Buchveröffentlichung im Ergebnis der Plenarveranstaltung der Leibniz-Sozietät am 13. Oktober 2016

Die ganztägige Plenarveranstaltung der Leibniz-Sozietät am 13. Oktober 2016 widmete sich dem Thema

Bildung und Gesellschaft
anlässlich der 1946 erlassenen „Gesetze zur Demokratisierung der deutschen Schule“ in der Sowjetischen Besatzungszone

und behandelte die Schwerpunkte

  • Demokratie, Antifaschismus, Humanität – Erziehung, Bildung und Schule als gesellschaftliche Aufgabe;
  • Ziele, Inhalte und Strukturen von Bildung – Grundentscheidungen von historischer und aktueller Bedeutung;
  • Menschenbildung und Gesellschaft – ein Gesetz zwischen Vision und Realität.

Die Ergebnisse der Konferenz, die durch den Arbeitskreis Pädagogik der Sozietät vorbereitet und organisiert wurde, sind jetzt im Peter Lang Verlag als Buchveröffentlichung erschienen.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort der Herausgeber

Text Buchrückseite

 

Zuwahlen neuer Mitglieder 2017

In der Geschäftssitzung am 11. Mai 2017 wurden auf Vorschlag der Mitglieder folgende namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als neue Mitglieder der Leibniz-Sozietät zugewählt:
Prof. Dr. phil. Tim Engartner, Jhg. 1976, Fachgebiet: Politisch-ökonomische Bildung
Dr. Cornelius Griep,
Jhg. 1977; Fachgebiet: Romanische Kulturwissenschaft
Prof. Dr. Steffen Groß, Jhg. 1970, Fachgebiet: Volkswirtschaftslehre
Prof Dr. sc. Nina Hager, Jhg. 1950, Fachgebiet: Physik und Naturphilosophie
Dr. Olaf Hellmuth, Jhg.1960, Fachgebiet: Physik der Atmosphäre
Prof. Dr. Hermann-Georg Holzhütter, Jhg.1950, Fachgebiet: Biochemie, Biophysik
Prof. Dr. Frieder Nacke, Jhg.1938, Fachgebiet: Informatik
Dr. rer. nat. Hennes Obermeyer, Jhg.1960, Fachgebiet: Angewandte Geologie und Geophysik
Prof. Dr. Peter Schirmbacher, Jhg. 1951, Fachgebiet: Informationswissenschaft
Prof. Dr. Dietmar Sturzbecher, Jhg. 1953, Fachgebiet: Psychologie
Dr. sc. Reinhold Zilch, Jhg. 1952, Fachgebiet: Geschichte
Die zugewählten Mitglieder erhalten zum traditionellen Leibniztag 2017 ihre Urkunden und stellen sich dem Plenum vor.

Mai-Sitzung der Kasse Naturwissenwschaften und Technikwissenschaften; Information

Im Mittelpunkt der Klassensitzung stand der Vortrag von Gerhard Banse.
In der leider kurzfristig notwendig gewordenen Themenänderung der Mai-Sitzung 2017 der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften, hat der Präsident der Leibniz-Sozietät Gerhard Banse an seine interessanten Beiträge in der November-Sitzung der Klasse Sozial- und Geisteswissenschaften 2015 und in der Internetzeitschrift Leibniz Online Ausgabe 22 im Jahr 2016 an. Es gelang ihm erneut, die Thematik, die in sehr viele wissenschaftliche, technische und rechtliche Sachgebiete eingreift, interessant darzustellen und zu analysieren sowie auf die eher zunehmende Brisanz im geseschaftlichen Leben hinzuweisen. Davon zeugte nicht nur die rege Teilnahme an der Sitzung, sondern vor allem die anschließende äußerst lebhafte Diskussion.

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Nekrolog auf unser Mitglied Prof. Dr. Heinz Militzer

Heinz Militzer 2012

Prof. Dr. Heinz Oskar Militzer
* 02. Mai 1922
† 23 April 2017
Mitglied der Leibniz-Sozietät seit 1999

 

Heinz Militzer
Geboren am 2. Mai 1922 in Freiberg/Sachsen, gestorben am 23. April 2017 in Pirna;
Diplom-Geophysiker (1953), Dr. rer. nat. habil. (1957 bzw. 1962);
Ordentlicher Professor für Angewandte Geophysik an der Bergakademie Freiberg (berufen 1966, emeritiert 1987);
Verdienter Hochschullehrer der DDR (1982);
Mitglied der Leibniz-Sozietät, gewählt 1999

Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin – begründet 1700 als Brandenburgische Sozietät der Wissenschaften trauert um ihr Senior-Mitglied Heinz Militzer. Er verstarb wenige Tage vor der Vollendung seines 95. Lebensjahres in einem Kurzzeit-Pflegeheim in Pirna. Er hatte gemeinsam mit seiner zweiten Ehefrau Dr. Herta Riederer wegen der in den letzten drei Jahren drastischen Verschlechterung der gesundheitlichen Situation von ihnen beiden das Wohnhaus in Eichwalde bei Berlin verlassen müssen; sie waren auf dem Wege zu einem neuen passenden Zuhause.

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März-Workshop des AK Gesellschaftsanalyse: Bericht

Arbeitskreis „Gesellschaftsanalyse“:

Bericht zum Workshop „Postwachstumspolitiken. Wege zur wachstumsunabhängigen Gesellschaft“ am 24. März 2017.

Trotz einer erforderlichen Terminverlegung war dieser Workshop mit seinen fünfzehn Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur gut besucht; es kam vor allem auch zu sehr intensiven und lebendigen Debatten. Denn das Thema hatte bzw. hat es im doppelten Sinn in sich: Einmal in dem einer Perspektive „Postwachstumsgesellschaft“. Und dann in dem einer Frage nach notwendigen und möglichen Politiken für eine solche Gesellschaft und eine darauf leitende Transformation.

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Mai-Sitzung der Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften: Themenänderung

Die Klasse Naturwissenschaften und Technikwissenschaften führt ihre Mai-Sitzung am 11.05.2017 als öffentliches wissenschaftliches Kolloquium durch zum veränderten Thema:

Über den Umgang mit Unbestimmtheit

Referent: Gerhard Banse (MLS)

Veranstaltungsdetails

Nachrichten aus der Tätigkeit des AK GeoMUWA im März und April 2017

Das Mitglied der Leibniz-Sozietät und langjähriger Sprecher des Arbeitskreises Geo-, Montan-, Uwelt-, Weltraum- und Asotrowissenschaften (AK GeoMUWA) Heinz Kautzleben, der die Entwicklung der wissenschaftlichen Geodäsie im Raum Potsdam in der jüngsten Vergangenheit stark mitgeprägt hat, hat nach dem Kolloquium am 07.April 2017 zum Thema

„Die Förderung der wissenschaftlichen Geodäsie seit Friedrich Robert Helmert (1843-1917)“

Impressionen von den vier Veranstaltungen im März und April 2017, die sich im weitesten Sinne mit Fragen der wissenschaftlichen Geodäsie und ihrer Geschichte im Raum Potsdam befassen, übermittelt und speziell einen Kurzbericht über das Kolloquium am 07.04.2017 eingebunden.

Er schreibt:
„Das Kolloquium „Die Förderung der wissenschaftlichen Geodäsie seit Friedrich Robert Helmert“ war eine Veranstaltung der vier Organisationen, die in der Region Berlin-Brandenburg mit diesem großen Wissenschaftler und bedeutenden Wissenschaftsorganisator, der im Königreich Preußen in der Glanzzeit des Deutschen Kaiserreiches gewirkt hat, verbunden waren und sich heute noch zu ihm bekennen. Es sind das: die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V. – die Gelehrtengesellschaft, die 1700 als Kurfürstlich Brandenburgische Sozietät der Wissenschaften gegründet wurde und sich nach einer großen wechselvollen Geschichte 1993 als Verein mit dem aussagekräftigen, anspruchsvollen Namen konstituiert hat; das Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches  GeoForschungsZentrum GFZ; der DVW-Landesverein Berlin-Brandenburg e.V. – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement und das Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik der Technischen Universität Berlin. Das in der Einladung angekündigte Vortragsprogramm konnte voll realisiert werden.“

Das Kolloquium war sehr gut besucht und bot Gelegenheit  zu lebhaften Erörterungen der Bedeutung Friedrich Robert Helmerts für die Entwicklung der wissenschaftlichen Geodäsie.

Blick in den Vortragsraum am 07. April 2017

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Kooperationsvereinbarung von Leibniz-Sozietät und Leibniz Gymnasium in Berlin-Kreuzberg unterzeichnet

Schule trifft Wissenschaft:

Gemeinsame Kooperationsvereinbarung von Leibniz-Sozietät und Leibniz Gymnasium in Berlin-Kreuzberg unterzeichnet

Die Leibniz-Sozietät hat es sich, gemeinsam mit der Stiftung der Freunde der Leibniz-Sozietät, zum Ziel gemacht, dem Grundsatz ihres Namensgebers Gottfried Wilhelm Leibniz

« theoria cum praxi et commune bonum ».

zu folgen. In diesem Sinne geht es darum, einerseits eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis zu erreichen und andererseits für das gemeinschaftliche Wohlergehen z.B. den dringend benötigten wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern.

Alle Fotos: Frank Schulenberg.SenBJF

Was eignet sich hierfür besser als eine Partnerschaft mit einer Schule, die nicht nur den Namen Leibniz trägt, sondern sich auch ganz im Sinne von Gottfried Wilhelm Leibniz dadurch auszeichnet, die Begabungen eines jeden Schülers und einer jeden Schülerin zu beachten und weiter zu entwickeln (näheres s. Homepage der Leibniz-Schule).

Dieses Vorhaben einer Partnerschaft wurde nun am 3. April 2017 im Rahmen eines „kleinen Festaktes“ durch die Unterzeichnung einer Kooperationsurkunde in der Aula der Schule gestartet. Die Kooperationsvereinbarung zwischen Schule und Sozietät wird eine enge Zusammenarbeit fördern, die den Informationsaustausch in beide Richtungen ermöglichen soll. Theorie und Praxis, Schule und Wissenschaft, das sind die Bereiche der angestrebten Zusammenarbeit. Die Schülerinnen und Schüler sollen insbesondere für den MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) Unterstützung bekommen. Darüber hinaus können ihnen Einblicke in das Leben und die Biografien von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vermittelt werden. Ob bei Fachgesprächen, im Rahmen der Berufsorientierung oder in forschungsbasierten Projekten soll ein gemeinsamer Austausch und eine gegenseitige Unterstützung zur Förderung einer wissenschaftsbasierten Denk- und Handlungsweise initiiert werden.

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Nekrolog auf das Mitglied der Stiftung der Freunde der Leibniz-Sozietät Prof. Dr. Ingeborg Rapoport

Ingeborg Rapoport war uns verbunden!

Nachruf auf Frau Professorin Dr. Ingeborg Syllm-Rapoport

Am 23.03.2017 ist Ingeborg Rapoport im Alter von 104 Jahren verstorben. Als renommierte Kinderärztin hat sie den hervorragenden Ruf der Berliner Charité mit begründet und dort den ersten Lehrstuhl für Pädiatrie/Neonatologie im europäischen Raum innegehabt.

Ingeborg Rapoport studierte Medizin in Hamburg und legte 1937 das Staatsexamen ab. Als Jüdin musste sie Deutschland ein Jahr später verlassen. Große Bewunderung wurde ihr vor zwei Jahren zuteil, als sie ihre Doktorarbeit aus dem Jahre 1938 an der Universität Hamburg endlich verteidigen konnte. In der Nazizeit hatte man ihr die Teilnahme an der abschließenden mündlichen Prüfung des Promotionsverfahrens wegen ihrer jüdischen Herkunft verweigert. Sie legte großen Wert darauf, die Arbeit zu verteidigen und den Titel nicht nachträglich geschenkt zu bekommen. Sie hatte sich auf die Prüfung gründlich vorbereitet, so dass die Prüfungskommission beeindruckt war von den Kenntnissen der Doktorandin über ihre Arbeit zum Thema Diphtherie, bis hin zu den neuesten molekularen Mechanismen der Erkrankung.

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Workshop des AK „Prinzip Einfachheit“: Bericht

Der Arbeitskreis „Prinzip Einfachheit“ führte am 23. März 2017 seine vierzehnte öffentliche wissenschaftliche Sitzung durch. Es sprach  Dr. Alexander Unzicker (München) zum Thema:

Naturgesetze sind einfach – Evidenzen aus der Geschichte der Physik“

Prof. Dr. Herbert Hörz (MLS) von der Leitung des Arbeitskreises leitete die Sitzung.

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