Februar Plenarsitzung der Sozietät zugleich 2. Leibniz-Vorlesung

Entsprechend der langfristigen Planung von Aktivitäten der Leibniz-Sozietät zu Ehren des 300. Todestages des Namensgebers, Gottfried Wilhelm Leibniz, war die Plenarveranstaltung am 11. Februar 2016 dem großen Universalgelehrten gewidmet. Herr Walter Bühler hielt die zweite der der vorgesehenen Leibniz-Vorlesungen. Er referierte über „Leibniz und die Musiktheorie“.

Vortragender Herr Walter Bühler, Berlin; Foto: D. Linke

Vortragender Walter Bühler, Berlin; Foto: D. Linke

In den drei Teilen
– Einleitung und „Musik am Hofe“,
– „Musiktheorie und Philosophie“ und
– „Harmonische Gleichungen“
gab der Vortragende, der an Berliner Gymnasien Mathematik, Informatik und Physik unterrichtet, sich neben und nach der Berufstätigkeit indes mit Alter Musik und dem Werk von Gottfried Wilhelm Leibniz beschäftigt, einen Einblick in die musiktheoretischen Überlegungen von Leibniz. Diese finden sich nicht in einer zusammenfassenden Abhandlung, sondern nur in zahlreichen Briefen und Textteilen, die Herr Bühler akribisch analysiert hat.

Ganz im Sinne des Leibnizschen „theoria cum praxii“ wurden diese Ausführungen musikalisch mit Stücken barocker Musik „gerahmt“, vor allem aus der Oper „Amor vien dal destino“ von Agostino Steffani. Die Staatsoper Berlin bereitet derzeit eine Aufführung dieser Oper vor. Herr Dr. Detlef Giese, Dramaturg an der Staatsoper, führte kurz in die Musikstücke und ihren historischen Hintergrund sowie in die aktuellen Planungen der Staatsoper ein.

Vorgetragen wurden

  1. eine Arie von Steffani mit der Sopranistin Frau Narine Yeghiyan sowie Frau Johanna Helm (Violoncello) und Herrn Michele Gamba (Cembalo/Spinett), alle drei vom Ensemble der Berliner Staatsoper,
  2. ein Lauten-Tombeau mit Herrn Andreas Arend,
  3. ein Instrumentalstück von Steffani mit Frau Johanna Helm und Herrn Michele Gamba sowie
  4. eine weitere Arie von Steffani mit Frau Narine Yeghiyan sowie Frau Johanna Helm und Herrn Michele Gamba.

(Fotos bitte zum Vergrößern anklicken)

Mehr als 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dankten sowohl dem Referenten als auch den Künstlern mit lebhaftem Beifall. In der anschließenden Diskussion, die durch ein Statement des Ehrenmitglieds der Leibniz-Sozietät, den Komponisten Herrn Georg Katzer eröffnet wurde, ging es vor allem um die Beziehungen von Musiktheorie und kompositorischem Schaffen.

(G. Banse)

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