Arbeitskreis „Prinzip Einfachheit“: Jahresrückblick 2014

Auch im vergangenen Jahr bestand das Anliegen des Arbeitskreises darin, theoretische Ansätze und empirische Befunde sowie differenzierende und integrierende Gedanken zum Prinzip Einfachheit mit Mitgliedern beider Klassen der Leibniz-Sozietät und interessierten Gästen zu diskutieren ( http://leibnizsozietaet.de/veranstaltungen/arbeitskreise/).


Dazu fanden zwei Sitzungen mit den folgenden wissenschaftlichen Vorträgen statt (http://leibnizsozietaet.de/category/arbeitskreise-2/ak-prinzip-einfachheit/)

27.03.2014: Prof. Dr. Dietmar Linke (MLS) „Einfachheit in der Chemie? – Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren! – Oder doch nicht ganz?

20.11.2014: Prof. Dr. Charles Coutelle (MLS) „Die verführerische Illusion „einfacher“ Konzepte – Kritische Betrachtungen zum Prinzip Einfachheit an Hand von Beispielen aus Molekularbiologie und Medizin –

Ausgehend von den drei Kategorien „Einfachheit als Wirkprinzip“, „Einfachheit als Erkenntnisprinzip“, „Einfachheit als Gestaltungsprinzip“ ging es in den Vorträgen und Diskussionen darum,  danach zu fragen, ob das Prinzip Einfachheit wirksam ist, und wenn ja, unter welchen Bedingungen und in welchen Disziplinen.

Um einen Beitrag zur Beantwortung dieser Frage leisten zu können, sind präzise Aussagen zur  Wirksamkeit und zu Grenzen des Prinzips Einfachheit erforderlich. In den Diskussionen wurde wiederum deutlich, wie notwendig dafür exakte Definitionen von Einfachheitskriterien sind – in Verbindung mit Anforderungs- und Situationsparametern, Restriktionen usw.  Eine interessante Grundlage dafür könnte der von Lutz-Günther Fleischer entwickelte Systematisierungsansatz sein, zu dem er  in der Sitzung am 20.11.2014 im Rahmen einer wissenschaftlichen Mitteilung einige Grundgedanken vorstellte.

Die interdisziplinären Diskussionen unterstrichen zugleich das Bedürfnis, sich mit der Existenz und Wirksamkeit des Prinzips Einfachheit in den verschiedensten Disziplinen weiterhin auseinandersetzen zu wollen.

Gegenwärtig wird daran gearbeitet, die seit der Gründung des Arbeitskreises gehaltenen Vorträge in einem zweiten Thematischen Band zum Prinzip Einfachheit zu publizieren. Damit wird angeknüpft an den Band 108 der „Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät“, in dem die Vorträge und die eingereichten Diskussionsbeiträge der Gründungsveranstaltung des Arbeitskreises im April 2010 publiziert sind (http://leibnizsozietaet.de/publikationen/sitzungsberichte/ bzw. http://leibnizsozietaet.de/category/publikationen/sitzungsberichte/page/2/)

Der nächste Vortrag im Arbeitskreis  findet  am Donnerstag, dem 26. März 2015 statt. Es spricht Prof. Dr. Dieter B. Herrmann (MLS) zum Thema „Sind die Standardmodelle der Kosmologie und Elementarteilchenphysik falsch, weil sie nicht einfach genug sind?“.

Erdmute Sommerfeld
Sprecherin des Arbeitskreises
(05.01.2015)

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