Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät, Band 131, Jahrgang 2017

Technik & Technologie
techne cum episteme et commune bonum
Ehrenkolloquium anlässlich des 70. Geburtstages von
Gerhard Banse

Bernd Meier, Lutz-Günther Fleischer: Einleitung
Armin Jähne: Eröffnung
Herbert Hörz: „Wir können sehr viel!“ — Laudatio für Präsident Gerhard Banse zum 70. Geburtstag
Horst Klinkmann: Historisch Unersetzliches bewahren und Neues auf den Weg bringen
Hans-Otto Dill: Rede namens der Klasse für Sozial- und Geisteswissenschaften auf der Plenartagung der Leibniz-Sozietät zu Ehren ihres Präsidenten Professor Dr. Gerhard Banse
Lutz-Günther Fleischer: Technik, Technologie und Technisierung im menschlichen Weltverhältnis und Weltverständnis
Bernd Meier: Curriculare Implikationen des Technikbegriffs
Gerhard Banse:  Auf dem Weg zur kulturellen Technikbewertung
Klaus Hartmann: Technologie und Prozesstechnik — im Spannungsfeld von Industrie 4.0
Norbert Mertzsch: Lebenslauf technischer Artefakte und dazu gehöriger Technologien
Hans-Liudger Dienel, Christoph Henseler: Landkarten des Ungewissen — ein Werkzeug für die Kommunikation von Ungewissheit in den Wissenschaften
Horst Kant: Die Entdeckung der nuklearen Energie — Einige wissenschaftshistorische Betrachtungen
Viktor Jakupec: Foreign Aid: Cultural Values and Norms
Benjamin Apelojg, Majken Bieniok: Eine Kurzvorstellung der Felix-App und deren Einsatz im PSI-Projekt der Qualitätsoffensive Lehrerbildung
Gerhard Banse: Dankesworte
Autoren

Der gedruckte Band kann beim Trafo-Verlag bestellt werden

Kooperationsvereinbarung von Leibniz-Sozietät und Leibniz Gymnasium in Berlin-Kreuzberg unterzeichnet

Schule trifft Wissenschaft:

Gemeinsame Kooperationsvereinbarung von Leibniz-Sozietät und Leibniz Gymnasium in Berlin-Kreuzberg unterzeichnet

Die Leibniz-Sozietät hat es sich, gemeinsam mit der Stiftung der Freunde der Leibniz-Sozietät, zum Ziel gemacht, dem Grundsatz ihres Namensgebers Gottfried Wilhelm Leibniz

« theoria cum praxi et commune bonum ».

zu folgen. In diesem Sinne geht es darum, einerseits eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis zu erreichen und andererseits für das gemeinschaftliche Wohlergehen z.B. den dringend benötigten wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern.

Alle Fotos: Frank Schulenberg.SenBJF

Was eignet sich hierfür besser als eine Partnerschaft mit einer Schule, die nicht nur den Namen Leibniz trägt, sondern sich auch ganz im Sinne von Gottfried Wilhelm Leibniz dadurch auszeichnet, die Begabungen eines jeden Schülers und einer jeden Schülerin zu beachten und weiter zu entwickeln (näheres s. Homepage der Leibniz-Schule).

Dieses Vorhaben einer Partnerschaft wurde nun am 3. April 2017 im Rahmen eines „kleinen Festaktes“ durch die Unterzeichnung einer Kooperationsurkunde in der Aula der Schule gestartet. Die Kooperationsvereinbarung zwischen Schule und Sozietät wird eine enge Zusammenarbeit fördern, die den Informationsaustausch in beide Richtungen ermöglichen soll. Theorie und Praxis, Schule und Wissenschaft, das sind die Bereiche der angestrebten Zusammenarbeit. Die Schülerinnen und Schüler sollen insbesondere für den MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) Unterstützung bekommen. Darüber hinaus können ihnen Einblicke in das Leben und die Biografien von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vermittelt werden. Ob bei Fachgesprächen, im Rahmen der Berufsorientierung oder in forschungsbasierten Projekten soll ein gemeinsamer Austausch und eine gegenseitige Unterstützung zur Förderung einer wissenschaftsbasierten Denk- und Handlungsweise initiiert werden.

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Prague Forum on the Perspectives of European Non-University Research Beyond 2020

Am 8. März fand im Liechtenstein Palast, direkt am Moldau-Ufer, das „Prague Forum on the Perspectives of European Non-University Research Beyond 2020“ statt. Eingeladen hatte der Präsident der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik Herr Professor Dr. Jiří Drahoš, der in diesem Monat nach zwei Wahlperioden sein Amt an die Biologin Frau Professorin Dr. Eva Zažímalová übergeben wird. Mitgliedern der Leibniz-Sozietät ist Herr Professor Drahoš mindestens durch seinen Vortrag im Juni 2009 „Application of Time-series Analysis in the Hydrodynamics of Multiphase Chemical Reactors“ in guter Erinnerung. – Der Einladung waren zahlreiche Präsidenten oder Vizepräsidenten von Wissenschaftsakademien, von Wissenschaftsgemeinschaften und von Wissenschaftsförderinstitutionen aus fast zehn europäischen Ländern gefolgt, darunter auch der Präsident der Leibniz-Sozietät, Herr Professor Dr. Gerhard Banse.

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Frühjahrstreffen des AK GeoMUWA, 1. und 2. Tag: Einladungen

Das Frühjahrstreffen des  Arbeitskreises Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum- und Astrowissenschaften (AK GeoMUWA), das am 06. und 7. April 2017 in Potsdam stattfindet, ist am ersten Tag mit der

Feier der Inbetriebnahme  des damals neuen Standortes des Königlich Preußischen Geodätischen Institutes im Gelände der Königlichen Observatorien auf dem Telegraphenberg bei Potsdamvor 125 Jahren.

verbunden. Die Einladung für den 1. Tag ist jetzt erschienen. Die Veranstalter der Feier bitten um Anmeldung bis zum 01.04.2017

Für den 2. Tag, der am 07.04.2017 im Haus der Brandenburgischen Geschichte in Potsdam stattfindet, bittet der Hauptveranstalter, der AK GeoMUWA der Leibniz-Sozietät, ebenfalls um Anmeldung.

Einladung und Programm, 2. Tag

Zeitplan 2. Tag

Neue Buchveröffentlichung zum 1. Weltkrieg erschienen

Von der Vizepräsidentin der Leibniz-Sozietät, Dorothee Röseberg, wurde zusammen mit Angela Richter (MLS) und Sabine Volk-Birke im Logos-Verlag, Berlin, eine neue Buchpublikation zum 1. Weltkrieg mit dem Untertitel „Erinnerungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart“ herausgegeben.

Im Klappentext heißt es dazu:
„Vor einhundert Jahren erlebte die Welt die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ (Georges F. Kennan). In Verdun ereignete sich 1916 eine der grausamsten Schlachten des Ersten Welt­krieges. Die Herausgeberinnen des Bandes nehmen dies zum Anlass, um zu fragen, wie in Ge­schichte und Gegenwart und in verschiedenen Regionen der Welt dieses Krieges gedacht worden ist und wie Erinnerungskulturen zu dieser verheerenden und folgenreichen Katastrophe heute inszeniert werden. Systematisierungsversuche , z.B. in den Kategorien von „Siegern“ und „Be­siegten“, ,,Europäern“ und „Kolonien“ oder ehemaligen „Verbündeten“ und „Gegnern“ greifen nicht, denn die Gedächtnispolitik der an diesem Krieg beteiligten Nationen und die Vielfalt ihrer Inszenierungsformen sind stark von aktuellen Interessen und Konflikten geprägt. Neben politi­schen Diskursen und offiziellen Feierlichkeiten werden in den Beiträgen verschiedene mediale Repräsentationen in Literatur, Malerei, Film und Fernsehen untersucht.“

Inhaltsverzeichnis

Bibliografische Angaben

In eigener Sache

Entsprechend Beschluss des Präsidiums vom 24. März 2016 zur Weiterführung der Publikationstätigkeit haben Herr Wolfdietrich Hartung und Herr Rolf Hecker die

Überleitung der Leitungsverantwortung im Redaktionskollegium von Herrn Hartung zu Herrn Hecker

vorbereitet. Das Präsidium berief in seiner Sitzung am 23. Februar 2017 Herrn Hecker einstimmig zum Ko-Vorsitzenden des Redaktionskollegiums und wünscht ihm viel Erfolg in seiner verantwortungsvollen Tätigkeit.

Zugleich bedankte sich das Präsidium ganz herzlich bei Herrn Hartung, der auf eigenen Wunsch aus der Funktion des Ko-Vorsitzenden ausgeschieden ist, für sein mehr als 15 Jahre langes Wirken, insbesondere für die „Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät“ (er hat über 80 Bände betreut), für „Leibniz Online“ (sein „Kind“ mit bislang 26 Ausgaben) und vor allem als Ko-Vorsitzender des Redaktionskollegiums.

Das Deutsche GeoForschungsZentrum besteht 25 Jahre

Eine Wortmeldung zum Jubiläum von Heinz Kautzleben, Mitglied der Leibniz-Sozietät, Dr. rer. nat. habil., Professor für Geophysik der Akademie der Wissenschaften der DDR,seit 1979 Mitglied der 1700 begründeten Gelehrtengesellschaft

Am 18.01.2017 feierte das Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ mit einer beeindruckenden Festveranstaltung auf dem Potsdamer Telegraphenberg sein 25-jähriges Bestehen. Das GFZ war nach Abwicklung der dort bis Ende 1991 bestehenden geowissenschaftlichen Einrichtungen der Akademie der Wissenschaften der DDR gebildet worden und hatte mit Beginn des Jahres 1992 seine Tätigkeit aufgenommen. Die Festrede hielt Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Heinz Riesenhuber, Bundesminister a.D., Alterspräsident des Deutschen Bundestages. Im Mittelpunkt aller Reden stand der gesell­schaft­liche Auftrag, den das GFZ zu erfüllen hat.

Die Einbeziehung des im Ergebnis des 2. Weltkrieges entstandenen „Ostdeutschlands“ hatte 1990 die Chance gebracht, in der Bundesrepublik Deutschland mit Zuordnung zur Helmholtz-Gemeinschaft ein Großforschungszentrum für die Geowissenschaften zu bilden – und das am bereits weltbekannten Wissenschaftsstandort Potsdam-Telegraphenberg. Zitat aus der Festrede: „Hier wurde die solide Arbeit der Wissenschaftler in der DDR aufgegriffen und zu einem zukunftsfähigen Zentrum entwickelt.“ Die Chance wurde beherzt genutzt.

Der Wissenschaftsstandort Potsdam-Telegraphenberg entstand in den 1870er Jahren als Einrichtung des Königreiches Preußen. Sein Aufstieg zum internationalen Ruhm erfolgte in der Glanzzeit des Deutschen Kaiserreiches, als Preußen der größte und führende deutsche Bundesstaat war. Der Standort Potsdam-Telegraphenberg war immer eng mit der Wissenschaftsmetropole Berlin verbunden. Was geschah am Standort Potsdam-Telegraphenberg in der Zeit ab Ende des 1. Weltkrieges und nach dem 2. Weltkrieg bis zur staatlichen Vereinigung der an seinem Ende verbliebenen Teile des Deutschen Reiches?

Vollständige Wortmeldung von MLS Heinz Kautzleben