INTERNETZEITSCHRIFT Leibniz Online, Nr. 22 (2016)

http://leibnizsozietaet.de/wp-content/uploads/2016/03/HJH_BH2016_Michelson-Experiment-002.pdfLogo Leibniz Online-5-neu-2Alle in den vorangegangenen Nummern erschienenen Beiträge sind unter Leibniz Online aufrufbar, entweder unter den Kategorien (siehe linke Spalte) oder im Menü unter Publikationen (hier das entsprechende Portfolio mit dem Adobe Reader öffnen).

100 Jahre Allgemeine Relativitätstheorie

Die Klasse für Naturwissenschaften und Technikwissenschaften führte am
12. November 2015 ein Kolloquium zu diesem Thema durch. 3 der Beiträge veröffentlichen wir auf dieser Seite. Ein Kurzbericht findet sich hier.

Horst Kant: Einsteins Weg nach Berlin
pdf-Download (eingestellt am 1. März 2016)

Horst Melcher: Irrtümer und Fehlinterpretationen bei Versuchen vom Michelson-Typ
pdf-Download (eingestellt am 1. März 2016)

Herbert Hörz: Philosophische Aspekte der Allgemeinen Relativitätstheorie
pdf-Download (eingestellt am 1. März 2016)

Aus der Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften

Gerhard Banse: Über den Umgang mit Unbestimmtheit
pdf-Download (eingestellt am 1. März 2016)

Rezensionen

Gerhard Banse: Rz. zu: Günter Ropohl, Allgemeine Systemtheorie
pdf-Download (eingestellt am 1. März 2016)

Helga E. Hörz und Herbert Hörz: Rz. zu: Regine Zott, Klangvoller Auftakt – stilles Finale. Ein Institut für Musik im Rahmen der Max-Planck-Gesellschaft
pdf-Download (eingestellt am 1. März 2016)

 

Ein Gedanke zu „INTERNETZEITSCHRIFT Leibniz Online, Nr. 22 (2016)

  1. Vor wenigen Tagen erhielt ich ein e-mail von Prof. Dr. Hans J. Haubold aus Wien, in dem er auf den Artikel „On the History oft he Michelson Experiment: A Personal Recollection (Gravitational Waves Detected 100 Years After Einstein`s General Relativity“ hinwies, den er gemeinsam mit seiner Frau Dr. Barbara Haubold verfasst und im open access Journal Astrobiology & Outreach, 2016, vol. 4, issue 2 publiziert hat.
    In ihrem Artikel berichten Herr und Frau Haubold über ihre Treffen mit Frau Dorothy Michelson Livingston (1906-1994), der jüngsten Tochter von Albert Abraham Michelson, 1981 in Potsdam und Berlin und Anfang der 1990er Jahre in New York. Dabei ging es um die Biographie von Frau Michelson Livingston über ihren Vater, die Feiern der Akademie der Wissenschaften der DDR zum 100. Geburtstag von Albert Einstein 1979 in Berlin und die Veranstaltung des Zentralinstitutes für Astrophysik der Akademie der Wissenschaften der DDR 1981 in Potsdam zum 100. Jahrestag des Michelson-Versuches. Der Artikel ist lesenswert und anregend zugleich.

    Erstens, weil er daran erinnert, dass der US-amerikanische Physiker Albert A. Michelson (1852-1931) in den Jahren 1880 bis 1882 dank eines Stipendiums von Bell im Physikalischen Institut der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin weilte, das damals von Hermann Helmholtz (1821-1894) geleitet wurde, und 1881 im Keller des Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam erstmals mit hinreichender Genauigkeit mit dem von ihm entwickelten Interferometer die Übereinstimmung der Lichtgeschwindigkeit entlang und senkrecht zur Bahnbewegung der Erde nachweisen konnte. Dieses Ereignis hat der Einrichtung auf dem Telegraphenberg bei Potsdam einen ersten Ehrenplatz in der Geschichte der Wissenschaft eingebracht. Weitere sollten folgen. Das Astrophysikalische Observatorium Potsdam (kurz: AOP) war 1874 gegründet und gerade erst (1879) eröffnet worden. Observator war Hermann Karl Vogel (1841-1907), er wurde 1882 zum alleinigen Direktor berufen. Helmholtz war seit 1857 Korrespondierendes, seit 1871 Ordentliches Mitglied der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften. Vogel wurde 1892 zum Ordentlichen Mitglied dieser Akademie gewählt. Sein Nachfolger als Direktor des AOP wurde 1909 Karl Schwarzschild (1873-1916); 1912 wurde er Ordentliches Mitglied der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften. Er hat 1915 die ersten genauen Lösungen der Feldgleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie publiziert.

    Zweitens, weil er an Hans-Jürgen Treder (1928-2006) und seine bedeutenden Aktivitäten um die Würdigung und Weiterführung der Allgemeinen Relativitätstheorie Albert Einsteins erinnert. Der theoretische Physiker Treder wurde 1966 zum Ordentlichen Mitglied der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin (kurz: DAW) gewählt, die ab 1972 Akademie der Wissenschaften der DDR hieß. Im selben Jahr wurde er zum Direktor der Sternwarte Babelsberg berufen. Diese war wie das Astrophysikalische Observatorium Potsdam aus der Berliner Sternwarte, gegründet 1700, hervorgegangen. Beide gehörten seit 1946 zur DAW. Treder war Gründungsdirektor des Zentralinstitutes für Astrophysik (kurz: ZIAP), zu dem 1969 die astronomisch-astrophysikalischen Einrichtungen der DAW vereinigt wurden: das Astrophysikalische Observatorium Potsdam und die Sternwarte Babelsberg sowie die Sternwarte Sonneberg und das Karl-Schwarzschild-Observatorium Tautenburg. Er leitete das ZIAP bis 1982. Danach beschränkte er sich auf die Leitung des Einstein-Laboratoriums für Theoretische Physik, das er noch innerhalb des ZIAP aufgebaut hatte. Nach der Abwicklung der Akademie der Wissenschaften der DDR 1991 wurde er in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. Er gehört zu den Mitgliedern der Akademie der Wissenschaften der DDR, die ihre 1700 begründete Gelehrtengesellschaft 1993 als Verein mit dem vollauf zutreffenden Namen Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin konstituierten.

    Der Koautor des Artikels Hans J. Haubold kam nach seinem Studium der Theoretischen Physik 1974 zum ZIAP, hat dort unter der Leitung von Hans-Jürgen Treder auf dem Gebiet der Theoretischen Astrophysik gearbeitet, 1980 promoviert, 1984 den Grad Dr. sc. nat. erworben und wurde 1988 durch das Präsidium der Akademie zum Professor für Theoretische Astrophysik ernannt. 1988 ging er als Officer zum UN Office for Outer Space Affairs in New York, das 1993 nach Wien verlegt wurde.

    Heinz Kautzleben (MLS)
    17.06.2016

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