Fachbuch unseres Mitglieds E.W. Grafarend in der 2. Auflage erschienen

Das 2-bändige Buch

„Map Projections – Cartographic Information Systems

von E.W. Grafarend (MLS), R.-J. You, R. Syffus ist in der 2. Auflage erschienen.

productFlyer-DAL_978-3-642-36493-8Eine ausführliche Rezension von Wolfgang L. Wendland charakterisiert den Inhalt u.a. wie folgt:

This book in two volumes is a very interesting combination of a monograph, a text book, and a kind of catalogue of map projections and cartographic rnap representations of our earth surface on one hand and the mathematical and geodetic theoretical Background on the other hand, which can be generalized to the cartography of any celestial object. …“

Vollständige Rezension

Verlagsflyer

Bibliografische Angaben

Impressionen vom Wissenschaftlichen Kolloquium „Helmert-Turm“ am 17.02.2016 im GFZ in Potsdam

Impressionen vom Wissenschaftlichen Kolloquium „Helmert-Turm“ am 17.02.2016 im Deutschen GeoForschungsZentrum auf dem Telegraphenberg in Potsdam

Wer die große Zeit der Wissenschaft in Preußen spüren  und sehen möchte, was daraus geworden ist, dem ist zu empfehlen, den Wissenschaftsstandort Potsdam-Telegraphenberg zu besuchen. Eine spezielle Gelegenheit dazu bot das Wissenschaftliche Kolloquium, das das Helmhotz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ – gemeinsam mit dem Landesverein Berlin-Brandenburg des Deutschen Vereins für Vermessungswesen DVW e.V. und der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. am 17.02.2016 im Vortragssaal des GFZ auf dem Telegraphenberg veranstaltet hat. Das Kolloquium untersetzte die „Spenden-Ouvertüre“ am Vorabend, mit der das GFZ gemeinsam mit dem DVW-Landesverein die Aktion „Rettet den Helmert-Turm auf dem Telegraphenberg“ eröffnete.

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INTERNETZEITSCHRIFT Leibniz Online, Jahrgang 2015, Nr. 19

Alle in den vorangegangenen Nummern erschienenen Beiträge sind unter Leibniz Online aufrufbar, entweder unter den Kategorien (siehe linke Spalte) oder im Menü unter Publikationen (hier das entsprechende Portfolio mit dem Adobe Reader öffnen).

Logo Leibniz Online-5-neu-2Vorträge zum Kolloquium der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin am 13.02.2015 aus Anlass des 75. Geburtstages ihres Mitgliedes Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. mult. Erik W. Grafarend

Heinz Kautzleben: Vorbemerkung zur Veröffentlichung im Namen der Organisatoren
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Lutz-Günther Fleischer: Eröffnung des Kolloquiums „Geodäsie-Mathematik-Physik-Geophysik“ am 13.02.2015 in Berlin anlässlich des 75. Geburtstages von Erik W. Grafarend (MLS)
PDF-Download (eingestellt am 23. Juni 2015)

Heinz Kautzleben: Laudatio der Leibniz-Sozietät auf ihr Mitglied Erik W. Grafarend
PDF-Download (eingestellt am 23. Juni 2015)

Helmut Moritz: Erik Grafarend und die theoretische Geodäsie
PDF-Download (eingestellt am 23. Juni 2015)

Rainer Rummel: Operationelle Geodäsie, Rangdefekte und ein globales Höhensystem
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Jóef Ádám: Erik W. Grafarend and Hungary
PDF-Download (eingestellt am 23. Juni 2015)

Péter Varga: Long-term variations of the gravitational potential and of the geodynamical properties of a deformable Earth due to axial despinning
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Fritz Gackstatter: Lunisolarer Einfluss auf die Entstehung von Erdbeben
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Philipp Berglez und Bernhard Hofmann-Wellenhof: Galileo und Grafarend unterwegs zu GNSS
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Hans-Rainer Trebin: Fiber bundles and topology for quantum matter
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Petr Holota: Summation of series and an approximation of Legendre functions in constructing integral kernels for the exterior of an ellipsoid: Application to boundary value problems in physical geodesy
PDF-Download (eingestellt am 23. Juni 2015)

Rainer Burghardt: Collapsing gravity models considered critically
PDF-Download (eingestellt am 23. Juni 2015)

Michael Schmidt: Towards ellipsoidal representations of the Earth’s gravitational field
(Der Beitrag ist integriert in http://leibnizsozietaet.de/kolloquium-der-leibniz-sozietaet-am-13-02-2015-zum-thema-geodaesie-mathematik-physik-geophysik-kurzbericht/ unter „Liste der Fachbeiträge am 13.02.2015″ und dort komplett als Einzelbeitrag veröffentlicht als PDF-Datei.

Erik W. Grafarend: Dankesworte: Thanks
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Kolloquium der Leibniz-Sozietät am 13.02.2015 zum Thema “Geodäsie-Mathematik-Physik-Geophysik”: Kurzbericht

Veranstaltungen der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin zur wissenschaftlichen Geodäsie am 12. und 13. Februar 2015: wissenschaftliche Sitzungen am 12.02. mit den Vorträgen der im Mai 2014 zugewählten Mitglieder Hans Sünkel (Wien) und Harald Schuh (Potsdam) und Kolloquium am 13.02. mit rund 30 Beiträgen zum Thema „Geodäsie-Mathematik-Physik-Geophysik“ anlässlich des 75. Geburtstages ihres Mitgliedes Erik W. Grafarend (Stuttgart)

E.Grafarend und H- Moritz, Berlin 13-02-2015

Der Jubilar (links) und MLS Helmut Moritz lauschen angespannt den Konferenzbeiträgen; Foto: Dietmar Linke

Die Förderung der Geodäsie auf akademietypische Weise hat in der Gelehrtengesellschaft, die seit 1993 Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin heißt, eine lange Tradition. Die Gesellschaft her­vorragender Wissenschaftler mit dem Treffpunkt in Berlin wurde 1700 als Kurfürstlich Brandenbur­gische Sozietät der Wissenschaften nach den Vorstellungen von Gottfried Wilhelm Leibniz gegründet, bereits 1701 in Königlich Preußische Sozietät der Wissenschaften umbenannt. Mit der Umbenennung wurde das Programm der Gelehrtengesellschaft unterstrichen, für den Aufstieg der Besitzungen der brandenburgisch-preußischen Hohenzollern zu einem einheitlichen, mächtigen Territorialstaat in Europa die Wissenschaft zu fördern und zielstrebig zu nutzen. Der erste Artikel von Leibniz in den Veröffent­lichungen der Sozietät war einem damals hochaktuellen Problem der Geodäsie gewid­met: der Bestimmung der geographischen Länge. Seit 1993 ist die Gelehrtengesellschaft ein privatrechtlicher Verein, dessen name sein Programm ist. Ihr ständiger Treffpunkt ist nach wie vor Berlin, verstanden nunmehr als deutsche Hauptstadt und europäische Metropole. Gegenwärtig hat die Leibniz-Sozietät 320 Mitglieder: Naturwissenschaftler, Technikwissenschaftler und Mediziner, Sozial­wissenschaftler und Geisteswissenschaftler. Von ihnen vertreten die wissenschaftliche Geodäsie: Erik W. Grafarend (Stuttgart), Petr Holota (Prag), Heinz Kautzleben (Berlin), Helmut Moritz (Graz), Reiner Rummel (München), Harald Schuh (Potsdam), Oliver Schwarz (Siegen) und Hans Sünkel (Graz) – s.Poster. Die Veranstal­tungen der Leibniz-Sozietät, an denen zumeist kompetente Gäste mitwirken, sind vielfach wissen­schaftliche Wortmeldungen der Gelehrtengesellschaft zu brennenden wissenschaftlichen und gesell­schaftlichen Themen. Die Veranstaltungen zur Geodäsie im Februar 2015 mit einem elitären Teilnehmerkreis können als eine solche Wortmeldung angesehen werden.

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Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät, Band 120, 2014

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Innentitel

P. Knoll: Vorwort des Herausgebers

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Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät, Band 119, 2014

Inhalt

H. Kautzleben, P. Knoll: Vorwort der Herausgeber

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Ehrenkolloquium anlässlich des 80. Geburtstages von MLS Heinz Kautzleben – Kurzbericht

Im Mittelpunkt steht der Mensch – Fortschritte in den Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum- und Astrowissenschaften

Das Präsidium der Leibniz-Sozietät lud für den 11. 04. 2014 zu einem Ehrenkolloquium aus Anlass des 80. Geburtstages des langjährigen Mitgliedes Heinz Kautzleben in den BVV-Saal des Rathauses Berlin-Mitte ein.

H. Kautzleben 2014; Foto: D. Linke

H. Kautzleben 2014; Foto: D. Linke

Das Ehrenkolloquium wurde unterstützt von der Stiftung der Freunde des Leibniz-Sozietäte.V.

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Ehrenkolloquium anlässlich des 80. Geburtstages von MLS Helmut Moritz: Kurzbericht

 

Prof. Dr. Dr. hc. mult. Helmut Moritz Foto: Dietmar Linke

Prof. Dr. Dr. hc. mult. Helmut Moritz
Foto: Dietmar Linke

Wissenschaftliches Kolloquium am 15. November 2013 in Berlin-Adlershof zu Ehren des Mitgliedes der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin Helmut Moritz, Prof. em. (Technische Universität Graz) Dr. Dr. h.c. mult., Wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Auswärtiges Mitglied zahlreicher nationaler Akademien der Wissenschaften, Ehrenmitglied des DVW-Landesvereins Berlin-Brandenburg, aus Anlass seines 80. Geburtstages mit Vorträgen zu Themen aus seinen Arbeits- und Interessengebieten

Bericht von Heinz Kautzleben und Peter Knoll, eingestellt am 22.11.2013

Veranstalter des Kolloquiums waren die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. – begründet 1700 als Brandenburgische Sozietät der Wissenschaften, der Landesverein Berlin-Brandenburg des Deutschen Vereins für Vermessungswesen (DVW) – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement – und das Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik der Technischen Universität Berlin. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vorbereitet durch Dipl.-Ing. Hans-Gerd Becker (DVW-LV Berlin-Brandenburg), Prof. Dr. Heinz Kautzleben (Leibniz-Sozietät) und Prof. Dr.-Ing. Frank Neitzel (TU Berlin –IGG).

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SITZUNGSBERICHTE DER LEIBNIZ-SOZIETÄT, Band 113 Jahrgang 2012

Inhalt
Sabine Müller: Künstliches Leben – Fluch oder Segen der synthetischen Biologie

Erik W. Grafarend:Von A. Einstein über H. Weyl und E. Cartan zur Quanten-Gravitation

Helmut Moritz: Über G. Chaitin – Von Metamathematik zur Metabiologie (Ein Beitrag
zur Wirkung Leibnizscher Ideen)

Ulrich Busch: Zur Rolle der „Finanzindustrie“ in Wirtschaft und Gesellschaft

Peter Hoffmann: Wissenschaft und Poesie. Michail Vasil‘evič Lomonosov und die
Durchsetzung der Aufklärung in Russland

Erich Hahn: Georg Lukács – Kontinuitäten, Wandlungen, Brüche?

Eckart Mehls: Zur Arbeit der russländisch-polnischen Gruppe zu schwierigen
Problemen der Geschichte russländisch-polnischer Beziehungen und den bisherigen Ergebnissen ihres Wirkens

Armin Jähne: Der unnütze Zar. Die Ermordung Nikolaus II.

Parviz Khalatbari: Thomas Robert Malthus – der letzte Malthusianer

Hannelore Bernhardt: Kurt Schröder (1909-1978). Akademiemitglied und Universitätsrektor. Eine biographische Skizze

Dem Gedenken an Friedbert Ficker (mit Beiträgen u.a. von Emilia Staitscheva und Svoboda Jähne)

Rezension

Lars Göhler: Klaus Mylius: Aufsätze und Rezensionen zur Indologie

Tagung der Leibniz-Sozietät zu Fragen der wissenschaftlichen Geodäsie

Tagung der Leibniz-Sozietät in Zusammenarbeit mit dem DVW Berlin-Brandenburg – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement am 14. September 2012 zu Fragen der wissenschaftlichen Geodäsie anlässlich des Beginns der „Mitteleuropäischen Gradmessung“ vor 150 Jahren

Tagung zu Fragen der wissenschaftlichen Geodäsie anlässlich des Beginns der Arbeiten zur „Mitteleuropäischen Gradmessung“ vor 150 Jahren; Berlin, 14.09.2012

Die Tagung wurde von der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. gemeinsam mit dem DVW Berlin-Brandenburg e.V. – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement – (kurz: DVW B-B) durchgeführt.

Die elektronische Dokumentation zur Tagung ist fertig gestellt. Kopien können von Interessenten für ihren persönlichen Gebrauch angefordert werden.

Vorträge

Prof. Dr. Dietmar Linke, Vizepräsident der Leibniz-Sozietät
Eröffnung und Begrüßung im Namen der Leibniz-Sozietät

Dipl.-Ing. Hans-Gerd Becker, Vorsitzender des DVW Berlin-Brandenburg e.V. Begrüßung im Namen des DVW Berlin-Brandenburg e.V.

Prof. Dr.-Ing. Hansjörg Kutterer, Frankfurt am Main; Vizepräsident des DVW e.V. (Gesamtverband) und Präsident des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie: Aktuelle Aktivitäten der IAG und ihre Bedeutung für die deutsche Geodäsie  

Prof. Dr. Harald Schuh, Wien, Österreich; Vice President of the International Association of Geodesy, Präsident der Österreichischen Geodätischen Kommission: Geodetic Very Long Baseline Interferometry (VLBI) and its future perspectives  

Prof. Dr. Helmut Moritz, Mitglied der Leibniz-Sozietät, Ehrenmitglied des DVW Berlin-Brandenburg e.V., Graz, Österreich:
Einige Bemerkungen über Helmert, Bruns, Einstein  

Prof. Dr. Erik W. Grafarend, Mitglied der Leibniz-Sozietät, Stuttgart:
Friedrich Robert Helmert: seine Lösung des Anholonomitätsproblems der Geodäsie oder warum ist Geodäsie physikalisch? Von Gauß-Listing über Bruns zu Molodenski: geometrische und physikalische Höhen und Höhensysteme, global versus lokal  

Prof. Dr.-Ing. Horst Montag, Brandenburg a. d. Havel:
Meeresniveau und Erdrotationsvektor – zwei moderne Forschungsrichtungen mit Ursprung in der Mitteleuropäischen Gradmessung bzw. Internationalen Erdmessung  

Prof. Dr. Heinz Kautzleben, Mitglied der Leibniz-Sozietät, Berlin:
Entwicklung der organisierten internationalen Zusammenarbeit zur wissenschaft¬lichen Geodäsie von der Mitteleuropäischen Gradmessung bis in die Ära der Satellitengeodäsie – die deutschen Wege  

Dr. Sc. Petr Holota, Zdiby, Praha-vychod, Czech Republic:
Successful Road to the 3rd General Assembly of the IUGG in Prague, the Facts and Subsequent Developments in Geodesy

Prof. Dr. Juhani Kakkuri, Finnish Geodetic Institute, Helsinki, Finland:
The Baltic Geodetic Commission and the Baltic Geodetic Ring

Dr.-Ing. habil. Joachim Höpfner, Potsdam:
Johann Jacob Baeyer – ein herausragender Geodät des 19. Jahrhunderts  

Prof. Dr. Oliver Schwarz, Mitglied der Leibniz-Sozietät, Siegen:
Thüringer Aktivitäten im Rahmen der Mitteleuropäischen Gradmessung  

Prof. Dr. Reinhard Rummel, Mitglied der Leibniz-Sozietät, München:
Beiträge der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zur Mitteleuropäischen/ Europäischen Gradmessung/Internationalen Erdmessung. Moderne Arbeiten zur Satellitengeodäsie. Schlusswort im Namen der Veranstalter  

Poster:

Prof. Dr. Heinz Kautzleben, Mitglied der Leibniz-Sozietät, Berlin:
Die sieben großen Geodäten der Gelehrten Gesellschaft zu Berlin

Pressemitteilung zur Veranstaltung am 06.09.2012:

Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. und DVW Berlin-Brandenburg e.V. – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement:

Die deutsche Frage führte zum Aufschwung der Geodäsie – eine wissenschaftliche Tagung am 14.09.2012 in Berlin;

Eine der wichtigsten Aufgaben der wissenschaftlichen und praktischen Geodäsie in jedem Staat ist die Schaffung von zuverlässigen homogenen Vermessungsunterlagen für die Verwaltung des Staatsgebietes und die genaue messtechnische Markierung der Staatsgrenze. Dabei dürfen keine Sprünge beim Übergang von der Vermessung des einen Staates zu den Vermessungen der benachbarten Staaten auftreten. Nach den Befreiungskriegen zu Beginn des 19. Jahrhunderts war diese Aufgabe für alle Staaten des Deutschen Bundes äußerst dringlich geworden, besonders aber für das Königreich Preußen, das durch den Wiener Kongress 1815 einen großen neuen Landesteil im Westen Deutschlands erhalten hatte, der aber mit dem Stammland im Osten keine Landverbindung hatte.

Die zündende Idee, wie dieses Problem unter den damaligen politischen Bedingungen gelöst werden konnte, hatte 1861 der preußische General und Geodät Johann Jacob Baeyer: Es muss in Zusammenarbeit der Geodäten aller Staaten in ganz Mitteleuropa flächendeckend eine „Grad¬-messung“ durchgeführt werden. Der Vorschlag wurde sofort von der Regierung Preußens und umgehend auch von den Regierungen Österreichs, Sachsens und aller weiteren betroffenen Staaten aufgegriffen und von den Geodäten ab 1862 zügig in die Tat umgesetzt. Die Arbeiten wurden selbst durch die militärischen Auseinandersetzungen zwischen den Regierungen des Kaisertums Österreich und des Königreichs Preußen in den 1860er Jahren um die Entscheidung in der deutschen Frage – was ist politisch „Deutschland“? – nicht beeinträchtigt.

Die Arbeiten warfen zunehmend neue wissenschaftliche Probleme auf, die zuvor vielfach noch nicht erkannt worden waren, aber jetzt in Gemeinschaftsarbeit angegangen und gelöst werden konnten. Der Fortgang der Arbeiten wurde in ganz Europa und schließlich auch in Übersee aufmerksam beobachtet, und die Fortschritte regten die Geodäten in immer mehr Ländern an, sich mit ähnlichen Arbeiten an der wissenschaftlichen Kooperation zu beteiligen. 1886 wurde aus dem ursprünglichen Projekt der „Gradmessung“ in Europa die Organisation „Internationale Erdmessung“ – englisch „International Geodetic Association“ genannt.

Preußen behauptete im Projekt und in der Organisation über ein halbes Jahrhundert die wissen-schaftliche Führung. Das beruhte nicht zuletzt darauf, dass 1870 in Berlin das Königlich Preußische Geodätische Institut gegründet worden war, eines der ersten wissenschaftlichen Staatsinstitute. Einen weiteren Aufschwung brachte dabei nach dem Tode Baeyers der geniale deutsche Geodät Friedrich Robert Helmert; er wurde 1886 zum Direktor dieses Geodätischen Institutes berufen und erreichte sofort, dass das Institut auf dem Telegraphenberg in Potsdam eine hervorragend ausgestattete Forschungsstätte erhielt.

Die Geodäsie ist heute weltweit und besonders unter den Bedingungen der Informationsgesellschaft wichtiger denn je. Am 14.09.2012 findet anlässlich des Beginns der Arbeiten zur „Mitteleuropäischen Gradmessung“ vor 150 Jahren in Berlin eine Tagung zu wissenschaftlichen Fragen der Geodäsie statt. Beteiligt sind renommierte Wissenschaftler aus ganz Deutschland, Österreich, Tschechien und Finnland. Veranstalter sind die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin und der Landesverein Berlin-Brandenburg des Deutschen Vereins für Vermessungswesen (DVW).

 

 

 

Wissenschaftliche Sitzungen der Klassen der Leibniz-Sozietät im Jahre 2011

Nachfolgend werden die im Jahr 2011 stattgefundenen wissenschaftlichen Sitzungen der beiden Klassen der Leibniz-Sozietät zusammen mit den Kurzreferaten und Angaben zu den C.V. der Vortragenden aufgelistet.
Die Namen der Autoren sind mit dem Autorenverzeichnis verlinkt, weiterhin sind Links zu den Publikationen der Leibniz-Sozietät angegeben, falls die Vorträge bereits publiziert wurden.

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SITZUNGSBERICHTE DER LEIBNIZ-SOZIETÄT, Band 104• Jahrgang 2009

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