Kolloquium der Leibniz-Sozietät am 13.02.2015 zum Thema “Geodäsie-Mathematik-Physik-Geophysik”: Kurzbericht

Veranstaltungen der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin zur wissenschaftlichen Geodäsie am 12. und 13. Februar 2015: wissenschaftliche Sitzungen am 12.02. mit den Vorträgen der im Mai 2014 zugewählten Mitglieder Hans Sünkel (Wien) und Harald Schuh (Potsdam) und Kolloquium am 13.02. mit rund 30 Beiträgen zum Thema „Geodäsie-Mathematik-Physik-Geophysik“ anlässlich des 75. Geburtstages ihres Mitgliedes Erik W. Grafarend (Stuttgart)

E.Grafarend und H- Moritz, Berlin 13-02-2015

Der Jubilar (links) und MLS Helmut Moritz lauschen angespannt den Konferenzbeiträgen; Foto: Dietmar Linke

Die Förderung der Geodäsie auf akademietypische Weise hat in der Gelehrtengesellschaft, die seit 1993 Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin heißt, eine lange Tradition. Die Gesellschaft her­vorragender Wissenschaftler mit dem Treffpunkt in Berlin wurde 1700 als Kurfürstlich Brandenbur­gische Sozietät der Wissenschaften nach den Vorstellungen von Gottfried Wilhelm Leibniz gegründet, bereits 1701 in Königlich Preußische Sozietät der Wissenschaften umbenannt. Mit der Umbenennung wurde das Programm der Gelehrtengesellschaft unterstrichen, für den Aufstieg der Besitzungen der brandenburgisch-preußischen Hohenzollern zu einem einheitlichen, mächtigen Territorialstaat in Europa die Wissenschaft zu fördern und zielstrebig zu nutzen. Der erste Artikel von Leibniz in den Veröffent­lichungen der Sozietät war einem damals hochaktuellen Problem der Geodäsie gewid­met: der Bestimmung der geographischen Länge. Seit 1993 ist die Gelehrtengesellschaft ein privatrechtlicher Verein, dessen name sein Programm ist. Ihr ständiger Treffpunkt ist nach wie vor Berlin, verstanden nunmehr als deutsche Hauptstadt und europäische Metropole. Gegenwärtig hat die Leibniz-Sozietät 320 Mitglieder: Naturwissenschaftler, Technikwissenschaftler und Mediziner, Sozial­wissenschaftler und Geisteswissenschaftler. Von ihnen vertreten die wissenschaftliche Geodäsie: Erik W. Grafarend (Stuttgart), Petr Holota (Prag), Heinz Kautzleben (Berlin), Helmut Moritz (Graz), Reiner Rummel (München), Harald Schuh (Potsdam), Oliver Schwarz (Siegen) und Hans Sünkel (Graz) – s.Poster. Die Veranstal­tungen der Leibniz-Sozietät, an denen zumeist kompetente Gäste mitwirken, sind vielfach wissen­schaftliche Wortmeldungen der Gelehrtengesellschaft zu brennenden wissenschaftlichen und gesell­schaftlichen Themen. Die Veranstaltungen zur Geodäsie im Februar 2015 mit einem elitären Teilnehmerkreis können als eine solche Wortmeldung angesehen werden.

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AK Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum- und Astrowissenschaften: Jahresrückblick 2014

Die Mitstreiter im Arbeitskreis Geo, Montan-, Umwelt-, Weltraum- und Astrowissenschaften (GeoMUWA) sind im Jahre 2014 wiederum der bewährten Regel gefolgt, wonach die Mitglieder der Leibniz-Sozietät von ihrer Gelehrtengesellschaft erwarten können, dass ihre jeweiligen wissenschaftlichen Interessen in angemessenen Zeitabständen in Veranstaltungen der Sozietät und ihrer Arbeitsgremien behandelt werden. Das fördert die Wissenschaft, pflegt die Gemeinschaft und bietet gute Chancen, sie fortzuführen. Die Organisation fällt umso leichter je mehr sich das jeweilige Mitglied daran beteiligt.

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Workshop: „Naturressourcen, Energie, Umwelt: Wechselwirkungen und aktuelle Probleme“; Programm und Abstracts

Der Arbeitskreis Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum- und Astrowissenschaften (AK GeoMUWA) informiert über Programm und Abstracts des Workshops

„Naturressourcen, Energie, Umwelt: Wechselwirkungen und aktuelle Probleme“

Programm und Abstracts

Veranstaltungsdetails

Ankündigung eines Kolloquiums aus Anlass des 75. Geburtstages von MLS Erik W. Grafarend

Die Leibniz-Sozietät und der Arbeitskreis Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum- und Astrowissenschaften (GeoMUWA) kündigt ein Kolloquium der Leibniz-Sozietät zum Thema

„Geodäsie – Mathematik – Physik – Geophysik“

aus Anlass des 75. Geburtstages von Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. mult. Erik W. Grafarend, Mitglied der Leibniz-Sozietät, Auswärtiges Mitglied der Finnischen und der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Emeritus der Universität Stuttgart an.

Das Kolloquium findet am 13. Februar 2015 in Berlin statt.
Es wird unterstützt durch die Universität Stuttgart.

Als Prolog zum Kolloquium gelten die beiden Antrittsvorträge am Sitzungstag der Leibniz-Sozietät am 12. Februar 2015, die ab 10.00 Uhr in der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften bzw. ab 13.30 Uhr im Plenum durch die im Jahre 2014 zugewählten Mitglieder der Leibniz-Sozietät

Hans Sünkel (Graz): „Das Geoid – theoria cum praxi et commune bonum“
und
Harald Schuh (Potsdam): „Beiträge der Geodäsie zum besseren Verständnis von Naturgefahren und Klimaeinflüssen“

gehalten werden.

Die Ankündigung und das aktuelle Programm sind ausführlich im Veranstaltungsplan veröffentlicht.

 

Ehrenkolloquium anlässlich des 80. Geburtstages von MLS Heinz Kautzleben – Kurzbericht

Im Mittelpunkt steht der Mensch – Fortschritte in den Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum- und Astrowissenschaften

Das Präsidium der Leibniz-Sozietät lud für den 11. 04. 2014 zu einem Ehrenkolloquium aus Anlass des 80. Geburtstages des langjährigen Mitgliedes Heinz Kautzleben in den BVV-Saal des Rathauses Berlin-Mitte ein.

H. Kautzleben 2014; Foto: D. Linke

H. Kautzleben 2014; Foto: D. Linke

Das Ehrenkolloquium wurde unterstützt von der Stiftung der Freunde des Leibniz-Sozietäte.V.

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AK Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum- und Astrowissenschaften: Jahresrückblick 2013

Arbeitskreis Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum- und Astrowissenschaften (AK GeoMUWA), Rückblick auf die Aktivitäten im Jahr 2013

Die Mitstreiter im Arbeitskreis GeoMUWA haben im Jahre 2013 zwei ganztägige Tagungen bzw. Kolloquien der Leibniz-Sozietät organisiert:

• im März 2013 anlässlich des 150. Geburtstages von V. I. Vernadskij die Tagung zum Abschluss des Projektes „Mineralogie-Geochemie-Biogeochemie-Biosphäre-Noosphäre“, an dem der Arbeitskreis mit zahlreichen Gästen zwei Jahre lang gearbeitet hatte (Vernadskij-150), und

• im November 2013 das Kolloquium zu Ehren von Helmut Moritz, MLS, anlässlich seines 80. Geburtstages zu Themen seiner Arbeits- und Interessengebiete (Moritz-80), das thematisch eng verbunden war mit der Tagung im September 2012 anlässlich des Beginns der Arbeiten zur „Mitteleuropäischen Gradmessung“ vor 150 Jahren.

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Ehrenkolloquium anlässlich des 80. Geburtstages von MLS Helmut Moritz: Kurzbericht

 

Prof. Dr. Dr. hc. mult. Helmut Moritz Foto: Dietmar Linke

Prof. Dr. Dr. hc. mult. Helmut Moritz
Foto: Dietmar Linke

Wissenschaftliches Kolloquium am 15. November 2013 in Berlin-Adlershof zu Ehren des Mitgliedes der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin Helmut Moritz, Prof. em. (Technische Universität Graz) Dr. Dr. h.c. mult., Wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Auswärtiges Mitglied zahlreicher nationaler Akademien der Wissenschaften, Ehrenmitglied des DVW-Landesvereins Berlin-Brandenburg, aus Anlass seines 80. Geburtstages mit Vorträgen zu Themen aus seinen Arbeits- und Interessengebieten

Bericht von Heinz Kautzleben und Peter Knoll, eingestellt am 22.11.2013

Veranstalter des Kolloquiums waren die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. – begründet 1700 als Brandenburgische Sozietät der Wissenschaften, der Landesverein Berlin-Brandenburg des Deutschen Vereins für Vermessungswesen (DVW) – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement – und das Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik der Technischen Universität Berlin. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vorbereitet durch Dipl.-Ing. Hans-Gerd Becker (DVW-LV Berlin-Brandenburg), Prof. Dr. Heinz Kautzleben (Leibniz-Sozietät) und Prof. Dr.-Ing. Frank Neitzel (TU Berlin –IGG).

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Rundtischgespräch: „Deutschland und deutsche Wissenschaftler im Leben und in den wissenschaftlichen Werken des Akademiemitgliedes Wladimir Wernadski“

Die internationale wissenschaftliche Expedition

„Auf den Spuren Vernadskjis“

hat in Berlin mit einem Rundtischgespräch Station gemacht.

Information zum Rundtischgespräch zum Thema

„Deutschland und deutsche Wissenschaftler im Leben und in den wissenschaftlichen Werken des Akademiemitgliedes Wladimir Wernadski“

am 13. Juni 2013 im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin.

Bei der Veranstaltung handelte es sich um den Teil einer Maßnahme im staatlichen Programm der Russischen Föderation zur Würdigung des 150. Geburtstages von Vladimir Ivanovič Vernadskij im Jahre 2013. Die Würdigung Vernadskijs wird von der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) unterstützt. In der Russischen Föderation gehört die Würdigung Vernadskijs explizit zu den umfassenden Anstrengungen, die Umweltpolitik der Russischen Förderation durch die Lehren des großen russischen Wissenschaftlers und Denkers Vernadskij von der Biosphäre und der Noosphäre wissenschaftlich und philosophisch zu begründen. Infolge der Zuordnung zum staatlichen Programm waren auch die Botschaft der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland und die Föderale Agentur für Angelegenheiten der GUS, der im Ausland lebenden Landsleute und für internationale humanitäre Zusammenarbeit (Rossotrudnitschestwo) verpflichtet, die Maßnahme zu unterstützen. Konkret handelt es sich bei der Maßnahme um eine sog. Internationale wissenschaftliche Expedition „Auf den Spuren Vernadskijs“, bei der an allen Arbeitsstätten Vernadskijs außerhalb Russlands wissenschaftliche Veranstaltungen zur Würdigung Vernadskijs unter Teilnahme von Wissenschaftlern aus Russland und des jeweiligen Landes durchgeführt werden sollten.Die Expedition führte zu den Städten Kiew, Simferopol, Paris, Prag und Berlin. Für Berlin war ein Rundtischgespräch zum Thema „Deutschland und deutsche Wissenschaftler im Leben und in den wissenschaftlichen Werken des Akademiemitgliedes Wladimir Wernadski“ vorgesehen. Für die Organisation der Expedition waren verantwortlich die Nichtstaatliche Ökologische Wernadski-Stiftung, die von der OAO Gazprom reichlich unterstützt wird, und die Vertretungen von Rossotrudnitschestwo in den betreffenden Ländern. Die Expedition „Auf den Spuren Vernadskijs“ wird von der Russischen Akademie der Wissenschaften unterstützt.

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Ergebnisse der Konferenz „Vernadskij-150“ am 15.03.2013 in Berlin

Projekt „Vom Mineral zur Noosphäre“;
Konferenz anlässlich des 150. Geburtstages von V. I. Vernadskij Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Heinz Kautzleben

– Ergebnisbericht –

 Projektförderung durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung – Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e.V; Projektnummer 5113263

Ziel des Projektes war die Durchführung einer wissenschaftlichen Konferenz zum Thema „Vom Mineral zur Noosphäre – Wissenschaftliche Konferenz anlässlich des 150. Geburtstages von V. I. Vernadskij“. Die Veranstaltung wurde durch 2 Kolloquien im Jahre 2012 inhaltlich vorbereitet. Sie wurde am 15.03.2013 im Museum für Naturkunde Berlin unter Mitwirkung und mit Unterstützung des Generaldirektors des Naturkundemuseums und Mitglied der Leibniz-Sozietät, Prof. Dr. Bernd Vogel durchgeführt.

Die Konferenz wurde von der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. mit Unterstützung der folgenden Partner:
– Museum für Naturkunde Berlin,
– Centre for Russian and Central EurAsian Mineral Studies (CERCAMS), Natural History Museum, Earth Sciences Department, London,
–  Wissenschaftliche Gesellschaft bei der Jüdischen Gemeinde zu Berlin (WiGB),
– Verein der Berlin-Brandenburgischen Geologie-Historiker „Leopold von Buch“ e.V.
veranstaltet.
An der Konferenz nahmen 70 Wissenschaftler aus Berlin, Potsdam, Moskau, St. Petersburg, Trondheim, Wien teil.
Über die Konferenzergebnisse wurde eine elektronische Dokumentation angefertigt; sie kann auf Anfrage Interessenten zum persönlicvhen Gebrauch zur Verfügung gestellt werden.

Einige Präsentationen können nachfolgend – ebenfalls zum persönblichen Gebrauch – herutergeladen werden:

* Broschüre der Abstracts der Konferenzbeiträge;
* Begrüßungsansprache L.-G. Fleischer (MLS), Berlin; Sekretar der Klasse;
* Naturwissenschaften der Leibniz-Sozietät;
* Begrüßungspräsentation J. Vogel (MLS), Berlin; Generaldirektor des Naturkundemuseums Berlin;
* Vortrag V. Mairanovskij, WiGB Berlin;
* Vortrag H. Kautzleben (MLS) Berlin;
* Vortrag Y. Malyshev, G. Naumov, A. Titova und S. Cherkasov (Vortragender), Moskau;
* Vortrag A. Mueller, Trondheim;
* Vortrag J.Ch. Kopp (MLS), Seddiner See;
* Vortrag V.E. Gerling, St Petersburg; (Vortragende Dr. Irina Burkhardt);
* Vortrag R. Seltmann (MLS), London;
* Vortrag K.-D. Jäger (MLS), Berlin;
* Vortrag R. Schimming (MLS), Potsdam;
* Vortrag V. Kochergin WiGB Berlin;
* Vortrag K. Fuchs-Kittowski (MLS), Berlin;
* Vortrag W. Hofkirchner (MLS), Wien;
* Vortrag B. Schapiro, WiGB Berlin;
* Vortrag R.-L. Winkler, DAMU Berlin;
* Vortragsprogramm der Konferenz (deutsch und russisch);
* Vorträge der „Russischen Naturforscherwoche“ im Juni 1927 in Berlin, die an gleicher Stelle stattfand, wie die wissenschaftliche Konferenz „Vom Mineral zur Noosphäre“

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AK Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum- und Astrowissenschaften – Wissenschaftliche Veranstaltungen bis 20012

Übersicht der wissenschaftlichen Veranstaltungen, die bisher vom Arbeitskreis Geo-, Montan-, Umwelt-, Weltraum- und Astrowissenschaften der Leibniz-Sozietät organisiert bzw. unterstützt wurden:

[Mitwirkende, die Mitglied der Leibniz-Sozietät sind, werden mit * gekennzeichnet.]

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Tagung der Leibniz-Sozietät zu Fragen der wissenschaftlichen Geodäsie

Tagung der Leibniz-Sozietät in Zusammenarbeit mit dem DVW Berlin-Brandenburg – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement am 14. September 2012 zu Fragen der wissenschaftlichen Geodäsie anlässlich des Beginns der „Mitteleuropäischen Gradmessung“ vor 150 Jahren

Tagung zu Fragen der wissenschaftlichen Geodäsie anlässlich des Beginns der Arbeiten zur „Mitteleuropäischen Gradmessung“ vor 150 Jahren; Berlin, 14.09.2012

Die Tagung wurde von der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. gemeinsam mit dem DVW Berlin-Brandenburg e.V. – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement – (kurz: DVW B-B) durchgeführt.

Die elektronische Dokumentation zur Tagung ist fertig gestellt. Kopien können von Interessenten für ihren persönlichen Gebrauch angefordert werden.

Vorträge

Prof. Dr. Dietmar Linke, Vizepräsident der Leibniz-Sozietät
Eröffnung und Begrüßung im Namen der Leibniz-Sozietät

Dipl.-Ing. Hans-Gerd Becker, Vorsitzender des DVW Berlin-Brandenburg e.V. Begrüßung im Namen des DVW Berlin-Brandenburg e.V.

Prof. Dr.-Ing. Hansjörg Kutterer, Frankfurt am Main; Vizepräsident des DVW e.V. (Gesamtverband) und Präsident des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie: Aktuelle Aktivitäten der IAG und ihre Bedeutung für die deutsche Geodäsie  

Prof. Dr. Harald Schuh, Wien, Österreich; Vice President of the International Association of Geodesy, Präsident der Österreichischen Geodätischen Kommission: Geodetic Very Long Baseline Interferometry (VLBI) and its future perspectives  

Prof. Dr. Helmut Moritz, Mitglied der Leibniz-Sozietät, Ehrenmitglied des DVW Berlin-Brandenburg e.V., Graz, Österreich:
Einige Bemerkungen über Helmert, Bruns, Einstein  

Prof. Dr. Erik W. Grafarend, Mitglied der Leibniz-Sozietät, Stuttgart:
Friedrich Robert Helmert: seine Lösung des Anholonomitätsproblems der Geodäsie oder warum ist Geodäsie physikalisch? Von Gauß-Listing über Bruns zu Molodenski: geometrische und physikalische Höhen und Höhensysteme, global versus lokal  

Prof. Dr.-Ing. Horst Montag, Brandenburg a. d. Havel:
Meeresniveau und Erdrotationsvektor – zwei moderne Forschungsrichtungen mit Ursprung in der Mitteleuropäischen Gradmessung bzw. Internationalen Erdmessung  

Prof. Dr. Heinz Kautzleben, Mitglied der Leibniz-Sozietät, Berlin:
Entwicklung der organisierten internationalen Zusammenarbeit zur wissenschaft¬lichen Geodäsie von der Mitteleuropäischen Gradmessung bis in die Ära der Satellitengeodäsie – die deutschen Wege  

Dr. Sc. Petr Holota, Zdiby, Praha-vychod, Czech Republic:
Successful Road to the 3rd General Assembly of the IUGG in Prague, the Facts and Subsequent Developments in Geodesy

Prof. Dr. Juhani Kakkuri, Finnish Geodetic Institute, Helsinki, Finland:
The Baltic Geodetic Commission and the Baltic Geodetic Ring

Dr.-Ing. habil. Joachim Höpfner, Potsdam:
Johann Jacob Baeyer – ein herausragender Geodät des 19. Jahrhunderts  

Prof. Dr. Oliver Schwarz, Mitglied der Leibniz-Sozietät, Siegen:
Thüringer Aktivitäten im Rahmen der Mitteleuropäischen Gradmessung  

Prof. Dr. Reinhard Rummel, Mitglied der Leibniz-Sozietät, München:
Beiträge der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zur Mitteleuropäischen/ Europäischen Gradmessung/Internationalen Erdmessung. Moderne Arbeiten zur Satellitengeodäsie. Schlusswort im Namen der Veranstalter  

Poster:

Prof. Dr. Heinz Kautzleben, Mitglied der Leibniz-Sozietät, Berlin:
Die sieben großen Geodäten der Gelehrten Gesellschaft zu Berlin

Pressemitteilung zur Veranstaltung am 06.09.2012:

Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. und DVW Berlin-Brandenburg e.V. – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement:

Die deutsche Frage führte zum Aufschwung der Geodäsie – eine wissenschaftliche Tagung am 14.09.2012 in Berlin;

Eine der wichtigsten Aufgaben der wissenschaftlichen und praktischen Geodäsie in jedem Staat ist die Schaffung von zuverlässigen homogenen Vermessungsunterlagen für die Verwaltung des Staatsgebietes und die genaue messtechnische Markierung der Staatsgrenze. Dabei dürfen keine Sprünge beim Übergang von der Vermessung des einen Staates zu den Vermessungen der benachbarten Staaten auftreten. Nach den Befreiungskriegen zu Beginn des 19. Jahrhunderts war diese Aufgabe für alle Staaten des Deutschen Bundes äußerst dringlich geworden, besonders aber für das Königreich Preußen, das durch den Wiener Kongress 1815 einen großen neuen Landesteil im Westen Deutschlands erhalten hatte, der aber mit dem Stammland im Osten keine Landverbindung hatte.

Die zündende Idee, wie dieses Problem unter den damaligen politischen Bedingungen gelöst werden konnte, hatte 1861 der preußische General und Geodät Johann Jacob Baeyer: Es muss in Zusammenarbeit der Geodäten aller Staaten in ganz Mitteleuropa flächendeckend eine „Grad¬-messung“ durchgeführt werden. Der Vorschlag wurde sofort von der Regierung Preußens und umgehend auch von den Regierungen Österreichs, Sachsens und aller weiteren betroffenen Staaten aufgegriffen und von den Geodäten ab 1862 zügig in die Tat umgesetzt. Die Arbeiten wurden selbst durch die militärischen Auseinandersetzungen zwischen den Regierungen des Kaisertums Österreich und des Königreichs Preußen in den 1860er Jahren um die Entscheidung in der deutschen Frage – was ist politisch „Deutschland“? – nicht beeinträchtigt.

Die Arbeiten warfen zunehmend neue wissenschaftliche Probleme auf, die zuvor vielfach noch nicht erkannt worden waren, aber jetzt in Gemeinschaftsarbeit angegangen und gelöst werden konnten. Der Fortgang der Arbeiten wurde in ganz Europa und schließlich auch in Übersee aufmerksam beobachtet, und die Fortschritte regten die Geodäten in immer mehr Ländern an, sich mit ähnlichen Arbeiten an der wissenschaftlichen Kooperation zu beteiligen. 1886 wurde aus dem ursprünglichen Projekt der „Gradmessung“ in Europa die Organisation „Internationale Erdmessung“ – englisch „International Geodetic Association“ genannt.

Preußen behauptete im Projekt und in der Organisation über ein halbes Jahrhundert die wissen-schaftliche Führung. Das beruhte nicht zuletzt darauf, dass 1870 in Berlin das Königlich Preußische Geodätische Institut gegründet worden war, eines der ersten wissenschaftlichen Staatsinstitute. Einen weiteren Aufschwung brachte dabei nach dem Tode Baeyers der geniale deutsche Geodät Friedrich Robert Helmert; er wurde 1886 zum Direktor dieses Geodätischen Institutes berufen und erreichte sofort, dass das Institut auf dem Telegraphenberg in Potsdam eine hervorragend ausgestattete Forschungsstätte erhielt.

Die Geodäsie ist heute weltweit und besonders unter den Bedingungen der Informationsgesellschaft wichtiger denn je. Am 14.09.2012 findet anlässlich des Beginns der Arbeiten zur „Mitteleuropäischen Gradmessung“ vor 150 Jahren in Berlin eine Tagung zu wissenschaftlichen Fragen der Geodäsie statt. Beteiligt sind renommierte Wissenschaftler aus ganz Deutschland, Österreich, Tschechien und Finnland. Veranstalter sind die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin und der Landesverein Berlin-Brandenburg des Deutschen Vereins für Vermessungswesen (DVW).