/83386571710?pwd=7srqc11h1AoqjjWNmvjhzYsqfnD1og.1\nMeeting-ID: 833 8657 1710\nKenncode: 534488 \nVoraussichtliche Abfolge: \nEröffnung durch die Präsidentin\nVolkmar Schöneburg: „Der Rechtsstaat – ein Mythos?“ (Wissenschaftlicher Beitrag) (30 Minuten\, vorgetragen durch Dieter Segert)\nHorst Klinkmann: Laudatio (15 min)\nChristiane Rößler: Würdigung (10 Min) \nHermann Klenner: Antwort des Geehrten \nAb 12 Uhr: Sekt-Empfang im Ratskeller.
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DESCRIPTION:Reinhard Witzlau (Gransee) \nDie Feuertaufe für den Zeigertelegrafen von Werner von Siemens und Johann Georg Halske im Jahr 1849
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SUMMARY:Klassensitzung Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Die Sitzung findet als hybride Veranstaltung statt: vor Ort in Friedrichshagen und online via Zoom:\nhttps://us06web.zoom.us/j/85022259565?pwd=ZZz97PHzIDJSUerUsY1ZvOFATlfcVn.1\nMeeting-ID 8502225 9565\nKenncode 522517 \n————————————————– \nAndreas Novy (WU Wien) \nKlimafreundliche Transformationspfade und ihre Feinde\nDer Vortrag beschreibt die klimafreundlichen Transformationspfade\, wie sie im Rahmen des Zweiten Österreichischen Sachstandsberichts zum Klimawandel erarbeitet wurden. Er zeigt\, wie Klimapolitik aktuell von reaktionären rechten Bewegungen für einen Kulturkampf missbraucht wird. Umso wichtiger ist eine Mehr-als-Klimapolitik\, die ein gutes Leben für alle innerhalb planetarer Grenzen anstrebt. Dazu braucht es breite\, unkonventionelle Bündnisse\, die Klassen und Milieus verbindet\, um den weiteren Aufstieg der Allianz aus Neoliberalismus und demokratie- und wissenschaftsfeindlichem Traditionalismus zu verhindern \n Andreas Novy ist Sozioökonom\, Leiter des Instituts für räumliche und sozialökologische Transformationen an der Wirtschaftsuniversität Wien\, Präsident der International Karl Polanyi Society und Coordinating Lead Author des Kapitels „Transformationspfade“ im 2. Österreichischen Sachstandsbericht Klimawandel (AAR2). Er forscht zu Fragen der sozialökologischen Transformation\, der Internationalen Politischen Ökonomie sowie der Stadt- und Regionalentwicklung. In Forschung und Lehre zeigt er\, dass Wirtschaften kein Selbstzweck sein darf. Bei „Zukunftsfähigem Wirtschaften“ geht es darum\, ein gutes Leben für alle innerhalb planetarer Grenzen zu ermöglichen. Deshalb braucht es eine grundlegende Transformation unserer Art zu wirtschaften\, zu leben und zu arbeiten.
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SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 11. Dezember 2025 \n13:00–15:00 Uhr\, Plenum der Leibniz-Sozietät\nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Link ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/65618290748?pwd=JbeupZMqC6IOCHb5mmFRjEplH5nkLi.1\nMeeting-ID: 656 1829 0748 \nVortrag: \nMichael Kaschke (MLS) \nDigitalisierung in Medizintechnik und Gesundheitsversorgung \nAbstract: \nInnovation im Gesundheitswesen – das heißt neue Ideen\, Methoden\, Technologien\, Produkte oder Dienstleistungen mit dem Ziel\, die Gesundheitsversorgung\, die Ergebnisse für die Patienten und die Gesamteffizienz in der Gesundheitsbranche zu verbessern. Die Medizintechnik-Branche ist ein wichtiger Treiber dieses Prozesses. Innovative Technologien\, wie Photonik\, Miniaturisierung\, KI\, Robotik\, Sensorik oder telemedizinische Lösungen bieten enorme Möglichkeiten zur Verbesserung der Qualität und Effizienz der medizinischen Versorgung sowie zur Digitalisierung der Gesundheitsprozesse. \nOhne die Hunderttausenden verschiedenen Medizinprodukte wäre unsere Lebensqualität\, unsere Gesundheit und unsere Lebenserwartung nicht das\, was wir heute als selbstverständlich erachten. Und die Herausforderungen an die Medizintechnik für die Gesundheitsversorgung der Zukunft bleiben\, getrieben durch die demografische Entwicklung\, den medizinisch-technischen Fortschritt und einen erweiterten Gesundheitsbegriff\, weiterhin groß. \nIm Vortrag wird auf diese Herausforderungen\, die Barrieren aber auch die Chancen einer digitalisierten und personalisierten Medizintechnik und Gesundheitsversorgung eingegangen. \nVita: \nProf. Dr. Michael Kaschke studierte Physik an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena\, promovierte 1986 zum Dr. rer. nat. und 1988 zum Dr. sc. nat.\, danach war er von 1990 bis 1992 Invited Visiting Scientist bei IBM Research Yorktown Heights\, New York\, USA. Er forschte u. a. auf dem Gebiet der Erzeugung ultrakurzer Laserimpulse und deren Anwendung in der physikalischen Chemie und in der Medizin. \nMehr als 25 Jahre hatte Michael Kaschke Top-Führungspositionen in der deutschen Hightech-Industrie inne\, zuletzt von 2011 bis 2020 als Vorstandsvorsitzender der ZEISS Gruppe. In seiner Zeit entwickelt sich das Unternehmen zu einem global technologisch führenden Unternehmen in der Medizin- und Halbleitertechnik sowie der Optoelektronik. Er übte zahlreiche Aufsichtsratsmandate in großen börsennotierten Unternehmen aus\, beispielsweise bei der Deutschen Telekom\, und ist heute Gesellschafter und Mitglied des Aufsichtsrats bei BOSCH. \nMichael Kaschke ist derzeit Präsident des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft und Vorsitzender des Aufsichtsrats des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). An der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik des KIT lehrt er seit 2009 Optische Medizintechnik und Innovations-Management. Von 2014 bis 2020 war er Mitglied des Deutschen Wissenschaftsrats. 2018 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Jena. Seit 2021 ist Michael Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina\, Mitglied der Leibniz-Sozietät ist er seit 2016.
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SUMMARY:Klassensitzung Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 11. Dezember 2025 \n10.00–11:30 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften\nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Link ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/65618290748?pwd=JbeupZMqC6IOCHb5mmFRjEplH5nkLi.1\nMeeting-ID: 656 1829 0748 \nVortrag: \nDr. Gisela Boeck (MLS) \n„Die Dissertation […] ist jedenfalls eine der besten\, die unserer Sektion vorgelegen haben\, sie bekundet die Befähigung der Verfasserin zu selbstständiger Forschung in zweifelloser Weise.“ – Über die ersten Chemikerinnen \nAbstract: \nIm Vortrag werden die ersten Frauen vorgestellt\, die mit einer chemischen Arbeit promoviert wurden. Aufgrund der späten Öffnung der deutschen Universitäten für Frauen findet man diese vor allem in der Schweiz\, speziell in Zürich. Dort hatten Frauen schon seit den 1840er-Jahren die Möglichkeit\, als Gasthörerinnen an der universitären Lehre zu partizipieren. Die ersten Chemikerinnen kamen aus unterschiedlichen Ländern – wie Lydia Sesemann (1845–1925) aus Finnland\, Rachel Lloyd (1839–1900) aus den USA\, Olga Wohlbrück (1864–?) aus Sachsen oder Geertruida van Maarseveen (1873–1943) aus den Niederlanden. Ihre Dissertationen beschäftigten sich mit Problemen aus der organischen oder anorganischen sowie der physikalischen Chemie. In Deutschland gab es zwar auch schon 1874 mit Julia V. Lermontova (1847–1919) die Promotion einer russischen Chemikerin\, allerdings wurde Clara Immerwahr (1870–1915) dann die erste deutsche Chemikerin\, die schließlich 1900 in Deutschland promovieren konnte. Die Anzahl der promovierten Frauen steigt deutlich nach 1910. Doch nur wenigen gelang es\, eine akademische Karriere zu verfolgen. Das sowie der Weg zur Promotion wird für einige der Frauen im Vortrag nachgezeichnet. \nVita: \nGisela Boeck (*1954 / MLS) studierte an der Universität Rostock Chemie. Sie promovierte 1981 mit der Arbeit „Quantenchemische Berechnungen zur Thermodynamik chemischer Gleichgewichte“. Von 1981 bis 2020 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Chemie in Rostock. Von 2004 bis 2020 leitete sie die Chemieausbildung für Studierende medizinischer Studiengänge an der Universität Rostock. Für ihre Lehre wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Gisela Boeck ist Autorin mehrerer Chemielehrbücher und war viele Jahre Sachverständige für Chemie am Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen in Mainz. Darüber hinaus übernahm sie die Lehrveranstaltungen „Geschichte der Chemie“ für Chemiestudiengänge und zeitweise auch „Geschichte der Naturwissenschaften“ für das Historische Institut. 2021 und 2022 wurde sie als Visiting Professor an der Technischen Universität Riga mit der Lehre zur Geschichte der Chemie betraut. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Rezeption des Periodensystems in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Arbeiten von Lothar Meyer (1830–1895)\, die Entwicklung der Chemie an der Universität Rostock und im Mecklenburger Raum\, das Schicksal jüdischer Chemikerinnen und Chemiker sowie der Werdegang der ersten Doktorinnen auf dem Gebiet der Chemie. Von 2006 bis 2013 und von 2018 bis 2022 war sie Beisitzerin im Vorstand der GDCh-Fachgruppe „Geschichte der Chemie“\, die sie seit 2023 leitet. Seit 2025 ist Gisela Boeck Mitglied der Leibniz-Sozietät.
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SUMMARY:Arbeitskreis "Vormärz und 1848er Revolutionsforschung"
DESCRIPTION:Thema: \nDiskussion der Vorschläge für Beiträge zum Band 8 der Reihe „Akteure eines Umbruchs. Männer und Frauen der Revolution von 1848/49“
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SUMMARY:Raumfahrthistorisches Kolloquium
DESCRIPTION:Gemeinsame Veranstaltung der \nLeibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin\, der Stiftung Planetarium Berlin und der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt Lilienthal-Oberth (DGLR) \nAm 29. November 2025\, 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr\nVeranstaltungsort:\nEinstein-Saal\, Archenhold-Sternwarte Alt-Treptow 1\, 12435 Berlin\nNoch nicht barrierefrei \nEinladung als Flyer (pdf) \nProgramm\nBegrüßung und Einleitung: \nDr. Dietrich Spänkuch\, MLS \n10.00 Uhr – 10.10Uhr \n  \nVorträge \n  \nModeration: Dr. Dietrich Spänkuch\, MLS \n10.10 – 11.00 \nProf. Dr. Tilman Spohn \nZur Geschichte der Planetenforschung in Deutschland \n  \n11.00 – 11.45 \nProf. Dr. Frank Spahn\, MLS \nBesuch beim „Herrn der Ringe“ – die Cassini-Mission \n  \n11.45 – 12.20 \nMichael Tilgner \nEinsteins Relativitätstheorie und die\nRaumfahrtpioniere \n12.20 – 13.15 \nMittagspause \n  \nVorträge \n  \nModeration: Dr. Olaf Przybilski \n13.15 – 14.00 \nProf. Dr. Dietrich Manzey \nGeschichte der Raumfahrtpsychologie \n  \n14.00 – 14.45 \nDr. Fabian Eilingsfeld\, Prof. Hakan Kayal und Dr. Christian Gritzner \nGedenken zum 100. Geburtstag von Prof. Dr. Heinz-Hermann Koelle (1925-2011) \n  \n14.45– 15.15 \nKaffeepause \n  \nModeration: Dr. Christian Gritzner \n15.15 – 15.45 \nDr. Olaf Przybilski \nAlbin Franz Sawatzki \n  \n15.50 – 16.20 \nDr. Wolfgang Both \n100 Jahre Hohmann-Bahnen \n  \nSchlusswort \nDr. Dietrich Spänkuch\, MLS \n\nAbstracts der Vorträge: \nTilman Spohn \nZur Geschichte der Planetenforschung in Deutschland \nDie Geschichte der Planetenforschung im mitteleuropäischen Raum kann man mit Nikolaus Kopernikus (1473-1543) und Johannes Kepler (1571 – 1630) beginnen lassen. Sie überwanden das bis dahin gültige Weltbild des Aristoteles\, demzufolge die Erde im Zentrum des Universums steht. Kepler beschäftigte sich darüber hinaus intensiv mit der bis heute offenen Frage nach extraterrestrischem Leben und begründete mit seinem posthum veröffentlichten Werk „Somnium” über das Leben auf dem Mond die literarische Gattung der Science-Fiction. Während die frühen Forschungen noch auf Beobachtungen mit einfachen astronomischen Hilfsmitteln und später mit Teleskopen basierten\, bedeutet die im 20. Jahrhundert beginnende Raumfahrt\, an der sich Wissenschaftler aus beiden deutschen Nachkriegsstaaten beteiligten\, einen Paradigmenwechsel. Hier sind vor allem die Missionen des Apolloprogramms zu nennen\, die einen bedeutsamen Schub in der öffentlichen Wahrnehmung mit sich brachten\, aber auch die späteren robotischen Raumfahrtmissionen von ESA\, Nasa und der Sowjetunion. Der Vortrag spannt einen Bogen vom Beginn der Planetenforschung bis zu den gegenwärtigen Missionen und würdigt die besonderen Beiträge einiger Pioniere der modernen Planetenforschung aus Deutschland. \nFrank Spahn \nBesuch beim „Herrn der Ringe“ – die Cassini-Mission \nWir laden die Zuhörer zu einer fantastischen Reise „an Bord“ der Raumsonde Cassini in die Welt des „Herrn der Ringe“\, Saturn\, ein – werden sie mit der Strukturvielfalt seiner Planetenringe bekannt machen und in die Welt der Eissatelliten Saturns entführen. Die wohl spektakulärste Entdeckung bezüglich der Welt der Eistrabanten Saturns sind die Kryo-Geysire des nur 450km großen Eismondes Enceladus – der wesentlichen Quelle des größten Ringes von Saturn: dem E-Ring! Natürlich darf die von Methanflüssen zerklüftete und mit Methanseen\, -meeren und auch Dünen bedeckte Oberfläche des Mondriesen Titan nicht fehlen\, der von einer dichten Atmosphäre umhüllt wird. \nSchwerpunkt des Vortrages bilden allerdings Strukturbildungen in den dichten\, granularen Eisringen Saturns\, die wesentliche Analogien zu Prozessen der Planetenentstehung in präplanetaren Scheiben um junge Sterne zulassen! Außerdem ist diese Fokussierung wesentlich durch den Schwerpunkt der Forschungen des Referenten motiviert. \nMichael Tilgner \nEinsteins Relativitätstheorie und die Raumfahrtpioniere \nDie Relativitätstheorie wurde in den 1920er und 1930er Jahren in der Öffentlichkeit – und auch unter den Raumfahrtpionieren – kontrovers diskutiert. Neben begeisterter Zustimmung gab es auch harsche Ablehnung\, teils mit antisemitischem Einschlag. Überraschend ist auch\, dass in dieser Zeit schon untersucht wurde\, welche Auswirkungen die Spezielle Relativitätstheorie auf das Raumfahrtproblem hat! Der Vortrag stellt einige Positionen vor\, die die Raumfahrtpioniere seit den 1920er Jahren zur Relativitätstheorie vertreten haben. Sie reichen von allgemeinen Erörterungen über Raum und Zeit (Johannes Winkler) bis zu einer imaginären Reise zu den Sternen (mit Eugen Sängers Photonenrakete). \nDietrich Manzey \nGeschichte der Raumfahrtpsychologie \nRaumfahrtpsychologie beschäftigt sich mit allen Aspekten des Verhaltens und Erlebens von Astronautinnen und Astronauten unter den extremen Arbeit- und Lebensbedingungen in einem Weltraumhabitat. Dabei können zwei Perspektiven unterschieden werden. Raumfahrtpsychologie als Wissenschaft beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Weltraummissionen auf die menschliche Psyche\, namentlich Leistungsfunktionen\, Befindlichkeit und soziale Interaktionen.  Im Rahmen einer mehr praktisch orientierten operativen Raumfahrtpsychologie geht es vor allem Fragen der psychologischen Auswahl\, Vorbereitung und Unterstützung von Astronauten und Astronautinnen\, umso sicherzustellen\, dass sie die psychologischen Herausforderungen während ihres Aufenthaltes im Weltraum bestmöglich bewältigen. \nDer Vortrag zeichnet die Entwicklung beider Stränge der Raumfahrtpsychologie im Rahmen russischer\, amerikanischer und europäischer Raumfahrtprogramme seit dem Beginn der bemannten Raumfahrt im Jahr 1961 nach. Dabei werden historisch zwei Zeitabschnitte unterschieden. \nDer erste Abschnitt umfasst die Zeit bis etwa Anfang/Mitte der 1990er Jahre. Während dieser Zeit lag der Fokus raumfahrtpsychologischer Aktivitäten vor allem im operativen Bereich. Entsprechend der unterschiedlich akzentuierten Raumfahrtprogramme und kulturell unterschiedlicher Perspektiven auf die Psychologie\, unterschieden sich dabei Umfang und Art der Aktivitäten. Während im Rahmen russischer Raumfahrtprogramme von Anbeginn der psychologischen Auswahl und später Unterstützung von Kosmonauten eine große Bedeutung zugeschrieben wurde und in Europa ab 1977 zumindest umfangreiche Verfahren der psychologischen Auswahl von Astronautinnen und Astronauten entwickelt wurden\, führten operative raumfahrtpsychologische Aktivitäten bei der NASA nur ein stiefmütterliches Dasein. Raumfahrtpsychologie als Wissenschaft fand in diesen Jahren\, abgesehen von ersten Simulationsstudien im Institut für Biomedizinische Probleme in Moskau kaum statt. \nDer zweite Abschnitt reicht von etwa Mitte der 1990er Jahre bis heute. Auf ihm wird der Schwerpunkt des Vortrags liegen. Vor allem durch die Öffnung der russischen Raumfahrtprogramme auch für west-europäische und amerikanische Astronautinnen und Astronauten\, die für die ESA und NASA neue Möglichkeiten für Langzeitmissionen eröffneten\, und dann schließlich die internationale Zusammenarbeit beim Aufbau und Betrieb der Internationalen Raumstation (ISS)\, hat die Raumfahrtpsychologie in diesem Zeitraum enorm an Bedeutung gewonnen. Der Vortrag wird diese Entwicklung am Beispiel der im Rahmen des ISS Programms implementieren operativen psychologischen Maßnahmen\, als auch der gewachsenen Bedeutung raumfahrtpsychologischer Forschung im Rahmen von Simulationsstudien und Antarktismissionen nachzeichnen. \nFabian Eilingsfeld\, Hakan Kayal und Christian Gritzner \nGedenken zum 100. Geburtstag von Prof. Dr. Heinz-Hermann Koelle (1925-2011) \nAm 22. Juli 2025 wäre Prof. Dr. Heinz-Hermann Koelle (1925–2011) 100 Jahre alt geworden. Er gründete 1948 die Gesellschaft für Weltraumforschung (GfW) neu\, die 1969 in die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) einging. In den USA war er an der Entwicklung der Mondrakete Saturn V und anderen Raumfahrtprojekten beteiligt. Von 1965 bis 1991 war er Professor an der Technischen Universität Berlin und führte bis zu seinem Lebensende Studien zu Mondstationen durch. Dieser Vortrag ist ein Rückblick auf sein Leben und Wirken. \nOlaf Przybilski  \nAlbin Franz Sawatzki \nWill man wissenschaftliche und genealogische Forschungen zu Ingenieuren des Krieges im Dritten Reich betreiben und dabei sich recht unbekannten Personen zuwenden\, wird schnell eine Erkenntnisgrenze erreicht. Liegen schließlich die Ereignisse mit den Protagonisten rund acht Jahrzehnte zurück. Und doch reizen einen gerade diese Personen\, da sie maßgeblich in die Geschehen um die technischen und technologischen Herausforderungen der vierziger Jahre in Deutschland in Verbindung mit ihren möglichen persönlichen Verfehlungen gegenüber Häftlingen und Zwangsarbeitern involviert waren. \nÜber den Diplomingenieur Albin Sawatzki (geb. am 06.10.1909 in Weissfluss\, Kreis Neustadt\, nähe Danzig)\, der am 1. Mai 1945 einen rätselhaften Tod in Warburg gefunden haben soll\, liest man öffentlich kaum etwas. \nDer Vortragende befindet sich bereits seit etwa fünf Jahren „auf der Spur“ des Sawatzki. Er fand seinen deutschen Wohnort nach der Flucht aus dem 1920 polnisch gewordenen Kreis Neustadt\, konnte seine drei Geschwister eruieren\, entdeckte seine Gattin Hildegard und verfolgte seinen Arbeitsweg von Bochum über Berlin nach Kassel und von dort nach Peenemünde und Nordhausen ins Mittelwerk. Dort avancierte er zum Architekten für die Serienfertigung von Flüssigkeitsgroßraketen. \nDer Vortrag stellt alle derzeit vom Referenten entdeckte Informationen zu Sawatzki vor\, die weit über dem hinaus gehen\, was derzeit öffentlich über ihn zu lesen ist. Und die Hörer werden überrascht werden\, welches neue Gesamtbild über Sawatzki gezeichnet wird. \nWolfgang Both \n100 Jahre Hohmann-Bahnen \nVor 100 Jahren erschien Walter Hohmanns Buch über „Die Erreichbarkeit der Himmelskörper“ im Münchner Oldenbourg-Verlag. In ihm legte er Berechnungen für die Flugbahnen künstlicher Himmelskörper zu den Planeten vor\, die heute noch Gültigkeit haben. Dieses Geburtstages soll kurz gedacht werden. \n  \nzu den Autoren: \nWolfgang Both (*1950) war nach dem Studium der Informationstechnik an der Technischen Hochschule Ilmenau (Diplom 1973) und Assistenzzeit (Promotion Dr.-Ing. 1979) am Zentralinstitut für Optik und Spektroskopie in Berlin-Adlershof beschäftigt. Im Rahmen der Industrieforschung wurden optoelektronische Bauelemente entwickelt. 1991 wechselte er zum Projektträger für Informationstechnik des Bundesministeriums für Forschung und Technologie und 1994 in die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft. In beiden Institutionen war er für Technologieförderprogramme in seinem Fachgebiet zuständig. Seit 2015 ist er im Ruhestand und widmet sich seinen Interessen Science-Fiction und Raumfahrtgeschichte. Er ist Autor mehrerer Bücher und Artikel zu diesen Themen. Im Jahr 2020 erschien das Standardwerk „Kulturaufgabe Weltraumschiff“ über die frühe Raketenentwicklung im Zeitraum 1923 – 1933. \nFabian Eilingsfeld studierte an der TU Berlin Luft- und Raumfahrttechnik\, u.a. bei Prof. Dr. H.H. Koelle. Er ist Senior-Projektmanager bei der IABG mbH in Ottobrunn und Gastdozent für Raumfahrtkostenschätzung an der Technischen Universität München. \nChristian Gritzner studierte von 1986 bis 1992 an der TU Berlin Luft- und Raumfahrttechnik\, u.a. bei Prof. Dr. H.H. Koelle. Er promivierte 1996 an der TU Berlin bei Prof. Dr. R. Lo über Systeme zur Abwehr erdnaher Asteroiden und Kometen. Nach mehreren beruflichen Stationen in Forschung\, Industrie und Lehre ist Dr. Gritzner seit 2005 Mitarbeiter der Deutschen Raumfahrtagentur in Bonn und seit 2008 in der Abteilung Erforschung des Weltraums tätig. Dort ist er seit 2016 Gruppenleiter für das Teilprogramm Sonnensystem-Missionen. Er ist seit 1990 DGLR-Mitglied\, war 20 Jahre lang Mitglied des Senats der DGLR und ist aktiv als Leiter der Fachgruppe R3 „Raumfahrt und Gesellschaft“ und als Mitglied des Redaktionsbeirates. \nHakan Kayal studierte an der TU Berlin Luft- und Raumfahrttechnik\, u.a. bei Prof. Dr. H.H. Koelle. Er ist Professor für Raumfahrttechnik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Seine Forschungsthemen umfassen die Entwicklung und den Betrieb von Raumfahrtsystemen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Raumfahrttechnologien für extraterrestrische Raumfahrtmissionen. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Erforschung von Unidentified Anomalous Phenomena (UAP) und die Suche nach extraterrestrischer Intelligenz (SETI). \nDietrich Manzey ist pensionierter Professor der Technischen Universität Berlin (TU) Berlin\, an der er von 2003-2022 das Fachgebiet für Arbeits-\, Ingenieur- und Organisationspsychologie leitete. Er promovierte 1988 an der Universität Kiel und habilitierte sich 1999 mit raumfahrtpsychologischen Arbeiten an der Universität Marburg. Von 1987 bis 2001 arbeitete er für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Hamburg\, wo er sowohl an psychologischen Eignungsuntersuchungen von Piloten\, Fluglotsen und Astronauten beteiligt war\, als auch raumfahrtpsychologische Forschungsarbeiten im Rahmen von Raumfahrtmissionen und Simulationsstudien durchführte.  Seit 1998 fungiert Dietrich Manzey als psychologischer Berater für das europäische Astronautenzentrum der ESA in Köln. In dieser Funktion vertritt er die ESA in der ISS Human Behavior and Performance Working Group\, die das ISS Programm in Hinblick auf psychologische Fragen berät\, und ist auch in die psychologische Unterstützung europäischer Astronauten und Astronautinnen bei Langzeitmissionen zur ISS eingebunden. Zusammen mit dem Amerikaner Nick Kanas hat er 2003 (2. Aufl. 2008) im Springer-Verlag das Buch „Space Psychology and Psychiatry“ veröffentlicht\, das 2004 mit dem International Academy of Astronautics Life Sciences Book Award ausgezeichnet wurde. Insgesamt umfasst sein wissenschaftliches Werk mehr als 170 Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften\, Büchern und Kongressbänden.   \nOlaf Przybilski (*1960) studierte von 1981 bis 1986 in Dresden Maschinenbau an der Hochschule für Verkehrswesen „Friedrich List“ (HfV)\, wo er auch 1991 promovierte. Anschließend war er bis Februar 2016 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Luft- und Raumfahrttechnik\, Professur für Raumfahrtsysteme an der TU Dresden tätig mit einem breiten Fächerspektrum in der Lehre\, mit selbstständiger Lehr- und Forschungstätigkeit und als Projektleiter. Seit dem Flug des Menschen zum Mond begann sein Interesse an der Raumfahrt. 1986 war er Gründungsmitglied des „Arbeitskreises Raumfahrt“ beim Kulturbund der DDR und darin Leiter der Arbeitsgruppe Dokumentation. Insgesamt erschienen von ihm zahlreiche Veröffentlichungen in den internen Mitteilungen\, vorrangig über russische bemannte Raumfahrtmissionen und der deutschen Raketentechnik. Seine Forschungen zur Geschichte der Raketentechnik untersuchen die Raketen-Antriebstechnik des deutschen Heereswaffenamtes als technische Vorbilder für die Anwendung in der sowjet-russischen\, französischen und amerikanischen Raketentechnik. Der erste Band über die „Raketentriebwerke aus dem deutschen Heereswaffenamt“ erschien 2014\, aktualisiert August 2015 und Februar 2017. Auf seiner Website www.raketenspezialisten.de veröffentlicht er regelmäßig seine Forschungsergebnisse aus der Geschichte der Raketentechnik und Raumfahrt. Dr. Przybilski ist Vorsitzender des „Sächsischen Vereins für historisches Fluggerät e.V.“\, Herausgeber der „Raketen*Post“\, einem Infoblatt der „Raketenspezialisten in der Sowjetunion“ und ehemaliger\, langjähriger Leiter der DGLR-Bezirksgruppe Dresden\, ehemaliges Senatsmitglied und Leiter des DGLR Fachbereiches R3.3 „Geschichte der Raumfahrt“. Zuletzt wirkte er als Projektingenieur Raumfahrt in der „Air and Missile Defence Consulting GmbH“ bei München. \nFrank Spahn (*1955) begann seine berufliche Laufbahn im September 1983 am Institut für Kosmosforschung der AdW der DDR in Berlin-Adlershof nach erfolgtem Physik-Studium an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg. Dort promovierte er mit einem Thema zur theoretischen Modellierung der Bildung kosmischer Strukturen. In seiner Dissertation mit dem Titel „Gravitative Streuung in planetaren Ringen – ein Strukturbildungsmodell“ prognostizierte er „propellerartige Dichtestrukturen“\, die von in den Ringen eingebetteten Kleinstmonden (sogenannten Moonlets) verursacht werden und die 18 Jahre später von der Raumsonde Cassini in großer Zahl entdeckt wurden. Nach Habilitation an der Universität Potsdam wurde er dort 1999 zum Privatdozenten und 2006 zum außerplanmäßigen Professor berufen. Er ist seit 2014 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. \nTilman Spohn war von 1984 bis 2016 Professor für Planetologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität und von 2004 – 2017 Direktor des DLR-Instituts für Planetenforschung in Berlin-Adlershof\, er war executive Director des International Space Science Institutes ISSI Bern 2019 – 2022 und Principal Investigator MUPUS/Rosetta-Philae\, HP3/InSight und BELA/BepiColombo 2007-2017. Er ist Fellow der American Geophysical Union und Mitglied der Academy of Astronautics und Academia Europaea. \nMichael Tilgner (*1949 Hamburg) arbeitete nach dem Studium der Mathematik und Astronomie in Hamburg in verschiedenen Unternehmen im Bereich der kommerziellen Datenverarbeitung. Neben dieser Berufstätigkeit hielt er bis zum Anfang der 1990er Jahre regelmäßig Vorträge am Planetarium Hamburg\, vorwiegend zu kosmologischen Themen\, und führte astronomische Kurse an der VHS Hamburg durch. Nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben 2011 widmet er sich u.a. der frühen Geschichte der Raumfahrt. Über die Ergebnisse seiner Studien berichtete er in Vorträgen auf den Raumfahrthistorischen Kolloquien in der Archenholdsternwarte (Berlin)\, auf den Tagen zur Raumfahrtgeschichte\, die im Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum (Feucht) abgehalten werden\, auf dem History Symposium des International Astronautical Congress 2018 (Bremen) und bei anderen Gelegenheiten.
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SUMMARY:Klassensitzung Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Donnerstag\, den 13. November 2025 \n15:30–18:00 Uhr\, Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften in Kooperation mit der Gesellschaft für Kybernetik (GfK) \nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/68499748652?pwd=RVcIQDiIxbFMWvxzJrBWOQ0YCho9ao.1\nMeeting-ID: 684 9974 8652 \nIm Rahmen der Veranstaltung wird der Heinz-von-Foerster-Preis an Wolfgang Hofkirchner (MLS) verliehen. \nProgramm: \nBegrüßung\, Einführung: Gerhard Pfaff (MLS)\, Hanspeter Loewen (GfK) \nFestvortrag: Frank Adloff (Universität Hamburg) \nZukunft als Katastrophe? Wirkliches und Mögliches in der Klimakrise\nVerleihung des Heinz-von-Foerster-Preises für Organisationskybernetik an Wolfgang Hofkirchner (MLS) \nLaudatio: Christian Fuchs (MLS\, Universität Paderborn) \nDankesworte des Geehrten \nUmtrunk \nVortrag: \nFrank Adloff (Universität Hamburg) \nZukunft als Katastrophe? Wirkliches und Mögliches in der Klimakrise \nAbstract: \nDie Zukunft ist zwar offen\, aber sicher nicht rosig: Während die Emissionen steigen und die Politik versagt\, steuern wir momentan auf eine Ära der „Klimabarbarei“ zu – eine Zukunft der Exklusionen und Grausamkeiten im Umgang mit der Katastrophe. In dieser Situation sind die Wissenschaften aufgefordert\, sowohl die reale Gefahr gesellschaftlicher Zusammenbrüche analytisch ernst zu nehmen als auch gesellschaftspolitische Handlungsperspektiven zu entwerfen. Anstelle unrealistischer Masterpläne für eine „Große Transformation“ plädiert der Vortrag für eine hybride Strategie: eine kreative Bricolage aus ökologischer Modernisierung\, Nischenexperimenten und langfristigen Transformationsbemühungen. Es geht darum\, den Möglichkeitsraum zwischen technokratischem Optimismus und apokalyptischem Defätismus auszuloten. \nVita: \nFrank Adloff ist Professor für Soziologie an der Universität Hamburg und dort einer der Leiter der DFG-Kolleg-Forschungsgruppe „Zukünfte der Nachhaltigkeit“. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Konvivialität und Gabe\, Gesellschaft und Natur\, Nachhaltigkeit\, Zivilgesellschaft und alternatives Wirtschaften. Aktuelle Publikation: Wirkliches und Mögliches in der Klimakrise. Die Sozialwissenschaften im ökologischen Wandel. Bielefeld: transcript (2026)
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DESCRIPTION:Peer Pasternack (Direktor des HoF\, Uni Halle-Wittenberg) \nWissenschaftsalltag und Politik in der DDR: die Auskünfte der Belletristik \nModeration: Gerda Haßler \nAls Hybridveranstaltung auch online: \nZum Erhalt der Zoom-Daten beachten Sie bitte die Angaben in der Rundmail zu den Veranstaltungen im November oder schreiben Sie eine Mail an g.hassler@leibnizsozietaet.de \nAbstrakt: \nDie fiktive Literatur bildete in der DDR paradoxerweise oft besser die wahren Verhältnisse ab. Das gilt auch für die rund 170 Titel zur DDR-Wissenschaft (von denen etwa 50 nach 1990 erschienen sind). Angefangen bei ABF-Romanen (von denen es drei gibt\, nicht nur Hermann Kants „Aula“) und Texten zur AdW (insbesondere von Helga Königsdorf und John Erpenbeck) sowie recht vielen Darstellungen zur Universität Leipzig (die von allen DDR-Hochschulen am häufigsten die Handlungsbühne ist) über NÖS-\, Kybernetik- und III.-Hochschulreform-Romanen bis hin zu desillusionierten Texten in den 80er Jahren und der ‚Abwicklungs-Belletristik‘ der 90er Jahre: Nahezu immer geht es darum\, wie sich Politik im Alltag des Wissenschaftsbetriebs spiegelte und wie das akademische Milieu mit Erwartungen\, Anforderungen und Zumutungen umging. \nCV: \nProf. Dr. Peer Pasternack (*1963): Aufgewachsen in Halle-Neustadt. Fahrzeugschlosserlehre und sechs Jahre Berufskraftfahrer\, Volkshochschul-Abitur. 1994 Diplom (Politikwissenschaft\, Universität Leipzig)\, 1998 Promotion (FB Pädagogik\, Universität Oldenburg)\, 2005 Habilitation (Soziologie\, Universität Kassel). 1989-1995 Studentensprecher der Leipziger Universität und Sprecher der ostdeutschen Konferenz der StudentInnenschaften. Seit 1991 Herausgeber der Zeitschrift „die hochschule. journal für wissenschaft und bildung“ (bis 2001 unter dem Titel „hochschule ost“). 1996-2001 Hochschulforscher und Forschungskoordinator am Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 1997-2002 Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft der Universität Leipzig. 2002-2003 Staatssekretär für Wissenschaft im Senat von Berlin. Seit 2004 Forschungsdirektor bzw. Direktor des Instituts für Hochschulforschung (HoF) an der Universität Halle-Wittenberg. Lehrveranstaltungen am Institut für Soziologie der Universität Halle. Arbeitsschwerpunkte: Hochschulpolitikanalyse\, Hochschulorganisation\, Bildung und Wissenschaft in demografisch herausgeforderten Regionen\, Wissenschaftszeitgeschichte. \nJüngste Buchveröffentlichungen: Von Campus- bis Industrieliteratur. Eine literarische DDR-Wissenschaftsgeschichte\, Baden-Baden 2024; Die vier Dimensionen des ostdeutschen Wissenschaftsumbaus ab 1990. Strukturen und Personal\, akademische Kultur und wissenschaftliche Inhalte\, Halle-Wittenberg 2025; NomosHandbuch Hochschulforschung. Forschung über Hochschule und Wissenschaft\, Baden-Baden 2025 (Hrsg. mit Gabi Reinmann u Christian Schneijderberg)
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SUMMARY:Klassensitzung Sozial- und Geisteswissenschaften
DESCRIPTION:Bertold Unfried\, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte\, Universität Wien \nKuba und die DDR im „Sozialistischen Weltsystem“. „Internationale Solidarität“ als Entwicklungspolitik \nVor-Ort und im Netz: \nZum Erhalt der Zoom-Daten beachten Sie bitte die Angaben in der Rundmail zu den Veranstaltungen im November oder schreiben Sie eine Mail an g.hassler@leibnizsozietaet.de \n1972 wurde Kuba Mitglied des RGW. Dem war ein Jahrzehnt an Experimenten mit einem eigenständigen kubanischen Weg zum Sozialismus in Abgrenzung zum „realsozialistischen“ Modell vorhergegangen\, inclusive des Versuchs einer eigenständigen Internationale revolutionärer Befreiungsbewegungen und Staaten\, der „Tricontinentale“ 1966/67. Kuba war im RGW sowohl Empfänger als auch Geber von „Internationale Solidarität“ genannter Unterstützung. Im RGW nahm Kuba die Funktion eines Scharniers zwischen dem europäischen Zentrum des „Sozialistischen Weltsystems“ und Ländern „auf dem sozialistischen Entwicklungsweg“ an dessen Rändern ein. Als Beispiel dafür sollen die afrikanischen Staaten Äthiopien und Angola dienen. Der Vortrag soll sich auf die trilaterale und multilaterale Zusammenarbeit Kubas und der DDR mit diesen Staaten konzentrieren (1975-1990). Es sollen Formen der Zusammenarbeit zwischen Kuba\, der DDR und diesen beiden afrikanischen Ländern auf dem „sozialistischen Entwicklungsweg“ sowie Bereiche des Kontakts\, der Interaktion und der Zusammenarbeit zwischen dem entsandten kubanischen und ostdeutschen Personal und den Einheimischen zur Sprache kommen. Ein Focus liegt auf dem „Internationalismus“ in der Praxis als Weg\, mit Ungleichheit vor Ort umzugehen\, mit dieser Diversität zu leben und sie in „internationalistischen“ Begegnungen zu überbrücken. Auf der Grundlage von Archivmaterial und Interviews in Kuba und Deutschland werden insbesondere die Lebens- und Arbeitspraktiken von kubanischem zivilen „internationalistischen“ Personal – Experten\, Beratern und Lehrern – und ihre Begegnungen mit angolanischen und äthiopischen Partnern untersucht. \nAbschließend sollen die Fragen diskutiert werden\, ob und inwiefern die untersuchten Praktiken „internationalistischer“ Zusammenarbeit dem Anspruch eines „Sozialistischen Weltsystems“ Substanz verliehen\, sowie\, welche Unterschiede und Ähnlichkeiten die „Internationale Solidarität“ genannte Entwicklungspolitik der sozialistischen Länder im Vergleich mit der „Entwicklungspolitik“ des Konkurrenzsystems hatte. \nDer Vortrag präsentiert Elemente meines eben erschienenen Buchs: „Entwicklungshilfe“ und „Internationale Solidarität“: Globalisierungsunternehmen in Zeiten der Systemkonkurrenz\, Berlin-Boston: de Gruyter 2024\, und meines aktuellen Buchprojekts: „Voluntarismus“ und Plan. Kuba und die DDR im RGW\, eine Verflechtungsgeschichte. \nBerthold Unfried\, Dozent am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien\, Autor mehrerer Bücher auf dem Gebiet der Globalgeschichte. Jüngste Buchpublikation zu einer vergleichenden Geschichte der Entwicklungspolitiken der beiden deutschen Staaten im Zeitalter der „Entwicklung“ : „Entwicklungshilfe“ und „Internationale Solidarität“: Globalisierungsunternehmen in Zeiten der Systemkonkurrenz\, Berlin-Boston 2024. Aktuelle Forschungsschwerpunkte zu Politiken von „Entwicklung“ und „Internationaler Solidarität“ als Formen von Moralpolitik und politischer Ökonomie. Forschungsprojekt über Kuba und die DDR als entwicklungspolitische Akteure im RGW (https://socialist-entanglements.univie.ac.at/). \nhttps://wirtschaftsgeschichte.univie.ac.at/menschen/wissenschaftliche-mitarbeiterinnen/unfried-berthold/
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