Nekrolog auf unser Mitglied Prof. Dr. Kurt Pätzold

Kurt Pätzold

Foto: privat

Prof. Dr. Kurt Pätzold
* 03. Mai 1930, † 18.August.2016
Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1996

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. trauert um ihr Mitglied, den Historiker Prof. Dr. Kurt Pätzold, der am 18. August 2016 im Alter von 86 Jahren verstorben ist.

 

Am 18. August 2016 starb nach schwerer Krankheit im Alter von 86 Jahren in Berlin unser Mitglied  Prof. Dr. Kurt Pätzold. Mit ihm verliert die deutsche Geschichtswissenschaft einen bedeutenden, national wie international renommierten Historiker. Er hat sich Verdienste vor allem um die Erforschung und Darstellung der Geschichte des deutschen Faschismus und insbesondere von dessen verbrecherischer Politik der Judenverfolgung und -vernichtung erworben.

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Sitzungsberichte der Leibniz Sozietät, Band 127, Jg. 2016

  127-Außenumschlag Wir verzichten diesmal auf eine Einzelpräsentation der verschiedenartigen, aber eng auf einander bezogenen Texte. Der gesamte Inhalt des Bandes (2,17 MB) kann hier heruntergeladen werden. Eingestellt am 17. August 2016. Die Druckversion ist (für Nicht-Mitglieder) über den trafo-Verlag zu beziehen.          

Inhaltsübersicht

Vorwort der Organisatoren
Günter von Sengbusch (MLS): Begrüßung im Namen des Organisationskomitees des Symposiums
Gerhard Banse (MLS): Begrüßung im Namen der Leibniz-Sozietät, Überreichung der Ehrenurkunde an Horst Klinkmann

Grußworte

Roland Methling, Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock
Prof. Dr. rer. nat habil. Thomas Groth (MLS), President-Elect European Society for Artificial Organs, Direktor AG Biomedizinische Materialien, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Lars Bauer, Geschäftsführer der BioCon Valley GmbH
Herbert Wöltge (MLS): Laudatio für Prof. Dr. Dr. h.c. Horst Klinkmann

Persönliche Gedanken

Peter Ivanovich (MLS), Chicago / USA
Wolfgang Schütt (MLS), Selow

Vorträge

Dieter B. Herrmann (MLS): Leben im All – Realität oder Phantom?
Dr. Reinhard Dettmann: Kommunen und Ansiedlung innovativer Unternehmen
Lorenz Caffier: Nachwuchsförderung im Sport
Prof. Dr. Hans-Robert Metelmann: Auf der Brücke zwischen Philosophie und Medizin
Erwin Sellering: Kooperieren, Vernetzen, Umsetzen am Beispiel der Gesundheitswirtschaft in MV

Anhang

Jörg Vienken (MSL): Laudatio auf Horst Klinkmann auf dem 42. Jahreskongress der Europäischen Gesellschaft für Künstliche Organe
Dr. Wolfgang Ramlow (Rostock): Future perspectives of apheresis treatment in severe lipid disorders – more chances than risks?
Prof. Dr. Steffen Mitzner (Universität Rostock): Risks and Chances of Liver Support Therapy
Akademiehistorisches: Akademiepräsident Prof. Dr. Horst Klinkmann im Gespräch, aufgezeichnet am 4. und am 12. Juni 1991 von Herbert Wöltge
Curriculum Vitae Horst Klinkmann

 

Gerhard Banse zum Siebzigsten!

Gerhard Banse  zum Siebzigsten
Laudatio

Bernd Meier

Als es im Präsidium der Leibniz-Sozietät darum ging, unseren Präsidenten, Gerhard Banse, in einer Laudation zu würdigen, hatte ich mich schnell dazu bereit erklärt, einen entsprechen Text zu entwerfen. Schließlich ist Gerhard Banse ja kein Unbekannter und wir kennen uns schon seit vielen Jahren, haben verschiedene Aktivitäten vor allem im Zusammenhang mit Fragen zur technischen Bildung gemeinsam gestaltet.
Beim Verfassen des Textes merkte ich erst, worauf ich mich eingelassen hatte. Womit sollte ich beginnen, womit enden?

In einer kurzen aber prägnanten Laudatio den Jubilar wissenschaftlich zu ehren, kommt der Quadratur des Kreises gleich.  War doch sein gesamtes Leben als Wissenschaftler überreich sowohl an nationalen, wie internationalen Aktivitäten und vor allem zahlreichen, vielfach aufgegriffenen wissenschaftlichen Publikationen.  Die Veröffentlichungen umfassen Arbeiten aus allen seinen Hauptforschungsgebieten der Technikphilosophie, der Allgemeinen Technikwissenschaften und der Technikfolgenabschätzung.

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Wir gratulieren: Runde Geburtstage im 3. Quartal 2016

Mühlpfordt, Günter (95); 28.07.1921;
Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften

Junge, Klaus (90); 09.07.1926;
Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften

Kalweit, Werner (90); 27.07.1926;
Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften

Zimm, Alfred (90); 25.08.1926;
Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften

Kirchhöfer, Dieter (80); 06.09.1936;
Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften

Ebeling, Werner (80); 15.09.1936
Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften

Deppe, Frank (75); 23.09.1941
Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften

Terricabras Nogueras, Josep-Maria (70); 12.07.1946
Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften

Banse, Gerhard (70); 28.07.1946
Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften

Kinner, Klaus (70); 01.09.1946
Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften

Renneberg, Reinhard (65); 20.07.1951
Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften

Thomas, Michael (65); 04.09.1951
Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften

 

 

 

Hohe französische Ehrung für die Vizepräsidentin der Leibniz-Sozietät Dorothee Röseberg

Hohe französische Ehrung für Frau Professorin Dr. Dorothee Röseberg in Halle und feierliche Überreichung der Festschrift „Brücken bauen“ an die Jubilarin und Vizepräsidentin der Leibniz-Sozietät

Am 27. Mai dieses Jahres, zu ihrem 65. Geburtstag, wurde Frau Dorothee Röseberg, Professorin für Romanische Landes- und Kulturwissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Vizepräsidentin der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin, in einem Festakt vom französischen Kulturrat Emmanuel Suard der Orden „Officier dans l’ordre des Palmes Académiques“ – Offizier im Orden der Akademischen Palmen – überreicht, der ihr zuvor vom französischen Präsidenten verliehen worden war. Mit diesem hohen Orden danke die Regierung Frankreichs Dorothee Röseberg für ihre Verdienste um die deutsch-französischen Hochschulbeziehungen und ihren unermüdlichen Einsatz für die französische Sprache und Kultur an der Hallenser Alma mater und zuvor an der Humboldt-Universität zu Berlin, erklärte Suard in seiner Laudatio.

Als Geburtstagsgeschenk wurde Frau Röseberg eine Festschrift mit dem symbolischen Titel „Brücken bauen – Kulturwissenschaft aus interkultureller und multidisziplinärer Perspektive“ überreicht. Diese voluminöse Publikation enthält 36 Arbeiten meist deutscher und französischer Kollegen, unter ihnen der Mitglieder der Leibniz-Sozietät Hubert Laitko, Hans-Otto Dill, Ottmar Ette und Angela Richter, zu einschlägigen landeswissenschaftlichen, kulturkundlichen und binationalen, vorrangig deutsch-französischen Themen.

s.a. Bericht über den Festakt 
im Magazin der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Buchtitel der Festschrift

Buchtitel der Festschrift

Inhaltsverzeichnis der Festschrift

Vorwort der Herausgeber

Leseprobe aus der Festschrift

Ankündigungsflyer zur Festschrift

 

 

 

 

 

 

Zuwahlen neuer Mitglieder 2016

In der Geschäftssitzung am 12. Mai 2016 wurden auf Vorschlag der Mitglieder folgende namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als neue Mitglieder der Leibniz-Sozietät zugewählt:
Dr. phil. Benjamin Apelojg, Jhg. 1975, Fachgebiet: Fachdidaktik Wirtschaft-Arbeit-Technik
PD Dr. oec. Wilfried  Baumgarten,
Jhg. 1950; Fachgebiet: Sprachwissenschaften, Linguistik
Prof. Dr. Ing. Peter Brödner, Jhg. 1942, Fachgebiet: Informatik
Prof Dr. rer. nat. Klaus Dethloff, Jhg. 1950, Fachgebiet: Meteorologie
Prof. Dr. phil. Hans-Christoph Hobohm, Jhg.1955, Fachgebiet: Bibliotheks- und Informationswissenschaft
Prof. Dr. rer. nat. Ekkehard Höxtermann, Jhg.1953, Fachgebiet: Biologie, Geschichte der Naturwissenschaften
Prof. Dr. rer. nat. habil. Katarina  Jewgenow, Jhg.1957, Fachgebiet: Biologie
Dr. rer. nat. habil. Michael  Kaschke, Jhg.1957, Fachgebiet: Physik
Prof. Dr. phil. Klaus  Lenk, Jhg. 1940, Fachgebiet: Verwaltungswissenschaft
Prof. Dr. phil. Angela Richter, Jhg. 1952, Fachgebiet: Südosteuropawissenschaften, Südslawistik
Prof. Dr. phil. Dagmar Schäfer, Jhg. 1968, Fachgebiet: Technikgeschichte Chinas Prof. Dr. rer. nat. Ali Mehmet Celal  Sengör, Jhg. 1955, Fachgebiet: Geologie/Tektonik
Prof. Dr. phil. Luan  Starova, Jhg. 1941, Fachgebiet: Philosophie
Prof. Dr. Karl-Friedrich  Wessel, Jhg. 1935, Fachgebiet: Humanontognetik
zum
Ehrenmitglied wurde gewählt:
Prof. Dr.-Ing. Werner Zorn,
Jhg. 42,

Die zugewählten Mitglieder erhalten zum traditionellen Leibniztag 2016 ihre Urkunden und stellen sich dem Plenum vor.

Nekrolog auf unser Mitglied Prof. Dr. Dieter Mette

Dieter Mette 2014

Dieter Mette 2014

Prof. Dr. Dieter Mette
* 11. Januar 1951, † 23.04.2016
Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2014

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften und  die Lehreinheit Wirtschaft-Arbeit-Technik der Universität Potsdam trauern um einen überaus engagierten Kollegen, der sein Leben und Denken ganz in den Dienst der Wissenschaft und die Profilierung der Lehrerbildung gestellt hatte.

Dieter Mette wurde am 11.01.1951 in Blankenburg/Harz geboren. Nach dem Besuch der Polytechnischen Oberschule nahm er eine Lehre als Betriebsschlosser in den „Harzer Kalk- und Zementwerken“ auf und erwarb an der Volkshochschule Wernigerode die Hochschulreife. 1971 beendete er seine Tätigkeit als Betriebsschlosser und nahm ein Studium an der Pädagogischen Hochschule Erfurt auf. Mit dem Abschluss des Diploms setzte er seine Tätigkeit an der Pädagogischen Hochschule Erfurt als wissenschaftlicher Assistent fort. 1981 promovierte Dieter Mette mit einer Forschungsarbeit zur Handlungsregulation für die praktische Arbeit bei Prof. Dr.-Ing. habil. Dietrich Blandow, der seine Persönlichkeit nachhaltig prägte.

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Nekrolog auf unser Mitglied Prof. Dr. Werner Neumann

Prof. Dr. Werner Neumann
* 21. Februar 1931, † 2015

Korrespondierendes Mitglied der ADW seit 1987,
Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1993

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. trauert um ihr Mitglied, den Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Werner Neumann, der im Jahre 2015 im Alter von 84 Jahren weitgehend zurückgezogen verstorben ist.

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Nekrolog auf unser Mitglied Prof. Dr. Fritz Gackstatter

Prof. Dr. Fritz Gackstatter; Foto: R.-H. Schulz

Prof. Dr. Fritz Gackstatter; Foto: R.-H. Schulz

Prof. Dr. Fritz Gackstatter
* 20. November 1941, † 06.03.2016
Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 2006

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. trauert um ihr Mitglied, den Mathematiker Prof. Dr. Fritz Gackstatter, der am 06. März 2016 im Alter von 74 Jahren verstorben ist.

Am 6. März 2016 verstarb unser Mitglied Prof. Dr. Fritz Gackstatter. Er war ein Mathematiker mit starkem Interesse für Physik, seit 1979 Professor an der Freien Universität Berlin; der Leibniz-Sozietät gehörte er seit 2006 an.

Fritz Gackstatter begann seine wissenschaftliche Laufbahn an der Universität Würzburg mit dem Diplom 1966 und der Promotion 1969; es folgten eine Assistenzprofessur ab 1972 und die Habilitation 1975 an der TU Berlin, dann war er Dozent und apl. Professor an der RWTH Aachen. Als Gastprofessor an der Universität Sao Paulo in Brasilien 1980 sammelte er internationale Erfahrungen.

Wie die Orte, so wechselten auch die Themen, wobei durchaus eine inhaltliche Linie zu erkennen ist. Von der Komplexen Analysis kam Fritz Gackstatter zur Theorie der Minimalflächen und weiter zur Riemannschen Geometrie. Nur wenigen Mathematikern ist es vergönnt, dass ein wichtiger Begriff nach ihnen benannt wird: Die Chen-Gackstatter-Flächen gehören zur Galerie der klassischen Minimalflächen; ihre Entdeckung 1980 beantwortete eine damals anstehende Frage.

Von der Differentialgeometrie ist es nicht weit zur Allgemeinen Relativitätstheorie; Fritz Gackstatter wurde dabei unter anderem von Hans-Jürgen Treder beeinflusst.

Ferner wandte er sich astronomischen Themen zu – Refraktionstheorie, Himmelsmechanik, kosmische Einflüsse auf die Erde. Zu allen diesen Gebieten hat Fritz Gackstatter bedeutende Beiträge geleistet. Die Leibniz-Sozietät war für ihn ein geeignetes Forum; seine Vorträge waren wohlausgearbeitet und originell. Wir kennen ihn als vielseitig interessierten und sehr freundlichen Kollegen.

Unsere Sozietät wird Fritz Gackstatter ein ehrendes Andenken bewahren.

Rainer Schimming

Nekrolog auf unser Mitglied Prof. Dr. Willi Kunz

Prof. Dr. Willi Kunz; Foto: BBAW-Archiv

Foto: BBAW-Archiv

Prof. Dr. Willi Kunz
* 02. Februar 1928, † 10.01.2016
KM seit 1982; OM seit 1989
Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1993

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. trauert um ihr Mitglied, den Ökonomen Prof. Dr. Willi Kunz, der  – wie leider jetzt erst erfahren – am 10. Januar 2016 im Alter von 87 Jahren verstorben ist.

Am 10. Januar 2016 verstarb in Berlin nach langer Krankheit unser Mitglied Prof. Dr. habil. Willi Kunz. Die Leibniz-Sozietät, der er seit 1993 angehörte, verliert mit ihm einen Wissenschaftler, der sich auf dem Gebiet von Außen- und Weltwirtschaft, speziell der internationalen Wirtschaftszusammenarbeit der RGW-Länder, über die Grenzen des Landes einen Namen gemacht hatte. Geboren wurde Willi Kunz am 2. Februar 1928 in Weissenfels als ältestes von fünf Kindern in einer Arbeiterfamilie. Seine Eltern waren seit den 1920er Jahren in der KPD aktiv. Der Vater wurde mehrmals verhaftet und im KZ Buchenwald festgehalten. Verfolgung des Vaters und ständige Existenzangst der Familie prägten die Kinder- und Jugendjahre des Verstorbenen.

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Nekrolog auf unser Mitglied Prof. Dr. Helga Schultz

Prof. Dr. Helga Schultz; Foto: privat

Prof. Dr. Helga Schultz; Foto: privat

Prof. Dr. Helga Schultz
* 16.08.1941, † 07.03.2016
Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1997

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. trauert um ihr Mitglied, die Historikerin Prof. Dr. Helga Schultz, die am 07. März 2016 im Alter von 74 Jahren verstorben ist.

Helga Schultz, eine der wenigen Frauen in der Leibniz-Sozietät, bleibt ihren Mitgliedern in bester Erinnerung als Referentin und Debattenrednerin, die – stets bestens auf das jeweilige Thema vorbereitet – so manche kontroverse, wissenschaftlich äußerst produktive Diskussion anstieß. Sie förderte so, über den traditionellen Begriff von Geschichtswissenschaft hinausgehend, das Aufgreifen wissenschaftlicher Fragestellungen aus anderen Disziplinen für die interdisziplinäre Beantwortung historischer und aktueller Probleme der Gesellschaftsgeschichte in all ihren Aspekten. Mit Helga Schultz verliert die deutsche Geschichtswissenschaft eine ihrer produktivsten und stets anregenden Vertreterinnen.

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