Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät, Band 129, Jahrgang 2016

Außenumschlag 129Inhalt

Gerhard Banse: Eröffnung und Begrüßung
Gerhard Banse:  Laudatio zum 80. Geburtstag von Karl-Heinz Bernhardt
Armin Jähne: Laudatio zum 80. Geburtstag von Klaus-Dieter Jäger
Heinz Kautzleben: Laudatio zum 80. Geburtstag von Dietrich Spänkuch

Karl-Heinz Bernhardt: Klima und Gesellschaft im Wandel der Zeit
Ulrich Cubasch und Bijan Fallah: Dürreperioden in Asien während der letzten 1000 Jahre in  Proxydaten und Modellsimulationen
Hartmut Kühne: Siedlungsausbau und Siedlungseinschränkung in der Bronzezeit Nord-Mesopotamiens in Abhängigkeit von klimatischen Veränderungen
Klaus-Dieter Jäger: Niederschlagsschwankungen in Mitteleuropa während der letzten Jahrtausende der Nacheiszeit und deren historische Folgen
Mathias Deutsch: Hydrologische Extremereignisse der letzten fünf Jahrhunderte in Mitteldeutschland
Jörg Matschullat u.a.: Bodenatmung (CO2, CH4, N20) in Abhängigkeit von Landnutzung und klimatischen Bedingungen
Hans Joachim Schellnhuber: Die Nichtlinearität des Klimaproblems
Klaus Dethloff u.a.: Wechselwirkung von arktischem Meereis und kontinentaler Schneebedeckung mit atmosphärischen Telekonnektionsmustern
Wolfgang Steinbrecht: Ozonschicht und Klimawandel
Dietrich Spänkuch: Auswirkungen des Klimawandels auf Natur und Gesellschaft in Europa

Der gedruckte Band kann beim Trafo-Verlag bestellt werden (19,80€).

Kolloquium „Klima und Menschheit“ vom 14.04.2016: Bericht

Das gut besuchte, ganztägige Kolloquium „Klima und Menschheit“ war gleichzeitig Ehrenkolloquium für die Mitglieder Karl-Heinz Bernhardt, Klaus-Dieter Jäger und Dietrich Spänkuch anlässlich deren 80. Geburtstage.

Die Jubilare

Foto: Dietmar Linke
(zur Vergrößerung und vollständigen Betrachtung der Bilder links klicken)

Karl-Heinz Bernhardt und Wolfgang Böhme hatten bereits vor mehr als zehn Jahren, nämlich am 25. November 1993 im Rahmen der Thematik „Globaler Wandel“ vor dem Plenum der Leibniz-Sozietät über dasselbe Thema referiert  (Sitzungsberichte, Heft 1/2, 1994). Seither hat diese Thematik nichts von ihrer Aktualität eingebüßt, im Gegenteil, diese Thematik ist aktueller denn je.

Das Kolloquium wurde vom Präsidenten der Leibniz-Sozietät, Prof. Gerhard Banse, eröffnet, der anschließend auch die Laudatio für Karl-Heinz Bernhardt vortrug. Klaus-Dieter Jäger’s Arbeiten wurden von Armin Jähne (MLS) gewürdigt. Heinz Kautzleben (MLS) schloss den Reigen der Laudationes mit der Laudatio für Dietrich Spänkuch ab.

Weiterlesen

Hohe Ehrung für MLS Hans Joachim Schellnhuber

Hans Joachim Schellnhuber, MLS, zum Mitglied der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften berufen

Hans-Joachim Schellnhuber; Foto Hollin

MLS Hans-Joachim Schellnhuber; Foto Hollin

Laut einer Mitteilung des Vatikans vom 17. Juni 2015 wurde unser Mitglied Professor Dr. Dr. h.c. Hans Joachim Schellnhuber von Papst Franziskus zum Mitglied der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften (Pontificia Academia Scientiarum) berufen, der 80 namhafte Wissenschaftler aus aller Welt angehören. Herr Schellnhuber war auch im Vorstellungsteam bei der Präsentation der neuen päpstlichen Enzyklika „Laudato si“ am 18. Juni vertreten.

Hans Joachim Schellnhuber, Gründungsdirektor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Professor für Theoretische Physik an der Universität Potsdam, ist Mitglied der Leibniz-Sozietät seit dem Jahre 2001 und seit 2007 auch der Nationalen Akademie Leopoldina. Als herausragender Forscher auf dem Gebiet des Klimawandels und seiner sozialen Auswirkungen wirkt er maßgeblich im Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC) mit; er war mehrfach und ist jetzt wieder Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates Globale Umweltveränderungen der Bundesregierung (WBGU).

Weiterlesen

Band 31 der Abhandlungen der Leibniz-Sozietät erschienen

Ergebnisband der Jahreskonferenz 2012 der Leibniz-Sozietät ist als Band 31 der „Abhandlungen der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften“ erschienen.

Gerhard Banse; Lutz Günther Fleischer (Hg.):
Energiewende – Produktivkraftentwicklung und Gesellschaftsvertrag. 5. Jahreskonferenz der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften 2012.

Berlin: trafo Wissenschaftsverlag 2014, 315 S.; ISBN978-3-86464-006-3

02_Titelseite

 

Vorsatz und Inhaltsverzeichnis
Text Rückseite
Autorenverzeichnis

EINLEITUNG
   „Bei einer Wende erfolgt ein Kurswechsel, bei dem das Schiff mit dem Bug durch den Wind geht, das heißt der Wind kommt während des Manövers kurzzeitig auch von vorn“[1]. Er bläst den Akteuren daher buchstäblich ins Gesicht. Dieser Bordwind resultiert aus dem atmosphärischen Wind und dem Fahrtwind. „Seine Richtung wird vom Verklicker an der Mastspitze des Bootes angezeigt. Je nach Kurs zum Wind unterscheiden sich die Stellung der Segel und ihr Trimm“ [2]. Beim Kommando „‚Klar zum Wenden‘ […] sollte der Steuermann bereits auf einem ‚Am-Wind-Kurs‘ sein“ [3]. Letztendlich geht es darum, das Großsegel und danach die Fock sicher auf den neu gewählten Kurs einzustellen und dynamisch verbessernd auf ihm bestmöglich voranzukommen.
Was „Die freie Enzyklopädie Wikipedia“ für die Wende als anspruchsvollem Manöver beim Segeln aussagt, wird – ebenso wie die darin einbezogenen Wörter: Schiff, Wind, Kurs, segeln, trimmen, steuern – vielfach durchaus hilfreich als gedanklich anregende und verständnisfördernde Metapher in Anspruch genommen.
Hinsichtlich der Energiewende in Deutschland drängt sich zunehmend der Eindruck auf, dass bei diesem herausragenden „Wendemanöver“ mit einschneidenden gesamtgesellschaftlichen Veränderungen gegenwärtig widrige Verhältnisse, wie Starkwinde, Unsicherheiten (leider auch bemerkenswerte Mißweisungen) bei der Kursbestimmung und der Einhaltung der gewählten Richtung, herrschen. Obwohl die „Verklicker“ technisch aufwändig verfeinert wurden, anzeigen und sogar ermitteln, woher der resultierende Bordwind weht, sind die Segel und ihr Trimm bei der Energiewende nicht auf einem „Am-Wind-Kurs“, geschweige denn „Klar zum erfolgreichen Wenden“. Einige Personen und Institutionen fordern und begründen deshalb einen Reset. Das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) im Karlsruher Institut für Technologie (KIT) thematisiert die „Energiewende 2.0“, um sie als eine tief in die Gesellschaft eingreifende Transformation des soziotechnischen Systems (2.0) zu apostrophieren [4]. In den vorgelegten Abhandlungen werden Sie – auf der Basis einer eingehenderen (offenen) Bestimmung des Begriffs Energiewende – dezidierte Ausführungen von Autoren auch zu diesem, vom ITAS 2013 verlautbarten Standpunkt finden.

Weiterlesen

Wissenschaftliche Sitzungen des Plenums der Leibniz-Sozietät im Jahre 2011

Nachfolgend werden die im Jahr 2011 stattgefundenen wissenschaftlichen Sitzungen im Plenum der Leibniz-Sozietät zusammen mit den Kurzreferaten und Angaben zu den C.V. der Vortragenden aufgelistet.
Die Namen der Autoren sind mit dem Autorenverzeichnis verlinkt und die einzelnen Beiträge, die bereits in einer Publikationsreihe der Leibniz-Sozietät erschienen sind, sind als PDF-Dateien unterlegt.

Weiterlesen

Wissenschaftliche Sitzungen des Plenums der Leibniz-Sozietät im Jahre 2002

Nachfolgend werden die im Jahr 2002 stattgefundenen wissenschaftlichen Sitzungen im Plenum der Leibniz-Sozietät zusammen mit den Kurzreferaten und Angaben zu den C.V. der Vortragenden aufgelistet.
Die Namen der Autoren sind mit dem Autorenverzeichnis verlinkt und die einzelnen Beiträge, die bereits in einer Publikationsreihe der Leibniz-Sozietät erschienen sind, sind als PDF-Dateien unterlegt.

Weiterlesen