Arbeitskreis Gesellschaftsanalyse; Jahresrückblick 2016

Jahresbericht 2016 für den Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“

 Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ hatte mit seiner umfangreichen Publikation zu „Transformation im 21. Jahrhundert“ (hrsg. von Michael Thomas und Ulrich Busch, Band 39 (I/II) der Abhandlungen der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften) 2015 sowohl eine beachtliche und beachtete Bilanz seiner Arbeit in den vergangenen Jahren gezogen wie zugleich Fragestellungen und Perspektiven für weitere Diskussionen abgesteckt. Transformation ist mittlerweile in den verschiedenen Sozial-, Wirtschafts- und Technikwissenschaften zu einem bestimmenden Thema geworden. Der Arbeitskreis hat es entsprechend für 2016 aufgenommen und in verschiedenen Facetten bearbeitet.

Insgesamt hat der Arbeitskreis sechs thematische Veranstaltungen durchgeführt. Die Veranstaltungen waren immer von 15 bis 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht; ein großer Teil dieser Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommt nicht aus der Mitgliedschaft der Leibniz-Sozietät. Damit sind vielfach sehr produktive Inputs gegeben.

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Workshop Transformationsforschung; Bericht

Wie der Kapitalismus unnötig werden kann

Der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse führte am 2. Dezember seine abschließende Sitzung des Jahres 2016 durch. Mit dem Thema „Wie der Kapitalismus unnötig werden kann“ wurde nicht nur nochmals zum Kern der Transformationsproblematik vorgestoßen, sondern die übergreifende Synthese für unterschiedliche Zugänge gesucht. Mit dem Anspruch, tatsächliche Lösungsmöglichkeiten aus dem normativen Rahmen, dem politischen Gefüge kapitalistischer Vergesellschaftung und neue nachhaltige Vergesellschaftungsformen aufzuzeigen, war für die dreistündige Debatte „ausreichend“ Stoff gegeben. Die intensive Diskussion in dem gut besuchten Workshop kam vielfach auf Schwierigkeiten, Vorbehalte. Sie zeigte so zugleich, wie wichtig es ist, sich auf die Perspektive einzulassen und nicht immer nur einfachen Antworten aufzusitzen. Meinhard Creydt hat mit seinem Vortrag ein offenes und anregendes Material vorgelegt für qualitative Fortschritte in der notwendigen Debatte. Dankenswerterweise hat er uns diesen Vortrag zur Verfügung gestellt. Der Arbeitskreis wird auch 2017 diese Debatte führen.

Michael Thomas

Workshop des Arbeitskreises „Gesellschaftsanalyse“ am 11. November 2016; Bericht

Bericht zum Workshop des Arbeitskreises „Gesellschaftsanalyse“ am 11. November 2016 „Transformation in Zeiten von Digitalisierung und Informatisierung“

Der aufgeführte Workshop, der auch von der Rosa-Luxemburg-Stiftung gefördert wurde, hatte sich thematisch als eine konsequente Umsetzung des seit ca. drei Jahren verfolgten und jüngst publizierten [1] systematischen Anspruchs vom Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“ ergeben: Ein hinreichendes Transformationskonzept muss historisch kontextualisiert sein, eine Große Transformation betrifft den Bruch einer gesellschaftlichen Entwicklungsphase.

Insofern verstand sich der Workshop als ein weiterer Schritt hin zu einer solchen Kontextualisierung. Auch die vorgesehene Publikation wird entsprechend angelegt sein. Damit wie generell angesichts der thematischen Komplexität war es angemessen, dieses Vorhaben als ein übergreifendes der Leibniz-Sozietät anzulegen. Das hat sich für den Workshop, etwa durch die direkte Unterstützung des Präsidenten der Sozietät, sehr positiv ausgewirkt und sollte – so ein systematisches Ergebnis aus den Debatten – strategisch wie perspektivisch beibehalten werden.

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Rezension zu Abhandlungen der Leibniz-Sozietät, Band 42(2015)

Zum Band 42(2015) der Abhandlungen der Leibniz-Sozietät zum Thema

Ein Vierteljahrhundert Deutsche Einheit. Facetten einer unvollendeten Integration“
(Ulrich BUSCH und Michael THOMAS (Hg.):

ist in der Zeitschrift für Politik 63 (2016), Heft 3, S. 347 – 348 eine Rezension erschienen.

Text der Rezension

Band 42 der Abhandlungen der Leibniz-Sozietät erschienen

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Der Band 42 der Abhandlungen der Leibniz-Sozietät mit dem Titel

Ein Vierteljahrhundert Deutsche Einheit –
Facetten einer unvollendeten Integration

ist im trafo-Verlag erschienen. Er wurde herausgegeben von Ulrich Busch und Michael Thomas.

Zum Inhalt heißt es im Klappentext:
“ … Der Band umfasst dreizehn Beiträge, die sich insbesondere mit Fragen der unvollendeten Integration der neuen Länder in die Bundesrepublik Deutschland befassen. Indem die Autorinnen und Autoren diese Problematik sehr unterschiedlich und eigenständig angehen und dafür ausgewählte Fragen der wirtschaftlichen, demografischen, sozialen, kulturellen und politischen Entwicklung Ostdeutschlands in den Fokus nehmen, diese dann aber unter dem Aspekt ihrer Relevanz für Gesamtdeutschland diskutieren, wollen sie zur konstruktiv-kritischen Diskussion der Vereinigungspolitik der vergangenen 25 Jahre beitragen. Die zwölf Autorinnen und Autoren gehören der Klasse „Sozial- und Geisteswissenschaften“ der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. sowie dem Arbeitskreis „Gesellschafts- und Klassenanalyse“ und dessen Umfeld an. …“

Bibliografische Angaben:
Busch, Ulrich / Thomas, Michael (Hrsg.); „Ein Vierteljahrhundert Deutsche Einheit. Facetten einer unvollendeten Integration“
2015, [= Abhandlungen der Leibniz-Sozietät,  Band 42], 280 S., ISBN 978-3-86464-100-8

Vorwort

Vollständiger Klappentext

 

Arbeitskreis “Gesellschaftsanalyse und Klassen”: Jahresrückblick 2014

Das Jahr 2014 stand für den Arbeitskreis Gesellschaftsanalyse und Klassen ganz unter dem Schwerpunkt vertiefender Auseinandersetzungen mit Problemen gesellschaftlicher Transformation und der Vorbereitung einer diesbezüglichen zusammenfassenden Publikation im Rahmen der Abhandlungen der Leibniz-Sozietät.

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Wissenschaftliche Sitzungen der Klassen der Leibniz-Sozietät im Jahre 2014

Nachfolgend werden die im Jahr 2013 stattgefundenen wissenschaftlichen Sitzungen der beiden Klassen der Leibniz-Sozietät zusammen mit den Kurzreferaten und Angaben zu den C.V. der Vortragenden aufgelistet.

Die Namen der Autoren sind mit dem Autorenverzeichnis verlinkt, weiterhin sind Links zu den Publikationen der Leibniz-Sozietät angegeben, falls die Vorträge bereits publiziert wurden.

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2. Workshop und Beratung des AK Gesellschaftsanalyse und Klassen am 17.07.2014: Kurzbericht

Am 17. Juli  führte der Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse und Klassen“ den zweiten übergreifenden Workshop im Rahmen seines Publikationsprojektes zum Thema

„Transformation in aktueller und historischer Perspektive“

durch.

Trotz Hitze und beginnender Ferienzeit waren hinreichend viele aktive Mitstreiterinnen und Mitstreiter erschienen, um das anspruchsvolle Programm umzusetzen. Dieses Programm unterteilte sich in drei Schwerpunkte.

In einem ersten, den Ulrich Busch quasi mit einer kleinen Vorab-Veröffentlichung eingeleitet hatte, ging es auf der Grundlage seiner ergänzenden Präsentation vor allem noch einmal übergreifend um Konzept und Realität von Transformation heute. Hier stießen nicht nur disziplinäre Perspektiven aufeinander, sondern offenbarte sich eine nur schwer einzufangende Heterogenität der Transformationsdebatte, wie sie von Michael Thomas schon einen Monat zuvor in einem Vortrag in der Klasse „Sozial- und Geisteswissenschaften“ kritisch diskutiert worden war. Eine solche unproduktive Heterogenität zu bändigen, dafür sind Auseinandersetzungen mit den aktuellen ökonomischen und sozialen Prozessen ebenso hilfreich wie die um zeitgemäße Diskurse oder auch Projektionen. Für das gemeinsame Buchprojekt konnte jedenfalls ein Konsens über ein zeitgemäßes Verständnis von Transformation – als Gesellschaftstransformation – erreicht bzw. bestärkt werden. Zudem besteht Einigkeit, dass ein solches hinsichtlich seiner praktikablen Konzeptualisierung die aktuellen wirtschaftlichen und sozialen Umbrüche einzubeziehen hat, dass aber zudem nicht dogmatisch auf einem einzigen Konzept von Transformation zu beharren ist. Nur sollten Konzepte dann entsprechend ausgewiesen und zueinander in Beziehung gesetzt werden.

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Sitzung des AK „Gesellschaftsanalyse und Klassen“; Bericht

Bericht zur Sitzung des Arbeitskreises „Gesellschaftsanalyse und Klassen“
am 07. März 2014

„Erfahrungen und Konsequenzen der Enquete-Kommission ‚Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität‘ des Bundestages“ – so war thematisch die Sitzung des Arbeitskreises am 7. März 2014 überschrieben. Genau mit dieser Schwerpunktsetzung sollte sich an Diskussionen anschließen lassen, die schon mehrfach – vor allem etwa in der Sitzung im Juni des Vorjahres – im Arbeitskreis zu Wachstum und Wachstumskritik stattgefunden hatten. Mit Ulrich Brand (Professor für Internationale Politik an der Universität Wien) war dafür nicht nur ein Kenner der aktuellen Debatten zu Gast, vor allem war er als einer der eingeladenen Wissenschaftler selbst Mitglied dieser Enquete-Kommission.

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Band 31 der Abhandlungen der Leibniz-Sozietät erschienen

Ergebnisband der Jahreskonferenz 2012 der Leibniz-Sozietät ist als Band 31 der „Abhandlungen der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften“ erschienen.

Gerhard Banse; Lutz Günther Fleischer (Hg.):
Energiewende – Produktivkraftentwicklung und Gesellschaftsvertrag. 5. Jahreskonferenz der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften 2012.

Berlin: trafo Wissenschaftsverlag 2014, 315 S.; ISBN978-3-86464-006-3

02_Titelseite

 

Vorsatz und Inhaltsverzeichnis
Text Rückseite
Autorenverzeichnis

EINLEITUNG
   „Bei einer Wende erfolgt ein Kurswechsel, bei dem das Schiff mit dem Bug durch den Wind geht, das heißt der Wind kommt während des Manövers kurzzeitig auch von vorn“[1]. Er bläst den Akteuren daher buchstäblich ins Gesicht. Dieser Bordwind resultiert aus dem atmosphärischen Wind und dem Fahrtwind. „Seine Richtung wird vom Verklicker an der Mastspitze des Bootes angezeigt. Je nach Kurs zum Wind unterscheiden sich die Stellung der Segel und ihr Trimm“ [2]. Beim Kommando „‚Klar zum Wenden‘ […] sollte der Steuermann bereits auf einem ‚Am-Wind-Kurs‘ sein“ [3]. Letztendlich geht es darum, das Großsegel und danach die Fock sicher auf den neu gewählten Kurs einzustellen und dynamisch verbessernd auf ihm bestmöglich voranzukommen.
Was „Die freie Enzyklopädie Wikipedia“ für die Wende als anspruchsvollem Manöver beim Segeln aussagt, wird – ebenso wie die darin einbezogenen Wörter: Schiff, Wind, Kurs, segeln, trimmen, steuern – vielfach durchaus hilfreich als gedanklich anregende und verständnisfördernde Metapher in Anspruch genommen.
Hinsichtlich der Energiewende in Deutschland drängt sich zunehmend der Eindruck auf, dass bei diesem herausragenden „Wendemanöver“ mit einschneidenden gesamtgesellschaftlichen Veränderungen gegenwärtig widrige Verhältnisse, wie Starkwinde, Unsicherheiten (leider auch bemerkenswerte Mißweisungen) bei der Kursbestimmung und der Einhaltung der gewählten Richtung, herrschen. Obwohl die „Verklicker“ technisch aufwändig verfeinert wurden, anzeigen und sogar ermitteln, woher der resultierende Bordwind weht, sind die Segel und ihr Trimm bei der Energiewende nicht auf einem „Am-Wind-Kurs“, geschweige denn „Klar zum erfolgreichen Wenden“. Einige Personen und Institutionen fordern und begründen deshalb einen Reset. Das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) im Karlsruher Institut für Technologie (KIT) thematisiert die „Energiewende 2.0“, um sie als eine tief in die Gesellschaft eingreifende Transformation des soziotechnischen Systems (2.0) zu apostrophieren [4]. In den vorgelegten Abhandlungen werden Sie – auf der Basis einer eingehenderen (offenen) Bestimmung des Begriffs Energiewende – dezidierte Ausführungen von Autoren auch zu diesem, vom ITAS 2013 verlautbarten Standpunkt finden.

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Sitzung des Arbeitskreises „Klassen und Gesellschaftsanalyse“ am 31.10.2013: Bericht

Bericht zum Workshop:

Bilanzierung und Systematisierung der Auseinandersetzungen um Transformation und gesellschaftlichen Wandel aus Sicht der Arbeit des Arbeitskreises

Der Workshop wurde am 31. Oktober in der Zeit von 10.00 – 16.30 im Rathaus Tiergarten durchgeführt. Unter den ca. 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren knapp die Hälfte Mitglieder der Sozietät. Vertreten waren Wirtschafts- und Sozialwissenschaften; nicht ungewöhnlich waren ein hoher Altersdurchschnitt und die Dominanz von Männern. Krankheitsbedingt erfolgten kleine Änderungen am Programm – für die erfreulicherweise notwendige Diskussionszeit war dies allerdings kein Nachteil. Zumal es auch keinesfalls um ein vollständiges Abdecken des Themas gehen sollte und konnte. Eher ging es um erste Grundlagen für ein umfassendes und systematisches Projekt, welches sich der Arbeitskreis für das nächste Jahr vorgenommen hat.

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Wissenschaftliche Sitzungen des Plenums der Leibniz-Sozietät im Jahre 2011

Nachfolgend werden die im Jahr 2011 stattgefundenen wissenschaftlichen Sitzungen im Plenum der Leibniz-Sozietät zusammen mit den Kurzreferaten und Angaben zu den C.V. der Vortragenden aufgelistet.
Die Namen der Autoren sind mit dem Autorenverzeichnis verlinkt und die einzelnen Beiträge, die bereits in einer Publikationsreihe der Leibniz-Sozietät erschienen sind, sind als PDF-Dateien unterlegt.

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