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SUMMARY:Klassensitzung Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften
DESCRIPTION:Sitzung der Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften\nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin\nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDie Zoom-Einwahldaten sind folgende:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/61550163559?pwd=0QhWSL5K3WmjXQKbxFLasJjESsgDDb.1 \n  \nVortrag: \nOlaf Scupin (MLS)\, Diana Düring\, Lisa Schotte (alle Ernst-Abbe-Hochschule Jena) \nErziehungsanstalten der Rheinischen Missionsgesellschaft während der deutschen Kolonialzeit im heutigen Namibia. \nAbstract: \nIm Rahmen des Gesamtprojektes „Rolle der Krankenpflege in der Kolonialgeschichte Deutschlands“ wurde eine weitere Differenzierung des Gegenstandsbereichs vorgenommen. \nZunächst wurde untersucht\, welche Motivationen und Erwartungen Frauen im Deutschen Kaiserreich bewegten\, zwischen 1885 bis 1915 in einer deutschen Kolonie tätig zu werden bzw. auszureisen. Es soll ein Einblick in die arbeits- und sozialpolitischen Bedingungen des 19. Jahrhunderts versucht werden\, vor dessen Hintergrund sich ein traditionell nach „innen“ definiertes Frauen- und Familienverständnis hin zu einer nach „außen“ orientierten „Kulturträgerin“ in den deutschen Kolonien veränderte. \nDer Vortrag gibt weiterhin Einblick in Fragestellungen und Recherchen zu Kindheiten während der deutschen Kolonialzeit in Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia). Im Zentrum steht die Frage\, wie Kindheit(en) unter kolonialer Herrschaft geprägt wurden und welche Institutionen\, Akteure und sozialen Ordnungen den Alltag sowie das Aufwachsen von Kindern beeinflussten. \nObwohl die bisherige Forschung zur deutschen Kolonialherrschaft in Deutsch-Südwestafrika zahlreiche Aspekte von Mission\, Bildung\, Gewalt und Herrschaft untersucht hat\, bleiben Kindheiten häufig randständig oder erscheinen nur ausschnitthaft. Insbesondere fehlt bislang eine zusammenhängende Betrachtung der Lebensumstände von Kindern sowie der Bedeutung von Erziehungs- und Bildungsinstitutionen für das Aufwachsen unter kolonialen Bedingungen. Der Vortrag setzt an diesen Leerstellen an und diskutiert Kindheiten als bislang wenig beachtete Dimension deutscher kolonialer Gesellschafts- und Herrschaftsgeschichte. \nZugleich thematisiert der Beitrag die Quellenlage: Welche historischen Materialien geben Auskunft über Kindheiten\, und wie ist mit den spezifischen Überlieferungslücken\, Perspektivierungen und Asymmetrien kolonialer Archive umzugehen? \nIn Bezug auf erste Ergebnisse liegt ein Fokus auf Erziehungsanstalten für „halbweiße“ Kinder   und einem („Herero“-)Waisenhaus der Rheinischen Missionsgesellschaft. Anhand dieser Einrichtungen werden Kindheiten im Umfeld der Mission untersucht. Der Vortrag versteht sich damit als Beitrag zu einer differenzierten Geschichte kolonialer Kindheiten und ihrer Erforschung. \nVitae: \nProf. Dr. Olaf Scupin \nAusbildung zum Krankenpfleger und Fachweiterbildung zum Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivpflege (Westfälische-Wilhelms-Universität Münster/Westf.). Qualifizierung zur Leitung des Pflegedienstes. Von 1995 bis 2005 Direktor in 3 Kliniken. \nStudium der Gesundheits- und Pflegewissenschaften an der Fachhochschule Neubrandenburg. 2003 Promotion am Institut für Wissenschaftsphilosophie und Humanontogenetik der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2004 Professor am Fachbereich Gesundheit und Pflege der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH Jena) mit dem Berufungsgebiet „Pflegemanagement“. Seit 2009 Direktor am Institut für Coaching und Organisationsberatung der EAH Jena. Lehre in den Fachbereichen Betriebswirtschaft\, Sozialwesen und SciTec. Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Humanontogenetik. Seit 2017 Direktor für Pflegeentwicklung am Deutschen Zentrum für Orthopädie der Waldkliniken Eisenberg/Thüringen. Seit 2019 Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. \nProf. Dr. Diana Düring \nStudium der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Erfurt mit Abschluss als Diplom-Sozialarbeiterin/-pädagogin (FH). Promotionsstipendiatin im DFG-Graduiertenkolleg „Jugendhilfe im Wandel“ an der TU Dortmund. Seit 2014 Professorin am Fachbereich Sozialwesen der Ernst-Abbe-Hochschule Jena mit dem Berufungsgebiet „Theorie und Geschichte der Sozialen Arbeit sowie Kinder- und Jugendhilfe“. Seit 2025 Schwerpunktprofessur Lehre im Themenfeld „historisch-politische Bildungs- und Erinnerungsarbeit“. Lehrtätigkeit am Fachbereich Sozialwesen sowie am Fachbereich Gesundheit und Pflege. Ehrenamtliches und fachpolitisches Engagement unter anderem im Vorstand des Kinderschutzbundes Thüringen sowie in der Internationalen Gesellschaft für Erzieherische Hilfen e. V. (IGfH). \nLisa Schotte\, M.A. \nBachelorstudium der Sozialen Arbeit an der TH Georg Simon Ohm Nürnberg (Abschluss 2023). Darauf aufbauend das Masterstudium der Sozialen Arbeit an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (Abschluss 2025). Anschließende Tätigkeiten als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Gesundheit und Pflege im Rahmen eines Drittmittelprojekts sowie als Lehrkraft für besondere Aufgaben in der Schwerpunktprofessur bei Prof.in Düring am Fachbereich Sozialwesen der Ernst-Abbe-Hochschule Jena.
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SUMMARY:Plenum
DESCRIPTION:Plenum der Leibniz-Sozietät\nRathaus Friedrichshagen\, Historischer Ratssaal\, Bölschestr. 87\, 12587 Berlin \nDie Sitzung findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Zoom) statt.\nDer Zoom-Link ist folgender:\nhttps://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/69907910955?pwd=qOFeG7V0Atr9OkJI3yQMGiVV2aA4Ee.1 \nVortrag: \nProf. Dr. Claudia Müller (MLS\, Universität Siegen) \nDigitale Transformation in alternden Gesellschaften – Praxisorientierung und Partizipation als Gestaltungsprinzipien\nAbstract: \nDer Vortrag beleuchtet aktuelle Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung vor dem Hintergrund des demographischen Wandels. Aufbauend auf Forschungsarbeiten wird gezeigt\, wie digitale Technologien im Kontext von Gesundheit\, Pflege und sozialer Teilhabe nicht nur technisch entwickelt\, sondern gemeinsam mit den betroffenen Menschen gestaltet werden können.\nIm Zentrum der Ausführungen stehen praxisorientierte und partizipative Forschungsansätze der Sozio-Informatik\, die ältere Menschen\, Pflegekräfte\, Angehörige und weitere gesellschaftliche Akteur:innen aktiv in Konzeptions-\, Entwicklungs- und Aneignungsprozesse einbeziehen. Anhand ausgewählter Forschungsprojekte aus den Bereichen der Robotik für die Pflege\, digitalen Lernräumen und gemeinschaftsbasierten Versorgungsmodellen wird verdeutlicht\, dass nachhaltige digitale Innovationen nur dann gelingen\, wenn sie an den Lebenswelten\, Bedürfnissen und sozialen Praktiken der Nutzenden orientiert sind.\nDer Vortrag diskutiert darüber hinaus die Bedeutung von Co-Creation\, interdisziplinären Lernräumen für die Forschenden und sozialen Innovationsprozessen für die Gestaltung einer inklusiven digitalen Gesellschaft. Praxisorientierung und Partizipation werden dabei nicht als ergänzende Elemente verstanden\, sondern als zentrale Gestaltungsprinzipien einer menschenzentrierten digitalen Transformation in alternden Gesellschaften. \nVita: \nClaudia Müller ist Professorin an der Universität Siegen und leitet den Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik\, insb. IT für die alternde Gesellschaft. Ihre sozio-informatische Forschung umfasst den Schwerpunkt der praxistheoretisch fundierten Technikentwicklung und Methoden- und Theoriebildung innerhalb der angewandten Informatik\, der sich auf ihre Erfahrung in der Leitung von F&E-Projekten in mehreren Schwerpunktbereichen stützt\, u.a. Demenzpflege\, quartiersbasierte und ländliche Gesundheitsversorgung\, Caring Communities\, Barrierefreie Arbeitsplätze\, robotische Systeme in der Pflege\, KI in der Medizin und Digitalkompetenz. Claudia Müller war und ist beratend tätig als stellvertretende Vorsitzende der Sachverständigenkommission der Bundesregierung zum Achten Altersbericht „Ältere Menschen und Digitalisierung“\, Sprecherin des Fachbereichs Human-Computer Interaction (HCI) bei der dt. Gesellschaft für Informatik und Sprecherin des Fachausschusses „Bildung und Digitalisierung im Alter“ beim Bundesministerium für Bildung\, Familie\, Senioren\, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).
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SUMMARY:Klassensitzung SGW als Ehrenkolloquium für Dorothee Röseberg und Ulrich Busch
DESCRIPTION:Programm\nGrußwort: Gerda Haßler (MLS) \nMichael Thomas (Berlin\, MLS): Laudatio auf Ulrich Busch \nChrista Luft (Berlin\, MLS): Anforderungen vor allem an die ökonomische Wissenschaft mit Schwerpunkt Rückbesinnung auf Karl Marx \nFrançoise Knopper (Toulouse) : Laudatio auf Dorothée Röseberg \nChristoph Vatter (Jena): Das „franco-allemand“ re-visited. Deutsch-französische Kulturbeziehungen und soziales Imaginieren zwischen Nostalgie und Zukunftsvision \nUlrich Busch und Dorothee Röseberg \nAbstracts der wissenschaftlichen Vorträge\nChrista Luft                                                                                                                                       \nAnforderungen vor allem an die ökonomische Wissenschaft mit Schwerpunkt Rückbesinnung auf Karl Marx \nDie Autorin fragt in ihrem Beitrag nach Herausforderungen\, die sich aus der Coronapandemie und dem Ukrainekrieg insbesondere für die ökonomische Wissenschaft ergeben. Beide Ereignisse haben die Schwachstellen des kapitalistischen Systems und der vorherrschenden ökonomischen Theorien unübersehbar offengelegt. Heute dominieren mit wenigen Ausnahmen unter den hunderten von VWL-Lehrstühlen in Deutschland solche mit der Vorherrschaft neoklassischer Theorien und unzureichender\, ja schmaler Präsenz heterodoxer\, darunter auch marxistischer Ansätze\, mit mehr Mikro-als Makoökonomie\, also einer Lehre\, die vorrangig von mathematischen Modellen und betriebswirtschaftlichen Techniken geprägt ist und die die makroökonomische Sicht\,  die soziale\, ökologische\, humanitäre ethische und auch sicherheitspolitische Belange einschließen muss\, verdrängt. Eine ihrer Schlussfolgerungen ist daher die notwendige Rückbesinnung auf MARXSCHE Thesen\, nicht als bloße Dogmen\, sondern als Quelle für Erkenntnisgewinn und Handlungsoptionen. Die Kriegs- und Krisensituation gibt der Kapitalismuskritik Impulse. Was wir in der Pandemie- und Kriegszeit erlebten und erleben\, belegt\, wie hoch aktuell viele der Marxschen Erkenntnisse heute sind. \nChristoph Vatter (Friedrich-Schiller-Universität Jena) \nDas „franco-allemand“ re-visited. Deutsch-französische Kulturbeziehungen und soziales Imaginieren zwischen Nostalgie und Zukunftsvision \nDie deutsch-französischen Kulturbeziehungen sind geprägt von einer reichen Vielfalt an institutionellen und zivilgesellschaftlichen Verflechtungen. Für die Akteure dieses Beziehungsgeflechts stellt die Zugehörigkeit zu diesem „franco-allemand“ einen zentralen Motivations- und Identifikationsfaktor dar\, der als positiv und historisch bedeutsam empfunden wird. Das „franco-allemand“ hat ein großes Entfaltungspotenzial in vielfältigen Bereichen entwickelt\, unter anderem auch mit eigenständigen Ansätzen zur interkulturellen Zusammenarbeit und Wirtschaftskommunikation. Doch in jüngerer Zeit gerät dieses produktive Verhältnis zunehmend in eine Krise\, welche die Tragfähigkeit des dominanten Versöhnungsnarrativs in den deutsch-französischen Kulturbeziehungen in Frage stellt. Der Vortrag nähert sich dem Phänomen des „franco-allemand“ aus Perspektive des sozialen Imaginierens an und beleuchtet aktuelle Dynamiken und zukünftige Perspektiven der interkulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich. \nBiographische Informationen zu den Referenten\nUlrich Busch (MLS) studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Finanzökonomie\, wurde 1976 zum Dr. oec. promoviert und habilitierte sich 1984 auf dem Gebiet der Finanzwissenschaft. 1987 wurde er zum ord. Dozenten für Politische Ökonomie berufen. Nach 1990 wirkte er aktiv an der Umstrukturierung der wirtschaftswissen-schaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität mit. Bis zum Eintritt in den Ruhe-stand war er als Dozent und Leiter wissenschaftlicher Projekte an der Humboldt-Universität\, der Technischen Universität Berlin sowie an anderen Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie im privaten Bankwesen tätig. Seine Arbeitsschwer-punkte sind Geldtheorie\, Transformation sowie ökonomische Aspekte der deut-schen Vereinigung. \nGerda Haßler (MLS) studierte Romanistik und Slavistik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und promovierte 1978 mit einer Arbeit zu Sprachtheorien der Aufklärung. 1984 erfolgte die Habilitation für allgemeine Sprachwissenschaft mit einer Arbeit zur Entwicklung des semantischen Wertbegriffs vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Sie war von 1993 bis 2020 Universitätsprofessorin für Linguistik und angewandte Sprachwissenschaft (Romanistik) an der Universität Potsdam\, davon sechs Jahre Prorektorin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind funktionale Grammatik und Pragmatik der romanischen Sprachen\, Geschichte der Sprachwissenschaft und des Sprachbewusstseins vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart\, Diskurstraditionen und ihre Ausprägung in Kollokationen und Begriffsformationen. \n Françoise Knopper ist emeritierte Professorin der Universität Toulouse Jean Jaurès und spezialisiert auf Germanistik\, Kulturwissenschaften\, Reiseliteratur und Aufklärung. Sie lebt und arbeitet in Berlin sowie in Castelnau‑le‑Lez. Von 1994 bis 2012 leitete sie das Forschungszentrum Centre de Recherches et d’Études Germaniques an den Universitäten Toulouse und Montpellier sowie das Institut Institut de Recherche Pluridisciplinaire en Arts Lettres Langues\, das die Leibniz-Sozietät mit dem Kooperationspreis auszeichnete. Zwischen 2005 und 2015 war sie Mitträgerin mehrerer Projekte des Centre Interdisciplinaire d’Études et de Recherches sur l’Allemagne an der Universität Halle‑Wittenberg\, eines französischen Forschungsnetzwerks\, das die deutsch-französische Wissenschaftskooperation stärkt. Seit 2018 gibt sie gemeinsam mit Prof. Dr. Dorothee Röseberg die Onlinezeitschrift Symposium culture@Kultur heraus. Zu ihren jüngeren Buchpublikationen zählen der Band Expression artistique et cicatrices de la Première Guerre mondiale (2021\, mit Gilles Buscot) sowie Johann Georg Sulzer: Gesammelte Schriften\, Bd. 8 (Schwabe\, 2025). Darüber hinaus veröffentlichte sie zahlreiche Studien zur Reiseliteratur\, zur deutsch‑französischen Kulturgeschichte und zur Literatur der Aufklärung. Im Jahr 2025 hielt sie Vorträge in Wrocław über reisende Frauen der Aufklärung\, in Montpellier über die Figur der Griselda und ebenfalls in Montpellier über Erinnerungstourismus und die fotografischen Darstellungen des Ersten Weltkriegs in den Michelin‑Führern. \nChrista Luft (MLS) zählt seit 1993 zu den prominentesten und aktivsten Mitgliedern der Leibniz-Sozietät. Als erfahrene Hochschullehrerin\, Politikerin und Ökonomin mit dem Spezialgebiet Außenwirtschaftstheorie und – politik hat sie über mehr als drei Jahrzehnte in hervorragender Art und Weise dabei mitgewirkt\, das wissenschaftliche Leben der Sozietät inhaltlich zu gestalten und durch eigene Beiträge maßgeblich zu bereichern. Es sei zum Beispiel an ihre Festrede auf dem Leibniz-Tag 2023 erinnert: Von der „Zeitenwende“ zum Epochenbruch. Symptome\, Kritik und Herausforderungen für die ökonomische Wissenschaft sowie an ihren Vortrag Georessource Boden – irdene Grundlage menschlicher Existenz\, der im Sitzungsband des Rohstoff-Kolloquium 2022 veröffentlicht ist. Frau Professor Luft verfügt über sehr gute und enge Kontakte zu Wissenschaftlern innerhalb und außerhalb der Sozietät. So hat sie z. B. die deutsch-französischen Studientage 2023 für französische Germanisten und Deutschlehrer mit ihrem Vortrag zur Treuhand bereichert\, der ein außerordentlich positives Echo\, auch in der französischen Presse\, fand. Damit hat sie maßgeblich dazu beigetragen\, dass die Leibniz-Sozietät heute in Teilen der französischen Öffentlichkeit bekannt ist und geschätzt wird. Zugleich hat sie in dem Zeitzeugenprojekt mitgewirkt\, bei dem es um Erinnerungen an wissenschaftliche Kooperationen und Begegnungen von Franzosen und Deutschen in der DDR\, in der Zeit des Kalten Krieges geht. Insgesamt hat Christa Luft durch Ihr beachtliches wissenschaftliches und publizistisches Engagement im In- und Ausland dazu beigetragen\, das Ansehen der Leibniz-Sozietät zu stärken und deren Existenz auch in der Zukunft zu sichern. \nDorothee Röseberg (MLS) studierte an der Humboldt-Universität Berlin. Sie ist Kultur-wissenschaftlerin und Romanistin. Nach einer Tätigkeit als Professorin für Landes- und Kulturwissenschaft Romanistik an der Technischen Universität Chemnitz war sie 1997–2017 Professorin für Romanische Kulturwissenschaft an der Martin-Lu-ther-Universität Halle-Wittenberg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Geschichte\, Theorie und Methoden fremdsprachlicher Kulturwissenschaft\, Interkulturalitäts- und Transferforschung\, Fremdheit und kulturelle Konflikte\, Erinnerungskulturen\, kulturraumbezogene Arbeiten zu Frankreich und Deutschland/DDR\, vergleichende Bildungsphilosophie und Praxis\, gemeinsame Erinnerungsorte\, Laïcité\, Bilder vom anderen. \nMichael Thomas (MLS) studierte nach Berufsausbildung und Armeedienst Philosophie an der Humboldt‑Universität und promovierte über Husserls Phänomenologie. Seit 1981 arbeitete er wissenschaftlich vor allem im Bereich Soziologie. Nach 1990 war er Mitbegründer des BISS e.V. und wirkte an mehreren Universitäten sowie als Gastwissenschaftler in Deutschland und den USA. Er leitete zahlreiche Forschungsprojekte und engagierte sich in wissenschaftlichen Gremien. Seine jüngeren Arbeiten betreffen Regional‑ und Stadtentwicklung\, Netzwerke\, Arbeitsmärkte und soziale Innovationen. Seit 2009 ist er Mitglied der Leibniz‑Sozietät und leitet den Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse und Klassen“ seit 15 Jahren. Zahlreiche Bände der „Abhandlungen“ und Beiträge in den „Sitzungsberichten“ dokumentieren seine Ergebnisse. \nChristoph Vatter ist Professor für interkulturelle Kommunikation mit Schwerpunkt Kulturtheorie und Kommunikationsforschung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Nach dem Studium der Kulturwissenschaft und interkulturellen Kommunikation\, Romanistik sowie Deutsch als Fremdsprache an der Universität des Saarlandes und der Université Laval (Québec\, Kanada) wurde er mit einer Arbeit zum Thema Gedächtnismedium Film in einem deutsch-französischen co-tutelle-Verfahren promoviert. Vor seiner Berufung nach Jena war er Juniorprofessor für interkulturelle Kommunikation an der Universität des Saarlandes und nahm Professurvertretungen an der Universität der Bundeswehr München und der Martin-Luther-Universität Halle wahr. Er ist Mitglied der internationalen Forschungsgruppe Populärkultur transnational (DFG-FNR\, 2018-2026) und PI im Exzellenzcluster Imaginamics. Practices and Dynamics of Social Imagining (2026-2032); von 2022 bis 2026 war er Präsident der Gesellschaft für Kanada-Studien (GKS). Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören interkulturelle Kommunikation\, interkulturelle Medienanalyse und Kulturwissenschaft\, Populärkultur\, kulturelle Diversität und Erinnerungskulturen. \n 
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